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(11) |
EP 2 527 286 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.2015 Patentblatt 2015/28 |
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Anmeldetag: 16.05.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Kran mit Überlastsicherung
Crane with overload protection
Grue avec protection contre les surcharges
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
27.05.2011 DE 102011105819
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.11.2012 Patentblatt 2012/48 |
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Patentinhaber: Liebherr-Werk Nenzing GmbH |
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6710 Nenzing (AT) |
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Erfinder: |
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- Kräutler, Wilhelm, Ing.
6842 Koblach (AT)
- Schobesberger, Eugen, DI
6832 Röthis (AT)
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Vertreter: Laufhütte, Dieter et al |
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Lorenz-Seidler-Gossel
Widenmayerstrasse 23 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 052 413 US-A- 3 690 387 US-A- 5 062 266
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EP-A2- 2 280 191 US-A- 4 100 973 US-B1- 6 505 574
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kran, insbesondere Offshore-Kran, mit einem Drehwerk
und einem hydraulischen Drehwerksantrieb, wobei das Drehwerk über ein durch den hydraulischen
Drehwerksantrieb aufgebrachtes Haltemoment in seiner Position gehalten wird.
[0002] Krankonstruktionen sind regelmäßig für ein bestimmtes maximal zulässiges Lastmoment
ausgelegt. Ein Überschreiten dieses zulässigen Lastmomentes kann zu einer erheblichen
Gefährdung für das Auslegersystem sowie sonstiger Kranbestandteile führen und dauerhafte
Schäden an der gesamten Krankonstruktion hervorrufen. Daher besitzen Krane üblicherweise
eine Überlastsicherung, die bei einem Überschreiten der zulässigen Kräfte auf die
Krankonstruktion ein Abschalten des Kranbetriebs bewirkt.
[0003] Insbesondere bei Offshore-Kranen können aufgrund des Bewegungsprofils der zu hebenden
Last schlagartige Änderungen des anliegenden Lastmomentes auftreten, die eine besondere
Ausgestaltung der Überlastsicherung verlangen, da ein bloßes Abschalten der Kranantriebe
speziell bei den im Offshore-Betrieb auftretenden Lastfälle zu einer Zerstörung der
Krankonstruktion führt. Besonders gefährlich ist hier das Be- und Entladen eines Schiffs,
das nicht bei ruhigem Wasser im Hafen, sondern bei höherem Seegang durchgeführt wird.
Verhängt der Lasthaken eines auf einer Offshore-Plattform stehenden Krans am Versorgungsschiff,
kommt es zu einer Überbelastung des Krans, wenn das Versorgungsschiff in ein Wellental
absinkt. Die auftretenden Lasten würden zu einer Zerstörung des Krans führen, wenn
die Überlastsicherung lediglich die Stellantriebe des Krans außer Betrieb setzt. Um
einen Zerstörung des Krans in solchen Fällen zu verhindern, muß das Hubseil nachgelassen
werden.
[0004] Derartige Überlastsicherungen berücksichtigen allerdings nur die vertikale Bewegung
der Last während des Kranbetriebs. So wird beispielsweise die auf einem Schiff liegende
Last durch die Wellenbewegung des Meeres gegebenenfalls zusätzlich zur vertikalen
Bewegung auch in horizontaler Richtung bewegt, wodurch das Schiff bzw. die Last seitlich
zum Kran driftet. Auch eine seitliche Bewegung kann ein gefährliches Lastmoment auf
die verwendete Krankonstruktion, insbesondere auf das Drehwerk und auf den Ausleger
bewirken. Ein Kran gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus
US 3 690 387 A bekannt. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Überlastsicherung
für einen Kran unter Berücksichtigung der voranstehenden Problematik weiterzubilden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Kran, insbesondere Offshore-Kran, mit einem Drehwerk
und einem hydraulischen Drehwerksantrieb gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Der Drehwerksantrieb bringt in an sich bekannter Art und Weise ein Drehmoment auf
das Krandrehwerk auf, um eine Drehbewegung des Krans um eine vertikal stehende Drehachse
zu bewirken. Üblicherweise wird durch den hydraulischen Drehwerksantrieb ein Haltemoment
auf das Drehwerk eingebracht, um dieses in der gewünschten Position festzuhalten.
