Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur gesteuerten Wiedergabe einer
Information zu einer Unterhaltungsaufführung, eine das Verfahren durchführende Steuervorrichtung
und eine Projektionsvorrichtung mit der Steuervorrichtung.
Stand der Technik
[0002] Aus der
WO 2011 / 059 846 A1 ist es bekannt, die Wiedergabe von Informationen in einer Unterhaltungsaufführung
beispielsweise auf einem Video oder in einem Theater zeitlich synchronisiert auszugeben.
Darstellung der Erfindung, Aufgabe, Lösung, Vorteile
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Wiedergabe von Information in einer Unterhaltungsaufführung
zu verbessern.
[0004] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0005] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass in dem eingangs genannten Verfahren
zur Wiedergabe von Informationen in einer Unterhaltungsaufführung die Zeitpunkte der
Wiedergabe der Informationen während der Unterhaltungsaufführung fest vorgegeben werden
müssen. Dies ist jedoch insbesondere bei Live-Aufführungen, bei denen der zeitliche
Ablauf der Unterhaltungsaufführung nicht vorab bekannt ist, nicht planbar. Insbesondere
Informationen, die nur über einen vergleichsweise kurzen Zeitpunkt während der Unterhaltungsaufführung
wiedergegeben werden sollen müssen exakt positioniert sein, da ihr Informationsgehalt
sonst verfällt und den Zuschauer der Unterhaltungsaufführung dann sogar stören oder
verwirren können. Klatschen beispielsweise die Zuschauer der Unterhaltungsaufführung
eine Minute zu kurz oder zu lange dann werden alle darzustellenden Informationen entsprechend
eine Minute zu früh oder zu spät wiedergegeben.
[0006] Zwar ist es denkbar, die Wiedergabe der Informationen manuell zu steuern, jedoch
ist das zeitliche Auflösungs- und Reaktionsvermögen eines Menschen meist nicht ausreichend,
um insbesondere Informationen mit einem relativ kurzzeitigen Informationsgehalt zeitgenau
zu triggern und entsprechend zu synchronisieren.
[0007] Demgegenüber schlägt die Erfindung vor, die Wiedergabe der Informationen anhand einer
Mustererkennung in der Unterhaltungsaufführung durchzuführen. Entsprechende für die
Mustererkennung geeignete Muster können alle sich zeitlich verändernden Muster während
der Unterhaltungsaufführung sein, die eine zeitgenaue Synchronisation der wiederzugebenden
Information ermöglichen. Entsprechende Einrichtungen zur Erfassung und Verarbeitung
eines derartigen Musters arbeiten und reagieren heutzutage ausreichend schnell um
auch kurzlebige Informationen ausreichend synchronisiert mit der Unterhaltungsaufführung
wiederzugeben, ohne dass ihr Informationsgehalt für den Zuschauer verfällt.
[0008] Die Erfindung gibt daher ein Verfahren zur gesteuerten Wiedergabe einer Information
zu einer Unterhaltungsaufführung an, das die folgenden Schritte umfasst: Erfassen
eines sich zeitlich verändernden Musters in der Unterhaltungsaufführung, Suchen eines
Referenzmusters in dem sich zeitlich verändernden Muster in der Unterhaltungsaufführung
und Wiedergeben der Information zu einem Zeitpunkt in der Unterhaltungsaufführung,
an dem das Referenzmuster in dem sich zeitlich verändernden Muster vorhanden ist.
[0009] Das sich zeitlich verändernde Muster kann dabei jedes beliebige informationstechnische
Muster sein, an dem vom Handlungsstrang der Unterhaltungsaufführung abhängiger Fortschritt
der Unterhaltungsaufführung erkennen lässt. Besonders bevorzugt ist dabei als sich
zeitlich veränderndes Muster eine Bild- und/oder Tonaufnahme der Unterhaltungsaufführung.
Ein derartiges sich zeitlich veränderndes Muster ist datentechnisch von der Struktur
her bestens bekannt.
[0010] In einer Weiterbildung umfasst das angegebene Verfahren den Schritt Filtern des sich
zeitlich verändernden Musters, um aus dem sich zeitlich verändernden Muster Merkmale
zu entfernen, die für die Erkennung des Referenzmusters unerheblich sind. Auf diese
Weise wird das zu analysierende sich zeitlich verändernde Muster auf seinen für die
Suche nach dem Referenzmuster wesentlichen Informationsgehalt reduziert, was die Wahrscheinlichkeit
von Fehlern senkt. Von der Bild- und/oder Tonaufnahme könnten beispielsweise spektrale
Anteile abgeschnitten werden, die im Referenzmuster nicht vorkommen. Auch wäre es
möglich, einen Pegel der Bild- und/oder Tonaufnahme auf einen Pegel des Referenzmusters
zu begrenzen.
[0011] In einer anderen Weiterbildung umfasst das angegebene Verfahren den Schritt Bestimmen
eines Abstandes zwischen dem sich zeitlich verändernden Muster und dem Referenzmuster
und Erkennen des Referenzmusters in dem sich zeitlich verändernden Muster, wenn der
Abstand einer vorbestimmten Bedingung genügt. Unter dem Abstand soll nachstehend ein
erkennbarer Unterschied zwischen dem Referenzmuster und einem zeitlichen Bereich des
sich zeitlich verändernden Musters verstanden werden, der der zeitlichen Länge des
Referenzmusters entspricht. Der Abstand kann jeder beliebige Unterschied sein, der
zur Suche des Referenzmusters in dem sich zeitlich verändernden Muster in der Unterhaltungsaufführung
geeignet ist, und auf jede beliebige Weise berechnet werden. So wäre es beispielsweise
möglich den Abstand durch eine Korrelation zu bestimmen.
[0012] In einer zusätzlichen Weiterbildung umfass das angegebene Verfahren den Schritt Entfernen
von Teilen aus dem sich zeitlich verändernden Muster, die nicht zur Unterhaltungsaufführung
gehören. Weist sich zeitlich verändernde Muster Abschnitte auf, in denen die Existenz
des Referenzmusters von vorherein ausgeschlossen werden kann, so können diese Abschnitte
zur Verbesserung der Suche des Referenzmusters in dem sich zeitlich verändernden Muster
herausgeschnitten werden. Ein derartiger Abschnitt wäre beispielsweise ein Zeit während
der Unterhaltungsaufführung, in der die Zuschauer klatschen.
