[0001] Die Erfindung betrifft eine Produktionsmaschine, insbesondere Werkzeugmaschine oder
dergleichen, mit einem Maschinengehäuse zur wenigstens teilweisen Umhüllung der Produktionsmaschine
und mit einer Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung zur optischen Anzeige von wenigstens
einem Betriebszustand, insbesondere von mehreren, unterschiedlichen Betriebszuständen,
von einem technischen Gerät wie einer Maschine, einer Anlage oder dergleichen mit
wenigstens einem als Leuchtdiode ausgebildeten und eine Warnleuchtfläche aufweisenden
Warnleuchtelement nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Bislang sind hauptsächlich so genannte Signalsäulen als Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung
zum Anzeigen beispielsweise von Betriebszuständen von Produktionsmaschinen wie Werkzeugmaschinen,
Fließ- bzw. Transportbändern, Löt- oder Schweißmaschinen/-robotern, Druck- oder Etikettiermaschinen,
Lackier- oder Wascheinheiten, Back- oder Kocheinheiten, Spritzgussmaschinen oder dergleichen
im Einsatz. Diese weisen üblicherweise unterschiedlich farbliche so genannte Wechselmodule
auf, sodass das Bedienpersonal oder andere hieran den ordnungsgemäßen Zustand oder
eine Störung bzw. eine Gefahr leicht erkennen können.
[0003] In den letzten Jahren sind diese Signalsäulen immer häufiger mit mehreren, beidseitig
auf einer Leiterplatte angeordneten Leuchtdioden (LED) ausgestattet worden.
[0004] Darüber hinaus ist bereits aus der
DE 102 39 347 A1 eine Signalsäule bzw. Signalleuchte bekannt geworden, die keine Wechselmodule, sondern
eine zylinderförmige Warnleuchtmatrix mit zahlreichen, matrizenartig angeordneten
Leuchtpunkten aufweist. Der Zylinder ist somit als so genanntes Matrix-Display aufgebaut,
das mit LEDs oder organischen LEDs (OLED) realisiert werden soll. Mit diesem Matrix-Display
bzw. der Matrix-Ansteuerung einzelner LEDs bzw. Leuchtpunkte kann diese Signalsäule
einerseits einfarbig leuchten oder es können aufgrund der verwendung unterschiedlich
farbiger LEDs bzw. OLEDs auch mehrfarbige Leuchtbilder wie zum Beispiel Buchstaben,
Zeichen oder Figuren dargestellt werden.
[0005] Die punktierte bzw. "unruhige" Leuchtfläche ist jedoch nachteilig für die Wahrnehmung
des optischen Warnsignals.
[0006] Gerade bei komplexeren oder größeren Produktionsmaschinen mit zahlreichen Kontrollleuchten,
Bildschirmen, Lampen etc. geht das Warnsignal der Signalgeräte bzw. Signalsäulen zum
Teil etwas "verloren" und kann gegebenenfalls vom Personal übersehen werden.
[0007] Darüber hinaus kann das einzelne Warnsignal auch in größeren Produktionshallen mit
mehreren, jeweils mindestens ein Signalgerät aufweisende Produktionsmaschinen übersehen
oder verwechselt werden. Häufig herrscht in derartigen Hallen auch ein gewisser Lärmpegel,
so dass selbst zusätzliche, akustische Warnsignale der Signalgeräte nur schwer wahr
genommen oder zum Teil auch überhört werden.
[0008] Zudem ist aus der
DE 102 39 347 A1 eine Signalsäule mit einem leuchtenden Zylindermantel bekannt. Der Mantel weist eine
DLED-Matrix u. a. zur Signalisierung und gegebenenfalls Bilddarstellung auf.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Produktionsmaschine mit einer Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung
zur optischen Anzeige von wenigstens einem Betriebszustand der Produktionsmaschine
vorzuschlagen, wobei eine bessere Wahrnehmbarkeit als beim Stand der Technik erreicht
wird.
