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EP 2 530 379 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.07.2016 Patentblatt 2016/30 |
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Anmeldetag: 23.05.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Brenner für einen Biomasse-Brennstoffkessel und Biomasse-Brennstoffkessel
Burner for a biomass fuel boiler and biomass fuel boiler
Brûleur pour une chaudière à biomasse et chaudière à biomasse
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
30.05.2011 DE 102011108637
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.12.2012 Patentblatt 2012/49 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Pfitzer, Soeren
71735 Nussdorf (DE)
- Steiner, Dietmar
73642 Welzheim (DE)
- Wu, Datong
75181 Pforzheim (DE)
- Da Silva, Pedro
73230 Kirchheim (DE)
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Entgegenhaltungen: :
US-A1- 2010 037 806
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US-B1- 7 318 431
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Brenner für einen Biomasse-Brennstoffkessel nach dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1 und einen Biomasse-Brennstoffkessel mit einem Brenner
gemäß Anspruch 9.
[0002] Für die Verbrennung von stückigen Biomasse-Brennstoffen, wie z.B. Holzpellets, sind
eine Reihe verschiedener Verfahren bekannt. Die für die Durchführung der Verbrennung
verwendeten Brenner haben dabei üblicherweise einen Brennteller, auf dem das zu verbrennende
Material aufgebracht wird und auf dem unter Zufuhr der primären Verbrennungsluft die
Vergasung des Brennmaterials stattfindet. Die Brennstoffzufuhr erfolgt dabei entweder
nach dem Unterschubverfahren, nach dem Seiteneinschubverfahren oder nach dem Abwurfverfahren
(Pellets fallen aus einer Pelletzuführvorrichtung von oben auf den Brennteller).
[0003] Bei einer Brennstoffzufuhr nach dem Abwurfverfahren ist der Brennteller üblicherweise
als Rost ausgeführt, durch den die Asche nach unten in einen Aschebehälter fallen
kann. Problematisch ist dabei allerdings, dass die noch auf dem Brennteller befindliche
Asche durch herabfallenden, frischen Brennstoff aufgewirbelt werden kann. Es kommt
daher zu nicht unerheblichem Ascheaustrag und Staubemission mit der Verbrennungsluft.
[0004] Ein weiteres Problem ist die Vermischung von frisch nachfallenden Holzpellets mit
bereits durch Ausbrand entstandener Holzkohle auf dem Brennteller. Auch diese kann
zu problematischer Partikelemission aus dem Glutbett führen.
[0005] Die
US 7318431 B1 offenbart einen Biomasse-Brennstoffkessel mit einem Brenntopf mit zwei übereinander
angeordneten Brennkammem und einer darunter angeordneten Ascheschublade. Zwischen
oberer und unterer Brennkammer sowie zwischen unterer Brennkammer und Ascheschublade
befinden sich bewegliche Schieber. Ein öffnen eines Schiebers bewirkt, dass der Brennstoff
von oben nach unten herunterfällt.
[0006] Die
US 2010/0037806 A1 offenbart eine Festbrennstoff-Brennkammer mit einem Feuerrost zum Halten von Brennstoffpellets.
Bei der Verbrennung brechen die Pellets auseinander und fallen durch den Feuerrost
auf ein darunter liegendes Netz. Nach vollständigem Ausbrand fällt die Asche in einen
Sammelbereich unter dem Netz.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese und weitere aus dem Stand der
Technik bekannten Nachteile zu überwinden und einen verbesserten Brenner für einen
Biomasse-Brennstoffkessel bereitzustellen. Dabei soll insbesondere bei einem Biomasse-Brennstoffkessel,
der eine Brennstoffzuführung nach dem Abwurfprinzip hat, die Partikelemission aus
dem Glutbett soweit wie möglich reduziert oder verhindert werden.
[0008] Erfindungsgemäß wird dies mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0009] Bei einem Brenner für einen Biomasse-Brennstoffkessel mit einer Brennstoffzuführung
nach dem Abwurfprinzip mit wenigstens einer Primärluftzuführung, wobei der Brenner
eine Brenntellervorrichtung mit mindestens zwei übereinander angeordneten Brennerrosten
aufweist, wobei ein oberer Brennerrost einen Auffangbereich zum Auffangen von zugeführtem,
zu verbrennendem Brennstoff aufweist und ein unterer Brennerrost einen Glutbereich
zum Halten von zerfallendem, glühendem Brennstoff aufweist, sieht die Erfindung vor,
dass der obere Brennerrost (20) kegel- oder pyramidenförmige Elemente (22) aufweist,
wobei die kegel- oder pyramidenförmigen Elemente (22) den Auffangbereich (25) bilden
und zwischen sich eine offene Spaltstruktur ausbilden.
