[0001] Die Erfindung betrifft eine Rangiervorrichtung zur Montage einer auswechselbaren
Fräseinrichtung mit einer vorgegebenen Arbeitsbreite unterhalb eines höhenverstellbaren
Maschinenrahmens einer Straßenbaumaschine, wie Straßenfräsmaschine, Stabilisierer,
oder Recycler, der von Rädern oder Kettenlaufwerken getragen wird.
[0002] Die bekannten Straßenfräsmaschinen finden zur Sanierung von Asphalt- oder Betonfahrbahnen
Verwendung. Zum Abfräsen der Fahrbahnoberfläche verfügen die bekannten Straßenfräsmaschinen
über eine Fräseinrichtung, die eine mit Fräsmeißeln bestückte Fräswalze aufweist.
Die Fräseinrichtung der bekannten Straßenfräsmaschinen ist unterhalb des Maschinenrahmens
zwischen den vorderen und hinteren Kettenlaufwerken angeordnet, die den Maschinenrahmen
tragen.
[0003] Es sind Straßenfräsmaschinen mit Fräseinrichtungen unterschiedlicher Arbeitsbreite
bekannt. Wenn Großfräsen mit Fräseinrichtungen ausgestattet sind, deren Arbeitsbreite
die zulässige Fahrzeugbreite überschreitet, ist für den Transport der Straßenfräsmaschine
zum Einsatzort eine Sondergenehmigung notwendig. Um eine Sondergenehmigung zu umgehen,
muss die Fräseinrichtung von der Großfräse demontiert und in Längsrichtung zur Straße,
beispielsweise auf einem Tieflader, zum Einsatzort transportiert werden. Am Einsatzort
ist dann die Montage der Fräseinrichtung an der Fräse erforderlich. Diese Möglichkeit
wird in der Praxis nur selten genutzt, da die Montage bzw. Demontage der Fräseinrichtung
aufgrund der hohen Anzahl an Montageschritten und des großen Gewichts der Fräseinrichtung
arbeits- und zeitaufwendig ist. Auch ist am Einsatzort ein Kran erforderlich. Daher
finden Fräseinrichtungen mit einer großen Arbeitsbreite in der Praxis nur eine geringe
Akzeptanz.
[0004] Aus der
DE 28 42 173 ist eine Straßenfräsmaschine bekannt, die aus einem von einem herkömmlichen Sattelzug
gehaltenen Sattelauflieger besteht, der eine Fräswalze trägt. In der
DE 28 42 173 wird das Problem des Transports von Fräswalzen mit einer großen Arbeitsbreite auf
öffentlichen Straßen diskutiert. Zur Lösung dieses Problems wird eine schwenkbare
Lagerung der Fräswalze an dem Sattelauflieger vorgeschlagen. Für den Transport wird
die Fräswalze derart verschwenkt, dass die Fräswalze in Fahrtrichtung des Sattelzugs
angeordnet ist. Dadurch wird vermieden, dass die Fräswalze seitlich über den Sattelzug
vorsteht. Dieser Stand der Technik geht aber von einer hydraulisch angetriebenen Fräswalze
aus, die eine solche Vorgehensweise ermöglicht. Moderne Straßenfräsen, Stabilisierer
und Recycler haben jedoch einen mechanischen Antrieb, der ein Verschwenken der Fräswalze
nicht zulässt. Außerdem verlangt diese Lösung einen deutlich verlängerten Radstand,
wodurch die Maschine an Wendigkeit verliert.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Straßenbaumaschinen den Einsatz von
Fräseinrichtungen, deren Arbeitsbreite größer als die zulässige Transportbreite der
Baumaschine ist, zu vereinfachen.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen der Patentansprüche 1, 12 und
13. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstände der Unteransprüche.
[0007] Die Montage einer auswechselbaren Fräseinrichtung mit einer größeren Arbeitsbreite
unterhalb eines höhenverstellbaren Maschinenrahmens einer Straßenfräsmaschine wird
erfindungsgemäß durch eine Rangiervorrichtung erleichtert, die als ein von mehreren
Rädern getragenes Fahrzeug mit einer Aufnahmeeinheit für die Fräseinrichtung ausgebildet
ist, wobei mindestens ein Rad lenkbar ist. Die Rangiervorrichtung weist einen in Längsrichtung
verlängerbaren Transportrahmen auf, an dem die Räder gegenüber dem Transportrahmen
derart in der Höhe verstellbar befestigt sind, dass der Transportrahmen von einer
Position, in der der Transportrahmen abgesenkt ist, in eine angehobene Position verfahren
werden kann, in der der Transportrahmen angehoben ist.
[0008] In der abgesenkten Position kann die Rangiervorrichtung mit der aufliegenden Fräseinrichtung
unter den Maschinenrahmen der Straßenfräsmaschine gefahren werden. Nach dem Anheben
der Rangiervorrichtung aus der abgesenkten Position in die angehobene Position befindet
sich die Fräseinrichtung auf der Höhe, in der die Fräseinrichtung an der Straßenfräsmaschine
montiert werden kann. Die einzelnen Schritte zum Montieren der Fräseinrichtung einer
Straßenfräsmaschine sind dem Fachmann bekannt.