[0013] In einer anderen Weiterbildung des angegebenen Verfahrens ist die wiederzugebende
Information ein Text.
[0014] Nachstehend wird auch eine Steuervorrichtung angegeben, die zur Durchführung eines
angegebenen Verfahrens geeignet ist.
[0015] Weiterhin kann die Steuervorrichtung einen Speicher und einen Prozessor aufweisen.
Dabei ist das angegebene Verfahren in Form eines Computerprogramms in dem Speicher
hinterlegt und der Prozessor zur Ausführung des Verfahrens vorgesehen, wenn das Computerprogramm
aus dem Speicher in den Prozessor geladen ist.
[0016] Nachstehend ist auch eine Projektionsvorrichtung zur Darstellung einer Information
zu einer Unterhaltungsaufführung angegeben, die eine angegebene Steuervorrichtung
und eine durch die Steuervorrichtung gesteuerte Wiedergabevorrichtung zur Wiedergabe
der Information umfasst.
[0017] In einer Weiterbildung der Projektionsvorrichtung kann die Wiedergabeeinrichtung
eine Laserprojektionsvorrichtung sein.
[0018] Eine Textprojektionsvorrichtung zur Projektion von Text einer Bühnenvorstellung,
insbesondere Unter- oder Übertiteln, auf eine von einem Zuschauer beobachtbare Anzeigevorrichtung
auf einer Bühne, insbesondere einer Opern- oder Theaterbühne, umfasst eine Lichtprojektionsvorrichtung
zur Erzeugung eines auf die Anzeigevorrichtung strahlenden Lichtstrahls und einen
Schriftgenerator zur Erzeugung des Texts, welcher von der Lichtprojektionsvorrichtung
projizierbar ist. Vorzugsweise ist die Lichtprojektionsvorrichtung dabei eine Laserprojektionsvorrichtung
und der Lichtstrahl ist vorzugsweise ein Laserstrahl. Unter Lichtstrahl wird ein einzelner
Lichtstrahl oder ein Lichtstrahlbündel verstanden, welcher vorzugsweise im Wesentlichen
ein Parallelbündel von Einzellichtstrahlen darstellt.
[0019] Hierbei wird unter dem Text ein Text in einer beliebigen Sprache oder einer beliebigen
Schrift verstanden, insbesondere ein Unter- oder Übertitel, ein Operntext, ein Gesangstext,
eine Moderationstext, ein Manuskript, ein Liedtext oder dergleichen. Texte einer Bühnenvorstellung
sind jedoch besonders bevorzugt.
[0020] Unter einer Lichtprojektionsvorrichtung wird hierbei ein Lichtprojektor, insbesondere
ein Laserprojektor verstanden, welcher für Lichtshows, insbesondere für Lasershows,
verwendet werden kann und zum Beispiel von der Firma LTD Jena unter dem Handelsnamen
"Laserprojektionssystem Generation 3 UXGA" vertrieben wird. Hierbei weist die Lichtprojektionsvorrichtung
im Allgemeinen eine einen Lichtstrahl erzeugende Lichteinheit, einen Projektionskopf
sowie einen die Lichteinheit und den Projektionskopf verbindenden Lichtwellenleiter
auf. Im Allgemeinen wird der Lichtwellenleiter durch eine Glasfaser realisiert und
der Lichtstrahl der Lichtpositionsvorrichtung, wie bei der Fernsehtechnik, zeilenweise
mit einer Bildwiederholrate von beispielsweise 60 Hz gescannt.
[0021] Unter der Anzeigevorrichtung wird eine Vorrichtung verstanden, auf die ein Lichtstrahl
einer Lichtprojektionsvorrichtung gerichtet werden kann und von dieser dermaßen reflektiert
wird, dass ein im Publikum oder in einem Zuschauerbereich sitzender Zuschauer die
Projektion des Lichtstrahls bzw. seine Reflektion deutlich erkennen kann. Eine solche
Anzeigevorrichtung kann unter anderem eine Leinwand oder eine Nebel - bzw. Rauchwand
sein. Im Allgemeinen kann eine solche Anzeigevorrichtung durch einen beliebigen Gegenstand
verkörpert sein, von dem Licht im genügenden Maße reflektiert wird und dessen Oberfläche
dergestalt ist, dass eine Reflektion eines Lichtstrahls für einen Zuschauer einen
Text oder eine Grafik erkennen lässt. Besonders bevorzugt sind hierbei an einem oberen
Ende der Bühne angebrachte Leinwände. Als Position eignet sich jedoch im Allgemeinen
jede Position die möglichst von allen Zuschauern einsehbar ist.
[0022] Somit besteht der auf der Anzeigevorrichtung erzeugte Text aus hellen und dunklen
von dem Lichtstrahl der Lichtprojektionsvorrichtung erzeugten Bildpunkten. Somit ist
der Begriff Text in dieser Bedeutung von dem Text der Bühnenvorstellung zu unterscheiden,
welcher lediglich die Bedeutung des geschriebenen Wortes im Sinne einer Information
und nicht im Sinne einer physikalischen Realität hat.
[0023] Unter dem Schriftgenerator wird hierbei ein Gerät verstanden, welches einen vorgespeicherten
Text in ein Signal umwandelt, welches von der Lichtprojektionsvorrichtung verarbeitet
werden kann, so dass der vorgespeicherte Text so auf die Anzeigevorrichtung projiziert
wird, dass der vorgespeicherte Text auf der Anzeigevorrichtung lesbar ist.
[0024] Weitere Vorteile der Textprojektionsvorrichtung ergeben sich aus den besonderen Implementierungen
und den beigefügten Figuren.
