[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung für ein Mähwerk einer Mäh- oder Häckselmaschine
sowie ein Mähwerk.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Mäh- oder Häckselmaschinen werden im landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Betrieb
genutzt, um bodengewachsene Pflanzen zu mähen und / oder zu häckseln. Zu derartigen
Pflanzen gehört insbesondere Gras. Zum Mähen oder Häckseln sind die Maschinen mit
einem Mähwerk ausgestattet, welches die zum Mähen / Häckseln der Pflanzen notwendigen
Bauteile vereinigt. Im Mähwerk sind die zum Schneiden der Pflanzen genutzten Schneidwerkzeuge
an einem Werkzeugträger angeordnet, der im Betrieb üblicherweise in eine Rotationsbewegung
versetzt wird. Ein solcher Werkzeugträger ist aus dem Dokument
EP 0 486 459 B1 bekannt. Der dort beschriebene Werkzeugträger sieht vor, die Schneidwerkzeuge zu
montieren, indem ein an dem Schneidwerkzeug aufgenommener Montagebolzen in ein am
Werkzeugträger gebildetes Langloch eingeführt wird. Zur Befestigung wird der Bolzen
dann relativ zur Rotationsachse des Werkzeugträgers aus einer zur Rotationsachse proximalen
Stellung radial nach außen in eine zur Rotationsachse distale Stellung verschoben,
derart, dass im distalen Endbereich des Langloches gebildete Verengungsabschnitte
in eine zugeordnete Einschnürung am Montagebolzen eingreifen, sodass das Schneidwerkzeug
an dem Werkzeugträger gesichert ist.
[0003] Ein weiteres Mähwerk offenbart das Dokument
EP 1 588 599 B1. Dort ist der an dem Schneidwerkzeug aufgenommene Montagebolzen auf der Oberseite
des Werkzeugträgers mit Hilfe eines ein Langloch aufweisenden Sicherungsbauteils befestigt,
welches einseitig verengt ist. Im Betrieb kann das Schneidwerkzeug um eine mit Hilfe
des Montagebolzens gebildete Rotationsachse schwenken, insbesondere dann, wenn das
Schneidwerkzeug auf ein Hindernis trifft. Radial innenseitig zum Montagebolzen ist
ein Anschlag gebildet, der diese Schwenkbewegung um den Montagebolzen des Schneidwerkzeuges
begrenzt.
Zusammenfassung der Erfindung
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung für ein Mähwerk einer Mäh- oder Häckselmaschine
sowie ein Mähwerk anzugeben, bei denen die Betriebssicherheit verbessert ist, insbesondere
hinsichtlich eines unbeabsichtigten Lösens eines Schneidwerkzeuges vom Werkzeugträger
im Betrieb.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Anordnung für ein Mäh- oder Häckselmaschine
nach dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst. Weiterhin ist ein Mähwerk für eine Mäh- oder
Häckselmaschine nach dem unabhängigen Anspruch 11 vorgesehen. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand von abhängigen Unteransprüchen.
[0006] Die Erfindung umfasst den Gedanken einer Anordnung für eine Mäh- oder Häckselmaschine
mit einem Werkzeugträger, welcher mit einer Trägerscheibe gebildet und konfiguriert
ist, um eine Rotationsachse drehbar an einem Mähwerk einer Mäh- oder Häckselmaschine
montiert zu werden, und Schneidwerkzeugen, die jeweils einem zur Rotationsachse radial
außen liegendem Schneidmesser und einem zur Rotationsachse radial innen liegendem
Halteabschnitt gebildet und in einem zugeordneten Trägerabschnitt lösbar an der Trägerscheibe
montiert sind, wobei in den zugeordneten Trägerabschnitten ein zur Rotationsachse
radial verlaufendes Langloch gebildet ist, in das in einem zur Rotationsachse proximalen
Endbereich ein zum Montieren des Schneidwerkzeuges an dem Werkzeugträger genutzter
Montagebolzen einführbar ist, und das Langloch zumindest in einem zur Rotationsachse
distalen Endbereich Eingriffabschnitte aufweist, die entlang eines Langlochrandes
gebildet sind und in eine Einschnürung an dem Montagebolzen eingreifen, wenn der im
Halteabschnitt des Schneidwerkzeuges aufgenommene Montagebolzen beim Montieren der
Schneidwerkzeuges aus dem proximalen Endbereich des Langloches in den Bereich des
Langloches mit den Eingriffabschnitten verlagert ist. In den zugeordneten Trägerabschnitten
sind einander gegenüberliegende und sich in Längsrichtung des Langloches erstreckende
Vorsprünge gebildet, die eine Rotation des Schneidwerkzeuges um den Montagebolzen
begrenzen oder im Wesentlichen vollständig unterbinden, wenigstens dann, wenn der
im Halteabschnitt des Schneidwerkzeuges aufgenommene Montagebolzen in einer radial
inneren Langlochhälfte angeordnet ist.
