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(11) |
EP 2 531 391 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.03.2014 Patentblatt 2014/10 |
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Anmeldetag: 27.01.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/051148 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/095429 (11.08.2011 Gazette 2011/32) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR ÜBERWACHUNG DER ZUGVOLLSTÄNDIGKEIT
METHOD AND DEVICE FOR MONITORING TRAIN INTEGRITY
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF DE CONTRÔLE DE L'INTÉGRITÉ D'UN TRAIN
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
03.02.2010 DE 102010006949
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.12.2012 Patentblatt 2012/50 |
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Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- BRABAND, Jens
38106 Braunschweig (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 107 571 DE-A1-102004 057 907 DE-C1- 10 054 230 GB-A- 2 336 011
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DE-A1- 19 723 309 DE-A1-102007 040 165 DE-C1- 19 830 053
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- QUANTE F ET AL: "Untersuchungen zur Zugvollständigkeitsüberwachung [ZVS] für Güterzüge",
ETR EISENBAHNTECHNISCHE RUNDSCHAU, HESTRA-VERLAG. DARMSTADT, DE, Bd. 49, Nr. 7-8,
1. Juli 2000 (2000-07-01) , Seiten 534-539, XP001539865, ISSN: 0013-2845
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überwachung der Zugvollständigkeit,
wobei zumindest in einem Teil der Wagen des Zuges angeordnete Train Integrity Moduls-TIM
- Daten austauschen und anhand vorgegebener Daten-Stabilitätskriterien ihre Zugehörigkeit
zu dem ausfahrenden Zug erkennen, wobei die TIM Sensordaten, insbesondere bezüglich
Geschwindigkeit, Position und Fahrtrichtung austauschen und wobei die TIM anhand vorgegebener
Logikkriterien eine Zugtrennung erkennen und gegebenenfalls die Sensordaten an eine
Betriebsleitzentrale übermitteln.
[0002] Klassischerweise wird die Zugvollständigkeit mittels streckenseitiger Achszähler
oder Gleiskreise überwacht. Bei modernen Betriebskonzepten, wie z. B. FFB - Funkfahrbetrieb-oder
ETCS - European Train Control System - Level 3, wird eine Verlagerung möglichst vieler
Funktionen, beispielsweise Ortung, auf das Schienenfahrzeug angestrebt. Auch die Zugvollständigkeit
oder Zugintegrität muss fahrzeugseitig überwacht werden. Das betrifft jedoch vorrangig
Züge, deren Wagen häufig neu zusammengestellt werden, d. h. insbesondere Güterzüge.
Bei Triebzügen, deren Wagenreihung oder Zuglänge sehr selten geändert wird, ist in
der Regel die Wahrscheinlichkeit einer Zugtrennung derart gering, dass es keiner zusätzlichen
Überwachung bedarf.
[0003] Bei einem bekannten Lösungsansatz wird eine Verbindung zwischen der Lokomotive und
dem letzten Wagen zur Feststellung der Zugvollständigkeit genutzt. Diese Verbindung
kann beispielsweise elektrisch, pneumatisch, funkbasiert oder optisch hergestellt
werden. Häufig wird ein spezielles EOTD - End of Train Device - eingesetzt. Reißt
die Verbindung zwischen der Lokomotive und dem EOTD ab, wird eine Zugtrennung detektiert.
Nachteilig ist vor allem der erhebliche Aufwand, insbesondere zur Projektierung, da
eine explizite Identifikation zwischen der Lokomotive und dem EOTD stattfinden muss.
Probleme ergeben sich auch hinsichtlich Interoperabilität, Verlust und Management.
[0004] Ein anderer, aus der gattungsbildenden
DE 10 2007 040 165 bekannter Lösungsansatz basiert darauf, dass alle Wagen mit einem TIM - Train Integrity
Modul - ausgerüstet sind. Dabei handelt es sich um drahtlos über kurze Distanzen miteinander
kommunizierende Module. Nachteilig ist auch hier der erhebliche Aufwand verbunden
mit Interoperabilitätsproblemen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Überwachung der Zugvollständigkeit mittels eines dezentralen Zugdatennetzes anzugeben,
welche sich durch geringeren Aufwand und verbesserter Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit
auszeichnen.
