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EP 2 529 180 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.04.2016 Patentblatt 2016/16 |
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Anmeldetag: 07.01.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/000033 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/091949 (04.08.2011 Gazette 2011/31) |
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DRALLSTABILISIERTES GESCHOSS
SPIN-STABILIZED PROJECTILE
PROJECTILE GYROSTABILISÉ
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
28.01.2010 DE 102010006221
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.12.2012 Patentblatt 2012/49 |
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Patentinhaber: Rheinmetall Waffe Munition GmbH |
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29345 Unterlüss (DE) |
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Erfinder: |
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- ABELN, Georg
29556 Suderburg (DE)
- SCHWENZER, Michael
29320 Hermannsburg (DE)
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Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 396 083 US-A1- 2003 145 757
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FR-A- 745 791
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein drallstabilisiertes Geschoss mit einem Führungsband nach
den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0002] Insbesondere bei Artilleriemunition werden drallstabilisierte Geschosse verwendet,
auf denen heckseitig ein Führungsband angeordnet ist, welches in eine entsprechende
Schwalbenschwanznut des Geschosses eingepresst ist. Dabei kann das Führungsband einteilig
oder mehrteilig ausgebildet sein, wobei sich im Falle eines mehrteiligen Führungsbandes
die sich axial aneinander anschließenden, ringförmigen Teil-Führungsbänder ebenfalls
innerhalb der Schwalbenschwanznut des Geschosses befinden. Die Teil-Führungsbänder
Können aus unterschiedlichen Materialien (beispielsweise aus Messing und Weicheisen)
bestehen (
DE 198 18 411 A1),
[0003] Als nachteilig hat es sich erwiesen dass bei modernen Artilleriegeschossen aufgrund
der hohen Drehzahl und der damit erzeugten hohen Zentrifugalkraft sowie der bei diesen
Geschossen relativ großen Breite der Führungsbänder von ca. 35 bis 40 mm die Haltbarkeit
der formschlüssigen Verbindung zwischen dem jeweiligen Führungsband und dem Geschosskörper
häufig nicht gegeben ist. Vielmehr kann es aufgrund der auf das Führungsband wirkenden
hohen Zentrifugalkraft zu einem Abheben oder Reißen des jeweiligen Führungsbandes
kommen, wodurch die Ballistik des Geschosses negativ beeinfiusst wird.
[0004] FR 396 083 A offenbart ein drallstabilisiertes Geschoss gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1. Es
zeigt eine Dichtungsvorrichtung an Artilleriegeschossen zum Vermeiden der Ausbrennung
von Geschossrohren, wobei zwei Teil-Fürungsbänder axial beabstandet in jeweils separaten
Schwalbenschwanznuten angeordnet sind.
[0005] Mit der
US 2003/145757 A1 wird ein drallstabilisiertes Geschoss offenbart, das mehrere Führungsbänder, wenigstens
zwei, aufweist, die vor dem Einsetzen in einer schwalbenschwanzförmigen Führungsbandnut
miteinander durch Verkleben oder Schweißen verbunden werden.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein drallstabilisiertes Geschoss der eingangs
erwähnten Art zu offenbaren, bei dem die Haltbarkeit der Verbindung zwischen einem
mehrteiligen Führungsband und dem entsprechenden Geschosskörper auch dann gewährleistet
ist, wenn Zentrifugalkräfte auf das Führungsband wirken, wie sie bei Artilleriegeschossen
auftreten.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere,
besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
[0008] Die Erfindung beruht im Wesentlichen auf dem Gedanken, dass jedes der TeilFührungsbänder
in einer separaten Nut des Geschosses angeordnet ist. Die Form und Anordnung der Nuten
ist dabei vom jeweiligen Zweck abhängig, wobei sich die Form einer Schwalbenschwanznut
als bevorzugt anbietet. - Zwar ist unter anderem aus der
US 2,809,587 A ein Führungsband bekannt, welches mehrere dünne und voneinander beabstandete Rippen
umfasst, die mit einem, das Führungsband bildende Füllmaterial ausgefüllt sind, jedoch
ist die technische Umsetzung sehr aufwändig. Zudem kann es weiterhin zu einem Ausreißen
der Teilführungsbänder kommen. -
[0009] Als vorteilhaft hat sich nämlich erwiesen, wenn der axiale Abstand benachbarter Schwalbenschwanznuten
und/oder die jeweils einander zugewandten Bereiche der Teil-Führungsbänder derart
gewählt sind, dass die Teil-Führungsbänder sich direkt aneinander anschließen, Die
Teilführungsbänder können aber auch so gestaltet werden, dass, soweit notwendig, ein
"Fließen" des Materials während des Rohrdurchlaufs ermöglicht wird.
