| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 528 477 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
08.01.2014 Patentblatt 2014/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.01.2011 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2011/000122 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2011/091954 (04.08.2011 Gazette 2011/31) |
|
| (54) |
SITZMÖBEL
SEATING FURNITURE
MEUBLE D'ASSISE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
29.01.2010 DE 102010006175
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
05.12.2012 Patentblatt 2012/49 |
| (73) |
Patentinhaber: Kusch + Co. GmbH & Co. KG |
|
59969 Hallenberg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- KUSCH, Dieter
59969 Hallenberg / Liesen (DE)
- DE LE ROI, Robert
35066 Frankenberg (DE)
- SEIPP, Karl-Heinz
35108 Allendorf (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Henseler, Daniela |
|
Sparing Röhl Henseler
Patentanwälte
Postfach 14 04 43 40074 Düsseldorf 40074 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U1- 8 620 412 US-A- 3 640 576 US-A- 4 601 516
|
GB-A- 1 389 265 US-A- 4 438 603
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sitzmöbel, insbesondere Sessel oder Sitzbank, nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus
DE-OS 1 429 358 und
US 3640 576 ist ein Sessel oder Sitzbank zur Verwendung als Wohnmöbel oder Sitzgelegenheit in
öffentlichen Gebäuden bekannt. In dem Publikum zugänglichen Räumen, beispielsweise
Warteräumen, Flughafengebäuden, Vorräumen und dergleichen sind die Anforderungen,
die an Sitzgelegenheiten gestellt werden, außerordentlich hoch. Eine Grundforderung
ist dabei, dass das Sitzmöbel einen hohen Sitzkomfort bietet. Infolge der häufigen
Benutzung und teilweise auch infolge der geringen Sorgfalt der Benutzer, werden solche
Sitzmöbel rasch beschädigt und unansehnlich. Wegen der daraus resultierenden hohen
Arbeits- und Materialkosten zur Unterhaltung müssen das Reinigen und der Ersatz schnell
und einfach erfolgen.
[0003] Um diesen Forderungen zu genügen, weist das bekannte Sitzmöbel einen festen, dauerhaften
Rahmen auf, der sich normieren lässt und damit die Anzahl der einzelnen Komponenten
zum Aufbau des Sitzmöbels minimiert. Die Sitz- und Rückenpolster lassen sich leicht
und schnell entfernen, da die Polster für jeden Sitz getrennt und einzeln vorgesehen
sind. Beschädigungen an einem Sitz können einfach dadurch behoben werden, dass man
das betreffende Polster entfernt und durch ein neues Polster ersetzt. Die Polster
sind identisch, unabhängig davon, ob man sie für einen am Ende befindlichen Sitz oder
für einen Zwischensitz verwendet, falls es sich um eine Sitzbank handelt. Vorzugsweise
werden getrennte Sitz- und Rückenpolster verwendet.
[0004] Jeder Rahmen besitzt ein Paar von Abdeckplatten, die im Falle des Sitzteiles die
Oberfläche des Rahmens und im Falle des Rückenlehnenteils die Vorderfläche des Rahmens
bilden. Die Abdeckplatten sind abnehmbar. Die Sitzpolster werden zwischen den Rahmen
eingehängt, indem man ihre Randkanten zwischen die Rahmen und die Abdeckplatten setzt
und die Abdeckplatten zur Verankerung der Polsterkanten nach unten festzieht. Darüber
hinaus weisen die Sitz- und Rückenlehnenpolster in ihren Randkanten Ösen zur Aufnahme
von Stiften auf. Dies ergibt eine zusätzliche Verankerung der Sitz- und Rückenlehnenpolster
und eine Verstärkung der zwischen den Abdeckplatten und den Rahmen gebildeten Verklammerung.
