[0001] Die Erfindung betrifft ein Pistenpflegefahrzeug zur Bearbeitung einer Skipiste mit
einem Kettenantrieb, mit einer am Heck des Pistenpflegefahrzeugs angeordneten und
durch einen Fahrzeugführer hinsichtlich mindestens eines variablen Funktionsparameters
steuerbaren Schneefräse, mit einer Rechnereinheit zur Steuerung der Schneefräse und
mit einem an die Rechnereinheit angeschlossen Ausgabebildschirm, der in einer Fahrzeugführerkabine
des Pistenpflegefahrzeugs angeordnet ist. Dabei ist die Steuerrechnereinheit dafür
ausgebildet, Statusinformationen zu den variablen Funktionsparametern der Schneefräse
auf dem Ausgabebildschirm darzustellen.
[0002] Pistenpflegefahrzeuge gattungsgemäßer Art dienen der Bearbeitung von Skipisten, wobei
hierunter im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung alle Arten von Schneeflächen
verstanden werden, also beispielsweise auch so genannte Half-Pipes. Zum Zwecke dieser
Bearbeitung können gattungsgemäße Pistenpflegefahrzeuge verschiedene Anbauaggregate
aufweisen. Solche Anbauaggregate sind am Fahrzeug angebracht und vom Fahrzeugführer
hinsichtlich ihrer Funktionsparameter beeinflussbar. Die genannte Schneefräse stellt
dabei das wichtigste Anbauaggregat dar. Sie kann beispielsweise hinsichtlich Funktionsparametern
wie einer Eindringtiefe in die Schneedecke, einer Schwenkstellung am Fahrzeug um eine
Fahrzeugquerachse oder einer Beweglichkeit in Fahrzeugquerrichtung eingestellt werden.
Weitere Anbauaggregate können beispielsweise in Form eines vorne am Fahrzeug angeordneten
Räumschildes oder einer an gleicher Stelle angeordneten Frässchleuder vorgesehen sein.
Neben Anbauaggregaten, die unmittelbar auf die Schneefläche wirken, können gattungsgemäße
Pistenpflegefahrzeuge auch anderweitige Anbauaggregate aufweisen, wie beispielsweise
eine Seilwindeneinheit.
[0003] Bei bekannten gattungsgemäßen Pistenpflegefahrzeugen können die vielen im Zusammenhang
mit den Anbauaggregaten und auch dem Kettenantrieb des Fahrzeugs durch den Fahrer
manipulierbaren Funktionsparameter auf einem Ausgabebildschirm abgelesen werden. Sie
finden sich hier zumeist in Form von einzelnen Symbolen, die sich jeweils auf einen
einzelnen Funktionsparameter beziehen, oder in Form von tabellarisch aufgeführten
Zahlenwerten, die sich ebenfalls auf einen einzelnen Funktionsparameter beziehen.
Auch die Beeinflussung der Funktionsparameter der Schneefräse und anderweitiger Anbauaggregate
sowie des Kettenantriebs ist bei gattungsgemäßen Fahrzeugen mittels des Ausgabebildschirms
möglich, wobei dieser hierfür als berührempfindlicher Bildschirm ausgestaltet ist.
Auf ihm werden meist separate Schaltflächen eingeblendet, die die Beeinflussung jeweils
eines einzelnen Funktionsparameters gestatten.
[0004] Die hohe Zahl der Funktionsparameter, die hinsichtlich der verschiedenen Anbauaggregate
für den Bediener im Blick zu behalten sind und manipuliert werden müssen, führt dazu,
dass die Bedienung eines Schneepflegefahrzeuges gerade für diesbezügliche Anfänger
sehr schwierig ist. Es ist zum Einen recht schwierig, den Überblick über die zumeist
tabellenartig aufbereiteten Zahlenwerte aus dem Ausgabebildschirm zu behalten. Aber
auch die Manipulation dieser Werte, die meist über einen Steuerknüppel mit einer Vielzahl
von Knöpfen und Drehreglern erfolgt, stellt ungeübte Fahrzeugführer vor ein Problem.
Aufgabe und Lösung
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein gattungsgemäßes Pistenpflegefahrzeug dahingehen
weiterzubilden, dass es für den Fahrzeugführer in möglichst einfacher und intuitiver
Art und Weise möglich ist, Funktionsparameter der Anbauaggregate, insbesondere der
Schneefräse, im Überblick zu behalten und auf diese Einfluss zu nehmen.
[0006] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erzielt, dass die Rechnereinheit dafür ausgebildet
ist, auf dem Ausgabebildschirm in einem ersten Darstellungsmodus eine Schneefräsen-Darstellung
darzustellen, wobei mindestens zwei voneinander unabhängige Funktionsparameter der
Schneefräse in der Schneefräsen-Darstellung dargestellt sind und/oder mindestens zwei
Funktionsparameter der Schneefräse in der Schneefräsen-Darstellung manipulierbar sind.
Vorzugsweise sind weitere Funktionsparameter der Schneefräsendarstellung darstellbar
und/oder manipulierbar, insgesamt vorzugsweise mindestens drei, insbesondere vorzugsweise
mindestens vier Funktionsparameter.
[0007] Die Grundüberlegung der Erfindung ist es somit, die Zugänglichkeit zu den Funktionsparametern
dadurch zu erleichtern, dass diese nicht in isolierter Form tabellenähnlich auf dem
Ausgabebildschirm dargestellt werden, sondern im Rahmen einer Darstellung zumindest
der Schneefräse. Auf dem Bildschirm findet sich somit eine der realen Schneefräse
entsprechende Abbildung oder eine stilisierte Abbildung der Schneefräse, in der die
verschiedenen Funktionsparameter dargestellt werden. Um eine solche Darstellung der
Funktionsparameter in der Schneefräsen-Darstellung oder in hierzu korrespondierenden
Darstellungen anderer Aggregate, die im Weiteren noch erläutert werden, handelt es
sich, wenn die entsprechenden Funktionsparameter entweder durch eine unmittelbare
graphische Veränderung der Schneefräse oder der jeweiligen anderweitiger Aggregate
verdeutlicht werden oder wenn für die Funktionsparameter stehende Symbole oder Zahlenwerte
in der Schneefräsen- oder Aggregat-Darstellung um nicht mehr als 2 cm von dem dargestellten
Aggregat bzw. der dargestellten Schneefräse auf dem Bildschirm entfernt sind. Für
den Fahrzeugführer ist aufgrund dieser geringen Distanz die unmittelbare gedankliche
Zuordnung der abgelesenen Information zur Schneefräse oder dem entsprechenden Aggregat
möglich.