[0007] Die sich in Längsrichtung des Langloches erstreckenden Vorsprünge sichern das Schneidwerkzeug
gegen ein unbeabsichtigtes Herausschleudern, also ein Lösen von dem Werkzeugträger,
insbesondere dann, wenn im Betrieb das Schneidwerkzeug auf ein Hindernis trifft, welches
eine radial nach innen gerichtete Verschiebung des Schneidwerkzeuges längs des Langloches
verursacht. Diese im Betrieb unbeabsichtigte Verlagerung des Schneidwerkzeuges radial
nach innen, also auf die Rotationsachse des Werkzeugträgers hin, führt dazu, dass
der Halteabschnitt des Schneidwerkzeuges in dem Bereich der Vorsprünge verlagert wird
oder sich weiter in deren Bereich hinein bewegt, wodurch die seitlichen Vorsprünge
ihre Führungs- und / oder Anschlagsfunktion erweitern oder überhaupt erst ausbilden
können. Das Schneidwerkzeug wird auf diese Weise zusätzlich gegen ein unbeabsichtigtes
Herausschleudern gesichert, insbesondere beim harten Auftreffen des Schneidwerkzeuges
auf ein Hindernis im Betrieb.
[0008] Darüber hinaus übernehmen die Vorsprünge bei der Montage und der Demontage des Schneidwerkzeuges
eine Führungsfunktion, indem zumindest der Halteabschnitt des Schneidwerkzeuges beim
Verschieben des Montagebolzens in dem Langloch während der Montage / Demontage hierzwischen
geführt wird.
[0009] Die Vorsprünge sind vorzugsweise in einem Bereich gebildet, der sich radial innen
liegend an den zur Rotationsachse proximalen Langlochabschnitt anschließt. Aber auch
ein teilweises oder vollständiges Überlappen mit wenigstens einem Teil des Langloches
kann vorgesehen sein.
[0010] Bevorzugt ist das Schneidwerkzeug in dem zugeordneten Werkzeugträgerabschnitt ohne
Zwangsmittel aufgenommen und gesichert, also insbesondere ohne eine Schraubverbindung.
Ist das Schneidwerkzeug an dem Werkzeugträger beispielsweise zwischen einer montierten
Stellung, in welcher das Schneidwerkzeug an dem Werkzeugträger gesichert ist, und
einer Demontagestellung, in welcher das Schneidwerkzeug von dem Werkzeugträger abgenommen
werden kann, lediglich mittels einer radialen Verschiebung verlagerbar, ohne das es
dem Lösen einer speziellen Befestigung bedarf, kann diese Befestigungsart auch als
Schnellverschluss bezeichnet werden.
[0011] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Langloch auf einer
Werkzeugträgerunterseite gebildet ist, zum Beispiel einem Flachstahlbauteil. In einer
Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Langloch mit Hilfe eines auf der Unterseite
der Trägerscheibe aufgebrachten Funktionsbauteils gebildet ist. Ein überstehender
Bolzenkopf des Montagebolzens kann dann in einem Raum zwischen Trägerscheibe und Funktionselement
geführt werden. Bei dieser oder anderen Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass
das Langloch im Bereich eines zur Rotationsachse proximalen Endes offen ist. Durch
das offene Ende ist dann beispielsweise der Montagebolzen in das Langloch einführbar.
Die Eingriffabschnitte des Langloches können sich dann bedarfsweise über die gesamte
Länge des Langloches erstrecken. Vorzugsweise sind auch die Vorsprünge auf der Werkzeugunterseite
angeordnet.
