[0001] Die Erfindung betrifft eine Blendeneinrichtung für einen integral beschaufelten Rotorgrundkörper
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, einen integral beschaufelten Rotorgrundkörper
mit einer derartigen Blendeneinrichtung, ein Verfahren zur Montage eines derartigen
integral beschaufelten Rotorgrundkörpers sowie eine Strömungsmaschine.
[0002] Integral beschaufelte Rotorgrundkörper eines Rotors für Strömungsmaschinen, wie z.B.
Flugzeugtriebwerke, mit einer Vielzahl von an einem scheiben- bzw. ringförmigen Grundkörper
stoffschlüssig angebundenen und eine Schaufelreihe bildenden Laufschaufeln haben aus
fertigungstechnischen Gründen regelmäßig zwischen Schaufelfüßen bzw. Schaufelschäften
benachbarter Laufschaufeln einen kanalartigen Durchlass, durch den in axialer Richtung
Kühlluft von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite strömen kann. Um einen Kühlluftstrom
durch die Kanäle zu unterbinden bzw. zumindest zu reduzieren, wird in der
DE 10 2009 007 468 A1 und in der
DE 10 2009 011 965 A1 vorgeschlagen, die Kanäle auslassseitig, d.h. niederdruckseitig, durch eine Blendeneinrichtung
zu verschließen. Die Blendeneinrichtung umfasst einen blechartigen Ring, der den Grundkörper
umgreift und bspw. wie in der
DE 10 2009 007 468 A1 gezeigt zwischen einer radial innenliegenden hakenförmigen Halterung und einer radial
außenliegenden hakenförmigen Halterung angeordnet ist. Der Ring bewirkt zwar eine
verlässliche Abdichtung der Kanäle bzw. eine verlässliche Reduzierung der Kanalquerschnitte,
jedoch ist hierfür eine sehr präzise Fertigung notwendig, um bspw. ein Umströmen des
Rings im Bereich der Halterungen zu verhindern.
[0003] Eine alternative ebenfalls in der
DE 10 2009 007 468 A1 gezeigte Blendeneinrichtung weist eine Vielzahl von in den Kanälen angeordneten und
sich über die Kanäle hinaus erstreckenden rohrartigen Blendenelementen auf, deren
Lumen reduziert bzw. verschlossen sein kann. Die Sicherung der Blendenelemente erfolgt
endseitig jeweils mittels eines umgebördelten Rohrkragens. Nachteilig an dieser alternativen
Blendeneinrichtung sind jedoch der hohe Montage- und Demontageaufwand.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Blendeneinrichtung für einen integral beschaufelten
Rotorgrundkörper einer Strömungsmaschine zu schaffen, die die vorgenannten Nachteile
beseitigt und zudem eine gute Integrierbarkeit am Bauteil aufweist. Des Weiteren ist
es Aufgabe der Erfindung, einen integral beschaufelten Rotorgrundkörper für eine Strömungsmaschine
mit einer optimierten Blendeneinrichtung, ein Verfahren zur Montage eines derartigen
integral beschaufelten Rotorgrundkörpers sowie eine Strömungsmaschine zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Blendeneinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1, durch einen integral beschaufelten Rotorgrundkörper mit den Merkmalen des Patentanspruchs
5, durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 14 sowie durch eine Strömungsmaschine
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 15.
[0006] Eine erfindungsgemäße Blendeneinrichtung für einen integral beschaufelten Rotorgrundkörper
einer Strömungsmaschine zur Einstellung eines Kühlluftstroms von einer Hochdruckseite
zu einer Niederdruckseite durch Kanäle, die zwischen benachbarten Laufschaufeln gebildet
sind, hat ein ringartiges Blendenelement zur zumindest abschnittsweisen Abdeckung
der Kanäle. Erfindungsgemäß hat das Blendenelement zwei Anlagedurchmesser zur Bildung
eines radial innenliegenden sich axial erstreckenden Dichtbereiches und zur Bildung
eines radial außenliegenden sich radial erstreckenden Dichtbereiches.
[0007] Vorteilhaft ist, dass keine vorerwähnten Halterungen notwendig sind, um das Blendenelement
zu positionieren. Montage- und Bauteiltoleranzen können durch die Dichtbereiche in
unterschiedlichen Ebenen ausgeglichen werden, ohne dass Bypassströmungen zu befürchten
sind. Zudem zeichnet sich die erfindungsgemäße Blendeneinrichtung durch eine gute
Integrierbarkeit am Rotorgrundkörper aus und kann optimale Materialeigenschaften aufweisen.
Ferner ist sie aufgrund des Fehlens von bewegenden Komponenten sehr robust und lässt
sich einfach montieren und demontieren.
[0008] Bevorzugterweise hat das Blendenelement einen L-förmigen Querschnitt mit einem axialen
Profilabschnitt mit einer außenumfangsseitigen Anlagefläche zur Bildung des radial
innenliegenden Dichtbereiches und mit einem radialen Profilabschnitt mit einer radialen
Kontaktfläche zur Bildung des radial außenliegenden Dichtbereiches. Hierdurch wird
das Blendenelement aufgrund der Fliehkraft im Betrieb in radialer Richtung selbstsichernd
an einem entsprechenden Körperabschnitt des Rotorgrundkörpers gehalten.
[0009] Zur Sicherung des Blendenelementes an dem Rotorgrundkörper insbesondere in Umfangs-und/oder
Axialrichtung kann zumindest ein Sicherungselement zur Sicherung des Blendenelements
vorgesehen sein.