[0025] Nach einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung ist der Schriftgenerator
eingerichtet, für den Text ein Eingangssignal für die Lichtprojektionsvorrichtung
zu erzeugen, so dass die Lichtprojektionsvorrichtung den Lichtstrahl so ansteuert,
dass ein Zuschauer den Text auf der Anzeigevorrichtung erkennen bzw. lesen kann. Hierbei
ist es vorteilhaft, dass die Lichtprojektionsvorrichtung den Text in einer beliebigen
Schrift, äußeren Form, Farbe oder mit Verzerrungen oder Flackern projiziert, wobei
diese Effekte auch zeitlich variabel sein können.
[0026] Nach einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung ist die Projektion
des Texts der Bühnenvorstellung durch die Lichtprojektionsvorrichtung mit einem zeitlichen
Ablauf der Bühnenvorstellung manuell, insbesondere durch Tastendruck, synchronisierbar.
Gemäß einer weiteren Implementierung ist der Schriftgenerator als Computer ausgeführt,
in dessen Speicher der Text abgespeichert ist. Während der Bühnenvorstellung wählt
ein Bediener des Computers, beispielsweise anhand einer Partitur der entsprechenden
Oper oder anhand eines ähnlichen Hilfsmittels, per Tastendruck (z. B. per Knopfdruck)
den zu projizierenden Text aus. Hierbei ist der zu projizierenden Text bereits so
eingeteilt, dass per Tastendruck der passende Textteil eine gewisse Zeitlang angezeigt
wird und durch einen weiteren Tastendruck wieder erlischt.
[0027] Der Bediener muss zur manuellen Bedienung nicht in Bühnennähe sein, beispielsweise
in einem Raum der Oper oder des Theaters. Vielmehr kann er seinen Dienst auch außerhalb
dieses Orts von einer beliebigen Stelle aus tun, beispielsweise in Geschäftsräumen
einer Firma, die von dem Opernhaus oder dem Theater für die Untertitelung bzw. Übertitelung
des entsprechenden Bühnenstücks beauftragt wurde. Hierfür sind eine Video- und Tonverbindung
sowie eine Sprechverbindung zur Bühnenregie notwendig. Die Untertitel werden dann
in entsprechend hochaufgelöster Qualität zur Bühne übertragen. Personal mit entsprechender
Eignung muss nicht zwingend am Aufführungsort beschäftigt werden.
[0028] Nach einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung weist die Textprojektionsvorrichtung
eine Synchronisationsvorrichtung auf, welche eingerichtet ist, die Projektion des
Texts der Bühnenvorstellung durch die Lichtprojektionsvorrichtung mit einem zeitlichen
Ablauf der Bühnenvorstellung zu synchronisieren. Im Gegensatz zur oben erwähnten manuellen
Implementierung erfolgt die Synchronisation automatisch. Hierbei gibt es mehrere Realisierungsmöglichkeiten.
[0029] Nach einer Realisierungsmöglichkeit ist die Synchronisationsvorrichtung eingerichtet,
Musik, Gesang, Sprache oder andere zeitliche Abläufe auf der Bühne als Eingangssignal
zu verarbeiten, aus diesem Eingangssignal den zeitlichen Punkt der Bühnenvorführung
zu erkennen und jedem Bestandteil des Texts genau einem zeitlichen Punkt der Bühnenvorführung
zuzuordnen. Gemäß einer solchen Implementierung weist die Synchronisationsvorrichtung
beispielsweise ein Mikrofon auf, um die Musik bzw. den Gesang auf der Bühne aufzunehmen
bzw. wiederzugeben. Innerhalb des aufgenommenen Tonsignals kann sodann nach markanten
Punkten gesucht werden, wie zum Beispiel gewisse sich wiederholende, taktgebende Töne
oder Geräusche, zum Beispiels eines Schlagzeugs. Mittels einer Geräuschvergleichssoftware
kann durch Vergleich mit einer vorherigen Tonaufnahme erkannt werden, an welchem zeitlichen
Punkt der Bühnenvorführung man sich befindet. Da man nun weiß, an welchem zeitlichen
Punkt der Bühnenvorführung man sich befindet, weiß man auch, welcher Teil des Textes
projiziert werden soll.
[0030] Hierbei kann die Textprojektion auf zweierlei Art und Weise erfolgen. Gemäß einer
ersten Art und Weise wird der Text in festen vorgegebenen Abschnitten, welche sich
auf der Anzeigevorrichtung nicht bewegen, solange auf die Anzeigevorrichtung projiziert,
bis der Schauspieler diesen Text gesungen bzw. vorgetragen hat und erst dann wird
ein darauffolgender Textabschnitt projiziert. Gemäß einer zweiten Art und Weise wird
der Text so projiziert, dass sich der Textbestandteil, welcher zum jeweiligen Zeitpunkt
von dem Schauspieler vorgetragen wird, an einer bestimmten Stelle der Anzeigevorrichtung
befindet, zum Beispiel in der Mitte der Anzeigevorrichtung. Hierbei bewegt sich der
Text fortlaufend entgegen der jeweiligen Leserichtung.
[0031] Gemäß einer weiteren solchen Implementierung der Textprojektionsvorrichtung weist
die Synchronisierungvorrichtung eine Kamera auf, welche, insbesondere mittels einer
Bilderkennungssoftware, erkennt, welcher Zeitpunkt einer Bühnenvorführung, insbesondere
einer pantomimischen Theatervorführung, zum jeweiligen Zeitpunkt vorgeführt wird.
Zum Beispiel können hierbei der zu projizierenden Text ein Kommentar des Regisseurs
oder andere Anmerkungen sein.
[0032] Gemäß einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung wird der Ton
der jeweiligen Bühnenvorführung mit einer früheren Tonaufnahme desselben Stücks verglichen.
Anhand des hieraus erhaltenen Vergleichsergebnisses kann der Zeitpunkt der Bühnenvorführung
ermittelt und der entsprechende Text projiziert werden. Eventuelle Verzögerungen,
Pausen oder eine unterschiedliche Vortraggeschwindigkeit werden hierbei berücksichtigt
und einberechnet.
[0033] Gemäß einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung ist der Projektionskopf
innerhalb von, oberhalb von oder angrenzend zu einem Zuschauerbereich angeordnet.
