[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zur Innendämmung von Gebäudeaußenwänden.
Stand der Technik
[0002] An die Wärmedämmung von Gebäuden werden immer höhere Anforderungen gestellt. In der
Regel werden die hierzu eingesetzten, meist plattenförmigen Wärmedämmstoffe außenseitig
an die Gebäude angebracht, da dies zu Lösungen führt, die im Vergleich zu Innendämmsystemen
unter bauphysikalischen Gesichtspunkten weniger schadensanfällig sind. Denn die durch
eine Gebäudeaußenwand stattfindende Wasserdampfdiffusion zum Ausgleich eines regelmäßig
vorhandenen Dampfdruckgefälles zwischen Innen und Außen kann insbesondere bei einer
innenliegend ausgeführten Wärmedämmung zum Tauwasserausfall führen. Das Tauwasser
fällt üblicherweise bei einer Wasserdampfdiffusion von innen nach außen hinter der
Wärmedämmschicht aus, da hier der Wasserdampf - bei entsprechenden Außentemperaturen
- auf eine deutlich kühlere Schicht trifft. Kann das ausgefallene Tauwasser nicht
über die Gebäudeaußenwand nach außen abgeführt werden, dringt die Feuchtigkeit zurück
in die Wärmedämmschicht ein. Eine feuchte Wärmedämmschicht weist gegenüber einer trockenen
jedoch eine deutlich geringere Wärmedämmfähigkeit auf, so dass eine ausreichende Wärmedämmung
nicht mehr gewährleistet ist. Zudem kann eine länger anhaltende Durchfeuchtung zur
Schimmelbildung führen.
[0003] Systeme zur Innendämmung von Gebäudeaußenwänden sind jedoch unentbehrlich, insbesondere
wenn die Ausbildung einer Außendämmung nicht möglich und/oder nicht erwünscht ist,
wie dies beispielsweise bei denkmalgeschützten Fassaden der Fall ist.
[0004] Zur Vermeidung der vorstehend genannten Probleme sind aus dem Stand der Technik vorrangig
zwei regelmäßig zum Einsatz gelangende Systeme bekannt.
[0005] Das erste bekannte System zur Innendämmung einer Gebäudeaußenwand sieht die Verwendung
einer Dampfsperre vor. Die Dampfsperre wird unmittelbar oder mittelbar innenraumseitig
auf die Wärmedämmschicht angebracht, so dass eine Wasserdampfdiffusion von innen nach
außen unterbunden wird. Die Verwendung einer Dampfsperre ist jedoch nicht unproblematisch.
Insbesondere steigt mit Verwendung einer Dampfsperre der Aufwand zur Herstellung der
Gebäudeaußenwand, da die Dampfsperrschicht unterbrechungsfrei ausgeführt werden muss.
Insbesondere müssen die einzelnen Dampfsperrbahnen zur Ausbildung der Dampfsperrschicht
untereinander im Bereich der Stöße sowie im Bereich ihrer Anschlüsse an angrenzende
Bauteile dicht verklebt werden. Ferner ist darauf zu achten, dass keine nachträgliche
Beschädigung der Dampfsperrschicht erfolgt. Eine Beschädigung kann beispielsweise
bereits durch Einschlagen eines Nagels verursacht werden, so dass eine dauerhafte
Funktionsfähigkeit der Dampfsperre nicht zu gewährleisten ist. Denn ein Dampfdruckausgleich
findet selbst durch kleinste Spalte oder Löcher statt, so dass Wasserdampf in den
Aufbau der Gebäudeaußenwand gelangt.
[0006] Das zweite bekannte System sieht die Verwendung einer kapillaraktiven diffusionsoffenen
Wärmedämmplatte vor. Kapillaraktive Wärmedämmplatten weisen die Eigenschaft auf, über
die Kapillare Feuchtigkeit leicht aufnehmen und wieder abführen zu können. Demnach
ermöglichen kapillaraktive Wärmedämmplatten bei Ausfall von Tauwasser eine schnelle
Trocknung des Systems, so dass eine langanhaltende Durchfeuchtung und die damit einhergehende
Gefahr der Schimmelbildung vermieden werden. Allerdings sinkt durch eine regelmäßig
erhöhte Wasseraufnahme die Wärmedämmfähigkeit des Wärmedämmmaterials. Dies kann nur
dadurch ausgeglichen werden, dass der Wärmedämmstoff in einer größeren Schichtstärke
aufgebracht wird. Im Falle der Innendämmung geht damit jedoch ein Raumverlust einher.
[0007] Darüber hinaus ist aus der
DE 42 10 392 A1 ein Bauelement, insbesondere eine Wärmedämmplatte, bekannt, welche mit einem Imprägnier-
oder Beschichtungsmittel derart imprägniert oder beschichtet ist, dass sie einen bestimmten
Wasserdampf-Durchlasswiderstand hat, der größer als der des Grundmaterials der Wärmedämmplatte
ist. Die Imprägnierung oder Beschichtung soll eine Dampfsperre verzichtbar machen.
[0008] Aus der
DE 197 06 223 A1 geht zudem eine kapillaraktive Wandsanierungsplatte zur Entsalzung salzbelasteter
Mauern hervor. Die Kapillaraktivität der Platte bewirkt, dass Feuchtigkeit und darin
gelöste Salze aus der Mauer aufgesaugt werden. Zur Befestigung der Platte an unebenen
Mauern kann ein Haftmittel, wie z. B. ein Zementkleber, verwendet werden. Dieser muss
wasserdurchlässig sein, um die Entsalzung der Mauer zu ermöglichen. Die Wandsanierungsplatte
verbessert aufgrund ihrer hohen Porosität zusätzlich die Wärmedämmung der Mauer.
[0009] Ausgehend von dem vorstehend genannten Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein verarbeitungssicheres und wenig schadensanfälliges Verfahren
und System zur Innendämmung einer Gebäudeaußenwand anzugeben. Insbesondere soll das
erfindungsgemäße Verfahren bzw. das erfindungsgemäße System den Wegfall einer Dampfsperre
ermöglichen.
[0010] Zur Lösung der Aufgabe werden ein Verfahren zur Innendämmung einer Gebäudeaußenwand
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein System zur Innendämmung mit den Merkmalen
des Anspruchs 7 vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in
den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
Offenbarung der Erfindung
[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Innendämmung einer Gebäudeaußenwand findet
zur Ausbildung einer Wärmedämmschicht wenigstens eine kapillarinaktive, wasserdampfdurchlässige
Wärmedämmplatte Einsatz, welche mittels eines Klebers an der Innenseite der Gebäudeaußenwand
befestigt wird. Der hierbei eingesetzte Kleber wird dabei zugleich zur Ausbildung
einer feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht verwendet, welche in der Lage ist,
Feuchtigkeit, insbesondere ausgefallenes Tauwasser, aufzunehmen, temporär zu speichern
und wieder abzugeben.
[0012] Aufgrund der Ausbildung einer feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht, welche
erfindungsgemäß mit der Kleberschicht zur Befestigung der Wärmedämmplatte an der Innenseite
der Gebäudeaußenwand zusammenfällt, kann auf die Anordnung einer Dampfsperre - gleichwohl
eine kapillarinaktive diffusionsoffene Wärmedämmplatte verwendet wird - verzichtet
werden. Die kapillarinaktive, diffusionsoffene Wärmedämmplatte verhindert bei einem
Tauwasserausfall eine schnelle Trocknung des Systems. Dennoch kann bei einem Tauwasserausfall
keine schlechtere Wärmedämmleistung der Wärmedämmplatte festgestellt werden. Dies
ist darauf zurückzuführen, dass die Feuchtigkeit nahezu vollständig von der feuchtigkeitsregulierenden
Zwischenschicht aufgenommen und temporär gespeichert wird. Überraschenderweise wurde
festgestellt, dass die in der Zwischenschicht temporär gespeicherte Feuchtigkeit weder
zur Schimmelbildung, noch zu einem Stabilitätsverlust des Wandaufbaus führt. Ist die
Tauperiode beendet, das heißt liegt ein Dampfdruckgefälle vor, das eine Dampfdiffusion
von außen nach innen begünstigt, wird die in der feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht
temporär gespeicherte Feuchtigkeit als Wasserdampf zurück ins Rauminnere abgeführt.
[0013] Die Vorteile eines erfindungsgemäßen Verfahrens liegen auf der Hand. Zum Einen ist
die Ausbildung bzw. Anordnung einer Dampfsperre entbehrlich, so dass die Verarbeitungssicherheit
steigt. Zum Anderen werden eine länger anhaltende Durchfeuchtung der Wärmedämmung
und eine damit einhergehende verminderte Wärmedämmfähigkeit der Wärmedämmung vermieden.
Es ist demnach nicht erforderlich, die Wärmedämmschicht zu Lasten des Innenraums in
einer größeren Stärke auszubilden. Ferner erlaubt das mittels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens aufgebrachte System eine Dampfdiffusion, mittels welcher dem Innenraum
während der Tauperiode Feuchtigkeit entzogen und während der Verdunstungsperiode Feuchtigkeit
zugeführt werden kann. Das erfindungsgemäße Verfahren führt demnach zu einer atmungsaktiven
Innendämmung einer Gebäudeaußenwand, deren feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften
für ein gesundes und angenehmes Raumklima im Inneren des Gebäudes sorgen.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Kleber zur vollflächigen
Verklebung der Wärmedämmplatte mit der Gebäudeaußenwand und zur Ausbildung einer durchgehenden
feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht gleichmäßig verteilt auf die zu verklebende
Fläche der Gebäudeaußenwand und/oder der Wärmedämmplatte aufgebracht. Etwaige Hohlräume
zwischen der Gebäudeaußenwand und der Wärmedämmplatte werden vorzugsweise von dem
Kleber vollständig ausgefüllt, damit gewährleistet ist, dass die Feuchtigkeit in der
feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht gehalten wird. Es liegt ebenso im Sinne
der Erfindung, dass solche Hohlräume mit einem Grundputz egalisiert werden, der dann
die Basis für den erfindungsgemäßen, feuchtigkeitsregulierenden Kleber bildet.
[0015] Weiterhin bevorzugt wird der Kleber durch Spritzen, Streichen, Rollen und/oder Spachteln,
vorzugsweise unter Zuhilfenahme einer Zahntraufel, auf die Innenseite der Gebäudeaußenwand
und/oder die Wärmedämmplatte aufgebracht. Diese Verfahren ermöglichen einen gleichmäßigen
Auftrag. Insbesondere bevorzugt wird die Verarbeitung im sogenannten Floating-Buttering-Verfahren,
bei dem der Kleber sowohl auf die Wandfläche als auch auf die Wärmedämmplatte aufgetragen
wird. Zur Ausbildung der erforderlichen Schichtstärken der feuchtigkeitsregulierenden
Zwischenschicht kann es vorteilhaft sein, den Kleber in mehreren Arbeitsgängen auf
die Wandfläche aufzutragen, wobei zwischen den Arbeitsgängen dem Kleber die Möglichkeit
der Trocknung gegeben werden sollte.
[0016] Vorteilhafterweise ist die Speicherfähigkeit der feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht
derart eingestellt, dass über die Zeitdauer einer Tauperiode hinweg die Aufnahmefähigkeit
von Feuchtigkeit gewährleistet ist. Die Zeitdauer einer Tauperiode ist einzelfallabhängig.
Den Einzelfall bestimmende Einflussfaktoren bilden die Jahreszeit, die Tageszeit,
die geographische Lage des Gebäudes, die Ausrichtung der Gebäudeaußenwand in Bezug
auf die Himmelsrichtung und die konkrete Nutzung des von der Gebäudeaußenwand begrenzten
Innenraums, um nur einige zu nennen. Sämtliche Faktoren haben Einfluss auf die Temperatur
und den Feuchtigkeitsgehalt der diesseits und jenseits an die Gebäudeaußenwand angrenzenden
Grenzschichten bzw. Luftschichten. Die Tauperiode kann beispielsweise lediglich eine
Nacht oder einen ganzen Winter andauern.
[0017] Die Fähigkeit des Klebers, Feuchtigkeit aufzunehmen und temporär zu speichern wird
bevorzugt über dessen Schichtstärke eingestellt. Weiterhin bevorzugt beträgt die Schichtstärke
0,2mm bis 20mm, vorzugsweise 0,5mm bis 10mm. Darüber hinaus kann eine Kleberzusammensetzung
verwendet werden, welche zur Ausbildung einer Kleberschicht mit verbesserten Sorptionseigenschaften
führt.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zur Ausbildung der Wärmedämmschicht
wenigstens eine hydrophobe Eigenschaften aufweisende Wärmedämmplatte verwendet wird.
Vorzugsweise besitzt die Wärmedämmplatte eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl
µ < 20, weiterhin vorzugsweise µ < 10. Aufgrund der hydrophoben Eigenschaften ist
eine Wasseraufnahme der Wärmedämmplatte weitgehend ausgeschlossen, während die Wärmedämmplatte
bei entsprechender Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl zugleich diffusionsoffen ist.
Werden die erfindungsgemäßen Eigenschaften der Wärmedämmplatte erfüllt, kann die individuelle
Ausführungsform in weiten Teilen variieren. Hierbei ist es unerheblich, ob die Wärmedämmplatte
aus einem homogenen Dämmstoff oder aus einer Kombination von verschiedenen Dämmstoffen
besteht. Ebenso hat beispielsweise eine auf eine Oberfläche der Dämmplatte aufgebrachte
Beschichtung und/oder ein aufgebrachtes Armierungs- oder Vliesgewebe keinen Einfluss
auf die Erfindung, solange die Diffussionsoffenheit gewährleistet bleibt.
[0019] In einer bevorzugten Ausführung des erfindungsgemäßen Systems zur Innendämmung von
Gebäudeaußenwänden werden Wärmedämmplatten mit einer hohen wärmedämmenden Wirkung
eingesetzt. Dies führt zum Einen zu einer vorteilhaft geringeren Schichtstärke des
Systemaufbaus und somit zu einem geringen Verlust an Wohnraumfläche. Zum Anderen ist
bei niedrigen Dämmschichtstärken der Wasserdampfdiffusionswiderstand gering, was sich
vorteilhaft im Sinne der erfindungsgemäßen Diffusionsoffenheit der Wärmedämmplatte
auswirkt. Wärmedämmplatten mit solchen Eigenschaften basieren beispielsweise auf hydrophobisiertem
Silica-Aerogel. Bevorzugt eingesetzt werden somit Wärmedämmplatten mit Wärmeleitfähigkeiten
λ < 0,030 W/(m*K), insbesondere λ < 0,025 W/(m*K) und vorzugsweise λ < 0,020 W/(m*K).
[0020] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass auf die wenigstens eine mit der Gebäudeaußenwand
zur Ausbildung einer Wärmedämmschicht verklebte Wärmedämmplatte eine Beschichtung,
beispielsweise in Form einer Spachtelmasse, eines ein- oder mehrlagigen Putzes, welcher
durch das Einbringen eines Armierungsgewebes verstärkt sein kann, eines Anstrichs
oder dergleichen, als raumseitiger Abschluss aufgebracht wird. Dadurch kann eine optisch
ansprechende Schlussbeschichtung ausgebildet werden.
[0021] Das zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe weiterhin vorgeschlagene System zur
Innendämmung einer Gebäudeaußenwand umfasst wenigstens eine kapillarinaktive, dampfdiffusionsoffene
Wärmedämmplatte zur Ausbildung einer Wärmedämmschicht und einen Kleber zur Befestigung
der Wärmedämmplatte an der Innenseite der Gebäudeaußenwand, wobei der Kleber zugleich
eine feuchtigkeitsregulierende Zwischenschicht ausbildet, welche in der Lage ist,
Feuchtigkeit, insbesondere ausgefallenes Tauwasser, aufzunehmen, temporär zu speichern
und wieder abzugeben. Das System aus Wärmedämmplatte und Kleber weist die vorstehend
bereits in Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschriebenen Vorteile
auf, so dass zwecks Vermeidung von Wiederholungen hierauf verwiesen wird.
[0022] Bevorzugt weist die Wärmedämmplatte hydrophobe Eigenschaften auf. Damit ist sichergestellt,
dass keine oder zumindest nur eine sehr geringe Wasseraufnahme erfolgt. Weiterhin
bevorzugt besitzt die Wärmedämmplatte eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ
<20, vorzugsweise µ< 10, so dass eine Wasserdampfdiffusion durch die Wärmedämmplatte
gewährleistet ist.
[0023] Zur Ausbildung der feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht kann ein mineralischer
oder organischer Kleber verwendet werden. Der Kleber besitzt vorzugsweise eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl
µ <25.
[0024] Ferner wird eine nicht beanspruchte Verwendung eines Klebers zur Befestigung einer
Wärmedämmplatte an der Innenseite einer Gebäudeaußenwand und zur Ausbildung einer
feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht zwischen der Wärmedämmplatte und der Gebäudeaußenwand
beschrieben.
[0025] Der Kleber übernimmt somit eine Doppelfunktion. Zum Einen fixiert er die Wärmedämmplatte
an der Innenseite der Gebäudeaußenwand, zum Anderen hält er ausfallendes Tauwasser
in der Zwischenschicht solange gespeichert, bis die Tauperiode von einer Verdunstungsperiode
abgelöst wird und die Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf über die Wärmedämmplatte
zurück in den Raum abgegeben werden kann.
[0026] Nachfolgend wird ein erfindungsgemäßes Verfahren bzw. System zur Innendämmung einer
Gebäudeaußenwand anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
Ausführungsbeispiel
[0027] Das erfindungsgemäße System zur Innendämmung wird auf einem tragfähigen Wandbildner,
beispielsweise einer 20cm starken Wand aus Beton C35/45, aufgetragen. Der Wärmedurchgangskoeffizient
der Gebäudeaußenwand aus Beton beträgt 3,44 W/(m
2*K). Zur Wärmedämmung wird auf der Innenseite der Gebäudeaußenwand eine 3cm starke
Wärmedämmschicht umfassend wenigstens eine auf hydrophobisiertem Silica-Aerogel basierende
Wärmedämmplatte aufgebracht. Die Wärmedämmplatte weist eine Wärmeleitfähigkeit λ=
0,019 W/(m*K) und eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ = 10 auf. Aufgrund der
hervorragenden Wärmedämmeigenschaften der Wärmedämmplatte kann die Wärmedämmschicht
relativ dünn ausgebildet werden. Zugleich wird durch die ausgewählte Wärmedämmplatte
eine Wasserdampfdiffusion ermöglicht. Die Befestigung der Wärmedämmplatte an der Gebäudeaußenwand
erfolgt mittels eines mineralischen Klebers, welcher gemäß DIN EN 998-1 als diffusionsoffene
Beschichtung eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ < 25 aufweisen muss. Die
zur Befestigung der Wärmedämmplatte ausgebildete Kleberschicht, welche erfindungsgemäß
zugleich als feuchtigkeitsregulierende Zwischenschicht dient, weist eine Schichtstärke
von 1cm auf.
[0028] Auf die Wärmedämmplatte wird eine Armierungsschicht mit einem eingelegten Armierungsgewebe
aufgebracht. Die Armierungsschicht besteht aus einer 4mm starken Schicht eines mineralischen
Putzes, welcher ebenfalls gemäß DIN EN 998-1 als diffusionsoffene Beschichtung eine
Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ < 25 aufweisen muss. Als Schlussbeschichtung
wird auf die Armierungsschicht ein silikatischer Oberputz der Körnung K 1,5 gemäß
DIN EN 15824 aufgetragen.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren bzw. System zur Innendämmung einer Gebäudeaußenwand
wird ferner anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Diese zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Gebäudeaußenwand mit einem aus dem Stand der Technik
bekannten Innendämmsystem umfassend eine Dampfsperre,
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Gebäudeaußenwand mit einem weiteren aus dem Stand
der Technik bekannten Innendämmsystem umfassend eine kapillaraktive diffusionsoffene
Wärmedämmplatte und
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Gebäudeaußenwand mit einem erfindungsgemäßen Innendämmsystem
umfassend eine kapillarinaktive diffusionsoffene Wärmedämmplatte.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0030] Den Fig. 1 und 2 ist jeweils ein Querschnitt durch eine Gebäudeaußenwand 1 mit einer
entsprechend dem Stand der Technik ausgeführten Innendämmung zu entnehmen. Die Gebäudeaußenwand
1 besteht aus Mauerwerk und ist 24cm stark. Innenseitig ist jeweils eine 10cm starke
Wärmedämmschicht 2 ausgebildet, die wenigstens eine Wärmedämmplatte 3 umfasst. Die
Figuren zeigen beispielhaft den Temperaturverlauf 8 durch die Gebäudeaußenwand 1 bei
einer Innenraumtemperatur von 18,5°C und einer Außentemperatur von - 9,5°C.
[0031] Da wärmere Luft in der Lage ist, mehr Feuchtigkeit aufzunehmen als kühlere Luft,
liegt nicht nur ein Temperaturgefälle von Innen nach Außen vor, sondern auch ein Gefälle
in Bezug auf die in Form von Wasserdampf aufgenommene Feuchtigkeit in der Luft. Das
Dampfdruckgefälle ist Ursache dafür, dass Wasserdampf durch die Gebäudeaußenwand 1
diffundiert.
[0032] Im bekannten Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 wird eine Wasserdampfdiffusion
10 durch die Gebäudeaußenwand verhindert, da innenraumseitig eine Dampfsperre 11 angeordnet
ist. Mangels Wasserdampfdiffusion fällt kein Tauwasser aus, so dass der Aufbau der
Gebäudeaußenwand vor Kondensat geschützt ist. Die Dampfsperre 11 ist jedoch sehr schadensanfällig
und ein Schutz gegen Kondensat nur dann gewährleistet, wenn die Dampfsperre 11 dauerhaft
unbeschädigt bleibt. Wird die als Dampfsperre 11 eingesetzte Folie, beispielsweise
durch Einschlagen eines Nagels, verletzt, kann Wasserdampf in den Aufbau der Gebäudeaußenwand
1 gelangen und als Tauwasser ausfallen. Die Gebäudeaußenwand 1 wird innerhalb ihres
Aufbaus durchfeuchtet, denn der Ort des Tauwasserausfalls 9 liegt in der Regel im
Bereich der Grenzschicht zwischen Wärmedämmplatte 3 und Gebäudeaußenwand 1 (siehe
Fig. 2). Ein Abtrocknen der Wand wird jedoch zugleich von der innenraumseitig aufgebrachten
Dampfsperre 11 verhindert.
[0033] Aus der Fig. 2 geht eine alternative Ausführungsform einer aus dem Stand der Technik
bekannten Innendämmung hervor, welche die Nachteile einer Dampfsperre 11 zu vermeiden
sucht. Dies wird dadurch erreicht, indem auf eine Dampfsperre 11 gänzlich verzichtet
wird. Zugleich wird eine Wärmedämmplatte 3 zur Ausbildung einer Wärmedämmschicht 2
eingesetzt, die diffusionsoffen und kapillaraktiv ist. Die Wärmedämmplatte ist demnach
geeignet, sowohl Wasserdampf, als auch Feuchtigkeit aufzunehmen und diese über die
Kapillare wieder an den Innenraum abzugeben. Als Nachteil erweist sich jedoch, dass
die Wärmedämmplatte 3 in der Regel einen hohen Feuchtigkeitsgehalt aufweist und damit
schlechte Wärmedämmwerte. Um dies zu kompensieren, muss in der Regel die Schichtstärke
der Wärmedämmschicht 2 erhöht werden. Dadurch geht jedoch wertvoller Wohn- oder Büroraum
verloren.
[0034] Den vorstehend genannten Nachteilen einer Innendämmung einer Gebäudeaußenwand 1 kann
durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. des erfindungsgemäßen Systems
abgeholfen werden. Dieses ist beispielhaft in der Fig. 3 dargestellt. Der Aufbau der
Gebäudeaußenwand 1 unterscheidet sich von dem der vorhergehenden bereits dadurch,
dass eine Wärmedämmplatte 3 eingesetzt wird, die nur 3cm dick ist. Dies ist darauf
zurückzuführen, dass vorliegend eine Wärmedämmplatte 3 basierend auf hydrophobiertem
Silica-Aerogel mit einer Wärmeleitfähigkeit λ = 0,019 W/(m*K) zum Einsatz gelangt.
Die Platte weist somit gegenüber herkömmlichen Wärmedämmplatten verbesserte Wärmedämmeigenschaften
auf. Zugleich ist eine solche Platte jedoch kapillarinaktiv, das heißt für Wasserdampf
durchlässig, nicht jedoch für Wasser. Um einen Tauwasserausfall innerhalb des Aufbaus
der Gebäudeaußenwand 1 zu verhindern, wird von der Fachwelt die Ausbildung bzw. Anordnung
einer Dampfsperre 11 entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 gefordert. Soll
auf eine Dampfsperre 11 dagegen verzichtet werden, wird der Einsatz einer kapillaraktiven
Wärmedämmplatte 3 verlangt.
[0035] Die vorliegende Erfindung geht nun neue Wege, indem sie den Einsatz einer kapillarinaktiven
Wärmedämmplatte 3 zur Innendämmung einer Gebäudeaußenwand 1 vorschlägt, zugleich jedoch
auf eine Dampfsperre 11 verzichtet. Bei einem etwaigen Tauwasserausfall wird das Kondensat
vorliegend von einer als feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht 6 aufgenommen,
die zwischen der Wärmedämmplatte 3 und der Gebäudeaußenwand 1 ausgebildet ist. Zur
Ausbildung der feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht 6 wird ein Kleber 4 verwendet,
welcher auf die Innenseite 5 der Gebäudeaußenwand 1 und/oder auf die zu verklebende
Fläche 7 der Wärmedämmplatte 3 aufgetragen wird. Der Kleber 4 nimmt das Kondensat
nicht nur auf, sondern speichert es bis zum Ende der Tauperiode und gibt es dann im
Wege einer gegenläufigen Wasserdampfdiffusion 10' während der Verdunstungsperiode
wieder an den Innenraum ab. Dabei mag ein Teil der Feuchtigkeit auch über die Gebäudeaußenwand
1 verdunsten.
[0036] Das erfindungsgemäße Verfahren bzw. das erfindungsgemäße System weisen somit die
Vorteile auf, dass eine hoch wärmedämmende kapillarinaktive Wärmedämmplatte 3 geringer
Dicke eingesetzt werden kann, welche zu einem Raumgewinn führt. Ferner kann auf eine
schadensanfällige Dampfsperre 11 verzichtet werden. Dadurch steigt auch die Verarbeitungssicherheit.
Schließlich wird zur Ausbildung der feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht 6 der
Kleber 4 verwendet, der zugleich der Befestigung der Wärmedämmplatte 3 an der Innenseite
5 der Gebäudeaußenwand 1 dient. Insofern verlangt das erfindungsgemäße Verfahren bzw.
