| (19) |
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(11) |
EP 2 516 077 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.10.2014 Patentblatt 2014/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.12.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/069435 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/076595 (30.06.2011 Gazette 2011/26) |
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| (54) |
STAUCHWALZWERK MIT EINER WALZENTREFFER-FÜHRUNGSEINHEIT
COMPRESSION ROLLING MILL HAVING A COUPLING SLEEVE GUIDE UNIT
LAMINOIR DE REFOULEMENT DOTÉ D'UNE UNITÉ DE GUIDAGE POUR MANCHE D'ACCOUPLEMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
23.12.2009 DE 102009060238
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.10.2012 Patentblatt 2012/44 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS Siemag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- WENDT, Stefan
57271 Hilchenbach (DE)
- MÖLLERING, Frank
57223 Kreuztal (DE)
- PANTHÖFER, Marcus
57072 Siegen (DE)
- ZIESER, Bernd
57250 Netphen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter et al |
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Hemmerich & Kollegen
Patentanwälte
Hammerstraße 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-B1- 1 606 067 GB-A- 627 129
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WO-A1-2009/130726
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Stauchwalzwerk zum seitlichen Stauchen eines Metallstrangs
mit einem Paar mit ihren Mittelachsen senkrecht angeordneten, gegeneinander anstellbaren
Stauchwalzen, die innerhalb eines Walzenständers gelagert sind und jeweils über Walzentreffer
und Gelenkwellen an einen Drehantrieb angeschlossen sind.
[0002] Derartige Stauchwalzwerke werden in erheblichem Umfang als Vertikalwalz oder Stauchgerüste
mit einem oder mehreren Querhäuptern oder Traversen ausgeführt, auf denen die Drehantriebe
der Walzen gelagert sind.
[0003] Aus der
EP 1 606 067 B1 ist ein Stauchwalzwerk für den Warmbetrieb bekannt, das ein Paar mit ihren Mittelachsen
senkrecht angeordneten, gegeneinander anstellbaren Walzen umfasst, die mittels Gelenkwellen
an zumindest einen Drehantrieb angeschlossen sind. Dieses Stauchwalzwerk zeichnet
sich dadurch aus, dass der Drehantrieb für die beiden Walzen unterhalb der Hüttenflur-Ebene
ortsfest angeordnet und mit jeweils einem ortsfesten Getriebe jeweils mit der Gelenkwelle
antriebsmäßig verbunden ist Ausgehend von einem Drehantrieb, der aus einem schweren
elektrischen Motor besteht, wird die Antriebskraft mittels einer waagrecht angeordneten,
durchgehenden und drehgelagerten Antriebswelle und beidseitig abgezweigten Kegelradgetriebestufen
auf die beiden gegenüber der Senkrechten unter einem spitzen Winkel geneigten Gelenkwellen
übertragen, die • ihrerseits ihre Drehbewegung in Gelenkwellenkopf-Aufnehmem über
Gelenkwellenköpfe auf die Stauchwalzen übertragen. Das bekannte Stauchwalzwerk hat
den Nachteil, dass es wartungsintensiv ist
[0004] Aus der
GB 627,129 ist ein Walzwerk mit vertikal gelagerten Stauchwalzen bekannt, wobei die Stauchwalzen
an den Enden mittels Spindeln gegen das Walzgut angestellt werden.
[0005] Die
WO 2009/130726 beschreibt eine Vorrichtung zum Einstellen des Abstandes zwischen zwei Festwalzen
in einem Walzwerk mittels Zylinder.
[0006] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Stauchwalzwerk der eingangs genannten Art so
zu verbessern, dass es einen modularen Aufbau aufweist.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Walzentreffer zwischen
waagrecht verlaufenden Holmen innerhalb des Walzenständers auf Fahrbahnen gelagert
sind. Durch die Erfindung wird die für das Stauchwalzwerk erforderliche Bautiefe optimiert.
Die Anordnung einer Kegelradstufe als zwischen einem Antriebsmotor und der Stauchwalze
vorgesehenes Getriebe lässt einen ineinander verschachtelten Aufbau des Getriebes
und der Gelenkwelle zu, die zwischen der Kegelradstufe und dem Walzentreffer angebracht
ist.
[0008] Das erfindungsgemäße Stauchwalzwerk umfasst einen Walzenständer mit zwei Querhäuptern,
zwei oberen, zwei mittleren und zwei unteren Holmen, die jeweils zwischen den Querhäuptern
gehalten werden. Die Querhäupter nehmen zumindest je eine Stauchwalzenanstelleinrichtung
auf, die mechanische oder hydraulische Anstellmittel umfasst; sie kann jedoch auch
sowohl mechanische als auch hydraulische Anstellmittel umfassen. Die Walzenanstelleinrichtung
wirkt auf den Stauchwalzensatz und übt die Walzkraft aus.
[0009] Ebenso nehmen die Querhäupter zumindest je einen Balancierzylinder auf, der eine
Ausbalancierung, d. h. ein nahezu spielfreies Verspannen der Walzeinrichtung, ermöglicht
und Verfahrbewegungen, z. B. für den Walzenwechsel, durchführt.
[0010] Die Querhäupter sind durch die Holme verbunden, die die Kräfte aus dem Walzprozess
in allen drei Raumrichtungen aufnehmen. Zudem sind Laufbahnen auf den Holmen angeordnet,
die die Balanciertraversen, den Stauchwalzensatz und die Stauchwalzentrefferführungseinheit
führen. Die Laufbahnen können für bestimmte Anwendungszwecke geneigt sein, insbesondere
zur Mitte des Stauchwalzwerks nach unten. Ebenso können die Balancierzylinder und
die Walzenanstelleinrichtung für eine optimale Kraft- und Bewegungsübertragung geneigt
sein.
