[0001] Die Erfindung betrifft eine Schiebetüranordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Die
DE 199 05 272 C1 offenbart eine Schiebetüranordnung, bei der die Schiebetür mit ihrem oberen Ende
mittels Rollen in einer oben in einer Wandöffnung angebrachten Schiene aufgehängt
ist und aus ihrer geschlossenen Position in eine geöffnete Position in eine Tasche
im Mauerwerk einschiebbar ist, wobei die Verschiebebewegung in die geöffnete und in
die geschlossene Position durch zwei an der Schiene in der Nähe ihrer Enden angebrachte
Stopper begrenzt ist. Die Stopper sind durch wenigstens ein Verbindungselement miteinander
starr verbunden und in der Schiene in horizontaler Richtung verschiebbar gelagert,
wobei der die Schließbewegung der Schiebetür begrenzende Stopper an der Schiene arretierbar
ist. Durch Lösen der Arretierung des die Schließbewegung der Schiebetür begrenzenden
Stoppers kann dieser zusammen mit dem die Öffnungsbewegung begrenzenden Stopper verschoben
werden und damit im Bedarfsfall die Öffnungsweite der Tür verbreitert werden. Die
Vorrichtung ist aufwändig und benötigt einen vergleichsweise großen Einbauraum.
[0003] Aus der
DE 199 52 264 A1 ist eine automatische Teleskopschiebetüranlage bekannt, mit einem elektrischen Antriebsmotor,
mit einem umlaufenden, über Umlenkrollen geführten Riemen und mit durch den Antriebsmotor
angetriebenen, in Laufschienen an Rollenwagen geführten Flügeln. Die Umlenkrollen
des Riemens sind in Halterungen angeordnet, die in einer Aufnahmenut des Laufschienenprofils,
vorzugsweise durch Klemmbefestigung, fixiert sind. Derartige Klemmbefestigungen verspannen
die Halterung der Umlenkrolle gegen die Decke der Laufschiene, was ein Aufspreizen
der Laufschiene zur Folge haben kann.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schiebtüranordnung mit einer kompakten,
im Bereich des Türdurchganges zugänglichen Verstelleinrichtung zu schaffen, welche
zur Aufnahme und zum Verstellen verschiedener Elemente der Schiebetüranordnung geeignet
ist.
[0005] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Die Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung.
[0007] Für einen einfachen und kompakten Aufbau einer Schiebetüranordnung, welche durch
den Einbau im Gebäude, beispielsweise der Anordnung in einer Wandtasche, teilweise
unzugänglich ist, wobei jedoch eine Verstellmöglichkeit von im unzugänglichen Bereich
angeordneten Elementen erforderlich ist, ist in einer Laufschiene, in welcher mindestens
ein Flügel an mindestens einem Rollenwagen verschiebbar geführt ist, ein in einer
Nut in einem Halteprofil der Laufschiene angeordneter Schieber vorgesehen, wobei der
Schieber wenigstens einen Rollenwagen zum Verstellen der im unzugänglichen Endbereich
der Laufschiene angeordneten Elemente übergreift.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Schieber mehrteilig, vorzugsweise zweiteilig,
ausgebildet, um den Schieber an unterschiedliche Flügelbreiten anpassen zu können
und ausreichend lang auszubilden, damit ein Verstellen der im unzugänglichen Bereich
angeordneten Elemente, wie beispielsweise eines Anschlagpuffers oder eines Rollenträgers
für eine Umlenkrolle eines Antriebsriemens, im zugänglichen Bereich der Schiebetüranordnung
möglich ist.
[0009] Der mehrteilige Schieber kann dabei aus einem Grundelement und wenigstens einem Verlängerungselement
bestehen und mittels eines Verbindungsschlosses verbunden sein. Das Verbindungsschloss
kann beispielsweise als eine mittels eines Halses beabstandete Scheibe ausgebildet
sein, die in eine komplementäre Aussparung eingreift und von dieser umgriffen ist.
Nach Einschieben des Schiebers mit dem Verbindungsschloss in die Nut der Laufschiene
ist das Verbindungsschloss gegen Lösen gesichert.
[0010] Im Nachfolgenden werden Ausführungsbeispiele in der Zeichnung anhand der Figuren
näher erläutert.
[0011] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht auf die Stirnseite einer Schiebetüranordnung im Ausschnitt;
- Fig. 2
- einen Ausschnitt der Schiebetüranordnung mit einem Anschlagpuffer im Schrägbild, wobei
die Laufschiene nicht dargestellt ist;
- Fig. 3
- einen Ausschnitt einer Schiebetüranordnung mit Anschlagpuffer und Umlenkrolle für
einen Antriebsriemen, wobei die Laufschiene nicht dargestellt ist;
- Fig. 4a
- einen Ausschnitt eines zweiteiligen Schiebers mit einem Verbindungsschloss in geöffnetem
Zustand;
- Fig. 4b
- der zweiteilige Schieber gemäß Fig. 4a in geschlossenem Zustand des Verbindungsschlosses.
[0012] In Fig. 1 ist eine Schiebetüranordnung 1 in einer Ansicht auf die Stirnseite einer
Laufschiene 2 gezeigt, in welcher ein Flügel 3 an mindestens einem Rollenwagen 4 mit
Laufrollen 5 verschiebbar geführt ist. Der Flügel 3 ist mittels einer Halteplatte
6 und einer Stellschraube 7 höhenverstellbar mit dem Tragkörper 8 des Rollenwagens
4 verbunden. Das an sich rechteckige, nach unten hin für den Durchgriff der Stellschraube
7 ausgesparte Profil der Laufschiene 2 weist im Bereich oberhalb des Bewegungsbereichs
der Rollenwagen 4 einen Haltesteg 9 auf, welcher längs seiner Erstreckung beispielsweise
gesenkte Befestigungsbohrungen zur Aufnahme von Senkschrauben aufweisen kann, mittels
derer die Laufschiene 2 an einer Decke, einem Träger oder einem anderen Gebäudeelement
montiert werden kann. Im Haltesteg 9 ist zusätzlich eine Nut 10 vorgesehen, in welcher
ein Schieber 11 längs seiner Erstreckung verschiebbar aufgenommen ist, wobei an dessen
Ende ein Anschlagpuffer 12 vorgesehen ist.
[0013] In der Fig. 2 ist ein Schrägbild eines Ausschnitts der Schiebetüranordnung 1 gemäß
Fig. 1 im Bereich der sich in Öffnungsstellung des Flügels 3 in beispielsweise einer
Wandtasche befindenden Position des Flügels 3 gezeigt, wobei die Laufschiene 2 nicht
dargestellt ist, um die in der Laufschiene 2 angeordneten Elemente zu zeigen. Der
Schieber 11 weist mehrere Aussparungen in Form von Bohrungen 13, 14 auf, wobei mehrere
Bohrungen 13 zum Einsetzen eines Befestigungsmittels, beispielsweise einer Schraube,
und zum Durchgriff eines zugehörigen Werkzeugs vorgesehen sein können, um die Laufschiene
2 mit dem Haltesteg 9 an dem Gebäudeelement festzulegen. Weiterhin sind gesenkte Bohrungen
14 vorhanden, welche für die Befestigung von gegenüber der Laufschiene 2 verstellbar
anzuordnenden Elementen, wie den Anschlagpuffer 12, vorgesehen sind.
[0014] In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, wobei an dem Schieber 11
alternativ ein Rollenträger 15 angeordnet ist, der ebenfalls einen Anschlagpuffer
12 umfassen kann. Am Rollenträger 15 ist eine Umlenkrolle 16 angeordnet, welche der
Aufnahme eines Riemens 17 dient, der zum motorischen Abtrieb des Flügels 3 oder zur
Bewegungsübertragung bei einer Ausbildung der Schiebetüranordnung 1 als Teleskopschiebetür
vorgesehen sein kann.
[0015] Durch den Schieber 11 ist ein Verstellen von nach dem Einbau der Schiebetüranordnung
1 unzugänglichen Elementen, wie dem Anschlagpuffer 12 oder dem Rollenträger 15, möglich,
wie es etwa durch den Einbau in eine Wandtasche, wobei sich der Flügel 3 in Öffnungsstellung
in der Wandtasche befindet, erforderlich ist.
[0016] In den Figuren 4a, 4b ist eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung eines Schiebers
11 gezeigt, wobei der Schieber 11 zweiteilig ausgebildet ist. Die Fig. 4a zeigt den
Schieber 11 vor dem Zusammenfügen, während Fig. 4b den Schieber 11 verbunden zeigt.
[0017] Der Schieber 11 ist aus einem Grundelement 11.1 und einem Verlängerungselement 11.2
gebildet. Damit kann durch die Auswahl verschiedener Verlängerungselemente 11.2 eine
einfache Anpassung auf die vorgesehene Breite des Flügels 3 bzw. auf die dadurch unterschiedliche
Länge der Laufschienen 2 erfolgen. Zum Verbinden des Grundelements 11. 1 mit dem Verlängerungselement
11.2 ist ein Verbindungsschloss 18 vorgesehen. Das Verbindungsschloss 18 ist aus einer
durch einen Hals 19 beabstandeten Scheibe 20 und einer komplementär ausgebildeten
Aufnahme 21, welche die Scheibe 20 umgreift, gebildet. Die Anordnung der Scheibe 20
und der Aufnahme 21 ist dabei wahlweise am Grundelement 11.1 oder am Verlängerungselement
11.2 möglich. Anstelle einer runden Scheibe 20 sind alternative Formen, wie beispielsweise
ein Dreieck oder Rechteck, möglich, wobei die zugeordnete Aufnahme 21 entsprechend
komplementär auszubilden ist.
