[0001] Die Erfindung betrifft eine kontinuierliche Presse zum Verpressen von Pressgutmatten
zu Pressgutplatten, insbesondere für die Herstellung von Holzwerkstoffplatten,
mit Pressenoberteil mit oberer beheizbarer Pressenplatte und Pressenunterteil mit
unterer beheizbarer Pressenplatte sowie mit im Pressenoberteil und im Pressenunterteil
endlos umlaufenden Stahlpressbändern,
mit einem Pressengestell mit einer Vielzahl von in Pressenlängsrichtung gereihten
Pressenrahmen, und mit an den Pressenrahmen abgestützten und auf die obere und/oder
untere Pressenplatte arbeitenden Presszylindern.
[0002] Holzwerkstoffplatte meint im Rahmen der Erfindung insbesondere Spanplatte, Faserplatte
oder dergleichen, z. B. OSB-Platte oder MDF-Platte. Es werden aber auch andere Pressgutmatten,
wie z. B. Kunststoffmatten oder -bahnen umfasst. Die Presszylinder sind in der Regel
als Hydraulikzylinder ausgebildet. Die endlos umlaufenden Stahlpressbänder können
sich z. B. unter Zwischenschaltung von Wälzkörperaggregaten, z. B. Rollstangen, die
wiederum an Ketten geführt sind, gegen die Pressenplatten abstützen. In einer solchen
kontinuierlich arbeitenden Presse werden die Pressgutmatten unter Anwendung von Druck
und Wärme zu Pressgutplatten, z. B. Holzwerkstoffplatten verpresst. Den eigentlichen
Pressenplatten können hochbiegeelastische Einlaufplatten vorgeordnet sein, welche
ein variabel anpassbares Einlaufmaul bilden und welche ebenfalls mit Presszylindern
beaufschlagt werden.
[0003] Derartige kontinuierlich arbeitende Pressen sind in verschiedensten Ausführungsformen
bekannt (vgl. z. B.
DE 10 2005 009 334 A).
[0004] Bei den bekannten Pressen sind die einzelnen, gereihten Pressenrahmen in der Regel
als einteilige Stahlblechzuschnitte, z. B. in Fensterbauweise ausgebildet. Diese Stahlblechzuschnitte
können z. B. zwischen einerseits zwei sich in Pressenlängsrichtung erstreckenden unteren
Längsträgern und zwei sich in Pressenlängsrichtung erstreckenden oberen Längsträgern
befestigt sein, wobei diese Längsträger in der Regel jeweils aus mehreren Längsträgerabschnitten
bestehen, die stirnseitig miteinander verbunden sind. Da an den Pressenrahmen unterschiedlichste
Komponenten befestigt werden, wie z. B. die Presszylinder, ist im Zuge der Fertigung
häufig eine umfangreiche Bearbeitung der Stahlblechzuschnitte erforderlich.
[0005] Die aus der Praxis bekannten kontinuierlich arbeitenden Pressen dieser Art haben
sich grundsätzlich bewährt. Sie sind jedoch weiterentwicklungsfähig.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kontinuierliche Presse zum Verpressen
von Pressgutmatten zu Pressgutplatten der eingangs beschriebenen Art zu schaffen,
welche sich durch einen einfachen und funktionsgerechten Aufbau bei kostengünstiger
Herstellung und Montage auszeichnet.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung bei einer gattungsgemäßen kontinuierlichen
Presse, dass die Pressenrahmen jeweils als Rahmengussteile aus Metallguss ausgebildet
sind. Besonders bevorzugt sind die einzelnen Pressenrahmen jeweils als einstückig
gefertigte Gussteile ausgebildet.
