[0001] Die Erfindung betrifft eine Torantriebsvorrichtung zum Antreiben eines Tores. Weiter
betrifft die Erfindung einen mit einer solchen Torantriebsvorrichtung versehenen Gebäude-
oder Einfriedungsabschluss, ein Torsystem und ein Herstellverfahren zum Herstellen
eines solchen Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses sowie ein Antriebsverfahren zum
Betreiben desselben.
[0002] Torantriebsvorrichtungen zum Antreiben eines Tores sind im Stand der Technik wie
beispielsweise der
DE 79 17 854 U1 häufig beschrieben.
[0003] Bei angetriebenen Toren ergibt sich jedoch das Problem, dass sie daraufhin überwacht
werden müssen, dass sie während der Überführungsbewegung zwischen einer Offen-Stellung
und einer Schließ-Stellung keine Beschädigung an Gegenständen oder Verletzungen an
Personen hervorrufen, wenn diese unabsichtlich in die Bewegungsbahn des an dem Torantrieb
befestigten Torblattes geraten.
[0005] In jüngerer Zeit sind die Sicherheitsbestimmungen für automatisch angetriebene Tore
verschärft worden. Trifft das Tor auf ein Hindernis, wie beispielsweise eine Person,
so muss der Antrieb innerhalb kürzester Zeit reagieren. Hierbei sind bestimmte Kraftgrenzen
zu beachten, die nicht überschritten werden dürfen.
[0006] Ein Problem stellt dabei die derzeitige Praxis dar, dass Torantriebe als universelle
Antriebe hergestellt und geliefert werden, die für eine Vielzahl von unterschiedlichen
Torgattungen (beispielsweise Sektionaltore, Schwingtore, Drehtore, Canopy-Tore, Schiebetore)
und Tormodellen (Modelle des Tores aus einer bestimmten Torgattung abhängig von beispielsweise
angewählter Führung, Breite, Höhe, Masse, Beschlag, Schalung) passen.
[0007] Es gibt demnach eine ganze Vielfalt von Tormodellen, die durch einen Torantrieb angetrieben
werden können. Diese Tormodelle weisen je nach Führung und Masse usw. unterschiedliche
Kraftverläufe und unterschiedliche Übersetzungen auf. Trifft nun das Tor auf ein Hindernis,
so muss der Antrieb sehr schnell reagieren können, um ihn abzuschalten.
[0008] Wenngleich die voranstehend beschriebenen Verfahren zur Überwachung des Betriebs
des automatisch angetriebenen Tores Kraftverläufe erfassen können, so bleibt doch
ein Problem mit der Schnelligkeit der Abschattung. In der Regel besteht dieses Problem
bei der Aufwärtsfahrt nicht. Dort ist der Torantrieb in der Regel ohnehin mehr belastet,
da er auch bei mit Gewichtsausgleichseinrichtung versehenen Toren noch eine Restlast
des zu öffnenden Tores antreiben muss. Weiter muss der Torverlauf am Endanschlag nicht
reversiert werden, sondern lediglich stoppen. Bei einer Schließfahrt hingegen sind
die Kräfte, die der Torantrieb leisten muss, weitaus geringer. Daher sind auch die
Beträge einer sich bei einer Auffahrt auf ein Hindernis ändernden Kraft relativ gering.
Damit diese Kraftänderungen ausreichen, eine Kraftabschaltung am Torantriebsmotor
herbeizuführen, darf die Schließgeschwindigkeit nicht zu hoch sein.
[0009] Bei den bisher bekannten Torantrieben wird daher die Schließgeschwindigkeit partiell
begrenzt, um den Sicherheitsanforderungen Rechnung zu tragen.
[0010] Eine geringe Schließgeschwindigkeit hat aber Nachteile bezüglich des Komforts des
Tores, beispielsweise wenn der Benutzer die vollständige Schließung des Tores abwarten
will. Auch hat eine geringe Schließgeschwindigkeit Nachteile, da bei offenem Tor die
Wärme aus der Garage oder dem sonstigen durch das Tor zu verschließendem Raum entweicht
und daher die Öffnungszeiten des Tores möglichst gering gehalten werden sollen.
[0011] Wird daher eine schnelle Schließung des Tores verlangt, ist man bisher auf eine Schließkantensicherung
angewiesen. Eine solche sieht zusätzliche Sensoren an der Schließkante, wie beispielsweise
Lichtschranken oder dergleichen vor, die bei einem drohenden Auffahren auf ein Hindernis
sofort ein Signal abgeben und den Torantrieb sofort abschalten oder reversieren lassen
können.
[0012] Eine solche Schließkantensicherung ist aber aufwändig. Meist benötigt sie weitere
Anschlüsse, wie z. B. ein Spiralkabel, welches zwischen dem Torblatt und der Torantriebssteuerung
anzuschließen ist. Möglich ist auch ein drahtlos arbeitendes System, das aber ebenso
aufwändig ist.
[0013] DE 39 35 173 A1 offenbart eine Türantriebsvorrichtung, die einen Türtyp aus einer Reihe von unterschiedlichen
Türgattungen, nämlich mit einfachem Falz oder beispielsweise mit Mehrfachfalz, erkennen
kann.
[0014] In
US 6 118 243 B ist eine Torantriebsvorrichtung beschrieben, die bestimmte Tortypen, wie beispielsweise
California-Tore oder Sektionaltore, durch eine Lernfahrt erkennen kann.
[0015] DE 196 15 125 C1 offenbart eine Antriebsvorrichtung für Schiebedächer, die eine Schiebedachtyperfassungseinrichtung
aufweist, welche unterschiedliche Modelle von Schiebedachtypen erkennen kann.
[0016] Aus der
DE 10 2005 039 532 A1 ist eine Antriebseinheit für eine Tür oder ein Tor und ein Verfahren zum Betrieb
einer solchen Antriebseinheit bekannt, wobei in einer Lernfahrt die Fahrstrecke und
notwendige Parameter, wie Türgewicht, Türtyp und Türweite, ermittelt werden. Auch
kann eine Steuerung und Regelung mit einer zusätzlichen Sicherheitseinrichtung versehen
werden, die steckbar ausgeführt werden kann, um so die Antriebsleistung der Antriebseinheit
so herabzusetzen, dass sie für das angeschlossene Tor richtig ausgelegt ist.
[0017] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Torantriebsvorrichtung zu schaffen, mit der bei
sicherer Einhaltung der einschlägigen Sicherheitsbestimmungen die Schließgeschwindigkeit
bei einfachem und kostengünstigem Aufbau maximiert und optimiert werden kann.
[0018] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Vorrichtung des Patentanspruches 1 gelöst.
Ein Gebäude- oder Einfriedungsabschluss einer solchen Torantriebsvorrichtung, ein
Torsystem und ein Herstellverfahren zum Bilden eines solchen Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses
sowie ein Antriebsverfahren zum automatischen Antreiben eines Tores sind Gegenstand
der Nebenansprüche.
[0019] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0020] Die Erfindung schafft eine Torantriebsvorrichtung zum Antreiben eines Tores mit einer
Tormodellerfassungseinrichtung zum Erfassen eines bestimmten Tormodells aus mehreren
unterschiedlichen Tormodellen einer gleichen Torgattung des anzutreibenden Tores und
seiner charakteristischen Eigenschaften, wobei die Torgattung ausgewählt ist aus einer
Gruppe, die Sektionaltore, Schwingtore, Kipptore, Drehflügeltore, Rolltore, Drehtore,
Schiebetore und Falttore umfasst, wobei die mehreren Tormodelle pro Torgattung jeweils
unterschiedliche Größen und/oder unterschiedliche Führungen oder ein unterschiedliches
Gewicht für den jeweiligen Torflügel des Tores definieren.
[0021] Durch eine solche Tormodellerfassungseinrichtung wird es möglich, dass die Torantriebsvorrichtung
erkennt, welches Tormodell (also nicht nur Torgattung, sondern welches bestimmte Tormodell,
z. B. aus einer Reihe von Modellen pro Torgattung) an sie angeschlossen ist.
