[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein elastisches Dehnungsausgleichselement
zur Verbindung zweier Dachrinnenstücke, wobei das Dehnungsausgleichselement wenigstens
eine Klebeseite aufweist, auf welcher Klebstoff oder Klebstoffkomponenten zum Verkleben
mit den Dachrinnenstücken aufzubringen sind.
[0002] Derartige Dehnungsausgleichselemente werden dazu eingesetzt, insbesondere temperaturbedingte
Längenänderungen von Dachrinnenstücken auszugleichen, so dass die Längenänderungen
keine Beschädigungen der Dachrinnenstücke und keine unerwünschte Änderung der Ausrichtung
der Dachrinnenstücke zueinander bewirken. Die Dehnungsausgleichselemente werden insbesondere
in einem Übergangsbereich zwischen zwei Dachrinnenstücken, in welchem sich die beiden
Dachrinnenstücke in Längsrichtung der Dachrinnenstücke in der Regel zumindest teilweise
überlappen, zur Überbrücken des Übergangsbereichs eingesetzt.
[0003] Darüber hinaus können die gattungsgemäßen Dehnungsausgleichselemente dazu verwendet
werden, den Übergangsbereich derart abzudichten, dass insbesondere in diesem Bereich
befindliche Flüssigkeiten und Feststoffe daran gehindert werden, in einen Bereich
zwischen den beiden Dachrinnenstücken zu gelangen und auf diese Weise den Übergangsbereich
zu verlassen.
[0004] Das eingangs genannte Dehnungsausgleichselement ist aus der
DE 10 2005 060 075 A1 als ein Dehnungsausgleichselement bekannt, welches es erlaubt, in einfacher Weise
hergestellt und montiert zu werden.
[0005] Ausgehend von dem bekannten Dehnungsausgleichselement ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein gattungsgemäßes Dehnungsausgleichselement mit einer verbesserten Dichtungswirkung
bereitzustellen, ohne dadurch einen die Herstellung oder die Montage des Dehnungsausgleichselements
zu erschweren.
[0006] Diese Aufgabe löst das erfindungsgemäße Dehnungsausgleichselement dadurch, dass die
Klebeseite zur Vergrößerung der Klebstoffhaftwirkung profilierte Klebstoffaufnahmebereiche
mit einer Vielzahl von Oberflächenvertiefungen aufweist. Die profilierten Klebstoffaufnahmebereiche
ermöglichen eine Vergrößerung der für ein Verkleben des Dehnungsausgleichselements
mit wenigstens einem der Dachrinnenstücke bereitstehenden Fläche und ferner eine durch
die Wahl der Profilierung maßgeblich beeinflussbare Klebstoffverteilung über die Klebeseite
hinweg derart, dass das erfindungsgemäße Dehnungsausgleichselement bei bestimmungsgemäßer
Verwendung eine wesentlich verbesserte Haftwirkung und dadurch eine verbesserte Dichtungswirkung
erzielt.
[0007] Das Dehnungsausgleichselement weist vorzugweise eine im Wesentlichen mattenförmige
Gestalt auf, so dass es im Übergangsbereich zweier Dachrinnenstücke an Innenflächen
der Dachrinnenstücke anliegen kann, ohne den Strömungsweg von innerhalb der Dachrinnenstücke
strömendem Wasser oder/und Feststoffen wesentlich zu beeinträchtigen, und ferner platzsparend
lagerbar ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Dehnungsausgleichselement
ferner im Wesentlichen aus einem Elastomermaterial, vorzugsweise aus Gummi, gebildet,
um bei Verwendung an Dachrinnenstücken einen Ausgleich von Längenänderungen der Dachrinnenstücke
durch elastische Dehnung oder Stauchung des Dehnungselements zu ermöglichen.
[0008] Vorzugsweise sind die Oberflächenvertiefungen des Dehnungsausgleichselements im Wesentlichen
gleichmäßig über Abschnitte der Klebeseite verteilt angeordnet. Dies erlaubt es, eine
möglichst gleichmäßige Haftwirkung über die mit Oberflächenvertiefungen bereitgestellte
Fläche und damit verbunden eine bessere Dichtungswirkung des Dehnungsausgleichselements
zu erreichen.
[0009] Im bestimmungsgemäßen Verwendungszustand des Dehnungsausgleichselements verläuft
dessen Längsrichtung im Wesentlichen parallel zur Längsachse wenigstens eines der
Dachrinnenstücke. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Oberflächenvertiefungen
in der Längsrichtung des Dehnungsausgleichselements abschnittsweise periodisch angeordnet,
so dass sich in Längsrichtung eine gleichmäßige Verteilung von mit den Dachrinnenstücken
verklebten bzw. verklebbaren Abschnitten ergibt, wodurch eine verbesserte Widerstandsfähigkeit
gegen ein abschnittsweises oder vollständiges Ablösen des Dehnungsausgleichselements
von den Dachrinnenstücken erreicht wird.
[0010] Als Klebstoff bzw. Klebstoffkomponenten kommt insbesondere ein Kunstharz, vorzugsweise
Polyurethan, in Betracht. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens ein
Behälter für Klebstoff oder Klebstoffkomponenten an der die Klebstoffaufnahmebereiche
aufweisenden Klebeseite vorgesehen. Der wenigstens eine Behälter ist vorzugsweise
in einer der Oberflächenvertiefungen bereitgestellt, so dass sich der in dem Behälter
aufgenommene Klebstoff bzw. die darin aufgenommenen Klebstoffkomponenten nach Austreten
aus dem Behälter in der Oberflächenvertiefung verteilen können. Der wenigstens eine
Behälter ist ferner vorzugsweise so ausgebildet, dass er unter äußerer Krafteinwirkung
zerbricht. Diese Eigenschaft ermöglicht eine einfache Befestigung des Dehnungsausgleichselements
an den Dachrinnenstücken, da nach einem Anlegen des Dehnungsausgleichselements an
Abschnitte der beiden durch das Dehnungselement zu verbindenden Dachrinnenstücke in
einem Übergangsbereich der beiden Dachrinnenstücke allein durch äußere Krafteinwirkung
auf den wenigstens einen Behälter der Klebstoff bzw. die Klebstoffkomponenten freigeben
werden kann bzw. können.
[0011] Die Oberflächenvertiefungen sind im bestimmungsgemäßen Verwendungszustand des Dehnungsausgleichselements
auf dessen den Dachrinnenstücken zugewandten Seite vorgesehen. Vorzugsweise stellt
jede der Oberflächenvertiefungen im Wesentlichen dasselbe Volumen zur Aufnahme von
Klebstoff oder Klebstoffkomponenten bereit, so dass eine gleichmäßige Klebewirkung
über die Klebstoffaufnahmebereiche hinweg und damit eine weiter verbesserte Dichtungswirkung
erzielt werden kann.
[0012] Ferner verlaufen die Oberflächenvertiefungen vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht
zur Längsrichtung des Dehnungsausgleichselements, wodurch die Widerstandsfähigkeit
gegen ein Ablösen des Dehnungsausgleichselements von den Dachrinnenstücken insbesondere
auch in einem gedehnten Zustand des Dehnungsausgleichselements verbessert wird.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Oberflächenvertiefungen durch
Rippen gebildet. Rippen weisen gegenüber andersartig gestalteten Materialvorsprüngen
eine hohe Robustheit und Beständigkeit gegenüber mechanischen Einflüssen auf. Sie
sind zudem mit geringem technischen Aufwand, vorzugsweise durch Einprägen oder Materialabtrag,
herstellbar. Zur Vergrößerung des zur Aufnahme von Klebstoff oder von Klebstoffkomponenten
zur Verfügung stehenden Volumens weist vorzugsweise wenigstens eine der Rippen, vorzugsweise
jeweils alle Rippen, in einem Schnitt entlang der Längsrichtung eine im Wesentlichen
dreieckförmige Gestalt auf.
[0014] Die Oberflächenvertiefungen können natürlich auch in anderer Gestalt in das Dehnungsausgleichselement
eingeprägt sein, wobei Rändeln als hierzu bevorzugtes Prägeverfahren betrachtet wird.
[0015] Vorzugsweise sind die Oberflächenvertiefungen derart gebildet, dass durch sie eine
Oberflächenvergrößerung der Klebeseite um wenigstens das Doppelte gegenüber der Oberfläche
einer unprofilierten, ohne Oberflächenvertiefungen ausgebildeten, also ebenen, und
ansonsten gleichartigen Klebeseite erreicht wird.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Dehnungsausgleichselement einen
Dehnungsabschnitt und diesem in Längsrichtung benachbart wenigstens einen die Klebstoffaufnahmebereiche
aufweisenden Haftabschnitt. Dies ermöglicht eine strukturelle Trennung der die Dehnungs-und
die Dichtungsfunktion bewirkenden Komponenten des Dehnungsausgleichselements, wobei
dem Dehnungsabschnitt die Dehnungsausgleichsfunktion und dem Haftabschnitt die Dichtungsfunktion
zukommt, und erlaubt daher eine bessere Anpassung dieser Komponenten an ihre jeweilige
Funktion. Vorzugsweise ist an dem Dehnungsausgleichselement in Längsrichtung beidseitig
des Dehnungsabschnitts je ein solcher Klebstoffaufnahmebereiche aufweisender Haftabschnitt
vorgesehen. Eine solche Ausgestaltung erlaubt es, jeden der beiden Haftabschnitte
mit genau einem Dachrinnenstück zu verbinden, so dass im Falle einer Relativbewegung
der Dachrinnenstücke zueinander diese Relativbewegung durch Dehnung des zwischen den
Haftabschnitten vorgesehenen Dehnungsabschnitts ausgeglichen werden kann, ohne dass
dadurch die Haftwirkung zwischen den Haftabschnitten einerseits und den Dachrinnenstücken
andererseits, und damit die Dichtungswirkung, beeinträchtig wird.
[0017] Ferner weist der Dehnungsabschnitt gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
in einem Schnitt entlang der Längsrichtung eine bogenartig nach außen gewölbte Gestalt
auf, so dass die Wölbung in eine sich von dem Dehnungsausgleichselement und im bestimmungsgemäßen
Verwendungszustand von den Dachrinnenstücken entfernende Richtung gerichtet ist. Diese
Eigenschaft erlaubt einerseits eine störungsfreie Überbrückung der zu verbindenden
Dachrinnenstücke, welche im Übergangsbereich in der Regel ineinander geschoben sind
und in diesem Zustand in einem Schnitt entlang ihrer Längsachsen daher nur näherungsweise
miteinander abschließende Höhenprofile aufweisen. Insbesondere wird durch die Wölbung
jedoch eine Vergrößerung der Oberfläche des Dehnungsabschnitts derart erreicht, dass
der Dehnungsabschnitt stärker dehnbar ist bzw. die Materialstruktur des Dehnungsabschnitts
durch das Dehnen weniger beeinträchtigt wird, wodurch die Beständigkeit und die Lebensdauer
des Dehnungsabschnitts erhöht werden.
[0018] Ebenfalls zur Vergrößerung der Oberfläche des Dehnungsabschnitts kann, zusätzlich
oder alternativ zu der Wölbung, wenigstens eine der Seiten des Dehnungsabschnitts
in einem Schnitt entlang der Längsrichtung eine gewellte Gestalt aufweisen, wobei
diese wenigstens eine Seite vorzugsweise eine der Klebeseite des Dehnungsausgleichselements
entgegengesetzte Seite des Dehnungsabschnitts ist.
[0019] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Figur en näher
beschrieben werden. Es stellen dar:
- Fig. 1 a
- eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dehnungsausgleichselements in einer
Schnittansicht entlang der Längsrichtung des Dehnungsausgleichselements;
- Fig. 1 b
- die erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dehnungsausgleichselements in einer
Draufsicht auf die Klebeseite des Dehnungsausgleichselements;
- Fig. 2a
- eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dehnungsausgleichselements in einer
Schnittansicht entlang der Längsrichtung des Dehnungsausgleichselements;
- Fig. 2b)
- die zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dehnungsausgleichselements in einer
Draufsicht auf die Klebeseite des Dehnungsausgleichselements.
[0020] Figur 1a zeigt eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dehnungsausgleichselements
in einer Schnittansicht entlang der mit L bezeichneten Längsrichtung des Dehnungsausgleichselements.
Figur 1b zeigt die erste Ausführungsform in Blickrichtung des Pfeiles D der Figur
1a. Wie aus den Figuren 1 a und 1 b zu erkennen ist, weist das Dehnungsausgleichselement
10 zwei Haftabschnitte 2, 4 und einen in Längsrichtung L zwischen den Haftabschnitten
2, 4 angeordneten Dehnungsabschnitt 6 auf. Das Dehnungsausgleichselement 10 weist
zudem eine die Haftabschnitte 2, 4 und den Dehnungsabschnitt 6 begrenzende Unterseite
8 auf, die hier als Klebeseite 8 bezeichnet wird. Im Bereich der Haftabschnitte 2,
4 umfasst die Klebeseite 8 profilierte Klebstoffaufnahmebereiche 12 mit einer Vielzahl
von Oberflächenvertiefungen 14, welche einerseits Volumina zur Aufnahme von Klebstoff
bereitstellen und andererseits eine Oberflächenvergrößerung der Haftabschnitte 2,
4 zur Verstärkung einer Klebstoffhaftwirkung zwischen den Haftabschnitten 2, 4 einerseits
und zwei mit diesen zu verbindenden Dachrinnenstücken (nicht gezeigt) andererseits
bewirken.
[0021] Die Klebeseite 8 und insbesondere die an dieser abschnittsweise ausgebildeten Klebstoffaufnahmebereiche
12 sind zur Aufnahme von Klebstoff oder von Klebstoffkomponenten ausgebildet, wobei
der Klebstoff oder wenigstens eine der Klebstoffkomponenten vorzugsweise ein Kunstharz,
vorzugsweise Polyurethan, umfasst. Jeder der beiden Haftabschnitte 2, 4 ist dazu ausgebildet,
mit einem der beiden Dachrinnenstücke unter Vermittlung des Klebstoffs bzw. der Klebstoffkomponenten
verbunden zu werden. Unmittelbar vor einem solchen Verklebungsvorgang kann der Klebstoff
bzw. können die Klebstoffkomponenten insbesondere manuell auf die Klebstoffaufnahmebereiche
12 oder/und die mit diesen zu verbindenden Abschnitte des entsprechenden Dachrinnenstücks
aufgetragen werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Klebstoff bzw. können die
Klebstoffkomponenten in wenigstens einem Behälter aufgenommen sein, welcher vorzugsweise
an der Klebstoffseite 8, noch bevorzugter in den Oberflächenvertiefungen 14 des Dehnungsausgleichselements
10 vorgesehen ist und weiterhin vorzugsweise unter äu-βerer Krafteinwirkung, insbesondere
manuell, zerbrochen werden kann, so dass der enthaltene Klebstoff bzw. wenigstens
eine enthaltene Klebstoffkomponente freigegeben werden.
[0022] Das Dehnungsausgleichselement ist im Wesentlichen mattenförmig, elastisch und vorzugsweise
einstückig aus einem Elastomermaterial gebildet. Im bestimmungsgemäßen Verwendungszustand
sind die Haftabschnitte 2, 4 des Dehnungsausgleichselements 10 im Wesentlichen parallel
zu Innenwandseiten der zu verbindenden Dachrinnenstücke angeordnet, wobei ein erster
der beiden Haftabschnitte 2 sich in Anlage an einer Innenwandseite eines ersten der
beiden Dachrinnenstücke befindet und mit dieser verklebt ist und ein zweiter der beiden
Haftabschnitte 4 sich in Anlage an einer Innenwandseite des anderen der beiden Dachrinnenstücke
befindet und mit dieser ebenfalls verklebt ist, so dass die Längsrichtung L des Dehnungsausgleichselements
10 im Wesentlichen parallel zur Längsachse wenigstens eines der Dachrinnenstücke verläuft.
Die Dachrinnenstücke sind vorzugsweise mit ihren zu verbindenden Endabschnitten in
einem Übergangsbereich derart ineinandergeschoben, dass ihre Längsachsen parallel
zueinander sind.
[0023] Wie in den Figuren 1 a und 1 b zu erkennen ist, sind die Oberflächenvertiefungen
14 in Längsrichtung L des Dehnungsausgleichselements 10 entlang der Haftabschnitte
2, 4 in gleichen Abständen periodisch wiederkehrend angeordnet. Die Oberflächenvertiefungen
14 sind im Wesentlichen gleichmäßig über die Haftabschnitte 2, 4 verteilt und stellen
jeweils im Wesentlichen dasselbe Volumen zur Aufnahme von Klebstoff oder Klebstoffkomponenten
oder entsprechenden Behältern bereit, so dass bei räumlich gleichmäßigem Klebstoffauftrag
bzw. gleichmäßig verteilten Behältern zur Aufnahme von Klebstoff oder Klebstoffkomponenten
eine im Wesentlichen gleichmäßige Klebstoffverteilung über jeden Haftabschnitt 2,
4 hinweg schnell und einfach erreicht werden kann.
[0024] Die Oberflächenvertiefungen 14 erstrecken sich im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung
L des Dehnungsausgleichselements 10. Sie sind gemäß der in den Figuren 1 a und 1 b
dargestellten Ausführungsform zwischen Rippen 16 gebildet, von denen vorzugsweise
jede in einem Schnitt in Längsrichtung L eine Dreiecksgestalt aufweist.
[0025] Die maximale Dicke W des Dehnungsausgleichselements 10 senkrecht zur Längsrichtung
L ist in einem Längsschnitt, wie in Figur 1a gezeigt, in Längsrichtung L über beide
Haftabschnitte 2, 4 hinweg vorzugsweise im Wesentlichen konstant. Die senkrecht zur
Längsrichtung L gemessene Tiefe S der Oberflächenvertiefungen 14 wird von der Mitte
einer Verbindungslinie der Spitzen 18 zweier benachbarter Rippen 16 ausgehend senkrecht
in Richtung zu dem Dehnungsausgleichselement 10 hin bis zu einer Scheitellinie B an
der Basis zweier benachbarter Rippen gemessen, wobei die Scheitellinie B senkrecht
zur Längsrichtung L verläuft und in Figur 1 a daher nur als Punkt dargestellt ist,
an welchem der zugeordnete Haftabschnitt eine minimale Dicke annimmt, welche gleich
der Differenz von maximaler Dicke W und Tiefe S ist.
[0026] Die Tiefe S beträgt vorzugsweise etwa zwischen einem Viertel und der Hälfte der maximalen
Dicke W, vorzugsweise etwa ein Drittel der maximalen Dicke W. Die in Längsrichtung
L gemessenen Längen H1 und H2 des ersten bzw. des zweiten Haftabschnitts 2, 4 sind
vorzugsweise gleich groß und weiterhin vorzugsweise im Wesentlichen so groß wie die
in Längsrichtung gemessene Länge K des Dehnungsabschnitts 6. Ferner ist der Abstand
A zweier benachbarter Rippen, welcher als Abstand ihrer Dreiecksspitzen in Längsrichtung
L voneinander gemessen wird, etwa so groß wie die Tiefe S der Oberflächenvertiefungen
14. Durch die Profilierung der Haftabschnitte kann gegenüber unprofilierten, ohne
Oberflächenvertiefungen bereitgestellten und daher ebenen und ansonsten identischen
Haftabschnitten somit eine Oberflächenvergrößerung um etwa einen Faktor 2,2 erreicht
werden.
