[0001] Die Erfindung betrifft eine Taktpresse, insbesondere Kurztaktpresse, für die Herstellung
und/oder Beschichtung von plattenförmigen Werkstoffen, insbesondere Holzwerkstoffplatten,
mit einem Pressengestell, mit mehreren in Pressenlängsrichtung gereihten Pressenrahmen
und mit einer oberen Pressenplatte und einer unteren Pressenplatte, wobei die obere
Pressenplatte oder die untere Pressenplatte mit Presszylindern beaufschlagt sind,
welche an den Pressenrahmen abgestützt sind. ― Die Pressenplatten sind als beheizbare
Pressenplatten und folglich Heizplatten ausgebildet. Die Presszylinder, welche auch
als Zylinderkolbenanordnungen bezeichnet werden, sind in der Regel in mehreren in
Pressenlängsrichtung hintereinander angeordneten Reihen angeordnet, wobei jede Reihe
eine Mehrzahl von Zylinderkolbenanordnungen aufweist. Die Presszylinder sind bevorzugt
als Hydraulikzylinder ausgebildet. Eine solche Presse, die auch als Einetagenpresse
bezeichnet wird, arbeitet taktweise, d. h. das Ausgangsmaterial wird taktweise in
die Presse (zwischen oberer Pressenplatte und unterer Pressenplatte) eingeführt und
die Presse öffnet und schließt taktweise. Die das Pressengestellt bildenden Pressenrahmen
sind z. B. aus Stahlblechzuschnitten in Fensterbauweise und folglich mit Rahmenfenstern
ausgebildet.
[0002] Taktpressen der eingangs beschriebenen Art sind in verschiedensten Ausführungsformen
bekannt (vgl. z. B.
DE 199 37 694 B4 oder
DE 101 22 967 A1). So beschreibt z. B.
DE 101 22 967 A1 eine Taktpresse, insbesondere Kurztaktpresse, für die Herstellung von Spannplatten,
Faserplatten, Laminatplatten oder dergleichen Pressgutplatten, bei welcher die Presszylinder
einzeln und/oder in vorgegebenen Gruppen mit einem Druckmedium beaufschlagbar sind,
wobei die Druckbeaufschlagung der Presszylinder mit einer für die Planheit der oberen
Pressplatte erforderlichen Pressdruckverteilung in Abhängigkeit von zumindest der
Pressplattentemperatur, dem Pressentakt und dem jeweiligen Pressgut in vorprogrammierter
Weise erfolgt. Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel weist die Presse elf in Pressenlängsrichtung
hintereinander angeordnete Reihen von Presszylindern auf, wobei sich jede Reihe aus
wiederum vier Presszylindern zusammensetzt.
[0003] Ein ständiges Problem bereitet die Inspektion bzw. Wartung der einzelnen Komponenten
der Taktpresse. Dieses gilt insbesondere für die Presszylinder. So war es beispielsweise
für Wartungsarbeiten am Zylinderinnenraum in der Regel erforderlich, die Presszylinder
vollständig aus der Presse auszubauen. Da derartige Maßnahmen verhältnismäßig aufwändig
sind und zu einem langen Stillstand der gesamten Presse führen können, wurden Alternativlösungen
vorgeschlagen, bei welchen die Kolben bei eingebautem Zylinder aus dem Zylindergehäuse
ausgebaut werden können (vgl.
DE 10 2004 033 484 B3).
[0004] Die aus der Praxis bekannten Taktpressen haben sich grundsätzlich bewährt. Sie sind
jedoch weiterentwicklungsfähig. Es besteht insbesondere das Problem, dass die Konstruktion
bei der Auslegung der Presse für besonders hohe Pressdrücke so aufwändig wird, dass
Reparatur- und Wartungsarbeiten nur noch mit enormem Aufwand möglich sind. - Hier
setzt die Erfindung ein.
[0005] Im Übrigen kennt man kontinuierliche Pressen, welche sich in Aufbau und Funktionsweise
von den Taktpressen der eingangs beschriebenen Art unterscheiden. Sie sind in der
Regel mit endlos umlaufenden Pressbändern ausgerüstet, so dass eine die Presse durchlaufende
Pressgutmatte kontinuierlich zu einem Plattenstrang verpresst wird. Eine kontinuierlich
arbeitende Presse mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist z. B. aus
der
DE 10 2005 009 298 A1 bekannt. Die Presszylinder können bei solchen kontinuierlichen Pressen mit Hilfe
von Rahmenbolzen gegen die Pressenrahmen vorgespannt sein. Ähnliches gilt für die
aus der
DE 198 06 708 C1 und der
CN 100 434 248 C bekannt gewordenen kontinuierlichen Pressen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Taktpresse, insbesondere Kurztaktpresse
für die Herstellung und/oder Beschichtung von plattenförmigen Werkstoffen, insbesondere
Holzwerkstoffplatten, zu sehaffen, welche auch bei einer Auslegung für hohe Pressdrücke
montage- und wartungsfreundlich aufgebaut ist.
[0007] Zur, Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung bei einer Taktpresse mit den Merkmalen
des Anspruchs 1.
