[0001] Die Erfindung betrifft eine kontinuierliche Presse für die Herstellung von Holzwerkstoffplatten,
insbesondere Faserplatten oder Spanplatten, mit einem Pressengestell mit mehreren
in Pressenlängsrichtung gereihten Pressenrahmen, wobei innerhalb der Pressenrahmen
einen Presspalt bildende obere Pressenplatte und untere Pressenplatte angeordnet sind,
wobei die obere Pressenplatte oder die untere Pressenplatte mit mehreren in Pressenlängsrichtung
verteilten Reihen von Zylinderkolbenanordnungen beaufschlagt ist, welche einerseits
an die Querholme der Pressenrahmen und andererseits an die jeweilige Pressenplatte
angeschlossen sind, wobei die den Zylinderkolbenanordnungen abgewandte Pressenplatte
unter Zwischenschaltung einer oder mehrerer Druckverteilplatten an die dieser Pressenplatte
zugeordneten Querholme der Pressenrahmen angeschlossen ist, wobei an den Druckverteilplatten,
z. B. zwischen jeweils zwei benachbarten Pressenrahmen, Auflager für die Pressenplatte
befestigt sind. Die Auflager sind folglich vorzugsweise versetzt zu den Krafteinleitungsrichtungen
der Zylinder angeordnet. Die Auflager sind vorzugsweise als Isolierungslager ausgebildet.
[0002] Kontinuierliche Presse meint insbesondere eine kontinuierlich arbeitende Presse mit
im Pressenoberteil und im Pressenunterteil endlos umlaufenden Pressbändern, z. B.
Stahlpressbändern, welche unter Zwischenschaltung von Wälzkörperaggregaten, z. B.
Rollstäben an den Pressenplatten abgestützt sind. Holzwerkstoffplatten meint insbesondere
Faserplatten oder Spanplatten, besonders bevorzugt MDF-Platten (Medium Densified Fiber).
Die beleimten Holzwerkstoffpartikel, z. B. Fasern, werden zu einer kontinuierlichen
Pressgutmatte gestreut und diese Pressgutmatte aus beleimten Holzwerkstoffpartikeln
wird in der kontinuierlichen Presse unter Anwendung von Druck und Wärme zu der Holzwerkstoffplatte
verpresst. Die Pressenplatten sind als beheizte Pressenplatten und folglich Heizplatten
ausgebildet. An die Pressenplatten bzw. Heizplatten können einlaufseitig vorkragende
obere und untere Einlaufplatten angeschlossen sein, welche einen sich in Arbeitsrichtung
verjüngenden Einlaufspalt bilden, wobei die obere und/oder untere Einlaufplatte ebenfalls
mit Zylinderkolbenanordnungen beaufschlagt sind. Die zu verpressende Pressgutmatte
wird folglich zunächst im Bereich des Einlaufmauls in einer Verdichtungszone verdichtet.
An diese Verdichtungszone schließt sich eine Durchwärmzone an, in welcher die Matte
unter Anwendung von Druck und Wärme auf im Wesentlichen das Endmaß gepresst wird.
An diese Durchwärmzone schließt sich dann abschließend die so genannte Kalibrierungszone
an, in welcher die Pressgutmatte bei verhältnismäßig geringem Pressdruck und exakter
Pressspalteinstellung fertiggestellt wird.
[0003] Die Erfindung betrifft bevorzugt eine Presse, bei der sich die oberen Querholme und
unteren Querholme der Pressenrahmen gegenüberliegen. Die Arbeits-Zylinderkolbenanordnungen
sind zur Verwirklichung einer einfachen Bauweise (unmittelbar) an die oberen oder
unteren Querholme angeschlossen, das heißt, die Kraft der Arbeitszylinder wird auf
dem Niveau der Pressenrahmen in das Produkt eingeleitet. Bei solchen Ausführungsformen
liegen sich die Abstützungen der oberen und unteren Pressenplatten praktisch gegenüber,
so dass sich Pressspaltschwankungen ergeben können, in dem der Pressspalt in Plattenlängsrichtung
zwischen dem Pressenrahmen durch den Gegendruck der Matte auffedert. Dieser Effekt
wird durch die zwischen den Pressenrahmen angeordneten Auflager verringert bzw. verhindert.
[0004] Eine kontinuierliche Presse der eingangs beschriebenen Art ist z. B. aus der
DE 103 20 741 B4 bekannt. Bei der Ausführungsform als Oberkolbenpresse sind die Zylinderkolbenanordnungen
an die obere Pressenplatte angeschlossen, während die untere Pressenplatte unter Zwischenschaltung
der Druckverteilplatten mit den Auflagern auf den Pressenrahmen aufliegt. Damit wird
das so genannte "Schmiegeprinzip" auch bei herkömmlichen Rahmenkonstruktionen verwirklicht,
bei denen die Zylinderkolbenanordnungen an die Rahmenkonstruktionen angeschlossen
sind und bei denen die Arbeitsrichtung der Zylinderkolbenanordnungen im Wesentlichen
in der Rahmenebene liegt. Durch die Realisierung des Schmiegeprinzips soll in der
Praxis eine Schwankung des Pressspaltes vermieden werden. Dieses ist insbesondere
bei der Herstellung von Dünnplatten zweckmäßig.