[0010] Um die Dichtigkeit im Bereich der Dichtbereiche durch das zumindest eine Sicherungselement
nicht negativ zu beeinflussen, ist bzw. sind entsprechende Aufnahmen in dem Blendenelement
bevorzugterweise in einem Körperschnitt außerhalb der Dichtbereiche ausgebildet.
[0011] Ein erfindungsgemäßer integral beschaufelter Rotorgrundkörper für eine Strömungsmaschine
mit einer Vielzahl von an einem scheiben― oder ringförmigen Grundkörper angebundenen
Laufschaufeln hat eine Blendeneinrichtung mit einem Blendenelement zur Einstellung
eines Kühlluftstroms von einer Hochdruckseite zu einer Niederdruckseite durch Kanäle,
die zwischen benachbarten Laufschaufeln gebildet sind, wobei das Blendenelement einen
radial innenliegenden sich axial erstreckenden Dichtbereich und einen radial außenliegenden
sich radial erstreckenden Dichtbereich bildet.
[0012] Ein derartiger integral beschaufelter Rotorgrundkörper zeichnet sich durch eine sehr
gute strukturmechanische Integrität aus, da das Blendenelement sicher und rotationsachsennah
gelagert ist. Zudem weist er eine gute Abgrenzung und Führung der Kühlluftströme und
Heißgasströme bzw. des jeweiligen Kühlluftstroms und Heißgasstroms auf.
[0013] Bevorzugterweise ist das Blendenelement zur Bildung des radial innenliegenden Dichtbereiches
mit seinem axialen Profilabschnitt an einem grundkörperseitigen Tragring gelagert
und befindet sich zur Bildung des radial äußeren Dichtbereichs mit seinem radialen
Profilabschnitt mittel-oder unmittelbar in Anlage mit einem laufschaufelseitigen Körperabschnitt.
Hierdurch erfolgt zum einen aufgrund der Fliehkraft eine Selbstsicherung des Blendenelements
im Betrieb und zum anderen eine hohe Dichtwirkung in den Dichtbereichen, da das Blendenelement
bei entsprechender Gestaltung bei Fliehkraftbeaufschlagung ebenfalls mit seinem radialen
Profilabschnitt gegen den laufschaufelseitigen Körperabschnitt wird.
[0014] Bei einem ersten Ausführungsbeispiel ist das Blendenelement mit seinem axialen Profilabschnitt
durch einen in eine Innenumfangsnut des axialen Profilabschnitts und in eine Außenumfangsnut
eines Grundkörperabschnitts eingesetzten Sicherungsring an dem Tragring gesichert.
Eine derartige formschlüssige Verbindung lässt sich einfach montieren und ist in allen
möglichen Freiheitsgraden ausführbar. Dabei wird durch den rotationsachsennahen und
laufschaufelfernen Sicherungsring eine Rückwirkung auf das Schwingungsverhalten der
Laufschaufeln verhindert.
[0015] Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel ist das Blendenelement mit seinem axialen Profilabschnitt
durch einen Spannring, der formschlüssig mit dem axialen Profilabschnitt in Wirkeingriff
steht und in Radialrichtung an einem Grundkörperabschnitt geführt ist, gegen den Tragring
gedrückt. Die Montage dieser Ausführungsform ist verhältnismäßig einfach, da der Spannring
in keine Nut, Kerbe und drgl. eingelegt werden muss, sondern sich durch den laufschaufelseitigen
Formschluss und durch die radiale Führung am Grundkörperabschnitt selbsttätig in axialer
Richtung sowie durch seine nach außen wirkende Vorspannung in radialer Richtung lagesichert,
so dass der Spannring trotz seiner nutfreien Anordnung selbst nicht rotationsgesichert
werden muss.
[0016] Bei einem dritten Ausführungsbeispiel ist das Blendenelement mit seinem axialen Profilabschnitt
mittels Kraftschluss an dem Tragring angebunden. Der Kraftschluss kann beispielsweise
durch einen Presssitz hergestellt sein und ermöglicht eine Sicherung des Blendenelementes
sowohl in Umfangs- als auch in Axialrichtung am Rotorgrundkörper. Insbesondere ermöglicht
der Kraftschluss prinzipiell eine Lagerung des Blendenelements ohne die Vorsehung
von Belastungssprüngen bildenden Bauteilkonturen wie Nuten, Kerben und drgl. zur Aufnahme
von entsprechenden Sicherungselementen. Ferner ist die Kraftschlussverbindung gewichtsneutral.
[0017] Um das Schwingverhalten des Blendenelement beim dritten Ausführungsbeispiel zu optimieren,
können zur Sicherung des freien Körperabschnitts zusätzlich Sicherungsstifte vorgesehen
sein, die durch Bohrungen des Blendenelementes geführt und fest in Bohrungen der Laufschaufeln
abschnittsweise angeordnet sind. Der feste Sitz der Sicherungsstifte in den laufschaufelseitigen
Bohrungen verhindert bei allen Betriebszuständen einen Verschleiß im laufschaufelseitigen
Bohrungsbereich trotz Schaufelschwingungen.
[0018] Um einen Verschleiß der Sicherungsstifte im Bereich des Blendenelements zu verhindern
und um die Berührungsbereiche zwischen den Sicherungsstiften und dem Blendenelement
gering zu halten, können die Sicherungsstifte toleranzbehaftet in den Bohrungen des
Blendenelementes geführt sein und mittels eines Halteelements mit dem Blendenelement
in Wirkverbindung stehen.
