[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Maschenstoff oder Webstoff, ein Verfahren
und Garn zu seiner Herstellung sowie seine Verwendung. Hierzu wird insbesondere Bezug
genommen, auf die Oberbegriffe der Ansprüche 1, 5, 7, 13 und 15.
[0002] Insbesondere werden Maschenstoffe beschrieben, die aus einem neuartigen Garn hergestellt
werden, das mehrere Komponenten besitzt. Außerdem wird das Verfahren zum Herstellen
des Garns aufgezeigt, das ummantelt oder beschichtet ist.
[0003] Textile Garne gibt es im Stand der Technik in vielen verschiedenen Strukturen, ebenso
wie ihre Herstellungsverfahren und die daraus letztendlich erzeugten Maschenstoffe,
die die unterschiedlichsten Verwendungszwecke besitzen.
[0004] Der Fachmann ist jedoch stets gefordert, neue Typen und Strukturen für Maschenstoffe
oder Webstoffe und ihre Garne zu schaffen, die durch Änderungen ihrer Herstellungsparameter,
Zusammensetzung und Aufbau erzielt werden, um bestimmten Anforderungsprofilen gerecht
zu werden. Eine vielseitige Einsetzbarkeit ist dabei immer wünschenswert.
[0005] Diese Aufgaben bzw. Probleme werden in überraschenderweise durch die Gegenstände
der Ansprüche 1, 5, 7, 13 bzw. 15 gelöst.
[0006] In erster Linie ist es also von erfinderischer Bedeutung, dass der Maschen- oder
Webstoff mindestens ein Garn einsetzt, das eine Beschichtung oder Ummantelung aus
expandierbaren, insbesondere aufschäumbaren, Material besitzt. Der erfindungsgemäße
Maschen- oder Webstoff kann dieses Garn im schon expandierten Zustand besitzen oder
auch ein nicht expandiertes Garn enthalten, das erst zu einem späteren Zeitpunkt volumenmäßig
vergrößert wird und insbesondere einer Aufschäumung unterliegt. Die gewünschte Zunahme
im Volumen bzw. Durchmesser des Garns wird gesteuert durch vorübergehend geänderte
Umgebungsbedingungen. Denkbare Änderungen der äußeren Bedingungen sind beispielsweise
die Temperatur, der Druck, die Feuchtigkeit und/oder die Änderung des Aggregatszustand
von weiter anwesenden Stoffen, die dann durch die Veränderung ein Aufschäumen oder
Aufquellen der Garnbeschichtung oder -ummantelung hervorrufen. Auch kann beispielsweise
eine chemische Reaktion hierfür verantwortlich sein. Die Seele des Garns bleibt jedoch
hiervon unberührt, da nur die Beschichtung oder Ummantelung die räumliche Vergrößerung
erfährt. Der Durchmesser des erfindungsgemäßen Garns kann so auf ein Vielfaches vergrößert
werden und im Bereich von 1.000% und mehr liegen.
[0007] Der Clou liegt also darin, ein Garn zu schaffen bzw. ein solches zu verwenden, bzw.
daraus ein Textil zu schaffen, bei dem ein Volumen erzielbar ist, mit dem das Garn
in einer üblichen Maschine zum Herstellen von Textilien, also beispielsweise einer
Strick- oder Webmaschine nicht verarbeitet werden könnte. Das erfindungsgemäße Garn
kann somit mit üblichen Maschinen verarbeitet werden und das Volumen des Garns anschließend
deutlich gesteigert werden. Dadurch sind neuartige Anwendungen und Herstellungsmöglichkeiten
eröffnet.
[0008] Auch kann dabei gleichzeitig ein Verbinden des eigentlichen Textils und des expandierten
Volumens, beispielsweise durch Verschmelzung oder Verklebung erfolgen. Damit können
insbesondere Textillagen mit dem expandierten Volumen verbunden werden.
[0009] Dabei lassen sich alle üblichen Textile, beispielsweise Strick- oder Wirkwaren oder
auch Gewebe herstellen. Mit besonderem Vorteil werden Abstandsgestrick bzw. Verbundstoff
bzw. Klimasteppjersey verwendet, bei denen das erfindungsgemäße Garn zwischen zwei
Taxtil-Lagen angeordnet ist. Diese Lagen können strick- bzw. webtechnisch verbunden
sein. Dies ist jedoch nicht erforderlich. Eine Verbindung kann beispielsweise auch
durch das Expandieren derart erfolgen, dass das expandierte Volumen eine Verbindung
zu den Textillagen herstellt.
[0010] Der Kern der Erfindung wird gebildet durch ein Garn bzw. ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen Garns. Es ist prinzipiell bekannt, ummantelte Garne zu schaffen und
zu verwenden, doch ist ein erfindungsgemäßes Garn im Stand der Technik nicht nachgewiesen.
