[0001] Die Erfindung betrifft einen Türschließer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die
DE 34 11 189 A1 offenbart einen selbsttätigen Türschließer mit einer mit einem Türflügel kuppelbaren
Abtriebswelle, die von einer Schließstellung aus in beiden Drehrichtungen drehbar
ist und innerhalb des Gehäuses mit einer Hubkurvenscheibe formschlüssig zwischen Rollen
eines längsbeweglichen Schlittens fasst, an dem eine einen Arbeitsspeicher bildende
Federanordnung und der Kolben einer hydraulischen Dämpfungsvorrichtung angreifen.
Der Innenraum des Türschließergehäuses ist in zwei durch den Kolben getrennte Druckmittelräume
unterteilt. Die Druckmittelräume sind durch separate Kanäle mit je einem verschließbaren
Drosselventil zum Abströmen des Druckmittels aus dem sich beim Schließen der Tür verkleinernden
Druckraum und durch ein im Kolben angeordnetes, bei Öffnungsbewegung des Türflügels
ebenfalls öffnendes Rückschlagventil miteinander verbunden. Die separaten Kanäle sind
durch einen vom Kolben verschiebbaren Steuerschieber wechselweise sperrbar und freigebbar,
wobei in jeden Kanal ein die Druckmittelräume bedarfsweise verbindendes Sicherheitsventil
geschaltet ist. Die Hubendlage des Steuerschiebers ist in Bezug auf den Kolben einstellbar,
wodurch der Übergang zweier unterschiedlicher Dämpfungsbereiche der Schließbewegung
einstellbar ist.
[0003] Der Türschließer weist keine Vorrichtung für eine Dämpfung der Öffnungsbewegung auf.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Türschließer mit einer Vorrichtung
für eine Öffnungsdämpfung auszubilden. Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, eine
Verminderung des Wirkungsgrads zu Beginn der Öffnungsbewegung der Tür zu vermeiden.
[0005] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Die Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung.
[0007] Die Position des Kolbens eines Türschließers steht in direktem Zusammenhang mit der
Öffnungswinkel der Tür, da die Abtriebswelle des Türschließers über eine Getriebeanordnung,
beispielsweise mit einer Kurvenscheibe, mit dem Kolben verbunden ist, wobei die Drehbewegung
der Abtriebswelle der Getriebeanordnung in eine Verschiebebewegung des Kolbens umgesetzt
wird, und umgekehrt.
[0008] Die Kolbenstellung bewirkt ein Öffnen bzw. Schließen eines Überströmkanals, der die
Öffnungsdämpfung aktiviert. Bei verschlossenem Überströmkanal kann bei einer Bewegung
des Kolbens in Öffnungsrichtung die Hydraulikflüssigkeit im Türschließer nur über
ein im Gehäuse des Türschließers angeordnetes, von außen einstellbares Drosselventil
für die Öffnungsdämpfung strömen.
[0009] Die Öffnungsdämpfung verhindert durch Dämpfen der Türbewegung, dass der Flügel der
Tür bei einem unachtsamen Öffnen beispielsweise an einer Wand, einem Möbelstück oder
ähnlichem anschlägt, wodurch eine Beschädigung sowohl des Türflügels als auch der
Wand bzw. des Möbelstücks verhindert wird.
[0010] Zu Beginn der Öffnungsbewegung der Tür ist es erwünscht, die benötigte Kraft möglichst
niedrig zu halten. Daher erfolgt der Einsatzpunkt der Öffnungsdämpfung erst ab einem
bestimmten Türöffnungswinkel, um anfänglich den Türflügel ungedämpft öffnen zu können.
[0011] Durch das Drosselventil für die Öffnungsdämpfung entsteht im Türschließer ein Druckanstieg
im Bereich der Druckfeder und dem sich anschließenden Achsraum, in dem die Getriebeanordnung
und die Abtriebswelle angeordnet sind. Dieser Druckanstieg ist nachteilig für die
Abdichtung der Lagerung der Abtriebswelle nach außen hin, was durch Abdichtung des
Achsraums gegenüber dem Federraum verhindert werden kann. Diese Abdichtung führt jedoch
zu einer Verringerung des Wirkungsgrads durch Reibungsverluste im Dichtungsbereich
des Türschließers, wodurch eine höhere Kraft zur Türöffnung erforderlich ist, was
sich insbesondere im Anfangsbereich der Öffnungsbewegung für den Benutzer der Tür
nachteilig auswirkt.