[0019] Insbesondere ist es für das Schwingungsverhalten der Laufschaufeln vorteilhaft, wenn
kein direkter Kontakt zwischen dem Blendenelement und der Laufschaufel gebildet ist,
wenn das Blendenelement also ausschließlich mit dem Grundkörper im unmittelbaren Kontakt
steht. Dieser laufschaufelseitige indirekte bzw. mittelbare Kontakt kann zum Beispiel
durch ein Dichtelement im Bereich des zweiten Dichtbereichs erfolgen. Das Dichtelement
dient dabei gleichzeitig als Dämpfungselement, so dass sich die Laufschaufeln und
das Blendenelement gegenseitig dämpfen und schwingungstechnisch beruhigen.
[0020] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines bevorzugten integral
beschaufelten Rotorgrundkörpers wird das Blendenelement an den Laufschaufeln positioniert
und anschließend mittels eines Sicherungselementes lagefixiert. Dabei kann das Sicherungselement
sowohl vor dem Blendenelement an dem Rotorgrundkörper positioniert werden oder nach
dem Blendenelement. So wird zur Montage des ersten Ausführungsbeispiels zuerst das
Blendenelement mit seiner Innenumfangsnut gegenüber einer Außenumfangsnut des Rotorgrundkörpers
positioniert. Anschließend wird ein Sicherungsring in die Nuten eingesetzt. Zu Montage
des zweiten Ausführungsbeispiels wird zuerst ein Spannring in einer rotorgrundkörperseitigen
Umfangskammer am Rotorgrundkörper eingesetzt, dann das Blendenelement in die Umfangskammer
eingesetzt und danach durch eine Entspannung des Spannrings das Blendenelement am
Rotorgrundkörper positioniert. Zur Montage des dritten Ausführungsbeispiels werden
zuerst Sicherungsstifte in Lauf schaufelbohrungen eingesetzt und dann das Blendenelement
auf die Sicherungsstifte aufgeschoben und unter Kraftschluss an dem Rotorgrundkörper
gelagert.
[0021] Eine erfindungsgemäße Strömungsmaschine hat zumindest einen erfindungsgemäßen integral
beschaufelten Rotorgrundkörper und zeichnet sich durch eine hohe Abgrenzung seines
Heißgasstromes bzw. seiner Heißgasströme von seinem Kühlluftstrom bzw. seiner Kühlluftströme,
durch ein ruhiges Laufverhalten und durch eine hohe Wartungsfreundlichkeit bezüglich
seiner laufschaufelseitigen axialen Blendeneinrichtung aus.
[0022] Sonstige vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind Gegenstand weiterer
Unteransprüche.
[0023] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer
Darstellungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht schräg von hinten eines Abschnittes eines integral
beschaufelten Rotorgrundkörpers im Bereich von zwei benachbarten Laufschaufeln mit
einem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Blendeneinrichtung,
Figur 2 einen Schnitt in einer Radialebene des integral beschaufelten Rotorgrundkörpers
aus Figur 1,
Figur 3 eine perspektivische Ansicht schräg von vorne der Blendeneinrichtung aus Figur
1,
Figur 4 eine perspektivische Ansicht schräg von hinten eines Abschnittes eines integral
beschaufelten Rotorgrundkörpers im Bereich einer Laufschaufel mit einem zweiten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Blendeneinrichtung,
Figur 5 eine Detailansicht aus Figur 4,
Figuren 6, 7 und 8 Verfahrensschritte zur Montage der Blendeneinrichtung aus den Figuren
4 und 5,
Figur 9 einen Schnitt in Strömungsrichtung durch einen Abschnittes eines integral
beschaufelten Rotorgrundkörpers im Bereich einer Laufschaufel mit einem dritten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Blendeneinrichtung,
Figur 10 eine perspektivische Ansicht schräg von vorne der montierten Blendeneinrichtung
aus Figur 9,
Figur 11 Detailansicht aus Figur 9, und
Figur 12 eine perspektivische Ansicht schräg von hinten der montierten Blendeneinrichtung
aus den Figuren 9, 10 und 11.
[0024] Figur 1 zeigt einen Abschnitt eines integral beschaufelten Rotorgrundkörpers 1 für
eine Strömungsmaschine wie z.B. ein Flugzeugtriebwerk in Strömungsrichtung eines Heißgasstroms
betrachtet in einer perspektivischen Ansicht schräg von hinten. Der Rotorgrundkörper
1 hat eine Vielzahl von eine Schaufelreihe bildenden benachbarten Laufschaufeln 2,
die an einem turbinenseitigen ring- oder scheibenförmigen Grundkörper 4 angebunden
sind.
[0025] Die Laufschaufeln haben jeweils einen Schaufelfuß 6, einen Schaufelhals 8, ein Schaufelblatt
10 (s. Figur 2) und eine zwischen dem Schaufelhals 8 und dem Schaufelblatt 10 angeordnete
Plattform 12 mit einem in Strömungsrichtung betrachtet vorderen hochdruckseitigen
Vorsprung 14 und einem hinteren niederdruckseitigen Vorsprung 16.
[0026] Der Schaufelfuß 6 ist entweder als ein integraler Bestandteil der Laufschaufel 2
oder als ein separat ausgebildetes und nachträglich mit der Laufschaufel 2 gefügtes
Bauteil ausgebildet. Er ist mit seiner radial innenliegenden Umfangsfläche stoffschlüssig
beispielsweise mittels eines Reibschweißverfahrens an einem Sockel des Grundkörpers
4 angebunden und hat zwei konkav ausgebildete Seitenwände 18, 20, die in eine grundkörperseitige
sich über die Sockel erstreckende Umfangswandung 22 übergehen.
