[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens
einem gekühlten Innenraum und mit wenigstens einem Ventilator, der im gekühlten Innenraum
oder in einem mit dem gekühlten Innenraum in Verbindung stehenden Raum angeordnet
ist, sowie mit wenigstens einem Temperaturfühler, der derart angeordnet ist, dass
er zumindest an einer Stelle des Gerätes, vorzugsweise in dem gekühlten Innenraum
oder in dem mit diesem in Verbindung stehenden Raum die Temperatur, vorzugsweise die
Lufttemperatur, mißt.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Kühl- und/oder Gefriergeräte mit einer sogenannten
dynamischen Kühlung bekannt. Bei diesen Geräten wird die Luftverteilung im gekühlten
Innenraum teilweise oder vollständig mittels wenigstens eines Ventilators vorgenommen,
der beispielsweise in oder im Bereich eines Kühlluftkanals des Gerätes angeordnet
sein kann. Aus dem Stand der Technik bekannte Geräte weisen beispielsweise im rückwärtigen
Bereich des Gerätes einen Kühlluftkanal auf, der eine obere Einlassöffnung und eine
untere Auslassöffnung aufweist, wobei die obere Einlassöffung im Bereich eines Kühlkompartimentes
und die untere Auslassöffnung im Bereich eines Kaltlagerfaches angeordnet ist. Die
Durchströmung dieses Kühlluftkanals, in dem zumindest wenigstens ein Verdampfer angeordnet
ist, erfolgt teilweise oder vollständig mittels eines Ventilators, der die Luft in
den Kühlluftkanal fördert und insgesamt zu einer Luftumwälzung in den zu kühlenden
Kompartimenten sorgt.
[0003] Die vorliegende Erfindung bezieht sich unter anderem auch auf derartige Geräte, ist
jedoch nicht auf diese Geräte und insbesondere auch nicht auf die Anordnung der genannten
Kompartimente beschränkt.
[0004] Bei bekannten Geräten wird der genannte Ventilator mit zwei unterschiedlichen Drehzahlen
betrieben, wobei eine erste Drehzahl bei laufendem Kompressor des Kältemittelkreislaufes
des Kühl- und/oder Gefriergerätes gewählt wird und eine zweite Drehzahl bei nicht
im Betrieb befindlichen, das heißt bei stehendem Kompressor.
[0005] Die Ventilatordrehzahl ist somit unabhängig vom Kühlleistungsbedarf und nur abhängig
vom Betrieb des Kompressors.
[0006] Die genannten Drehzahlen werden bei aus dem Stand der Technik bekannten Geräten so
gewählt, dass stets eine ausreichende Luft- bzw. Kälteleistung, insbesondere auch
bei höheren Umgebungstemperaturen und vergleichsweise geringen Sollwerten für die
Temperatur bzw. entsprechenden Reglerstellungen zur Verfügung steht.
[0007] Diese Vorgehensweise führt zwar zu einer hinreichenden Kälteleistung des Gerätes,
ist jedoch mit dem Nachteil verbunden, dass auch bei normalen Raumtemperaturen bedingt
durch den Ventilatorbetrieb Geräusche auftreten und dass ein höherer Energieverbrauch
vorliegt.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Kühl- und/oder Gefriergerät
der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass dieses stromsparender
und leiser arbeitet als aus dem Stand der Technik bekannte Geräte.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Danach weist das Gerät wenigstens eine Steuer- oder Regelungseinheit auf,
die mit dem wenigstens einen Temperaturfühler sowie mit dem wenigstens einen Ventilator
in Verbindung steht und die derart ausgebildet ist, dass sie die Drehzahl des Ventilators
verringert, wenn die Zeitspanne, in der der Kühlleistungsbedarf besteht, kürzer ist
als eine vorgegebener erster Zeitspannen-Grenzwert.
[0010] Wird somit festgestellt, dass die Zeitspanne, in der ein Kühlleistungsbedarf besteht,
d.h. die Zeitspanne zwischen Erreichen des Einschaltwertes und Erreichen des Ausschaltwertes
einen bestimmten Grenzwert übersteigt, wird die Drehzahl des Ventilators verringert.