[0010] Durch das Ersetzen einer einzigen, relativ langen (Schwalbenschwanz-)Nut durch mehrere
kürzere (Schwalbenschwanz-)Nuten wird erreicht, dass die auftretenden Zentrifugalkräfte
besser verteilt werden können. Durch Auswahl entsprechender Materialien für die Teil-Führungsbänder
kann sowohl die Haltbarkeit der Verbindung der Teil-Führungsbänder mit dem Geschosskörper
gewährleistet als auch der Führungsbandverschleiß reduziert werden.
[0011] Die Teil-Führungsbänder können aus dem gleichen Material oder aus unterschiedlichen
Materialien bestehen, um beispielsweise sowohl eine hohe Verschleißfestigkeit als
auch eine gute Gleitfähigkeit sicherzustellen. So kann beispielsweise das, in Schussrichtung
gesehen, erste Teil-Führungsband aus Messing und das zweite Teil-Führungsband aus
Weicheisen bestehen.
[0012] Es ist auch möglich, für mindestens ein Teil-Führungsband des Geschosses ein Material
zu verwenden, welches beim Abschuss des Geschosses schadhafte Bereiche der inneren
Oberfläche des entsprechenden Waffenrohres schließt (repariert).
[0013] Um also zu erreichen, dass die Haltbarkeit der Verbindung zwischen dem mehrteiligen
Führungsband und dem entsprechenden Geschosskörper des Geschosses auch dann gewährleistet
ist, wenn hohe Zentrifugalkräfte auf das Führungsband wirken, wie sie bei Artilleriegeschossen
auftreten, wird nunmehr vorgeschlagen, jedes der Teil-Führungsbänder in einer separaten
Nut in Schwalbenschwanzform, des Geschosses anzuordnen.
[0014] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden, anhand
von Zeichnungen erläuterten Ausführungsbeispiel.
[0015] Die Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch den heckseitigen Bereich eines drallstabilisierten
Sprenggeschosses 1. Dabei sind mit den Bezugszeichen 2 die Geschosshülle des Geschosskörpers
und 3 die Sprengladung des Geschosses 1 bezeichnet.
[0016] Das Geschoss 1 umfasst ein Führungsband 4, welches sich aus bevorzugt zwei axial
hintereinander angeordneten, ringförmigen Teil-Führungsbändern 5, 6 zusammensetzt.
Dabei kann das, in Schussrichtung gesehen, erste (das vordere) Teil-Führungsband 5
aus Messing und das zweite (das hintere) Teil-Führungsband 6 aus Weicheisen bestehen.
[0017] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass jedes der (beiden) Teil-Führungsbänder 5,
6 geschosskörperseitig in einer separaten Nut 7, 8 der Geschosshülle 2 angeordnet
ist, und zwar derart, dass der axiale Abstand der (beiden) Schwalbenschwanznuten 7,
8 und/oder die einander zugewandten Bereiche 9, 10 der Teil-Führungsbänder 5, 6 derart
gewählt sind, dass die Teil-Führungsbänder 5, 6 sich direkt aneinander anschließen.
[0018] Fig. 2 zeigt eine weitere Variante der Einbindung der Teil- Führungsbänder 5, 6,
die hierbei zumindest im oberen Bereich zwischen einander eine Beabstandung 11 aufweisen.
Diese Anordnung erlaubt den Bändern ein Fließen während des Rohrdurchlaufes des Geschosses
1.
[0019] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. Vielmehr können auch mehr als zwei Teil-Führungsbänder in mehr als zwei
sich aneinander anschließenden Schwalbenschwanznuten angeordnet sein. Die Teil-Führungsbänder
in den einzelnen Schwalbenschwanznuten können auch aus dem gleichen Material bestehen,
wenn dieses (z.B. bei Verwendung einer bestimmten Munition bzw. eines entsprechenden
Waffenrohres) zweckmäßig ist.