[0027] Der Schaufelhals 8 ist gegenüber dem Schaufelfuß 6 in Umfangsrichtung betrachtet
verbreitert ausgebildet. Er hat zwei seitlich entgegengesetzt zueinander ausgebildete
Ausnehmungen 24, die von jeweils einer Seitenfläche 26, 28 umrandet sind. Die Seitenflächen
26, 28 erstrecken sich jeweils über die Vorsprünge 14, 16 und sind in einem plattformfernen
und einem kanalnahen Bereich mit jeweils einer sich in axialer Richtung erstreckenden
Zurückstufung 30 versehen. Im Bereich der hinteren Vorsprünge 16 sind die Seitenflächen
26, 28 mit jeweils einer sich in Umfangsrichtung erstreckenden Zurückstufung 32 zur
Herstellung einer Fluidverbindung zwischen einem von den jeweils gegenüberliegenden
Ausnehmungen 24 gebildeten Hohlraum 34 (s. Figur 2) und einer Niederdruckseite der
Laufschaufeln 2 versehen.
[0028] Das Schaufelblatt 10 erstreckt sich ungefähr mittig von der Plattform 12 und ist
herkömmlicher Art, so dass eine einzelne Erläuterung entfällt. Grundsätzlich kann
es mit einem internen Kühlsystem versehen sein.
[0029] Die Plattform 12 wird von dem Schaufelhals 8 geformt und bildet mit Plattformen 12
benachbarter Laufschaufeln 2 einen radial äußeren heißgasstromseitigen Ringraum 38
und einen radial inneren kühlluftstromseitigen Kühlraum 40 aus. Hochdruckseitig erstreckt
sich von dem vorderen Vorsprung 14 in Richtung des Grundkörpers 4 ein Plattenelement
41 zur einlassseitigen Führung eines Kühlluftstroms.
[0030] Wie in dem stark vereinfachten Radialebenenschnitt nach Figur 2 in Strömungsrichtung
gezeigt, haben benachbarte Laufschaufeln 2 jeweils einen seitlichen Kontaktbereich
36. Dabei berühren sich die benachbarten Laufschaufeln 2 mit ihren gegenüberliegenden
Seitenflächen 26, 28 und bilden so den Ringraum 38 und den Kühlraum 40 aus. Die gegenüberliegenden
Seitenwände 28, 20 der Laufschaufeln 2 begrenzen in Umfangsrichtung jeweils einen
Kanal 42, der über einen von den Zurückstufungen 30 gebildeten Spalt mit dem von den
gegenüberliegenden Ausnehmungen 24 gebildeten Hohlraum 34 in radialer Fluidverbindung
steht. Die Kanäle 42 sind, wie deutlich in Figur 1 zu erkennen ist, schräg zur Rotationsachse
angestellt und haben jeweils einen hochdruckseitigen radial innenliegenden Einlass
und einen niederdruckseitigen radial außenliegenden Auslass. Die jeweils gegenüberliegenden
sich in Umfangsrichtung erstreckenden in der Schnittdarstellung nicht sichtbaren Zurückstufungen
32 der Laufschaufeln 2 bilden jeweils eine mit dem Kühlraum 40 in axialer Richtung
kommunizierende niederdruckseitige Ausgangsöffnung.
[0031] Um einen Kühlluftstrom durch die Kanäle 42 in axialer Richtung von der Hochdruckseite
zur Niederdruckseite der Laufschaufeln 2 sowie in radialer Richtung zwischen dem Heißgasstrom
und dem Kühlluftstrom durch die Kontaktbereiche 36 hindurch und dabei auch zwischen
den Kanälen 42 und den Hohlräumen 34 durch die Spalte 44 einzustellen, d.h. zu unterbinden
oder zu reduzieren, ist wie in den Figuren 1 und 3 gezeigt, niederdruckseitig eine
erste erfindungsgemäße Blendeneinrichtung 46 mit einem ringartigen Blendenelement
48 vorgesehen.
[0032] Wie in der perspektivischen Ansicht schräg von vorne in Figur 3 dargestellt, hat
das Blendenelement 48 einen L-förmigen Querschnitt mit einem axialen Profilabschnitt
50 und einem radialen Profilabschnitt 52. Zudem hat es zwei unterschiedliche Anlagedurchmesser
d1, d2 zur Bildung eines radial innenliegenden axialen Dichtbereichs und zur Bildung
eines radial außenliegenden radialen Dichtbereichs. Der axiale Dichtbereich wird von
dem axialen Profilabschnitt 50 gebildet, der hierzu eine außenumfangsseitige Anlagefläche
54 hat. Der radiale Dichtbereich wird von dem radialen Profilabschnitt 52 gebildet,
der hierzu eine sich radial erstreckende Kontaktfläche 56 hat. Um den radialen Dichtbereich
radial möglichst weit nach außen legen zu können, hat der radiale Profilabschnitt
52 einen in Strömungsrichtung betrachtet angestellten Endabschnitt 58. Die Anstellung
ist dabei entsprechend einem schaufelhalsseitigen Übergangsradius zum hinteren Vorsprung
16 ausgebildet. Zur Stabilisierung des Blendenelementes 48 ist zwischen der Anlagefläche
54 und der Kontaktfläche 56 im Bereich der Kanäle 42 eine radiale Stegfläche 60 vorgesehen.
[0033] Im montierten Zustand liegt das Blendenelement 48 mit seiner Anlagefläche 54 an einer
innenumfangsseitigen Lagerfläche 62 eines grundkörperseitigen Tragrings 64 und mit
seiner Kontaktfläche 56 an einer schaufelseitigen Gegenfläche 66 an. Die Stegfläche
60 befindet sich in Anlage mit einer sichtbaren sich radial erstreckenden schaufelseitigen
Widerfläche 68, die ausgehend von der Gegenfläche 66 jenseits des Kanals 42 nahe der
Lagerfläche 62 angeordnet ist.
