| (19) |
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(11) |
EP 2 520 131 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.03.2017 Patentblatt 2017/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.12.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/IB2010/055830 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/080642 (07.07.2011 Gazette 2011/27) |
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| (54) |
GARGERÄTEVORRICHTUNG
COOKING APPLIANCE
SYSTÈME D'APPAREIL DE CUISSON
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
28.12.2009 ES 200931274
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.11.2012 Patentblatt 2012/45 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- PALACIOS TOMAS, Daniel
E-50008 Zaragoza (ES)
- BURDIO PINILLA, José Miguel
E-50018 Zaragoza (ES)
- GARDE ARANDA, Ignacio
E-50012 Zaragoza (ES)
- LLORENTE GIL, Sergio
E-50009 Zaragoza (ES)
- LUCIA GIL, Oscar
E-50006 Zaragoza (ES)
- MILLAN SERRANO, Ignacio
E-50018 Zaragoza (ES)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 361 780 WO-A2-2005/043737
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WO-A1-2007/048700 US-A- 3 989 916
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Gargerätevorrichtung, insbesondere einer Kochmuldengargerätevorrichtung,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es sind bereits Gargerätevorrichtungen mit zumindest zwei zur Anbindung an wenigstens
eine Wechselstromquelle vorgesehenen Induktoren, die jeweils zumindest eine Kapazität
aufweisen, bekannt.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Leistungsausbeute bereitzustellen.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst,
während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen
entnommen werden können.
[0005] Die Erfindung geht aus von einer Gargerätevorrichtung, insbesondere Kochmuldengargerätevorrichtung,
mit zumindest zwei zur Anbindung an wenigstens eine Wechselstromquelle vorgesehenen
Induktoren, die jeweils zumindest eine Kapazität aufweisen.
[0006] Es wird vorgeschlagen, dass die Gargerätevorrichtung zumindest eine Schalteinheit
umfasst, die dazu vorgesehen ist, in zumindest einem Betriebsmodus die Kapazitäten
der Induktoren miteinander zu verbinden. Dadurch kann eine auf unterschiedliche Leistungsabgaben
vorteilhaft anpassbare Gargerätevorrichtung bereitgestellt werden. Insbesondere kann
dadurch ein Boost-Modus mit einer zeitlich begrenzten Leistungssteigerung realisiert
werden, während ein Leistungsverlust in einem Normalmodus gering gehalten werden kann.
Eine Anzahl notwendiger Bauteile kann dabei gering gehalten werden. Insbesondere kann
dadurch eine Anzahl von Kondensatoren gering gehalten werden, wodurch eine kostengünstige
Gargerätevorrichtung mit einer hohen Leistungsausbeute realisiert werden kann. Unter
einem "Induktor" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine einen Schwingkreis
ausbildende Baueinheit verstanden werden, die in einem Schaltbild mittels der Kapazität,
einer Induktivität und einem Ersatzwiderstand darstellbar ist. Vorzugsweise ist der
Induktor dazu vorgesehen, mittels Induktion einen Gegenstand, wie beispielsweise einen
Kochtopf oder eine Pfanne, zu erwärmen und somit eine Garstelle auszubilden. Unter
einer "Kapazität" soll dabei insbesondere eine Baueinheit mit zumindest einem Kondensator
verstanden werden. Vorzugsweise soll unter einer Kapazität eine gesamte Kapazität
des mittels des Induktors ausgebildeten Schwingkreises verstanden werden, d.h. insbesondere
eine sich aus sämtlichen Kondensatoren des Schwingkreises ergebende Kapazität. Eine
Kapazität von elektrischen Verbindungen, wie insbesondere Verbindungskabel, soll dabei
vernachlässigt werden. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgestattet
und/oder ausgelegt verstanden werden.
[0007] Weiter wird vorgeschlagen, dass wenigstens einer der Induktoren eine Induktivität
aufweist, die in dem zumindest einen Betriebszustand mit den beiden Kapazitäten zeitgleich
verbunden ist. Dadurch kann die Leistungsabgabe des Induktors besonders vorteilhaft
beeinflusst werden. Zudem kann dadurch eine Resonanzfrequenz des Schwingkreises verändert
werden, wodurch eine Verlustleistung des Schwingkreises reduziert werden kann. Unter
einer "Induktivität" soll dabei insbesondere eine Baueinheit mit zumindest einer Induktionsspule
verstanden werden. Vorzugsweise soll unter einer Induktivität eine gesamte, auf den
mittels des Induktors ausgebildeten Schwingkreis wirkende Induktivität verstanden
werden, d.h. insbesondere eine sich aus sämtlichen Schwingspulen des Schwingkreises
ergebende Induktivität. Eine Induktivität von elektrischen Verbindungen, wie insbesondere
Verbindungskabeln, soll dabei vernachlässigt werden.
