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EP 2 520 719 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.11.2017 Patentblatt 2017/48 |
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Anmeldetag: 19.03.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Fahrzeugrückhaltesystem mit Anprallmatten
Vehicle retention system with impact mats
Système de retenue de véhicule doté de tapis de collision
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
02.05.2011 DE 102011100157
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.11.2012 Patentblatt 2012/45 |
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Patentinhaber: Volkmann & Rossbach GmbH & Co. KG |
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56410 Montabaur (DE) |
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Erfinder: |
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- Volkmann, Vanessa
56410 Montabaur (DE)
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Vertreter: Thum, Bernhard |
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Wuesthoff & Wuesthoff
Patentanwälte PartG mbB
Schweigerstraße 2 81541 München 81541 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-02/40779 WO-A2-2011/029975 US-A1- 2004 197 140
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WO-A1-2006/089321 FR-A1- 2 852 979
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeugrückhaltesystem zum seitlichen Absichern
einer Fahrbahn mit einer die Fahrbahn seitlich begrenzenden Wandkonstruktion.
[0002] Derartige Fahrzeugrückhaltesysteme sind aus dem Stand der Technik bekannt. So werden
in jüngster Vergangenheit verstärkt Betonkonstruktionen eingesetzt, die ein sich nach
oben verjüngendes Profil aufweisen. Derartige Profile werden beispielsweise als "New
Jersey-Profil" oder auch als "Step-Profil" bezeichnet. Es hat sich gezeigt, dass derartige
Betonkonstruktionen den Vorteil besitzen, in einer Aufprallsituation nicht nachzugeben
und deshalb in relativ eng bemessenen Einbausituationen zum Absichern von Fahrbahnen
eingesetzt werden können. Dieser vermeintliche Vorteil hat allerdings schwerwiegende
Folgen für die Insassen eines anprallenden Fahrzeugs. Die Tatsache, dass die Betonkonstruktion
im Anprallfall nicht nachgibt, führt dazu, dass die gesamte Anprallenergie vom Fahrzeug
selbst abgebaut werden muss. Regelmäßig kommt es aufgrund der konischen Profilierung
der Konstruktion dazu, dass insbesondere kleinere leichtgewichtige Fahrzeuge in Folge
eines Anpralls an der Konstruktion aufsteigen, zur Fahrbahn zurückgelenkt werden und
dann wieder auf die Fahrbahn herunterfallen. Dabei kommt es zu erheblichen Schwankbewegungen
des Fahrzeugs, die auf die Fahrzeuginsassen übertragen werden. Schlimmstenfalls kann
es in Folge eines solchen Aufpralls dazu kommen, dass die Insassen mit dem Kopf an
einen Seitenholm des Fahrzeugs schlagen und sich dabei schwerwiegende Verletzungen
zuziehen. Auch bei Ausbleiben eines solchen Anschlagens führen die erheblichen Schwankbewegungen,
die durch das schlagartige Zurückwerfen des Fahrzeugs von der nicht nachgebenden Betonkonstruktionen
resultieren, zu erheblichen Krafteinwirkungen auf den Körper des Fahrers sowie etwaiger
Fahrzeuginsassen, die massive innere Verletzungen bis hin zu Genickbrücken nach sich
ziehen.
[0003] Gerade weil derartige schwerwiegende Verletzungen verstärkt auftreten, wird in jüngster
Zeit darüber nachgedacht, wie bereits bestehende Betonkonstruktionen sicherer gemacht
werden können.
[0004] Im Stand der Technik finden sich weitere Fahrzeugrückhaltesysteme wieder. Die
FR 2 852 979 A1 und die
WO 2011/029975 A2 offenbaren jeweils einen Durchrutschschutz für Motorradfahrer.
[0005] Ferner offenbart die
WO 2006/089321 A2 eine Schutzvorrichtung, die über ein elastisches Distanzelement, das mit dem oder
den Stehern verbunden ist, um so eine vergrößerte Knautschzone bzw. einen verlängerten
Abbremsweg für einen kollidierenden Gegenstrand zu schaffen.
[0006] Darüber hinaus offenbart die
US 2004/0 197 140 A1 eine Möglichkeit bereits bestehende Leitplanken ästhetisch zu verschönern.