[0011] Das erfindungsgemäße Garn umfasst eine Seele und eine Beschichtung oder Ummantelung
aus expandierbarem Material, das aufgrund vorübergehend einstellbarer äußerer Bedingungen
eine Erhöhung des Gesamtdurchmessers des Garns bewirkt. Dies bedeutet, dass insbesondere
die Ummantelung eine Expansion durchführt, die dann zu einer Erhöhung des Gesamtdurchmessers
des Garns führt. Dabei ist es nicht zwingend, dass diese Expansion in alle Raumrichtungen
zu einer gleichförmigen oder gleichgroßen Expansion führt. Der größere Durchmesser
ist somit als vergrößerte Querschnittsfläche oder als vergrößerter umfassender Gesamtdurchmesser
zu verstehen. Zumindest wird jedoch eine Erhöhung der Größe der Querschnittsfläche
bewirkt, wobei dabei auch solche Querschnittsflächenbereiche mitgezählt werden, die
beispielsweise von eingeschlossenen Gasblasen eingenommen werden. Die Erhöhung ist
dabei insbesondere nicht reversibel. Insbesondere bleibt sie auch bei Beseitigung
des zum Expandieren geschaffenen Umgebungszustands erhalten. Insbesondere wird das
Volumen mindestens verdoppelt, insbesondere der Durchmesser mindestens verdoppelt
oder das Volumen vervierfacht.
[0012] Ein solches Garn kann in üblichen Maschinen zur Herstellung von Textilen, Gestricken,
Geweben und ähnlichen verwendet werden und anschließend zu einer Erhöhung des Durchmessers
des Garns führen. Dies kann beispielsweise zur Erhöhung der Dichte und/oder Dicke
des herzustellenden Materials eingesetzt werden. Auch ist es denkbar, dadurch eine
die getrennte Struktur der einzelnen erfindungsgemäßen Garne auflösende und zu einem
geschlossen ausgefüllten Volumen führende Erhöhung der Durchmesser der Garne zu bewirken.
Dabei wird die Erhöhung der Durchmesser insbesondere nicht in alle Raumrichtungen
gleich zugelassen, so dass sich insbesondere bei nebeneinander angeordneten erfindungsgemäßen
Garnen eine solche Expansion ergibt, die zu einer Verschmelzung der expandierten Volumen
führt.
[0013] Mit Vorteil wird dabei nach der Erhöhung des Durchmessers, insbesondere nach Wiederherstellen
der ursprünglichen äußeren Bedingungen und/oder herstellen der Einsatzbedingungen
für das Garn bzw. das daraus erstellte Material das expandierte Volumen (wieder) ein
Feststoff.
[0014] Währdend der Expansion, insbesondere wenn sie durch Temperaturerhöhung bewirkt wird,
wird in der Regel eine Konsistenzveränderung der Ummantelung bewirkt. Sie wird dabei
häufig zähflüssig oder zumindest deformierbar werden, so dass sie expandieren bzw.
aufschäumen kann. Mit Vorteil wird nach der Expansion wieder ein fester Zustand des
expandierten Volumens bzw. der expandierten Beschichtung bzw. Ummantelung hervorgerufen.
Ein fester Zustand bedeutet dabei jedoch nicht starr und unbeweglich bzw. inkompressibel.
Bevorzugt wird vielmehr ein Zustand, der zwar ein fester Zustand ist, jedoch eine
Beweglichkeit bzw. Kompressibilität sicherstellt.
[0015] Um eine solche Expansion gewährleisten zu können beinhaltet das expandierbare Material
gemäß Anspruch 8 insbesondere mindestens einen Schaumbildner und mindestens einen
Schaumwandbildner. Dabei bewirkt der Schaumbildner eine Erhöhung des Volumens und
sichert der Schaumwandbildner die Konturen, sowohl äußere als auch innere, des expandierten
Volumens. Als Schaumbildner eignen sich insbesondere Kohlwasserstoff enthaltende Materialien,
da diese in der Regel thermisch aktivierbar sind. Dies kann durch eine Verdampfung
von Kohlenwasserstoff, insbesondere in der Form von CO
2, erfolgen. Der mindestens eine Schaumwandbildner beinhaltet insbesondere mindestens
ein Polymermaterial, dabei wird insbesondere ein thermoplastisches Polymermaterial
gewählt, da dies bei einer thermischen Aktivierung verformbar wird und bei einer Absenkung
der Temperatur wieder in einen festen Zustand überführbar ist. Darüber hinaus kann
durch ein thermoplastisches Polymermaterial auch eine Verbindung zu den umgebenden
Textil-, Strick- und/oder Gewebeschichten erzeugt werden. Insbesondere weist das expandierbare
Material mindestens einen Schaumbildner und einen Schaumwandbildner auf. Dem können
weitere Zusätze hinzugefügt sein. Mit besonderem Vorteil liegt der Schaumbildner mindestens
teilweise gekapselt, insbesondere in Hohlkugeln im expandierbaren Material vor. Dabei
werden insbesondere thermoplastische Hohlkugeln verwendet. In einem solchen Fall können
die Hohlkugeln bzw. deren Hülle gleichzeitig Bestandteil des Schaumwandbildners sein.
