Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung und Verfahren zur schnellen Kommutierung
beim Rechteckbetrieb von Hochdruckentladungslampen. Die Erfindung betrifft insbesondere
einen elektronisch gesteuerten Betrieb von Hochdruckentladungslampen mit schneller
Kommutierungssequenz.
Hintergrund
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Schaltungsanordnung zur schnellen Kommutierung beim
Rechteckbetrieb von Hochdruckentladungslampen nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0003] Zum Betrieb von Hochdruckentladungslampen, insbesondere von Hochdruckentladungslampen
mit einem keramischen Entladungsgefäß, wird meist eine relativ niederfrequente rechteckförmige
Lampenstromversorgung mit schneller Kommutierung verwendet. Hochdruckentladungslampen
haben in der Regel zwei im Entladungsgefäß gegenüber angebrachte stabförmige Elektroden,
die zur Konditionierung des Bogenansatzes oft mit gewendelten Aufsätzen bestückt sind.
Die Stromkommutierung dient zur Verhinderung der einseitigen Elektrodenabnutzung und
muss mit hinreichend schneller Umpolung bewerkstelligt werden, damit die Lampe während
der Kommutierung nicht erlöscht.
[0004] Aus der
DE 10 2009 016 579 A1 ist eine Schaltungsanordnung zum Betrieb einer Hochdruckentladungslampe bekannt,
die eine Halbbrücke aufweist, bei der der obere und der untere Schalter zum Zwecke
der Begradigung des Entladungsbogens unabhängig voneinander ansteuerbar sind.
[0005] Aus der
DE 10 2008 016 888 A1 ist eine Schaltungsanordnung zum Betrieb einer Hochdruckentladungslampe bekannt,
die einen Speicherkondensator zum Erhöhen der Kommutierspannung des Inverters der
Schaltungsanordnung aufweist.
[0006] Aus der
WO 2007 / 00 31 71 A1 ist eine Schaltungsanordnung zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe bekannt,
die eine Regelschaltung aufweist, die in der Nähe des Nulldurchgangs der Versorgungsspannung
Strompulse formt, um den Betrieb der Hochdruckentladungslampe zu stabilisieren.
[0007] Bei Standard-Hochdruckentladungslampen liegt die Kommutierungszeit typischerweise
im Bereich kleiner 100 µs.
[0008] Die Kommutierfrequenz wird im Allgemeinen so gewählt, dass einerseits die kurzzeitigen
Diskontinuitäten während des Kommutierungsvorgangs sich nicht als Flackern im Licht
zeigen und anderseits die akustischen Emissionen sowohl von der heißen Lampe als auch
von dem betreibenden Betriebsgerät möglichst nicht in den hörbaren Bereich fallen.
[0009] Diese Anforderung lässt sich am besten mit einer Kommutierfrequenz im Bereich zwischen
50 Hz und 200 Hz realisieren.
[0010] Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man die Kommutierfrequenz bei 100 Hz (europäisch)
oder bei 120Hz (amerikanisch) auf das Netz synchronisiert und sich damit die niederfrequenten
und leicht sichtbaren Mischungsmoden zwischen dem allfälligen 100 Hz-Ripple beziehungsweise
120Hz-Ripple der Netzversorgung und den Schwankungen der Kommutierungsübergänge unterdrücken
lassen.
[0011] Die Kommutierfrequenz sollte aber auch nicht über den Audiohörbereich bei mehr als
20 kHz gelegt werden, damit beim Betrieb der Lampe die akustischen Eigenresonanzen
des Entladungsbogens, die bei gängigen Lampengeometrien im Bereich zwischen 20 kHz
und 150 kHz liegen, nicht willkürlich angeregt werden.
[0012] Eine resonante Anregung des Lichtbogens würde in den meisten Fällen zu Bogenfluktuation
und Bogeninstabilitäten führen, die zum Flackern, letztlich zum Erlöschen oder gar
zur Zerstörung der Lampe führen können.
[0013] Eine weitere Randbedingung zum rechteckigen Betrieb einer Hochdruckentladungslampe
ist die Minimierung des hochfrequenten Ripples auf dem rechteckförmigen Lampenstrom,
damit hierdurch die akustischen Moden im Entladungsbogen der Lampe nicht willkürlich
angeregt werden, was wie bereits erwähnt zu Bogeninstabilitäten führen kann.
[0014] Der bei rechteckigem Standard-Betrieb einer Hochdruckentladungslampe zulässige Grenzwert
für die hochfreqente Restwelligkeit liegt im Bereich kleiner als 2%.
[0015] Der sich ausbildende hochfrequente Ripple eines Standard-Betriebsgerätes mit rechteckförmiger
Lampenstromform ist im Wesentlichen der verbleibende Restripple, der vom internen
hochfrequenten Betriebsverfahren des Schaltkonverters herrührt.
[0016] Der sichtbare verbleibende Restripple hängt dabei direkt von der Zeitkonstante der
Glättungsvorrichtungen ab, was im Wesentlichen von der Größe des verwendeten Glättungskondensators
am Ausgang des Lampenstromkreises abhängt.
