[0001] Die Erfindung betrifft einen Richtkoppler zum Messen der Leistung eines vorlaufenden
und eines rücklaufenden Hochfrequenzsignals auf einer Koaxialleitung in einem breiten
Frequenzbereich, z.B. im Bereich von 9 kHz bis 250 MHz. Der Breitbandrichtkoppler
ist dabei z.B. für Leistungen von bis zu 250 Watt ausgelegt.
[0002] Richtkoppler werden oft zusammen mit Leistungsverstärkern verwendet, um schnell und
sicher erkennen zu können, ob eine Fehlanpassung vorliegt oder nicht. Kann die Leistung
des vorlaufenden und rücklaufenden Hochfrequenzsignals erfasst werden, so kann der
Leistungsverstärker bei Überschreiten eines Richtwerts für das rücklaufende Hochfrequenzsignal
automatisch abgeschaltet werden, bevor eine Schädigung eintritt. Die Breitbandigkeit
eines solchen Richtkopplers ist gerade für Störfestigkeitsprüfungen notwendig, um
die Funktionsfähigkeit des Prüflings in einem breiten Frequenzbereich untersuchen
zu können. Dabei kommen je nach Frequenzbereich und Prüfnorm unterschiedliche Antennen
und Apparaturen zum Einkoppeln von Störsignalen in den Prüfling zur Anwendung. Kabelbrüche,
fehlerhafte Steckverbindungen oder defekte Antennen sind nur einige Möglichkeiten,
die zur Fehlanpassung führen können. Abhängig von Kabeldämpfungen und der Antennencharakteristik,
ändert sich die notwendige Ausgangsleistung des Leistungsverstärkers signifikant über
den zu prüfenden Frequenzbereich.
[0003] Eine gattungsgemäße Anordnung eines Richtkopplers ist aus der
US 6,066,994 bekannt. Der Richtkoppler ist symmetrisch aufgebaut, wobei der Außenleiter des Koaxialleiters
an zwei Stellen aufgetrennt ist und über je einen Shuntwiderstand mit dem Außenleiter
des Koaxialleiters am Ein- und Ausgang verbunden ist. Ein Ferritkern sorgt dafür,
dass beide Enden des Außenleiters für niedrige Frequenzen gegeneinander isoliert sind.
Über dem Shuntwiderstand fällt eine dem Innenleiterstrom proportionale Messspannung
ab, welche je nach dem, in welche Richtung die Leistung fließt, unterschiedlich gepolt
ist. Ein kapazitiver Spannungsteiler, welcher mit dem Innenleiter verbunden ist, erzeugt
eine der Innenleiterspannung proportionale Messspannung. Diese Messspannung wird an
das Gate eines Feldeffekttransistors (FET) angelegt. Source und Drain des FETs werden
über mehrere Widerstände mit einer Gleichspannungsquelle verbunden. Die am Sourceanschluss
entkoppelte, zur Innenleiterspannung proportionale Messspannung, wird über einen Kondensator,
einen Widerstand und ein Koaxialkabel zu der über einen Shuntwiderstand abfallenden,
zum Innenleiterstrom proportionalen Messspannung addiert oder subtrahiert. Bei Anpassung
addieren sich hierbei beide Spannungen in einem Zweig, wohingegen sie sich in dem
anderen Zweig zu Spannungsnull subtrahieren. Bei einer Fehlanpassung wird die Spannungsdifferenz
nicht Null. Bei unendlichem VSWR (Voltage Standing Wave Ratio; Stehwellenverhältnis)
sind beide Spannungen gleich groß.
[0004] Nachteilig an der Anordnung der
US 6,066,994 ist der komplizierte Aufbau, um sämtliche Bauteile in das Gesamtsystem integrieren
zu können. Die notwendigen Widerstände sind hauptsächlich als bedrahtete Widerstände
ausgeführt. Das Biegen der Anschlussbeine der Widerstände, bzw. der Koaxialkabel,
wie auch der Lötprozess selbst, muss in Handarbeit erfolgen. Dies führt dazu, dass
jeder Richtkoppler geringfügig unterschiedliche Eigenschaften aufweist. Weiterhin
als nachteilig erweist sich der kapazitive Spannungsteiler. Damit der Richtkoppler
überhaupt im niedrigen Frequenzbereich arbeiten kann, darf dieser kapazitive Spannungsteiler
kaum belastet werden. Hierfür ist der Einsatz eines FETs als Impedanzwandler unabdingbar.
Für den FET selbst sind zudem noch zwei Spannungsquellen notwendig, die den ohnehin
schon hohen Verkabelungsaufwand noch weiter erhöhen und zusätzlich eine externe Spannungsversorgung
notwendig machen.
[0005] Breitbandrichtkoppler zur Messung der Leistung eines vorlaufenden und/oder eines
rücklaufenden Hochfrequenzsignals auf einer Leitung sind auch aus der
WO 2005/048396 A1 und der
US 2005/0264374 A1 bekannt.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Breitbandrichtkoppler zu schaffen,
welcher deutlich einfacher aufgebaut ist und dabei auf aktive Komponenten verzichtet.
Der Breitbandrichtkoppler soll bevorzugt in einem breiten Frequenzbereich von z.B.
9 kHz bis 250 MHz zuverlässig arbeiten und Leistungen von bevorzugt bis zu 250 W detektieren
können.
[0008] Die Aufgabe wird durch den erfindungsgemäßen Breitbandrichtkoppler mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung.
[0009] Der Breitbandrichtkoppler dient zur Messung der Leistung eines vorlaufenden und/oder
eines rücklaufenden Hochfrequenzsignals auf einer Leitung. Der Breitbandrichtkoppler
weist einen Spannungsteiler auf, der mit einem Innenleiter der Leitung verbunden ist,
und einen ersten Widerstand, der mit einem Außenleiter der Leitung verbunden ist.
Der Spannungsteiler weist ohmsche Widerstände auf und ein erster Anschluss eines zweiten
Widerstands ist mit dem Innenleiter der Leitung verbunden und ein zweiter Anschluss
des zweiten Widerstands ist mit einem ersten Anschluss eines dritten Widerstands verbunden.
Ein zweiter Anschluss des dritten Widerstands ist mit einem ersten Anschluss des ersten
Widerstands und gleichzeitig mit dem Außenleiter der Leitung direkt oder indirekt
verbunden.
[0010] Dabei ist an dem zweiten Anschluss des zweiten Widerstands bzw. an dem ersten Anschluss
des dritten Widerstands eine Messspannung abgegriffen.
[0011] Der erfindungsgemäße Breitbandrichtkoppler weist statt einem kapazitiven einen ohmschen
Spannungsteiler auf. Dieser Spannungsteiler darf deutlich stärker belastet werden,
so dass keine aktiven Bauelemente als Impedanzwandler notwendig sind. Dadurch verringert
sich nicht nur der Beschaltungsaufwand innerhalb des Breitbandrichtkopplers, sondern
es kann zusätzlich auf eine externe Spannungsversorgung verzichtet werden. Der Abgleich
des erfindungsgemäßen Breitbandrichtkopplers ist daher deutlich einfacher, so dass
sich einerseits die Produktionszeit verkürzt und sich andererseits dabei die einzelnen
Breitbandrichtkoppler in ihrer Eigenschaft nicht unterscheiden.
[0012] Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung beispielhaft beschrieben. Gleiche Gegenstände weisen dieselben Bezugszeichen
auf. Die entsprechenden Figuren der Zeichnung zeigen im Einzelnen:
- Fig. 1
- einen vereinfachten Schaltplan der erfindungsgemäßen Anordnung des Breitbandrichtkopplers;
- Fig. 2A
- die parasitäre Einkopplung des Magnetfelds in die Messschleife bei ungünstiger Anordnung
der Bauteile;
- Fig. 2B
- die bevorzugte Anordnung der Bauteile zur Vermeidung einer parasitären Einkopplung
des Magnetfelds in die Messschleife;
- Fig. 3A
- ein Ausführungsbeispiel der Platinenoberseite des erfindungsgemäßen Breitbandrichtkopplers;
- Fig. 3B
- ein Ausführungsbeispiel der Platinenunterseite des erfindungsgemäßen Breitbandrichtkopplers;
- Fig. 4
- ein Ausführungsbeispiel der Gehäusekonstruktion mit Blick auf die Leiterstrukturen
des erfindungsgemäßen Breitbandrichtkopplers;
- Fig. 5
- eine Innenansicht des erfindungsgemäßen Breitbandrichtkopplers;
- Fig. 6
- den vollständigen erfindungsgemäßen Breitbandrichtkoppler mit beiden Platinen und
Gehäusedeckeln;
- Fig. 7
- einen Schnitt entlang der Längsachse durch den erfindungsgemäßen Breitbandrichtkoppler.
