[0001] Die Erfindung geht aus von einem Türöffner für eine Tür mit einem in einem Türrahmen
bewegbar gelagerten Türflügel. Der Türöffner umfasst als Komponenten eine elektrisch
schaltbare Sperreinrichtung mit einer elektrischen Spule und einem drehbar gelagerten
Anker, eine drehbar gelagerte Türöffnerfalle und einen drehbar gelagerten Wechsel,
der als Getriebe zwischen dem Anker und der Türöffnerfalle geschaltet ist. Die Sperreinrichtung
ist derart elektrisch schaltbar, dass sie in einer ersten Schaltstellung den Türöffner
in eine Sperrstellung und in einer zweiten Schaltstellung den Türöffner in eine Freigabestellung
schaltet.
[0002] Aus der
DE 42 29 239 C1 ist ein elektrischer Türöffner bekannt, der bereits aus solchen genannten Komponenten
aufgebaut ist und zwar aus einer Spule mit drehbar gelagertem Anker, einer schwenkbaren
Türöffnerfalle und einem dazwischen geschalteten Wechsel. Bei diesem bekannten Türöffner
ist das Türöffnergehäuse hinsichtlich seiner Längserstreckung in eine linke Hälfte
und in eine rechte Hälfte unterteilt. In der einen Hälfte ist die Spule mit dem drehbar
gelagerten Anker angeordnet. In der anderen Hälfte sind der Wechsel und die Türöffnerfalle
angeordnet. Der Wechsel und der Anker bilden bei ihrer Dreh-, d.h. Schwenkbewegung,
parallele Schwenkebenen, die nur wenig zueinander parallel versetzt sind. Der Anker
ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet, der mit einem Arm mit der Spule zusammenwirkt
und an seinem anderen Arm eine Rolle trägt, mit der er mit dem Wechsel zusammenwirkt.
Die Schwenkachse der Türöffnerfalle liegt im Wesentlichen in der Schwenkebene des
Wechsels. Die Anordnung ergibt zwar eine relativ flache Baueinheit, ihre Grundflächenerstreckung
ist jedoch relativ groß. Dieser in der
DE 42 29 239 C1 beschriebene Türöffner ist als sogenannter Paniktüröffner einsetzbar, d.h. als Türöffner
für eine Flucht- und Rettungswegtür. Der Grund hierfür ist, dass der Anker mit dem
Wechsel über die am Anker gelagerte Rolle zusammenwirkt. Durch die Rolle erfolgt die
Auslösebewegung von Anker und Wechsel unter Rollreibung, sodass es auch bei starkem
Andruck an die geschlossene Tür nicht zu einer Blockierung bei der Freigabe der Türöffnerfalle
kommen kann.
[0003] Aus der
DE 102 86 665 C5 ist ein elektrischer Türöffner bekannt, der ebenfalls als Paniktüröffner einsetzbar
ist, da die Kraftübertragung zwischen Anker und Wechsel ebenfalls über eine am Anker
angeordnete Rolle erfolgt. Der Türöffner setzt sich ebenfalls aus einer schwenkbaren
Türöffnerfalle, einem Wechsel und einem Elektromagneten mit Spule und Anker zusammen.
Der Anker ist in diesem Falle als Schiebeanker ausgebildet. Was die Anordnung der
Komponenten betrifft, unterteilt sich der Türöffner ebenfalls in eine linke Hälfte
und eine rechte Hälfte. In der einen Hälfte ist die Spule mit dem Anker angeordnet.
In der anderen Hälfte sind die schwenkbare Türöffnerfalle und der Wechsel angeordnet.
Es ergibt sich ebenfalls ein relativ flacher Aufbau mit jedoch ebenfalls relativ großer
Grundflächenerstreckung.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Türöffner der eingangs genannten
Art zu schaffen, der kompakter aufgebaut ist.
[0005] Diese Aufgabe löst die Erfindung mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 1. Bei dieser
Lösung handelt es sich um einen Türöffner für eine Tür mit einem in einem Türrahmen
bewegbar gelagerten Flügel. Dieser Türöffner umfasst ein Lager- und/oder Aufnahmegestell,
welches im Folgenden als Türöffnergehäuse bezeichnet ist. In dem Lager- und/oder Aufnahmegestellt
des Türöffners sind die Komponenten dieses Türöffners gelagert. Der Türöffner umfasst
als Komponenten eine elektrisch schaltbare Sperreinrichtung mit einem Elektromagneten
mit Spule und drehbar gelagertem Anker. Der Anker weist eine Drehachse auf, um die
der Anker in dem Türöffnergehäuse drehbar gelagert ist. Eine weitere Komponente bildet
die Türöffnerfalle, die um eine Drehachse drehbar gelagert ist. Eine weitere Komponente
bildet ein Wechsel, der als drehbarer Hebel ausgebildet ist und um eine Drehachse
in dem Türöffnergehäuse gelagert ist. Der Wechsel ist zwischen dem Anker und der Türöffnerfalle
angeordnet. Die Sperreinrichtung ist elektrisch schaltbar und zwar in eine erste Schaltstellung,
in der die Türöffnerfalle in einer Sperrstellung geschaltet ist und eine zweite Schaltstellung,
in der die Türöffnerfalle in eine Freigabestellung geschaltet ist. Wesentlich bei
der erfindungsgemäßen Lösung ist, dass die Drehachse der Türöffnerfalle, die Drehachse
des Ankers und die Drehachse des Wechsels zueinander senkrecht ausgerichtet angeordnet
sind.