[0008] Es handelt sich bei der Darstellung der Schneefräse nicht um ein Symbol, welches
nur einen Funktionsparameter wiedergibt, beispielsweise durch Einblenden und Ausblenden
des Symbols. Stattdessen bleibt die Schnee-Fräsendarstellung im genannten ersten Darstellungsmodus
dauerhaft dargestellt und erfährt bei einer Änderung der Funktionsparameter lediglich
eine entsprechende Veränderung. Aus der Schneefräsen-Darstellung lässt sich so eine
Mehrzahl von Funktionsparametern ersehen.
[0009] Diese sind dabei jeweils an jenen Teilkomponenten der Schneefräse dargestellt, die
durch die Funktionsparameter beeinflusst werden. So kann beispielsweise die Eindringtiefe
der eigentlichen Fräswelle der Schneefräse durch einen unmittelbar an der dargestellten
Fräswelle eingeblendeten Zahlenwert verdeutlicht werden. Die Drehrichtung der Fräswelle
kann beispielsweise durch einen entsprechen ausgerichteten Pfeil verdeutlicht werden.
Ebenfalls durch Pfeilangaben kann die Beweglichkeit der Schneefräse in Fahrzeugquerrichtung
symbolisiert werden. Die Schneefräsen-Darstellung und ggf. auch die Darstellung der
genannten Pfeile erfolgt vorzugsweise in einer dreidimensionalen bzw. perspektivischen
Art, so dass sich Bewegung- und Positionsparameter ungeachtet davon intuitiv erfassbar
darstellen lassen, ob sie sich inhaltlich auf die Fahrzeughochrichtung, auf die Fahrzeugquerrichtung
oder auf die Fahrzeuglängsrichtung beziehen.
[0010] Da eine Mehrzahl von Funktionsparametern verdeutlicht werden soll, erfolgt die Schneefräsen-Darstellung
aus dem Bildschirm vorzugsweise recht groß, wobei hierunter verstanden wird, dass
die Schneefräsen-Darstellung vorzugsweise mindestens eine Größe von 15 cm
2.
[0011] Die an der Schneefräse dargestellten Funktionsparameter müssen sich nicht auf solche
beschränken, die vom Fahrzeugführer unmittelbar steuerbar sind. Es können auch Ist-Werte
zu verschiedenen Funktionsparametern zusätzlich zu den vom Fahrzeugführer vorgegebenen
Sollwerten dargestellt sein.
[0012] Weiterhin kann in den Schneefräsen-Darstellungen auch neben ihrem Charakter als Informationsquelle
für den Fahrzeugführer selbst die Möglichkeit der Beeinflussung von Funktionsparametern
bieten. So können beispielsweise in die Schneefräsen-Darstellung eingeblendete Pfeile
die Beeinflussung verschiedener Freiheitsgrade der Schneefräse und ihrer Komponenten
gestatten. Dies wird im Weiteren noch erläutert.
[0013] Die Schneefräsen-Darstellung auf dem Ausgabebildschirm ist vorzugsweise Teil einer
Pistenpflegefahrzeug-Darstellung. Somit ist auf dem Bildschirm nicht nur die isolierte
Schneefräse zu sehen, sondern im Kontext mit dem Gesamtfahrzeug. Dabei ist ebenfalls
eine perspektivische Darstellung am vorteilhaftesten. Die Größe der Pistenpflegefahrzeug-Darstellung
auf dem Bildschirm sollte dabei nicht kleiner als 100 cm
2 sein. Die Darstellung der Schneefräse im Kontext des gesamten Fahrzeugs gestattet
die Verdeutlichung einiger Funktionsparameter der Schneefräse in verbesserter Weise.
Beispielsweise ist bei einer solchen Darstellung des Gesamtfahrzeugs mitsamt Schneefräse
gut zu erkennen, dass die Schneefräse gerade in eine inaktive Position hochgeschwenkt
ist. Des Weiteren gestattetet diese Pistenpflegefahrzeug-Darstellung als Gesamtdarstellung,
dass in korrespondierender Weise, wie zur Schneefräse beschrieben, Funktionsparameter
des Kettenantriebs in einer Ketten-Darstellung auf dem Ausgabebildschirm dargestellt
werden und/oder hier eine Manipulationsmöglichkeit für den Fahrzeugführer hinsichtlich
Funktionsparametern des Kettenantriebs besteht.
[0014] Auch ist es von Vorteil, wenn die Rechnereinheit dafür ausgebildet ist, auf dem Ausgabebildschirm
im ersten Darstellungsmodus auch zusätzliche am Pistenpflegefahrzeug angebrachte Anbauaggregate
in Form einer jeweils zugeordneten Anbauaggregat-Darstellung im Kontext der Pistenpflegefahrzeug-Darstellung
darzustellen. Dabei ist vorzugsweise ebenfalls mindestens ein Funktionsparameter des
betreffenden zusätzlichen Anbauaggregats in der Anbauaggregat-Darstellung dargestellt
und/oder in dieser manipulierbar. Der Fahrzeugführer kann somit über die Pistenpflegefahrzeug-Darstellung
gleichzeitig einen Überblick über Funktionsparameter verschiedener Anbauaggregate
in einer sehr intuitiv erfassbaren Form erhalten. Es genügt ihm somit ein Blick, um
beispielsweise zu erfassen, ob die eingestellten Funktionsparameter oder in der Darstellung
eingeblendete Sensordaten im Hinblick auf die Seilwinde und die Schneefräse oder anderweitige
Kombinationen von Anbauaggregaten in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen.