[0017] An dieser Stelle verdeutlicht sich der Umstand, dass bei einem Standard-Betriebsgerät
mit rechteckförmiger Lampenstromform zum Betrieb einer Hochdruckentladungslampe die
Implementierung einer hinreichend starken Lampenstromglättung der Anforderung einer
hinreichend schnellen Stromkommutierung entgegen steht.
[0018] Eine hohe Zeitkonstante zur starken Glättung des Lampenstroms führt in gleicher Weise
zur Verlangsamung der natürlichen Kommutierungszeit bzw. zur Erhöhung des Schaltungsaufwands
für die Implementierung eines aktiv gesteuerten Kommutierungsvorgangs.
[0019] Bei einem Standard-Betriebsgerät mit rechteckförmiger Lampenstromform zum Betrieb
von Standard-Hochdruckentladungslampen wird daher in der Regel ein Ausgleich zwischen
der Glättungsanforderung (Restripple kleiner als 2%) und der Kommutierungszeit (Kommutierungszeit
t_com kleiner als 100 µs) angestrebt.
[0020] In
Fig. 1 ist eine schematische Schaltungstopologie eines elektronischen Betriebsgerätes zum
Betrieb einer Standard-Hochdruckentladungslampe nach dem Stand der Technik dargestellt,
bei der der Betrag der Restwelligkeit des Lampenstroms mit der erreichbaren Kommutierungszeit
in Einklang gebracht wurde.
[0021] Die Zwischenkreisspannung U
ZK von 400 VDC wird von einer Netzleistungsfaktorkorrektureinheit (nicht gezeigt) über
einen Zwischenkreiskondensator C
ZK bereitgestellt.
[0022] Die Halbrückenschaltung ist als tiefsetzende Halbbrücke mit den Transistoren Q1_HIGH
und Q2_LOW ausgeführt. Bei einer tiefsetzenden Halbbrücke wird dem niederfrequenten
Betrieb bei ca. 100Hz eine hochfrequente Pulsweitenmodulation überlagert, um die Eingangsspannung
der Halbbrücke auf die erforderliche Lampenspannung heruntersetzen zu können. Dieser
Betrieb ist im Stand der Technik weithin bekannt und wird hier deshalb nicht näher
erläutert. An der Halbbrücke wird an dessen Ausgang alternativ im 100Hz-Takt für den
Vorwärtsbetrieb (Schalter Q1_High wird mit langen Pulsweiten getaktet, Schalter Q2_Low
wird mit kurzen Pulsweiten getaktet) eine Spannung von +300V und für den Rückwärtsbetrieb
(Schalter Q2_LOW wird mit langen Pulsweiten getaktet, Schalter Q1_High wird mit kurzen
Pulsweiten getaktet) eine Spannung von +100V bereitgestellt.
[0023] Die Hochdruckentladungslampe 5, im Folgenden auch als Lampe bezeichnet, wird in den
beiden Phasen, der Vorwärtsphase und der Rückwärtsphase, auf die mittlere Spannung
U
CB hin betrieben, die sich am Blockkondensator C
B in Höhe von 200VDC konstant einstellt. Die an der Lampe auftretende Differenzspannung
U
L beträgt im Vorwärtsbetrieb +100V und im Rückwärtsbetrieb -100V. Der an der Lampe
auftretende Strom I
L ist in den beiden Betriebsphasen entsprechend der Lampenspannung ebenfalls jeweils
invertiert. Die Glättung der erzeugten Betriebsspannung am Ausgang des Schaltkonverters
hängt von der Betriebsfrequenz und der LC-Zeitkonstante des Schaltkonverters ab.
[0024] Zur Minimierung des verbleibenden hochfrequenten Schaltripples auf der Lampenspannung
U
L, sollte die Zeitkonstante (beziehungsweise die aus dieser Zeitkonstante herleitbare
Frequenz fo) der Schaltkonverterbauteile verglichen mit der Betriebsfrequenz f
betrieb möglichst groß gewählt werden:

[0025] Bei der Vorwärtskommutierung wird der Ladezustand des Konverterkondensators C vom
Zwischenkreiskondensator C
ZK aus über die Induktivität L resonant bis auf den Spannungswert 300V aufgeladen.
[0026] Bei der Rückwätskommutierung wird der Ladezustand des Konverterkondensators C umgekehrt
über die Induktivität L resonant bis auf den Spannungswert 100V in den Zwischenkreiskondensator
C
ZK zurückgeladen. Der resonante Umladevorgang läuft im Idealfall bei hinreichend hohen
Bauteilegüten dissipationsfrei ab. Die Kommutierungszeiten für die resonanten Umladevorgänge
hängen im Wesentlichen von der LC-Zeitkonstante des Schaltkonverters ab.
[0027] Eine große LC-Zeitkonstante hat eine lange resonante Umladezeit und damit eine entsprechend
langsame Kommutierungszeit zur Folge.
[0028] Die Resonanzfrequenz des LC-Kreises von

entspricht einer Umlade- bzw. Kommutierungszeit von 100 µs.
[0029] Die Zeitkonstante von fo=10kHz führt bei einer Betriebsfrequenz von ca. fbetrieb:=60kHz
zur einer Restwelligkeit von kleiner 2%. Die Glättungsanforderungen und die Kommutierungszeiten
stehen sich bei dieser Schaltanordnung entgegen und müssen zweckmäßig ausgeglichen
werden.