[0008] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schalteinheit zumindest ein Schaltelement aufweist,
das in einer Schaltstellung dazu vorgesehen ist, die Kapazitäten parallel zu schalten.
Dadurch kann ein Wert der Kapazität, die auf den entsprechenden Schwingkreis wirkt,
erhöht werden, wodurch insbesondere eine maximale Leistungsabgabe vorteilhaft gesteigert
werden kann. Unter einem "Schaltelement" soll dabei hier und im Folgenden ein Element
zur Bereitstellung einer schaltbaren elektrischen Verbindung verstanden werden. Das
Schaltelement kann dabei mechanisch ausgebildet sein, wie beispielsweise als Schalter,
elektrisch ausgebildet, wie beispielsweise als Relais, oder elektronisch ausgebildet,
wie beispielsweise als Transistor.
[0009] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfasst die Gargerätevorrichtung
zumindest einen ersten, dem ersten Induktor zugeordneten Wechselrichter und einen
zweiten, dem zweiten Induktor zugeordnet Wechselrichter. Dadurch kann eine unabhängige
Leistungsversorgung der Induktoren einfach realisiert werden. Unter einer "Zuordnung"
soll dabei insbesondere eine Zuordnung in einem Normalbetriebsmodus verstanden werden.
In dem Normalbetriebsmodus ist vorzugsweise der erste Wechselrichter dem ersten Induktor
zugeordnet, d.h. lediglich zur Leistungsversorgung des ersten Induktors vorgesehen,
wohingegen der zweite Wechselrichter dem zweiten Induktor zugeordnet ist, d.h. lediglich
zur Leistungsversorgung des zweiten Induktors vorgesehen ist.
[0010] Vorzugsweise umfasst die Gargerätevorrichtung weiter eine Schalteinheit, die in zumindest
einer Schaltstellung dazu vorgesehen ist, die beiden Wechselrichter parallel zu schalten.
Dadurch kann zusätzlich zur Erhöhung der Kapazitäten des entsprechenden Schwingkreises
auch eine Leistungszufuhr zu dem Schwingkreis gesteigert werden, wodurch die Leistungsabgabe
in dem einen Betriebsmodus besonders vorteilhaft gesteigert werden kann.
[0011] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schalteinheit zumindest ein erstes Schaltelement
aufweist, das dazu vorgesehen ist, den ersten Wechselrichter mit dem zweiten Induktor,
der dem zweiten Wechselrichter zugeordnet ist, zu verbinden. Dadurch kann in dem Betriebsmodus
die Leistungsabgabe beider Wechselrichter dem einem Induktor zugeführt werden, wodurch
eine hohe Leistungsabgabe in dem Betriebsmodus bei gleichzeitig hoher Effizienz in
dem Normalbetriebsmodus erreicht werden kann.
[0012] Außerdem wird vorgeschlagen, dass die Schalteinheit ein zweites Schaltelement aufweist,
das dazu vorgesehen ist, den zweiten Wechselrichter mit dem ersten Induktor, der dem
ersten Wechselrichter zugeordnet ist, zu verbinden. Dadurch kann für beide Induktoren
ein Boost-Modus vorgesehen werden, wodurch sich für einen Bediener eine hohe Flexibilität
ergibt.
[0013] Dabei ist es insbesondere vorteilhaft, wenn die Schalteinheit dazu vorgesehen ist,
die Wechselrichter jeweils mit höchstens einem der Induktoren zeitgleich zu verbinden.
Dadurch kann die von beiden Wechselrichtern bereitgestellte Leistung gezielt einem
Induktor zugeführt werden, wodurch die Leistungsabgabe dieses Induktors besonders
vorteilhaft gesteigert werden kann. Grundsätzlich können die beiden Wechselrichter
dabei mit dem gleichen Induktor oder mit unterschiedlichen Induktoren verbunden sein.