[0013] Fig. 1 zeigt einen vereinfachten Schaltplan des erfindungsgemäßen Breitbandrichtkopplers.
Der Schaltplan ist exakt spiegelsymmetrisch um die Achse 21 herum aufgebaut. Der Breitbandrichtkoppler
ist durch zwei voneinander unabhängige Messeinheiten 22 und 23 aufgebaut. Am Eingangsanschluss
13 der ersten Messeinheit 22 kann sowohl die Signalquelle, als auch eine komplexe
Last über ein koaxiales Kabel angeschlossen werden. Selbiges gilt für den Eingangsanschluss
13 der zweiten Messeinheit 23. Über den durch beide Messeinheiten 22, 23 verlaufenden
Innenleiter 1 wird ein Hochfrequenzsignal vom Leistungsverstärker zur komplexen Last
übertragen.
[0014] Im Folgenden wird näher auf die Messeinheit 22 eingegangen. Jede Messeinheit 22,
23 weist jeweils zwei Vierpole 19, 20 auf. Der erste Vierpol 19 umfasst einen Spannungsteiler,
bestehend aus den ohmschen Widerständen 4 und 6, welcher dazu dient, eine hohe Hochfrequenzspannung
möglichst frequenzunabhängig auf eine kleine Messspannung herunterzuteilen. Der erste
Widerstand 4 ist hierbei an seinem ersten Anschluss direkt galvanisch mit dem Innenleiter
1 verbunden. Sein zweiter Anschluss ist mit dem ersten Anschluss eines zweiten Widerstands
6 verbunden. Zwischen beiden Widerständen 4,6 kann am Knoten 12 die heruntergeteilte
Messspannung abgegriffen werden.
[0015] Der erste Widerstand 4 muss hochohmig (z.B. 30k Ohm) ausgeführt sein. Allerdings
ist hierbei zu beachten, dass der Widerstand 4 ausschließlich bei einer Gleichspannung
bis hin zu einer niederfrequenten Wechselspannung einen Widerstandswert von z.B. 30k
Ohm aufweist. Für hochfrequente Wechselspannungen (von z.B. 250 MHz) hat der Widerstand
4 konstruktionsbedingt nur noch einen ohmschen Widerstandswert von z.B. 500 Ohm und
insgesamt eine komplexe Impedanz. Bei zunehmender Frequenz erhöht sich dadurch der
durch den Widerstand 4 fließende Strom um ein Vielfaches. Aus diesem Grund muss der
Widerstand 4 in der Lage sein, die aufgenommene Wärmeenergie wieder abzugeben. Dies
gelingt am besten dadurch, dass ein Widerstand mit einer möglichst großen Oberfläche
gewählt wird.
[0016] In der vorliegenden Erfindung sind alle Widerstände und Kondensatoren bevorzugt als
SMD-Bauteile (surface-mounted device, Oberflächen-montierbares Bauteil) ausgeführt.
Dies erlaubt zum einen eine automatische Bestückung und zum anderen kann die Wärmeenergie
direkt an das Platinenmaterial abgegeben werden, wodurch der Wärmeübergang deutlich
besser als bei Luft ist. Der Widerstand 4 ist dabei z.B. in der Bauform 2512 realisiert.
Aufgrund der notwendigerweise großen Bauform bildet sich die Kappenkapazität stärker
aus, als bei Widerständen mit kleineren Bauformen. Die Kappenkapazität des Widerstands
4 ist als Kapazität 5 im Schaltplan sichtbar. Bei dieser Kapazität 5 handelt es sich
um eine rein parasitäre Kapazität, die aufgrund ihrer Größe von z.B. bis zu 0,1 pF
berücksichtigt werden muss.
[0017] Der Widerstand 6 hat eine deutlich kleinere Bauform (z. B. 0402). Dadurch bildet
sich eine kleinere Kappenkapazität aus, welche dazu führt, dass sich die Zeitkonstante
T
1 bestehend aus dem Widerstand 4 und seiner Kappenkapazität 5 deutlich von der Zeitkonstante
T
2 bestehend aus dem Widerstand 6 und seiner Kappenkapazität unterscheidet. Aus diesem
Grund wird im Ausführungsbeispiel ein Kondensator 7 mit seinen Anschlüssen parallel
zu den Anschlüssen des Widerstands 6 hinzugeschaltet. Bei dem Kondensator 7 handelt
es sich um einen Kondensator, dessen Kapazität variabel eingestellt werden kann (Trimmkondensator).
Dadurch wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die Kappenkapazität 5 des Widerstands
4 von Bauteil zu Bauteil unterschiedlich groß sein kann.
[0018] Am Potential des Knotens 12 wird bevorzugt ein weiterer einstellbarer Kondensator
10 (Trimmkondensator) mit seinem ersten Anschluss angeschlossen. Sein zweiter Anschluss
hingegen wird mit Masse verbunden. Über den Widerstand 11 wird der erste Anschluss
des Kondensators 10 mit dem Auskoppelanschluss 15 verbunden. Der Trimmkondensator
10 dient dabei dazu, den Frequenzgang in Vorlaufrichtung abzugleichen. Die Kapazität
des Trimmkondensators 7 wird derart eingestellt, dass sich eine Zeitkonstante T
2 aus dem Trimmkondensator 7 und dem Widerstand 6 ergibt, welche möglichst genau gleich
der weiteren Zeitkonstante T
1 ist, welche sich aus dem Widerstand 4 zusammen mit seiner Kappenkapazität 5 ergibt.
Dadurch wird das Richtverhältnis abgeglichen und dafür gesorgt, dass nur eine minimale
Spannung in Rücklaufrichtung am Auskoppelanschluss 15 anliegt, wenn am jeweiligen
Ausgang Anpassung (VSWR = 1) herrscht.
[0019] Der Widerstand 11 dient dazu, dass der Trimmkondensator 10 nur über eine kleine Endkapazität
verfügen muss. Die zweiten Anschlüsse des Trimkondensators 7 und des Widerstands 6
sind mit dem Knoten 17 verbunden. Ebenfalls mit dem Potential des Knoten 17 ist über
den Knoten 18 ein erster Anschluss des Widerstands 8 verbunden. Am selben Potential
wird auch ein erster Anschluss des Kondensators 9 angeschlossen. Die zweiten Anschlüsse
des Kondensators 9 und des Widerstands 8 sind mit Masse verbunden. Der Widerstand
8 ist bevorzugt sehr niederohmig ausgeführt.
[0020] Der Außenleiter der am Eingangsanschluss 13 angeschlossenen Koaxialleitung wird in
dem Breitbandrichtkoppler in einen inneren 3 und einen in Fig. 1 nicht dargestellten
äußeren Außenleiter 38 aufgeteilt, wobei der innere Außenleiter 3 nur an einem Ende
direkt mit dem äußeren Außenleiter 38 und damit mit Masse verbunden ist. Das zweite
Ende des inneren Außenleiters 3 ist direkt oder indirekt über den Knoten 18 und damit
über den ersten Anschluss des Widerstands 8 mit dem äußeren Außenleiter 38 und damit
mit Masse verbunden. Zwischen dem inneren 3 und dem äußeren Außenleiter 38 ist zumindest
ein hochpermeabler Ringbandkern 2 angeordnet. Dadurch wird gewährleistet, dass ein
nennenswerter Strom über den Widerstand 8 fließt. Die über dem Widerstand 8 abfallende
Spannung ist proportional zum Innenleiterstrom, solange der Widerstand 8 keine parasitären
Induktivitäten aufweist. Dies ist in der Realität nicht der Fall, so dass parallel
zu den Anschlüssen des Widerstands 8 ein Kondensator 9 geschaltet werden muss.