[0006] Es werden damit Ausführungen mit besonders kompaktem Aufbau möglich. Die genannten
drehbaren Komponenten können damit besonders günstig mehr oder weniger ineinandergreifend
gewissermaßen verschachtelt angeordnet werden. Die Türöffnerfalle, der Anker und der
Wechsel können so zueinander angeordnet werden, dass die genannten drei senkrecht
aufeinander stehenden Drehachsen sich schneiden oder mit geringem Versatz kreuzen.
Es sind alternativ aber auch Ausführungen möglich, bei denen sich zumindest zwei der
Drehachsen schneiden oder mit nur geringem Versatz kreuzen oder sich alle drei Drehachsen
schneiden oder nur mit geringem Versatz kreuzen. Es kann vorgesehen sein, dass die
weitere Drehachse mit relativ großem Versatz zu zumindest einer der beiden sich schneidenden
oder mit geringem Versatz sich kreuzenden Drehachsen angeordnet ist. Dies ermöglicht
besonders kompakte Ausführungen.
[0007] Mit der erfindungsgemäßen Anordnung der Drehachsen wird es möglich, eine oder mehrere
der Dreharme relativ lang auszubilden. Es können maßgeschneiderte Übersetzungsverhältnisse
realisiert werden. Wenn der Dreharm des Ankers relativ lang ist, kann bereits mit
einer relativ kleinen Spule relativ große Haltekraft erzeugt werden.
[0008] In Verbindung mit der zueinander senkrechten Anordnung der Drehachsen können die
Komponenten des Türöffners so angeordnet werden, dass der Türöffner eine kompakte,
vorzugsweise kastenförmige Baueinheit bildet. Die Komponenten können in dem Lager-
und Aufnahmegestell des Türöffners so angeordnet werden, dass sie abschnittsweise
äußere Begrenzungsflächen der Baueinheit bilden. Das Lager- und Aufnahmegestell kann
zumindest abschnittsweise auch äußere Wände aufweisen, die äußere Begrenzungsflächen
der Baueinheit bilden.
[0009] Die Kompaktheit des Aufbaus wird auch durch die Ausgestaltung des Ankers bestimmt.
Eine erste Alternative sieht diesbezüglich vor, dass der Anker als zweiarmiger Hebel
ausgebildet ist, der einen ersten Hebelarm, einen zweiten Hebelarm und dazwischen
angeordnet das Drehlager des Ankers aufweist, wobei der Anker im Bereich des ersten
Hebelarms einen mit der Spule zusammenwirkenden Abschnitt und im Bereich des zweiten
Hebelarms einen mit dem Wechsel zusammenwirkenden Abschnitt aufweist. Gemäß einer
zweiten Alternative sind Ausführungen möglich, bei denen der Anker als einarmiger
Hebel ausgebildet ist, der am einen Ende seines Hebelarms das Drehlager aufweist,
wobei der Anker im Bereich des Hebelarms einen mit der Spule zusammenwirkenden Abschnitt
und zwischen diesem Abschnitt und dem Drehlager einen mit dem Wechsel zusammenwirkenden
Abschnitt aufweist. Besonders bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass der Anker als
L-förmiger Hebel ausgebildet ist. Dieser weist einen ersten L-Schenkel und einen zweiten
L-Schenkel auf, wobei der Anker am freien Ende des ersten L-Schenkels einen mit dem
Wechsel zusammenwirkenden Abschnitt und im Bereich des zweiten L-Schenkels einen mit
der Spule zusammenwirkenden Abschnitt und in dem von dem ersten L-Schenkel und dem
zweiten L-Schenkel gebildeten Scheitelbereich das Drehlager aufweist.
[0010] Die Kompaktheit der Baueinheit wird wesentlich durch die Anordnung der Komponenten
bestimmt, und zwar wesentlich durch die Anordnung der drehbaren Komponenten: Türöffnerfalle,
Anker und Wechsel. Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Baueinheit
durch eine Längsebene in eine erste Sektion und eine zweite Sektion strukturiert ist.
Es kann hierbei vorgesehen sein, dass in der ersten Sektion die Türöffnerfalle angeordnet
ist und in der zweiten Sektion die Spule, der Anker und der Wechsel. Die beiden Sektionen
der Baueinheit können als zwei fiktive, im wesentlichen gleich große Hälften der Baueinheit
ausgebildet sein, vorzugsweise dann, wenn die Baueinheit als quaderförmiger Körper
ausgebildet ist. In diesem Falle kann die genannte erste Sektion als eine erste flachquaderförmige
Hälfte und die zweite Sektion als zweite flachquaderförmige Hälfte ausgebildet sein.
Bei besonders bevorzugten Ausführungen kann die zweite Sektion bzw. die zweite flachquaderförmige
Hälfte, die die Spule, den Anker und den Wechsel enthält, so strukturiert sein, dass
die Spule, der Anker und der Wechsel in unterschiedlichen Etagen angeordnet sind,
das heißt die Komponenten sind mehr oder weniger übereinander geschichtet angeordnet.
Auf diese Weise ergibt sich eine besondere Kompaktheit der Anordnung.
[0011] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Drehachse des Ankers
und die Drehachse der Türöffnerfalle in einer im wesentlichen gemeinsamen Ebene, das
heißt in derselben gemeinsamen Ebene fluchtend oder nur geringfügig parallel zueinander
versetzt angeordnet sind. In Verbindung mit der Vorgabe, dass die Drehachse der Türöffnerfalle
und die Drehachse des Ankers senkrecht zueinander stehen, ist hiermit eine besonders
kompakte Anordnung möglich.
