[0001] Die Erfindung betrifft ein Flurförderzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Bei Flurförderzeugen, beispielsweise Gegengewichtsgabelstaplern, ist es bekannt,
eine Anzeige- und Bedieneinrichtung, die aus einem Display und einem oder mehrerer
Bedienelementen besteht, im Bereich eines Armaturenbretts innerhalb des Fahrerarbeitsplatzes
und somit zwischen dem Fahrerarbeitsplatz und dem Lastteil anzuordnen.
[0003] Die Anzeige- und Bedieneinrichtung ist üblicherweise in einem Gehäuse untergebracht,
das derart im Bereich des Fahrerarbeitsplatzes angeordnet ist, dass die Anzeige- und
Bedieneinrichtung einerseits für die Bedienperson möglichst gut sichtbar und erreichbar
ist und anderseits die Sicht auf die Umgebung und die Last möglichst wenig einschränkt.
[0004] Nachteil der bekannten Lösungen ist, dass eine gewisse räumliche Ausdehnung der Anzeige-
und Bedieneinrichtungen erforderlich ist, womit der Zielkonflikt zwischen guter Sicht
auf die Last und die Umgebung, guter Sichtbarkeit und Abiesbarkeit der Anzeige an
der Anzeige- und Bedieneinrichtungen und guter Erreichbarkeit der Bedienelemente der
Anzeige- und Bedieneinrichtungen oft nicht befriedigend gelöst werden kann. Hinzu
kommt, dass allein die Anzahl der Bedienelemente der Anzeige- und Bedieneinrichtungen
zu Zielkonflikten bei der Positionierung in gut erreichbaren Bereichen innerhalb des
Fahrerarbeitsplatzes führt.
[0005] Um die Sicht der Bedienperson auf den Lastteil und eine mit dem Lastteil transportierte
Last im Betrieb des Flurförderzeugs möglichst wenig einzuschränken, ist das Armaturenbrett
relativ niedrig ausgebildet. Im Betrieb des Flurförderzeugs richtet eine sich im Fahrerarbeitsplatz
befindliche Bedienperson während des Fahrbetriebs und der Lasthandhabung und insbesondere
bei der Aufnahme oder dem Absetzen einer Last, insbesondere bei höheren Hubhöhen,
den Blick in Richtung des Lastteils nach Vorne geradeaus in Richtung der Fahrbahn
bzw. einer Last bzw. nach oben in Richtung einer angehobenen Last. Hierbei hat die
Bedienperson eine am Armaturenbrett angeordnete Anzeige- und Bedieneinrichtung in
der Regel nicht mehr im direkten und zentralen Hauptsichtfeld, so dass die Anzeige-
und Bedieneinrichtung nicht im Hauptsichtfeld der Bedienperson, sondern im Randbereich
des Sichtfeldes der Bedienperson angeordnet ist und die Informationen nicht mehr beim
Ein- und Ausstapeln der Last von der Bedienperson abgelesen werden können.
[0006] Aus der
EP 2 168 905 A2 ist ein gattungsgemäßes Flurförderzeug bekannt, bei dem eine Anzeige- und Bedieneinrichtung,
die aus einem Display und einem oder mehrerer Bedienelemente besteht, an der Oberseite
eines Armaturenbrettes und somit vor einem Fahrerarbeitslatz und zwischen dem Fahrerarbeitsplatz
und einem Lastteil des Flurförderzeugs angeordnet ist.
[0007] Bekannte Anzeigeeinrichtungen sind beispielsweise als LCD-Displays oder Leuchten
mit Piktogrammen ausgebildet, welche nicht im zentralen Blickfeldfeld des Bedieners
platziert sind, sondern im Blickfeldfeldrandbereich, um die Sicht der Bedienperson
des Flurförderzeugs auf das Lastteil und den Arbeitsvorgang beim Aufnehmen bzw. Absetzen
einer Last nicht einzuschränken.
[0008] Eine derartige Anordnung der Anzeigeeinrichtung im Randbereich des binokularen Gesichtsfeldes
beider Augen der Bedienperson führt jedoch zu einer verminderten Wahrnehmung einer
sich bei einer Aktion oder einer Reaktion des Flurförderzeugs verändernden Informationsdarstellung
an der Anzeige- und Bedieneinrichtung, da zum äußeren Rand des Gesichtsfeldes und
Blickfeldes der Bedienperson hin sich die Wahrnehmung auf sich bewegende Objekte reduziert
und eine Mustererkennung nicht mehr möglich ist. Dies führt dazu, dass die Bedienperson
zum Erfassen der auf der Anzeige- und Bedieneinrichtung dargestellten Information
den Blick vom aktuellen Arbeitsgeschehen an dem Lastteil abwenden muss.