Die Anordnung der Textprojektionsvorrichtung in dem Zuschauerbereich ist vorteilhaft,
da hierbei die Lichtprojektionsvorrichtung, insbesondere der Projektionskopf der Lichtprojektionsvorrichtung
für Bedienpersonal einfach zugänglich ist und einfach justiert bzw. befestigt werden
kann. Die Anordnung der Textprojektionsvorrichtung oberhalb von einem Zuschauerbereich
ist vorteilhaft, da dadurch eine Gefährdung der Zuschauer, jedoch auch der Schauspieler
und Orchestermitglieder, reduziert wird.
[0034] Gemäß einer weiteren Implementierung weist die Textprojektionsvorrichtung ferner
eine Sicherheitsvorrichtung auf, welche geeignet ist, eine Störung, Gefährdung oder
eine Verletzung einer Person, insbesondere eines Zuschauers, Schauspielers oder einer
Person des Bedienpersonals, durch Licht eines Lichtstrahls, insbesondere durch Laserlicht,
einer Lichtprojektionsvorrichtung zu vermeiden. Die Sicherheitsvorrichtung umfasst
eine Detektionsvorrichtung zur Detektion, ob sich die Person in einer Nähe eines Gefahrenbereichs
befindet, welcher potentiell von dem Lichtstrahl der Lichtprojektionsvorrichtung beleuchtbar
ist, und eine Vorrichtung zur Erniedrigung oder Abschaltung der Lichtleistung, welche
aktivierbar ist, falls die Detektionsvorrichtung eine Person innerhalb oder in der
Nähe des Gefahrenbereichs detektiert hat.
[0035] Diese Sicherheitsvorrichtung kann auch unabhängig von der Textprojektionsvorrichtung
verwendet werden. Dies gilt ebenfalls für die im Nachfolgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele
der Sicherheitsvorrichtung.
[0036] Durch die Sicherheitsvorrichtung wird in Kombination mit der Lichtprojektionsvorrichtung
vorteilhafterweise erreicht, dass die Schauspieler oder andere Personen während einer
Projektion mittels der Lichtprojektionsvorrichtung nicht gestört, verletzt oder gefährdet
werden können.
[0037] Unter dem Stör- bzw. Gefahrenbereich wird derjenige dreidimensionale Teilbereich
verstanden, welcher von dem Lichtstrahl der Positionsvorrichtung getroffen werden
kann. Dies ist jeder Punkt zwischen der Austrittsöffnung des Projektionskopfes der
Lichtprojektionsvorrichtung und der Anzeigevorrichtung. Unter dem Begriff "Nähe des
Stör- bzw. Gefahrenbereichs" wird ein an den Stör- bzw. Gefahrenbereich angrenzender
Teilbereich verstanden, in dem eine Person durch eine unvorsichtige Bewegung in Richtung
des Stör- bzw. Gefahrenbereichs unmittelbar in den Stör- bzw. Gefahrenbereich geraten
kann. Die Detektionsvorrichtung detektiert, ob sich eine Person in der Nähe dieses
Stör- bzw. Gefahrenbereich s befindet bzw. aufhält und signalisiert im Falle der Detektion
der Lichtprojektionsvorrichtung bzw. der Vorrichtung zur Erniedrigung oder Abschaltung
der Lichtleistung, dass die Lichtprojektionsvorrichtung ausgeschaltet werden soll
bzw. dass deren Intensität erniedrigt werden soll. Falls der Bereich, welcher als
"Nähe des Stör- bzw. Gefahrenbereichs" bezeichnet wurde, ausreichend groß gewählt
wird, kann eine Verletzungsgefahr von Personen vollkommen ausgeschlossen werden.
[0038] Hierbei ist jedoch anzumerken, dass sich innerhalb des Stör- bzw. Gefahrenbereichs
keine die Lichtstrahlung reflektierenden Gegenstände befinden sollten, da von ihnen
Lichtstrahlung nach außerhalb des Stör- bzw. Gefahrenbereichs reflektiert werden kann
und die Gefahr einer solchen Reflektion für Personen auf der Bühne oder im Publikum
von der gegenwärtig geschilderten Sicherheitsvorrichtung nicht detektiert oder verhindert
werden kann.
[0039] Gemäß einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung ist die Vorrichtung
zur Erniedrigung oder Abschaltung der Lichtleistung eine Strahlblockiervorrichtung,
welche innerhalb oder außerhalb der Lichtprojektionsvorrichtung angeordnet ist und
die Lichtleistung durch Abschwächung oder Blockierung erniedrigt oder abschaltet.
Zur Blockierung des Strahls wird ein für die jeweilige Lichtstrahlung undurchdringlicher
Gegenstand, welcher beispielsweise durch ein schwarz lackiertes Metallstück realisiert
werden kann, in den Strahlengang gebracht, vorzugsweise in den Strahlengang eingeschwenkt.
[0040] Falls die Strahlblockiervorrichtung außerhalb der Lichtprojektionsvorrichtung angeordnet
ist, wird die Strahlblockiervorrichtung durch einen Strahlblocker, oftmals auch als
"light beam dump" oder im speziellen Fall eines Laserlichtstrahls "laser beam dump"
bezeichnet, realisiert. Falls die Strahlblockiervorrichtung innerhalb der Lichtprojektionsvorrichtung,
insbesondere innerhalb der Lichteinheit angeordnet ist, kann diese einfacher realisiert
werden, da ein Gegenstand im Strahlengang der Lichteinheit den Lichterzeugungsvorgang,
beispielsweise den Laservorgang, sofort zum Erliegen bringt.
[0041] Gemäß einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung ist die Vorrichtung
zur Erniedrigung oder Abschaltung der Lichtleistung durch eine interne oder externe
Steuer- und Regeleinheit der Lichtprojektionsvorrichtung realisiert, welche eingerichtet
ist, die erzeugte Lichtleistung der Lichtprojektionsvorrichtung zu erniedrigen oder
abzuschalten. Eine solche Steuer- und Regeleinheit ist bei unterschiedlichen Lasertypen
in der Regel unterschiedlich ausgeführt, ist jedoch für gewöhnlich als bedienbare
Steuerelektronik ausgeführt. Die verwendeten Lichtquellen sind meistens Dauerstrich-Gaslaser,
Diodenlaser oder diodengepumpte Festkörperlaser. Bei Diodenlasern oder diodengepumpten
Festkörperlasern lässt sich die Laserausgangsleistung einfach durch Verminderung des
Diodenstroms bewerkstelligen. Bei Gaslasern wird dies in der Regel durch eine Änderung
der bei einer elektrischen Gasentladung verwendeten Spannung oder Stromdichte erreicht.