[0012] Zur Reduzierung der anfänglichen Öffnungskraft, z.B. durch Reibungsverluste im Türschließer,
wird erfindungsgemäß diese Abdichtung des Achsraums erst unmittelbar vor Einsetzen
der Öffnungsdämpfung, und somit auch unmittelbar vor dem Einsetzen des Druckanstiegs
im Federraum, aktiviert, indem durch die Bewegung der Kolbenstange eine Kolbenstangendichtung
in Wirkstellung gebracht wird, die den Achsraum gegen den Federraum abdichtet.
[0013] Im Nachfolgenden werden Ausführungsbeispiele in der Zeichnung anhand der Figuren
näher erläutert.
[0014] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Türschließer mit schematischer Darstellung des prinzipiellen Aufbaus, horizontal
geschnitten;
- Fig. 2a
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Türschließers mit einer Öffnungsdämpfung in Ausgangsstellung
bei geschlossener Tür, vertikal geschnittenen;
- Fig. 2b
- einen vergrößerten Ausschnitt des Türschließers gemäß Fig. 2a;
- Fig. 2c
- den Türschließer gemäß Fig. 2a in einer Stellung bei teilweise geöffneter Tür;
- Fig. 2d
- einen vergrößerten Ausschnitt des Türschließers gemäß Fig. 2c;
- Fig. 3a
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Türschließers mit einer Öffnungsdämpfung im
Ausschnitt in Ausgangsstellung entsprechend Fig. 2a, vertikal geschnittenen;
- Fig. 3b
- den Türschließer gemäß Fig. 3a im Ausschnitt in teilweise geöffneten Stellung der
Tür entsprechend Fig. 2c.
[0015] In der Figur 1 ist ein horizontaler Schnitt durch einen Türschließer 1 gezeigt. Der
Türschließer 1 umfasst ein Gehäuse 2, in dem eine Kurvenscheibe 3 drehfest auf einer
die Abtriebswelle des Türschließers 1 bildenden, im Gehäuse 2 drehgelagerten Achse
4 angeordnet ist. Im Gehäuse 2 ist weiterhin ein längs des Türschließers 1 verschiebbarer
Schlitten 5 vorgesehen, welcher einerends eine drehgelagerte Rolle 6 aufweist, die
mit der Kontur der Kurvenscheibe 3 zusammenwirkt. Andernends ist an dem Schlitten
5 eine Kolbenstange 7 festgelegt, welche an ihrem vom Schlitten 5 abgewandten Ende
einen Kolben 8 aufweist. Der Kolben 8 ist in dem in diesem Bereich als zylindrische
Bohrung ausgebildeten Gehäuse 2 gegen dessen Innenwandung abgedichtet, so dass einerseits
des Kolbens 8 ein Federraum 12 gebildet ist. Die Bohrung im Gehäuse 2 ist endseitig
mit einem Verschlussdeckel 13 verschlossen, wodurch zwischen dem Kolben 8 und dem
Verschlussdeckel 13 ein Kolbenraum 14 gebildet ist. Der Innenraum des Gehäuses 2 ist
in bekannter Weise mit Hydraulikflüssigkeit befüllt, so dass sich im Federraum 12
und im Kolbenraum 14 Hydraulikflüssigkeit befindet. Dem Federraum 12 schließt sich
ein ebenfalls mit der Hydraulikflüssigkeit befüllter Achsraum 15 an, in dem die vorbeschriebenen
Teile der Abtriebswelle, wie Kurvenscheibe 3, Achse 4 mit Schlitten 5 und Rolle 6
angeordnet sind, welcher bei einem Türschließer 1 nach dem Stand der Technik gegenüber
dem Federraum nicht abgedichtet ist.