[0006] Verfahrensgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die TIM anhand einer digitalen
Karte Shunting-Bereiche erkennen, wobei die TIM bei Ausfahrt aus einem ersten Shunting-Bereich
in einer Kalibrierungsphase untereinander Daten austauschen und bis zur Einfahrt in
einen zweiten Shunting-Bereich zyklisch Sensordaten austauschen.
[0007] Dazu ist vorrichtungsgemäß vorgesehen, dass die TIM eine digitale Karte mit Shunting-Bereichen,
Nahbereichs-Kommunikationsmittel zum gegenseitigen Datenaustausch sowie Fernbereichs-Kommunikationsmittel
zur Datenübertragung an eine Betriebsleitzentrale aufweisen und mit mindestens einem
Sensor zur Erfassung TIM-spezifischer Daten, insbesondere Geschwindigkeit, Position
und Fahrtrichtung, verbunden sind. Zunächst werden die TIM mit einer digitalen Karte
ausgestattet, welche die Bereiche, in denen Wagen neu zusammengestellt werden dürfen,
d. h. die Shunting-Bereiche, beinhaltet. An diese Karte werden keine besonderen Genauigkeitsanforderungen
gestellt; es genügt ein quasi grober Überblick. Nur außerhalb der Shunting-Bereiche
findet eine Überwachung der Zugvollständigkeit statt.
[0008] Bei der Ausfahrt aus dem Shunting-Bereich erfolgt in einer Kalibrierungsphase zunächst
eine gegenseitige Identifikation der entsprechend der Wagenreihung auf dem Zug vorhandenen
TIM. Dazu versucht jedes TIM, die in seiner Nähe befindlichen weiteren TIM zu finden,
wobei Daten ausgetauscht werden. Derartige Daten können z. B. die sensorisch ermittelte
und mit einem Zeitstempel versehene Geschwindigkeit und/oder Position und Fahrtrichtung
sein. Diese Charakteristika können mittels GNSS - Global Navigation Satalite System
- Sensoren gewonnen werden. Anhand der Stabilität der empfangenen Daten während einer
projektierten Zeitdauer identifizieren sich die auf denselben Zug befindlichen TIM
gegenseitig. Falls auch spezielle Charakteristika des Zuges ausgetauscht werden, wie
beispielsweise die Geschwindigkeit, können zusätzlich oder alternativ Plausibilitätskriterien
für die gegenseitige Identifizierung der TIM verwendet werden. Beispielsweise muss
die von den einzelnen TIM übermittelte Geschwindigkeit über den projektierten Zeitraum
übereinstimmen. Letztlich resultiert durch formales model checking gegen ein formales
Modell des Zuges die Hypothese, dass die identifizierten TIM sich in denselben Zug
befinden.
[0009] Im Anschluss an die kurze Kalibrierungsphase erfolgt die eigentliche Überwachung
auf Zugvollständigkeit, indem zyklisch Sensordaten zwischen den TIM ausgetauscht werden.
Vorteilhaft ist neben der Verwendung der Geschwindigkeit als Vergleichskriterium auch
die aus Position und Fahrtrichtung ermittelbare Entfernung zwischen den einzelnen
TIM. Dabei dienen Schwellwerte dazu, festzustellen, ab welcher Abweichung, z. B. in
Bezug auf Entfernung und/oder Geschwindigkeit die Hypothese, dass sich die TIM in
denselben Zug befinden, verletzt ist. Erforderlich ist lediglich eine formale Verifizierung
des Bestehens oder Nicht-Bestehens der Zugvollständigkeitshypothese.
[0010] Bei Verletzung der Hypothese meldet jedes TIM, das die Verletzung festgestellt hat,
diese erkannte Zugtrennung an die Betriebsleitzentrale. Anhand der Positionsmeldung
der TIM bzw. des Zuges wird in der Betriebsleitzentrale der betroffene Zug erkannt,
so dass unverzüglich geeignete betriebliche Maßnahmen eingeleitet werden können.
[0011] Besondere Robustheit gegenüber Einzel- oder auch Mehrfachausfälle von TIM kann dadurch
erreicht werden, dass Redundanzen und Plausibilitäten berücksichtigt werden. Beispielsweise
kann der Ausfall eines benachbarten TIM ignoriert werden, wenn ein in der gleichen
Richtung weiter entferntes TIM noch erkannt wird.