[0009] Die Anordnung der Anzeige- und Bedieneinrichtung an dem Armaturenbrett führt somit
zu einer Veränderung des Blickes und der Blickrichtung der Bedienperson von der Last
bzw. einer Fahrbahn auf die Anzeige- und Bedieneinrichtung an dem Armaturenbrett,
wobei eine Anpassung der Augen der Bedienperson vom Fernbereich, in dem der Blick
auf die Fahrbahn oder eine Last gerichtet ist, auf den Nahbereich und das Armaturenbrett
mit der Anzeige- und Bedieneinrichtung erforderlich ist. Damit gehen ein ermüdendes
Neufokussieren der Augen und ein ermüdendes Einstellen auf die Lichtverhältnisse der
Anzeige- und Bedieneinheit und deren Umgebung einher. Diese Anpassung und Neufokussieren
der Augen benötigt Zeit und führt, zusätzlich zu der möglicherweise durch die Position
der Anzeige- und Bedieneinrichtung erforderlichen Blickrichtungsänderung, zu einer
weiteren Ausdehnung der Blickabwendungszeit von der Fahrbahn bzw. einer Last.
[0010] Aus der
EP 0 949 189 A2 ist ein Flurförderzeug mit einer Rückwärtsfahrtkamera bekannt, wobei das Kamerabild
der Rückwärtsfahrtkamera auf einem vor dem in einem Fahrerarbeitsplatz befindlichen
Fahrer angeordneten Bildschirm dargestellt wird.
[0011] Aus der
US 2005/0200457 A1 ist ein Flurförderzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bekannt. Die
JP 2004 189469 A offenbart ein transparentes Display an einer Frontscheibe eines Flurförderzeugs.
[0012] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Flurförderzeugs der eingangs
genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, das hinsichtlich der Ergonomie bei der
Ablesung der Anzeigeinrichtung und der Bedienung der Funktionen über die Anzeige-
und Bedieneinrichtung verbessert ist.
[0013] Diese Aufgabe wird durch ein Flurförderzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0014] Mit einem transparenten Display kann ein Anzeigesystem geschaffen werden, mit dem
die erforderlichen Informationen für die Bedienperson im Bereich der äußeren Begrenzung
des Fahrerarbeitsplatzes oder außerhalb des Fahrerarbeitsplatzes dargestellt werden.
Mit einem transparenten und durchsichtigen Display als Anzeige- und Bedieneinrichtung
wird somit erzielt, dass das lastteilseitige Sichtfeld und die Durchsicht auf das
Lastteil der auf dem Fahrerarbeitsplatz befindlichen und in Richtung des Lastteils
blickenden Bedienperson nicht beeinträchtigt und eingeschränkt wird. Durch die Durchsichtigkeit
und Transparenz der Anzeige- und Bedieneinrichtung kann das Display unmittelbar zwischen
dem Fahrerarbeitsplatz und dem Lastteil angeordnet werden und somit in dem Hauptsichtfeld
der nach vorne oder nach oben blickenden Bedienperson angeordnet werden, ohne eine
Sichtbehinderung der Bedienperson auf eine Fahrbahn oder das Lastaufnahmemittel zu
bilden. Die erfindungsgemäße, als transparentes Display ausgebildete Anzeige- und
Bedieneinrichtung ermöglicht es somit, dass die Bedienperson ohne Änderungen des Blickes
und der Blickrichtung sowie ohne Änderung vom Fern- in den Nahbereich die Anzeige-
und Bedieneinrichtung ablesen bzw. bedienen kann. Damit kann ein Umorientieren des
Blickes der Bedienperson zu einer Anzeige- und Bedieneinheit hin sowie eine Neufokussierung
und die damit verbundenen Nachteilen vermieden werden.
[0015] Bei dem erfindungsgemäßen transparenten Display als Anzeige- und Bedieneinrichtung,
die außerhalb der Erreichbarkeit der in dem Fahrerarbeitsplatz zwischen dem Fahrerarbeitslatz
und dem Lastteil angeordnet ist, ist zu einer Bedienung von Funktionen der Anzeige-
und Bedieneinrichtung eine Gestenerkennung vorgesehen. Es kann auch eine akustische
Steuerung vorgesehen werden. Bei einer nicht fahrernahen Anordnung der erfindungsgemäßen
Anzeige- und Bedieneinrichtung kann durch eine akustische Steuerung und/oder eine
Gestenerkennung eine einfache Auswahl von Informationen und eine Bedienung von Funktionen
mittels der erfindungsgemäßen Anzeige- und Bedieneinrichtung ermöglicht werden. Eine
Gestenerkennung kann beispielsweise einen "virtuellen Touchscreen" darstellen, so
dass eine Menuauswahl per Fingerzeig durch die Bedienperson erfolgen kann, obwohl
die Anzeige zu weit entfernt für eine Berührung ist. Auch echte Gesten der Bedienperson
können zur Bedienung von bestimmten Funktionen sinnvoll sein, wie beispielsweise eine
kreisbogenartige Bewegung eine Scheibenwischeranlage einschalten könnte. Zum Erkennung
und zur Auswertung von Gesten können beispielsweise Kameras, Infrarotsensoren oder
Ultraschallsensoren eingesetzt und verwendet werden.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Display als Head-Up-Dispiay
ausgebildet. Mit einem Head-Up-Display können die Informationen auf einfache Weise
im Bereich der äußeren Begrenzung des Fahrerarbeitsplatzes oder außerhalb des Fahrerarbeitsplatzes
dargestellt werden. Bei einem Head-Up Display werden die Informationen durch ein optisches
System auf eine transparente Scheibe projiziert. Die Informationen können dann optisch
außerhalb des Fahrerarbeitsplatzes erscheinen und erhöhen dadurch gleichzeitig den
Abstand zu den Augen der Bedienperson, was die Anforderung an deren Entfernungsanpassung
weiter verringert.