[0012] Bei bevorzugten weiteren Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Drehachse des
Ankers versetzt zur Drehachse des Wechsels angeordnet ist. In Verbindung mit der Vorgabe,
dass diese beiden Achsen senkrecht zueinander angeordnet sind, ergeben sich mit der
versetzten Anordnung der Achsen Möglichkeiten für eine besonders kompakte Anordnung,
beispielsweise in einer im wesentlichen quaderförmigen Baueinheit. Hierbei kann der
Anker so angeordnet werden, dass seine Drehachse an der einen Stirnseite der Baueinheit
angeordnet ist und der Wechsel kann so angeordnet werden, dass seine Drehachse an
der gegenüberliegenden anderen Stirnseite der Baueinheit angeordnet ist. Insbesondere
in Weiterbildung solcher Ausführungen kann es vorgesehen sein, dass die Drehachse
des Wechsels in der Drehebene des Ankers angeordnet ist und/oder die Drehachse des
Ankers außerhalb der Drehachse des Wechsels angeordnet ist. Unter dem Begriff Drehebene
wird die Ebene verstanden, die der Hebelarm oder die Hebelarme des Wechsels bzw. des
Ankers bildet bzw. bilden.
[0013] Bei besonders bevorzugten Ausführungen kann der Türöffner eine Baueinheit mit einer
Längsachse bilden, zum Beispiel als quaderförmige Baueinheit ausgebildet sein, und
dabei die Drehachse der Türöffnerfalle entlang der Längsachse der Baueinheit angeordnet
sein. Vorzugsweise kann die Türöffnerfalle dabei so ausgebildet sein, dass sie sich
entlang ihrer Drehachse über einen Großteil der Längserstreckung der Baueinheit erstreckt.
[0014] Wie bereits erwähnt, sind Ausführungen besonders bevorzugt, bei denen das Türöffnergehäuse,
das heißt das Lager- und/oder Aufnahmegestell mit den darin gelagerten Komponenten
des Türöffners, nämlich zumindest die Sperreinrichtung, den Wechsel und die Türöffnerfalle
eine im wesentlichen quaderförmige Baueinheit bildet. Diese im wesentlichen quaderförmige
Baueinheit umfasst eine bodenseitige Begrenzungsfläche und gegenüberliegend eine deckenseitige
Begrenzungsfläche sowie zwei einander gegenüberliegende stirnseitige Begrenzungsflächen
und zwei einander gegenüberliegende längsseitige Begrenzungsflächen.
[0015] Bei solchen Ausführungen, die eine quaderförmige Baueinheit bilden, ist es für die
Kompaktheit des Aufbaus von besonderem Vorteil, wenn die Drehachse des Ankers parallel
zu der bodenseitigen Begrenzungsfläche und parallel zu der deckenseitigen Begrenzungsfläche
angeordnet ist. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn die Drehachse des Ankers
benachbart zu der bodenseitigen Begrenzungsfläche oder benachbart zu der deckenseitigen
Begrenzungsfläche angeordnet ist, das heißt die Ankerdrehachse in der Baueinheit also
relativ weit außen im Bereich der bodenseitigen Begrenzungsfläche bzw. im Bereich
der deckenseitigen Begrenzungsfläche angeordnet ist. Hierbei kann vorzugsweise vorgesehen
sein, dass die Drehachse des Ankers entlang der Quererstreckung der quaderförmigen
Baueinheit angeordnet ist, wobei die Quererstreckung der quaderförmigen Baueinheit
definiert ist durch die Abstandserstreckung zwischen den gegenüberliegenden längsseitigen
Begrenzungsflächen. Der Anker kann vorzugsweise als L-förmiger Hebel ausgebildet sein,
dessen Drehachse im Scheitelbereich der beiden L-Schenkel ausgebildet ist. Der eine
L-Schenkel kann sich bei diesen Ausführungen dann vorzugsweise entlang der bodenseitigen
Begrenzungsfläche bzw. entlang der deckenseitigen Begrenzungsfläche erstrecken und
der andere L-Schenkel entlang der stirnseitigen Begrenzungsfläche.
[0016] Bei Ausführungen als quaderförmige Baueinheit kann es auch von besonderem Vorteil
sein, wenn vorgesehen ist, dass die Drehachse des Wechsels parallel zu den gegenüberliegenden
stirnseitigen Begrenzungsflächen angeordnet ist. Eine besonders kompakte Baueinheit
kann hierbei erhalten werden, wenn die Drehachse des Wechsels benachbart zu einer
der gegenüberliegenden stirnseitigen Begrenzungsflächen der Baueinheit angeordnet
ist. Die Drehachse des Wechsels kann entlang der Hocherstreckung der quaderförmigen
Baueinheit angeordnet sein, wobei die Hocherstreckung der quaderförmigen Baueinheit
definiert ist durch die Abstandserstreckung zwischen der bodenseitigen Begrenzungsfläche
und der deckenseitigen Begrenzungsfläche.
[0017] Einen besonderen Einfluss auf die Kompaktheit des Türöffners hat die Anordnung der
Türöffnerfalle in der Baueinheit. Bei bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass
die Drehachse der Türöffnerfalle parallel zu der bodenseitigen Begrenzungsfläche und
parallel zu der deckenseitigen Begrenzungsfläche angeordnet ist. Es kann auch vorgesehen
sein, dass die Drehachse der Türöffnerfalle benachbart zur deckenseitigen Begrenzungsfläche
oder benachbart zur bodenseitigen Begrenzungsfläche angeordnet ist. Es kann vorzugsweise
vorgesehen sein, dass die Drehachse der Türöffnerfalle entlang der Längserstreckung
der vorzugsweise quaderförmigen Baueinheit angeordnet ist, wobei die Längserstreckung
der vorzugsweise quaderförmigen Baueinheit definiert ist durch die Abstandserstreckung
zwischen den gegenüberliegenden stirnseitigen Begrenzungsflächen.