[0007] Das Dokument
WO 02/40779 A1 offenbart eine Vielzahl deformierbarer Komponenten, die dafür vorgesehen sind, an
eine starre Absperranordnung angebracht zu werden.
[0008] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fahrzeugrückhaltesystem
der eingangs bezeichneten Art bereitzustellen, das die vorstehend geschilderten Nachteile
vermeidet.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Fahrzeugrückhaltesystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0010] Erfindungsgemäß wird also an einer bestehenden Wandkonstruktion, insbesondere an
einer Betonkonstruktion an der der Fahrbahn zugewandten Seite eine Elastomerbahn angebracht.
Diese Elastomerbahn ist versteift, um zu vermeiden, dass in Folge eines Anpralls eines
Fahrzeugs die Elastomerbahn bei den dabei auftretenden hohen Kräften zerstört wird
und im Wesentlichen wirkungslos bleibt Zum anderen sorgt sie für eine massive Erhöhung
des Reibfaktors zwischen dem anprallenden Fahrzeug und dem Fahrzeugrückhaltesystem,
sodass ein Aufsteigen des Fahrzeugs an dem Fahrzeugrückhaltesystem aufgrund der Reibung
weitgehend unterbunden wird. Vielmehr wird das Fahrzeug stark abgebremst und reibt
sozusagen entlang dem Fahrzeugrückhaltesystem, bis es nach Abbau eines erheblichen
Anteils der Aufprallkräfte wieder zur Fahrbahn zurückgelenkt wird.
[0011] Die Erfindung besitzt also den Vorteil, dass bereits bestehende Fahrzeugrückhaltesysteme
aber auch neu installierte Fahrzeugrückhaltesysteme aus Beton mit einer entsprechenden
Elastomerbahn versehen und so sicherer gestaltet werden können. Der Reibeffekt hat
den Vorteil, dass das Fahrzeug an der Wandkonstruktion entlang reibt und entsprechend
abgebremst wird.
[0012] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Elastomerbahn
eine Mehrzahl schussartig zusammengesetzter Elastomermatten aufweist. So ist es möglich,
dass die Elastomermatten in ihrer Länge entsprechend der Schussweite einzelner Wandelemente
der Wandkonstruktion dimensioniert werden. Sie können aber auch länger oder kürzer
ausgebildet sein. Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Versteifungsstruktur
von einer Gitterstruktur oder einer Wabenstruktur gebildet ist. Es hat sich gezeigt,
dass die Ausbildung der Versteifungsstruktur in Form einer Gitterstruktur oder einer
Wabenstruktur zu einer erheblichen Versteifung führt, sodass einer Zerstörung entgegengewirkt
werden kann. Auch haben entsprechende Versteifungsstrukturen - Gitter oder Waben -
dämpfenden Effekt für das anprallende Fahrzeug.
[0013] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Elastomerbahn mit einer im wesentlichen
geschlossenen Anlagefläche an der Wandkonstruktion anliegt. Dadurch ist gewährleistet,
dass die jeweilige Elastomerbahn sicher an der Wandkonstruktion angebracht werden
kann. Auch lassen sich dadurch bessere Reibeffekte erzielen, beispielsweise dann,
wenn in Folge der hohen Anprallkräfte die Versteifungsstruktur zerstört wird und nur
noch die Anlagefläche bestehen bleibt.
[0014] Zur Anbringung der jeweiligen Elastomerbahn ist es möglich, diese an der Wandkonstruktion
festzukleben. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Elastomerbahn mit Befestigungsbolzen
an der Wandkonstruktion fixiert ist. Die Anzahl und der Ort der Anbringung der Bolzen
ist dabei je nach Einsatzfall wählbar.