[0005] Nachteilig ist die aufwendige Verankerung der Randkanten zwischen dem Rahmen und
den Abdeckplatten unter Verwendung von Ösen, die über Stifte zu montieren sind. Daraus
folgt auch der Zwang zur Festlegung auf bestimmte Wandstärken der Polster, die am
Rahmen verankert werden können.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Sitzmöbel nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 zu schaffen, das einen hohen und dauerhaften Sitzkomfort bietet und dabei einfach
auf- und umbaubar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Hierdurch wird ein Sitzmöbel geschaffen, das die Vorteile eines normierten Rahmens
mit getrennt auswechselbaren Sitz- und Rückenteilen zeigt und dabei einen guten und
dauerhaften Sitzkomfort liefert. Die Sitz- und Rückenteile werden eingeklemmt in einer
Rahmenfuge, wozu das Sitz- und Rückenteil randseitig jeweils ein Eingriffsglied aufweist,
das über eine Reibschlussverbindung in der Rahmenfuge befestigbar ist. Dieser Klemmsitz
wird durch einen Anschlag formschlüssig gesichert. Eine schnell lösbare, dabei aber
sichere und belastbare Klemmverbindung wird erfindungsgemäß geschaffen.
[0009] Das Vorsehen eines Eingriffsgliedes ermöglicht, das die Befestigung des Sitz- und
Rückenteils abgekoppelt wird von dem Material und der Materialdicke, die für das Sitz-
und Rückenteil verwendet wird. Die beidseitig eines Sitz- und Rückenteils vorgesehenen
Eingriffsglieder bilden somit Arbeitsleisten als Teil einer Klemmverbindung, in die
diese eingreifen. Diese Verbindungsfunktion ist losgelöst von der Art und Dicke des
verwendeten Materials bzw. Polsters, da das jeweilige Eingriffsglied an den Randkanten
des Sitz- und Rückenteils nicht nur ausbildbar, sondern auch anbringbar ist.
[0010] Als Eingriffsglied kann beispielsweise ein Formstück bzw. Formkörper vorgesehen sein,
das bzw. der einstückig mit einem Sitz- und Rückenteil ausbildbar ist. Alternativ
kann das Formstück als Ansatzstück ausgebildet sein, das an oder auf der Randkante
eines Sitz- oder Rückenteils befestigt ist. Dies gilt insbesondere bei der Verwendung
von Materialien mit geringer Dicke, wie beispielsweise Blechen, Häuten, Fahnen und
sonstigen Flächengebilden. Unterschiedliche Materialien und Materialdicken können
zum Einsatz kommen, ohne dass die Klemmkörper des Rahmens verändert werden müssen.
Aufgestellte Sitzmöbel können so wechselnd mit verschiedenen Sitz- und Rückenteilen
bestückt werden.
[0011] Vorzugsweise ist die Klemmverbindung durch eine Lagerpassung gegen ein Verschieben
in der Pressebene, d.h. quer zur Klemmrichtung, gesichert. Die Passung kann den Rahmen
zudem konstruktiv verstärken. So kann beispielsweise das Passteil in Form einer Feder
eine Versteifungsrippe für das Rahmenoberteil bilden. Das Rahmenoberteil kann dann
deckelartig dünn ausgebildet sein.
[0012] Weiterhin kann das Rahmenoberteil einen T-förmigen Querschnitt aufweisen mit einem
unterseitigen Steg, der besonders bevorzugt mittig angeordnet ist. Dieser Steg kann
als Feder einer Passung ganz oder teilweise längs der Erstreckung des Rahmenoberteils
vorgesehen sein. Freiräume im Schatten des Stegs können als Montageräume für die Anlenkung
von Accessoires, wie zum Beispiel einer Armlehne, Verwendung finden. Befestigungsmittel,
wie beispielsweise Schrauben, greifen von der Innenseite des Rahmens an und sind bei
verspanntem Rahmenoberteil und Rahmenunterteil verdeckt. Das äußere Erscheinungsbild
des Sitzmöbels wird dadurch verbessert.
[0013] Zum Verspannen des Rahmenoberteils und Rahmenunterteils können eine Anzahl Spannschrauben
verwendet werden. Für die Spannschrauben kann das Passteil einer Feder eine Spannbrücke
bilden. Eine vorderseitig nicht sichtbare Kopf-(Anzieh)-Schraubenverbindung ermöglicht
ein sicheres Verspannen, ohne dass das vorderseitige Erscheinungsbild des Sitzmöbels
durch sichtbare Schrauben gestört wird.