[0008] Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass sich die Presszylinder einfach
und zuverlässig an den Pressenrahmen befestigen lassen, wenn mit separaten Rahmenbolzen
gearbeitet wird, welche (lösbar) in geeigneter Ausnehmungen der Pressenrahmen eingesetzt
werden, so dass die Presszylinder dann gegen diese Rahmenbolzen und damit gegen die
Pressenrahmen verspannt werden können. Jeder einzelne Rahmenbolzen greift dabei besonders
bevorzugt in zwei fluchtende Ausnehmungen zweier unmittelbar benachbarter Pressenrahmen
ein, wobei an diesen beiden benachbarten Pressenrahmen gemeinsam ein Presszylinder
abgestützt ist. Auf diese Weise lassen sich die Presszylinder einfach gegen die Pressenrahmen
vorspannen, so dass eine einwandfreie Zylinderbefestigung realisiert ist. Dieses ist
insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Presse für sehr hohe Pressdrücke ausgelegt
ist. Denn auf die erfindungsgemäße Weise gelingt eine einwandfreie Befestigung von
Presszylindern mit hohem Gewicht, großem Durchmesser und großer Wandstärke.
[0009] Die Presszylinder sind vorzugsweise mittels mehrerer in die Zylindergehäuse eingeschraubter
und die Rahmenbolzen durchgreifender Spannschrauben gegen die Pressenrahmen vorgespannt.
So können die Zylindergehäuse beispielsweise endseitig mehrere Gewinde, z. B. über
den Umfang vier verteilte Gewinde aufweisen, in welche jeweils eine Spannschraube
bzw. eine Spannstange eingreift. Bevorzugt wird jeder Zylinder mit mehreren Rahmenbolzen
befestigt, z. B. mit zwei Rahmenbolzen, wobei jedem Rahmenbolzen wiederum mehrere
Spannschrauben, z. B. jeweils zwei Spannschrauben zugeordnet sein können.
[0010] Gemäss der Erfindung sind die Rahmenbolzen und die Ausnehmungen in den Pressenrahmen
derart aufeinander abgestimmt sind, dass die Rahmenbolzen zwischen den betreffenden
beiden Pressenrahmen ausbaubar sind. Dazu können die Ausnehmungen z. B. als langlochartige
Ausnehmungen ausgebildet sein, so dass sie z. B. in der vertikalen Richtung eine größere
Erstreckung aufweisen als der Durchmesser der Rahmenbolzen selbst. Alternativ oder
ergänzend können die Enden der Rahmenbolzen oder zumindest ein Ende mit einer Durchmesserreduzierung
versehen sein. Bei dieser Durchmesserreduzierung kann es sich z. B. um eine Abschrägung
des Rahmenbolzen an einem stirnseitigen Ende handeln. Diese Ausgestaltung mit einerseits
langlochartigen Ausnehmungen und/oder andererseits Durchmesserreduzierungen der Enden
der Rahmenbolzen führt dazu, dass sich die Rahmenbolzen - nach dem Lösen der Spannschrauben
- verhältnismäßig einfach durch entsprechendes Verkippen und/oder Verdrehen aus den
Ausnehmungen entfernen und dann zwischen den Pressenrahmen, z. B. nach oben weg, entfernen
lassen. Es gelingt folglich einerseits eine besonders zuverlässige Fixierung der Zylinder
an den Pressenrahmen und andererseits lässt sich diese Fixierung einfach zu Wartungszwecken
lösen, so dass ein Zylinderausbau mit verhältnismäßig einfachen Maßnahmen möglich
wird.
[0011] Dabei sind die Zylinder bzw. deren Zylindergehäuse selbst in an sich bekannter Weise
im Querschnitt bzw. in der Draufsicht mit seitlichen Abflachungen versehen, so dass
die Zylinder im Querschnitt in der einen Richtung einen größeren Durchmesser aufweisen,
als in der quer dazu orientierten anderen Richtung. Die Zylindergehäuse lassen sich
folglich einerseits zur Fixierung unter die Rahmen unterstellen und andererseits zur
Demontage um 90° drehen, so dass die Zylindergehäuse bzw. die gesamten Zylinder dann
zwischen zwei benachbarten Pressenrahmen nach oben aus der Presse entfernt werden
können.
[0012] Die Rahmenbolzen können als massive Rahmenbolzen, z. B. als Stahlbolzen, ausgebildet
sein. Alternativ können die Rahmenbolzen aber auch als rohrförmige Bolzen und folglich
Rohrstücke ausgebildet sein. In beiden Fällen kann es vorteilhaft sein, die Rahmenbolzen
mit den Spannschrauben unter Zwischenschaltung zusätzlicher Kraftverteilplatten zu
verschrauben. Die Kraftverteilplatten können entweder an die Form der Schraubenbolzen
angepasst sein oder sich im Zuge der Fixierung selbst verformen. Jedenfalls können
über die Kraftverteilplatten einwandfreie Auflageflächen für die Schrauben bzw. Muttern
zur Verfügung gestellt werden, und zwar insbesondere dann, wenn mit Rahmenbolzen gearbeitet
wird, die einen runden Durchmesser aufweisen.
[0013] Besonders bevorzugt sind die Zylinder in den Rahmenfenstern unter die Pressenrahmen
untergestellt. Es liegt folglich im Rahmen der Erfindung, dass die Zylinder selbst
nicht mit ihren Zylindergehäusen in den Zwischenraum zwischen den Pressenrahmen eingreifen.
Diese Ausführungsform ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn die Zylinder für sehr
hohe Presskräfte ausgelegt werden. Denn besonders bevorzugt wird im Rahmen der Erfindung
eine Presse geschaffen, die für einen spezifischen Pressdruck von mehr als 600 N/cm
2, besonders bevorzugt 700 N/cm
2 und mehr ausgelegt ist.