[0010] Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer Produktionsmaschine der einleitend genannten
Art, durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Durch die in den Unteransprüchen
genannten Merkmale sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung
möglich.
[0011] Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Produktionsmaschine dadurch aus,
dass das Maschinengehäuse wenigstens das Warnleuchtelement umfasst und dass die Elektrodenflächen
der Elektroden im Wesentlichen der Warnleuchtfläche des Warnleuchtelementes entsprechen
und dass wenigstens eine der Elektroden lichtdurchlässig und/oder transparent ist
und dass wenigstens ein Teil des Maschinengehäuses als Trägerschicht des Warnleuchtelementes
ausgebildet ist.
[0012] Mit dieser Maßnahme wird erreicht, dass gemäß der Erfindung die Produktionsmaschine
zur BetriebszustandsWarnleuchtvorrichtung ausgebildet wird. Eine separate Signalsäule
oder dergleichen wird hierdurch entbehrlich.
[0013] Je größer die Produktionsmaschine bzw. deren Gehäuse, umso größer kann die Warnleuchtfläche
ausgebildet werden. Dementsprechend kann gemäß der Erfindung eine besonders groß dimensionierte
bzw. großflächige Warnleuchtfläche verwirklicht werden. Hierbei können Warnleuchtflächen
je Warnfarbe realisiert, die um ein Vielfaches des bislang Üblichen von Signalsäulen
liegt. Eine wesentlich verbesserte Wahrnehmbarkeit wird erreicht.
[0014] Darüber hinaus wird gemäß der Erfindung eine homogene Warnleuchtfläche realisiert,
die im Unterschied zu den Matrix-Leuchtflächen bzw. aus zahlreichen einzelnen Leuchtpunkten
bzw. Leuchtdioden zusammengesetzten gesamten Warrleuchtfläche homogener ist. Zudem
wird eine bessere bzw. stärkere Leuchtwirkung und somit Wahrnehmbarkeit der gesamten
Warnleuchtfläche erreicht. Als Warnleuchtfläche wird im Sinn der Erfindung die Fläche
des Warnleuchtelementes verstanden, durch die das Warnlicht aus dem Warnleuchtelement
in die Umgebung bzw. die Luft austritt.
[0015] Andererseits entfällt die beim Stand der Technik vorzusehende sehr aufwendige, separate
Ansteuerung der einzelnen LEDs bzw. Leuchtpunkte der Leuchtmatrix. Auch sind keine
wie beim Stand der Technik kammförmige, komplexe Elektroden vorzusehen, die für die
Ansteuerung der einzelnen Leuchtpunkte notwendig sind.
[0016] Vielmehr werden gemäß der Erfindung Elektroden vorgesehen, deren Elektrodenflächen
jeweils im Wesentlichen der gesamten Warnleuchtfläche des Warnleuchtelementes entsprechen,
was deren Herstellung vereinfacht. Durch die lichtdurchlässige bzw. transparente Ausbildung
einer der Elektroden ist es möglich, diese an der Außenseite bzw. Oberfläche des Warnleuchtelementes
anzuordnen, sodass in vorteilhafter Weise das Licht der Leuchtdiode durch diese nach
außen bzw. an die Oberfläche dringen kann, sodass dies entsprechend vom Bedienpersonal
oder anderen wahrnehmbar ist.
[0017] Gemäß der Erfindung ist eine Anordnung der Elektroden bzw. der Leuchtschicht der
Leuchtdiode quer zur Abstrahlrichtung des Warnlichtes bzw. weitgehend parallel zur
Oberfläche bzw. zur Warnleuchtfläche von Vorteil. Dementsprechend ergibt sich ein
erfindungsgemäßer Aufbau mit einzelnen Schichten, die vorzugsweise im Wesentlichen
parallel zueinander angeordnet sind, wobei eine Leuchtschicht zwischen zwei Elektrodenschichten
angeordnet und eine der Elektroden lichtdurchlässig und/oder transparent ist.