[0011] Die Balanciertraversen sind mit den Balancierzylindern verbunden. Beispielsweise
werden die Balanciertraversen auf den oberen Holmen geführt und formschlüssig mit
dem Stauchwalzensatz verbunden. Beim Stauchwalzenwechsel verbleiben die Balanciertraversen
im Stauchwalzwerk, so dass lediglich die Stauchwalzen ausgetauscht werden müssen.
[0012] Der Stauchwalzensatz wird durch die Walzenanstellung an das Walzgut gedrückt und
übt die Walzkraft aus. Die Stauchwalze ist mit einem nach unten gerichteten Walzenzapfen
ausgestattet, der über Formschluss mit einem Walzentreffer in der Stauchwalzentrefferführungseinheit
verbunden ist und so das Drehmoment vom Getriebe über den Treffer auf die Walze überträgt.
Hierbei wird in vorteilhafter Weise der Formschluss durch einen walzenseitigen Flachzapfen
mit einer entsprechenden Ausnehmung im Walzentreffer hergestellt, die vorzugsweise
über Verschleißplatten geschützt ist.
[0013] Der Stauchwalzensatz ist über Laufbahnen auf den oberen Holmen geführt. Die entsprechenden
Führungen an den Stauchwalzen sind vorzugsweise drehbar und vermeiden dadurch Zwang
auf den Lagern, in denen die Stauchwalzen gelagert sind.
[0014] Die Stauchwalzentrefferführungseinheit wird auf Laufbahnen auf den unteren Holmen
geführt und kann damit als einzelnes Modul in das Stauchwalzwerk eingebaut werden.
Die entsprechenden Führungen an der Stauchwalzentrefferverschiebe- und -haltevorrichtung
sind ebenfalls drehbar, so dass sie Zwang in den Lagern und an der Verbindung zwischen
der Stauchwalze und der Vorrichtung vermeiden. Diese Vorrichtung verbleibt beim Wechsel
der Stauchwalze im Stauchwalzwerk und folgt der Anstellbewegung der Stauchwalze durch
den Formschluss zwischen ihr und der Stauchwalze. Die Verbindungsstelle zwischen der
Stauchwalze und der Walzentrefferführungseinheit ist vorzugsweise mit einem Zentrierring
ausgestattet, der es der Walzentrefferführungseinheit erlaubt, exakt der Bewegung
der Stauchwalze zu folgen.
[0015] Jede der Walzentrefferführungseinheiten ist über eine Gelenkwelle mit Längenausgleich
jeweils mit einem Getriebe verbunden, das stationär unterhalb des Stauchwalzwerks
angeordnet ist. Die Gelenkwellen selbst sind mit einer Werkzeugaufnahme in der Art
eines Rings zu Montagezwecken, z. B. durch einen C-Haken, ausgestattet. Zusätzlich
besitzen sie vorzugsweise eine den Längenausgleich sperrende Sperrvorrichtung, der
ebenfalls Wartungs- und Montagezwecken dient.
[0016] Das Getriebe ist vorzugsweise zweistufig mit einem Kegelradsatz und einem Stirnradsatz
ausgeführt. Durch die Reihenfolge und bauliche Verschachtelung der Getriebestufen
wird eine wesentliche Verringerung der erforderlichen Bautiefe erreicht.
[0017] Jedes Getriebe ist über je eine Welle mit einem seitlich angeordneten Antriebsmotor
verbunden. Diese Welle kann starr oder auch als Gelenkwelle ausgeführt sein. In diesem
Fall besteht der Vorteil, dass sich auch die bauliche Lage des Antriebsmotors variabel
den Verhältnissen vor Ort angepasst werden kann. Jede Stauchwalze und ihre Führungseinheit
können über eine Medienkette an die für den Betrieb erforderlichen Medien und elektrischen
Verbindungen angeschlossen sein. Über die Medienkette werden vorzugsweise Schmieröle,
Hydrauliköl und elektrischer Strom zugeführt, der für die an dem Stauchwalzwerk angeschlossenen
Messgeräte benötigt wird.
[0018] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen.
[0019] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die Walzentreffer über Führungseinheiten,
insbesondere Schwingen, die auf oder an den Holmen gelagert sind, transversal beweglich
und pendelnd gelagert.
[0020] Vorzugsweise sind die Schwingen jeweils innerhalb von Führungskästen oder von die
Holme umgreifenden Sperren gleitend oder rollend auf den Holmen verschiebbar.
[0021] Vorzugsweise sind die Schwingen über Gleitkufen auf Gleitleisten verschiebbar, die
auf den Holmen angebracht sind und die eine Verschiebung des Walzentreffers in Richtung
der Stauchwalzenanstellung erlauben. Ebenfalls sind die Walzentreffer über Einbaustücke
mit Vorteil zwischen den Holmen gelagert.
[0022] Durch den Einsatz von Rollenlagern und/oder Schrägrollenlagern wird sichergestellt,
dass die Walzentreffer in den Einbaustücken drehbeweglich sind.
[0023] Die gleiche Beweglichkeit, die die Stauchwalzen an ihren oberen Enden gegenüber den
Holmen aufweisen wird im Bereich der Einbaustücke dadurch gewährleistet, dass die
Führungsleisten verschiebbar gegenüber den Holmen gelagert sind.
[0024] In konstruktiver Hinsicht erweist es sich zudem als vorteilhaft, wenn die Walzentreffer
über ein Verbindungsmittel, insbesondere über eine Hirthverzahnung oder eine Passfeder,
mit den Gelenkwellen verbunden sind. Hierbei lässt sich vorsehen, dass die Walzentreffer
die Stauchwalzen formschlüssig, insbesondere über als Flachzapfen ausgebildete Walzenzapfen,
aufnehmen.