[0008] Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass sich Herstellung und Montage
einer kontinuierlichen Presse optimieren lassen, wenn die einzelnen Pressenrahmen
nicht mehr aus Stahlblechzuschnitten gefertigt werden, sondern im Wege des Gießens
aus Metallguss und folglich als Rahmengussteile hergestellt werden. Dieses hat insbesondere
den Vorteil, dass die Pressenrahmen bereits im Zuge der Herstellung und folglich bereits
beim Gießen an die gewünschten Gegebenheiten angepasst werden könnten. So lassen sich
im Wege des Gießens verschiedenste "Zusatzelemente" als Ansätze mit an die Rahmen
angießen, welche beispielsweise für die anschließende Montage erforderlich sind. Das
aufwändige Anschweißen verschiedenster Montageelemente im Zuge der Montage kann folglich
entfallen, so dass insbesondere die Montage vor Ort zeitlich optimiert werden kann.
[0009] So liegt es beispielsweise im Rahmen der Erfindung, die gegossenen Pressenrahmen
mit angegossenen Befestigungsansätzen zu versehen, mit denen die Pressenrahmen im
Zuge der Montage der Presse an Pressenlängsträgern befestigbar und/oder die Pressenrahmen
untereinander verbindbar sind. Im Zuge der Montage entfallen damit aufwändige Schweißarbeiten.
Die Pressenrahmen können aufgrund der bereits mitangegossenen Befestigungsansätze
anschließend auf einfache Weise an den Pressenlängsträgern mittels Schraubverbindungen
befestigt werden, ohne dass zuvor entsprechende Befestigungsmittel an den Pressenrahmen
angeschweißt werden müssen.
[0010] In ähnlicher Weise können die gegossenen Pressenrahmen mit angegossenen Montageansätzen
versehen sein, an denen Pressenkomponenten, z. B. Presszylinder oder dergleichen montierbar
sind. Auch diese Montageansätze werden folglich beim Gießen der Pressenrahmen berücksichtigt,
so dass spätere Schweißarbeiten entfallen können oder zumindest minimiert werden.
Die Ansätze, z. B. Befestigungsansätze und/oder Montageansätze, können mit Durchbrechungen,
Ausnehmungen, Nuten oder dgl. versehen sein, durch welche dann bei der Montage Befestigungsmittel,
wie z. B. Schrauben geführt sind. Dabei liegt es im Rahmen der Erfindung, dass die
gegossenen Pressenrahmen nach dem Gießen einer Nachbearbeitung unterzogen werden.
Grundsätzlich ist es möglich, Durchbrechungen, Ausnehmungen, Nuten oder dergleichen
im Zuge des Gießens einzuarbeiten. Alternativ liegt es jedoch ebenso im Rahmen der
Erfindung, solche Durchbrechungen, Ausnehmungen, Nuten oder dergleichen nachträglich
einzubringen, z. B. als Bohrungen oder dergleichen.
[0011] Nach einem weiteren Vorschlag mit besonderer Bedeutung können die Pressenrahmen mit
angegossenen spannungsoptimierten Aufdickungen versehen sein. Das bedeutet, dass die
Gussrahmen zur Gewichtsreduzierung insgesamt mit verhältnismäßig geringer Dicke gegossen
werden. Um die Stabilität unter Berücksichtigung der beim Betrieb auftretenden hohen
Presskräfte zu optimieren, sind jedoch in bestimmten Rahmenbereichen ganz gezielt
Materialverstärkungen im Sinne von Aufdickungen vorgesehen, die bereits beim Gießen
des Rahmenbauteils mit angegossen werden. So sind die Pressenrahmen in der Regel als
geschlossene Rahmen in Fensterbauweise mit (zentralem) Rahmenfenster ausgebildet.
Bei dieser Ausgestaltung ist es zweckmäßig, dass die Pressenrahmen einseitig oder
beidseitig mit das Rahmenfenster vollständig umgebenden spannungsoptimierten Aufdickungen
versehen sind. Durch das Gießen der Pressenrahmen wird folglich die Möglichkeit geschaffen,
die Pressenrahmen mit über Höhe und/oder Breite variabler Dicke auszugestalten, so
dass in besonders belasteten Bereichen mit großer Dicke und in weniger belasteten
Bereichen mit geringerer Dicke gearbeitet werden kann.
[0012] Die Pressenrahmen sind besonders bevorzugt aus duktilem Gusseisen, z. B. aus sphärolitischem
Gusseisen gefertigt. Dadurch wird eine kostengünstige und dennoch stabile Bauweise
realisiert. Grundsätzlich liegt es jedoch alternativ auch im Rahmen der Erfindung,
die Pressenrahmen aus Stahlguss herzustellen.
