[0001] Die Erfindung betrifft einen Stoffauflauf für den Einsatz in einer Maschine zur Herstellung
von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahnen aus wenigstens
einer Faserstoffsuspension, mit mindestens einer, die wenigstens eine Faserstoffsuspension
zuführenden Zuführvorrichtung, einer einen Austrittsspalt aufweisenden Düse zur Abgabe
der Faserstoffsuspension in einem Freistrahl und einer in Strömungsrichtung der Düse
unmittelbar vorgeordneten Turbulenzerzeugungseinrichtung, in welcher die mindestens
eine Faserstoffsuspension durch eine Vielzahl von turbulenzerzeugenden Kanälen in
Teilströmen führbar ist, wobei innerhalb des einzelnen turbulenzerzeugenden Kanals
zumindest ein, einen Fluidisierungsbereich bildender Bereich vorgesehen ist.
[0003] Die Erfindung betrifft ferner eine Blattbildungseinheit für Maschinen zur Herstellung
von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahnen, umfassend einen
Stoffauflauf und eine diesem nachgeordnete Formiereinheit.
[0004] Die Stoffdichte einer Faserstoffsuspension bestimmt maßgeblich die Qualität einer
im Ergebnis des Herstellungsprozesses vorliegenden Faserstoffbahn. Dabei kann bei
Verwendung von Faserstoffsuspensionen mit höherer Stoffdichte eine sich verschlechternde,
durch die makroskopische und mikroskopische Verteilung von Fasern und Füllstoffen
beschreibbare Formation beobachtet werden. Um dennoch befriedigende Ergebnisse hinsichtlich
der Qualität der Faserstoffbahn zu erzielen, werden derzeit mit den bekannten Stoffaufläufen
Faserstoffsuspensionen mit Stoffdichten im Bereich von 0,8 bis 1,0 Prozent in eine
nachgeordnete Formiereinheit eingebracht. Höhere Stoffdichten führen bereits beim
Austritt des Strahls aus dem Stoffauflauf durch die starke Faserflockung zu einer
grobwolkigen Formation. Daher ist es erforderlich, Maßnahmen zu treffen, die der Zerstörung
dieser unerwünschten Flocken und der rechtzeitigen Fixierung der Strömung dienen.
Ziel ist die Bereitstellung eines über die gesamte Breite des Stoffauflaufs möglichst
flockenfreien Faserstoffsuspensionsstrahls am Austrittsspalt des Stoffauflaufs. Dazu
werden verschiedenartigste Mittel, insbesondere turbulenzerzeugende und hydraulische
Einheiten eingesetzt, die gewöhnlich eine Vielzahl von Kanälen zur besseren Fluidisierung
aufweisen. Diese können verschiedenartig ausgeführt sein und sind im einfachsten Fall
durch stufenartige Querschnittsänderungen des Strömungsquerschnitts charakterisiert.
Die sich daran anschließenden Düsen weisen im Allgemeinen eine Länge zwischen 600
bis 700 mm auf, um eine ausreichende Strahlstabilität zu erhalten. Die aus der Gitternachlaufströmung
entstehenden Wirbel können dabei innerhalb der Düse über diese Länge ausreichend gedämpft
werden. Jedoch wird dadurch die Verweildauer für die Faserstoffsuspension innerhalb
der Düse größer als die Reflockulationszeit, so dass es zu einer erneuten Flockenbildung
kommt. Um befriedigende Formationskennwerte für die auszubildende Faserstoffbahn zu
erzielen, ist eine Reflockulation der Faserstoffsuspension nach der letzten erfolgten
Fluidisierung im Stoffauflauf möglichst gänzlich zu vermeiden. Dies erfordert entsprechend
kurz gebaute Einheiten.
[0005] Die Problematik der Flockenbildung und deren Auswirkung auf die Qualität der entstehenden
Faserstoffbahn ist eingehend in der Druckschrift
EP 1 313 912 B1 beschrieben. Zur Lösung wird eine Ausführung eines Stoffauflaufs mit einer Modifizierung
der Turbulenzerzeugungseinrichtung vorgeschlagen, durch welche innerhalb der Turbulenzerzeugungseinrichtung
lediglich einmal in einer Stufe eine Fluidisierung in jedem turbulenzerzeugenden Kanal
vorgenommen wird, wodurch eine Beschleunigung der Strömung und kurze Verweildauer
der Faserstoffsuspension im Stoffauflauf erzielt wird. Der Fluidisierungsgrad kann
dann durch die spezielle Gestaltung der Lamellen innerhalb der Düse beibehalten werden.
Zur Fluidisierung werden den Fluidisierungsbereich bildende stufenartige Änderungen
der Querschnittsflächen und Längen der einzelnen Teilbereiche der Strömungskanäle
der Turbulenzerzeugungseinrichtung vorgeschlagen, welche eine Gesamtlänge der Turbulenzerzeugungseinrichtung
in einem vorgeschriebenen Bereich ergeben. Zur Verbesserung der Formation der entstehenden
Faserstoffbahn ist des Weiteren eine Vielzahl von Maßnahmen vorbekannt, die durch
eine Modifikation der Düse oder der Turbulenzerzeugungseinrichtung charakterisiert
sind.
[0006] Die Druckschrift
DE 101 06 684 A1 offenbart eine Ausführung eines Stoffauflaufs mit zur Vermeidung von Strömungsinstabilitäten
innerhalb der Düse und damit einer Schwingungsanregung speziell ausgeführten Lamellenende,
das eine Schräge an der zur Düsenwand gerichteten Seite aufweist und an der von dieser
weggerichteten Seite mit einer Struktur versehen ist.
[0007] Zur Formationsbeeinflussung innerhalb der Düse ist es gemäß der Druckschrift
DE 199 02 621 A1 vorbekannt, die Düse mit unterschiedlichen geometrischen Bereichen zur Erzeugung
unterschiedlicher Strömungsquerschnitte innerhalb der Düse auszubilden.