[0025] Vorzugsweise sind die unteren Walzenzapfen der Stauchwalzen über einen Zentrierring
in den Walzentreffern positioniert.
[0026] Um die Folgen von unvermeidbarem Verschleiß möglichst gering zu halten, nehmen die
Walzentreffer die unteren Walzenzapfen über austauschbare Verschleißplatten auf.
[0027] Einen wirksamen Schutz gegen das Eindringen von Verschmutzungen in die Lagerung der
Stauchwalze in der Walzenführungseinheit, d. h. im Bereich des unteren Walzenzapfens,
leisten Schutzvorrichtungen, insbesondere ein Schutzkragen oder eine Labyrinthanordnung.
[0028] Das Stauchwalzwerk umfasst einen Walzenständer mit zwei Querhäuptern und mit wenigstens
zwei Paaren von zwischen diesen angeordneten Holmen, zwischen denen sich die Stauchwalzen
entsprechend der Breite des zu stauchenden Metallstrangs hin- und herbewegen lassen.
[0029] Hierbei nehmen die Querhäupter jeweils Walzenanstelleinrichtungen auf, die jeweils
auf eine der beiden Stauchwalzen wirken. Zusätzlich weisen die Querhäupter zumindest
je einen Balancierzylinder zum Vorspannen der Walzeinrichtung und zur Durchführung
von Verfahrbewegungen beim Walzenwechsel auf.
[0030] Die Drehbewegung der Stauchwalzen lässt entweder unmittelbar von den über eine Synchronwelle
mit einem einzigen Antriebsmotor verbundenen Übersetzungsgetrieben oder von über jeweils
einen eigenen Antriebsmotor angetriebenen Übersetzungsgetrieben auf die Gelenkwellen
übertragen. In einer weiteren Alternative sind die beiden Gelenkwellen über ein gemeinsames
Übersetzungsgetriebe und eine sich an dieses anschließende Synchronwelle mit dem Antriebsmotor
verbunden.
[0031] Durch die Auflösung des Stauchwalzwerks in eine Vielzahl von einzelnen Modulen ergeben
sich gegenüber dem Stand der Technik eine verbesserte Wartung und Handhabung und eine
geringere Fehleranfälligkeit. Konstruktive Änderungen lassen sich leicht durchführen.
Erfindungswesentlich ist insbesondere die Modulbauweise der Stauchwalzenbalancierung,
der Stauchwalzen, der Walzentrefferführungseinheit und des Hauptantriebsgetriebes.
[0032] Zusammengefasst bestehen die Vorteile der Erfindung darin, dass sich das Stauchwalzwerk
einfacher warten und leichter handhaben lässt als ein herkömmliches Stauchwalzwerk.
[0033] Gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Konzepten ist das erfindungsgemäße
Stauchwalzwerk weniger störanfällig, und es hat kleinere Einzelmodule, die geringere
Gewichte und eine geringere Bautiefe aufweisen.
[0034] Die zwischen den Gelenkwellen und den Stauchwalzen angeordneten Getriebe weisen jeweils
ein abtriebsseitiges Kegelrad auf, das oberhalb des antriebsseitigen Stirnrads auf
einer Zwischenwelle angeordnet ist. Ein Gelenkwellenflansch ist seitlich neben dem
Kegelrad am Ende der Abtriebswelle angebracht.
[0035] Auf die Enden der Abtriebswellen sind Treffer der Gelenkwellen aufgebracht, die mit
den Gelenkwellenflanschen über ein Verbindungsmittel, insbesondere eine Verzahnung
oder eine Passfeder, verbunden sind. Die Treffer der Gelenkwellen sind auf den Enden
der Abtriebswellen aufgeschrumpft.
[0036] Die Getriebe werden entweder von zwei eigenen Antriebsmotoren oder von einem einzigen
gemeinsamen Antriebsmotor angetrieben, wobei die Getriebe über eine Kombination von
Übersetzungs- und Kammwalzgetrieben sowie Synchronwellen verbunden sind.
[0037] Nachstehend wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht, teilweise geschnitten, eines Stauchwalzwerks und
- Fig. 2
- einen Querschnitt des Stauchwalzwerks im Bereich einer Walzentrefferführungseinheit
einer der Stauchwalzen entlang einer Schnittlinie II - II aus Fig. 1, in vergrößerter
Darstellung.
[0038] Ein Stauchwalzwerk (Fig. 1) umfasst einen Walzenständer oder Rahmen 1 mit Querhäuptern
2, 3 und Paaren von oberen, mittleren und unteren Holmen 4, 5 und 6. Zwischen dem
Paar der oberen Holmen 4 sind jeweils die oberen Lagergehäuse 7, 8 von Stauchwalzen
9, 10 angeordnet. Balanciertraversen 11, 12 sorgen dafür, dass sich die Stauchwalzen
9, 10 zwischen den Holmen 4, 5 und 6 entsprechend der Dicke des zu stauchenden Metallstrangs
hin- und herverschieben lassen. Die unteren Lagergehäuse 13, 14 der Stauchwalzen 9,
10 sind im Bereich zwischen den beiden mittleren Holmen 5 angeordnet.