[0013] In der Regel ist es zweckmäßig, sämtliche Pressenrahmen der kontinuierlichen Presse
jeweils als Einzelrahmen einstückig im Wege des Gießens herzustellen, wobei diese
Einzelrahmen anschließend miteinander verbunden und/oder an den oberen und/oder unteren
Längsträgern befestigt werden. Es kann jedoch ebenso zweckmäßig sein, in bestimmten
Bereichen der Presse Doppelrahmen vorzusehen. Dabei liegt es im Rahmen der Erfindung,
dass mehrere Pressenrahmen, z. B. paarweise zwei Pressenrahmen, als Mehrfachrahmen
bzw. Doppelrahmen zu einem einstückigen Rahmengussteil zusammengefasst sind.
[0014] Das Pressengestell einer solchen kontinuierlich arbeitenden Presse kann zusätzlich
zu den Pressenrahmen einlaufseitig und auslaufseitig ein Einlaufwalzengerüst (Einlaufwalzenständer)
und ein Auslaufwalzengerüst (Auslaufwalzenständer) aufweisen. Denn die endlos umlaufenden
Stahlpressbänder sind über Einlaufwalzen und Auslaufwalzen geführt, wobei in der Regel
entweder die Einlaufwalzen oder die Auslaufwalzen als angetriebene Walzen ausgebildet
sind. Obere und untere Einlaufwalzen sind im Einlaufwalzenständer gelagert, während
obere und untere Auslaufwalzen im Auslaufwalzenständer gelagert sind. Es liegt nun
im Rahmen der Erfindung, den Einlaufwalzenständer und den Auslaufwalzenständer unabhängig
von den gegossenen Rahmenteilen in herkömmlicher Weise aus Stahlblech zu fertigen,
z. B. als Schweißkonstruktion. Ebenso liegt es jedoch im Rahmen der Erfindung, dass
der Einlaufwalzenständer und/oder der Auslaufwalzenständer jeweils von einem oder
mehreren Ständergussteilen gebildet wird oder mit einem oder mehreren Ständergussteilen
ausgerüstet ist/sind. Dabei kann der Einlaufwalzenstuhl beispielsweise aus einem oberen
Ständergussteil und einem unteren Ständergussteil zusammengesetzt sein. Gleiches gilt
für den Auslaufwalzenstuhl. Alternativ besteht jedoch ebenfalls die Möglichkeit, dass
lediglich die Seitenteile von Einlaufwalzenständer und Auslaufwalzenständer als Gussteile
ausgebildet sind. Darüber hinaus kann dann in üblicher Weise mit Stahlblechzuschnitten
gearbeitet werden.
[0015] Die erfindungsgemäße Presse kann im Übrigen als Oberkolbenpresse ausgebildet sein,
bei welcher die Presszylinder auf die obere Pressenplatte arbeiten. Alternativ kann
die Presse auch als Unterkolbenpresse ausgebildet sein, bei welcher die Presszylinder
auf die untere Pressenplatte arbeiten. Im Einlaufbereich besteht die Möglichkeit,
dass Presszylinder sowohl an die obere Einlaufplatte als auch an die untere Einlaufplatte
angeschlossen sind. Auch im Einlaufbereich können die Pressenrahmen von Rahmengussteilen
gebildet werden.
[0016] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine kontinuierlich arbeitende Presse in einer vereinfachten Seitenansicht,
- Fig. 2
- einen Pressenrahmen einer erfindungsgemäßen Presse in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 3
- eine aus mehreren Pressenrahmen zusammengesetzte Rahmeneinheit während der Montage,
- Fig. 4
- eine vereinfachte Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 3 (Ausschnitt) und
- Fig.5
- einen Pressenrahmen für eine kontinuierlich arbeitende Presse in abgewandelter Ausführungsform.