[0018] Eine besonders kompakte Anordnung ergibt sich, wenn die Drehachse der Türöffnerfalle
benachbart zur deckenseitigen Begrenzungsfläche und die senkrecht zur Drehachse der
Türöffnerfalle ausgerichtete Drehachse des Ankers benachbart zur bodenseitigen Begrenzungsfläche
der quaderförmigen Baueinheit angeordnet sind. Alternativ kann auch vorgesehen sein,
dass die Drehachse der Türöffnerfalle benachbart zur bodenseitigen Begrenzungsfläche
und die Drehachse des Ankers benachbart zur deckenseitigen Begrenzungsfläche angeordnet
ist.
[0019] Auch die Ausgestaltung und die Anordnung des Wechsels bestimmen die Kompaktheit des
Aufbaus des Türöffners. Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass der
Wechsel als einarmiger Hebel oder als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist. Der einarmige
Hebel bzw. der zweiarmige Hebel weist ein freies Ende auf, das mit dem Anker zusammenwirkt.
Insbesondere für Ausführungen als sogenannter Panik-Türöffner kann vorgesehen sein,
dass der Wechsel mit dem Anker über eine Rolle zusammenwirkt, die am Wechsel gelagert
ist oder dass der Wechsel mit dem Anker über eine Rolle zusammenwirkt, die am Anker
gelagert ist. Mit diesem Zusammenwirken über eine Rolle wird es möglich, dass beim
Auslösen die Kraftübertragung zwischen Wechsel und Anker über Rollreibung erfolgt.
Damit wird ein Blockieren zwischen Wechsel und Anker verhindert, selbst wenn ein relativ
hoher Andruck bei Freigabe des Türöffners auf die geschlossene Tür vorliegt.
[0020] Es sind auch Ausführungen vorgesehen, bei denen der Anker mit dem Wechsel nicht über
eine Rolle zusammenwirkt, sondern der Wechsel über eine Körperkante des Wechsels mit
dem Anker oder umgekehrt der Anker mit einer Körperkante des Ankers mit dem Wechsel
zusammenwirkt.
[0021] Im Nachfolgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Figuren beschrieben:
[0022] Dabei zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels,
- Fig. 2
- eine perspektivische Stirnseitenansicht in Fig. 1 von rechts
- Fig. 3a
- eine perspektivische Seitenansicht in Fig. 1 von vorne bei nicht bestromten Elektromagneten;
- Fig. 3a
- eine Ansicht entsprechend Fig. 3a, jedoch bei bestromten Elektromagneten;
- Fig. 4
- eine Draufsicht in Fig. 1 von oben schematisch die Anordnung der Drehachsen der Türöffnerfalle,
des Wechsels und des Ankers zeigend.
[0023] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen elektrisch schaltbaren
Türöffner. Er ist vorzugsweise für den Einbau in einem ortsfesten Rahmen einer Tür
bestimmt. Bei der Tür handelt es sich vorzugsweise um eine Tür mit einem über Bänder
an dem ortsfesten Türrahmen gelagerten drehbaren Türflügel. Über den Türöffner ist
es möglich, den Türflügel in seiner Schließlage wahlweise zu arretieren oder freizugeben.
Hierfür ist der Türöffner elektrisch schaltbar.
[0024] In den Figuren ist der Türöffner als eine im Wesentlichen quaderförmige Baueinheit
1 dargestellt. Die Baueinheit 1 hat in Figur 1 eine untere bodenseitige Begrenzungsfläche
und eine gegenüberliegende obere deckenseitige Begrenzungsfläche, die bei bevorzugten
Ausführungen durch einen Deckel gebildet sein kann. An den in Figur 1 linken und rechten
Stirnseiten weist die Baueinheit gegenüberliegende stirnseitige Begrenzungsflächen
auf. An den Längsseiten sind einander gegenüberliegende längsseitige Begrenzungsflächen
in Figur 1 als frontseitige und rückseitige Begrenzungsflächen ausgebildet.
[0025] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Baueinheit 1 ein Lager- und Aufnahmegestell
2 auf. In dem Lager- und Aufnahmegestell sind die Komponenten des Türöffners gelagert.
Das Lager- und Aufnahmegestell 2 kann mehrteilig ausgebildet sein und abschnittsweise
durch Komponenten des Türöffners gebildet sein. Es wird im Nachfolgenden als Türöffnergehäuse
2 bezeichnet. Bei den Komponenten des Türöffners handelt es sich um eine elektrisch
schaltbare Sperreinrichtung mit einem Elektromagneten. Der Elektromagnet ist als eine
elektrische Spule 4 und ein drehbar gelagerter Anker 5 gebildet. Abtriebsseitig weist
der Türöffner eine schwenkbar gelagerte Türöffnerfalle 6 auf. Eine weitere Komponente
ist ein Wechsel 7, der als schwenkbar gelagerter Hebel ausgebildet ist und als Getriebe
wirkend zwischen dem drehbar gelagerten Anker 5 und der drehbar gelagerten Türöffnerfalle
6 geschaltet ist.