[0016] Bei der Verwendung von thermoplastischen Hohlkugeln durch eine thermische Aktivierung
kann nicht nur eine Aktivierung des Schaumbildners bzw. eine Verdampfung von Kohlenwasserstoffen
erreicht werden, sondern es kann auch deren Ausbreitung durch Weichmachen der thermoplastischen
Hohlkugeln und durch Verformbarmachen des Schaumwandbildners eine zuverlässige Funktion
des erfindungsgemäßen Garns auf einfache Weise realisiert werden.
[0017] Mit Vorteil weist das Garn gemäß Anspruch 3 thermosplastische Polymermateriale als
Schaumwandbildner sowie in thermoplastische Hohlkugeln, die Mikrosphären ausbilden,
gekapselte Kohlenwasserstofftröpfchen auf. Bei einer Erhöhung der Temperatur beginnen
diese zu verdampfen und führen zu einer Expansion der Mikrosphären. Dadurch kann,
auch ohne die Mikrosphären zu zerstören, eine Expansion gewährleistet werden. Auch
ist eine selbstständige Aushärtung, insbesondere bei Temperaturabsenkung, möglich.
[0018] Mit Vorteil verdampfen die Kohlenwasserstofftröpfchen gemäß Anspruch 10 bei einem
Temperaturbereich von 170°-180°. Dies ist besonders günstig, da solche Temperaturen
im Herstellungsprozess nicht erreicht werden, den Stoff bzw. das Textil, das Gewebe
oder Gestrick jedoch in der Regel auch nicht schädigen. Auch kann bei solchen Temperaturen
eine besonders gute Verformbarkeit von Thermoplasten gewährleistet werden. Auch ist
bei solchen Temperaturen eine besonders gute Verbindung zwischen dem eigentlichen
Textil bzw. Stoff oder Gewebe oder Gestrick und den Schaumwandbildnern, insbesondere
Thermoplasten, möglich.
[0019] Mit Vorteil werden Mikrosphären aus Espancel® im Gemisch mit einem Ethylenvinylacetat,
insbesondere beinhaltend Ethylenvinylacetat mit hoher und niedriger Viskosität, als
expandierbares Material verwendet. Dies hat sich als besonders zuverlässige Mischung
herausgestellt, die thermisch aktivierbar ist.
[0020] Mit Vorteil wird das Garn so gewählt, dass sein Durchmesser nach der Beschichtung
oder Ummantelung, jedoch vor einer Expansion des expandierbaren Materials, im Bereich
von 1 bis 2 mm, insbesondere bei 1,4 mm liegt. Die Ummantelung wird dabei so gewählt,
dass vorteilhafterweise nach durchgeführter Expansion ein Durchmesser im Bereich von
4-6 mm, insbesondere von 5 mm, erreicht wird. Das Flächengewicht kann insbesondere
zwischen 200 bis 1.000 gr/qm betragen. Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung
eines ummantelten oder beschichteten Garns, insbesondere nach einem der Ansprüche
7 bis 12 beinhaltet bzw. weist folgende Schritte auf. Zunächst wird ein expandierbares
Material compoundiert. Das erfolgt in der Regel durch Vermischung von mindestens einem
Schaumwandbildner und mindestens einem Schaumbildner. Mit Vorteil wird das expandierbare
Material in Extrudern aufgeschmolzen und durchmischt, sowie insbesondere anschließend
wieder granuliert. Alternativ kann ein expandierbares Material bereitgestellt werden.
Im Anschluss daran erfolgt ein Umspritzen einer Garnseele, insbesondere aus Kunststoff
mit dem expandierbaren Material. Dabei wird ein beschichtetes oder ummanteltes Garn
erzeugt. Das Umspritzen muss dabei weder über die gesamte Länge noch über den gesamten
Umfang des Garns erfolgen. Für besondere Anwendungsfälle ist auch ein ausschließlich
teilweises Umspritzen einer Garnseele vorstellbar. So kann diese beispielsweise nur
in einem Winkelsegment, beispielsweise halbseitig oder auch nur in bestimmten Abschnitten
umspritzt werden. Zum Umspritzen wird vorteilhafterweise eine Extrusionsspinnanlage,
insbesondere mit Querspritzkopf und/oder Werkzeug zur Druckummantelung oder Beschichtung
verwendet. Derartige Anlagen sind, insbesondere aus der Kabelindustrie, im Stand der
Technik bekannt und können somit erfindungsgemäß eingesetzt werden.
