[0001] Die Erfindung betrifft einen expandierbaren Wabenkern nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zu dessen kontinuierlicher Herstellung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 7 sowie einen plattenförmig, oder dreidimensional
geformten Sandwichverbund nach Anspruch 11.
[0002] Derartige plattenförmige oder dreidimensional geformte Sandwichverbunde bestehen
im Allgemeinen aus einer leichten Kernlage und aus zwei Deckschichten, die beidseitig
auf die Kernlage aufgebracht die Festigkeit im Verbund erzeugen. Leichte Kerne mit
einer Hohlraumstruktur weisen in der Regel im Vergleich zu den Decklagen eine deutlich
geringere Dichte auf. Eine Variante zur Erzeugung einer Hohlraumstruktur sind expandierbare
Wabenkerne.
[0003] Die hier zur Diskussion stehenden expandierbaren Wabenkerne werden vorzugsweise als
Kernlage für biege- und beulsteife Sandwichplatten und -schalen genutzt. Die Wabenstruktur
entsteht durch das Expandieren (Recken) wabenartig miteinander verbundener Streifen.
Vorteile der Wabenstruktur sind insbesondere eine hohe spezifische Druckfestigkeit
quer zur Plattenebene, eine enorme Gewichtseinsparung der Sandwichbauteile sowie ein
reduzierter Rohstoffverbrauch. Expandierbare Wabenkerne bestehen beispielsweise aus
Papier (Kraftliner, Testliner, Wellenstoff o. dgl.) oder aus Aluminium. Sie werden
zur Herstellung von Sandwichbauteilen in Branchen wie beispielsweise dem Flugzeugbau,
Automobilbau, Caravanbau, Schiffsund Bootsbau aber zunehmend auch im Möbel- und Messebau
sowie im immobilen Innenausbau, im Bauwesen und für Verpackungszwecke eingesetzt.
[0004] Die Decklagen dieser Sandwichverbunde weisen im Vergleich zum Kern eine geringe Dicke
auf, sind schubfest mit der Kernlage verbunden und bestehen zumeist aus Kunststoff
(Glas- oder Kohlenstoffverstärkung möglich), Metall, Holz oder Holzwerkstoff, Papier/
Pappe, Kunst- oder Naturfasern.
[0005] Herkömmliche expandierbare Wabenkerne werden durch das Verkleben einzelner Streifen
zu einer Wabenstruktur hergestellt. Ein solcher Wabenkern der gattungsgemäßen Art
ist bereits aus der
DE-PS Nr. 133165 bekannt. Der dort mit dem Begriff Papiernetz bezeichnete Wabenkern besteht aus einzelnen
gleichen aufeinander gelegten Papierstreifen beliebiger Breite. Diese Streifen sind
so miteinander verbunden, dass beim Auseinanderziehen eine wabenartige Struktur entsteht.
Dabei weist die Wabenstruktur jeweils abwechselnd einfache Stege und doppelte Stege
auf. Der Begriff doppelter Steg bezeichnet dabei den Stegabschnitt zweier verbundener
Streifen. Durch Verkleben einzelner Streifen oder einer zusammenhängenden Materialbahn
hergestellte Wabenkerne und Verfahren zu deren Herstellung sind z.B. auch aus den
Patentschriften
DE 196 09 309 A1 Hering,
US 4.992.132 Schmidilin oder
US 5.334.276 Meier bekannt.
[0006] Die Verwendung von Klebstoff zur Verbindung der Streifen in den Bereichen der Doppelstege
bedingt die Nutzung einer Klebstoff-Auftrags-Technik und verursacht erhöhte Fertigungs-
und Materialkosten sowie eine Gewichtserhöhung der Kernstruktur. Verfahren zur klebstofffreien
Herstellung einer Hexagonalwabenstruktur sind bisher nicht bekannt geworden.
[0008] Aus der
JP H07 28631 U ist einen Wabernkern bekannt, der aus einzelnen Streifen aus bahnförmigen Materialien
besteht, welche durch abwechselnd folgende dopelte und einfache Stege so untereinander
verbunden sind, das eine wabenartige Struktur ensteht, wobei entlang der Streifen
(4) ein Muster von quer zur Längsachse der Streifen liegenden Einschnitten (5) vorgesehen
ist, und die Streifen an den Einschnitten (5) abwechselnd mit einem linken un einem
rechten benachbarten Streifen durch Überlappung im Bereich der doppelten Stege (6)
gefugt sind.