[0016] Im Federraum 12 ist eine Druckfeder 9 angeordnet, die auf dem Kolben 8 und auf einem
Federteller 10 abgestützt ist. Der Federteller 10 ist mit einer Schließkraftverstelleinrichtung
11 wirkverbunden, die eine Verlagerung des Federtellers 10 in Bezug auf den Kolben
8 durch Drehen einer von außerhalb des Gehäuses 2 zugänglichen Spindel 23 ermöglicht,
wodurch die Druckfeder 9 vorgespannt werden kann, um die Schließkraft des Türschließers
1 auf unterschiedliche Türflügelgewichte anpassen zu können. Die Spindel 23 greift
dazu in ein Ritzel 24 ein, das von der Kolbenstange 7 durchdrungen ist. Das Ritzel
24 weist einen mit einem Gewinde versehenen Fortsatz 25 auf, wobei der gegenüber dem
Gehäuse 2 gegen Drehen gesicherte Federteller 10 längs der Erstreckung des Fortsatzes
25 verstellbar ist.
[0017] Durch Öffnen des Flügels der hier nicht dargestellten Tür, welcher in an sich bekannter
Weise mit der Achse 4 der Kurvenscheibe 3 direkt oder über eine Hebelanordnung verbunden
sein kann, wird der Schlitten 5 in der Figur 1 nach rechts verschoben, da sich der
Abstand der Rolle 6 aufgrund der Kontur der Kurvenscheibe 3 gegenüber der Achse 4
vergrößert. Dadurch wird der über die Kolbenstange 7 mit dem Schlitten 5 verbundene
Kolben 8 gegen die Druckfeder 9 ebenfalls nach rechts verschoben, wodurch sich der
Kolbenraum 14 vergrößert und der Federraum 12 verkleinert. Die durch Kompression der
Druckfeder 9 gespeicherte Energie steht für die selbsttätige Schließbewegung des Türflügels
wieder zur Verfügung.
[0018] In den Figuren 2a bis 3b ist, teilweise als Ausschnitt, jeweils ein vertikaler Schnitt
durch den Türschließer 1 gemäß Figur 1 gezeigt. Die in bekannter Weise zur Beeinflussung
des Öffnungs- und Schließverhaltens des Türschließers 1 erforderlichen Überströmkanäle
16, 16a, 16b, 20, 20a, 20b, Rückschlagventile 17, 21 a, 21 b und Drosselventile 18,
19, 22, die in der Wandung des Gehäuses 2 angeordnet sind, sind in den Figuren schematisch
außerhalb des Gehäuses dargestellt, da diese in anderen Schnittebenen des Gehäuses
2 liegen. Die Überströmkanäle 16, 16a, 16b, 20, 20a, 20b münden entsprechend der Darstellung
in den zugeordneten Räumen im Gehäuse 2 und ermöglichen ein Überströmen der Hydraulikflüssigkeit
abhängig von der Bewegungsrichtung des Kolbens 8 und somit der Flussrichtung der Hydraulikflüssigkeit.
[0019] In dem sich verzweigenden Überströmkanal 16 ist ein Rückschlagventil 17 vorgesehen,
wobei in dem Überströmkanal 16a ein Drosselventil 18 für die Schließdämpfung und in
dem Überströmkanal 16b ein Drosselventil 19 für den Endschlag angeordnet sind. Damit
ist ein gesteuertes Überströmen der Hydraulikflüssigkeit zwischen dem sich vergrößernden
Federraum 12 und dem sich verkleinernden Kolbenraum 14 in Schließrichtung gegeben.
[0020] Weiterhin ist ein sich ebenfalls verzweigender Überströmkanal 20 vorgesehen, wobei
in dem Überströmkanal 20a ein Rückschlagventil 21 a und ein Drosselventil 22 für die
Öffnungsdämpfung angeordnet sind, wodurch auch eine Beeinflussung des Überströmens
der Hydraulikflüssigkeit in Öffnungsrichtung vom sich verkleinernden Federraum 12
in den sich vergrößernden Kolbenraum 14 gegeben ist. Der andere Überströmkanal 20b
verbindet den Kolbenraum 14 und den Federraum 12 direkt ohne ein Drosselventil und
überbrückt den Überströmkanal 20a mit dem Drosselventil 22 für die Öffnungsdämpfung.