[0018] Bei der Montage werden das Grundelement 11.1 und das Verlängerungselement 11.2 vorteilhaft
unmittelbar vor dem Einschieben des Verbindungsschlosses 18 in die Nut 10 der Laufschiene
2 durch Einsetzen der Scheibe 20 in die Aufnahme 21 verbunden. Nach dem Einschieben
in die Nut 10 ist das Verbindungsschloss 18 durch die Wandungen der Nut 10 gegen Lösen
gesichert. Denkbar ist es auch, den Schieber 11 unter Verwendung mehrerer Verbindungsschlösser
18 weiter zu unterteilen.
[0019] Am Verlängerungselement 11.2 ist eine weitere Bohrung 22 vorgesehen, welche dazu
dient, den in der Wandtasche unzugänglichen Anschlagpuffer 12 im Bereich des Türdurchgangs
zugänglich nach dem Verstellen in der Laufschiene festzulegen. Dazu kann eine Klemmschraube
oder ein Klemmelement vorgesehen sein, das mit der Bohrung 22 zusammenwirkt. Denkbar
ist auch ein Festlegen des Schiebers 11 durch Klemmen, Verschrauben oder Verrasten.
Möglich ist auch die Anordnung eines weiteren Anschlagpuffers 12 für die Schließstellung
des Flügels 2, welcher an einem Element zum Festlegen des Schiebers 11 ausgebildet
oder an diesem vorgesehen sein kann. Alternativ kann der weitere Anschlagpuffer 12
an einem weiteren, zusätzlich in der Nut 10 angeordneten Schieber 11 vorgesehen und
mit diesem weiteren Schieber 11 in der Laufschiene 2 festgelegt werden.
[0020] Bei der Anordnung einer Umlenkrolle 16 in Verbindung mit einem motorischen Abtrieb
oder zur Bewegungsübertragung an einer Teleskopschiebetür am Schieber 11 kann der
Schieber 11 zum Spannen des Riemens 17 dienen. Dabei kann ein weiterer, nicht dargestellter
Rollenträger 15 mit Umlenkrolle 16, die zur schließseitigen Aufnahme des umlaufenden
Riemens 17 vorgesehen ist, ebenfalls mittels des weiteren Schiebers 11 in der Nut
10 der Laufschiene 2 festgelegt sein. Alternativ kann diese weitere Umlenkrolle 16,
die zur schließseitigen Aufnahme des umlaufenden Riemens 17 vorgesehen ist, auch anderweitig,
beispielsweise am motorischen Antrieb, angeordnet sein.
Liste der Referenzzeichen
[0021]
- 1
- Schiebetüranordnung
- 2
- Laufschiene
- 3
- Flügel
- 4
- Rollenwagen
- 5
- Laufrolle
- 6
- Halter
- 7
- Stellschraube
- 8
- Tragkörper
- 9
- Haltesteg
- 10
- Nut
- 11
- Schieber
- 11.1
- Grundelement
- 11.2
- Verlängerungselement
- 12
- Anschlagpuffer
- 13
- Bohrung
- 14
- Bohrung
- 15
- Rollenträger
- 16
- Umlenkrolle
- 17
- Riemen
- 18
- Verbindungsschloss
- 19
- Hals
- 20
- Scheibe
- 21
- Aufnahme
- 22
- Bohrung
1. Schiebetüranordnung (1), mit einer Laufschiene (2) und mindestens einem Flügel (3),
welcher mit mindestens einem Rollenwagen (4) in der Laufschiene (2) verschiebbar geführt
ist, und mit einem Schieber (11) zum Verstellen von unzugänglich in der Laufschiene
(2) angeordneten Elementen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Laufschiene (2) einen Haltesteg (9) mit einer Nut (10) zur Aufnahme des Schiebers
(11) aufweist, welcher wenigstens einen Rollenwagen (4) zum Verstellen der im unzugänglichen
Endbereich der Laufschiene (2) angeordneten Elemente übergreift.
2. Schiebetüranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Haitesteg (9) zum Festlegen der Laufschiene (2) an einem Gebäudeelement vorgesehen
ist.
3. Schiebetüranordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (11) im zugänglichen Bereich der Schiebetüranordnung (1) festlegbar
ist.
4. Schiebetüranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (11) mehrteilig, vorzugsweise zweiteilig, ausgebildet ist.
5. Schiebetüranordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (11) ein Grundelement (11.1) und mindestens ein Verlängerungselement
(11.2) umfasst.
6. Schiebetüranordnung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (11) ein Verbindungsschloss (18) umfasst.
7. Schiebetüranordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsschloss (18) eine Scheibe (20) und eine komplementäre Aufnahme (21)
umfasst.
8. Schiebetüranordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsschloss (18) durch Einschieben in die Nut (10) gegen Lösen gesichert
ist.