[0009] Die
JP H07 28631 U stellt nicht auf einen expandierbaren Wabenkernes ab, der in einem kontinuierlichen
Herstellungsprozess gefertigt werden kann.
[0010] Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung einen expandierbaren Wabenkern anzugeben,
der ohne die Verwendung von Klebstoff herzustellen ist. Dieser Wabenkern soll in einem
kontinuierlichen Prozess gefertigt werden können. Dadurch soll auch der Klebstoffeinsatz
bei der Herstellung plattenförmig oder dreidimensional geformter Sandwichverbunde
erheblich reduziert werden.
[0011] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mittels eines expandierbaren Wabenkerns mit den
in Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Der Wabenkern weist dabei eine Struktur
auf, die mit der Struktur herkömmlicher Hexagonalwabenkerne vergleichbar bzw. ähnlich
ist. Der Erhalt einer mehr oder weiniger ausgeprägten Wabenform ist abhängig von den
eingesetzten Materialien. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Wabenkerns sind Gegenstand
von abhängigen Unteransprüchen.
[0012] Weiterhin wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines
expandierbaren Wabenkerns mit den im Anspruch 6 genannten Merkmalen gelöst.
[0013] Vorteilhafte Varianten des Verfahrens sind Gegenstand von abhängigen Unteransprüchen.
[0014] Die Aufgabe wird weiterhin durch einen plattenförmig oder dreidimensional geformten
Sandwichverbund mit den im Anspruch 10 genannten Merkmalen gelöst. Mit einem dreidimensional
geformten Sandwichverbund sind von der plattenförmigen Ausprägung abweichenden Sandwichverbunde
gemeint. Deren Herstellbarkeit ist abhängig von der Geometrie und dem Materialverhalten
des Wabenkernes.
[0015] Erfindungsgemäß wird der expandierbare Wabenkern hergestellt, indem Einzelstreifen
aus einem bahn- oder streifenförmigen Ausgangsmaterial mit Einschnitten nach einem
bestimmte Muster versehenen werden, womit die Länge der einfachen und doppelten Stege
bestimmt wird. Anschließend werden die Einzelstreifen an den Einschnitten ineinander
gesteckt. Das Ineinanderstecken erfolgt so, dass im Bereich der doppelten Stege eine
Verbindung gebildet wird, die nicht durch Verkleben, sondern allein durch Überlappung
zwischen zwei Einschnitten entsteht. Die Einschnitte werden so angeordnet, dass das
Ineinanderstecken der einzelnen Streifen nacheinander durch Einschieben von jeweils
der gleichen Seite aus erfolgen kann. Somit lässt sich dieser Prozess als kontinuierliches
Herstellungsverfahren ausführen. Auf die Verwendung von Klebstoff kann dabei vollständig
verzichtet werden. Die Streifen sind jederzeit wieder voneinander lösbar. Die Streifen
lassen sich bei der Weiterverarbeitung allein durch die Handhabung des expandierbaren
Wabenkernes fixieren, indem der Wabenkern auf einer ebenen Auflage abgelegt oder geführt
wird.
[0016] Sofern eine erhöhte Handhabbarkeit des Wabenkerns für die Verarbeitung erforderlich
ist, kann durch einen einzelnen punktuellen Klebstoffauftrag je Streifen eine Fixierung
gegen das Verrutschen der Streifen zueinander erfolgen. Eine solche Fixierung kann
auch durch ein mechanisches Verhaken der Streifen, beispielsweise in Form von gestanzten
Erhebungen, erfolgen.
[0017] Eine vorteilhafte Variante zur Herstellung eines expandierbaren Wabenkerns erfolgt
nach folgenden Schritten:
- 1. Abrollen eines bahnförmigen Materials von der Rolle,
- 2. Einbringen von Längsschnitten nach einem bestimmten Muster (z.B. durch Rundmesser
auf einer Messerwelle), wobei die Längsschnitte die späteren Einschnitte an den einzelnen
Streifen bilden,
- 3. Erzeugen der einzelnen Streifen durch Abtrennen von der Materialbahn quer zur Abrollrichtung,
- 4. Ineinanderstecken der einzelnen Streifen an den Einschnitten, wobei sich benachbarte
Stege im Bereich der doppelten Stege überlappen, und somit quasi ein "endloser" expandierbarer
Wabenkern entsteht.