Bei optisch gepumpten Gaslasern wird dies durch Veränderung der Pumpleistung erzielt.
[0042] Gemäß einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung ist die Detektionsvorrichtung
durch eine auf der Bühne installierte Lichtschranke oder Näherungsschalter realisiert.
Durch diese einfache Maßnahme werden gewisse Bereiche der Bühne sehr effektiv überwacht
und bei erfolgter Detektion ist die Lichtprojektionsvorrichtung sofort abschaltbar.
Hierbei überwacht die Lichtschranke eine Unterbrechung eines Lichtstrahls und detektiert
somit einen Bereich zwischen zwei Endpunkten des Lichtstrahls. Durch einen verwendeten
Näherungsschalter, welcher zum Beispiel an einer Wand der Bühne angebracht werden
kann, kann erkannt werden, ob sich ein Objekt, sei es eine Person oder ein Gegenstand,
innerhalb eines gewissen Abstands zu dem Näherungsschalter befindet. Hierbei sind
auch gewisse Abstandsbereiche erkennbar, zum Beispiel in einem Bereich zwischen ein
und zwei Metern. Somit ist ein zu überwachender Bereich entlang einer Linie beliebig
einstellbar. So kann zum Beispiel entlang einer Linie der Entfernungsbereich des Näherungsschalters
genau so eingestellt werden, dass er dem Stör- bzw. Gefahrenbereich entspricht oder
er kann so eingestellt werden, dass er dem Stör- bzw. Gefahrenbereich plus einem Bereich
entspricht, welcher oben als "Nähe des Stör- bzw. Gefahrenbereichs" bezeichnet wurde.
Ebenso kann ein Abstandssensor verwendet werden. Durch Kombination mehrerer Näherungsschalter
können auch zweidimensionale und auch dreidimensionale Bereiche auf der Bühne überwacht
werden.
[0043] Gemäß einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung ist die Detektionsvorrichtung
durch einen Sensor in einer Bodenplatte oder in einem Boden realisiert. Hierdurch
wird vorteilhafterweise erreicht, dass die Positionen von Schauspielern bzw. Personen
auf der Bühne überwacht werden können. Infolgedessen kann unter der Annahme, dass
die Personen nicht größer als 2 Meter bzw. mit einer erhöhten Sicherheit größer als
3 Meter sind, der für die Personen gefährliche Bereich auf der Bühne sicher überwacht
werden und im Falle einer Annäherung einer Person an den Stör- bzw. Gefahrenbereich
die Lichtprojektionsvorrichtung rechtzeitig abgeschaltet werden.
[0044] Gemäß einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung ist der Sensor
ein Drucksensor, Gewichtssensor, Temperatursensor, Feuchtigkeitssensor, Helligkeitssensor,
Infrarotsensor oder Geräuschsensor. Hierdurch können vorteilhafterweise verschiedene
Signale, die von einer Person auf der Bühne ausgehen können, detektiert werden.
[0045] Gemäß einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung ist die Detektionsvorrichtung
durch eine auf die Bühne gerichtete Kamera, insbesondere Infrarotkamera oder Wärmebildkamera
realisiert. Bevorzugt befindet sich die Kamera in unmittelbarer Nähe zum Projektionskopf
der Lichtpositionsvorrichtung. Ebenso bevorzugt ist die Kamera genauso wie der Projektionskopf
in Richtung der Bühne ausgerichtet. Durch diese Maßnahmen minimieren sich Umrechnungen
durch Parallaxenfehler. Bevorzugt lässt sich die dreidimensionale Bahn eines jeden
vom Projektionskopf abgegebenen Lichtstrahls rekonstruieren. Dies lässt sich durch
zwei in einem Abstand zueinander aufgestellte Kameras oder eine Kamera mit zwei Objektiven
realisieren. Dadurch kann jeder Punkt im Raum auf der Bühne überwacht werden. Da hierdurch
auch die räumliche Position eines Schauspielers bzw. einer Person bestimmt werden
kann, können sowohl die Position der Personen auf der Bühne als auch die Positionen
der Lichtstrahlen bestimmt werden. Somit kann eine drohende Kollision einer Person
auf der Bühne mit einem zuvor festgelegten Stör- bzw. Gefahrenbereich detektiert werden.
Andererseits ist es jedoch auch möglich, eine Kollision einer Person mit einem Lichtstrahl
direkt zu detektieren. Bevorzugt ist jedoch die Variante mit einem zuvor festgelegten
Stör- bzw. Gefahrenbereich.
[0046] Falls die Kamera durch eine Infrarotkamera oder Wärmebildkamera realisiert ist, wird
vorteilhafterweise erkannt, ob der aufgenommene Gegenstand Wärme abstrahlt oder nicht.
Für gewöhnlich haben Gegenstände auf einer Bühne Umgebungstemperatur und strahlen
somit nur wenig Wärme ab. Dahingegen strahlen Personen wegen ihrer durch ihren Organismus
erhöhten Temperatur ständig Wärme ab, so dass sie durch eine Wärmebildkamera oder
eine Infrarotkamera detektierbar und somit von gewöhnlichen Gegenständen unterscheidbar
sind. Günstigerweise sind die Scheinwerfer zur Beleuchtung der Bühne, sofern vorhanden,
so positioniert, dass die Personen durch die Wärmebildkamera oder Infrarotkamera detektierbar
bleiben. In der Regel können die Scheinwerfer hierbei die Bühne von vorne (d.h. frontal)
beleuchten.