[0026] Wesentlich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die kompakte Anordnung der
Komponenten des Türöffners. Die kompakte Anordnung wird durch die Anordnung der Drehachsen
der drehbar gelagerten Komponenten bestimmt. Drehbar gelagerte Komponenten sind bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Türöffnerfalle 6 mit der Drehachse 6a, der
Anker 5 mit der Drehachse 5a und der Wechsel 7 mit der Drehachse 7a. Die drehbaren
Komponenten wirken mit im Türöffnergehäuse abgestützten Federn zusammen. Die Türöffnerfalle
6 wirkt mit einer Schraubdruckfeder 6f zusammen. Der Wechsel 7 wirkt mit einer Schraubendruckfeder
7f und der Anker 5 mit einer Schenkeldruckfeder 5f zusammen.
[0027] Die Schwenkachse 6a der Türöffnerfalle 6 ist in der Längserstreckungsrichtung L der
Baueinheit 1 angeordnet. Die Längserstreckungsrichtung L wird durch die Erstreckung
des Abstands der in Figur 1 linken und rechten stirnseitigen Begrenzungflächen bestimmt.
Die Anordnung der Drehachse 6a ist nahe der in Figur 1 bodenseitigen Begrenzungsfläche
und ebenfalls nahe der in Figur 1 rückseitigen Begrenzungsfläche, wie Figur 1 zeigt.
[0028] Die Drehachse 5a des Ankers 5 ist in Quererstreckungsrichtung Q der Baueinheit angeordnet.
Die Quererstreckungsrichtung Q ist durch die Erstreckung des gegenseitigen Abstands
der in Figur 1 front- und rückseitigen Begrenzungsflächen bestimmt. Wie in Figur 1
erkennbar, ist die Drehachse 5a des Ankers 5 nahe der in Fig. 1 rechten stirnseitigen
Begrenzungsfläche der Baueinheit und ist dabei nahe der bodenseitigen Begrenzungsfläche
angeordnet. Die Drehachse 5a des Ankers 5 steht also senkrecht zu der Drehachse 6a
der Türöffnerfalle 6. Dabei sind die Drehachse 6a der Türöffnerfalle 6 und die Drehachse
5a des Ankers 5 im Wesentlichen in einer Ebene, wie in den Figuren 1 und 2 erkennbar,
ist.
[0029] Wie am besten in Figur 1 erkennbar, ist der Wechsel 7 zwischen dem Anker 5 und der
Türöffnerfalle 6 angeordnet. Die Schwenkachse 7a des Wechsels 7 liegt nahe der in
Figur 1 linken stirnseitigen Begrenzungsfläche, die der in Figur 1 rechten stirnseitigen
Begrenzungsfläche, dem die Drehachse 5a des Ankers 5 benachbart liegt, gegenüber liegt.
Die Drehachse 7a des Wechsels 7 erstreckt sich in Hochrichtung H der Türöffnerbaueinheit.
Die Hocherstreckung H ist durch die Richtung der Erstreckung des Abstands zwischen
der in Figur 1 bodenseitigen Begrenzungsfläche und der deckenseitigen Begrenzungsfläche
definiert wird. Die Drehachse 7a des Wechsels 7 steht damit senkrecht zur Drehachse
5a des Ankers 5 und außerdem senkrecht zur Drehachse 6a der Türöffnerfalle 6. Die
Drehachsen 7a, 5a und 6a stehen somit orthogonal zueinander.
[0030] Die Drehachse 7a des Wechsels 7 ist gegenüber der Drehachse 5a des Ankers 5 versetzt
angeordnet, nämlich die Wechsel-Drehachse 7a im Bereich der in Figur 1 linken Stirnseite
und die Anker-Drehachse 5a im Bereich der rechten Stirnseite der Baueinheit. Die Drehachse
7a des Wechsels 7 erstreckt sich in Hochrichtung H der Baueinheit. Die durch den Wechsel
7 definierte Drehebene liegt nahe und parallel der deckenseitigen Begrenzungsfläche.
Die Drehachse 5a des Ankers 5 liegt in Querrichtung Q. Die durch den Anker 5 definierte
Drehebene liegt nahe und parallel der in Figur 1 frontseitigen Begrenzungsfläche der
Baueinheit. Die Drehachsen 7a und 5a sind somit räumlich versetzt zueinander angeordnet
und schneiden einander nicht.
[0031] Die Drehachse 6a der Türöffnerfalle 6 und die Drehachse 5a des Ankers 5 liegen dagegen
in einer im wesentlichen gemeinsamen Ebene, und zwar parallel und nahe der bodenseitigen
Begrenzungsfläche der Baueinheit. Da diese Drehachsen 6a und 5a senkrecht zueinander
gerichtet sind, schneiden sie sich in der im wesentlichen gemeinsamen Ebene. Der Begriff
"im wesentlichen gemeinsame Ebene" bedeutet, dass keine fluchtende gemeinsame Ebene
vorhanden sein muss, sondern auch ein geringer paralleler Versatz der Drehachsen möglich
ist. Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein solcher geringfügiger
paralleler Versatz zwischen den Drehachsen 6a und 5a vorhanden und somit auch kein
exakter Schnittpunkt zwischen den Drehachsen 6a und 5a vorhanden. Die Achsen 6a und
5a kreuzen einander geringfügig parallel versetzt, wie dies in den Figuren erkennbar
ist.
[0032] Wie aus Figur 1 erkennbar, erstreckt sich die Türöffnerfalle 6 in ihrer Längsrichtung
über einen Großteil der gesamten Längserstreckung der Baueinheit 1. Entsprechendes
gilt für die Längserstreckung des Wechsels und für die Längserstreckung des mit der
Spule 4 zusammenwirkenden langen Hebelarms des Ankers 5.
