Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Saugdüse für einen Staubsauger mit einem Trägerteil,
welches einerseits mit einem Saugdüsengehäuse und andererseits mit einem Anschlussstutzen
für ein Schubrohr des Staubsaugers verbunden ist, sowie mit einer Fahrwerksanordnung,
welche mindestens zwei zueinander in Verschieberichtung beanstandete, mit Rädern versehene
Drehachsen aufweist und schwenkbar am Trägerteil gelagert ist. Sie betrifft außerdem
einen Staubsauger mit einer solchen Saugdüse.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Staubsauger dienen der Aufnahme von Verschmutzungen von Bodenflächen, Möbeln oder
dergleichen durch einen Saugluftstrom. Hierzu wird der Saugmund einer Saugdüse auf
die zu reinigende Oberfläche aufgesetzt, so dass Staub oder andere Verschmutzungen
vom Saugluftstrom angesaugt werden. Der Saugluftstrom wird durch ein Sauggebläse erzeugt,
welches mit einer Staubabscheideeinrichtung, beispielsweise einem Fliehkraftabscheider
oder Staubfilterbeutel, in Strömungsverbindung steht. Die von der Saugdüse aufgenommenen
Schmutzpartikel werden in der Staubabscheideeinrichtung gesammelt, während die gereinigte
Luft an die Umgebung abgegeben wird. Der Saugmund einer für die Bodenreinigung geeigneten
Saugdüse weist üblicherweise eine rechteckige Gestalt auf und erstreckt sich quer
zur Schieberichtung.
[0003] Das Sauggebläse und die Staubabscheideeinrichtung können beispielsweise an einem
Schubrohr befestigt sein, das unmittelbar mechanisch mit der Saugdüse verbunden ist
und in der Regel auch einen Teil des Strömungskanals zwischen Saugdüse und Sauggebläse
ausbildet (Stielstaubsauger). Nach einer anderen üblichen Bauform sind Sauggebläse
und die Staubabscheideeinrichtung im Gehäuse eines gesonderten Aggregateträgers angeordnet,
der mittels eines Fahrwerks über die Bodenfläche bewegt werden kann und mit dem in
die Saugdüse eingesteckten Schubrohr durch eine flexible Schlauchleitung strömungsverbunden
ist (Kansiterstaubsauger).
[0004] Beispielsweise ist ein gattungsgemäßer Staubsauger mit einer Fahrwerksanordnung aus
der Patentschrift
US 2,130,513 bekannt. Der Staubsauger umfasst ein Trägerteil in Form eines Gebläsegehäuses, welches
ein Gebläse zur Erzeugung des Saugluftstroms aufnimmt und sich über ein Fahrwerk auf
der zu reinigenden Bodenfläche abstützt. Das Gebläsegehäuse ist saugseitig mit einer
auf den Boden wirkenden Saugdüse und druckseitig mit einem Staubfilterbeutel strömungsverbunden.
Die Saugdüse ist an ein Saugdüsengehäuse angeformt, das seinerseits schwenkbar mit
dem Gebläsegehäuse verbunden ist und, in Vorschubrichtung gesehen, nach vorne von
diesem abragt. Der Staubfilterbeutel ist an einem Schubrohr aufgehängt, das bei Benutzung
des Staubsaugers schräg nach unten in Richtung des Gebläsegehäuses ragt und mit diesem
starr verbunden ist. Das freie Ende des Schubrohrs bildet einen Griff aus, an welchem
der Benutzer dieses als Stielstaubsauger ausgebildete Haushaltsgerät fasst und beim
Reinigungsvorgang über die zu säubernde Bodenfläche führt.
[0005] Das Fahrwerk besteht aus beiderseits des Trägers angeordneten Lagerplatten, die drehfest
mit dem Saugdüsengehäuse verbunden sind. Die Lagerplatten nehmen zwei Radpaare auf,
von denen eines vor der Schwenkachse von Gebläse- und Saugdüsengehäuse angeordnet
ist, während sich das zweite Radpaar hinter dieser Schwenkachse befindet. Die schmalen,
scheibenartigen Räder jedes Radpaares sind auf einer gemeinsamen, horizontal und quer
zur Verschieberichtung verlaufenden Achse angeordnet, welche die Lagerplatte durchdringt
und mit seinen nach außen auskragenden Achsenenden das jeweilige Rad drehbar aufnimmt.