Im Überströmkanal 20b ist weiterhin ein Rückschlagventil 21 b angeordnet, welches
den Überströmkanal 20b bei der Schließbewegung sperrt, um die Wirkung der Drosselventile
18, 19 für die Schließdämpfung bzw. den Endschlag nicht zu überbrücken. Dieser Überströmkanal
20b mündet, in Ausgangsstellung des Kolbens 8, nahe an dem Kolben 8 im Federraum 12
und wird durch den Kolben 8 bei dessen Bewegung in Öffnungsrichtung verschlossen.
Die Lage der Einmündung des Überströmkanals 20b in den Federraum 12 bestimmt dabei
den Einsatzpunkt der Öffnungsdämpfung.
[0021] Durch das Drosselventil 22 entsteht beim Öffnen, wobei der Kolben 8 gegen die Druckfeder
9 verschoben wird, ein Druck im Federraum 12 und dem sich anschließenden Achsraum
15. Da ein Druckanstieg im Achsraum 15 nicht gewünscht ist, um eine einfachere Abdichtung
der Lagerung der Abtriebswelle im Gehäuse 2 nach außen hin wählen zu können, ist,
zumindest während der Druckanstieg im Federraum 12 besteht, eine Abdichtung zwischen
dem Federraum und dem Achsraum 15 vorgesehen. Eine Abdichtung, insbesondere der Kolbenstange
7, verschlechtert jedoch aufgrund der Reibung zwischen der Abdichtung und Kolbenstange
7 den Wirkungsgrad, was zumindest zu Beginn der Öffnungsbewegung, d.h. bei kleinen
Türöffnungswinkeln, zu vermeiden ist, um ein leichtes Öffnen der Tür zu ermöglichen.
[0022] Da in diesem Bereich kleiner Türöffnungswinkel die Öffnungsdämpfung nicht aktiv ist,
weil das Drosselventil 22 durch den parallel angeordneten Überströmkanal 20b überbrückt
ist und somit kein Druckanstieg im Federraum 12 entsteht, ist auch in diesem Bereich
der Bewegung der Kolbenstange 7 keine Abdichtung zwischen Federraum 12 und Achsraum
15 erforderlich.
[0023] Die Abdichtung der Kolbenstange 7 erfolgt daher zumindest erst kurz bevor die Öffnungsdämpfung
durch das Verschließen der Mündung des Überströmkanals 20b in den Federraum 12 durch
den Kolben 8 wirksam wird, wodurch der Wirkungsgrad des Türschließers 1 bis zu diesem
Türöffnungswinkel unvermindert bleibt.
[0024] Die Fig. 2a bis 2d zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel einer bereichsweisen Abdichtung
der Kolbenstange 7 abhängig vom Türöffnungswinkel bzw. von der Stellung des mit dieser
verbundenen Kolbens 8. Fig. 2a zeigt den Türschließer 1 in seiner Ausgangsstellung
bei geschlossener Tür, wobei die Fig. 2b den Bereich der Abdichtung der Kolbenstange
7 im Ausschnitt vergrößert zeigt. Zwischen dem Federraum 12 und dem Achsraum 15 ist
die Schließkraftverstellung 11 angeordnet, der sich eine Achsraumdichtung 26 im Bereich
des Ritzels 24 zum Gehäuse 2 hin anschließt. Eine Verbindung zwischen dem Federraum
12 und dem Achsraum 15 besteht entlang der Kolbenstange 7 durch das Ritzel 24 mit
dessen Fortsatz 25. Zur Abdichtung der Kolbenstange 7 ist in der Bohrung im Ritzel
14, welche von der Kolbenstange durchdrungen wird, eine ringförmige Kolbenstangendichtung
27 in einer Nut 29 angeordnet. Um die Abdichtung zwischen Federraum 12 und Achsraum
15 nur bereichsweise zuzulassen, weist die Kolbenstange 7 eine Verjüngung 28 auf,
die sich in der Ausgangsstellung des Türschließers 1 im Bereich der Kolbenstangendichtung
27 befindet, wodurch diese nicht an der Kolbenstange 7 anliegt und somit keine Abdichtung
stattfindet. Die Verjüngung 28 weist eine gewisse Längserstreckung entlang der Kolbenstange
7 auf, so dass bei einer Öffnungsbewegung, bei welcher sich die Kolbenstange 7 in
der Figur nach rechts bewegt, sich die Kolbenstange 7 zunächst frei, d.h. ohne in
Kontakt mit der Kolbenstangendichtung 27 zu stehen, bewegt, wodurch vorteilhaft keine
Reibung zwischen Kolbenstangendichtung 27 und Kolbenstange 7 besteht, welche den Wirkungsgrad
des Türschließers 1 herabsetzen könnte.