[0014] Außerdem wird vorgeschlagen, dass die Gargerätevorrichtung eine Steuereinheit aufweist,
die in zumindest einem Betriebsmodus dazu vorgesehen ist, die Schalteinheit zur Verbindung
der Kapazitäten und die Schalteinheit zur Verbindung der Wechselrichter zeitgleich
zu schließen. Durch gleichzeitige Steigerung der auf den Schwingkreis wirkenden Kapazität
und Steigerung der dem Schwingkreis zugeführten Leistung kann eine maximale Leistungsabgabe
erreicht werden, wodurch ein vorteilhafter Boost-Modus realisiert werden kann.
[0015] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schaltbild einer erfindungsgemäßen Gargerätevorrichtung in einem ausgeschalteten
Zustand und
- Fig. 2
- ein Schaltbild der erfindungsgemäßen Gargerätevorrichtung in einem Zustand, in dem
ein Boost-Modus für eine erste Garstelle der Gargerätevorrichtung geschaltet ist.
[0017] Fig. 1 zeigt schematisiert ein Schaltbild einer erfindungsgemäßen Gargerätevorrichtung.
Die Gargerätevorrichtung ist als eine Kochmuldengerätevorrichtung ausgebildet. Die
beispielhaft dargestellte Gargerätevorrichtung umfasst zwei Garstellen 38, 40. Die
Garstellen 38, 40 der Gargerätevorrichtung sind jeweils analog ausgestaltet. Grundsätzlich
kann das Gargerät mit einer beliebigen Anzahl von Garstellen versehen werden.
[0018] Die erste Garstelle 38 umfasst einen ersten Wechselrichter 26 sowie einen dem ersten
Wechselrichter 26 zugeordneten ersten Induktor 10. Zudem umfasst die Garstelle 38
eine Gleichspannungsquelle 42. Der Wechselrichter 26 ist als ein Halbbrücken-Umrichter
ausgebildet. Er stellt mittels der Gleichspannung der Gleichspannungsquelle 42 eine
Wechselspannung bereit. Eine von dem Wechselrichter 26 erzeugte Frequenz ist einstellbar.
Der Wechselrichter 26 weist zwei Schaltelemente auf, die zwischen einer positiven
Anschlussklemme 44 und einer negativen Anschlussklemme 46 der Gleichspannungsquelle
42 der Garstelle 38 in Reihe geschaltet sind. Weiter umfasst der Wechselrichter 26
zwei Dioden, die sogenannte Freilaufdioden ausbilden. Eine Kathode der ersten Diode
ist mit der negativen Anschlussklemme 46 der Gleichspannungsquelle 42 verbunden. Eine
Anode der zweiten Diode ist mit der positiven Anschlussklemme 44 der Gleichspannungsquelle
42 verbunden. Eine Anode der ersten Diode und eine Kathode der zweiten Diode sind
miteinander verbunden. Außerdem umfasst der Wechselrichter 26 eine Anschlussleitung
48 für den Induktor 10. Die Anode der ersten Diode, die Kathode der zweiten Diode
und die beiden Schaltelemente sind über die Anschlussleitung 48 miteinander verbunden.
Die von dem Wechselrichter 26 erzeugte Frequenz ist mittels einer Ansteuerung der
Schaltelemente einstellbar. Die Schaltelemente des Wechselrichters 26 sind mittels
Transistoren ausgebildet.
[0019] Der Induktor 10 bildet einen Schwingkreis aus. Er umfasst eine Induktivität 20 und
eine Kapazität 14. Zur Ausbildung der Kapazität 14 umfasst der Induktor 10 zwei Kondensatoren
50, 52. Die beiden Kondensatoren 50, 52 weisen eine gemeinsame erste Klemme auf, die
mittels einer Anschlussleitung 54 mit der Induktivität 20 des Induktors 10 verbunden
ist. Eine zweite Klemme des Kondensators 50 ist mit der positiven Anschlussklemme
44 der Gleichspannungsquelle 42 verbunden. Eine zweite Klemme des Kondensators 52
ist mit der negativen Anschlussklemme 46 der Gleichspannungsquelle 42 verbunden. Die
beiden Kondensatoren 50, 52 sind gleich groß.
[0020] Zur Ausbildung der Induktivität 20 umfasst der Induktor 10 eine Induktionsspule 56.
