[0001] Die folgende Erfindung betrifft eine Schaftanordnung für Schuhwerk sowie Schuhwerk
mit einer solchen Schaftanordnung.
[0002] Im Stand der Technik ist Schuhwerk bekannt, das mit einem wasserdichten und wasserdampfdurchlässigen
Schaft ausgestattet ist, sodass solches Schuhwerk trotz Wasserdichtigkeit im Schaftbereich
Schwitzfeuchtigkeit nach außen abgeben kann. Damit auch im Sohlenbereich Schwitzfeuchtigkeit
nach außen entweichen kann, wurden auch Sohlenbereiche von Schuhwerk mit wasserdichten
und wasserdampfdurchlässigen Sohlenfunktionsschichten ausgestattet. Ein Beispiel hierfür,
bei dem sowohl der Schaftboden als auch der übrige Schaftbereich mit wasserdampfdurchlässigen,
aber wasserdichten Funktionsschichten ausgestattet sind, und bei dem der Schaftboden
von dem Schaftbereich getrennt ist, ist aus der
DE 10 2008 029 296 A1 bekannt.
[0003] Bei solchem Schuhwerk kann nun das Problem auftreten, dass an den unteren Enden des
Schaftbereichs sich auf dem Obermaterial an dieser Stelle Flecken zeigen und dass,
insbesondere bei kalter Witterung, ein unangenehmes Gefühl der Kälte an dem Fuß entsteht.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schaftanordnung für Schuhwerk
sowie Schuhwerk damit anzugeben, bei denen sich im Endabschnitt des Schaftbereichs
vor dem Schaftboden kein solches unangenehmes Gefühl der Kälte ergibt und bei dem
vorzugsweise an dieser Stelle auch eine Fleckenbildung auf dem Obermaterial vermieden
wird. Des Weiteren soll auch die Atmungsaktivität an dieser Stelle gewährleistet bleiben.
[0005] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0006] Eine erfindungsgemäße Schaftanordnung für Schuhwerk umfasst einen Schaftboden mit
einer wasserdampfdurchlässigen Montagesohle und mit einem Schaftbodenfunktionsschichtlaminat
sowie einen Schaftbereich mit einer Obermateriallage und mit einer Futterlage. Der
sohlenseitige Schaftendbereich ist mit dem Umfangsrand des Schaftbodens verbunden.
Hierfür gibt es mehrere konstruktive Ausführungen, wie sie noch nachfolgend erläutert
werden.
[0007] Die Montagesohle kann mit Öffnungen ausgestattet sein oder aus einem wasserdampfdurchlässigen
Material sein.
[0008] Erfindungsgemäß ist nun ein Saugelement vorgesehen, dass sich von einem Bereich zwischen
der Obermateriallage und der Futterlage des Schaftbereichs in einen Bereich unterhalb
des Schaftbodenfunktionsschichtlaminat erstreckt, um Feuchtigkeit von dem Bereich
zwischen der Obermateriallage und der Futterlage des Schaftbereichs in den Bereich
unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats abzutransportieren. Von dort aus
kann die Feuchtigkeit weiter nach außen, insbesondere bei einer mit einer Sohleneinheit
verbundenen Schaftanordnung, durch Durchlässe oder Porösitäten in der Sohleneinheit
abgegeben werden.
[0009] Gemäß einer der Erfindung zugrunde liegenden Erkenntnis haben die Erfinder herausgefunden,
dass gerade in dem Schaftendbereich, der ja zumeist wasserdicht mit dem Umfangsrand
des Schaftbodens verbunden ist, sich häufig Feuchtigkeit sammelt und diese dort auch
häufig zu Wasser kondensiert. Dies hat zur Folge, dass der der Futterlage gegenüberliegende
Bereich des Fußes dort ein Gefühl der Kälte verspürt, dass sich, bei Ausbildung der
Futterlage als Schaftfunktionsschicht, zwischen der Innen- und der Außenseite der
Schaftfunktionsschicht an dieser Stelle kein ausreichendes Wasserdampfgefälle mehr
bilden kann, so dass die Atmungsaktivität in diesem Bereich deutlich reduziert wird
oder gar nicht mehr gegeben ist, dass sich an der Außenseite des Schuhs auf der wasserdampfdurchlässigen
Obermateriallage Feuchtigkeitsflecken zeigen, welche die Anmutung und das Aussehen
des Schuhs beeinträchtigen, und dass dies schließlich zu einer Schimmelbildung führen
kann oder die Verbindungsstellen angegriffen werden, was im schlimmsten Fall den Schuh
kaputt macht.
[0010] Gemäß einem Grundgedanken der Erfindung wird nun ein zusätzliches Saugelement aus
einem saugfähigen Material vorgesehen, das in einen Endabschnitt des Schaftbereichs,
an dem sich solche Feuchtigkeit üblicherweise sammelt, hereinreicht und sich von dort
zu einem Bereich unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats erstreckt. Durch
ein derartiges Saugelement wird Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum zwischen der Obermateriallage
und der Futterlage in dem Endabschnitt des Schaftbereichs, der an den Schaftboden
angrenzt, abgeführt und von dort in den Bereich unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
abtransportiert, von wo aus diese Feuchtigkeit den Schuh insbesondere nach unten durch
Ausnehmungen oder Porösitäten in der Sohleneinheit weiter verlassen kann. Dadurch
wird ein unangenehmes Gefühl der Kälte in diesem Bereich verhindert, die Atmungsaktivität
in diesem Bereich wird beibehalten und eine Fleckenbildung sowie das Angreifen der
Verbindungsstellen wird zuverlässig verhindert. Das Saugelement kann auch als "Wicking-Tape"
bezeichnet werden und hat die Funktion eines Dochtes. Ein solches Saugelement kann
bei einer Vielzahl von Schaftanordnungen für Schuhwerk vorgesehen werden, wie nachfolgend
noch erläutert werden wird.
[0011] In allen Ausführungsformen kann die Futterlage auf geeignete Weise mit dem Obermaterial
verbunden werden, beispielsweise an einer Oberseite damit vernäht werden.
[0012] Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist die Futterlage als Schaftfunktionsschichtlaminat
ausgebildet, um eine Wasserdichtigkeit bei gleichzeitiger Wasserdampfducrhlässigkeit/Atmungsaktivität
zu gewährleisten.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist wenigstens ein Saugelement
bandförmig. Dies stellt eine fertigungstechnisch einfach zu realisierende Variante
dar, mit der ein sehr zuverlässiger Flüssigkeitsabtransport gewährleistet wird.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich wenigstens ein Saugelement
von einem Abschnitt des sohlenseitigen Umfangsrands des Schaftbereichs zu einem gegenüberliegenden,
insbesondere in Schuhquerrichtung gegenüberliegenden Abschnitt des sohlenseitigen
Umfangsrands. Ein derartiges Saugelement erstreckt sich somit mit seinen beiden Enden
in jeweils gegenüberliegende Zwischenräume zwischen der Obermateriallage und der Futterlage
und transportiert somit Feuchtigkeit aus zwei gegenüberliegenden Zwischenräumen zu
der Unterseite des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats. Dies ist eine sehr vorteilhafte
und fertigungstechnisch einfach zu realisierende Ausführungsform.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung hat wenigstens ein Saugelement
eine flächige Erstreckung von einer derartigen Breite, dass es sich über einen Abschnitt
von wenigstens 25 % des sohlenseitigen Umfangsrands des Schaftbereichs, insbesondere
über den Vorderfußabschnitt des sohlenseitigen Umfangsrands des Schaftbereichs erstreckt.
Dadurch kann der mögliche Flüssigkeitsabtransport maximiert werden.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, bei der ein kontinuierlicher
Flüssigkeitsabtransport an allen Umfangsbereichen des Schuhs gewährleistet wird, sind
mehrere Saugelement, insbesondere bandförmige Saugelemente entlang des sohlenseitigen
Umfangsrands des Schaftbereichs angeordnet.
[0017] In einer hierzu alternativen Ausführungsform ist genau ein Saugelement am sohlenseitigen
Umfangsrand des Schaftbereichs angeordnet. Hierfür bietet es sich an, dieses Saugelement
an derjenigen Umfangsstelle der Schaftanordnung vorzusehen, an welcher die meiste
Feuchtigkeit anfällt, beispielsweise in einem Vorderfußbereich der Schaftanordnung.
[0018] Für das Saugelement eignen sich grundsätzlich beliebige feuchtigkeitsaufsaugende
und abtransportierende Materialien. Als ein vorteilhaftes Material hat sich Baumwolle
herausgestellt.
[0019] Ein erfindungsgemäßes Saugelement kann auf verschiedene Weise bezüglich der Schaftanordnung
fixiert werden. Um den Übergang zwischen dem Schaftendbereich und dem Schaftboden
zu passieren, muss ein solches Saugelement in der Regel die dazwischen vorgesehene
Verbindung passieren. In der Praxis wird ein solches Saugelement häufig über ausgehärtete,
in Umfangsrichtung auf die Obermateriallage aufgetragene Verklebungspunkte gelegt.
Das Saugelement kann auch mit der Montagesohle und/oder mit der Obermateriallage an
mindestens einer Stelle vernäht sein.
[0020] Zur dauerhaften Befestigung des Saugelements kann dieses wenigstens bereichsweise
mit einem Klebstoff versehen sein. Insbesondere kann das Saugelement an die Unterseite
des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats aufgeklebt werden, um dort eine Fixierung
zu erreichen.