[0015] Bekanntermaßen werden entsprechende Wandkonstruktionen sowohl zur Absperrung zweier
Verkehrswege zueinander in der Fahrbahnmitte angeordnet. Alternativ können diese aber
auch seitlich an einer Fahrbahn angebracht werden. Im erstgenannten Fall, das heißt
zum Abtrennen zweier gegenläufiger Verkehrswege werden in der Regel Wandkonstruktionen
verwendet, die beidseits wirksam sind, wobei die eine Seite dem einen Verkehrsweg
und die andere Seite dem gegenläufigen Verkehrsweg zugewandt sind. In diesem Fall
sieht eine Weiterbildung der vorliegenden Erfindung vor, dass die Elastomerbahn mit
wenigstens einem Befestigungsbügel an der Wandkonstruktion angebracht ist. So lassen
sich über die Befestigungsbügel beidseits der Wandkonstruktion entsprechende Elastomerbahnen
anbringen. Es ist aber auch möglich, Befestigungsbügel zur lediglich einseitigen Anbringung
entsprechender Elastomerbahnen zu verwenden. Entsprechende Befestigungsbügel können
aber auch nur vorübergehend zur Befestigung der Elastomerbahnen verwendet werden,
beispielsweise als Montagehilfe, in die die Elastomerbahnen in einer Solllage eingehängt
werden können, dann die Befestigungsschrauben verbohrt werden können und danach die
Befestigungsbügel wieder entfernt werden können.
[0016] Zur Vereinfachung der Montage und zur Anbringung einer Vielzahl von Befestigungsbolzen
ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung möglich, dass die Elastomerbahn eine
Vielzahl von Montagebohrungen aufweist. Bevorzugt ist in der Versteifungsstruktur
in regelmäßigen Abständen jeweils eine Montagebohrung bereits bei deren Fertigung
eingebracht. So kann bei einer Wabenstruktur beispielsweise in jeder Wabe zentral
eine Montagebohrung vorgesehen sein.
[0017] Um zu vermeiden, dass sich in der Versteifungsstruktur oder anderweitig an der Elastomerbahn
Wasser sammelt, kann erfindungsgemäß ferner vorgesehen sein, dass die Elastomerbahn
Wasserabflussöffnungen aufweist. Dies erhöht die Witterungsbeständigkeit des erfindungsgemäßen
Fahrzeugrückhaltesystems.
[0018] Üblicherweise ist im Zusammenhang mit der Erfindung vorgesehen, dass die Wandkonstruktion
eine Mehrzahl schussweise zusammengesetzter massiver Wandelemente aufweist. Dabei
ist insbesondere vorgesehen, dass die Wandkonstruktion aus Beton hergestellt ist.
Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung auch bei einer Ortbetonschutzwand
Anwendung finden kann, welche mittels Gleitschalenfertiger nahtlos im Endlosband auf
der Baustelle hergestellt wurde.
[0019] Die Erfindung betrifft ferner eine Elastomerbahn für ein Fahrzeugrückhaltesystem
der eingangs beschriebenen Art.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft anhand der beiliegenden Figuren erläutert.
Es stellen dar:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Fahrzeugrückhaltesystems im Vormontagezustand;
- Figur 2
- eine Vorderansicht des erfindungsgemäßen Fahrzeugrückhaltesystems;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Fahrzeugrückhaltesystem;
- Figur 4
- eine achsorthogonale Schnittansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Fahrzeugrückhaltesystems; und
- Figur 5
- eine Ansicht entsprechend Figur 4 eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Fahrzeugrückhaltesystems.
[0021] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Fahrzeugrückhaltesystem gezeigt und allgemein
mit 10 bezeichnet. Man erkennt, dass dieses eine Wandkonstruktion 12 aus einer Mehrzahl
schussartig zusammengesetzter Wandelemente 14, 16 aus Beton aufweist. Diese sind im
sogenannten Step-Profil ausgeführt, das heißt sie laufen nach oben hin konisch zu
und haben in ihrem nahe dem Untergrund liegenden unteren Bereich eine Verdickung 18.
Man erkennt, dass an den einzelnen Wandelementen 14 und 16 beidseitig Elastomermatten
20, 22, 24 angebracht sind. Diese Elastomermatten werden mit entsprechenden Bolzen
26 und Unterlegscheiben 28 an der Wandkonstruktion 12 angebracht.
[0022] Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung auch bei einer Ortbetonschutzwand
Anwendung finden kann, welche mittels Gleitschalenfertiger im Endlosband auf der Baustelle
hergestellt wurde.
[0023] Die Elastomermatten 20, 22, 24 weisen eine durchgehende Rückwand 30 auf, besitzen
jedoch an ihrer der Fahrbahn zugewandten Vorderseite eine Wabenstruktur mit regelmäßigen
polygonale (hier sechseckige) Waben. Diese haben eine Tiefe b von mehreren Zentimetern.
In den einzelnen Waben sind Bohrungen 31 angebracht, um eine beliebige Anbringung
von Befestigungsbolzen zu ermöglichen, wie im Folgenden noch erläutert. Diese Bohrungen
31 dienen auch dazu, um zu verhindern, dass sich darin Wasser sammelt. Zusätzlich
oder alternativ zu den Bohrungen 31 können aber auch weitere Öffnungen oder Bohrungen
in den Waben zum Wasserablauf vorgesehen sein, die beispielsweise bei der Herstellung
der Wabenstruktur mit hergestellt werden.
[0024] Die Stärke d der Elastomermatten 20, 22, 24 ist so gewählt, dass diese weiter von
dem Wandprofil abstehen, als der Sprung zwischen dem unteren verstärkten Bereich 18
und dem darüber liegenden schmäleren Bereich 19. Diese Stärkendimensionierung ist
insbesondere in den Figuren 4 und 5 anhand der Dimension s zu erkennen.
[0025] In der Vorderansicht gemäß Figur 2 und der Draufsicht gemäß Figur 3 des montierten
Fahrzeugrückhaltesystems erkennt man, dass die Elastomermatten 20, 22, 24 nahtlos
entsprechend der Schussweite der einzelnen Wandelemente 14, 16 (oder in regelmäßigen
Abständen an einer nahtlosen Ortbetonwand) aneinandergefügt sind. In Figur 3 erkennt
man, dass beidseits des Strangs 12 aus Wandelementen 14, 16 etc. entsprechende Elastomermatten
22, 24 etc. angebracht sind.
[0026] Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Fahrzeugrückhaltesystem
10. Insbesondere lässt dieser Querschnitt erkennen, dass die Elastomermatten 22, 24
über entsprechende Befestigungsbolzen 26 an dem Wandelement 16 angebracht sind. Auch
erkennt man den verdickten unteren Abschnitt 18 sowie den Rücksprung zu dem oberen
Abschnitt 19. Ferner erkennt man, dass die Elastomermatten um den Betrag s größer
dimensioniert sind als dieser Rücksprung. Schließlich erkennt man auch dass die mattenförmig
ausgebildeten Elastomerbahnen eine durchgehende Rückwand 30 mit entsprechenden Befestigungsöffnungen
31 aufweisen.
[0027] Figur 5 zeigt eine Abwandlung der Ausführungsform gemäß Figur 4, anders als bei der
Ausführungsform gemäß Figur 4 werden bei der Ausführungsform gemäß Figur 5 die Elastomerbahnen
einfach über einen Befestigungsbügel 40 mit entsprechenden Befestigungszapfen 42 auf
ein entsprechendes Wandelement 16 aufgehängt. Gegebenenfalls können diese noch zusätzlich
mit korrespondierenden Befestigungsbolzen 26 (in Figur 5 nicht gezeigt) fixiert werden.
Ansonsten sind die Elastomermatten 20, 22, 24 ebenfalls wabenförmig ausgebildet, wie
in Figur 4 gezeigt und mit Bezug auf Figuren 1 bis 3 beschrieben. Die in Figur 5 gezeigte
Abwandlung kann auch nur einen vorübergehenden Zustand während der Montage darstellen.
So wird dann der Befestigungsbügel 40 lediglich vorübergehend als Montagehilfe für
die Elastomermatten 20, 20, 24 verwendet und nach Befestigung der Elastomermatten
an der Betonwand mittels geeigneter Befestigungsbolzen 26 in der in Figur 4 gezeigten
Weise anschließend wieder entfernt. Beide Varianten - Befestigungsbügel 40 als dauerhafte
Befestigung oder Befestigungsbügel 40 als Montagehilfe - sind von Vorteil.
[0028] Die Erfindung hat den Vorteil, dass bestehende Betonschutzwände mit entsprechenden
Elastomermatten 20, 22, 24 nachgerüstet werden können. In einer Anprallsituation,
bei der ein Fahrzeug an eine solche Betonschutzwand anprallt, sorgen diese Elastomerbahnen
dafür, dass das Fahrzeug abgebremst wird. Die Elastomerbahnen haben insbesondere Reibungseffekt
und verhindern ein allzu heftiges Ansteigen des Fahrzeugs an der schrägen Kontur des
Betonprofils. Dabei wirkt die Wabenstruktur dämpfend. Das Fahrzeug reibt sozusagen
an der Elastomerbahn entlang, wobei Anprallenergie abgebaut wird. Diese Reibung hat
auch den Effekt, dass das Fahrzeug einseitig abgebremst und somit immer wieder hin
zum Betonprofil geleitet wird.
[0029] Insgesamt ergibt sich eine erheblich verbesserte Umlenkung des anprallenden Fahrzeugs
als bei einem Betonprofil ohne entsprechende Elastomerbahnen.
1. Fahrzeugrückhaltesystem (10) zum seitlichen Absichern einer Fahrbahn mit einer die
Fahrbahn seitlich begrenzenden Wandkonstruktion (12), wobei die Wandkonstruktion (12)
an ihrer der Fahrbahn zugewandten Seite mit einer flächigen Elastomerbahn (20, 22,
24) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerbahn mattenförmig ausgebildet ist und eine durchgehende Rückwand (30)
mit Befestigungsöffnungen (31) aufweist, wobei die Elastomerbahn eine Versteifungsstruktur
aufweist, und wobei die versteifte Elastomerbahn dazu ausgebildet ist, aufgrund einer
gewissen Eigendeformation Aufprallkräfte abzubauen.
2. Fahrzeugrückhaltesystem (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerbahn eine Mehrzahl schussartig zusammengesetzter Elastomermatten (20,
22, 24) aufweist.
3. Fahrzeugrückhaltesystem (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstruktur von einer Gitterstruktur oder einer Wabenstruktur gebildet
ist.
4. Fahrzeugrückhaltesystem (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerbahn (20, 22, 24) mit einer im wesentlichen geschlossenen Anlagefläche
(30) an der Wandkonstruktion (12) anliegt.
5. Fahrzeugrückhaltesystem (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerbahn (20, 22, 24) mit Befestigungsbolzen (26) an der Wandkonstruktion
(12) fixiert ist.
6. Fahrzeugrückhaltesystem (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerbahn (20, 22, 24) mit wenigstens einem Befestigungsbügel (40) an der
Wandkonstruktion (12) als Montagehilfe vorübergehend oder dauerhaft angebracht ist.
7. Fahrzeugrückhaltesystem (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerbahn (20, 22, 24) eine Vielzahl von Montagebohrungen (31) aufweist.
8. Fahrzeugrückhaltesystem (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerbahn (20, 22, 24) eine Vielzahl von Wasserabflussöffnungen aufweist.
9. Fahrzeugrückhaltesystem (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wandkonstruktion (12) als nahtlose Ortbetonwand ausgeführt ist oder eine Mehrzahl
schussweise zusammengesetzter massiver Wandelemente (14, 16) aufweist.
10. Fahrzeugrückhaltesystem (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wandkonstruktion (12) aus Beton hergestellt ist.
11. Elastomerbahn (20, 22, 24), die an einer der Fahrbahn zugewandten Seite einer Wandkonstruktion
(12) eines Fahrzeugrückhaltesystems (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche anbringbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerbahn mattenförmig ausgebildet ist und eine durchgehende Rückwand (30)
mit Befestigungsöffnungen (31) aufweist, wobei die Elastomerbahn eine Versteifungsstruktur
aufweist, und wobei die versteifte Elastomerbahn dazu ausgebildet ist, aufgrund einer
gewissen Eigendeformation Aufprallkräfte abzubauen.
1. A vehicle retention system (10) for the lateral protection of a roadway, comprising
a wall construction (12) which laterally limits the roadway, wherein the wall construction
(12) is provided with a planar elastomer web (20, 22, 24) on its side facing the roadway,
characterised in that the elastomer web is formed mat-shaped and comprises a continuous rear wall (30)
with fastening holes (31), wherein the elastomer web comprises a reinforcing structure,
and wherein the reinforced elastomer web is adapted to relieve impact forces by virtue
of a certain inherent deformation.
2. The vehicle retention system (10) according to Claim 1,
characterised in that the elastomer web comprises a plurality of weft-type combined elastomer mats (20,
22, 24).
3. The vehicle retention system (10) according to Claim 1 or 2,
characterised in that the reinforcing structure is formed by a grid structure or a honeycomb structure.
4. The vehicle retention system (10) according to one of the previous claims, characterised in that the elastomer web (20, 22, 24) is in contact with the wall construction (12) through
an essentially closed contact surface (30).
5. The vehicle retention system (10) according to one of the previous claims, characterised in that the elastomer web (20, 22, 24) is fixed at the wall construction (12) by means of
fastening bolts (26).
6. The vehicle retention system (10) according to one of the previous claims, characterised in that the elastomer web (20, 22, 24) is temporarily or permanently attached at the wall
construction (12) by means of at least one fastening bracket (40) as an installation
aid.
7. The vehicle retention system (10) according to one of the previous claims, characterised in that the elastomer web (20, 22, 24) comprises a plurality of mounting holes (31).
8. The vehicle retention system (10) according to one of the previous claims, characterised in that the elastomer web (20, 22, 24) comprises a plurality of water drainage openings.
9. The vehicle retention system (10) according to one of the previous claims, characterised in that the wall construction (12) is built as a seamless in-situ concrete wall or comprises
a plurality of weft-type combined solid wall elements (14, 16).
10. The vehicle retention system (10) according to one of the previous claims, characterised in that the wall construction (12) is built from concrete.
11. An elastomer web (20, 22, 24) which may be attached to the side of a wall construction
(12) of a vehicle retention system (10), which faces the roadway, according to one
of the previous claims,
characterised in that the elastomer web is formed mat-shaped and comprises a continuous rear wall (30)
with fastening holes (31), wherein the elastomer web comprises a reinforcing structure,
and wherein the reinforced elastomer web is adapted to relieve impact forces by virtue
of a certain inherent deformation.
1. Système de retenue de véhicule (10) servant à sécuriser latéralement une chaussée,
comprenant une structure formant paroi (12) et délimitant latéralement la chaussée,
ladite structure formant paroi (12) étant, sur son côté tourné vers la chaussée, munie
d'une bande élastomère (20, 22, 24) surfacique, caractérisé en ce que ladite bande élastomère est réalisée sous forme de tapis et présente une paroi arrière
(30) continue munie d'ouvertures de fixation (31), la bande élastomère présentant
une structure de renforcement, et cette bande élastomère renforcée étant conçue pour
réduire des forces d'impact du fait de son aptitude à pouvoir se déformer jusqu'à
un certain degré.
2. Système de retenue de véhicule (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la bande élastomère présente une pluralité de tapis élastomère (20, 22, 24) assemblés
successivement les uns aux autres.
3. Système de retenue de véhicule (10) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la structure de renforcement est constituée par une structure en treillis ou par
une structure en nid d'abeilles.
4. Système de retenue de véhicule (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande élastomère (20, 22, 24) se trouve en appui contre la structure formant paroi
(12) par l'intermédiaire d'une surface d'appui (30) pour l'essentiel fermée.
5. Système de retenue de véhicule (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande élastomère (20, 22, 24) est fixée sur la structure formant paroi (12) au
moyen de boulons de fixation (26).
6. Système de retenue de véhicule (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande élastomère (20, 22, 24) est montée provisoirement ou durablement sur la
structure formant paroi (12) à l'aide d'au moins un étrier de fixation (40) en tant
que moyen auxiliaire de montage.
7. Système de retenue de véhicule (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande élastomère (20, 22, 24) présente un grand nombre d'alésages de montage (31).
8. Système de retenue de véhicule (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande élastomère (20, 22, 24) présente un grand nombre d'ouvertures pour l'écoulement
de l'eau.
9. Système de retenue de véhicule (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la structure formant paroi (12) est réalisée sous la forme d'une structure continue
en béton coulé sur place ou qu'elle présente une pluralité d'éléments de paroi (14,
16) massifs assemblés successivement les uns aux autres.
10. Système de retenue de véhicule (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la structure formant paroi (12) est fabriquée en béton.
11. Bande élastomère (20, 22, 24) qui peut être placée sur un côté tourné vers la chaussée
de la structure formant paroi (12) d'un système de retenue de véhicule (10) selon
l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande élastomère est réalisée sous forme de tapis et présente une paroi arrière
(30) continue munie d'ouvertures de fixation (31), la bande élastomère présentant
une structure de renforcement, et cette bande élastomère renforcée étant conçue pour
réduire des forces d'impact du fait de son aptitude à pouvoir se déformer jusqu'à
un certain degré.
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