Die Induktionsspule 56 ist für eine elektromagnetische Leistungskopplung an magnetisierbare
Gegenstände, wie insbesondere Kochtöpfe, vorgesehen. Eine Einstellung der von der
Induktionsspule 56 abgegebenen Leistung erfolgt mittels der Einstellung der von dem
Wechselrichter 26 erfolgten Frequenz. Die abgegebene Leistung wird maximal, wenn die
erzeugte Frequenz einer Resonanzfrequenz des Induktors 10 entspricht.
[0021] Die zweite Garstelle 40 ist analog ausgebildet. Sie umfasst einen zweiten Wechselrichter
28 sowie einen dem zweiten Wechselrichter 28 zugeordneten Induktor 12. Außerdem umfasst
sie eine eigene Gleichspannungsquelle 58 zur Versorgung des Wechselrichters 28. Grundsätzlich
ist es aber auch denkbar, die beiden Gleichspannungsquellen 42, 58 einstückig auszuführen.
Der Wechselrichter 28 umfasst zwei als Transistoren ausgebildete Schaltelemente zur
Schaltung einer Frequenz des Wechselrichters 28 sowie zwei als Freilaufdioden ausgebildete
Dioden. Zum Anschluss des Induktors 12 umfasst er eine Anschlussleitung 72, mittels
der die Schaltelemente und die Dioden miteinander verbunden sind. Der Induktor 12
umfasst eine Induktivität 22 mit einer Induktionsspule 60 sowie eine Kapazität 16
mit zwei Kondensatoren 62, 64. Die beiden Kondensatoren 62, 64 umfassen eine gemeinsame
erste Klemme, die mittels einer Anschlussleitung 66 mit der Induktivität 22 verbunden
ist, sowie jeweils eine zweite Klemme, die mit einer positiven Anschlussklemme 68
bzw. einer negativen Anschlussklemme 70 der Gleichspannungsquelle 58 der zweiten Garstelle
40 verbunden sind.
[0022] Zur Schaltung der Garstellen 38, 40 umfasst die Gargerätevorrichtung eine Schalteinheit
30 mit zwei Schaltelementen 32, 34. Das Schaltelement 32 ist dem ersten Wechselrichter
und dem ersten Induktor 10 zugeordnet. Es ist zwischen der Anschlussleitung 48 des
Wechselrichters 26 und der Induktivität 20 angeordnet. Das Schaltelement 34 ist dem
zweiten Wechselrichter 28 und dem Induktor 12 zugeordnet. Es ist zwischen der Anschlussleitung
72 des Wechselrichters 28 und der Induktivität 22 angeordnet. Die Schaltelemente 32,
34 sind mittels Relais ausgebildet.
[0023] Zur Aktivierung der Garstellen 38, 40 weist jedes der Schaltelemente 32, 34 eine
erste Schaltstellung auf, in der es den Wechselrichter 26, 28 der entsprechenden Garstelle
38, 40 mit dem Induktor 10, 12 der entsprechenden Garstelle 38, 40 verbindet. Da die
beiden Schaltelemente 32, 34 unabhängig voneinander schaltbar sind, können die beiden
Garstellen 38, 40 unabhängig voneinander aktiviert werden.
[0024] Weiter ist mittels der Schalteinheit 30 ein Boost-Modus schaltbar. In dem Boost-Modus
schaltet die Schalteinheit 30 die beiden Wechselrichter 26, 28 parallel zueinander
und führt die von beiden Wechselrichtern 26, 28 bereitgestellte Leistung einem der
Induktoren 10, 12 zu. Zur Schaltung des Boost-Modus weist jedes der Schaltelemente
32, 34 zusätzlich eine zweite Schaltstellung auf. Das Schaltelement 32 verbindet in
der zweiten Schaltstellung die Anschlussleitung 48 des ersten Wechselrichters 26 mit
der Anschlussleitung 72 des zweiten Wechselrichters 28. Das Schaltelement 34 verbindet
in der zweiten Schaltstellung die Anschlussleitung 72 des zweiten Wechselrichters
28 mit dem Induktor 10 der ersten Garstelle 38.
[0025] In dem Boost-Modus der ersten Garstelle 38 verbindet die Schalteinheit 30 den Induktor
10 mit beiden Wechselrichtern 26, 28. Dazu wird das Schaltelement 32, das dem Induktor
10 zugeordnet ist, in seine erste Schaltstellung geschaltet. Der Induktor 10 ist damit
mit dem zugehörigen Wechselrichter 26 verbunden. Zusätzlich wird das andere Schaltelement
34 in die zweite Schaltstellung geschaltet. Damit ist der Wechselrichter 28, der dem
zweiten Induktor 12 zugeordnet ist, ebenfalls mit dem ersten Induktor 10 verbunden.