[0012] Bei Einfahrt in den nächsten Shunting-Bereich wird die Überwachung der Zugvollständigkeit
aufgrund der Karteninformation aufgehoben und nach Verlassen dieses Shunting-Bereiches
mit erneuter Kalibrierung wieder initialisiert.
[0013] Gemäß Anspruch 2 ist vorgesehen, dass die TIM in der Kalibrierungsphase ihrer Datenreichweite
entsprechende Cluster bilden. Besonders vorteilhaft sind sich überlappende Cluster,
wodurch sich einfache oder sogar mehrfache Redundanz ergibt. Das Verfahren kann noch
robuster gestaltet werden, wenn gemäß Anspruch 3 die TIM von ersten TIM empfangene
Sensordaten an zweite TIM weiterleiten. Auf diese Weise entsteht quasi ein globales
Abbild des Zuges, so dass ermittelt werden kann, welches TIM in Fahrtrichtung das
erste TIM und welches das letzte TIM darstellt. Die Prüfbedingungen zur Überwachung
der Zugvollständigkeit können dadurch vereinfacht werden, wobei jedoch die Komplexität
des Verfahrens und der Kommunikations-Overhead steigen.
[0014] Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens kann gemäß Anspruch 5 besonders vorteilhaft
ausgebildet sein, indem die TIM als verfahrensgemäß projektierte, an sich für andere
Funktionalitäten vorgesehene Drahtlos-Module ausgebildet sind. Geeignet dazu sind
beispielsweise die VICOS CT-Module von Siemens, die primär für die Optimierung der
Betriebsführung vorgesehen sind. Diese Module werden quasi zweckentfremdet oder zusätzlich
für die Überwachung der Zugvollständigkeit genutzt. Die bereits vorhandene GNSS-Ortung
sowie die Mobilfunkverbindung zu der Betriebsleitzentrale und die lokale Nahbereichs-Drahtlosverbindung
werden für die TIM-Funktion genutzt, wobei die digitale Karte zusätzlich projektiert
und die TIM-Funktion initial konfiguriert wird. Die Überwachung der Zugvollständigkeit
erfolgt daraufhin autonom. Software- oder Kartenupdates können über die bestehende
Mobilfunkverbindung erfolgen.
[0015] Betrieblich wäre es zwar wünschenswert, möglichst am Anfang und am Ende des zu überwachenden
Zuges einen TIM-ausgerüsteten Wagen beim Shunting-Prozess anzuordnen, aber auch für
den Fall, dass das nicht möglich ist, erfolgt zumindest eine Teilüberwachung in Abhängigkeit
von dem TIM-Ausrüstungsgrad des Zuges. Dabei kann bei der Doppelbenutzungsvariante
gemäß Anspruch 5 davon ausgegangen werden, dass ein großer Prozentsatz, z. B. 20 bis
30 %, einer Wagenflotte bereits mit Drahtlos-Modulen ausgerüstet ist wobei die TIM-Funktionalität
zu einer weiteren Steigerung des Ausrüstungsgrades führen würde.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand figürlicher Darstellungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Kartendarstellung mit Shunting-Bereichen und
- Figur 2
- eine Zugkonfiguration mit Modulen zur Überwachung der Zugvollständigkeit.
[0017] Figur 1 zeigt beispielhaft ein Kartenabbild einer Streckenführung mit Shunting-Bereichen
1.1, 1.2, 1.3, welche in ein - möglichst bereits vorhandenes - Drahtlos-Modul gespeichert
werden, um dieses zu einem Train Integrity Modul - TIM - 2.1, 2.2, 2.3, 2.4 aufzurüsten.
Das TIM 2.1, 2.2, 2.3, 2.4 wird außerdem mit Initialisierungs-Software ausgestattet,
wodurch eine autonome Überwachung der Zugvollständigkeit ermöglicht wird. Dazu wird
eine Kalibrierungsphase projektiert, in der unmittelbar nach Ausfahrt aus einen Shunting-Bereich
1.1, 1.2, 1.3 ein Datenaustausch zwischen den entsprechend der in dem Shunting-Bereich
1.1, 1.2 oder 1.3 erfolgten Wagenreihung zugintern verteilten TIM 2.1, 2.2, 2.3, 2.4
stattfindet. Durch diesen ersten Datenaustausch erkennen die TIM 2.1, 2.2, 2.3, 2.4
ihre Zugehörigkeit zu dem ausfahrenden Zug 3. Vorzugsweise werden mit Zeitstempel
versehene Daten bezüglich Geschwindigkeit 4, Position und Fahrtrichtung ausgetauscht.
Aus den Positions- und Fahrtrichtungsdaten ermitteln die TIM 2.1, 2.2, 2.3, 2.4 ihre
gegenseitige Entfernung 5. Die Daten können beispielsweise mittels GNSS - Global Navigation
Satelite System - Empfänger ermittelt werden.
[0018] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 sind im Shunting-Bereich 1.1, 1.2 oder 1.3
fünf Wagen 6.1 bis 6.5 zu dem Zug 3 konfiguriert worden. Der erste Wagen 6.1 kann
dabei die Lokomotive des Zuges 3 sein. Es ist ersichtlich, dass die Wagen 6.1, 6.3,
6.4 und 6.5 jeweils mit einem TIM 2.1, 2.2, 2.3 bzw. 2.4 ausgestattet sind und dass
der Wagen 6.2 kein TIM aufweist. Entsprechend der Reichweite ihrer Nahbereichs-Kommunikationsmittel
bilden die TIM 2.1, 2.2, 2.3 und 2.4 in der Kalibrierungsphase Cluster 7.1, 7.2 und
7.3. Die Cluster 7.1, 7.2 und 7.3 können sich dabei überlappen, so dass die Kommunikationskette
auch bei Ausfall eines oder mehrerer TIM 2.1, 2.2, 2.3, 2.4 nicht abreißt.
[0019] Nachdem die TIM 2.1, 2.2, 2.3, 2.4 sich gegenseitig aufgrund gleichbleibender Daten-Stabilität
in der Kalibrierungsphase als zu dem Zug 3 zugehörig identifiziert haben, beginnt
die eigentliche Überwachung der Zugvollständigkeit. Dabei werden Messdaten bezüglich
Geschwindigkeit 4 und aus den Messdaten Position und Fahrtrichtung abgeleitete Entfernungsdaten
5 ausgetauscht und anhand von Plausibilitätskriterien ausgewertet. Auf diese Weise
wird erkannt, wenn beispielsweise das TIM 2.4 in dem letzten Wagen 6.5 des Zuges 3
aufgrund einer Abtrennung dieses Wagens 6.5 eine geringere Geschwindigkeit 4 bei zunehmender
Entfernung 5 von dem benachbarten TIM 2.3 aufweist. In diesem Fall meldet mindestens
das TIM 2.3, das diesen gefährlichen Zustand festgestellt hat, zumindest die eigenen
Positionsdaten an eine Betriebsleitzentrale. Für diese Fernbereichs-Kommunikation
wird eine Mobilfunkverbindung genutzt, während für die Nahbereichs-Kommunikation zwischen
den TIM 2.1, 2.2, 2.3, 2.4 vorzugsweise eine WLAN-Verbindung genutzt wird.
1. Verfahren zur Überwachung der Zugvollständigkeit, wobei zumindest in einem Teil der
Wagen (6.1, 6.2, 6.3, 6.4, 6.5) des Zuges (3) angeordnete Train Integrity Moduls -
TIM - (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) Daten austauschen und anhand vorgegebener Daten-Stabilitätskriterien
ihre Zugehörigkeit zu dem ausfahrenden Zug (3) erkennen, wobei die TIM (2.1, 2.2,
2.3, 2.4) Sensordaten, insbesondere bezüglich Geschwindigkeit (4), Position und Fahrtrichtung,
austauschen und wobei die TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) anhand vorgegebener Logikkriterien
eine Zugtrennung erkennen und gegebenenfalls die Sensordaten an eine Betriebsleitzentrale
übermitteln,
dadurch gekennzeichnet, dass die TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) anhand einer digitalen Karte Shunting-Bereiche (1.1,
1.2, 1.3) erkennen, wobei die TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) bei Ausfahrt aus einem ersten
Shunting-Bereich (1.1, 1.2, 1.3) in einer Kalibrierungsphase untereinander Daten austauschen
und bis zur Einfahrt in einen zweiten Shunting-Bereich (1.3, 1.2, 1.1) zyklisch Sensordaten
austauschen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) in der Kalibrierungsphase ihrer Datenreichweite entsprechende
Cluster (7.1, 7.2, 7.3) bilden.