[0015] Vorzugsweise weist das Pistenpflegefahrzeug Erkennungsmittel auf, die es in der Rechnereinheit
gestatten, zu ermitteln, ob ein bestimmtes Anbauaggregat, beispielsweise eine Frässchleuder,
eine Seilwinde oder ein Räumschild gerade am Fahrzeug angebracht ist. So kann die
Rechnereinheit in Abhängigkeit dieser Erkenntnis die Pistenpflegefahrzeugdarstellung
entsprechend anpassen. Hierdurch wird eine erhöhte Übersichtlichkeit der Darstellung
erzielt, da lediglich die tatsächlich zur Verfügung stehenden Anbauaggregate dargestellt
sind. Die variablen Funktionsparameter, die durch den Fahrzeugführer eingestellt werden
können, betreffen im Hinblick auf die Schneefräse insbesondere deren Position, also
ob die Schneefräse auf dem Schnee ruht oder angehoben ist, die Eindringtiefe der Fräswelle,
die Drehrichtung und die Drehzahl der Fräswelle, den Arretierungszustand der Schneefräse
relativ zum Chassis des Pistenpflegefahrzeugs bezogen auf einer Fahrzeugquerrichtung
sowie eine ggf. festgelegte Position der Schneefräse in Fahrzeugquerrichtung sowie
Winkel oder Anpresskraft einer sich an die Fräsewelle anschließenden und der Schneefräse
zugeordneten Glätteinheit, auch Finisher genannt. Im Hinblick auf ein Räumschild als
zusätzliches Anbauaggregat sind denkbare Funktionsparameter die der Position des Räumschildes
über dem Untergrund, des Winkels des Räumschildes oder dessen Position in Fahrzeugquerrichtung.
Bei einer Seilwinde sind denkbare Funktionsparameter beispielsweise die Schwenkstellung
des Auslegers der Seilwinde, die abgewickelte bzw. abzuwinkelnde Seillänge und die
am Seil anliegende Zugkraft. Im Hinblick auf den Kettenantrieb selbst sind denkbare
Funktionsparameter die derzeit eingestellte Fahrrichtung und der Zustand einer Feststellbremse.
Es ist jedoch eine Vielzahl weiterer Funktionsparameter denkbar, die in Abhängigkeit
der konkreten Ausgestaltung der Schneefräse oder anderer Anbauaggregate und in Abhängigkeit
der Darstellung auf dem Ausgabebildschirm, insbesondere des zur Verfügung stehenden
Platzes, dargestellt werden können. Für alle Komponenten gilt, dass auch der Aktivierungszustand
selbst als Funktionsparameter zweckmäßigerweise dargestellt werden kann.
[0016] Für die Art der Darstellung der Funktionsparameter in der Pistenpflegefahrzeug-Darstellung,
insbesondere der Schneefräsen-Darstellung und der Anbauaggregats-Darstellung, bestehen
verschiedene Möglichkeiten. So können Funktionsparameter durch eine variable Farbgebung
von Teilkomponenten dargestellt werden. Beispielsweise kann eine sich drehende Fräswelle
in eine Signalfarbe wie Gelb oder Rot dargestellt werden, während sie im Ruhezustand
in grau dargestellt wird. Die Rechnereinheit kann allerdings auch dafür ausgebildet
sein, mindestens einen Funktionsparameter durch einen in die entsprechende Darstellung
eingeblendeten Zahlenwert darzustellen. Eine weitere und besonders vorteilhaft mit
der Zahlendarstellung kombinierbare Möglichkeit besteht darin, Funktionsparameter
durch in die entsprechende Darstellung eingeblendeter Richtungspfeile darzustellen.
Eine hinsichtlich einiger Funktionsparameter mögliche und dann besonders vorteilhafte
Variante liegt darin, Funktionsparameter hinsichtlich der Position der Schneefräse
dadurch darzustellen, dass in der Darstellung die Position der dargestellten Schneefräse
relativ zum dargestellten Fahrzeugchassis der Position der am Pistenpflegefahrzeug
angebauten Schneefräse entspricht. Korrespondierendes ist auch für anderweitige zusätzliche
Anbauaggregate möglich. Dabei bezieht sich die Position der Schneefräse bzw. des zusätzlichen
Anbauaggregats nicht zwingend auf das jeweilige Aggregat als Ganzes, sondern kann
auch Teilkomponenten betreffen, wie beispielsweise die Position des Finishers. In
dieser Variante wird somit eine Darstellung von der Rechnereinheit erzeugt, die dem
realen Zustand nachempfunden ist. Wenn die Schneefräse beispielsweise in eine inaktive
Stellung hochgeschwenkt ist, so gilt dies auch für die Schneefräsen-Darstellung in
der Pistenpflegefahrzeug-Darstellung.
[0017] Besonders von Vorteil ist es, wenn die Rechnereinheit dafür ausgebildet ist, im ersten
Darstellungsmodus angrenzend an die Schneefräsen-Darstellung eine Skipisten-Darstellung
darzustellen, die die Auswirkung der jeweils aktuellen Funktionsparameter der Schneefräse
auf die Bearbeitung der Skipiste wiedergibt. Die Skipisten-Darstellung ist somit eine
Darstellung einer hinter der Schneefräse angeordneten Schneefläche, die somit ggf.
durch die Schneefräse bereits bearbeitet wurde. Die hinsichtlich der Schneefräse einstellbaren
Funktionsparameter sind somit für den Fahrzeugführer unmittelbar auch hinsichtlich
ihrer Auswirkungen überschaubar. Im einfachsten Falle kann die Variabilität der Skipisten-Darstellung
darin liegen, dass diese im bearbeiteten oder unbearbeiteten Zustand gezeigt wird,
ohne dass die konkrete Art der Bearbeitung Einfluss auf die Darstellung hat. Die Schneefräsen-Parameter
können jedoch auch in komplexerer Form auf die Skipisten-Darstellung Einfluss nehmen.
So kann insbesondere eine durch die Schneefräse verursachte Nivellierung des Untergrundes
in der Skipisten-Darstellung dargestellt werden. Abhängig davon, ob die Schneefräse
derart eingestellt ist, dass Sie die Schneefläche einebnet oder auf dieser vorhandene
Buckel beibehält oder sogar vergrößert, ist auch die Skipisten-Darstellung in diesem
Falle entsprechend angepasst.