[0010] Die Brenntellervorrichtung weist mindestens zwei übereinander angeordnete Brennerroste
auf. Herab fallender frischer Brennstoff trifft auf diese Weise zunächst auf den oberen
Brennerrost, der zweckmäßig einen Auffangbereich zum Auffangen von zugeführtem, zu
verbrennendem Brennstoff aufweist. Handelt es sich um Holzpellets, so verbrennen die
frischen Pellets im Auffangbereich zu Holzkohle und/oder zerfallen die frischen, ganzen
Pellets in kleinere Pelletstücke. Diese Holzkohle oder Pelletstücke fallen dann erst
durch den oberen Brennerrost hindurch auf den unteren Brennerrost. Dort können sie
im Glutbereich, der zum Halten von zerfallendem, glühendem Brennstoff dient, ausglühen,
bevor sie als Asche auch durch den unteren Brennerrost fallen - beispielsweise in
einen Ascheauffangbehälter. Auf diese Weise wird die schnell ablaufende Vergasung
von leichtflüchtigen Bestandteilen frisch zugeführter Holzpellets von der langsameren
Vergasung der entsprechenden Holzkohle getrennt.
[0011] Erfindungsgemäß ist es von Vorteil wenn der obere Brennerrost kegel- oder pyramidenförmige
Elemente (Auffangkörper) aufweist und wenn die kegel- oder pyramidenförmigen Elemente
den Auffangbereich bilden. Dabei sind die kegel- oder pyramidenförmigen Elemente so
angeordnet, dass die Basis (Grundfläche) in Richtung des unteren Brennerrostes (nach
unten) weist und die Kegel- bzw. Pyramidenspitze in Richtung des herab fallenden Brennstoffes
(nach oben). Der Auffangbereich wird auf diese Weise durch die trichterähnlichen Zwischenräume
ausgebildet, die zwischen den kegel- oder pyramidenförmigen Elementen vorhanden sind.
Der herabfallende frische Brennstoff fällt dabei im Bereich der Kegel- bzw. Pyramidenspitzen
in die weite, nach oben weisende Trichteröffnung und rutscht, während er beim Verbrennen
in kleinere Stücke zerfällt, entlang der Kegel- bzw. Pyramidenseitenflächen langsam
nach unten zur Kegel- bzw. Pyramidenbasis. Sind die Abmessungen des Brennstoffs schließlich
kleiner als die lichte Weite der Spalte zwischen den Kegel- bzw. Pyramidengrundflächen,
so fällt der Brennstoff durch die Spalte des oberen Rostes hindurch auf den unteren
Rost.
[0012] Zwischen den einzelnen Kegel- bzw. Pyramidenbasen sind Spalte (Abstände) ausgebildet,
durch die die zu Holzkohle verbrannten Pellets dann hindurch und herunter auf den
unteren Brennrost fallen können. Erst dort treffen sie auf das eigentliche Glutbett
und die darin enthaltene Asche. Diese wird jedoch nur wenig aufgewirbelt, da zum einen
der Fallweg und die Größe der herab fallenden Brennstoffteile nicht so groß sind,
wie bei einem direkten Abwurf. Zum anderen wirken nun auch die Kegel- bzw. Pyramidenbasen,
die über dem unteren Brennerrost angeordnet sind, als Abschirmung. Selbst wenn daher
im Glutbett befindliche Partikel durch den Aufprall von herab fallenden Brennstoffstücken
aufgewirbelt werden, so werden sie doch durch die als Abschirmung wirkenden kegel-
bzw. pyramidenförmigen Elemente weitgehend daran gehindert, mit der Verbrennungsluft
aus dem Biomasse-Brennstoffkessel nach außen getragen zu werden.
[0013] Eine vorteilhafte Ausbildung des Brenners ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden
Brennerroste Rostebenen mit Durchtrittsöffnungen in Form von Löchern und/oder Spalten
aufweisen, wobei die lichte Weite der Durchtrittsöffnungen des oberen Brennerrostes
größer ist als die lichte Weite der Durchtrittsöffnungen des unteren Brennerrostes.