[0018] Dagegen sind die Elektroden bei einer gewöhnlichen LED für die matrixförmige Anordnung
im Wesentlichen in Richtung der Abstrahlrichtung des Warnlichtes angeordnet, zwischen
denen der Leuchtbereich der Leuchtdiode liegt. Das bedeutet, dass die Elektroden bei
einer gewöhnlichen LED nebeneinander und nicht wie bei der vorliegenden Erfindung
in vorteilhafter Weise übereinander angeordnet sind.
[0019] Vorzugsweise sind die erste und die zweite Elektrode lichtdurchlässig und/oder transparent.
Hiermit wird ermöglicht, dass beispielsweise bei der vorteilhaften Verwendung einer
transparenten Leuchtschicht die gesamte Leuchtdiode gemäß der Erfindung im ausgeschalteten
bzw. im nicht leuchtenden Zustand weitestgehend bzw. nahezu unsichtbar ist. Hierdurch
ergeben sich völlig neuartige Möglichkeiten der Anordnung des erfindungsgemäßen Warnleuchtelementes.
[0020] Auch wird die Wahrnehmbarkeit des Warnleuchtlichtes hierdurch verbessert, da das
Warnlicht quasi aus dem Nichts kommt, sodass auch beim Bedienpersonal bzw. bei entsprechenden
Personen ein Überraschungseffekt erzielt wird, was die Wahrnehmbarkeit bzw. die Signalisierung
weiter verbessert.
[0021] Darüber hinaus kann das im ausgeschalteten Zustand nahezu unsichtbare Warnleuchtelement
auch in vorteilhafter Weise auf transparenten bzw. durchsichtigen Flächen angeordnet
werden. Beispielsweise kann das erfindungsgemäße Warnleuchtelement auf einem Sichtfenster
der Produktions- bzw. Werkzeugmaschine angeordnet werden, durch das der Maschinist
beispielsweise die Werkstück- bzw. Werkzeugbearbeitung beobachtet. Im Warnfall kann
dann dieses unsichtbare Warnleuchtelement gemäß der Erfindung beispielsweise rot aufleuchten,
sodass eine hohe Warnwirkung bzw. große Wahrnehmbarkeit erreicht wird.
[0022] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist das Warnleuchtelement wenigstens
eine zweite, zwischen der zweiten Elektrode und einer dritten Elektrode angeordnete
Leuchtschicht auf, wobei die Elektrodenfläche der dritten Elektrode im Wesentlichen
der Warnleuchtfläche des Warnleuchtelementes entspricht. Mit Hilfe dieser Maßnahme
kann beispielsweise eine vorteilhafte, mehrfarbige Warnleuchte bzw. ein mehrfarbiges
Warnleuchtelement realisiert werden, wobei die erste Leuchtschicht zur zweiten Leuchtschicht
unterschiedlich ausgebildet ist, sodass diese unterschiedliche Warnlichter, das heißt
insbesondere unterschiedlich farbige Warnlichter aussenden.
[0023] Alternativ oder in Kombination zur vorgenannten Maßnahme kann auch eine Mehrfarbigkeit
realisiert werden, in dem die Leuchtschicht mit unterschiedlicher Spannung und/oder
elektrischer Stromstärke beaufschlagt wird.
[0024] Durch die vorteilhafte Transparenz bzw. Durchsichtigkeit einer oder mehrerer Elektroden,
die insbesondere zur Oberfläche des Warnleuchtelementes hin ausgerichtet sind, wird
in vorteilhafter Weise erreicht, dass das Licht der unteren Leuchtschicht auch durch
die darüber liegenden Elektroden bzw. Leuchtschichten strahlen bzw. diese durchdringen
kann. Für die Bedienperson bzw. die Umgebung wird demzufolge von ein und demselben
Leuchtelement in vorteilhafter Weise eine unterschiedliche Farbe wahrgenommen. Die
Leuchtbereiche sind hierbei nicht wie bei einer matrixartigen Anordnung unterschiedlich
farbiger LEDs nebeneinander, sondern übereinander angeordnet.