[0009] Das Anheben bzw. Absenken der Rangiervorrichtung erlaubt auch das Aufnehmen und Absetzen
der Fräseinrichtung auf einer Trageinrichtung, auf der die Fräseinrichtung am Einsatzort
abgestellt bzw. aufgehangen werden kann.
[0010] Die auf der Rangiervorrichtung aufliegende Fräseinrichtung kann zum Einsatzort mit
einem Tieflader transportiert werden, auf dem die Rangiervorrichtung mit der Fräseinrichtung
in Längsrichtung verladen wird. Da die Fräseinrichtung mit der Rangiervorrichtung
auf den Tieflader hinauf gefahren bzw. von dem Tieflader herunter gefahren werden
kann, ist der Einsatz eines Krans am Einsatzort nicht erforderlich.
[0011] In der abgesenkten Position zeichnet sich die Rangiervorrichtung durch eine relativ
geringe Bauhöhe aus, was das Unterfahren der Straßenfräsmaschine erleichtert. Um den
unterhalb des Maschinenrahmens der Straßenfräsenmaschine zur Verfügung stehenden Raum
zu vergrößern, wird der Maschinenrahmen der Straßenfräsmaschine vorzugsweise angehoben,
bevor die Rangiervorrichtung mit der Fräseinrichtung unter den Maschinenrahmen gefahren
wird.
[0012] Neben der verhältnismäßig geringen Bauhöhe zeichnet sich die erfindungsgemäße Rangiervorrichtung
auch dadurch aus, dass der Transportrahmen in Längsrichtung verlängerbar ist. Dadurch
ist es möglich, die Rangiervorrichtung an die unterschiedlichen Arbeitsbreiten der
verschiedenen Fräseinrichtungen anzupassen, so dass die Länge des Transportrahmens
genau der Länge der Fräseinrichtung entspricht. Damit werden die Abmessungen der Rangiervorrichtung
gering gehalten, wodurch sich die Rangiervorrichtung einfacher rangieren lässt. Insbesondere
ergeben sich daraus engere Wendekreise.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Rangiervorrichtung sind
die Räder an parallel zur Fahrtrichtung ausgerichteten Schwingen befestigt, die um
eine quer zur Fahrtrichtung verlaufende im Wesentlichen waagerecht angeordneten Rotationsachse
schwenkbar an den Längsseiten des Transportrahmens gelagert sind. Vorzugsweise sind
an beiden Seiten des Transportrahmens jeweils eine in Längsrichtung des Transportrahmens
vordere und hintere Schwinge schwenkbar befestigt. Diese Radaufhängung ermöglicht
eine verhältnismäßig geringe Bauhöhe der Rangiervorrichtung bei einem verhältnismäßig
großen Hub zwischen der abgesenkten und angehobenen Position. Auch erleichtern die
Schwingen den Transport der Rangiervorrichtung auf einem Tieflader, da sich die Rangiervorrichtung,
die auf der Ladefläche des Tiefladers zusammen mit der aufliegenden Fräseinrichtung
verzurrt wird, an den Schwingen abstützen kann. Daraus ergibt sich eine verbesserte
Stabilität beim Transport. Die Schwingen selbst können beispielsweise auf Holzprofilen
oder dergleichen aufliegen, die sich aufgrund der Höhenverstellung leicht unter die
Schwingen schieben lassen.
[0014] Zum Verschwenken der Schwingen sind vorzugsweise Kolben-Zylinder-Anordnungen vorgesehen,
die einerseits gelenkig mit dem Transportrahmen und andererseits gelenkig mit den
Schwingen verbunden sind. Durch Ausfahren und Einfahren der Kolben-Zylinder-Anordnungen
wird der Transportrahmen in der Höhe verstellt. Die Kolben-Zylinder-Anordnungen sind
vorzugsweise an dem Transportrahmen derart befestigt, dass sie sich in der Höhe im
Wesentlichen nicht über die Aufnahmeeinheit der Fräseinrichtung hinaus erstrecken.
Dadurch wird die Bauhöhe der Rangiervorrichtung gering gehalten.
[0015] Vorzugsweise sind an beiden Seiten des Transportrahmens jeweils eine in Längsrichtung
des Transportrahmens vordere und hintere Schwinge schwenkbar befestigt. Die vorderen
Schwingen und/oder die hinteren Schwingen können auch über Querprofile miteinander
verbunden sein.