[0008] Die Druckschrift
WO 2008/077585 A1 offenbart die Begünstigung der Ausbildung symmetrischer Eigenschaften in Z-Richtung
über symmetrisch ausgebildete Stoffauflaufdüsen und die Ausgestaltung und Dimensionierung
dieser.
[0009] Maßnahmen zur Verbesserung der Quersteifigkeit durch Ausrichtung der Fasern im Bereich
des Austritts aus der Düse sind in der Druckschrift
EP 1 022 378 A2 beschrieben. Die Ausbildung der Düse erfolgt mit einem Bereich mit stetiger Querschnittsverringerung
und sich daran anschließendem Bereich mit stetiger Querschnittserweiterung.
[0010] Um beim Austritt des Freistrahls aus der Düse ein Aufplatzen dessen zu verhindern,
offenbart die Druckschrift
DE 297 13 433 U1 eine Ausführung eines Stoffauflaufs mit einer aus maschinenbreit verlaufenden Begrenzungsflächen
gebildeten Düsen, bei welcher zumindest eine der Begrenzungsflächen durch zumindest
drei Abschnitte mit unterschiedlichem Konvergenzwinkel charakterisiert ist.
[0011] Die Druckschrift
DE 102 34 559 A1 offenbart eine Ausführung eines Stoffauflaufs in einem Blattbildungssystem, bei welchem
die Düse durch eine Länge größer 400 mm charakterisiert ist, wobei die Länge der dieser
vorgeordneten Turbulenzerzeugungseinrichtung vorzugsweise ebenfalls in diesem Bereich
liegt.
[0012] Die bekannten Maßnahmen reichen nicht aus, die Reflockulation bei höheren Stoffdichten
der Faserstoffsuspension, beispielsweise von über 1,0 Prozent, insbesondere von über
1,2 Prozent, im gewünschten Maß zu unterbinden beziehungsweise zu reduzieren.
[0013] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Stoffauflauf der eingangs genannten
Art für den Einsatz in Maschinen zur Herstellung von Faserstoffbahnen, insbesondere
Papier-, Karton- oder Tissuebahnen, derart weiterzuentwickeln, dass die genannten
Nachteile vermieden werden und die Reflockulation der Faserstoffsuspension nach dem
letzten Fluidisierungsbereich vermindert oder unterbunden wird. Dabei ist insbesondere
auf eine Verringerung der Verweildauer der Faserstoffsuspension im Stoffauflauf bei
gleichbleibender Strahlqualität abzustellen.
[0014] Die erfindungsgemäße Lösung ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 charakterisiert.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0015] Bei einem erfindungsgemäßen Stoffauflauf für den Einsatz in einer Maschine zur Herstellung
von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahnen aus wenigstens
einer Faserstoffsuspension mit mindestens einer, die wenigstens eine Faserstoffsuspension
zuführenden Zuführvorrichtung, einer einen Austrittsspalt aufweisenden Düse zur Abgabe
der Faserstoffsuspension in einem Freistrahl und einer in Strömungsrichtung der Düse
unmittelbar vorgeordneten Turbulenzerzeugungseinrichtung, in welcher die mindestens
eine Faserstoffsuspension durch eine Vielzahl von turbulenzerzeugenden Kanälen in
Teilströmen führbar ist, wobei innerhalb des einzelnen turbulenzerzeugenden Kanals
zumindest ein, einen Fluidisierungsbereich bildender Bereich vorgesehen ist, weist
die Düse eine Länge auf, die als Funktion der Größe der einem einzelnen turbulenzerzeugenden
Kanal zugeordneten und eine Teilungsfläche beschreibenden Anteilsfläche der Querschnittsfläche
der Düse am Eintritt in die Düse beträgt:

mit
- L
- Länge der Düse;
- k
- Konstante, wobei 10 ≤ k ≤ 20; und
- BT
- Teilungsfläche
[0016] Unter einem Fluidisierungsbereich wird ein Bereich verstanden, in welchem eine homogene
Verteilung der die Faserstoffsuspension enthaltenden Bestandteile, wie beispielsweise
Fasern und Füllstoffe, vorliegt. Die Einwirkung kann dabei aktiv durch hinsichtlich
ihrer Wirkung steuerbare Elemente, wie beispielsweise statische Mischeinrichtungen
oder passiv durch die geometrische Ausgestaltung des Strömungswegs und die dadurch
bedingte Erzeugung von Turbulenzen auf die Faserstoffsuspension unter Auflösung von
Ansammlungen, insbesondere Flocken erfolgen. Der Bereich kann in Durchströmungsrichtung
betrachtet örtlich auf einer Linie in Maschinenquerrichtung beschränkt oder aber sich
in Durchströmungsrichtung erstreckend ausgeführt sein.
[0017] Die Länge der Düse ist durch den Abstand zwischen Austritt aus der vorgeordneten
Turbulenzerzeugungseinrichtung und Austrittspalt der Düse charakterisiert und wird
senkrecht zur Austrittsfläche aus der Turbulenzerzeugungseinrichtung gemessen.
[0018] Die erfindungsgemäße Lösung nutzt gezielt den Zusammenhang zwischen der hydraulischen
Teilung und dem Querschnitt in der Düse, wobei die Ausbildung der Länge der Düse entsprechend
dem erfindungsgemäßen funktionalen Zusammenhang den Vorteil einer kurzen Verweildauer
der Faserstoffsuspension in der Düse bei gleichzeitiger Beibehaltung der Strahlqualität
am Austritt aus dem Austrittsspalt bietet. Durch die Abstimmung der Länge der Düse
auf die den einzelnen turbulenzerzeugenden Kanälen zugeordneten Teilungsflächen der
Querschnittsfläche am Eintritt in die Düse kann eine optimierte Faser- und Füllstoffverteilung
und damit Formation in der Faserstoffsuspension beim Austritt dieser in einem Freistrahl
in die Formiereinheit durch Vermeidung von Faser- und Füllstoffballungen bei gleichzeitig
ausreichender Dämpfungswirkung erzielt werden.