[0034] Zur Sicherung des Blendenelementes 48 in Axialrichtung und in Umfangsrichtung weist
die Blendeneinrichtung 46 ein Sicherungselement 70 auf. Das Sicherungselement 70 ist
als ein Sicherungsring bzw. ein entsprechender stabiler Sicherungsdraht ausgebildet
und hat vorzugsweise einen prismatischen Querschnitt. Selbstverständlich kann der
Sicherungsring 70 auch andere Querschnitte aufweisen und bspw. als ein C-Profil ausgebildet
sein. Zur Aufnahme des Sicherungsrings 70 hat das Blendenelement 48 eine Innenumfangsnut
72, die in einer von der Anlagefläche 54 abgewandten Innenumfangsfläche 74 ausgebildet
ist. Um eine Schwächung des Blendenelements 48 im Bereich seiner Innenumfangsnut 72
zu vermeiden, ist der axiale Profilabschnitt 50 rückwärtig über eine Verlängerung
76 zur Vergrößerung der Innenumfangsfläche 74 hinaus erweitert.
[0035] Im montierten Zustand ist das Blendenelement 48 mit seiner Innenumfangsnut 72 gegenüber
einer korrespondierenden grundkörperseitigen Außenumfangsnut 78 angeordnet und der
Sicherungsring 70 ist jeweils hälftig in die Nuten 72, 78 eingesetzt.
[0036] Zur Montage wird das Blendenelement 48 auf den Grundkörper 4 aufgeschoben. Dann wird
das Blendenelement 48 umfangsseitig in seine Soll-Position gebracht. Anschließend
wird der Sicherungsring 70 in die Nuten 72, 78 eingefädelt. Abschließend wird der
Sicherungsring 70 zur Umfangsverriegelung endseitig umgebogen.
[0037] Bei einem in den Figuren 4 bis 8 erläuterten zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Blendeneinrichtung 46 wird ein ringförmiges Blendenelement 48 mittels eines als Spannring
70 ausgebildeten Sicherungselements niederdruckseitig an einem grundkörperseitigen
Tragring 64 gelagert.
[0038] Gemäß Figur 4 hat das Blendenelement 48 einen L-förmigen Querschnitt mit einem axialen
Profilabschnitt 50 und einem radialen Profilabschnitt 52. Es hat zwei unterschiedliche
Anlagedurchmesser d1, d2 zur Bildung eines radial innenliegenden axialen Dichtbereichs
und zur Bildung eines radial außenliegenden radialen Dichtbereichs. Der axiale Dichtbereich
wird von dem axialen Profilabschnitt 50 gebildet, der hierzu eine außenumfangsseitige
Anlagefläche 54 hat. Der radiale Dichtbereich wird von dem radialen Profilabschnitt
52 gebildet, der hierzu eine sich radial erstreckende Kontaktfläche 56 hat, die im
Bereich seines entgegen der Strömungsrichtung abgewinkelten Endabschnitts 58 angeordnet
ist.
[0039] Zur Herstellung eines Formschlusses mit dem Spannring 70 ist eine von der Anlagefläche
54 abgewandte Innenumfangsfläche 74 vorgesehen, die durch eine Abwinklung eines Endabschnitts
80 des axialen Profilabschnitts 50 radial nach innen stufenförmig ausgebildet ist.
Zur Stabilisierung des Blendenelementes 48 ist mittig zwischen der Anlagefläche 54
und der Kontaktfläche 56 im Bereich der Kanäle 42 eine radiale Stegfläche 60 vorgesehen.
[0040] Im montierten Zustand liegt das Blendenelement 48 mit seiner Anlagefläche 54 an einer
innenumfangsseitigen Lagerfläche 62 des grundkörperseitigen Tragrings 64 und mit seiner
Kontaktfläche 56 an einer schaufelseitigen Gegenfläche 66 an, die im schaufelhalsseitigen
Übergangsbereich zum hinteren Vorsprung 16 gebildet ist. Die Stegfläche 66 befindet
sich in Anlage mit einer nicht sichtbaren sich radial erstreckenden schaufelseitigen
Widerfläche. Zur zusätzlichen Abdichtung des radial außenliegenden Dichtbereichs und
zur Schwingungsdämpfung kann im Bereich dieses Dichtbereichs ein Dichtelement 82 angeordnet
sein.
[0041] Der Spannring 70 zur Sicherung des Blendenelements 48 an dem Tragring 64 bzw. an
den Laufschaufeln 2 ist radial nach außen vorgespannt und hat wie in Figur 5 beziffert
eine entsprechend der Innenumfangsfläche 74 stufenförmig ausgebildete Spannfläche
84 und eine Axialfläche 86 zur radialen Führung. Die Axialfläche 86 wirkt mit einer
sich in radialer Richtung erstreckenden Führungsfläche 88 eines Grundkörperabschnitts
90 zusammen, der sich radial nach außen erstreckt. Zudem bildet die Führungsfläche
88 einen axialen Anschlag für den Spannring 70, so dass dieser im montierten Zustand
in Axialrichtung sicher zwischen dem abgewinkelten Endabschnitt 80 des axialen Profilabschnitts
50 des Blendenelements 48 und dem Grundkörperabschnitt 90 angeordnet ist. Ferner begrenzt
der Grundkörperabschnitt 90 mit seiner Führungsfläche 88 eine Umfangskammer 92, die
über einen nicht bezifferten Umfangsspalt geöffnet ist.