[0021] Durch ein solches Verfahren lässt sich auf einfache Weise ein erfindungsgemäßes Garn
produzieren.
[0022] Gelöst wird die Aufgabe auch durch einen Maschenstoff oder Webstoff, insbesondere
in Form eines Gestricks oder Gewirks, beinhaltend mindestens ein erfindungsgemäßes
Garn im expandierten und/oder nicht expandierten, jedoch expandierbaren Zustand. Ein
solcher Maschenstoff oder Webstoff muss nicht unbedingt ein Textil sein. Auch ist
die Verwendung von anderen Fasern zur Herstellung eines Maschenstoffs oder Webstoffs
denkbar. Es ist auch weitgehend unentscheidend, in welcher Form und/oder Anordnung
mindestens ein erfindungsgemäßes Garn beinhaltet ist. Vorteilhafterweise weist das
Garn jedoch eine gewisse Verbindung zum übrigen Maschenstoff und/oder Webstoff auf.
Zwar ist es prinzipiell denkbar, das Garn einfach aufzulegen oder in sonstiger Art
benachbart anzuordnen und durch eine spätere, insbesondere während der Expansion bzw.
nach der Expansion erfolgende, Verbindung bzw. Verschmelzung eine Verbindung zum Maschenstoff
oder Webstoff zu schaffen. Doch wird es bevorzugt, das erfindungsgemäße Garn insbesondere
strick- oder webtechnisch mit dem Maschenstoff oder Webstoff zu verbinden, damit eine
sichere Verbindung auch vor bzw. während der Expansion gewährleistet ist.
[0023] Der Maschenstoff bzw. Webstoff erfüllt seine Funktion je nach Anwendungsfall sowohl
im expandierten und/oder nicht expandierten Zustand. Im expandierten Zustand kann
beispielsweise ein fertiges Produkt, beispielsweise ein Dämmmaterial geschaffen werden.
Im nicht expandierten Zustand kann beispielsweise eine Rohware oder auch eine Ware
zur Anpassung an eine Form und späteren Expandierung geschaffen werden. Auch ist es
denkbar, dass eine Expansion während der Verwendung des Maschenstoffes oder Webstoffes
erfolgt. Dies kann beispielsweise durch Einwirkung von Hitze, insbesondere im oder
in der Nähe von Feuer, oder bei Berührung mit einem Medium, wie z.B. Wasser, erfolgen.
Somit können auch gewisse Schutzfunktionen durch einen solchen Maschenstoff oder Webstoff
realisiert werden. Denn prinzipiell ist ein Maschenstoff oder Webstoff mit nicht expandiertem
erfindungsgemäßem Garn deutlich durchlässiger für Gase, Flüssigkeiten und Temperaturstrahlung
als Maschenstoff oder Webstoff mit expandiertem Garn.
[0024] Mit Vorteil wird das mindestens eine Garn als Schuss-, Füll- und/oder Einlegefaden
im Maschenstoff oder Webstoff beinhaltet. Insbesondere wird es vorteilhafterweise
innerhalb eines herkömmlichen Abstandsgestricks, -gewebes oder -gewirks beinhaltet.
Dazu weist das Abstandsgestrick / Gewebe / Gewirk bzw. Verbundstoff bzw. Klimasteppjersey
insbesondere eine obere und eine untere, jedoch zumindest zwei, Seiten bzw. Lagen
unter Ausbildung eines Zwischenraumes auf, zwischen die bzw. in welchen das erfindungsgemäße
Garn eingelegt bzw. dort befestigt ist. Insbesondere wird das erfindungsgemäße Garn
dort gerade und insbesondere parallel zueinander verlaufend, insbesondere unvermascht
eingelegt. Vorteilhafterweise werden jedoch Verbindungen zwischen den einzelnen Lagen,
zwischen denen das Garn eingelegt ist, vorgesehen. Solche werden vorteilhafterweise
unmittelbar bei der Erzeugung des Maschenstoffs oder Webstoffs eingebracht. Sie können
jedoch auch nachträglich, beispielsweise durch Nähte bewirkt werden. Mit Vorteil sind
die Verbindungen so gewählt bzw. ausgeführt, dass nach Expansion des mindestens einen
Garnes durch diese Verbindungen eine Einschnürung des Webstoffes oder Maschenstoffes
bewirkt wird. Dies bedeutet, dass die Verbindungen, ggf. unter Zusammenwirken mit
den jeweiligen Lagen die Expansion des Garns zumindest in eine Raumrichtung einschränken.
[0025] Durch eine solche Verbindung wird der Zusammenhalt des Maschenstoffes und/oder Webstoffes
gewährleistet. Dadurch wird auch die Lage der eingelegten Garne gesichert, wenn diese
selbst nicht oder nur wenig vermascht bzw. auf andere Art und Weise befestigt sind.