Die Spurweite des vorderen Radpaares ist dabei deutlich geringer als die Spurweise
des hinteren Radpaares ausgebildet. Diese Ausbildung kann verschiedene Nachteile aufweisen.
So können die schmalen Räder dazu neigen, in nachgiebige Bodenbeläge einzusinken,
wodurch sich der Verschiebewiderstand erhöht. Durch die unterschiedliche Spurweite
muss sich darüber hinaus jedes Rad seinen eigenen Weg bahnen, was zu einer weiteren
Verschlechterung des Verschiebewiderstands führt. Außerdem kann eine derart abgestützte
Saugdüse sehr schwer zu manövrieren sein.
[0006] Eine weitere Fahrwerksanordnung für einen Staubsauger wird in der Patentanmeldung
US 2004/0093685 A1 offenbart. Der Staubsauger ist für den Außeneinsatz vorgesehen und weist ein großzügig
bemessenes Basisteil auf, welches ein Sauggebläse sowie einen den Rotor des Sauggebläses
antreibenden Verbrennungsmotors trägt. Das Sauggebläse wirkt saugseitig mit einer
davor anordneten Saugdüse zusammen, während die Abluft nach hinten aus dem Gebläsegehäuse
entweicht. Das Basisteil ist mit zwei in Schieberichtung zueinander beabstandeten,
horizontalen und parallel zueinander verlaufenden Achsen ausgestattet, welche jeweils
ein mit gleicher Spurweite angeordnetes Radpaar drehbar aufnehmen. Eine derartige
Saugvorrichtung ist bereits wegen ihrer Dimensionen für die Verwendung im Haushalt
im Allgemeinen weniger geeignet und kann insbesondere Schwierigkeiten bereiten, wenn
Möbelstücken zu unterfahren sind.
[0007] Aus der europäischen Patentanmeldung
EP 0 353 546 A1 ist ein Staubsauger bekannt, bei dem ein Anschlussstutzen für die Saugseite des Sauggebläses
um eine erste Achse schwenkbar mit dem Saugdüsengehäuse verbunden ist. Unterhalb dieser
Schwenkachse verläuft die Drehachse eines Radpaares mit relativ groß und ballig ausgeführten
Rädern, auf welchen sich der Saugstutzen abstützt. Die davor befindliche Saugdüse
ist ferner mit insgesamt vier balligen, klein bauenden Stützrollen versehen, von denen
sich jeweils eine in jeder Ecken der in Aufsicht rechteckigen Saugdüse befindet. Derartige
Fahrwerksanordnungen werden üblicherweise bei Staubsaugern verwendet, bei denen das
Sauggebläse in einem gesonderten, fahrbaren Gehäuse angeordnet ist, welches saugseitig
über einen Saugschlauch und ein teleskopierbares Saugrohr mit dem Anschlussstutzen
strömungsverbunden ist. Die Stützlast des saugdüsenseitigen Fahrwerks ist in diesem
Fall relativ gering, da es das Gewicht von Sauggebläse und Staubabscheideeinrichtung
nicht tragen muss. Beim Einsatz an einem Stielstabsauger kann eine derartige Anordnung
insbesondere bei der Reinigung nachgiebiger Bodenbeläge wegen der vergleichsweise
geringen Auflagefläche zu erhöhten Verschiebekräften führen, welche den Komfort bei
der Benutzung des Staubsaugers verringern. Eine ähnliche Fahrwerksanordnung wird in
der europäischen Patentanmeldung
EP 0 792 613 A2 beschrieben.
[0008] In der Patentanmeldung
GB 2 391 459 A wird ferner ein Stielstaubsauger offenbart, bei dem sich die Staubabscheideeinrichtung
auf einer einzigen breiten, ballig ausgeführten Stützrolle abstützen, welche einen
Teil des Strömungskanals ausbildet und das Sauggebläse aufnimmt.
Der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäßen Saugdüse und einen
gattungsgemäßen Staubsauger dahingehend zu verbessern, dass die Verschiebekraft auch
bei der Reinigung nachgiebiger Bodenbeläge gering ist und die Staubaufnahme sowie
die Handhabung des Staubsaugers auch bei komplexen Reinigungsaufgaben hohen Ansprüchen
gerecht werden.
Erfindungsgemäße Lösung
[0010] Die Bezugszeichen in sämtlichen Ansprüchen haben keine einschränkende Wirkung, sondern
sollen lediglich deren Lesbarkeit verbessern.