[0033] Die Anordnung der Komponenten ist in der den Türöffner bildenden Baueinheit in zwei
Hälften ausgebildet. In der in Figur 1 rückseitigen Hälfte ist die Türöffnerfalle
6 angeordnet. In der frontseitigen Hälfte sind der Wechsel 7, der Anker 5 und die
Spule 4 angeordnet. Die Anordnung in dieser frontseitigen Hälfte ist in drei Etagen
aufgeteilt. In der Etage, die nahe der deckenseitigen Begrenzungsfläche liegt, sind
die Türöffnerfalle 6 und der Wechsel 7 und der mit dem Wechsel 7 zusammenwirkende
kurze Anschlagarm des Ankers 5 angeordnet. In der unteren Etage, die nahe der bodenseitigen
Begrenzungsfläche liegt, sind die Drehachse 5a des Ankers 5 und die Spule 4. In der
mittleren Etage ist der mit der Spule zusammenwirkende Anschlagarm des Ankers angeordnet.
[0034] Wie aus den Figuren erkennbar ist, ist unmittelbar im Bereich der in Figur 1 linken
stirnseitigen Begrenzungsfläche eine Anschlussklemmleiste 8 angeordnet. Sie ist als
im Wesentlichen quaderförmiger Anschlußblock ausgebildet und zwischen der stirnseitigen
Begrenzungsfläche 1 c und der Drehachse 7a des Wechsels 7 angeordnet.
[0035] Der Türöffner funktioniert wie folgt:
[0036] Zunächst wird die Sperrstellung des Türöffners beschrieben. Es wird primär Bezug
genommen auf Figur 3b. Wenn die Spule 4 bestromt ist, wird die Türöffnerfalle 6 in
Sperrstellung gehalten. Dies ergibt sich dadurch, dass bei bestromter Spule 4 der
lange Hebelarm des Ankers 5 auf der Spule 4 von dieser angezogen aufliegt. Der Anker
5 steht dabei in der Schwenkstellung, die in Figur 3b gezeigt ist. In dieser Stellung
wird der durch die Druckfeder 7f in Figur 1 in Gegenuhrzeigersinn beaufschlagte Wechsel
7 durch den kurzen Hebelarm des Ankers 5 in der Darstellung festgestellt. Das freie
Ende des kurzen Hebelarms des Ankers 5 steht dabei mit der am freien Ende des Wechsels
7 gelagerten Rolle 7r im Anschlag. Die Rolle 7r ist an dem freien Ende des Wechsels
7 an der zum Anker 5 gewandten Seite gelagert.
[0037] Auf der von der Rolle 7r abgewandten Rückseite des Wechsels 7 ist das freie Ende
des Wechsels 7 als eine Anschlagkante ausgebildet, mit der der Wechsel in der Sperrstellung
in den Schwenkbereich der Türöffnerfalle 6 hineinragt und die Türöffnerfalle 6 gegen
ein Schwenken in Freigaberichtung blockiert. Die Türöffnerfalle 6 ist damit in ihrer
Sperrstellung. Das heißt sie ist festgestellt. In der Schließstellung der Tür wirkt
sie mit einem in den Figuren nicht dargestellten flügelseitigen Gegenelement zusammen,
um dadurch den Türflügel in der Schließstellung festzustellen.
[0038] Bei diesem nicht dargestellten flügelseitigen Gegenelement handelt es sich in der
Praxis bei herkömmlichen Drehtüren um eine federnde Schlossfalle. Sie ist in der Hauptschließkante
des Türflügels so gelagert, dass sie in der Schließstellung der Tür die festgestellte
Türöffnerfalle 6 hintergreift. Die federnde Schlossfalle weist herkömmlich eine Schräge
auf, über die die Schlossfalle beim Schließen der Tür überdrückt wird. Das heißt die
Schlossfalle wird durch Anschlag der Schräge an der Türöffnerfalle 6 in den Flügel
hineingedrückt, wenn die Tür in die Schließstellung bewegt wird. In der Schließstellung
wird die Schlossfalle aufgrund ihrer federnden Lagerung automatisch ausgefahren. Sie
hintergreift in dieser Stellung die festgestellte Türöffnerfalle 6. Die Schlossfalle
weist eine zur Tür parallele, nicht schräge Blockierfläche auf, über die die Schlossfalle
aus der Schließstellung heraus nicht überdrückbar ist. Diese Blockierfläche kommt
in der Schließstellung der Tür in Anschlagstellung mit der arretierten Türöffnerfalle
6.
[0039] Im Folgenden wird nun die Freigabestellung des Türöffners beschrieben. Es wird hierbei
primär auf Figur 3a Bezug genommen. Wenn die Bestromung der Spule 4 aufgehoben wird,
wird die Türöffnerfalle 6 freigegeben. Der lange Hebelarm des Ankers 5 wird bei nicht
bestromter Spule 4 nicht mehr von der Spule angezogen. Die Türöffnerfalle 6 kann somit
bei Beaufschlagung der Tür in Öffnungsrichtung um ihre Drehachse 6a schwenken, sodass
die Schlossfalle passieren und damit der Türflügel geöffnet werden kann. Die Türöffnerfalle
schwenkt dabei den Wechsel 7 in Figur 1 in Uhrzeigersinn. Der mit dem Wechsel 7 über
die Rolle 7r in Anschlag stehende Anker 5 kann unter Wirkung der Anker-Rückstellfeder
5f um seine Achse 5a in Uhrzeigersinn in die in Figur 3a dargestellte Stellung gedreht
werden. Der lange Hebelarm des Ankers 5 ist in dieser Stellung von der nicht bestromten
Spule 4 abgehoben, wie dies Figur 3a zeigt. Solange die Spule 4 unbestromt ist, ist
die Türöffnerfalle 6 in ihre Freigabestellung, das heißt sie ist unarretiert. In dieser
unarretierten Schaltstellung wird sie zwar über ihre Rückstellfeder 6f in ihre Ausgangsstellung,
wie sie in Figur 1 dargestellt ist, zurückgeschwenkt. Sie verbleibt jedoch unarretiert,
solange die Spule 4 nicht bestromt ist.