[0014] Der erfindungsgemäß vorgesehene Rahmen eignet sich als Abschlussrahmen oder als Zwischenrahmen.
Bei einer Verwendung als Abschlussrahmen kann ein Blindformstück zum Verschließen
der Rahmenfuge endseitig des Sitzmöbels vorgesehen sein.
[0015] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und den
Unteransprüchen zu entnehmen.
[0016] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den beigefügten Abbildungen dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1a zeigt schematisch eine Vorderansicht eines Sitzmöbels,
Fig. 1b zeigt schematisch eine Draufsicht des Sitzmöbels gemäß Fig. 1a,
Fig. 1 c zeigt schematisch eine perspektivische Seitenansicht des Sitzmöbels gemäß
Fig. 1a,
Fig. 2 zeigt schematisch eine Explosions-Ansicht eines Rahmens und eines Sitz- und
Rückenteils eines Sitzmöbels,
Fig. 3 zeigt schematisch eine Seitenansicht eines Rahmens mit einem Rahmenoberteil
und Rahmenunterteil vor einem Verspannen derselben,
Fig. 4 zeigt schematisch eine Seitenansicht eines Sitzmöbels einschließlich Darstellung
einer Abstützung,
Fig. 5 zeigt einen Schnitt B-B gemäß Fig. 4,
Fig. 6 zeigt einen Schnitt C-C gemäß Fig. 4.
[0017] Wie die Figuren zeigen, betrifft die Erfindung ein Sitzmöbel mit mindestens zwei
im Abstand voneinander an einer Abstützung 1 angeordneten Rahmen 2, zwischen denen
ein Sitzteil 3 und ein Rückenteil 4 einhängbar ist. Das Sitzmöbel ist vorzugsweise
ein Sessel mit einem Sitzplatz oder eine Sitzbank mit mehreren aneinander gereihten
Sitzplätzen.
[0018] Die Fig. 1a bis Fig. 1 c zeigen beispielhaft ein Sitzmöbel mit zwei aneinandergereihten
Sitzplätzen, die eine Sitzbank bilden. Insgesamt drei Rahmen 2 sind dazu vorgesehen,
wobei zwei äußere Rahmen 2 jeweils einen Außenrahmen und der mittlere Rahmen 2 einen
Zwischenrahmen bilden. Alle Rahmen 2 können gleich ausgebildet sein, wodurch ein normiertes
Rahmensystem gebildet wird. Jedes Sitzteil 3 und Rückenteil 4 ist randseitig und beidseitig
an einem Rahmen 2 befestigt, um einen Sitzplatz zu bilden. Die Anzahl Sitzplätze ist
wählbar. Alle Rahmen 2 einer Sitzplatz-Reihe können an einer gemeinsamen Abstützung
1 befestigt sein, die von einem Fußteil 5 (Fig. 4) getragen wird. Bei mehr als sechs
Sitzplätzen ist vorzugsweise mindestens ein Zwischenfuß (nicht dargestellt) vorgesehen.
[0019] Wie Fig. 2 und Fig. 3 zeigen, umfasst ein Rahmen 2 jeweils ein Rahmenoberteil 6 und
ein Rahmenunterteil 7, die das Sitzteil 3 und das Rückenteil 4 randseitig mechanisch
fixieren. Das Rahmenoberteil 6 und das Rahmenunterteil 7 sind dazu verspannbare Klemmkörper.
Wie Fig. 3 zeigt, wird das Rahmenoberteil 6 mit dem Rahmenunterteil 7 mittels Befestigungselementen
verspannt. Vorzugsweise sind zum Verspannen des Rahmenoberteils 6 und des Rahmenunterteils
7 Kopfschraubenverbindungen vorgesehen. Durch ein Anziehen von vorzugsweise Spannschrauben
28, 29, die durch das Rahmenunterteil 7 gesteckt werden und in das Rahmenoberteil
6 schraubbar sein können, bilden das Rahmenoberteil 6 und das Rahmenunterteil 7 Klemmkörper
zum mechanischen Fixieren eines Randes des Sitzteils 3 und des Rückenteils 4.