[0012] Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass auf
einer Werkzeugträgeroberseite ein weiteres Langloch gebildet ist, welches wenigstens
abschnittsweise mit dem Langloch überlappt und ein Bolzenende des Montagebolzens fiihrend
aufnimmt, insbesondere seitlich führend. Das Langloch kann in der Trägerscheibe gebildet
sein. Das Bolzenende des Montagebolzens kann vollständig oder teilweise in dem Langloch
aufgenommen sein. Vorzugsweise erfolgt die Führung des Bolzenendes in dem weiteren
Langloch entlang eines äußeren Umfangs des Bolzens. In einer Ausgestaltung weist das
weitere Langloch eine im Wesentlichen gleichbleibende Lochbreite über seine Länge
auf.
[0013] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zur Rotationsachse
distale Enden der Vorsprünge mit zugeordneten, zur Rotationsachse proximalen Eckbereichen
im Haltabschnitt des Schneidwerkzeuges für das Schneidwerkzeug einen das Schneidwerkzeug
im Mäh- oder Häckselbetrieb in einer Nutzungsstellung sichernden Rotationshemm-Mechanismus
hinsichtlich der Rotation des Schneidwerkzeuges um den Montagebolzen bilden, welcher
beim Überschreiten einer im Mäh- oder Häckselbetrieb auf das Schneidwerkzeug einwirkenden
Schwellwertkraft eine Rotation des Schneidwerkzeuges aus der Nutzungsstellung heraus
freigibt. Im normalen Betrieb sichert der Rotationshemm-Mechanismus das Schneidwerkzeug
gegen eine Rotation aus der Nutzungsstellung, indem ein- oder beidseitig der proximale
Eckbereich am Halteabschnitt des Schneidwerkzeuges und das distale Ende der Vorsprünge
sich aufeinander abstützen, wobei eine begrenzte Schwenkbewegung bedarfsweise vorgesehen
sein kann. Trifft das Schneidwerkzeug nun auf ein Hindernis im Mäh- oder Häckselbetrieb,
so wirkt auf das Schneidwerkzeug eine Kraft, die größer ist als der Widerstand beim
Schneiden der Pflanzen, sodass der Rotationshemm-Mechanismus überwunden wird, wodurch
eine Rotation des Schneidwerkzeuges aus der Nutzungsstellung heraus freigegeben wird.
Hierdurch wird eine Beschädigung des Schneidwerkzeugs beim leichten Auftreffen auf
Hindernisse verhindert. Das Schneidwerkzeug kann unter Überwindung des Rotationshemm-Mechanismus
solchen leichten Hindernissen ausweichen. Kommt es beim Betrieb zu einem härteren
Auftreffen auf ein Hindernis, wird häufig zusätzlich eine Verlagerung des Schneidwerkzeugs
radial nach innen zur Rotationsachse hin ausgelöst. Für diesen Fall wirken dann die
sich in Längsrichtung des Langloches erstreckenden Vorsprünge als Sicherung für das
Schneidwerkzeug.
[0014] Bevorzugt sieht eine Fortbildung der Erfindung vor, dass die Vorsprünge mittels eines
auf der Werkzeugträgerunterseite angeordneten U-förmigen Aufsatzelementes gebildet
sind. Beispielsweise kann das Aufsatzelement mittels eines U-Rohrabschnitts hergestellt
sein. Das Aufsatzelement ist vorzugsweise auf der Unterseite der Trägerscheibe montiert,
bevorzugt mittels Schweißen.
[0015] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die
Vorsprünge in einem zur Rotationsachse proximalen Endbereich zur Rotationsachse hin
schräg abfallend gebildet sind. Alternativ oder ergänzend können die Vorsprünge radial
nach außen schräg abfallend gebildet sein.
[0016] Eine Weiterbildung der Erfindung kann vorsehen, dass an der Werkzeugträgerscheibe
umlaufend und im Wesentlichen gleich beabstandet wenigstens drei Trägerabschnitte
gebildet sind. Beispielsweise können drei Werkzeugträgerabschnitte mit einem jeweiligen
Schneidwerkzeug vorgesehen sein, die umlaufend in einem Abstand von etwa 120° angeordnet
sind.