[0016] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass der Maschinenrahmen zwei
äußere Grundrahmen und einen Innenrahmen aufweist. Die beiden äußeren Grundrahmen
und der Innenrahmen sind zur Längenverstellung des Transportrahmens in Längsrichtung
des Transportrahmens gegeneinander verschiebbar geführt. Dadurch wird ein relativ
einfacher Aufbau bei einer verhältnismäßig großen Stabilität erzielt. Der Maschinenrahmen
kann aber auch nur aus zwei Rahmenteilen bestehen, die gegeneinander längsverschiebbar
geführt sind.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weisen die äußeren Grundrahmen Hohlprofile
und der Innenrahmen Träger auf, wobei die Träger des Innenrahmens längsverschiebbar
in den Hohlprofilen der Grundrahmen geführt sind. Es ist aber auch möglich, dass die
Grundrahmen Träger und der Innenrahmen Hohlprofile zur längsverschiebbaren Aufnahme
der Träger der Grundrahmen aufweist.
[0018] Die Aufnahmeeinheit weist vorzugsweise eine in Längsrichtung des Transportrahmens
vordere Aufnahme für den vorderen Bereich der Fräseinrichtung und eine in Längsrichtung
des Transportrahmens hintere Aufnahme für den hinteren Bereich der Fräseinrichtung
auf. Folglich liegt die Fräseinrichtung nur am vorderen und hinteren Ende der Rangiervorrichtung
auf. An der Fräseinrichtung sind vorzugsweise entsprechende Aufnahmen vorgesehen,
mit denen die Fräseinrichtung sicher auf der Rangiervorrichtung verladen werden kann.
[0019] An dem Transportrahmen sind die Räder vorzugsweise derart befestigt, dass sich die
Räder in der Höhe nur unwesentlich über die Aufnahmeeinheit für die Fräseinrichtung
hinaus erstrecken, wenn sich der Transportrahmen in der abgesenkten Position befindet.
Dadurch wird die Bauhöhe der Rangiervorrichtung gering gehalten.
[0020] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die viel Platz beanspruchende Antriebseinheit,
die mehrere Aggregate, beispielsweise Antriebsmotor, Hydraulikpumpen etc. umfassen
kann, an einem Ende des Transportrahmens angeordnet. Dadurch wird erreicht, dass die
Rangiervorrichtung im Bereich der Aufnahmeeinheit die geringe Bauhöhe beibehält, um
unter den Maschinenrahmen der Straßenfräsmaschine gefahren werden zu können. Die Antriebseinheit
befindet sich dann vor bzw. hinter der auf der Aufnahmeeinheit aufliegenden Fräseinrichtung
an dem einen oder anderen Seite des Maschinenrahmens der Fräsmaschine.
[0021] Die erfindungsgemäße Rangiervorrichtung verfügt vorzugsweise über eine Lenkung an
sämtlichen Rädern, vorzugsweise an allen vier Rädern, woraus sich ein enger Rangierbereich
ergibt. Der Lenkwinkel, vorzugsweise an sämtlichen Rädern, ist vorzugsweise 90°, so
dass sich die mit der Fräseinrichtung beladene Rangiervorrichtung unter der Fräsmaschine
gut rangieren lässt. Derartige Lenkvorrichtungen mit einem großen Lenkwinkel sind
aus der
EP 1 522 632 B1 und der
EP 1 841 637 B1 der Anmelderin bekannt.
[0022] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen näher erläutert.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1A
- eine Seitenansicht der Rangiervorrichtung in der abgesenkten Position, wobei der Transportrahmen
auf die maximale Länge ausgefahren ist,
- Fig. 1B
- die Rangiervorrichtung von Fig. 1A in der Draufsicht,
- Fig. 2A
- die Rangiervorrichtung in der Seitenansicht, wobei der Transportrahmen abgesenkt und
auf die minimale Transportlänge eingefahren ist,
- Fig. 2B
- die Rangiervorrichtung von Fig. 2A in der Draufsicht,
- Fig. 3A
- eine Seitenansicht der Rangiervorrichtung in der abgesenkten Rangierposition, wobei
der Transportrahmen ausgefahren ist,
- Fig. 3B
- eine Seitenansicht der Rangiervorrichtung in der abgesenkten Rangierposition, wobei
der Transportrahmen eingefahren ist,
- Fig. 4A
- die Rangiervorrichtung von Fig. 3A in der angehobenen Montageposition,
- Fig. 4B
- die Rangiervorrichtung von Fig. 3B in der angehobenen Montageposition,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der Rangiervorrichtung in der Montageposition bei ausgefahrenem
Transportrahmen, wobei auf der Aufnahmeeinheit der Rangiervorrichtung eine Fräseinrichtung
einer Straßenfräsmaschine aufliegt,
- Fig. 6
- die Rangiervorrichtung zusammen mit der Fräseinrichtung von Fig. 5 in der Vorderansicht,
- Fig. 7A
- eine Seitenansicht der Straßenfräsmaschine zusammen mit der Rangiervorrichtung, auf
der die Fräseinrichtung aufliegt, wobei sich der Transportrahmen der Rangiervorrichtung
in der Rangierposition befindet,
- Fig. 7B
- die Straßenfräsmaschine zusammen mit der Rangiervorrichtung von Fig. 7A, wobei sich
der Transportrahmen in der Montageposition befindet,
- Fig. 7C
- die Straßenfräsmaschine von Fig. 7A mit der Rangiervorrichtung, wobei die Fräseinrichtung
an der Fräsmaschine montiert und der Transportrahmen der Rangiervorrichtung abgesenkt
ist,
- Fig. 7D
- die Straßenfräsmaschine von Fig. 7A mit montierter Fräseinrichtung, wobei die Rangiervorrichtung
weggefahren ist,
- Fig. 7E
- die Straßenfräsmaschine von Fig. 7D, wobei der Maschinenrahmen der Straßenfräsmaschine
abgesenkt ist,
[0024] Die Figuren 1A und 1B bis 4A und 4B zeigen eine Seitenansicht und eine Draufsicht
der Rangiervorrichtung in den verschiedenen Arbeitspositionen. Die Rangiervorrichtung
ist als ein von mehreren Rädern getragenes Fahrzeug mit einer Aufnahmeeinheit für
in den Figuren 1A, 1B bis 4A, 4B nicht dargestellte Fräseinrichtungen unterschiedlicher
Arbeitsbreite ausgebildet.