[0017] In den Figuren ist eine kontinuierliche Presse für die Herstellung von Holzwerkstoffplatten
dargestellt. In der Presse werden Pressgutmatten, z. B. Matten aus Spänen oder Fasern,
zu Holzwerkstoffplatten unter Anwendung von Druck und Wärme verpresst.
[0018] Die kontinuierliche Presse weist in ihrem grundsätzlichen Aufbau ein Pressenoberteil
mit oberer Pressenplatte 1 und ein Pressenunterteil mit unterer Pressenplatte 2 auf.
Obere Pressenplatte 1 und untere Pressenplatte 2 sind als beheizbare Pressenplatten
und folglich Heizplatten ausgebildet. Im Pressenoberteil und im Pressenunterteil sind
endlos umlaufende Stahlpressbänder 3 geführt, und zwar im Ausführungsbeispiel unter
Zwischenschaltung von Rollstangen, die unter Bildung eines Rollstangenteppichs 4 an
Ketten geführt sind. Die Presse ist im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 außerdem mit
einlaufseitig vorkragender oberer Einlaufplatte 5 und unterer Einlaufplatte 6 ausgerüstet.
Die Presse weist ein Pressengestell auf, welches im Wesentlichen von einer Vielzahl
von in Pressenlängsrichtung R hintereinander gereihten Pressenrahmen 7 gebildet wird.
Diese Pressenrahmen 7 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen unteren
Rahmenträgern 8 und oberen Rahmenträgern 9 angeordnet. Diese Rahmenträger 8, 9 sind
als Längsträger ausgebildet, sie erstrecken sich in Pressenlängsrichtung. Die Presse
ist mit einer Vielzahl von Presszylindern 10 ausgerüstet, welche jeweils ein Zylindergehäuse
11 und einen Zylinderkolben 12 aufweisen und welche als Hydraulikzylinder ausgebildet
sind. Die Presszylinder 10 sind einerseits an den Pressenrahmen 7 abgestützt und andererseits
an der jeweiligen Pressenplatte 1, 2 oder auch Einlaufplatte 5, 6 befestigt.
[0019] Während die Fig. 1 bis 4 eine Ausführungsform einer Oberkolbenpresse zeigen, bei
welcher die Presszylinder 10 auf die obere Pressenplatte 5 arbeiten, ist in Fig. 5
eine Ausführungsform einer Unterkolbenpresse angedeutet, bei der die Presszylinder
auf die untere Pressenplatte arbeiten.
[0020] Die Presse weist einlaufseitig einen Einlaufwalzenständer 13 mit Einlaufwalzen 15
und auslaufseitig einen Auslaufwalzenständer 14 mit Auslaufwalzen 16 auf. Um diese
Walzen 15, 16 sind die Stahlpressbänder 3 geführt. Aufbau und Funktionsweise einer
derartigen Presse sind grundsätzlich bekannt.
[0021] Die Erfindung zeichnet sich nun dadurch aus, dass die Pressenrahmen 7 jeweils als
Rahmengussteile aus Metallguss ausgebildet sind. Ein solches Rahmengussteil 7 ist
in Fig. 2 in perspektivischer Ansicht dargestellt. Dieser Pressenrahmen 7 ist z. B.
aus sphärolitischem Gusseisen im Wege des Gießens hergestellt, und zwar einstückig.
Es ist erkennbar, dass dieser einstückig gegossene Pressenrahmen 7 als geschlossener
Rahmen in Fensterbauweise mit (zentralem) Rahmenfenster 17 ausgebildet ist.
[0022] Die Presse wird dann aus einer Vielzahl derartiger Rahmengussteile 7 zusammengesetzt.
Dieses ergibt sich beispielsweise anhand von Fig. 3, welche einen Abschnitt einer
solchen Presse während der Montage zeigt. Die Rahmengussteile 7 sind auf den unteren
Längsträgern bzw. Fundamentträgern 8 angeordnet und an diesen mittels Schrauben befestigt.
Auf die Rahmengussteile 7 können dann die oberen Fundamentträger 9 aufgesetzt werden,
die in Fig. 3 nicht dargestellt sind. Auch an diesen oberen Längsträgern 9 können
die Pressenrahmen 7 mittels Schrauben befestigt werden. Während des Transportes und/oder
der Montage kann es zweckmäßig sein, die Rahmengussteile 7 auch untereinander zu verbinden.
