[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Auftrag mindestens
eines viskosen oder fluiden Mediums auf ein Substrat. Unter "viskose Medien" sind
flüssige Medien, wie beispielsweise Farben, Lacke und insbesondere Klebstoffe gemeint.
Unter "fluiden Medien" sollen nichtflüssige, jedoch über eine Auftragsdüse abgebbare
Stoffe gemeint sein, insbesondere fließfähige Feststoffe wie beispielsweise Magnet-
oder Nanopartikel.
[0002] Ist es bei der Herstellung von Produkten erforderlich, als Flächengebilde vorliegende
Substrate mit Klebstoff zu beaufschlagen, so ist es bekannt, diese Substrate an Auftragsdüsen
vorbeizuführen und über diese den Klebstoff in der gewünschten Form, beispielsweise
als Flächenauftrag, Raupenauftrag oder als Punktauftrag aufzubringen. Hierzu wird
der Klebstoff regelmäßig unter vorgewähltem Druck und vorgewählter Temperatur über
ein Ventil einer Auftragsdüse zugeführt. Dieses Ventil ist meist elektrisch oder elektropneumatisch
antreibbar ausgebildet und wird auch als "Auftragsventil" bezeichnet.
[0003] Um auch bei den immer höher werdenden Produktionsgeschwindigkeiten, die auch eine
immer größere Relativgeschwindigkeit zwischen dem Substrat und der Auftragsdüse bedingen,
Klebstoffauftrag beispielsweise in kurz unterbrochenen Auftragslinien aufbringen zu
können, ist es erforderlich, die Taktfrequenz, mit welcher die Ventile den Zulauf
zur Auftragsdüse öffnen und schließen, zu erhöhen.
[0004] Die maximal erreichbare Taktfrequenz der Ventile ist jedoch systembedingt limitiert.
Bei elektrisch angetriebenen Ventilen, die zwecks Betätigung regelmäßig einen Elektromagneten
umfassen, muss zu einer Erhöhung der Taktfrequenz die der Spule des Elektromagneten
bei jedem Takt zugeführte Leistung erhöht werden. Diese Leistung ist jedoch - abhängig
von der Auslegung und Größe der Spule - limitiert, da die mit wachsender Leistung
ansteigende Verlustleistung zu einer Erwärmung der Spule führt, die im Extremfall
eine Zerstörung der Spule zur Folge haben kann. Ferner kann auch eine nur geringere
Erwärmung der Spule zu einer unerwünschten Temperaturerhöhung des aufzutragenden Mediums
führen, wodurch es durch Zersetzung unbrauchbar oder auch - im Falle eines Klebstoffs
- durch ein vorzeitiges Aushärten die Auftragsdüse verstopft werden könnte.
[0005] Die maximal erreichbare Taktfrequenz ist jedoch auch regelmäßig durch das Medium
selbst nach oben limitiert. Denn bei einer Vielzahl von an sich bekannten Auftragsventilen
wird der Anker, an den die die Auftragsdüse öffnende und schließende Düsennadel angekoppelt
ist, von dem aufzutragenden Medium umgeben. Mit steigender Viskosität und Viskoelastizität
bzw. nachlassender Fließfähigkeit setzt das Medium daher der Bewegung des Ankers einen
zunehmenden Widerstand entgegen, so dass sich die maximal erreichbare Taktfrequenz
reduziert. Gerade bei Medien wie hochviskosen Klebstoffen kann daher eine gewünscht
schnelle Punktfolge in Auftragslinien nicht erreicht werden.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zu schaffen, mit welcher viskoses oder fluides Medium unter anderem mit einer höheren
Taktfrequenz abgegeben werden kann.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht das erfindungsgemäße Verfahren vor, dass das mindestens
eine viskose Medium über mindestens eine erste und eine zweite Zuführung einer gemeinsamen
Auftragsdüse zugeführt wird. Aufgrund dieser Maßnahme kann die Taktfrequenz beispielsweise
verdoppelt werden, wenn synchronisiert abwechselnd über die erste und die zweite Zuführung
das über die Auftragsdüse abzugebende Medium mit der jeweils technologisch bedingten
maximalen Taktfrequenz der Auftragsdüse zugeführt wird. Hierdurch kann - bei ansonsten
gleichbleibenden Bedingungen - die Produktionsgeschwindigkeit zumindest nahezu verdoppelt
werden. Oder es ist, beispielsweise bei Nichterhöhung der Produktionsgeschwindigkeit,
möglich, noch feiner unterbrochene Auftragslinien an das Substrat abzugeben.