[0021] Dieser Kondensator 9 kompensiert die parasitäre Induktivität des Widerstands 8 bei
einer Bezugsfrequenz von 250 MHz. Je nachdem ob das Hochfrequenzsignal vom Eingangsanschluss
13 der ersten Messeinheit 22 zum Eingangsanschluss 13 der zweiten Messeinheit 23 läuft
oder umgekehrt, fällt über dem Widerstand 8 eine positive oder eine negative Spannung
ab. Bei entsprechender Anpassung haben die an beiden Vierpolen 19, 20 anfallenden
Messspannungen den gleichen Wert, den gleichen Phasengang und sind frequenzunabhängig.
Je nach Vorzeichen der beiden Messspannungen werden diese am Knoten 12 vektoriell
addiert oder subtrahiert. Die daraus am Knoten 12 resultierende Spannung kann anschließend
am Auskoppelanschluss 15 abgegriffen werden.
[0022] Jede Messeinheit 22,23 verfügt über zumindest einen Eingangsanschluss 13 und über
zumindest einen Auskoppelanschluss 15. Sowohl der Eingangsanschluss, als auch der
Auskoppelanschluss können mit einer Quelle oder einer komplexen Last verbunden werden.
Die Anordnung wird in Vorwärtsrichtung betrieben, wenn die Signalquelle am Eingangsanschluss
13 der ersten Messeinheit 22 und die komplexe Last am Eingangsanschluss 13 der zweiten
Messeinheit 23 angeschlossen wird. Am Auskoppelanschluss 15 der ersten Messeinheit
22 steht eine der Wurzel der Leistung des vorlaufenden Hochfrequenzsignals proportionale
Spannung bereit, wohingegen am Auskoppelanschluss 15 der zweiten Messeinheit 23 eine
der Wurzel der Leistung des rücklaufenden Hochfrequenzsignals proportionale Spannung
bereit gestellt ist.
[0023] Der Breitbandrichtkoppler kann allerdings auch in Rückwärtsrichtung betrieben werden,
ohne dass sich dabei die Dämpfung ändert. In diesem Fall wird die Signalquelle am
Eingangsanschluss 13 der zweiten Messeinheit 23 und die komplexe Last am Eingangsanschluss
13 der ersten Messeinheit 22 angeschlossen. Am Auskoppelanschluss 15 der zweiten Messeinheit
23 steht eine der Wurzel der Leistung des vorlaufenden Hochfrequenzsignals proportionale
Spannung bereit, wohingegen am Auskoppelanschluss 15 der ersten Messeinheit 22 eine
der Wurzel der Leistung des rücklaufenden Hochfrequenzsignals proportionale Spannung
bereit gestellt ist.
[0024] Fig. 2A erläutert die parasitären Effekte, die dadurch entstehen, dass der Außenleiter
geöffnet werden muss, um den ohmschen Spannungsteiler bestehend aus den Widerständen
4 und 6 an den Innenleiter und den Widerstand 8 an den Außenleiter anbringen zu können.
Fig. 2A zeigt die erste Messeinheit 22 des erfindungsgemäßen Breitbandrichtkopplers.
Gestrichelt angedeutet ist die zweite Messeinheit 23, die exakt spiegelsymmetrisch
zur ersten Messeinheit 22 aufgebaut ist. Im Ausführungsbeispiel in Fig. 2A ist an
dem Eingangsanschluss 13 der ersten Messeinheit 22 eine nicht dargestellte Signalquelle
angeschlossen. Der Eingangsanschluss 13 der zweiten Messeinheit 23 ist mit einer nicht
dargestellten komplexen Last verbunden. Exemplarisch ist ein Stromfluss entlang des
Innenleiters 1 in Pfeilrichtung 36 vom Eingangsanschluss 13 der ersten Messeinheit
22 zum Eingangsanschluss 13 der zweiten Messeinheit 23 eingezeichnet. Der Innenleiter
1 wird dabei durch eine nicht dargestellte Aussparung 40 auf der Platine 30 durch
diese geführt.
[0025] Auf einer dem Eingangsanschluss 13 zugewandten Seite 31 der Platine 30, wird der
erste Widerstand 4 über die Lötverbindung 37 galvanisch mit dem Innenleiter 1 verbunden.
Auf derselben Seite 31 der Platine 30 wird der zweite Anschluss des ersten Widerstands
4 über den Knoten 12 mit dem ersten Anschluss eines zweiten Widerstands 6 verbunden,
wie dies auch aus dem Schaltbild aus Fig. 1 hervorgeht. Zudem erfolgt vom Knoten 12
aus eine Verbindung über den nicht dargestellten Widerstand 11 zum Auskoppelanschluss
15 an den eine Koaxialsteckverbindung 60 angeschlossen ist.
[0026] Der zweite Anschluss des zweiten Widerstands 6 ist mit dem Knoten 17 verbunden. Über
eine Durchkontaktierung 37 wird der Knoten 17, welcher auf der dem Eingangsanschluss
13 zugewandten Seite 31 der Platine 30 liegt, mit dem Knoten 18, welcher auf der dem
Eingangsanschluss 13 abgewandten Seite 32 der Platine 30 liegt, verbunden. Die Länge
der Durchkontaktierung 37 ist gleich der Dicke der Platine 30 und beträgt bei einer
zweilagigen FR
4 Multilayerplatine z.B. 1,6 mm. Der Knoten 18 ist wie in Fig. 1 ersichtlich direkt
mit dem ersten Anschluss des Widerstands 8 verbunden. Wie aus Fig. 2A ersichtlich
ist, besteht der Widerstand 8 im Ausführungsbeispiel nicht nur aus einem einzelnen
Widerstand, sondern aus mehreren Einzelwiderständen, welche den inneren Außenleiter
3 mit dem äußeren Außenleiter 38 verbinden. Die weiteren Kapazitäten 5, 7, 9, 10 und
der Widerstand 15 sind aus Gründen der Übersichtlichkeit in Fig. 2A und 2B nicht dargestellt.
[0027] Die gepunktete Fläche stellt eine Messschleife 39 dar. Diese besteht aus dem zweiten
Widerstand 6 des Spannungsteilers und der Koaxialsteckverbindung 60 auf der ersten
Seite 31 der Platine 30. Die Signalleitung vom Knoten 12 zur Koaxialsteckverbindung
60 liegt auf der ersten Seite 31 Platine 30 und wurde nur zur Verdeutlichung beabstandet
von der Platine 30 eingezeichnet. Über die Durchkontaktierung 37 ist der Knoten 17
auf der ersten Seite 31 der Platine 30 mit dem Knoten 18 auf der zweiten Seite 32
der Platine 30 verbunden. Auf der zweiten Seite der Platine befindet sich der Widerstand
8. Der zweite Anschluss des Widerstands 8 ist mit dem Außenleiter 38 verbunden. Über
nicht dargestellte Durchkontaktierungen auf der Platine 30 ist der Außenleiter 38
mit der Koaxialsteckverbindung 60 und mit dem Außenleiter auf der ersten Seite 31
der Platine 30 verbunden. Die Messschleife 39 ist geschlossen.
[0028] Wie aus Fig. 2A hervorgeht ruft ein in Pfeilrichtung 36 fließender Strom auf dem
Innenleiter 1 ein Magnetfeld hervor, dessen Feldlinien kreisförmig um den Innenleiter
1 herum verlaufen. Die Magnetfeldlinien verlaufen in Richtung des Pfeils 33. An Punkt
34 treten sie aus und an Punkt 35 treten sie wieder ein. Die von der Messschleife
39 aufgespannte Fläche wird von den Feldlinien des Magnetfelds durchflossen, wobei
in der Messschleife 39 eine Spannung induziert wird. Diese Einkopplung erfolgt mit
einem Winkelfehler von 90°. Die zur Wurzel der Leistung des vorlaufenden Hochfrequenzsignals
proportionale Messspannung, welche eine Vorlaufdämpfung im Mittel von z.B. 57,5 dB
aufweist, wird durch die induzierte Spannung stark gestört. Die zur Wurzel der Leistung
des rücklaufenden Hochfrequenzsignals proportionale Messspannung, welche eine Rücklaufdämpfung
im Mittel von z.B. 95 dB aufweist, wird durch die induzierte Spannung derart überlagert,
dass sie nicht mehr gemessen werden kann.