[0025] Vorzugsweise sind die Elektroden sowie die Leuchtschichten im Wesentlichen parallel
zueinander bzw. zur Warnleuchtfläche angeordnet. Beispielsweise ist ein Schichtaufbau
von Elektroden und Leuchtschichten vorgesehen. Hierbei sind die nach außen gerichteten
bzw. die zur Oberfläche hin gerichteten Elektroden bzw. Leuchtschichten in vorteilhafter
Weise transparent bzw. lichtdurchlässig ausgebildet. Lediglich die innerste Elektrode
kann gegebenenfalls auch nicht transparent ausgebildet werden. Bei einer vollständig
transparenten bzw. lichtdurchlässigen Ausbildung aller Elektroden und Leuchtschichten
wird ein durchsichtiges Warnleuchtelement realisiert, das, wie bereits oben erwähnt,
im ausgeschalteten bzw. nicht leuchtenden Zustand nahezu unsichtbar bzw. nicht wahrgenommen
wird.
[0026] Beispielsweise kann bei einer dreifarbigen Warnleuchte drei unterschiedliche Leuchtschichten
zwischen jeweils zwei, gegebenenfalls zum Teil identischen Elektroden vorgesehen werden.
Gegebenenfalls kann durch das gleichzeitige Ansteuern zweier oder mehrerer unterschiedlicher
Leuchtschichten auch eine Kombination der Farben realisiert werden, sodass beliebige
bzw. unzählige Farbtöne generierbar sind. Dies wird beispielsweise bei herkömmlichen,
matrixartig aufgebauten Mehrfarben-LED durch Kombination von rotem, grünem und blauem
Licht bzw. Leuchtpunkten generiert. Gemäß der Erfindung kann diese Farbvariation bzw.
Farbkombination durch zum Beispiel drei übereinander angeordnete, unterschiedliche
Leuchtschichten generiert werden.
[0027] In vorteilhafter Weise ist die Warnleuchtfläche und/oder die Elektrodenfläche wenigstens
1 m
2, insbesondere mehrere Quadratmeter groß. Durch diese großflächige Ausbildung der
Warnleuchte wird eine besonders starke Wahrnehmbarkeit erreicht. Beispielsweise sind
durchaus auch 2 m
2 große Warnleuchten oder noch größere Warnleuchten gemäß der Erfindung realisierbar.
Aufgrund dieser besonders großflächigen und weit über das bisherige Maß hinausgehenden
Größe der Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung gemäß der Erfindung wird auch eine
besonders gute Wahrnehmbarkeit des anzuzeigenden Betriebszustands erreicht. Dies übersteigt
deutlich bisherige Dimensionen von Signalsäulen oder dergleichen.
[0028] In einer besonderen Variante der Erfindung ist eine Seite des Maschinengehäuses,
wie z. B. eine Frontseite, im Wesentlichen vollständig als Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung
gemäß der Erfindung ausgebildet. Beispielsweise kann hier nicht nur eine planare bzw.
ebene Fläche des Maschinengehäuses als Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung vorgesehen
werden. Vielmehr kann durchaus auch eine dreidimensionale Fläche bzw. eine strukturierte,
gebogene oder winklige Maschinengehäusefläche als Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung
gemäß der Erfindung ausgebildet werden.
[0029] Vorzugsweise ist ein Fenster des Maschinengehäuses als Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung
gemäß der Erfindung ausgebildet. Hierbei ist von besonderem Vorteil, wenn die Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung
im nicht leuchtenden bzw. ausgeschalteten Zustand nahezu vollständig transparent bzw.
lichtdurchlässig ist.
[0030] Grundsätzlich ist von Vorteil, dass das Warnleuchtelement beliebige Formen aufweisen
kann und/oder in vorteilhafter Weise flexibel ist, sodass dieses an beliebige Formen
beispielsweise des Maschinengehäuses der Produktionsmaschine wie z. B. einer Werkzeugmaschine
angepasst werden kann.
[0031] Vorzugsweise wird die Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung bzw. das Warnleuchtelement
am Maschinengehäuse fixiert, beispielsweise auf das Maschinengehäuse aufgeklebt oder
als Beschichtung des Maschinengehäuses ausgebildet. Beispielsweise kann das Warnleuchtelement
bzw. die verschiedenen Schichten des Warnleuchtelements, wie Elektroden und/oder Leuchtschichten,
mittels vorteilhafter Sprüh- und/oder Aufdampfverfahren und/oder als Lacke oder dergleichen
an vorteilhaften Stellen bzw. auf vorteilhafte Bereiche eines Maschinengehäuses aufgebracht
werden.
[0032] Beispielsweise können hierbei auch so genannte Top-Coat-Verfahren vorgesehen werden.
Hierdurch ist eine besonders flexible bzw. vielseitige Anordnung des Warnleuchtelementes
an vorteilhaften Stellen und/oder eine großflächige Ausbildung der Warnleuchte gemäß
der Erfindung realisierbar. Zudem ist dies auch wirtschaftlich günstig realisierbar.
Ausführungsbeispiel
[0033] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
anhand der Figuren nachfolgend erläutert.
[0034] Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- ein schematischer Schichtaufbau eines erfindungsgemäßen Warnleuchtelementes auf einem
Maschinengehäuse einer Produktionsmaschine gemäß der Erfindung und
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines Produktionsraumes mit einer erfindungsgemäßen
Produktionsmaschine mit einem Warnleuchtelement auf dem Maschinengehäuse.
[0035] In Figur 1 ist eine Warnleuchtelement 1 gemäß der Erfindung schematisch dargestellt.
Hierbei wird Warnlicht 2 von einer Warnleuchtfläche 3 abgestrahlt, das von einer Leuchtschicht
4 einer organischen Leuchtdiode (OLED) abgestrahlt wird. Zwei Elektroden 5 und 6 sind
beidseits der Leuchtschicht 4 angeordnet und weisen jeweils eine Elektrodenfläche
auf, die der Warnleuchtfläche 3 entspricht. Das bedeutet, dass die Leuchtschicht 4
zwischen einer ersten und einer zweiten Elektrode 5, 6 angeordnet ist. Die Elektroden
5, 6 werden mit einem elektrischen Strom/Spannung beaufschlagt. Dies ist symbolisch
durch eine elektrische Strom- bzw. Spannungsversorgung 7 dargestellt.
[0036] Darüber hinaus kann in vorteilhafter Weise eine Basisschicht 8 und/oder eine Deckschicht
9 vorgesehen werden, die einerseits die mechanische Festigkeit gewährleisten und/oder
als Träger für die anderen Schichten 4 bis 6 ausgebildet ist. Beispielsweise kann
die Deckschicht 9 auch als Schutzschicht bzw. als Abdichtung vorgesehen werden, um
die zum Teil empfindlichen Leuchtschichten 4 einer OLED zu schützen.
[0037] Gemäß der Erfindung ist die Basisschicht 8 an einem Maschinengehäuse angeordnet bzw.
fixiert oder die Basisschicht 8 ist als das Maschinengehäuse ausgebildet. Bei der
letztgenannten vorteilhaften Variante kann auf eine separate Basisschicht des Warnleuchtelements
1 verzichtet werden. Grundsätzlich kann die Basisschicht 8 als mechanisch stabile
bzw. stützende Träger- bzw. Stützschicht ausgebildet werden, was bei der zuvor dargelegten
entsprechenden Variante auch das Maschinengehäuse übernehmen kann. Das heißt, dass
gemäß der Erfindung hierbei das Maschinengehäuse zusätzlich als Träger- bzw. Stützschicht
ausgebildet ist. Dementsprechend verringert sich der konstruktive sowie Herstellungsaufwand
durch die Doppelfunktion des erfindungsgemäßen Maschinengehäuses. Darüber hinaus können
weitere Schichten, wie z. B. gegebenenfalls zwischen der Leuchtschicht 4 und einer
Elektrode 5 oder 6 eine nicht näher dargestellte, jedoch optional vorzusehende elektrisch
leitfähige Zwischenschicht, vorgesehen werden.