[0011] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch eine Saugdüse, vorzugsweise
eine Bodendüse, mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Demnach ist bei einer Saugdüse
mit zwei zueinander in Verschieberichtung beanstandete, mit Rädern versehene Drehachsen
das Saugdüsengehäuse relativ zu der Fahrwerksanordnung verlagerbar anordnet ist. Es
ist ein erreichbarer Vorteil der Erfindung, dass die Position der Saugdüse weitgehend
unabhängig von der Stellung des Schubrohrs besonders günstig eingestellt werden kann,
insbesondere beim Unterfahren von Möbelstücken, bei welchem das Schubrohr üblicherweise
besonders weit nach hinten geschwenkt wird. Die günstige Saugdüsenauflage bewirkt
dabei eine verbesserte Staubaufnahme.
[0012] Die Aufgabe wird weiterhin durch eine Saugdüse, vorzugsweise eine Bodendüse, mit
den Merkmalen des Anspruchs 3 gelöst. Demnach sind die auf jeweils einer Seite des
Trägerteils befindlichen Räder an einem gemeinsamen Radlagerbalken drehbar gelagert
sind, der seinerseits schwenkbar vom Trägerteil aufgenommen wird. Diese Ausführung
ist konstruktiv besonders einfach auszubilden und weist nur einen geringen Raumbedarf
auf. Darüber hinaus werden die vom Schubrohr übertragenen Kräfte in besonders günstiger
Weise in das Fahrwerk eingeleitet, so dass die Verschiebekräfte unabhängig von der
Position des Schubrohrs relativ gleichmäßig sind.
[0013] Schließlich wird die Aufgabe durch einen Staubsauger mit den Merkmalen des Anspruchs
14 gelöst. Der Staubsauger ist mit Vorteil ein Stilstaubsauger.
[0014] In der Regel wird die Fahrwerksanordnung insgesamt vier Räder aufweisen. Dabei verlaufen
die Drehachsen mit Vorteil im Wesentlichen horizontal, d.h. bei vorgesehenem Gebrauch
des Staubsaugers parallel zum zu reinigenden Boden. Die Doppelachse bewirkt dabei
eine planparallele Führung bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrt der Saugdüse. Grundsätzlich
ist aber auch eine Anordnung von drei oder mehr Radachsen möglich. Durch drei oder
mehr Räder ist ein kleinerer Raddurchmesser und dadurch vorteilhafterweise eine geringere
Aufbauhöhe bei vergleichbarer Flächenauflage der Räder möglich. Besonders vorteilhaft
ist die Anwendung der Erfindung bei einem Stielstaubsauger, bei welchem auch die Last
von Sauggebläse und Staubabscheideeinrichtung im Bereich des Saugdüsengehäuses über
die Fahrwerkanordnung auf die Bodenfläche abzuleiten ist.
Bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
[0015] Vorteilhafte Aus- oder Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander
eingesetzt werden können, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0016] Mit Vorteil ist die Verlagerung des Saugdüsengehäuses relativ zu der Fahrwerksanordnung
ein Verschwenken um eine Schwenkachse. Dabei verläuft die Schwenkachse mit Vorteil
im Wesentlichen horizontal, d.h. bei vorgesehenem Gebrauch des Staubsaugers parallel
zum zu reinigenden Boden. Diese Ausbildung ist durch eine Anbindung des Saugdüsengehäuses
mittels am Trägerteil schwenkbar angeordneter Gelenkhebel besonders einfach sowie
mechanisch robust und zuverlässig zu bewirken.
[0017] Mit besonderem Vorteil sind die Radlagerbalken unabhängig voneinander schwenkbar
am Trägerteil gelagert, so dass das Verschwenken eines Radlagerbalkens die Position
des anderen Radlagerbalkens nicht zwangsläufig beeinflusst. Durch diese Ausbildung
vermag das Fahrwerk Bodenunebenheiten, beispielsweise eine schräg angefahrene Teppichkante,
besonders komfortabel zu überwinden. Darüber hinaus werden unterschiedliche Winkelstellungen
des Geräts relativ zur Saugdüse kompensiert.