Auch kann durch solche Verbindungen ein Raster geschaffen werden, innerhalb dessen
auch der seitliche Versatz der Garne eingeschränkt werden kann.
[0026] Einschnürungen des Webstoffes oder Maschenstoffes führen nicht nur zu einer bevorzugten
Optik, sondern sichern auch eine besondere Kompressibilität, da sie zu einer Vorspannung
im expandierten Volumen und/oder Maschenstoff oder Webstoff führen können.
[0027] Mit Vorteil wird eine Vielzahl von Garnen, insbesondere parallel verlaufend beinhaltet.
Dadurch lassen sich die Vorteile des erfindungsgemäßen Garns nicht nur lokal, sondern
flächig über weite Bereiche oder den ganzen Maschenstoff oder Webstoff nutzen.
[0028] Mit Vorteil führt die Expansion des mindestens einen Garns im erfindungsgemäßen Maschenstoff
oder Webstoff zu einer Erhöhung der Dicke des Maschenstoffes. Dabei wird insbesondere
eine Vergrößerung des Abstandes zwischen einer oberen und einer unteren Lage, zumindest
jedoch zwischen zwei Lagen erreicht. Dabei muss diese Vergrößerung des Abstandes nicht
vollflächig erfolgen. Sie kann insbesondere auch durch genannte Verbindungen zwischen
den Lagen eingeschnürt oder abschnittsweise vollständig verhindert sein. Dies ist
zu bevorzugen, insbesondere dann, wenn durch diese Einschränkung bzw. Verhinderung
eine Spannung auf die Verbindungen ausgeübt wird bzw. ein Druck, der die Lagen auseinanderdrückt,
bewirkt wird.
[0029] Eine solche Vorspannung im Maschenstoff oder Webstoff führt zu einer besonders einstellbaren
Kompressibilität, wie beispielweise bei Sitzflächen, zu einem besonderen Komfort führt.
Gelöst wird die Aufgabe auch durch ein Verfahren zur Herstellung eines Webstoffes
oder Maschenstoffes, insbesondere eines in Form eines Gestricks oder Gewirks, bei
dem mindestens ein Garn nach einem der Ansprüche 7 bis 12 und/oder ein nach Anspruch
13 hergestelltes Garn verwendet wird. Dabei befindet sich das Garn zumindest im nicht
vollständig expandierten Zustand. Das bedeutet, dass das Garn durch entsprechende
Einflüsse zumindest noch weiter expandiert werden kann. Es wird als Schuss-, Einlege-
und/oder Füllfaden eingebracht. Dabei werden vorteilhafterweise eine Vielzahl, insbesondere
parallel verlaufender erfindungsgemäßer bzw. erfindungsgemäß hergestellter Garne verwendet.
Diese werden insbesondere unvermascht und insbesondere als Zwischenlage eingebracht.
Vorteilhafterweise wird anschließend eine Expandierung des mindestens einen Garns
bewirkt. Dabei erfolgt die Expansion insbesondere nach Formung, Anformung, Verarbeitung
und/oder Einbau des Webstoffes oder Maschenstoffes. Dadurch lässt sich eine besondere
Formtreue auf einfache Art und Weise bewirken. Vorteilhafterweise wird die Expansion
dabei so durchgeführt, dass eine Ausfüllung eines Zwischenraums bewirkt wird und wobei
insbesondere anschließend das mindestens eine Garn durch Einstellen der Umgebungsbedingung
in einen festen Zustand versetzt wird. Durch eine solche Expansion wird ein besonders
vorteilhafter Webstoff oder Maschenstoff auf einfache Weise erzeugt.
[0030] Mit Vorteil werden bei der Herstellung gemäß Anspruch 6 mindestens zwei Webstoff-
und/oder Maschenstofflagen geschaffen, die punktförmig und/oder linienförmig angeordnete
Verbindungen (auch karoförmig) zueinander aufweisen. Dabei wird das mindestens eine
Garn zwischen diesen Lagen angeordnet. Dadurch wird eine feste Verbindung des Webstoffes
und/oder Maschenstoffes und des erfindungsgemäßen Garns bzw. erfindungsgemäß hergestellten
Garns erzeugt, auch wenn keine anderen Verbindungen vorgesehen sind. Dabei sind die
Verbindungen insbesondere so bemessen, dass sie im Zusammenwirken mit den Lagen die
Expansion des mindestens einen Garns zumindest einschränken und so insbesondere eine
Spannung der Verbindung und/oder der Lagen bewirkt wird. Auf diese Wiese kann auf
einfache Weise ein in sich vorgespannter Webstoff bzw. Maschenstoff erhalten werden.
[0031] Als Seele kommen beispielsweise Polyester, Polyamid, Baumwolle, Zellulose, Polypropylen,
PLA, PVA und insbesondere mit einem Titer von Nm 5 bis Nm 100 bzw. Synthetikseelen
dtex 50 bis dtex 400 in Frage.
[0032] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Bezuges oder
Bekleidung, Boarder für Matratzen, auch Matratzenbezüge, Hygieneprodukte, Wassersportprodukte,
Schwimmwesten, Schwimmhilfen, Dämmmaterial, Schutzkleidung oder Sessels oder Stuhls,
einer Automobilinnenverkleidung und -sitze einer Wandverkleidung aufweisend einen
Bezug, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezug oder die Bekleidung Maschen- oder Webstoff
nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und/oder Garn nach einem der Ansprüche 7 bis 12 und/oder
hergestellt nach einem Verfahren gemäß der Ansprüche 5, 6, 13 beinhaltet oder daraus
besteht. Dabei wird das Expandieren des Garns erst nach Vernähen, Kleben, Anformen
und/oder Formen des Maschenstoffes, Webstoffes oder Garns durchgeführt und das Garn
nach der Expansion durch Einstellen der Umgebungsbedingungen in einen festen Zustand
versetzt, falls ein solcher nicht ohnehin besteht. Für den festen Zustand gilt oben
gesagtes. Er muss nicht steif sein. Insbesondere wird die Expansion so durchgeführt,
dass eine Vorspannung im Maschen- oder Webstoff erzeugt wird.
[0033] Gelöst wird die Aufgabe auch durch Verwendung des Maschen- oder Webstoffs nach einem
der Ansprüche 1 bis 4 oder eines Garns nach einem der Ansprüche 7 bis 12 als Bezugsstoff
für Sessel und Stühle, als Automobilinnenverkleidung, Matratzenüberzug, Wandverkleidung,
Boarder für Matratzen, Hygieneprodukte, Wassersportprodukte, Schwimmwesten, Schwimmhilfen,
Dämmmaterial, Schutzkleidung und/oder Bekleidung.
[0034] Bei einer solchen Verwendung kommen die Vorteile des erfindungsgemäßen Stoffes besonders
zur Geltung.
[0035] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus den Ansprüchen hervor und insbesondere
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das die Erfindung jedoch
nur erläutern soll und in keiner Weise beschränkt. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine etwas vergrößerte fotografische Draufsicht auf einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen
Maschenstoffes in Form eines Gestricks, bei dem die erfindungsgemäß ummantelten nicht
aufgeschäumten Garne parallel nebeneinander liegend ein Abstandsgestrick durchlaufen
und seitlich herausragen;
- Fig. 2
- eine fotografische Draufsicht auf den Ausschnitt des in Fig. 1 gezeigten Maschenstoffs
in Form eines Gestricks, das in senkrechter Richtung gedehnt worden ist und die horizontal
das Abstandsgestrick laufenden ummantelten, nicht aufgeschäumten Garne gut zeigt;
- Fig. 3
- eine etwas vergrößerte fotografische Draufsicht auf einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen
Maschenstoffes in Form eines Gestricks, bei dem die erfindungsgemäß ummantelten Garne
aufgeschäumt sind und bei dem die zwei Lagen des Abstandsgestricks durch karoartig
angeordnete Verbindungen zusammengehalten werden;
- Fig. 4
- eine etwas vergrößerte fotografische Perspektivansicht von der Seite des in Fig. 3
gezeigten erfindungsgemäßen Maschenstoffes in Form eines Gestricks; und
- Fig. 5
- eine schematische, vergrößerte Darstellung in Form eines Querschnitts durch das erfindungsgemäß
ummantelte Garn in seinem nicht-expandierten (A) und expandierten (B) Zustand.
[0036] Fig. 1 zeigt eine fotografische Aufsicht auf einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen
Gestrick. Zu erkennen ist ein Gestrick 10, das erfindungsgemäß ummantelte Garne 12
beinhaltet. Diese sind in einem Zwischenraum 20 zwischen einer oberen Lage 16 und
einer unteren Lage 18 parallel verlaufend eingelegt.
[0037] Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1, wo das Gestrick 10 in der
Darstellung in Fig. 2 zur besseren Darstellung leicht in Richtung senkrecht zu den
erfindunsgemäßen Garnen 12 gestreckt wurde. Zu erkennen ist das Gestrick 10 mit seinen
einzelnen Maschen und die parallel in einem Zwischenraum 20 eingelegten Garne 12.
[0038] Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf ein Gestrick 10 mit linienförmig und sich kreuzend
angeordneten Verbindungen 18, die zu einer Einschnürung führen und ein karoartiges
Muster ausbilden. Gezeigt ist hier das Gestrick 10 nach einer Expansion des Garns
12. Einzelne Fasern bzw. Bestandteile des expandierten Garns 12 sind an der Seite
heraushängend zu erkennen.