[0014] Nach einem weiteren Vorschlag ist vorgesehen, dass die Presse zumindest zwei Hydrauliktanks
aufweist, die nicht zentriert auf das Pressengestell aufgesetzt sind, sondern bevorzugt
in Seitenbereichen der Presse und folglich seitlich versetzt zur senkrechten Mittelebene
der Presse angeordnet sind, besonders bevorzugt seitlich versetzt zu den Presszylindern.
Eine solche Ausführungsform hat gegenüber einer herkömmlichen Ausführungsform mit
einem zentralen Hydrauliktank den Vorteil, dass der Bauraum oberhalb der Zylinder
frei zugänglich ist, sodass die Presszylinder insgesamt nach oben aus dem Pressengestell
entfernt werden können. Dieses kann beispielsweise mit ohnehin vorhandenen Hebezeugen,
z. B. einen Hallenkran oder Deckenkran erfolgen. Es liegt jedoch auch im Rahmen der
Erfindung, dass eine spezielle Hebevorrichtung auf das Pressengestell aufgesetzt wird
oder im Bereich der Presse montiert wird. Jedenfalls wird im Rahmen der Erfindung
eine Konstruktion realisiert, bei welcher sich die Presszylinder ohne weiteres vollständig
aus der Presse ausbauen lassen, und zwar vorzugsweise, indem die Presszylinder nach
Lösen der Fixierung und nach Lösen der Befestigung von der jeweiligen Heizplatte nach
oben aus dem Pressengestell entfernt werden.
[0015] Es liegt grundsätzlich im Rahmen der Erfindung, die Hydrauliktanks oben auf die Pressenrahmen
aufzusetzen. Besonders bevorzugt werden die Hydrauliktanks jedoch nicht unmittelbar
auf die Pressenrahmen aufgesetzt, sondern auf Verbindungsbolzen oder -stangen, welche
die Pressenrahmen untereinander verbinden. Denn besonders bevorzugt werden die einzelnen
Pressenrahmen mit in Pressenlängsrichtung verlaufenden Verbindungsbolzen oder -stangen
miteinander verbunden. Auf diese Verbindungsbolzen können die Hydrauliktanks mit geeigneten
Tankträgern aufgesetzt werden, so dass eine Entlastung der einzelnen Rahmenbleche
gewährleistet und eine Beschädigung vermieden wird.
[0016] Die Presse ist bevorzugt als Vielkolbenpresse ausgebildet. Das bedeutet, dass die
einzelnen Presszylinderreihen nicht nur lediglich zwei Presszylinder aufweisen, sondern
zumindest drei, besonders bevorzugt zumindest vier Presszylinder. In Pressenlängsrichtung
können dann z. B. zehn Reihen von Presszylindern oder mehr hintereinander angeordnet
sein. Eine solche Vielkolbenpresse mit 40 Presszylindern oder mehr erlaubt eine variable
Anpassung der Presse an unterschiedlich zu verpressende Plattenformate. Dazu können
die vielen Presszylinder auch unterschiedlich ansteuerbar sein. So können beispielsweise
mehrere unabhängig von einander einstellbare Hydrauliksysteme bzw. Presssysteme realisiert
sein, z. B. sechs unabhängig voneinander einstellbare Presssysteme oder mehr.
[0017] Insgesamt wird eine Kurztaktpresse geschaffen, welche für besonders hohe Pressdrücke
von 700 N/cm
2 und mehr ausgelegt ist. Die Presse ist insbesondere für die Kurztaktbeschichtung
von Holzwerkstoffplatten mit z. B. Dekorpapieren geeignet. Diese Kurztaktbeschichtung
kommt beispielsweise bei der Herstellung von Laminatböden, Wandpanelen, Möbeln oder
Türen zum Einsatz.
[0018] Besonders bevorzugt ist die erfindungsgemäße Presse als Oberkolbenpresse ausgeführt,
d. h. die Presszylinder arbeiten auf die obere Heizplatte, während die untere Heizplatte
(ortsfest) auf den unteren Querholmen der Pressenrahmen aufliegt. Die Presszylinder
sind dabei in der Regel als einfach wirkende Hydraulikzylinder ausgebildet, mit denen
sich lediglich Presskräfte in einer Richtung aufbringen lassen. Zum Öffnen der Presse
sind in der Regel zusätzliche Rückzugzylinder vorgesehen. Grundsätzlich liegt es jedoch
auch im Rahmen der Erfindung, die Presszylinder als doppelt wirkende Hydraulikzylinder,
z. B. Differentialzylinder, auszubilden, so dass dann ggf. auf Rückzugzylinder verzichtet
werden kann. Im Übrigen umfasst die Erfindung selbstverständlich auch Unterkolbenpressen,
bei denen die Presszylinder auf die untere Pressenplatte arbeiten.
[0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Kurztaktpresse in einer Stirnansicht,
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Presse in einer Seitenansicht,
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand nach Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Schnitt A-B durch den Gegenstand nach Fig. 3,
- Fig. 5
- einen Schnitt C-D durch den Gegenstand nach Fig. 4,
- Fig. 6
- einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand nach Fig. 1,
- Fig. 7
- einen vereinfachten Horizontalschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 1,
- Fig. 8
- eine vereinfachte perspektivische Ansicht des Gegenstandes nach Fig. 6 und
- Fig. 9a,b,c
- einen stark vereinfachten Horizontalschnitt durch die Presse bei der Verarbeitung
unterschiedlicher Plattenformate.