[0005] Dazu wird in der
DE 199 26 258 A1, welche ebenfalls eine kontinuierliche Presse beschreibt, die nach dem Schmiegeprinzip
arbeitet, vorgeschlagen, dass in der Kalibrierzone der Pressstrecke die Abstützlinien
an der Pressplatte des festen Pressenholmes zu den Abstützlinien an der Pressplatte
des beweglichen Pressenholms versetzt zueinander, d. h. abweichend von den Senkrechten
angeordnet sind. Dadurch sollen sich in der Kalibrierzone Druck- und Dickenschwankungen
im Pressspalt absolut vermeiden lassen, da in diesem Bereich die Abbindereaktionen
stattfinden und diese Schwankungen im Endprodukt negative Auswirkungen auf die Qualität
und die Biegefestigkeit haben. In der Kalibrierzone werden durch Anwendung des Schmiegeprinzips
die kritischen Druckschwankungen vermieden bzw. stark reduziert, so dass bei gleicher
Leimmenge die physikalischen Eigenschaften der hergestellten Werkstoffplatten erhöht
werden oder zum Erreichen bestimmter Festigkeiten die eingesetzte Leimmenge um 3 %
bis 8 % reduziert werden soll.
[0006] Die insoweit bekannten Maßnahmen haben sich zwar grundsätzlich bewährt, sie sind
jedoch weiter entwicklungsfähig. - Hier setzt die Erfindung ein.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kontinuierlich arbeitende Presse zu
schaffen, mit welcher sich Holzwerkstoffplatten hoher Qualität in besonders wirtschaftlicher
Weise herstellen lassen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung bei einer gattungsgemäßen kontinuierlichen
Presse der eingangs beschriebenen Art, dass die Auflager in Pressenlängsrichtung variabel
an den Druckverteilplatten und folglich relativ zu den Druckverteilplatten positionierbar,
z. B. verschiebbar sind. Dabei liegt es im Rahmen der Erfindung, dass die Auflager
- z. B. vor Produktionsbeginn oder auch während Wartungsunterbrechungen - bei druckloser
Presse manuell positioniert werden. Besonders bevorzugt erfolgt im Rahmen der Erfindung
jedoch eine automatisierte und folglich fernbetätigte Positionierung der Auflager
in Pressenlängsrichtung. Dazu können die Auflager nach bevorzugter Ausführungsform
mittels Stellantrieben über einen vorgegebenen Längenbereich (maschinell) in Pressenlängsrichtung
verschiebbar sein. Bei diesen Stellantrieben kann es sich z. B. um hydraulische Stellantriebe,
z. B. Hydraulikzylinder, oder auch um elektromotorische Stellantriebe, z. B. elektromotorische
Spindelantriebe handeln.
[0009] Die Erfindung geht dabei zunächst einmal von der grundsätzlich bekannten Erkenntnis
aus, dass sich Pressspaltschwankungen in einer kontinuierlichen Presse vermeiden bzw.
reduzieren lassen, wenn Druckverteilplatten mit Auflagern, z. B. lsolierungsauflagern,
eingesetzt werden, die zwischen den Pressenrahmen versetzt und insbesondere versetzt
zu der Arbeitsrichtung der Zylinderkolbenanordnungen angeordnet sind. Die Auflager
sind nun erfindungsgemäß jedoch nicht mehr als fest installierte und folglich an den
Druckverteilplatten fixierte lsolierungsauflager ausgebildet, sondern erfindungsgemäß
sind die Auflager in Pressenlängsrichtung positionierbar, besonders bevorzugt verschiebbar.
Durch diese Maßnahmen gelingt eine variable Anpassung der Druckverteilung und/oder
Pressspalteinstellung in Abhängigkeit von den jeweiligen Prozessparametern. Insbesondere
gelingt eine adaptive Anpassung und damit Optimierung der Plattenqualität bei gleichzeitig
enormer Leimersparnis in Abhängigkeit von den Eigenschaften der zu verpressenden Pressgutmatte.