Die beiden Wechselrichter 26, 28 sind somit parallel zueinander geschaltet. Sie versorgen
gemeinsam den ersten Induktor 10 (vgl. Fig. 2).
[0026] In dem Boost-Modus der zweiten Garstelle 40 verbindet die Schalteinheit 30 den Induktor
12 mit beiden Wechselrichtern 26, 28. Dazu wird das Schaltelement 34, das dem Induktor
12 zugeordnet ist, in seine erste Schaltstellung geschaltet. Der Induktor 12 ist damit
mit dem zugehörigen Wechselrichter 28 verbunden. Zusätzlich wird das andere Schaltelement
32 in die zweite Schaltstellung geschaltet. Damit ist der Wechselrichter 26, der dem
ersten Induktor 10 zugeordnet ist, ebenfalls mit dem zweiten Induktor 12 verbunden.
Die beiden Wechselrichter 26, 28 sind somit parallel zueinander geschaltet. Sie versorgen
gemeinsam den zweiten Induktor 12.
[0027] Für den Boost-Modus umfasst die Gargerätevorrichtung zusätzlich zu der Schalteinheit
30 eine zweite Schalteinheit 18, mittels der die Kapazitäten 14, 16 der beiden Induktoren
10, 12 miteinander verbunden werden können. Die Schalteinheit 18 umfasst ein Schaltelement
24, mittels dem die beiden Anschlussleitungen 54, 66 zur Anbindung der Kapazitäten
14, 16 an die Induktivitäten 20, 22 elektrisch miteinander verbindbar sind. Durch
Schließen des Schaltelements 24 werden die Kapazitäten 14, 16 der unterschiedlichen
Garstellen 38, 40 parallel geschaltet. Dem der Induktoren 10, 12, für den der Boost-Modus
geschaltet ist, steht damit in dem Boost-Modus eine höhere Kapazität zur Verfügung.
Das Schaltelement 24 der Schalteinheit 18 ist als ein Relais ausgebildet.
[0028] Zur Steuerung der Garstellen 38, 40 umfasst die Gargerätevorrichtung eine Steuereinheit
36, mittels der die Schaltelemente 24, 32, 34 der Schalteinheiten 18, 30 sowie die
Schaltelemente der Wechselrichter 26, 28 gesteuert werden. In einem Normalbetriebsmodus
aktiviert die Steuereinheit 36 die Garstellen 38, 40 mittels der Schalteinheit 30
entsprechend einer Bedienervorgabe. Dazu schließt sie das der ausgewählten Garstelle
38, 40 zugeordnete Schaltelement 32, 34 und stellt anschließend mittels der beiden
Schaltelemente des entsprechenden Wechselrichters 26, 28 eine Frequenz ein, die einer
ausgewählten Leistung der entsprechenden Garstelle 38, 40 entspricht.
[0029] In dem Boost-Modus aktiviert die Steuereinheit 36 die ausgewählte Garstelle 38, 40
mittels der Schalteinheit 30. Zudem schaltet sie das Schaltelement 32, 34, das der
inaktiven Garstelle 38, 40 zugeordnet ist, in die zweite Schaltstellung. Außerdem
schließt sie das Schaltelement 24 der zweiten Schalteinheit 18. Anschließend stellt
sie mittels der Schaltelemente beider Wechselrichter 26, 28 eine Frequenz ein, die
einer Resonanzfrequenz des entsprechenden Induktors 10 unter Berücksichtigung der
gekoppelten Kapazitäten 14, 16 entspricht.