[0006] Der grundlegende Gedanke der Erfindung besteht nun darin, daß aufgebrachte Haltemoment
zu regulieren, um ein Überschreiten des maximal zulässigen Lastmomentes am Drehwerk
aufgrund der Lastbewegung zu verhindern. Übersteigt das durch die Last bewirkte Moment
am Drehwerk das eingestellte Haltemoment, so führt dies zu einer Drehbewegung des
Auslegersystems und einer Entlastung der gesamten Kranstruktur. Die Bestimmung des
maximal zulässigen Lastmomentes erfolgt in Abhängigkeit der Ausladung und/oder der
Position des Kranhakens.
[0007] Der Kran sieht hierzu eine Überlastsicherung vor, die wenigstens ein Erfassungsmittel
zur Erfassung der Ausladung und/oder Position des Kranhakens und wenigstens ein Druckentlastungsventil
aufweist. Erfindungsgemäß ist die Überlastsicherung derart ausgeführt, so daß über
wenigstens ein Druckentlastungsventil der am hydraulischen Drehwerksantrieb anliegende
Systemdruck und folglich das resultierende Haltemoment am Drehwerksantrieb in Abhängigkeit
von der Ausladung und/oder der Position des Kranhakens regulierbar ist.
[0008] Das maximal auftretende Moment am Drehwerk kann durch die Drehbewegung begrenzt werden,
wodurch sich potentielle Schäden am Ausleger verhindern lassen. Beispielsweise führt
ein Schrägzug einer angehängten Last zu einer Drehbewegung des Drehwerks, falls das
Maximalmoment, also das durch den Krandrehwerkantrieb bestimmte Haltemoment, überschritten
wird. Insbesondere wird das regulierbare Haltemoment am Drehwerk in Abhängigkeit von
der Ausladung und/oder Position des Hakens reduziert.
[0009] Beispielsweise kann es vorgesehen sein, daß im nicht geöffneten Zustand des oder
der Druckentlastungsventile das Haltemoment über die Druckeinstellung einer mit der
Systemdruckleitung verbundenen Hydraulikpumpe definiert ist. Ist eine Reduzierung
des Haltemomentes am Drehwerksantrieb aufgrund der Ausladung und/oder Position des
Hakens beabsichtigt, so läßt sich durch zumindest teilweises Öffnen des oder der Druckentlastungsventile
der Druck in der Systemdruckleitung reduzieren. Vorzugsweise sind das oder die Druckentlastungsventile
derart angeordnet, um im geöffneten Zustand einen Kurzschluss zwischen Hoch- und Niederdruckleitung
zum Drehwerksantrieb zu schalten. Der Öffnungsgrad des oder der Druckentlastungsventile
bestimmt sodann die Durchflußmenge innerhalb des Kurzschlusses und folglich den Grad
der Druckreduzierung im Hochdruckkreislauf.
[0010] In einer besonders vorteilhaften Ausführung der Erfindung umfaßt die Überlastsicherung
wenigstens ein Druckbegrenzungsventil, insbesondere ein proportional ansteuerbares
Druckbegrenzungsventil. Der Ausgangsdruck des Druckbegrenzungsventils wird dabei als
Steuerdruck auf wenigstens ein oder vorzugsweise alle Druckentlastungsventile geschaltet.
Demnach läßt sich über das Druckbegrenzungsventil der jeweilige Öffnungsgrad des oder
der Druckbegrenzungsventile ausregeln.
[0011] Vorzugsweise ist das Druckbegrenzungsventil regelbar ausgeführt und die Überlastsicherung
bzw. die Steuereinheit der Überlastsicherung regelt in Abhängigkeit der erfaßten Ausladung
und/oder der Position des Kranhakens den Ausgangsdruck des Druckbegrenzungsventils
und folglich den anliegenden Steuerdruck an wenigstens einem Druckentlastungsventil.