[0018] Wie bereits geschrieben, dient der Ausgabebildschirm vorzugsweise nicht nur der Ausgabe
von Funktionsparametern, sondern auch zu deren Beeinflussung. Hierfür ist vorzugsweise
eine mit der Rechnereinheit verbundene Eingabeeinheit vorgesehen, mittels derer der
Fahrzeugführer Bildschirmkoordinaten auf dem Ausgabebildschirm anwählen kann. Insbesondere
vorteilhaft ist es, wenn hierzu der Ausgabebildschirm als berührempfindliche Ausgabebildschirm,
also als so genannter Touch-Screen, ausgebildet ist.
[0019] Dies gestattet es, die Schneefräsen-Darstellung, die Pistenpflegefahrzeug-Darstellung
und/oder die Anbauaggregats-Darstellung nicht nur zum Ablesen von Informationen, sondern
auch zu deren Manipulation zu verwenden. Hierfür ist vorgesehen, dass in Reaktion
auf eine durch den Fahrzeugführer erfolgte Anwahl von Bildschirmkoordinaten der jeweiligen
Darstellung eine Manipulation eines jeweils zugeordneten Funktionsparameters möglich
ist, wobei die jeweilige Darstellung, insbesondere die Schnellfräsendarstellung bzw.
die Anbauaggregat-Darstellung , vorzugsweise mehrere Teilbereiche aufweist, deren
Anwahl zu einer unterschiedlichen Manipulation das gleiche Funktionsparameter und/oder
deren Anwahl zu einer Manipulation unterschiedlicher Funktionsparameter des Anbauaggregats
führt. So können insbesondere in der jeweiligen Darstellung eingeblendete Pfeile,
die die Darstellung des jeweiligen Anbauaggregats partiell überdecken, genutzt werden,
um den jeweiligen Funktionsparameter zu beeinflussen. Diese Pfeile können auch mit
jenen identisch sein, die anschließend zur Darstellung der jeweiligen Funktionsparameter
genutzt werden.
[0020] In einem besonders einfachen Fall wird durch die Anwahl eines solchen Pfeils die
Position oder Bewegungsrichtung einer Komponente des Anbauaggregats beeinflusst. Es
können jedoch auch Zahlenwerte durch die Anwahl eines solchen Pfeils in die eine oder
die andere Richtung beeinflusst werden. Die Manipulationsmöglichkeit der jeweiligen
Funktionsparameter über den Ausgabebildschirm stellt jedoch vorzugsweise nicht die
einzige Möglichkeit der Manipulation des jeweiligen Parameters dar. Die Beeinflussung
kann zweckmäßigerweise auch über andere Bedienelemente, insbesondere über einen Steuerknüppel
des Fahrzeugs erfolgen, wobei in diesem Falle die Darstellung auf dem Ausgabebildschirm
dem Fahrzeugführer verdeutlicht, wie sich die von ihm anderweitig durchgeführte Manipulation
auswirkt.
[0021] Besonders von Vorteil ist es, wenn die Rechnereinheit dafür ausgebildet ist, im ersten
Darstellungsmodus, in dem insbesondere vorzugsweise das Gesamtfahrzeug im Rahmen einer
Pistenpflegefahrzeug-Darstellung dargestellt ist, in Reaktion auf eine durch den Fahrzeugführer
erfolgte Anwahl von Bildschirmkoordinaten der Schneefräsen-Darstellung, der Anbauaggregats-Darstellung,
der Ketten-Darstellung oder der Fahrzeugführerkabinen-Darstellung aus dem Ausgabebildschirm
in jeweils einem zweiten Darstellungsmodus eine Detaildarstellung des jeweiligen Teilbereichs
des Fahrzeugs darzustellen.
[0022] In einem solchen Fall übernimmt die Pistenpflegefahrzeug-Darstellung auch die Grundlage
einer Art Menü-Struktur. Von der durch den ersten Darstellungsmodus gebildeten ersten
Hierarchieebene dieser Menüstruktur kann der Fahrzeugführer oder auch anderweitige
mit dem Fahrzeug beschäftigtes Personal in einen zweiten Darstellungsmodus der Rechnereinheit
und damit in eine zweite Hierarchieebene wechseln, in der die Rechnereinheit die genannte
Detaildarstellung auf dem Ausgabebildschirm wiedergibt. Ein solche Detaildarstellung
kann beispielsweise eine Schneefräsendetaildarstellung oder eine Anbauaggregatsteildarstellung
sein, welche aufgrund vergrößerter Darstellung in noch besserer Form die Erkennung
und/oder Manipulation von Funktionsparametern gestattet und die insbesondere auch
ergänzende und insbesondere in der Praxis seltene manipulationsbedürftige Funktionsparameter
beinhaltet. So wird es insbesondere als für den Fahrzeugführer besonders intuitiv
handhabbar angesehen, wenn eine Anwahl einer Fahrzeugführerkabinen-Darstellung im
ersten Darstellungsmodus durch Antippen der darstellten Fahrzeugführerkabine zu einer
Detaildarstellung der Fahrzeugführerkabine führt, in der Funktionsparameter in Hinblick
auf die Fahrzeugführerkabine beeinflussbar sind, welche im ersten Darstellungsmodus
nicht zugänglich sind. Hier kann es sich beispielsweise um Klimatisierungseinstellung,
um Sitzeinstellungen, um Einstellungen hinsichtlich der Bedienelemente und um Beleuchtungseinstellungen
handeln. In vergleichbarer Form kann vorgesehen sein, dass ein Anwählen von Bildschirmkoordinaten
der Ketten-Darstellung zu einer Antriebsstrang-Detaildarstellung führt, in der Parameter
hinsichtlich der Fahrzeughydraulik und dergleichen einstellbar sind.
[0023] Die auf diesem Wege im zweiten Darstellungsmodus zugänglichen Funktionsparameter
müssen nicht ausschließlich solche sein, die dem Fahrzeugführer während des Betriebs
des Fahrzeugs zugänglich sind. Es können auch gerade in Hinblick auf den Antrieb solche
Funktionsparameter sein, die bestimmungsgemäß durch Wartungspersonal manipuliert werden.