[0010] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die verschiebbaren Auflager in ihrer Grundstellung
zwischen zwei benachbarten Pressenrahmen angeordnet sind, z. B. mittig zwischen zwei
benachbarten Pressenrahmen. Dabei kann zwischen zwei benachbarten Pressenrahmen jeweils
ein verschiebbares Auflager angeordnet sein, welches in der Grundstellung z. B. mittig
zwischen zwei benachbarten Pressenrahmen angeordnet ist. Es liegt jedoch auch im Rahmen
der Erfindung, dass den Pressenrahmen jeweils zwei verschiebbare Auflager zugeordnet
sind, welche in ihrer Grundstellung jeweils mit vorgegebenem Abstand zu den Pressenrahmen
beidseitig der Pressenrahmen angeordnet sind. Ferner besteht die Möglichkeit, dass
die verschiebbaren Auflager in ihrer Grundstellung nicht zwischen zwei benachbarten
Pressenrahmen, sondern (in etwa) auf dem Niveau der Pressenrahmen angeordnet sind.
Stets gelingt durch Verschiebung der Auflager eine optimale Anpassung des Pressprozesses.
So können in einem Extremfall z. B. die Auflager in dem Bereich der Pressenrahmen
verschoben werden oder sich in ihrer Grundstellung im Bereich der Pressenrahmen befinden.
Damit wird dann eine Presse mit klassischer Pressencharakteristik geschaffen, welcher
die Presskräfte von den Zylinderkolbenanordnungen direkt in den darunter (bzw. darüber)
fluchtend angeordneten Pressenrahmen eingeleitet werden, so dass es zwischen den einzelnen
Pressenrahmen zu dem grundsätzlich bekannten Auffedern des Pressspaltes kommt oder
kommen kann. In dem anderen Extremfall lassen sich die Auflager exakt mittig zwischen
den Pressenrahmen positionieren, so dass dann eine Presse geschaffen wird, die nach
dem herkömmlichen Schmiegeprinzip arbeitet. Von besonderer Bedeutung ist nur die Tatsache,
dass durch Verschiebung der Auflager nahezu beliebige Konstellationen einstellbar
sind, so dass die Pressencharakteristik zwischen den beiden beschriebenen Extremfällen
beliebig variierbar ist. Dabei liegt es im Rahmen der Erfindung, wenn die Auflager
tatsächlich über den gesamten Bereich zwischen diesen Extremfällen, das heißt vom
Rahmenniveau einerseits bis zur mittigen Positionierung zwischen den Rahmen andererseits,
verschoben werden können. Es kann jedoch in der Praxis auch ausreichen, dass die Auflager
aus ihrer Grundstellung nur über einen begrenzten Bereich verschiebbar sind.
[0011] Die optimale Position der Auflager kann z. B. zuvor empirisch durch Versuche ermittelt
werden und dann für die Herstellung eines bestimmten Produktes unter Berücksichtigung
der zuvor durchgeführten Versuche im Sinne einer festen Voreinstellung vorgenommen
werden, so dass dann während des Pressbetriebes keine Anpassung mehr erforderlich
ist. Es liegt jedoch nach bevorzugter Ausführungsformen ebenso im Rahmen der Erfindung,
wenn während des Pressbetriebes eine dynamische Anpassung der Maschine und folglich
eine dynamische Positionierung der Auflager während des Pressprozesses erfolgt. Damit
wird insgesamt eine dynamische Maschine geschaffen, die durch Steuerung oder Regelung,
z. B. durch adaptive Steuerung oder Regelung an das Produkt angepasst werden kann.
Denn erfindungsgemäß sind nun nicht nur die ohnehin vorhandenen Presszylinder variabel
einstellbar, sondern ergänzend kann eine variable Einstellung und Optimierung der
Druckverteilung über die verschiebbaren Auflager realisiert werden. Damit lässt sich
zunächst einmal das grundsätzlich bekannte "Schmiegeprinzip" optimieren, indem z.
B. durch optimale Einstellung ein sich über die Pressenlängsrichtung nicht oder nicht
wesentlich variierender Pressspalt einstellen lässt. Die Erfindung ermöglicht jedoch
ebenso die gezielte Variation des Pressspaltes über die Pressenlängsrichtung, und
war nicht nur unter Einsatz der herkömmlichen Presszylinder, sondern durch das Zusammenspiel
zwischen Presszylindern einerseits und Variation der Position der Auflager andererseits.
Der Pressprozess lässt sich damit in besonderer Weise optimieren, so dass nicht nur
die Produkteigenschaften verbessert, sondern insbesondere eine erhebliche Leimersparnis
erzielt werden kann. Das Prinzip lässt sich im Übrigen nicht nur bei Dünnplatten und
Dünnstplatten einsetzen, bei denen bislang in erster Linie ein Schmiegeprinzip realisiert
werden sollte, sondern besonders bevorzugt lassen sich mit der erfindungsgemäßen Presse
Standardplatten bzw. Dickplatten herstellen, bei denen bislang der Einsatz von Druckverteilplatten
und Auflagern von untergeordneter Bedeutung war.