[0017] Zweckmäßigerweise umfasst das Head-Up-Display eine Projektor und eine transparente
Displayscheibe.
[0018] Sofern gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung der Projektor an einem
Fahrerschutzdach angeordnet ist, kann die Information auf einfache Weise zwischen
den Fahrerarbeitsplatz und das Lastteil und somit in das Hauptsichtfeld einer auf
die Fahrbahn oder eine Last nach Vorne blickenden Bedienperson im Bereich der äußeren
Begrenzung des Fahrerarbeitsplatzes oder außerhalb des Fahrerarbeitsplatzes eingeblendet
werden.
[0019] Die Displayscheibe kann hierbei im vorderen Bereich des Fahrerschutzdaches angeordnet
sein oder in eine transparente Frontscheibe des Flurförderzeugs integriert sein. An
dem Fahrerschutzdach kann eine transparente Displayscheibe auf einfache Weise im Hautsichtfeld
einer auf die Fahrbahn oder eine Last nach Vorne blickenden Bedienperson zwischen
dem Fahrerarbeitsplatz und dem Lastteil angeordnet werden. Sofern das Flurförderzeug
eine transparente Frontscheibe zwischen dem Fahrerarbeitslatz und dem Lastteil aufweist
bzw. ein Fahrerschutzdach mit einer zwischen dem Fahrerarbeitsplatz und dem Lastteil
angeordneten transparenten Frontscheibe versehen ist, kann die Funktion der Displayscheibe
des Head-Up-Displays in die Frontscheibe integriert werden.
[0020] Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist das transparente Display
als Flachdisplay oder Foliendisplay ausgebildet. Mit einem transparenten Flachdisplay,
beispielsweise einem Elektrolumineszenz-Display oder einem transparenten Foliendisplay
können die Informationen auf einfache Weise im Bereich der äußeren Begrenzung des
Fahrerarbeitsplatzes und somit zwischen dem Fahrerarbeitsplatz und dem Lastteil dargestellt
werden.
[0021] Bevorzugt ist das Flachdisplay oder das Foliendisplay im vorderen Bereich des Fahrerschutzdaches
angeordnet oder an einer transparenten Frontscheibe des Flurförderzeugs angeordnet.
Ein transparentes Flachdisplay kann auf einfache Weise am vorderen Bereich des Fahrerschutzdaches
zwischen dem Fahrerarbeitsplatz und dem Lastteil im Hauptsichtfeld der Bedienperson
angeordnet werden ohne das Sichtfeld der Bedienperson auf die Fahrbahn oder eine Last
einzuschränken. Sofern das Flurförderzeug eine transparente Frontscheibe zwischen
dem Fahrerarbeitslatz und dem Lastteil aufweist bzw. ein Fahrerschutzdach mit einer
zwischen dem Fahrerarbeitsplatz und dem Lastteil angeordneten transparente Frontscheibe
versehen ist, kann ein transparentes Foliendisplay direkt an der transparenten Frontscheibe
angeordnet oder in diese integriert werden.
[0022] Bevorzugt ist das transparente Display im vorderen oberen Bereich des Fahrerarbeitsplatzes
angeordnet. Der vordere Bereich des Fahrerarbeitsplatzes ist hierbei dem Lastteil
zugewandt, so dass sich das erfindungsgemäße transparente Display zwischen dem Fahrerarbeitsplatz
und dem Lastteil befindet. Die Anordnung des erfindungsgemäßen Displays im oberen
Bereich des Fahrerarbeitsplatzes ermöglicht es, das Display in Kopfhöhe einer im Fahrerarbeitsplatz
befindlichen Bedienperson anzuordnen, wodurch sich das Display im Hauptsichtfeld und
in der Hauptblickrichtung einer nach Vorne auf die Fahrbahn oder eine Last blickenden
Bedienperson befindet.
[0023] Besondere Vorteile ergeben sich, wenn gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung
in dem Display situativ Informationen dargestellt werden. Die erfindungsgemäße Anzeige-
und Bedieneinrichtung bildet somit eine situative Anzeige, bei der situativ bzw. selektiv
Informationen im Sichtfeld anzeigt werden und lediglich dann Informationen angezeigt
werden, wenn diese sinnvoll und erforderlich sind. Eine situative Anzeige einer bestimmten
Information geht somit mit einer Aktion oder Reaktion des Flurförderzeugs einher.