[0008] Bei der vorstehend beschriebenen Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens, die die
abwechselnde Zufuhr des fluiden Mediums über die Zuführungen der Auftragsdüse vorsieht,
werden die beiden Zuführungen regelmäßig mit dem gleichen Medium beaufschlagt.
[0009] Wenn jedoch - wie eine weitere bevorzugte Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vorsieht - das mindestens eine viskose oder fluide Medium zumindest teilweise zeitgleich
über die Zuführungen der Auftragsdüse zugeführt wird, so können die Zuführungen mit
verschiedenen Medien beaufschlagt und somit über die Auftragsdüse eine teilweise oder
vollständige Mischung der unterschiedlichen Medien auch in einer intermittierten Auftragslinie
abgegeben werden. Als Medienpaarungen seien beispielhaft insbesondere genannt:
- 1. Medien unterschiedlicher chemischer Funktionalität, beispielsweise strahlenhärtender
UV-Klebstoff und Heißkleber. Diese Medienpaarung kann beispielsweise zum Einsatz kommen,
wenn zunächst eine Fixierung miteinander stoffschlüssig zu verbindender Teile und
anschließende Intensivierung der Verbindung durch Aushärtung des UV-Klebstoffs durch
geeignete Bestrahlung erfolgen soll.
- 2. Unterschiedliche Trocknungsmechanismen, beispielsweise Dispersionsklebstoff und
Heißklebstoff.
- 3. Binder und Härterkomponente von zwei Komponentenklebstoffen.
- 4. Klebstoffe mit unterschiedlichen Hafteigenschaften, beispielsweise einer stark
haftend, der andere leicht ablösbar.
- 5. Reaktives Klebstoffsystem und physikalisch abbindendes System.
- 6. Nachträglich aktivierbarer Klebstoff (z. B. Remoist - durch Befeuchtung aktivierbar)
und sofort aktiver Klebstoff.
- 7. Zufuhr eines Klebstoffs über eine Zuführung, der zum Beispiel einen Sicherheitscode
( z. B. Securotag oder DNA-Stränge) oder andere Stoffe, die als Sicherheitsmerkmal
dienen können, und Zufuhr eines Klebstoffs, der diesen Sicherheitscode oder diese
Stoffe nicht enthält, über eine andere Zuführung. Aufgrund dieser Maßnahme müssen
Sicherheitscodes oder Sicherheitskennzeichnungen nicht überall beigemischt werden,
wodurch Kosten reduziert werden können, es jedoch weiterhin sichergestellt ist, dass
in jedem Klebstoffauftrag ein Sicherheitscode oder Sicherheitsstoff enthalten ist.
- 8. Einbringen einer weiteren aktiven Komponente in geringen Mengen, beispielsweise
eines fluiden Mediums wie beispielsweise Magnet- oder Nanopartikel. Durch eine geeignete
Taktung der Einbringung dieser Komponente kann eine Codierung erfolgen.
[0010] Auch ist es möglich, die ersten und zweiten Zuführungen mit demselben Heißklebstoff,
jedoch auf unterschiedliche Temperaturen aufgeheizt zu beaufschlagen.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf genau zwei Zuführungen, mit denen viskose
oder fluide Medien einer gemeinsamen Auftragsdüse zugeführt werden, beschränkt, sondern
erstreckt sich auch auf eine Mehrzahl von Zuführungen, über die Medien der gemeinsamen
Auftragsdüse zugeführt werden.