[0025] Die Rangiervorrichtung ist eine selbstfahrende Vorrichtung. Sie weist einen langgestreckten
Transportrahmen 1 auf, der in Längsrichtung verlängerbar ist. In den Fig. 1A und 1
B ist der Transportrahmen 1 in der auf die maximale Länge ausgefahrenen Position dargestellt,
während die Fig. 2A und 2B den Transportrahmen in der auf die minimale Länge eingefahrenen
Position zeigen. Der Transportrahmen 1 kann aber auch auf bestimmte Längen ausgefahren
werden, die zwischen diesen beiden Positionen liegen. Damit kann die Länge des Transportrahmens
auf die Arbeitsbreite der zu montierenden Fräseinrichtung genau eingestellt werden.
[0026] Obwohl die Rangiervorrichtung so ausgebildet ist, dass sie grundsätzlich keine bevorzugte
Fahrtrichtung hat, wird das in den Zeichnungen linke Ende der Rangiervorrichtung als
vorderes Ende und das rechte Ende als hinteres Ende bezeichnet.
[0027] Der Transportrahmen 1 der Rangiervorrichtung besteht aus zwei äußeren Grundrahmen
1A und 1 B sowie einem dazwischen liegenden Innenrahmen 1C. Der vordere Grundrahmen
1 A und der hintere Grundrahmen 1B weisen jeweils in Längsrichtung des Transportrahmens
1 verlaufende seitliche Hohlprofile 2A und 2B auf, die mit quer verlaufenden Profilen
3A, 3B und 4A und 4B verbunden sind. Der Innenrahmen 1C weist zwei in Längsrichtung
verlaufende seitliche Träger 5A, 5B auf, die längsverschiebbar in den Hohlprofilen
2A und 2B der äußeren Grundrahmen 1A und 1B geführt sind. Folglich lässt sich der
Transportrahmen 1 in der Länge teleskopartig verlängern bzw. verkürzen. Die Träger
5A, 5B des Innenrahmen 1C weisen eine Reihe von Bohrungen 6 auf, die mit Bohrungen
7 an den Hohlprofilen 2A, 2B der Grundrahmen 1 A, 1 B zur Deckung gebracht werden
können. Die Grundrahmen 1A, 1B und der Innenrahmen 1C werden mittels Bolzen 8 gegen
Verschieben gesichert, die in den miteinander fluchtenden Bohrungen 6, 7 von Grund-
und Innenrahmen sitzen.
[0028] Die Rangiervorrichtung weist zwei Vorderräder 9A, 9B und zwei Hinterräder 10A, 10B,
auf. Die Räder 9A, 9B und 10A, 10B, sind an parallel zur Längsrichtung des Transportrahmens
1 ausgerichteten Schwingen 11A bis 11D befestigt, die um eine quer zur Fahrtrichtung
verlaufende im Wesentlichen waagerechten Rotationsachse schwenkbar an den Längsseiten
des Transportrahmens gelagert sind. Die Schwingen 11A und 11C am vorderen Grundrahmen
1A bzw. die Schwingen 11B und 11D am hinteren Grundrahmen 1B sind über quer verlaufende
Profile 24A und 24B bzw. 25A und 25B miteinander verbunden. Das eine Ende jeder Schwinge
11A bis 11D ist schwenkbar an einer Konsole 12A, 12B befestigt, die an der Unterseite
eines Hohlprofils 2A, 2B eines Grundrahmens 1A, 1B befestigt ist. An den anderen Enden
der Schwingen 11A bis 11D sind die Räder 9A, 9B, 10A, 10B schwenkbar gelagert.