[0018] Vorzugsweise weist jeder Radlagerbalken nach außen auskragende Achskörper auf, auf
welche jeweils ein Rad axialfest und drehbeweglich aufgesetzt ist. Diese Ausbildung
ist konstruktiv einfach und ermöglicht eine wenig aufwendige Lagerung des Rads am
Radlagerbalken. Außerdem können die Räder bei Bedarf nach Lösen der Axialsicherung
mit geringem Aufwand ausgetauscht werden. Die zapfenförmigen Achskörper erstrecken
sich mit Vorteil weit in die zugeordneten Räder hinein, wobei an die Achskörper axial
zueinander versetzte Ringe zur Erzeugung einer linienförmigen Gleitlagerung angeformt
werden können. Alternativ kann vorgesehen werden, die Räder über Wälzlager auf den
Achskörpern zu lagern.
[0019] Ferner ist bevorzugt, dass die Radlagerbalken jeweils einen nach innen auskragenden
Achskörper aufweisen, welcher axialfest und drehbeweglich in das Trägerteil einsetzbar
ist. Die Anformung der Achskörper am Radlagerbalken ist dabei auf einfache Weise mittels
Spritzgießen herbeizuführen, wobei die Achskörper einstückig mit dem Radlagerbalken
verbunden sind. Dadurch ist diese Ausführung der Erfindung vorteilhafterweise besonders
einfach und kostengünstig herstellbar.
[0020] Mit Vorteil ist der Anschlussstutzen derart mit dem Trägerteil verbunden, dass die
Längsachse des Anschlussstutzens die Schwenkachse der Radlagerbalken zumindest näherungsweise
schneidet. Hierdurch wird eine besonders gleichmäßige Lastverteilung auf die Räder
bewirkt, so dass kein Rad infolge ungünstiger Belastung zum Einsinken in nachgiebige
Bodenbeläge neigt. Durch diese Maßnahme kann einem Einsinken bei nachgiebigem Bodenbelag
zusätzlich günstig entgegengewirkt werden und infolgedessen die erforderliche Verschiebekraft
weiter verringert werden.
[0021] Es ist ferner bevorzugt, dass die Räder ballig ausgebildet sind. In Sinne der vorliegenden
Erfindung meint "ballig", dass die Lauffläche des Rads im Querschnitt konvex gekrümmt
ist, sodass das Rad auf wenig nachgiebigen Bodenbelägen den Boden nur entlang der
Linie größten Umfangs berührt. Hierdurch kann eine nicht-lineare Verschiebung erleichtert
und damit die Manövrierbarkeit des Staubsaugers verbessert werden. Beim Bewegen auf
nachgiebigen Bodenflächen hingegen, beispielsweise auf Teppichboden, vergrößert sich
die Auflagefläche jedes Rades in Abhängigkeit von der Last erheblich, so dass das
Eindringen der Räder in den Untergrund und die dadurch bewirkte Erhöhung der Verschiebekraft
auf ein die Benutzung des Staubsaugers nicht beeinträchtigendes Maß beschränkt werden
können. Auch können die Räder hierdurch einen relativ kleinen Durchmesser aufweisen,
ohne die Auflagefläche unzulässig zu verkleinern. Durch diese Maßnahme wird das Unterfahren
von Möbeln, beispielsweise von Stühlen oder Betten, erleichtert. Darüber hinaus kann
die ballige Kontur bei nachgiebigen Bodenbelägen die Seitenbeweglichkeit der Saugdüse
verbessern.
[0022] Es ist ferner von Vorteil, wenn die jeweils an einem Radlagerbalken gelagerten Räder
spurgleich ausgerichtet sind, so dass bei der Reinigung eines nachgiebigen Untergrunds
die nachfolgenden Räder in der von den davor laufenden Rädern möglicherweise verfestigten
Spur laufen können. Der Verschiebewiderstand wird durch diese Ausbildung weiter verringert.
Die Spurbreite ist dabei vorzugsweise so bemessen, dass die Räder seitlich nicht oder
nur unwesentlich über das Saugdüsengehäuse beziehungsweise die Gleitsohle hinausragen.
[0023] Bevorzugt ist ferner, dass die äußeren Axialflächen der Räder mit elastischen Schutzkappen
versehen sind, so dass ein seitlicher Kontakt der Rollen empfindliche Oberflächen
an Möbeln nicht beschädigt. Mit besonderem Vorteil ist das Zentrum der dünnwandigen
Schutzkappen dabei nach außen vorgewölbt ausgebildet, so dass es bei einem Kontakt
mit Möbelstücken nach innen einfedern kann.