[0019] Die Definition der Teilungsfläche kann verschiedenartig erfolgen. Je nach Ausführung
basiert die Bestimmung entweder auf den Abmessungen an der Düse und dem Aufbau der
Turbulenzerzeugungseinrichtung oder der Turbufenzerzeugungseinrichtung allein. Die
Größe der einzelnen Teilungsfläche wird erfindungsgemäß durch den Quotienten aus der
Querschnittsfläche der Düse am Eintritt in die Düse und der Anzahl der einzelnen turbulenzerzeugenden
Kanäle in der der Düse unmittelbar vorgeordneten Turbulenzerzeugungseinrichtung bestimmt.
Diese Definition ist nahezu frei vom Einfluss von Toleranzen.
[0020] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung ist der einzelne turbulenzerzeugende Kanal
der Turbulenzerzeugungseinrichtung derart ausgebildet, dass das Verhältnis des Strömungsquerschnitts
des Kanals am Austritt aus der Turbulenzerzeugungseinrichtung und der diesem zugeordneten
Teilungsfläche der Querschnittsfläche der Düse am Eintritt in die Düse im Bereich
von jeweils einschließlich 0,5 bis 0,95, vorzugsweise im Bereich von jeweils einschließlich
0,75 bis 0,95, besonders bevorzugt im Bereich von jeweils einschließlich 0,75 bis
0,9 beträgt.
[0021] Ein derartig erfindungsgemäß ausgebildeter Stoffauflauf wird vorzugsweise in einer
Blattbildungseinheit für Maschinen zur Herstellung von Faserstoffbahnen, insbesondere
Papier-, Karton- oder Tissuebahnen, umfassend desweiteren eine dieser nachgeordnete
Formiereinheit, in welcher die Faserstoffsuspension aus dem Austrittsspalt des Stoffauflaufs
auf eine Bespannung unter Definition einer Auftrefflinie in einem Freistrahl auf-
bzw. eingebracht wird, zum Einsatz gelangen. Dabei erfolgt die Ausführung des Stoffauflaufs
derart, dass die Verweildauer der Faserstoffsuspension in der Düse und in der Turbulenzerzeugungseinrichtung
möglichst gering gehalten wird.
[0022] Die Formiereinheit kann dabei als Hybridformer, Spaltformer, umfassend zwei einen
Einlaufspalt für die Faserstoffsuspension bildende Siebbänder oder Langsiebformer
ausgeführt sein, umfassend ein Siebband, auf dessen Oberfläche die Faserstoffsuspension
mittels des Stoffauflaufs aufgebracht wird.
[0023] Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert. Darin
ist im Einzelnen Folgendes dargestellt:
- Figur 1
- verdeutlicht anhand eines Diagramms den Zusammenhang zwischen der Größe der Stoffdichte
der verwendeten Faserstoffsuspension und der Formation;
- Figur 2
- verdeutlicht anhand eines Ausschnitts aus einem Axialschnitt einer Blattbildungseinheit
einer Maschine zur Herstellung einer Materialbahn einen erfindungsgemäßen Stoffauflauf;
- Figur 3a
- zeigt im Detail einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Stoffauflauf gemäß Figur
2; und
- Figur 3b
- zeigt eine Ansicht A-A gemäß Figur 3a.
[0024] Die Figur 1 verdeutlicht anhand eines Diagramms den Einfluss der Stoffdichte SD einer
Faserstoffsuspension FS auf die Formation. Das Diagramm veranschaulicht im Einzelnen
die Ausbildung der Flockenstruktur FL im sich bei Austritt der Faserstoffsuspension
FS aus einer Düse eines Stoffauflaufs ergebenden Freistrahl hinsichtlich der Dimension
der sich ausbildenden Flocken FL in Abhängigkeit von der Stoffdichte SD. Daraus ersichtlich
ist der Zusammenhang zwischen hoher Stoffdichte SD und einer hinsichtlich der Anordnung
der Fasern und Füllstoffe ungleichen und grobwolkigen Formation durch erhöhte Flockenbildung
(Pfeil FL+), das heißt, die Tendenz zum Vorliegen größerer Flocken FL im aus dem Austrittsspalt
eines Stoffauflaufs austretenden Freistrahl einer Faserstoffsuspension FS bei herkömmlichen
bekannten Stoffaufläufen. Ersichtlich ist ferner, dass bei Faserstoffsuspensionen
FS mit geringeren Stoffdichten (Pfeil FL-) unterhalb eines Stoffdichtekennwerts SDk
von ca. 1,2 % die Flockenbildung geringer ist, das heißt nur noch kleinere Flocken
in einem Freistrahl am Austritt aus dem Austrittsspalt des Stoffauflaufs zu beobachten
sind. Die Figur 1 verdeutlicht dabei lediglich den Grundzusammenhang zwischen der
Konsistenz einer Faserstoffsuspension FS und der Flockenneigung. Diese ist auch vom
gewählten Faserstoff selbst abhängig.
[0025] Die Figur 2 verdeutlicht in schematisiert stark vereinfachter Darstellung einen Ausschnitt
eines erfindungsgemäß ausgebildeten Stoffauflaufs 1 für den Einsatz in Maschinen zur
Herstellung von Materialbahnen, insbesondere Maschinen zur Herstellung von Faserstoffbahnen
in Form von Papier-, Karton- oder Tissuebahnen mit erfindungsgemäßer Länge L der Düse
4 zur Reduzierung der Reflockulation, das heißt Rückflockung innerhalb der Faserstoffsuspension
FS vor oder beim Austritt aus dem Stoffauflauf 1. Der Stoffauflauf 1 ist einer Formiereinheit
2, welche hier nur anhand einer Bespannung beispielhaft angedeutet ist, vorgeordnet
und bildet mit dieser eine Blattbildungseinheit 3. Die Funktion des Stoffauflaufs
1 besteht dabei im maschinenbreiten Ausbringen zumindest einer Faserstoffsuspension
FS in die Formiereinheit 2, was über zumindest eine Düse 4 erfolgt. Zur Verdeutlichung
der einzelnen Richtungen wird an den dargestellten Ausschnitt aus der beispielhaft
wiedergegebenen Blattbildungseinheit 3 ein Koordinatensystem angelegt. Die X-Richtung
beschreibt die Längsrichtung der Maschine und wird auch als Maschinenrichtung MD bezeichnet.