[0012] Grundsätzlich ist es zweckmäßig, wenn die Auflager "beidseitig" verschiebbar sind
und folglich sowohl in Arbeitsrichtung als auch entgegen der Arbeitsrichtung verschiebbar
sind. Dazu sind geeignete Antriebe vorzusehen. So können beispielsweise den einzelnen
Auflagern mehrere Antriebe zugeordnet sein, die beidseitig auf die Auflager arbeiten.
Es ist jedoch auch denkbar, einzelne Antriebe zu verwenden, die in beiden Richtungen
auf die Auflager arbeiten, z. B. im Sinne einer drückenden und einer ziehenden Bewegung.
[0013] Ferner ist es zweckmäßig, wenn die Stellantriebe mit einer Steuereinrichtung verbunden
sind, mit welcher die Position der Auflager in Abhängigkeit von einem oder mehreren
Prozessparametern steuerbar oder regelbar ist. So kann über die Steuereinrichtung
eine Positionierung der Auflager in Abhängigkeit von den Eigenschaften der einlaufenden
Pressgutmatte, z. B. Flächengewicht, Dicke usw. erfolgen. Die Steuereinrichtung bildet
einen Prozessrechner. Die Steuereinrichtung kann folglich Bestandteil des ohnehin
für den Betrieb der Presse vorgesehenen Prozessrechners sein, der mit verschiedensten
Sensoren verbunden und insbesondere auch mit der übrigen Pressensteuerung, z. B. der
Steuerung der Presszylinder verbunden ist.
[0014] Grundsätzlich liegt es im Rahmen der Erfindung, wenn sämtliche Auflager positionierbar
und beispielsweise mit Stellantrieben versehen sind. Es liegt jedoch ebenso im Rahmen
der Erfindung, wenn nur ein Teil der Auflager in der beschriebenen Weise positionierbar
ist. So kann es zweckmäßig sein, in bestimmten Bereichen der Presse verschiebbare
Auflager vorzusehen. Ebenso kann es zweckmäßig sein, über die Pressenlänge verteilt
einige feste Auflager einzurichten und lediglich eine bestimmte Anzahl von Auflagern,
z. B. jedes zweite Auflager oder jedes dritte Auflager verschiebbar zu positionieren.
[0015] Dabei kann es zweckmäßig sein, wenn die Druckverteilplatten und die Auflager im Pressenlängsrichtung
über einen Bereich angeordnet oder verteilt sind, der mehr als 75 % der Länge der
Pressenplatten und ggf. Einlaufplatten (vorzugsweise mehr als 90 % der Länge der Pressenplatten
und ggf. Einlaufplatten) entspricht.
[0016] Es besteht die Möglichkeit, dass über die Pressenlänge eine Vielzahl von einzelnen
Druckverteilplatten vorgesehen sind, wobei eine Druckverteilplatte beispielsweise
jeweils zwischen zwei benachbarten Pressenrahmen angeordnet und z. B. auf den unteren
Querholmen der benachbarten Pressenrahmen abgestützt sein kann. Alternativ können
aber auch durchgehende Druckverteilplatten vorgesehen sein, welche mehrere Pressenrahmen
oder auch sämtliche Pressenrahmen überspannen. Die Druckverteilplatten, welche auch
als Tragplatten für die lsolierungsauflager bezeichnet werden können, bilden insgesamt
eine rahmenüberspannende Stützkonstruktion. Bei diesen Druckverteilplatten bzw. Tragplatten
kann es sich um Guss- oder Stahlplatten handeln. Stets ist es zweckmäßig, wenn sich
die Druckverteilplatten über (in etwa) die Breite der Pressenplatten erstrecken.
[0017] Die kontinuierliche Presse kann in an sich bekannter Weise zusätzlich zu den Pressenplatten
mit einlaufseitig vorkragenden Einlaufplatten ausgerüstet sein, welche einen sich
in Arbeitsrichtung verjüngenden Einlaufspalt bilden, wobei die obere Einlaufplatte
und/oder die untere Einlaufplatte ebenfalls mit an den Querholmen der Pressenrahmen
abgestützten Zylinderkolbenanordnungen beaufschlagt sind. Es liegt dabei im Rahmen
der Erfindung, wenn im Bereich der Einlaufplatten auf die erfindungsgemäßen Druckverteilplatten
und Auflager verzichtet wird. Alternativ liegt es jedoch ebenso im Rahmen der Erfindung,
wenn auch die obere oder untere Einlaufplatte unter Zwischenschaltung von Druckverteilplatten
mit Auflagern an dem jeweiligen Querholm der Pressenrahmen abgestützt ist. Auch diese
Auflager können in der beschriebenen Weise positionierbar sein.