Dadurch ist gewährleistet, dass die frisch zugeführten größeren, ganzen Pellets so
lange auf dem oberen Rost liegen bleiben, bis sie in kleinere Stücke zerfallen sind.
Diese kleineren Stücke können durch die Durchtrittsöffnungen des oberen Rostes hindurchfallen
und bleiben auf dem unteren Rost liegen. Die kleineren Stücke sowie kleinere Holzkohle-
und Aschepartikel können durch nachfallende, frisch zugeführte Pellets nicht aufgewirbelt
und mit dem Abgas aus einem entsprechenden Heizkessel ausgetragen werden.
[0014] Der untere Brennerrost kann ein Gitter, ein Lochblech und/oder eine regelmäßige ein-
oder zweidimensionale Anordnung von Körpern, die zwischen sich eine offene Spaltstruktur
ausbilden, umfassen. Das Gitter oder das Lochblech weisen beispielsweise runde, eckige
oder schlitzförmige Durchbrüche (Löcher) auf, durch die die kleineren und ganz kleinen
Holzkohle- und Ascheteile nach unten fallen und die Verbrennungsgase und Verbrennungsluft
nach oben aufsteigen können. Eine andere mögliche Roststruktur wird durch nebeneinander,
zweidimensional in einer Ebene angeordnete Auflagekörper mit zum Beispiel quadratischem
oder rundem Querschnitt gebildet, wobei die Auffangkörper zwischen sich Spalte offen
lassen, durch die wiederum Holzkohle- und Ascheteile nach unten fallen sowie Gase
und Luft nach oben aufsteigen können. Eine eindimensionale Anordnung von Auffangelementen
ist beispielsweise durch eine reihenartige Aufeinanderfolge in nur einer Längenrichtung
von schmalen Lamellen oder Stegen gegeben. Eine zweidimensionale Anordnung von Auffangelementen
ist dagegen beispielsweise durch eine reihen- und spaltenartige Aufeinanderfolge in
einer Längen- und Breitenrichtung von im Querschnitt quadratischen oder kreisförmigen
Körpern gegeben. Zwischen den Lamellen, Stegen, quadratischen oder kreisförmigen Körpern
bilden sich Spalte als Durchtrittsöffnungen.
[0015] Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Brenntellervorrichtung Luftzuführelemente
zum Zuführen von Luft zum oberen Brennerrost und zum unteren Brennerrost aufweist.
Dabei handelt es sich beispielsweise um vertikale Rohre, die an ihrem unteren Ende
mit der Luftzuführung verbunden sind und an ihrem oberen Ende die kegel- oder pyramidenförmigen
Elemente tragen. Vorzugsweise sind die Luftzuführelemente so ausgebildet, dass sie
einen Zuführkanal und wenigstens eine Luftsaustrittsöffnung aufweisen. Letztere sind
dabei bevorzugt seitlich angeordnet. Das verhindert, dass herab fallende Brennstoffteile
in die Luftaustrittsöffnungen fallen können. Zudem strömt die einzubringende Luft
dadurch horizontal ein und es entsteht eine homogene Luftverteilung.
[0016] Die Luftzuführelemente, die die kegel- oder pyramidenförmigen Elemente tragen, ragen
zweckmäßigerweise von unten durch den unteren Brennerrost hindurch. Zur optimalen
Luftversorgung sowohl der im Auffangbereich des oberen Brennerrosts als auch der im
Glutbett des unteren Brennerrosts stattfindenden Verbrennung ist es dabei sinnvoll,
wenn wenigstens eine Luftaustrittsöffnung stromaufwärts des zugeordneten Brennerrostes
angeordnet ist. Dabei können in einem Zuführkanal auch sowohl Luftaustrittsöffnungen
für den oberen Brennerrost als auch Luftaustrittsöffnungen für den unteren Brennerrost
vorhanden sein.
[0017] Man erkennt weiter, dass es sinnvoll ist, wenn der Brenner eine Ascheauffangvorrichtung
aufweist, die unterhalb des unteren Brennerrostes angeordnet ist.
[0018] Bei einem Biomasse-Brennstoffkessel mit einem erfindungsgemäßen Brenner sieht die
Erfindung außerdem vor, dass die Brenntellervorrichtung im Bereich des Bodens einer
Primärbrennkammer angeordnet ist und dass die Brennstoffzuführung oberhalb der Brenntellervorrichtung
in die Primärbrennkammer mündet.