[0021] Um genügend Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum zwischen Obermateriallage und Futterlage
des Schaftbereichs herauszutransportieren, ist es vorteilhaft, wenn sich das Saugelement
mit seinem zwischenraumseitigen Abschnitt etwa ein bis drei Zentimeter, insbesondere
etwa zwei Zentimeter in diesem Zwischenraum hinein erstreckt.
[0022] Um die in dem Zwischenraum aufgesaugte und in den Bereich unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
transportierte Feuchtgkeit auch weiter an die Umgebung abgeben zu können, hat es sich
als vorteilhaft herausgestellt, wenn sich das Saugelement mit seinem schaftbodenfunktionsschichtlaminatsseitigen
Abschnitt etwa ein bis vier Zentimeter, insbesondere etwa drei Zentimeter in den Bereich
unter das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat erstreckt.
[0023] Somit kann sich in einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung eine Gesamtlänge
des Saugelements von drei bis sieben Zentimeter vorzugsweise von etwa fünf Zentimetern
ergeben.
[0024] Gemäß einer Konstruktionsvariante der erfindungsgemäßen Schaftanordnung ist die wasserdampfdurchlässige
Montagesohle, die oft auch als Brandsohle bezeichnet wird, oberhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
angeordnet. In diesem Fall verläuft das Saugelement mit seinem schaftbodenfunktionsschichtlaminatsseitigen
Abschnitt auf der Außenseite des Schaftbodens. Bei einer derartigen Kontruktion kann
ein besonders effektiver Feuchtigkeitsabtransport erreicht werden, zumal die Feuchtigkeit
aus dem schaftbodenfunktionsschichtlaminatsseitigen Abschnitt direkt an die Umgebung
abgegeben werden kann.
[0025] Bei dieser Konstruktion kann die wasserdampfdurchlässige Montagesohle mit dem sohlenseitigen
Endbereich des Schaftfunktionsschichtlaminats vernäht sein, beispielsweise mittels
einer Strobel-Naht oder einer Zick-Zack-Naht, und zusätzlich kann der sohlenseitige
Endbereich der Obermateriallage des Schaftbereichs auf die Unterseite des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
aufgezwickt sein.
[0026] Gemäß einer hierzu alternativen Konstruktion der Schaftanordnung, die oft auch als
Bootie bezeichnet wird, ist der sohlenseitige Endbereich des Schaftfunktionsschichtlaminats
mit dem Umfangsrand des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats vernäht, beispielsweise
mittels einer Zick-Zack-Naht, und über ein wasserdichtes Abdichtungsband wasserdicht
zueinander abgedichtet. Bei dieser Konstruktionsart ist die wasserdampfdurchlässige
Montagesohle unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats angeordnet.
[0027] Bei dieser Konstruktionsart ergibt sich nun die erste Alternative, dass der sohlenseitige
Endbereich der Obermateriallage mit der wasserdampfdurchlässigen Montagesohle vernäht
ist. In diesem Fall erstreckt sich das Saugelement von dem Zwischenraum zwischen der
Obermateriallage und dem Schaftfunktionsschichtlaminat in einen Zwischenraum zwischen
dem Schaftbodenfunktionsschichtlaminat und der wasserdampfdurchlässigen Montagesohle.
Die von dem Zwischenraum zwischen der Obermateriallage und dem Schaftfunktionsschichtlaminat
in den Bereich unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats abtransportierte
Feuchtigkeit muss nun noch die wasserdampfdurchlässige Montagesohle durchdringen,
um nach außen hin abtransportiert werden zu können. Es hat sich herausgestellt, dass
auch bei dieser Konstruktion schon ein genügend großer Abtransport von Feuchtigkeit
erreicht werden kann.
[0028] Gemäß einer hierzu alternativen Konstruktion ist der sohlenseitige Endbereich der
Obermateriallage auf die Unterseite der Montagesohle aufgezwickt, und in diesem Fall
erstreckt sich das Saugelement zu der Außenseite des Schaftbodens. Hierbei kann ein
besonders guter Abtransport der Feuchtigkeit erreicht werden.
[0029] Prinzipiell ist die erfindungsgemäße Schaftanordnung nicht auf bestimmte Konstruktionsvarianten
beschränkt, sondern kann bei einer Vielzahl von beliebigen Konstruktionsvarianten
zum Einsatz kommen. Auf die Ausbildung des Schaftbodenfunktionslaminats und des Schaftfunktionsschichtlaminats
kommt es nicht an.
[0030] Die Erfindung betrifft auch Schuhwerk mit wenigstens einer Schaftanordnung der oben
beschriebenen Art, an deren Unterseite eine Sohleneinheit befestigt ist. Die Sohleneinheit
kann auf beliebige Weise mit der Schaftanordnung verbunden sein, bevorzugt ist das
Ankleben oder Anspritzen der Sohleneinheit an die Schaftanordnung. Die Sohleneinheit
muss, um einen genügend großen Feuchtigkeitsabtransport gewährleisten zu können, mit
wenigstens einer Durchgangsöffnung oder mit Porösitäten ausgestattet sein, die nach
unten oder zur Seite hin nach außen führen.
Definitionen und Testmethoden
Schuhwerk:
[0031] Fussbekleidung mit einem geschlossenen Oberteil (Schaftanordnung) welches eine Fusseinschlüpföffnung
aufweist und mindestens eine Sohle oder eine Sohleneinheit.
Schaftobermaterial:
[0032] Ein Material, welches die Aussenseite des Schaftes und somit der Schaftanordnung
bildet und beispielsweise aus Leder, einem Textil, Kunststoff oder anderen bekannten
Materialien und Kombinationen davon besteht oder damit aufgebaut ist und im allgemeinen
aus wasserdampfdurchlässigem Material besteht. Das sohlenseitige untere Ende des Schaftobermaterials
bildet einen Bereich angrenzend an den oberen Rand der Sohle oder Sohleneinheit bzw.
oberhalb einer Grenzebene zwischen Schaft und Sohle oder Sohleneinheit.
Montagesohle (Brandsohle):
[0033] Eine Montagesohle ist Teil des Schaftbodens. An der Montagesohle wird ein sohlenseitiger
unterer Schaftendbereich befestigt.
Sohle:
[0034] Ein Schuh hat mindestens eine Laufsohle, kann aber auch mehrere Arten von Sohlenlagen
haben, die übereinander angeordnet sind und eine Sohleneinheit bilden.
Laufsohle:
[0035] Unter Laufsohle ist derjenige Teil des Sohlenbereichs zu verstehen, der den Boden/Untergrund
berührt bzw. den hauptsächlichen Kontakt zum Boden/Untergrund herstellt. Die Laufsohle
weist mindestens eine den Boden berührende Lauffläche auf.
Zwischensohle:
[0036] Im Fall, dass die Laufsohle nicht unmittelbar an der Schaftanordnung angebracht wird,
kann eine Zwischensohle zwischen Laufsohle und Schaftanordnung eingefügt werden. Die
Zwischensohle kann beispielsweise der Polsterung, Dämpfung oder als Füllmaterial dienen.
Bootie:
[0037] Als Bootie wird eine sockenartigen Innenauskleidung einer Schaftanordnung bezeichnet.
Ein Bootie bildet eine sackartige Auskleidung der Schaftanordnung, welche das Innere
des Schuhwerks im wesentlichen vollständig bedeckt.
Funktionsschicht:
[0038] Wasserdichte und/oder wasserdampfdurchlässige Schicht, beispielsweise in Form einer
Membran oder eines entsprechend behandelten oder ausgerüsteten Materials, z. B. eines
Textils mit Plasmabehandlung. Die Funktionsschicht kann in Form einer Schaftbodenfunktionsschicht
mindestens eine Lage eines Schaftbodens der Schaftanordnung bilden, kann aber auch
zusätzlich als eine den Schaft zumindest teilweise auskleidende Schaftfunktionsschicht
vorgesehen sein. Sowohl die Schaftfunktionsschicht als auch die Schaftbodenfunktionsschicht
können Teil eines mehrlagigen, meist zwei-, drei oder vierlaggigen Membranlaminats
sein. Die Schaftfunktionsschicht und die Schaftbodenfunktionsschicht können je Teil
eines Funktionsschicht-Bootie sein. Werden anstelle eines Funktionsschicht-Bootie
eine Schaftfunktionsschicht und eine separate Schaftbodenfunktionsschicht verwendet,
werden diese beispielsweise im sohlenseitigen unteren Bereich der Schaftanordnung
gegeneinander wasserdicht abgedichtet. Schaftbodenfunktionsschicht und Schaftfunktionsschicht
können aus verschiedenem oder gleichen Material gebildet sein.
[0039] Geeignete Materialien für die wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht
sind insbesondere Polyurethan, Polypropylen und Polyester, einschliesslich Polyetherester
und deren Laminate, wie sie in den Drucksschriften
US-A-4,725,418 und
US-A-4,493,870 beschrieben sind. In einer Ausführungsform ist die Funktionsschicht mit mikroporösem,
gerecktem Polytetrafluorethylen (ePTFE) aufgebaut, wie es beispielsweise in den Druckschriften
US-A-3,953,566 sowie
US-A-4,187,390 beschrieben ist. Bei einer Ausführungsform ist die Funktionsschicht mit gerecktem
Polytetrafluorethylen, welches mit hydrophilen Imprägniermitteln und/oder hydrophilen
Schichten versehen ist, aufgebaut; siehe bei spielsweise die Druckschrift
US-A-4,194,041 . Unter einer mikroporösen Funktionsschicht wird eine Funktionsschicht verstanden,
deren durchschnittliche Porengrösse zwischen etwa 0,2 µm und etwa 0,3 µm liegt.