[0029] Die vordere und hintere Lenkung umfassen jeweils vordere bzw. hintere Radkonsolen
14A, 14B bzw. 14C und 14D und eine vordere und hintere Kolben-Zylinder-Anordnung 15A
bzw. 15B sowie eine vordere und hintere Spurstange 16A bzw. 16B. Durch Ein- bzw. Ausfahren
des Kolbens der vorderen bzw. hinteren Kolben-Zylinder-Anordnung 15A bzw. 15B können
Vorder- bzw. Hinterräder 9A, 9B bzw. 10A, 10B gelenkt werden. Die Rangiervorrichtung
hat somit insbesondere bei zusammen geschobenen Grund- und Innenrahmen einen engen
Rangierbereich.
[0030] Die seitlichen Schwingen 11A bis 11 D der Radaufhängung erlauben das Anheben bzw.
Absenken des Transportrahmens 1 der Rangiervorrichtung aus einer abgesenkten Position
in eine angehobene Position. Nachfolgend wird in Bezug auf den unmittelbaren Einsatz
bei der Montage bzw. Demontage die abgesenkte Position als Rangierposition und die
angehobene Position als Montageposition bezeichnet. Beim Umsetzen, Verladen oder Transportieren
der Rangiervorrichtung kann es ebenfalls erforderlich sein, die angehobene Position
bzw. die abgesenkte Position zu verwenden, oder zwischen diesen zu wechseln.
[0031] Den vorderen Schwingen 11A, 11C sind vordere Kolben-Zylinder-Anordnungen 17A, 17C
und den hinteren Schwingen 11 B, 11D sind hintere Kolben-Zylinder-Anordnungen 17B,
17D zugeordnet, die sich jeweils oberhalb der Hohlprofile der Grundträger in Längsrichtung
des Transportrahmens erstrecken. Die Zylinder der Kolben-Zylinder-Anordnungen 17A
bis 17D sind schwenkbar an den freien Enden der Schwingen 11A bis 11D und die Kolben
der Kolben-Zylinder-Anordnungen 17A bis 17D sind schwenkbar an den inneren Enden der
Hohlprofile der Grundrahmen 1A, 1B befestigt. Durch Ein- bzw. Ausfahren der den Schwingen
zugeordneten Kolben-Zylinder-Anordnungen kann der Transportrahmen zwischen der abgesenkten
Rangierposition und der angehobenen Montageposition verfahren werden. Die Fig. 3A
und 3B zeigen die Rangiervorrichtung in der Rangierposition, während die Fig. 4A und
4B die Rangiervorrichtung in Montageposition zeigen. In der Rangierposition zeichnet
sich die Rangiervorrichtung durch eine besonders geringe Bauhöhe aus.
[0032] Die Aufnahmeeinheit 18 der Rangiervorrichtung für die Aufnahme der Fräseinrichtung
weist eine vordere Aufnahme 18A auf, die am äußeren Ende des vorderen Grundrahmens
angeordnet ist, und eine hintere Aufnahme 18B auf, die am äußeren Ende des hinteren
Grundrahmens angeordnet ist. Diese beiden Aufnahmen 18A, 18B liegen an den Grundrahmen
1A, 1B möglichst tief. Sie weisen jeweils eine Auflagefläche 19A, 19B und einen stufenförmigen
Absatz 19C, 19D auf, so dass sich die vorderen bzw. hinteren Enden der Fräseinrichtung
in die Auflagen einsetzen lassen.
[0033] Für die Rangiervorrichtung ist eine möglichst geringe Bauhöhe entscheidend. Daher
sind die Räder 9A, 9B und 10A, 10B an den Schwingen 11A bis 11D derart befestigt,
dass die Oberseite der Räder in der Rangierposition im Wesentlichen auf der Höhe der
Aufnahmeeinheit 18 liegen. Auch die Kolben-Zylinder-Anordnungen 17A bis 17D zum Verschwenken
der Schwingen 11 A bis 11 D sind derart an dem Transportrahmen befestigt, dass sich
die Kolben-Zylinder-Anordnungen in der Höhe nicht über die Aufnahmeeinheit 18 hinaus
erstrecken. Die Aufnahmeeinheit 18 liegt daher im Wesentlichen auf der Höhe der Räder
oder niedriger.
[0034] Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die Räder 9A, 9B und 10A, 10B von
in die Radnaben integrierten Hydraulikmotoren angetrieben, die in den Fig. nicht dargestellt
sind. Die Einheit für die Versorgung der Hydraulikmotoren und der Kolben-Zylinder-Anordnungen
mit Hydrauliköl wird nachfolgend als Steuer- und Antriebseinheit 20 bezeichnet. Die
Steuer- und Antriebseinheit 20, die mehrere Aggregate umfassen kann, ist am hinteren
Ende des hinteren Grundrahmens 1B hinter der hinteren Auflage 18B der Aufnahmeeinheit
18 angeordnet. Da beim Einsatz der Rangiervorrichtung für das Unterfahren unter die
Fräsmaschine nur die Bauhöhe im Bereich der Aufnahmeeinheit 18 von Bedeutung ist,
können sich diese Aggregate in der Höhe über die Aufnahmeeinheit hinaus erstrecken.