[0040] Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Türöffnerfalle 6,
wie in Fig. 2 erkennbar, aus einem Grundkörper 6g und einem Aufschraubstück 6e zusammengesetzt.
In dem Grundkörper ist das Drehlager mit der Drehachse 6a ausgebildet. Das Aufschraubstück
6e ist in seiner Position auf dem Grundkörper 6g versetzbar über nicht dargestellte
Schrauben lösbar verschraubt. Das Aufschraubstück 6e, das mit der Schlossfalle der
Tür zusammenwirkt, ist damit auf die örtlichen Verhältnisse der Tür einstellbar.
[0041] Bei einer gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Figuren abgewandelten Ausführung
kann auch vorgesehen sein, dass an dem freien Ende des Wechsels 7 keine Rolle 7r vorgesehen
ist. In diesem Falle kann an dem mit dem Wechsel 7 zusammenwirkenden freien Ende des
Ankers 5 eine Rolle angeordnet sein. Auch mit dieser Anordnung der Rolle wird beim
Öffnen des Türflügels aus der Schließstellung die Auslenkung des Ankers 5 unter Rollbewegung
der Rolle ermöglicht. Bei abgewandelten Ausführungen ist es jedoch auch möglich, anstelle
einer Rolle nur eine Wechselspitze gegen den Anker anlaufen zu lassen und durch die
schiefe Ebene das Auslenken des Ankers beim Öffnen der Tür zu erreichen.
[0042] Um die maximale Haltekraft des Ankers 5 auf der Spule 4 trotz Toleranzen garantieren
zu können, kann bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel die Bohrung
des Ankerlagers oval ausgeführt sein. In Verbindung mit einem runden Lagerbolzen des
Ankers 5 ergibt sich damit eine Ausgleichsmöglichkeit der Ankerposition in der Darstellung
in den Figuren 3a und 3b in vertikaler Richtung.
[0043] Der in den Figuren dargestellte Türöffner kann wie vorangehend beschrieben in einem
ortsfesten Türrahmen einer Tür montiert werden und, wie dargelegt, mit einer flügelseitigen
Türöffnerfalle 6 zusammenwirken. Es sind jedoch auch Anwendungsfälle möglich, bei
denen der Türöffner im Türflügel montiert wird und mit einem am ortsfesten Türrahmen
gelagerten Gegenelement zusammenwirkt. Bei dem Gegenelement kann es sich um eine mit
einer Schlossfalle vergleichbare federnde Schlossfalle handeln. Anstelle einer federnden
Schlossfalle kann das Gegenelement jedoch grundsätzlich bei allen Montagearten auch
als ein über Fremdenergie betätigtes Element ausgebildet betätigbar sein, zum Beispiel
als ein über einen Elektromagneten oder einen Elektromotor betätigtes Riegelelement.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Baueinheit Türöffner
- 2
- Lager- und/oder Aufnahmegestell
- 4
- Spule
- 5
- Anker
- 5a
- Drehachse von 5
- 5f
- Schenkelfeder
- 6
- Türöffnerfalle
- 6a
- Drehachse von 6
- 6f
- Feder
- 6g
- Grundkörper
- 6e
- Aufschraubstück
- 7
- Wechsel
- 7a
- Drehachse von 7
- 7f
- Feder
- 7r
- Rolle
- 8
- Anschlussklemmleiste
- L
- Längserstreckungsrichtung von 1
- H
- Hocherstreckungsrichtung von 1
- Q
- Quererstreckungsrichtung von 1
1. Türöffner für eine Tür mit einem in einem Türrahmen bewegbar gelagerten Türflügel,
umfassend:
- ein Lager- und/oder Aufnahmegestell (2) - im Folgenden als Türöffnergehäuse (2)
bezeichnet -
- eine elektrisch schaltbare Sperreinrichtung mit einem Elektromagneten mit Spule
(4) und Anker (5), der um eine Drehachse (5a) drehbar in dem Türöffnergehäuse angeordnet
ist;
- eine Türöffnerfalle (6), die um eine in dem Türöffnergehäuse angeordnete Drehachse
(6a) drehbar gelagert ist;
- einen Wechsel (7), der als drehbarer Hebel ausgebildet um eine Drehachse (7a) schwenkbar
in dem Türöffnergehäuse gelagert ist;
- wobei der Wechsel (7) zwischen dem Anker und der Türöffnerfalle geschaltet ist und
die Sperreinrichtung derart schaltbar ist, dass sie in einer ersten Schaltstellung
die Türöffnerfalle (6) in eine Sperrstellung und in einer zweiten Schaltstellung die
Türöffnerfalle (6) in eine Freigabestellung schaltet;
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (6a) der Türöffnerfalle (6), die Drehachse (5a) des Ankers (5) und
die Drehachse (7a) des Wechsels (7) zueinander senkrecht angeordnet sind,
wobei vorgesehen ist,
dass der Anker (5) als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, der einen ersten Hebelarm, einen
zweiten Hebelarm und dazwischen angeordnet das Drehlager (5a) des Ankers (5) aufweist,
wobei der Anker (5) im Bereich des ersten Hebelarms einen mit der Spule (4) zusammenwirkenden
Abschnitt und im Bereich des zweiten Hebelarms einen mit dem Wechsel (7) zusammenwirkenden
Abschnitt aufweist, oder
dass der Anker (5) als einarmiger Hebel ausgebildet ist, der am einen Ende seines Hebelarms
das Drehlager (5a) aufweist,
wobei der Anker (5) im Bereich des Hebelarms einen mit der Spule (4) zusammenwirkenden
Abschnitt und zwischen diesem Abschnitt und dem Drehlager einen mit dem Wechsel (7)
zusammenwirkenden Abschnitt aufweist.