[0020] Die Figuren zeigen eine Kurztaktpresse als Einetagenpresse für die Herstellung bzw.
für die Beschichtung von Holzwerkstoffplatten. Diese Kurztaktpresse weist in ihrem
grundsätzlichen Aufbau ein Pressengestell 1 auf, welches sich aus mehreren in Pressenlängsrichtung
R hintereinander gereihten Pressenrahmen 2 zusammensetzt. Die Pressenlängsrichtung
R entspricht der Arbeitsrichtung und folglich der Beschickrichtung und Entleerrichtung
der Presse. Die Pressenrahmen 2 sind im Ausführungsbeispiel aus Stahlblechzuschnitten
gefertigt, und zwar in "Fensterbauweise", d. h. die einzelnen Pressenrahmen 2 weisen
jeweils ein Rahmenfenster 3 auf, welches oben vom oberen Querholm 2a und unten vom
unteren Querholm 2b begrenzt wird. Die einzelnen Pressenrahmen 2 sind mit Verbindungsstangen
4 miteinander verbunden, welche in Pressenlängsrichtung orientiert sind. Zwischen
die Rahmen 2 sind dazu Distanzrohre auf die Verbindungsstangen 4 aufgesteckt. Die
Presse weist eine obere Pressenplatte 5 und eine untere Pressenplatte 6 auf. Diese
Pressenplatten 5, 6 sind als beheizte Pressenplatten und folglich Heizplatten ausgebildet.
Die Presse ist in einer Vielzahl von Presszylindern 7 ausgerüstet, welche im Ausführungsbeispiel
als einfach wirkende Hydraulikzylinder 7 ausgebildet sind. Jeder Presszylinder 7 weist
einerseits ein Zylindergehäuse 8 und andererseits einen Zylinderkolben 9 auf. Die
Presse ist als Oberkolbenpresse ausgeführt, d. h. die Presszylinder 7 sind mit Ihrem
Zylinderkolben 9 an die (bewegliche) obere Pressenplatte 5 angeschlossen, während
die untere Pressenplatte 6 im Wesentlichen ortsfest auf den unteren Querholmen 2b
der Pressenrahmen 2 aufliegt. Die Presszylinder 7 sind in die Rahmenfenster 3 eingestellt
und unter die oberen Querholme 2a der Pressenrahmen 2 untergestellt, d. h. sie stützen
sich im Zuge der Aufbringung der Presskraft mit ihren oberen stirnseitigen Enden an
den oberen Querholmen 2a der Pressenrahmen ab (vgl. Fig. 3 bis 5). Dabei zeigen die
Fig. 3 bis 5, dass jeder Presszylinder 7 bzw. dessen Zylindergehäuse 8 an zwei benachbarten
Pressenrahmen 2 abgestützt ist. Dazu weisen die Presszylinder 7 bzw. deren Zylindergehäuse
8 in zumindest einer Richtung einen Durchmesser auf, welcher größer als der innere
Abstand zweier benachbarter Pressenrahmen ist. Dieses ergibt sich beispielsweise aus
Fig. 4. Im Übrigen ist aus Fig. 4 erkennbar, dass die Zylindergehäuse bereichsweise
"abgeflacht" sind, d. h. der Durchmesser in einer Richtung ist geringer als der Durchmesser
in der anderen Richtung (senkrecht dazu) und insbesondere ist der Durchmesser in der
einen Richtung geringer als der innere Abstand zwischen zwei benachbarten Pressenrahmen,
so dass die Zylinder - ausgehend von der Funktionsstellung in Fig. 4 - zum Zwecke
des Ausbaus um 90° gedreht werden können. Darauf wird im Folgenden noch näher eingegangen.
[0021] Die Fig. 3 bis 5 zeigen im Übrigen, dass die Presszylinder 7 mit Rahmenbolzen 10
an den Pressenrahmen 2 befestigt sind, wobei die Rahmenbolzen 10 in jeweils fluchtende
Ausnehmungen 11 der Pressenrahmen eingreifen. Die Presszylinder 7 bzw. deren Zylindergehäuse
8 sind mittels Spannschrauben 12 mit den Rahmenbolzen 10 verbunden, so dass die Presszylinder
7 mit Hilfe der Spannschrauben 12 und der Rahmenbolzen 10 gegen die Pressenrahmen
2 vorgespannt werden. Eine vergleichende Betrachtung der Fig. 3 bis 5 zeigt im Übrigen,
dass jeder Presszylinder 7 mit zwei Rahmenbolzen 10 befestigt ist, wobei jedem Rahmenbolzen
10 wiederum zwei Spannschrauben 12 zugeordnet sind. Die Ausnehmungen 11 sind im Ausführungsbeispiel
als ovale bzw. langlochartige Ausnehmungen ausgebildet, welche in vertikaler Richtung
eine größere Erstreckung aufweisen als in horizontaler Richtung. Außerdem ist insbesondere
in Fig. 3 erkennbar, dass die Rahmenbolzen 10 endseitig mit Durchmesserreduzierungen
13 versehen sind, welche im Ausführungsbeispiel als Abschrägungen ausgebildet sind.
Diese Ausgestaltung mit den Abschrägungen 13 einerseits und den langlochartigen Ausnehmungen
11 andererseits hat zur Folge, dass die Rahmenbolzen 10 zwischen den jeweiligen Pressenrahmen
2 durch geeignetes Verkippen und/oder Verdrehen entfernt werden können. Durch diese
Konstruktion gelingt einerseits eine besonders feste Fixierung der Presszylinder 7
an den Pressenrahmen 2 und andererseits lässt sich das System einfach demontieren,
so dass die Presszylinder 7 zu Wartungszwecken nach oben zwischen dem Pressenrahmen
2 aus der Presse entfernt werden können.