[0022] Bei bekannten Torantrieben führt die Kraftbegrenzung, d. h. der Punkt, bei dem der
Antrieb abgeschaltet oder invertiert wird, dazu, dass die Schließgeschwindigkeit des
Torblattes deutlich niedriger ist als die Öffnungsgeschwindigkeit, um die vorgegebenen
Kräfte einzuhalten. Die maximal mögliche Schließgeschwindigkeit unter Einhaltung der
vorgeschriebenen Kräfte ist abhängig von dem Tor, seiner Konstruktion und den daraus
resultierenden Eigenschaften. Wenn die Torantriebsvorrichtung nun erkennt, welches
Tormodell angeschlossen worden ist, kann die Schließgeschwindigkeit abhängig von diesem
Tormodell reguliert werden. Dies erhöht den Komfort des kraftbetätigten Tores.
[0023] Bei bekanntem Tormodell und Vorgabe seiner Parameter kann im Prinzip auch eine Lernfahrt
komplett entfallen, und somit die Installation der Torantriebsvorrichtung noch einfacher
gestaltet werden.
[0024] Die Erfassung des Tormodells kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Besonders
bequem ist eine automatische Erfassung des Tores. Dies setzt aber voraus, dass das
Tor und der Torantrieb in irgendeiner Art und Weise kommunizieren können. Dies ist
einfach bewerkstelligbar, indem das Tor herstellerseitig entsprechend vorbereitet
wird, beispielsweise mit einem Signalgeber, wie beispielsweise einem RFID-Chip versehen
wird, welcher dann von dem Torantrieb bei Anschluss erkannt wird. Auch andere Arten
zum Markieren des Tores sind denkbar. Dies setzt allerdings wiederum Maßnahmen am
Tor voraus. Eine andere Art und Weise, die auch bei bereits bestehenden Toren funktioniert,
ist eine Eingabe des Tormodells durch den Benutzer. Demgemäß ist bei einer Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass die Tormodellerfassungseinrichtung eine Tormodellerkennungseinrichtung
zum automatischen Erkennen des Tormodells und/oder eine Tormodelleingabeeinrichtung
zur Eingabe des Tormodells aufweist. Mit einer solchen Tormodellerkennungseinrichtung
und/oder einer Tormodelleingabeeinrichtung ist es für die Torantriebsvorrichtung besonders
einfach zu erkennen, welches Tormodell gerade angeschlossen ist.
[0025] Vorzugsweise weist die Tormodellerkennungseinrichtung eine Empfangseinrichtung zum
Empfang eines das Tormodell angebenden Signals auf. Alternativ kann auch ein Barcodeleser
zum Einlesen eines Barcodes, der das Tormodell angibt, vorgesehen sein oder ein RFID-Lesegerät
vorhanden sein, das ein RFID-Signal einliest, das das Tormodell anzeigt. Durch solche
Einrichtungen ist die Torantriebsvorrichtung selbständig in der Lage, das an sie angeschlossene
Tormodell zu erkennen. Die Person, die das Torsystem installiert, muss daher nach
dem Einbau der Einzelteile keine weiteren Schritte unternehmen. Dies macht die Installation
besonders einfach.
[0026] Die Torantriebsvorrichtung weist in der Regel eine Torantriebseinheit auf, die einen
Motor und eine Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung z. B. zum Überwachen und/oder
Steuern des Motors umfasst. Die Tormodellerkennungseinrichtung kann als Teil der Torantriebseinheit
aufgeführt oder mit ihr verbindbar sein. Der Motor der Torantriebseinheit treibt automatisch
das Tor an. Besonders bevorzugt ist es, wenn dieser Motor dann durch die Überwachungs-
und/oder Steuereinrichtung aufgrund der für das Tormodell charakteristischen Steuerungsparameterwerte
überwacht und gesteuert wird, so dass er die optimalen Parameter wie zu jedem Zeitpunkt
oder Wegstrecke benötigte Stromstärke, Spannung und Polung erhält. So ist es möglich,
dass das Tor mit einer maximalen Schließgeschwindigkeit bei Einhalten der vorgegebenen
Kraft bewegt werden kann.
[0027] Eine separate Ausführung von Torantriebseinheit und Tormodellerkennungseinrichtung
kann Vorteile hinsichtlich der Herstellungskosten bieten. Die Tormodellerkennungseinrichtung
ist im Prinzip nur bei der Einrichtung des Tores oder bei einer Neueinrichtung im
Einsatz. Daher könnte sie auch von einem Monteur mitgeführt und bei der Montage mit
der Torantriebseinheit verbunden werden. Eine solche Vorgehensweise wäre insbesondere
bei komplizierterer Erfassung der Tormodellmerkmale vorteilhaft. Beispielsweise könnte
ein Barcodeleser mit Speichereinheit, in der die unterschiedlichen Parameterwerte
gespeichert sind, als separate Tormodellerkennungseinrichtung vorgesehen sein. An
jedem Tormodell, für das der Torantrieb konzipiert ist, wird ein Barcode vorgesehen,
der dann durch diesen - als separate Einheit leicht beweglichen - Barcodeleser gelesen
werden kann. Über eine Schnittstelle, wie beispielsweise eine Steckerverbindung wird
dann die Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung entsprechend mit Informationen versorgt.
Für einfachere Systeme, wie beispielsweise Auslesen per Funk, ist eine einfache Implementierung
der Tormodellerkennungseinrichtung auf einer Platine als Teil der Überwachungs- und/oder
Steuereinrichtung denkbar. Dann könnte die Tormodellerkennungseinrichtung integraler
Bestandteil der Torantriebseinheit sein.
[0028] In dem Fall, dass eine Tormodelleingabeeinrichtung vorgesehen ist, ist es vorgesehen,
dass eine Benutzerschnittstelle zum Eingeben wenigstens einer für das Tormodell charakteristischen
Information vorgesehen ist. Dies kann beispielsweise ein Tastenblock mit Symbolen
wie z. B. Zahlen oder Buchstaben sein, aber auch ein Drehauswahlknopf. Der Benutzer
kann so einfach z. B. eine Zahlen- und/oder Buchstabenkombination eingeben oder einen
Drehauswahlknopf auf die gewünschte Stellung drehen. Auch ist eine Tormodellauswahl
über Menüführungen an einem Display denkbar. Dies macht die Bedienung besonders einfach.
[0029] Erfindungsgemäß weist die Tormodellerfassungseinrichtung eine Tormodellauswahleinrichtung
auf, um ein Tormodell aus mehreren vorgegebenen Tormodellen auszuwählen. Der Torantriebsvorrichtung
sind mehrere Tormodelle bekannt. Damit kann der Benutzer aus einer Vielzahl von Tormodellen
das für ihn individuell passende Tor auswählen und dennoch das Torsystem einfach installieren.
Die Torantriebsvorrichtung kann durch die Tormodellauswahleinrichtung selbständig
auswählen, welches Tormodell gerade angeschlossen ist, um so die optimalen Parameter
über die Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung an den Motor auszugeben.
[0030] Weiter weist die Tormodellerfassungseinrichtung eine Speichereinrichtung auf, in
der mehrere Tormodelle und charakteristische Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte
mehrerer Tormodelle vorgegeben gespeichert sind.
[0031] Vorteilhaft werden für das erfasste Tormodell charakteristische Funktionswerte in
eine Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung eingegeben, damit diese den Antriebsvorgang
anhand dieser Funktionswerte überwacht und/oder steuert, um so den Antriebsvorgang
je nach Tormodell zu kontrollieren. Die Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung ist
mit der oben genannten Speichereinrichtung verbunden, um so die Funktionswerte des
ausgewählten Tormodells von der Speichereinrichtung zu empfangen.