[0018] Im Anschluss an die Herstellung des expandierbaren Wabenkerns kann dieser expandiert
und zu einem plattenförmig oder dreidimensional geformten Sandwichverbund weiterverarbeitet
werden.
[0019] Vorteilhaft an der Erfindung ist, dass die Wabenstruktur ohne Klebstoff erzeugt werden
kann und sich damit eine Reduzierung des Aufwandes durch das Verfahren zur Herstellung
des Wabenkernes ergibt. Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt eine kontinuierliche
Herstellung und eine Reduzierung der Material- und Herstellungskosten. Die Eigenschaften
des Wabenkerns sind denen einer konventionell gefertigten Wabenstruktur gleichwertig.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen expandierten Wabenkern
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus einem expandierten Wabenkern
- Fig. 3
- eine Darstellung zur Veranschaulichung des Verfahrens
- Fig. 4
- eine Darstellung zur Veranschaulichung des Verfahrens mit anschließender Stapelbildung
- Fig. 5
- ein Ausschnitt aus Fig. 4 zur Darstellung eines Überlappungsbereiches
[0021] In der
Fig. 1 ist ein expandierter Wabenkern
1 dargestellt. Der Wabenkern besteht aus einzelnen Streifen
2, die aus Papier, Kunststoff, Aluminium oder anderen bahnförmigen Materialien bestehen.
Die Streifen sind durch abwechselnd folgende doppelte Stege
4 und einfache Stege
3 untereinander verbunden. Beim Auseinanderziehen in der Expansionsrichtung (Pfeilrichtung)
bildet sich eine wabenartige Struktur aus, die in der Zeichnung rein schematisch dargestellt
ist. Das Erreichen einer mehr oder weniger ausgeprägten hexagonalen Geometrie ist
abhängig von der Stabilität und Formbarkeit der eingesetzten Materialen und deren
Vorbereitung.
[0022] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt aus einem expandierten Wabenkern. Dargestellt ist eine hexagonal
ausgebildete Wabe mit angrenzenden Wabenteilen. Die Streifen
2 erstrecken sich im Wesentlichen quer zur Expansionsrichtung (Pfeilrichtung). Der
etwa in der Bildmitte liegende Streifen
2.3 beginnt am oberen Bildrand im Bereich eines doppelten Steges. Im Verlauf zum unteren
Bildrand kreuzt der Streifen
2.3 den rechts anliegenden Streifen
2.4. Die Seiten der beiden Streifen
2.3 und
2.4 liegen aneinander. Zur niveaugleichen Kreuzung (Kreuzungspunkt
5.1) von Streifen
2.3 mit dem rechts anliegenden Streifen
2.4 ist der dargestellte Einschnitt
5 vorgesehen. Danach geht der Streifen
2.3 in einen einfachen Steg
3 über. Am nächsten Kreuzungspunkt
5.2 kreuzen sich der Streifen
2.3 und der rechte benachbarte Streifen
2.6 und bildet mit diesem durch Überlappung einen doppelten Steg
4. Der besagte doppelte Steg
4 erstreckt sich bis zum Kreuzungspunkt
5.3. An diesem Kreuzungspunkt ist wieder ein Einschnitt
5 dargestellt. Ein solcher Einschnitt
5 befindet sich sowohl im Streifen
2.3 als auch im Streifen
2.6, so dass am Kreuzungspunkt
5.3 beide Streifen wiederum niveaugleich und lose ineinander gesteckt werden können.
Danach bildet der Streifen
2.3 erneut einen einfachen Steg, so wie auch der Streifen
2.6 einen einfachen Steg bildet. Der Streifen 2.3 geht am unteren Bildrand mit dem Streifen
2.4 im Kreuzungspunkt
5.4 in einen doppelten Steg über.
[0023] Wie Fig. 2 verdeutlicht, sind die Einschnitte
5 in den Streifen regelmäßig bzw. nach einem bestimmten Muster ausgeführt, so dass
sich eine Wabenstruktur mit abwechselnd folgenden doppelten Stegen
4 und einfachen Stegen
3 ergibt. Die Verbindungsbildung der Streifen erfolgt durch Ineinanderstecken an den
Einschnitten und Überlappung der Streifen an den doppelten Stegen
4 ohne Verwendung von Klebstoff.