[0012] Ferner ist es auch möglich, das Medium oder die Medien abwechselnd der gemeinsamen
Auftragsdüse zuzuführen, wobei jedoch die Zeiträume der Zuführung gezielt differieren,
beispielsweise um unterschiedliche Oberflächeneigenschaften zu erzielen.
[0013] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Auftragen mindestens eines viskosen oder fluiden
Mediums auf ein Substrat umfasst einen Düsenkörper mit mindestens einem Düsenkanal,
ein erstes Ventil, mit welchem das viskose oder fluide Medium intermittierend an den
Düsenkanal abgebbar ist, und mindestens ein zweites Ventil, mit welchem viskoses oder
fluides Medium intermittierend an denselben Düsenkanal abgebbar ist.
[0014] Wie zuvor bereits ausführlich beschrieben, kann durch den synchronisiert abwechselnd
getakteten Betrieb der ersten und zweiten Ventile die Frequenz, mit welcher ein Medium
intermittierend aufgetragen wird, und somit im Bedarfsfalle die Produktionsgeschwindigkeit
erhöht werden. Oder es ist möglich, durch geeignete Taktung der ersten und zweiten
Ventile unterschiedliche Medien dem Düsenkanal derart zuzuführen, dass - falls gewünscht
- auch eine teilweise oder vollständige Vermischung oder zumindest Überlagerung dieser
beiden Medien beim Auftrag auf das Substrat erfolgt.
[0015] Das erste und das zweite Ventil können V-förmig zueinander um einen Neigungswinkel
geneigt angeordnet sein. Befindet sich der Düsenkanal dann etwa im Bereich des Schnittpunkts
der beiden Schenkel des V, so können die räumlichen Abmessungen der Vorrichtung im
Bereich kurz oberhalb des Substrats minimiert werden, was deren Einbau in Produktionseinrichtungen
erleichtert.
[0016] Es können auch weitere, beispielsweise ein drittes und viertes Ventil vorgesehen
sein, mit welchem viskose oder fluide Medien intermittierend an den Düsenkanal abgebbar
sind. Hierdurch kann im Bedarfsfall die Taktfrequenz, mit welcher das Medium aus dem
Düsenkanal abgegeben wird, und die Vorrichtung nicht auf die Abgabe der Komponenten
eines Zwei-Komponentensystems beschränkt.
[0017] Bei einer vier Ventile umfassenden, erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es insbesondere
aus Gründen der Montierbarkeit bevorzugt, wenn das dritte und vierte Ventil ebenfalls
V-förmig zueinander um einen Neigungswinkel geneigt angeordnet sind, derart, dass
die Ebene dieser V-förmigen Anordnung senkrecht zur Ebene der V-förmigen Anordnung
des ersten und zweiten Ventils verläuft.
[0018] Die Ventile können grundsätzlich hinsichtlich ihres Antriebs in beliebiger Weise
ausgebildet sein. Insbesondere finden bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung jedoch
elektrisch betriebene Ventile, beispielsweise solche, bei welchen die Betätigung der
für das Öffnen und Schließen des Ventils bewirkenden Düsennadel elektromagnetisch
erfolgt, Verwendung, da mit diesen höhere Taktfrequenzen als beispielsweise mit elektro-pneumatisch
angetriebenen Ventilen erreichbar sind.
[0019] Jedes Ventil kann mit einer eigenen Versorgungseinrichtung zur Zufuhr von viskosen
oder fluiden Medien verbunden sein. Die Vorrichtung ist dann hinsichtlich ihrer Verwendung
auch für Mehrkomponenten-Auftragssysteme besonders variabel einsetzbar.