[0030] Zur Erzeugung der Zündspannung ist in den Lampenkreis seriell ein Zündtrafo mit Schalttransistor
zur Erzeugung eines oder mehrerer Zündpulse eingebracht.
[0031] Mit dem oben beschriebenen einfachen Rechteckbetrieb können in der Regel die meisten
standardisierten Hochdruckentladungslampen betrieben werden, ohne dass es dabei zu
nennenswerten Bogeninstabilititäten und Bogenauslenkungen kommt.
[0032] Anders dagegen verhält es sich beim Betrieb von quecksilberfreien molekularstrahlungsdominierten
Hochdruckentladungslampen oder auch von gesättigten kapillarfreien Hochdruckentladungslampen,
bei denen die verwendeten Lampenfüllungen oft hohe Temperaturleitfähigkeit aufweisen,
was zur schnellen Auskühlung der Elektroden und des Lampenplasmas während der Stromkommutierung
und damit auch zur spontanen Erlöschung der Lampen an dieser Stelle führen kann.
[0033] Die Anforderung an die Stromkommutierungszeit beim Betrieb dieser neuartigen Lampen
ist damit hoch und liegt im Bereich kleiner 40µs.
[0034] Zusätzlich zur Anforderung der schnellen Stromkommutierung zeigen die Füllungen dieser
neuartigen Lampen meist eine erhöhte Empfindlichkeit zur Anregung bogendestabilisierender
akustischer Eigenmoden, wodurch sich die Anforderungen an das Glättungsvermögen des
Ausgangskreises erhöhen (Ripplegrenzwerte kleiner als 1%), was aber, wie bereits erwähnt,
aus technischer Sicht der schnellen Kommutierung entgegensteht.
[0035] Des weiteren werden beim Betrieb derartiger Lampen meist zur Stabilisierung des Entladungsbogens
gezielt besondere Modulations-Betriebsverfahren benötigt, was aus schaltungstechnischer
Sicht bezüglich der Größe der Zeitkonstanten des internen Schaltkonverters bzw. der
Glättungseigenschaften des Ausgangskreises zusätzliche definierte Randbedingungen
darstellt, die ebenfalls mit den hohen Anforderungen einer schnellen Kommutierung
nur schwer vereinbar sind.
Aufgabe
[0036] Es ist Aufgabe der Erfindung eine Schaltungsanordnung zur schnellen Kommutierung
beim Rechteckbetrieb von Hochdruckentladungslampen bereitzustellen, mit der die Glättung
des Lampenstroms aus dem Tiefsetzsteller beliebig groß einstellbar ist, wobei aber
die Stromkommutierungen unabhängig davon mit hoher Geschwindigkeit vollzogen werden
können.
Darstellung der Erfindung
[0037] Die Lösung der Aufgabe bezüglich der Schaltungsanordnung erfolgt erfindungsgemäß
mit einer Schaltungsanordnung gemäß Anspruch 1 zur schnellen Kommutierung beim Rechteckbetrieb
von Hochdruckentladungslampen, aufweisend eine tiefsetzende Halbbrückenanordnung mit
einer Halbbrücke, einer Lampendrossel, einem Konverterkondensator, einem Blockkondensator,
einen ersten Schalter zur Kopplung der Halbbrückenanordnung mit der Lampe, einen zweiten
Schalter zum Vollzug der Vorwärtsstromkommutierung und zur Einleitung einer Vorwärtsphase,
einen dritten Schalter zum Vollzug der Rückwärtsstromkommutierung und zur Einleitung
einer Rückwärtsphase. Durch diese Maßnahme kann die Halbbrücke wie im Stand der Technik
langsam umgeladen werden, da ja der Lampenkreis über ersten Schalter von der Halbbrücke
weggekoppelt ist. Wenn die langsame Umladung an der Halbbrücke abgeschlossen ist,
dann kann der Lampenkreis wieder angekoppelt werden. Durch den zweiten Schalter wird
die Lampe erfindungsgemäß einer sehr schnellen Kommutierung unterzogen.
[0038] Bevorzugt weist die Schaltungsanordnung weiterhin eine Zündinduktivität und einen
Zündkondensator auf. Mit dieser kann im Zusammenspiel mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
eine vereinfachte Zündung der Hochdruckentladungslampe realisiert werden.
[0039] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Schaltungsanordnung weiterhin
eine Leistungsfaktorkorrekturschaltung auf. Mit dieser können auch Lampen höherer
Leistung unter Einhaltung aller vorgeschriebenen Vorschriften an einem öffentlichen
Versorgungsnetz betrieben werden.
[0040] Die Lösung der Aufgabe bezüglich des Verfahrens erfolgt erfindungsgemäß mit einem
Verfahren gemäß Anspruch 4 zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe mittels einer
Schaltungsanordnung mit einer Halbbrückenanordnung mit einer Halbbrücke und einer
Lampendrossel, einem Konverterkondensator sowie einem Blockkondensator, mit folgenden
Schritten:
- vor dem Einleiten einer Kommutierung abkoppeln der Halbbrückenanordnung von der Hochdruckentladungslampe
durch Öffnen eines ersten Schalters,
- Vollzug der Vorwärtskommutierung durch Schließen eines zweiten Schalters zur Einleitung
einer Vorwärtsphase und durch Öffnen eines dritten Schalters, oder Vollzug der Rückwärtskommutierung
durch Schließen eines dritten Schalters zur Einleitung einer Rückwärtsphase und durch
Öffnen eines zweiten Schalters,
- Ankoppeln der Halbbrückenanordnung an die Hochdruckentladungslampe durch Schließen
des ersten Schalters,
- Öffnen des zweiten Schalters und des dritten Schalters.