Laminat:
[0040] Laminat ist ein Verbund bestehend aus mehreren Lagen, die miteinander dauerhaft verbunden
sind, im allgemeinen durch gegenseitiges Verkleben. Bei einem Funktionsschichtlaminat
ist eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht mit mindestens einer
textilen Lage versehen. Die mindestens eine textile Lage kann hauptsächlich dem Schutz
der Funktionsschicht während deren Verarbeitung dienen. Man spricht hier von einem
2-Lagen-Laminat. Ein 3-LagenLaminat besteht aus einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen
Funktionsschicht, die eingebettet ist in zwei textile Lagen. Die Verbindung zwischen
der Funktionsschicht und der mindestens einen textilen Lage erfolgt beispielsweise
mittels einer kontinuierlichen wasserdampfdurchlässigen Klebstoffschicht oder mittels
einer diskontinuierlichen Klebstoffschicht aus nicht wasserdampfdurchlässigem Klebstoff.
In einer Ausführungsform kann zwischen der Funktionsschicht und der einen oder den
beiden Textillagen Klebstoff in Form eines punktförmigen Musters aufgebracht sein.
Das punktförmige bzw. diskontinuierliche Aufbringen des Klebstoffs erfolgt, weil eine
vollflächige Schicht aus einem selbst nicht wasserdampfdurchlässigen Klebstoff die
Wasserdampfdurchlässigkeit der Funktionsschicht blockieren würde.
Barrierelage:
[0041] Eine Barrierelage dient als Barriere gegen das Vordringen von Substanzen, insbesondere
in Form von Partikeln oder Fremdkörpern, beispielsweise Steinchen, zu einer zu schützenden
Materiallage, insbesondere zu einer mechanisch empfindlichen Funktionsschicht oder
Funktionsschichtmembran.
Referenzdokument:
[0042] Europäischen Norm EN 344-1 , insbesondere Abschnitt 4.3.3 (Penetrierungswiderstand)
Wasserdicht:
[0043] Als "wasserdicht" wird eine Funktionsschicht/Funktionsschichtlaminat/ Membran angesehen,
gegebenenfalls einschliesslich an der Funktionsschicht/Funktionsschichtlaminat/Membran
vorgesehener Nähte, wenn sie einen Wassereingangsdruck von mindestens 1 * 10
4 Pa gewährleistet. Vorzugsweise gewährleistet das Funktionsschichtmaterial einen Wassereingangsdruck
von über 1 * 10
5 Pa Dabei ist der Wassereingangsdruck nach einem Testverfahren zu messen, bei dem
destilliertes Wasser bei 20 +/- 2 °C auf eine Probe von 100 cm
2 der Funktionsschicht mit ansteigendem Druck aufgebracht wird. Der Druckanstieg des
Wassers beträgt 60 +/- 3 cm Ws je Minute. Der Wassereingangsdruck entspricht dann
dem Druck, bei dem erstmals Wasser auf der anderen Seite der Probe erscheint. Details
der Vorgehensweise sind in der ISO-Norm 0811 aus dem Jahre 1981 vorgegeben.
[0044] Ob ein Schuh wasserdicht ist, kann z. B. mit einer Zentrifugenanordnung der in der
US-A-5 329 807 beschriebenen Art getestet werden.
Wasserdampfdurchlässig:
[0045] Als "wasserdampfdurchlässig" wird eine Funktionsschicht/ein Funktionsschichtlaminat
dann angesehen, wenn sie/es eine Wasserdampfdurchlässigkeitszahl Ret von unter 150
m2 * Pa * W - 1 aufweist. Die Wasserdampfdurchlässigkeit wird nach dem Hohenstein-Hautmodell
getestet. Diese Testmethode wird in der DIN EN 31092 (02/94) bzw. ISO 11092 (1993)
beschrieben.
[0046] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die
beiliegenden Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfussbereichs eines ersten Schuhs
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfussbereichs eines zweiten Schuhs
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 3 zeigt eine Schnittdarstellung eines Ausschnitts des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
des Schaftbodens der Schaftanordnung aus Fig. 1;
Fig. 4 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfußbereichs eines dritten Schuhs
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 5 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfußbereichs eines vierten Schuhs
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 6 zeigt. eine Schnittdarstellung eines Vorderfußbereichs eines fünften Schuhs
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 7 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfußbereichs eines sechsten Schuhs
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 8 zeigt eine schematische Ansicht einer exemplarischen Schaftanordnung des dritten
Schuhs aus Fig. 4 von unten;
Fig. 9 zeigt eine schematische Ansicht einer exemplarischen Schaftanordnung des dritten
Schuhs aus Fig. 4 von unten;
Fig. 10 zeigt eine schematische Ansicht einer exemplarischen Schaftanordnung des dritten
Schuhs aus Fig. 4 von unten;
Fig. 11 zeigt eine schematische Ansicht einer exemplarischen Schaftanordnung des dritten
Schuhs aus Fig. 4 von unten; und
Fig. 12 zeigt eine Schnittansicht eines exemplarischen Saugelements aus Figur 4.
[0047] Alle nachfolgend als Ausführungsbeispiele beschriebenen Schuhe verfügen über eine
Sohleneinheit und eine daran zu befestigende Schaftanordnung. Bei den nachfolgend
beschriebenen Ausführungsbeispielen wird die Sohleneinheit auf die Schaftanordnung
aufgeklebt. Genauso gut ist es möglich, die Sohleneinheit an die Schaftanordnung anzuspritzen.
[0048] Alle nachfolgenden Darstellung sind schematisch und hinsichtlich Abmessungen und
Massstab nicht unbedingt realistisch.
[0049] Figur 1 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfussbereichs eines ersten Schuhs
2 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0050] Der erste Schuh 2 umfasst eine Sohleneinheit 4 und eine Schaftanordnung 22, die noch
nicht miteinander verbunden sind.
[0051] Die Schaftanordnung 22 umfasst einen Schaftboden 34 und einen damit an dessen Umfangsrand
verbundenen Schaftbereich 23, von dem in der Figur 1 ein linker und ein rechter Schaftabschnitt
gezeigt sind, die zueinander spiegelsymmetrisch sind. Der obere Abschnitt des Schaftbereich
23 ist in dieser sowie in den nachfolgenden Figuren zur Vereinfachung nicht gezeigt.
[0052] Der Schaftbereich 23 weist eine wasserdampfdurchlässige Obermateriallage 24 und ein
Schaftfunktionsschichtlaminat 26 auf, das - von außen nach innen - ein Netzband bzw.
ein Mesh 28, eine Schaftfunktionsschicht bzw. eine Schaftmembran 30 und ein Schaftfutter
32 umfasst.
[0053] Der sohlenseitige untere Endbereich der Obermateriallage 24 ist gegenüber dem im
Wesentlichen vertikal verlaufenden Abschnitt nach innen gebogen und mittels Zwickklebstoff
44 mit dem mehrlagigen Schaftboden 34 befestigt.
[0054] Der mehrlagige Schaftboden 34 umfasst- von oben nach unten - eine Montagesohle bzw.
Brandsohle 36 und ein darunter angeordnetes Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 38
mit einer Schaftbodenfunktionsschicht 40 und einer zuunterst angeordneten Stütztextillage
42. Zusätzlich ist die Montagesohle 36 an ihrem Umfangsrand über eine Naht 46 , bspw.
eine Strobelnaht oder eine Zick-Zack-Naht, mit dem sohlenseitigen Endbereich des Schaftfunktionsschichtlaminats
38 verbunden.
[0055] Das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 38 ist somit als Zweilagenlaminat ausgebildet.
Wie in Figur 1 gut zu erkennen ist, hat das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 38
eine größere seitliche Ausdehnung als die Montagesohle 36, um dieses mit dem sohlenseitigen
Endbereich des Schaftfunktionsschichtlaminats 26 und mit der Obermateriallage 24 wasserdicht
zu verbinden, z.B. durch Verklebung.
[0056] Der sohlenseitige untere Endbereich der Obermateriallage 24 ist mit seiner Oberseite
mittels eines Zwickklebers 44 auf die Unterseite des Umfangsrands des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
38 gezwickt.
[0057] Der sohlenseitige untere Endbereich des Schaftfunktionsschichtlaminats 26 ist vom
sohlenseitigen unteren Endbereich der Obermateriallage 24 abgehoben. Dadurch entsteht
ein Zwischenraum im Endabschnitt des Schaftbereichs 23 zwischen dem Schaftfunktionsschichtlaminat
26 und der Obermateriallage 24, der sich in Richtung zu dem Endabschnitt des Schaftbereichs
23 hin verbreitert.
[0058] Das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 38 erstreckt sich ein Stück weit in diesen
Zwischenraum hinein. Der von dem Endbereich des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
38 nicht eingenommene Teil des Zwischenraum ist üblicherweise von Luft oder von Wasserdampf
oder einem Gemisch davon gefüllt.