[0019] Die nachfolgend beschriebenen Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
da. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Brenntellervorrichtung;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht eines Biomasse-Brennstoffkessels mit einer Brenntellervorrichtung
entsprechend Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Brenntellervorrichtung.
[0020] Der in Fig. 1 dargestellte Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Brenntellervorrichtung
10 zeigt einen Teil eines oberen Brennerrostes 20 und einen darunter angeordneten
unteren Brennerrost 30. Der obere Brennerrost 20 besteht aus einer Anordnung von Rostelementen
21. Diese umfassen jeweils ein kegel- oder pyramidenförmiges Element 22 und ein Luftzuführelement
23. Man erkennt, dass das kegel- oder pyramidenförmige Element 22 den zwischen dem
oberen Brennerrost 20 und dem unteren Brennerrost 30 ausgebildeten Zwischenraum wie
ein Hütchen gegenüber von oben herabfallendem Brennmaterial abschirmt.
[0021] In dem Luftzuführelement 23 ist ein Zuführkanal 231 ausgebildet. Aus dem Zuführkanal
231 kann die in einer vertikalen Richtung V anströmende Zuführluft L
z durch seitlich ausgebildete Luftaustrittsöffnungen 232 in einer horizontalen Richtung
H als Primärluftstrom L
P austreten. Dabei hat der Zuführkanal 231 in dem gezeigten Beispiel zwei Luftaustrittsöffnungen
232, von denen eine stromaufwärts des oberen Brennerrosts 20 und die andere stromaufwärts
des unteren Brennerrostes 30 ausgebildet ist.
[0022] Der untere Brennerrost 30 hat die Form eines Gitters mit Längs- und Querstreben (oder
eines Lochblechs), das zum Halten des zerfallenen, glühenden Brennstoffs, also des
Glutbereichs 31 dient, und mit zwischen den Streben ausgebildeten Lücken 32, durch
die die Asche nach unten fallen kann.
[0023] In Fig. 2 erkennt man, wie ein Brenner mit einer Brenntellervorrichtung 10 in einen
Biomasse-Brennstoffkessel 100 eingebaut ist. Der Biomasse-Brennstoffkessel 100 hat
im dargestellten Beispiel eine Primärbrennkammer 110 und eine Sekundärbrennkammer
120. Zwischen der Primär- und der Sekundärbrennkammer 110, 120 ist eine Blende 170
mit einer Blendenöffnung 171 ausgebildet. Im Boden 113 der Primärbrennkammer 110 ist
eine Öffnung 111 ausgebildet, in welcher die Brenntellervorrichtung 10 angeordnet
ist. Oberhalb der Öffnung 111 befindet sich die Mündung 132 einer Zuführkanals 131
der Brennstoffzuführung 130, durch welche das Brennmaterial auf die Brenntellervorrichtung
110 abgeworfen wird.
[0024] Man erkennt auch hier, dass die Brenntellervorrichtung 10 aus einem oberen Brennerrost
20 und einem unteren Brennerrost 30 besteht, wie in Bezug auf Fig. 1 bereits oben
ausführlich dargestellt. Von dem oberen Brennerrost 20 sind in dieser Ansicht drei
Lufzuführelemente 23 mit je einem kegel- oder pyramidenförmigen Element 22 abgebildet,
die den Auffangbereich für die frisch zugeführten, herabfallenden Pellets bilden.
Zwischen den Elementen 22 bilden sich die Spalte 24 oder Durchtrittsöffnungen 24 aus.
[0025] Unterhalb der Brenntellervorrichtung 10 ist eine Ascheauffangvorrichtung 40 angeordnet.
In der Ascheauffangvorrichtung 40 befindet sich eine auch als Windbox bezeichnete
Luftkammer 142. Von der Luftkammer 142 aus führen die Zuführkanäle 231 die Zuströmluft
L
Z durch die Luftzuführelemente 23 zu den Brennrosten 20, 30. Die Luftkammer 142 dient
dabei einer homogenen Luftverteilung in Bezug auf alle von der Luftkammer 142 abführenden
Zuführkanäle 231.