Bezugszeichen
[0030]
| 10 |
Induktor |
62 |
Kondensator |
| 12 |
Induktor |
64 |
Kondensator |
| 14 |
Kapazität |
66 |
Anschlussleitung |
| 16 |
Kapazität |
68 |
Anschlussklemme |
| 18 |
Schalteinheit |
70 |
Anschlussklemme |
| 20 |
Induktivität |
72 |
Anschlussleitung |
| 22 |
Induktivität |
|
|
| 24 |
Schaltelement |
|
|
| 26 |
Wechselrichter |
|
|
| 28 |
Wechselrichter |
|
|
| 30 |
Schalteinheit |
|
|
| 32 |
Schaltelement |
|
|
| 34 |
Schaltelement |
|
|
| 36 |
Steuereinheit |
|
|
| 38 |
Garstelle |
|
|
| 40 |
Garstelle |
|
|
| 42 |
Gleichspannungsquelle |
|
|
| 44 |
Anschlussklemme |
|
|
| 46 |
Anschlussklemme |
|
|
| 48 |
Anschlussleitung |
|
|
| 50 |
Kondensator |
|
|
| 52 |
Kondensator |
|
|
| 54 |
Anschlussleitung |
|
|
| 56 |
Induktionsspule |
|
|
| 58 |
Gleichspannungsquelle |
|
|
| 60 |
Induktionsspule |
|
|
1. Gargerätevorrichtung mit zumindest zwei zur Anbindung an wenigstens eine Wechselstromquelle
vorgesehenen Induktoren (10, 12), und zwar Schwingkreis ausbildenden Baueinheiten,
die jeweils zumindest eine Kapazität (14, 16) aufweisen, mit zumindest einem ersten,
dem ersten Induktor (10) zugeordneten Wechselrichter (26) und einem zweiten, dem zweiten
Induktor (12) zugeordneten Wechselrichter (28), gekennzeichnet durch zumindest eine Schalteinheit (18), die dazu vorgesehen ist, in zumindest einem Betriebsmodus
die Kapazitäten (14, 16) der Induktoren (10, 12) miteinander zu verbinden wobei die
Schalteinheit (18) zumindest ein Schaltelement (24) aufweist, das in einer Schaltstellung
dazu vorgesehen ist, die Kapazitäten (14, 16) parallel zu schalten.
2. Gargerätevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Induktoren (10, 12) eine Induktivität (20, 22) aufweist, die
in dem zumindest einen Betriebszustand mit den beiden Kapazitäten (14, 16) zeitgleich
verbunden ist.
3. Gargerätevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Schalteinheit (30), die in zumindest einer Schaltstellung dazu vorgesehen, die
beiden Wechselrichter (26, 28) parallel zu schalten.
4. Gargerätevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinheit (30) zumindest ein erstes Schaltelement (32) aufweist, das dazu
vorgesehen ist, den ersten Wechselrichter (26) mit dem zweiten Induktor (12), der
dem zweiten Wechselrichter zugeordnet ist, zu verbinden.
5. Gargerätevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinheit (30) ein zweites Schaltelement (34) aufweist, das dazu vorgesehen
ist, den zweiten Wechselrichter (28) mit dem ersten Induktor (10), der dem ersten
Wechselrichter (26) zugeordnet ist, zu verbinden.
6. Gargerätevorrichtung zumindest nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinheit (30) dazu vorgesehen ist, die Wechselrichter (26, 28) jeweils mit
höchstens einem der Induktoren (10, 12) zeitgleich zu verbinden.
7. Gargerätevorrichtung zumindest nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Steuereinheit (36), die in zumindest einem Betriebsmodus dazu vorgesehen ist,
die Schalteinheit (18) zur Verbindung der Kapazitäten (14, 16) und die Schalteinheit
(30) zur Verbindung der Wechselrichter (26, 28) zeitgleich zu schließen.
8. Gargerät, insbesondere Induktionsgargerät, mit einer Gargerätevorrichtung nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.
9. Verfahren zum Betreiben einer Gargerätevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
8, wobei Kapazitäten (14, 16) unterschiedlicher Induktoren (10, 12) der Gargerätevorrichtung
in wenigstens einem Betriebsmodus miteinander verbunden werden, und wobei in einer
Schaltstellung die Kapazitäten (14, 16) parallel geschaltet werden.
1. Cooking appliance apparatus having at least two inductors (10, 12) provided for connection
to at least one alternating current source, said inductors being structural units
forming an oscillating circuit and each having at least one capacitor (14, 16), having
at least one first inverter (26) assigned to the first inductor (10) and a second
inverter (28) assigned to the second inductor (12), characterised by at least one switch unit (18) which is provided to connect the capacitors (14, 16)
of the inductors (10, 12) to each other in at least one operating mode, wherein the
switch unit (18) has at least one switch element (24) which, in one switch position,
is provided to connect the capacitors (14, 16) in parallel.
