[0001] Die Erfindung betrifft einen Leuchtmittel-Aufnahmekanal zur Aufnahme von Leuchtmitteln
einer Leuchte, der mehrere, längs einer Reihe angeordnete, U-förmige Segmente aufweist,
wobei jeweils zwei benachbarte Segmente relativ zueinander beweglich miteinander verbunden
sind. Außerdem bezieht sich die Erfindung auf eine Leuchte mit einem derartigen Leuchtmittel-Aufnahmekanal.
[0002] Ein derartiger Leuchtmittel-Aufnahmekanal lässt sich aufgrund der Beweglichkeit zwischen
den Segmenten insgesamt krümmen, so dass er sich insbesondere für eine Leuchte mit
einem entsprechend länglichen, gekrümmten Abstrahlbereich eignet.
[0003] Aus der Schrift
EP 2 243 998 A1 ist ein derartiger Leuchtmittel-Aufnahmekanal in Form einer Befestigungsvorrichtung
für Leuchteneinheiten in einer Einbauöffnung bekannt. Hierbei sind die einzelnen Segmente
jeweils über Flanschbereiche miteinander verbunden, wobei die Flanschbereiche Biegelinien
aufweisen, durch welche die Relativbewegungen zwischen den einzelnen Segmenten ermöglicht
sind. Das Leuchtengehäuse ist vergleichsweise aufwändig in der Herstellung; außerdem
ist die Bewegungsmöglichkeit zwischen den Segmenten nur in begrenzter Weise gegeben,
nämlich jeweils um eine Schwenkachse.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen entsprechend verbesserten Leuchtmittel-Aufnahmekanal
bzw. eine entsprechend verbesserte Leuchte anzugeben; insbesondere soll bei insgesamt
guten Beweglichkeitseigenschaften eine besonders einfache Herstellung ermöglicht sein.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den in den unabhängigen Ansprüchen angegebenen
Gegenständen gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0006] Gemäß der Erfindung ist ein Leuchtmittel-Aufnahmekanal zur Aufnahme von Leuchtmitteln
einer Leuchte vorgesehen, der mehrere, längs einer Reihe angeordnete, U-förmige Segmente
aufweist, wobei jeweils zwei benachbarte Segmente relativ zueinander beweglich miteinander
verbunden sind. Die Segmente sind Gussteile.
[0007] Durch die Ausbildung der Segmente als Gussteile ist eine besonders einfache Herstellung
ermöglicht. Außerdem lässt sich der Kanal auf diese Weise mit besonders guten Beweglichkeitseigenschaften
realisieren.
[0008] Vorzugsweise bestehen die Segmente aus Kunststoff; insbesondere können sie Kunststoff-Spritzgussteile
sein. Hierdurch weisen die Segmente eine gewisse Eigenflexibilität auf, wodurch die
Beweglichkeit des gesamten Leuchtmittel-Aufnahmekanals verbessert ist.
[0009] Alternativ können die Segmente vorteilhaft aus Aluminium bestehen; insbesondere können
sie Aluminium-Druckgussteile sein.
[0010] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Leuchtmittel-Aufnahmekanal zur
Aufnahme von Leuchtmitteln einer Leuchte vorgesehen, der mehrere, längs einer Reihe
angeordnete, U-förmige Segmente aufweist, wobei jeweils zwei benachbarte Segmente
relativ zueinander beweglich miteinander verbunden sind. Es kann sich dabei auch um
einen Leuchtmittel-Aufnahmekanal mit den oben genannten Merkmalen handeln. Dabei ist
der Leuchtmittel-Aufnahmekanal derart gestaltet, dass jeweils zwei benachbarte Segmente
lediglich über eine Rastverbindung miteinander verbunden sind. Hierdurch lässt sich
eine besonders gute Beweglichkeit erzielen.
[0011] Dabei weisen vorteilhaft die U-förmigen Segmente jeweils zwei U-Schenkel auf, sowie
einen, die beiden U-Schenkel verbindenden Verbindungsschenkel, wobei die Rastverbindung
ein Rastelement aufweist, das an einem der bzw. an dem betreffenden Verbindungsschenkel
angeordnet ist. Vorteilhaft weist das Rastelement in einem Schnitt betrachtet Außenbegrenzungen
auf, die eine Kreislinie festlegen. Hierdurch ist eine Drehbeweglichkeit der beiden
betreffenden Segmente um eine Achse parallel zu den beiden U-Schenkeln ermöglicht.