[0059] Des Weiteren ist die Unterseite des sohlenseitigen Endbereichs des Schaftfunktionsschichtiaminats
26 mittels eines Dichtungsklebstoffs 48 wasserdicht mit der Oberseite des Umfangsrands
des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats 38 verbunden, und zwar die Naht 46 einschließend
oder außerhalb der Naht (46), was zu einem rundum wasserdichten und bei Verwendung
von nicht nur wasserdichten, sondern auch wasserdampfdurchlässigen Funktionsschichten
26, 38 zu einer rundum wasserdampfdurchlässigen Schaftanordnung führt.
[0060] Dieser Dichtungsklebstoff 48 dringt dabei durch das Netzband 28 hindurch, er dichtet
somit beide Funktionsschichten zueinander ab, und er dient zur Befestigung und zum
Abdichten des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats 38 an dem Schaftfunktionsschichtlaminat
26, sodass hierfür kein zusätzlicher Klebstoff erforderlich ist.
[0061] Die Sohleneinheit 4 ist vorgefertigt und wird mittels eines Sohlenklebstoffs, der
mindestens auf die Oberseite der Umfangsrandzone der Sohleneinheit 4 aufgebracht worden
ist, am sohlenseitigen unteren Endbereich der Obermateriallage 24 befestigt. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist eine erste Sohlenklebstoffschicht 20 auf der Oberseite der
Umfangsrandzone der Sohleneinheit 4 und eine zweite Sohlenklebstoffschicht 50 auf
dem sohlenseitigen unteren Endbereich der Obermateriallage 24 aufgebracht.
[0062] Die Sohleneinheit 4 umfasst eine den umlaufenden äußeren Bereich derselben bildende
Sohlenlage 6, die an ihrer Oberseite in äußerer Richtung etwas nach oben verläuft,
um den gebogenen Bereich der Obermateriallage 24 aufzunehmen, und die eine mittige
Ausnehmung hat, in der - von unten nach oben - ein Stützsteglage 8, eine Barrierelage
16 und oberhalb der Barrierelage 16 eine Komfortlage 10 mit Komfortstegen angeordnet
sind.
[0063] Die Klebstoffschicht 20 erstreckt sich, wie in Fig. 1 gut zu sehen ist, über die
Oberseiten der Sohlenlage 6 sowie über die Oberseiten der Komfortstege der Komfortlage
10. Lediglich der unter dem rechten Ende des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats 38
liegende Bereich des rechten Abschnitts der Sohlenlage 6 sowie der daran ansetzenden
Komfortsteg der Komfortsteglage 10 kann ohne Klebstofflage 20 ausgebildet sein.
[0064] In Fig. 1 sind von der Stützsteglage 8 drei Stützstege und von der Komfortlage 10
drei Komfortstege dargestellt, die etwas breiter als die darunter angeordneten Stützstege
ausgebildet sind. Des Weiteren umfasst die Komfortlage 10 noch an der Innenseite der
Sohlenlage 6 ansetzende schmalere Komfortstegabschnitte.
[0065] Die untere Oberfläche der Sohlenlage 6 und der Stützsteglage 8 ist als Laufoder Trittfläche
14 ausgebildet. Zwischen den Stützstegen der Stützsteglage 8 sind Ausnehmungen bzw.
Sohlenlagendurchgangsöffnungen 12 ausgebildet, um eine Wasserdampfdurchlässigkeit
und/oder Luftdurchlässigkeit der Sohlenlage 6 mit Stützstegen 8 zu bewirken.
[0066] Die Sohlenlage 6 kann einteilig sein, wie in der Figur gezeigt, oder mehrteilig,
bspw. in unterschiedlichen Farben.
[0067] Die Sohlenlagendurchgangsöffnungen 12 werden möglichst groß gemacht, um eine entsprechend
hohe Wasserdampfdurchlässigkeit der Sohlenlage 6 mit Stützstegen 8 und damit der Sohleneinheit
4 zu erreichen.
[0068] Horizontal durch die Sohleneinheit 4 verläuft eine Barrierelage 16 als mechanischer
Schutz für das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 38 gegen Beschädigung durch Fremdkörper,
beispielsweise Steinchen, welche in die Sohlenlagendurchgangsöffnungen 12 gelangen.
Diese Barrierelage 16 erstreckt sich ein Stück weit bis in die Sohlenlage 6 hinein
und ist somit in dieser verankert und mit dieser dauerhaft verbunden. Diese Barrierelage
16 ist bei einer Ausführungsform mit einem thermisch verfestigten Fasermaterial aufgebaut,
so dass es zusätzlich auch als Stabilisierungsmaterial für die Sohleneinheit 4 ausgebildet
werden kann.
[0069] Die Stützsteglage 8 und die Komfortlage 10 können im Vergleich zu der Sohlenlage
6 aus einem anderen Material hergestellt sein, wie durch die unterschiedlichen Schraffierungen
angedeutet, um eine Gewichtsreduzierung der Sohleneinheit 4, einen hinsichtlich der
Trittdämpfung verbesserten Gehkomfort oder beides zu erreichen. Alternativ dazu können
die Stützsteglage 8, die Komfortlage 10 und die Sohlenlage 6 auch aus demselben Material
hergestellt sein.
[0070] Insbesondere kann für die Stützsteglage 8 und die Komfortlage 10 ein Material gewählt
werden, das weicher als das Material der Sohlenlage 6 ist. Soll eine gute Trittdämpfung
erreicht werden, eignet sich als Material für die Stützsteglage 8 und/und die Komfortlage
10 beispielsweise EVA. Soll eine Gewichtsreduzierung gegenüber dem Sohlenlagenmaterial
erreicht werden, ist ein geschäumter Kunststoff mit entsprechend geringem spezifischen
Gewicht geeignet. Sollen bezüglich des Sohlenlagenmaterials sowohl eine verbesserte
Trittdämpfung als auch eine Gewichtsreduzierung erreicht werden, ist beispielsweise
geschäumtes EVA geeignet. Es gibt aber viele weitere Materialvarianten, die eingesetzt
werden können
[0071] Unterhalb der Barrierelage 16 befindet sich noch optional eine Dekorlage 18, welche
von unten sichtbar ist und eine attraktive Gestaltung der Sohleneinheit bewirkt.
[0072] Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfußbereichs eines zweiten Schuhs
52 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0073] Wie der erste Schuh 2, so umfasst auch der zweite Schuh 52 eine Sohleneinheit 54
und eine Schaftanordnung 70, die noch nicht miteinander verbunden sind. Die Schaftanordnung
70 ist nach dem Bootie-Prinzip aufgebaut, und sie umfasst einen Schaftboden 80 und
einen damit an dessen Umfangsrand verbundenen Schaftbereich 71, von dem in der Figur
2 ein linker und ein rechter Schaftabschnitt gezeigt sind, die zueinander spiegelsymmetrisch
sind.
[0074] Der Schaftbereich 71 weist eine wasserdampfdurchlässige Obermateriallage 72 und eine
dreilagiges Schaftfunktionsschichtlaminat 74 auf, das ein inneres Schaftfutter 78,
eine äußere Schaftfunktionsschicht bzw. Membran 76 und ein Gittergewebe bzw. Mesh
75 umfasst.
[0075] Die Obermateriallage 72 des Schaftbereichs 71 erstreckt sich ein Stück weiter in
Richtung Schaftboden 80 als das Schaftfunktionsschichtlaminat 74. Das Schaftfunktionsschichtlaminat
74 ist mittels einer Naht, die insbesondere als Zick-Zack-Naht ausgeführt sein kann,
mit einem Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 84 des Schaftbodens 80 verbunden, und
die Naht 90 ist mit einem Nahtabdichtungsband 92 wasserdicht nach außen hin abgedichtet.
[0076] Das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 84 weist ebenso wie das Schaftfunktionsschichtlaminat
74 einen Zweilagenaufbau mit einer inneren Stütztextillage 88 und einer äußeren Schaftbodenfunktion
bzw. Membran 86 auf. Die Funktionsschichten 76 und 86 sowie die Textillagen 78 und
88 des Schaftfunktionsschichtlaminats 74 und des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
84 sind dabei so miteinander vernäht, dass die Textillagen 78 und 88 sowie die Funktionsschichten
76 und 86 jeweils aneinander anschließen.
[0077] In der Darstellung gemäß Fig. 2 ist ein Abstand zwischen der Außenfläche der Schaftfunktionsschicht
76 und der Innenfläche der Obermateriallage 72 vorhanden, in der Praxis können diese
Flächen auch direkt aneinander anliegen.
[0078] Von der Obermateriallage 72 des Schaftbereichs 71 eingeschlossen und mit dem sohlenseitigen
Endbereich der Obermateriallage 72 vernäht, ist eine Montagesohle bzw. Brandsohle
82, die unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats 84 angeordnet ist und demgegenüber
eine etwas geringere flächige Ausdehnung hat. Die Naht 94 zwischen dem sohlenseitigen
Endbereich der Obermateriallage 72 und dem Umfangsrandbereich der Montagesohle 82
kann dabei insbesondere als Strobelnaht oder als Zick-Zack-Naht ausgeführt sein.