Dazu sind Verbindungselemente 18 in Fig. 3 angedeutet, wobei diese Verbindungselemente
18 mit den Rahmen 7 verschraubt werden.
[0023] Eine vergleichende Betrachtung der Fig. 2 und 3 zeigt nun, dass die gegossenen Pressenrahmen
7 mit angegossenen Befestigungsansätzen 19 versehen sind, mit denen die Pressenrahmen
7 im Zuge der Montage der Presse an den Pressenlängsträgern 8, 9 befestigt werden.
Die dargestellten Befestigungsansätze 19 müssen folglich nicht erst im Zuge der Montage
an den Pressenrahmen befestigt werden, sondern sie werden sogleich im Zuge des Gießens
mit in den Pressenrahmen integriert, so dass sich die Presse anschließend durch einfache
Schraubverbindungen und unter Verzicht auf Schweißverbindungen montieren lässt.
[0024] Dieses gilt gleichermaßen für die Montage der Presszylinder 10. Denn eine vergleichende
Betrachtung der Fig. 2 und 3 zeigt ebenfalls, dass die gegossenen Pressenrahmen 7
mit angegossenen Montageansätzen 20 versehen sind, an denen die Presszylinder 10 mit
Schraubverbindungen fixierbar sind. Ebenso ist in Fig. 2 erkennbar, dass oberseitig
(und ggf. auch unterseitig) Ausnehmungen, z. B. Bohrungen für nicht dargestellte Zentrierbolzen
vorgesehen sind.
[0025] Ferner zeigt insbesondere Fig. 2, dass die Pressenrahmen zusätzlich mit angegossenen
spannungsoptimierten Aufdickungen 21 versehen sind. Dabei ist erkennbar, dass die
Pressenrahmen beidseitig mit das Rahmenfenster 17 vollständig umgebenden Aufdickungen
21 versehen sind. Die gegossenen Rahmen können folglich grundsätzlich eine verhältnismäßig
geringe Dicke aufweisen. Die erforderliche Stabilität wird durch gezielt vorgesehene
Aufdickungen erreicht, so dass eine die Stabilität erhöhende Dicke nur in ganz bestimmten
Bereichen der Rahmen erforderlich ist.
[0026] Die Pressenplatten sind im Übrigen in Fig. 3 nicht dargestellt. Eine vergleichende
Betrachtung der Fig. 2 und 3 zeigt jedoch, dass bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
die untere Pressenplatte auf den unteren Querholmen 22 der Pressenrahmen 7 aufliegt,
während die obere Pressenplatte an die Kolben 12 der Presszylinder 10 angeschlossen
wird, wobei sich diese Presszylinder 10 wiederum an den oberen Querholmen 23 der Pressenrahmen
7 abstützen.
[0027] Die Einlaufwalzenständer 13 und/oder Auslaufwalzenständer 14 oder Teile dieser Ständer
13, 14 können ebenfalls als Gussteile ausgebildet sein. Dieses ist in den Figuren
nicht dargestellt.
[0028] Fig. 4 zeigt im Übrigen die bereits erwähnten Verbindungselemente 18, mit denen die
benachbarten Pressenrahmen 7 insbesondere während des Transports und/oder der Montage
miteinander verbunden werden. Diese Verbindungselemente 18 können z. B. von sich überlappenden
und miteinander verschraubten L-förmigen Verbindungsprofilen gebildet werden. Andere
Konstruktionen sind selbstverständlich möglich.
[0029] Während die Fig. 1 bis 4 eine Ausführungsform zeigen, bei der die Pressenrahmen 7
im Wesentlichen als Einzelrahmen ausgebildet sind, ist in Fig. 5 eine alternative
Ausführungsform angedeutet, bei welcher mehrere Rahmen zu einem einstückig gegossenen
Doppelrahmen zusammengefasst sind. Auf diese Weise werden selbstständig standfeste
Rahmenteile geschaffen, die ggf. auch ohne separate Fundamentträger montierbar sind.