Diese fällt mit der Durchlaufrichtung der Faserstoffbahn zusammen. Die Y-Richtung
beschreibt die Richtung quer zur Durchlaufrichtung der Faserstoffbahn F, insbesondere
Breitenrichtung der Maschine, und wird daher auch als Maschinenquerrichtung CD bezeichnet,
während die Z-Richtung der Höhenrichtung entspricht. Im dargestellten Fall fällt die
Durchströmungsrichtung im Stoffauflauf 1 mit der Maschinenrichtung MD zusammen. Denkbar
sind jedoch auch andere Anordnungen, insbesondere mit Neigung gegenüber der Maschinenrichtung
MD.
[0026] Der Stoffauflauf 1 umfasst eine Zuführvorrichtung 5, über welche die zumindest eine
Faserstoffsuspension FS über die gesamte Breite des Stoffauflaufs 1 verteilt werden
kann. Diese umfasst im einfachsten Fall ein sich in Maschinenquerrichtung CD erstreckendes,
einen Verteilkanal bildendes Element, insbesondere ein Verteilrohr, das in Durchströmungsrichtung
in Maschinenquerrichtung CD verjüngend ausgebildet ist. Von der Zuführvorrichtung
5 gelangt die Faserstoffsuspension FS über zumindest eine Turbulenzerzeugungseinrichtung
6 zur Düse 4. Dargestellt ist hier lediglich eine der Düse 4 in Strömungsrichtung
unmittelbar vorgeordnete Turbulenzerzeugungseinrichtung 6. Denkbar sind jedoch auch
Ausführungen von Stoffaufläufen 1 mit einer Mehrzahl von Turbulenzerzeugungseinrichtungen,
welche nacheinander unter Zwischenordnung von Mischern und/oder Mischkammern durchlaufen
werden. An den Austritt 6A aus der Turbulenzerzeugungseinrichtung 6 schließt sich
die Düse 4 unter Ausbildung eines Düsenraums 8 an, der geeignet ist, im Betrieb die
Strömung der Faserstoffsuspension FS wesentlich zu beschleunigen und die Faserstoffsuspension
FS durch einen Austrittsspalt 11 an die Formiereinheit 2 zur Herstellung einer Materialbahn
abzugeben. Der Austrittsspalt 11 wird hier beispielhaft von einer Blende und den Düsenwandungen
10.1, 10.2 begrenzt.
[0027] Innerhalb der einzelnen Turbulenzerzeugungseinrichtung, hier der Turbulenzerzeugungseinrichtung
6, wird die Faserstoffsuspension FS entsprechend einer vordefinierten Teilung aufgeteilt
und in Teilströmen verteilt geführt. Die Turbulenzerzeugungseinrichtung 6 umfasst
dazu eine Vielzahl von sich in Durchströmungsrichtung und mit zumindest einer Richtungskomponente
in Maschinenrichtung MD erstreckenden turbulenzerzeugenden Kanälen 7.xy, welche entweder
maschinenbreit ausgebildet sind oder in Maschinenquerrichtung CD parallel zueinander
in Reihen Rx mit x≥1 und in vertikaler Richtung, das heißt senkrecht zu einer durch
die Durchströmungsrichtung und die Maschinenquerrichtung CD beschreibbaren Ebene in
Spalten SPy mit y≥1 parallel zueinander angeordnet sind. Der erste Index nach der
Bezugsziffer beschreibt die Anordnung des einzelnen Kanals in der jeweiligen Reihe
Rx, während der zweite Index die Anordnung in der jeweiligen Spalte SPy senkrecht
zur Maschinenquerrichtung CD wiedergibt. Der Begriff "Kanal" beschreibt keine konkrete
fest definierte konstruktive Ausführung und ist funktional als Strömungsgang zu verstehen.
Dieser kann von einzelnen Komponenten oder in einen Vollkörper integrierten beziehungsweise
eingearbeiteten Durchgangsöffnungen gebildet werden. Erkennbar sind hier die einzelnen
turbulenzerzeugenden Kanäle 7.11 bis 7.31 der ersten Spalte SP1. Die Turbulenzerzeugungseinrichtung
6 bildet ein Strömungsgitter und kann dazu verschiedenartig ausgeführt sein. Im einfachsten
Fall umfasst diese eine die turbulenzerzeugenden Kanäle 7.xy beschreibende und Durchgangsöffnungen
aufweisende Lochplatte und/oder ein die einzelnen turbulenzerzeugenden Kanäle 7.xy
bildendes Rohrbündel. Der einzelne turbulenzerzeugende Kanal 7.xy ist ein Strömungskanal,
welchem Mittel zur Erzeugung von Turbulenzen zugeordnet oder in diesem integriert
sind. Über die Mittel erfolgt ein Energieeintrag in den im jeweiligen Kanal geführten
Teilstrom unter Ausbildung von Turbulenzen. Dieser Bereich wird auch als Fluidisierungsbereich
12 bezeichnet, wobei innerhalb eines turbulenzerzeugenden Kanals 7.xy zumindest ein
derartiger Fluidisierungsbereich 12, in welchem eine Druckänderung im in diesen geführten
einzelnen Teilstrom der Faserstoffsuspension FS erzeugt wird, vorgesehen ist. Dieser
kann durch die geometrische Ausführung des einzelnen turbulenzerzeugenden Kanals 7.xy,
insbesondere eine örtliche Änderung der diesen in Durchströmungsrichtung beschreibenden
Querschnittsfläche und/oder die Anordnung von zusätzlichen Einrichtungen zum Einbringen
eines zusätzlichen Energieeintrags in den einzelnen, im jeweiligen turbulenzerzeugenden
Kanal 7.xy geführten Teilstrom erzielt werden.