[0079] Wie die Sohleneinheit 4 des ersten Schuhs 2, so ist auch die Sohleneinheit 54 des
zweiten Schuhs 52 vorgefertigt und wird mittels eines Sohlenklebstoffs, der mindestens
auf die Oberseite der Umfangsrandzone der Sohleneinheit 54 aufgebracht worden ist,
am sohlenseitigen unteren Endbereich der Obermateriallage 72 und zusätzlich an dem
sohlenseitigen unteren Randbereich der Montagesohle 82 befestigt.
[0080] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine erste Sohlenklebstoffschicht 68 auf
der Oberseite der Umfangsrandzone der Sohleneinheit 54 und eine zweite Sohlenklebstoffschicht
96 auf dem sohlenseitigen unteren Endbereich der Obermateriallage 24 und auf dem sohlenseitigen
unteren Randbereich der Montagesohle 82 aufgebracht.
[0081] Die Sohleneinheit 54 umfasst wie die Sohleneinheit 4 eine den umlaufenden äußeren
Bereich der Sohleneinheit 54 bildende Sohlenlage 56, die mit einer mittigen Ausnehmung
versehen ist, in der - von unten nach oben - eine Stützsteglage 58 mit drei in Fig.
2 exemplarisch dargestellten Stützstegen und eine Barrierelage 64 angeordnet sind.
Die Barrierelage 64 verläuft horizontal durch die Sohleneinheit 4 und erstreckt sich
mit ihrem Umfangsrandbereich bis in das obere Ende der Sohlenlage 56 hinein. Sie ist
somit mit der Sohlenlage 56 zuverlässig verbunden. Die Stützstege erstrecken sich
von der Barrierelage 64 bis zu der Ebene der Unterseite der Sohlenlage 56, und die
untere Oberfläche der Sohlenlage 56 und der Stützstege 58 bildet die Lauf- oder Trittfläche
62. Anders als bei der Sohleneinheit 4 des ersten Schuhs 2 ist bei Sohleneinheit 54
keine zusätzliche Komfortlage vorgesehen, könnte bei Bedarf aber hinzugefügt werden.
[0082] Die unterhalb der Barrierlage 64 vorhandene, optional vorzusehende Dekorlage 66 entspricht
der Dekorlage 18 der ersten Sohleneinheit 4.
[0083] Sowohl bei der Schaftanordnung 22 des ersten Schuhs 2 in Fig. 1 als auch bei der
Schaftanordnung 70 des zweiten Schuhs 52 in Fig. 2 ist das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat
38 bzw. 84 zweischichtig ausgebildet und umfasst nur eine Schaftbodenfunktionsschicht
40 bzw. 86 und eine Stütztextillage 42 bzw. 88, nicht jedoch eine weitere Schicht.
Bei den vorliegenden Ausführungsformen der Figuren 1 und 2 ist das Netzband oder Netzmaterial,
das oft auch als Mesh bezeichnet wird, weggelassen.
[0084] Gerade an dem Schaftboden 34 bzw. 80 ist der Anfall von abzutransportierendem, von
der Fußsohle erzeugten Schweiß am größten. Zudem befinden sich unterhalb des Schaftbodens
34 bzw. 80 mit den Ausnehmungen 12 bzw. 60 die größten Öffnungen, so dass das Potenzial
für einen Abtransport von Feuchtigkeit an dieser Stelle am größten ist.
[0085] Die Erfinder des vorliegenden Anmeldungsgegenstands haben herausgefunden, dass an
dieser Stelle auf eine zusätzliche dritte Schicht des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
38 bzw. 84 verzichtet werden kann und das Schaftfunktionsschichtlaminat 38 bzw. 84
in diesem Bereich zweilagig ausgebildet werden kann, wodurch die Kosten für eine dritte
Schicht eingespart werden können und durch Weglassen dieser dritten Schicht auch die
Menge des Schweißes, der abtransportiert werden kann, vergrößert wird. Mit dem Weglassen
der dritten Schicht des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats wird eine von der Feuchtigkeit
zu überwindende Wasserdampfbarriere entfernt.
[0086] Überraschenderweise ist dennoch eine wasserdichte Verbindung möglich, obwohl keine
zusätzliche Lage, bspw. das Netzband, mehr vorhanden ist.
[0087] Bei der Schaftanordnung 22 des ersten Schuhs 2 gemäß Fig. 1 ist dieses Zweischicht-Schaftbodenfunktionsschichtlaminat
38 direkt oberhalb der Ausnehmung 12 angeordnet, was einen besonders effektiven Abtransport
der Feuchtigkeit aus dem Inneren der Schaftanordnung 22 zuläßt, und bei der Schaftanordnung
70 des zweiten Schuhs 52 gemäß Fig. 2 ist unter dem Zweischicht-Schaftbodenfunktionsschichtlaminat
84 noch die Montagesohle 82 angeordnet, durch welche die Feuchtigkeit noch hindurch
muss.
[0088] Fig. 3 zeigt eine isolierte Schnittdarstellung eines Ausschnitts des zweilagigen
Schaftbodenfunktionsschichtlaminats 38 des Schaftbodens 34 der Schaftanordnung 22
aus Fig. 1.
[0089] Dabei ist die zuunterst angeordnete Stütztextillage 42 und die demgegenüber etwas
dünnere Schaftbodenfunktionsschicht 40, welche die eigentliche Membran bildet, gut
zu erkennen.
[0090] Fig. 4 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfußbereichs eines dritten Schuhs
98 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0091] Der dritte Schuh 98 umfasst eine Sohleneinheit 4, die mit der Sohleneinheit 4 des
ersten Schuhs 2 aus Fig. 1 identisch ist, und eine Schaftanordnung 100, die mit der
Schaftanordnung 22 des ersten Schuhs 2 übereinstimmt, wobei im Unterschied hierzu
als zusätzliches Element noch ein Saugelement 102 vorgesehen ist.
[0092] Elemente des dritten Schuhs 98, die mit den Elementen des ersten Schuhs 2 übereinstimmen,
sind mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0093] Das Saugband 102 verläuft von dem Zwischenraum zwischen dem äußeren Netzband 28 des
Schaftfunktionsschichtlaminats 26 und der Innenseite der Obermateriallage 24 auf die
Außenseite der Schaftanordnung 100 unterhalb der Stütztextillage 42. Das Saugelement
102 weist ein feuchtigkeitsaufsaugendes Material, bspw. Baumwolle auf, und kann Wasser
in flüssiger Form sowie Wasserdampf ansaugen und nach außen abtransportieren.
[0094] Das in Fig. 4 exemplarisch dargestellte Saugelement 102 erstreckt sich dabei von
dem dem Zwischenraum zwischen Schaftfunktionsschichtlaminat 26 und Obermateriallage
24 in dem untersten Abschnitt des noch vertikal verlaufenden Abschnitts des Schaftbereichs
23 bis zu einem Bereich etwa mittig unterhalb der Stütztextillage 42. Dabei kann das
Saugelement 106 an seinem innerhalb des Zwischenraums zwischen dem Schaftfunktionsschichtlaminat
26 und der der Obermateriallage 24 liegenden Bereich an der Innenseite der Obermateriallage
24 anliegen, wie die Obermateriallage 24 einen gekrümmten Verlauf aufweisen und sich
durch den Zwickkleber 44 bis zu dem Bereich mittig unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
38 erstrecken. Das Saugelement kann mit seinem unterhalb des Schaftbodenfunktionslaminats
38 liegenden Abschnitt direkt an der Stütztextillage 42 des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
38 anliegen und damit verklebt sein, und es kann auch mit seinem zwischenraumseitigen
Abschnitt mit dem Schaftfunktionsschichtlaminat 26 oder mit der Obermateriallage 24
verklebt sein. Hierfür kann das Saugelement 102 an seiner Oberseite mit einem entsprechenden
Klebstoff ausgestattet sein.
[0095] Die Erfinder des vorliegenden Anmeldungsgegenstandes haben herausgefunden, dass sich
im Zwischenraum im Endabschnitt des Schaftbereichs 23 zwischen dem Schaftfunktionsschichtlaminat
26 und der Obermateriallage 24 regelmäßig Feuchtigkeit sammelt, was trotz der Wasserdichtigkeit
des Funktionsschichtlaminats eine Empfindung von Kälte an dem Fuß innerhalb der Schaftanordnung
100 zur Folge hat, was den Feuchtigkeitstransport von innen nach außen behindert und
somit die Atmungsaktivität der Schaftanordnung 100 in diesem Bereich negativ beeinflusst
und was zu Feuchtigkeitsflecken auf dem Obermaterial 24 führen kann.
[0096] Durch das Saugelement 102 wird solche Feuchtigkeit aufgesaugt und nach außerhalb
der Schaftanordnung 100 transportiert, und zwar gemäß Fig. 4 in den außerhalb der
Schaftanordnung 100 und unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats 38 liegenden
Bereich des Saugelements 102. Von dort kann die Feuchtigkeit durch die Ausnehmungen
12 weiter nach unten abtransportiert werden.
[0097] Dadurch wird ein Empfinden von Kälte an dem Fuß in dem Endbereich des Schaftfunktionsschichtlaminats
26 verhindert, eine Atmungsaktivität der Schaftanordnung 100 in diesem Bereich gewährleistet
und das Entstehen von Feuchtigkeitsflecken auf dem Obermaterial 24 verhindert.