[0017] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Schneidwerkzeuge
an dem Werkzeugträger montagewerkzeugfrei montierbar und demontierbar sind. Eine solche
montagewerkzeugfreie Handhabung zum Montieren und Demontieren des Schneidwerkzeuges
ist beispielsweise dann gegeben, wenn das Schneidwerkzeug mit dem hieran aufgenommenen
Montagebolzen lediglich radial nach Außen von der Rotationsachse weg (Montage) und
radial nach Innen zur Rotationsachse hin (Demontage) verlagert werden muss, um das
Schneidwerkzeug an dem Werkzeugträger anzubringen oder es hiervon zu lösen. Die in
die Einschnürung des Montagebolzens eingreifenden Eingriffabschnitte sichern das Schneidwerkzeug
in der zur Rotationsachse radial außen liegenden Stellung gegen ein unbeabsichtigtes
Lösen.
[0018] Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die
Schneidwerkzeuge an dem Werkzeugträger sich im Mäh- oder Häckselbetrieb selbst ausrichtend
gelagert sind. Aufgrund einer Drehbarkeit des Schneidwerkzeuges um den Montagebolzen
richtet sich das Schneidwerkzeug beim Rotieren der Trägerscheibe um die Rotationsachse
im Wesentlichen in Längsrichtung des Langloches aus. Im Übrigen wird die Ausrichtung
des Schneidwerkzeuges vorzugsweise aufgrund des Zusammenwirkens mit den Vorsprüngen
unterstützt.
[0019] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Schneidwerkzeuge
an dem Werkzeugträger sich im Mäh- oder Häckselbetrieb in der Nutzungsstellung selbst
sichernd gelagert sind. Eine Selbstsicherung ist insbesondere dadurch gegeben, dass
der Montagebolzen zusammen mit dem Schneidwerkzeug im Betrieb aufgrund der Rotation
der Trägerscheibe stets radial nach Außen gedrückt wird.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf Figuren einer Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Anordnung für eine Mäh- oder Häckselmaschine von
schräg oben,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der Anordnung aus Fig. 1 von schräg unten,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der Anordnung aus Fig. 1 von schräg unten, wobei eines
der Schneidwerkzeuge und ein zugeordneter Montagebolzen gelöst von einer Trägerscheibe
dargestellt sind,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung der Anordnung aus Fig. 1 von schräg unten, wobei im
Unterschied zu Fig. 3 der Montagebolzen nun in einer zugeordneten Bohrung im Halteabschnitt
des Schneidwerkzeuges angeordnet ist,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Anordnung aus Fig. 1 von schräg unten, wobei im
Unterschied zu Fig. 4 das neu montierte Schneidwerkzeug und der Montagebolzen (vgl.
Schneidwerkzeug links oben) im zugeordneten Werkzeugträgerabschnitt angeordnet sind,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung der Anordnung nach Fig. 1 von schräg unten, wobei im
Unterschied zu Fig. 5 das neu montierte Schneidwerkzeug in die Nutzungsstellung verlagert
ist, und
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung der Anordnung nach Fig. 1 von schräg unten, wobei das
neu montierte Schneidwerkzeug aus der Nutzungsstellung heraus gedreht ist.
[0021] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Anordnung für eine Mäh- oder Häckselmaschine
mit einem Werkzeugträger 1, der mit einer Trägerscheibe 2 gebildet ist. Die Trägerscheibe
2 verfügt über einen eine Rotationsachse definierenden Montageabschnitt 3 mit Bohrungen
4, die zur Aufnahme von Schrauben oder Bolzen bei der Montage des Werkzeugträgers
1 in einem Mähwerk dienen.
[0022] An der Trägerscheibe 2 sind umlaufend im Abstand von etwa 120° drei Trägerabschnitte
5 gebildet, in denen jeweils ein Schneidwerkzeug 6 montiert ist.
[0023] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der Anordnung aus Fig. 1 von schräg unten.
Die Schneidwerkzeuge 6 verfügen jeweils über einen Halteabschnitt 7, an dem zur Rotationsachse
radial außen liegend ein Schneidmesser 8 gebildet ist. Montiert sind die Schneidwerkzeuge
6 im zugeordneten Trägerabschnitt 5 mit Hilfe eines Montagebolzens 9, der eine lokale
Drehachse für das Schneidwerkzeug 6 bildet. Im Mäh- oder Häckselbetrieb richten sich
die Schneidwerkzeuge selbsttätig in der in Fig. 2 dargestellten Art und Weise aus.