[0012] Vorzugsweise ist an jedem der U-Schenkel jeweils ein Arm angeordnet, der derart gestaltet
ist, dass er in ein benachbartes Segment eingreift. Hierdurch ist eine gegenseitige
Führung und Bewegungsbegrenzung der betreffenden beiden Segemente ermöglicht.
[0013] Vorzugsweise weist jedes der Segmente ein Überlappungselement auf, das derart gestaltet
ist, dass es in ein benachbartes Segment eingreift oder ein benachbartes Segment umgreift.
Auf diese Weise lässt sich der Leuchtmittel-Aufnahmekanal insbesondere so gestalten,
dass der im Querschnitt U-förmige Kanal seitlich keine Spalten aufweist, sondern geschlossen
ist. Hierdurch ist der Innenraum des Kanals besonders gut geschützt. Der Leuchtmittel-Aufnahmekanal
eignet sich in diesem Fall besonders dazu, als Leuchtengehäuse oder zumindest als
Teil eines Leuchtengehäuses einer Anbauleuchte oder Pendelleuchte verwendet zu werden.
[0014] Vorzugsweise ist jedes der Segmente mit einem Aluminiumelement verbunden, das zur
Kühlung wenigstens eines der Leuchtmittel und/oder zur Halterung dieses Leuchtmittels
in dem Leuchtmittel-Aufnahmekanal ausgebildet ist. Hierdurch lässt sich eine effektive
Wärmeabfuhr des betreffenden Leuchtmittels erzielen, was insbesondere von Bedeutung
ist, wenn die Segmente aus Kunststoff bestehen und wenn es sich bei den Leuchtmitteln
um LEDs (LED: lichtemittierende Diode) handelt.
[0015] Vorzugsweise ist das Aluminiumelement U-förmig ausgebildet. Weiterhin vorzugsweise
ist das Aluminiumelement über eine Schnappverbindung mit dem jeweiligen Segment verbunden.
Hierdurch ist eine einfache Montage ermöglicht.
[0016] Vorzugsweise weist jedes Segment außerdem Verbindungselemente zur Halterung einer,
den Leuchtmittel-Aufnahmekanal abdeckenden lichtdurchlässigen Abdeckung auf. Hierdurch
ist eine einfache Montage der Abdeckung ermöglicht.
[0017] Weiterhin vorzugsweise weist wenigstens eines der Segmente, vorzugsweise jedes der
Segmente Haken auf, die zu einem, durch die U-Form festgelegten Innenbereich des betreffenden
Segments hin weisen. Hierdurch lassen sich zusätzliche Elemente leicht montieren.
Beispielsweise können die Haken einer Befestigung von Leuchteneinheiten dienen.
[0018] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Leuchte mit einem erfindungsgemäßen
Leuchtmittel-Aufnahmekanal vorgesehen. Dabei kann es sich nicht nur um eine Einbauleuchte
handeln, sondern insbesondere auch um eine Anbauleuchte oder um eine Pendelleuchte.
[0019] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf
die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Skizze eines Segments eines erfindungsgemäßen Leuchtmittel-Aufnahmekanals
von schräg unten,
- Fig. 2
- eine perspektivische Skizze des Segments von schräg oben,
- Fig. 3
- eine perspektivische Skizze des Leuchtmittel-Aufnahmekanals von schräg unten,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch ein Segment mit aufgesetzter Abdeckung,
- Fig. 5
- einen Querschnitt ohne aufgesetzte Abdeckung,
- Fig. 6
- eine Aufsicht-Darstellung,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht,
- Fig. 8
- eine perspektivische Skizze eines Halte- und Kühlelements für ein Leuchtmittel, und
zwar in Form eines Aluminiumelements, zur Anordnung in einem Segment,
- Fig. 9
- eine perspektivische Skizze zweier Segmente gemäß einer Variante des Leuchtmittel-Aufnahmekanals
von schräg unten und
- Fig. 10
- eine entsprechende Skizze von schräg oben.
[0020] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Skizze eines Segments 2 eines erfindungsgemäßen
Leuchtmittel-Aufnahmekanals von schräg unten, Fig. 2 eine entsprechende Skizze von
schräg oben. Der Leuchtmittel-Aufnahmekanal - im Folgenden auch kurz als Kanal bezeichnet
- ist beispielhaft insgesamt in Fig. 3 perspektivisch von schräg unten skizziert.