[0018] Besonders bevorzugt ist die kontinuierliche Presse als Oberkolbenpresse ausgebildet,
bei welcher die Zylinderkolbenanordnungen auf die obere Pressenplatte und ggf. die
obere Einlaufplatte arbeiten, in diesem Fall liegt die untere Pressenplatte unter
Zwischenschaltung der Druckverteilplatten auf den unteren Querholmen der Pressenrahmen
auf. Grundsätzlich lässt sich die Erfindung aber auch bei Unterkolbenpressen realisieren.
Jedenfalls sind die Auflager vorzugsweise als lsolierungsauflager ausgebildet. Die
Auflager können als sich über die jeweilige Plattenbreite erstreckende Auflagerstreifen
ausgebildet sein, welche entweder eine sich über die Plattenbreite erstreckende durchgehende
Abstützfläche oder auch mehrere über die Plattenbreite verteilte singuläre Abstützflächen
aufweisen. Jedenfalls sind diese Abstützflächen bevorzugt in Pressenlängsrichtung
zwischen den Pressenrahmen und folglich versetzt zu der Arbeitsrichtung der Zylinderkolbenanordnungen
angeordnet. Denn die Zylinderkolbenanordnungen sind besonders bevorzugt in der Rahmenebene
positioniert.
[0019] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass zwischen jeweils zwei benachbarten Pressenrahmen
jeweils ein oder mehrere Auflager mittig positioniert sind. So kann beispielsweise
zwischen jeweils zwei benachbarten Pressenrahmen jeweils ein Auflagerstreifen (in
der Null-Lage) zentral angeordnet sein, wobei dieser in der beschriebenen Weise positionierbar
ist. Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass einem Pressenrahmen jeweils
zumindest zwei Auflager zugeordnet sind, welche jeweils mit vorgegebenem "Basis-Abstand"
zu dem Pressenrahmen in Pressenlängsrichtung beidseitig des Pressenrahmens angeordnet
sind. Ausgehend von einem Pressenrahmen mit einer daran angeordneten Zylinderkolbenreihe
erfolgt die Krafteinleitung dieser Zylinderkolbenreihe folglich nicht unmittelbar
auf den senkrecht darunter liegenden Querholm des Pressenrahmens, sondern gleichsam
schräg in Richtung der beidseitig äquidistant beabstandeten Auflager. Auf diese Weise
erfolgt auch Verdopplung der Kraftstützpunkte in Pressenlängsrichtung. Diese Auflager
und folglich Kraftabstützpunkte sind in der beschriebenen Weise positionierbar.
[0020] Im Übrigen ragen die (positionierbaren) Auflager als Erhebungen um ein vorgegebenes
Maß aus der der Pressenplatte zugeordneten Oberfläche der Druckverteilplatte hervor,
so dass sich in Pressenlängsrichtung die diskreten Abstützpunkte bzw. Abstützflächen
ergeben.
[0021] Bei den verwendeten Leimen handelt es sich insbesondere um Harnstoff-Formaldehyd-Harze.
Holzwerkstoffplatte meint insbesondere Faserplatte und ganz besonders bevorzugt MDF-Platte.
Es werden aber auch Spanplatten und insbesondere OSB-Platten erfasst. Die erfindungsgemäßen
Leimeinsparungen lassen sich jedoch auch bei anderen Holzwerkstoffplattentypen und
insbesondere auch mit anderen Leimen bzw. Bindemitteln erzielen.
[0022] Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten
mit einer kontinuierlich arbeitenden Presse der beschriebenen Art.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße kontinuierliche Presse in einer vereinfachten Seitenansicht,
- Fig. 2
- einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand nach Fig. 1 und
- Fig. 3
- eine abgewandelte Ausführungsform des Gegenstandes nach Fig. 2.
[0024] In den Figuren ist eine kontinuierlich arbeitende Presse zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten,
insbesondere MDF-Platten dargestellt. In dieser kontinuierlichen Presse wird eine
in Arbeitsrichtung A in die Presse einlaufende Pressgutmatte aus beleimten Holzpartikeln,
z. B. beleimten Fasern, zu einer Holzwerkstoffplatte verpresst. Die Presse weist im
Pressenoberteil eine obere Pressenplatte 1 und im Pressenunterteil eine untere Pressenplatte
2 auf, die jeweils als Heizplatten ausgebildet sind. Die Pressenplatten 1, 2 sind
in einem Pressengestell angeordnet, welches aus einer Vielzahl von in Pressenlängsrichtung
gereihten Pressenrahmen 3 zusammengesetzt ist. Diese Pressenrahmen sind im Ausführungsbeispiel
in Fensterbauweise aus Stahlblechzuschnitten realisiert. Ferner weist die Presse im
Pressenoberteil und im Pressenunterteil endlos umlaufende Stahlpressbänder 4 auf,
welche unter Zwischenschaltung von Wälzkörperaggregaten, z. B. Rollstäben 5 an den
Pressenplatten 1, 2 abgestützt sind. Die Presse ist im Ausführungsbeispiel als Oberkolbenpresse
ausgebildet. Das bedeutet, dass auf die obere Pressenplatte 1 eine Vielzahl von in
Reihen angeordneten Zylinderkolbenanordnungen 6 arbeitet. Im Bereich jedes Pressenrahmens
3 ist folglich eine Reihe von Zylinderkolbenanordnungen 6 vorgesehen, wobei diese
Zylinderkolbenanordnungen 6 einerseits an den oberen Querholm 3a des Pressenrahmens
3 und andererseits an die obere Pressenplatte 1 angeschlossen sind. In den Figuren
ist erkennbar, dass die Zylinderkolbenanordnungen 6 jeweils in der Rahmenebene der
Pressenrahmen 3 angeordnet sind, so dass die Arbeitsrichtung bzw. Arbeitsebene der
Zylinderkolbenanordnungen in der Rahmenebene liegt.