[0042] Wie in Figur 6 gezeigt, wird zur Montage der Blendeneinrichtung 48 zuerst der Spannring
70 durch den geöffneten Umfangsspalt in die Umfangskammer 92 eingeführt und gegen
seine Vorspannung gegen dessen Grund 94 und gegen die Führungsfläche 88 des Grundkörperabschnitts
90 gedrückt. Dann wird wie in Figur 7 gezeigt, das Blendenelement 48 entgegen der
Strömungsrichtung und somit von hinten nach vorne auf den Grundkörper 4 und in die
Umfangskammer 92 geführt, bis es sich mit seiner Anlagefläche 54 in Anlage mit der
Lagerfläche 62 befindet. Dann wird der Spannring 70 entlastet, so dass er wie in Figur
8 dargestellt aufgrund seiner radial nach außen wirkenden Vorspannung formschlüssig
mit seiner Spannfläche 84 in Wirkeingriff mit der Innenumfangsfläche 74 tritt und
den axialen Profilabschnitt 50 des Blendenelementes 48 gegen den Tragring 64 vorspannt.
Der Spannring 70 ist nun von dem Grund 94 beabstandet und der Umfangsspalt der Umfangskammer
92 ist geschlossen, wobei durch den abgewinkelten Endabschnitt 80 des axialen Profilabschnittes
50 und durch den Grundkörperabschnitt 90 verhindert wird, dass weder das Blendenelement
48 noch der Spannring 70 im Betrieb oder im Stillstand aus der Umfangskammer 92 getrieben
werden können.
[0043] Bei einem in den Figuren 9 bis 12 gezeigten dritten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Blendeneinrichtung 46 wird ein ringförmiges Blendenelement 48 mittels eines als eine
Vielzahl von Sicherungsstiften 70 ausgebildetes Sicherungselements niederdruckseitig
an einem grundkörperseitigen Tragring 64 lagefixiert.
[0044] Gemäß Figur 9 hat das Blendenelement 48 einen L-förmigen Querschnitt mit einem axialen
Profilabschnitt 50 und einem radialen Profilabschnitt 52. Es hat zwei unterschiedliche
Anlagedurchmesser d1, d2 zur Bildung eines radial innenliegenden axialen Dichtbereichs
und zur Bildung eines radial außenliegenden radialen Dichtbereichs. Der axiale Dichtbereich
wird von dem axialen Profilabschnitt 50 gebildet, der hierzu eine außenumfangsseitige
Anlagefläche 54 hat. Der radiale Dichtbereich wird von dem radialen Profilabschnitt
52 gebildet, der hierzu eine sich radial erstreckende Kontaktfläche 56 hat, die im
Bereich seines entgegen der Strömungsrichtung abgewinkelten Endabschnitts 58 angeordnet
ist.
[0045] Im montierten Zustand ist das Blendenelement 48 mit seiner Anlagefläche 54 an einer
innenumfangsseitigen Lagerfläche 62 des grundkörperseitigen Tragrings 64 mittels Kraftschluss,
insbesondere einem Presssitz, gelagert. Um einen direkten Kontakt zwischen dem Blendenelement
48 und den Laufschaufeln 2 zu verhindern, ist zwischen der Kontaktfläche 56 und einer
schaufelseitigen Gegenfläche 66 ein Dichtelement 82 angeordnet.
[0046] Zur Sicherung des Blendenelementes 48 mittels der Sicherungsstifte 70 weist dieses
eine Vielzahl von Durchgangsbohrungen 96 auf. Die Durchgangsbohrungen 96 sind in einem
in Richtung der Laufschaufeln 2 versetzten Profilbereich 98 des radialen Profilabschnittes
52 ausgebildet und im montierten Zustand fluchtend zu die Sicherungsstifte 70 aufnehmenden
Laufschaufelbohrungen 100 angeordnet, die sich gemäß Figur 10 in den Hohlraum 34 erstrecken.
Die Laufschaufelbohrungen 100 können jedoch auch als Sacklochbohrungen ausgebildet
sein, die zur Vermeidung von Spannungen bodenseitig verrundet sind. Die Bohrungen
96, 100 sind jeweils schräg zur Rotationsachse angestellt und haben einen derartigen
Durchmesser, dass die Sicherungsstifte 70 mit einem Körperabschnitt 102 unter Presspassung
in den Laufschaufelbohrungen 100 fixiert sind und mit einem aus den Laufschaufelbohrungen
100 herausragenden Körperabschnitt 104 unter Spielpassung in den Durchgangsbohrungen
96 geführt sind.
[0047] Zur Herstellung einer Wirkverbindung zwischen dem Blendenelement 46 und den Sicherungsstift
und somit zur Abstützung des Blendenelementes 48 an den in den Durchgangsbohrungen
96 toleranzbehaftet geführten Sicherungsstiften 70 sind im Bereich der Sicherungsstifte
70 blendenelementenseitige Halteelemente 106 vorgesehen. Die Halteelemente 106 sind
durch die Durchgangsbohrungen 96 geführt und haben einen S-förmigen Querschnitt mit
zwei in entgegengesetzte Richtungen abgewinkelten Endabschnitten 108, 110. Mit dem
in Richtung der Rotationsachse abgewinkelten Endabschnitt 108 sind sie an dem Blendenelement
48 eingehakt. Wie in Figur 11 zu erkennen liegen sie im montierten Zustand mit ihrem
in Gegenrichtung abgewinkelten Endabschnitt 110 an einer Stirnfläche 112 des jeweiligen
Sicherungsstifts 70 an. Ferner ist in Figur 11 zu erkennen, dass die Durchgangsbohrungen
96 zur Aufnahme der Halteelemente 106 mit einer entsprechenden Umfangserweiterung
114 versehen sind und somit keinen kreisrunden Querschnitt haben.
