[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Dosierbehälter für ein Walzwerk, ein Walzwerk
und ein Verfahren zum Beschicken eines Walzwerks.
[0002] Mehrwalzwerke werden zum Mahlen, Dispergieren, Mischen, Homogenisieren oder dergleichen
von pastösen Massen, insbesondere Schokolade verwendet. Sie weisen zumindestens zwei
im wesentlichen parallel zueinander angeordnete, zusammenarbeitende, an beiden Stirnseiten
gelagerte Walzen auf, deren beide Stirnlager jeweils durch eine doppelwirkende Hydraulik-Kolben
und Zylinderanordnung miteinander verbunden sein und durch Anlegen von Hydraulikdruck
an die Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnung aufeinander zu- oder voneinander weg und
mit einer Klemm- bzw. Lösekraft beaufschlagbar sein können. Derartige Walzwerke sind
zum Beispiel aus
DE 3016785 oder
DE19700347 bekannt.
[0003] Solche Walzwerke, im allgemeinen mit zwei bis fünf Walzen arbeitende Mehrwalzwerke,
werden zur Verarbeitung von flüssigen bis hochpastösen Massen, z.B. von Druckfarben,
Anstrichfarben, Pigmentdispersionen, Farbstiftmassen, Beschichtungsmassen, Toilettenseife,
Kakao- und Schokoladenmassen, Confiseriemassen, verwendet. Das zu verarbeitende Material
wird über einen Dosierbehälter in den Aufgabespalt an der Aufgabewalze eingegeben
und dann von einer Walze auf die nächste übergeben. Die Walzen weisen dabei vom Aufgabespalt
zur Abnahmewalze zunehmende Geschwindigkeiten auf, d.h., sie arbeiten mit unterschiedlichen
Drehzahlen.
[0004] Der Dosierbehälter weist an der Unterseite mindestens eine Dosierklappe auf. Wenn
diese geöffnet ist, kann die Masse aus dem Dosierbehälter auslaufen. Je weiter die
Klappe auf ist, desto mehr Masse kann austreten und desto schneller verlässt die Masse
den Dosierbehälter. Menge und Austrittsgeschwindigkeit hängen von der Viskosität der
Masse ab. Die maximal erlaubte Öffnung wird daher in Abhängigkeit der Rezeptur festgelegt.
Fliessfähige Massen benötigen eine kleinere Öffnung als zähe Massen.
[0005] Es ist bekannt, die Klappenöffnung mittels einer induktiven Messung am Drehpunkt
der Dosierklappe zu kontrollieren und nach Feststellen des festgelegten Maximums ein
Signal für das Schliessen der Klappe zu geben.
[0006] Aus
CH686231 ist ausserdem eine Dosierbehälteranordnung bekannt, bei welcher im Drehpunkt ein
als Inkrementalgeber ausgeführter Impulsgeber zum Erfassen des Drehwinkels angeordnet
ist.
[0007] Diese Messanordnungen befinden sich ausserhalb des Dosierbehälters und sind daher
anfällig für Verschmutzung. Eine reproduzierbare Öffnungsregelung ist somit nicht
immer gewährleistet. Eine aussen angeschraubte Messvorrichtung stört ausserdem beim
Reinigen des Dosierbehälters, was vor allem im Lebensmittel verarbeitenden Bereich
aus Hygienegründen bedenklich und somit unerwünscht ist.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des Bekannten zu vermeiden
und bei den eingangs beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen die Bedienbarkeit im
Hinblick auf die Hygiene zu verbessern und gleichzeitig reproduzierbare Abläufe zu
garantieren.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Dosierbehälter für ein Walzwerk zur Verarbeitung
von dispersen Massen, insbesondere Schokoladenmassen, mit mindestens einer Dosierklappe
und mindestens einem Betätigungszylinder zum Öffnen und Schliessen der Dosierklappe.
Erfindungsgemäss ist in dem mindestens einen Betätigungszylinder eine Wegaufnahmevorrichtung
integriert.
[0010] Bei der Wegaufnahmevorrichtung handelt es sich um eine Messvorrichtung, welche den
Verstellweg des Betätigungszylinders erfasst.
[0011] Mithilfe der Wegaufnahmevorrichtung ist die Öffnung, insbesondere die Öffnungsweite
oder der Öffnungswinkel, der Dosierklappe verlässlich messbar und damit auch reproduzierbar
einstellbar.
[0012] Der Öffnungsgrad des Dosierbehälters wird mit der erfindungsgemässen Vorrichtung
nicht mehr direkt an der Öffnung oder an der Klappe gemessen, sondern indirekt über
den Verstellweg des Betätigungszylinders. Dieser lässt sich allerdings sehr exakt
und vor allem reproduzierbar bestimmen. Dies liegt vor allem daran, dass die Wegaufnahmevorrichtung
in Betätigungszylinder integriert ist und die Messanordnung damit nicht im Aussenbereich
des Dosierbehälters angeordnet ist. Somit ist die Messanordnung nicht der dort auftretenden
Verschmutzung ausgesetzt, stört nicht bei der Reinigung und es besteht nicht die Gefahr
einer Dejustage, wenn äussere Einflüsse auf den Dosierbehälter wirken, zum Beispiel
bei einer Wartung oder Reinigung.
[0013] Bei dem Betätigungszylinder handelt es sich insbesondere um einen Pneumatik- oder
Hydraulikzylinder.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführung des Dosierbehälters werden die Anschlüsse für den
Betätigungszylinder zusammen mit den Versorgungsleitungen der Wegaufnahmevorrichtung
aus dem Betätigungszylinder geführt.
[0015] Die Anschlüsse für den Betätigungszylinder und für die Wegerfassung können parallel
oder bevorzugt in einem gemeinsamen Schlauch geführt werden. Somit bieten auch die
Zuleitungen der Wegerfassung keine zusätzliche Angriffsfläche für Verschmutzung oder
stellen ein zusätzliches Hindernis bei der Reinigung dar.
[0016] Die Anschlüsse für den Betätigungszylinder und für die Wegerfassung werden bevorzugt
axial von dem Betätigungszylinder weggeführt und können somit zusammen mit dem Zylinder
in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht werden.
[0017] Die Anschlüsse des Betätigungszylinders umfassen Versorgungsleitungen, also Luft-
oder Hydraulikleitungen, und/oder elektrische Leitungen.
[0018] Die Wegaufnahmevorrichtung misst bevorzugt den vom Kolben des Betätigungszylinders
zurückgelegten Weg. Die Daten werden vorteilhafterweise nach einem magnetosensitiven
Prinzip erhoben.
[0019] Dazu kann sich beispielsweise ein Magnet auf der Kolbestange befestigt sein und die
Bewegung des Magneten von einem magnetischen Aufnehmer erfasst werden. Als Aufnehmer
kommen beispielsweise Sensoren mit Reedkontakten, Hallsensoren, Permaproxsensoren
oder Spulensensoren in Frage.
[0020] In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung erhebt die Wegaufnahmevorrichtung
Daten nach dem magneto-resistiven Prinzip. Dieses Sensorkonzept beruht auf der Veränderung
eines elektrischen Widerstandes, beispielsweise in dünnen ferromagnetischen Schichten,
bei angelegten Magnetfeldern.
[0021] Auf diese Art und Weise können absolute Werte erhoben werden, in diesem Fall der
absolvierte Verstellweg des Betätigungszylinders.
[0022] Bei einer erfasste Weglänge im Bereich von 100-500mm liegt der Fehler typischerweise
nur im mm Bereich. Mit der magneto-resistiven Wegmessung lassen sich Genauigkeiten
bis in den µm-Bereich erreichen.
[0023] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Dosierbehälters ist der Betätigungszylinder
funktionell mit einer Regeleinrichtung verbindbar, bei der die von der Wegaufnahmevorrichtung
erfassten Werte als Regelgrösse dienen, aufgrund derer der Betätigungszylinder angesteuert
wird. Die Regeleinheit kann sich in der Steuereinheit des Dosierbehälters befinden.
[0024] Insbesondere umfasst die Regeleinrichtung einen Speicher, in dem ein Sollwert, der
einen maximalen Öffnungsgrad repräsentiert, abgelegt ist, oder Sollwerte, die für
einen maximalen und minimalen Öffnungsgrad stehen, abgelegt sind.
[0025] Bevorzugt sind die Dosierklappen derart am Dosierbehälter befestigt, dass der Verstellweg
des Betätigungszylinders in einem direkten, bevorzugt linearen, Zusammenhang mit dem
Öffnungsgrad der Dosierklappen steht. Die eigentliche zu regelnden Grösse, nämlich
die Öffnungsweite oder der Öffnungswinkel der Dosierklappe, kann durch den von der
Wegaufnahmevorrichtung erfassten Verstellweg dargestellt werden.
[0026] Bevorzugt kann der im Speicher hinterlegte Sollwert, bzw. die Sollwerte, in Abhängigkeit
von der Rezeptur gewählt werden.
[0027] Die von der Wegaufnahmevorrichtung erfassten Werte können mit dem Sollwert oder den
Sollwerten verglichen werden und je nachdem, ob der Sollwert erreicht ist, wird die
Stellgrösse verändert. Im vorliegenden Fall wird der Betätigungszylinder angesteuert,
also insbesondere der Luft- oder Hydraulikdruck erhöht oder erniedrigt.
[0028] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ausserdem gelöst durch ein Walzwerk
zur Verarbeitung von dispersen Massen, insbesondere Schokoladenmassen, insbesondere
2-Walzwerk oder 5-Walzwerk, mit einem Dosierbehälter wie oben beschrieben.
[0029] Walzwerke mit derartigen Dosierbehältern können verlässlicher beschickt werden, weil
die erforderliche Öffnung des Dosierbehälters zur Erbringung des Nachschubs reproduzierbar
erfolgt. Dies ermöglicht einen gleichmässigen Betrieb des Walzwerks und damit eine
konstante Qualität des bearbeiteten Produkts.
[0030] Erfindungsgemäss ist im Walzentrog ein Signalaufnehmer, insbesondere ein Füllstandsmesser,
angeordnet, der anzeigt, wieviel Masse sich im Walzenspalt des ersten Walzenpaares
befindet, und der insbesondere mit einer Regeleinrichtung zusammenwirkt, welche ein
Öffnen der Dosierklappe bewirkt.
[0031] Ist ein bestimmter vorgegebener Wert unterschritten, muss ein Schub Masse nachgefüllt
werden.
[0032] Dazu wird ein Öffnungsmechanismus für den Dosierbehälter in Gang gesetzt, der die
mindestens eine Dosierklappe bis zu der vorher festgelegten maximalen Öffnung, also
der maximalen Öffnungsweite oder dem maximalen Öffnungswinkel, öffnet. Die Masse kann
dann austreten. Ist die maximale Öffnung erreicht, schliesst die Dosierklappe in der
Regel wieder. Sie kann allerdings auch offen bleiben bis sie z.B. ein Schliesssignal
erhält.
[0033] Die Füllstandsmessung kann auch Einfluss auf den maximalen Öffnungsgrad der Dosierklappen
nehmen, der als Sollwert im Speicher der Regeleinrichtung des Dosierbehälters hinterlegt
ist. Auf diesem Weg können Fehler, die durch Abweichungen des tatsächlich einfliessenden
Materials von dem rezepturgemässen Material entstehen, ausgeglichen werden.
[0034] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ausserdem gelöst durch ein Verfahren
zum Beschicken eines Walzwerks wie oben beschrieben mit den folgenden Schritten.
[0035] Zunächst wird der Sollwert für eine maximale Dosierklappenöffnung festgelegt. Dies
erfolgt bevorzugt durch den Bediener, der den Wert in Abhängigkeit von einer Rezeptur,
bzw. von der einzufüllenden Masse, bestimmt und in die Regeleinrichtung eingibt.
[0036] Der oder die Betätigungszylinder an dem Dosierbehälter werden zum Öffnen der Dosierklappe
angesteuert. Bevorzugt wird ein Pneumatikzylinder mit Druckluft beaufschlagt.
[0037] Der absolvierten Weg oder Hub des Betätigungszylinders wird durch die Wegaufnahmevorrichtung
erfasst.
[0038] Es wird geprüft, ob der absolvierte Weg dem Sollwert für die maximalen Dosierklappenöffnung
entspricht. Liegt der gemessene Wert noch unterhalb des Sollwerts, so wird der Betätigungszylinder
weiter zum Öffnen der Dosierklappe angesteuert.
[0039] Ist der Sollwert hingegen erreicht, so wird die weitere Öffnung des Dosierbehälters
verhindert.
[0040] Bevorzugt erfolgt ein Ansteuern des Betätigungszylinders an dem Dosierbehälter zum
Schliessen der Dosierklappe. Im Falle eines Pneumatikzylinders kann entweder für einen
einfach wirkenden Zylinder der Druck reduziert werden oder für einen doppelt wirkenden
Zylinder ein Druck auf der anderen Seite beaufschlagt werden.
[0041] Das Verfahren kann gleichermassen auch für das Schliessen des Dosierbehälters verwendet
werden, wenn der Dosierbehälter bei einem vorgegebenen Minimalwert als geschlossen
gilt. Alternativ können die Betätigungszylinder in Schliessrichtung bis zu einem mechanischen
Anschlag fahren.
[0042] In einer bevorzugten Ausführung des Verfahrens wird ausserdem im Walzentrog ein Signal
erfasst, wobei die Unter- oder Überschreitung eines zuvor festgelegten Werts durch
das Signal das Ansteuern des Betätigungszylinders zum Öffnen der Dosierklappe auslöst.
Bevorzugt wird die Füllstandshöhe zwischen der ersten und zweiten Walze gemessen und
mit einem festgelegten, minimal zulässigen Füllstandswert verglichen.
[0043] Der Füllstand kann berührungsfrei, zum Beispiel optisch oder akustisch vermessen
werden.
[0044] Bevorzugt wird der Füllstand mit einer Infrarotsonde gemessen. Dabei spielt es keine
Rolle, dass die Oberfläche der Masse in der Regel nicht eben ist.
[0045] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ausserdem gelöst durch die Verwendung
eines Betätigungszylinder, insbesondere eines Pneumatikzylinders, mit Wegaufnahmevorrichtung
zum Betätigen einer Dosierklappe eines Dosierbehälters für ein Walzwerk.
[0046] Betätigungszylinder und Wegaufnahmevorrichtung bilden eine bauliche Einheit. Wenn
zusätzlich alle notwendigen Leitungen, zum Beispiel in einem gemeinsamen Schlauch
oder einem Doppelschlauch, zusammengefasst sind, sind der Betätigungszylinder, die
Wegaufnahmevorrichtung und die Leitungen als ein zusammenhängendes Bauteil gemeinsam
an einen Dosierbehälter montierbar.
[0047] Der Betätigungszylinder mit Wegaufnahmevorrichtung eignet sich somit auch dafür,
als Retrofit-Paket bestehende Lösungen zu ersetzen und bereits in Betrieb befindliche
Dosierbehälter aufzuwerten.
[0048] Die Erfindung ist im Folgenden in Ausführungsbeispielen anhand von Zeichnung näher
erläutert.
[0049] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Perspektivansicht eines erfindungsge-mässen Dosierbehälters;
- Figur 2
- eine schematische Schnittdarstellung eines Pneumatikzy-linders;
- Figur 3
- eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungs-gemässen Walzwerks mit Dosierbehälter;
- Figur 4
- eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäs-sen Walzwerks mit Dosierbehälter.
[0050] Figur 1 zeigte eine schematische Perspektivansicht eines erfindungsgemässen Dosierbehälters
1. Der Dosierbehälter 1 weist eine Dosierklappe 2 auf, die von einem Betätigungszylinder
3, hier einem Pneumatikzylinder, bewegt wird. Die Dosierklappe 2 und der Pneumatikzylinder
3 sind derart drehbar angebracht, dass der Verstellweg der Kolbenstange in einem direkten
Verhältnis zum Öffnungsgrad der Dosierklappe 2 steht.
[0051] In den Betätigungszylinder 3 ist eine nicht explizit in der Figur gezeigte Wegaufnahmevorrichtung
integriert.
[0052] In einem gemeinsamen Schlauch 4 werden die Anschlüsse für den Pneumatikzylinder 3
zusammen mit den Versorgungsleitungen der Wegaufnahmevorrichtung axial aus dem Pneumatikzylinder
3 geführt.
[0053] Figur 2 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines Pneumatikzylinders 3.
[0054] Bei dem Pneumatikzylinder 3 handelt es sich um zwei konzentrisch angeordnete Zylinderhülsen
10a, 10b, deren Zwischenraum 11 als Leitelement zur Führung der Pneumatikluft genutzt
wir. Die Kolbenstange 12 kann aus diesem Bereich heraus mit Druckluft versorgt werden.
Es wird daher nur eine in der Kopfplatte 14 angeordnete Schnittstelle 13 zur Zuführung
beider Druckluftleitungen benötigt.
[0055] Die Kopfplatte 14 und das Bodenelement 15 des Pneumatikzylinders 3 sind in Passform
ausgebildet und mit den jeweiligen Zylinderhülsen 10a, 10b formschlüssig verklebt.
[0056] Figur 3 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemässen Walzwerks
5 mit Dosierbehälter 1.
[0057] Der Dosierbehälter 1 ist derart an dem Walzentrog 6 befestigt, dass beim Öffnen der
Dosierklappe 2 ein Schub Masse in den Spalt 7 zwischen der ersten Walze 8 und der
zweiten Walze 9 gelangt.
[0058] In dem Walzentrog 6 ist ein nicht explizit dargestellter Füllstandssensor angebracht.
[0059] Figur zeigt eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemässen Walzwerks 5
mit Dosierbehälter 1.
[0060] Das eigentliche Walzwerk 5 ist in der Zeichnung nur durch eine erste Walze 8 angedeutet,
die an einem linken und einem rechten Ständer 16a, 16b befestigt ist. Die Ständer
16a, 16 b sind Teile eines Rahmens 17, zu dem auch eine obere Traverse 18 und eine
Grundplatte 19 gehören.
[0061] Der Füllstandssensor 20 ist an dem Rahmen 17 an einem der Ständer 16a befestigt.
[0062] Der Füllstandssensor 20 misst die Füllstandshöhe 21 im Walzentrog 6. Sobald festgestellt
wird, dass eine vorgegeben Füllmenge unterschritten ist, zum Beispiel die Füllstandshöhe
21 niedriger als 10 cm ist, erhält eine nicht explizit dargestellte Regeleinrichtung
zum Ansteuern der Dosierklappe 2 ein Signal zum Betätigen des Dosierzylinders 3 und
somit zum Öffnen der Dosierklappe 2.
[0063] Der Pneumatikzylinder 3 stellt solange, bis ihm die Regeleinrichtung signalisiert,
dass die nicht explizit dargestellte Wegaufnahmevorrichtung einen Wert detektiert
hat, der dem vorgegeben maximalen Öffnungswert entspricht.
[0064] Zum Beispiel ist für einen Dosierbehälter mit einem Öffnungswinkel von 60 Grad ein
Hubweg des Kolbens von 340 mm vorgesehen.
[0065] Der Verstellweg wird magneto-resitiv gemessen.
[0066] Die Eichung erfolgt einem Öffnungswinkel von 0 Grad und 60 Grad durch ein Messen
der Stromstärke, die sich linear mit dem Winkel ändert.
1. Dosierbehälter für ein Walzwerk zur Verarbeitung von dispersen Fettmassen, insbesondere
Schokoladenmassen,
mit mindestens einer Dosierklappe und mindestens einem Betätigungszylinder (3), insbesondere
einem Pneumatik- oder Hydraulikzylinder, zum Öffnen und Schliessen der Dosierklappe
(2),
dadurch gekennzeichnet, dass
in den mindestens einen Betätigungszylinder (3) eine Wegaufnahmevorrichtung integriert
ist, mithilfe derer die Öffnung, insbesondere die Öffnungsweite oder der Öffnungswinkel,
der Dosierklappe (2) reproduzierbar einstellbar ist.
2. Dosierbehälter gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlüsse für den Betätigungszylinder, insbesondere die Pneumatik- oder Hydraulikanschlüsse,
zusammen mit den Versorgungsleitungen der Wegaufnahmevorrichtung, insbesondere axial,
aus dem Betätigungszylinder (3) geführt werden, insbesondere in einem gemeinsamen
Schlauch (4).
3. Dosierbehälter gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Wegaufnahmevorrichtung eine Vorrichtung vorgesehen ist, welche Daten nach einem
magnetosensitiven, insbesondere magneto-resistiven Prinzip, erhebt.
4. Dosierbehälter gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, der Betätigungszylinder (39) mit einer Regeleinrichtung verbindbar ist, bei der
die von der Wegaufnahmevorrichtung erfassten Werte als Regelgrösse dienen, aufgrund
derer der Betätigungszylinder (3) angesteuert wird.
5. Walzwerk zur Verarbeitung von dispersen Massen, insbesondere Schokoladenmassen, insbesondere
2-Walzwerk oder 5-Walzwerk, mit einem Dosierbehälter (1) gemäss einem der Ansprüche
1-4.
6. Walzwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Walzentrog (6) ein Signalaufnehmer, insbesondere ein Füllstandsmesser, angeordnet
ist, der insbesondere mit einer Regeleinrichtung zusammenwirkt, welche ein Öffnen
der Dosierklappe (2) bewirkt.
7. Verfahren zum Beschicken eines Walzwerks gemäss Ansprüchen 5 oder 6
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
(i) Bereitstellen einer maximalen Dosierklappenöffnung;
(ii) Ansteuern des Betätigungszylinders (3) an dem Dosierbehälter (1) zum Öffnen der
Dosierklappe (2);
(iii) Erfassen des absolvierten Weges durch die Wegaufnahmevorrichtung;
(iv) Prüfen, ob der absolvierte Weg der maximalen Dosierklappenöffnung entspricht;
wenn nicht, weiter mit (ii);
(v) Insbesondere Ansteuern des Betätigungszylinders (3) an dem Dosierbehälter (1)
zum Schliessen der Dosierklappe (2).
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Walzentrog ein Signal erfasst wird, und die Unter- oder Überschreitung eines zuvor
festgelegten Sollwerts durch das Signal Schritt (ii) auslöst.
9. Verwendung eines Betätigungszylinders (3), insbesondere eines Pneumatikzylinders,
mit einer Wegaufnahmevorrichtung zum Betätigen einer Dosierklappe (2) eines Dosierbehälters
(3) für ein Walzwerk (5).