[0032] Erkennt die Tormodellerfassungseinrichtung nun das angeschlossene Tormodell, indem
sie das Tormodell über die Tormodellerkennungseinrichtung selbständig erkennt oder
über die Tormodelleingabeeinrichtung durch eine Bedienperson eingegeben wird, kann
die Tormodellauswahleinrichtung das erkannte Tormodell aus mehreren vorgegebenen Tormodellen
auswählen, und somit auch die charakteristischen Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte
auswählen, die in der Speichereinrichtung gespeichert sind. Die Speichereinrichtung
weiß nun, welche Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte sie an die Steuer- und/oder
Überwachungsvorrichtung weitergeben muss, um so den Antriebsvorgang des Motors zu
steuern und/oder zu überwachen.
[0033] Um eine bequeme, gegebenenfalls auch automatische Tormodellerkennung zu ermöglichen,
weist ein Gebäude- oder Einfriedungsabschluss ein automatisch anzutreibendes Tor mit
einer Torantriebsvorrichtung wie oben beschrieben auf, wobei das Tor ein Identifikationsmerkmal
aufweist, das das Tormodell und/oder die dafür charakteristische Steuer- und/oder
Überwachungsfunktionswerte angibt. Ein solcher Gebäude- oder Einfriedungsabschluss
kann hinsichtlich seiner Schließgeschwindigkeit optimiert werden, da anhand der dann
bekannten Torparameter die maximale Schließgeschwindigkeit für sicheren Betrieb eingestellt
werden kann.
[0034] Für bereits eingebaute Tore ohne Identifikationsmerkmal ist eine externe Datenverarbeitung
vorgesehen, die nach Eingabe von charakteristischen Parametern eines Tormodells das
Identifikationsmerkmal ausgibt. So kann die Torantriebseinheit auch nicht gekennzeichnete
Tormodelle erkennen und mit hoher Schließgeschwindigkeit verfahren.
[0035] Vorteilhaft ist die Tormodellerfassungseinrichtung derart ausgebildet, dass sie das
Identifikationsmerkmal erfassen kann. Somit kann die Torantriebsvorrichtung einfach
anhand des an dem Tor angebrachten Identifikationsmerkmals erkennen, welches Tormodell
gerade angeschlossen ist, um so den Steuer- und/oder Überwachungsvorgang zu initiieren.
[0036] Von Vorteil ist, wenn das Identifikationsmerkmal als Buchstaben- und/oder Zahlenkombination,
als Barcode oder als RFID-Chip ausgebildet ist. Dies sind besonders einfache Ausführungsformen,
um ein Identifikationsmerkmal zu bilden, das einfach ausgelesen werden kann oder durch
eine Bedienperson eingegeben werden kann.
[0037] Vorzugsweise weist ein Torsystem zum Bilden eines Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses
eine oben beschriebene Torantriebsvorrichtung sowie mehrere Tore auf, die unterschiedliche
Tormodelle sein können, wobei die Tore alle mit durch die Tormodellerfassungseinrichtung
erfassbaren Identifikationsmerkmalen ausgestattet sind, damit so die Information,
welches Tormodell gerade angeschlossen ist sowie welche charakteristischen Steuer-
und/oder Überwachungsfunktionswerte dieses hat, an die Tormodellerfassungseinrichtung
gegeben werden kann.
[0038] Vorteilhaft kann das Torsystem mehrere Tormodelle aufweisen. Pro Torgattung sind
vorzugsweise mehrere Tormodelle vorgesehen. Torgattungen können z. B. Sektionaltore,
Schwingtore, Kipptore, Drehflügeltore, Rolltore, Drehtore, Schiebetore und Falttore
sein. Unterschiedliche Tormodelle in einer Torgattung bezeichnen z. B. Tore gleicher
Torgattung, aber unterschiedlicher Größe und/oder mit unterschiedlichen Führungen
oder mit unterschiedlich schweren Torflügeln. Damit kann der Benutzer unter Verwendung
eines einzigen Torantriebes, der besonders einfach zu installieren ist, aus einer
Vielzahl von unterschiedlichen Tormodellen auswählen.
[0039] Die Steuerung kann dann das Verhalten des Tormodells genau vorausberechnen. Aufgrund
bekannter genauerer Werte für Torflügelmasse und zeitlichem Verlauf sowie des Verhaltens
bei Bremsen oder Beschleunigung kann die Schließgeschwindigkeit maximiert werden und
dennoch eine sichere Abschaltung im Fall von Hindernissen oder dergleichen sicher
gestellt werden.
[0040] Bei einem Herstellverfahren zum Herstellen eines Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses
wird zunächst ein Tor zur Verfügung gestellt, das ein Identifikationsmerkmal aufweist,
wobei das Identifikationsmerkmal das Tormodell des Tores angibt. In einem weiteren
Schritt wird an das Tor die Torantriebsvorrichtung mit der Torerfassungseinrichtung
wie oben beschrieben angeschlossen und schließlich durch die Tormodellerfassungseinrichtung
das Identifikationsmerkmal des Tores erfasst.
[0041] In einem Antriebsverfahren zum automatischen Anhalten eines Tores wird zunächst das
Tormodell des Tores erfasst und danach aufgrund der für das Tormodell charakteristischen
Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte die Torantriebseinheit, die das Tor antreibt,
gesteuert und/oder überwacht. Mit diesem Antriebsverfahren lässt sich bei einfachem
Aufbau und sicherem Betrieb die Schließgeschwindigkeit maximieren.
[0042] Vorteilhaft wird dabei das Tormodell automatisch erkannt, wobei ein Signal empfangen
wird oder ein Barcode ausgelesen wird oder ein RFID-Signal eingelesen wird, die das
Tormodell angeben. Das Tormodell kann jedoch auch eingegeben werden, indem eine Zahlen-
und/oder Buchstabenkombination eingegeben wird oder eine Piktogrammtaste gedrückt
wird oder ein Drehauswahlschalter betätigt wird.
[0043] Erfindungsgemäß wird aus mehreren vorgegebenen Tormodellen das Tormodell ausgewählt
und daraufhin die Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte des ausgewählten Tormodells
ermittelt.
[0044] Dazu wird eine Speichereinrichtung abgefragt, in der die Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte
für die unterschiedlichen Tormodelle gespeichert sind.
[0045] Mit einem solchen Antriebsverfahren ist es möglich, dass der Torantrieb entweder
vollständig selbständig oder durch eine kurze Bedienung, d. h. eine kleine Eingabe
von Informationen, das Modell des Tores erkennt und die Überführungsfahrten des Tores
angepasst auf das Tormodell durchführen kann. Dazu sind charakteristische Steuer-
und/oder Überwachungsfunktionswerte in dem Speicher der Torantriebseinheit eingespeichert
und auslesbar.
[0046] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Darin zeigt:
- Fig. 1
- einen ersten Gebäudeabschluss mit einem anzutreibenden Tor der Torgattung Sektionaltor
und einer Torantriebsvorrichtung;
- Fig. 2
- ein einschaliges Tormodell des Tores aus Fig. 1;
- Fig. 3
- ein erstes doppelschaliges Tormodell des Tores aus Fig. 1;
- Fig. 4
- ein zweites doppelschaliges Tormodell des Tores aus Fig. 1;
- Fig. 5
- eine breite Ausführungsform des Tores aus Fig. 1;
- Fig. 6
- eine schmale Ausführungsform des Tores aus Fig. 1;
- Fig. 7
- eine schematische Blockschaltansicht für eine bei der Ausführungsform von Fig. 1 verwendbare
Torantriebsvorrichtung;
- Fig. 8
- eine erste Ausführungsform einer Tormodellerkennungseinrichtung;
- Fig. 9
- eine zweite Ausführungsform der Tormodellerkennungseinrichtung;
- Fig. 10
- eine erste Ausführungsform einer Tormodelleingabeeinrichtung;
- Fig. 11
- eine zweite Ausführungsform der Tormodelleingabeeinrichtung;
- Fig. 12
- eine dritte Ausführungsform der Tormodelleingabeeinrichtung;
- Fig. 13
- ein Flussdiagramm eines Antriebsverfahrens zum automatischen Antreiben des Tores aus
Fig. 1;
- Fig. 14
- ein Tormodell der Torgattung Sektionaltor mit Niedrigsturzbeschlag;
- Fig. 15
- ein Tormodell eines Sektionaltores mit Beschlag für höhere Stürze;
- Fig. 16
- ein Tormodell eines Sektionaltores mit Schlupftür;
- Fig. 17
- ein erstes Tormodell der Torgattung Schwingtor; und
- Fig. 18
- ein zweites Tormodell der Torgattung Schwingtor.