[0024] Fig. 3 zeigt die Anordnung aus Fig. 1 schräg von unten, wobei ein Schneidwerkzeug
6 und ein Montagebolzen 9 gelöst von der Trägerscheibe 2 dargestellt sind. Aus Fig.
3 ergibt sich, dass im Trägerabschnitt 5, in welchem die Schneidwerkzeuge 6 montiert
sind, auf der Unterseite der Trägerscheibe 2 ein Flachbauteil 10 mit einem Langloch
11 angeordnet ist, welches an seinem zur Rotationsachse der Trägerscheibe 2 proximalen
Ende 12 offen ist.
[0025] Aus den Fig. 4 und 5 ergibt sich, dass bei der Montage des Schneidwerkzeuges 6 mit
Hilfe des Montagebolzens 9 ein in eine Bohrung 13 im Schneidwerkzeug 6 eingeführter
Abschnitt des Montagebolzens 9, der mit einer Einschnürung 14 versehen ist, über das
offene proximale Ende 12 in das Langloch 11 eingeschoben wird, sodass in die Einschnürung
14 seitliche Eingriffabschnitte 15 des Langlochs 11 eingreifen. Fig. 5 zeigt hierbei
eine Stellung des Schneidwerkzeuges 6, in welcher der Montagebolzen 9 gerade noch
im oder vor dem offenen proximalen Ende 12 des Langloches 11 angeordnet ist.
[0026] Fig. 6 zeigt dann das neu montierte Schneidwerkzeug 6 in der Nutzungsstellung. Ausgehend
von Fig. 5 wurde das Schneidwerkzeug 6 also bezüglich der Rotationsachse der Trägerscheibe
2 längs des Langloches 11 radial nach außen bewegt, wobei der Montagebolzen 9 hierbei
entlang des Langloches 11 geführt wird. Aus Fig. 1 ergibt sich in diesem Zusammenhang,
dass ein hinsichtlich der Einschnürung 14 dickeres Bolzenende 16 des Montagebolzens
9 hierbei in einem weiteren Langloch 17 auf der Oberseite der Trägerscheibe 2 geführt
wird.
[0027] Wie sich insbesondere aus den Fig. 3 bis 5 ergibt, sind parallele zu Seitenkanten
des Langloches 11 Vorsprünge 18 gebildet, die das Schneidwerkzeug sichern gegen unbeabsichtigtes
Herausschleudern im Betrieb. Weiterhin wird der Halteabschnitt 7 des Schneidwerkzeuges
6 beim Montieren / Demontieren zwischen den Vorsprüngen 18 geführt.
[0028] Fig. 7 zeigt eine weitere schematische Darstellung der Anordnung nach Fig. 1 von
schräg unten, wobei das neu montierte Schneidwerkzeug 6 aus der radial nach außen
gerichteten Nutzungsstellung (vgl. Schneidwerkzeug links oben in Fig. 5 und 6) beim
Mähen oder Häckseln herausgedreht wurde, was insbesondere aufgrund des Auftreffens
des Schneidwerkzeuges 6 auf ein Hindernis verursacht werden kann. Hierzu war eine
Rückhaltekraft zu überwinden, die aus dem Zusammenwirken zur Rotationsachse der Trägerscheibe
2 distaler Ecken 19 der Vorsprünge 18 und zur Rotationsachse proximaler Eckabschnitte
20 des Halteabschnitts 7 sich ergibt. Alternativ kann vorgesehen sein, dass es an
einem solchen Rückhalte- oder Hemmmechanismus fehlt, was insbesondere dadurch erreichbar
ist, dass die distalen Ecken 19 der Vorsprünge 18 und die proximalen Ecken 20 des
Halteabschnittes 7 der Schneidwerkzeuge 6 beabstandet sind, wenn sich das Schneidwerkzeug
6 in der zur Rotationsachse radial außen liegenden Nutzungsstellung befindet.
[0029] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungen von Bedeutung
sein.