[0024] Der bevorzugte Raddurchmesser ist, insbesondere bei Saugdüse mit zwei Radachsen,
größer als 20 mm, vorzugsweise größer als 40 mm, besonders vorzugsweise größer als
50 mm. Der bevorzugte Raddurchmesser ist, insbesondere bei Saugdüse mit zwei Radachsen,
kleiner als 90 mm, vorzugsweise kleiner als 80 mm, besonders vorzugsweise kleiner
als 70 mm, z.B. ca. 60 mm. Dadurch ist vorteilhaft erreichbar, dass die Räder möglichst
wenig in einen nachgiebigen einsinken, andererseits die Räder nicht so groß sind,
dass sie das Unterfahren von Möbelstücken behindern. Bei mehr als zwei Radachsen,
z.B. 3 Radachsen, sind auch kleinere Raddurchmesser vorteilhaft, wie sich dadurch
eine geringere Aufbauhöhe erreichen lässt. Die Laufflächen benachbarter, in Verschieberichtung
beabstandeter Räder liegen vorzugsweise weniger als 40 mm auseinander, besonders vorzugsweise
weniger als 20 mm, besonders vorzugsweise weniger als 10 mm. Sie liegen vorzugsweise
mehr als 1 mm auseinander, vorzugsweise mehr als 3 mm, z.B. 5 mm. Dies erlaubt einerseits
eine kompakte Bauweise, andererseits verhindert es, dass sich größere Schmutzpartikel
zwischen den Rädern verkeilen und die Räder dadurch blockieren.
[0025] Der erfindungsgemäße Staubsauger ermöglicht auch bei der Reinigung nachgiebiger Bodenbeläge
eine vorteilhaft geringe Verschiebekraft. Gleichzeitig können sowohl die Staubaufnahme
als auch die Handhabung des Staubsaugers selbst bei komplexen Reinigungsaufgaben hohen
Ansprüchen gerecht werden.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0026] Die Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
mit weiteren Einzelheiten näher erläutert.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine seitliche Ansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Staubsaugers;
- Fig. 2:
- Fahrwerk und Saugdüse des Staubsaugers nach Fig. 1 in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 3:
- Fahrwerk und Saugdüse nach Fig. 2 in einer Ansicht von unten;
- Fig. 4:
- einen Schnitt durch ein Rad des erfindungsgemäßen Staubsaugers;
- Fig. 5:
- einen Längsschnitt entlang des Radlagerbalkens; Und schließlich
- Fig. 6:
- einen Querschnitt durch das Fahrwerk im Bereich der vorderen Räder.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
[0028] Alle Richtungs- und Ortsangaben beziehen sich auf eine Saugdüse, welche auf einer
horizontalen Fläche aufliegt und in Vorwärtsrichtung, also in horizontaler Richtung
entgegen der Längserstreckung eines mit der Saugdüse verbundenen Saugrohrs, bewegt
wird.
[0029] Der in Fig. 1 dargestellte und als Stielstaubsaugers ausgeführte Staubsauger 1 besteht
aus einem Trägerteil 2, einem mit diesem verbundenen Saugdüsengehäuse 3 mit einer
den Staub aufnehmenden Saugdüse 4 sowie einem Schubrohr 5. Das Schubrohr 5 trägt einerseits
als lastaufnehmendes Bauteil das Sauggebläse 6 sowie den druckseitig mit diesem strömungsverbundenen
Staubabscheidebeutel 7 und ist endseitig mit einem Griff 8 ausgestattet. Es ist um
seine Längsachse 9 drehbar mit dem Trägerteil 2 verbunden. Andererseits bildet der
untere Bereich des Schubrohrs 5 auch den saugseitigen Strömungskanal zwischen dem
Trägerteil 2 und dem Sauggebläse 6 aus.
[0030] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist das Trägerteil 2 ringförmig und mit einer horizontalen,
in Verschieberichtung verlaufenden Längsachse ausgebildet. Stromabwärts bildet es
einen gelenkigen Anschlussstutzen 10 zum Einstecken des Schubrohres 5 aus. Stromaufwärts
ist der Strömungskanal als flexibler Balgen 11 ausgebildet, der in das Saugdüsengehäuse
3 einmündet. Das Saugdüsengehäuse 3 ist über Gelenkhebel 12 schwenkbar mit dem Trägerteil
3 verbunden. Die vorderen Schwenkachsen 13 und die hinteren Schwenkachsen 13' der
Gelenkhebel 12 verlaufen dabei horizontal und zueinander parallel, aber in Verschieberichtung
beabstandet, wie aus Fig. 3 ersichtlich.