[0029] Auch bei Anschluss der Signalquelle an den Eingangsanschluss 13 der zweiten Messeinheit
23 und der komplexen Last an den Eingangsanschluss 13 der ersten Messeinheit 22 erfolgt
die parasitäre Einkopplung gemäß dem dargestellten Sachverhalt.
[0030] Fig. 2B zeigt im Folgenden die erfindungsgemäß bevorzugte Lösung zur Vermeidung von
parasitären Einkopplungen in die Messschleife. Der Aufbau und die Stromrichtung sind
im Wesentlichen gleich wie bei Fig. 2A, weshalb hier auf die Beschreibung von Fig.
2A verwiesen wird. Beide Widerstände 4 und 6 des Spannungsteilers sollten daher nicht
auf der gleichen Seite der Platine 30 angeordnet sein. Deshalb wird der Widerstand
6 des Spannungsteilers nicht mehr auf der ersten Seite 31 Platine 30, sondern auf
der dem Eingangsanschluss 13 abgewandten Seite 32 der Platine 30 angeordnet, wo auch
der Widerstand 8 angeordnet ist. Die Signalleitung vom Knoten 12 zur Koaxialsteckverbindung
60 liegt auf der zweiten Seite 32 Platine 30 und wurde nur zur Verdeutlichung beabstandet
von der Platine 30 eingezeichnet. Diese Art der Anordnung führt dazu, dass sich über
den Außenleiter keine geschlossene Messschleife aufbaut, über die durch ein Magnetfeld
eine Spannung induziert werden kann. Alle Widerstände 4,6,8,11 und/oder Kondensatoren
7,9,10 einer Messeinheit 22,23 werden dabei auf einer Platine 30 angeordnet.
[0031] Fig. 3A zeigt die erste Seite 31 der Platine 30. Die Platine 30 weist in der Mitte
eine kreisrunde Aussparung 40 auf, durch die der Innenleiter 1 hindurchgeführt ist.
Der Innenleiter 1 wird über eine Lötverbindung 37 und/oder eine Schraubverbindung
derart mit der ersten Seite 31 Platine 30 verbunden, dass ein niederohmiger elektrischer
Kontakt zwischen dem Innenleiter 1 und der Leiterbahn 41 hergestellt ist. Diese Leiterbahn
41 verbindet den ersten Anschluss des Widerstands 4 galvanisch mit dem Innenleiter
1. Der zweite Anschluss des Widerstands 4 ist mit den ersten Anschlüssen der Trimmkondensatoren
7 und 10 verbunden. Zwischen den ersten Anschlüssen der Trimmkondensatoren 7 und 10
befindet sich die Durchkontaktierung 37, die die erste Seite 31 mit der zweiten Seite
32 der Platine 30 verbindet. Der zweite Anschluss des Kondensators 10 ist mit Masse
verbunden. Der zweite Anschluss des Kondensators 7 wird über eine weitere Durchkontaktierung,
die nicht dargestellt ist, mit dem zweiten Anschluss des Widerstands 6 verbunden.
[0032] Fig. 3B zeigt die zweite Seite 32, bzw. die dem Eingangsanschluss 13 abgewandte Seite
32 der Platine 30. Der Innenleiter 1 wird auf der zweiten Seite 32 durch die Aussparung
40 der Platine 30 geführt. Zu erkennen sind zwei Ringe 42 und 43. Die Fläche 44 zwischen
beiden Ringen zeigt die Auflagefläche des Federelements 45, welches mit der zweiten
Seite 32 der Platine 30 über die Auflagefläche derart verbunden ist, dass ein niederohmiger
elektrischer Kontakt zwischen dem Federelement 45 und der Platine 30 hergestellt ist.
Dies geschieht vorteilhafterweise durch einen Lötprozess. Das Federelement 45 wird
zusätzlich über nicht dargestellte Löcher in der Platine 30 mit dieser verankert,
so dass das Federelement 45 auch bei radialen Kräften fest mit der Platine 30 verbunden
bleibt. Ringförmig sind um das Federelement 45 verschiedene Bauteile angeordnet. Der
Widerstand 8 aus Fig. 1 setzt sich dabei aus einer Vielzahl von einzelnen parallel
geschalteten Widerständen zusammen, die ringförmig um das Federelement 45 angeordnet
sind und dieses kontaktieren. Bei den Widerständen handelt es sich im Ausführungsbeispiel
um 42 einzelne Widerstände 8
1 bis 8
42. Ihr zweiter Anschluss ist mit dem äußeren Außenleiter 38 des Breitbandrichtkopplers
verbunden. Der Widerstandsring, welcher aus den ringförmig angeordneten Widerständen
besteht, ist an dem Auskoppelanschluss unterbrochen, wodurch ein Ringsegment mit zwei
Enden entsteht. Wünschenswert ist, dass der Strom auf dem inneren Außenleiter 3 gleichmäßig
über alle Widerstände 8
1 bis 8
42 gegen den äußeren Außenleiter 38 abfließt.
[0033] Jeder Widerstand weist einen Widerstandswert von im Ausführungsbeispiel ungefähr
12,1 Ohm auf, wobei der nominelle Widerstandswert prinzipbedingt zu den Enden des
Widerstandrings hin abnimmt. Die Widerstände 8
1 und 8
42 weisen einen Widerstandswert von 10 Ohm auf. Die mit jedem Widerstand einhergehende
Induktivität soll sich durch die Parallelschaltung derart verkleinern, dass sich keine
Phasenfehler in den Messwert ergeben. Allerdings unterscheidet sich die Induktivität
der parallel geschalteten Widerstände 8
1 bis 8
42 in der Realität derart von dem berechneten Modell, dass eine zusätzliche Kompensation
sinnvoll ist. Hierzu wird die Kapazität 9 aus Fig. 1 aus bis zu vier einzelnen Kondensatoren
9
1 bis 9
4 gebildet, von denen jeweils zwei Kondensatoren mit ihren Anschlüssen parallel an
jedes Ende des Widerstandrings geschaltet sind. Die Kapazität der parallel geschalteten
Kondensatoren 9
1 bis 9
4 wird so gewählt, dass die Induktivität der parallel geschalteten Widerstände 8
1 bis 8
42 z.B. bei einer Frequenz von 250 MHz kompensiert wird.
[0034] Zwischen den beiden Enden des Widerstandrings befindet sich der Widerstand 6 des
Spannungsteilers. Unmittelbar daneben und über seinen ersten Anschluss mit dem ersten
Anschluss des Widerstands 6 verbunden liegt der Widerstand 11, an dessen zweiten Anschluss
eine Messspannung abgegriffen ist, die zu der Wurzel der Leistung des vorlaufenden
oder rücklaufenden Hochfrequenzsignals proportional ist. Der Widerstand 11 weist im
Ausführungsbeispiel einen Widerstandwert von ungefähr 160 Ohm auf. Diese Messspannung
wird mit einem Koaxialstecker, vorzugsweise einer SMP- oder SMA-Koaxialsteckverbindung,
aus dem Breitbandrichtkoppler geführt, welcher am Auskoppelanschluss 15 angebracht
ist.
[0035] Fig. 4 zeigt den Gehäusekörper 38 des erfindungsgemäßen Breitbandrichtkopplers. Der
Gehäusekörper 38 besteht aus einem massiven leitfähigen Metall, vorzugsweise Aluminium.