[0024] Die in Fig. 2 mit
5a und
5b bezeichneten Bereiche zeigen jeweils die Schnittflächen eines Streifens, die sich
am Übergang vom einem doppelten zum einem einfachen Steg im Kreuzungspunkt von zwei
Streifen ergeben. Dabei zeigt die Schnittfläche
5a den im doppelten Steg
4 rechts liegenden Streifen
2.2 und die Schnittfläche
5b den im doppelten Steg
4 links liegenden Streifen.
[0025] Jeder der Eckpunkte einer hexagonalen Wabe ist zugleich Kreuzungspunkt mit den oben
beschriebenen Einschnitten
5. Ein in der Bildebene von oben in den Streifen
2 eingebrachter Einschnitt
5, so wie in Fig. 2 dargestellt, korrespondiert jeweils mit einem von unten in den Streifen
eingebrachten Einschnitt (in Fig. 2 nicht dargestellt).
[0026] Die schematische Darstellung in
Fig. 3 dient zur Veranschaulichung einer vorteilhaften Variante des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens.
Auf einer Rolle
6 befindet sich das zur Verarbeitung vorgesehen bahnförmige Material. Von der Rolle
6 wird eine Materialbahn
7 abgewickelt. In die Materialbahn 7 werden durch ein nicht dargestelltes Schneidwerk
Längsschnitte
8 eingebracht. Die Längsschnitte
8 sind in Transportrichtung gesehen entlang einer Linie angeordnet, wobei auf geschnittene
Bereiche ungeschnittene Bereiche folgen. Die Anordnung der Längsschnitte
8 entlang der Materialbahn
7 erfolgt nach einem bestimmten Muster. Dieses Muster lässt sich durch eine Einteilung
der Längsschnitte
8 in Spalten und Zeilen verdeutlichen, wobei zur Vereinfachung jeweils ein Paar von
in Transportrichtung nebeneinander liegenden Längsschnitten
8 betrachtet werden soll. Oder anders gesagt, zwei gleichlange nebeneinander liegende
Längsschnitte bilden ein Paar. Die Spalten verlaufen in Transportrichtung der Materialbahn
7. Die Zeilen verlaufen quer zur Transportrichtung. Ein Paar von Längsschnitten
8 begrenzt eine Spalte. Das nächste Paar von Längsschnitten
8 ist in Transportrichtung der Materialbahn
7 gesehen um eine Zeile versetzt angeordnet. Zwischen zwei durch Paare von Längsschnitten
8 gebildeten Spalten wird eine Versatzspalte vorgesehen, in der keine Längsschnitte
eingebracht sind. Die Breite der Längsschnittpaarspalte und die Breite der Versatzspalte
bestimmt die Geometrie des herzustellenden Wabenkerns. Die Zeilenhöhe wird durch die
gewünschte Breite der Streifen
2 bestimmt.
[0027] Der Abstand der Längsschnitte eines Paares, d.h. die Breite der Längsschnittpaarspalte
und die Breite der Versatzspalte ist im Ausführungsbeispiel gleich groß gewählt, woraus
sich eine Geometrie wie in Fig. 1 bzw. in Fig. 2 ergibt.
[0028] Nach dem Einbringen der Längsschnitte
8 werden Streifen
2 von der Materialbahn
7 abgetrennt. Der quer zur Materialbahn
7 geführte Schnitt durchtrennt dabei die Längsschnitte
8 jeweils mittig. Damit wird gewährleistet, dass die Streifen
2 Einschnitte
5 aufweisen, die bei den nacheinander folgenden und aneinanderstoßenden Streifen korrespondieren.
Ein zwischen den Einschnitten
5 liegender Abschnitt
9 eines Streifens
2 bildet im späteren Wabenkern
1 einen doppelten Steg
4. Die Bereiche
10 links und rechts von diesen Abschnitten
9 bilden im späteren Wabenkern einfache Stege.
[0029] Zum Zusammenfügen der Streifen zu einem expandierbaren Wabenkern werden an der in
Transportrichtung liegenden Hinterkante
12 die Abschnitte
9 zwischen den Einschnitten
5 angehoben. Die in Transportrichtung an einer Vorderkante
11 liegenden Abschnitte
9 zwischen den Einschnitten
5 werden abgesenkt. Damit können die Streifen
2 an den Einschnitten ineinander gleiten und einen losen Verbund durch die schon erwähnte
Überlappung im Bereich der doppelten Stege bilden.