[0047] Fig. 1 zeigt ein Torsystem 10 eines Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses 12 eines
nicht gezeigten Gebäudes mit einem Tor 14 und einer Torantriebsvorrichtung 16. Das
Tor 14 ist als Sektionaltor 26b ausgeführt und an die Torantriebsvorrichtung 16 gekoppelt.
Über eine Kraftübertragungseinrichtung 28 ist das Sektionaltor 26b an die Torantriebsvorrichtung
16 gekoppelt.
[0048] Die Torantriebsvorrichtung 16 weist eine Torantriebseinheit 17 mit einer Tormodellerfassungseinrichtung
18 auf. Das Tor 14 weist ein Torblatt 20 auf, das über eine Zarge 22 an dem nicht
gezeigten Gebäude befestigt ist und über Führungsschienen 24 geführt wird. Die Führungsschienen
24 weisen drei Bereiche auf, einen ersten Bereich 27a, der parallel zu Gebäudewand
29a angeordnet ist, einen zweiten Bereich 27b, der parallel zur Decke 29b angeordnet
ist, und einen dritten Bereich 27c, der gekrümmt ist und den ersten Bereich 27a mit
dem zweiten Bereich 27b verbindet.
[0049] An dem Tor 14 sind mehrere Identifikationsmerkmale 30 vorgesehen. In dem dargestellten
Beispiel sind ein RFID-Chip 50, ein Barcode 68 sowie eine Buchstaben- und Zahlenkombination
64 vorgesehen.
[0050] Fig. 2 zeigt ein Paneel eines einschalig ausgeführten Sektionaltors 26b. Paneele
des Torblatts 20 dieses Tormodells weisen lediglich auf einer ersten Seite 31 a eine
erste Schalung 31 b auf. In den Fig. 3 und 4 sind doppelschalige Ausführungsformen
von Paneelen des Sektionaltores 26b gezeigt. Beide weisen zusätzlich zu der ersten
Schalung 31 b auf der ersten Seite 31 a eine zweite Schalung 31 c auf einer zweiten
Seite 31 d auf. Der zwischen den Schalungen 31 b, 31 c entstehende Zwischenraum 31
e ist mit einem Füllmaterial 31f verfüllt. Der Zwischenraum 31 e zwischen den Schälungen
31 b, 31 c der ersten doppelschaligen Ausführungsform von Fig. 3 ist schmäler als
der Zwischenraum 31 e der zweiten doppelschaligen Ausführungsform von Fig. 4. Daher
weist der Zwischenraum 31 e in Fig. 4 mehr Füllmaterial 31f auf. Die Tormodelle der
Fig. 2 bis Fig. 4 haben aufgrund ihrer unterschiedlichen Bauweise ein unterschiedliches
Gewicht.
[0051] In den Fig. 5 und 6 sind Ausführungsformen des Tores 14 aus Fig. 1 mit unterschiedlichen
Breiten gezeigt. Aufgrund der unterschiedlichen Dimensionen haben diese Ausführungsformen
ebenfalls ein unterschiedliches Gewicht. Außerdem müssen Kräfte zum Auf- und Zufahren
des Tores 14 an unterschiedlichen Stellen angreifen. Das Sektionaltor 26b in Fig.
6 ist mit zusätzlichen Metall-Dekobeschlägen 31 g ausgestattet, die ebenfalls Einfluss
auf die Eigenschaften dieses Tormodells haben.
[0052] Auch sind unterschiedliche Tormodelle mit unterschiedlichen Führungen 24 vorgesehen
(nicht dargestellt). Die Führungen 24 können je nach räumlicher Gegebenheit unterschiedlich
ausgebildet sein, z. B. als Niedrigsturzbeschlag, mit vorderer Torsionsfederwelle,
mit hinterer Torsionsfederwelle, mit Schrägverlauf usw.
[0053] Fig. 7 zeigt schematisch ein Blockschaltbild der Torantriebseinheit 17.
[0054] Die Torantriebseinheit 17 weist einen Motor 32 sowie eine Überwachungs- und/oder
Steuereinrichtung 34 für den Motor 32 auf. Weiter ist die Tormodellerfassungseinrichtung
18 in der Torantriebseinheit 17 angeordnet.
[0055] Die Tormodellerfassungseinrichtung 18 weist eine Tormodellerkennungseinrichtung 36
bzw. eine Tormodelleingabeeinrichtung 38 auf, die weiter unten in verschiedenen Ausführungsformen
gemäß Fig. 8 bis Fig. 12 noch beschrieben werden. Weiter weist die Tormodellerfassungseinrichtung
18 eine Tormodellauswahleinrichtung 40 sowie eine Speichereinrichtung 42 auf.
[0056] In der Torantriebseinheit 17 ist weiter eine Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung
44 vorgesehen.
[0057] Die Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung 44 ist mit der Speichereinrichtung 42
in der Tormodellerfassungseinrichtung 18 sowie mit der Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung
34 verbunden. Die Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung 34 ist weiterhin mit dem
Motor 32 verbunden. Die Speichereinrichtung 42 ist mit der Tormodellauswahleinrichtung
40 verbunden, die weiter eine Verbindung zu der Tormodellerkennungseinrichtung 36
bzw. der Tormodelleingabeeinrichtung 38 aufweist. Von dem Motor 32 geht die Kraftübertragungseinrichtung
28 zu dem Torblatt 20 ab.
[0058] Die Ausführungsformen der Tormodellerkennungseinrichtung 36 bzw. der Tormodelleingabeeinrichtung
38 sind in den Fig. 8 bis Fig. 12 dargestellt. Fig. 8 und Fig. 9 zeigen dabei Ausführungsformen
der Tormodellerkennungseinrichtung 36.
[0059] In einer ersten Ausführungsform der Tormodellerkennungseinrichtung 36, dargestellt
in Fig. 8, ist diese als Empfangseinrichtung 46 bzw. als RFID-Lesegerät 48 ausgebildet,
um Signale allgemeiner Art oder als RFID-Signale empfangen zu können, die das Tormodell
anzeigen. Als Identifikationsmerkmal 30 an dem Tor 14 ist der RFID-Chip 50 vorgesehen,
der ein Signal ausgibt, das von der Empfangseinrichtung 46 empfangen werden kann.
[0060] In Fig. 9 ist in einer zweiten Ausführungsform der Tormodellerkennungseinrichtung
36 ein Barcodeleser 52 dargestellt, der über einen Port 54 an die Torantriebseinheit
17 angeschlossen werden kann. Der Barcodeleser 52 weist ein Verlängerungskabel 56
auf, um so mit Abstand zu der Torantriebseinheit 17 den Barcode 58 auszulesen, der
an dem Tor 14 als Identifikationsmerkmal 30 angebracht ist.
[0061] In den Fig. 10 bis Fig. 12 sind drei Ausführungsformen der Tormodelleingabeeinrichtung
38 dargestellt.
[0062] Fig. 10 zeigt eine Benutzerschnittstelle 60, in der der Benutzer über Zahlen- und/oder
Buchstabentasten 62 eine Buchstaben- und/oder Zahlenkombination 64 eingeben kann.
Als Identifikationsmerkmal 30, das an dem Tor 14 in Fig. 1 angeordnet ist, dient hier
die Buchstaben- und/oder Zahlen kombination 64, die einfach abgelesen und über die
Tasten 62 eingegeben wird.
[0063] In einer in Fig. 11 gezeigten zweiten Ausführungsform der Tormodelleingabeeinrichtung
38 sind auf der Benutzerschnittstelle 60 Piktogrammtasten 66 vorgesehen, die das Modell
des Tores 14 anzeigen.
[0064] Fig. 12 zeigt eine dritte Ausführungsform der Tormodelleingabeeinrichtung 38 mit
einem Drehauswahlknopf 68, der über einen Zeiger 70 auf ein den Typ des Tores 14 angebendes
Symbol eingestellt wird.
[0065] Dadurch kann die Torantriebsvorrichtung 16 das Tormodell des anzutreibenden Tores
14 erfassen, indem sie entweder das Tormodell über die Tormodellerkennungseinrichtung
36 erkennt oder indem ein Benutzer über die Benutzerschnittstelle 60 das Tormodell
in die Tormodelleingabeeinrichtung 38 eingibt. Ein Antriebsvorgang kann dann anhand
von Charakteristika für dieses Tormodell gesteuert und/oder überwacht werden.
[0066] Eine selbständige Erkennung des Tormodells durch die Tormodellerfassungseinrichtung
18 kann über den Empfang eines Signals durch beispielsweise die Empfangseinrichtung
46 oder das RFID-Lesegerät 48 erfolgen oder indem der Barcodeleser 52 über den Port
54 an die Torantriebseinheit 17 angeschlossen wird und damit ein Barcode 58 ausgelesen
wird.
[0067] Der Tormodellerkennungseinrichtung 36 bzw. der Tormodelleingabeeinrichtung 38 ist
die Tormodellauswahleinrichtung 40 zugeordnet, um aus mehreren vorgegebenen Tormodellen
das zu erfassende Tormodell auszuwählen. Tormodelle könnten z. B. unterschiedliche
Größen, unterschiedliche Gewichtsausgleicheinrichtungen, unterschiedliche Zwischengetriebe
und/oder unterschiedliche Führungen aufweisen. Die Tormodellauswahleinrichtung 40
ist mit der Speichereinrichtung 42 verbunden, wo für das ausgewählte Tormodell charakteristische
Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte gespeichert sind. Diese werden von der
Speichereinrichtung 42 an die Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung 44 weitergegeben.
Die Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung 44 kann anhand dieser Steuer- und/oder
Überwachungsfunktionswerte nun die Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung 34 zur
Überwachung und/oder Steuerung des Motors 32 kontrollieren.
[0068] Aufgrund der vorgegebenen Funktionswerte können Motorkräfte und Antriebsgeschwindigkeiten
optimiert werden. Da das Verhalten des Tormodells vorbekannt ist und auch entsprechende
Charakteristika des gesamten Mechanismus zwischen der Torantriebseinheit 17 und der
Schließkante des Tores 14 vorbekannt sind, kann die Schließgeschwindigkeit so hoch
gewählt werden, dass immer noch eine sichere und genügend schnelle Abschaltung beim
Auflauf auf ein Hindernis erfolgt. Alle Begrenzungen, die zur Sicherheit wegen der
Unwägbarkeiten wegen des möglichen Vorhandenseins unterschiedlicher Tormodelle vorgesehen
worden sind, sind nunmehr entbehrlich. Die entsprechenden Charakteristika können beispielsweise
für jedes Tormodell über entsprechende Kennfelder vorgegeben werden. Die entsprechenden
Kennfelder können empirisch für jedes Tormodell beim Hersteller ermittelt werden.
[0069] Ein Verfahren zum Betreiben des Torsystems 10 ist in Fig. 13 dargestellt. Wenn der
Benutzer das Torsystem 10 installiert hat, muss er hier nur einen Startknopf 72 drücken,
der das Verfahren nach Fig. 13 startet. In einem ersten Schritt 74 wird dabei das
Tormodell von der Tormodellerkennungseinrichtung 36 ausgelesen oder von dem Benutzer
über die Benutzerschnittstelle 60 in die Tormodelleingabeeinrichtung 38 eingegeben.
[0070] In einem zweiten Schritt 76 wählt nun die Tormodellauswahleinrichtung 40 das eingegebene
oder ausgelesene Toraus. Diese Information dient dazu, in einem dritten Schritt 78
die in der Speichereinrichtung 42 gespeicherten, für das Tormodell charakteristischen
Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte abzufragen, die dann in einem vierten
Schritt 80 an die Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung 44 weitergegeben werden.
Diese steuert und/oder überwacht in einem fünften Schritt 82 die Überwachungs- und/oder
Steuereinrichtung 34 und somit den Motor 32, der eine Öffnungs- oder Schließfahrt
durchführt.
[0071] Im Allgemeinen müssen bei kraftbetätigten Toren 14 die auftretenden Öffnungs- und
Schließkräfte begrenzt werden, um Unfälle durch Quetschen, Scheren und Einziehen,
durch Stoppen oder Reversieren der Torantriebseinheit 17 zu vermeiden. Dies kann allgemein
durch an dem Tor 14 oder an der Torkonstruktion angebrachte Sensorik (sog. Schließkantensicherungen,
Lichtschranken, Lichtgitter usw.) ermöglicht werden, als auch dadurch, dass die zum
Öffnen oder Schließen benötigte Kraft durch die Torantriebsvorrichtung 16 eingelernt
wird und diese bei Überschreiten der tatsächlich benötigten Kraft zuzüglich für die
Betriebssicherheit notwendiger Toleranzen gestoppt bzw. reversierf wird.
[0072] Besonders sensibel muss die Kraftbegrenzung bei der Schließbewegung sein, da hierbei
sowohl die zulässigen Maximalkräfte als auch die zeitliche Einwirkungsdauer deutlich
niedriger als bei der Öffnungsbewegung angesetzt sind. Aus diesem Grund muss üblicherweise
die Schließgeschwindigkeit deutlich niedriger als die Öffnungsgeschwindigkeit sein,
um die oben genannten Kräfte und Zeiten einzuhalten. Bei der maximal möglichen Schließgeschwindigkeit
unter Einhaltung der vorgeschriebenen Kräfte und Zeiten spielen vor allem das Tor
14, seine Konstruktion und die daraus resultierenden Eigenschaften, d. h. das Tormodell,
eine Rolle. Eine möglichst hohe Schließgeschwindigkeit unter Einhaltung der vorgeschriebenen
Kräfte erhöht den Komfort eines kraftbetätigten Tores 14.
[0073] Da einer gewöhnlichen Torantriebsvorrichtung 16 das genaue Tormodell nicht bekannt
ist, kann die maximal erreichbare Schließgeschwindigkeit bei Einhaltung der vorgeschriebenen
Kräfte immer nur ein Kompromiss zwischen Betriebs- und Nutzungssicherheit sein, der
sich in der Art und Weise der Programmierung und der Parametrisierung der dortigen
Kraftbegrenzungsmechanismen manifestiert. Bei der hier gezeigten Lehre aber sind die
charakteristischen Eigenschaften des zu betätigenden Tormodells der Torantriebsvorrichtung
16 bekannt, so dass dort der zur maximalen Erhöhung der Schließgeschwindigkeit optimale
Algorithmus und die geeignetesten Parameter vorab gewählt werden.
[0074] Deshalb ist an dem Tor 14 ein Identifikationsmerkmal 30 (eine Buchstaben- und/oder
Zahlenkombination 64, ein Barcode 58 oder ein RFID-Chip 50) im Auslieferungszustand
angebracht, durch das die charakteristischen Größen dieses Tormodells beschrieben
werden. Bei der Ausrüstung bzw. der Nachrüstung des Tores 14 mit einer Torantriebsvorrichtung
16 wird dieses Identifikationsmerkmal 30 gelesen und in die Torantriebsvorrichtung
16 übertragen. Die charakteristischen Größen aus diesem Identifikationsmerkmal 30
werden dann zur Optimierung der Kraftbegrenzüng und natürlich auch der Schließgeschwindigkeit
von der Software der Torantriebseinheit 17 genutzt.
[0075] Anstelle oder zusätzlich zu den beschriebenen Modellen mit unterschiedlichen Ausführungen
von Sektionaltoren können auch weitere Tormodelle aus weiteren Torgattungen auswählbar
sein. Z. B. konnten unterschiedliche Schwingtor-Tormodelle (verschiedene Breite/Höhe/Torflügelmasse)
und/oder unterschiedliche Kipp- oder Canopy-Tormodelle usw. vorgesehen sein.
[0076] In den Fig. 14-16 sind weitere Tormodelle der Torgattung Sektionaltor dargestellt.
Das Tormodell in Fig. 14 weist einen Niedrigsturzbeschlag mit zwei parallel verlaufenden
Führungsschienen 24 auf. In dem Tormodell in Fig. 15 verläuft der erste Bereich 27a
der Führungsschiene 24 schräg zu der Zarge 22. Der Abstand der Führungsschiene 24
nimmt mit zunehmender Höhe immer weiter zu. Durch einen solchen Aufbau verläuft das
Torblatt 20 bei Öffnung des Tores 14 nicht nur vertikal nach oben, sondern auch schräg
nach hinten versetzt. Das Tormodell in Fig. 15 ist als Hochsturzbeschlagtor ausgebildet,
während das Tormodell in Fig. 14 als Niedrigsturzbeschlagtor ausgebildet ist. Das
Sektionaltor 26b aus Fig. 16 weist zusätzlich eine Schlupftür 83 auf. Die Tormodelle
der Fig. 14-16 haben alle unterschiedliche Öffnungs- und Schließcharakteristiken.
[0077] In den Fig. 17 und 18 sind zwei unterschiedliche Tormodelle der Torgattung Schwingtor
dargestellt. Das Torblatt 20 in Fig. 17 ist im Vergleich zu dem Torblatt aus Fig.
18 schmäler ausgeführt. Weiter weist das Torblatt 20 nach Fig. 17 eine andere Federkonstruktion
84 als das Torblatt 20 in Fig. 18 auf. Durch die unterschiedliche Konstruktion der
beiden Tore 14 in Fig. 17 und Fig. 18 ergeben sich auch hier unterschiedliche Öffnungs-
und Schließcharakteristiken und insbesondere anderes Verhalten bei Beschleunigungen
und Abbremsungen.
- 10
- Torsystem
- 12
- Gebäude- oder Einfriedungsabschluss
- 14
- Tor
- 16
- Torantriebsvorrichtung
- 17
- Torantriebseinheit
- 18
- Tormodellerfassungseinrichtung
- 20
- Torblatt
- 22
- Zarge
- 24
- Führungsschienen
- 26b
- Sektionaltor
- 27a
- erster Bereich
- 27b
- zweiter Bereich
- 27c
- dritter Bereich
- 28
- Kraftübertragungseinrichtung
- 29a
- Gebäudewand
- 29b
- Decke
- 30
- Identifikationsmerkmal
- 31a
- erste Seite
- 31b
- erste Schalung
- 31c
- zweite Schalung
- 31d
- zweite Seite
- 31e
- Zwischenraum
- 31f
- Füllmaterial
- 31g
- Metall-Dekobeschläge
- 32
- Motor
- 34
- Überwachungs- und/oder Steuereinrichtung
- 36
- Tormodellerkennungseinrichtung
- 38
- Tormodelleingabeeinrichtung
- 40
- Tormodellauswahleinrichtung
- 42
- Speichereinrichtung
- 44
- Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung
- 45
- Verbindung
- 46
- Empfangseinrichtung
- 48
- RFID-Lesegerät
- 50
- RFID-Chip
- 52
- Barcodeleser
- 54
- Port
- 56
- Verlängerungskabel
- 58
- Barcode
- 60
- Benutzerschnittstelle
- 62
- Zahlen- und/oder Buchstabentasten
- 64
- Buchstäben- und/oder Zahlenkombination
- 66
- Piktogrammtasten
- 68
- Drehauswahlknopf
- 69
- Piktogramm
- 70
- Zeiger
- 72
- Startknopf
- 74
- erster Schritt
- 76
- zweiter Schritt
- 78
- dritter Schritt
- 80
- vierter Schritt
- 82
- fünfter Schritt
- 83
- Schlupftür
- 84
- Federkonstruktion
1. Torantriebsvorrichtung (16) zum Antreiben eines Tores (14) mit einer Tormodellerfassungseinrichtung
(18) zum Erfassen eines bestimmten Tormodells aus mehreren unterschiedlichen Tormodellen
einer gleichen Torgattung des anzutreibenden Tores (14), wobei die Torgattung ausgewählt
ist aus einer Gruppe, die Sektionaltore (26b), Schwingtore, Kipptore, Drehflügeltore,
Rolltore, Drehtore, Schiebetore und Falttore umfasst, und wobei die unterschiedlichen
Tormodelle in einer Torgattung Tore gleicher Torgattung aber unterschiedlicher Größe
und/oder mit unterschiedlichen Führungen oder mit unterschiedlich schwerem Torflügel
sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tormodellerfassungseinrichtung (18)
1.1 eine Tormodellerkennungseinrichtung (36) zum automatischen Erkennen des Tormodells
und seiner charakteristischen Eigenschaften, welche Tormodellerkennungseinrichtung
(36) eine Empfangseinrichtung (46) zum Empfang eines das Tormodell angebenden Signales,
einen Barcodeleser (52) zum Einlesen eines das Tormodell angebenden Barcodes (58)
und/oder ein RFID-Lesegerät (48) zum Einlesen eines Signals eines das Tormodell anzeigenden
RFID-Signales aufweist,
und/oder
1.2 eine Tormodelleingabeeinrichtung (38) zur Eingabe des Tormodells, welche Tormodelleingabeeinrichtung
(38) eine Benutzerschnittstelle (60) zum Eingeben wenigstens einer für das Tormodell
charakteristischen Information aufweist, wobei die Benutzerschnittstelle (60) Zahlen-
und/oder Buchstaben- (62) und/oder Piktogrammtasten (66) und/oder einen Drehauswahlknopf
(68) aufweist oder für eine Tormodellauswahl über Menüführungen an einem Display ausgebildet
ist,
aufweist und
dass die Tormodellerfassungseinrichtung (18) eine mit der Tormodellerkennungseinrichtung
(36) bzw. der Tormodelleingabeeinrichtung (38) verbundene Tormodellauswahleinrichtung
(40), um das erfasste Tormodell aus mehreren vorgegebenen Tormodellen auszuwählen,
und eine Speichereinrichtung (42) aufweist, die mit der Türmodellauswahleinrichtung
(40) verbunden ist und in der die mehreren Tormodelle und für die mehreren erfassbaren
Tormodelle charakteristische Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte vorgegeben
gespeichert sind,
dass eine Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung (44) vorgesehen ist, um einen Antriebsvorgang
anhand von Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerten zu steuern und/oder zu überwachen,
die für das durch die Tormodellerfassungseinrichtung (18) erfasste Tormodell charakteristisch
sind, und
dass die Steuer- und/oder Überwachungsvorrichtung (44) mit der Speichereinrichtung (42)
verbunden ist, um die Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte des durch die Tormodellerfassungseinrichtung
(18) erfassten und mittels der Tormodellauswahleinrichtung (40) ausgewählten Tormodells
zu erhalten.
2. Torantriebsvorrichtung (16) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Torantriebseinheit (17) mit einem Motor (32) und der Überwachungs- und/oder
Steuereinrichtung (34) für den Motor (32) vorgesehen ist, wobei die Tormodellerkennungseinrichtung
(36) Teil der Torantriebseinheit (17) ist oder als mit der Torantriebseinheit (17)
verbindbare Einheit ausgeführt ist.
3. Torantriebsvorrichtung (16) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungs- und/oder Steuerungseinrichtung (34) zum derartigen Überwachen und
Steuern des Motors (32) aufgrund der für das erfasste Tormodell charakteristischen
Steuerungsparameterwerte ausgebildet ist, dass der Motor die zu jedem Zeitpunkt
oder zu jeder Wegstrecke benötigte Stromstärke, Spannung und Polung erhält, um das
Tor mit einer bei Einhaltung einer vorgegebenen Kraft maximalen Schließgeschwindigkeit
zu bewegen.
4. Torantriebsvorrichtung (16) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Torantriebsvorrichtung (16) dazu ausgebildet ist, eine Schließgeschwindigkeit
abhängig von dem erfassten Tormodell zu regulieren.
5. Torantriebsvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die charakteristischen Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte für jedes Tormodell
über entsprechende Kennfelder vorgegeben sind.
6. Gebäude- oder Einfriedungsabschluss (12) mit einem automatisch anzutreibenden Tor
(14) und einer Torantriebsvorrichtung (16) nach einem der voranstehenden Ansprüche
zum Antreiben des Tores, wobei das Tor (14) ein dessen Tormodell angebendes Identifikationsmerkmal
(30) aufweist, wobei die Tormodellerfassungseinrichtung (18) zum Erfassen des Identifikationsmerkmals
(30) ausgebildet ist.
7. Gebäude- oder Einfriedungsabschluss (12) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Identifikationsmerkmal (30) eine Buchstaben- und/oder Zahlenkombination (64),
ein Barcode (58) oder ein RFID-Chip (50) ist.
8. Torsystem (10) zum Bilden eines Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses (12) nach einem
der Ansprüche 6 oder 7, umfassend:
wenigstens eine Torantriebsvorrichtung (16) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und mehrere
Tore (14) unterschiedlicher Tormodelle mit jeweils unterschiedlichen durch die Tormodellerfassungseinrichtung
(18) erfassbaren Identifikationsmerkmalen (30) zum Liefern der Information über das
entsprechende Tormodell an die Tormodellerfassungseinrichtung (18).
9. Herstellverfahren zum Herstellen eines Gebäude- oder Einfriedungsabschlusses (12),
gekennzeichnet durch die Schritte:
a) zur Verfügung Stellen wenigstens eines Tores (14) mit wenigstens einem das Tormodell
des Tores (14) angebenden Identifikationsmerkmal (30);
b) Anschließen einer Torantriebsvorrichtung (16) mit einer Torerfassungseinrichtung
(18) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, an das Tor (14); und
c) Erfassen des Identifikationsmerkmals (30) durch die Tormodellerfassungseinrichtung (18).
10. Antriebsverfahren zum automatischen Antreiben eines Tores (14) mit einer Torantriebsvorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch:
a) Erfassen des Tormodells des Tores (14);
b) Vorgabe von Parametern des Tormodells ohne Durchführung einer Lernfahrt mittels
einer Speichereinrichtung (42), in der mehrere Tormodelle und charakteristische Steuer-
und Überwachungsfunktionswerte der mehreren Tormodelle vorgegeben gespeichert sind,
durch Auswählen des erfassten Tormodells aus den mehreren vorgegebenen Tormodellen und
Auswählen der charakteristischen Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte, die
in der Speichereinrichtung (42) vorgegeben gespeichert sind,
c) Steuern und/oder Überwachen einer das Tor (14) antreibenden Torantriebseinheit
(17) aufgrund der für das Tormodell charakteristischen Steuer- und/oder Überwachungsfunktionswerte.
11. Antriebsverfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass Schritt a) wenigstens einen der Schritte enthält:
a1 a) Automatisches Erkennen des Tormodells, wobei ein das Tormodell angebendes Signal
empfangen und/oder ein das Tormodell angebenden Barcode (58) und/oder RFID-Signal
eingelesen wird,
und/oder
a1 b) Eingeben des Tormodells, insbesondere derart, dass eine Zahlen- und/oder Buchstabenkombination
eingegeben wird oder eine Piktogrammtaste (66) oder ein Drehauswahlschalter (68) betätigt
wird.
1. Door driving device (16) for driving a door (14), comprising:
a door model detection device (18) for detecting a particular door model among several
different door models of a same door type of the door (14) to be driven, wherein the
door type is chosen among the group consisting of sectional doors (26b), swing-up
doors, up-and-over doors, swing doors, roller doors, rotating doors, sliding doors,
and folding doors, and wherein the different door models of a door type are doors
of a same door type but of a different size and/or with different guide systems or
with door leaves of a different weight,
characterized in that
the door model detection device (18) comprises:
1.1. a door model identification device (36) for automatically identifying the door
model and its characteristic properties, said door model identifying device (36) including
a receiving device (46) for receiving a signal representative of the door model, a
barcode reader (52) for reading a barcode (58) identifying the door model, and/or
an RFID reader (48) for reading a signal of an RFIID signal indicating the door model,
and/or
1.2 a door model input device (38) for inputting the door model, the door model input
device (38) including a user interface (60) for inputting at least information characteristic
of the door model, wherein the user interface (60) includes numeral keys and/or character
keys (62) and/or pictogram keys (62) and/or a rotary selecting button (68) or is designed
for a door model selection via menu guidance on a display, and
that the door model detection device (18) includes a door model selection device (40)
connected to the door model identification device (36) or the door model input device
(38) in order to select the detected door model among several predetermined door models,
and a storage device (42) which is connected to the door model selection device (40)
and in which several door models and control and/or monitoring function values characteristic
of the several detectable door models are stored in a predetermined manner, and
that a control and/or monitoring device (44) is provided for controlling and/or monitoring
a driving operation based on control and/or monitoring function values which are characteristic
of the door model detected by the door model detection device (18), and
that the control and/or monitoring device (44) is connected to the storing device
(42) in order to obtain the control and/or monitoring function values of the door
model detected by the door model detection device (18) and selected by means of the
door model selection device (40).
2. Door driving device (16) according to claim 1,
characterized in that
a door driving unit (17) having a motor (32) and the monitoring and/or control device
(34) for the motor (32) is provided, wherein the door model identification device
(36) forms part of the door driving unit (17) or is designed as unit connectible to
the door driving unit (17).
3. Door driving device (16) according to claim 2,
characterized in that
due to the control parameters which are characteristic of the detected door model,
the monitoring and/or control device (34) is constructed for monitoring and controlling
the motor (32) in such a manner that the motor is supplied with the amperage, voltage,
and polarity required at any time and at any distance, for moving the door at a maximum
closing speed while maintaining a predetermined force.
4. Door driving device (16) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the door driving device (16) is constructed for regulating a closing speed depending
on the detected door model.
5. Door driving device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the characteristic control and/or monitoring function values for each door model are
set via corresponding characteristic maps.
6. Building or fencing closure (12) including a door (14) to be driven automatically
and a door driving device (16) according to any one of the preceding claims, for driving
a door, wherein the door (14) has an identifier (30) identifying the model of the
door, wherein the door model detection device (18) is constructed for detecting the
identifier (30).
7. Building or fencing closure (12) according to claim 6,
characterized in that
the identifier (30) is a combination of characters and/or numbers (64), a barcode
(58), or an RFID chip (50).
8. Door system (10) for forming a building or fencing closure (12) according to one of
the claims 6 or 7, comprising:
at least one door driving means (16) as defined in one of the claims 1 to 5, and several
doors (14) of different door models, each with a different identifier (30) detectible
by the door model detection device (18), for providing information on the corresponding
door model to the door model detection device (18).
9. Production method for producing a building or fencing closure (12),
characterized by the steps:
a) providing at least one door (14) having an identifier (30) identifying the door
model of the door (14);
b) connecting the door driving device (16) having a door detection device (18) according
to one of the claims 1 to 5 to the door (14); and
c) detecting the identifier (30) by the door model detection device (18).
10. Driving method for automatically driving a door (14) having a door driving device
according to one of the claims 1 to 5,
characterized by:
a) detecting the door model of the door (14);
b) setting parameters of the door model without performing a learning run by means
of a storage device (42) storing several door models and control and monitoring function
values characteristic of the several door models in a predetermined manner, by selecting
the detected door model among several predetermined door models and by selecting the
characteristic control and/or monitoring function values stored in a predetermined
manner in the storage device (42),
c) controlling and/or monitoring a door driving unit (17) driving the door (14) based
on the control and/or monitoring function values characteristic of the door model.