In diesem massiven leitfähigen Gehäusekörper 38 sind jeweils links- und rechtsseitig
zwei zylinderförmige Ausnehmungen ausgebildet, deren Wandungen einen inneren 3 und
einen äußeren Außenleiter 38 bilden. Der äußere Außenleiter 38 liegt auf dem gleichen
Potential wie der Gehäusekörper 38 und weist deshalb das gleiche Bezugszeichen auf.
Diese zylinderförmigen Ausnehmungen weisen einen inneren Radius 58 und einen äußeren
Radius 57 auf. Der äußere Radius 57 ist geringfügig größer als der äußere Radius des
als Hohlzylinder ausgeführten Ringbandkerns 2. Der innere Radius 58 ist geringfügig
kleiner als der innere Radius des als Hohlzylinder ausgeführten Ringbandkerns 2. Dadurch
kann der Ringbandkern 2 in den Gehäusekörper 38 des Breitbandrichtkopplers eingeführt
werden.
[0036] Entlang der Längsachse 51 des Gehäusekörpers 38 bleibt nach der ersten Ausnehmung
noch ein Vollzylinder mit einem Außenradius stehen, der dem inneren Radius 58 der
ersten zylinderförmigen Ausnehmung entspricht. Die erste Ausnehmung, die auf beiden
Seiten des Gehäusekörpers 38 vorgenommen wird, darf nur so tief sein, dass der Ringbandkern
2 gerade eingeführt werden kann und gleichzeitig die Platine auf beide Enden des Gehäusekörpers
38 geschraubt werden kann. Die ersten links- und rechtsseitigen Ausnehmungen sind
dabei durch eine metallische Trennwand 71 getrennt. Die Ausnehmung selbst kann vorzugsweise
durch eine Fräsung geschehen.
[0037] Der Vollzylinder und damit der innere Außenleiter 3, welcher entlang der Längsachse
51 des Gehäusekörpers 38 stehen bleibt, wird durch eine weitere links- und rechtsseitige
zylinderförmige Ausnehmung zum Hohlzylinder erweitert. Der innere Radius des Hohlzylinders
muss so groß sein, dass ein Innenleiter 1 eingeführt werden kann, ohne dass es zu
einem Kontakt des Innenleiters 1 mit dem inneren Außenleiter 3 kommt, sei es durch
direkte Berührung oder infolge eines Überschlags aufgrund zu hoher elektrischer Feldstärken.
Diese zweite Ausnehmung verläuft im Gegensatz zu der ersten Ausnehmung entlang der
Längsachse 51 durch den gesamten Gehäusekörper 38. Die Ausnehmung erfolgt vorteilhafterweise
durch eine Bohrung oder Fräsung. Dadurch werden zwei unabhängige Messeinheiten 22
und 23 für das vorlaufende und das rücklaufende Hochfrequenzsignal gebildet.
[0038] Der Innenleiter 1 kann an seinen Enden mit einer Gewindebohrung versehen sein, damit
er an die Platine 30 geschraubt werden kann. Ein Teil einer Schraube 53 ist exemplarisch
in Fig. 4 eingezeichnet. Der Gehäusekörper 38 weist an jedem Ende vier Gewindebohrungen
54 auf, die jeweils denselben Abstand zu einer Ecke haben. Über diese Gewindebohrungen
54 wird auf jedes Ende des Gehäusekörpers 38 des Breitbandrichtkopplers eine Platine
30 und ein Gehäusedeckel 62 geschraubt, wobei die Platinen 30 bevorzugt identisch
aufgebaut sind. Der Gehäusekörper 38 weist weiterhin seitlich eine Einbuchtung 52
auf, die derart ausgeformt ist, dass sie sich an eine SMP- oder SMA-Koaxialsteckverbindung
die an der Platine 30 befestigt ist, anpasst. Mittig an der Oberseite weist der Gehäusekörper
38 am Rand jeweils eine Ausnehmung 55 auf, deren Form einem halben Vollzylinder entspricht.
Am Boden dieser Ausnehmung 55 ist jeweils eine weitere Gewindebohrung 56 ausgebildet.
Über diese Gewindebohrung 56 kann der Gehäusekörper 38 des Breitbandrichtkopplers
dauerhaft in einem weiteren Gehäuse oder Gerät fixiert werden.
[0039] Fig. 5 zeigt die Innenansicht des Breitbandrichtkopplers ohne den Gehäusekörper 38.
Zu sehen sind die beiden Ringbandkerne 2, die durch eine nicht dargestellte metallische
Trennwand 71 voneinander beabstandet in der Mitte des Breitbandrichtkopplers um den
in Fig. 5 nicht dargestellten inneren Außenleiter 3 angeordnet sind. Der Innenleiter
1 besteht je nach Ausführungsform aus einem durchgehenden Leiter, wie in Fig. 5 dargestellt,
oder aus Leitersegmenten, in deren Ende jeweils ein Gewinde ausgebildet ist, über
welches zwei Leiter mit einer entsprechenden Schraube 53 verbunden werden können.
Der Innenleiter 1 ist dabei aus drei Leitersegmenten aufgebaut, wobei sich ein Leitersegment
jeweils auf der ersten Seite 31 der Platine 30 einer jeden Messeinheit 22,23 befindet.
Ein weiteres Leitersegment verbindet die zweite Seite 32 der ersten Platine 30 der
ersten Messeinheit 22 mit der zweiten Seite 32 der zweiten Platine 30 der zweiten
Messeinheit 23. Der Innenleiter 1 wird dabei konzentrisch durch die links- und rechtsseitige
Ausnehmung geführt. Der Durchmesser des Innenleiters 1 ist dabei derart angepasst,
dass ein Wellenwiderstand des Breitbandkopplers auf einen Systemwellenwiderstand von
insbesondere 50 Ohm angepasst ist. Hierzu kann sich der Durchmesser des Innenleiters
1 mehrfach ändern. Dies ist sowohl bei einem durchgehenden Innenleiter 1, als auch
bei einem aus mehreren Innenleitersegmenten bestehenden Innenleiter 1 möglich.
[0040] Weiterhin ist in Fig. 5 das Federelement 45 zu sehen, welches auf der zweiten Seite
32 der Platine 30 angeordnet ist. Das Federelement 45 besteht aus einzelnen voneinander
getrennten Federsegmenten, die unter Einwirkung einer Kraft nach radial außen gebogen
werden können. Das Federelement 45 ist auf der dem Eingangsanschluss 13 abgewandten
Seite der Platinen 30 dabei so angeordnet, dass es den inneren Außenleiter 3 derart
umschließt, dass ein niederohmiger elektrischer Kontakt hergestellt ist und gleichzeitig
keinerlei radiale Bewegungen des inneren Außenleiters 3 mehr möglich sind.
[0041] Weiterhin sind mehrere Befestigungselemente 61, vorzugsweise Schrauben, zu sehen,
die den Gehäusedeckel 62 mit der Platine 30 und dem Gehäusekörper 38 derart verbinden,
dass ein niederohmiger elektrischer Kontakt und damit ein durchgehender äußerer Außenleiter
38 hergestellt ist. Weiterhin weist jede Platine 30 zumindest eine SMP-oder SMA-Koaxialsteckverbindung
60 auf, die mit dem Auskoppelanschluss 15 und dem äußeren Außenleiter 38 verbunden
ist. Hierzu werden im Gehäusedeckel 62 und im Gehäusekörper 38 entsprechende Aussparungen
52 vorgenommen.
[0042] Fig. 6 zeigt den zeigt den vollständigen Breitbandrichtkoppler bestehend aus dem
Gehäusedeckel 62, der Platine 30 und dem Gehäusekörper 38. Der Gehäusekörper weist,
wie in Fig. 4 dargestellt, zwei Ausnehmungen 55 auf, die je über eine Gewindebohrung
56 verfügen. Der Gehäusedeckel 62 weist an den Ecken vier gesenkte Gewindebohrungen
auf, so dass der Gehäusedeckel 62 mit den Schrauben 61 zusammen mit der Platine 30
an den Gehäusekörper 38 fest fixiert werden kann. Eine weitere Bohrung im Gehäusedeckel
62 dient dazu, dass der Innenleiter 1 aus dem Breitbandrichtkoppler geführt werden
kann. An die Enden des Innenleiters 1 kann eine Koaxialsteckverbindung angebracht
werden.