Im Übrigen ist dabei eine Ausführungsform für eine Unterkolbenpresse gezeigt, denn
die Presszylinder werden hier im Bereich der unteren Querholme 22 montiert, so dass
sie auf die (nicht dargestellte) untere Pressenplatte arbeiten. Im Übrigen ist bei
dieser Ausführungsform angedeutet, dass die Möglichkeit besteht, die Zylindergehäuse
11 für die Presszylinder 10 bereits im Zuge des Gießens in die Rahmengussteile 7 mit
einzuarbeiten. Dieses ist grundsätzlich auch bei Einzelrahmen möglich und im Übrigen
auch bei Ausführungsformen einer Oberkolbenpresse. Einzelheiten sind nicht dargestellt.
1. Kontinuierliche Presse zum Verpressen von Pressgutmatten zu Pressgutplatten, insbesondere
für die Herstellung von Holzwerkstoffplatten,
mit Pressenoberteil mit oberer Pressenplatte (1) und Pressenunterteil mit unterer
Pressenplatte (2),
mit im Pressenoberteil und im Pressenunterteil endlos umlaufenden Pressbändern, z.
B. Stahlpressbändern (3),
mit einem Pressengestell mit einer Vielzahl von in Pressenlängsrichtung (R) gereihten
Pressenrahmen (7) und
mit an den Pressenrahmen (7) abgestützten und auf die obere oder untere Pressenplatte
(1, 2) arbeitenden Presszylindern (10), dadurch gekennzeichnet,
dass die Pressenrahmen (7) jeweils als Rahmengussteile aus Metallguss ausgebildet sind.
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressenrahmen (7) jeweils als einstückig gefertigte Gussteile ausgebildet sind.
3. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gegossenen Pressenrahmen (7) als geschlossene Rahmen in Fensterbauweise mit Rahmenfenster
(17) ausgebildet sind.
4. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressenrahmen (7) aus duktilem Gusseisen gefertigt sind, z. B. aus sphärolitischem
Gusseisen.
5. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die gegossenen Pressenrahmen (7) mit angegossenen, spannungsoptimierten Aufdickungen
(21) versehen sind.
6. Presse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressenrahmen (7) einseitig oder beidseitig mit das Rahmenfenster (17) vollständig
umgebenden, spannungsoptimierten Aufdickungen (21) versehen sind.
7. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gegossenen Pressenrahmen (7) mit angegossenen Befestigungsansätzen (19) versehen
sind, mit denen die Pressenrahmen (7) im Zuge der Montage der Presse an Pressenlängsträgern
(8, 9) befestigbar und/oder die Pressenrahmen (7) untereinander verbindbar sind.
8. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die gegossenen Pressenrahmen (7) mit angegossenen Montageansätzen (20) versehen sind,
an denen Pressenkomponenten, z. B. Presszylinder (10) montierbar sind und/oder an
denen Verbindungselemente (18) zur Verbindung der Pressenrahmen miteinander befestigbar
sind.
9. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressenrahmen (7) als einstückige Einzelrahmen ausgebildet sind oder dass mehrere
Pressenrahmen, z. B. paarweise zwei Pressenrahmen, als Mehrfachrahmen zu einem einstückigen
Rahmengussteil zusammengefasst sind.
10. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in die Rahmengussteile (7) Zylindergehäuse (11) für die Presszylinder (10) eingearbeitet
sind.
11. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die endlos umlaufenden Stahlpressbänder
(3) über Einlaufwalzen (15) und Auslaufwalzen (16) geführt sind, wobei obere und untere
Einlaufwalzen (15) in einem Einlaufwalzenständer (13) und die oberen und unteren Auslaufwalzen
(16) in einem Auslaufwalzenständer (14) gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufwalzenständer (13) und/oder der Auslaufwalzenständer (14) jeweils von
einem oder mehreren Ständergussteilen gebildet werden oder mit einem oder mehreren
Ständergussteilen, z. B. Ständer-Seitenteilen ausgerüstet sind.