System keinen erhöhten Arbeitsaufwand.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Gebäudeaußenwand
- 2
- Wärmedämmschicht
- 3
- Wärmedämmplatte
- 4
- Kleber
- 5
- Innenseite
- 6
- feuchtigkeitsregulierende Zwischenschicht
- 7
- zu verklebende Fläche
- 8
- Temperaturverlauf
- 9
- Ort des Tauwasserausfalls
- 10
- Wasserdampfdiffusion
- 11
- Dampfsperre
1. Verfahren zur Innendämmung einer Gebäudeaußenwand (1), wobei zur Ausbildung einer
Wärmedämmschicht (2) wenigstens eine wasserdampfdurchlässige Wärmedämmplatte (3) mittels
eines Klebers (4) an der Innenseite (5) der Gebäudeaußenwand (1) befestigt wird, wobei
der Kleber (4) zugleich zur Ausbildung einer Zwischenschicht (6) verwendet wird, welche
in der Lage ist, Feuchtigkeit, insbesondere ausgefallenes Tauwasser, aufzunehmen und
wieder abzugeben,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmplatte (3) kapillarinaktiv ist und die Zwischenschicht (6) feuchtigkeitsregulierend
sowie in der Lage ist, Feuchtigkeit, insbesondere ausgefallenes Tauwasser, temporär
zu speichern.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (4) zur vollflächigen Verklebung der Wärmedämmplatte (3) mit der Gebäudeaußenwand
(1) und zur Ausbildung einer durchgehenden feuchtigkeitsregulierenden Zwischenschicht
(6) gleichmäßig verteilt auf die zu verklebende Fläche (7) der Gebäudeaußenwand (1)
und/oder der Wärmedämmplatte (3) aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (4) durch Spritzen, Streichen, Rollen und/oder Spachteln, vorzugsweise
unter Zuhilfenahme einer Zahntraufel, aufgebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fähigkeit des Klebers (4), Feuchtigkeit aufzunehmen und temporär zu speichern,
über dessen Schichtstärke eingestellt wird, wobei die Schichtstärke vorzugsweise 0,2mm
bis 20mm, weiterhin vorzugsweise 0,5mm bis 10mm beträgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung der Wärmedämmschicht (2) wenigstens eine hydrophobe Eigenschaften
aufweisende Wärmedämmplatte (3) verwendet wird, die vorzugsweise eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl
µ < 20, weiterhin vorzugsweise µ < 10, besitzt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass auf die wenigstens eine mit der Gebäudeaußenwand (1) zur Ausbildung einer Wärmedämmschicht
(2) verklebte Wärmedämmplatte (3) eine Beschichtung, beispielsweise in Form einer
Spachtelmasse, eines ein- oder mehrlagigen Putzes, eines Anstrichs oder dergleichen,
als raumseitiger Abschluss aufgebracht wird.
7. System zur Innendämmung einer Gebäudeaußenwand (1) umfassend wenigstens eine dampfdiffusionsoffene
Wärmedämmplatte (3) zur Ausbildung einer Wärmedämmschicht (2) und einen Kleber (4)
zur Befestigung der Wärmedämmplatte (3) an der Innenseite (5) der Gebäudeaußenwand
(1), wobei der Kleber (4) zugleich eine Zwischenschicht (6) ausbildet, welche in der
Lage ist, Feuchtigkeit, insbesondere ausgefallenes Tauwasser, aufzunehmen und wieder
abzugeben,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmplatte (3) kapillarinaktiv ist und die Zwischenschicht (6) feuchtigkeitsregulierend
sowie in der Lage ist, Feuchtigkeit, insbesondere ausgefallenes Tauwasser, temporär
zu speichern.
8. System nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmplatte (3) hydrophobe Eigenschaften aufweist und vorzugsweise eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl
µ <20, weiterhin vorzugsweise µ < 10, besitzt.
9. System nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (4) ein mineralischer oder organischer Kleber ist, welcher vorzugsweise
eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ <25 besitzt.
1. A method for the internal insulation of an external building wall (1), at least one
water-vapour-permeable thermal insulation board (3) being fastened to the inner side
(5) of the external building wall (1) by means of an adhesive (4) to form a thermal
insulation layer (2), the adhesive (4) at the same time being used to form an intermediate
layer (6) that is capable of absorbing moisture, in particular precipitated dew, and
releasing it again,
characterised in that the thermal insulation board (3) has no capillary action and the intermediate layer
(6) regulates moisture as well as being capable of temporarily storing moisture, in
particular precipitated dew.
2. The method according to Claim 1,
characterised in that the adhesive (4) for adhesively bonding the thermal insulation board (3) to the external
building wall (1) over the whole area thereof and for forming a continuous moisture-regulating
intermediate layer (6) is applied in a uniformly distributed manner to the face (7)
of the external building wall (1) and/or of the thermal insulation board (3) to be
adhesively bonded.
3. The method according to Claim 1 or 2,
characterised in that the adhesive (4) is applied by spraying, spreading, rolling and/or trowelling, preferably
with the aid of a notched trowel.
4. The method according to one of the preceding claims,
characterised in that the ability of the adhesive (4) to absorb and temporarily store moisture is set by
means of the layer thickness thereof, the layer thickness preferably being 0.2 mm
to 20 mm, further preferably 0.5 mm to 10 mm.
5. The method according to one of the preceding claims,
characterised in that at least one thermal insulation board (3) having hydrophobic properties is used to
form the thermal insulation layer (2), said thermal insulation board preferably having
a water vapour diffusion resistance value µ < 20, further preferably µ < 10.
6. The method according to one of the preceding claims,
characterised in that a coating, for example in the form of a filler, a single- or multi-layered plaster,
a paint or the like, is applied as a room-side finish to the at least one thermal
insulation board (3) that is adhesively bonded to the external building wall (1) to
form a thermal insulation layer (2).
7. A system for the internal insulation of an external building wall (1), comprising
at least one thermal insulation board (3) that is open to water vapour diffusion to
form a thermal insulation layer (2) and an adhesive (4) for fastening the thermal
insulation board (3) to the inner side (5) of the external building wall (1), the
adhesive (4) at the same time forming an intermediate layer (6), which is capable
of absorbing moisture, in particular precipitated dew, and releasing it again,
characterised in that the thermal insulation board (3) has no capillary action and the intermediate layer
(6) regulates moisture as well as being capable of temporarily storing moisture, in
particular precipitated dew.
8. The system according to Claim 7,
characterised in that the thermal insulation board (3) has hydrophobic properties and preferably has a
water vapour diffusion resistance value µ < 20, further preferably µ < 10.
9. The system according to Claim 7 or 8,
characterised in that the adhesive (4) is a mineral or organic adhesive, which preferably has a water vapour
diffusion resistance value µ < 25.
1. Procédé pour l'isolation intérieure d'un mur extérieur de bâtiment (1), dans lequel
au moins un panneau d'isolation thermique (3) perméable à la vapeur d'eau est fixé
au côté intérieur (5) du mur extérieur de bâtiment (1) au moyen d'une colle (4) pour
former une couche d'isolation thermique (2), la colle (4) étant simultanément utilisée
pour former une couche intermédiaire (6) capable de restituer de l'humidité, en particulier
de l'eau de condensation précipitée,
caractérisé en ce que le panneau d'isolation thermique (3) est non-tensioactif et la couche intermédiaire
(6) est régulatrice d'humidité et capable de stocker temporairement de l'humidité,
en particulier de l'eau de condensation précipitée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la colle (4) est appliquée de façon à être répartie uniformément sur la surface à
coller (7) du mur extérieur de bâtiment (1) et/ou du panneau d'isolation thermique
(3), pour un collage de l'ensemble de la surface du panneau d'isolation thermique
(3) avec le mur extérieur de bâtiment (1) et pour la formation d'une couche intermédiaire
(6) continue régulatrice d'humidité.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la colle (4) est appliquée par pulvérisation, par enduction, au rouleau et/ou à la
spatule, de préférence à l'aide d'une truelle dentée.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la capacité de la colle (4) à absorber de l'humidité et à la stocker temporairement
est définie par son épaisseur de couche, l'épaisseur de couche mesurant de préférence
entre 0,2 mm et 20 mm, et encore de préférence entre 0,5 mm et 10 mm.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins un panneau d'isolation thermique (3) présentant des propriétés hydrophobes
et de préférence une valeur de résistance à la diffusion de vapeur d'eau de µ < 20,
et encore de préférence de µ < 10, est utilisé pour la formation de la couche d'isolation
thermique (2).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un revêtement, par exemple sous la forme d'un mastic, d'un plâtre à une ou plusieurs
couches, d'un enduit ou autre, est appliqué en tant que finition côté pièce sur l'au
moins un panneau d'isolation thermique (3) collé avec le mur extérieur de bâtiment
(1) pour la formation d'une couche d'isolation thermique (2).
7. Système pour l'isolation intérieure d'un mur extérieur de bâtiment (1), comprenant
au moins un panneau d'isolation thermique (3) perméable à la vapeur pour la formation
d'une couche d'isolation thermique (2), et une colle (4) pour la fixation du panneau
d'isolation thermique (3) au côté intérieur (5) du mur extérieur de bâtiment (1),
la colle (4) formant simultanément une couche intermédiaire (6) capable d'absorber
et de restituer de l'humidité, en particulier de l'eau de condensation précipitée,
caractérisé en ce que le panneau d'isolation thermique (3) est non-tensioactif et la couche intermédiaire
(6) est régulatrice d'humidité et capable de stocker temporairement de l'humidité,
en particulier de l'eau de condensation précipitée.
8. Système selon la revendication 7,
caractérisé en ce que le panneau d'isolation thermique (3) présente des propriétés hydrophobes et de préférence
une valeur de résistance à la diffusion de vapeur d'eau de µ < 20, et encore de préférence
de µ < 10.
9. Système selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que la colle (4) est une colle minérale ou organique, présentant de préférence une valeur
de résistance à la diffusion de vapeur d'eau de µ < 25.