[0039] Auf der Oberseite der oberen Holme 4 sowie der mittleren Holme 5 oder der unteren
Holme 6 sind geneigte Fahrbahnen 15, 16 angebracht, über die in an sich bekannter
Weise die Balanciertraversen durch Anstelleinrichtungen 17, 18, 19 und 20 verfahren
werden, welche seitlich gegen die Balanciertraversen 11, 12 drücken und mit diesen
die Lagergehäuse 13 bzw. 14 sowie die in ihnen gelagerten Stauchwalzen 9, 10 und die
Stauchwalzen 9, 10 gegen den zu walzenden Metallstrang anstellen. Zur Einstellung
einer genauen Lage der Stauchwalzen 9, 10 und zur Vermeidung von Losen sind zwischen
den Anstellantrieben zusätzlich Balancierzylinder 21, 22 angeordnet, die mit ihren
Kolbenstangen 23, 24 an den Balanciertraversen 11, 12 angreifen und Positionierungenauigkeiten
der Anstelleinrichtungen 17 bis 20 ausgleichen.
[0040] Die Stauchwalzen 9, 10 sind jeweils mit Walzenzapfen 25, 26 und Walzentreffern 27,
28 ausgestattet, über die sie mit Gelenkwellen 29, 30 zusammenwirken, die beispielsweise
über Passfedern mit den Walzentreffern 27, 28 verbunden sind und ihr Antriebsmoment
auf die Stauchwalzen 9, 10 übertragen. Die Gelenkwellen 29, 30 sind jeweils mit Längenausgleichsmitteln
ausgestattet, ebenso sind sie über die Gelenke winkelverstellbar, so dass sie den
Positionen folgen können, die die Stauchwalzen 9, 10 entsprechend der Breite des zu
stauchenden Metallstrangs einnehmen. Zusätzlich können an den Gelenkwellen 29, 30
Vorrichtungen vorhanden sein, die den Längenausgleich bei Bedarf sperren. Für Montagezwecke
kann ein Ring an den Gelenkwellen 29, 30 angebracht sein.
[0041] Die Gelenkwellen 29, 30 werden durch zweistufige Getriebe 31, 32 angetrieben. Diese
werden ihrerseits über starre oder über Gelenkwellen 33, 34 angetrieben. Antriebsmotoren
35, 36 treiben auf die Wellen 33, 34, wobei zwischen den Antriebsmotoren 35, 36 und
den Wellen 33, 34 (nicht dargestellte) Übersetzungsgetriebe zwischengeschaltet sein
können.
[0042] Die Getriebe 31, 32 umfassen, wie anhand des Getriebes 32 näher dargestellt ist,
jeweils ein antriebsseitiges Kegelrad 56, ein abtriebsseitiges Kegelrad 57, ein antriebsseitiges
Stirnrad 58, ein abtriebsseitiges Stirnrad 59, einen Gelenkwellenflansch 60, eine
Abtriebswelle 61, eine Zwischenwelle 62 und eine Antriebswelle 63. Das Kegelrad 57
ist oberhalb des Stirnrads 58 auf der Zwischenwelle 62 angeordnet. Treffer 64, 65
stellen die Antriebsverbindung zwischen den Enden der Abtriebswellen 29, 30 mit den
Gelenkwellen 29, 30 her. Die Treffer 64, 65 sind mit den Gelenkwellenflanschen 60
jeweils über ein Verbindungsmittel, insbesondere eine Hirthverzahnung oder eine Passfeder,
verbunden. Anstelle des Einsatzes von zwei Antriebsmotoren 35, 36 kann auch ein einziger
Antriebsmotor vorgesehen werden, wenn dessen Antriebsmoment über eine entsprechende
Kombination von Übersetzungs- und/oder Kammwalzgetrieben sowie Synchronwellen auf
die beiden Gelenkwellen 29, 30 übertragen wird. Die Treffer 64, 65 lassen sich auf
die Enden der jeweiligen Abtriebswelle 61 aufschrumpfen, um die Flanschverbindung
zu den Gelenkwellenflanschen 60 herzustellen.
[0043] Anstelle des Einsatzes zweier Antriebsmotoren 35, 36 lässt sich der Antrieb beider
Gelenkwellen 29, 30 auch durch einen einzigen Antriebsmotor realisieren, wenn entsprechende
Übersetzungsgetriebe, insbesondere Kammwalzengetriebe, und eine Synchronwelle vorgesehen
werden.
[0044] Der Walzenzapfen 25 (Fig. 2) der Stauchwalze 9 ist über eine Verschleißplatte 37
in dem Walzentreffer 27 gelagert. Die Verschleißplatte 37 ist über Schrauben mit dem
Walzentreffer 27 verbunden und lässt sich bei Abnutzung austauschen. Zusätzlich wird
der Walzenzapfen 25 über einen Zentrierring 38 in dem Walzentreffer 27 gesichert.
[0045] Zusammen mit dem Walzenzapfen 25 ist der Walzentreffer 27 über Rollenlager 39 und
Schrägrollenlager 40 drehbar in einem Einbaustück 41 gelagert. Der Walzentreffer 27
ist nach unten über einen Laufbahnring 42 gegenüber dem Einbaustück 41 abgedichtet.
Führungsleisten 43, 44 ermöglichen die Verschiebung des Einbaustücks 41 innerhalb
der nebeneinanderliegenden Holme 6, 6a; dabei sind die Führungsleisten 43 an den Holmen
6, 6a befestigt, während die Führungsleiste 44 auf der Außenseite umlaufend an dem
Einbaustück 41 angebracht ist. Hierbei umfasst die Fahrbahn 16 auf ihrer Oberseite
einen Führungskasten 45, in dem sich zwischen Leisten 46, 47 eine Schwinge 48 auf
Gleitkufen 49, 49a bewegen lässt. Die Schwinge 48 umfasst einen Grundkörper 50 und
eine Achse 51, über die die Schwinge 48 fest mit dem Einbaustück 41 verbunden ist.
[0046] Zum Schutz gegen das Eindringen von Verschmutzungen sind auf der Oberseite des Walzentreffers
27 am Übergang zu dem Einbaustück 41 ein Dichtring 52 und ein weiterer Laufbahnring
53 sowie ein Schutzkragen 54 vorhanden. Ein weiterer Schutzkragen 55 ist am Walzenzapfen
25 vorgesehen. Auch auf der Unterseite des Walzentreffers 27 ist ein Dichtring 52a
vorgesehen.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Rahmen
- 2
- Querhaupt
- 3
- Querhaupt
- 4
- Holm
- 5
- Holm
- 6
- Holm
- 7
- Lagergehäuse
- 8
- Lagergehäuse
- 9
- Stauchwalze
- 10
- Stauchwalze
- 11
- Balanciertraverse
- 12
- Balanciertraverse
- 13
- Lagergehäuse
- 14
- Lagergehäuse
- 15
- Fahrbahn
- 16
- Fahrbahn
- 17
- Anstelleinrichtung
- 18
- Anstelleinrichtung
- 19
- Anstelleinrichtung
- 20
- Anstelleinrichtung
- 21
- Balancierzylinder
- 22
- Balancierzylinder
- 23
- Kolbenstange
- 24
- Kolbenstange
- 25
- Walzenzapfen
- 26
- Walzenzapfen
- 27
- Walzentreffer
- 28
- Walzentreffer
- 29
- Gelenkwelle
- 30
- Gelenkwelle
- 31
- Getriebe
- 32
- Getriebe
- 33
- Welle
- 34
- Welle
- 35
- Antriebsmotor
- 36
- Antriebsmotor
- 37
- Verschleißplatte
- 38
- Zentrierring
- 39
- Rollenlager
- 40
- Schrägrollenlager
- 41
- Einbaustück
- 42
- Laufbahnring
- 43
- Führungsleiste
- 44
- Führungsleiste
- 45
- Führungskasten
- 46
- Leiste
- 47
- Leiste
- 48
- Schwinge
- 49
- Gleitkufe
- 49a
- Gleitkufe
- 50
- Grundkörper
- 51
- Achse
- 52
- Dichtring
- 52a
- Dichtring
- 53
- Laufbahnring
- 54
- Schutzkragen
- 55
- Schutzkragen
- 56
- antriebsseitiges Kegelrad
- 57
- abtriebsseitiges Kegelrad
- 58
- antriebsseitiges Stirnrad
- 59
- abtriebsseitiges Stirnrad
- 60
- Gelenkwellenflansch
- 61
- Antriebswelle
- 62
- Zwischenwelle
- 63
- Antriebswelle
- 64
- Treffer der Gelenkwelle 29
- 65
- Treffer der Gelenkwelle 30
1. Stauchwalzwerk zum seitlichen Stauchen eines Metallstrangs mit einem Paar mit ihren
Mittelachsen senkrecht angeordneten, gegeneinander anstellbaren Stauchwalzen (9, 10),
die innerhalb eines Walzenständers gelagert sind und jeweils über Walzentreffer (27,
28) und Gelenkwellen (29, 30) an einen Drehantrieb (35, 36) angeschlossen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzentreffer (27, 28) zwischen waagrecht verlaufenden Holmen (6, 6a) innerhalb
des Walzenständers auf Fahrbahnen (16) gelagert sind, und die Fahrbahnen (16) auf
der Oberfläche der Holme (6,6a) angeordnet sind.
2. Stauchwalzwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzentreffer (35, 36) über Führungseinheiten, insbesondere Schwingen (48), die
auf oder an den Holmen (6, 6a) gelagert sind, transversal beweglich und pendelnd gelagert
sind.
3. Stauchwalzwerk nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwingen (48) jeweils innerhalb von Führungskästen (45) oder von die Holme (6,
6a) umgreifende Sperren gleitend oder rollend auf den Holmen (6, 6a) verschiebbar
sind.
4. Stauchwalzwerk nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwingen (48) über Gleitkufen (49, 49a) auf Gleitleisten (46) verschiebbar sind,
die auf den Holmen (6, 6a) angebracht sind und die eine Verschiebung des Walzentreffers
(27, 28) in Richtung der Stauchwalzenanstellung erlauben.
5. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzentreffer (27, 28) über Einbaustücke (41) zwischen den Holmen (6, 6a) gelagert
ist
6. Stauchwalzwerk nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzentreffer (27, 28) über Lager, insbesondere Rollenlager und Schrägrollenlager,
innerhalb der Einbaustücke (41) gelagert sind.
7. Stauchwalzwerk nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einbaustücke (41) über Führungsleisten (43, 44) verschiebbar gegenüber den Holmen
(6, 6a) gelagert sind.
8. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzentreffer (27, 28) über ein Verbindungsmittel, insbesondere über eine Verzahnung,
insbesondere eine Hirthverzahnung, oder eine Passfeder mit den Gelenkwellen (29, 30)
verbunden sind.
9. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzentreffer (27, 28) die Stauchwalzen (9, 10) formschlüssig, insbesondere über
als Flachzapfen ausgebildete Walzenzapfen (25, 26), aufnehmen.
10. Stauchwalzwerk nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die unteren Walzenzapfen (25, 26) der Stauchwalzen (9, 10) über einen Zentrierring
in den Walzentreffern (27, 28) positioniert sind.
11. Stauchwalzwerk nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzentreffer (27, 28) die unteren Walzenzapfen (25, 26) über austauschbare Verschleißplatten
(37) aufnehmen.
12. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die unteren Walzenzapfen (25, 26) über Schutzvorrichtungen, insbesondere einen Schutzkragen
(38, 55) oder eine Labyrinthanordnung, gegen das Eindringen von Verschmutzungen in
ihre Lagerung geschützt sind.
13. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb der Hüttenflur-Ebene eine Medienkette gelagert ist, die mit den zwischen
den Gelenkwellen (29, 30) und den Stauchwalzen (9, 10) angeordneten Getrieben (31,
32) verbunden ist und die zur Versorgung der Walzentreffer (27, 28) und/oder der Stauchwalzen
(9, 10) mit den für den Betrieb erforderlichen Medien, insbesondere mit einem Schmiermittel
und mit elektrischer Spannung, dient.
14. Stauchwalzwerk nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Getriebe (31, 32) zweistufig mit einem Kegelradsatz (56, 57) und einem Stirnradsatz
(58, 59) ausgeführt sind.
15. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Walzenständer zwei Querhäupter (2, 3) und wenigstens zwei Paare von zwischen
diesen angeordneten Holmen (4, 5, 6, 6a) umfasst, zwischen denen die Stauchwalzen
(9, 10) entsprechend der Breite des zu stauchenden Metallstrangs hin- und herbewegbar
sind.
16. Stauchwalzwerk nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Querhäupter (2, 3) jeweils Walzenanstelleinrichtungen (17, 18, 19, 20) aufnehmen,
die jeweils auf eine der beiden Stauchwalzen (9, 10) wirken.
17. Stauchwalzwerk nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Querhäupter (2, 3) zumindest je einen Balancierzylinder (21, 22) zum Vorspannen
der Walzeinrichtung und zur Durchführung von Verfahrbewegungen beim Walzenwechsel
aufweisen.
18. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stauchwalzen (9, 10) über Laufbahnen (15, 16) auf den Holmen (4, 6, 6a) geführt
sind, wobei die entsprechenden Führungen an den Stauchwalzen (9, 10) drehbar ausgebildet
sind.
19. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass Führungen der Stauchwalzen (9, 10) gegenüber der jeweiligen Stauchwalzentrefferverschiebe-
und -haltevorrichtung drehbar sind.
20. Stauchwalzwerk nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils das abtriebsseitige Kegelrad (57) oberhalb des antriebsseitigen Stirnrads
(58) auf einer Zwischenwelle (62) angeordnet ist und ein Gelenkwellenflansch (60)
seitlich neben dem Kegelrad (57) am Ende einer Abtriebswelle (61) angebracht ist.
21. Stauchwalzwerk nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Ende der Abtriebswellen (61) Treffer der Gelenkwellen (29, 30) aufgebracht sind,
die mit den Gelenkwellenflanschen (60) Ober ein Verbindungsmittel, insbesondere eine
Verzahnung oder eine Passfeder, verbunden sind.
22. Stauchwalzwerk nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Treffer der Gelenkwellen (29, 30) auf den Enden der Abtriebswellen (61) aufgeschrumpft
sind.
23. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 14, 20, 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Getriebe (31, 32) von einem einzigen Antriebsmotor angetrieben werden, wobei
sie über eine Kombination von Übersetzungs- und Kammwalzgetrieben sowie Synchronwellen
verbunden sind.
24. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 20 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Walzentreffern (27, 28) und den Gelenkwellenflanschen (60) je eine Gelenkwelle
(29, 30) mit einem Längenausgleich, mit einer den Längenausgleich bei Bedarf sperrenden
Vorrichtung sowie mit einem für Montagezwecke erforderlichen Ring angeordnet ist
25. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 20 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Antriebsmotoren (35, 36) und den jeweils zugehörigen Antriebswellen
(63) jeweils eine starre Welle (33, 34) mit Kupplungen oder je eine Gelenkwelle mit
Mitteln zum Längenausgleich angeordnet ist
1. Upsetting rolling mill for lateral upsetting of a metal strip by a pair of mutually
adjustable upsetting rolls (9, 10), which are arranged with the centre axes thereof
vertical and mounted within a roll housing and which are respectively connected by
way of roll couplers (27, 28) and articulated shafts (29, 30) with a rotary drive
(35, 36), characterised in that the roll couplers (27, 28) are mounted between horizontally extending rails (6, 6a)
within the roll housing on travel tracks (16) and the travel tracks (16) are arranged
on the surface of the rails (6, 6a).
2. Upsetting rolling mill according to claim 1, characterised in that the roll couplers (35, 36) are mounted by way of guide units, particularly rockers
(48), to be transversely movable and pendulating, the rockers being mounted on or
at the rails (6, 6a).
3. Upsetting rolling mill according to claim 2, characterised in that the rockers (48) are displaceable by sliding or rolling on the rails (6, 6a) respectively
within guide boxes (45) or locks engaging around the rails (6, 6a).
4. Upsetting rolling mill according to claim 3, characterised in that the rockers (48) are displaceable by way of skids (49, 49a) on slide strips (46),
which are mounted on the rails (6, 6a) and which allow displacement of the roll coupler
(27, 28) in the direction of the upsetting roll adjustment.
5. Upsetting rolling mill according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the roll couplers (27, 28) are mounted between the rails (6, 6a) by way of chocks
(41).
6. Upsetting rolling mill according to claim 5, characterised in that the roll couplers (27, 28) are mounted within the chocks (41) by way of bearings,
particularly roller bearings and inclined roller bearings.
7. Upsetting rolling mill according to claim 5 or 6, characterised in that the chocks (41) are mounted by way of guide strips (43, 44) to be displaceable relative
to the rails (6, 6a).
8. Upsetting rolling mill according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the roll couplers (27, 28) are connected with the articulated shafts (29, 30) by
way of connecting means, particularly by way of a toothing, particularly a serration,
or a key.
9. Upsetting rolling mill according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the roll couplers (27, 28) hold the upsetting rolls (9, 10) by mechanically positive
couple, particularly by way of roll pins (25, 26) constructed as flat pins.