3. Verfahren nach einen der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) von ersten TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) empfangene Sensordaten
an zweite TIM (2.4, 2.3, 2.2, 2.1) weiterleiten.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) eine digitale Karte mit Shunting-Bereichen (1.1, 1.2,
1.3), Nahbereichs-Kommunikationsmittel zum gegenseitigen Datenaustausch sowie Fernbereichs-Kommunikationsmittel
zur Datenübertragung an eine Betriebsleitzentrale aufweisen und mit mindestens einem
Sensor zur Erfassung TIM-spezifischer Daten, insbesondere Geschwindigkeit (4), Position
und Fahrtrichtung, verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) als verfahrensgemäß projektierte, an sich für andere
Funktionalitäten vorgesehene Drahtlos-Module ausgebildet sind.
1. Method for monitoring train integrity, wherein train integrity modules - TIMs - (2.1,
2.2, 2.3, 2.4) which are arranged in at least some of the cars (6.1, 6.2, 6.3, 6.4,
6.5) of the train (3) exchange data, and detect their association with the train (3)
traveling ahead on the basis of predefined data stability criteria, wherein the TIMs
(2.1, 2.2, 2.3, 2.4) exchange sensor data, in particular relating to the speed (4),
position and direction of travel, and wherein the TIMs (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) detect
separation of the train on the basis of predefined logic criteria and, if appropriate,
transmit the sensor data to an operational control center, characterized in that the TIMs (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) detect shunting regions (1.1, 1.2, 1.3) by means of
a digital map, wherein the TIMs (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) on exiting from a first shunting
region (1.1, 1.2, 1.3) exchange data with each other in a calibration phase, and cyclically
exchange sensor data up to the point of entry into a second shunting region (1.3,
1.2, 1.1).
2. Method according to Claim 1,
characterized in that the TIMs (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) form corresponding clusters (7.1, 7.2, 7.3) in the
calibration phase of their data range.
3. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the TIMs (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) pass on sensor data received from first TIMs (2.1,
2.2, 2.3, 2.4) to second TIMs (2.4, 2.3, 2.2, 2.1).
4. Device for carrying out the method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the TIMs (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) have a digital map with shunting regions (1.1, 1.2,
1.3), close-range communication means for the mutual exchange of data and long-range
communication means for transmitting data to an operational control center and are
connected to at least one sensor for detecting TIM-specific data, in particular the
speed (4), position and direction of travel.
5. Device according to Claim 4,
characterized in that
the TIMs (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) are embodied as wireless modules which are planned in
accordance with the method and are provided per se for other functionalities.
1. Procédé de contrôle de l'intégrité d'un train, dans lequel des Train Integrity Moduls
- TIM - (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) disposés dans une partie des voitures (6.1, 6.2, 6.3,
6.4, 6.5) du train (3) échangent des données et reconnaissent leur appartenance au
train (3) sortant, les TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) échangeant des données de capteur,
notamment en ce qui concerne la vitesse (4), la position et le sens de marche, et
les TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) reconnaissant une séparation du train au moyen de critères
logiques donnés à l'avance et transmettant, le cas échéant, les données de capteur
à un poste central de commandement,
caractérisé en ce que
les TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) reconnaissent des zones (1.1, 1.2, 1.3) de shunting au
moyen d'une carte numérique, les TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) échangeant, lors de la sortie
d'une première zone (1.1, 1.2, 1.3) de shunting dans une phase d'étalonnage, des données
entre eux et échangeant cycliquement des données de capteur jusqu'à l'entrée dans
une deuxième zone (1.3, 1.2, 1.1) de shunting.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
les TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) forment, dans la phase d'étalonnage, des groupements
(7.1, 7.2, 7.3) conformément à leur portée de données.
3. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) acheminent au deuxième TIM (2.4, 2.3, 2.2, 2.1) des données
de capteur reçues par le premier TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4).
4. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) ont une carte numérique ayant des zones (1.1, 1.2, 1.3)
de shunting, des moyens de communication en zone proche pour l'échange de données
mutuelles, ainsi que des moyens de communication en zone lointaine pour la transmission
de données à un poste central de commandement et sont reliés à au moins un capteur
de détection de données spécifiques aux TIM, notamment de la vitesse (4), de la position
et du sens de marche.
5. Dispositif suivant la revendication 4,
caractérisé en ce que
les TIM (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) sont constitués sous la forme de modules sans fil conçus
conformément au procédé et prévus en soi pour d'autres fonctionnalités.

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