Der Leuchtmittel-Aufnahmekanal dient zur Aufnahme von Leuchtmitteln einer Leuchte
und umfasst mehrere, längs einer Reihe angeordnete, derartige Segmente 2. Insbesondere
kann der Kanal aus den Segmenten 2 bestehen bzw. gebildet sein.
[0021] In einem Querschnitt betrachtet - wie beispielhaft in den Figuren 4 und 5 gezeigt-weist
ein Segment 2 eine U-Form auf. Jeweils zwei benachbarte Segmente 2 sind relativ zueinander
beweglich miteinander verbunden, derart, dass durch die Reihe der Segmente 2 der Kanal
gebildet ist, der insgesamt länglich ist und dementsprechend ebenfalls einen U-förmigen
Querschnitt aufweist. Dementsprechend erstreckt sich der Kanal normal zu der Ebene
des Querschnitts eines betrachteten Segments 2, in dem dieses Segment 2 die U-Form
aufweist.
[0022] Ein durch die U-Form gebildeter Innenraum I dient zur Aufnahme der Leuchtmittel.
Eine Lichtabgabe kann somit durch den zwischen den freien Enden der U-Schenkel gebildeten
Freiraum erfolgen. Insbesondere kann eine - beispielhaft in Fig. 4 bezeichnete - lichtdurchlässige
Abdeckung 7 vorgesehen sein, die diesen Freiraum abdeckt und dabei vorzugsweise an
den freien Enden der U-Schenkel befestigt ist. Diese Abdeckung 7 ist dementsprechend
vorteilhaft ebenfalls länglich, so dass sie mehrere Segmente 2 übergreifend den gesamten
Kanal abdeckt oder zumindest einen länglichen Abschnitt des Kanals abdeckt.
[0023] In den Figuren 9 und 10 ist in analoger Weise eine Variante dargestellt, wobei zwei
benachbarte Segmente 2 skizziert sind, die entsprechend beweglich miteinander verbunden
sind. In Fig. 10 ist dabei beispielhaft die oben erwähnte Querschnittebene E bezeichnet,
in der ein betrachtetes Segment 2 die U-Form aufweist. Ein Leuchtmittel-Aufnahmekanal
gemäß der Verbindung kann insgesamt viele derartige Segmente 2 aufweisen, beispielsweise
mindestens zehn, vorzugsweise mindestens zwanzig. Durch die bewegliche Verbindung
zweier benachbarter Segmente 2 ist der Leuchtmittel-Aufnahmekanal insgesamt beweglich
und kann insbesondere gekrümmt werden, so dass er sich besonders zur Ausbildung eines
insgesamt länglichen, gekrümmten Lichtabgabebereichs eignet. Durch entsprechende Wahl
der Anzahl und Längserstreckung der Segmente 2 längs des Kanals lässt sich gezielt
Einfluss auf das Krümmungsverhalten des Leuchtmittel-Aufnahmekanals nehmen.
[0024] Vorzugsweise sind die Segmente 2 als Gussteile ausgebildet. Der Kanal kann also aus
einer Reihe einzelner Segmente 2 bestehen. Hierdurch ist eine besonders vorteilhafte,
erleichterte Herstellung des Leuchtmittel-Aufnahmekanals ermöglicht. Weiterhin vorzugsweise
bestehen die Segmente 2 aus Kunststoff; insbesondere können sie Kunststoff-Spritzgussteile
sein. Durch die Ausbildung in Form von Kunststoffteilen ist ermöglicht, dass die Segmente
2 eine gewisse Flexibilität in sich aufweisen, so dass eine Verformung des Leuchtmittel-Aufnahmekanals
insgesamt erleichtert ist.
[0025] Alternativ können die Segmente 2 aus Aluminium bestehen und beispielsweise als Aluminium-Druckgussteile
gestaltet sein.
[0026] Vorzugsweise ist der Leuchtmittel-Aufnahmekanal derart gestaltet, dass jeweils zwei
benachbarte Segmente 2 lediglich über eine - beispielhaft in Fig. 9 bezeichnete -
Rastverbindung 4 miteinander verbunden sind. Durch diese Ausgestaltung lässt sich
auf vergleichsweise einfache Weise erzielen, dass zwischen zwei Segmenten 2 eine Beweglichkeit
um mehrere Achsen ermöglicht ist.