[0039] Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch das Gestrick 10 mit expandierten Garnen aus
Fig. 3. Zu erkennen sind die durch die Verbindungen 18 bewirkten Einschnürungen. Zu
erkennen sind auch die obere Lage 16 und die untere Lage 18 sowie der durch die Expansion
ausgefüllte und ausgedehnte Zwischenraum 20.
[0040] Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht eines expandierten Garns (Fig. 5b) und eines
nicht expandierten Garns (Fig. 5a). Zu erkennen sind jeweils die Seele 22 sowie die
Ummantelung bzw. Beschichtung 24. Es handelt sich jeweils um ein erfindungsgemäßes
Garn 12, das durch die Temperaturerhöhung aufgeschäumt wurde (von Fig. 5a zu Fig.
5b).
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Gestrick
- 12
- Garn
- 14,16
- obere, untere Lage
- 18
- Verbindungen
- 20
- Zwischenraum
- 22
- Seele
- 24
- Beschichtung oder Ummantelung
1. Maschenstoff oder Webstoff, insbesondere in Form eines Gestricks wie rechts/links
Gestrick, rechts/rechts Gestrick oder links/links Gestrick, Gewirks, Verbundstoffs,
Klimasteppjersey, beinhaltend mindestens ein Garn nach einem der Ansprüche 7 bis 12
im expandierten und/oder nicht expandierten jedoch expandierbaren Zustand.
2. Maschenstoff oder Webstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass, das mindestens eine Garn als Schuss-, Füll- und/oder Einlegefaden beinhaltet ist,
insbesondere innerhalb eines herkömmlichen Abstandsgestricks, -gewebes oder -gewirks,
insbesondere eine obere und eine untere Seite, die unter Ausbildung eines Zwischenraumes
voneinander beabstandet sind, aufweisend, insbesondere in einen Zwischenraum, insbesondere
gerade und insbesondere unvermascht, eingelegt ist und insbesondere Verbindungen,
zwischen zwei Lagen des Abstandsgestricks, -gewebes oder -gewirks, insbesondere, der
oberen und der unteren Seite, vorgesehen ist, die nach Expansion des mindestens eines
Garns nach einem der Ansprüche 7 bis 1 2 zu einer Einschnürung des Webstoffs oder
Maschenstoffs führt.
3. Maschenstoff oder Webstoff nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine Vielzahl
von Garnen nach einem der Ansprüche 7 bis 12, insbesondere parallel verlaufend, beinhaltend
sind.
4. Maschenstoff oder Webstoff nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 3, wobei die
Expansion des mindestens einen Garns zu einer Erhöhung der Dicke des Maschenstoffes,
insbesondere einer Vergrößerung des Abstandes einer oberen und einer unteren Lage
führt oder geführt hat und insbesondere Einschnürungen vorhanden sind, die die Expansion
und/oder Erhöhung der Dicke lokal eingeschränkt haben oder einschränken, und wobei
durch die Expansion insbesondere ein Druck zwischen zwei Lagen des Maschen- oder Webstoffs,
insbesondere einer oberen und einer unteren Lage, bewirkt wird oder wurde.
5. Verfahren zur Herstellung eines Webstoffs oder Maschenstoffs, insbesondere in Form
eines Gestricks oder Gewirks, bei dem mindestens ein, insbesondere eine Vielzahl,
insbesondere parallel verlaufend, Garn nach einem der Ansprüche 7 bis 12 und/oder
hergestellt nach Anspruche 13, im zumindest nicht vollständig expandierten Zustand
als Schuss-, Einlege- und/oder Füllfaden, insbesondere unvermascht, insbesondere als
Zwischenlage, eingebracht wird und wobei insbesondere anschließend, insbesondere nach
Formung, Anformung, Verarbeitung und/oder Einbau des Webstoffs oder Maschenstoffs
eine Expandierung des mindestens einen Garns, insbesondere durch vorübergehende Temperaturerhöhung,
bewirkt wird, wobei insbesondere die Expansion so durchgeführt wird, dass eine Ausfüllung
eines Zwischenraums bewirkt wird und wobei insbesondere anschließend das mindestens
eine Garn durch Einstellen der Umgebungsbedingungen in einen festen Zustand versetzt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei zwei Webstoff- und/oder Maschenstofflagen geschaffen
werden, die punktförmig und/oder linienförmig angeordnete Verbindungen aufweisen,
und wobei das mindestens eine Garn zwischen den Lagen angeordnet wird und wobei insbesondere
die Verbindungen so bemessen sind, dass sie im Zusammenwirken mit den Lagen die Expansion
des mindestens einen Garns einschränken und so insbesondere eine Spannung der Verbindungen
und/oder der Lagen bewirkt wird.