[0027] Das Dehnungsausgleichselement 10 kann jedoch auch von den genannten Verhältnissen
abweichende Abmaße aufweisen und ist in den Figuren 1a und 1b insbesondere nicht maßstabsgetreu
dargestellt, wie durch am unteren Rand des Dehnungsausgleichselement 10 in Figur 1b
dargestellte Auslassungszeichen angedeutet ist.
[0028] Der Dehnungsabschnitt 6 weist in einem Schnitt entlang der Längsrichtung L, wie in
Figur 1 a gezeigt, eine bogenartig gewölbte Gestalt derart auf, dass der Dehnungsabschnitt
6 im bestimmungsgemäßen Verwendungszustand von Böden der Dachrinnenstücke weg gewölbt
ist. Zusätzlich weist wenigstens eine Seite 20 der Seiten des Dehnungsabschnitts 6
in dem Längsschnitt der Figur 1a eine gewellte Gestalt auf, wobei ein mittlerer Krümmungsradius
einzelner Wellen der gewellten Gestalt vorzugsweise um wenigstens einen Faktor 10
kleiner ist als ein mittlerer Krümmungsradius der Wölbung des Dehnungsabschnitts 6.
Dabei weist der Dehnungsabschnitt 6 vorzugsweise an der gewellten Seite 20, welche
der Klebeseite 8 entgegengesetzt ist, eine in Längsrichtung L vorzugsweise gleichmäßig
gewellte Oberfläche auf.
[0029] Die Wellung ist in der Figur 1b durch nicht maßstabsgetreue gestrichelte Linien im
Bereich des Dehnungsabschnitts 6 angedeutet, wobei die in Figur 1 b dargestellte Seite
des Dehnungsabschnitts 6 die der gewellten Seite 20 entgegengesetzte Seite ist.
[0030] Figur 2a zeigt eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dehnungsausgleichselements
in einer Schnittansicht entlang der mit L bezeichneten Längsrichtung des Dehnungsausgleichselements
110. Figur 2b zeigt die zweite Ausführungsform in Blickrichtung des Pfeiles D der
Figur 2a. Zu der ersten Ausführungsform analoge Merkmale sind mit den gleichen Bezugszeichen
wie in der ersten Ausführungsform versehen, jedoch vermehrt um die Zahl 100. Darüber
hinaus wird die Ausführungsform gemäß den Figuren 2a und 2b nur insoweit beschrieben
werden, als sie sich von der ersten Ausführungsform gemäß den Figuren 1a und 1b unterscheidet,
auf deren Beschreibung ansonsten ausdrücklich verwiesen sei.
[0031] Die in den Figuren 2a und 2b dargestellten Schnittansichten entsprechen jenen der
Figuren 1 a und 1 b. Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten
Ausführungsform im Wesentlichen durch die Ausgestaltung der Oberflächenvertiefungen
114, welche nicht durch Rippen gebildet sind, sondern durch vorzugsweise durch Rändeln
eingeprägte Muster. Diese Muster können beispielsweise rechtwinklige oder abgerundete
Grundformen aufweisen. Ihnen ist gemeinsam, dass sie durch einprägen in das Materiel
des Dehnungsausgleichselements 110 gefertigt sind und vorzugsweise über beide Haftabschnitte
102, 104 hinweg gleichmäßig verteilte Oberflächenvertiefungen 114 bilden, welche wiederum
profilierte Klebstoffaufnahmebereiche 112 des Dehnungsausgleichselements 110 zur Aufnahme
von Klebstoff oder Klebstoffkomponenten bilden.
1. Elastisches Dehnungsausgleichselement (10; 110) zur Verbindung zweier Dachrinnenstücke,
welches wenigstens eine Klebeseite (8; 108) aufweist, auf welcher Klebstoff oder Klebstoffkomponenten
zum Verkleben mit den Dachrinnenstücken aufzubringen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeseite (8; 108) profilierte Klebstoffaufnahmebereiche (12; 112) mit einer
Vielzahl von Oberflächenvertiefungen (14; 114) zur Vergrößerung der Klebstoffhaftwirkung
aufweist.
2. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenvertiefungen (14; 114) in einer Längsrichtung (L) des Dehnungsausgleichselements
(10; 110) abschnittsweise periodisch angeordnet sind, wobei die Längsrichtung (L)
im bestimmungsgemäßen Verwendungszustand des Dehnungsausgleichselements (10; 110)
im Wesentlichen parallel zur Längsachse wenigstens eines der Dachrinnenstücke verläuft.
3. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenvertiefungen (14; 114) im Wesentlichen gleichmäßig verteilt angeordnet
sind.
4. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Oberflächenvertiefungen (14; 114) im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung
(L) des Dehnungsausgleichselements (10; 110) erstrecken.
5. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass jede der Oberflächenvertiefungen (14; 114) im Wesentlichen dasselbe Volumen zur Aufnahme
von Klebstoff oder Klebstoffkomponenten bereitstellt.
6. Dehnungsausgleichselement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenvertiefungen (14; 114) durch Rippen (16) gebildet sind.
7. Dehnungsausgleichselement (10) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Rippen (16) in einem Schnitt entlang der Längsrichtung (L) eine
im Wesentlichen dreieckförmige Gestalt aufweist.
8. Dehnungsausgleichselement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenvertiefungen (14; 114) in das Dehnungsausgleichselement (10; 110),
vorzugsweise durch Rändeln, eingeprägt sind.
9. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Dehnungsausgleichselement (10; 110) einen Dehnungsabschnitt (6; 106) und diesem
in Längsrichtung (L) benachbart wenigstens einen die Klebstoffaufnahmebereiche (12;
112) aufweisenden Haftabschnitt (2, 4; 102, 104) umfasst und vorzugsweise in Längsrichtung
(L) beidseitig von dem Dehnungsabschnitt je ein solcher Haftabschnitt (2, 4; 102,
104) vorgesehen ist.
10. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Dehnungsabschnitt (6; 106) in einem Schnitt entlang der Längsrichtung (L) eine
bogenartig gewölbte Gestalt aufweist.
11. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Seiten (20; 120) des Dehnungsabschnitts (6; 106) in einem Schnitt
entlang der Längsrichtung (L) eine gewellte Gestalt aufweist, wobei diese wenigstens
eine Seite (20; 120) vorzugsweise eine der Klebeseite (8; 108) des Dehnungsausgleichselements
(10; 110) entgegengesetzte Seite des Dehnungsabschnitts (6; 106) ist.
12. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es im Wesentlichen mattenförmig ist.
13. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es im Wesentlichen aus einem Elastomermaterial, vorzugsweise aus Gummi, gebildet
ist.
14. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Behälter für Klebstoff bzw. Klebstoffkomponenten an der die Klebstoffaufnahmebereiche
(12; 112) aufweisenden Klebeseite (8; 108), vorzugsweise in den Oberflächenvertiefungen
(14; 114), vorgesehen sind und dass der Behälter vorzugsweise unter äußerer Krafteinwirkung
zerbricht.
15. Dehnungsausgleichselement (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass durch die Oberflächenvertiefungen (14; 114) eine Oberflächenvergrößerung um wenigstens
das Doppelte gegenüber der Oberfläche einer unprofilierten, ohne Oberflächenvertiefungen
ausgebildeten und ansonsten gleichartigen Klebeseite erreicht wird.