Dies kann während eines Betriebszyklus des Kompressors bzw. des Ventilators erfolgen
oder beim nächsten Einschalten des Kompressors bzw. des Ventilators.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Steuer- oder Regelungseinheit
derart ausgebildet ist, dass sie die Drehzahl des Ventilators erhöht, wenn die Zeitspanne,
in der der Kühlleistungsbedarf besteht, größer ist als ein vorgegebener zweiter Zeitspannen-Grenzwert.
[0012] Der erste und der zweite Zeitspannen-Grenzwert können identisch oder unterschiedlich
sein.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Drehzahlerhöhung
des Ventilators zusätzlich erfordert, dass die durch den Temperaturfühler gemessene
Temperatur bei dem ersten Grenzwert zuzüglich eines Δ-Wertes, das heißt zuzüglich
eines Zuschlages oder über dieser Summe liegt. Der durch die Steuer- oder Regelungseinheit
vorgegebene Steuer- bzw. Regelalgorithmus sieht somit in bevorzugter Ausgestaltung
vor, dass eine Drehzahlerhöhung vorgenommen wird, wenn die Kühlteilanforderung länger
als x Minuten dauert und der Kühlteilluftfühler oder ein sonstiger Temperaturfühler
eine höhere Temperatur ermittelt, als der Ventilatoreinschaltwert, d.h. als der obere
Temperatur-Grenzwert zuzüglich eines Δ-Wertes.
[0014] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass eine Drehzahlreduzierung dann eintritt, wenn
die Kühlteilanforderungen kürzer als xy Minuten dauert.
[0015] Die genannten Zeitspannen "x" und "xy" sowie auch der Δ-Wert können fest vorgegeben
sein oder auch variabel, beispielsweise werkseitig oder den Nutzer einstellbar sein.
[0016] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung liegt somit eine adaptive Ventilatorregelung
vor, mit der es möglich ist, eine möglichst niedrige Ventilatordrehzahl anzufahren.
Dies hat zur Folge, dass Ventilatorgeräusche in den meisten Fällen bei normalen Umgebungsbedingungen
nicht als störend wahrgenommen werden.
[0017] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die vergleichsweise geringe Ventilatordrehzahl
die Einschaltdauer des Ventilators hoch ist, was zu geringen Temperaturschwankungen
im Gerät und zu einem sicheren Abtauen des Verdampfers führt. Dies wiederum hat den
Vorteil einer geringen Kompressorstandzeit und einer geringen Stromaufnahme.
[0018] Liegen jedoch höhere Umgebungstemperaturen vor und/oder besteht aufgrund einer entsprechend
"kalten" Reglerstellung ein geringer Temperatursollwert erlaubt der Algorithmus der
Regelung bei höheren Ventilatordrehzahlen auch diesen Bedarf an Kälteleistung abzudecken.
[0019] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Erhöhung und/oder
die Verringerung der Drehzahl des Ventilators stufenweise und/oder kontinuierlich
erfolgt und/oder dass im Falle einer stufenweisen Veränderung der Drehzahl des Ventilators
eine Erhöhung und/oder eine Verringerung der Drehzahl in Form von genau einer Stufe
oder in Form mehrerer Stufen erfolgt.
[0020] Wird also beispielsweise festgestellt, dass die Kühlteilanforderung länger als x
Minuten oder eine sonstige Zeitspanne dauert und wird durch den Temperaturfühler,
der vorzugsweise als Kühlteilluftfühler ausgebildet ist, eine Temperatur gemessen,
die höher ist als der Ventilatoreinschaltwert, das heißt als der erste Grenzwert,
zuzüglich eines Δ-Wertes, kann vorgesehen sein, dass eine kontinuierliche oder auch
eine stufenweise Erhöhung der Drehzahl des Ventilators erfolgt. Ist nach einer weiteren
Zeitspanne, die beispielsweise xx Minuten andauert, die durch den Temperaturfühler
gemessene Temperatur nach wie vor höher als der Ventilatoreinschaltwert zuzüglich
des Δ-Wertes oder entspricht dieser Summe, kann vorgesehen sein, dass eine weitere
Erhöhung der Drehzahl des Ventilators entweder stufenweise oder kontinuierlich erfolgt.
[0021] Des Weiteren ist es denkbar, dass eine Drehzahlreduzierung erfolgt, wenn die Kühlteilanforderung
kürzer als xy Minuten dauert. Auf diese Weise ist es möglich, die Ventilatordrehzahl
möglichst gering zu wählen. Liegt die Anforderung der Kälteleistung unterhalb eines
Grenzwertes, wird beispielsweise in der nächsten Betriebsphase des Ventilators dieser
mit einer geringeren Drehzahl betrieben als in der vorausgegangenen Betriebsphase.
Auf diese Weise ist eine wiederholte Verringerung der Ventilatordrehzahl möglich.
[0022] Besteht Kühlleistungsbedarf in einem Betriebsintervall des Ventilators für weniger
als eine vorbestimmte Zeitspanne, ist es vorgesehen, den Ventilator im darauffolgenden
Betriebsintervall des Ventilators mit einer geringeren Drehzahl zu betreiben, als
im vorhergehenden Intervall. Dies lässt sich für die folgenden Intervalle entsprechend
fortsetzen. Wird jedoch innerhalb eines Betriebsintervalls festgestellt, dass der
Kühlleistungsbedarf zumindest für eine vorbestimmte Zeitspanne oberhalb des oberen
Temperatur-Grenzwertes, das heißt oberhalb des Einschaltwertes des Ventilators bzw.
des Kompressors liegt und zusätzlich bei einem Wert, der zumindest den Ventilatoreinschaltwert
plus einen Δ-Wert entspricht, ist es denkbar, während dieses Betriebsintervalls des
Ventilators - wie oben ausgeführt - oder in der nächsten Betriebsphase die Drehzahl
des Ventilators stufenweise oder kontinuierlich zu erhöhen.
[0023] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Steuer- oder Regelungseinheit
derart ausgebildet ist, dass sie den Ventilator einschaltet oder eingeschaltet lässt,
wenn die durch den Temperaturfühler gemessene Temperatur über den oberen Temperatur-Grenzwert
steigt oder den oberen Temperatur-Grenzwert erreicht.
[0024] Ist beispielsweise die Temperatur unterhalb des unteren Temperatur-Grenzwertes gefallen
und steigt danach wieder auf oder über den oberen Temperatur-Grenzwert an, wird in
diesem Fall der Ventilator wieder eingeschaltet.
[0025] Denkbar ist es auch, dass der Ventilator eingeschaltet bleibt, wenn die Temperatur
nicht unter den unteren Temperatur-Grenzwert gefallen ist, sondern sich beispielsweise
zwischen dem ersten und dem zweiten Temperatur-Grenzwert befindet und dann wieder
den oberen Temperatur-Grenzwert erreicht oder übersteigt.
[0026] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Steuer- oder Regelungseinheit
derart ausgebildet ist, dass sie den Ventilator abschaltet, wenn die durch den Temperaturfühler
gemessene Temperatur unter oder auf einen unteren Temperatur-Grenzwert fällt, wobei
der untere Temperatur-Grenzwert unterhalb des oberen Temperatur-Grenzwertes liegt
und wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Steuer- oder Regelungseinheit derart
ausgebildet ist, dass sie den Ventilator solange abgeschaltet lässt, bis die durch
den Temperaturfühler ermittelte Temperatur den oberen Temperatur-Grenzwert erreicht
oder überschreitet.
[0027] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Gerät wenigstens einen Kältemittelkreislauf
mit wenigstens einem Kompressor zum Verdichten des Kältemittels, wobei der Kompressor
derart ausgebildet ist oder angesteuert wird, dass Betriebszeiten vorgesehen sind,
in denen der Kompressor im Betrieb ist, und dass Standzeiten vorgesehen sind, in denen
der Kompressor nicht in Betrieb ist, wobei die Steuer- oder Regelungseinheit derart
ausgebildet ist, dass der Ventilator bei in Betrieb befindlichem Kompressor mit höherer
Drehzahl betrieben wird, als bei nicht im Betrieb befindlichem Kompressor. Zusätzlich
zu der oben beschriebenen adaptiven Ventilatorregelung, die eine vorteilhafte Ausgestaltung
der vorliegenden Erfindung bildet, ist es somit denkbar, die Ventilatordrehzahl während
der Kompressorstandzeit zu reduzieren.
[0028] Vorzuzgsweise ist vorgesehen, dass der Ventilator in der Zeitspanne, in der Kühlleistungsbedarf
besteht eingeschaltet ist und in der Zeitspanne, in der kein Kühlleistungsbedarf besteht,
ausgeschaltet ist.
[0029] Die vorliegende Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zum Betrieb eines Kühl-
und/oder Gefriergerätes gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Drehzahl des
Ventilators verringert wird, wenn wenn die Zeitspanne, in der Kühlleistungsbedarf
besteht, kürzer ist als eine vorgegebener erster Zeitspannen-Grenzwert.
[0030] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Drehzahl des Ventilators erhöht wird, wenn
die Zeitspanne, in der der Kühlleistungsbedarf besteht, größer ist als ein vorgegebener
zweiter Zeitspannen-Grenzwert.
[0031] Denkbar ist es, dass die Drehzahl des Ventilators erhöht wird, wenn die Zeitspanne,
in der der Kühlleistungsbedarf besteht, größer ist als ein vorgegebener zweiter Zeitspannen-Grenzwert
und wenn die gemessene Temperatur größer ist als der obere Temperatur-Grenzwert, ggf.
zuzüglich eines Deltawertes.
[0032] Die Erhöhung und/oder die Verringerung der Drehzahl des Ventilators kann stufenweise
und/oder kontinuierlich erfolgen. Im Falle einer stufenweisen Veränderung der Drehzahl
des Ventilators kann eine Erhöhung und/oder Verringerung der Drehzahl in Form von
genau einer oder mehreren Stufen erfolgen.
[0033] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung des Temperaturverlaufs über die Zeit sowie des Verlaufs
der Betriebsspannung des Ventilators über die Zeit in einem ersten Ausführungsbeispiel
und
- Figur 2:
- eine schematische Darstellung des Temperaturverlaufs über die Zeit sowie des Verlaufs
der Betriebsspannung des Ventilators über die Zeit in einem zweiten Ausführungsbeispiel
mit zusätzlicher Darstellung der Kompressorlauf- und -standzeit.
[0034] In Figur 1 ist oben auf der Ordinate die Temperatur wiedergegeben, die durch einen
im gekühlten Innenraum eines Kühl- und/oder Gefriergerätes befindlichen Luftfühler
gemessen wird.
[0035] Die Abszisse zeigt die Zeit.
[0036] Wie dies aus Figur 1 hervorgeht, existiert ein Einschaltwert (EW) und ein Ausschaltwert
(AW), bei denen es sich um den oberen Temperatur-Grenzwert und um den unteren Temperatur-Grenzwert
gemäß der vorliegenden Erfindung handelt.
[0037] Figur 1 unten zeigt auf der Ordinate die Ventilatorspannung, die proportional zur
Ventilatordrehzahl ist, und auf der Abszisse die Zeit.
[0038] Wie dies aus Figur 1 hervorgeht, befindet sich zum Zeitpunkt T
0 die durch den Temperaturfühler gemessene Temperatur oberhalb des Einschaltwertes.
In diesem Fall wird der Ventilator mit einer bestimmten Drehzahl bzw. Spannung, in
dem vorliegenden Beispiel mit einer Spannung von 8V betrieben. Zu einem Zeitpunkt
T
1 wird festgestellt, dass die gemessene Temperatur bereits für eine bestimmte Dauer
oberhalb des Einschaltwertes liegt und zusätzlich den Wert der Einschalttemperatur
plus eines Δ-Wertes entspricht oder übersteigt, so dass zu diesem Zeitpunkt T die
Ventilatorspannung um 0,5V erhöht wird und damit eine Erhöhung der Drehzahl vorgenommen
wird.
[0039] Zum Zeitpunkt T
2 erreicht die durch den Temperaturfühler gemessene Temperatur den Ausschaltwert AW,
das heißt den zweiten Grenzwert, was zur Folge hat, dass der Ventilator abgeschaltet
wird.
[0040] In dem nächsten Betriebsintervall des Ventilators wird zum Zeitpunkt T
3 eine Überschreitung des Einschaltwertes durch die gemessene Temperatur erfaßt, was
zur Folge hat, dass der Ventilator wieder in Betrieb genommen wird. Die Betriebsspannung
des Ventilators entspricht dabei der Betriebsspannung zu Beginn des vorhergehenden
Intervalls, nämlich 8V.
[0041] Wie dies weiter aus Figur 1 hervorgeht, wird zum Zeitpunkt T
4 der Ausschaltwert, das heißt der zweite Grenzwert unterschritten, was dazu führt,
dass der Ventilator zum Zeitpunkt T
4 wieder abgeschaltet wird.