[0098] Dadurch, dass der unter dem rechten Ende des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
38 liegende Bereich des rechten Abschnitts der Sohlenlage 6 sowie der daran ansetzenden
Komfortsteg der Komfortsteglage 10 ohne Klebstofflage 20 ausgebildet sind, kann ein
besserer Feuchtigkeitsabtransport von dem Saugelement 102 durch die Aussparung 12
nach unten erreicht werden.
[0099] Fig. 5 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfußbereichs eines vierten Schuhs
104 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0100] Dieser vierte Schuh 104 setzt sich zusammen aus der Schaftanordnung 100 des dritten
Schuhs 98 und der Sohleneinheit 54 des zweiten Schuhs 70, und gleiche Elemente sind
jeweils mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0101] Die Ausbildung, Position und Funktion des Saugelements 102 stimmt mit dem Saugelement
102 des dritten Schuhs 98 überein.
[0102] Bei dem vierten Schuh 104 wird Feuchigkeit aus dem Zwischenraum zwischen dem Schaftfunktionsschichtlaminat
26 und der Obermateriallage 24 nach außen, und zwar in einem Bereich unterhalb des
Schaftbodenfunktionsschichtlaminats 38, und von dort durch die Ausnehmungen 60 weiter
nach außen abtransportiert
[0103] Zur Herstellung der in den Figuren 4 und 5 gezeigten Schaftanordnung 100 wird das
Saugelement 102 von unten mittels eines hier nicht gezeigten Klebstoffs auf das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat
38 und auf die Innenseite des Schaftfunktionsschichtlaminats 26 aufgeklebt, bevor
die sohlenseitigen Endbereiche der Obermateriallage 24 mit der Schaftbodenfunktionsschicht
38 verzwickt werden.
[0104] Der Zwickklebstoff führt nicht zu einer Beeinträchtigung der Saugfunktion des Saugelements
102.
[0105] Fig. 6 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfußbereichs eines fünften Schuhs
106 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0106] Der fünfte Schuh 106 setzt sich zusammen aus der Sohleneinheit 54 des zweiten Schuhs
52 und einer Schaftanordnung 108, die wie die Schaftanordnung 70 des zweiten Schuhs
52 nach dem Bootie-Prinzip hergestellt ist.
[0107] Die Schaftanordnung 108 entspricht der Schaftanordnung 70 des zweiten Schuhs 52 aus
Fig. 2, wobei das Schaftfunktionsschichtlaminat 116 dreilagig aufgebaut ist und, von
außen nach innen, ein Netzband 118, eine Schaftfunktionsschicht bzw. Membran 120 und
ein Schaftfutter 122 aufweist.
[0108] Das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 128 hat in dem gesamten Bereich des Schaftbodens
124 einen dreilagigen Aufbau mit, von unten nach oben dem Netzband 118, einer Schaftbodenfunktionsschicht
bzw. Membran 130 und einer Stütztextillage 132. Das Netzband bzw. Mesh 118 ist in
der Figur teilweise abgedeckt.
[0109] Dort ist das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 128 mittels einer wasserdampfdurchlässigen
Klebstoffschicht 134 auf die Oberseite der Montagesohle 126 aufgeklebt. Die Klebstoffschicht
reicht von dem linken Endbereich bis zu dem rechten Endbereich der Montagesohle 126.
Die Klebstoffschicht 134 durchdringt das Netzmaterial 118 bis zu der Schaftbodenfunktionsschicht
130, und die Klebstoffschicht 134 ist als kontinuierliche Schicht eines wasserdampfdurchlässigen
Klebstoffs oder als punktförmige Schicht eines wasserdampfundurchlässigen Klebstoffs
ausgebildet, um an dieser Stelle eine Atmungsaktivität zu gewährleisten. Die Klebstoffschicht
soll eine Reibung zwischen der Montagesohle 126 und der Schaftbodenfunktionsschicht
130 verhindern. Das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 128, dessen Textillage 132
mit dem Fuß in Berührung kommt, ist zuverlässig gegenüber der Montagesohle 126 fixiert.
[0110] In dem Zwischenraum zwischen den dreilagig ausgebildeten Funktionsschichtlaminaten
und der Montagesohle 126 bzw. der Obermateriallage 114 ist ein Saugelement 144 eingebracht.
[0111] Das Saugelement 144 ist vorzugsweise aus einem Baumwollmaterial hergestellt, und
verläuft von dem unteren Endabschnitt des rechten Schaftbereichs 112 bis zu einem
ein Stück weit rechts von der Mitte der Montagesohle 126 gelegenen Bereich in den
Zwischenraum zwischen dem Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 128 und der Montagesohle
126.
[0112] Durch dieses Saugelement 144 wird Feuchtigkeit, die sich in dem Zwischenraum zwischen
der Obermateriallage 114 und dem Schaftfunktionsschichtlaminat 116 sammelt, in einen
Bereich unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats 128 und von dort durch die
durchlässige Montagesohle 126 und die Barrierelage 64 zu einer Außenseite des Schuhs
transportiert, wodurch sich die oben beschriebenen Vorteile ergeben.
[0113] Die Positionierung des Saugelements 144 in Fig. 6 ist exemplarischer Natur, ebenso
kann auch spiegelsymmetrisch zu dem Saugelement 144 auf der linken unteren Seite der
Schaftanordnung 108 ein weiteres Saugelement 144 vorgesehen werden.
[0114] Fig. 7 zeigt eine Schnittdarstellung eines Vorderfußbereichs eines sechsten Schuhs
146 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0115] Der sechste Schuh 146 ist aufgebaut aus der Sohleneinheit 54 des zweiten Schuhs 52
und einer Schaftanordnung 147.
[0116] Die Schaftanordnung 147 umfasst einen Schaftboden 160 und einen damit an dessen Umfangsrand
verbundenen Schaftbereich 148, von dem in Fig. 7 ein linker und ein rechter Schaftabschnitt
gezeigt sind, die zueinander spiegelsymmetrisch sind.
[0117] Die Obermateriallage 150 des Schaftbereichs 148 ist an dem unteren Ende nach innen
gebogen und mit der Montagesohle 162 mittels Zwickklebers 176 verklebt.
[0118] Die Schaftanordnung 147 ist nach Bootie-Art hergestellt, d.h. die unteren Enden der
Schaftfunktionsschicht 153 sind mit den Umfangsrändern der Schaftbodenfunktionsschicht
164 vernäht, beispielsweise mittels einer Zick-Zack-Naht. Zusätzlich ist dieser Übergangsbereich
mit einem Nahtabdichtungsband 174 wasserdicht nach außen hin abgedichtet. In dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 6 befinden sich diese Nähe in dem gekrümmten Übergangsbereich zwischen dem
vertikal verlaufenden Schaftbereich 148 und dem horizontal verlaufenden Schaftboden
160.
[0119] Sowohl die Schaftfunktionsschicht 152 als auch die Schaftbodenfunktionsschicht 164
sind dreilagig aufgebaut mit einem äußeren Netzband 154, mit einer Schaftfunktionsschicht/Schaftbodenfunktionsschicht
bzw. Schaftmembran/ Schaftbodenmembran 156/166 und mit einer innen angeordneten Textillage
bzw. Schaftfutter 158/Stütztextillage 168.
[0120] Wie bei dem ersten Schuh 2, so bildet sich auch bei diesem sechsten Schuh 146 ein
Zwischenraum zwischen dem Endbereich der Obermateriallage 150 und dem Schaftbodenfunktionsschichtlaminat
164 bzw. dem Schaftfunktionsschichtlaminat 152. Dieser Zwischenraum ist zu dem Ende
der Obermateriallage 150 vergrößert, und die Montagesohle 162 ragt in diesen rein.
Der nicht von dieser Montagesohle 162 eingenommene Teil des Zwischenraums ist üblicherweise
von Luft oder Wasserdampf oder einem Gemisch davon gefüllt.
[0121] Wie bei dem dritten Schuh 98 in Fig. 4, so ist auch bei diesem sechsten Schuh 146
ein Saugelement 180 vorgesehen, das sich von dem Zwischenraum zwischen dem Schaftfunktionsschichtlaminat
152 und der Obermateriallage 150 unterhalb der Dichtungsklebung 174 über die Verklebung
176 zu der Außenseite der Schaftanordnung 146 unterhalb der Montagesohle 162 erstreckt.
[0122] Dabei verläuft das zwischenraumseitige Ende des Saugelements 180 von dem noch vertikal
verlaufenden unteren Abschnitt des Schaftbereichs, über die Dichtungsklebung 174 vorbei,
macht eine Krümmung und liegt an der Unterseite der Montagesohle 162 an. Der außen
liegende Bereich des Saugelements 180 kann beispielsweise mittels einer Klebstoffschicht
an die Unterseite der Montagesohle 162 angeklebt sein.
[0123] Das Saugelement 180 ist in den Dichtungsklebstoff eingebettet, ohne dass die Saugwirkung
wesentlich beeinträchtigt wird.
[0124] Mittels dieses Saugelements 180 wird Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum nach außen
hin abtransportiert. Von der Unterseite der Montagesohle 162 kann diese Feuchtigkeit
durch die Ausnehmungen 60 in der Sohleneinheit 54 weiter abtransportiert werden.