[0048] Um zumindest einen reduzierten Kühlluftstrom durch die Kanäle 42 zu ermöglichen,
sind wie in Figur 12 beziffert in dem Blendenelement 48 eine Vielzahl von Überströmöffnungen
116 ausgebildet.
[0049] Zusätzlich werden wie in Figur 12 gezeigt durch das Blendenelement 48 Dämpfungselemente
118 in axialer Richtung lagefixiert, die in den Kontaktbereichen 36 (s. Figur 2) in
eine entsprechende Aufnahme 120 zwischen den Seitenflächen 18, 20 eingesetzt sind
und zur gegenseitigen Laufschaufelstabilisierung und Dämpfung von Laufschaufelschwingungen
dienen. Ebenso wirken die Dämpfungselemente 118 als Dichtungselemente, um einen Gasaustauch
der Heißgas-und Kühlluftströme in radialer Richtung durch die Kontaktbereiche 36 zu
verhindern. Die Aufnahmen 120 setzten sich wie in Figur 10 gezeigt aus jeweils zwei
gegenüberliegenden einseitig, vorzugsweise niederdruckseitig, geöffneten bogenförmigen
Vertiefungen benachbarter Laufschaufeln 2 zusammen, die jeweils in einem plattform-
bzw. schaufelnahen Wandungsabschnitt des Hohlraums 34 eingebracht sind.
[0050] Bei der Montage werden zuerst die Sicherungsstifte 70 mittels Kraftschluss in den
Laufschaufelbohrungen 100 eingesetzt. Dann wird das Blendenelement 48 auf die Sicherungsstifte
70 aufgeschoben und mittels Kraftschluss an dem Tragring 64 gelagert. Danach werden
die Halteelemente 106 entsprechend umgeformt und dabei mit ihrem radial nach außen
gerichteten Endabschnitt 110 gegen die Stirnfläche 104 des jeweiligen Sicherungsstifts
70 gedrückt. Abschließend wird das Dichtelement 82 im Bereich der Kontaktfläche 56
montiert.
[0051] Das Blendenelement 48 in den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen ist jeweils bevorzugterweise
einteilig ausgeführt und somit als eine über ihren Umfang geschlossene 360° Kreisringschale
ausgebildet. Alternativ können die Blendenelemente 48 jedoch auch mehrteilig ausgeführt
sein und aus zum Beispiel einzelnen Blendenelementenbögen bestehen, die zum jeweiligen
ringartigen Blendenelement gefügt werden können.
[0052] Die Blendeneinrichtung 46 per se kann selbstverständlich auch hochdruckseitig bzw.
einlassseitig, als in Strömungsrichtung des Heißgasstromes betrachtet vor den Kanälen
42 angeordnet sein.
[0053] Offenbart ist eine Blendeneinrichtung für einen integral beschaufelten Rotorgrundkörper
einer Strömungsmaschine zur Einstellung eines Kühlluftstroms von einer Hochdruckseite
zu einer Niederdruckseite durch Kanäle, die zwischen benachbarten Laufschaufeln gebildet
sind, mit einem ringartigen Blendenelement zur zumindest abschnittsweisen Abdeckung
der Kanalquerschnitte, wobei das Blendenelement zwei Anlagedurchmesser zur Bildung
eines radialinnen liegenden axialen Dichtbereiches und zur Bildung eines radial außenliegenden
radialen Dichtbereiches hat, ein integral beschaufelter Rotorkörper mit einer derartigen
Blendeneinrichtung, ein Verfahren zur Herstellung eines derartig integral beschaufelten
Rotorgrundkörpers sowie eine Strömungsmaschine mit einem derartig integral beschaufelten
Rotorgrundkörper.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1
- Rotorgrundkörper
- 2
- Laufschaufel
- 4
- Grundkörper
- 6
- Schaufelfuß
- 8
- Schaufelhals
- 10
- Schaufelblatt
- 12
- Plattform
- 14
- vorderer Vorsprung
- 16
- hinterer Vorsprung
- 18
- Seitenwand
- 20
- Seitenwand
- 22
- Umfangswandung
- 24
- Ausnehmung
- 26
- Seitenfläche
- 28
- Seitenfläche
- 30
- Zurückstufung
- 32
- Zurückstufung
- 34
- Hohlraum
- 36
- Kontaktbereich
- 38
- Ringraum
- 40
- Kühlraum
- 41
- Plattenelement
- 42
- Kanal
- 44
- Spalt
- 46
- Blendeneinrichtung
- 48
- Blendenelement
- 50
- axialer Profilabschnitt
- 52
- radialer Profilabschnitt
- 54
- Anlagefläche
- 56
- Kontaktfläche
- 58
- Endabschnitt
- 60
- Stegfläche
- 62
- Lagerfläche
- 64
- Tragring
- 66
- Gegenfläche
- 68
- Widerfläche
- 70
- Sicherungselement
- 72
- Innenumfangsnut
- 74
- Innenumfangsfläche
- 76
- Vorsprung
- 78
- Außenumfangsnut
- 80
- Endabschnitt
- 82
- Dichtelement
- 84
- Spannfläche
- 86
- Axialfläche
- 88
- Führungsfläche
- 90
- Grundkörperabschnitt
- 92
- Umfangskammer
- 94
- Grund
- 96
- Durchgangsbohrung
- 98
- Profilbereich
- 100
- Laufschaufelbohrung
- 102
- Körperabschnitt
- 104
- Körperabschnitt
- 106
- Halteelement
- 108
- Endabschnitt
- 110
- Endabschnitt
- 112
- Stirnfläche
- 114
- Umfangserweiterung
- 116
- Überströmöffnung
- 118
- Dämpfungselement
- 120
- Aufnahme
- d1
- Anlagedurchmesser
- d2
- Anlagedurchmesser
1. Blendeneinrichtung (46) für einen integral beschaufelten Rotorgrundkörper (1) einer
Strömungsmaschine zur Einstellung eines Kühlluftstroms von einer Hochdruckseite zu
einer Niederdruckseite durch Kanäle (42), die zwischen benachbarten Laufschaufeln
(2) gebildet sind, mit einem ringartigen Blendenelement (48) zur zumindest abschnittweisen
Abdeckung der Kanäle (42), dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (46) zwei Anlagedurchmesser (d1, d2) zur Bildung eines radial
innenliegenden sich axial erstreckenden Dichtbereiches und zur Bildung eines radial
außenliegenden sich radial erstreckenden Dichtbereiches hat.
2. Blendeneinrichtung nach Anspruch 1, wobei das Blendenelement (48) einen axialen Profilabschnitt
(50) mit einer außenumfangsseitigen Anlagefläche (54) zur Bildung des radial innenliegenden
Dichtbereichs und einen radialen Profilabschnitt (52) mit einer radialen Kontaktfläche
(56) zur Bildung des radial außenliegenden Dichtbereichs hat.
3. Blendeneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei zumindest ein Sicherungselement (70)
zur Sicherung des Blendenelements (48) vorgesehen ist.
4. Blendeneinrichtung nach Anspruch 3, wobei das Blendenelement (48) in einem Körperabschnitt
außerhalb der Dichtbereiche zumindest eine Aufnahme zur Aufnahme des zumindest einen
Sicherungselements (70) hat.
5. Integral beschaufelter Rotorgrundkörper (1) für eine Strömungsmaschine mit einer Vielzahl
von an einem Grundkörper (4) angebundenen Laufschaufeln (2) und mit einer Blendeneinrichtung
(46) nach Anspruch 1 mit einem Blendenelement (48) zur Einstellung eines Kühlluftstroms
von einer Hochdruckseite zu einer Niederdruckseite durch Kanäle (42), die zwischen
benachbarten Laufschaufeln (2) gebildet sind, wobei das Blendenelement (48) einen
radial innenliegenden sich axial erstreckenden Dichtbereich und einen radial außenliegenden
sich radial erstreckenden Dichtbereich bildet.
6. Integral beschaufelter Rotorgrundkörper nach Anspruch 5, wobei das Blendenelement
(48) zur Bildung des innenliegenden Dichtbereichs mit seinem axialen Profilabschnitts
(50) an einem grundkörperseitigen Tragring (64) gelagert ist und sich zur Bildung
des radial äußeren Dichtbereichs mit seinem radialen Profilabschnitt (52) in Anlage
mit einem laufschaufelseitigen Körperabschnitt (6) befindet.
7. Integral beschaufelter Rotorgrundkörper nach Anspruch 6, wobei das Blendenelement
(48) mit seinem axialen Profilabschnitt (50) durch einen in eine Innenumfangsnut (72)
des axialen Profilabschnitts (50) und in eine Außenumfangsnut (78) eines Grundkörperabschnitts
eingesetzten Sicherungsring (70) gesichert ist.
8. Integral beschaufelter Rotorgrundkörper nach Anspruch 6, wobei das Blendenelement
(48) mit seinem axialen Profilabschnitt (50) durch einen Spannring (70), der formschlüssig
mit dem axialen Profilabschnitt (50) in Wirkeingriff steht und in Radialrichtung an
einem Grundkörperabschnitt (90) geführt ist, gegen den Tragring (64) gedrückt ist.
9. Integral beschaufelter Rotorgrundkörper nach Anspruch 6, wobei das Blendenelement
(48) mit seinem axialen Profilabschnitt (50) mittels Kraftschluss an dem Tragring
(64) gelagert ist.
10. Integral beschaufelter Rotorgrundkörper nach Anspruch 10, wobei das Blendenelement
(48) durch Sicherungsstifte (70) gesichert ist, die durch Bohrungen (96) des Blendenelementes
(48) geführt und fest in Bohrungen (100) der Laufschaufeln (2) angeordnet sind.
11. Integral beschaufelter Rotorgrundkörper nach Anspruch 11, wobei die Sicherungsstifte
(70) toleranzbehaftet in den Bohrungen (96) des Blendenelementes (48) geführt sind
und mittels eines Halteelements (106) mit dem Blendenelement (48) in Wirkverbindung
stehen.
12. Integral beschaufelter Rotorgrundkörper nach einem der Ansprüche 5 bis 11, wobei ein
mittelbarer Kontakt zwischen dem Blendenelement (48) und den Laufschaufeln (2) gebildet
ist.
13. Integral beschaufelter Rotorgrundkörper nach Anspruch 12, wobei das Blendenelement
(48) im Bereich zumindest einer der Dichtbereiche mittels eines Dichtelements (82)
an den Laufschaufeln (2) anliegt.
14. Verfahren zur Herstellung eines integral beschaufelten Rotorgrundkörpers (1) nach
einem der Ansprüche 6 bis 13, mit den Schritten:
- Positionieren des Blendenelementes (48) an den Laufschaufeln (2), und
- Lagefixieren des Blendenelementes (48) mittels zumindest eines Sicherungselements
(70).
15. Strömungsmaschine mit einem integral beschaufelten Rotorgrundkörper (1) nach einem
der Ansprüche 7 bis 13.