[0041] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
zur schnellen Kommutierung beim Rechteckbetrieb von Hochdruckentladungslampen ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der folgenden Beschreibung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0042] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen,
in welchen gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen
sind. Dabei zeigen:
- Fig.1
- eine Schaltungstopologie nach dem Stand der Technik dargestellt, bei der der Betrag
der Restwelligkeit des Lampenstroms mit der erreichbaren Kommutierungszeit in Einklang
gebracht wurde,
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung in einer ersten Ausführungsform, bei der
die tiefsetzende Halbbrücke von der Glättungseigenschaft des internen Schaltkonverters
entkoppelt wird und beide Charakteristika unabhängig voneinander eingestellt werden
können,
- Fig. 3a
- eine Gesamtansicht zur Funktionalität der Schaltanordnung für den Rechteckbetrieb,
- Fig. 3b
- eine detaillierte Schaltsequenz der Kommutierung in den Vorwärtsbetrieb,
- Fig. 3c
- eine detaillierte Schaltsequenz der Kommutierung in den Rückwärtsbetrieb,
- Fig. 4
- eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung in einer zweiten Ausführungsform zur Erzielung
einer schnellen Lampenstromkommutation ausschließlich für die Rückwärtskommutierung
zur Einleitung der stationären Rückwärtsphase bei einem EVG für Rechteckbetrieb.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0043] Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung, bei der die tiefsetzende
Halbbrücke von der Glättungseigenschaft des internen Schaltkonverters entkoppelt wird
und beide Charakteristika unabhängig voneinander eingestellt werden können.
[0044] Die von der Zwischenkreisspannung versorgte Tiefsetzer-Schaltkonverteranordnung stellt
wie nach dem Stand der Technik jeweils für den Vorwärtsbetrieb und den Rückwärtsbetrieb
auf dem Konverterkondensator C die beiden unterschiedlichen Spannungswerte von 300V
bzw. 100V bereit.
[0045] Die Umladung des Konverterkondensators C auf die beiden Spannungswerte erfolgt wie
nach Stand der Technik resonant über die Zeitkonstanten des LC-Kreises, die möglichst
groß gewählt werden kann um am Ende eine ausreichend gute Glättung des Lampenbetriebsstroms
zu gewährleisten.
[0046] Die Lampe selbst wird auf den mittleren Spannungspegel bei 200VDC am Blockkondensator
C
B betrieben.
[0047] Insbesondere kann nun mittels des Schalters Q_TRANS der Lampenkreis und damit die
Lampe während der relativ langen Umladevorgänge des Konverterkondensators C des Schaltkonverters
(mehr als 100 µs) kurzzeitig weggekoppelt werden.
[0048] Während der Zeit der Abkopplung kann nun die Lampe unter Umgehung der langsamen Zeitkonstante
des Konverters wahlweise entweder zur Einleitung der Vorwärtsphase direkt über den
Schalter Q_COM_FW an die Zwischenkreisspannung von 400V gelegt werden, oder zur Einleitung
der Rückwärtsphase direkt über den Schalter Q_COM_BW auf GND gelegt werden.
[0049] Bei der Einleitung der Vorwärtsphase, bei der der Schalter Q_COM_FW auf U
ZK=400VDC leitend geschaltet wird, wird über die eingebrachte Zünddrossel L_Zünd unmittelbar
ein kräftiger Lampenstrom in Vorwärtsrichtung in Gang gesetzt, dessen Höhe neben der
vorherrschenden Lampenimpedanz von der Größe der Induktivität der Zünddrossel L_zünd
und der Einschaltdauer abhängt.
[0050] Unter der Vorwärtskommutierung wird die Kommutierung von der Rückwärtsphase in die
Vorwärtsphase verstanden, bei der der Lampenstrom von einem negativen Wert zu einem
positiven Wert gewechselt werden muss.
[0051] Bei der Vorwärtsphase wird in der vorliegenden Schaltungsanordnung über den Schalter
Q_COM_FW ein positiver Strom I
L ausgehend von der Zwischenkreisspannung U
ZK durch die Lampe 5 auf U
CB am Blockkondensator C
B geleitet
[0052] Die Einschaltdauer der Vorwärtskommutierung wird so gewählt, dass der sich einstellende
Kommutierungsstrom die Lampe kurzeitig ausreichend aufheizt, damit das anschließende
Zurückkoppeln der Lampe an einen Konverterkondensator C des Schaltkonverters ohne
Gefahrlaufens des Erlöschens bewerkstelligt werden kann.
[0053] In gleicher Weise wird für die Einleitung der Rückwärtsphase, bei der der Schalter
Q_COM_BW auf GND leitend geschaltet wird, ebenfalls über die eingebrachte Zünddrossel
ein kräftiger Lampenstrom in Rückwärtsrichtung in Gang gesetzt, dessen Höhe ebenfalls
neben der vorherrschenden Lampenimpedanz von der Induktivität der Zünddrossel L_ZÜND
und der Einschaltdauer abhängt.