[0038] Grundsätzlich ist von Vorteil, die einzelnen Schichten 4, 5, 6, 8, 9 beispielsweise
flexibel auszubilden, sodass ein als Folie oder dergleichen ausgebildetes, flexibles
Warnleuchtelement 1 realisierbar ist. Dieses kann beispielsweise an beliebige geometrische
Formen bzw. Flächen angepasst werden. So kann die Warnleuchte bzw. das Warnleuchtelement
1 auch an abgewinkelte, gebogene bzw. strukturierte bzw. dreidimensional ausgebildete
Maschinengehäuse angepasst und/oder aufgeklebt bzw. angebracht werden.
[0039] In Figur 2 ist schematisch ein Produktionsraum mit einer Tür 10 und einem Fenster
11 sowie mit einer Produktionsmaschine 12 dargestellt, die beispielsweise ein Maschinengehäuse
13 aufweist, das mehrere einzelne Gehäuseseiten aufweist. Beispielhaft sind in Figur
2 zwei Einzelflächen des Maschinengehäuses 13 als Warnleuchten 1 gemäß der Erfindung
ausgebildet.
[0040] Alternativ oder in Kombination hierzu kann ein Fenster 14 des Maschinengehäuses 13
ebenfalls als Warnleuchte bzw. Warnleuchtelement 1 gemäß der Erfindung ausgebildet
werden. Durch dieses Sichtfenster 14 kann beispielsweise eine Bedienperson die Produktion
bzw. die Werkstückbearbeitung beobachten. Beispielsweise bei einer Beschädigung des
Werkzeugs kann gemäß der Erfindung das Sichtfenster 14 in vorteilhafter Weise farbig
aufleuchten und/oder blinken.
[0041] Beispielsweise leuchtet ein Teil, z.B. lediglich eine der Warnleuchten 1 des Maschinengehäuses
13 bei leerem Magazin gelb auf. Bei einer möglichen Störung bzw. im Brandfall, zum
Beispiel der Produktionsmaschine 12, leuchten mehrere oder sogar alle Warnleuchten
1 der Produktionsmaschine 12 rot auf. Hierdurch wird eine besonders hohe Wahrnehmbarkeit
entsprechender Betriebszustände und/oder Gefahrenzustände erreicht. Dies bedeutet
eine weitaus höhere Wahrnehmbarkeit wie dies bisher mittels Signalsäulen oder dergleichen
möglich war, die beispielsweise am Gehäuse 13 der Produktionsmaschine 12 oben angebracht
bzw. fixiert wurden.
[0042] Grundsätzlich können gemäß der Erfindung die Warnleuchten bzw. Warnleuchtelemente
1 auf bereits vorhandene Flächen des Maschinengehäuses 13 wie Frontseiten, Gehäusetüren,
Fenster 14 oder dergleichen beispielsweise als Folie aufgeklebt bzw. angebracht werden.
In diesem Fall wäre das Maschinengehäuse 13 separat zur Basisschicht 8 des Warnleuchtelements
1.
[0043] Gegebenenfalls können auch bereits bei der Herstellung entsprechender Komponenten
des Maschinengehäuses etc. die verschiedenen Schichten 4, 5, 6, 8, 9 der Warnleuchte
1 gemäß der Erfindung mittels unterschiedlichster Aufbringverfahren angebracht werden.
Beispielsweise können hierfür Sprüh-, Druck- und/oder Aufdampfverfahren vorgesehen
werden. Beispielsweise kann ein Top-Coat-Verfahren bzw. ein Lackierverfahren vorgesehen
werden. In diesem Fall könnte gegebenenfalls das Maschinengehäuse 13 als die Basisschicht
8 des Warnleuchtelements 1 ausgebildet werden.