In einem solchen Falle wird es als vorteilhaft angesehen, wenn der Zugang zur jeweiligen
Detaildarstellung erst nach einer Authentifizierung möglich ist, beispielsweise durch
Eingabe eines Pin-Codes auf dem Ausgabebildschirm.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0024] Weitere Aspekte und Vorteile der Erfindung ergeben sich außer aus den Ansprüchen
auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der
Erfindung, welches anhand der Figuren nachfolgend erläutert wird. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Pistenpflegefahrzeug in einer Gesamtdarstellung,
- Fig. 1a
- den Bildschirminhalt eines Ausgabebildschirms des Pistenpflegefahrzeugs der Fig. 1,
- Fig. 2
- das Pistenpflegefahrzeug der Fig. 1 mit geänderter Konfiguration,
- Fig. 2a
- den Bildschirminhalt beim Vorliegen des Fahrzeugzustandes der Fig. 2,
- Fig. 3a bis 3e
- weitere Darstellungen des Bildschirminhalts in einem ersten Funktionszustand und
- Fig. 4a bis 4d
- weitere Darstellungen des Bildschirminhalts in einem zweiten Funktionszustand.
Detaillierte Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0025] Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Pistenpflegefahrzeug in einer Seitendarstellung.
[0026] Das Pistenpflegefahrzeug 10 weist in der pistenpflegefahrzeugüblichen Weise einen
Kettenantrieb 12 auf. Weiterhin sind am Pistenpflegefahrzeug 10 verschiedene Anbauaggregate
vorgesehen, so insbesondere eine Schneefräse 14 mit einer rotierenden Fräswelle 14a
und einem sich daran anschließenden Finisher 14b. Die Schneefräse 14 kann als Ganzes
über Hydraulikzylinder 14c nach oben geschwenkt werden. In in Fig. 1 nicht ersichtlicher
Weise ist auch ein Verschwenken / Bewegen der Schneefräse in Fahrzeugquerrichtung
hydraulisch möglich. Diese und weitere Beweglichkeiten der Schneefräse als Ganzes
und von Teilen von ihr stellen die im Weiteren erläuterten Funktionsparameter der
Schneefräse dar.
[0027] Als weiteres Anbauaggregat verfügt das Pistenpflegefahrzeug 10 über eine Seilwindeneinheit
16 mit einem schwenkbaren Ausleger 16a und einem auf- und abwickelbaren Seil 16b an
dessen Ende ein Haken 16c vorgesehen ist.
[0028] Als drittes bei der Konfiguration der Fig. 1 dargestelltes Anbauaggregat ist eine
Räumschildeinheit 18 mit einem Räumschild 18a vorgesehen. Auch dieses ist in ähnlicher
Art und Weise wie die Schneefräse über Hydraulikzylinder 18b, 18c hochschwenkbar und
in Fahrzeugquerrichtung verlagerbar.
[0029] Die Funktionen der genannten Anbauaggregate 14, 16, 18 werden von einem Fahrer 2
beeinflusst, der zu diesem Zweck in seinem Führerhaus 20 unter anderem über einen
gleichzeitig als Ausgabebildschirm und als Eingabeeinheit agierenden Bildschirm 22
verfügt. Dieser ist mit einem Steuerrechner 24 verbunden, der auf die Funktionen der
jeweiligen Anbauaggregate 14, 16, 18 sowie des Kettenantriebs 12 Einfluss nehmen kann.
[0030] Fig. 1a zeigt beispielhaft die Darstellung auf dem Bildschirm 22. Auf diesem Bildschirm
werden in an sich bekannter Weise diverse Rundinstrumente 102 dargestellt. Zusätzlich
ist hier in leicht stilisierter Form im zunächst thematisierten ersten Funktionszustand
eine Pistenpflegefahrzeugdarstellung 110 eingeblendet, die eine Ketten-Darstellung
112, eine Schneefräsen-Darstellung 114, eine Winden-Darstellung 116 sowie eine Räumschild-Darstellung
118 umfasst. Das dargestellte Pistenpflegefahrzeug ist auf einer Schneepiste 100 stehend
/ fahrend dargestellt.
[0031] Über diese Darstellung kann der Fahrer unmittelbar diverse Funktionsparameter der
Schneefräse 14 erkennen. So erkennt er in der beispielhaften Darstellung der Fig.
1a an der Position der Schneefräse in der Schneefräsen-Darstellung 114, dass diese
sich im abgesenkten Zustand befindet. Auch der hervorgehobene Pfeil 114a zeigt ihm
dies an. Außerdem kann er am eingeblendeten Zahlenwert 114b, der vorliegend "10,0"
mm darstellt, unmittelbar erkennen, welche Eindringtiefe hinsichtlich der Fräswelle
14a derzeit eingestellt ist. Am in ähnlicher Form dargestellten Zahlenwert 114c, der
in der Darstellung der Fig. 1a "0" beträgt, kann er ersehen, dass die Fräswelle 14a
sich gegenwärtig nicht dreht. Weiterhin zeigen die beiden voneinander weg weisenden
Pfeile 114i, 114j, dass die Schneefräse 14 in Fahrzeugquerrichtung derzeit nicht arretiert
ist und somit dem Fahrzeug frei beweglich folgt.
[0032] Die Pistenpflegefahrzeug-Darstellung 110 dient jedoch nicht nur der Darstellung von
den genannten Funktionsparametern, sondern auch deren unmittelbare Beeinflussung.