10. Upsetting rolling mill according to claim 9, characterised in that the lower roll pins (25, 26) of the upsetting rolls (9, 10) are positioned in the
roll couplers (27, 28) by way of a centring ring.
11. Upsetting rolling mill according to claim 9 or 10, characterised in that the roll couplers (27, 28) hold the lower roll pins (25, 26) by way of exchangeable
wear plates (37).
12. Upsetting rolling mill according to any one of claims 9 to 11, characterised in that the lower roll pins (25, 26) are protected by way of protective devices, particularly
a protective collar (38, 55) or a labyrinth arrangement, against the penetration of
contaminants into the bearing thereof.
13. Upsetting rolling mill according to any one of claims 1 to 12, characterised in that mounted below the shop floor plane is a media chain, which is connected with the
transmissions (31, 32) arranged between the articulated shafts (29, 30) and the upsetting
rolls (9, 10) and which serves for the supply of the roll couplers (27, 28) and/or
the upsetting rolls (9, 10) with the media required for operation, particularly with
a lubricant and electrical voltage.
14. Upsetting rolling mill according to claim 13, characterised in that the transmissions (31, 32) are of two-stage construction with a bevel gear set (56,
57) and a spur gear set (58, 59).
15. Upsetting rolling mill according to any one of claims 1 to 14, characterised in that the roll housings comprise two cross beams (2, 3) and at least two pairs of rails
(4, 5, 6, 6a) arranged therebetween, between which the upsetting rolls (9, 10) are
reciprocatingly movable in correspondence with the width of the metal strip to be
upset.
16. Upsetting rolling mill according to claim 15, characterised in that the cross beams (2, 3) respectively mount roll adjusting devices (17, 18, 19, 20)
respectively acting on one of the two upsetting rolls (9, 10).
17. Upsetting rolling mill according to claim 15, characterised n that the cross beams
(2, 3) each comprise at least one respective balancing cylinder (21, 22) for biasing
the rolling equipment and for performance of travel movements in the roll change process.
18. Upsetting rolling mill according to any one of claims 1 to 17, characterised in that the upsetting rolls (9, 10) are guided on the rails (4, 6, 6a) by way of guide tracks
(15, 16), wherein the corresponding guides at the upsetting rolls (9, 10) are constructed
to be rotatable.
19. Upsetting rolling mill according to any one of claims 1 to 16, characterised in that guides of the upsetting rolls (9, 10) are rotatable relative to the respective upsetting
roll coupler displacing and holding device.
20. Upsetting rolling mill according to claim 14, characterised in that in each instance the drive output bevel gear (57) is arranged above the drive spur
gear (58) on an intermediate shaft (62) and an articulated shaft flange (60) is mounted
laterally adjacent to the bevel gear (57) at the end of a drive output shaft (61).
21. Upsetting rolling mill according to claim 20, characterised in that mounted at the end of the output drive shafts (61) are couplers of the articulated
shafts (29, 30), which are connected with the articulated shaft flanges (60) by way
of connecting means, particularly a toothing or a key.
22. Upsetting rolling mill according to claim 21, characterised in that the couplers of the articulated shafts (29, 30) are shrink-fitted on the ends of
the drive output shafts (61).
23. Upsetting rolling mill according to any one of claims 14, 20, 21 and 22, characterised in that the transmissions (31, 32) are driven by a single drive motor, wherein they are connected
by way of a combination of translation and pinion transmissions as well as synchronising
shafts.
24. Upsetting rolling mill according to any one of claims 20 to 23, characterised in that arranged between the roll couplers (27, 28) and the articulated shaft flanges (60)
is a respective articulated shaft (29, 30) with length compensating means, with a
device blocking length compensation when required and with a ring needed for mounting
purposes.
25. Upsetting rolling mill according to any one of claims 20 to 24, characterised in that arranged between the drive motors (35, 36) and the respectively associated drive
shafts (63) is a respective rigid shaft (33, 34) with couplings or a respective articulated
shaft with means for length compensation.
1. Laminoir à refoulement pour le refoulement latéral d'une barre métallique comprenant
une paire de cylindres de refoulement (9, 10) disposés à la verticale avec leurs axes
médians et qui peuvent être mis en contact l'un avec l'autre, qui sont montés à l'intérieur
d'un montant de cage et qui sont raccordés respectivement via des manchons d'accouplement
(27, 28) et des arbres de transmission (29, 30) à un entraînement rotatif (35, 36),
caractérisé en ce que les cylindres de refoulement (27, 28) sont montés sur des voies de roulement (16),
entre des longerons (6, 6a) s'étendant à l'horizontale, à l'intérieur du montant de
cage, et les voies de roulement (16) sont disposées à la surface des longerons (6,
6a).
2. Laminoir à refoulement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les manchons d'accouplement (35, 36) sont montés en oscillation et en mobilité transversale
via des unités de guidage, en particulier des bielles oscillantes (48) qui sont montées
sur ou contre les longerons (6, 6a).
3. Laminoir à refoulement selon la revendication 2, caractérisé en ce que les bielles oscillantes (48) sont à même de se déplacer par glissement ou par roulement
sur les longerons (6, 6a) respectivement à l'intérieur de boîtes à guides (45) ou
de dispositifs de verrouillage qui enserrent les longerons (6, 6 a) .
4. Laminoir à refoulement selon la revendication 3, caractérisé en ce que les bielles oscillantes (48) sont à même de se déplacer via des patins de glissement
(49, 49a) sur des moulures de glissement (46) qui sont montées sur les longerons (6,
6a) et qui permettent un déplacement du manchon d'accouplement (27, 28) dans la direction
de la mise en contact des cylindres de refoulement.
5. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les manchons d'accouplement (27, 28) sont montés via des empoises (41) entre les
longerons (6, 6a).
6. Laminoir à refoulement selon la revendication 5, caractérisé en ce que les manchons d'accouplement (27, 28) sont montés via des paliers, en particulier
des paliers à rouleaux et des paliers à rouleaux obliques, à l'intérieur des empoises
(41).
7. Laminoir à refoulement selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que les empoises (41) sont montées en mobilité par rapport aux longerons (6, 6a) via
des nervures de guidage (43, 44).
8. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les manchons d'accouplement (27, 28) sont reliés aux arbres de transmission (29,
30) via un moyen de liaison, en particulier via une denture, en particulier une denture
Hirth ou un clavette.
9. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les manchons d'accouplement (27, 28) saisissent les cylindres de refoulement (9,
10) par complémentarité de forme, en particulier via des tourillons de cylindres (25,
26) réalisés sous la forme de tourillons plats.
10. Laminoir à refoulement selon la revendication 9, caractérisé en ce que les tourillons de cylindres inférieurs (25, 26) des cylindres de refoulement (9,
10) sont positionnés via un anneau de centrage dans les manchons d'accouplement (27,
28).
11. Laminoir à refoulement selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que les manchons d'accouplement (27, 28) saisissent les tourillons de cylindres inférieurs
(25, 26) via des plaques d'usure échangeables (37).
12. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que les tourillons de cylindres inférieurs (25, 26) sont protégés via des dispositifs
de protection, en particulier un collet de protection (38, 55) ou un agencement en
labyrinthe, contre la pénétration de saletés dans leur alésage.
13. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'une chaîne de milieux est montée en dessous du niveau du sol du haut-fourneau, qui
est reliée à des engrenages (31, 32) qui sont disposés entre les arbres de transmission
(29, 30) et les cylindres de refoulement (9, 10) et qui sert à alimenter les manchons
d'accouplement (27, 28) et/ou les cylindres de refoulement (9, 10) avec les milieux
requis pour l'entraînement, en particulier avec un lubrifiant et avec une tension
électrique.
14. Laminoir à refoulement selon la revendication 13, caractérisé en ce que les engrenages (31, 32) sont réalisés en deux étages comprenant un ensemble de roues
coniques (56, 57) et un ensemble de roues cylindriques (58, 59).
15. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le montant de cage comprend deux traverses d'entretoises (2, 3) et au moins deux
paires de longerons (4, 5, 6, 6a) disposées entre ces dernières, entre lesquelles
les cylindres de refoulement (9, 10) peuvent effectuer un mouvement alternatif en
fonction de la largeur de la barre métallique qui doit faire l'objet d'un refoulement.
16. Laminoir à refoulement selon la revendication 15, caractérisé en ce que viennent se disposer respectivement sur les traverses d'entretoises (2, 3) des mécanismes
de rapprochement réciproque des cylindres (17, 18, 19, 20) qui agissent respectivement
sur un des deux cylindres de refoulement (9, 10) .
17. Laminoir à refoulement selon la revendication 15, caractérisé en ce que les traverses d'entretoises (2, 3) présentent au moins chacune un cylindre d'équilibrage
(21, 22) pour la prétension du mécanisme de laminage et pour la mise en oeuvre des
mouvements de déplacement lors de l'échange des cylindres.
18. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que les cylindres de refoulement (9, 10) sont guidés via des voies de roulement (15,
16) sur les longerons (4, 6, 6a), les guidages correspondants étant réalisés en rotation
contre les cylindres de refoulement (9, 10) .
19. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que les guidages des cylindres de refoulement (9, 10) peuvent être mis en rotation par
rapport aux dispositifs respectifs de déplacement et d'arrêt des cylindres de refoulement.
20. Laminoir à refoulement selon la revendication 14, caractérisé en ce que respectivement la roue conique (57) côté sortie est disposée sur un arbre intermédiaire
(62) au-dessus de la roue cylindrique (58) côté entrée, et une bride d'arbre de transmission
(60) est disposée latéralement à côté de la roue conique (57) à l'extrémité d'un arbre
de sortie (61).
21. Laminoir à refoulement selon la revendication 20, caractérisé en ce que, à l'extrémité des arbres de sortie (61), sont disposés des manchons d'accouplement
des arbres de transmission (29, 30) qui sont reliés aux brides (60) des arbres de
transmission via un moyen de liaison en particulier une denture ou une clavette.
22. Laminoir à refoulement selon la revendication 21, caractérisé en ce que les manchons d'accouplement des arbres de transmission (29, 30) sont emmanchés sur
les extrémités des arbres de sortie (61).
23. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 14, 20, 21 ou 22,
caractérisé en ce que les engrenages (31, 32) sont entraînés par un moteur d'entraînement unique, lesdits
engrenages étant reliés via une combinaison d'engrenages de transmission et d'engrenages
à pignons, ainsi que d'arbres synchrones.
24. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 20 à 23, caractérisé en ce que, entre les manchons d'accouplement (27, 28) et les brides d'arbres de transmission
(60), on dispose respectivement un arbre de transmission (29, 30) comprenant une compensation
de longueur, un dispositif qui verrouille en cas de nécessité la compensation de longueur
et un anneau requis à des fins de montage.
25. Laminoir à refoulement selon l'une quelconque des revendications 20 à 24, caractérisé en ce que, entre les moteurs d'entraînement (35, 36) et les arbres d'entraînement (63) respectivement
correspondants, vient se disposer un arbre rigide (33, 34) comprenant des accouplements
ou respectivement un arbre de transmission comprenant des moyens pour la compensation
de longueur.


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