[0035] Die einzelnen Verfahrensschritte zum Montieren einer auswechselbaren Fräseinrichtung
an einer Straßenfräsmaschine unter Verwendung der erfindungsgemäßen Rangiervorrichtung
werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren 5 bis 7 im Einzelnen beschrieben.
[0036] Fig. 5 zeigt die Rangiervorrichtung zusammen mit einer bekannten Fräseinrichtung
für eine bekannte Straßenfräsmaschine. Die Fräseinrichtung 21 hat eine nur andeutungsweise
dargestellte Fräswalze 22 mit einer Arbeitsbreite von beispielsweise 4 m. Neben der
Fräswalze 22 weist die Fräseinrichtung 21 noch weitere Komponenten 23 auf, die nur
andeutungsweise dargestellt sind. Diese Komponenten 23 befinden sich an dem einen
Ende der Fräswalze 21.
[0037] Für den Transport der Fräseinrichtung 21 wird der Transportrahmen 1 der Rangiervorrichtung
bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel auf die maximale Länge ausgefahren. Die Fräseinrichtung
21 wird auf der Rangiervorrichtung derart verladen, dass die Fräseinrichtung mit dem
vorderen und hinteren Ende auf den vorderen und hinteren Auflageflächen 19A, 19B der
vorderen und hinteren Aufnahmen 18A, 18B der Aufnahmeeinheit 18 zwischen den stufenförmigen
Absätzen 19A, 19B aufliegt.
[0038] Die Rangiervorrichtung kann zusammen mit der Fräseinrichtung auf einem Tieflader
verladen werden. Ein entscheidender Vorteil der Rangiervorrichtung liegt darin, dass
die Fräseinrichtung mit der Rangiervorrichtung aus eigener Kraft über eine Laderampe
auf den Tieflader gefahren oder von dem Tieflader gefahren werden kann, ohne dass
ein Kran am Einsatzort erforderlich ist.
[0039] Die Fig. 6 zeigt die auf der Aufnahmeeinheit 18 der Rangiervorrichtung aufliegende
Fräseinrichtung 21 in der Vorderansicht auf dem Weg zu der Straßenfräsmaschine, an
der die Fräseinrichtung montiert werden soll. Die Antriebseinheit 20 der Rangiervorrichtung
ist aus Gründen der Übersichtlichkeit in Fig. 6 nicht dargestellt. Die Fig. 7A bis
7E zeigen die einzelnen Schritte zur Montage der Fräseinrichtung an der Straßenfräsmaschine.
Auch in den Fig. 7A bis Fig. 7C ist die Antriebseinheit nicht dargestellt.
[0040] Bei der Straßenfräsmaschine handelt es sich um eine bekannte Straßenfräsmaschine
50, die einen Maschinenrahmen 51 und ein Fahrwerk 52 aufweist. Das Fahrwerk 52 umfasst
zwei vordere Kettenlaufwerke 51A und 51 B und zwei hintere Kettenlaufwerke 52A und
52B, die an der Vorder- und Rückseite auf beiden Seiten des Maschinenrahmens 51 angeordnet
sind. Der Maschinenrahmen 51 und das Fahrwerk 52 sind mittels den Kettenlaufwerken
51A, 51B, 52A, 52B zugeordneten Kolben-Zylinder-Anordnungen 53A, 53B und 54A, 54B
derart miteinander verbunden, dass der Maschinenrahmen 51 gegenüber dem Boden in der
Höhe angehoben und abgesenkt werden kann. Zwischen den vorderen und hinteren Kettenlaufwerken
51 A, 51B und 52A, 52B befindet sich am Maschinenrahmen 51 der Fahrstand 55 der Fräsmaschine.
Unterhalb des Fahrstands 55 befindet sich am Maschinenrahmen 51 die auswechselbare
Fräseinrichtung 21. Wenn die Fräseinrichtung 21 eine große Arbeitsbreite, beispielsweise
4 m hat, erstreckt sich die Fräseinrichtung seitlich über den Maschinenrahmen hinaus.
[0041] Die Fräseinrichtung 21 wird an der Unterseite des Maschinenrahmens 51 montiert. Die
einzelnen Montageschritte zur mechanischen Befestigung der Fräseinrichtung an der
Straßenfräsmaschine und zum hydraulischen und/oder elektrischen Anschluss der Fräseinrichtung
an die Fräsmaschine sind dem Fachmann bekannt. Beispielsweise kann die Fräseinrichtung
mit dem Maschinenrahmen verschraubt werden.
[0042] Für die Montage der Fräseinrichtung werden die den Kettenlaufwerken 51 A, 51B und
52A, 52B zugeordneten Zylinderanordnungen 53A, 53B und 54A, 54B der Straßenfräsmaschine
ausgefahren, so dass der Maschinenrahmen 51 der Fräsmaschine auf die maximale Arbeitshöhe
angehoben wird. In dieser Position ist ausreichend Platz vorhanden, um die Rangiervorrichtung
mit der aufliegenden Fräseinrichtung unter den Maschinenrahmen 51 zu fahren.