[0028] Der erfindungsgemäße Stoffauflauf 1 ist derart ausgebildet und ausgeführt, dass die
Verweilzeit der Faserstoffsuspension FS in der Düse 4 unter Beibehaltung einer ausreichenden
Qualität des aus dem Austrittsspalt 11 austretenden Freistrahls reduziert wird. Zur
Reduzierung der Verweildauer in der Düse 4 bei noch ausreichender Strahlqualität im
Austrittsspalt 11 ist erfindungsgemäß die Länge L der Düse 4 als Funktion der hydraulischen
Teilung der Gitternachlaufströmung in der Düse 4 bestimmt. Im Einzelnen ist die Länge
L der Düse 4 als Funktion einer Teilungsfläche BT festgelegt. Je kleiner die Teilungsfläche
BT ist, je kürzer ist die Länge L der Düse 4. Die Länge L der Düse 4 entspricht der
Erstreckung beziehungsweise des Abstands zwischen dem Austritt 6A aus der Turbulenzerzeugungseinrichtung
6 bis zum Austrittsspalt 11. Die Länge L der Düse 4 wird in Strömungsrichtung gemessen,
das heißt senkrecht zum Austrittsquerschnitt aus der Turbulenzerzeugungseinrichtung
6. Um die gewünschte Strahlqualität im Austrittsspalt 11 zu erzielen, beträgt die
ausgeführte Länge L der Düse 4 als Funktion der hydraulischen Teilung:

mit
- L
- Länge der Düse 4;
- k
- Konstante, wobei 10 ≤ k ≤ 20; und
- BT
- Teilungsfläche
[0029] Die Teilungsfläche B
T entspricht dem einer hydraulischen Einheit E
H zugeordneten Flächenanteil an der Querschnittsfläche der Düse 4 am Düsenanfang beziehungsweise
Düseneintritt 4E. Dabei wird die einen einzelnen turbulenzerzeugenden Kanal 7.xy allein
oder als Bestandteil einer Gesamteinheit aufweisende oder beinhaltende Einheit als
hydraulische Einheit EH bezeichnet. Diese umfasst den Kanal und zumindest eine diesen
bildende beziehungsweise umschließende Wandung. Die Teilungsfläche BT kann daher aus
dem Quotienten der Querschnittsfläche am Düsenanfang beziehungsweise Eintritt 4E und
der Anzahl N der vereinzelten Strömungsquerschnitte, das heißt der Anzahl N der einzelnen
turbulenzerzeugenden Kanäle 7.xy bestimmt werden.
[0030] Die Bestimmung und Darstellung dieser Größen ist in den Figuren 3a und 3b beispielhaft
anhand eines Ausschnitts aus einem Stoffauflauf 1 gemäß Figur 2 wiedergegeben.
[0031] Figur 3a zeigt die Düse 4 und die dieser unmittelbar in Strömungsrichtung vorgeordnete
Turbulenzerzeugungseinrichtung 6. Zur Veranschaulichung sind hier lediglich turbulenzerzeugende
Kanäle 7.11 bis 7.31 in drei Reihen mit den Fluidisierungsbereichen 12.11 bis 12.31
dargestellt.
[0032] Figur 3b zeigt beispielhaft in einer Ansicht A-A gemäß Figur 3a eine Ansicht auf
den Austritt 6A aus der Turbulenzerzeugungseinrichtung 6 mit sich in Maschinenquerrichtung
CD erstreckenden, beispielhaft in vier Reihen R1 bis R4 und den Spalten SPy, hier
SP1 bis SPn angeordneten einzelnen turbulenzerzeugenden Kanälen 7.11 bis 7.4n, wobei
die einzelnen turbulenzerzeugenden Kanäle 7.11 bis 7.1 n, 7.21 bis 7.2n, 7.31 bis
7.3n und 7.41 bis 7.4n innerhalb einer einzelnen Reihe R1 bis R4 jeweils vorzugsweise
parallel zueinander in Maschinenquerrichtung CD mit vorzugsweise der gleichen Teilung
angeordnet sind und die Anordnung der Reihen R1 bis R4 senkrecht zur Maschinenquerrichtung
CD und zur Durchströmungsrichtung ebenfalls vorzugsweise parallel zueinander erfolgt.
Der von einem einzelnen turbulenzerzeugenden Kanal 7.11 bis 7.xy beaufschlagbare Düsenanfangsquerschnittsbereich
wird dabei als Teilungsfläche BT bezeichnet. Die einzelne hydraulische Einheit EH
ist hier beispielhaft in Form der den einzelnen turbulenzerzeugenden Kanal 7.11 aufweisenden
Einheit wiedergegeben. Der dem einzelnen turbulenzerzeugenden Kanal 7.11 zugeordnete
Anteil am Gesamtquerschnitt am Eintritt 4E in die Düse 4 ergibt sich aus dem Quotienten
aus der Querschnittsfläche Q4E am Düsenanfang beziehungsweise Eintritt 4E in die Düse
4 und der Anzahl N der turbulenzerzeugenden Kanäle 7.xy.

mit
Q
4E Querschnittsfläche am Düsenanfang/Eintritt 4E in die Düse 4; und
N Anzahl der einzelnen Strömungsgänge in der vorgeordneten Turbulenzerzeugungseinrichtung,
insbesondere Anzahl der turbulenzerzeugenden Kanäle.