7. Garn, umfassend eine Seele, insbesondere aus Kunststoff, und eine Beschichtung oder
Ummantelung aus expandierbarem, insbesondere aufschäumbaren, Material, das aufgrund
vorübergehend einstellbaren äußerer Bedingungen, insbesondere Einstellen einer Mindesttemperatur,
eine Erhöhung des Gesamtdurchmessers des Garnes bewirkt, wobei insbesondere das Garn
nach der Erhöhung des Durchmessers, insbesondere nach Wiederherstellen der ursprünglichen
äußeren Bedingungen und/oder Herstellen der Einsatzbedingungen für das Garn, insbesondere
nach Temperaturabsenkung unter die Mindesttemperatur, ein Feststoff ist.
8. Garn nach Anspruch 7, wobei das expandierbare Material mindestens einen Schaumbildner,
insbesondere Kohlenwasserstoff enthaltend, und mindestens einen Schaumwandbildner,
insbesondere mindestens ein Polymermaterial, insbesondere thermoplastischem Material,
beinhaltet, wobei der Schaumbildner insbesondere gekapselt, insbesondere in, insbesondere
thermoplastischen, Hohlkugeln beinhaltet ist.
9. Garn nach einem der vorstehenden Ansprüche 7 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymermaterial thermoplastisch ist und ein oder mehrere bei erhöhter Temperatur
aufschäumbare Mikrosphären umfasst, die durch kleine thermoplastische Hohlkugeln gebildet
sind, deren Hüllen Kohlenwasserstofftröpfchen enthalten, die bei erhöhter Temperatur
verdampfen und eine Expansion der Mikrosphären bei selbsttätiger Aushärtung hervorrufen.
10. Garn nach einem der vorstehenden Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenwasserstofftröpfchen bei erhöhter Temperatur im Bereich von 140 - 230°C,
insbesondre 175°C, verdampfen.
11. Garn nach einem der vorstehenden Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Mikrosphären aus Espancel, insbesondere 930MB120, im Gemisch mit einem Ethylenvinylacetat
(EVA) beinhaltet sind, wobei insbsondere Espancel 930MB120 mit Ethylenvinylacetat
hoher und niedriger Viskosität vermischt als expandierbares Material beinhaltet ist.
12. Garn nach einem der vorstehenden Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sein Durchmesser nach der Beschichtung oder Ummantlung und vor einer Expansion im
Bereich von 1-2 mm, insbesondere 1,4 mm, und nach durchgeführter Expansion im Bereich
von 4-6 mm, insbesondere 5 mm, liegt.
13. Verfahren zum Herstellen eines ummantelten oder beschichteten Garns, insbesondere
nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche 7 bis 12,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a. Kompoundieren des expandierbaren Materials, insbesondere in Form von Granulat oder
Bereitstellen des expandierbaren Materials,
b. zumindest teilweises Umspritzen einer Garnseele, insbesondere aus Kunststoff, mit
dem expandierbaren Material, insbesondere unter Verwendung einer Extrusions-Spinnanlage,
insbesondere mit Querspritzkopf und/oder Werkzeug zur Druckummantelung oder Beschichtung
einer Garnseele, insbesondere aus Kunststoff, mit dem expandierbaren Material unter
Erzeugung eines beschichteten oder ummantelten Garns.
14. Verfahren zur Herstellung eines Bezuges, Boarder für Matratzen, Matratzenbezüge, Hygieneprodukte,
Wassersportprodukte, Schwimmwesten, Schwimmhilfen, Dämmmaterial, Schutzkleidung oder
Bekleidung oder Sessels, Stuhls, einer Automobilinnenverkleidung und -sitzstoffe,
einer Wandverkleidung aufweisend einen Bezug, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezug oder die Bekleidung, Produkt oder Material, Maschen- oder Webstoff nach
einem der Ansprüche 1 bis 4 und/oder Garn nach einem der Ansprüche 7 bis 12 bzw. hergestellt
nach einem der Ansprüche 5, 6 oder 13 beinhaltet oder daraus besteht und wobei das
Expandieren des Garns erst nach Vernähen, Kleben, Anformen und/oder Formen des Maschen-,
Webstoffes oder Garns erfolgt und das Garn danach durch Einstellen der Umgebungsbedingungen
in einen festen Zustand versetzt wird.
15. Verwendung des Maschen- oder Webstoffes nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und/oder
eines Garns nach einem der Ansprüche 7 bis 1 2 als Bezugsstoff für Sessel und Stühle,
als Automobilinnenverkleidung und -sitzstoffe, Matratzenbezüge, Wandverkleidung, Boarder
für Matratzen, Hygieneprodukte, Wassersportprodukte, Schwimmwesten, Schwimmhilfen,
Dämmmaterial, Schutzkleidung und/oder Bekleidung.