[0020] Ferner sind vorzugsweise Temperiermittel vorgesehen, mit denen die viskosen oder
fluiden Medien individuell temperierbar sind, um so beispielsweise verschiedene Komponenten
mit der optimalen Temperatur oder ein und demselben Heißleim bewusst mit einem Temperaturgradienten
oder temperaturgeschichtet auftragen zu können.
[0021] Ferner umfasst die Vorrichtung vorzugsweise eine Steuer/Regeleinrichtung, mittels
welcher die Ventile und ihnen zugeordnete Fördereinrichtungen zur Zufuhr der viskosen
oder fluiden Medien gesteuert oder geregelt werden.
[0022] Die Vorrichtung ist grundsätzlich vorteilhaft bei jeder Anwendung einsetzbar, bei
welcher viskose oder fluide Medien in Spuren- oder Flächenmustern auf ein Substrat
aufgetragen werden müssen. Beispielhaft seien hier genannt:
- Schnelle Abpackprozesse, bei denen ein Produkt in eine Folie oder einen Verpackungszuschnitt
eingepackt und die Verpackung mit Klebstoff verschlossen wird;
- Faltschachtelklebemaschinen, bei denen auf einem Faltschachtelzuschnitt zum Beispiel
durch eine Längsklebung eine Faltschachtel hergestellt wird.
[0023] Ganz besonders bevorzugt ist jedoch die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
und die Verwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Auftrag von Leim bei der
Zigarettenherstellung oder der Tabakrauch-Filterherstellung, da die Zigaretten- oder
Filterherstellungsmaschinen erreichbaren Produktionsgeschwindigkeiten wesentlich durch
die maximal erreichbare Klebstoff-Auftragstaktung begrenzt ist. Dieser Verwendung
kommt eigenständige erfinderische Bedeutung zu.
[0024] Die Erfindung soll nun anhand der beigefügten Zeichnungen weiter erläutert werden.
Es zeigen:
- Fig. 1
- - schematisch und ausschnittsweise - ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung in einer Seitenansicht (Ansicht I in Fig. 2).
- Fig. 2
- dasselbe Ausführungsbeispiel von oben (Ansicht II in Fig. 1) sowie
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel in einer Fig. 2 entsprechenden Ansicht.
[0025] Das in der Zeichnung als Ganzes mit 100 bezeichnete erste Ausführungsbeispiel der
Vorrichtung zum Auftragen mindestens eines viskosen oder fluiden Mediums auf ein Substrat
1 umfasst einen Düsenkörper 2, welcher einen gestrichelt dargestellten Düsenkanal
3 aufweist, dessen freies, dem Substrat 1 zugewandtes Ende eine Auftragsdüse 4 bildet.
[0026] An dem Düsenkörper 2 angebracht sind ein erstes Auftragsventil 5 und ein zweites
Auftragsventil 6, die als herkömmliche, elektromagnetisch betätigbare Auftragsventile
ausgebildet sind und mit welchen zugeführte, viskose oder fluide Medien intermittierend
an eine erste Zuführung 7 und an eine zweite Zuführung 8, die beide in den Düsenkanal
3 münden, abgebbar sind. Die ersten und zweiten Auftragsventile 5, 6 werden mit einer
in der Zeichnung nicht dargestellten Steuer/Regeleinrichtung intermittierend und zeitlich
synchronisiert betrieben, so dass mit Hilfe der Vorrichtung 100 auf das in Vorlaufrichtung
V an der Auftragsdüse 4 vorbei transportierte Substrat 1 eine unterbrochene Auftragslinie
9 aufgebracht wird.
[0027] Die ersten und zweiten Auftragsventile 5, 6, die Temperiermittel zum Temperieren
der aufzutragenden Medien umfassen, sind V-förmig zueinander um einen Neigungswinkel
ϕ geneigt angeordnet.