[0031] Der Staubsauger 1 weist ferner eine Fahrwerksanordnung 14 mit zwei vorderen Rädern
15 und zwei hinteren Rädern 15' auf. Alle Räder 15, 15' sind um horizontale, quer
zur Verschieberichtung zueinander parallel verlaufende Drehachsen 16, 16' drehbar,
wobei jeweils eines der Räder 15 beziehungsweise der Räder 15' auf der linken Seite
und das andere auf der rechten Seite des Trägerteils angeordnet ist.
[0032] Die jeweils einer Seite zugeordneten Räder 15, 15' sind auf einem Radlagerbalken
17 angeordnet und laufen in einer gemeinsamen Spur. Jeder Radlagerbalken 17 weist
nach außen auskragende Achskörper 18 auf, auf welche die Räder 15, 15' axialfest und
drehbeweglich aufgesetzt sind. Die Räder 15, 15' können dabei durch Gleit- oder Wälzlager
auf den Achskörpern 18 gelagert werden.
[0033] Die Radlagerbalken 17 sind ferner jeweils mit einem nach innen auskragenden Achskörper
19 versehen, mittels dessen sie unabhängig voneinander um eine gemeinsame Schwenkachse
20 axialfest und drehbeweglich am Trägerteil 3 gelagert sind. Die Schwenkachse 20
verläuft zwischen den Drehachsen 16, 16' der Räder 15, 15' und ist im Ausführungsbeispiel
derart in Richtung der vorderen Drehachse 16 versetzt, dass sie die Längsachse 9 des
Schubrohrs 5 näherungsweise schneidet. Die hintere Schwenkachse 13' der Gelenkhebel
12 verläuft nahe der Schwenkachse 20 in Richtung der vorderen Drehachse 16 der Räder
15 versetzt, während die vordere Schwenkachse 13 der Gelenkhebel 12 weit davor verläuft.
[0034] Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind die Räder 15, 15' ballig ausgeführt. Der axial innere
sowie der axial äußere Durchmesser jedes Rades ist somit geringer als der axial mittige
Durchmesser. Axial außen sind elastisch verformbare, dünnwandige Schutzkappen 21 auf
die Räder 15, 15' aufgesetzt, welche beim Anstoßen an Möbel eine Beschädigung derselben
verhindern sollen. Insgesamt ist ein Raddurchmesser nicht unter 20-25 mm bevorzugt.
Die bevorzugte Obergrenze des Raddurchmessers wird durch die Höhe von Saugdüsengehäuse
3 und Trägerteil 2 bestimmt, über welche die Räder 15, 15' nicht herausragen sollten,
um das Unterfahren von Möbeln nicht zu behindern. Ein Durchmesser von 60 mm hat sich
in der Praxis bereits als günstig erwiesen. Der radiale Abstand zwischen den Laufflächen
der Räder 15, 15' kann relativ eng gewählt werden, wobei ein Mindestabstand zur Vermeidung
des Einklemmens von Schmutzpartikeln vorzusehen ist. Im Ausführungsbeispiel sind bilden
die Räder 15, 15' mit den zugeordneten Schutzkappen 21 eine nahezu kugelförmige Gestalt
aus.
[0035] Trägerteil 2, Saugdüsengehäuse 3, Räder 15, 15' sowie die Radlagerbalken 17 sind
mit Vorteil aus einem vergleichsweise steifen Kunststoff spritzgegossen und können
somit eine relativ komplexe Gestalt annehmen. Die Räder 15, 15' können dabei im Bereich
der Lauffläche mit einen weichen Belag versehen werden. Für die gleichfalls spritzgegossenen
Schutzkappen 21 wird vorzugsweise ein elastisches Kunststoffmaterial gewählt, wobei
die Schutzkappen 21 und/oder der weiche Belag auch einstückig an die Räder 15, 15'
angeformt werden können.
[0036] Der erfindungsgemäße Staubsauger ermöglicht auch bei der Reinigung nachgiebiger Bodenbeläge
eine vorteilhaft geringe Verschiebekraft. Gleichzeitig können sowohl die Staubaufnahme
als auch die Handhabung des Staubsaugers selbst bei komplexen Reinigungsaufgaben hohen
Ansprüchen gerecht werden. Insbesondere bewirkt die günstige Saugdüsenauflage eine
verbesserte Staubaufnahme. Dadurch, dass die Radlagerbalken 17 dabei unabhängig voneinander
schwenkbar am Trägerteil 2 gelagert sind, vermag das Fahrwerk Bodenunebenheiten, beispielsweise
eine schräg angefahrene Teppichkante, besonders komfortabel zu überwinden.
[0037] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
Bezugszeichen
[0038]
- 1
- Staubsauger
- 2
- Trägerteil
- 3
- Saugdüsengehäuse
- 4
- Saugdüse
- 5
- Schubrohr
- 6
- Sauggebläse
- 7
- Staubabscheidebeutel
- 8
- Griff
- 9
- Längsachse (des Schubrohrs)
- 10
- Anschlussstutzen
- 11
- Balgen
- 12
- Gelenkhebel
- 13
- Schwenkachse (vorne)
- 13'
- Schwenkachse (hinten)
- 14
- Fahrwerksanordnung
- 15
- Rad (vorne)
- 15'
- Rad (hinten)
- 16
- Drehachse (vorne)
- 16'
- Drehachse (hinten)
- 17
- Radlagerbalken
- 18
- Achskörper
- 19
- Achskörper
- 20
- Schwenkachse
- 21
- Schutzkappe
1. Saugdüse für einen Staubsauger (1) mit einem Trägerteil (2), welches einerseits mit
einem Saugdüsengehäuse (3) und andererseits mit einem Anschlussstutzen (10) für ein
Schubrohr (5) des Staubsaugers (1) verbunden ist, sowie mit einer Fahrwerksanordnung
(14), welche mindestens zwei zueinander in Verschieberichtung beanstandete, mit Rädern
(15, 15') versehene Drehachsen (16, 16') aufweist und schwenkbar am Trägerteil (2)
gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugdüsengehäuse (3) relativ zu der Fahrwerksanordnung (14) verlagerbar angeordnet
ist.
2. Saugdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verlagern des Saugdüsengehäuses (3) relativ zu der Fahrwerksanordnung (14) ein
Verschwenken um eine Schwenkachse (20) ist.
3. Saugdüse für einen Staubsauger (1) mit einem Trägerteil (2), welches einerseits mit
einem Saugdüsengehäuse (3) und andererseits mit einem Anschlussstutzen (10) für ein
Schubrohr (5) des Staubsaugers (1) verbunden ist, sowie mit einer Fahrwerksanordnung
(14), welche mindestens zwei zueinander in Verschieberichtung beanstandete, mit Rädern
(15, 15') versehene Drehachsen (16, 16') aufweist und schwenkbar am Trägerteil (2)
gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die auf jeweils einer Seite des Trägerteils (2) befindlichen Räder (15, 15') an einem
gemeinsamen Radlagerbalken (17) drehbar gelagert sind, der seinerseits schwenkbar
vom Trägerteil (2) aufgenommen wird.
4. Saugdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Radlagerbalken (17) unabhängig voneinander schwenkbar am Trägerteil (2) gelagert
sind.
5. Saugdüse nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Radlagerbalken (17) nach außen auskragende Achskörper (18) aufweist, auf welche
jeweils ein Rad (15, 15') axialfest und drehbeweglich aufgesetzt ist.
6. Saugdüse nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Radlagerbalken (17) jeweils einen nach innen auskragenden Achskörper (19) aufweisen,
welcher axialfest und drehbeweglich in das Trägerteil (2) einsetzbar ist.
7. Saugdüse nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse (9) des Anschlusstutzens (10) die Schwenkachse (20) der Radlagerbalken
(17) zumindest näherungsweise schneidet.
8. Saugdüse nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugdüsengehäuse (3) relativ zu der Fahrwerksanordnung (14) verlagerbar anordnet
ist.
9. Saugdüse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerung des Saugdüsengehäuses (3) relativ zu der Fahrwerksanordnung (14)
ein Verschwenken um eine Schwenkachse (20) ist.
10. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Räder (15, 15') ballig ausgebildet sind.
11. Staubsauger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils an einem Radlagerbalken (17) gelagerten Räder (15, 15') spurgleich ausgerichtet
sind.
12. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Axialflächen der Räder (15, 15') mit elastischen Schutzkappen (21) versehen
sind.
13. Saugdüse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrum der Schutzkappen (21) nach außen vorgewölbt ausgebildet ist.
14. Staubsauger mit einer Saugdüse nach einem der vorangehenden Ansprüche.