[0022] Die Rahmenbolzen 10 sind im Ausführungsbeispiel als massive Bolzen ausgebildet. Die
Länge der Bolzen entspricht dem äußeren Abstand zweier benachbarter Pressenrahmen.
Die Rahmenbolzen 10 sind mit den Spannschrauben 12 unter Zwischenschaltung von Kraftverteilplatten
14 verschraubt. Diese gewährleisten eine einwandfreie Abstützfläche der Muttern bzw.
Spannschrauben auf den Rahmenbolzen 10, welche im Ausführungsbeispiel einen runden
Querschnitt aufweisen. An den Rahmenbolzen 10 sind Sicherungen 32 in Form von Sicherungsplatten
befestigt, z. B. mittels Schrauben. Diese dienen der Sicherung des Bolzens 10 in axialer
Richtung, so dass der Bolzen 10 im montierten Zustand nicht aus den Ausnehmungen gleiten
kann. Dazu sind die Platten 32 breiter als die Ausnehmungen 11. Sie liegen innen gegen
die Pressenrahmen 2 an. Zum Entfernen der Rahmenbolzen 10 müssen dann zuvor die Platten
32 gelöst werden.
[0023] Um die Presszylinder 7 zum Zwecke der Wartung oder zum Zwecke des Austauschs einfach
nach oben aus der Presse ausbauen zu können, wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
auf den sonst üblichen zentralen Hydrauliktank verzichtet. Stattdessen ist gleichsam
ein Doppeltank realisiert. So zeigt Fig. 1, dass zwei Hydrauliktanks 15 vorgesehen
sind, welche oberhalb des Pressengestells 1 angeordnet sind, und zwar nicht mittig
über der Presse, sondern seitlich versetzt und folglich in den Seitenbereichen. In
der in Fig. 1 dargestellten Stirnansicht sind die Hydrauliktanks 15 folglich nicht
unmittelbar über den Presszylindern 7, sondern seitlich versetzt zu den Presszylindern
angeordnet. Dabei ist im Übrigen erkennbar, dass die Hydrauliktanks 15 nicht unmittelbar
auf die Pressenrahmen 2 aufgesetzt sind, sondern dass die Hydrauliktanks 15 mit Tankträgern
16 auf den Verbindungsstangen 4 aufgesetzt bzw. an diesen befestigt sind. Auf diese
Weise werden Beschädigungen der Pressenrahmen 2 selbst vermieden. Insgesamt wird insbesondere
durch eine vergleichende Betrachtung der Fig. 1 bis 5 deutlich, dass sich die Presszylinder
7 bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform besonders einfach nach oben aus der Presse
entfernen lassen. Dieses gelingt, obwohl die Presse selbst und damit auch die Presszylinder,
die Pressenrahmen und die übrigen Komponenten für besonders hohe Pressdrücke von 700
N/cm
2 und mehr ausgelegt sind.
[0024] Selbstverständlich ist es erforderlich, die Presszylinder 7 bzw. deren Zylinderkolben
9 vor dem Ausbau von der (oberen) Pressenplatte 5 zu lösen. Diese wird im Folgenden
näher erläutert, insbesondere anhand der Fig. 6 bis 8.
[0025] Eine vergleichende Betrachtung der Figuren 6 bis 8 zeigt, dass die obere Pressenplatte
5 an den Kolben 9 mit Befestigungsplatten 17 befestigt ist, welche in Befestigungsnuten
18 der Kolben oder einer endseitigen Kolbenverlängerung formschlüssig eingreifen.
Die Befestigungsplatten 17 sind mittels Spannschrauben 19 unter Zwischenschaltung
von Federelementen 20, z. B. Tellerfederpaketen, gegen die Pressenplatte 5 verspannt.
Die Befestigung der Kolben 9 erfolgt demnach nicht mehr in aufwändiger Weise mittels
zwischengeschalteter Befestigungselemente, sondern die Befestigungsplatten 17 sind
zwischen benachbarten Zylindern angeordnet und sie dienen im Übrigen der gleichzeitigen
Befestigung mehrerer Kolben 9, nämlich zweier benachbarter Kolben. Dieses erlaubt
eine einfache Montage und Demontage, und zwar selbst dann, wenn die Zylinder 7 und
deren Kolben 9 zur Erzielung besonders hoher Pressdrücke besonders groß dimensioniert
sind. Von besonderer Bedeutung ist dabei im Ausführungsbeispiel auch die Tatsache,
dass mehrere Befestigungsplatten 17 für die gemeinsame Befestigung der Pressenplatte
5 an mehreren in Pressenlängsrichtung hintereinander angeordneten Kolben 9 zu einer
gemeinsamen Befestigungsleiste 17' zusammengefasst sind, wobei sich diese Befestigungsleiste
17' in Pressenlängsrichtung R entlang mehrerer Presszylinder 7 erstreckt. Fig. 7 zeigt
dabei, dass eine Befestigungsleiste 17' sich in Pressenlängsrichtung über fünf Zylinderreihen
erstreckt, so dass mit einer Befestigungsleiste 17' insgesamt zehn Kolben gemeinsam
an der Pressenplatte 5 befestigt werden. Diese Ausgestaltung hat insbesondere den
Vorteil, dass sich die Befestigungsleiste 17' insgesamt stirnseitig aus der Presse
herausziehen und in die Presse einführen lässt, so dass insbesondere bei reduziertem
Bauraum eine einfache Montage und Demontage möglich ist. Fig. 6 zeigt dabei, dass
die Befestigungsplatten 17 bzw. Befestigungsleisten 17' mit Hilfe der Spannschraube
19 nicht unmittelbar in die Heizplatten eingeschraubt sind, sondern unter Zwischenschaltung
von Distanzstücken 21, wobei diese Distanzstücke 21 wiederum mit Befestigungsschrauben
22 an den Heizplatten 5 befestigt sind. Damit wird eine zu hohe Belastung der Heizplatte
5 durch die mit hoher Spannkraft eingebrachte Spannschraube 19 vermieden.