[0028] Das in Fig. 3 dargestellte, zweite Ausführungsbeispiel 200 der erfindungsgemäßen
Vorrichtung unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel 100 darin, dass ein drittes
Auftragsventil 10 und ein viertes Auftragsventil 11 zusätzlich vorgesehen sind. Auch
diese Auftragsventile sind in einem entsprechend großen Neigungswinkel geneigt V-förmig
zueinander angeordnet wie die ersten und zweiten Auftragsventile 5, 6, derart, dass
die Ebene E2 senkrecht zur Ebene E1 der V-förmigen Anordnung des ersten und zweiten
Ventils 5, 6 verläuft.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 100, 200
- Ausführungsbeispiele
- 1
- Substrat
- 2
- Düsenkörper
- 3
- Düsenkanal
- 4
- Auftragsdüse
- 5
- erstes Auftragsventil
- 6
- zweites Auftragsventil
- 7
- erste Zuführung
- 8
- zweite Zuführung
- 9
- Auftragslinie
- 10
- drittes Auftragsventil
- 11
- viertes Auftragsventil
- E1
- Ebene
- E2
- Ebene
- ϕ
- Neigungswinkel
1. Verfahren zum Auftrag mindestens eines viskosen oder fluiden Mediums auf ein Substrat
1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine viskose Medium über mindestens eine erste und eine zweite Zuführung
(7, 8) einer gemeinsamen Auftragsdüse (4) zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine viskose oder fluide Medium abwechselnd über die Zuführungen (7,
8) der Auftragsdüse (4) zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine viskose oder fluide Medium zumindest teilweise zeitgleich über
die Zuführungen (7, 8) der Auftragsdüse zugeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein einziges viskoses Medium über die Zuführungen (7, 8) der gemeinsamen Auftragsdüse
(4) zugeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche viskose Medien über die Zuführungen (7, 8) der gemeinsamen Auftragsdüse
(4) zugeführt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über zumindest eine der Zuführungen (7, 8) eine fluide Komponente zumindest teilweise
zeitgleich mit einem über die andere Zuführung (7, 8) der Auftragsdüse (4) zugeführten
viskosen Medium der Auftragsdüse (4) zugeführt wird.
7. Vorrichtung (100, 200) zum Auftragen mindestens eines viskosen oder fluiden Mediums
auf ein Substrat (1),
mit einem Düsenkörper (2) mit mindestens einem Düsenkanal (3),
und mit einem ersten Ventil (5), mit welchem das viskose oder fluide Medium intermittierend
an den Düsenkanal (3) abgebbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein zweites Ventil (6) vorgesehen ist, mit welchem viskoses oder fluides
Medium intermittierend an diesen Düsenkanal (3) abgebbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Ventil (5, 6) V-förmig zueinander um einen Neigungswinkel
(ϕ) geneigt angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein drittes und viertes Ventil (10, 11) vorgesehen sind, mit welchen mindestens ein
viskoses oder fluides Medium intermittierend an diesen Düsenkanal (3) abgebbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte und vierte Ventil (10, 11) ebenfalls V-förmig zueinander um einen Neigungswinkel
(ϕ) geneigt zueinander angeordnet sind, derart, dass die Ebene (E2) dieser V-förmigen
Anordnung senkrecht zur Ebene (E1) der V-förmigen Anordnung des ersten und zweiten
Ventils (5, 6) verläuft.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile (5, 6, 10, 11 ) elektrisch betätigbar ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Ventil (5, 6, 10, 11 ) mit einer eigenen Versorgungseinrichtung zur Zufuhr
von viskosen oder fluiden Medien verbunden ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Temperiermittel vorgesehen sind, mit denen die viskosen oder fluiden Medien individuell
temperierbar sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer/Regeleinrichtung vorgesehen ist, mittels welcher die Ventile und ihnen
zugeordnete Fördereinrichtungen zur Zufuhr der viskosen oder fluiden Medien gesteuert
oder geregelt werden.
15. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14 zum Auftrag von Leim
bei der Zigarettenherstellung oder Tabakrauch-Filterherstellung.