[0025] Bevor der Türöffnungswinkel erreicht ist, ab dem die Öffnungsdämpfung einsetzt, indem
der Kolben 8 den Überströmkanal 20b verschließt und ein Druckanstieg im Federraum
12 entsteht, wird die Kolbenstange 7 abgedichtet, indem die mit einer Anlaufschräge
versehen Verjüngung 28 in den Außendurchmesser der Kolbenstange 7 übergeht, wodurch
die Kolbenstangendichtung 27 dichtend in Anlage mit der Kolbenstange 7 in ihre Wirkstellung
gelangt, wie es in den Figuren 2c und 2d gezeigt ist. Die Mündung des Überströmkanals
20b befindet sich vorteilhaft unmittelbar vor dem sich nach rechts bewegenden Kolben
8, wobei der Bereich der Verjüngung 28 gerade die Kolbenstangendichtung 27 passiert
hat und diese auf der Kolbenstange 7 dichtend anliegt. Dadurch sind der Federraum
12 und der Achsraum 15 gegeneinander abgedichtet, und ein Druckanstieg im Federraum
wirkt sich nicht nachteilig auf den Achsraum 15 und die Abdichtung der Lagerung der
Abtriebswelle aus.
[0026] In den Figuren 3a, 3b ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Abdichtung der Kolbenstange
7 abhängig vom Türöffnungswinkel entsprechend den Figuren 2a, 2c im Ausschnitt gezeigt,
wobei die Fig. 3a die Ausgangsstellung des Türschließers 1 bei geschlossener Tür und
die Fig. 3b die Stellung zeigt, bei welcher die Abdichtung der Kolbenstange nach Einsatz
der Öffnungsdämpfung gerade erfolgt ist.
[0027] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist zwischen dem Federraum 12 und dem Achsraum
15 die Schließkraftverstellung 11 angeordnet, der sich eine Achsraumdichtung 26 im
Bereich des Ritzels 24 zum Gehäuse 2 hin anschließt. Die Verbindung zwischen dem Federraum
12 und dem Achsraum 15 besteht ebenfalls entlang der Kolbenstange 7 durch das Ritzel
24 mit dessen Fortsatz 25 hindurch. Zur Abdichtung der Kolbenstange 7 ist ebenfalls
eine Nut 29 vorgesehen, in welcher die ringförmige Kolbenstangendichtung 27 angeordnet
ist. In der in Fig. 3a im Ausschnitt gezeigten Ausgangsstellung, in welcher der Federraum
12 gegen den Achsraum 15 nicht abgedichtet ist, befindet sich die Kolbenstangendichtung
27 außerhalb des Bereichs des Ritzels 24 mit dem Fortsatz 25 der Schließkraftverstellung
11. Bewegt sich die Kolbenstange 7 aufgrund der Türöffnungsbewegung in der Figur nach
rechts, gelangt die Kolbenstangendichtung 27 in ihre Wirkstellung im Bereich des Fortsatzes
25. Die Abdichtung zwischen dem Federraum 12 und dem Achsraum 15 erfolgt durch die
Kolbenstangendichtung 27 auf der Kolbenstange 7 gegen die Bohrung in der Schließkraftverstellung
11 bzw. in deren Fortsatz 25.
[0028] Es besteht zunächst auch hier bei kleinen Türöffnungswinkeln vorteilhaft keine Reibung
zwischen Kolbenstangendichtung 27 und der Kolbenstange 7, die den Wirkungsgrad des
Türschließers 1 herabsetzen könnte.
[0029] Die Anordnung zur Abdichtung des Federraums 12 gegenüber dem Achsraum 15 kann auch
zwischen der Kolbenstange 7 und dem Gehäuse 2, beispielsweise an der Verjüngung des
Gehäuses 2 im Bereich der Achsraumdichtung 26, welche dann entfallen kann, vorgesehen
sein. Es kann anstelle der Schließkraftverstellung 11 ein anderweitiges Aufnahmeelement,
welches von der Kolbenstange 7 durchdrungen ist, angeordnet sein, das zur Abdichtung
herangezogen ist.