[0125] Das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat 164 ist mittels einer wasserdampfdurchlässigen
Klebstoffschicht 170 mit der Montagesohle 162 verbunden. Die Klebstoffschicht 170,
die kontinuierlich oder punktförmig ausgebildet sein kann, bedeckt im Ausführungsbeispiel
der Fig. 7 einen Großteil der Oberfläche der Montagesohle 162, sie dringt durch das
Netzmaterial 154 bis zur Schaftbodenfunktionsschicht 166 durch, und sie ist wasserdampfdurchlässig
ausgebildet, um an dieser Stelle eine Atmungsaktivität zu gewährleisten. Somit ist
an dieser Stelle eine zuverlässige Fixierung des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
164 gegenüber der Montagesohle 162 erreicht.
[0126] Fig. 8 zeigt eine schematische Ansicht der Schaftanordnung 100 von unten.
[0127] Dabei ist der den unteren Umfangsrand der Schaftanordnung 100 bildende Endbereich
des Obermaterials 24, der an die Unterseite der Montagesohle 42 angezwickt ist, gut
zu erkennen. Ebenfalls sind die Enden der als Saugbänder 184 ausgeführten Saugelemente
zu erkennen, die Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum zwischen dem Schaftfunktionsschichtlaminat
und der Obermateriallage heraus nach unten transportieren.
[0128] Im vorliegenden Aufsführungsbeispiel sind acht Enden von Saugbändern 184 geringer
Breite, verteilt entlang des Umfangsrands der Obermateriallage 24 zu erkennen. Durch
eine solche Anordnung von mehreren Saugbändern 184 entlang des Gesamtumfangs der Obermateriallage
24 kann ein zuverlässiger Abtransport von Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum zwischen
Schaftfunktionsschicht und Obermateriallage in allen Umfangsbereichen der Schaftanordnung
gewährleistet werden.
[0129] Selbstverständlich kann eine derartige Anordnung von Saugbändern 184 auch bei allen
anderen vorstehend beschriebenen Arten von Schaftanordnungen zum Einsatz kommen.
[0130] Fig. 9 zeigt eine Ansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels der Schaftanordnung
100 des dritten Schuhs 98 von unten.
[0131] Dabei ist nur ein Saugband 186 in einem Vorderfußbereich der Schaftanordnung 100
vorgesehen, das sich ein Stück weit bis unterhalb der Montagesohle 42 erstreckt. Dieses
Saugband 186 transportiert Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum zwischen der Obermateriallage
und dem Schaftfunktionsschichtlaminat nach außen, und bereits durch ein derartiges
Saugband 186 kann schon ein signifikanter Abtransport von Feuchtigkeit erreicht werden.
[0132] Fig. 10 zeigt eine Ansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels der Schaftanordnung
100 des dritten Schuhs 98 von unten.
[0133] Dabei ist anstelle von Saugbändern mit relativ geringer Breite ein halbseitig umlaufendes,
flächiges Saugelement 188 vorgesehen, das im gesamten Vorderschuhbereich sowie in
einem mittleren Bereich des Schuhs Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum zwischen der
Obermateriallge und dem Schaftfunktionsschichtlaminat zur Unterseite der Montagesohle
42 hin abtransportiert, von wo aus die Feuchtigkeit den Schuh nach unten verlassen
kann.
[0134] Fig. 11 zeigt eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels der Schaftanordnung 100 des
dritten Schuhs 98 von unten.
[0135] Dabei sind insgesamt vier Saugbänder 190 vorgesehen, die in Schuhquerrichtung über
die gesamte Unterseite der Montagesohle 42 verlaufen und deren linke und rechte Enden
sich jeweils in die Zwischenräume zwischen der Obermateriallage und dem Schaftfunktionsschichtlaminat
erstrecken. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die vier Saugbänder 190 entlang
der Länge der Schaftanordnung 100 in etwa äquidistant angeordnet.
[0136] Durch eine derartige Anordnung von Saugbändern kann ebenfalls ein zuverlässiger Abtransport
von Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum zwischen der Obermateriallage und dem Schaftfunktionsschichtlaminat
erreicht werden.
[0137] Fig. 12 zeigt eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Saugelements 102 gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0138] Das Saugelement 102 umfasst eine Schicht 192 eines flüssigkeitsaufsaugenden Materials,
die den Flüssigkeitstransport aus dem Zwischenraum nach außen hin gewährleistet, und
die beispielsweise aus Baumwollmaterial sein kann. Auf der Oberseite ist diese Saugschicht
mit einem Klebstoffmaterial 194 versehen, mittels dessen das Saugelement 102 beispielsweise
auf die Unterseite der Montagesohle 42 und die Innenseite des Schaftfunktionsschichtlaminats
aufgeklebt werden kann. Dieser Klebstoff braucht nicht auf der gesamten Oberseite
der Saugschicht 192 vorgesehen zu werden, es genügt, wenn dieser bereichsweise vorgesehen
wird.
1. Schaftanordnung (100) für Schuhwerk (98), aufweisend einen Schaftboden (34) mit einer
wasserdampfdurchlässigen Montagesohle (36) und mit einem Schaftbodenfunktionsschichtlaminat
(38);
einen Schaftbereich (23) mit einer Obermateriallage (24) und mit einer Futterlage
(26);
wobei der sohlenseitige Schaftendbereich mit dem Schaftboden (34) verbunden ist; und
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Saugelement (102) vorgesehen ist, das sich von einem Bereich zwischen
der Obermateriallage (24) und der Futterlage (26) des Schaftbereichs (23) in einen
Bereich unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats (38) erstreckt, um Feuchtigkeit
von dem Bereich zwischen der Obermateriallage (24) und der Futterlage (26) des Schaftbereichs
(23) in den Bereich unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats (38) abzutransportieren.
2. Schaftanordnung (100) nach Anspruch 1, wobei die Futterlage als Schaftfunktionsschichtlaminat
(26) ausgebildet ist.
3. Schaftanordnung (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei wenigstens ein Saugelement (184)
bandförmig ist.
4. Schaftanordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich wenigstens
ein Saugelement (190) von einem Abschnitt des sohlenseitigen Umfangsrands des Schaftbereichs
zu einem gegenüberliegenden, insbesondere in Schuhquerrichtung gegenüberliegenden
Abschnitt des sohlenseitigen Umfangsrands erstreckt.
5. Schaftanordnung (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei wenigstens ein Saugelement (188)
eine derartige Breite hat, dass es sich über einen Abschnitt von wenigstens 25% des
sohlenseitigen Umfangsrands des Schaftbereichs (23), insbesondere über den Vorderfußabschnitt
des sohlenseitigen Umfangsrands des Schaftbereichs (23) erstreckt.
6. Schaftanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei mehrere Saugelemente
(106) entlang des sohlenseitigen Umfangsrands des Schaftbereichs (22) angeordnet sind.
7. Schaftanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei genau ein Saugelement
(186; 188) am sohlenseitigen Umfangsrand des Schaftbereichs (23) angeordnet ist.
8. Schaftanordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Saugelement
(102) Baumwolle aufweist.
9. Schaftanordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Saugelement
(102) wenigstens bereichsweise mit einem Klebstoff zur Befestigung des Saugelements
(102) versehen ist.
10. Schaftanordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich das Saugelement
(102) mit seinem zwischenraumseitigen Abschnitt etwa 1 bis 3 cm, insbesondere etwa
2 cm in den Bereich zwischen der Obermateriallage (24) und der Futterlage (26) des
Schaftbereichs (23) hinein erstreckt.
11. Schaftanordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich das Saugelement
(102) mit seinem schaftbodenfunktionsschichtiaminatsseitigen Abschnitt etwa 1 bis
4 cm, insbesondere etwa 3 cm in den Bereich unter das Schaftbodenfunktionsschichtlaminat
(38) erstreckt.
12. Schaftanordnung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die wasserdampfdurchlässige
Montagesohle (36) oberhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats (38) angeordnet
ist und sich das Saugelement somit zu der Außenseite des Schaftbodens (34) erstreckt.
13. Schaftanordnung (100) nach Anspruch 12, wobei die wasserdampfdurchlässige Montagesohle
(36) mit dem sohlenseitigen Endbereich des Schaftfunktionsschichtlaminats (26) vernäht
ist, und/oder wobei der sohlenseitige Endbereich der Obermateriallage (24) auf die
Unterseite des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats (38) aufgezwickt ist.
14. Schaftanordnung (108) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der sohlenseitige Endbereich
des Schaftfunktionsschichtlaminats (116) mit dem Schaftbodenfunktionsschichtlaminat
(128) vernäht ist, und wobei die Montagesohle (126) unterhalb des Schaftbodenfunktionsschichtlaminats
(128) angeordnet ist.
15. Schaftanordnung (108) nach Anspruch 14, wobei der sohlenseitige Endbereich der Obermateriallage
(24) mit der wasserdampfdurchlässigen Montagesohle (126) vernäht ist, und sich das
Saugelement (144) somit in einen Zwischenraum zwischen dem Schaftbodenfunktionsschichtlaminat
(128) und der wasserdampfdurchlässigen Montagesohle (126) erstreckt.
16. Schaftanordnung (147) nach Anspruch 14, wobei die Innenseite des sohlenseitigen Endbereichs
der Obermateriallage (24) auf die Unterseite der Montagesohle (162) aufgezwickt ist,
und sich das Saugelement (180) somit zu der Außenseite des Schaftbodens (160) erstreckt.