[0047] Gemäß einer weiteren Implementierung der Textprojektionsvorrichtung entspricht jedem
Bildelement einer von der Kamera aufgenommenen Aufnahme der Bühne mindestens eine
Ablenkeinstellung der Lichtprojektionsvorrichtung, so dass bei Detektion einer Person
an diesem Bildelement der Aufnahme und gleichzeitigem Vorhandensein der entsprechenden
Ablenkstellung der Lichtprojektionsvorrichtung die Vorrichtung zur Erniedrigung oder
Abschaltung der Lichtleistung aktivierbar ist bzw. aktiviert wird.
[0048] Weiter ist eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung einer Textprojektionsvorrichtung
in einem Zuschauerbereich einer Bühne angegeben, so dass sich die Position und Orientierung
der Lichtprojektionsvorrichtung auch bei einer äußeren physischen Einwirkung auf die
Lichtprojektionsvorrichtung nicht ändert. Ein Projektionskopf für eine Bühnenvorstellung
ist nur dann sicher aufgestellt, wenn seine Position nicht veränderbar ist, die projizierten
Lichtstrahlen einen genau definierten Stör- bzw. Gefahrenbereich überstreichen und
außerhalb dieses Stör- bzw. Gefahrenbereichs keine Lichtstrahlen, insbesondere Laserstrahlen,
verlaufen. Zu diesem Zweck kann die Textprojektionsvorrichtung, insbesondere der Projektionskopf
der Lichtprojektionsvorrichtung an der Position, von der er projiziert, insbesondere
im Zuschauerbereich, befestigt werden.
[0049] Weiter ist eine Bühnenanordnung mit einer Bühne, einem vor der Bühne angeordneten
Zuschauerbereich, einem Bühnenbereich auf der Bühne, einer Textprojektionsvorrichtung
und einer auf, in, an oder neben der Bühne angeordnete Anzeigevorrichtung zum Anzeigen
von von der Textprojektionsvorrichtung projiziertem Text angegeben.
[0050] Gemäß einer weiteren Implementierung weist die Bühnenanordnung ferner eine Befestigungsvorrichtung
zur Befestigung einer Textprojektionsvorrichtung, insbesondere einer Lichtprojektionsvorrichtung
bzw. eines Projektionskopfes einer Lichtprojektionsvorrichtung auf. Hierdurch kann
vorteilhafterweise der lichtstrahlerzeugende Teil der Textprojektionsvorrichtung befestigt
werden, so dass Stöße gegen die Textprojektionsvorrichtung keine andere Ausrichtung
der projizierten Lichtstrahlung zur Folge haben.
[0051] Gemäß einer weiteren Implementierung der Bühnenanordnung ist der Projektionskopf
auf derselben Höhe wie die Anzeigevorrichtung angeordnet.
[0052] Weiter wird eine Verwendung einer Lichtprojektionsvorrichtung zur Projektion von
Text, insbesondere Unter- oder Übertiteln, auf eine von einem Zuschauer beobachtbare
Anzeigevorrichtung auf einer Bühne, insbesondere einer Opern-oder Theaterbühne angegeben.
[0053] Vorteilhafterweise ist der Text hierbei ein Untertitel, ein Übertitel, ein Operntext,
ein Gesangstext, eine Moderation, ein Manuskript, ein Liedtext oder dergleichen.
[0054] Gemäß einer weiteren Implementierung dieses Aspekts beträgt die Entfernung von der
Lichtprojektionsvorrichtung zur Anzeigevorrichtung mehr als 50 m, bevorzugt mehr als
100 m sowie besonders bevorzugt mehr als 250 m.
[0055] Vorzugsweise ist die Bühne eine Opernbühne, eine Theaterbühne, eine Schauspielbühne
oder eine Freilichtbühne.
[0056] In einer besonders bevorzugten Weiterbildung umfasst die Textprojektionsvorrichtung
zur Projektion von Text einer Bühnenvorstellung auf eine von einem Zuschauer beobachtbare
Anzeigevorrichtung auf einer Bühne mindestens zwei wie oben beschriebene Lichtprojektionsvorrichtungen
zur Erzeugung von jeweils einem auf die Anzeigevorrichtung strahlenden Lichtstrahl.
Vorzugsweise weist die Textprojektionsvorrichtung dabei neben einem Laserprojektor
noch einen weiteren herkömmlichen Lichtprojektor auf, welcher kein Laserprojektor
ist.
[0057] Hierdurch kann gleichzeitig ein Text mit hoher Tiefenschärfe durch den Laserprojektor
erzeugt werden, welcher gleichzeitig und synergistisch eine hohe Leuchtdichte durch
die kombinierte Projektion des herkömmlichen Lichtprojektors aufweist, so dass die
Projektion auf eine Fläche mit beliebiger Form und Oberflächenstruktur möglich ist,
ohne dass Probleme der Tiefenschärfe oder der Leuchtdichte auftreten können.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0058] Im Folgenden werden beispielhaft und nicht abschließend einige besondere nicht einschränkende
Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren beschrieben.
[0059] In den besonderen Ausführungsformen zeigen:
Fig. 1 eine schematische Zeichnung einer Textprojektionsvorrichtung.
Fig. 2 eine schematische Zeichnung einer Bühnenanordnung.
Fig. 3 eine schematische Zeichnung einer Bühne einer Bühnenanordnung.