[0030] Die Erfindung ist nicht auf eine Abdichtung im Bereich der Schließkraftverstellung
11 beschränkt. Es ist damit auch möglich, einen Türschließer 1, welcher keine Schließkraftverstellung
11 aufweist, mit der erfindungsgemäßen türöffnungswinkelabhängigen Abdichtung zwischen
Federraum 12 und Achsraum 15 auszubilden.
Liste der Referenzzeichen
[0031]
- 1
- Türschließer
- 2
- Gehäuse
- 3
- Kurvenscheibe
- 4
- Achse
- 5
- Schlitten
- 6
- Rolle
- 7
- Kolbenstange
- 8
- Kolben
- 9
- Druckfeder
- 10
- Federteller
- 11
- Schließkraftverstellung
- 12
- Federraum
- 13
- Verschlussdeckel
- 14
- Kolbenraum
- 15
- Achsraum
- 16
- Überströmkanal
- 16a
- Überströmkanal
- 16b
- Überströmkanal
- 17
- Rückschlagventil
- 18
- Drosselventil Schließdämpfung
- 19
- Drosselventil Endschlag
- 20
- Überströmkanal
- 20a
- Überströmkanal
- 20b
- Überströmkanal
- 21 a
- Rückschlagventil
- 21 b
- Rückschlagventil
- 22
- Drosselventil Öffnungsdämpfung
- 23
- Spindel
- 24
- Ritzel
- 25
- Fortsatz
- 26
- Achsraumdichtung
- 27
- Kolbenstangendichtung
- 28
- Verjüngung
- 29
- Nut
1. Türschließer (1), mit einem Gehäuse (2), einer in dem Gehäuse (2) angeordneten Getriebeanordnung
und einem mit der Getriebeanordnung mittels einer Kolbenstange (7) wirkverbundenen,
linear verschiebbar geführten, mit einer Druckfeder (9) beaufschlagten Kolben (8),
welcher den mit einer Hydraulikflüssigkeit gefüllten Innenraum des Gehäuses (2) in
einen Federraum (12) mit einem sich diesem anschließenden Achsraum (15) und einen
Kolbenraum (14) unterteilt, mit im Gehäuse (2) angeordneten Überströmkanälen (16),
und mit in den Überströmkanälen (16) angeordneten Drosselventilen (18, 19, 22) zur
Steuerung des Verhaltens des Türschließers (1),
dadurch gekennzeichnet,
dass ein durch das Drosselventil (22) für eine Öffnungsdämpfung ab einem bestimmten Türöffnungswinkel
bewirkter Druckanstieg im Federraum (12) gegenüber dem Achsraum (15) unmittelbar vor
dem Einsetzen des Druckanstiegs im Federraum (12) mittels einer durch die Bewegung
der Kolbenstange (7) in Wirkstellung gebrachten Kolbenstangendichtung (27) abgedichtet
ist.
2. Türschließer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstangendichtung (27) als Radialdichtung ausgebildet ist.
3. Türschließer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstangendichtung (27) in einer Bohrung im Gehäuse (2) angeordnet ist.
4. Türschließer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstangendichtung (27) in einer Nut (29) einer Bohrung der Schließkraftverstellung
(11) angeordnet ist.
5. Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (7) eine Verjüngung (28) aufweist.
6. Türschließer nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verjüngung (28) mit einer Anlaufschräge versehen ist, die in den Außendurchmesser
der Kolbenstange (7) übergeht, wobei durch die Bewegung der Kolbenstange (7) in Öffnungsrichtung
die Kolbenstangendichtung (27) dichtend in Anlage mit der Kolbenstange (7) gelangt.
7. Türschließer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstangendichtung (27) auf der Kolbenstange (7) angeordnet ist.
8. Türschließer nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass durch die Bewegungder Kolbenstange (7) in Öffnungsrichtung die Kolbenstangendichtung
(27) dichtend in Anlage mit der Bohrung im Gehäuse (2) oder der Bohrung in der Schließkraftverstellung
(11) gelangt.