[0020] Fig. 2 zeigt das Rahmenoberteil 6 mit dessen Unterseite 8 aufgeklappt zu einer Oberseite
9 des Rahmenunterteils 7.
[0021] Mindestens einer der Klemmkörper, hier vorzugsweise das Rahmenunterteil 7, weist
jeweils randseitig eine sich erstreckende Ausnehmung 12 auf. Diese Ausnehmung 12 ist
eine Vertiefung, deren Wandungen Wirkflächen 11 für eine Haftreibung bereitstellen.
Wie Fig. 2 zeigt, erstreckt sich die Ausnehmung 12 vorzugsweise längs des Rahmenunterteils
7 entsprechend einer Tiefe/Höhe des Sitz- und Rückenteils 3, 4. Die Ausnehmung 12
ist vorzugsweise beidseitig randseitig des Rahmenunterteils 7 vorgesehen. Werden das
Rahmenoberteil 6 und das so ausgebildete Rahmenunterteil 7 verspannt, tritt die Klemmkraft
auf in einer Rahmenfuge 30, die vorzugsweise einen Druckbund für ein einsetzbares/einlegbares
Eingriffsglied 14 bildet. Ein Eingriffsglied 14 ist an jeder der beiden gegenüberliegenden
Randkanten 15 des Sitz- und Rückenteils 3, 4 vorgesehen.
[0022] Das Eingriffsglied 14 erstreckt sich stabförmig entlang des jeweilige Randes des
Sitz- und Rückenteils 3, 4, so dass eine beidseitige mechanische Fixierung erreicht
wird. Die beidseitig des Sitz- und Rückenteils 3, 4 vorgesehenen Eingriffsglieder
14 sind vorzugsweise Formstücke bzw. Formkörper, die sich kontinuierlich oder diskontinuierlich
erstrecken. Zwischen dem Rahmenoberteil 6 und dem Rahmenunterteil 7 werden die Eingriffsglieder
14 jeweils in einem Pressraum der Rahmenfuge 30, der durch die Wirkflächen 11 der
Ausnehmung 12 in Verbindung mit der Unterfläche 8 des Rahmenoberteils 6 begrenzt wird,
mechanisch fixiert. Das jeweilige Eingriffsglied 14 wird folglich durch eine Reibschlußverbindung
zwischen dem Rahmenoberteil 6 und dem Rahmenunterteil 7 befestigt. Der durch Haftreibung
erzeugte Kraftschluss des geklemmten Eingriffsgliedes 14, der einen Klemmsitz begründet,
wird formschlüssig gesichert. Die Ausnehmung 12 weist eine Hinterschneidung 16 auf,
die einen Anschlag zur formschlüssigen Sicherung des geklemmten Eingriffsgliedes 14
bildet.
[0023] Die Hinterschneidung 16 wird vorzugsweise von einer Schulter gebildet, die die Rahmenfuge
30 außenseitig verjüngt.
[0024] Wie Fig. 5 und Fig. 6 zeigen, weist die Ausnehmung 12 des mindestens einen Klemmelementes
eine Hinterschneidung 16 auf, die formschlüssig in Eingriff bringbar ist mit dem Eingriffsglied
14, das dann vorzugsweise als Winkelformstück ausgebildet ist. Die Ausnehmung 12 bildet
dazu vorzugsweise eine Rahmenfuge 30 mit einer Längsnut 17.
[0025] Die Unterseite 8 und die Oberseite 9 der Rahmenteile 6, 7 bilden Spannbacken, die
vorzugsweise durch eine Verbindung 10 ineinandergreifender Teile zueinander ausrichtbare
Gegenstücke bilden. Die Verbindung 10 weist vorzugsweise Nut 18 und Feder 19 auf.
Die Verbindung 10 ist vorzugsweise eine Passung. Die Passung kann als eine Spielpassung
ausgebildet sein. Die Passung kann als Lager dienen.
[0026] Wie Fig. 2 zeigt, kann die Feder 19 eine Spannbrücke für die Übertragung der Spannkraft
der Spannelemente bilden, beispielsweise Spannschrauben 28, 29 auf den Rahmen 2. Die
Feder 19 weist dazu Innengewinde 20 für Kopfschraubenverbindungen auf.