Der Systemdruck bzw. das resultierende Haltemoment am Drehwerksantrieb sind demnach
über das regelbare Druckbegrenzungsventil in Abhängigkeit der erfaßten Ausladung und/oder
der Position des Kranhakens regulierbar.
[0012] Weiterhin kann vorgesehen sein, daß die Steuerleitung wenigstens eines oder aller
Druckentlastungsventile über mindestens ein Rückschlagsventil mit der Systemdruckleitung
des Drehwerkantriebs verbunden ist. Vorzugsweise ist die Steuerleitung über wenigstens
ein Rückschlagventil mit der Zuführung der Systemdruckleitung zum hydraulischen Drehwerksantrieb
sowie über wenigstens ein Rückschlagventil mit der Rückführung der Systemdruckleitung
verbunden.
[0013] Der hydraulische Drehwerksantrieb umfaßt vorzugsweise wenigstens einen Hydromotor
zur Ausführung einer Drehbewegung des Drehwerksantriebs. Zweckmäßig kann es sein,
daß die erforderliche Haltekraft am Drehwerksantrieb durch das Antriebmoment des Hydromotors
erzeugt wird. Die vorliegende Erfindung sieht daher eine entsprechende Ansteuerung
des Hydromotors über den vorliegenden Systemdruck vor, um das anliegende Haltemoment
in Abhängigkeit der Ausladung und/oder Position des Hakens zu regulieren.
[0014] Darüber hinaus kann eine hydraulische Feststellbremse vorgesehen sein, die zusätzlich
zum Hydromotor ein entsprechendes Haltemoment auf dem Drehwerksantrieb aufbringt.
Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung des Drehwerksantriebs nimmt die erfindungsgemäße
Überlastsicherung eine entsprechende Regulierung des Steuerdrucks vor, um das gewünschte
Haltemoment über den Drehwerksantrieb aufzubringen.
[0015] So kann es zweckmäßig sein, daß zusätzlich zur ausladungs- und positionsabhängigen
Regulierung des Haltemoments ein benutzerdefiniertes maximales Grenzhaltemoment in
die Ansteuerung wenigstens eines Druckentlastungsventils einfließt. Besonders bevorzugt
wird ein derartiger Grenzwert bei der Ansteuerung des proportionalen Druckbegrenzungsventils
berücksichtigt.
[0016] Das Druckbegrenzungsventil kann grundsätzlich verschieden ausgebildet und angeordnet
sein. Es kann vorgesehen sein, daß die Ablassseite des Druckbegrenzungsventils mit
einem Tank des Systems verbunden ist.
[0017] Das oder die Druckentlastungsventile können selbst verschiedene Ausbildungen besitzen.
Nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung kann mindestens ein Druckentlastungsventil
als Ventilpatrone bzw. sogenanntes Cartridgeventil ausgebildet sein.
[0018] Ferner kann die Überlastsicherung des Krans in Weiterbildung der Erfindung ein Schaltventil
umfassen, das nur im energiebeaufschlagten Zustand die Überlastsicherungsfunktion
aktiviert. Beispielsweise kann im nicht energiebeaufschlagten Zustand das Druckentlastungsventil
gesperrt sei, indem die Druckleitung zwischen Druckbegrenzungs- und Druckentlastungsventil
gesperrt ist.
[0019] Dem Schaltventil kann eine Wegerfassungseinrichtung, insbesondere eine Schaltstellungsüberwachung
zugeordnet sein, die die Schaltstellung des Schaltventils überwacht und somit eine
Fehlerdetektion ermöglicht.
[0020] Die vollständige Überlastsicherung des Krans ist nicht auf die Regulierung des Haltemomentes
am Drehwerk begrenzt. Die erfindungsgemäße Überlastsicherung kann grundsätzlich weitere
Momente und Kräfte am Kransystem messen, überwachen und gegebenenfalls die einzelnen
Kranantriebe passend ansteuern, wie beispielsweise eine geregelte Ansteuerung des
Hubwindenantrieb zur Auslassung des Hubseils im Überlastfall.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und
zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung eines auf einer Offshore-Plattform installierten Offshore-Krans
mit einer Überlastsicherung nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung und
- Figur 2:
- eine schematische Darstellung der Schaltung der hydraulischen Komponenten der Überlastsicherung
des Krans aus Figur 1.