[0026] Die Luftkammer 142 wird durch eine Primärluftzuführung 140 von außen mit der Zuführluft
L
Z gespeist. Am oberen Ende hat sie schräg verlaufende Seitenwände 143. Diese sind im
dargestellten Ausführungsbeispiel, konisch ausgebildet. Auf diese Seitenwände 143
trifft die durch den unteren Brennerrost 30 hindurchfallende Asche und gleitet entlang
dieser Seitenwände 143 in der Ascheauffangvorrichtung 40 nach unten.
[0027] Fig. 3 zeigt die Draufsicht auf eine in einem Brennkammerboden 112 angeordnete Brenntellervorrichtung
10 und einen oberen Brennerrost 20. Der Brennerrost 20 umfasst hier sieben nebeneinander,
zweidimensional in einer Ebene liegenden kegelförmigen Auffangelemente 22 (zu erkennen
sind die kreisförmigen Kegelbasen bzw. -grundflächen) sowie die zwischen diesen Elementen
22 ausgebildeten Spalte 24 oder Durchtrittsöffnungen 24, durch die die kleineren Holzkohlestücke
und Aschepartikel nach unten auf den unteren Brennerrost 30 fallen.
1. Brenner für einen Biomasse-Brennstoffkessel (100) mit einer Brennstoffzuführung nach
dem Abwurfprinzip (130) mit wenigstens einer Primärluftzuführung (140), wobei der
Brenner eine Brenntellervorrichtung (10) mit mindestens zwei übereinander angeordneten
Brennerrosten (20,30) aufweist, wobei ein oberer Brennerrost (20) einen Auffangbereich
(25) zum Auffangen von zugeführtem, zu verbrennendem Brennstoff aufweist und ein unterer
Brennerrost (30) einen Glutbereich (31) zum Halten von zerfallendem, glühendem Brennstoff
aufweist.
dadurch gekennzeichnet, dass der obere Brennerrost (20) kegel- oder pyramidenförmige Elemente (22) aufweist, wobei
die kegel- oder pyramidenförmigen Elemente (22) den Auffangbereich (25) bilden und
zwischen sich eine offene Spaltstruktur ausbilden.
2. Brenner nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Brennerroste (20, 30) Rostebenen mit Durchtrittsöffnungen in Form von
Löchern und/oder Spalten aufweisen, wobei die lichte Weite der Durchtrittsöffnungen
des oberen Brennerrostes größer ist als die lichte Weite der Durchtrittsöffnungen
des unteren Brennerrostes.
3. Brenner nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der untere Brennerrost (30) ein Gitter, ein Lochblech und/oder eine regelmäßige ein-
oder zweidimensionale Anordnung von Elementen (22), die zwischen sich eine offene
Spaltstruktur ausbilden, umfasst.
4. Brenner nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brenntellervorrichtung Luftzuführelemente (23) zum Zuführen von Luft zum oberen
Brennerrost und zum unteren Brennerrost aufweist.
5. Brenner nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzuführelemente (23) einen Zuführkanal (231) und wenigstens eine Luftaustrittsöffnung
(232) aufweisen.
6. Brenner nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzuführelemente (23) rohrförmig ausgebildet, an einem unteren Ende mit der
Primärluftzuführung verbunden sind und an einem oberen Ende die kegel- oder pyramidenförmigen
Elemente (22) des oberen Brennerrostes tragen.
7. Brenner nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Luftaustrittsöffnung (232) stromaufwärts des zugeordneten oberen
oder unteren Brennerrostes (20, 30) angeordnet ist.
8. Brenner nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Brenner eine Ascheauffangvorrichtung (40) aufweist, die unterhalb des unteren
Brennerrostes (30) angeordnet ist.
9. Biomasse-Brennstoffkessel (100) mit einem Brenner nach einem der
vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brenntellervorrichtung (10) im Bereich des Bodens (113) einer Primärbrennkammer
(110) angeordnet ist und dass die Brennstoffzuführung (130) oberhalb der Brenntellervorrichtung
(10) in die Primärbrennkammer (110) mündet.
1. Burner for a biomass fuel boiler (100) comprising a fuel supply based on the discharge
principle (130) with at least one primary air supply (140), the burner having a burner
plate device (10) with at least two burner grates (20, 30) arranged one over the other,
an upper burner grate (20) having a collecting area (25) for collecting supplied fuel
to be burned and a lower burner grate (30) having an ember area (31) for holding decomposing,
glowing fuel,
characterized in that the upper burner grate (20) has conical or pyramidal elements (22), the conical or
pyramidal elements (22) forming the collecting area (25) and between them forming
a structure of open gaps.