[0043] Fig. 7 zeigt zur Verdeutlichung des Aufbaus einen Schnitt entlang der Längsachse
51 durch den erfindungsgemäßen Breitbandrichtkoppler. Die einzelnen Bestandteile des
Breitbandrichtkopplers, bestehend aus dem Gehäusedeckel 62, der Platine 30 und dem
Gehäusekörper 38, welche über die Schrauben 61 fest miteinander verbunden sind, sind
hier besonders gut zu erkennen. Der Innenleiter 1 wird durch die durchgehende Bohrung
durch den Breitbandrichtkoppler geführt. Die nicht leitfähigen Zentrierelemente 70
dienen dazu, den Innenleiter 1 in Position zu halten. Über eine nicht dargestellte
Lötverbindung 37 wird der Widerstand 4 des Spannungsteilers mit dem Innenleiter 1
galvanisch verbunden. Gut zu sehen sind neben dem spiegelsymmetrischen Aufbau der
Anordnung entlang der Achse 21 auch die zylinderförmigen Ausnehmungen auf der linken
und der rechten Seite, in welche die Ringbandkerne 2 eingeführt sind.
[0044] Durch die metallische Trennwand 71 sind zum einen die zylinderförmigen Ausnehmungen
voneinander getrennt, wodurch sich zwei unabhängige Messeinheiten 22 und 23 für das
vorlaufende und das rücklaufende Hochfrequenzsignal bilden und zum anderen ist über
diese metallische Trennwand 71 der innere Außenleiter 3 mit dem äußeren Außenleiter
38 und damit mit dem Gehäusekörper 38 verbunden. Gut zu erkennen ist das bereits anhand
von Fig. 3B und Fig. 5 beschriebene Federelement 45, durch welches der innere Außenleiter
3 elektrisch niederohmig mit der Platine 30 kontaktiert wird. Das Federelement 45
dient gleichzeitig zur Fixierung der Ringbandkerne 2, so dass keine Bewegungen in
axialer Richtung mehr möglich sind. Über die Platine 30 fließt der Strom über den
Widerstand 8 vom inneren Außenleiter 3 zurück zum äußeren Außenleiter 38. Die Platine
30 ist im Bereich des äußeren Außenleiters 38 beidseitig z.B. mit Kupfer beschichtet
und mehrfach durchkontaktiert. Über die fest angezogene Schraubverbindung 61 wird
der äußere Außenleiter 38 über die Platine 30 elektrisch niederohmig mit dem Gehäusedeckel
verbunden.
[0045] Wird das Ende des Innenleiters 1 der ersten Messeinheit 22 mit dem Ausgang eines
Leistungsverstärkers und das zweite Ende des Innenleiters 1 der zweiten Messeinheit
23 mit einer komplexen Last verbunden, so stellt sich bei einer positiven Halbwelle
des Hochfrequenzsignals und unter der Bedingung, dass die Leistung ausschließlich
vom Leistungsverstärker in die komplexe Last übertragen wird und keine Reflexionen
stattfinden, ein Stromverlauf entsprechend der Pfeilrichtung 72 auf dem Innenleiter
1 ein. In diesem Anschlussbeispiel steht am Auskoppelanschluss 15 der ersten Messeinheit
22 eine Messspannung bereit, die proportional zur Wurzel der Leistung des vorlaufenden
Hochfrequenzsignals ist, und am Auskoppelanschluss 15 der zweiten Messeinheit 23 steht
eine Messspannung bereit, die proportional zur Wurzel der Leistung des rücklaufenden
Hochfrequenzsignals ist.
[0046] Die über dem Spannungsteiler einer jeden Messeinheit 22 und 23 abfallende Messspannung
ist gleich groß und in diesem Beispiel positiv. Der Stromverlauf des in diesem Beispiel
über den Gehäusedeckel 62, die Platine 30 und den Gehäusekörper 38 zurückfließenden
Stroms entspricht der Pfeilrichtung 73. Am Eingang der zweiten Messeinheit 23 teilt
sich der Strom auf, wobei nur ein kleiner Teil entlang des äußeren Außenleiters 38
zum Leistungsverstärker zurück fließt. Der größte Teil fließt über den Widerstand
8 der zweiten Messeinheit 23 gegen den inneren Außenleiter 3 der zweiten Messeinheit
23 ab. Entsprechend dem Schaltplan aus Fig. 1 fällt in diesem Fall über dem Widerstand
8 der zweiten Messeinheit 23 eine negative Spannung ab. Diese Spannung wird am Knoten
12 der zweiten Messeinheit 23 der positiven Spannung des Spannungsteilers zugeführt.
Beide Spannungen haben dieselbe Amplitude, allerdings unterschiedliche Vorzeichen.
Am Auskoppelanschluss 15 der zweiten Messeinheit 23 wird in diesem Fall keine Spannung
gemessen.
[0047] Es fließt ein Teil des Stroms vom inneren Außenleiter 3 der zweiten Messeinheit 23
über die metallische Trennwand 71 zurück in den äußeren Außenleiter 38. Ein Teil des
Stroms vom inneren Außenleiter 3 der zweiten Messeinheit 23 fließt zusammen mit einem
Teil des Stroms, kommend vom äußeren Außenleiter 38, in den inneren Außenleiter 3
der ersten Messeinheit 22. Dieser Strom fließt über den Widerstand 8 der ersten Messeinheit
22 zurück auf den äußeren Außenleiter 38. Entsprechend dem Schaltplan aus Fig. 1 fällt
in diesem Fall über dem Widerstand 8 der ersten Messeinheit 22 eine positive Spannung
ab. Diese Spannung wird am Knoten 12 der ersten Messeinheit 22 zu der positiven Spannung
des Spannungsteilers addiert. Beide Spannungen haben dieselbe Amplitude, und dasselbe
Vorzeichen. Am Auskoppelanschluss 15 der ersten Messeinheit 22 wird in diesem Fall
eine Spannung gemessen, die proportional zur Wurzel der Leistung des vorlaufenden
Hochfrequenzsignals ist.
[0048] Dasselbe gilt für die negative Halbwelle des Hochfrequenzsignals, nur dass in diesem
Fall die Vorzeichen bei Spannung und Strom vertauscht sind. Selbiges gilt für den
Fall, dass die Signalquelle an den Eingangsanschluss 13 der zweiten Messeinheit 23
angeschlossen ist und die komplexe Last mit dem Eingangsanschluss 13 der ersten Messeinheit
22 verbunden ist.
[0049] Bei einem Stehwellenverhältnis größer als eins, kann an beiden Auskoppelanschlüssen
15 eine Spannung gemessen werden. Aus diesen beiden Spannungen lässt sich die Leistung
des vorlaufenden und des rücklaufenden Hochfrequenzsignals berechnen. Die hochpermeablen
Ringbandkerne 2 sorgen dafür, dass der Großteil des Stroms über den Widerstand 8 fließt.
Ohne die Ringbandkerne 2 würde sich in der dann leeren zylinderförmigen Ausnehmung
eine Induktivität aufbauen, über die der Widerstand 8 kurzgeschlossen würde. Dadurch
könnte kein nennenswerter Spannungsabfall über dem Widerstand 8 gemessen werden. Die
Permeabilität des Ringbandkerns 2 bestimmt dabei die untere Arbeitsfrequenz des Breitbandrichtkopplers.
[0050] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Alle
beschriebenen und/oder gezeichneten Elemente sind im Rahmen der Erfindung beliebig
miteinander kombinierbar.