[0030] Fig. 4 zeigt die Bildung eines Stapels
13 am Ende der Materialbahn
2. Beim fertigen Stapel
13 sind die Kanten der Streifen fluchtend ausgerichtet.
[0031] Der Stapel kann zur Ablage und einer ggf. folgenden weiteren Verarbeitung waagerecht
abgelegt werden. In einem folgenden Verfahrensschritt kann der Wabenkern expandiert
werden. Danach erfolgt eine schubfeste Verbindung mit einer oberen und unteren Deckschicht,
so dass ein plattenförmiges Material vorliegt, bei dem der expandierte Wabenkern selbst
ohne Klebstoff gefügt ist.
[0032] Fig. 5 zeigt einen Ausschnitt aus der schematischen Darstellung der Fig. 4. Der Ausschnitt
stellt einen Zeitpunkt im Verfahrensablauf dar, in dem die Streifen mit Einschnitten
5 versehen und von der Materialbahn abgetrennt sind. Die einzelnen Streifen werden
nun durch seitliches Ineinanderstecken durch Überlappung im Bereich der doppelten
Stege gefügt und am Ende des Vorgangs übereinander abgelegt. Zur Erzeugung des Überlappungsbereiches
wird am vorlaufenden Streifen der Abschnitt
9 zwischen den Einschnitten
5 angehoben und am nachlaufenden Streifen der Abschnitt
9 zwischen den Einschnitten
5 abgesenkt. Nachdem die Streifen fluchtend übereinander abgelegt sind steckt der ungeschnittene
Teil des vorlaufenden Streifens im Einschnitt 5 des nachlaufenden Streifens und umgekehrt.
[0033] Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf die im Ausführungsbeispiel dargestellt
Variante beschränkt. So lässt sich die Zuführung der Materialbahn auch durch einen
Stapel mit abnehmbaren Bögen realisieren, womit die Rolle
6 ersetzt werden kann.
[0034] Ebenso kann die Materialbahn
7 als schmales Band zugeführt werden, welches in der Breite der Streifen bemessen ist,
und worin die Einschnitte von einem seitlich angeordneten Schneidwerk eingebracht
werden. Die Zusammenführung der Streifen zu einem expandierbaren Wabenkern erfolgt
dann wiederum nach der in Fig. 3 bis Fig. 5 beschriebenen Art und Weise.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Wabenkern
- 2
- Streifen
- 2.1-2.6
- einzelner Streifen
- 3
- einfacher Steg
- 4
- doppelter Steg
- 5
- Einschnitt
- 5.1 - 5.4
- Kreuzungspunkt am Einschnitt
- 5a
- Schnittfläche am Einschnitt
- 5b
- Schnittfläche am Einschnitt
- 6
- Rolle
- 7
- Materialbahn
- 8
- Längsschnitte in der Materialbahn
- 9
- Abschnitt
- 10
- Bereich
- 11
- Vorderkante
- 12
- Hinterkante
- 13
- Stapel
1. Expandierbarer Wabenkern, bestehend aus einzelnen Streifen (2) aus Papier, Kunststoff,
Aluminium oder anderen bahnförmigen Materialien, welche durch abwechselnd folgende
doppelte (4) und einfache Stege (3) so untereinander verbunden sind, dass beim Auseinanderziehen
eine wabenartige Struktur entsteht, wobei
- entlang der Streifen (2) ein Muster von quer zur Längsachse der Streifen (2) liegenden
Einschnitten (5) vorgesehen ist,
- jeder Streifen (2) an der Vorder- (11) und Hinterkante (12) mit paarweisen Einschnitten
(5) versehen ist, wobei die paarweisen Einschnitte (5) jeweils einen doppelten Steg
(4) begrenzen,
- entlang einer Kante betrachtet nach einem Abschnitt mit paarweisen Einschnitten
(5) ein Abschnitt ohne paarweise Einschnitte folgt, und
- die Streifen (2) an den Einschnitten (5) abwechselnd mit einem linken und einem
rechten benachbarten Streifen durch Überlappung im Bereich eines jeden doppelten Steges
(4) gefügt sind.
2. Expandierbarer Wabenkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die paarweisen Einschnitte (5) von der Vorder- (11) oder Hinterkante (12) bis zur
Mittellinie des betroffenen Streifens (2) reichen.