So kann der Fahrer beispielsweise durch Berühren des Pfeils 114d verursachen, dass
die Schneefräse 14 in ihrer Gesamtheit hochgeschwenkt wird, wie es durch Fig. 2 verdeutlicht
wird. Dies führt dann in der auch durch Fig. 2a verdeutlichten Weise dazu, dass der
nach oben gerichtete Pfeil 114d hervorgehoben wird und die Schneefräsen-Darstellung
114 entsprechend angepasst wird, so dass sie die Schneefräse 14 im hochgeschwenkten
Zustand zeigt. Auch die anderen Pfeile, die in Fig. 1a dargestellt sind, gestatten
eine Einflussnahme auf Funktionsparameter der Schneefräse. So kann der Fahrzeugführer
mittels Berührens der Pfeile 114e, 114f die Eindringtiefe der Fräswelle 14 beeinflussen,
wobei sich dies auf den Zahlenwert 114b auswirkt. Durch Berühren der Pfeile 114g,
114h kann der Fahrzeugführer die Drehgeschwindigkeit und Drehrichtung der Fräswelle
anpassen. Auch kann er Einfluss auf die Beweglichkeit der Schneefräse 14 in Fahrzeugquerrichtung
nehmen. Der in Fig. 1a dargestellte Zustand, in dem die beiden Pfeile 114i, 114j hervorgehoben
sind, zeigt an, dass die Schneefräse 114 in einem freibeweglichen Zustand ist, in
dem sie sich je nach Fahrbewegung des Pistenpflegefahrzeugs 10 diesem folgend frei
bewegen kann. Durch Berühren beider Pfeile 114i, 114j gleichzeitig kann der Fahrzeugführer
verursachen, dass die Position der Schneefräse 114 bezogen auf die Fahrzeugquerrichtung
gegenüber einem Chassis des Fahrzeugs 10 fixiert wird, wobei dies dadurch dargestellt
wird, dass in der in Fig. 2a verdeutlichten Weise die beiden Pfeile 114i, 114j aufeinander
zu weisen. In diesem arretierten Zustand kann der Fahrzeugführer dann durch Berühren
der Pfeile die arretierte Position unter Aufrechterhaltung der Arretierung verändern
und dabei die Schneefräse nach rechts oder links verlagern. Mittels der Pfeile 114l
und 114m ist es dem Fahrzeugführer weiterhin möglich, die Position des Finishers 14b
zu beeinflussen.
[0033] Die gleichzeitige Erfassbarkeit des derzeitigen Zustandes der Schneefräse 14 und
deren Manipulierbarkeit mittels der gleichen Schneefräsen-Darstellung 114 der Schneefräse
14 hat sich in der Praxis als sehr intuitiv verwendbar herausgestellt. In ähnlicher
Art und Weise kann auch die Darstellung von Funktionsparametern und deren Manipulation
im Hinblick auf andere Anbauaggregate und den Kettenantrieb erfolgen, wobei dies nachfolgend
noch erläutert wird.
[0034] Hinsichtlich dieser anderen Anbauaggregate ist die Rechnereinheit 24 zusätzlich dafür
ausgebildet, in Abhängigkeit des Vorhandenseins dieser Aggregate die Bildschirmdarstellung
anzupassen. So ist im Zustand der Fig. 2 sowohl die Räumschildeinheit 18 als auch
die Windeneinheit 16 vom Fahrzeug demontiert worden. Dies ist für den Fahrzeugführer
unmittelbar auch in der Bildschirmdarstellung der Fig. 2a zu erkennen, so dass ihm
eine Fokussierung auf die Funktionsparameter der immer noch vorhandenen Schneefräse
14 leichter fällt.
[0035] Die Fig. 3a bis 3e zeigen weitere Arten der Verwendung der Bildschirmdarstellung
auf dem Bildschirm 22. So verdeutlichen Fig. 3a und 3b, dass bei eingeschalteter Schneefräse
14 die Pistendarstellung 100 sich in Abhängigkeit von eingestellten Funktionsparametern
anpasst. So ist für den Fahrer 2 unmittelbar zu erkenne, dass die Funktionsparameter
derzeit so eingestellt sind, dass eine Bearbeitung der Piste erfolgt. Durch Einstellung
eines Nivilierungsfunktionsparameters, der durch den Zahlenwert 100a verdeutlicht
ist und mittels der Pfeile 100b und 100c beeinflusst werden kann, kann der Fahrer
darüber hinaus einstellen, ob Buckel in der Piste durch die Schneefräse 14 entfernt
werden sollen, unverändert belassen werden sollen oder gar erhöht werden sollen. Die
Pfeile 100b, 100c sind beim vorliegenden Beispiel nicht in der Schneefräsen-Darstellung
selbst enthalten, könnten jedoch auch in dieser dargestellt sein.
[0036] Weiterhin ist in den Figuren verdeutlicht, dass in der Ketten-Darstellung 112 die
derzeit eingestellte Fahrtrichtung durch Hervorheben des Pfeils 112a angezeigt wird.
Wenn der Fahrer durch Manipulation am Bildschirm oder Manipulation an anderen Bedienelementen
wie insbesondere seinem Steuerknüppel in einen Rückwärtsgang wechselt, so wird stattdessen
der Pfeil 112b hervorgehoben, wie es in Fig. 3c dargestellt ist.
[0037] Die Fig. 3d und 3e verdeutlichen, dass auch hinsichtlich anderer Anbauaggregate das
Ablesen von Funktionsparametern und deren Manipulation in ähnlicher Weise möglich
ist. So sind in der Winden-Darstellung 116 Pfeile 116a, 116b dargestellt, die ein
Drehen des Auslegers 16b gestatten. Über weitere Pfeile 116c und 116d kann eingestellt
werden, ob die Seilwinde sich in einem Aufwickel-Modus oder einem Abwickel-Modus befindet.
Auch könnten diese Pfeile 116c, 116d unmittelbar verwendet werden, um das Seil 16b
abzuwickeln oder aufzuwickeln. Der eingeblendete Zahlenwert 116e gestattet es, die
derzeit abgewickelte Seillänge unmittelbar zu erfassen. Auch kann ein am Seil selbst
dargestelltes Arretierungssymbol 116g hilfreich sein, um dem Fahrer zu verdeutlichen,
dass die Seilwinde sich derzeit in einem arretierten Zustand befindet. Auch die Feststellbremse
für den Fahrantrieb wird mittels eines solchen Symbols 112c verdeutlicht.
[0038] Der in den Darstellungen der Fig. 1a, 2a und 3a bis 3e verdeutlichte erste Funktionszustand,
in dem das Pistenpflegefahrzeug als Ganzes dargestellt ist und eine Manipulation von
Funktionsparametern und das Ablesen dieser Funktionsparameter gestattet, ist auch
der Ausgangspunkt zur Erreichung eines zweiten Funktionszustandes, der durch die Fig.
4a bis 4d verdeutlicht wird.