[0022] Der in Figur 1 gezeichnete Kran 10 ist mittels eines Drehwerks 30 um eine vertikale
Achse A drehbar auf einer Offshore-Plattform 20 gelagert. Er besitzt einen um eine
horizontale Wippachse wippbaren Ausleger 40, über dessen Spitze ein Hubseil 50 abläuft,
das zur Aufnahme der auf dem Schiff 90 gelagerten Last 100 dient. Das Hubseil 50 kann
mittels einer Hubwinde abgelassen und eingeholt werden.
[0023] Der abgebildete Kran 10 ist mit einer Überlastsicherung ausgestattet, die bei einer
Änderung des Lastmomentes eine Gefährdung für den Ausleger 40 des Krans 10 vermeiden
und die gesamte Kranstruktur gegen Beschädigungen schützen soll. Die Überlastsicherung
umfaßt hierzu eine Steuereinrichtung, die mit einer Lasthakenpositionserfassungseinrichtung
verbunden ist, die einerseits die jeweils auf den Kran 10 wirkende Last sowie andererseits
die jeweilige Position des Lasthakens bzw. der angehängten Last 100 erfaßt.
[0024] Darüber hinaus umfaßt die Überlastsicherung einen Ausladungssensor, der die Ausladung
des Krans 10, d. h. den horizontalen Abstand des von der Spitze des Auslegers 40 ablaufenden
Hubseils 50 von der vertikalen Drehachse A des Krans 10 erfaßt und der Steuereinheit
der Überlastsicherung mitteilt.
[0025] Durch die erfindungsgemäße Überlastsicherung soll das Moment am Drehwerk 30 begrenzt
werden, um potentielle Schäden am Ausleger 40 zu verhindern. Beispielsweise kann der
durch eine unvorhergesehene Bewegung des Schiffes 90 hervorgerufene Schrägzug des
Hubseils 50 zu einem unzulässigen Lastmoment auf die Kranstruktur, insbesondere auf
das Drehwerk 30 führen. Eine Entlastung der Kranstruktur soll nun erfindungsgemäß
durch eine situationsabhängige Anpassung des durch den Drehwerkantrieb aufgebrachten
Haltemomentes erzielt werden, um eine Drehbewegung des Krans 10 um die vertikal stehende
Drehachse A im Überlastfall zu gewähren. Das maximal zulässige Moment auf das Drehwerk
30 ist dabei abhängig von der Auslegung bzw. der Position des Kranhakens am Hubseil
50.
[0026] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung der Schaltung zur Ansteuerung des Drehwerks
30. Wie der Figur im Einzelnen zu entnehmen ist, umfaßt der hydraulische Schaltkreis
den Hydromotor 110, der über den Zu- und Rückführung der Systemdruckleitungen 120,
120' mit dem gewünschten Druck beaufschlagt wird, um eine entsprechende Drehbewegung
des Krans 10 um die Drehachse A zu bewirken. Die Durchflußrichtung bestimmt dabei
die Drehrichtung des Hydromotors 110. Ferner wird über die Systemdruckleitungen 120,
120' ein definierbares Haltemoment eingestellt, mit dem der Hydromotor 110 das Drehwerk
30 während der Kranarbeit in Position hält. Das Druckniveau in den Systemdruckleitungen
120, 120' wird in der Regel über eine in der Figur 2 nicht dargestellte Hydraulikpumpe
bestimmt.