Mit einer situativen und selektiven Anzeige bestimmter, ausgewählter Informationen
an dem erfindungsgemäßen transparenten Display der Anzeige- und Bedieneinrichtung
können somit dem Arbeitsinhalt angepasste Informationen im Hauptsichtfeld anzeigt
werden ohne die Sicht auf die Fahrbahn oder auf eine Last auf dem Lastaufnahmemittel
zu behindern. Die Darstellung von Informationen erfolgt hierbei derart, dass lediglich
die gerade für eine bestimmte Aufgabe oder einen bestimmten Arbeitsinhalt notwendigen
Informationen angezeigt werden und nur diese aktuell angezeigten Informationen sich
im Sichtfeld der Bedienperson befinden. Die situative und selektive, an eine bestimmte
Aufgabe oder einen bestimmten Arbeitsinhalt angepasste Anzeige von Informationen ermöglicht
es, das transparente Display in räumlicher Ausdehnung mit kompakten Abmessungen auszubilden.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung handelt es sich bei diesen
situativen bzw. selektiven Informationen um eine oder mehrere der folgenden Informationen
dient:
- Lastgewicht einer aufgenommenen Last
- Überlastanzeige
- Fahrzeuginformationen, beispielsweise momentane Hubhöhe und/oder momentane Fahrgeschwindigkeit
- beschränkende Fahrzeugreaktionen
- Richtungs- oder Abbiegeanzeige eines Lagernavigationssystems
- Auftragsinformationen eines Lagerverwaltungssystems
- Wareninformationen einer transportierten Ladung
- Internetbrowser
[0025] Beim Aufnahmen einer Last durch das Lastaufnahmemittel kann beispielsweise das mittels
einer Wiegeeinrichtung bestimmte Lastgewicht in dem transparenten Display angezeigt
werden und im Falle einer Überlast diese angezeigt werden. Zudem kann bei der Betätigung
der Hubeinrichtung des Lastaufnahmemittels die Hubhöhe in dem transparenten Display
angezeigt werden. Bei der Aufnahme einer Last können durch das Lastgewicht, die Art
der Last oder aus der eingestellten Hubhöhe beschränkende Fahrzeugreaktionen, beispielsweise
eine maximal zulässige Fahrgeschwindigkeit oder eine maximal zulässige Hubhöhe angezeigt
werden. Weiterhin kann nach dem Erkennen einer neu aufgenommen Last die Wareninformation
der Ladung in dem transparenten Display dargestellt werden. Im Fahrbetrieb des Flurförderzeugs
ist es sinnvoll, die momentane Fahrgeschwindigkeit bzw. bei einer aufgenommenen Last
eine maximal zulässige Fahrgeschwindigkeit anzuzeigen. Zudem können beim Einfahren
in bestimmte Lagerbereiche eines Lagers beschränkende Fahrzeugreaktionen, beispielsweise
eine erforderliche Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit, angezeigt werden. Zudem kann
bei Vorhandensein eines Lagernavigationssystems in dem transparenten Display eine
Richtungsanzeige oder bei einer erforderlichen Richtungsänderung ein entsprechendes
Abbiegesignal dargestellt werden, um die Bedienperson an eine Zielposition im Lager
zu führen. Weiterhin kann von einem übergeordneten Lagerveawaltungssystem, das in
einem Lager eine Auftragssteuerung durchführt, ein Auftrag in dem transparenten Display
dargestellt werden.
[0026] Die Bedienung des Flurförderzeugs mit dem erfindungsgemäßen von einem transparenten
Display gebildete Anzeige- und Bedieneinrichtung kann durch separate Bedienelemente,
beispielsweise Taster, Schalter, Drehsteller erfolgen, mit denen Informationen und
Befehle an dem transparenten Display ausgewählt und aktiviert bzw. deaktiviert werden
können oder eine in dem transparenten Display angezeigte bzw. ausgewählte Funktion
durch Betätigen einen separaten Bedienelements quittierbar ist.
[0027] Eine einfache und ergonomisch günstige Bedienung der erfindungsgemäßen, von einem
transparenten Display gebildeten Anzeige- und Bedieneinrichtung kann erzielt werden,
wenn gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung das transparente Display
mit einer berührungssensitiven Oberfläche zur Bedienung von Funktionen versehen ist.
Durch Berühren des transparenten Displays kann somit eine Auswahl von Informationen,
Befehlen und Funktionen erfolgen, die aktiviert bzw. deaktiviert werden sollen, oder
eine Quittierung einer auf dem transparenten Display dargestellten Information erfolgen.
[0028] Mit dem erfindungsgemäßen transparenten Display als Anzeige- und Bedieneinrichtung
können bevorzugt eine oder mehrere der folgenden Fahrzeugfunktionen gesteuert und
bedient werden:
- Beleuchtungsanlage
- Scheibenwischer
- Assistenzsysteme
- Bedienung eines Lagerverwaltungssystems
- Bedienung eines Lagernavigationssystems.