Bezugszeichenliste
[0020]
- 1
- Geschoss, Sprenggeschoss
- 2
- Geschosshülle
- 3
- Sprengladung
- 4
- Führungsband
- 5
- (erste) Teil-Führungsband
- 6
- (zweite) Teil-Führungsband
- 7,8
- Schwalbenschwanznuten
- 9,10
- Bereiche
- 11
- Abstand
1. Drallstabilisiertes Geschoss (1) mit einem Führungsband (4), welches sich aus mindestens
zwei axial hintereinander angeordneten, ringförmigen Teil-Führungsbändern (5, 6) zusammensetzt,
wobei jedes der Teil-Führungsbänder (5, 6) in einer separaten Nut (7, 8) des Geschosses
(1) angeordnet ist, wobei die Nuten (7, 8) Schwalbenschwanznuten sind, dadurch gekennzeichnet, dass der axiale Abstand der benachbarten Nuten (7, 8) und/oder die einander zugewandten
Bereiche (9, 10) der Teil-Führungsbänder (5, 6) derart gewählt sind, dass die Teil-Führungsbänder
(5, 6) sich direkt aneinander anschließen.
2. Drallstabilisiertes Geschoss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teil-Führungsbänder zumindest im oberen Bereich zwischen einander einen Abstand
(11) aufweisen.
3. Drallstabilisiertes Geschoss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teil-Führungsbänder (5, 6) aus unterschiedlichen Materialien bestehen.
4. Drallstabilisiertes Geschoss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle eines aus wenigstens zwei Teil-Führungsbändern (5, 6) bestehenden Führungsbandes
(4) das, in Schussrichtung gesehen, erste Teil-Führungsband (5) aus Messing und das
zweite, hintere Teil-Führungsband (6) aus Weicheisen bestehen kann.
5. Drallstabilisiertes Geschoss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teil-Führungsbänder (5, 6) aus einem gleichen Material bestehen. 1
1. Spin-stabilized projectile (1) with a guide band (4), which is comprised of at least
two annular sub-guide bands (5, 6) arranged axially one after the other, whereby each
of the sub-guide bands (5, 6) is arranged in a separate groove (7, 8) of the projectile
(1), wherein the grooves (7, 8) are dovetail grooves, characterized in that the axial separation of the adjacent grooves (7, 8) and/or the mutually facing regions
(9, 10) of the sub-guide bands (5, 6) are selected so that the sub-guide bands (5,
6) are directly joined together.
2. Spin-stabilized projectile according to Claim 1, characterized in that the sub-guide bands have a separation (11) between them at least in the upper region.
3. Spin-stabilized projectile according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the sub-guide bands (5, 6) consist of different materials.
4. Spin-stabilized projectile according to Claim 3,
characterized in that,
in the case of a guide band (4) consisting of at least two sub-guide bands (5, 6),
when looking in the firing direction the first sub-guide band (5) can consist of brass
and the second, rear sub-guide band (6) can consist of soft iron.
5. Spin-stabilized projectile according to Claim 1 or 2, characterized in that the sub-guide bands (5, 6) consist of the same material.
1. Projectile à stabilisation gyroscopique (1) comprenant une bande de guidage (4) qui
se compose d'au moins deux bandes de guidage partielles (5, 6) de forme annulaire
disposées l'une derrière l'autre dans le sens axial, chacune des bandes de guidage
partielles (5, 6) étant disposée dans une rainure (7, 8) séparée du projectile (1),
les rainures (7, 8) étant des rainures en queue d'aronde, caractérisé en ce que la distance axiale des rainures (7, 8) voisines et/ou les zones (9, 10) se faisant
mutuellement face des bandes de guidage partielles (5, 6) étant choisies de telle
sorte que les bandes de guidage partielles (5, 6) sont reliées directement l'une à
l'autre.
2. Projectile à stabilisation gyroscopique selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bandes de guidage partielles présentent un écart (11) entre elles au moins dans
la zone supérieure.
3. Projectile à stabilisation gyroscopique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les bandes de guidage partielles (5, 6) sont constituées de matériaux différents.
4. Projectile à stabilisation gyroscopique selon la revendication 3, caractérisé en ce que dans le cas d'une bande de guidage (4) composée d'au moins deux bandes de guidage
partielles (5, 6), la première bande de guidage partielle (5), vue dans le sens du
tir, peut être constituée de laiton et la deuxième bande de guidage partielle (6),
à l'arrière, de fer doux.
5. Projectile à stabilisation gyroscopique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les bandes de guidage partielles (5, 6) sont constituées du même matériau.

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