11. Driving method according to claim 10,
characterized in that
step a) at least comprises one of the steps of:
a1 a) automatically identifying the door model, wherein a signal indicating the door
model is received and/or a barcode (58) indicating the door model and/or an RFID signal
is read;
and/or
a1b) inputting the door model, particularly by inputting a combination of numbers
and/or characters or by operating a pictogram key (66) or a rotary selection key (68).
1. Dispositif d'entraînement de porte (16) permettant d'entraîner une porte (14) comprenant
un dispositif de détection d'un modèle de porte (18) permettant de détecter un modèle
de porte déterminé à partir de plusieurs modèles de portes différents d'un même type
de porte (14) devant être entraînée, le type de porte étant choisi dans le groupe
constitué par les portes sectionnées (26b), les portes en va-et-vient, les portes
basculantes, les portes à vantail rotatif, les portes roulantes, les portes pivotantes,
les portes à glissière et les portes repliables et les différents modèles de portes
d'un type de portes étant des portes de même type mais de dimensions différentes et/ou
ayant différents éléments de guidage et/ou des vantaux différemment lourds,
caractérisé en ce que
le dispositif de détection d'un modèle de porte (18) :
1.1 comporte un dispositif d'identification d'un modèle de porte (36) permettant d'identifier
automatiquement le modèle de porte et ces propriétés caractéristiques, ce dispositif
d'identification d'un modèle de porte (36) comprenant un dispositif de réception (46)
permettant de recevoir un signal indiquant le modèle de porte, un lecteur de code-barres
(52) permettant de lire un code-barres indiquant le modèle de porte (58) et/ou un
appareil de lecture RFID (48) permettant de lire un signal d'un signal RFID indiquant
le modèle de porte,
et/ou
1.2 un dispositif d'entrée d'u modèle de porte (38) permettant d'entrer le modèle
de porte, ce dispositif d'entrée de modèle de porte (38) comprenant une interface
d'utilisateur (60) permettant d'entrer au moins une information caractérisant le modèle
de porte, cette interface d'utilisation (60) comprenant des touches de chiffres et/ou
de lettres (62) et/ou de pictogrammes (66) et/ou une tête de sélection rotative (68)
ou étant réalisée pour permettre la sélection de modèles de portes par l'intermédiaire
de menus sur un affichage,
le dispositif d'identification d'un modèle de porte (18) comprend un dispositif de
sélection d'un modèle de porte (40) relié au dispositif d'identification d'un modèle
de porte (36) ou au dispositif d'entrée d'un modèle de porte (38) pour permettre de
sélectionner le modèle de porte détecté à partir de plusieurs modèles de porte prédéfinis
ainsi qu'un dispositif de mémoire (42) qui est relié au dispositif de sélection d'un
modèle de porte (40) et dans lequel sont enregistrés de manière prédéfinie les modèles
de porte, des valeurs de fonction de commande et/ou de surveillance caractéristiques
des modèles de porte pouvant être détectés,
il est prévu un dispositif de commande et/ou de surveillance (44) pour commander et/ou
surveiller, un processus d'entraînement à partir de valeurs de fonction de commande
et/ou de surveillance qui sont caractéristiques du modèle de porte détecté par le
dispositif de détection d'un modèle de porte (18), et
le dispositif de commande et/ou de surveillance (44) est relié au dispositif de mémoire
(42) pour obtenir les valeurs de fonction de commande et/ou de surveillance du modèle
de porte détecté par le dispositif de détection d'un modèle de porte (18) et choisi
au moyen du dispositif de sélection d'un modèle de porte (40).
2. Dispositif d'entraînement de porte (16) conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
il est prévu une unité d'entraînement de porte (17) comprenant un moteur (32) et le
dispositif de surveillance et/ou de commande (34) du moteur (32), le dispositif d'identification
d'un modèle de porte (36) étant une partie de l'unité d'entraînement de porte (17)
ou étant réalisé sous la forme d'une unité pouvant être reliée à l'unité d'entraînement
de porte (17).
3. Dispositif d'entraînement de porte (16) conforme à la revendication 2,
caractérisé en ce que
le dispositif de surveillance et/ou de commande (34) est réalisé pour effectuer la
surveillance et la commande du moteur (32) sur le fondement des valeurs de paramètres
de commande caractéristiques du modèle de porte détecté, de sorte que le moteur obtienne
l'intensité de courant, la tension et la polarité nécessaires à chaque instant ou
pour chaque course pour permettre de déplacer la porte avec une vitesse de fermeture
maximum en respectant une force prédéfinie.
4. Dispositif d'entraînement de porte (16) conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'entraînement de porte (16) est réalisé pour pouvoir réguler la vitesse
de fermeture en fonction du modèle de porte détecté.
5. Dispositif d'entraînement de porte (16) conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les valeurs de fonction de commande et/ou de surveillance caractéristiques pour chaque
modèle de porte sont prédéfinies par des champs de caractéristiques correspondants.
6. Fermeture de bâtiment ou d'enclos (12) comprenant une porte à entraînement automatique
(14) et un dispositif d'entraînement de porte (16) conforme à l'une des revendications
précédentes pour permettre d'entraîner la porte, la porte (14) comportant une caractéristique
d'identification (30) indiquant son modèle de porte, le dispositif d'identification
d'un modèle de porte (18) étant réalisé pour permettre de détecter la caractéristique
d'identification (30).
7. Fermeture de bâtiment ou d'enclos (12) conforme à la revendication 6,
caractérisée en ce que
la caractéristique d'identification (30) est une combinaison de lettres et/ou de chiffres
(64), un code barres (58) ou une puce RFID (50).
8. Système de porte (10) permettant de former une fermeture de bâtiment ou d'enclos (12)
conforme à l'une des revendications 6 ou 7, comprenant :
au moins un dispositif d'entraînement de porte (16) conforme à l'une des revendications
1 à 5, et plusieurs portes (14) de modèles de porte différents ayant respectivement
des caractéristiques d'identification (30) différentes pouvant être détectées par
le dispositif de détection d'un modèle de porte (18) pour permettre de fournir l'information
concernant le modèle de porte correspondant au dispositif de détection d'un modèle
de porte (18).
9. Procédé de fabrication d'une fermeture de bâtiment ou d'enclos (12),
caractérisé en ce qu'il comprend des étapes consistant à :
a) fournir au moins une porte (14) ayant au moins une caractéristique d'identification
(30) indiquant le modèle de porte de la porte (14),
b) connecter un dispositif d'entraînement de porte (16) avec un dispositif d'identification
de porte (18) conforme à l'une des revendications 1 à 5 sur la porte (14), et
c) détecter la caractéristique d'identification (30) au moyen du dispositif de détection
d'un modèle de porte (18).
10. Procédé d'entraînement automatique d'une porte (14) comprenant un dispositif d'entraînement
de porte conforme à l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'
il comprend des étapes consistant à :
a) détecter le modèle de la porte (14),
b) prédéfinir des paramètres du modèle de porte sans effectuer un déplacement d'apprentissage
au moyen d'un dispositif de mémoire (42) dans lequel sont enregistrés de façon prédéfinie
plusieurs modèles de porte et des valeurs de fonction de commande et de surveillance
caractéristiques de ces modèles de portes, par sélection du modèle de porte détecté
parmi les modèles de porte prédéfinis et sélection des valeurs de fonction de commande
et/ou de surveillance caractéristiques qui sont enregistrées dans le dispositif de
mémoire (42),
c) commander et/ou surveiller une unité d'entraînement de porte (17) entraînant la
porte (14) sur le fondement des valeurs de fonction de commande et/ou de surveillance
caractérisant le modèle de porte.
11. Procédé d'entraînement conforme à la revendication 10,
caractérisé en ce que
l'étape a) renferme au moins l'une des étapes consistant à :
a1a) identifier automatiquement le modèle de porte, un signal indiquant le modèle
de porte étant reçu, et/ou un code-barres (58) et/ou un signal RFID indiquant le modèle
de porte étant lu, et/ou
a1b) entrer le modèle de porte, en particulier en entrant une combinaison de chiffres
et/ou de lettres ou en actionnant une touche à pictogrammes (66) ou un sélecteur rotatif
(68).