[0054] Unter der Rückwärtskommutierung wird die Kommutierung von der Vorwärtsphase in die
Rückwärtsphase verstanden, bei der der Lampenstrom von einem positiven Wert zu einem
negativen Wert gewechselt werden muss.
[0055] Bei der Rückwärtsphase wird in der vorliegenden Schaltungsanordnung über den Schalter
Q_COM_BW ein negativer Strom I
L ausgehend von U
CB am Blockkondensator durch die Lampe 5 auf Masse geleitet.
[0056] Auch hierbei wird die Schaltdauer der Rückwärtskommutierung so gewählt, dass der
sich einstellende Kommutierungsstrom die Lampe ausreichend aufheizt, damit das anschließende
Zurückkoppeln der Lampe an einen Konverterkondensator C des Schaltkonverters ohne
ein Lampenerlöschen bewerkstelligt werden kann.
[0057] Die Einschaltdauer des eingeprägten Stromes für die Vorwärts- und Rückwärtskommutierung
wird so gewählt, dass der sich einstellende Kommutierungsstrom die Elektroden der
Lampe kurzeitig ausreichend aufheizt, damit das anschließende Zurückkoppeln der Lampe
an einen Konverterkondensator C des Schaltkonverters ohne Gefahrlaufen eines Lampenerlöschens
bewerkstelligt werden kann.
[0058] Wird eine Zündinduktivität von typischerweise 1mH zugrunde gelegt, betragen die typischen
Stromanlaufzeiten für die Lampenstromkommutierung ca. 20 µs und die Abschaltung, bzw.
das Zurückkoppeln Lampe an den Schaltkonverterausgang zur Fortführung des stationären
Vorwärtsbetriebs bzw. Rückwärtsbetriebs kann nach ca. 50 µs bis 70 µs erfolgen.
[0059] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist der, dass mit
den drei Entkopplungsschaltern Q_TRANS, Q_COM_FW und Q_COM_BW zusammen mit L_ZÜND
für den Lampenstart weiterhin auch eine resonante Zündsequenz realisiert werden kann.
[0060] Hierzu wird zum Zünden der Lampe der Lampenkreis über Q_TRANS vom Tiefsetzerschaltkonverter
abgekoppelt wodurch mit den beiden Schaltern Q_COM_FW und Q_COM_BW über die Zünddrossel
L_ZÜND und des Zündkondensators C_ZÜND ein Halbbrückenbetrieb für eine resonante Zündsequenz
realisiert werden kann. Solche Schaltungsanordnungen zur Zündung von Hochdruckentladungslampen
sind im Stand der Technik bekannt und werden daher hier nicht näher erläutert.
[0061] Nachdem die Lampe gezündet hat, lässt sich die Lampe über die immer noch abgekoppelte
Halbbrücke in einer Warmup-Phase je nach Bedarf weiterhin hochfrequent antreiben,
bis ein Ankoppeln an den Schaltkonverter zur Aufnahme des Rechteckbetriebs angezeigt
ist.
[0062] Fig. 3a zeigt die relevanten Signale zur Erläuterung der Funktionsweise der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung.
[0063] Die oberste Kurve 1 zeigt die konstante Zwischenkreisspannung U
ZK in der Höhe von 400VDC, die von der Leistungsfaktorkorrekturschaltung über C_PFC
bereitgestellt wird. Kurve 2 zeigt die konstante mittlere Spannung U
CB von 200VDC, die sich am Blockkondensator C
B einstellt, auf welche hin die Lampe betrieben wird.
[0064] Über den Tiefsetzer-Schaltkonverter werden an seinem Konverterkondensator C abwechselnd
im Takt von 100Hz die Spannungswerte von 300V und 100V erzeugt und bereitgestellt,
mit denen die Lampe in den beiden Betriebsphasenhasen, Vorwärtsbetrieb und Rückwärtsbetrieb
gespeist wird.
[0065] Die Kurve 3 zeigt diese wechselnde Spannung U
C am Kondensator C.
[0066] Die an den Ausgang des Schaltkonverters angekoppelte Lampe wird auf die konstante
200V-Spannung am Blockkondensator C
B hin betrieben und erfährt damit die Differenzspannung U
L zwischen C
B und C, die in beiden Betriebsphasen jeweils zu einander invertiert bei 100V liegt.
[0067] Die Kurve 5 zeigt den sich einstellenden Lampenstrom I
L analog zur Lampenspannung U
L bei Kurve 4.
[0068] Fig. 3b zeigt eine detaillierte Schaltsequenz der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung bei
der Kommutierung in den Vorwärtsbetrieb. Die Kurve 1 zeigt den Schaltzustand bzw.
die Gatespannung UQ_TRANS des Koppeltransistors Q_TRANS. Zu Beginn des Kommutierungsvorgangs
wird der Lampenkreis über den Koppeltransistor Q_TRANS vom Ausgang des Schaltkonverters
für ca. 70 µs getrennt.