2. Burner according to Claim 1,
characterized in that the two burner grates (20, 30) have grate planes with through-openings in the form
of holes and/or gaps, the clear width of the through-openings of the upper burner
grate being greater than the clear width of the through-openings of the lower burner
grate.
3. Burner according to Claim 1 or 2,
characterized in that the lower burner grate (30) comprises a grid, a perforated plate and/or a regular
one-dimensional or two-dimensional arrangement of elements (22), which between them
form a structure of open gaps.
4. Burner according to at least one of the preceding claims,
characterized in that the burner plate device has air supply elements (23) for supplying air to the upper
burner grate and to the lower burner grate.
5. Burner according to Claim 4,
characterized in that the air supply elements (23) have a supply channel (231) and at least one air outlet
opening (232).
6. Burner according to Claim 4 or 5,
characterized in that the air supply elements (23) are of a tubular form, are connected at a lower end
to the primary air supply and bear at an upper end the conical or pyramidal elements
(22) of the upper burner grate.
7. Burner according to Claim 5 or 6,
characterized in that the at least one air outlet opening (232) is arranged upstream of the assigned upper
or lower burner grate (20, 30).
8. Burner according to at least one of the preceding claims,
characterized in that the burner has an ash collecting device (40), which is arranged under the lower burner
grate (30).
9. Biomass fuel boiler (100) comprising a burner according to one of the preceding claims,
characterized in that the burner plate device (10) is arranged in the region of the base (113) of a primary
burner chamber (110) and in that the fuel supply (130) opens out into the primary burner chamber (110) above the burner
plate device (10).
1. Brûleur pour une chaudière à biomasse (100) comprenant une alimentation en combustible
selon le principe de lancement (130) avec au moins une alimentation en air primaire
(140), le brûleur présentant un dispositif de plaque de brûleur (10) comprenant au
moins deux grilles de brûleur (20, 30) disposées l'une au-dessus de l'autre, une grille
de brûleur supérieure (20) présentant une région de capture (25) pour recevoir du
combustible acheminé devant être brûlé et une grille de brûleur inférieure (30) présentant
une région de braises (31) pour retenir le combustible incandescent se désagrégeant,
caractérisé en ce que la grille de brûleur supérieure (20) présente des éléments en forme de cône ou de
pyramide (22), les éléments en forme de cône ou de pyramide (22) formant la région
de capture (25) et constituant entre eux une structure à fente ouverte.
2. Brûleur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les deux grilles de brûleur (20, 30) présentent des plans de grille avec des ouvertures
de passage sous forme de trous et/ou de fentes, la largeur intérieure des ouvertures
de passage de la grille de brûleur supérieure étant supérieure à la largeur intérieure
des ouvertures de passage de la grille de brûleur inférieure.
3. Brûleur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la grille de brûleur inférieure (30) comprend une grille, une tôle perforée et/ou
un agencement régulier unidimensionnel ou bidimensionnel d'éléments (22) qui constituent
entre eux une structure à fente ouverte.
4. Brûleur selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de plaque de brûleur présente des éléments d'alimentation en air (23)
pour acheminer de l'air à la grille de brûleur supérieure et à la grille de brûleur
inférieure.
5. Brûleur selon la revendication 4,
caractérisé en ce que les éléments d'alimentation en air (23) présentent un canal d'alimentation (231)
et au moins une ouverture de sortie d'air (232).
6. Brûleur selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que les éléments d'alimentation en air (23) sont réalisés sous forme tubulaire, sont
connectés à une extrémité inférieure à l'alimentation en air primaire, et portent,
à une extrémité supérieure, les éléments en forme de cône ou de pyramide (22) de la
grille de brûleur supérieure.
7. Brûleur selon la revendication 5 ou 6,
caractérisé en ce que l'au moins une ouverture de sortie d'air (232) est disposée en amont de la grille
de brûleur supérieure ou inférieure associée (20, 30).
8. Brûleur selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le brûleur présente un dispositif de capture de cendres (40) qui est disposé sous
la grille de brûleur inférieure (30).
9. Chaudière à biomasse (100) comprenant un brûleur selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de plaque de brûleur (10) est disposé dans la région du fond (113)
d'une chambre de brûleur primaire (110) et en ce que l'alimentation en combustible (130) débouche au-dessus du dispositif de plaque de
brûleur (10) dans la chambre de brûleur primaire (110).


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