[0044] Zusätzlich zu den vorteilhaften, zum Teil sehr großflächigen Warnleuchten 1 gemäß
der Erfindung können auch an weiteren Flächen des Produktionsraumes bzw. eines Produktionsgebäudes
vorzugsweise großflächige Warnleuchten angebracht werden und/oder es können auch Warnleuchten
mit einem Matrix-Aufbau vorgesehen werden, um beispielsweise Text-Informationen, Zeichen,
Bilder oder dergleichen zusätzlich noch anzuzeigen.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Warnleuchtelement
- 2
- Licht
- 3
- Warnleuchtfläche
- 4
- Leuchtschicht
- 5
- Elektrode
- 6
- Elektrode
- 7
- Stromversorgung
- 8
- Schicht
- 9
- Schicht
- 10
- Tür
- 11
- Fenster
- 12
- Maschine
- 13
- Gehäuse
- 14
- Sichtfenster
1. Produktionsmaschine, insbesondere Werkzeugmaschine oder dergleichen, mit einem Maschinengehäuse
(13) zur wenigstens teilweisen Umfüllung der Produktionsmaschine (12) und mit einer
Betriebszustandswarnleuchtvorrichtung (1) zur optischen Anzeige von wenigstens einem
Betriebszustand der Produktionsmaschine (12), insbesondere von mehreren, unterschiedlichen
Betriebszuständen, wobei wenigstens ein als Leuchtdiode (1) ausgebildetes und eine
Warnleuchtfläche (3) aufweisendes Warnleuchtelement (1) vorgesehen ist, wobei das
Warnleuchtelement (1) auf einer Trägerschicht (8, 13) angeordnet ist, wobei das Warnleuchtelement
(1) wenigstens eine ein Warnlicht emittierende und zwischen einer ersten und einer
zweiten Elektrode (5, 6), insbesondere Kathode und Anode, angeordnete Leuchtschicht
(4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Maschinengehäuse (13) wenigstens das Warnleuchtelement (1) umfasst und dass die
Elektrodenflächen der Elektroden (5, 6) im Wesentlichen der Warnleuchtfläche (3) des
Warnleuchtelements (1) entsprechen und dass wenigstens eine der Elektroden (5, 6)
lichtdurchlässig und/oder transparent ist und dass wenigstens ein Teil des Maschinengehäuses
(13) als Trägerschicht (8) des Warnleuchtelementes (1) ausgebildet ist
2. Produktionsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Elektrode (5, 6) lichtdurchlässig und/oder transparent sind.
3. Produktionsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtschicht (4) transparent ist.
4. Produktionsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdiode (1) als organische Leuchtdiode (1) ausgebildet ist.
5. Produktionsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Warnleuchtelement (1) wenigstens eine zweite, zwischen der zweiten Elektrode
(5, 6) und einer dritten Elektrode (5, 6) angeordnete Leuchtschicht (4) aufweist,
wobei die Elektrodenflächen der dritten Elektrode (5, 6) im Wesentlichen der Warnleuchtfläche
(3) des Warnleuchtelements (1) entspricht.
6. Produktionsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Elektrode (5, 6) lichtdurchlässig und/oder transparent ist.
7. Produktionsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnleuchtfläche (3) und/oder die Elektrodenflächen wenigsten ein Quadratmeter
groß ist.
8. Produktionsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnleuchtfläche (3) und/oder die Elektrodenflächen eine dreidimensionale Fläche
bzw. eine strukturierte und/oder gebogene und/oder winkelige Fläche des Maschinengehäuses
aufweist bzw. ausbildet.