[0027] Die U-förmigen Segmente 2 weisen also - wie in den Figuren 1 und 2 beispielhaft bezeichnet
- jeweils zwei U-Schenkel 6, 8 auf, sowie einen, die beiden U-Schenkel 6, 8 verbindenden
Verbindungsschenkel 10. Die Rastverbindung 4 weist vorteilhaft ein Rastelement 12
auf, das an dem entsprechenden Verbindungsschenkel 10, vorzugsweise mittig, angeordnet
ist. Bei der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsform ist das Rastelement
12 von dem Verbindungsschenkel 10 in ein Richtung abstehend angeordnet, die von den
beiden U-Schenkeln 6, 8 fort weist, mit Bezug auf die Zeichnung nach "oben". Bei der
in den Figuren 7 und 8 gezeigten Variante ist ein alternatives Rastelement 12' gezeigt,
das von dem Verbindungsschenkel 10 in den durch die U-Form gebildeten Innenraum I
des betreffenden Segments 2 weisend angeordnet ist bzw. nach "unten" weisend.
[0028] Wenn das Rastelement 12 in einem Schnitt betrachtet Außenbegrenzungen aufweist, die
eine Kreislinie festlegen, lässt sich durch die Rastverbindung 4 vergleichsweise einfach
eine Drehbewegung der beiden betreffenden Segmente 2 um eine zu den beiden U-Schenkeln
6, 8 parallel verlaufende Drehachse A ermöglichen. Bei dem Schnitt kann es sich also
insbesondere um einen Schnitt in einer weiteren Ebene normal zu der oben genannten
Querschnittebene E bzw. normal zu den beiden U-Schenkeln 6, 8 bzw. um einen Längsschnitt
handeln.
[0029] Um die Reihe der Segmente 2 zu bilden, weist in diesem Sinne vorzugsweise jedes Segment
2 das erwähnte Rastelement 12 auf, sowie außerdem eine Rastelement-Aufnahme 14, die
zur Aufnahme eines entsprechenden Rastelements 12 eines benachbarten Segments 2 und
dadurch zur Bildung einer der Rastverbindungen 4 ausgestaltet ist. Dabei stellt also
das Rastelement 12 eines bestimmten Segments 2 Teil einer ersten der Rastverbindungen
4 zu einem ersten benachbarten Segment 2 auf einer ersten Seite dar und die Rastelement-Aufnahme
14 Teil einer zweiten der Rastverbindungen 4 zu einem zweiten benachbarten Segment
2 auf einer der ersten Seite gegenüberliegenden, zweiten Seite.
[0030] In Fig. 6 ist das in Fig. 1 gezeigte Segment 2 von oben skizziert. Man erkennt die
Lagen des Rastelements 2 und der Rastelement-Aufnahme 14. Fig. 7 zeigt eine entsprechende
Ansicht von der Seite.
[0031] Bei der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsform können zur Bildung des Kanals
zwei zunächst voneinander getrennte Segmente 2 durch eine Relativbewegung normal zu
der Querschnittebene
E miteinander verbunden werden, so dass das Rastelement 12 des einen Segments rastend
in die Rastelement-Aufnahme 14 des anderen Segments eingreift. Vereinfacht formuliert
können also die beiden Segmente in Längsrichtung ineinander gesteckt werden. Bei der
in den Figuren 9 und 10 gezeigten Variante hingegen erfolgt die Verbindung zweier
Segmente 2 durch eine Bewegung in der Querschnittebene
E, und zwar längs der Achse
A.
[0032] Vorzugsweise ist an jedem der U-Schenkel 6, 8 jeweils ein Arm 16 angeordnet ist,
der derart gestaltet ist, dass er in ein benachbartes Segment 2 eingreift. Dabei ist
die Gestaltung vorzugsweise derart, dass die beiden Arme 16 federnd von innen gegen
die U-Schenkel des benachbarten Segments drücken. Hierdurch lässt sich eine Führung
der relativen Bewegung zwischen den beiden Segmenten 2 bewirken. (Die beiden in den
Figuren 9 und 10 gezeigten Zeichnungen sind Computer-generiert; sie geben die Verhältnisse
nicht exakt wieder. Die Arme 16 durchgreifen nicht - wie in den Zeichnungen dargestellt
- die U-Schenkel, sondern liegen vielmehr wie genannt, von innen an diesen Schenkeln
an.)