3. Expandierbarer Wabenkern nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim einem Wabenkern (1) im nichtexpandierten Zustand die einzelnen Streifen (2)
an den Einschnitten lose miteinander gefügt sind, wobei die Streifen (2) im Bereich
der einfachen Stege (3) mit ihren einander zugewandten Seiten aufeinander liegen und
im Bereich der doppelten Stege (4) mit ihren jeweiligen Rückseiten aneinander liegen.
4. Expandierbarer Wabenkern nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung des losen Verbundes Klebstoff im Bereich der doppelten Stege (4) vorgesehen
ist.
5. Expandierbarer Wabenkern nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung des losen Verbundes eine Verankerung im Bereich der doppelten Stege
(4) vorgesehen ist.
6. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines expandierbaren Wabenkerns (1), bestehend
aus einzelnen Streifen (2) aus Papier, Kunststoff, Aluminium oder anderen bahnförmigen
Materialien, nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei einzelne Streifen (2) aus einem bahn- oder streifenförmigen Ausgangsmaterial
mit Einschnitten nach einem bestimmten Muster versehenen werden, womit die Länge der
einfachen und doppelten Stege bestimmt wird,
wobei jeder Streifen (2) an der Vorder- (11) und Hinterkante (12) mit paarweisen Einschnitten
(5) versehen ist, und die paarweisen Einschnitte (5) jeweils einen doppelten Steg
(4) begrenzen,
wobei entlang einer Kante betrachtet nach einem Abschnitt mit paarweisen Einschnitten
(5) ein Abschnitt ohne paarweise Einschnitte folgt, und anschließend die einzelnen
Streifen an den Einschnitten fortlaufend ineinander gesteckt werden, wobei das Ineinanderstecken
so erfolgt, dass eine Verbindung zwischen einzelnen Streifen durch Überlappung jeweils
benachbarter Streifen zwischen einen doppelten Steg begrenzenden Einschnitten erzeugt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- bahnförmiges Material (7) einer Vorrichtung zum Trennen des Materials zugeführt
wird, womit ein Muster von Längsschnitten (8) in das bahnförmige Material (7) entlang
der Zuführrichtung eingebracht wird,
- durch Schneiden quer zur Zuführrichtung Streifen (2) gleicher Breite von dem bahnförmigen
Material (7) unter Durchtrennung der paarweise angeordneten Längsschnitte (8) abgetrennt
werden, so dass die Streifen (2) seitlich korrespondierende Einschnitte (5) von vorlaufendem
zu nachlaufendem Streifen (2) aufweisen,
- die abgetrennten Streifen (2) übereinander in Position gebracht werden, wobei die
Abschnitte (9) zwischen den paarweise angeordneten Einschnitten (5) des nachlaufenden
Streifens (2) in Zuführrichtung seitlich unter die korrespondieren Abschnitte (9)
des vorlaufenden Streifens (2) geschoben werden,
- und die Streifen abgelegt werden, nachdem die Seitenkanten in einer Flucht liegen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung des Musters von paarweisen Längsschnitten (8) die Längsschnitte (8)
in einer Anordnung von Zeilen und Spalten ausgeführt werden, wobei ein Paar von Längsschnitten
(8) eine Spalte begrenzt, das nächste Paar von Längsschnitten (8) in Transportrichtung
des bahnförmigen Materials (7) um eine Zeile versetzt angeordnet wird und zwischen
zwei durch Paare von Längsschnitten (8) gebildete Spalten eine Versatzspalte vorgesehen
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die fluchtend zusammengeführten Streifen (2) einer Einrichtung zur schubfesten Verbindung
mit Deckschichten zugeführt werden.
10. Plattenförmig oder dreidimensional geformter Sandwichverbund, bestehend aus einem
expandierten Wabenkern (1) nach einem der Anspruche 1 bis 5 und aus zwei Deckschichten,
die beidseitig auf den expandierten Wabenkern (1) aufgebracht sind.