[0026] Die Fig. 6 und 7 zeigen im Übrigen, dass nicht nur die Heizplattenbefestigung, sondern
auch die Befestigung bzw. der Austausch der Kolbenisolierungen bei der erfindungsgemäßen
Presse optimiert ist. So sind nicht mehr herkömmliche Isolationsplatten einzeln an
die Kolbenenden angeschraubt, sondern die Isolationsplatten 23 sind in Kassettenaufnahmen
24 eingelegt, wobei diese Kassettenaufnahmen 24 wiederum über Längsverbindungen 25
unter Bildung eines Mehrfachkassettenrahmens 24, 25 miteinander verbunden sind. Dieses
ergibt sich insbesondere anhand von Fig. 7. Die Isolierungen sind folglich nicht stirnseitig
an den Kolben 9 befestigt, sondern sie werden im Zuge der Montage in geeigneter Weise
oben auf die obere Pressenplatte 5 aufgelegt und dann im Zuge der Befestigung der
Kolben 9 an der Pressenplatte 5 zwischen Kolbenende und Pressenplatte verspannt. Besonders
vorteilhaft ist nun die Tatsache, dass sich nach Lösen der Verbindungen mehrere Isolationsplatten
23 gemeinsam entfernen und wieder einbringen lassen, und zwar mit Hilfe des beschriebenen
Kassettenrahmens 24, 25. Der in der Regel häufig erforderliche Austausch der Isolationsplatten,
welche Verschleißteile bilden, wird dadurch erheblich vereinfacht, so dass die Wartungszeiten
verkürzt werden. Auch dieses gelingt, obwohl die Presse für hohe Pressdrücke dimensioniert
ist, so dass im Bereich der Presszylinder in der Regel wenig Raum für Wartungsarbeiten
zur Verfügung steht.
[0027] Die Fig. 6 und 7 zeigen darüber hinaus, dass zusätzlich zu den Befestigungsplatten
17 und den Isolationsplatten 23 außerdem Zentrierplatten 26 vorgesehen sind, welche
ebenfalls in Befestigungsnuten 18 eingreifen. Diese Zentrierplatten 26 sind ebenfalls
mit Befestigungsschrauben 27 an den Pressenplatten 5 befestigt. Diese Zentrierplatten
26 dienen der optimalen Positionierung der Pressenplatte 5 sowohl in Längsrichtung
als auch in Querrichtung. Dieses ergibt sich insbesondere anhand von Fig. 7, denn
dort ist erkennbar, dass für die Positionierung in Querrichtung einerseits und für
die Positionierung in Längsrichtung andererseits jeweils zwei Zentrierplatten 26 vorgesehen
sind.
[0028] Schließlich zeigt Fig. 6, dass an den Zylindergehäusen 8 der Presszylinder 7 unterseitig
bzw. endseitig Arretierungsklammern 28 befestigt sind. Diese Arretierungsklammern
28 dienen der Arretierung der Kolben 9 in der zurückgezogenen Position oder auch in
einer anderen Position. Diese Arretierung ist erforderlich, um die Presszylinder insgesamt,
d. h. Zylindergehäuse 8 gemeinsam mit Zylinderkolben 9 nach dem Lösen der Heizplatte
aus der Presse ausbauen zu können, ohne dass der Kolben 9 nach unten aus dem Zylindergehäuse
herausfällt. Besonders vorteilhaft ist nun die Tatsache, dass die Arretierungsklammern
28 "dauerhaft" am Zylindergehäuse montiert bleiben können. Zum Zwecke der Arretierung
ist es folglich nicht erforderlich, die Klammern selbst zu montieren, sondern es ist
lediglich erforderlich, eine Einschubstange 29 einzuschieben, welche formflüssig sowohl
in die Arretierungsklammer 28 als auch in eine (zusätzliche) Nut 30 im Kolben oder
in einer Kolbenverlängerung eingreift. Interessant ist auch hier die Tatsache, dass
sich diese Einschubstange 29 stirnseitig in die Presse einführen lässt, so dass mehrere
Kolben 9 hintereinander oder auch sämtliche Kolben entlang der Pressenlängsrichtung
gemeinsam mit einer Einschubstange 29 gesichert werden können. Insbesondere sind keine
zusätzlichen Verschraubungen an den einzelnen Zylindern erforderlich, um die beschriebene
Arretierung vorzunehmen.
[0029] Im Übrigen ist in den Figuren angedeutet, dass die Presse zusätzlich mit Rückzugzylindern
31 ausgerüstet ist. Denn die Presszylinder 7 selbst sind im Ausführungsbeispiel als
einfach wirkende Zylinder ausgebildet, mit denen lediglich Presskräfte aufgebracht
werden. Zum Öffnen der Presse kommen dann die Rückzugzylinder 31 zum Einsatz.