[0033] Bevorzugt weist jedes der Segmente 2 ein Überlappungselement 20 auf, das derart gestaltet
ist, dass es ein benachbartes Segment 2 umgreift oder in ein benachbartes Segment
eingreift. Hierdurch lässt sich der Leuchtmittel-Aufnahmekanal besonders gut so gestalten,
dass er seitlich geschlossen ist und somit den Leuchtmitteln besonders guten Schutz
bietet. Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass ein Segment 2 - wie in den Zeichnungen
dargestellt - jeweils zwei Überlappungselemente 20, 20' aufweist, und zwar ein erstes
Überlappungselement 20 zur Überlappung mit einem ersten benachbarten Segment 2 auf
einer ersten Seite und ein zweites Überlappungselement 20' zur Überlappung mit einem
zweiten benachbarten Segment 2 auf einer der ersten Seite gegenüberliegenden, zweiten
Seite. Bei der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsform ist das erste Überlappungselement
20 dazu ausgebildet, das betreffende benachbarte Segment 2 von außen zu umgreifen
und das zweite Überlappungselement 20' ist dazu ausgestaltet, in das betreffende benachbarte
Segment 2 von innen einzugreifen.
[0034] Vorzugsweise ist dabei die Gestaltung derart, dass das Überlappungselement 20 bzw.
das erste Überlappungselement 20 synergistisch mit den Armen 16 zusammenwirkt, und
zwar derart, dass die Arme 16 von innen an den U-Schenkeln 6, 8 des betreffenden benachbarten
Segments 2 anliegen und das Überlappungselement 20 von außen anliegt. Weiterhin können
Arme 16 an ihren freien Endbereichen mit Bezug auf die U-Form nach außen weisende
Haken 24 aufweisen, die mit entsprechenden Vorsprüngen 22 des benachbarten Segments
2 zusammenwirken, so dass hierdurch eine Bewegungsbegrenzung gebildet ist.
[0035] Vorteilhaft ist jedes der Segmente 2 mit einem Aluminiumelement 30, insbesondere
in Form einer Aluminium-Klammer, verbunden, wobei das Aluminiumelement 30 zur Kühlung
wenigstens eines der Leuchtmittel und/oder zur Halterung dieses Leuchtmittels in dem
Leuchtmittel-Aufnahmekanal ausgebildet ist. Ein derartiges Aluminiumelement eignet
sich besonders, wenn die Segmente nicht aus Aluminium bestehen, also beispielsweise
aus Kunststoff. Bei dem Leuchtmitteln kann es sich um Leuchtstoffröhren, aber insbesondere
auch um LEDs handeln. Im Fall von LEDs ist eine gute Wärmeabfuhr bei Betrieb besonders
wichtig; das Aluminiumelement ist hierbei besonders vorteilhaft, weil hierdurch eine
erhöhte Wärmeabfuhr durch den Kunststoff ermöglicht ist. In Fig. 8 ist beispielhaft
ein derartiges Aluminiumelement 30 gesondert gezeigt. Eine besonders effektive Wärmeabfuhr
ist ermöglicht, wenn das Aluminiumelement 30 U-förmig bzw. bügelförmig gestaltet ist.
Vorzugsweise ist die Form des Aluminiumelements 30 derart an die Form des Segments
2 angepasst, dass es sich im Innenraum
I des Segments 2 anordnen lässt, so dass die U-Schenkel des Aluminiumelements 30 parallel
zu den U-Schenkeln 6, 8 des Segments 2 ausgerichtet sind. Die Länge der U-Schenkel
des Aluminiumelements 30 kann etwa mindestens halb so groß sein wie die Länge der
U-Schenkel 6, 8 des Segments 2.
[0036] Eine besonders einfache Montage ist ermöglicht, wenn das Aluminiumelement 30 über
eine Schnappverbindung bzw. lediglich über eine Schnappverbindung an dem betreffenden
Segment 2, insbesondere an dem Verbindungsschenkel 10 des Segments 2 gehaltert ist.
Hierzu kann der Verbindungsschenkel 10 - wie in Fig. 1 beispielhaft gezeigt - nach
innen weisende Schnapphaken 32 aufweisen. Die Schnapphaken 32 erkennt man auch den
in den Figuren 4 und 5 gezeigten Querschnittdarstellungen.