[0025] An die Pressenplatten 1, 2 sind einlaufseitig vorkragende Einlaufplatten 1a, 2a angeschlossen,
welche einen sich in Arbeitsrichtung A verjüngenden Einlaufspalt E bilden, an den
sich der von den Pressplatten 1, 2 gebildete Pressspalt P anschließt. Im Ausführungsbeispiel
handelt es sich um flexible, biegeelastische Einlaufplatten zur Einstellung einer
variablen Einlaufkontur. Alternativ können jedoch auch ein oder mehrere gelenkig angeschlossene
Einlaufplatten verwendet werden, die ggf. aus mehreren gelenkig miteinander verbundenen
Plattenabschnitten zusammengesetzt sind. Die untere Einlaufplatte 2a ist - wie die
untere Pressenplatte 2 - auf den unteren Querholmen 3b der Pressenrahmen 3 abgestützt,
während an die obere Einlaufplatte 1a - wie an die obere Pressenplatte 1 - Zylinderkolbenanordnungen
6 angeschlossen sind.
[0026] Die untere Pressenplatte 2 ist unter Zwischenschaltung von Druckverteilplatten 7
an die unteren Querholme 3b der Pressenrahmen angeschlossen. Diese Druckverteilplatten
7 sind mit Auflagern 8 ausgerüstet, welche zwischen jeweils in Pressenlängsrichtung
benachbarten Pressenrahmen auf den Druckverteilplatten 7 befestigt sind.
[0027] In Fig. 1 ist angedeutet, dass diese Druckverteilplatten 7 mit den Auflagern 8 im
Ausführungsbeispiel im gesamten Pressenbereich und insbesondere im gesamten Bereich
der Pressenplatten 1, 2 angeordnet sind. Die Druckverteilplatten 7 und die Auflager
8 sind folglich in Pressenlängsrichtung über einen Bereich angeordnet und verteilt,
der mehr als 90 % der Länge der Pressenplatten 1, 2 und im Ausführungsbeispiel auch
mehr als 90 % der Gesamtlänge von Pressenplatten 1, 2 und Einlaufplatten 1a, 2a entspricht.
Der Einsatz der Druckverteilplatten und Auflager beschränkt sich folglich nicht nur
auf die auslaufseitige Kalibrierzone der Presse, sondern ist sowohl in der Durchwärmzone
und der Kalibrierzone, besonders bevorzugt zusätzlich auch in der Einlaufzone und
folglich Verdichtungszone realisiert.
[0028] Die in den Figuren lediglich angedeuteten Auflager 8 erstrecken sich vorzugsweise
über die gesamte Breite der Pressenplatten 1, 2 bzw. Einlaufplatten 1a, 2a. Sie können
als sich über die Plattenbreite erstreckende, durchgehende Auflagerstränge im Sinne
von durchgehenden Abstützflächen realisiert sein. Alternativ können diese Auflagerstränge
aber auch von mehreren über die Plattenbreite verteilten singulären Abstützflächen
gebildet werden. Einzelheiten sind nicht gezeigt. Jedenfalls sind die Auflager als
lsolierungsauflager ausgebildet, so dass ein übermäßiger Wärmeübertrag von den beheizten
Pressenplatten 1, 2 auf die Rahmen unterbunden wird. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind über die Pressenlänge eine Vielzahl von einzelnen Druckverteilplatten 7 vorgesehen,
wobei eine Druckverteilplatte 7 jeweils zwischen zwei Pressenrahmen 3 angeordnet und
auf den unteren Querholmen 3b der Pressenrahmen 3 abgestützt ist. Alternativ können
aber auch durchgehende Druckverteilplatten vorgesehen sein, welche mehrere Pressenrahmen
oder auch sämtliche Pressenrahmen überspannen. Dieses ist in den Figuren nicht dargestellt.