[0029] Mit einer erfindungsgemäßen, als transparentes Display ausgebildeten Anzeige- und
Bedienvorrichtung, die bevorzugt durch eine berührungssensitive Oberfläche als Touchscreen
oder durch eine akustische Steuerung und/oder durch eine Gestenerkennung gesteuert
werden kann, können die oben genannten Fahrzeugfunktionen auf einfache Weise und in
ergonomisch günstiger Weise gesteuert werden. Mit der erfindungsgemäßen Anzeige- und
Bedienvorrichtung kann gegenüber bisherigen Anzeige- und Bedieneinrichtungen einer
Verringerung der Anzahl der Bedienelemente im Fahrerarbeitsplatz erzielt werden. Durch
die Ausbildung der erfindungsgemäßen Anzeige- und Bedienvorrichtung als transparentes
Display und die Anordnung im Hauptsichtfeld der Bedienperson kann die erfindungsgemäße
Anzeige- und Bedieneinrichtung außerhalb des zentralen Greifbereichs der Bedienperson
angeordnet werden, so dass im zentralen Greifbereich der Bedienperson mehr Bauraum
für eine ergonomisch vorteilhafte Anordnung der Bedienelemente zur Steuerung der Hauptfunktionen
zur Lasthandhabung einer Last zur Verfügung steht. Weitere Vorteile und Einzelheiten
der Erfindung werden anhand der in den schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Hierbei zeigt
- Figur 1
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Flurförderzeugs und
- Figur 2
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Flurförderzeugs.
[0030] In der Figur 1 ist ein Gegengewichtsgabelstapler als Beispiel eines erfindungsgemäßen
Flurförderzeugs 1 dargestellt.
[0031] Das Flurförderzeug 1 umfasst einen Fahrzeugkörper 2, beispielsweise einen Fahrzeugrahmen,
und einen Lastteil 3, der im dargestellten Ausführungsbeispiel von einem Hubmast 4
und einem an dem Hubmast 4 mittels eines nicht näher dargestellten Hubantriebs anhebbar-
und absenkbar angeordneten Lastaufnahmemittel 5, beispielsweise einer von zwei Gabelzinken
bestehenden Lastgabel, gebildet ist. Das Flurförderzeug 1 stützt sich mittels mindestens
eines Antriebsrades und mindestens eines gelenkten Rades auf einer Fahrbahn 6 ab.
[0032] Der Fahrzeugkörper 2 ist mit einem Fahrerschutzdach 7 versehen, innerhalb dessen
ein Fahrerarbeitsplatz 8 für eine Bedienperson ausgebildet ist. Der Fahrerarbeitsplatz
8 umfasst einen Fahrersitz 9. Zur Bedienung des Flurförderzeugs 1 ist in Längsrichtung
des Flurförderzeugs 1 gesehen ein Lenkrad 10 vor dem Fahrersitz 9 angeordnet. Mittels
einer Pedaleinrichtung 11 im Fußraum des Fahrerarbeitsplatzes 8 kann ein Fahrantrieb
und eine Bremseinrichtung gesteuert werden. Zur Bedienung der Hauptfunktionen zur
Lasthandhabung einer Last durch das Lastaufnahmemittel 5 sind Bedienelemente 12 vorgesehen,
mit denen der Hubantrieb zum Heben und Senken des Lastaufnahmemittel 5, ein Neigeantrieb
zum Neigen des Hubmastes 4 und gegebenenfalls vorhandene Zusatzantriebe, beispielsweise
eine Seitenschiebereinrichtung zum seitlichen Verstellen des Lastaufnahmemittels 5
in Fahrzeugquerrichtung, gesteuert werden können. Die Bedienelemente 12 sind beispielsweise
von einem oder mehren Joysticks oder Minihebeln gebildet, die an der Vorderseite einer
seitlichen Armlehne 13 des Fahrersitzes 9 angeordnet sind.
[0033] Erfindungsgemäß ist ein transparentes Display 15 als Anzeige- und Bedieneinrichtung
am vorderen oberen Bereich des Fahrerschutzdaches 7 und somit des Fahrerarbeitsplatzes
8 angeordnet und befindet sich zwischen dem Fahrerarbeitsplatz 8 und dem Lastteil
4 im oberen Bereich des Fahrerarbeitsplatzes 8. Das transparente Display 15 ist somit
auf Kopfhöhe einer auf dem Fahrersitz 9 befindlichen Bedienperson angeordnet und ermöglicht
es, Information direkt in das Hauptblickfeld und die Hauptblickrichtung einer nach
Vorne auf das Lastteil 4 oder die Fahrbahn 6 blickenden Bedienperson einzublenden.