2. Türöffner nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (5a) des Ankers (5) und die Drehachse (6a) der Türöffnerfalle (6) in
einer im wesentlichen gemeinsamen Ebene, das heißt in derselben gemeinsamen Ebene
fluchtend oder nur geringfügig parallel zueinander versetzt angeordnet sind.
3. Türöffner nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (5a) des Ankers (5) versetzt zur Drehachse (7a) des Wechsels (7) angeordnet
ist.
4. Türöffner nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Türöffner eine Baueinheit (1) bildet, die in ihrem Aufbau durch eine Längsebene
in einer erste Sektion und eine zweite Sektion unterteilt ist, wobei in der ersten
Sektion die Türöffnerfalle (6) angeordnet ist und in der zweiten Sektion die Spule
(4), der Anker (5) und der Wechsel (7) angeordnet sind,
wobei vorgesehen ist,
dass in der zweiten Sektion der Baueinheit (1) die Spule (4), der Anker (5) und der Wechsel
(7) in unterschiedlichen Etagen angeordnet sind.
5. Türöffnern nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Türöffnergehäuse (2) mit den darin gelagerten Komponenten des Türöffners, nämlich
zumindest der Sperreinrichtung (3), dem Wechsel (7) und der Türöffnerfalle (6) eine
im Wesentlichen quaderförmige Baueinheit (1) bildet, welche eine bodenseitige Begrenzungsfläche
und gegenüberliegend eine deckenseitige Begrenzungsfläche sowie zwei einander gegenüberliegende
stirnseitige Begrenzungsflächen und zwei aneinander gegenüberliegende längsseitige
Begrenzungsflächen aufweist.
6. Türöffner nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (5a) des Ankers (5) parallel zu der bodenseitigen Begrenzungsfläche
und parallel zu der deckenseitigen Begrenzungsfläche angeordnet ist.
7. Türöffner nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (5a) des Ankers (5) benachbart zu der bodenseitigen Begrenzungsfläche
oder benachbart zu der deckenseitigen Begrenzungsfläche angeordnet ist.
8. Türöffner nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (7a) des Wechsels (7) parallel zu den gegenüberliegenden stirnseitigen
Begrenzungsflächen angeordnet ist.
9. Türöffner nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (7a) des Wechsels (7) benachbart zu einer der gegenüberliegenden stirnseitigen
Begrenzungsflächen angeordnet ist.
10. Türöffner nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (7a) des Wechsels (7) entlang der Hocherstreckung der Baueinheit (1)
angeordnet ist, wobei die Hocherstreckung der Baueinheit (1) definiert ist durch die
Abstandserstreckung zwischen der bodenseitigen Begrenzungsfläche und der deckenseitigen
Begrenzungsfläche.
11. Türöffner nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
dadurch gekennzeichnet.
dass die Drehachse (6a) der Türöffnerfalle (6) parallel zu der bodenseitigen Begrenzungsfläche
und parallel zu der deckenseitigen Begrenzungsfläche angeordnet ist.
12. Türöffner nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (6a) der Türöffnerfalle (6) benachbart zur deckenseitigen Begrenzungsfläche
oder benachbart zur bodenseitigen Begrenzungsfläche angeordnet ist.
13. Türöffner nach einem der Ansprüche 5 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (6a) der Türöffnerfalle (6) entlang der Längserstreckung der Baueinheit
(1) angeordnet ist, wobei die Längserstreckung der Baueinheit (1) definiert ist durch
die Abstandserstreckung zwischen den gegenüberliegenden stirnseitigen Begrenzungsflächen.
14. Türöffner nach einem der Ansprüche 5 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (6a) der Türöffnerfalle (6) benachbart zur deckenseitigen Begrenzungsfläche
und die Drehachse (5a) des Ankers (5) benachbart zur bodenseitigen Begrenzungsfläche
angeordnet sind; oder
dass die Drehachse (6a) der Türöffnerfalle (6) benachbart zur bodenseitigen Begrenzungsfläche
und die Drehachse (5a) des Ankers (5) benachbart zur deckenseitigen Begrenzungsfläche
angeordnet ist.
15. Türöffner nach einem der vorangegangenen Ansprüche ,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wechsel (7) als einarmiger Hebel oder als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist,
der ein freies Ende aufweist, das mit dem Anker (5) zusammenwirkt,
wobei vorgesehen ist,
dass der Wechsel (7) mit dem Anker (5) über eine Rolle (7r) zusammenwirkt, die am Wechsel
(7) gelagert ist oder
dass der Wechsel (7) mit dem Anker (5) über eine Rolle zusammenwirkt, die am Anker (5)
gelagert ist.