[0069] Die Kurve 2 zeigt den Schaltzustand bzw. die Gatespannung UQ_COM_FW des Schalttransistors
Q_COM_FW. Während der Kommutierung in den Vorwärtsbetrieb wird der Lampenkreis über
den Schalttransistor Q_COM_FW für ca. 70 µs an die Zwischenkreisspannung von 400VDC
angekoppelt und ermöglicht damit einen schnellen und starken Lampenstrom in Vorwärtsrichtung.
[0070] Die Kurve 3 zeigt den Schaltzustand bzw. die Gatespannung UQ_COM_BW des Schalttransistors
Q_COM_BW. Während der Kommutierung in den Vorwärtsbetrieb bleibt der Schalttransistor
Q_COM_BW geschlossen.
[0071] Die Kurve 4 zeigt den pulsförmigen Lampenstrom I
L an der Lampe zur Einleitung des Vorwärtsbetriebes. Der sich einstellende Strompuls
an der Lampe entsteht infolge der Ankopplung des Lampenkreises über den Schalttransistor
Q_COM_FW an die positive Zwischenkreisspannung von 400VDC unter Umgehung der den Strom
bremsenden Lampendrossel L.
[0072] Die Kurve 5 zeigt den pulsförmigen Lampenstrom I
L bei der Vorwärtskommutierung in höherer zeitlicher Auflösung.
[0073] Die Stromrichtung an der Lampe ändert sich innerhalb von 20usec von -1A auf + 2.5A,
was einer Stromkommutierungszeit von unter 20 µs entspricht.
[0074] Die Kurve 6 zeigt den Schaltzustand bzw. die Gatespannung UQ_COM_FW des Schalttransistors
Q_COM_FW in höherer zeitlicher Auflösung.
[0075] Der Vorwärtskommutierungsvorgang wird nach 70 µs beendet in dem der Schalter Q_COM_FW
wieder geöffnet wird, wobei der Lampenkreis wieder an den Ausgangskondensator C des
Tiefsetzers angekoppelt wird, indem der Schalter Q_COM_FW wieder geschlossen wird.
[0076] Fig. 3c zeigt eine detaillierte Schaltsequenz der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung bei
der Kommutierung in den Rückwärtsbetrieb. Die Kurve 1 zeigt den Schaltzustand bzw.
die Gatespannung UQ_TRANS des Koppeltransistors Q_TRANS. Zu Beginn des Kommutierungsvorgangs
wird der Lampenkreis über den Koppeltransistor Q_TRANS vom Ausgang des Schaltkonverters
für ca. 70 µs getrennt.
[0077] Die Kurve 2 zeigt den Schaltzustand bzw. die Gatespannung UQ_COM_FW des Schalttransistors
Q_COM_FW. Während der Kommutierung in den Rückwärtsbetrieb bleibt der Schalttransistor
Q_COM_FW geschlossen.
[0078] Die Kurve 3 zeigt den Schaltzustand bzw. die Gatespannung UQ_COM_BW des Schalttransistors
Q_COM_BW. Während der Kommutierung in den Rückwärtsbetrieb wird der Lampenkreis über
den Schalttransistor Q_COM_BW für ca. 70 µs an 0V=GND angekoppelt und ermöglicht damit
einen schnellen und starken Lampenstrom in Rückwärtsrichtung.
[0079] Die Kurve 4 zeigt den pulsförmigen Lampenstrom I
L zur Einleitung des Rückwärtsbetriebes. Der zur Einleitung des Rückwärtsbetrieb sich
einstellende Strompuls an der Lampe entsteht infolge der Ankopplung des Lampenkreises
über den Schalttransistors Q_COM_BW an 0V=GND.
[0080] Die Kurve 5 zeigt den pulsförmigen Lampenstrom I
L bei der Rückwärtskommutierung in höherer zeitlicher Auflösung.
[0081] Die Stromrichtung an der Lampe ändert sich innerhalb von 20usec von +1A auf -2.5A,
was einer Stromkommutierungszeit von unter 20 µs entspricht.
[0082] Die Kurve 6 zeigt den Schaltzustand bzw. die Gatespannung UQ_COM_BW des Schalttransistors
Q_COM_BW in höherer zeitlicher Auflösung.
[0083] Der Rückwärtskommutierungsvorgang wird nach 70 µs beendet in dem der Schalter Q_COM_BW
wieder geöffnet wird, wobei der Lampenkreis wieder an den Ausgangskondensator C des
Tiefsetzers angekoppelt wird, indem der Schalter Q_COM_FW wieder geschlossen wird.
[0084] Fig. 4 zeigt eine vereinfachte Schaltanordnung, mit der in einem EVG für Rechteckbetrieb
nur die schnelle Rückwärtskommutierung zur Einleitung der stationären Rückwärtsphase
möglich ist.
[0085] Mit dem fehlenden Schalter Q_COM_FW hat diese Schaltanordnung damit auch einen Schalter
weniger und ist kostengünstiger in der Herstellung.