2. Cooking appliance apparatus according to claim 1, characterised in that at least one of the inductors (10, 12) has an inductance (20, 22) which in the at
least one operating state is connected simultaneously to both capacitors (14, 16).
3. Cooking appliance apparatus according to claim 1 or 2, characterised by a switch unit (30) which in at least one switch position is provided to connect both
inverters (26, 28) in parallel.
4. Cooking appliance apparatus according to claim 3, characterised in that the switch unit (30) has at least one first switch element (32) which is provided
to connect the first inverter (26) to the second inductor (12) assigned to the second
inverter.
5. Cooking appliance apparatus according to claim 4, characterised in that the switch unit (30) has a second switch element (34) which is provided to connect
the second inverter (28) to the first inductor (10) assigned to the first inverter
(26).
6. Cooking appliance apparatus at least according to one of claims 1 or 2, characterised in that the switch unit (30) is provided to connect the inverters (26, 28) simultaneously
in each case to at most one of the inductors (10, 12).
7. Cooking appliance apparatus at least according to claim 3, characterised by a control unit (36) which in at least one operating mode is provided to close the
switch unit (18) for connecting the capacitors (14, 16) and the switch unit (30) for
connecting the inverters (26, 28) simultaneously.
8. Cooking appliance, especially induction cooking appliance, having a cooking appliance
apparatus according to one of the preceding claims.
9. Method for operating a cooking appliance apparatus according to one of claims 1 to
8, wherein capacitors (14, 16) of different inductors (10, 12) of the cooking appliance
apparatus are connected to each other in at least one operating mode, and wherein
in one switch position the capacitors (14, 16) are connected in parallel.
1. Dispositif d'appareil de cuisson avec au moins deux inducteurs (10, 12) prévus pour
le raccordement à au moins une source de courant alternatif, et des éléments constituant
un circuit oscillant, lesquels présentent respectivement au moins une capacité (14,
16), avec au moins un premier onduleur (26) affecté au premier inducteur (10) et un
deuxième onduleur (28) affecté au deuxième inducteur (12), caractérisé par au moins une unité de commutation (18) prévue afin de relier les capacités (14, 16)
des inducteurs (10, 12) l'une à l'autre dans au moins un mode d'exploitation, l'unité
de commutation (18) présentant au moins un élément de commutation (24) prévu afin
de commuter les capacités (14, 16) en parallèle dans une position de commutation.
2. Dispositif d'appareil de cuisson selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un des inducteurs (10, 12) présente une inductivité (20, 22) reliée simultanément
aux deux capacités (14, 16) dans l'au moins un état d'exploitation.
3. Dispositif d'appareil de cuisson selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par une unité de commutation (30) prévue afin de commuter les deux onduleurs (26, 28)
en parallèle dans au moins une position de commutation.
4. Dispositif d'appareil de cuisson selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de commutation (30) présente au moins un premier élément de commutation (32)
prévu afin de relier le premier onduleur (26) au deuxième inducteur (12) affecté au
deuxième onduleur.
5. Dispositif d'appareil de cuisson selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'unité de commutation (30) présente un deuxième élément de commutation (34) prévu
afin de relier le deuxième onduleur (28) au premier inducteur (10) affecté au premier
onduleur (26).
6. Dispositif d'appareil de cuisson selon au moins l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité de commutation (30) est prévue afin de relier simultanément les onduleurs
(26, 28) respectivement avec au maximum un des inducteurs (10, 12).
7. Dispositif d'appareil de cuisson selon au moins la revendication 3, caractérisé par une unité de commande (36) prévue dans au moins un mode d'exploitation afin de fermer
simultanément l'unité de commutation (18) pour la liaison des capacités (14, 16) et
l'unité de commutation (30) pour la liaison des onduleurs (26, 28).
8. Appareil de cuisson, en particulier appareil de cuisson à induction, avec un dispositif
d'appareil de cuisson selon l'une des revendications précédentes.
9. Procédé d'exploitation d'un dispositif d'appareil de cuisson selon l'une des revendications
1 à 8, dans lequel les capacités (14, 16) des différents inducteurs (10, 12) du dispositif
d'appareil de cuisson sont reliées l'une à l'autre dans au moins un mode d'exploitation,
et dans lequel les capacités (14, 16) sont commutées en parallèle dans une position
de commutation.