[0043] Die Rangiervorrichtung wird mit der Fräseinrichtung quer zur Arbeitsrichtung der
Fräsmaschine unterhalb des Maschinenrahmens gefahren, so dass die nicht dargestellten
Befestigungspunkte der Fräseinrichtung und des Maschinenrahmens miteinander fluchten.
Während die Rangiervorrichtung mit der Fräseinrichtung unter den Maschinenrahmen gefahren
wird, befindet sich der Transportrahmen 1 der Rangiervorrichtung in der abgesenkten
Rangierposition, so dass der unterhalb des Maschinenrahmens zur Verfügung stehende
Platz ausreichend ist. Sollte der Platz unterhalb des Maschinenrahmens trotz der geringen
Bauhöhe der Rangiervorrichtung nicht ausreichend sein, ist es möglich den zur Verfügung
stehenden Raum durch Unterlegen von Bohlen 26 oder dgl. unter die Laufwerke der Fräsmaschine
zu vergrößern (Fig. 7A).
[0044] Nunmehr wird der Transportrahmen 1 der Rangiervorrichtung durch Ausfahren der Kolben-Zylinder-Anordnungen
17A bis 17D in die Montageposition angehoben. Dabei wird die Fräseinrichtung 21 auf
eine Höhe gebracht, in der die Befestigungspunkte der Fräseinrichtung an den Befestigungspunkten
des Maschinenrahmens anliegen. Daraufhin kann die eigentliche Montage der Fräseinrichtung
erfolgen (Fig. 7B).
[0045] Nach der Befestigung der Fräseinrichtung 21 an dem Maschinenrahmen 51 der Straßenfräsmaschine,
beispielsweise mittels nicht dargestellten Schrauben, und dem Anschluss der nicht
dargestellten sonstigen Komponenten, wird der Transportrahmen 1 der Rangiervorrichtung
wieder abgesenkt (Fig. 7C) und die Rangiervorrichtung wird weggefahren (Fig. 7D).
[0046] Nunmehr werden die den Kettenlaufwerken zugeordneten Kolben-Zylinder-Anordnungen
53A, 53B und 54A, 54B eingefahren, so dass sich der Maschinenrahmen 51 der Straßenfräsmaschine
senkt und die Straßenfräsmaschine wird von den Bohlen 26 oder dergleichen herunter
gefahren (Fig. 7E). Die Straßenfräsmaschine ist jetzt einsatzbereit.
[0047] Die einzelnen Verfahrensschritte zur Demontage der Fräseinrichtung entsprechen den
Schritten zur Montage der Fräseinrichtung. Allerdings werden einzelne Schritte in
umgekehrter Reihenfolge durchgeführt.
[0048] Die Fräseinrichtung kann mit der Rangiervorrichtung aufgenommen und auf den Tieflader
gefahren werden. Mit der Rangiervorrichtung kann die Fräseinrichtung auch am Einsatzort
abgestellt werden. Hierzu kann am Einsatzort ein Tragrahmen vorgesehen sein, auf dem
die Fräseinrichtung durch Anheben bzw. Absenken des Transportrahmens abgestellt bzw.
aufgehangen werden kann, ohne dass ein Kran am Einsatzort erforderlich ist. Der Tragrahmen
kann so ausgebildet sein, dass er mehrere Fräseinrichtungen unterschiedlicher Arbeitsbreite
aufnehmen kann, die mit der Transporteinrichtung auf einfache Weise an der Straßenfräsmaschine
montiert und von der Fräsmaschine demontiert werden können.
1. Rangiervorrichtung zur Montage einer auswechselbaren Fräseinrichtung mit einer vorgegebenen
Arbeitsbreite unterhalb eines höhenverstellbaren Maschinenrahmens einer Straßenbaumaschine,
wie Straßenfräsmaschine, Stabilisierer oder Recycler, der von Rädern oder Kettenlaufwerken
getragen wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rangiervorrichtung als ein von mehreren Rädern (9A, 9B, 10A, 10B) getragenes
Fahrzeug mit einer Aufnahmeeinheit (18) für die Fräseinrichtung ausgebildet ist, wobei
mindestens ein Rad lenkbar ist,
wobei die Rangiervorrichtung einen in Längsrichtung verlängerbaren Transportrahmen
(1) aufweist, an dem die Räder (9A, 9B, 10A, 10B) gegenüber dem Transportrahmen (1)
in der Höhe verstellbar derart befestigt sind, dass der Transportrahmen von einer
Position, in der der Transportrahmen abgesenkt ist, in eine Position verfahren werden
kann, in der der Transportrahmen angehoben ist.
2. Rangiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Räder (9A, 9B, 10A, 10B) an parallel zur Fahrtrichtung ausgerichteten Schwingen
(11A, 11 B, 11C, 11D) befestigt sind, die um eine quer zur Fahrtrichtung verlaufende
im Wesentlichen waagerecht angeordneten Rotationsachse schwenkbar an den Längsseiten
des Transportrahmens (1) gelagert sind.
3. Rangiervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Seiten des Transportrahmens (1) jeweils eine in Längsrichtung des Transportrahmens
vordere und hintere Schwinge (11A, 11 B, 11C, 11D) schwenkbar befestigt sind.
4. Rangiervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verschwenken der Schwingen (11A, 11 B, 11C, 11D) Kolben-Zylinder-Anordnungen
(17A, 17B, 17C, 17D) vorgesehen sind, die einerseits gelenkig mit dem Transportrahmen
(1) und andererseits gelenkig mit den Schwingen (11A, 11B, 11C, 11D) verbunden sind.
5. Rangiervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben-Zylinder-Anordnungen (17A, 17B, 17C, 17D) zum Verschwenken der Schwingen
(11A, 11B, 11C, 11D) an dem Transportrahmen derart befestigt sind, dass sich die Kolben-Zylinder-Anordnungen
(17A, 17B, 17C, 17D) in der Höhe im Wesentlichen nicht über die Aufnahmeeinheit (18)
hinaus erstrecken.
6. Rangiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportrahmen (1) zwei äußere Grundrahmen (1A, 1B) und einen Innenrahmen (1C)
aufweist, wobei die beiden äußeren Grundrahmen (1A, 1B) und der Innenrahmen (1C) zur
Längenverstellung des Transportrahmens in Längsrichtung des Transportrahmens gegeneinander
verschiebbar geführt sind.
7. Rangiervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Grundrahmen (1A, 1B) Hohlprofile (2A, 2B) und der Innenrahmen (1C) Träger
(5A, 5B) aufweist, wobei die Träger (5A, 5B) des Innenrahmens längsverschiebbar in
den Hohlprofilen (2A, 2B) der Grundrahmen geführt sind.
8. Rangiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheit (18) eine in Längsrichtung des Transportrahmens (1) vordere Auflage
(18A) für den vorderen Bereichs der Fräseinrichtung und eine in Längsrichtung des
Transportrahmens hintere Auflage (18B) für den hinteren Bereich der Fräseinrichtung
aufweist.
9. Rangiervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Räder (9A, 9B, 10A, 10B) an den Schwingen (11A, 11B, 11C, 11D) derart befestigt
sind, dass sich die Räder (9A, 9B, 10A, 10B) mit der Oberseite im Wesentlichen auf
der Höhe der Aufnahmeeinheit (18) liegen, wenn sich der Transportrahmen in der abgesenkten
Position befindet.
10. Rangiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Räder (9A, 9B, 10A, 10B) lenkbar sind.
11. Rangiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rangiervorrichtung eine Antriebseinheit (20) aufweist, wobei die Antriebseinheit
(20) an einem Ende des Transportrahmens (1) angeordnet ist.
12. Verfahren zum Montieren einer Fräseinrichtung mit einer vorgegebenen Arbeitsbreite
unterhalb des von Rädern oder Kettenlaufwerken getragenen Maschinenrahmens einer Straßenbaumaschine,
wie Straßenfräsmaschine, Stabilisierer oder Recycler, mit einer Rangiervorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
Fahren der Rangiervorrichtung mit der aufliegenden Fräseinrichtung in der abgesenkten
Position unter den Maschinenrahmen der Straßenbaumaschine, so dass die Längsrichtung
des Transportrahmens der Rangiervorrichtung quer zur Längsrichtung der Straßenbaumaschine
verläuft,
Anheben der Rangiervorrichtung von der abgesenkten Position in die angehobene Position,
Montieren der Fräseinrichtung an der Straßenbaumaschine,
Absenken der Rangiervorrichtung von der angehobenen Position in die abgesenkte Position
und Wegfahren der Rangiervorrichtung, ohne dass eine Fräseinrichtung aufliegt.
13. Verfahren zum Demontieren einer Fräseinrichtung mit einer vorgegebenen Arbeitsbreite
unterhalb des von Rädern oder Kettenlaufwerken getragenen Maschinenrahmens einer Straßenbaumaschine
mit einer Rangiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
Fahren der Rangiervorrichtung, ohne dass eine Fräseinrichtung aufliegt, in der abgesenkten
Position unter den Maschinenrahmen der Straßenbaumaschine, so dass die Längsrichtung
des Transportrahmens der Rangiervorrichtung quer zur Längsrichtung der Straßenbaumaschine
verläuft,
Anheben der Rangiervorrichtung von der abgesenkten Position in die angehobenen Position,
Demontieren der Fräseinrichtung von der Straßenbaumaschine,
Absenken der Rangiervorrichtung von der angehobenen Position in die abgesenkte Position
und Wegfahren der Rangiervorrichtung mit der aufliegenden Fräseinrichtung.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Rangiervorrichtung mit der aufliegenden Fräseinrichtung auf einen Tieflader verladen
wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Fahren der Rangiervorrichtung unter den Maschinenrahmen der Maschinenrahmen
der Straßenbaumaschine angehoben wird.