1. Breitbandrichtkoppler zur Messung der Leistung eines vorlaufenden und/oder eines rücklaufenden
Hochfrequenzsignals auf einer Leitung,
wobei der Breitbandrichtkoppler einen Spannungsteiler aufweist, der mit einem Innenleiter
(1) der Leitung verbunden ist, und einen ersten Widerstand (8) aufweist, dessen erster
Anschluss direkt oder indirekt mit einem Außenleiter der Leitung verbunden ist und
dessen zweiter Anschluss mit der Masse verbunden ist,
wobei der Spannungsteiler ohmsche Widerstände aufweist, wobei ein erster Anschluss
eines zweiten Widerstands (4) mit dem Innenleiter (1) der Leitung verbunden ist und
wobei ein zweiter Anschluss des zweiten Widerstands (4) mit einem ersten Anschluss
eines dritten Widerstands (6) verbunden ist,
wobei ein zweiter Anschluss des dritten Widerstands (6) mit dem ersten Anschluss des
ersten Widerstands (8) verbunden ist,
und wobei an dem zweiten Anschluss des zweiten Widerstands (4) bzw. an dem ersten
Anschluss des dritten Widerstands (6) eine Messspannung abgegriffen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Widerstände (4,6,8) auf einer Platine (30) angebracht sind und
dass der zweite und der dritte Widerstand (4,6) nicht auf der gleichen Seite der Platine
(30) angeordnet sind, dass der dritte Widerstand (6) auf der gleichen Seite der Platine
(30) angeordnet ist, wie der erste Widerstand (8), und dass der Breitbandrichtkoppler
einen leitfähigen Gehäusekörper (38) aufweist, in welchem jeweils links- und rechtsseitig
zwei zylinderförmige Ausnehmungen ausgebildet sind, deren Wandungen einen inneren
und einen äußeren Außenleiter (3,38) bilden, zwischen denen zumindest ein hochpermeabler
Ringbandkern (2) angeordnet ist.
2. Breitbandrichtkoppler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass parallel zu den Anschlüssen des ersten und/oder des dritten Widerstands (8,6) zumindest
ein Kondensator (9,7) geschalten ist und/oder dass ein zweiter Anschluss des ersten
Widerstands (8) mit Masse verbunden ist.
3. Breitbandrichtkoppler nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit dem zweiten Anschluss des zweiten Widerstands (4) bzw. mit dem ersten Anschluss
des dritten Widerstands (6) ein erster Anschluss eines weiteren Kondensators (10)
und ein erster Anschluss eines vierten Widerstands (11) verbunden sind,
dass ein zweiter Anschluss des weiteren Kondensators (10) mit Masse verbunden ist und
dass an einem zweiten Anschluss des vierten Widerstands (11) ein Messsignal zur Verfügung
gestellt ist.
4. Breitbandrichtkoppler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Innenleiter (1) mit der Platine (30) verlötet und/oder verschraubt ist.
5. Breitbandrichtkoppler nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei der Leitung um eine Koaxialleitung handelt.
6. Breitbandrichtkoppler nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei zylinderförmige Ausnehmungen durch eine metallische Trennwand (71) getrennt
sind, wodurch zwei unabhängige Messeinheiten (22,23) für das vorlaufende und das rücklaufende
Hochfrequenzsignal gebildet sind.
7. Breitbandrichtkoppler nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Messeinheit (22,23) über zumindest einen Eingangsanschluss (13) und über zumindest
einen Auskoppelanschluss (15) verfügt und jeder Eingangsanschluss (13) mit einer Quelle
oder mit einer Last verbindbar ist und
dass am Auskoppelanschluss (15) ein der Wurzel der Leistung des vorlaufenden Hochfrequenzsignals
oder ein der Wurzel der Leistung des rücklaufenden Hochfrequenzsignals proportionales
Messsignal anliegt.
8. Breitbandrichtkoppler nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf jedes der beiden Enden des Gehäusekörpers (38) des Breitbandrichtkopplers eine
Platine (30) und ein Gehäusedeckel (62) aufgesetzt sind und
dass die Platinen (30) identisch aufgebaut sind.
9. Breitbandrichtkoppler nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass konzentrisch durch zwei zylinderförmige Ausnehmungen des Gehäusekörpers (38) der
Innenleiter (1) geführt ist, dessen Durchmesser so angepasst ist, dass ein Wellenwiderstand
des Breitbandkopplers auf einen vorgesehenen Systemwellenwiderstand von insbesonderen
50 Ohm angepasst ist.
10. Breitbandrichtkoppler nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der dem Eingangsanschluss (13) abgewandten Seite (32) der Platine (30) jeweils
ein Federelement (45) angeordnet ist, welches den inneren Außenleiter (3) derart umschließt,
dass ein elektrischer Kontakt hergestellt ist und gleichzeitig keinerlei radiale Bewegungen
des inneren Außenleiters (3) mehr möglich sind.
11. Breitbandrichtkoppler nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Widerstand (8) aus einer Vielzahl von einzelnen parallel geschalteten ohmschen
Einzelwiderständen besteht, die ringförmig um das Federelement (45) angeordnet sind
und dieses kontaktieren.
12. Breitbandrichtkoppler nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Widerstandsring aus den ringförmig angeordneten Einzelwiderständen an dem Auskoppelanschluss
(15) unterbrochen ist und dadurch ein Ringsegment mit zwei Enden entsteht und an jedes
Ende zumindest ein Kondensator (9) parallel geschaltet ist.
13. Breitbandrichtkoppler nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittig an einer Unterbrechungsstelle des Widerstandrings der dritte Widerstand (6)
angeordnet ist.
14. Breitbandrichtkoppler nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Kondensator (7), welcher parallel zu den Anschlüssen des dritten
Widerstands (6) geschalten ist, um einen Trimmkondensator (7) handelt, dessen Kapazität
derart eingestellt ist, dass sich eine Zeitkonstante aus der Kapazität des Trimmkondensators
(7) und dem Widerstandswert des dritten Widerstands (6) ergibt, welche zumindest annähernd
gleich einer weiteren Zeitkonstante ist, die sich aus dem Widerstandswert des zweiten
Widerstands (4) zusammen mit seiner Kappenkapazität (5) ergibt.
1. Broadband directional coupler for measuring the power of a forward and/or a return
high-frequency signal on a line,
wherein the broadband directional coupler exhibits a voltage divider which is connected
with an inner conductor (1) of the line, and exhibits a first resistor (8) the first
connection of which is connected directly or indirectly with an outer conductor of
the line and the second connection of which is connected with ground, wherein the
voltage divider exhibits ohmic resistors, wherein a first connection of a second resistor
(4) is connected with the inner conductor (1) of the line and wherein a second connection
of the second resistor (4) is connected with a first connection of a third resistor
(6),
wherein a second connection of the third resistor (6) is connected with the first
connection of the first resistor (8),
and wherein a voltage to be measured is tapped at the second connection of the second
resistor (4) or at the first connection of the third resistor (6), characterised in that
all the resistors (4, 6, 8) are mounted on a circuit board (3) and
in that the second and the third resistor (4, 6) are not arranged on the same side of the
circuit board (30), in that the third resistor (6) is arranged on the same side of the circuit board (30) as
the first resistor (8), and in that the broadband directional coupler exhibits a conducting housing body (38) in which
in each case two cylindrical recesses are formed on the left-hand side and the right-hand
side, the walls of which form an internal and an external outer conductor (3, 38)
between which is arranged at least one highly permeable toroidal tape core (2).
2. Broadband directional coupler according to claim 1,
characterised in that
at least one capacitor (9, 7) is connected parallel to the connections of the first
and/or of the third resistor (8, 6) and/or in that a second connection of the first resistor (8) is connected with ground.
3. Broadband directional coupler according to one of claims 1 to 2,
characterised in that
a first connection of a further capacitor (10) and a first connection of a first resistor
(11) are connected with the second connection of the second resistor (4) and with
the first connection of the third resistor (6) respectively,
in that a second connection of the further capacitor (10) is connected with ground and
in that a signal to be measured is made available at a second connection of the fourth resistor
(11).
4. Broadband directional coupler according to claim 1,
characterised in that
the inner conductor (1) is soldered and/or screwed to the circuit board (30).
5. Broadband directional coupler according to one of claims 1 to 4,
characterised in that
the line is a coaxial line.
6. Broadband directional coupler according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
two cylindrical recesses are separated by a metal dividing wall (71), through which
two independent measuring units (22, 23) are formed for the forward and the return
high-frequency signal.
7. Broadband directional coupler according to claim 6,
characterised in that
each measuring unit (22, 23) has at least one input connection (13) and at least one
decoupling connection (15) and each input connection (13) can be connected with a
source or with a load and
in that a signal to be measured proportional to the root of the power of the forward high-frequency
signal or a signal to be measured proportional to the root of the power of the return
high-frequency signal is present at the decoupling connection (15).
8. Broadband directional coupler according to one of claims 1 to 7,
characterised in that
a circuit board (30) and a housing cover (62) are mounted on each of the two ends
of the housing body (38) of the broadband directional coupler and
in that the circuit boards (30) are identical in construction.
9. Broadband directional coupler according to one of claims 1 to 8,
characterised in that
the inner conductor (1) is guided concentrically through two cylindrical recesses
of the housing body (38), its diameter being adjusted so that a wave resistance of
the broadband coupler is matched to a predetermined system wave resistance of in particular
50 Ohms.
10. Broadband directional coupler according to claim 7,
characterised in that
arranged on the side (32) of the circuit board (30) remote from the input connection
(13) there is in each case a spring element (45) which surrounds the internal outer
conductor (3) in such a way that an electrical contact is produced and at the same
time no further radial movements of the internal outer conductor (3) are possible
any more.
11. Broadband directional coupler according to claim 10,
characterised in that
the first resistor (8) consists of a plurality of individual parallel connected separate
Ohmic resistors which are arranged in the form of a ring around the spring element
(45) and contact the latter.
12. Broadband directional coupler according to claim 11,
characterised in that
a ring of resistors consisting of the separate resistors arranged in the form of a
ring is interrupted at the decoupling connection (15) and as a result a ring segment
is produced with two ends and at least one capacitor (9) is connected in parallel
at each end.
13. Broadband directional coupler according to claim 12,
characterised in that
the third resistor (6) is arranged centrally at a point of interruption of the ring
of resistors.
14. Broadband directional coupler according to claim 2,
characterised in that
the capacitor (7) which is connected parallel to the connections of the third resistor
(6) is a trimming capacitor (7) the capacitance of which is set in such a way that
a time constant is obtained from the capacitance of the trimming capacitor (7) and
the resistance value of the third resistor (6) which is at least approximately the
same as a further time constant which is obtained from the resistance value of the
second resistor (4) together with its cap capacitance (5).
1. Coupleur directionnel à large bande pour mesurer la puissance d'un signal haute fréquence
aller et/ou retour sur une ligne,
dans lequel le coupleur directionnel à large bande présente un diviseur de tension,
qui est relié à un conducteur intérieur (1) de la ligne, et présente une première
résistance (8), dont la première borne est reliée directement ou indirectement à un
conducteur extérieur de la ligne et dont une seconde borne est reliée à la masse,
dans lequel le diviseur de fréquence présente des résistances ohmiques,
dans lequel une première borne d'une seconde résistance (4) est reliée au conducteur
intérieur (1) de la ligne et
dans lequel une seconde borne de la seconde résistance (4) est reliée à une première
borne d'une troisième résistance (6),
dans lequel une seconde borne de la troisième résistance (6) est reliée à la première
borne de la première résistance (8),
et dans lequel une tension de mesure est appliquée à la seconde borne de la seconde
résistance (4) ou à la première borne de la troisième résistance (6),
caractérisé en ce que
toutes les résistances (4, 6, 8) sont disposées sur une carte de circuits imprimés
(30) et
en ce que la seconde et la troisième résistance (4, 6) ne sont pas disposées sur le même côté
de la carte de circuits imprimés (30), en ce que la troisième résistance (6) est disposée sur le même côté de la carte de circuits
imprimés (30), comme la première résistance (8), et en ce que le coupleur directionnel à large bande présente un corps de boîtier conducteur (38),
dans lequel deux évidements de forme cylindrique sont réalisés respectivement à droite
et à gauche, dont les parois forment un conducteur extérieur interne et externe (3,
38), entre lesquels est disposé au moins un tore enroulé hautement perméable (2).
2. Coupleur directionnel à large bande selon la revendication 1, caractérisé en ce que
au moins un condensateur (9, 7) est monté parallèlement aux bornes de la première
et/ou de la troisième résistance (8, 6) et/ou en ce qu'une seconde borne de la première résistance (8) est reliée à la masse.
3. Coupleur directionnel à large bande selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que
une première borne d'un autre condensateur (10) et une première borne d'une quatrième
résistance (11) sont reliées à la seconde borne de la seconde résistance (4) ou à
la première borne de la troisième résistance (6),
en ce qu'une seconde borne de l'autre condensateur (10) est reliée à la masse et
en ce qu'un signal de mesure est disponible à une seconde borne de la quatrième résistance
(11).
4. Coupleur directionnel à large bande selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le conducteur interne (1) est soudé et/ou vissé sur la carte de circuits imprimés
(30).
5. Coupleur directionnel à large bande selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
en ce qui concerne la ligne, il s'agit d'une ligne coaxial.
6. Coupleur directionnel à large bande selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
deux évidements de forme cylindrique sont séparés par une paroi de séparation métallique
(71), qui forme deux unités de mesure indépendantes (22, 23) pour le signal haute
fréquence aller et retour.
7. Coupleur directionnel à large bande selon la revendication 6, caractérisé en ce que
chaque unité de mesure (22, 23) comporte au moins une borne d'entrée (13) et au moins
une borne de couplage (15) et chaque borne d'entrée (13) peut être reliée à une source
ou à une charge et
en ce qu'un signal de mesure proportionnel à la racine de la puissance du signal haute fréquence
aller ou à la racine de la puissance du signal haute fréquence retour se trouve à
la borne de découplage (15).
8. Coupleur directionnel à large bande selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
une carte de circuits imprimés (30) et un couvercle de boîtier (62) sont situés à
chacune des deux extrémités du corps de boîtier (38) du coupleur directionnel à large
bande et
les cartes de circuits imprimés (30) sont réalisées de façon identique.
9. Coupleur directionnel à large bande selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
le conducteur intérieur (1) est guidé concentriquement à travers deux évidements de
forme cylindrique du corps de boîtier (38), dont le diamètre est adapté de sorte qu'une
impédance du coupleur à large bande est adaptée sur une impédance de système prévu
en particulier de 50 ohms.
10. Coupleur directionnel à large bande selon la revendication 7, caractérisé en ce que
sur un côté (32) opposé à la borne d'entrée (13) de la carte de circuits imprimés
(30) est disposé respectivement un élément élastique (45), qui entoure le conducteur
extérieur interne (3) de sorte qu'un contact électrique est généré et simultanément
aucun mouvement radial du conducteur extérieur interne(3) n'est plus possible.
11. Coupleur directionnel à large bande selon la revendication 10, caractérisé en ce que
la première résistance (8) est constituée d'une pluralité de résistances unitaires
ohmiques montées en parallèle individuelles, qui sont réalisées en forme d'anneau
autour de l'élément élastique (45) et viennent en contact de celui-ci.
12. Coupleur directionnel à large bande selon la revendication 11, caractérisé en ce que
un anneau résistif constitué des résistances unitaires disposées annulairement est
interrompu à la borne de découplage (15) et ainsi il en résulte un segment d'anneau
avec deux extrémités et à chaque extrémité est monté en parallèle au moins un condensateur
(9).
13. Coupleur directionnel à large bande selon la revendication 12, caractérisé en ce que
la troisième résistance (6) est disposée au milieu du point d'interruption de l'anneau
résistif.
14. Coupleur directionnel à large bande selon la revendication 2, caractérisé en ce que
concernant le condensateur (7), qui est monté en parallèle aux bornes de la troisième
résistance (6), il s'agit d'un condensateur trim (7), dont la capacité est réglée
de sorte qu'une constante de temps résulte de la capacité du condensateur trim (7)
et de la valeur de résistance de la troisième résistance (6), qui est au moins proche
d'une autre constante de temps, qui résulte de la valeur de résistance de la seconde
résistance (4) conjointement avec sa capacité à capot (5).