Fig. 4 eine schematische Zeichnung eines Tonsignals.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0060] Fig. 1 zeigt eine schematische Zeichnung einer Textprojektionsvorrichtung in einem
Opernraum. Der Opernraum umfasst einen auf der linken Seite der Fig. 1 dargestellten
Zuschauerbereich 160, eine im mittleren Bereich der Fig. 1 dargestellte Textprojektionsvorrichtung
und eine auf der rechten Seite der Fig. 1 dargestellte Bühne 140. Die Textprojektionsvorrichtung
weist eine Laserprojektionsvorrichtung 100 und einen mit der Laserprojektionsvorrichtung
100 verbundenen Schriftgenerator 107 auf. Der Schriftgenerator 107 weist einen Speicher
109 auf, in dem der zu projizierende Text 110 gespeichert ist. Im Betrieb liest der
Schriftgenerator 107 den Text 110 aus dem Speicher 109 und erzeugt daraus ein Signal
für die Laserprojektionsvorrichtung 100, so dass die Laserprojektionsvorrichtung 100
einen auf die Anzeigevorrichtung 130 gerichteten Laserstrahl 104 dermaßen erzeugt,
dass ein im Zuschauerbereich 160 sitzender oder sich aufhaltender Zuschauer 120 den
Text 110 auf der Anzeigevorrichtung 130 lesen bzw. erkennen kann. Hierbei ist die
Anzeigevorrichtung 130 auf der Bühne 140 in einem oberen, vorliegend linken, Bereich
so angebracht, dass der Zuschauer 120 die Bühnenvorführung verfolgen kann, ohne von
dem Text 110 auf der Anzeigevorrichtung 130 abgelenkt zu werden. Es ist dem Zuschauer
130 jedoch auch möglich, während der Bühnenvorführung, sowohl das Geschehen auf der
Bühne als auch den Text 110 auf der Anzeigevorrichtung 130 zu verfolgen.
[0061] Fig. 2 zeigt eine schematische Zeichnung einer Bühnenanordnung. Die Bühnenanordnung
weist eine auf der rechten Seite der Fig. 2 dargestellte Bühne 140 mit einem Bühnenbereich
170, einen vor der Bühne 140 angeordneten Zuschauerbereich 160, welcher in der Mitte
der Fig. 2 dargestellt ist, eine Textprojektionsvorrichtung, welche größtenteils auf
der linken Seite der Fig. 2 abgebildet ist, und eine auf der Bühne 140 angeordnete
Anzeigevorrichtung 130 zum Anzeigen von von der Textprojektionsvorrichtung projiziertem
Text 110 auf.
[0062] Die Textprojektionsvorrichtung weist eine Laserprojektionsvorrichtung sowie einen
mit der Laserprojektionsvorrichtung verbundenen Schriftgenerator 107 auf. Die Laserprojektionsvorrichtung
weist wiederum eine einen Laserstrahl 104 erzeugende Lasereinheit 101, einen Projektionskopf
102 sowie einen die Lasereinheit 101 und den Projektionskopf 102 verbindenden Lichtwellenleiter
103 auf.
[0063] Die Lasereinheit 101 ist mit einer Steuer- und Regeleinheit 106 verbunden, die eingerichtet
ist, die Lasereinheit 101 zu steuern und zu regeln, insbesondere die Lichtlaserleistung
auf einen von einer Bedienperson 122 eingegebenen Wert zu regeln.
[0064] Der Schriftgenerator 107 weist, wie im Zusammenhang mit Fig. 1 erläutert, einen Speicher
109 auf, in dem der zu projizierende Text 110 gespeichert ist. Im Betrieb liest der
Schriftgenerator 107 den Text 110 aus dem Speicher 109 und erzeugt daraus ein Signal
für die Laserprojektionsvorrichtung, so dass die Laserprojektionsvorrichtung, insbesondere
der Projektionskopf 102, einen auf die Anzeigevorrichtung 130 gerichteten Laserstrahl
104 dermaßen erzeugt, dass ein im Zuschauerbereich 160 sitzender oder sich aufhaltender
Zuschauer 120 den Text 110 auf der Anzeigevorrichtung 130 lesen bzw. erkennen kann.
[0065] Zusätzlich zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1, weist die Textprojektionsvorrichtung
noch eine Synchronisationsvorrichtung 108 auf, welche eingerichtet ist, Musik bzw.
Gesang auf der Bühne 140 als Eingangssignal zu verarbeiten, aus diesem Eingangssignal
den zeitlichen Punkt der Bühnenvorführung zu erkennen und jedem Bestandteil des Texts
110 genau einem zeitlichen Punkt der Bühnenvorführung zuzuordnen.
[0066] Zur Tonaufnahme ist die Synchronisationsvorrichtung 108 mit einer Tonaufnahmevorrichtung
111, z.B. ein Mikrophon, verbunden. Die Synchronisationsvorrichtung 108 empfängt von
der Tonaufnahmevorrichtung 111 das Signal und zerlegt es in die darin enthaltenen
Frequenzkomponenten. Dies geschieht durch eine Fouriertransformation bzw. eine schnelle
Fouriertransformation (engl.: Fast Fourier Transformation, FFT). Diese Fouriertransformation
wird für jeden Zeitpunkt der Bühnenaufführung durchgeführt, so dass für jeden Zeitpunkt
die jeweiligen Frequenzkomponenten bekannt sind. Die so gewonnenen Daten werden mit
den entsprechenden Daten einer früheren Aufführung vergleichen, und für jeden Zeitpunkt
bestimmt, zu welchem Zeitpunkt der Bühnenaufführung man sich befindet und folglich,
welcher Text angezeigt werden soll. Das Ergebnis der Synchronisation wird von der
Synchronisationsvorrichtung 108 an den Schriftgenerator 107 weitergegeben, welcher
dann zum jeweiligen korrekten Zeitpunkt ein Signal an die Lasereinheit 101 der Laserprojektionsvorrichtung
gibt, so dass diese über den Projektionskopf 102 mittels eines Laserstrahls 104 den
richtigen Text 110 auf die Anzeigevorrichtung 130 auf der Bühne 140 projizieren kann.
[0067] Ferner weist die Bühnenanordnung noch eine Sicherheitsvorrichtung zur auf, um eine
Gefährdung der Zuschauer 120, der Schauspieler 121 oder des Bedienpersonals 122 durch
Laserlicht des Laserstrahls 104 der Laserprojektionsvorrichtung zu vermeiden. Die
Sicherheitsvorrichtung umfasst eine Kamera 200 und eine Strahlblockiervorrichtung
105. Die Kamera 200 detektiert, ob sich eine Person 120, 121, 122 innerhalb oder in
der Nähe eines Gefahrenbereichs 150 befindet. Im Falle einer Detektion blockiert die
Strahlblockiervorrichtung 105 den Laserstrahl 104, so dass kein Laserlicht mehr auf
die Bühne 140 strahlen kann.