[0027] Wie Figur 2 weiterhin zeigt, ist die Vorlaufseite 120 der Steuerdruckleitung des
Hydromotors 110 mit einem Druckentlastungsventil 130 geschaltet, das in der gezeichneten
Ausführungsform eine sogenanntes Cartridge-Druckventil ist und eingangsseitig mit
der Spesedruckleitung 120' des Hydromotors 110 verbunden ist. Zusätzlich ist ein weiteres,
gegebenenfalls identisch aufgebautes Druckentlastungsventil 130' vorgesehen, das eingangsseitig
mit der Systemdruckleitung 120 und ausgangsseitig mit der Systemdruckleitung 120'
des Hydromotors 110 in Verbindung steht. Im geöffneten Zustand der beiden Druckentlastungsventile
130, 130' sind die zu- sowie rückführenden Systemdruckleitungen 120, 120' kurz geschlossen,
so daß Drucköl von der zuführenden Seite 120 auf die rückführende Seite 120' strömen
kann und hierdurch der Hydromotor 110 und folglich das Drehwerk 30 unter einem vorbestimmten
Widerstand um die Drehachse A drehbar ist.
[0028] Das Öffnen der Druckentlastungsventile 130, 130' wird hydraulisch über ein proportionales
Druckbegrenzungsventil 140 gesteuert, das eingangsseitig mit dem Hydrauliktank 160
verbunden ist und dessen variabler Ausgangsdruck den anliegenden Steuerdruck an den
beiden Druckentlastungsventilen 130, 130' bestimmt. Das Proportionaldruckbegrenzungsventil
140 wird dabei von der Steuereinrichtung der Überlastsicherung in Abhängigkeit der
vom Ausladungssensor erfaßten Ausladung des Krans 10 sowie der von der Lasthakenpositionserfassungseinrichtung
bestimmten Position des Kranhakens angesteuert, so daß das Öffnen der beiden Druckentlastungsventile
130, 130' und damit der an den Speisdruckleitungen 120, 120' anliegende Systemdruck
in Abhängigkeit der Kranausladung sowie der Kranhakenposition bzw. des damit jeweils
zugelassenen Grenzmomentes am Drehwerk bestimmt wird.
[0029] In Weiterbildung der Erfindung kann das Proportionaldruckbegrenzungsventil 140 durch
einen Regler 141 geregelt werden. Insbesondere wird dabei das Proportionalventil 140
derart automatisch geregelt, daß das vom Drehwerksantrieb gemessene Haltemoment der
zugelassenen Kranbelastung entspricht.
[0030] Zusätzlich zeigt Figur 2 ein 2/2-Wegeventil 150, das in der Steuerdruckleitung zwischen
dem Proportionaldruckbegrenzungsventil 140 und den beiden Druckentlastungsventilen
130, 130' eingebunden ist. Dieses Wegeventil 150 ist derart ausgebildet, daß es für
einen geschalteten Durchfluß energiebeaufschlagt werden muß.
[0031] Nur in dieser Schaltstellung ist eine Betätigung der beiden Druckentlastungsventile
130, 130' über das Druckbegrenzungsventil 140 überhaupt möglich. Im nicht geschalteten
Zustand ist demgegenüber die Ausgangsleitung des Druckbegrenzungsventils 140 gesperrt,
das Druckniveau in den Systemdruckleitungen 120, 120' des Hydromotors 110 wird folglich
ausschließlich von der nicht dargestellten Hydraulikpumpe bestimmt. Folglich läßt
sich die Funktion der Überlastsicherung über das Wegeventil 150 bequem an- und abschalten.
[0032] Zusätzlich umfaßt das Schaltventil 150 einen Stellungssensor bzw. Schalter 151, der
die Stellung des Schalters 150 angibt und vom System kontrolliert wird, so daß eine
Fehlerüberwachung ermöglicht ist.
[0033] Die Überlastsicherung kann beispielsweise deaktiviert sein, wenn sich der Lasthaken
oberhalb der Plattform 20 befindet. Andererseits kann die Überlastsicherung dann aktiviert
werden und das Haltemoment am Drehwerk 30 abhängig von der Ausladung und Position
des Hakens reduziert werden, wenn sich der Lasthaken unterhalb oder außerhalb der
Plattform 20 in einer Stellung befindet, die ein erhöhtes Gefährdungspotential für
das Auslegersystem bzw. den Kran 10 bedeuten könnte.