17. Schuhwerk (98) mit wenigstens einer Schaftanordnung (100) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche und mit einer an der Unterseite davon befestigten Sohleneinheit (4) mit
wenigstens einer Durchgangsöffnung oder mit Porösitäten, die insbesondere an die Unterseite
der Schaftanordnung (100) angeklebt oder angespritzt ist.
1. Upper assembly (100) for footwear (98), comprising
a shaft bottom (34) with a water vapor permeable assembly insole (36) and with a shaft
bottom functional layer laminate (38);
an upper portion (23) with an upper material layer (24) and with a lining layer (26);
wherein the sole-side end portion of the upper portion is connected to the shaft bottom
(34); and
characterized in that at least one wicking element (102) is provided, which extends from a region between
the upper material layer (24) and the lining layer (26) of the upper portion (23)
into a region below the shaft bottom functional layer laminate (38) to transport moisture
away from the region between the upper material layer (24) and the lining layer (26)
of the upper portion (23) into the region below the shaft bottom functional layer
laminate (38).
2. Upper assembly (100) according to claim 1, wherein the lining layer is embodied as
an upper functional layer laminate (26).
3. Upper assembly (100) according to claim 1 or 2, wherein at least one wicking element
(184) is in the form of a tape.
4. Upper assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein at least one
wicking element (190) extends from a section of the sole-side perimetric edge of the
upper portion to an opposite, in particular opposite in the transverse direction of
the shoe, section of the sole-side perimetric edge.
5. Upper assembly (100) according to claim 1 or 2, wherein at least one wicking element
(188) has such a width that it extends over a section of at least 25% of the sole-side
perimetric edge of the upper portion (23), in particular over the forefoot section
of the sole-side perimetric edge of the upper portion (23).
6. Upper assembly (100) according to one of claims 1 to 5, wherein multiple wicking elements
(106) are arranged along the sole-side perimetric edge of the upper portion (22).
7. Upper assembly (100) according to one of claims 1 to 5, wherein exactly one wicking
element (186; 188) is arranged at the sole-side perimetric edge of the upper portion
(23).
8. Upper assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein the wicking
element (102) comprises cotton.
9. Upper assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein the wicking
element (102) is provided, at least in a portion thereof, with a glue for attaching
the wicking element (102).
10. Upper assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein the wicking
element (102) extends, with its section between the upper material layer and the lining
layer, about 1 to 3 cm, in particular about 2 cm, into the region between the upper
material layer (24) and the lining layer (26) of the upper portion (23).
11. Upper assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein the wicking
element (102) extends, with its section on the side of the shaft bottom functional
layer laminate, about 1 to 4 cm, in particular about 3 cm, into the region below the
shaft bottom functional layer laminate (38).
12. Upper assembly (100) according to one of the preceding claims, wherein the water vapor
permeable assembly insole (36) is arranged above the shaft bottom functional layer
laminate (38) and wherein the wicking element extends on the outer side of the shaft
bottom (34).
13. Upper assembly (100) according to claim 12, wherein the water vapor permeable assembly
insole (36) is sewn to the sole-side end portion of the upper functional layer laminate
(26) and/or wherein the sole-side end portion of the upper material layer (24) is
lasted onto the underside of the shaft bottom functional layer laminate (38).
14. Upper assembly (108) according to one of the claims 1 to 11, wherein the sole-side
end portion of the upper functional layer laminate (116) is sewn to the shaft bottom
functional layer laminate (128) and wherein the assembly insole (126) is arranged
below the shaft bottom functional layer laminate (128).
15. Upper assembly (108) according to claim 14, wherein the sole-side end portion of the
upper material layer (24) is sewn to the water vapor permeable assembly insole (126)
and wherein the wicking element (144) extends into an intermediate space between the
shaft bottom functional layer laminate (128) and the water vapor permeable assembly
insole (126).
16. Upper assembly (147) according to claim 14, wherein the inner side of the sole-side
end portion of the upper material layer (24) is lasted onto the underside of the assembly
insole (126) and wherein the wicking element (180) extends on the outer side of the
shaft bottom (160).
17. Footwear (98) with at least an upper assembly (100) according to one of the preceding
claims and with a sole unit, attached to the underside thereof, with at least one
passage opening or with porosities, which sole unit being in particular glued or injected
onto the underside of the upper assembly (100).
1. Agencement de tige (100) pour chaussure (98), comprenant
un fond de tige (34) doté d'une semelle de montage (36) perméable à la vapeur d'eau
et d'un ensemble laminé de couches fonctionnelles de fond de tige (38) ;
une zone de tige (23) dotée d'une couche de matériau de revêtement (24) et d'une couche
de doublure (26) ;
la zone d'extrémité de tige côté semelle étant reliée au fond de tige (34) ; et
caractérisé en ce qu'au moins un élément d'aspiration (102) s'étend d'une zone située entre la couche de
matériau de revêtement (24) et la couche de doublure (26) de la zone de tige (23)
dans une zone située au-dessous de l'ensemble laminé de couches fonctionnelles de
fond de tige (38), afin d'évacuer l'humidité de la zone située entre la couche de
matériau de revêtement (24) et la couche de doublure (26) de la zone de tige (23)
dans la zone située au-dessous de l'ensemble laminé de couches fonctionnelles de fond
de tige (38).
2. Agencement de tige (100) selon la revendication 1, la couche de doublure étant configurée
comme un ensemble laminé de couches fonctionnelles de tige (26).
3. Agencement de tige (100) selon la revendication 1 ou 2, au moins un élément d'aspiration
(184) étant en forme de bande.
4. Agencement de tige (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, au
moins un élément d'aspiration (190) s'étendant d'une section du bord périphérique
côté semelle de la zone de tige à une section opposée, en particulier opposée dans
la direction transversale de la chaussure, du bord périphérique côté semelle.
5. Agencement de tige (100) selon la revendication 1 ou 2, au moins un élément d'aspiration
(188) présentant une largeur telle qu'il s'étend au-dessus d'une section d'au moins
25 % du bord périphérique côté semelle de la zone de tige (23), en particulier au-dessus
de la section de pied avant du bord périphérique côté semelle de la zone de tige (23).
6. Agencement de tige (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, plusieurs
éléments d'aspiration (106) étant disposés le long du bord périphérique côté semelle
de la zone de tige (22).
7. Agencement de tige (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, un seul
élément d'aspiration (186 ; 188) étant disposé sur le bord périphérique côté semelle
de la zone de tige (23).
8. Agencement de tige (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'élément
d'aspiration (102) comprenant du coton.
9. Agencement de tige (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'élément
d'aspiration (102) étant pourvu au moins par endroits d'un adhésif destiné à fixer
l'élément d'aspiration (102).
10. Agencement de tige (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'élément
d'aspiration (102) s'étendant avec sa section côté interstice sensiblement de 1 à
3 cm, en particulier sensiblement de 2 cm dans la zone située entre la couche de matériau
de revêtement (24) et la couche de doublure (26) de la zone de tige (23).
11. Agencement de tige (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'élément
d'aspiration (102) s'étendant avec sa section côté ensemble laminé de couches fonctionnelles
de fond de tige sensiblement de 1 à 4 cm, en particulier sensiblement de 3 cm dans
la zone située sous l'ensemble laminé de couches fonctionnelles de fond de tige (38).
12. Agencement de tige (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, la
semelle de montage (36) perméable à la vapeur étant disposée au-dessus de l'ensemble
laminé de couches fonctionnelles de fond de tige (38) et l'élément d'aspiration s'étendant
donc en direction de la face extérieure du fond de tige (34).
13. Agencement de tige (100) selon la revendication 12, la semelle de montage (36) perméable
à la vapeur d'eau étant cousue à la zone d'extrémité côté semelle de l'ensemble laminé
de couches fonctionnelles de tige (26), et/ou la zone d'extrémité côté semelle de
la couche de matériau de revêtement (24) étant montée sur la face inférieure de l'ensemble
laminé de couches fonctionnelles de fond de tige (38).
14. Agencement de tige (108) selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, la zone
d'extrémité côté semelle de l'ensemble laminé de couches fonctionnelles de tige (116)
étant cousue à l'ensemble laminé de couches fonctionnelles de fond de tige (128),
et la semelle de montage (126) étant disposée au-dessous de l'ensemble laminé de couches
fonctionnelles de fond de tige (128).
15. Agencement de tige (108) selon la revendication 14, la zone d'extrémité côté semelle
de la couche de matériau de revêtement (24) étant cousue à la semelle de montage (126)
perméable à la vapeur d'eau, et l'élément d'aspiration (144) s'étendant donc dans
un interstice situé entre l'ensemble laminé de couches fonctionnelles de fond de tige
(128) et la semelle de montage (126) perméable à la vapeur d'eau.
16. Agencement de tige (147) selon la revendication 14, la face intérieure de la zone
d'extrémité côté semelle de la couche de matériau de revêtement (24) étant montée
sur la face inférieure de la semelle de montage (162) et l'élément d'aspiration (180)
s'étendant donc en direction de la face extérieure du fond de tige (160).
17. Chaussure (98) comprenant au moins un agencement de tige (100) selon l'une quelconque
des revendications précédentes et comprenant une unité semelle (4) fixée sur sa face
inférieure, laquelle unité est pourvue au moins d'une ouverture de passage ou de porosités
qui sont collées ou directement injectées, en particulier sur la face inférieure de
l'agencement de tige (100).