1. Schaltungsanordnung zur schnellen Kommutierung beim Rechteckbetrieb von Hochdruckentladungslampen,
aufweisend:
- eine erste Halbbrückenanordnung mit einer Halbbrücke (Q1_HIGH, Q2_LOW), die an eine
Zwischenkreisspannung angeschlossen ist,
- eine Lampendrossel (L), deren erster Anschluss mit dem Mittelpunkt der Halbbrücke
gekoppelt ist,
- einen Konverterkondensator (C), dessen erster Anschluss mit dem zweiten Anschluss
der Lampendrossel gekoppelt ist, und dessen zweiter Anschluss mit dem Bezugspotential
der ersten Halbbrückenanordnung gekoppelt ist,
- einen ersten Schalter (UQ_TRANS) zur Kopplung der Halbbrückenanordnung mit der Lampe,
wobei der zweite Anschluss der Lampendrossel mit einem ersten Anschluss des ersten
Schalters gekoppelt ist und wobei mittels des ersten Schalters die Lampe während der
Umladevorgänge des Konverterkondensators weggekoppelt werden kann,
- einen Blockkondensator (CB), der die Lampe mit dem Bezugspotential der ersten Halbbrückenanordnung koppelt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung weiterhin aufweist:
- einen zweiten Schalter (Q_COM_FW) zum Vollzug einer Vorwärts kommutierung, d.h.
die Kommutierung von der Rückwärtsphase in die Vorwärtsphase, bei der der Lampenstrom
von einem negativen Wert zu einem positiven Wert gewechselt wird, und zur Einleitung
einer Vorwärtsphase, wobei in der Vorwärtsphase ein positiver Strom ausgehend von
der Zwischenkreisspannung durch die Lampe auf den Blockkondensator geleitet wird,
- einen dritten Schalter (Q_COM_BW) zum Vollzug einer Rückwärts kommutierung, d.h.
die Kommutierung von der Vorwärtsphase in die Rückwärtsphase, bei der der Lampenstrom
von einem positiven Wert zu einem negativen Wert gewechselt wird, und zur Einleitung
einer Rückwärtsphase, wobei in der Rückwärtsphase ein negativer Strom ausgehend von
der Spannung am Blockkondensator durch die Lampe auf das Bezugspotential der ersten
Halbbrückenanordnung geleitet wird, wobei der zweite (Q_COM_FW) und der dritte (Q_COM_BW)
Schalter eine zweite Halbbrückenanordnung bilden, die zur ersten Halbbrückenanordnung
parallel geschaltet ist, wobei der Mittelpunkt der zweiten Halbbrückenanordnung mit
dem Mittelpunkt der Halbbrücke der ersten Halbrückenordnung durch die Schaltung aus
der Lampendrossel und dem ersten Schalter gekoppelt ist und wobei ein zweiter Anschluss
des ersten Schalters mit dem Mittelpunkt der zweiten Halbbrückenanordnung gekoppelt
ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung weiterhin eine Zündinduktivität (L_ZÜND) und einen Zündkondensator
(C_ZÜND) aufweist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung weiterhin eine Leistungsfaktorkorrekturschaltung aufweist.
4. Verfahren zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe (5) mittels einer Schaltungsanordnung
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- vor dem Einleiten einer Kommutierung abkoppeln der ersten Halbbrückenanordnung von
der Hochdruckentladungslampe (5) durch Öffnen des ersten Schalters (UQ_TRANS),
- Vollzug einer Vorwärtskommutierung durch Öffnen des dritten Schalters (Q_COM_BW) und durch Schließen des zweiten Schalters (Q_COM_FW) zur Einleitung einer Vorwärtsphase, oder
Vollzug einer Rückwärtskommutierung durch Öffnen des zweiten Schalters (Q_COM_FW) und durch Schließen des dritten Schalters (Q_COM_BW) zur Einleitung einer Rückwärtsphase,
- Ankoppeln der ersten Halbbrückenanordnung an die Hochdruckentladungslampe (5) durch Schließen des ersten Schalters (UQ_TRANS),
- Öffnen des zweiten Schalters (Q_COM_FW) und des dritten Schalters (Q_COM_BW).
1. Circuit arrangement for rapid commutation during squarewave operation of high-pressure
discharge lamps, having:
- a first half-bridge arrangement comprising a half-bridge (Q1_HIGH, Q2_LOW), which
is connected to an intermediate-circuit voltage,
- a lamp inductor (L), whose first connection is coupled to the centre point of the
half-bridge,
- a converter capacitor (C), whose first connection is coupled to the second connection
of the lamp inductor and whose second connection is coupled to the reference potential
of the first half-bridge arrangement,
- a first switch (UQ_TRANS) for coupling the half-bridge arrangement to the lamp,
wherein the second connection of the lamp inductor is coupled to a first connection
of the first switch, and wherein the lamp can be uncoupled during the recharging operations
of the converter capacitor by means of the first switch,
- a block capacitor (CB), which couples the lamp to the reference potential of the first half-bridge arrangement,
characterized in that the circuit arrangement further has:
- a second switch (Q_COM_FW) for performing a forward commutation, i.e. commutation
from the reverse phase to the forward phase, in which the lamp current is changed
from a negative value to a positive value, and for introducing a forward phase, wherein,
in the forward phase, a positive current, starting from the intermediate-circuit voltage,
is conducted through the lamp to the block capacitor,
- a third switch (Q_COM_BW) for performing a reverse commutation, i.e. commutation
from the forward phase to the reverse phase, in which the lamp current is changed
from a positive value to a negative value, and for introducing a reverse phase, wherein,
in the reverse phase, a negative current, starting from the voltage at the block capacitor,
is conducted through the lamp to the reference potential of the first half-bridge
arrangement, wherein the second switch (Q_COM_FW) and the third switch (Q_COM_BW)
form a second half-bridge arrangement, which is connected in parallel with the first
half-bridge arrangement, wherein the centre point of the second half-bridge arrangement
is coupled to the centre point of the half-bridge of the first half-bridge arrangement
by the circuit comprising the lamp inductor and the first switch, and wherein a second
connection of the first switch is coupled to the centre point of the second half-bridge
arrangement.
2. Circuit arrangement according to Claim 1, characterized in that the circuit arrangement furthermore has a starting inductance (L_START) and a starting
capacitor (C_START).
3. Circuit arrangement according to Claim 1 or 2, characterized in that the circuit arrangement furthermore has a power factor correction circuit.
4. Method for operating a high-pressure discharge lamp (5) by means of a circuit arrangement
according to one of Claims 1 to 3,
characterized by the following steps:
- decoupling the first half-bridge arrangement from the high-pressure discharge lamp
(5) by opening the first switch (UQ_TRANS) prior to the introduction of commutation,
- performing forward commutation by opening the third switch (Q_COM_BW) and by closing
the second switch (Q_COM_FW) for introducing a forward phase, or performing reverse
commutation by opening the second switch (Q_COM_FW) and by closing the third switch
(Q_COM_BW) for introducing a reverse phase,
- coupling the first half-bridge arrangement to the high-pressure discharge lamp (5)
by closing the first switch (UQ_TRANS),
- opening the second switch (Q_COM_FW) and the third switch (Q_COM_BW).
1. Agencement de circuit pour la commutation rapide en régime rectangulaire de lampes
à décharge sous haute pression, présentant :
- un premier agencement en demi-pont avec un demi-pont (Q1_HIGH, Q2_LOW) qui est raccordé
à une tension de circuit intermédiaire,
- une inductance de lampe (L), dont une première borne est couplée au point central
du demi-pont,
- un condensateur de convertisseur (C), dont la première borne est couplée à la deuxième
borne de l'inductance de lampe, et dont la deuxième borne est couplée au potentiel
de référence du premier agencement en demi-pont,
- un premier commutateur (UQ_TRANS) pour le couplage de l'agencement en demi-pont
à la lampe, la deuxième borne de l'inductance de lampe étant couplée à une première
borne du premier commutateur et la lampe pouvant être découplée pendant les processus
de recharge du condensateur de convertisseur au moyen du premier commutateur,
- un condensateur de blocage (CB) qui couple la lampe au potentiel de référence du premier agencement en demi-pont,
caractérisé en ce que l'agencement de circuit comprend en outre :
- un deuxième commutateur (Q_COM_FW) pour l'exécution d'une commutation avant, c'est-à-dire
la commutation de la phase arrière à la phase avant, lors de laquelle le courant de
la lampe passe d'une valeur négative à une valeur positive, et pour le déclenchement
d'une phase avant, dans la phase avant un courant positif étant dirigé en partant
de la tension de circuit intermédiaire à travers la lampe vers le condensateur de
blocage,
- un troisième condensateur (Q_COM_BW) pour l'exécution d'une commutation arrière,
c'est-à-dire la commutation de la phase avant à la phase arrière, lors de laquelle
le courant de la lampe passe d'une valeur positive à une valeur négative, et pour
le déclenchement d'une phase arrière, dans la phase arrière un courant négatif étant
dirigé en partant de la tension au niveau du condensateur de blocage à travers la
lampe vers le potentiel de référence du premier agencement en mi-pont, le deuxième
(Q_COM_FW) et le troisième commutateur (Q_COM_BW) formant un deuxième agencement en
demi-pont, qui est branché en parallèle au premier agencement en demi-pont, le point
central du deuxième agencement en demi-pont étant couplé au point central du demi-pont
du premier agencement en demi-pont par l'intermédiaire du circuit formé par l'impédance
de lampe et le premier commutateur, et une deuxième borne du premier commutateur étant
couplée au point central du deuxième agencement en demi-pont.
2. Agencement de circuit selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agencement de circuit présente en outre une induction à l'allumage (L_ZÜND) et
un condensateur d'allumage (C_ZÜND).
3. Agencement de circuit selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'agencement de circuit présente en outre un circuit de correction de facteur de
puissance.
4. Procédé permettant de faire fonctionner une lampe à décharge sous haute pression (5)
au moyen d'un agencement de circuit selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé par les étapes suivantes :
- avant le déclenchement d'une commutation, découpler le premier agencement en demi-pont
de la lampe à décharge sous haute pression (5) par l'ouverture du premier commutateur
(UQ_TRANS),
- exécuter une commutation avant par l'ouverture du troisième commutateur (Q_COM_BW)
et par la fermeture du deuxième commutateur (Q_COM_FW) pour le déclenchement d'une
phase avant, ou exécuter une commutation arrière par l'ouverture du deuxième commutateur
(Q_COM_FW) et par la fermeture du troisième commutateur (Q_COM_BW) pour le déclenchement
d'une phase arrière,
- coupler le premier agencement en demi-pont à la lampe à décharge sous haute pression
(5) par la fermeture du premier commutateur (UQ_TRANS),
- ouvrir le deuxième commutateur (Q_COM_FW) et le troisième commutateur (Q_COM_BW).