1. Anordnung für ein Mähwerk einer Mäh- oder Häckselmaschine, mit
- einem Werkzeugträger (1), welcher mit einer Trägerscheibe (2) gebildet und konfiguriert
ist, um eine Rotationsachse drehbar an einem Mähwerk einer Mäh- oder Häckselmaschine
montiert zu werden, und
- Schneidwerkzeugen (6), die jeweils einem zur Rotationsachse radial außen liegendem
Schneidmesser (8) und einem zur Rotationsachse radial innen liegendem Halteabschnitt
(7) gebildet und in einem zugeordneten Trägerabschnitt (5) lösbar an der Trägerscheibe
(2) montiert sind,
wobei
- in den zugeordneten Trägerabschnitten (5) ein zur Rotationsachse radial verlaufendes
Langloch (11) gebildet ist, in das in einem zur Rotationsachse proximalen Endbereich
ein zum Montieren des Schneidwerkzeuges (6) an dem Werkzeugträger (1) genutzter Montagebolzen
(9) einführbar ist, und
- das Langloch (11) zumindest in einem zur Rotationsachse distalen Endbereich Eingriffabschnitte
(15) aufweist, die entlang eines Langlochrandes gebildet sind und in eine Einschnürung
(14) an dem Montagebolzen (9) eingreifen, wenn der im Halteabschnitt (7) des Schneidwerkzeuges
(6) aufgenommene Montagebolzen (9) beim Montieren der Schneidwerkzeuges (6) aus dem
proximalen Endbereich des Langloches (11) in den Bereich des Langloches (11) mit den
Eingriffabschnitten (15) verlagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass in den zugeordneten Trägerabschnitten (5) einander gegenüberliegende und sich in
Längsrichtung des Langloches (11) erstreckende Vorsprünge (18) gebildet sind, die
eine Rotation des Schneidwerkzeuges (6) um den Montagebolzen (9) begrenzen oder im
Wesentlichen vollständig unterbinden, wenigstens dann, wenn der im Halteabschnitt
(7) des Schneidwerkzeuges (6) aufgenommene Montagebolzen (9) in einer radial inneren
Langlochhälfte angeordnet ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Langloch (11) auf einer Werkzeugträgerunterseite gebildet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Werkzeugträgeroberseite ein weiteres Langloch (17) gebildet ist, welches
wenigstens abschnittsweise mit dem Langloch (11) überlappt und ein Bolzenende (16)
des Montagebolzens (9) führend aufnimmt.
4. Anordnung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Rotationsachse distale Enden der Vorsprünge (18) mit zugeordneten, zur Rotationsachse
proximalen Eckbereichen im Haltabschnitt (7) des Schneidwerkzeuges (6) für das Schneidwerkzeug
(6) einen das Schneidwerkzeug (6) im Mäh- oder Häckselbetrieb in einer Nutzungsstellung
sichernden Rotationshemm-Mechanismus hinsichtlich der Rotation des Schneidwerkzeuges
(6) um den Montagebolzen (9) bilden, welcher beim Überschreiten einer im Mäh- oder
Häckselbetrieb auf das Schneidwerkzeug (6) einwirkenden Schwellwertkraft eine Rotation
des Schneidwerkzeuges (6) aus der Nutzungsstellung heraus freigibt.
5. Anordnung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (18) mittels eines auf der Werkzeugträgerunterseite angeordneten U-förmigen
Aufsatzelementes gebildet sind.
6. Anordnung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (18) in einem zur Rotationsachse proximalen Endbereich zur Rotationsachse
hin schräg abfallend gebildet sind.
7. Anordnung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Werkzeugträgerscheibe (2) umlaufend und im Wesentlichen gleich beabstandet
wenigstens drei Trägerabschnitte (5) gebildet sind.
8. Anordnung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidwerkzeuge (6) an dem Werkzeugträger (1) montagewerkzeugfrei montierbar
und demontierbar sind.
9. Anordnung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidwerkzeuge (6) an dem Werkzeugträger (1) sich im Mäh- oder Häckselbetrieb
selbst ausrichtend gelagert sind.
10. Anordnung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidwerkzeuge (6) an dem Werkzeugträger (1) sich im Mäh- oder Häckselbetrieb
in der Nutzungsstellung selbst sichernd gelagert sind.
11. Mähwerk für eine Mäh- oder Häckselmaschine, mit einer Antriebseinrichtung, die eine
rotierende Antriebsbewegung bereitstellt, und einer an die Antriebseinrichtung koppelnden
Anordnung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche.