| (19) |
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(11) |
EP 2 526 358 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.2015 Patentblatt 2015/28 |
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Anmeldetag: 12.01.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/050347 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/089054 (28.07.2011 Gazette 2011/30) |
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STICHLOCHSTOPFMASCHINENKANONE FÜR METALLURGISCHE ÖFEN
CLAY GUN MACHINE CANNON FOR METALLURGICAL FURNACES
CANON DE BOUCHAGE DU TROU DE COULÉE POUR DES FOURS MÉTALLURGIQUES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.01.2010 DE 102010001038
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.11.2012 Patentblatt 2012/48 |
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Patentinhaber: TMT Tapping-Measuring-Technology GmbH |
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57072 Siegen (DE) |
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Erfinder: |
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- DIRLENBACH, Oliver
57462 Olpe (DE)
- TAUGERBECK, Ralf
57250 Netphen (DE)
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Vertreter: advotec. |
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Patent- und Rechtsanwälte
Am Rosenwald 25 57234 Wilnsdorf 57234 Wilnsdorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 264 391 DE-C1- 19 755 932 US-A- 3 682 456
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EP-A2- 1 312 883 KR-Y1- 200 441 704 US-A- 3 984 091
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Stichlochstopfmaschinenkanone für metallurgische Öfen,
mit einem Druckzylinder zur Aufnahme der Stopfmasse und einem Stopfkolben zum Herauspressen
der Stopfmasse aus einem an das Stichloch des Ofens gepressten Mundstück des Druckzylinders
DE-A 197 55 932 offenbart eine Stichlochstopfmaschine mit einer Stopfkanone, die einem Druckzylinder
sowie einen Stopfkolben aufweist.
[0002] Stichlochstopfmaschinenkanonen der eingangs genannten Art werden zum Schließen der
Abstichöffnungen von Reduktions- oder Schmelzöfen, z.B. Hochöfen zur Roheisengewinnung
und Niederschachtöfen zur Erschmelzung von Nichteisen-Metallen, Ferrolegierungen usw.
eingesetzt. Beim Stopfarbeitsgang wird die Stopfkanone mittels einer Schwenkvorrichtung
mit einer großen Kraft gegen die Ofenbrust gepresst, wobei die Anpresskraft der Stopfmaschine
solange aufrechterhalten wird, bis die durch die Stopfkanone in die Stichlochöffnung
des Ofens eingepresste plastische Stopfmasse erhärtet ist.
[0003] Mit der Steigerung der Schmelzleistung der Öfen sind im Laufe der Zeit auch die Anforderungen
an die Abstichtechnik, vor allem hinsichtlich eines schnellen und betriebssicheren
Öffnens und Schließens der Stichlöcher, gestiegen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere
große Anstrengungen hinsichtlich der Verbesserung der Stopfmasse gemacht worden, mit
dem Ziel, durch eine besonders feste und widerstandsfähige Stopfmasse die Standzeit
der Stopfmasse im Stichloch zu erhöhen und die Stopfmasse aufgrund ihrer verbessertern
Materialeigenschaften auch zur Reparatur des Stichlochkanals verwenden zu können.
Ergebnis dieser Entwicklung ist eine besonders verschleißfeste Stopfmasse, die jedoch
aufgrund ihrer Verschleiß- oder Abriebfestigkeit einen entsprechend hohen Verschleiß
der mit der Stopfmasse in Berührung kommenden Bauteile der Stichlochstopfmaschine,
insbesondere des Druckzylinders verursacht, in dem Stopfmassenpressungen von 200 daN/cm
2 und mehr erreicht werden.
[0004] Mit der Entwicklung dieser verschleißfesteren und somit abriebsintensiveren Stopfmassen
sind daher entsprechende Entwicklungen einhergegangen, um insbesondere die Verschleißfestigkeit
des Druckzylinders bzw. der der Verschleißbeanspruchung unmittelbar ausgesetzten Zylinderbohrung
zu verbessern.
[0005] Besonders zufriedenstellende Ergebnisse hinsichtlich der erwünschten Erhöhung der
Verschleißfestigkeit der Zylinderbohrung des Druckzylinders wurden zwischenzeitlich
dadurch erreicht, dass die Bohrungswandung des Druckzylinders mit einer verschleißfesten
Schicht, insbesondere einer Hartchromschicht, versehen wurden. Da jedoch unabhängig
von der Qualität einer die Verschleißfestigkeit erhöhenden Maßnahme diese in jedem
Fall lediglich zu einer Verlängerung der Standzeit des Druckzylinders führen kann,
muss nach Erreichen der Standzeit eine Reparatur des Druckzylinders bzw. der Oberfläche
der Zylinderbohrung erfolgen, um einen einwandfreien Betrieb der Stichlochstopfmaschine
sicherstellen zu können.
[0006] Wie die Praxis zeigt, erfordert die Reparatur bzw. die Erneuerung einer Oberflächenbeschichtung
der Bohrungswandung des Druckzylinders ein erhebliches verfahrenstechnisches Know-how,
mit der Folge, dass eine derartige Reparatur des Druckzylinders regelmäßig nur beim
Hersteller des Druckzylinders durchführbar ist, so dass damit ein entsprechender Aufwand
für den Betreiber metallurgischer Öfen, an denen die Stichlochstopfmaschine zum Einsatz
kommt, verbunden ist.
[0007] Um eine Verbesserung hinsichtlich des Reparaturaufwandes bei Druckzylindern zu ermöglichen,
wurden bereits vor längerer Zeit beim Anmelder Versuche durchgeführt, die Druckzylinder
mit eingesetzten gehärteten Buchsen zu versehen. Insbesondere aufgrund des mit der
Herstellung entsprechender Buchsen erforderlichen Aufwands sind die entsprechenden
Bemühungen jedoch als für die Praxis ungeeignet eingestellt worden.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Stichlochstopfmaschine
mit einer hohen Verschleißfestigkeit des Druckzylinders vorzuschlagen, der bei reparaturfreundlicher
Konstruktion kostengünstig herstellbar ist.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe weist die erfindungsgemäße Stichlochstopfmaschine die Merkmale
des Anspruchs 1 auf.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Stichlochstopfmaschine weist der Druckzylinder ein Zylinderrohr
mit einer in das Zylin.derrohr eingesetzten Verschlcißhülsenanordnung auf, die aus
zumindest einer Einsatzhülse aus einem zu einem Rohr verschweißten Blechzuschnitt
gebildet ist.
[0011] Eine derartig erfindungsgemäß ausgestaltete Verschleißhülsenanordnung ist einerseits
aufgrund der Herstellung der Einsatzhülse aus einem Blechzuschnitt kostengünstig herstellbar.
Andererseits bildet die Einsatzhülsen ein vom Zylinderrohr des Druckzylinders unabhängiges
Bauteil, das im Verbund mit dem Zylinderohr den Druckzylinder ausbildet, so dass nach
einem etwaigen Verschleiß der Einsatzhülse dieses Bauteil durch einfaches mechanisches
Auflösen des Verbunds zwischen dem Zylinderrohr und der Einsatzhülse entfernt bzw.
ausgetauscht werden kann. Insbesondere in dem Fall, dass das Zylinderrohr des Druckzylinders
ebenfalls als Schweißkonstruktion ausgeführt ist, ergibt sich eine im Hinblick auf
größtmögliche Bauteilfestigkeit bei gleichzeitig geringstmöglichen Herstellungskosten
optimierte Konstruktion.
[0012] Anders als bei einer Reparatur eines mit einer Verschleißbeschichtung auf seiner
Bohrungswandung versehenen Druckzylinders muss bei einer Reparatur eines erfindungsgemäß
mit einer Verschleißhülsenanordnung versehenen Druckzylinders lediglich ein Austausch
der Verschleißhülse erfolgen. Hierzu ist anders als es für ein Aufbringen einer Verschleißbeschichtung
auf die Bohrungswandung des Druckzylinders der Fall ist, kein besonderes verfahrenstechnisches
Know-how, das insbesondere entsprechend ausgebildete Vorrichtungen zu dessen Durchführung
umfasst, erforderlich. Vielmehr reicht in der Regel eine relativ einfach ausgebildete
hydraulische Vorrichtung zum Auspressen und nachfolgenden Einsetzen einer Austausch-Einsatzhülse
aus, um eine Instandsetzung des Druckzylinders durchführen zu können. Dies kann daher
auch bei Betreibern von metallurgischen Öfen vor Ort erfolgen, die oftmals lediglich
über eine in ihren Möglichkeiten eingeschränkte Betriebsmitteltechnik verfügen.
[0013] Wenn gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Einsatzhülse diese aus einer mit
Längsschweißnaht zu einem Rohr ausgebildeten Blechzuschnitt gebildet ist, kann die
Einsatzhülse so in das Zylinderrohr des Druckzylinders eingesetzt werden, dass die
Schweißnaht radial definiert im Zylinderrohr des Druckzylinders angeordnet ist. Dies
ist insofern von Bedeutung, als der in der Regel im Stopfeinsatz horizontal oberhalb
der Abstichrinne angeordnete Druckzylinder schwerkraftbedingt in seinem am tiefsten
gelegenen Längsabschnitt des Zylinderrohrs dem größten Verschleiß ausgesetzt ist.
Darüber hinaus kann ein möglicherweise den Verschleiß fördernder Schweißnahtbereich
somit gezielt außerhalb dieses verschleißintensiven Längsabschnitts des Druckzylinders
angeordnet werden.
[0014] Als besonders vorteilhaft hinsichtlich einer verschleißfesten Ausführung der Einsatzhülse
erweist es sich, wenn der Blechzuschnitt aus einem durch Wärmebehandlung gehärteten
kohlenstoffarmen Stahl gebildet ist, da in diesem Fall bei gleichzeitig guten Schweißeigenschaften
aufgrund eines relativ geringen Kohlenstoffgehalts eine ausreichende Härte der Einsatzhülse
erreichbar ist, ohne dass hierzu sich möglicherweise negativ auf die Schweißeigenschaften
auswirkende Legierungsbestandteile notwendig wären.
[0015] Bereits sehr gute Ergebnisse hinsichtlich der Herstellbarkeit der Einsatzhülse im
Schweißverfahren sind bei Verwendung eines Blechzuschnitts aus einem Stahl erzielt
worden, dessen C-Gehalt weniger als 0,5 Gew.-% und dessen Cr-Gehalt weniger als 1,5
Gew.-% beträgt.
[0016] Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung eines Stahlblechs herausgestellt,
dessen C-Gehalt weniger als 0,25 Gew.-% und dessen Cr-Gehalt weniger als 0,75 Gew.-%
beträgt.
[0017] Ein wesentlicher Beitrag der Einsatzhülse zur Gesamtbauteilfestigkeit des Druckzylinders
kann erzielt werden, wenn die Wandstärke der Einsatzhülse mindestens 10 % der Wandstärke
des Zylinderrohrs beträgt. Hierbei wirkt die Einsatzhülse nicht nur vorteilhaft als
austauschbares Verschleißteil, sondern trägt in der Verbundwirkung mit dem Zylinderrohr
entscheidend zur Bauteilfestigkeit des Druckzylinders bei. Entsprechend sind im Vergleich
zu einem Druckzylinder, dessen Zylinderrohr auf seiner Bohrungswandung mit einer Beschichtung
versehen ist, reduzierte Wandstärken des Zylinderrohrs möglich, so dass entsprechende
Material- und Kosteneinsparungen möglich sind.
[0018] Besonders ausgeprägt stellt sich der vorstehend erörterte Effekt ein, wenn die Wandstärke
der Einsatzhülse zwischen 20 und 40 % der Wandstärke des Zylinderrohrs beträgt.
[0019] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Verschleißhülsenanordnung
aus zwei Einsatzhülsen zusammengesetzt, so dass beispielsweise in dem einem besonders
hohen Verschleiß unterliegenden vorderen, dem Mundstück des Druckzylinders zugewandten
Teil des Druckzylinders ein lokal begrenzter oder partieller Austausch der Verschleißhülsenanordnung
möglich wird.
[0020] Besonders vorteilhaft ist die aus zwei oder auch mehreren Einsatzhülsen zusammengesetzte
Verschleißhülsenanordnung ausgebildet, wenn die Einsatzhülsen derart in das Zylinderrohr
eingesetzt sind, dass sie mit einander gegenüberliegenden Stirnflächen einen Verbindungsstoß
ausbilden mit einem durch Fasen an den Innenrändern der Stirnflächen gebildeten Nutquerschnitt.
Einerseits wird hierdurch verhindert, dass im Bereich des Verbindungsstoßes zwischen
den Einsatzhülsen eine sprunghaft aus der Kontaktfläche des Druckzylinders mit dem
Kolben hervorragende Kante entsteht. Gleichzeitig wird durch den derart ausgebildeten
Nutquerschnitt ein radial umlaufender Füll- oder Aufnahmeraum gebildet, in dem sich
im Betrieb der Stichlochstopfmaschine Stopfmasse bzw. Stopfmassepartikel sammeln können,
um diesen Füllraum zu verfüllen und somit eine kontinuierlichen, möglichst verschleißarmen
Übergang zwischen den Einsatzhülsen auszubilden, wenn der Kolben bei einer axialen
Bewegung den Verbindungsstoß überstreicht.
[0021] Wenn die Einsatzhülsen bei übereinstimmendem Innendurchmesser unterschiedliche Außendurchmesser
aufweisen und zur Ausbildung einer sich kontinuierlich axial erstreckenden Verschleißhülsenanordnung
in eine abgestufte Aufnahmebohrung des Zylinderrohrs eingesetzt sind, können die Einsatzhülsen
von ein und derselben Seite in die Bohrung des Zylinderrohrs eingesetzt werden, ohne
dass über die gesamte Bohrungstiefe aufgrund eines mechanischen Umfangskontakt zwischen
den Einsatzhülsen und der Bohrung des Zylinderrohrs ein entsprechender Einsatzwiderstand
zu überwinden wäre.
[0022] Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn zwischen den Einsatzhülsen und der Aufnahmebohrung
des Zylinderrohres eine Spielpassung gebildet ist, so dass ein Einsetzen bzw. ein
Austausch der Einsatzhülsen in dem Zylinderrohr mit relativ geringen Kräften möglich
ist. Hierdurch wird es auch erleichtert, bedarfsweise lediglich die radiale Relativanordnung
einer Einsatzhülse in der Bohrung des Zylinderrohrs zu ändern, um beispielsweise den
schwerkraftbedingt besonders verschleißbelasteten, tiefstgelegenen Längsabschnitt
der Einsatzhülse außerhalb dieser Verschleißzone anzuordnen, und stattdessen einen
bislang relativ unbelasteten Längsabschnitt der Einsatzhülsen in dieser Verschleißzone
anzuordnen und somit insgesamt die Standzeit der Einsatzhülse zu erhöhen. Nachfolgend
wird eine bevorzugte Ausführungsform anhand der Zeichnung näher erörtert:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Stichlochstopfmaschinenkanone mit einem Druckzylinder;
- Fig. 2
- eine Längsschnittdarstellung des Druckzylinders;
- Fig. 3
- eine Querschnittdarstellung des Druckzylinders gemäß Schnittlinienverlauf III-III
in Figur 2;
- Fig. 4
- eine vergrößerte Detailansicht eines in Figur 2 mit IV gekennzeichneten Verbindungsstoßbereichs.
[0023] Fig. 1 zeigt als Hauptbestandteile einer Stichlochstopfmaschinenkanone 10 einen Druckzylinder
11 mit einer Einfüllöffnung 12 für die Stopfmasse 13 sowie einen in dem Druckzylinder
11 hin- und her bewegbaren Stopfkolben 14 mit einem hydraulischen Antrieb 15. Der
Stopfkolben 14 ist durch einen radial verschiebbaren Kolbenring 16 gegen eine innere
Mantelfläche 17 des Druckzylinders 11 abgedichtet, die durch eine in den Druckzylinder
11 eingesetzte Verschleißhülsenanordnung 18 gebildet wird.
[0024] Die Stopfmasse 13 wird beim Vorlauf des Stopfkolbens 14 durch ein am vorderen Ende
des Druckzylinders 11 angebrachtes Mundstück 19 in das Stichloch eines Ofens gepresst.
[0025] Fig. 2 zeigt den Druckzylinder 11 mit der in eine Aufnahmebohrung 20 des Druckzylinders
11 eingesetzten Verschleißhülsenanordnung 18 in einer Längsschnittdarstellung. Der
Druckzylinder 11 ist im vorliegenden Fall als Schweißkonstruktion ausgeführt mit einem
Zylinderrohr 21 und an stirnseitigen Enden des Zylinderrohrs 21 über Schweißverbindungen
22 angeschlossen Flanschringen 23, 24, die eine Verbindung des Druckzylinders 11 mit
angrenzenden Bauteilen der Stichlochstopfmaschinenkanone 10 ermöglichen.
[0026] Die Verschleißhülsenanordnung 18 ist im Fall des vorliegenden Ausführungsbeispiels
aus zwei Einsatzhülsen 25 und 26 zusammengesetzt, die in die als Stufenbohrung ausgeführte
Aufnahmebohrung 20 eingesetzt sind. Dabei befindet sich die Einsatzhülse 26 in einem
an ein Anschlagende 27 des Zylinderrohrs 21 angrenzenden Bohrungsteil 28 mit einem
Durchmesser d
B1, der gegenüber einem benachbart angrenzenden, zu einem Einführende 29 sich erstreckenden
Bohrungsteil 30 mit einem Durchmesser d
B2 einen kleineren Durchmesser aufweist.
[0027] Wie insbesondere aus einer Zusammenschau der
Fig. 2 und
4 hervorgeht, weisen die Einsatzhülsen 25 und 26 bei identischem Innendurchmesser d
II unterschiedliche Außendurchmesser D
H1 und D
H2 auf. Die unterschiedlichen Außendurchmesser D
H1 und D
H2 der Einsatzhülsen 26 und 25 sind so auf die Bohrungsdurchmesser d
B1 und d
B2 der Bohrungsteile 28 und 30 abgestimmt, dass sich jeweils zwischen der Einsatzhülse
26 und dem Bohrungsteil 28 sowie der Einsatzhülse 25 und dem Bohrungsteil 30 eine
Spielpassung ergibt. Bei einem Einsetzen der Einsatzhülsen 25 und 26 vom Einführende
29 des Zylinderrohrs 21 her ergibt sich ein Umfangsflächenberührungskontakt zwischen
der Einsatzhülse 26 und der Aufnahmebohrung 20 erst im Bereich des bezogen auf das
Einführende 29 hinteren Bohrungsteils 28.
[0028] Fig. 3 zeigt die in Bezug auf das Einführende 29 vordere Einsatzhülse 25 aufgenommen im
vorderen Bohrungsteil 30 des Zylinderrohrs 21. Wie aus
Fig. 3 ersichtlich, besteht die Einsatzhülse 25, wie im übrigen auch die in
Fig. 2 dargestellte Einsatzhülse 26, aus einem als Halbzeug eben ausgeführten Blechzuschnitt
31, der in an sich bekannter Umformtechnik aus einer ebenen Erstreckung in die in
Fig. 3 dargestellte Rohrform umgeformt ist. Zur Ausbildung der in
Fig. 3 dargestellten Einsatzhülse 25 sind als Folge des Umformvorgangs gegeneinander gerichtete
Längsränder 32, 33 des Blechzuschnitts 31 über eine Schweißverbindung 34 miteinander
verbunden.
[0029] Abweichend von der Darstellung des Zylinderrohrs 21 in
Fig. 3 kann auch das Zylinderrohr 21 aus einem in einem Umformvorgang mit anschließender
Verschweißung hergestelltem Rohr gebildet sein. Im Unterschied zu den Einsatzhülsen
25, 26, die vorzugsweise aus einem durch Wärmebehandlung gehärteten, niedriglegiertem
Blechmaterial bestehen, kann das Zylinderrohr 21 aus einem Baustahl hergestellt sein,
der sich durch gute Schweißbarkeit auszeichnet.
[0030] Wie in
Fig. 3 dargestellt, kann die radiale Relativanordnung der Schweißverbindung 34 der Einsatzhülse
25 vorteilhaft so gewählt werden, dass sie sich außerhalb einer Verschleißzone 35,
nämlich im vorliegenden Fall diametral gegenüberliegend, befindet, die in dem radial
am tiefsten gelegenen Umfangsbereich des Zylinderrohrs 21 ausgebildet ist. Im Bereich
der Verschleißzone 35 sammeln sich schwerkraftbedingt Stopfmassepartikel 37 an, die
sich bei einer Hubbewegung des Stopfkolbens 14 zwischen einer Kolbenmantelfläche 36
und der Mantelfläche 17 bzw. den Einsatzhülsen 25, 26 anordnen können (siehe
Fig. 1).
[0031] Abweichend von einer den Verschleiß erhöhenden Wirkung kann eine Ansammlung von Stopfmassepartikeln
37, wie in
Fig. 4 dargestellt, in einem durch an gegenüberliegenden Stirnflächen 41, 42 ausgebildete
Fasen 43, 44 entstandenen Nutquerschnitt 38 einer im Bereich eines Verbindungsstoßes
39 ausgebildeten Stoßnut 40 für die Ausbildung eines kontinuierlichen und somit absatzlosen
Übergangs zwischen den Einsatzhülsen 25 und 26 sorgen, so dass im Bereich des Verbindungsstoßes
39 die Stopfmassepartikel 37 bei einer derartig vorteilhaften konstruktiven Gestaltung
sogar für eine Reibungsminderung sorgen können.
1. Stichlochstopfmaschinenkanone für metallurgische Öfen, mit einem Druckzylinder zur
Aufnahme der Stopfmasse und einem Stopfkolben zum Herauspressen der Stopfmasse aus
einem an das Stichloch des Ofens gepressten Mundstück des Druckzylinders,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druckzylinder (11) ein Zylinderrohr (21) mit einer in das Zylinderrohr eingesetzten
Verschleißhülsenanordnung (18) aufweist, die aus zumindest einer Einsatzhülse (25,
26) aus einem verschweißten Blechzuschnitt (31) gebildet ist.
2. Stichlochstopfmaschinenkanone nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
das die Einsatzhülse (25, 26) aus dem mit Längsschweißnaht zu einem Rohr ausgebildeten
Blechzuschnitt (31) gebildet ist.
3. Stichlochstopfmaschinenkanone nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Blechzuschnitt (31) aus einem durch Wärmebehandlung gehärteten kohlenstoffarmen
Stahl gebildet ist.
4. Stichlochstopfmaschinenkanone nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der C-Gehalt im Stahl des Blechzuschnitts (31) weniger als 0,5 Gew.-% und der Cr-Gehalt
weniger als 1,5 Gew.-% beträgt.
5. Stichlochstopfmaschinenkanone nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der C-Gehalt im Stahl des Blechzuschnitts (31) weniger als 0,25 Gew.-% und der Cr-Gehalt
weniger als 0,75 Gew.-% beträgt.
6. Stichlochstopfmaschinenkanone nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandstärke der Einsatzhülse (25, 26) mindestens 10 % der Wandstärke des Zylinderrohrs
(21) beträgt.
7. Stichlochstopfmaschinenkanone nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandstärke der Einsatzhülse (25, 26) zwischen 20 % und 40 % der Wandstärke des
Zylinderrohrs (21) beträgt.
8. Stichlochstopfmaschinenkanone nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschleißhülsenanordnung (18) aus zwei Einsatzhülsen (25, 26) zusammengesetzt
ist.
9. Stichlochstopfmaschinenkanone nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einsatzhülsen (25, 26) zur Ausbildung der Verschleißhülsenanordnung (18) derart
in das Zylinderrohr (21) eingesetzt sind, dass sie mit einander gegenüberliegenden
Stirnflächen (41, 42) einen Verbindungsstoß (39) ausbilden mit einem durch Fasen (43,
44) an den Innenrändern der Stirnflächen gebildeten Nutquerschnitt (38).
10. Stichlochstopfmaschinenkanone nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einsatzhülsen (25, 26) bei übereinstimmendem Innendurchmesser (dH) unterschiedliche Außendurchmesser (DH1, DH2) aufweisen und zur Ausbildung einer sich kontinuierlich axial erstreckenden Verschleißhülsenanordnung
(18) in eine abgestufte Aufnahmebohrung (20) des Zylinderrohrs (21) eingesetzt sind.
11. Stichlochstopfmaschinenkanone nach einem der mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Einsatzhülsen (25, 26) und der Aufnahmebohrung (20) des Zylinderohrs
(21) eine Spielpassung gebildet ist.
1. A tap hole plugging machine for metallurgical furnaces, having a pressure cylinder
for receiving the plugging compound and a plugging piston for pressing the plugging
compound out of a mouthpiece of the pressure cylinder, said mouthpiece being pressed
to the tap hole of the furnace,
characterised in that
the pressure cylinder (11) presents a cylinder liner (21) having a wear sleeve assembly
(18) being inserted in the cylinder liner, said wear sleeve assembly being formed
from at least one insert sleeve (25, 26) made of a welded sheet metal blank (31).
2. The tap hole plugging machine according to claim 1,
characterised in that
the insert sleeve (25, 26) is formed from the sheet metal blank (31) having been transformed
into a tube with a longitudinal weld seam.
3. The tap hole plugging machine according to claim 1 or 2,
characterised in that
the sheet metal blank (31) is formed from a low-carbon steel having been hardened
through heat treatment.
4. The tap hole plugging machine according to claim 3,
characterised in that
the steel of the sheet metal blank (31) includes less than 0.5% by weight of C and
less than 1.5% by weight of Cr.
5. The tap hole plugging machine according to claim 4,
characterised in that
the steel of the sheet metal blank (31) includes less than 0.25% by weight of C and
less than 0.75% by weight of Cr.
6. The tap hole plugging machine according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the insert sleeve (25, 26) has a wall thickness that is at the very least 10% of the
wall thickness of the cylinder liner (21).
7. The tap hole plugging machine according to claim 6,
characterised in that
the insert sleeve (25, 26) has a wall thickness that is between 20% and 40% of the
wall thickness of the cylinder liner (21).
8. The tap hole plugging machine according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the wear sleeve assembly (18) is composed of two insert sleeves (25, 26).
9. The tap hole plugging machine according to claim 8,
characterised in that
the insert sleeves (25, 26), for establishing the wear sleeve assembly (18), are inserted
in the cylinder liner (21) in such a manner that they establish a connection joint
(39) with front faces (41, 42) facing each other, having a groove cross-section (38)
being formed by chamfers (43, 44) on the inner edges of the front faces.
10. The tap hole plugging machine according to claim 8 or 9,
characterised in that
the insert sleeves (25, 26), while the inside diameters (dH) are the same, present different outside diameters (DH1, DH2) and are inserted in a stepped receiving bore (20) of the cylinder liner (21) for
establishing a continuously axially extending wear sleeve assembly (18).
11. The tap hole plugging machine according to any one of the preceding claims,
characterised in that
a clearance fit is formed between the insert sleeves (25, 26) and the receiving bore
(20) of the cylinder liner (21).
1. Machine à boucher le trou de coulée pour des fourneaux métallurgiques, ayant un cylindre
de pression pour recevoir la masse de bouchage et un piston de bouchage pour expulser
la masse de bouchage d'un embout du cylindre de pression, ledit embout étant pressé
contre le trou de coulée du fourneau,
caractérisée en ce que
le cylindre (11) de pression présente un tube de cylindre (21) ayant une disposition
(18) de douilles d'usure étant placée dans le tube de cylindre et étant formée à partir
d'au moins une douille (25, 26) à insertion consistant en une pièce découpée de tôle
(31).
2. Machine à boucher le trou de coulée selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la douille (25, 26) à insertion est formée à partir de la pièce découpée de tôle (31)
qui est transformée en un tube avec une soudure longitudinale.
3. Machine à boucher le trou de coulée selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la pièce découpée de tôle (31) est formée à partir d'un acier à bas carbone ayant
été trempé par un traitement thermique.
4. Machine à boucher le trou de coulée selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
l'acier de la pièce découpée de tôle (31) contient moins de 0,5 % en poids de C et
moins de 1,5 % en poids de Cr.
5. Machine à boucher le trou de coulée selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
l'acier de la pièce découpée de tôle (31) contient moins de 0,25 % en poids de C et
moins de 0,75 % en poids de Cr.
6. Machine à boucher le trou de coulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la douille (25, 26) à insertion a une épaisseur de paroi qui est à tout le moins 10
% de l'épaisseur de paroi du tube de cylindre (21).
7. Machine à boucher le trou de coulée selon la revendication 6,
caractérisée en ce que
la douille (25, 26) à insertion a une épaisseur de paroi qui est entre 20 % et 40
% de l'épaisseur de paroi du tube de cylindre (21).
8. Machine à boucher le trou de coulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la disposition (18) de douilles d'usure est composé de deux douilles (25, 26) à insertion.
9. Machine à boucher le trou de coulée selon la revendication 8,
caractérisée en ce que
les douilles (25, 26) à insertion, pour développer la disposition (18) de douilles
d'usure, sont placées dans le tube de cylindre (21) de telle manière qu'elles développent
une jointure de connexion (39) avec des fronts (41, 42) en vis-à-vis, ayant une section
(38) de rainure étant formée par des chanfreins (43, 44) sur les bords intérieurs
des fronts.
10. Machine à boucher le trou de coulée selon la revendication 8 ou 9,
caractérisée en ce que
les douilles (25, 26) à insertion, alors qu'elles présentent les mêmes diamètres (dH) intérieurs, présentent des diamètres (DH1, DH2) extérieurs différents et sont placées dans un perçage (20) de positionnement étagé
du tube de cylindre (21), pour développer une disposition (18) de douilles d'usure
s'étendant axialement de façon continue.
11. Machine à boucher le trou de coulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
un ajustement avec jeu est formé entre les douilles (25, 26) à insertion et le perçage
(20) de positionnement du tube de cylindre (21).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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