1. An expandable honeycomb, consisting of individual strips (2) of paper, plastic, aluminium,
or other web-form materials, which are interconnected by means of alternately successive
double (4) and single lands (3), such that when they are pulled apart a honeycombtype
structure is generated, wherein
- along the strips (2) is provided a pattern of incisions (5) located transverse to
the longitudinal axis of the strips (2),
- each strip (2) is provided with pairs of incisions (5) on the front (11) and rear
edges (12), wherein the pairs of incisions (5) in each case bound a double land (4),
- as viewed along one edge, after a section with pairs of incisions (5) there follows
a section without pairs of incisions, and
- at the incisions (5) the strips (2) are alternately joined with a left and a right
adjacent strip by means of overlap in the region of each double land (4).
2. The expandable honeycomb in accordance with claim 1,
characterised in that,
the pairs of incisions (5) extend from the front (11) or rear edge (12) as far as
the centre line of the strip in question (2).
3. The expandable honeycomb in accordance with one of the claims 1 to 2,
characterised in that,
in a honeycomb (1) in the non-expanded state the individual strips (2) are loosely
joined with one another at the incisions, wherein
in the region of the single lands (3) the strips (2) are located one upon another
with their sides facing towards one another, and in the region of the double lands
(4) are located with their respective rear sides together.
4. The expandable honeycomb in accordance with one of the claims 1 to 3,
characterised in that,
for purposes of securing the loose composite, adhesive is provided in the region of
the double lands (4).
5. The expandable honeycomb in accordance with one of the claims 1 to 3,
characterised in that,
for purposes of securing the loose composite, an anchorage is provided in the region
of the double lands (4).
6. A method for the continuous manufacture of an expandable honeycomb (1), consisting
of individual strips (2) of paper, plastic, aluminium, or other web-form materials,
in accordance with one of the claims 1 to 5, wherein
individual strips (2) of an initially web-form or
strip-form material are provided with incisions in accordance with a particular pattern,
whereby the length of the single and double lands is determined, wherein
each strip (2) is provided with pairs of incisions (5) on the front (11) and rear
edges (12), and the pairs of incisions (5) in each case bound a double land (4) wherein
as viewed along one edge, after a section with pairs of incisions (5) there follows
a section without pairs of incisions, and subsequently the individual strips at the
incisions are successively inserted into one another, wherein
the insertion into one another takes place such that a connection between individual
strips is generated by means of overlap of adjacent strips in each case between incisions
bounding a double land.
7. The method in accordance with claim 6,
characterised in that,
- web-form material (7) is supplied to a device for purposes of separating the material,
whereby a pattern of longitudinal cuts (8) is introduced into the web-form material
(7) along the feed direction,
- by cutting transverse to the feed direction, strips (2) of the same width are separated
from the web-form material (7), with the severance of the longitudinal cuts (8) arranged
in pairs, such that the strips (2) have laterally corresponding incisions (5) on leading
and trailing strips (2),
- the separated strips (2) are brought one above another into position, wherein the
sections (9) between the incisions (5), arranged in pairs, of the trailing strip (2)
are displaced laterally in the feed direction with respect to the corresponding sections
(9) of the leading strip (2),
- and the strips are laid down, after the side edges are located in alignment.
8. The method in accordance with claim 7,
characterised in that,
for purposes of generating the pattern of pair-wise longitudinal cuts (8) the longitudinal
cuts (8) are executed in an arrangement of rows and columns, wherein
one pair of longitudinal cuts (8) bounds a column, the next pair of longitudinal cuts
(8) is arranged displaced by one row in the direction of transport of the web-form
material (7), and an offset column is provided between two columns formed by pairs
of longitudinal cuts (8).
9. The method in accordance with one of the claims 6 to 8,
characterised in that,
the strips (2), brought together in alignment, are fed to a device for purposes of
shear-resistant connection with covering layers.
10. A sheet-form, or three-dimensionally formed, sandwich composite, consisting of an
expanded honeycomb (1) in accordance with one of the claims 1 to 5, and of two covering
layers, which are applied on either side onto the expanded honeycomb (1).
1. Âme alvéolaire expansible se composant de bandes (2) individuelles en papier, plastique,
aluminium ou d'autres matériaux en forme de feuille continue, lesquelles sont reliées
entre elles par des traverses simples (3) et doubles (4) se suivant alternativement
de telle sorte que, lors de la séparation en tirant, il se forme une structure alvéolaire,
dans laquelle
- on prévoit, le long des bandes (2), un motif d'entailles (5) situées transversalement
à l'axe longitudinal des bandes (2),
- chaque bande (2) étant munie, sur l'arête avant (11) et arrière (12), d'entailles
(5) par paires, dans laquelle les entailles par paires (5) délimitent respectivement
une traverse double (4),
- en observant le long d'une arête, après une partie avec des entailles (5) par paires,
une partie sans entailles par paires se trouvant à la suite, et
- les bandes (2) étant assemblées au niveau des entailles (5) en alternance avec une
bande voisine de gauche et de droite par chevauchement dans la zone de chaque traverse
double (4).