1. Kran, insbesondere Offshore-Kran, mit einem Drehwerk (30) und einem hydraulischen
Drehwerksantrieb, wobei das Drehwerk (30) über ein durch den hydraulischen Drehwerksantrieb
aufgebrachtes Haltemoment in seiner Position gehalten wird, wobei eine Überlastsicherung
mit wenigstens einem Druckentlastungsventil vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlastsicherung wenigstens einem Erfassungsmittel zur Erfassung der Ausladung
und/oder Position des Kranhakens aufweist, wobei über das wenigstens eine Druckentlastungsventil
(130; 130') der am hydraulischen Drehwerksantrieb anliegende Systemdruck in Abhängigkeit
von der Ausladung und/oder der Position des Kranhakens regulierbar ist.
2. Kran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im nicht geöffneten Zustand des oder der Druckentlastungsventile (130, 130') das
Haltemoment über die Druckeinstellung einer mit der Systemdruckleitung (120, 120')
verbundenen Hydraulikpumpe definiert ist und im geöffneten Zustand des oder der Druckentlastungsventile
(130, 130') die Zu- und Rückführung der Systemdruckleitung (120, 120') zum Drehwerksantrieb
kurzgeschlossen wird.
3. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlastsicherung wenigstens ein Druckbegrenzungsventil (140), insbesondere ein
proportionales Druckbegrenzungsventil, aufweist, dessen Ausgangsdruck als Steuerdruck
auf wenigstens ein oder alle Druckentlastungsventile (130, 130') geschaltet ist.
4. Kran nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckbegrenzungsventil (140) regelbar ist und die Überlastsicherung in Abhängigkeit
der erfaßten Ausladung und/oder Position des Kranhakens den Steuerdruck wenigstens
eines oder aller Druckentlastungsventile (130, 130') über das Druckbegrenzungsventil
(140) reguliert.
5. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleitung wenigstens eines oder aller Druckentlastungsventile (130, 130')
über mindestens ein Rückschlagventil mit der Systemdruckleitung (120, 120') des Drehwerkantriebs
verbunden ist, insbesondere über jeweils ein Rückschlagventil mit der Zu- und Rückführung
der Systemdruckleitung (120, 120') des hydraulischen Drehwerksantriebs verbunden ist.
6. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulische Drehwerksantrieb wenigstens einen Hydromotor (110) und wenigstens
eine hydraulische Feststellbremse aufweist, die einzeln oder in Kombination das Haltemoment
aufbringen.
7. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Systemdruck in Abhängigkeit eines definierbaren Grenzhaltemomentes einstellbar
ist.
8. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Druckentlastungsventil (130; 130') in Cartridgebauweise ausgeführt
ist.
9. Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Schaltventil (150) vorgesehen ist, daß im nicht angesteuerten Zustand
wenigstens ein Druckbegrenzungsventil (140) von wenigstens einem oder allen Druckentlastungsventilen
absperrt.
10. Kran nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltventil (150) wenigstens ein Schaltstellungsüberwachungsmittel aufweist.
1. A crane, in particular an offshore crane, having a slewing gear (30) and a hydraulic
slewing gear drive, wherein the slewing gear (30) is held in its position via a holding
torque applied by the hydraulic slewing gear drive,
wherein an overload safety device is provided having at least one pressure relief
valve,
characterized in that
the overload safety device has at least one detection means for detecting the outreach
and/or the position of the crane hook,
wherein the system pressure applied to the hydraulic slewing gear drive can be regulated
via the at least one pressure relief valve (130; 130') in dependence on the outreach
and/or on the position of the crane hook.
2. A crane in accordance with claim 1, characterized in that in the non-opened state of the pressure relief valve or valves (130, 130') the holding
torque is defined by the pressure setting of a hydraulic pump connected to the system
pressure line (120, 120') and in the open state of the pressure relief valve or valves
(130, 130') the feed and backflow of the system pressure line (120, 120') is bypassed
to the slewing gear drive.
3. A crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the overload safety device has at least one pressure limiting valve (140), in particular
a proportional pressure limiting valve, whose outlet pressure is switched as a control
pressure to at least one or all pressure relief valves (130, 130').
4. A crane in accordance with claim 3, characterized in that the pressure limiting valve (140) can be regulated and the overload safety device
regulates the control pressure of at least one or all pressure relief valves (130,
130') via the pressure limiting valve (140) in dependence on the detected outreach
and/or position of the crane hook.
5. A crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the control line of at least one or all pressure relief valves (130, 130') is connected
to the system pressure line (120, 120') of the slewing gear drive via at least one
check valve, is in particular connected to the feed and backflow of the system pressure
line (120, 120') of the hydraulic slewing gear drive via a respective check valve.
6. A crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the hydraulic slewing gear drive has at least one hydraulic motor (110) and at least
one hydraulic holding brake which apply the holding torque singly or in combination.
7. A crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the system pressure can be set in dependence on a definable limit holding torque.
8. A crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that at least one pressure relief valve (130; 130') is designed in cartridge construction.
9. A crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that at least one on/off valve (150) is provided which blocks at least one pressure limiting
valve (140) of at least one or all pressure relief valves in the non-controlled state.
10. A crane in accordance with claim 9, characterized in that the on/off valve (150) has at least one switch position monitoring means.
1. Grue, en particulier grue offshore, comprenant un dispositif de rotation (30) et un
entraînement hydraulique de dispositif de rotation, le dispositif de rotation (30)
étant maintenu dans sa position par le biais d'un couple de maintien appliqué par
l'entraînement hydraulique de dispositif de rotation,
une protection contre les surcharges comprenant au moins une soupape de décharge étant
prévue, caractérisée en ce que
la protection contre les surcharges comporte au moins un moyen de détection destiné
à détecter la portée et/ou la position du crochet de grue,
la pression du système présente au niveau de l'entraînement hydraulique de dispositif
de rotation pouvant être régulée par le biais d'au moins une soupape de décharge (130,
130') en fonction de la portée et/ou de la position du crochet de grue.
2. Grue selon la revendication 1, caractérisée en ce que dans l'état non ouvert de la ou des soupapes de décharge (130, 130'), le couple de
maintien est défini par le biais du réglage de la pression d'une pompe hydraulique
reliée à la conduite de pression du système (120, 120') et dans l'état ouvert de la
ou des soupapes de décharge (130, 130'), l'alimentation et le retour de la conduite
de pression du système (120, 120') vers l'entraînement de dispositif de rotation sont
court-circuités.
3. Grue selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la protection contre les surcharges comporte au moins une soupape de limitation de
pression (140), en particulier une soupape de limitation de pression proportionnelle,
dont la pression de sortie est branchée en tant que pression de commande sur au moins
une ou toutes les soupapes de décharge (130, 130').
4. Grue selon la revendication 3, caractérisée en ce que la soupape de limitation de pression (140) peut être régulée et la protection contre
les surcharges régule la pression de commande d'au moins une ou de toutes les soupapes
de décharge (130, 130') par le biais de la soupape de limitation de pression (140)
en fonction de la portée et/ou de la position du crochet de grue détectée(s).
5. Grue selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la conduite de commande d'au moins une ou de toutes les soupapes de décharge (130,
130') est reliée à la conduite de pression du système (120, 120') de l'entraînement
de dispositif de rotation par le biais d'au moins une soupape anti-retour, en particulier
à l'alimentation et au retour de la conduite de pression du système (120, 120') de
l'entraînement hydraulique de dispositif de rotation par le biais respectivement d'une
soupape anti-retour.
6. Grue selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'entraînement hydraulique de dispositif de rotation comporte au moins un moteur
hydraulique (110) et au moins un frein de stationnement hydraulique, qui appliquent
le couple de maintien individuellement ou en combinaison.
7. Grue selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la pression du système peut être réglée en fonction d'un couple de maintien limite
définissable.
8. Grue selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une soupape de décharge (130, 130') est réalisée dans une construction à
cartouche.
9. Grue selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une soupape de commande (150) est prévue, qui dans l'état non activé sépare
au moins une soupape de limitation de pression (140) d'au moins une ou toutes les
soupapes de décharge.
10. Grue selon la revendication 9, caractérisée en ce que la soupape de commande (150) comporte au moins un moyen de surveillance de position
de commutation.


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