[0030] Die Fig. 9a, b und c zeigen darüber hinaus, dass sich mit dieser Presse, die als
Vielkolbenpresse mit z. B. vierzig Presszylindern ausgerüstet ist, Holzwerkstoffplatten
unterschiedlichster Formate herstellen bzw. beschichten lassen. Selbst bei stark unterschiedlichen
Plattenformaten lassen sich durch geeignete Auswahl der Presszylinder die Platten
ohne Weiteres verpressen. Dazu kann es zweckmäßig sein, die Presszylinder in mehrere
Presszylindergruppen und folglich in unterschiedliche Presssysteme zu gruppieren,
so dass einzelne Gruppen separat und unabhängig voneinander ansteuerbar sind. Dieses
ist in den Fig. 9a, b und c durch die Buchstaben a bis f angedeutet, welche jeweils
unterschiedliche Presssysteme repräsentieren.
[0031] Im Übrigen wird vorzugsweise mit Heizplatten sehr hoher Qualität und sehr hoher Oberflächenqualität
gearbeitet. Die Heizplatten können einen Traganteil von 97 % bis 100 % haben. Die
Presszylinder sind momentenfähig am Pressenrahmen befestigt. Die Regelung der Presszylinder
erfolgt über Proportionalventile.
1. Taktpresse, insbesondere Kurztaktpresse, für die Herstellung und/oder Beschichtung
von plattenförmigen Werkstoffen, insbesondere Holzwerkstoffplatten,
mit einem Pressengestell (1) mit mehreren in Pressenlängsrichtung (R) gereihten Pressenrahmen
(2) und mit einer oberen Pressenplatte (5) und einer unteren Pressenplatte (6),
wobei die obere Pressenplatte (5) oder die untere Pressenplatte (6) mit Presszylindern
(7) beaufschlagt ist, welche an den Pressenrahmen (2) abgestützt sind,
wobei die Presszylinder (7) mit in Ausnehmungen (11) der Pressenrahmen (2) eingreifenden
Rahmenbolzen (10) an den Pressenrahmen (2) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rahmenbolzen (10) und die Ausnehmungen (11) in den Pressenrahmen (2) derart aufeinander
abgestimmt sind, dass die Rahmenbolzen (10) zwischen den betreffenden beiden Pressenrahmen
(2) ausbaubar sind.
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Presszylinder (7) mit den Rahmenbolzen (10) gegen die Pressenrahmen (2) vorgespannt
sind.
3. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Presszylinder (7) jeweils mit mehreren Rahmenbolzen (10), z. B. zwei Rahmenbolzen,
an den Pressenrahmen (2) befestigt ist.
4. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Presszylinder (7) mittels mehrerer in die Zylindergehäuse (8) eingeschraubter
und die Rahmenbolzen (10) durchgreifender Spannschrauben (12) gegen die Pressenrahmen
(2) vorgespannt sind.
5. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (11) als langlochartige Ausnehmungen ausgebildet sind.
6. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Rahmenbolzen (10) oder zumindest ein Ende der Rahmenbolzen mit einer
Durchmesserreduzierung (13) versehen sind.
7. Presse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Rahmenbolzen (10) oder zumindest ein Ende der Rahmenbolzen mit einer
Abschrägung (13) versehen sind.
8. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenbolzen (10) als massive Bolzen oder als rohrförmige Bolzen ausgebildet
sind.
9. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenbolzen (10) mit den Spannschrauben (12) unter Zwischenschaltung von Kraftverteilplatten
(14) verschraubt sind.
10. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Presszylinder (7) in die Rahmenfenster (3) eingestellt und unter die oberen Querholme
(2a) der Pressenrahmen (2) untergestellt sind.
11. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressenrahmen (2) unter Bildung des Pressengestells (1) mittels in Pressenlängsrichtung
(R) verlaufender Verbindungsbolzen oder -stangen (4) miteinander verbunden sind.
12. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Presse zumindest zwei Hydrauliktanks (15) für die Versorgung der Presszylinder
(7) aufweist, welche seitlich versetzt zu den Presszylindern (7) angeordnet sind.
13. Presse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydrauliktanks (15) mittels Tankträgern (16) auf Verbindungsbolzen oder -stangen
(4) des Pressengestells (1) aufgesetzt sind.
14. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an den Rahmenbolzen (10) im montierten Zustand eine oder mehrere Sicherungsplatten
(32) zur Fixierung der Rahmenbolzen (10) in den Ausnehmungen (11) befestigt sind.
1. A cycle press, in particular a short-cycle press, for the manufacture and/or lamination
of sheet-form materials, in particular wood based boards,
with a press stand (1), with a plurality of press frames (2) arrayed in the longitudinal
direction (R) of the press, and with an upper press plate (5) and a lower press plate
(6),
wherein the upper press plate (5) or the lower press plate (6) is acted upon by press
cylinders (7), which are supported on the press frames (2),
wherein the press rams (7) are attached to the press frames (2) with frame bolts (10)
engaging in recesses (11) of the press frames (2), characterised in that
the frame bolts (10) and the recesses (11) in the press frames (2) are aligned with
one another such that the frame bolts (10) can be removed between the two press frames
(2) concerned.
2. The press according to claim 1, characterised in that the press cylinders (7) with the frame bolts (10) are pre-loaded against the press
frames (2).