[0037] Eine weitergehend verbesserte Wärmeabfuhr ist ermöglicht, wenn der Kanal zur Lichtabgabe
nach unten vorgesehen ist und die Segmente 2 an der Oberseite - also im Verbindungsschenkel
10 - Durchgangsöffnungen, insbesondere ausgebrochene Durchgangsöffnungen, zur Wärmeabfuhr
aufweisen.
[0038] Eine Verwendung von LEDs ermöglicht - im Gegensatz zu der Verwendung von Leuchtstofflampen
- einen kleineren Krümmungsradius des Kanals und außerdem eine besonders homogene
Ausleuchtung des Kanals, vom "Anfang" bis zum "Ende", denn Fassungen, wie sie bei
Leuchtstofflampen erforderlich sind, sind bei LEDs nicht notwendig. Bei Verwendung
von Leuchtstofflampen kann vorgesehen sein, die Lampen in den Grenzbereichen überlappen
zu lassen, um Dunkelstellen zu vermeiden. Vorzugsweise weist jedes Segment 2 außerdem
an den freien Endbereichen der beiden U-Schenkel 6, 8 Verbindungselemente 40 zur Halterung
der bereits erwähnten, den Leuchtmittel-Aufnahmekanal zumindest teilweise abdeckenden
lichtdurchlässigen Abdeckung 7 auf. Hierdurch ist eine einfache Montage der Abdeckung
7 ermöglicht. Vorzugsweise ist die Abdeckung 7 derart biegbar, dass sie sich auf einen
entsprechend gekrümmten Leuchtmittel-Aufnahmekanal abdeckend aufsetzen lässt. Dies
ist an sich aus dem Stand der Technik bekannt. Vorzugsweise ist die Abdeckung 7 diffus
lichtdurchlässig; sie kann als flexibles Diffusorband ausgebildet sein. Vorzugsweise
besteht die Abdeckung 7 aus Silikon. Die Abdeckung 7 kann insbesondere derart gestaltet
sein, dass aufgrund ihrer Lichtdurchlässigkeit Strukturen, die sich innerhalb des
Leuchtmittel-Aufnahmekanals befinden, von außen nicht oder nur schwer erkennen lassen.
[0039] Weiterhin vorzugsweise weist wenigstens eines der Segmente 2, vorzugsweise jedes
der Segmente 2 Haken 50 auf, die zu dem, durch die U-Form festgelegten Innenbereich
I des betreffenden Segments 2 hin weisen. Hierdurch lassen sich zusätzliche Elemente,
beispielsweise Leuchtstoffröhren, leicht montieren. (Die in den Figuren 7 und 8 gezeigte
Variante weist keine derartigen Haken auf.)
[0040] Bei der in den Figuren 1 bis 8 gezeigten Ausführungsform sind weiterhin Federelemente
60 vorgesehen, die außen am Verbindungssteg 10 angeordnet sind und dazu ausgestaltet
sind, derart auf das betreffende benachbarte Segment 2 zu wirken, dass sich die beiden
Segmente 2 relativ zueinander in einer Normalposition befinden, so dass keine Krümmung
des betreffenden Abschnitts des Leuchtmittel-Aufnahmekanals gegeben ist.
[0041] In Fig. 5 ist der Durchmesser
d eines Segments 2 im Querschnitt durch den Leuchtmittel-Aufnahmekanal bezeichnet,
in der Seitenansicht der Fig. 7 die Erstreckung
l der U-Schenkel 6, 8 in Längsrichtung des Leuchtmittel-Aufnahmekanals. Vorzugsweise
sind die Segmente 2 so "kurz" gestaltet, dass ihre Länge
l maximal so groß ist wie ihr Querschnitt-Durchmesser
d, dass also die Beziehung
l≤d gilt. Hierdurch lässt sich eine besonders gleichmäßig erscheinende Krümmung erzielen
bzw. bei einer entsprechenden Leuchte ein besonders gleichmäßig gekrümmt erscheinender
Lichtabgabebereich.