[0029] Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher zwischen zwei benachbarten Pressenrahmen
jeweils ein Auflager 8 als lsolierungsauflager angeordnet ist, wobei dieses Auflager
8 in der Grundstellung z. B. mittig zwischen zwei benachbarten Pressenrahmen 3 positioniert
ist.
[0030] Fig. 3 zeigt eine alternative Ausführungsform, bei welcher jedem Pressenrahmen 3
jeweils zwei Auflager 8 zugeordnet sind, welche jeweils in der Grundstellung mit vorgegebenem
Abstand zu dem Pressenrahmen beidseitig des Pressenrahmens 3 angeordnet sind.
[0031] Während folglich bei der Ausführungsform nach Fig. 2 die Krafteinleitung zweier benachbarter
Zylinder 6 im Wesentlichen in dasselbe mittig angeordnete Auflager 8 erfolgt, erfolgt
die Krafteinleitung bei der Ausführungsform nach Fig.3 in den einzelnen Zylinderkolbenanordnungen
zugeordnete Paare von Auflagern 8. Dieses ist durch Pfeile vereinfacht angedeutet.
[0032] Die Auflager 8 sind nun erfindungsgemäß variabel an den Druckverteilplatten positionierbar.
Dieses ist sowohl für die Ausführungsform nach Fig. 2 als auch für die Ausführungsform
nach Fig. 3 angedeutet. Dazu sind die Auflager 8 mittels Stellantrieben 9 über einen
vorgegebenen Längenbereich verschiebbar. Diese lediglich angedeuteten Stellantriebe
können z. B. als Hydraulikzylinder oder auch als elektromotorische Spindelantriebe
ausgebildet sein. Mit Hilfe dieser Stellantriebe 9 können die einzelnen Auflager 8
sowohl in der Arbeitsrichtung A als auch entgegen der Arbeitsrichtung A und folglich
in beiden Richtungen verschoben werden.
[0033] Dazu ist im Ausführungsbeispiel eine lediglich angedeutete Steuereinrichtung 10 vorgesehen,
wobei diese Steuereinrichtung z. B. als Prozessrechner für die kontinuierliche Presse
mit den übrigen Pressenkomponenten und insbesondere den Presszylindern 6 und verschiedensten
Sensoren verbunden ist. Erfindungsgemäß sind nun auch die Stellantriebe 9 für die
Auflager 8 mit diesem Prozessrechner 10 verbunden, so dass eine Positionierung der
Auflager 8 in Abhängigkeit von einem oder mehreren Prozessparametern steuerbar oder
auch regelbar ist. So kann mit Hilfe der Stellantriebe 9 und mit Hilfe der Steuereinrichtung
10 eine dynamische Anpassung der Maschine an die Eigenschaften des Produktes und folglich
die Eigenschaften der zu verpressenden Pressgutmatte und/oder der gepressten Pressgutplatte
erfolgen. Dieses kann durch Steuerung oder Regelung, z. B. durch adaptive Steuerung
oder Regelung realisiert werden.
[0034] Mit der erfindungsgemäßen Presse, die beispielhaft in den Figuren dargestellt ist,
lassen sich nicht nur Dünnplatten und Dünnstplatten, sondern besonders bevorzugt Dickplatten
mit einer Dicke von 4 mm bis 30 mm, vorzugsweise 6 mm bis 30 mm mit grundsätzlich
üblicher Querzugfestigkeit herstellen, jedoch mit deutlich reduzierten Leimmengen.
1. Kontinuierliche Presse für die Herstellung von Holzwerkstoffplatten, insbesondere
Faserplatten oder Spanplatten,
mit einem Pressengestell mit mehreren in Pressenlängsrichtung gereihten Pressenrahmen
(3),
wobei innerhalb der Pressenrahmen einen Pressspalt (P) bildende obere Pressenplatte
(1) und untere Pressenplatte (2) angeordnet sind,
wobei die obere Pressenplatte (1) oder die untere Pressenplatte (2) mit mehreren in
Pressenlängsrichtung bzw. Arbeitsrichtung (A) verteilten Reihen von Zylinderkolbenanordnungen
(6) beaufschlagt ist, welche einerseits an die Querholme (3a, 3b) der Pressenrahmen
(3) und andererseits an die jeweilige Pressenplatte (1, 2) angeschlossen sind,
wobei die den Zylinderkolbenanordnungen (6) abgewandte Pressenplatte (1, 2) unter
Zwischenschaltung von Druckverteilplatten (7) an die dieser Pressenplatte (1, 2) zugeordneten
Querholme (3a, 3b) der Pressenrahmen angeschlossen ist,
wobei an den Druckverteilplatten (7) Auflager (8) für die Pressenplatte (1, 2) befestigt
sind, dadurch gekennzeichnet, dass
die Auflager (8) in Pressenlängsrichtung variabel an den Druckverteilplatten (7) positionierbar
sind.