1. A production machine, in particular a machine tool or the like, comprising a machine
housing (13) for at least partially enclosing the production machine (12) and an operating
state warning light device (1) for visually indicating at least one operating state
of the production machine (12), in particular a plurality of different operating states,
wherein at least one warning light element (1) designed as a light-emitting diode
(1) and having a warning light surface (3) is provided, wherein the warning light
element (1) is arranged on a substrate layer (8, 13), wherein the warning light element
(1) has at least one luminous layer (4) which emits a warning light and which is arranged
between a first electrode and a second electrode (5, 6), in particular a cathode and
an anode, characterized in that the machine housing (13) comprises at least the warning light element (1) and that
the electrode surfaces of the electrodes (5, 6) substantially correspond to the warning
light surface (3) of the warning light element (1) and that at least one of the electrodes
(5, 6) is translucent and/or transparent and that at least one part of the machine
housing (13) is designed as a substrate layer (8) of the warning light element (1).
2. A production machine according to claim 1, characterized in that the first and the second electrode (5, 6) are translucent and/or transparent.
3. A production machine according to one of the preceding claims, characterized in that the luminous layer (4) is transparent.
4. A production machine according to one of the preceding claims, characterized in that the light-emitting diode (1) is designed as an organic light-emitting diode (1).
5. A production machine according to one of the preceding claims, characterized in that the warning light element (1) has at least a second luminous layer (4) arranged between
the second electrode (5, 6) and a third electrode (5, 6), wherein the electrode surfaces
of the third electrode (5, 6) corresponds substantially to the warning light surface
(3) of the warning light element (1).
6. A production machine according to one of the preceding claims, characterized in that the third electrode (5, 6) is translucent and/or transparent.
7. A production machine according to one of the preceding claims, characterized in that the warning light surface (3) and/or the electrode surface is at least a square meter
in size.
8. A production machine according to one of the preceding claims, characterized in that the warning light surface (3) and/or the electrode surface has or is designed as
a three-dimensional surface or a structured and/or bent and/or angular surface of
the machine housing.
1. Machine de production, en particulier machine-outil ou similaire, comportant un carter
(13), destiné à envelopper au moins en partie la machine de production (12), et comportant
un dispositif témoin lumineux d'état de fonctionnement (1) destiné à signaler optiquement
au moins un état de fonctionnement de la machine de production (12), en particulier
plusieurs états de fonctionnement différents, il est prévu au moins un témoin lumineux
(1) réalisé sous la forme d'une diode électroluminescente (1) et muni d'une surface
témoin lumineuse (3), ledit témoin lumineux (1) étant disposé sur une couche support
(8, 13), ledit témoin lumineux (1) comportant au moins une couche lumineuse (4) émettant
une lumière d'alarme et disposée entre une première et une deuxième électrode (5,
6), en particulier une cathode et une anode, caractérisée en ce que le carter (13) de la machine comporte au moins le témoin lumineux (1) et en ce que les surfaces des électrodes (5, 6) correspondant sensiblement à la surface (3) du
témoin lumineux (1), et en ce qu'au moins l'une des électrodes (5, 6) est translucide et/ou transparente, et en ce qu'au moins une partie du carter (13) de la machine est réalisée sous la forme d'une
couche support (8) du témoin lumineux (1).
2. Machine de production selon la revendication 1, caractérisée en ce que la première et la deuxième électrode (5, 6) sont translucides et/ou transparentes.
3. Machine de production selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche lumineuse (4) est transparente.
4. Machine de production selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la diode électroluminescente (1) est réalisée sous la forme d'une diode électroluminescente
(1) organique.
5. Machine de production selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le témoin lumineux (1) comporte au moins une deuxième couche lumineuse (4) agencée
entre la deuxième électrode (5, 6) et une troisième électrode (5, 6), les surfaces
de la troisième électrode (5, 6) correspondant sensiblement à la surface (3) du témoin
lumineux (1).
6. Machine de production selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la troisième électrode (5, 6) est translucide et/ou transparente.
7. Machine de production selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la surface (3) du témoin lumineux et/ou les surfaces des électrodes sont au moins
égales à un mètre carré.
8. Machine de production selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la surface (3) du témoin lumineux et/ou les surfaces des électrodes comportent une
surface tridimensionnelle, plus précisément sont configurées comme une surface tridimensionnelle,
plus précisément une surface structurée et/ou courbe et/ou angulaire du carter de
la machine.