[0033] Die Querschnittsfläche Q
4E am Düsenanfang 4E bestimmt sich als Funktion der Erstreckung der Düse 4 in Maschinenquerrichtung
CD, das heißt aus der Breite AB und der Höhe h
D, welche mit der Breite und der Höhe der der Turbulenzerzeugungseinrichtung 6 am Austritt
6A zusammenfallen, das heißt

[0034] Der dem turbulenzerzeugenden Kanal 7.11 zugeordnete Anteil am Gesamtquerschnitt am
Eintritt 4E in die Düse 4 als Teilungsfläche B
T kann ferner bei der dargestellten Ausführung mit vollständig aneinander angrenzenden
Wandungen der hydraulischen Einheiten E
H bei rechteckigem Querschnitt durch das Produkt aus den Abmessungen der hydraulischen
Einheit E
H, insbesondere die Seitenlängen t1 und t2 bestimmt werden. Die Teilungsfläche B
T entspricht dabei der Fläche der einzelnen hydraulischen Einheit E
H, das heißt der Querschnittsfläche des turbulenzerzeugenden Kanals am Ausgang aus
der Turbulenzerzeugungseinrichtung 6 und des sich durch die Wandstärke d ergebenden
Flächenbereiches, das heißt der Summe aus offener und geschlossener Fläche einer hydraulischen
Einheit E
H. Sind die einzelnen hydraulischen Einheiten E
H derart ausgebildet, dass deren Wandungen frei von einer Berührung miteinander sind,
entsprechen die Seitenlängen t1 und t2 den Längen einer dem einzelnen turbulenzerzeugenden
Kanal 7.xy zugeordneten Gittermasche eines an den Austritt 6A aus der Turbulenzerzeugungseinrichtung
6 angelegten theoretischen Gitternetzes.
[0035] In einer besonders vorteilhaften Weiterentwicklung wird die Verweildauer in der Düse
4 ferner durch die Änderung der Strömungsgeschwindigkeit des einzelnen Teilstroms
beim Übertritt vom einzelnen turbulenzerzeugenden Kanal 7.xy in die Düse 4 beeinflusst.
Nach Möglichkeit soll diese Änderung so gering wie möglich gehalten werden. Erfindungsgemäß
wird dazu die Turbulenzerzeugungseinrichtung 6 derart ausgeführt und angeordnet, dass
die am Eintritt 4E in die Düse 4 offene Querschnittsfläche B
TO der Teilungsfläche B
T der Querschnittsfläche der Düse 4 am Düsenanfang, derart ausgeführt und dimensioniert
ist, dass das Austrittsverhältnis B
TO zu B
T > 0,5, vorzugsweise > 0,75 beträgt. Das Verhältnis ist mit z bezeichnet, ergibt sich
aus

und definiert das Verhältnis der Strömungsgeschwindigkeiten des in Strömungsrichtung
letzten Strömungsquerschnitts in der Turbulenzerzeugungseinrichtung 6 und des Anfangsquerschnitts
der Düse 4. B
TO entspricht dabei der Querschnittsfläche des jeweiligen turbulenzerzeugenden Kanals
7.xy am Austritt 6A aus der Turbulenzerzeugungseinrichtung 6 und beschreibt damit
den Strömungsquerschnitt des jeweiligen turbulenzerzeugenden Kanals am Austritt 6A.
[0036] Nachfolgend wird eine vorteilhafte Ausführung eines Stoffauflauf 1 als Ausführungsbeispiel
beschrieben.
Ausführungsbeispiel:
[0037] Die einzelnen hydraulischen Einheiten E
H der Turbulenzerzeugungseinrichtung 6 sind als Auslassrohre mit quadratischen Querschnitt
ausgebildet. Die Seitenlängen t1 und t2 betragen 25 mm. Die Wandstärke d beträgt 1
mm. Die Teilungsfläche B
T ergibt sich aus

[0038] Die Länge L der Düse 4 entspricht mit

zwischen einschließlich 250 mm bis 500 mm. Dieser Längenbereich ermöglicht eine ausreichend
kurze Verweildauer bei gleichzeitiger Beibehaltung einer ausreichend hohen Strahlqualität.
[0039] Das Austrittsverhältnis z ergibt für das Ausführungsbeispiel mit k=10 einen Wert
von 0,84.
[0040] Die erfindungsgemäße Lösung gilt für Stoffaufläufe 1, die mit oder ohne Lamellen
ausgebildet sind. Entscheidend ist hier die Wahl der Länge L der Düse 4 in Abhängigkeit
der Teilungsfläche B
T, welche dem Anteil einer einzelnen hydraulische Einheit am Düsenanfangsquerschnitt
entspricht und als Quotient aus dem Düsenanfangsquerschnitt Q
4E und der Anzahl N der einzelnen hydraulischen Einheiten E
H bestimmt werden kann.
[0041] Ein derart ausgestalteter Stoffauflauf 1 kann in beliebiger Art und Weise weiter
modifiziert werden. Es kann sich dabei um Stoffaufläufe handeln, welche mit Lamellen
ausgestattet sind und/oder mit der Verdünnungswassertechnologie, das heißt zumindest
einer Zudosiereinrichtung zur Zudosierung mindestens eines weiteren Fluids in die
Faserstoffsuspension charakterisiert sind.