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflager (8) mittels Stellantrieben (9) über einen vorgegebenen Längenbereich
verschiebbar sind.
3. Presse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbaren Auflager (8) in ihrer Grundstellung zwischen zwei benachbarten
Pressenrahmen (3) angeordnet sind.
4. Presse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei benachbarten Pressenrahmen (3) jeweils ein verschiebbares Auflager
(8) angeordnet ist, welches in der Grundstellung z. B. mittig zwischen zwei benachbarten
Pressenrahmen angeordnet ist.
5. Presse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass den Pressenrahmen (3) jeweils zwei verschiebbare Auflager (8) zugeodnet sind, welche
in ihrer Grundstellung jeweils mit vorgegebenem Abstand zu den Pressenrahmen beidseitig
der Pressenrahmen angeordnet sind.
6. Presse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbaren Auflager in ihrer Grundstellung (in etwa) auf dem Niveau der Pressenrahmen
angeordnet sind.
7. Presse nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellantriebe (9) als hydraulische Antriebe, z. B. Hydraulikzylinder, oder als
elektromotorische Antriebe, z. B. elektromotorische Spindelantriebe, ausgebildet sind.
8. Presse nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflager (8) mit einem oder mehreren Stellantrieben (9) sowohl in Arbeitsrichtung
als auch entgegen der Arbeitsrichtung verschiebbar sind.
9. Presse nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellantriebe (9) mit einer Steuereinrichtung (10) verbunden sind, mit welcher
die Position der Auflager (8) in Abhängigkeit von einem oder mehreren Prozessparametern
steuerbar oder regelbar ist.
10. Presse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Auflager (8) mit den Stellantrieben (9) und mit der Steuereinrichtung
(10) in Abhängigkeit von den Eigenschaften der zu pressenden Pressgutmatte und/oder
der gepressten Holzwerkstoffplatten steuerbar oder regelbar ist.
11. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, in der Ausführungsform als Oberkolbenpresse,
wobei die Zylinderkolbenanordnungen (6) zwischen den oberen Querholmen (3a) der Pressenrahmen
(3) und der oberen Pressenplatte (1) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Pressenplatte (2) unter Zwischenschaltung der Druckverteilplatten (7)
mit den Auflagern (8) auf den unteren Querholmen (3b) der Pressenrahmen (3) aufliegt.
12. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass den Pressenplatten (1, 2) einlaufseitig vorkragende obere und untere Einlaufplatten
(1a, 2a) vorgeordnet sind, welche einen sich in Arbeitsrichtung verjüngenden Einlaufspalt
(E) bilden, wobei die obere und/oder untere Einlaufplatte (1a, 2a) mit an den Querholmen
(3a, 3b) der Pressenrahmen abgestützten Zylinderkolbenanordnungen (6) beaufschlagt
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die obere oder untere Einlaufplatte (1a, 2a) unter Zwischenschaltung von Druckverteilplatten
(7) an die der Einlaufplatte zugeordneten Querholmen (3a, 3b) angeschlossen ist, wobei
an den Druckverteilplatten (7), z. B. zwischen zwei benachbarten Pressenrahmen (3),
Auflager (8) für die Pressenplatte befestigt sind.
13. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckverteilplatten (7) mit den Auflagern (8) in Pressenlängsrichtung über einen
Bereich angeordnet bzw. verteilt sind, der mehr als 75 %, vorzugsweise mehr als 90
% der Pressenplatten (1, 2) oder der Gesamtlänge von Pressenplatte (1, 2) und Einlaufplatte
(1a, 2a) entspricht.
14. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflager (8) als lsolierungsauflager ausgebildet sind.
15. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflager (8) als sich über die Plattenbreite erstreckende Auflagerstränge ausgebildet
sind, welche sich über die Plattenbreite erstreckende durchgehende Abstützflächen
oder mehrere über die Plattenbreite verteilte singuläre Abstützflächen aufweisen.
16. Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten, insbesondere Faserplatten oder
Spanplatten, mit einer kontinuierlichen Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Variation des Pressprozesses die Position der Auflager über die Stellantriebe
mit einer Steuereinrichtung in Anhängigkeit von einem oder mehreren Prozessparametern
eingestellt wird und ggf. während des Pressprozesses gesteuert oder geregelt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Auflager über die Stellantriebe mit der Steuereinrichtung in Abhängigkeit
von den Eigenschaften der zu verpressenden Pressgutmatte und/oder der gepressten Pressgutplatte
eingestellt und ggf. während des Pressprozesses gesteuert oder geregelt wird, z. B.
im Sinne einer adaptiven Steuerung oder Regelung.