[0042] Wie erwähnt, eignet sich der Leuchtmittel-Aufnahmebereich besonders gut als Teil
einer Leuchte, weil hierdurch auf vergleichsweise einfache Weise ein gekrümmter Lichtabgabebereich
gebildet werden kann. Insbesondere eignet sich der Leuchtmittel-Aufnahmebereich auch
im Fall einer Anbauleuchte oder Pendelleuchte. Weil die Segmente derart gestaltet
werden können, dass sich ein Kanal ergibt, der längs der U-Schenkel und der Verbindungsschenkel
geschlossen ist, eignet sich der Leuchtmittelaufnahmekanal dabei auch besonders als
Leuchtengehäuse oder Teil eines Leuchtengehäuses. Zur Realisierung einer Pendelleuchte
können vorzugsweise einfach unmittelbar an dem Kanal, beispielsweise an Verbindungsschenkeln
10, Pendelseile angebracht werden.
[0043] Der Kanal lässt sich gemäß der Erfindung in praktisch jeder beliebigen Länge realisieren.
An beiden Enden können - wie in Fig. 3 skizziert - bei Bedarf Endabdeckungen 5 vorgesehen
sein.
1. Leuchtmittel-Aufnahmekanal zur Aufnahme von Leuchtmitteln einer Leuchte, aufweisend
mehrere, längs einer Reihe angeordnete, U-förmige Segmente (2), wobei jeweils zwei
benachbarte Segmente (2) relativ zueinander beweglich miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Segmente (2) Gussteile sind.
2. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach Anspruch 1,
bei dem die Segmente (2) aus Kunststoff bestehen, vorzugsweise Kunststoff-Spritzgussteile
sind.
3. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach Anspruch 1,
bei dem die Segmente (2) aus Aluminium bestehen, vorzugsweise Aluminium-Druckgussteile
sind.
4. Leuchtmittel-Aufnahmekanal zur Aufnahme von Leuchtmitteln einer Leuchte, aufweisend
mehrere, längs einer Reihe angeordnete, U-förmige Segmente (2), wobei jeweils zwei
benachbarte Segmente (2) relativ zueinander beweglich miteinander verbunden sind,
oder Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils zwei benachbarte Segmente (2) lediglich über eine Rastverbindung (4) miteinander
verbunden sind.
5. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach Anspruch 4,
bei dem die U-förmigen Segmente (2) jeweils zwei U-Schenkel (6, 8) aufweisen,
sowie einen, die beiden U-Schenkel (6, 8) verbindenden Verbindungsschenkel (10),
wobei die Rastverbindung (4) ein Rastelement (12) aufweist, das an dem Verbindungsschenkel
(10) angeordnet ist.
6. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach Anspruch 5,
bei dem das Rastelement (12) in einem Schnitt betrachtet Außenbegrenzungen aufweist,
die eine Kreislinie festlegen.
7. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach Anspruch 5 oder 6,
bei dem an jedem der U-Schenkel (6, 8) jeweils ein Arm (16) angeordnet ist, der derart
gestaltet ist, dass er in ein benachbartes Segment (2) eingreift.
8. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem jedes
der Segmente (2) ein Überlappungselement (20, 20') aufweist, das derart gestaltet
ist, dass es in ein benachbartes Segment (2) eingreift oder ein benachbartes Segment
(2) umgreift.
9. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem jedes
der Segmente (2) mit einem Aluminiumelement (30) verbunden ist, das zur Kühlung wenigstens
eines der Leuchtmittel und/oder zur Halterung dieses Leuchtmittels in dem Leuchtmittel-Aufnahmekanal
ausgebildet ist.
10. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach Anspruch 9,
bei dem das Aluminiumelement (30) U-förmig ausgebildet ist.
11. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach Anspruch 9 oder 10,
bei dem die Aluminiumelemente (30) jeweils über eine Schnappverbindung mit dem jeweiligen
Segment (2) verbunden sind.
12. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem jedes
Segment (2) Verbindungselemente (40) zur Halterung einer, den Leuchtmittel-Aufnahmekanal
abdeckenden lichtdurchlässigen Abdeckung aufweist.
13. Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens
eines der Segmente (2), vorzugsweise jedes der Segmente (2) Haken (50) aufweist, die
zu einem, durch die U-Form festgelegten Innenbereich (I) des betreffenden Segments (2) hin weisen.
14. Leuchte, aufweisend einen Leuchtmittel-Aufnahmekanal nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
15. Leuchte nach Anspruch 14 in Form einer Einbau-, Anbau- oder Pendelleuchte.