[0042] Der erfindungsgemäße Stoffauflauf 1 kann ferner in Kombination mit beliebig ausgebildeten
Formiereinheiten 2, insbesondere Langsieb, Hybridformer und Doppelsiebformer eingesetzt
werden.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Stoffauflauf
- 2
- Formiereinheit
- 3
- Blattbildungseinheit
- 4
- Düse
- 4E
- Eintritt in Düse, insbesondere Düsenanfang
- 5
- Zuführvorrichtung
- 6
- Turbulenzerzeugungseinrichtung
- 6A
- Austritt aus der turbulenzerzeugenden Einrichtung
- 7; 7.xy
- Turbulenzerzeugender Kanal
- 7.11-7.1 n, 7.21-7.2n
- Turbulenzerzeugende Kanäle
- 7.31-7.3n, 7.41-7.4n
- Turbulenzerzeugende Kanäle
- 8
- Düsenraum
- 10.1, 10.2
- Düsenwandung
- 11
- Austrittsspalt
- 12, 12.11-12.31
- Fluidisierungsbereich
- A-A
- Ansicht
- AB
- Breite des Düsenanfangsquerschnitts bzw. der Turbulenzerzeugungseinrichtung in Maschinenquerrichtung
- BT
- Teilungsfläche
- BTO
- Offene Fläche der Teilungsfläche; offene Querschnittsfläche des turbulenzerzeugenden
Kanals am Austritt aus der Turbulenzerzeugungseinrichtung
- CD
- Maschinenquerrichtung
- d
- Wandstärke
- EH
- Hydraulische Einheit
- FL
- Flocken
- FS
- Faserstoffsuspension
- hD
- Höhe der Düse, Höhe der Turbulenzerzeugungseinrichtung
- k
- Konstante
- L
- Länge der Düse
- MD
- Maschinenrichtung
- N
- Anzahl
- Q4E
- Querschnittsfläche am Düsenanfang
- R1-R4; Rx
- Reihe
- SD
- Stoffdichte
- SDk
- Stoffdichtekennwert
- SP1-SPy
- Spalte
- t1, t2
- Seitenlänge
- X, Y, Z
- Koordinaten
- z
- Austrittsverhältnis
1. Stoffauflauf (1) für den Einsatz in einer Maschine zur Herstellung von Faserstoffbahnen,
insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahnen aus wenigstens einer Faserstoffsuspension
(FS), mit mindestens einer, die wenigstens eine Faserstoffsuspension (FS) zuführenden
Zuführvorrichtung (5), einer einen Austrittsspalt (11) aufweisenden Düse (4) zur Abgabe
der Faserstoffsuspension (FS) in einem Freistrahl und einer in Strömungsrichtung der
Düse (4) unmittelbar vorgeordneten Turbulenzerzeugungseinrichtung (6), in welcher
die mindestens eine Faserstoffsuspension (FS) durch eine Vielzahl von turbulenzerzeugenden
Kanälen (7, 7.xy, 7.11-7.4n) in Teilströmen führbar ist, wobei innerhalb des einzelnen
turbulenzerzeugenden Kanals (7, 7.xy, 7.11-7.4n) zumindest ein, einen Fluidisierungsbereich
(12, 12.11-12.31) bildender Bereich vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Düse (4) eine Länge (L) aufweist, die als Funktion der Größe der einem einzelnen
turbulenzerzeugenden Kanal (7, 7.xy, 7.11-7.4n) zugeordneten und eine Teilungsfläche
(B
T) beschreibenden Anteilsfläche der Querschnittsfläche (Q
4E) der Düse (4) am Eintritt (4E) in die Düse (4) beträgt:

mit
L Länge der Düse (4);
k Konstante, wobei 10 ≤ k ≤ 20; und
BT Teilungsfläche
wobei die Größe der einzelnen Teilungsfläche (B
T) dem Quotienten aus der Querschnittsfläche (Q
4E) der Düse (4) am Eintritt (4E) in die Düse (4) und der Anzahl (N) der einzelnen turbulenzerzeugenden
Kanäle (7, 7.xy, 7.11-7.4n) in der der Düse (4) unmittelbar vorgeordneten Turbulenzerzeugungseinrichtung
(6) entspricht.
2. Stoffauflauf (1) nach Anpruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der einzelne turbulenzerzeugende Kanal (7, 7.xy, 7.11-7.4n) der Turbulenzerzeugungseinrichtung
(6) derart ausgebildet ist, dass das Verhältnis der den Strömungsquerschnitt am Austritt
(6A) aus der Turbulenzerzeugungseinrichtung (6) beschreibenden Querschnittsfläche
des einzelnen turbulenzerzeugenden Kanals (7, 7.xy, 7.11-7.4n) und der diesem zugeordneten
Teilungsfläche (BT) der Querschnittsfläche (Q4E) am Eintritt (4E) in die Düse (4) im Bereich von jeweils einschließlich 0,5 bis 0,95,
vorzugsweise im Bereich von jeweils einschließlich 0,75 bis 0,95, besonders bevorzugt
im Bereich von jeweils einschließlich 0,75 bis 0,9, beträgt.
3. Blattbildungseinheit (3) für Maschinen zur Herstellung von Faserstoffbahnen, insbesondere
Papier-, Karton- oder Tissuebahnen, umfassend einen Stoffauflauf (1) gemäß einem der
Ansprüche 1 oder 2 und eine dieser nachgeordnete Formiereinheit (2), in welcher die
Faserstoffsuspension (FS) aus dem Austrittsspalt (11) des Stoffauflaufs (1) in einem
Freistrahl auf- bzw. eingebracht wird.
4. Blattbildungseinheit (3) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Formiereinheit (2) als eine der nachfolgenden Einheiten ausgeführt ist:
- Hybridformer;
- Spaltformer, umfassend zwei einen Einlaufspalt für die Faserstoffsuspension (FS)
bildende Bespannungen, insbesondere Siebbänder;
- Langsiebformer, umfassend ein Siebband, auf dessen Oberfläche die Faserstoffsuspension
(FS) mittels des Stoffauflaufs (1) aufgebracht wird.
1. Headbox (1) for use in a machine for producing fibrous webs, in particular paper,
cardboard or tissue webs from at least one fibrous stock suspension (FS), having at
least one feed apparatus (5) which feeds in the at least one fibrous stock suspension
(FS), a nozzle (4) which has an exit gap (11) for delivering the fibrous stock suspension
(FS) in a free jet, and a turbulence-generating device (6) which is arranged immediately
upstream of the nozzle (4) in the flow direction and in which the at least one fibrous
stock suspension (FS) can be guided in part flows through a multiplicity of turbulence-generating
channels (7, 7.xy, 7.11-7.4n), at least one region which forms a fluidization region
(12, 12.11-12.31) within the individual turbulence-generating channel (7, 7.xy, 7.11-7.4n)
being provided,
characterized in that the nozzle (4) has a length (L) which, as a function of the size of the proportional
area, of the cross-sectional area (Q
4E) of the nozzle (4), which is assigned to an individual turbulence-generating channel
(7, 7.xy, 7.11-7.4n) and describes a divisional area (B
T), at the inlet (4E) into the nozzle (4), is:

where
L is the length of the nozzle (4);
k is a constant, where 10 ≤ k ≤ 20; and
BT is a divisional area,
the size of the individual divisional area (B
T) corresponding to the quotient of the cross-sectional area (Q
4E) of the nozzle (4) at the inlet (4E) into the nozzle (4) and the number (N) of individual
turbulence-generating channels (7, 7.xy, 7.11-7.4n) in the turbulence-generating device
(6) which is arranged immediately upstream of the nozzle (4).
2. Headbox (1) according to Claim 1, characterized in that the individual turbulence-generating channel (7, 7.xy, 7.11-7.4n) of the turbulence-generating
device (6) is configured in such a way that the ratio of that cross-sectional area,
of the individual turbulence-generating channel (7, 7.xy, 7.11-7.4n), which describes
the flow cross section at the outlet (6A) from the turbulence-generating device (6)
and the divisional area (BT), assigned thereto, of the cross-sectional area (Q4E) at the inlet (4E) into the nozzle (4) is in the range of from 0.5 to 0.95 in each
case inclusively, preferably in the range from 0.75 to 0.95 in each case inclusively,
particularly preferably in the range from 0.75 to 0.9 in each case inclusively.
3. Sheet-forming unit (3) for machines for producing fibrous webs, in particular paper,
cardboard or tissue webs, comprising a headbox (1) according to either of Claims 1
and 2 and a forming unit (2) which is arranged downstream thereof and in which the
fibrous stock suspension (FS) is applied or introduced out of the exit gap (11) of
the headbox (1) in a free jet.
4. Sheet-forming unit (3) according to Claim 3,
characterized in that the forming unit (2) is configured as one of the following units:
- hybrid former;
- gap former, comprising two fabrics, in particular fabric belts, which form an inlet
gap for the fibrous stock suspension (FS);
- Fourdrinier former, comprising a fabric belt, onto the surface of which the fibrous
stock suspension (FS) is applied by means of the headbox (1).
1. Caisse de tête (1) pour l'utilisation dans une machine de fabrication de nappes fibreuses,
en particulier de nappes de papier, de carton ou de papier-tissu, à partir d'au moins
une suspension fibreuse (FS), comprenant au moins un dispositif d'amenée (5) acheminant
l'au moins une suspension fibreuse (FS), une buse (4) présentant une fente de sortie
(11) pour distribuer la suspension fibreuse (FS) en jet libre, et un dispositif de
génération de turbulences (6) disposé directement avant la buse (4) dans la direction
d'écoulement, dans lequel l'au moins une suspension fibreuse (FS) peut être guidée
en flux partiels par une pluralité de canaux générateurs de turbulences (7, 7.xy,
7.11-7.4n), au moins une région formant une région de fluidisation (12, 12.11-12.31)
étant prévue à l'intérieur du canal individuel générateur de turbulences (7, 7.xy,
7.11-7.4n),
caractérisée en ce que
la buse (4) présente une longueur (L) qui, en fonction de la taille de la surface
proportionnelle, associée à un canal générateur de turbulences individuel (7, 7.xy,
7.11-7.4n) et décrivant une surface de division (B
T), de la surface en section transversale (Q
4E) de la buse (4) à l'entrée (4E) dans la buse (4), vaut :

où
L est la longueur de la buse (4) ;
k est une constante, 10 ≤ k ≤ 20 ; et
B
T est une surface de division,
la taille de la surface de division individuelle (B
T) correspondant au quotient de la surface en section transversale (Q
4E) de la buse (4) à l'entrée (4E) dans la buse (4) sur le nombre (N) des canaux individuels
générateurs de turbulences (7, 7.xy, 7.11-7.4n) dans le dispositif générateur de turbulences
(6) disposé directement avant la buse (4).
2. Caisse de tête (1) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le canal individuel générateur de turbulences (7, 7.xy, 7.11-7.4n) du dispositif générateur
de turbulences (6) est réalisé de telle sorte que le rapport de la surface en section
transversale du canal individuel générateur de turbulences (7, 7.xy, 7.11-7.4n), décrivant
la section transversale d'écoulement à la sortie (6A) du dispositif générateur de
turbulences (6), sur la surface de division (BT) associée à celui-ci, de la surface en section transversale (Q4E) à l'entrée (4E) dans la buse (4), soit dans la plage inclusive de 0,5 à 0,95, de
préférence dans la plage inclusive de 0,75 à 0,95, particulièrement préférablement
dans la plage inclusive de 0,75 à 0, 9.
3. Unité de formation de feuilles (3) pour des machines de fabrication de nappes fibreuses,
en particulier des nappes de papier, de carton ou de papier-tissu, comprenant une
caisse de tête (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, et une unité
de formage (2) disposée après celle-ci, dans laquelle la suspension fibreuse (FS)
est appliquée ou introduite depuis la fente de sortie (11) de la caisse de tête (1)
sous forme de jet libre.
4. Unité de formation de feuilles (3) selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
l'unité de formage (2) est réalisée sous forme d'une des unités suivantes :
- formeur hybride ;
- formeur à fente, comprenant deux toiles formant une fente d'entrée pour la suspension
fibreuse (FS), en particulier des tamis à bande ;
- formeur à toile longitudinale, comprenant un tamis à bande, sur la surface duquel
est appliquée la suspension fibreuse (FS) au moyen de la caisse de tête (1).