[0034] Das transparente Display 15 der Figur 1 ist als transparentes Flachdisplay 16 ausgebildet,
das im oberen und vorderen Bereich des Fahrerschutzdaches 7 angeordnet ist. Sofern
das Fahrerschutzdach 7 mit einer zwischen dem Fahrerarbeitsplatz 8 und dem Lastteil
4 angeordneten transparenten Frontscheibe versehen ist, kann als transparentes Display
ein transparentes Foliendisplay eingesetzt werden, das direkt an der Frontscheibe
angebracht oder in die Frontscheibe integriert werden kann.
[0035] Das transparente Display 15 weist an der dem Fahrerarbeitsplatz 8 zugewandten Oberfläche
eine berührungssensitive Oberfläche auf, so dass von der auf dem Fahrersitz 9 befindlichen
Bedienperson durch Berühren der Oberfläche des transparenten Displays 15 eine Bedienung
von Funktionen erfolgen kann.
[0036] In der Figur 2 ist das transparente Display 15 als Head-Up-Display 17 ausgebildet.
Das Head-Up-Display 17 umfasst einen Projektor 18, der an der Oberseite des Fahrerschutzdaches
7 angeordnet ist und Informationen auf eine transparente Displayscheibe 19 projiziert.
Die Displayscheibe 19 ist im vorderen, oberen Bereich des Fahrerschutzdaches 7 zwischen
dem Fahrerarbeitsplatz 7 und dem Lastteil 4 angeordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Displayscheibe 19 vor dem Fahrerschutzdach 7 und somit außerhalb des Fahrerarbeitsplatzes
8 angeordnet. Sofern das Fahrerschutzdach 7 mit einer zwischen dem Fahrerarbeitsplatz
8 und dem Lastteil 4 angeordneten transparenten Frontscheibe versehen ist, kann Displayscheibe
19 direkt an der Frontscheibe angebracht oder in die Frontscheibe integriert werden.
[0037] Zur Steuerung der Funktionen über die als Head-Up-Display 17 ausgebildete Anzeige-
und Bedieneinrichtung ist eine akustische Steuerung und/oder eine Gestenerkennung
vorgesehen. Der Projektor 18 kann hierzu mit einer Kamera und/oder Infrarotsensoren
und/oder Ultraschallsensoren bzw. einem Mikrofon versehen werden.
[0038] Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte transparente Display 15 als Anzeige- und
Bedieneinrichtung ermöglicht, situativ Information direkt in das Hauptsichtfeld einer
auf die Fahrbahn 6 oder das Lastaufnahmemittel 5 blickenden, auf dem Fahrersitz 9
sitzenden Bedienperson einzublenden.
[0039] Das erfindungsgemäße transparente Display 15 ermöglicht es somit, für den Betrieb
des Flurförderzeugs 1 erforderlichen Informationen, beispielsweise über den Zustand
des Flurförderzeugs 1 sowie weitere Informationen, beispielsweise über die Art und
den Zustand der Last, des betrieblichen Umfeldes sowie über auszuführende Aufträge
selektiv einzublenden.
[0040] An der erfindungsgemäßen Anzeige- und Bedieneinrichtung können weiterhin in ergonomisch
günstiger Weise Funktionen des Flurförderzeugs 1 bedient werden, beispielsweise eine
Beleuchtungsanlage oder eine Scheibenwischeranlage. Zudem können an der erfindungsgemäßen
Anzeige- und Bedieneinrichtung Eingaben für Assistenzsysteme, Meldungen für die Auftragssteuerung
eines Lagerverwaltungssystems oder eine Bedienung eines Lagernavigationssystems erfolgen.
[0041] Ein erfindungsgemäßes transparentes Display 15 als Anzeige- und Bedieneinrichtung,
das Informationen im oberen und vorderen Bereich zwischen dem Fahrerarbeitsplatz 8
und dem Lastteil 4 einblendet, vermeidet ein Abwenden des Hauptsichtfeldes einer nach
vorne auf die Fahrbahn 6 oder das Lastaufnahmemittel 5 blickenden Bedienperson, um
Informationen wahrnehmen zu können. Zudem vermeidet ein erfindungsgemäßes transparentes
Display 15, das im Hauptsichtfeld der Bedienperson angeordnet ist, ein ermüdendes
Neufokussieren der Augen und ein Einstellen auf veränderte Lichtverhältnisse. Gefahrensituationen
durch diese Sinnesbeeinträchtigung können vermieden werden. Es können weiterhin arbeitsbegleitende
Informationen situativ in das Hauptsichtfeld der Bedienperson eingeblendet werden,
so dass ein gezielter Informationsfluss in Richtung der Bedienperson erzielbar ist.
[0042] Das transparente Display 15 als Anzeige- und Bedieneinrichtung des Flurförderzeugs
1 ist weitgehend transparent und weist auch mit eingeblendeter Information lediglich
eine geringe Sichtbehinderung auf die Fahrbahn 6 bzw. das Lastaufnahmemittel 5 auf.
Durch die Anordnung im Hauptsichtfeld der Bedienperson im vorderen oberen Bereich
zwischen dem Fahrerarbeitsplatz 8 und dem Lastteil 4 wird eine Darstellung der Informationen
im zentralen Sichtbereich der auf die Fahrbahn 6 oder das lastaufnahmemittel 5 blickenden
Bedienperson erzielt. In Verbindung mit einer Touchscreen-Bedienung des transparenten
Displays 15 oder einer Gestenbedienung bzw. einer akustischen Bedienung der Funktionen
über das transparente Display 15 sind im zentralen Greifbereich der Bedienperson,
in dem sich die Bedienelemente 12 befinden, weniger Bedienelemente anzuordnen, so
dass eine ergonomisch günstige Positionierung der Bedienelemente 12 zur Steuerung
der Hauptfunktionen und Lasthandhabung einer Last durch das Lastaufnahmemittel 5 erzielbar
ist.
1. Flurförderzeug (1) mit einem Fahrerarbeitsplatz (8) und einem Lastteil (3), wobei
im lastteilseitigen Sichtfeld einer Bedienperson mindestens eine Anzeige- und Bedieneinrichtung
angeordnet ist, die eine Anzeige von Information und eine Bedienung von Funktionen
des Flurförderzeugs (1) ermöglicht, wobei die Anzeige- und Bedieneinrichtung von einem
Display (15) gebildet ist, das zwischen dem Fahrerarbeitsplatz (8) und dem Lastteil
(4) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Display transparent ist und zur Bedienung von Funktionen mittels der Anzeige-
und Bedieneinrichtung eine Gestenerkennung vorgesehen ist, wobei zum Erkennung und
zur Auswertung von Gesten Kameras, Infrarotsensoren oder Ultraschallsensoren eingesetzt
werden.
2. Flurförderzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Display (15) als Head-Up-Display (17) ausgebildet ist.
3. Flurförderzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Head-Up-Display (17) eine Projektor (18) und eine transparente Displayscheibe
(19) aufweist.
4. Flurförderzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Projektor (18) an einem Fahrerschutzdach (7) angeordnet ist.
5. Flurförderzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Displayscheibe (19) im vorderen Bereich eines Fahrerschutzdaches (7) angeordnet
ist oder in eine transparente Frontscheibe des Flurförderzeugs (1) integriert ist.
6. Flurförderzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das transparente Display (15) als Flachdisplay (16) oder als Foliendisplay ausgebildet
ist.
7. Flurförderzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachdisplay (16) oder das Foliendisplay im vorderen Bereich des Fahrerschutzdaches
(7) angeordnet ist oder an einer transparenten Frontscheibe des Flurförderzeugs (1)
angeordnet ist.
8. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Display (15) im vorderen oberen Bereich des Fahrerarbeitsplatzes (8) angeordnet
ist.
9. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Display (15) situativ Informationen dargestellt werden.
10. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Display (15) zur Anzeige einer oder mehrer der folgenden Informationen dient:
• Lastgewicht einer aufgenommenen Last
• Überlastanzeige
• Fahrzeuginformationen, beispielsweise momentane Hubhöhe und/oder momentane Fahrgeschwindigkeit
• beschränkende Fahrzeugreaktionen
• Richtungs- oder Abbiegeanzeige einer Lagernavigationssystem
• Auftragsinformationen eines Lagerverwaltungssystems
• Wareninformationen einer transportierten Ladung
• Internetbrowser.
11. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bedienung von Funktionen eine in dem Display (15) angezeigte Funktion durch Betätigen
einen separaten Bedienelements quittierbar ist.
12. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Display (15) mit einer berührungssensitiven Oberfläche zur Bedienung von Funktionen
mittels der Anzeige- und Bedieneinrichtung versehen ist.
13. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bedienung von Funktionen mittels der Anzeige- und Bedieneinrichtung eine akustische
Steuerung vorgesehen ist.
14. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Funktion als eine oder mehrere der folgenden Funktionen ausgebildet ist:
• Beleuchtungsanlage
• Scheibenwischer
• Assistenzsysteme
• Bedienung eines Lagerverwaltungssystems
• Bedienung eines Lagernavigationssystems.
1. Industrial truck (1) having a driver's workstation (8) and a load part (3), wherein
at least one display and operator control device is arranged in the load-part-side
field of vision of an operator, which display and operator control device permits
information to be displayed and functions of the industrial truck (1) to be controlled,
wherein the display and operator control device is formed by a display (15) which
is arranged between the driver's workstation (8) and the load part (4),
characterized
in that the display is transparent, and a gesture recognition system is provided for controlling
functions by means of the display and operator control device, wherein cameras, infrared
sensors or ultrasonic sensors are used for the detection and evaluation of gestures.
2. Industrial truck according to Claim 1, characterized in that the display (15) is embodied as a head-up display (17).
3. Industrial truck according to Claim 2, characterized in that the head-up display (17) has a projector (18) and a transparent display screen (19).
4. Industrial truck according to Claim 3, characterized in that the projector (18) is arranged on a driver's protective roof (7).
5. Industrial truck according to Claim 3 or 4, characterized in that the display screen (19) is arranged in the front region of a driver's protective
roof (7) or is integrated into a transparent front screen of the industrial truck
(1).
6. Industrial truck according to Claim 1, characterized in that the transparent display (15) is embodied as a flat display (16) or as a film display.
7. Industrial truck according to Claim 6, characterized in that the flat display (16) or the film display is arranged in the front region of the
driver's protective roof (7) or is arranged on a transparent front screen of the industrial
truck (1).
8. Industrial truck according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the display (15) is arranged in the front upper region of the driver's workstation
(8).
9. Industrial truck according to one of Claims 1 to 8, characterized in that information is displayed on a situational basis on the display (15).
10. Industrial truck according to one of Claims 1 to 9,
characterized in that the display (15) serves to display one or more of the following pieces of information:
• load weight of a picked-up load
• overload display
• vehicle information, for example instantaneous lifting height and/or instantaneous
velocity
• restricted vehicle reactions
• direction display or turning off display of a warehouse navigation system
• order information of a warehouse administration system
• goods information of a transported cargo
• Internet browser.
11. Industrial truck according to one of Claims 1 to 10, characterized in that for the control of functions a function which is displayed in the display (15) can
be acknowledged by activating a separate operator control element.
12. Industrial truck according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the display (15) is provided with a touch-sensitive surface for controlling functions
by means of the display and operator control device.
13. Industrial truck according to one of Claims 1 to 12, characterized in that an acoustic controller is provided for controlling functions by means of the display
and operator control device.
14. Industrial truck according to one of Claims 1 to 13,
characterized in that the function is implemented as one or more of the following functions:
• lighting system
• windscreen wiper
• assistance systems
• operator control of a warehouse administration system, and/or
• operator control of a warehouse navigation system.
1. Chariot de manutention (1) comportant un poste de conduite (8) et une partie de charge
(3), dans lequel au moins un dispositif d'affichage et de commande est disposé dans
le champ de vision situé du côté de la partie de charge d'un opérateur, lequel dispositif
permet un affichage d'informations et la commande de fonctions du chariot de manutention
(1), dans lequel le dispositif d'affichage et de commande est constitué d'un afficheur
(15) qui est disposé entre le poste de conduite (8) et la partie de charge (4), caractérisé en ce que l'afficheur est transparent et en ce qu'il sert à commander des fonctions au moyen du dispositif d'affichage et de commande,
dans lequel des caméras, des capteurs à infrarouge ou des capteurs à ultrasons sont
prévus pour détecter et évaluer des gestes.
2. Chariot de manutention selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'afficheur (15) est réalisé sous la forme d'un afficheur tête haute (17).
3. Chariot de manutention selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'afficheur tête haute (17) comporte un projecteur (18) et une vitre d'affichage
(19).
4. Chariot de manutention selon la revendication 3, caractérisé en ce que le projecteur (18) est disposé sur un toit de protection de conducteur (7).
5. Chariot de manutention selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la vitre d'affichage (19) est disposée dans la zone avant d'un toit de protection
de conducteur (7) ou est intégrée à une vitre avant transparente du chariot de manutention
(1).
6. Chariot de manutention selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'afficheur transparent (15) est réalisé sous la forme d'un afficheur plan (16) ou
d'un afficheur de type feuille.
7. Chariot de manutention selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'afficheur plan (16) ou l'afficheur de type feuille est disposé dans la zone avant
du toit de protection de conducteur (7) ou est disposé sur une vitre avant transparente
du chariot de manutention (1).
8. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'afficheur (15) est disposé dans la zone avant supérieure du poste de conduite (8).
9. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que des informations de situation sont représentées sur l'afficheur (15).
10. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que l'afficheur (15) est utilisé pour afficher une ou plusieurs des informations suivantes
:
- le poids d'une charge reçue
- des indicateurs de surcharge
- des informations concernant le véhicule, par exemple la hauteur de levage instantanée
et/ou la vitesse de déplacement instantané
- des réactions restrictives concernant le véhicule
- des indications de direction ou de changement de direction d'un système de positionnement
et de navigation
- des informations de commande d'un système de gestion de stock
- des informations concernant les marchandises d'un chargement transporté
- un navigateur internet.
11. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que, pour la commande de fonctions, une fonction affichée sur l'afficheur (15) peut être
acquittée par actionnement d'un élément de commande séparé.
12. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'afficheur (15) est muni d'une surface tactile permettant de commander des fonctions
au moyen du dispositif d'affichage et de commande.
13. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'une commande acoustique est prévue pour commander des fonctions au moyen du dispositif
de commande et d'affichage.
14. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que la fonction est mise en oeuvre sous la forme d'une ou plusieurs des fonctions suivantes
:
- système d'éclairage
- essuie-glace
- système d'assistance
- commande d'un système de gestion de stock
- commande d'un système de positionnement et de navigation.