2. Âme alvéolaire expansible selon la revendication 1, caractérisée en ce que les entailles par paires (5) vont de l'arête avant (11) ou arrière (12) jusqu'à la
ligne médiane de la bande (2) concernée.
3. Âme alvéolaire expansible selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisée en ce que, en cas d'une âme alvéolaire (1) ne se trouvant pas à l'état d'expansion, les bandes
(2) individuelles sont assemblées de manière lâche au niveau des entailles, dans laquelle
les bandes (2), dans la zone des traverses simples (3), reposent les unes au-dessus
des autres avec leurs faces tournées les unes vers les autres et dans la zone des
traverses doubles (4), reposent les unes contre les autres avec leurs faces arrières
respectives.
4. Âme alvéolaire expansible selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que, pour sécuriser la liaison lâche, on prévoit de l'adhésif dans la zone des traverses
doubles (4).
5. Âme alvéolaire expansible selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que, pour sécuriser la liaison lâche, on prévoit un ancrage dans la zone des traverses
doubles (4).
6. Procédé pour la fabrication en continu d'une âme alvéolaire expansible (1) se composant
de bandes (2) individuelles en papier, plastique, aluminium ou d'autres matériaux
en forme de feuille continue selon les revendications 1 à 5,
dans lequel des bandes (2) individuelles en un matériau de départ en forme de feuille
continue ou bande sont munies d'entailles selon un motif défini, grâce à quoi on détermine
la longueur des traverses simples et doubles,
chaque bande (2) étant munie, sur l'arête avant (11) et arrière (12), d'entailles
(5) par paires, et les entailles par paires (5) délimitant respectivement une traverse
double (4),
dans lequel, en observant le long d'une arête, après une partie avec des entailles
(5) par paires, une partie sans entailles par paires se trouve à la suite, et
les bandes individuelles étant ensuite emboîtées en continu au niveau des entailles,
dans lequel l'emboîtement s'effectue de telle sorte qu'une liaison est produite entre
des bandes individuelles par chevauchement de bandes respectivement voisines entre
des entailles délimitant une traverse double.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
- un matériau en forme de feuille continue (7) est amené vers un dispositif pour la
séparation du matériau avec lequel un motif de coupures longitudinales (8) est introduit
dans le matériau en forme de feuille continue (7) le long de la direction d'amenée,
- en coupant transversalement à la direction d'amenée, des bandes (2) de largeur égale
étant séparées du matériau en forme de feuille continue (7) par sectionnement des
coupures longitudinales (8) disposées par paires de telle sorte que les bandes (2)
présentent des entailles (5) correspondant latéralement de la bande (2) en tête à
celle en queue,
- les bandes (2) séparées étant mises en position les unes au-dessus des autres, dans
lequel les parties (9) entre les entailles (5) disposées par paires de la bande (2)
en queue sont poussées en direction d'amenée latéralement sous les parties (9) correspondantes
de la bande (2) en tête,
- et les bandes étant déposées une fois que les arêtes latérales sont alignées.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que, pour produire le motif de coupures longitudinales (8) par paires, les coupures longitudinales
(8) sont réalisées selon un agencement de lignes et colonnes, dans lequel une paire
de coupures longitudinales (8) délimite une colonne, la paire suivante de coupures
longitudinales (8) étant disposée en direction de transport du matériau en forme de
feuille continue (7) de manière décalée de l'ordre d'une ligne, et une colonne de
décalage étant prévue entre deux colonnes formées par des paires de coupures longitudinales
(8).
9. Procédé selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que les bandes (2) assemblées de manière alignée sont amenées à un dispositif pour la
liaison résistant au cisaillement avec des couches de couverture.
10. Liaison en sandwich formée en forme de plaque ou en trois dimensions, se composant
d'une âme alvéolaire expansible (1) selon l'une des revendications 1 à 5 et de deux
couches de couverture, lesquelles sont appliquées des deux côtés sur l'âme alvéolaire
expansible (1).