[0042] Im nächsten und dritten dargestellten Betriebsintervall des Ventilators wird erneut
bei Erreichen des Einschaltwertes zum Zeitpunkt T
5 der Ventilator eingeschaltet, wobei jedoch die Betriebsspannung des Ventilators geringer
ist als die des vorhergehenden Intervalls. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in
dem vorhergehenden Betriebsintervall, das heißt im zweiten Betriebsintervall die Zeitspanne
T
3 bis T
4 kürzer ist als ein bestimmter Grenzwert. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
wird der Ventilator in dem dritten Betriebsintervall somit mit einer Spannung von
7,5V betrieben.
[0043] Zum Zeitpunkt T
6 wird der Ventilator abgeschaltet, da die gemessene, fallende Temperatur den Ausschaltwert
erreicht bzw. unterschreitet.
[0044] Da auch im dritten Betriebsintervall des Ventilators die Dauer der Kühlteilanforderung,
das heißt die Zeitspanne T
5 bis T
6 geringer ist als ein Grenzwert, wird im vierten Betriebsintervall zwischen den Zeitpunkten
T
7 und T
8 eine weitere Reduzierung der Betriebsspannung des Ventilators vorgenommen, die in
einer weiteren Reduzierung der Drehzahl des Ventilators resultiert. Wie oben ausgeführt,
führt die geringe Ventilatordrehzahl zwar zu einer erhöhten Einschaltdauer des Ventilators,
jedoch zu geringeren Temperaturschwankungen im Gerät und zu einem sicheren Abtauen
des Verdampfers. Dies wiederum führt zu geringen Kompressorstandzeiten und zu einer
geringen Stromaufnahme.
[0045] Die Betriebsphasen und Ausschaltphasen des Ventilators entsprechen denen des Kompressors,
d.h. Ein- und Ausschaltwerte beziehen sich sowohl auf den Ventilator als auch auf
den Kompressor.
[0046] Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Betriebsweise des erfindungsgemäßen
Kühl- und/oder Gefriergerätes, wobei in Figur 2 oben erneut auf der Ordinate die Temperatur
des Luftfühlers und auf der Abszisse die Zeit aufgetragen ist. Darunter befindet sich
wieder auf der Ordinate die Spannung des Ventilators und auf der Abszisse die Zeit.
Zusätzlich ist in Figur 2 unten mit dem Bezugszeichen A die Kompressorleistung dargestellt.
[0047] In dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird zum Zeitpunkt T
1 der Einschaltwert der Temperatur erreicht bzw. überschritten, was dazu führt, dass
der Ventilator in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel mit einer Spannung von
6,5V in Betrieb gesetzt wird. Zum Zeitpunkt T
2 wird der Kompressor ausgeschaltet, was dazu führt, dass der Ventilator automatisch
auf eine geringere Drehzahl zurückgesetzt wird, das heißt mit einer geringeren Spannung
betrieben wird, die in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel 6V beträgt. Wird
der Kompressor wieder eingeschaltet, was zum Zeitpunkt T
3 der Fall ist, wird der Ventilator wieder mit derselben Betriebsspannung, das heißt
mit 6,5V betrieben, wie in dem ersten vorhergehenden Betriebsintervall.
[0048] Zum Zeitpunkt T
4 wird eine warme Last in den Kühl- und/oder Gefrierraum eingebracht, was zu einem
in Figur 2 oben dargestellten Temperaturanstieg führt. Zum Zeitpunkt T
5 schaltet der Kompressor wieder aus, was wie beschrieben zu einer bestimmten Herabsetzung
der Ventilatorspannung und Drehzahl führt.
[0049] Zum Zeitpunkt T
6 erreicht aufgrund des Wärmeeintrages die durch den Luftfühler gemessene Temperatur
den ersten Grenzwert, das heißt den Einschaltwert. Der Ventilator wird noch mit der
geringeren Drehzahl bzw. Spannung betrieben und erst wieder auf den vorgenannten Wert
von 6,5V hochgesetzt, wenn der Kompressor wieder einschaltet. Dies ist zum Zeitpunkt
T
7 der Fall.
[0050] Zum Zeitpunkt T
8 wird festgestellt, dass seit Beginn des Laufs des Zählers, das heißt ab dem Zeitpunkt
T
6 eine bestimmte Zeitspanne abgelaufen ist, in der die Temperatur oberhalb des Einschaltwertes
liegt. Zusätzlich wird festgestellt, dass zu diesem Zeitpunkt (T
8) die gemessene Temperatur oberhalb des Einschaltwertes zuzüglich eines Δ-Wertes liegt.
Dies führt dazu, dass zu diesem Zeitpunkt die Drehzahl des Ventilators um einen bestimmten
Betrag, in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel um 0,5V auf 7V erhöht wird,
was mit einer entsprechenden Erhöhung der Drehzahl einhergeht.
[0051] Zu dem Zeitpunkt T
9 wird festgestellt, dass seit Beginn des Zählerlaufes, das heißt seit dem Erreichen
des Zeitpunkts T
6 eine weitere Zeitspanne abgelaufen ist und der gemessene Temperaturwert immer noch
oberhalb des Einschaltwertes zuzüglich eines Δ-Wertes liegt. Dies führt dazu, dass
zum Zeitpunkt T9 eine weitere stufenweise Erhöhung der Spannung des Ventilators auf
den Wert 7,5V und damit auch der Ventilatordrehzahl erfolgt.
[0052] Wie dies weiter aus Figur 2 hervorgeht, wird die Leistung des Kompressors während
dessen intervallweiser Betriebszeit kontinuierlich herabgesetzt. Aus Figur 2 geht
ebenfalls hervor, dass die Drehzahl des Ventilators bzw. die Ventilatorspannung in
den Standzeiten des Kompressors unter der liegt, wie sie in den Betriebszeiten des
Kompressors eingestellt wird.
[0053] Wie oben ausgeführt, kann ein Regelalgoritmus derart ausgebildet sein, dass eine
Drehzahlerhöhung vorliegt, wenn die Kühlteilanforderung länger als x Minuten dauert,
das heißt wenn die Temperatur länger als x Minuten oberhalb eines Einschaltwertes
liegt und der Kühlteilluftfühler oder ein sonstiger Temperaturfühler eine höhere Temperatur
mißt als der Ventilatoreinschaltwert zuzüglich eines Δ-Wertes. Diese Zeitspanne bzw.
Δ-Wert können variable Parameter darstellen. In Figur 2 wird die Zeitspanne "x" durch
die Intervalle T
6 - T
8 und T
6 - T
9 gebildet.
[0054] Wie ebenfalls dargestellt kann es zu einer Drehzahlreduzierung kommen, wenn die Kühlteilanforderungen
kürzer als xy Minuten beträgt, wobei auch dieser Zeitraum variabel einstellbar sein
kann.
[0055] Weitere Parameter, mit denen das Gerät betrieben werden kann, sind die initiale Geschwindigkeit
bzw. initiale Spannung (beispielweise 8V) des Ventilators, die Mindestgeschwindigkeit
und die Maximalgeschwindigkeit des Ventilators, die jeweils mit Spannungswerten z.
B. von 6V und 10V korrelieren können, sowie auch die Geschwindigkeits- bzw. Spannungsschritte,
die in beiden Richtungen, das heißt sowohl bei der Erhöhung als auch bei der Verringerung
beispielsweise 0,5V betragen können.
1. Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens einem gekühlten Innenraum und mit wenigstens
einem Ventilator, der im gekühlten Innenraum oder in einem mit dem gekühlten Innenraum
in Verbindung stehenden Raum angeordnet ist, sowie mit wenigstens einem Temperaturfühler,
der derart angeordnet ist, dass er zumindest an einer Stelle des Gerätes, vorzugsweise
in dem gekühlten Innenraum oder in dem mit diesem in Verbindung stehenden Raum die
Temperatur mißt, wobei ein Kühlleistungsbedarf in einer Zeitspanne besteht, die mit
dem Zeitpunkt beginnt, zu dem die gemessene Temperatur einen oberen Temperatur-Grenzwert
erreicht oder überschreitet und mit dem Zeitpunkt endet, zu dem die gemessene Temperatur
einen unteren Temperatur-Grenzwert erreicht oder unterschreitet, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Steuer- oder Regelungseinheit vorgesehen ist, die mit dem Temperaturfühler
sowie mit dem Ventilator in Verbindung steht und die derart ausgebildet ist, dass
sie die Drehzahl des Ventilators verringert, wenn die Zeitspanne, in der
der Kühlleistungsbedarf besteht, kürzer ist als eine vorgegebener erster Zeitspannen-Grenzwert.
2. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regelungseinheit derart ausgebildet ist, dass sie die Verringerung
der Drehzahl des Ventilators während des Betriebes des Kompressors und/oder zu Beginn
einer nachfolgenden Betriebsphase des Kompressors vornimmt.
3. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regelungseinheit derart ausgebildet ist, dass sie die Drehzahl des
Ventilators erhöht, wenn die Zeitspanne, in der der Kühlleistungsbedarf besteht, größer
ist als ein vorgegebener zweiter Zeitspannen-Grenzwert.
4. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regelungseinheit derart ausgebildet ist, dass sie die Drehzahl des
Ventilators erhöht, wenn die Zeitspanne, in der der Kühlleistungsbedarf besteht, größer
ist als ein vorgegebener zweiter Zeitspannen-Grenzwert, und wenn die gemessene Temperatur
größer ist als der obere Temperatur-Grenzwert, ggf. zuzüglich eines Deltawertes.
5. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regelungseinheit derart ausgebildet ist, dass sie die Erhöhung der
Drehzahl des Ventilators während des Betriebes des Kompressors und/oder zu Beginn
einer nachfolgenden Betriebsphase des Kompressors vornimmt.
6. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung und/oder die Verringerung der Drehzahl des Ventilators stufenweise und/oder
kontinuierlich erfolgt und/oder dass im Falle einer stufenweisen Veränderung der Drehzahl
des Ventilators eine Erhöhung und/oder Verringerung der Drehzahl in Form von genau
einer oder mehreren Stufen erfolgt.
7. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regelungseinheit derart ausgebildet ist, dass sie den Ventilator
einschaltet oder eingeschaltet lässt, wenn die durch den Temperaturfühler gemessene
Temperatur über den oberen Temperatur-Grenzwert steigt oder den oberen Temperatur-Grenzwert
erreicht.
8. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regelungseinheit derart ausgebildet ist, dass sie den Ventilator
abschaltet, wenn die durch den Temperaturfühler gemessene Temperatur unter oder auf
den unteren Temperatur-Grenzwert fällt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die
Steuer- oder Regelungseinheit derart ausgebildet ist, dass sie den Ventilator solange
abgeschaltet lässt, bis die durch den Temperaturfühler ermittelte Temperatur den oberen
Temperatur-Grenzwert erreicht oder überschreitet.
9. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät wenigstens einen Kältemittelkreislauf mit wenigstens einem Kompressor zum
Verdichten des Kältemittels aufweist und dass der Kompressor derart ausgebildet ist
oder angesteuert wird, dass Betriebszeiten vorgesehen sind, in denen der Kompressor
im Betrieb ist, und dass Standzeiten vorgesehen sind, in denen der Kompressor nicht
in Betrieb ist, wobei die Steuer- oder Regelungseinheit derart ausgebildet ist, dass
der Ventilator bei in Betrieb befindlichem Kompressor mit höherer Drehzahl betrieben
wird, als bei nicht im Betrieb befindlichem Kompressor.
10. Verfahren zum Betrieb eines Kühl- und/oder Gefriergerätes gemäß einem der Ansprüche
1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Ventilators verringert wird, wenn die Zeitspanne, in der Kühlleistungsbedarf
besteht, kürzer ist als eine vorgegebener erster Zeitspannen-Grenzwert.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Ventilators erhöht wird, wenn die Zeitspanne, in der der Kühlleistungsbedarf
besteht, größer ist als ein vorgegebener zweiter Zeitspannen-Grenzwert.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Ventilators erhöht wird, wenn die Zeitspanne, in der der Kühlleistungsbedarf
besteht, größer ist als ein vorgegebener zweiter Zeitspannen-Grenzwert und wenn die
gemessene Temperatur größer ist als der obere Temperatur-Grenzwert, ggf. zuzüglich
eines Deltawertes.
13. Verfahren nach Anspruch einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung und/oder die Verringerung der Drehzahl des Ventilators stufenweise und/oder
kontinuierlich erfolgt und/oder dass im Falle einer stufenweisen Veränderung der Drehzahl
des Ventilators eine Erhöhung und/oder Verringerung der Drehzahl in Form von genau
einer oder mehreren Stufen erfolgt.