3. The press according to claim 1 or 2, characterised in that each press cylinder (7), in each case with a plurality of frame bolts (10), e.g.
two frame bolts, is attached to the press frames (2).
4. The press according to any one of the claims 1 to 3, characterised in that the press cylinders (7) are pre-loaded against the press frames (2) by means of a
plurality of tensioning bolts (12) that are screwed into the cylinder housing (8)
and are engaging through the frame bolts (10).
5. The press according to any one of the claims 1 to 4, characterised in that the recesses (11) are designed as recesses in the form of elongated holes.
6. The press according to any one of the claims 1 to 5, characterised in that the ends of the frame bolts (10), or at least one end of the frame bolts, are provided
with a diameter reduction (13).
7. The press according to claim 6, characterised in that the ends of the frame bolts (10), or at least one end of the frame bolts, are provided
with a chamfer (13).
8. The press according to any one of the claims 1 to 7, characterised in that the frame bolts (10) are designed as solid bolts or as tubular bolts.
9. The press according to any one of the claims 1 to 8, characterised in that the frame bolts (10) are screwed down with the tensioning bolts (12), with the interposition
of force distribution plates (14).
10. The press according to any one of the claims 1 to 9, characterised in that the press cylinders (7) are inserted into the frame windows (3), and are positioned
under the upper transverse beams (2a) of the press frames (2).
11. The press according to any one of the claims 1 to 10, characterised in that the press frames (2) are connected with one another, by means of connecting bolts
or rods (4) running in the longitudinal direction (R) of the press, to form the press
stand (1).
12. The press according to any one of the claims 1 to 13, characterised in that the press has at least two hydraulic tanks (15) to supply the press cylinders (7)
the tanks are arranged laterally displaced relative to the press rams (7).
13. The press according to claim 12, characterised in that the hydraulic tanks (15) are positioned by means of tank supports (16) on connecting
bolts or rods (4) of the press stand (1).
14. The press according to any one of the claims 1 to 13, characterised in that one or a plurality of locking plates (32) is attached to the frame bolts (10), when
installed, for purposes of fixing the frame bolts (10) in the recesses (11).
1. Presse cadencée, en particulier presse à cadence courte, pour la fabrication et/ou
le revêtement de matériaux en forme de plaque, en particulier de plateaux en matériau
dérivé du bois,
comprenant un bâti de presse (1) avec plusieurs cadres de presse (2) rangés dans le
sens longitudinal de la presse (R) et des plaques de pressage supérieure (5) et inférieure
(6),
sachant que les plaques de pressage supérieure (5) et inférieure (6) sont sollicitées
par des cylindres de presse (7) qui sont appuyés sur les cadres de presse (2),
sachant que les cylindres de presse (7) sont fixés sur les cadres de presse (2) par
des boulons de cadre (10) se mettant en prise dans des évidements (11) des cadres
de presse (2), caractérisé en ce que
les boulons de cadre (10) et les évidements (11) sont ainsi définis l'un par rapport
à l'autre dans les cadres de presse (2) que les boulons de cadre (10) peuvent être
prolongés entre les deux cadres de presse (2) correspondants.
2. Presse selon la revendication 1, caractérisée en ce que les cylindres de presse (7) sont précontraints contre les cadres de presse (2) par
les boulons de cadre (10).
3. Presse selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que chaque cylindre de presse (7) est fixé sur les cadres de presse (2) respectivement
par plusieurs boulons de cadre (10), par ex, deux boulons de cadre.
4. Presse selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les cylindres de presse (7) sont précontraints contre les cadres de presse (2) par
plusieurs vis de serrage (12) vissées dans le logement du cylindre (8) et traversant
les boulons de cadre (10).
5. Presse selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les évidements (11) sont formés en tant qu'évidements à trou oblong.
6. Presse selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les extrémités des boulons de cadre (10) ou au moins une extrémité des boulons de
cadre est/sont dotée(s) d'une réduction de diamètre (13).
7. Presse selon la revendication 6, caractérisée en ce que les extrémités des boulons de cadre (10) ou au moins une extrémité des boulons de
cadre est/sont dotée(s) d'un chanfrein (13).
8. Presse selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que les boulons de cadre (10) sont formés en tant que boulons massifs ou tubulaires.
9. Presse selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que les boulons de cadre (10) sont vissés avec les vis de serrage (12) par montage intermédiaire
de plaques de répartition de force (14).
10. Presse selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les cylindres de presse (7) sont ajustés dans les fenêtres de cadre (3) et agencés
sous les barres transversales supérieures (2a) des cadres de presse (2).
11. Presse selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que les cadres de presse (2) sont reliés entre eux par des boulons ou barres de liaison
(4) passant dans le sens longitudinal de la presse (R), par formation du bâti de presse
(1).
12. Presse selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que la presse présente au moins deux réservoirs hydrauliques (15) pour alimenter les
cylindres de presse (7), lesquels sont agencés décalés latéralement par rapport aux
cylindres de presse (7).
13. Presse selon la revendication 12, caractérisée en ce que les réservoirs hydrauliques (15) sont placés sur des boulons ou barres de liaison
(4) du bâti de presse (1) au moyen de supports de réservoir (16).
14. Presse selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce qu'une ou deux plaque(s) de fixation (32) pour fixer les boulons de cadre (10) sont fixées
dans les évidements (11), sont fixées sur les boulons de cadre (10) dans l'état monté.