[0027] Das Rahmenunterteil 7 ist vorzugsweise als ein oberseitig vielprofilierter Holm ausgebildet,
der mit einem unterseitig T-förmigen Holm als Rahmenoberteil 6 verspannbar ist.
[0028] Die Feder 19 bildet vorzugsweise an der Unterseite (Innenseite) des Rahmenoberteils
6 eine Versteifungsrippe mit einer Rippenlängsachse längs der Erstreckung des Rahmenoberteils
6.
[0029] Das Eingriffsglied 14 kann einstückig mit dem Sitz- und Rückenteil 3, 4 ausgebildet
sein. Alternativ kann das Eingriffsglied 14 als ein Ansatzstück an einem als Flächengebilde
13 ausgebildeten Sitz- und Rückenteil 3, 4 befestigt sein, wie beispielsweise in Fig.
5 und Fig. 6 dargestellt ist. Das Eingriffsglied 14 als Ansatzstück besteht vorzugsweise
aus einem Kunststoff- oder Kunststoffverbundmaterial. Das Eingriffsglied 14 als Ansatzstück
kann ein Ende des Flächengebildes 13 aufnehmen oder dieses als Einlage (nicht dargestellt)
in die Ausnehmung 12 klemmen.
[0030] Das Rahmenoberteil 6 und das Rahmenunterteil 7 sind vorzugsweise beide L-förmige
Klemmkörper, die ein Sitzteil 3 und ein Rückenteil 4 eines Rahmens 2 einteilig miteinander
verbinden. Das Sitzteil 3 und das Rückenteil 4 können getrennt oder einteilig/einstückig
als Sitzschale ausgebildet sein. Fig. 2 zeigt das Rahmenoberteil 6 in einteiliger
Ausbildung mit einem unteren Sitzteil-Klemmabschnitt, einem oberen Rückenteil-Kemmabschnitt
und einem dazwischen angeordneten bogenförmigen Übergangsabschnitt 31. Der Übergangsabschnitt
31 kann eine innenseitige Versteifungsrippe 32 aufweisen, die ein Teilstück der Feder
19 sein kann. Das Rahmenoberteil 6 kann im Bereich des bogenförmigen Übergangsabschnitts
randseitig bündig an das Rahmenunterteil 7 anschließen. Hierzu können Stege 33 (Fig.
2) vorgesehen sein, die stossseitig die Rahmenfuge 30 begrenzen können.
[0031] Eine Armlehne 21 kann an dem Rahmenoberteil 6 mittels Befestigungselementen 22, 23
befestigt werden, die beim Verspannen des Rahmenoberteils 6 mit dem Rahmenunterteil
7 innenliegend des Rahmens 2 sind. Die Nut 18 kann dazu angepasste Aussparungen 24,
25 aufweisen, um einen Montageraum zu bilden.
1. Sitzmöbel mit mindestens zwei im Abstand voneinander an einer Abstützung (1) angeordneten
Rahmen (2), zwischen denen ein Sitzteil (3) und ein Rückenteil (4) einhängbar ist,
und die Rahmen (2) jeweils ein Rahmenoberteil (6) und ein Rahmenunterteil (7) umfassen,
die das Sitzteil (3) und das Rückenteil (4) randseitig mechanisch fixieren, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenoberteil (6) und das Rahmenunterteil (7) lösbar verspannbare Klemmkörper
sind, mindestens ein Klemmkörper jeweils randseitig eine sich erstreckende, Ausnehmung
(12) aufweist, die eine Rahmenfuge (30) bildet, in der ein an einer jeweiligen Randkante
(15) des Sitzteils (3) und des Rückenteils (4) vorgesehenes Eingriffsglied (14) durch
Reibschlußverbindung mit dem Rahmenoberteil (6) und Rahmenunterteil (7) befestigbar
ist, und die Ausnehmung (12) eine Hinterschneidung (16) aufweist, die einen Anschlag
zur formschlüssigen Sicherung des geklemmten Eingriffsglieds (14) bildet.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenoberteil (6) zum Befestigen des Sitz- und Rückenteils (3, 4) einstückig
ausgebildet ist.
3. Sitzmöbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenoberteil (6) L-förmig ausgebildet ist mit einem Sitzteil-Klemmabschnitt,
einem Rückenteil-Klemmabschnitt und einem dazwischen angeordneten bogenförmigen Übergangsabschnitt
(31).
4. Sitzmöbel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der bogenförmige Übergangsabschnitt (31) eine innenseitige Versteifungsrippe (32)
aufweist.
5. Sitzmöbel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rahmenoberteil (6) im Bereich des bogenförmigen Übergangsabschnitts (31) randseitig
bündig an das Rahmenunterteil (7) anschließt.
6. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidung (16) als eine Schulter und das Eingriffsglied (14) als stabförmiger
Formkörper ausgebildet sind.
7. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (12) einen Druckbund mit Längsnut (17) bildet.
8. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die verspannbaren Klemmkörper durch eine Verbindung (10) ineinandergreifender Teile
zueinander ausrichtbare Gegenstücke bilden.
9. Sitzmöbel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (10) Nut (18) und Feder (19) aufweist, die eine Passung bilden.
10. Sitzmöbel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (19) eine Spannbrücke für die Übertragung der Spannkraft von Spannelementen
auf den Rahmen (2) bildet.
11. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffsglied (14) als ein Ansatzstück an einem als Flächengebilde (13) ausgebildeten
Sitzteil (3) und Rückenteil (4) befestigt ist.
12. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (2) als Abschlussrahmen oder als Zwischenrahmen dient.
13. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Rahmen (2) zwischen Fußteilen (5) befestigt sind.
14. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffsglied (14) aus einem Kunststoffmaterial besteht.
15. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzteil (3) und das Rückenteil (4) als Sitzschale ausgebildet sind.
1. Seating furniture, comprising at least two frames (2) which are arranged at a distance
to each other on a support (1) and between which frames a seat part (3) and a back
part (4) can be suspended, and the frames (2) each have a top frame part (6) and a
bottom frame part (7) which mechanically fix the seat part (3) and the back part (4)
at the periphery, characterized in that the top frame part (6) and the bottom frame part (7) are releasably braceable clamping
bodies, at least one clamping body has a hollow (12) that extends in each case at
the periphery and forms a frame joint (30) in which an engagement member (14) that
is provided at a respective peripheral edge (15) of the seat part (3) and of the back
part (4) can be fastened by frictional connection to the top frame part (6) and bottom
frame part (7), and the hollow (12) has an undercut (16) which forms a stop for securing
the clamped engagement member (14) in a form-fitting manner.
2. The seating furniture as claimed in claim 1, characterized in that the top frame part (6) is formed in one piece in order to fasten the seat part (3)
and back part (4).
3. The seating furniture as claimed in claim 2, characterized in that the top frame part (6) is formed in an L-shaped manner, having a seat-part clamping
section, a back-part clamping section and an arcuate transition section (31) arranged
in between.
4. The seating furniture as claimed in claim 3, characterized in that the arcuate transition section (31) has an internal reinforcement rib (32).
5. The seating furniture as claimed in claim 3 or 4, characterized in that the top frame part (6) is connected to the bottom frame part (7) in a flush manner
at the periphery in the region of the arcuate transition section (31).
6. The seating furniture as claimed in one of claims 1 to 5, characterized in that the undercut (16) is in the form of a shoulder and the engagement member (14) is
in the form of a bar-shaped body.
7. The seating furniture as claimed in one of claims 1 to 6, characterized in that the hollow (12) forms a pressure collar with a longitudinal groove (17).
8. The seating furniture as claimed in one of claims 1 to 7, characterized in that the braceable clamping bodies form counterparts that can be aligned with one another
by a connection (10) of parts that engage in one another.
9. The seating furniture as claimed in claim 8, characterized in that the connection (10) has a groove (18) and a tongue (19) which form a fit.
10. The seating furniture as claimed in claim 9, characterized in that the tongue (19) forms a clamping bridge for transmitting the tensioning force of
tensioning elements to the frame (2).
11. The seating furniture as claimed in one of claims 1 to 10, characterized in that the engagement member (14) is fastened as an attachment piece to a seat part (3)
and back part (4) in the form of a sheet-like structure (13).