[0039] Die Fig. 4a und 4b zeigen dabei diesen zweiten Funktionszustand im Hinblick auf den
Kettenantrieb 12. Durch Antippen der Ketten-Darstellung 112 im ersten Darstellungsmodus
kann ein Bediener diesen zweiten Funktionszustand im Hinblick auf den Antriebsstrang
erreichen. Er gelangt dann in der in Fig. 4a verdeutlichten Weise zu einer Darstellung
des Antriebstranges. In dieser kann er durch Antippen von einzelnen Komponenten 212a,
212b, 212c Manipulationen vornehmen. So würde ein Antippen der Kühlerdarstellung 212a
ihn beispielsweise in der in Fig. 4b dargestellten Weise zu Detailparametern zum Kühler
führen. Hier kann er beispielsweise eine gewünschte Kühltemperatur ablesen oder einstellen.
Ein Antippen der Verbrennungsmotordarstellung 212 würde ihn in ähnlicher Weise zu
einer Maske führen, in der er Parameter des Verbrennungsmotors einstellen kann, beispielsweise
dessen Drehzahl oder anderweitige Parameter der Motorelektronik. Das Antippen der
Hydraulikdarstellung 212c gestattet es, Hydraulikparameter einzustellen, beispielsweise
Hydraulikdrücke oder Parameter hinsichtlich von Hydraulikventilen. In ähnlicher Art
und Weise, wie es im ersten Darstellungsmodus möglich ist, kann auch in diesem zweiten
Darstellungsmodus vorgesehen sein, dass unmittelbar in der Darstellung der Fig. 4a
Werte, insbesondere in Form von Zahlenwerten, dargestellt werden oder Manipulationsmöglichkeiten,
insbesondere durch Pfeile, bestehen.
[0040] Da die Funktionsparameter hinsichtlich des Antriebsstrangs in der Regel nicht vom
Fahrzeugführer, sondern von einem geschulten Techniker durchgeführt werden, kann in
nicht näher dargestellter Art und Weise vorgesehen sein, dass der Wechsel aus dem
ersten Darstellungsmodus in den dem Antriebsstrang zugewiesenen zweiten Darstellungsmodus
erst nach Eingabe eines Pin-Codes möglich ist.
[0041] Die Fig. 4c und 4d ermöglichen einen zweiten Darstellungsmodus hinsichtlich Funktionsparametern,
die der Fahrzeugführerkabine zugeordnet sind. In diesem zweiten Darstellungsmodus
gelangt der Fahrzeugführer durch Antippen der Führerkabinendarstellung 120 im ersten
Darstellungsmodus. Wie in der Fig. 4c zu ersehen ist, wird dann statt des Pistenpflegefahrzeugs
nur eine schematisierte Darstellung der Fahrzeugführerkabine dargestellt. Auch hier
können Funktionsparameter unmittelbar eingeblendet sein. Insbesondere können diese
jedoch zugänglich werden, wenn auf Teilkomponenten der Detaildarstellung getippt wird.
So könnte ein Antippen der Klimaanlagen-Darstellung 220a beispielsweise das Einstellen
der Temperatur in der Fahrzeugführerkabine gestatten. Ein Antippen der Lenkrad-Darstellung
220b bzw. der Steuerknüppel-Darstellung 220c würde eine Einstellbarkeit dieser Komponenten
gestatten. Ein Antippen des symbolisierten Fahrers 220d könnte es ermöglichen, ein
fahrerspezifisches Profil auszuwählen, welches nach persönlichen Vorlieben eingestellte
Funktionsparameter beinhaltet und somit eine individuelle Anpassung dieser Funktionsparameter
bei jeder Übernahme des Fahrzeugs durch einen anderen Fahrer vermeidbar macht.
[0042] Fig. 4d verdeutlicht die Einstellbarkeit am Beispiel des Steuerknüppels. Wenn auf
die Steuerknüppel-Darstellung 220c getippt wird, wird eine Detaildarstellung 230 des
Steuerknüppels eingeblendet, die eine Einstellung einzelner Funktionen des Steuerknüppels
gestattet.
[0043] Bei dem dargestellten und beschriebenen Pistenpflegefahrzeug und dessen Bedienung
bildet somit die Pistenpflegefahrzeug-Darstellung im ersten Darstellungsmodus den
Ausgangspunkt für den Fahrzeugführer, um zu verschiedensten Informationen zu gelangen
und diese manipulieren zu können. Dadurch, dass die jeweiligen Funktionsparameter
in den Darstellungen unmittelbar und an der jeweils sie betreffenden Stelle eingeblendet
sind, gestattet diese Arbeitsweise es auch ungeübten Fahrzeugführern von Pistenpflegefahrzeugen,
auf vielfältige Informationen und Funktionen des Fahrzeugs in sehr intuitiver Form
zuzugreifen und diese zu manipulieren. Die Einarbeitungszeit wird hierdurch deutlich
verringert.
1. Pistenpflegefahrzeug (10) zur Bearbeitung einer Skipiste mit
- einem Kettenantrieb (12),
- einer am Heck des Pistenpflegefahrzeugs (10) angeordneten und durch einen Fahrzeugführer
(2) hinsichtlich mindestens eines variablen Funktionsparameters steuerbaren Schneefräse
(14),
- einer Rechnereinheit (24) zur Steuerung der Schneefräse (14) und
- einem an die Rechnereinheit (24) angeschlossenen Ausgabebildschirm (22), der in
einer Fahrzeugführerkabine (20) des Pistenpflegefahrzeugs (10) angeordnet ist,
wobei die Rechnereinheit (24) dafür ausgebildet ist, Statusinformationen zu den variablen
Funktionsparametern der Schneefräse auf dem Ausgabebildschirm (22) darzustellen, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rechnereinheit (24) dafür ausgebildet ist, auf dem Ausgabebildschirm (22) in einem
ersten Darstellungsmodus eine Schneefräsen-Darstellung (114) darzustellen, wobei mindestens
zwei voneinander unabhängige Funktionsparameter der Schneefräse in der Schneefräsen-Darstellung
(114) dargestellt sind und/oder mindestens zwei Funktionsparameter der Schneefräse
in der Schneefräsen-Darstellung (114) manipulierbar sind.
2. Pistenpflegefahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rechnereinheit (24) dafür ausgebildet ist, auf dem Ausgabebildschirm (22) im ersten
Darstellungsmodus eine Pistenpflegefahrzeug-Darstellung (110) darzustellen, die in
einem Teilbereich die Schneefräsen-Darstellung (114) umfasst, wobei die Pistenpflegefahrzeug-Darstellung
(110) vorzugsweise eine Ketten-Darstellung (112) umfasst und mindestens ein Funktionsparameter
des Kettenantriebs (12) in der Ketten-Darstellung (112) dargestellt ist und/oder mindestens
ein Funktionsparameter des Kettenantriebs in der Ketten-Darstellung (112) manipulierbar
ist.
3. Pistenpflegefahrzeug nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Pistenpflegefahrzeug über mindestens ein zusätzliches Anbauaggregat (16, 18) verfügt,
wobei die Rechnereinheit (24) dafür ausgebildet ist, auf dem Ausgabebildschirm (22)
im ersten Darstellungsmodus eine diesem Anbauaggregat zugeordnete Anbauaggregats-Darstellung
(116, 118) darzustellen, wobei vorzugsweise mindestens ein Funktionsparameter dieses
Anbauaggregats (16, 18) in der Anbauaggregat-Darstellung (116, 118) dargestellt ist
und/oder mindestens ein Funktionsparameter des dieses Anbauaggregats (16, 18) in der
Anbauaggregat-Darstellung (116, 118) manipulierbar ist.
4. Pistenpflegefahrzeug nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zusätzliche Anbauaggregat (16, 18) ein Räumschild (18), eine Frässchleuder, eine
Sehwindeneinrichtung (16) oder ein Bearbeitungsausleger zur Erzeugung eine Half-Pipe
ist.
5. Pistenpflegefahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rechnereinheit (24) dafür ausgebildet ist, im ersten Darstellungsmodus mindestens
einen Funktionsparameter der Schneefräse (14), des Kettenlaufwerks (12) oder des zusätzlichen
Anbauaggregats (16, 18) durch einen in der Schneefräsen-Darstellung (114), in der
Ketten-Darstellung (112) bzw. in der Anbauaggregat-Darstellung (116, 118) eingeblendeten
Zahlenwert (114b, 114c, 114k; 116e, 116f) darzustellen.
6. Pistenpflegefahrzeuge nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rechnereinheit (24) dafür ausgebildet ist, im ersten Darstellungsmodus mindestens
einen Funktionsparameter der Schneefräse (14), des Kettenlaufwerks (12) oder des zusätzlichen
Anbauaggregats (16, 18) durch einen in der Schneefräsen-Darstellung (114), in der
Ketten-Darstellung (112) bzw. in der Anbauaggregat-Darstellung (116, 118) eingeblendeten
Richtungspfeil (114a, 114b, 114l, 114m, 114e, 114f, 114i, 114j, 116b, 116a) darzustellen.
7. Pistenpflegefahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rechnereinheit (24) dafür ausgebildet ist, im ersten Darstellungsmodus mindestens
einen Funktionsparameter hinsichtlich der Position
- der Schneefräse (14) dadurch darzustellen, dass in der Schneefräsen-Darstellung
(114) die Position der dargestellten Schneefräse der Position der am Pistenpflegefahrzeug
(10) angebauten Fräse (14) entspricht oder
- des zusätzlichen Anbauaggregats dadurch darzustellen, dass in der Anbauaggregat-Darstellung
die Position des dargestellten Anbauaggregats der Position des am Pistenpflegefahrzeug
angebauten zusätzlichen Anbauaggregats entspricht.
8. Pistenpflegefahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rechnereinheit (24) dafür ausgebildet ist, im ersten Darstellungsmodus angrenzend
an die Schneefräsen-Darstellung (114) eine Skipisten-Darstellung (100) darzustellen,
die die Auswirkung der jeweils aktuellen Funktionsparameter der Schneefräse (14) auf
die Bearbeitung der Skipiste wiedergibt.
9. Pistenpflegefahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine mit der Rechnereinheit (24) verbundene Eingabeeinheit (22), mittels derer der
Fahrzeugführer (2) Bildschirm-Koordinaten auf dem Ausgabebildschirm (22) anwählen
kann, wobei hierzu vorzugsweise der Ausgabebildschirm (22) als berührempfindlicher
Ausgabebildschirm (22) ausgebildet ist.
10. Pistenpflegefahrzeug nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rechnereinheit (24) dafür ausgebildet ist, in Reaktion auf eine durch den Fahrzeugführer
(2) erfolgte Anwahl von Bildschirm-Koordinaten der Schneefräsen-Darstellung (114)
oder der Anbauaggregat-Darstellung (116, 118) eine Manipulation eines Funktionsparameters
der Schneefräse (14) oder des zusätzlichen Anbauaggregats (16, 18) durchzuführen,
wobei die Schneefräsen-Darstellung (114) bzw. die Anbauaggregat-Darstellung (116,
118) vorzugsweise mehrere Teilbereiche aufweist, deren Anwahl zu einer unterschiedlichen
Manipulation des gleichen Funktionsparameters führt und/oder deren Anwahl zu einer
Manipulation unterschiedlicher Funktionsparameter des Anbauaggregats führt.
11. Pistenpflegefahrzeug nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rechnereinheit (24) dafür ausgebildet ist, im ersten Darstellungsmodus in Reaktion
auf eine durch den Fahrzeugführer erfolgte Anwahl
- von Bildschirmkoordinaten der Schneefräsen-Darstellung (114),
- von Bildschirmkoordinaten der Anbauaggregats-Darstellung (116, 118),
- von Bildschirmkoordinaten der Ketten-Darstellung (112) oder
- von Bildschirmkoordinaten einer Fahrzeugführerkabinen-Darstellung (120)
auf dem Ausgabebildschirm (22) in jeweils einem zweiten Darstellungsmodus
- eine Schneefräsen-Detaildarstellung,
- eine Anbauaggregats-Detaildarstellung,
- eine Fahrzeugführerkabinen-Detaildarstellung bzw.
- eine Kettenantriebs-Detaildarstellung darzustellen, in der vorzugsweise die jeweils
anderen Teile des Pistenpflegefahrzeugs zumindest zum überwiegenden Teil nicht dargestellt
sind.