[0068] Der Gefahrenbereich 150 ist der Raum zwischen der Austrittsöffnung des Projektionskopfes
102 und der Anzeigevorrichtung 130. Zur Erhöhung der Sicherheit vergrößert man den
Gefahrenbereich 150 durch Einführung einer an den Gefahrenbereich 150 angrenzenden
Zone, welche selbst nicht von dem Laserstrahl 104 bestrahlt wird, jedoch so nahe an
dem Gefahrenbereich 150 ist, dass eine unachtsame Bewegung direkt in den Gefahrenbereich
150 führen würde.
[0069] Die Kamera 200 ist so eingerichtet, dass sie detektiert, ob sich der Schauspieler
121 in dem Gefahrenbereich 150 oder in der Nähe davon befindet. Falls ein solcher
Fall detektiert wurde, blockiert die Strahlblockiervorrichtung 105 den Laserstrahl
104.
[0070] Fig. 3 zeigt eine schematische Zeichnung einer Bühne einer Bühnenanordnung. Anhand
von Fig. 3 werden alternative Ausführungsformen der Sicherheitsvorrichtung der Fig.
2 erläutert. Anstatt der Kamera 200 der Fig. 2 als Detektionsvorrichtung zur Detektion,
ob sich eine Person 120, 121, 122 innerhalb oder in der Nähe des Gefahrenbereichs
150 befindet, werden in Fig. 3 als Alternativen auf der Bühne 140 installierte Sensoren
verwendet.
[0071] Zum einen kann eine Person 120, 121, 122 auf der Bühne 140 durch einen Näherungsschalter
180 oder einen im Boden angebrachten Sensor 190 detektiert werden. Der Näherungsschalter
180 kann je nach Strahlrichtung entlang dieser Strahlrichtung detektieren, ob sich
eine Person 120, 121, 122 innerhalb eines vorgegebenen Abstands zum Näherungsschalter
180 oder in einem vorgegebenen Abstandsbereich zum Näherungsschalter 180 befindet.
[0072] Durch den im Boden installierten Sensor 190, welcher z.B. als Druck- oder Gewichtssensor
ausgeführt sein kann, ist eine Person 120, 121, 122 auf der Bühne 140 detektierbar.
Um eine Person innerhalb oder in der Nähe des Gefahrenbereichs 150 zu detektieren,
werden mehrere Näherungsschalter 180 oder Sensoren 190 entlang der Grenzen des Gefahrenbereichs
150 angeordnet.
[0073] In Fig. 4 ist ein Frequenzdiagramm 300 mit einem Spektrum eines Tonsignals 302 dargestellt.
In dem Frequenzdiagramm sind die Pegel 304 des Tonsignals 302 über seine Frequenzanteile
306 in einer dem Fachmann bekannten Weise aufgetragen.
[0074] Das Tonsignal 302 könnte von der Synchronisationsvorrichtung 108 als Eingangssignal
wie bereits erwähnt verarbeitet werden, um aus diesem Tonsignal 302 den zeitlichen
Punkt der Bühnenvorführung zu erkennen und so jedem Bestandteil des Texts 110 genau
einen zeitlichen Punkt der Bühnenvorführung zuzuordnen.
[0075] Ferner ist in dem Frequenzdiagramm 300 ein Spektrum eines Referenzsignals 308 dargestellt.
Das Referenzsignal 308 erstreckt sich über eine Bandbreite 310, die bei einer unteren
Frequenz 312 beginnt und bei einer oberen Frequenz 314 endet. Innerhalb der Bandbreite
310 begrenzen die Spektren des Referenzsignals 308 und des Tonsignals 302 eine bestimmte
Anzahl von Flächen.
[0076] Zur Erkennung des oben erwähnten zeitlichen Punkts der Bühnenvorführung und somit
den Zeitpunkt, an dem ein bestimmter Text 110 für die Bühnenvorstellung dargestellt
werden soll, kann das Referenzsignal 308 in dem Tonsignal 302 gesucht werden. Dazu
können als Abstand zwischen dem Referenzsignal 308 und dem Tonsignal 302 die absoluten
Beträge der zuvor genannten Flächen addiert werden, wobei das Referenzsignal 308 dann
im Tonsignal 302 gefunden wird, wenn die addierten Beträge der Flächen gleich Null
sind und somit das Tonsignal 302 innerhalb der Bandbreite 310 dem Referenzsignal 308
entspricht. Um Störungen, wie beispielsweise Rauschen zu berücksichtigen kann das
Referenzsignal 308 im Tonsignal 302 bereits dann gefunden werden, wenn die Summe der
absoluten Beträge der Flächen einen bestimmten Schwellenwert unterschreitet.
[0077] In der vorliegenden Ausführung begrenzen die Spektren des Referenzsignals 308 und
des Tonsignals 302 eine erste Fläche 316 und eine zweite Fläche 318. Zum Suchen des
Referenzsignals 308 in dem Tonsignal 308 können die absoluten Beträge dieser beiden
Flächen 316, 318 addiert und in der zuvor genannten Weise ausgewertet werden.
[0078] Um die Suche des Referenzsignals 308 im Tonsignal 302 zu erleichtern, können die
Frequenzanteile des Tonsignals 302 unterhalb der unteren Frequenz 312 des Referenzsignals
308 und oberhalb der oberen Frequenz 314 des Referenzsignals 308 abgeschnitten werden.
Bezugszeichenliste
[0079]
- 100
- Laserprojektionsvorrichtung
- 101
- Lichteinheit
- 102
- Projektionskopf
- 103
- Lichtwellenleiter
- 104
- Lichtstrahl
- 105
- Strahlblockiervorrichtung
- 106
- Steuer- und Regeleinheit
- 107
- Schriftgenerator
- 108
- Synchronisationsvorrichtung
- 109
- Speicher
- 110
- Text
- 111
- Tonaufnahmevorrichtung
- 120
- Zuschauer
- 121
- Schauspieler
- 122
- Bedienpersonal / Bedienperson
- 130
- Anzeigevorrichtung
- 140
- Bühne
- 150
- Gefahrenbereich
- 160
- Zuschauerbereich
- 170
- Bühnenbereich
- 180
- Näherungsschalter
- 190
- Sensor
- 200
- Kamera