12. The seating furniture as claimed in one of claims 1 to 11, characterized in that the frame (2) serves as an end frame or as an intermediate frame.
13. The seating furniture as claimed in one of claims 1 to 12, characterized in that a plurality of frames (2) are fastened between foot parts (5).
14. The seating furniture as claimed in one of claims 1 to 13, characterized in that the engagement member (14) consists of a plastics material.
15. The seating furniture as claimed in one of claims 1 to 14, characterized in that the seat part (3) and the back part (4) are in the form of a seat shell.
1. Meuble d'assise comprenant au moins deux cadres (2) disposés à distance l'un de l'autre
sur un support (1), entre lesquels une partie d'assise (3) et une partie de dossier
(4) peuvent être accrochées, les cadres (2) comprenant chacun une partie supérieure
de cadre (6) et une partie inférieure de cadre (7), lesquelles fixent mécaniquement
la partie d'assise (3) et la partie de dossier (4) à la périphérie, caractérisé en ce que la partie supérieure de cadre (6) et la partie inférieure de cadre (7) sont des corps
de serrage pouvant être serrés de manière desserrable, au moins un corps de serrage
comporte un évidement (12) qui s'étend à chaque fois à la périphérie et forme un joint
de cadre (30) dans lequel peut être fixé un organe d'engagement (14) prévu au niveau
d'un bord périphérique respectif (15) de la partie d'assise (3) et de la partie de
dossier (4) par connexion par engagement par friction avec la partie supérieure de
cadre (6) et la partie inférieure de cadre (7), et l'évidement (12) présente une contre-dépouille
(16) qui forme une butée pour la fixation par engagement positif de l'organe d'engagement
serré (14).
2. Meuble d'assise selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie supérieure de cadre (6) est réalisée d'une seule pièce pour la fixation
de la partie d'assise et de la partie de dossier (3, 4).
3. Meuble d'assise selon la revendication 2, caractérisé en ce que la partie supérieure de cadre (6) est réalisée en forme de L avec une portion de
serrage de partie d'assise, une portion de serrage de partie de dossier et une portion
de transition (31) en forme d'arc disposée entre elles.
4. Meuble d'assise selon la revendication 3, caractérisé en ce que la portion de transition (31) en forme d'arc présente une nervure de renforcement
du côté interne (32).
5. Meuble d'assise selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la partie supérieure de cadre (6) se raccorde en affleurement du côté du bord à la
partie inférieure de cadre (7) dans la région de la portion de transition (31) en
forme d'arc.
6. Meuble d'assise selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la contre-dépouille (16) est réalisée sous forme d'un épaulement et l'organe d'engagement
(14) est réalisé sous forme d'un corps moulé en forme de barre.
7. Meuble d'assise selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'évidement (12) forme avec la rainure longitudinale (17) une butée de pression.
8. Meuble d'assise selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les corps de serrage pouvant être serrés forment par une connexion (10) de pièces
venant en prise les unes dans les autres des pièces conjuguées pouvant être orientées
les unes par rapport aux autres.
9. Meuble d'assise selon la revendication 8, caractérisé en ce que la connexion (10) présente une rainure (18) et une languette (19) qui forment un
ajustement.
10. Meuble d'assise selon la revendication 9, caractérisé en ce que la languette (19) forme un pont de serrage pour le transfert de la force de serrage
des éléments de serrage au cadre (2).
11. Meuble d'assise selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'organe d'engagement (14) est fixé, sous forme de pièce rapportée, au niveau d'une
partie d'assise (3) et au niveau de la partie de dossier (4) réalisée sous forme de
structure de surface (13).
12. Meuble d'assise selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le cadre (2) sert de cadre de termination ou de cadre intermédiaire.
13. Meuble d'assise selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que plusieurs cadres (2) sont fixés entre des parties de pieds (5).
14. Meuble d'assise selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'organe d'engagement (14) se compose d'un matériau en plastique.
15. Meuble d'assise selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la partie d'assise (3) et la partie de dossier (4) sont réalisées sous forme de coques
de siège.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente