[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
Spülen von Kunststoffbehältnissen. Im Bereich der getränkeherstellenden Industrie
sind diverse Verfahren bekannt, welche dazu dienen, um Kunststoffbehältnisse zu reinigen
und insbesondere zu spülen. Dabei besitzen insbesondere Kunststoff- also beispielsweise
PET-Flaschen, Kunststofffolien oder Kunststoffverschlüsse die Eigenart, dass sie sich
durch Reibung elektrostatisch aufladen. Diese Aufladung führt dazu, dass Staubpartikel
aber auch etwa Styropor oder Kartonagenreste von den Flaschen, Kunststoffverschlüssen
usw. angezogen werden und haften bleiben. Diese Partikel lassen sich selbst durch
leichtes Schütteln und/oder Abblasen mit unbehandelter Luft nicht entfernen.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind daher Verfahren bekannt, bei denen diese Kunststoffbehältnisse
mit ionisierter Luft beaufschlagt werden, um diese Aufladung zu kompensieren um auf
diese Weise Partikel leichter von den Kunststoffbehältnissen entfernen zu können.
So ist es beispielsweise möglich, dass von einem Kompressor erzeugte Luft über einen
Sterilluftfilter einem Rinser über einen Ventilknoten zugeführt wird und anschließend
einem Mediendrehverteiler und einem Medienkanal einer entsprechenden Spüldüse. Anschließend
kann die Luft über einen Klammerträger zu den Ionisationseinheiten gelangen. Diese
Vorgehensweise erlaubt jedoch kein Spülen der Flaschen mit Flüssigkeiten und ionisierter
Luft, da es bei Kontakt der Flüssigkeit mit den Ionisationseinheiten zu Kurzschlüssen
in der Elektronik kommen kann. Die Spüleinheit selbst ist auf diese Weise auch weder
außen noch innen mit Flüssigkeiten reinigbar.
[0003] Aus der
US 6,209,705 B1 ist ein Behältnistransportsystem bekannt. Dabei weist das Behältnistransportsystem
eine erste Station auf, welche ionisiertes Gas in die Behältnisse einführt sowie eine
zweite Station, welche Verschmutzungen aus den Behältnissen abzieht. Die ionisierte
Luft wird dabei erst in den Düsen selbst erzeugt.
[0004] Die
EP 0 895 816 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Behandeln oder Reinigen von röhrenförmigen Körpern.
Dabei ist eine zentrale Luftionisierungseinheit vorgesehen, welche ionisierte Luft
über eine Leitung zu einer Vielzahl von Düsen fördert. Genauer werden von dieser Vorrichtung
Kunststoffvorformlinge behandelt.
[0005] Aus der
DE 102 58 208 A1 ist eine Vorrichtung zum Reinigen von Flaschen bekannt. Auch hier wird Luft aus einem
ionisierten Zustand in Luft in einen neutralen Zustand umgewandelt und durch Ionisierung
neutralisierte Luft in die Flaschen eingeblasen.
[0006] Aus der
DE 101 40 906 A1 sind ebenfalls ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ausblasen von Vorformlingen
aus Kunststoff bekannt. Dabei werden die rohen Vorformlinge mit einem offenen und
einem geschlossenen Ende mittels ionisierter Luft ausgeblasen, wobei die ionisierte
Luft in der Nähe des geschlossenen Endes in das Innere der Vorformlinge geleitet wird
um auf diese Weise einen günstigen Spüleffekt zu erreichen.
[0007] Bei derartigen aus dem Stand der Technik bekannten Ionisationseinheiten durchströmt
die ankommende Luft die Ionisationsdüse und diese besitzt in ihrem Mittelpunkt eine
spitz zulaufende Metallnadel und einen Außenring, der auf die Erdung der Maschine
gelegt wird. Die Luft wird nun aufgrund der hohen Spannung, die beispielsweise zwischen
3 und 4 kV liegen kann und hier durch einen Trafo erzeugt wird, ionisiert. Auf diese
Weise wird die Leitfähigkeit der Luft erhöht. PET-Flaschen werden aufgrund ihres Herstellungsverfahrens,
d.h. eines Blasvorgangs der PET-Flaschen und auch des Transports wie beispielsweise
eines Lufttransporteurs elektrostatisch aufgeladen. Diese Aufladung fließt aufgrund
der Leitfähigkeit, die durch die Ionisierung der Luft erzeugt wird, ab.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und
ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, welche eine derartige Reinigung oder auch
Ionisation der Behältnisse vereinfachen. Dies wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände
der unabhängigen Ansprüche erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Spülen von Kunststoffbehältnissen weist eine
Transporteinrichtung auf, welche die Kunststoffbehältnisse entlang eines vorgegebenen
Transportpfades transportiert sowie eine Vielzahl von Eindüseinrichtungen, welche
einen Innenraum der Kunststoffbehältnisse mit einem gasförmigen Medium beaufschlagen
und welche zumindest abschnittsweise mit den Kunststoffbehältissen beweglich ausgeführt
sind. Weiterhin weist die Vorrichtung ein Reservoir für das gasförmige Medium und
wenigstens eine Verbindungsleitung auf, über welche das Reservoir in Strömungsverbindung
mit den Eindüseinrichtungen steht.
[0010] Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung eine Ionisiereinheit auf, welche zwischen dem
Reservoir und den Eindüseinrichtungen angeordnet ist, und welche zentral das zu den
Eindüseinrichtungen gelangende gasförmige Medium ionisiert.
[0011] Unter einem Reservoir wird jegliche Einrichtung verstanden, in der die besagte Luft
gespeichert werden kann. Auch kann es sich bei diesem Reservoir um einen Kompressor
handeln, der unter Druck stehendes gasförmiges Medium zur Verfügung stellt. Im Gegensatz
zum Stand der Technik wird also vorgeschlagen, dass eine zentrale Ionisiereinheit
vorgesehen ist, welche die einzelnen beweglichen Düsen versorgt. Durch die Bewegung
der Düsen mit den Behältnissen kann eine längere und effiziente Ausblasung des Innenraums
der Behältnisse erreicht werden. So wäre es beispielsweise möglich, dass sowohl die
Düsen als auch die Greifelemente, welche die Behältnisse führen an einem gleichen
Träger wie beispielsweise an einem Trägerrad angeordnet sind. Bevorzugt handelt es
sich daher bei der Transporteinrichtung um ein Transportrad. Bevorzugt ist die Bewegung
der Eindüseinrichtungen wenigstens abschnittsweise und besonders bevorzugt während
des gesamten Spülvorgangs an die Bewegung der Behältnisse gekoppelt. Vorteilhaft sind
daher die Eindüseinrichtungen ebenfalls entlang des Transportpfads der Behältnisse
beweglich angeordnet. So können die Eindüseinrichtungen an der Transporteinrichtung,
welche auch die Behältnisse transportiert, montiert bzw. angeordnet sein. Es wäre
jedoch auch möglich, dass sich die Eindüseinrichtung mit einer anderen Geschwindigkeit
und/oder in einer anderen Richtung bewegen als die Behältnisse.
[0012] So kann beispielsweise eine von einem Kompressor erzeugte Luft (die bevorzugt trocken
und ölfrei ist) über einen optionalen Sterilluftfilter dem Rinser zugeführt werden.
Diese Zuführung kann dabei vorteilhaft über einen Ventilknoten, der besonders bevorzugt
Absperreinrichtungen und Sensorik enthält, einem Mediendrehverteiler und einem Medienkanal
zugeführt werden.
[0013] Zwischen der besagten Zuführung, d.h. dem Ventilknoten und dem erwähnten Drehverteiler
kann sich bevorzugt die Ionisationseinheit befinden, welche die Luft bevorzugt kontinuierlich
(Inline) ionisiert. Anschließend kann die Luft (z.B. über den Klammerträger) zu den
Behandlungsdüsen gelangen.
[0014] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Eindüseinrichtungen gegenüber
den Behältnissen in der Längsrichtung der Behältnisse bewegbar und können so in diese
eingeführt werden. Dabei wäre es möglich, dass die Eindüseinrichtungen in der Längsrichtung
der Behältnisse bewegt werden, es wäre jedoch auch möglich, dass die Behältnisse in
ihrer Längsrichtung bewegt werden. Diese Bewegung kann dabei beispielsweise über eine
stationär angeordnete Führungskurve erreicht werden, es wäre jedoch auch möglich,
dass die einzelnen Ionisationseinheiten über Servoantriebe oder sonstige elektromotorische,
hydraulische oder pneumatische Antriebe bewegt werden.
[0015] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Ionisiereinheit stationär
ausgebildet. Damit ist bevorzugt die Ionisiereinheit selbst stationär beziehungsweise
stehend angeordnet und die Eindüseinrichtungen bewegen sich ihr gegenüber.
[0016] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Verteileinheit
und insbesondere einen Drehverteiler auf, um das gasförmige Medium ausgehend von der
Ionisiereinheit auf die Eindüseinrichtungen zu verteilen. Bevorzugt sind damit die
Eindüseinrichtungen auf einem drehbaren Träger angeordnet.
[0017] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist in einer Verbindungsleitung
zwischen dem Reservoir und der Ionisiereinheit eine erste Ventileinrichtung angeordnet.
Mittels dieser Ionisiereinheit kann eine Luftzufuhr von dem Reservoir an die lonisiereineinheit
unterbrochen werden. Dies ist günstig, um eine Reinigung der Leitungen auch mit Flüssigkeiten
zu ermöglichen, ohne dabei die Ionisiereinheit zu beschädigen.
[0018] Durch die Erfindung ist es auch möglich, dass die Behältnisse sowohl mit Flüssigkeiten
als auch mit ionisierter Luft gespült werden, da keinerlei Kontakt zwischen der Flüssigkeit
und der Ionisiereinheit eintritt. Vorteilhaft ist dabei jedoch keine Vakuumabsaugung
im Bereich der Behandlung mit Flüssigkeit vorhanden. Die Spüleinheit beziehungsweise
der Rinser ist somit außen und innen auch mit Flüssigkeiten (nass) reinigbar. Diese
Reinigung ist vorteilhaft durch eine Umgehung der Ionisiereinheit realisierbar falls
die oben erwähnte erste Ventileinrichtung vorgesehen ist.
[0019] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist in einer Verbindungsleitung
zwischen der Ionisiereinheit und den Eindüseinrichtungen eine zweite Ventileinrichtung
angeordnet. Damit kann durch Schließen dieser beiden Ventileinrichtungen die Ionisiereinheit,
insbesondere während einer Nassreinigung, abgetrennt werden.
[0020] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Verbindungsleitung
auf, welche das Reservoir unter Umgehung der Ionisiereinheit mit den Eindüseinrichtungen
verbindet. Diese Verbindungsleitung dient insbesondere zum Reinigen der einzelnen
Bestandteile der Vorrichtung unter Umgehung der Ionisiereinheit.
[0021] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Verbindungsleitung eine
erste Abzweigung und eine zweite Abzweigung auf, welche jeweils in Strömungsverbindung
mit der Ionisiereinheit bringbar sind und bevorzugt weist die Verbindungsleitung zwischen
diesen Abzweigungen eine weitere Ventileinrichtung auf. Falls diese weitere Ventileinrichtung
gesperrt wird und die oben erwähnten Ventileinrichtungen geöffnet werden, gelangt
ein Medium, wie insbesondere Luft ausschließlich über die Ionisiereinheit von dem
Reservoir zu den einzelnen Eindüseinrichtungen.
[0022] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung wenigstens
eine Erwärmeinrichtung auf, welche das gasförmige Medium erwärmt. Vorteilhaft ist
diese Wärmeinrichtung in Serie mit der Ionisiereinheit geschaltet, sodass die Luft
entweder zunächst durch die Erwärmeinheit und anschließend durch die Ionisiereinheit
gelangt oder zunächst durch die Ionisiereinheit und anschließend durch die Erwärmeinheit.
[0023] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine weitere
Spüleinrichtung auf, welche zum Spülen der Kunststoffbehältnisse mit einem flüssigen
Medium dient. Diese weitere Spüleinheit kann dabei parallel zu der Eindüsung mit Flüssigkeit
angeordnet sein, es wäre jedoch auch möglich, dass dieses flüssige Spülmedium durch
die gleichen Eindüseinrichtungen gelangt, durch welche auch das gasförmige Medium
mit der ionisierten Luft gelangen kann.
[0024] Vorteilhaft ist dabei eine Zuleitung für die Flüssigkeit vollständig getrennt von
der Ionisiereinheit sodass auf diese Weise vermieden werden kann, dass die Ionisiereinheit
selbst mit Flüssigkeit beaufschlagt wird. Die besagten Spüldüsen können dabei stationär
angeordnet sein oder sich mit den Behältnissen mit bewegen.
[0025] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Absaugeinrichtung
auf, um ein gasförmiges Medium aus den Behältnissen abzusaugen. Dabei ist es möglich,
dass die Absaugeinrichtung in die jeweiligen Eindüseinrichtungen mündet. Auch ist
es möglich, dass die Absaugeinrichtung eine zentrale Vakuumquelle aufweist, welche
das gasförmige Medium durch die einzelnen Eindüseinrichtungen beziehungsweise generell
aus den Behältnissen absaugt. Dabei kann das Vakuum ebenfalls über einen Drehverteiler
abgezogen werden. Das oben erwähnte flüssige Spülmittel kann ebenfalls über den besagten
Drehverteiler zugeführt werden.
[0026] Damit lässt sich die Erfindung für mehrere Anwendungsbereiche realisieren. So beispielsweise
für einen Einkanalrinser mit einer elektronischen und/oder mechanischen Ventilsteuerung
und bevorzugt einer eintauchenden Düse, wenn keine Absaugung der Partikel gewünscht
wird. Weiterhin ist auch eine Anwendung für einen Zweitkanalrinser mit elektronischer
und/oder mechanischer Ventilsteuerung und bevorzugt auch einer eintauchenden Düse
möglich, wenn zusätzlich eine Absaugung der Partikel mit Vakuum gewünscht wird.
[0027] Daneben ist auch die Ausführung eines Zweikanalrinsers mit einer elektronischen und/oder
mechanischen Ventilsteuerung und einer eintauchenden Düse möglich, bei der das Behältnis
mit ionisierter Luft und flüssigem Medium und ohne Vakuumabsaugung behandelt wird.
Schließlich ist auch die Ausführung in Form eines Dreikanalrinsers möglich, der ebenfalls
vorteilhaft eine elektronische und/oder mechanische Ventilsteuerung aufweist sowie
eine eintauchende Düse, bei der neben einer Behandlung der Behältnisse mit ionisierter
Luft und flüssigem Medium auch ein abschaltbares Vakuum vorliegt.
[0028] Unter den Kunststoffbehältnissen werden dabei neben Kunststoffflaschen oder Kunststoffvorformlingen
auch Kunststoffverschlüsse und allgemein Kunststoffbehälter verstanden. Falls Verschlüsse
oder Behälter vor einer Behandlung mit Desinfektionslösung mit ionisierter Luft vorgereinigt
sind, erhöht sich die Reinigungswirkung der Desinfektionslösung. Durch die reduzierte
Haftung von Partikeln lassen sich die Partikel und damit auch gegebenenfalls auch
unterhalb dieser Partikel verborgene Mikroorganismen entfernen. Auf diese Weise verbessert
sich das Kontaktverhältnis des Desinfektionsmediums zu dem Träger bei dem es sich
beispielsweise um einen Behälter oder Verschluss handeln kann.
[0029] Durch die verminderte Haftung von Partikeln und den damit verbundenen Mikroorganismen
wird die Spülwirkung verbessert und dadurch der Kontakt zwischen dem Träger und der
Desinfektionslösung ermöglicht und auch verbessert. Auch wäre es möglich, mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung Verpackungsfolien wie beispielsweise Schrumpfpackungen
oder dergleichen zu behandeln.
[0030] Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf ein Verfahren zum Spülen von Kunststoffbehältnissen
gerichtet, wobei die Kunststoffbehältnisse mittels einer Transporteinrichtung entlang
eines vorgegebenen Transportpfades transportiert werden und wenigstens abschnittsweise
während dieses Transports mittels einer Vielzahl von Eindüseinrichtungen mit einem
gasförmigen Medium an ihrer Innenwandung beaufschlagt werden. Dabei werden die Eindüseinrichtungen
wenigstens zeitweise - insbesondere entlang des Transportpfades und bevorzugt auch
in der Bewegungsrichtung der Behältnisse - bewegt und von einem gemeinsamen Reservoir
mit dem gasförmigen Medium versorgt.
[0031] Erfindungsgemäß wird das zu den Eindüseinrichtungen gelangende gasförmige Medium
von einer zentral ionisierenden Einheit ionisiert.
[0032] Es wird daher auch verfahrensseitig vorgeschlagen, dass eine zentrale insbesondere
stationär angeordnete Ionisiereinheit vorgesehen ist, welche die einzelnen Eindüseinrichtungen
versorgt. Bevorzugt ist dabei die Ionisiereinheit beabstandet zu den einzelnen Eindüseinrichtungen
angeordnet und besonders bevorzugt ist zwischen der Ionisiereinheit und der einzelnen
Eindüseinrichtungen jeweils eine Zuführeinrichtung sowie eine Gasleitung vorgesehen.
[0033] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen:
Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine blockdiagrammartige Darstellung einer Vorrichtung nach dem Stand der Technik;
- Fig. 2
- eine blockdiagrammartige Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 3
- eine blockdiagrammartige Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Darstellung
von Medienverläufen;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 5
- eine blockdiagrammartige Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer
weiteren Ausführungsform;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 7
- eine weitere schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer
weiteren Ausführungsform;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer weiteren
Ausführungsform; und
- Fig. 9
- eine weitere schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer
weiteren Ausführungsform.
[0034] Figur 1 zeigt eine blockdiagrammartige Darstellung einer Vorrichtung zum Spülen von
Kunststoffbehältnissen 10 nach dem Stand der Technik. Diese Vorrichtung weist dabei
ein Reservoir 12 auf, bei dem es sich beispielsweise um einen Ventilknoten handeln
kann. Ausgehend von diesem Ventilknoten gelangt das gasförmige Medium über einen Mediendrehverteiler
22 auf die Transporteinrichtung 2, bei der es sich beispielsweise um ein Karussell
handeln kann. An diesem Karussell ist eine Vielzahl von Beaufschlagungseinrichtungen
beziehungsweise Spüleinheiten 204 angeordnet, welche die Behältnisse 10 von innen
her ausspülen. Diese Eindüseinrichtungen 204 weisen dabei auch jeweils lonisiereinheiten,
wie oben beschrieben, auf, sodass in diesem Falle eine Vielzahl derartiger lonisierienheiten
vorgesehen ist.
[0035] Figur 2 veranschaulicht grob schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Spülen
von Behältnissen. Auch hier ist wiederum ein Reservoir 12, hier in Form eines Ventilknotens,
vorgesehen, von dem aus das gasförmige Medium zunächst zu einer Ionisiereinheit 20
gelangt und von dort aus über den Drehverteiler 22 auf die Transporteinrichtung 2.
Diese Transporteinheit 2 weist hier eine Vielzahl von Eindüseinrichtungen 4 auf, welche
die Behältnisse 10 jeweils mit ionisierter Luft beaufschlagen. Diese Eindüseinrichtungen
weisen hier jedoch selbst keine eigenen lonisiereinrichtungen mehr auf, sondern werden
bereits, wie oben erwähnt, mit ionisierter Luft versorgt. Die Ionisiereinheit 20 ist
hier stationär ausgebildet und erst der Mediendrehverteiler 22 sorgt dafür, dass das
gasförmige Medium auf die drehenden Behältnisse beziehungsweise Spüleinrichtungen
geleitet wird.
[0036] Figur 3 zeigt ein Schaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. Dabei ist wieder
das Reservoir 12 gezeigt, von dem aus über einen Leitungsabschnitt 52 Sterilluft abgegeben
wird. In einem Arbeitsbetrieb ist ein Ventil 16 geöffnet und ein Ventil 36 geschlossen
und die Sterilluft gelangt über den Leitungsabschnitt 54 und eine optionalen Erwärmungseinrichtung
sowie einen Leitungsabschnitt 56 zur Ionisiereinheit 20. Es wäre dabei auch möglich,
dass die Erwärmungseinrichtung stromabwärts bezüglich der Ionisiereinheit 20 angeordnet
ist wie in Figur 3 veranschaulicht.
[0037] Ausgehend von der Ionisiereinheit 20 gelangt dann das nunmehr ionisierte gasförmige
Medium 58 über ein hier geöffnetes Ventil 18 zu dem Mediendrehverteiler 22 und von
dort über Zuleitungen 68 jeweils zu den einzelnen Eindüseinrichtungen 4.
[0038] In einem Spülbetrieb sind die beiden Ventile 16 und 18 geschlossen und das Ventil
36 geöffnet. In diesem Fall gelangt ein CIP- beziehungsweise Reinigungsmedium direkt
ausgehend von dem Reservoir 12 über die Leitung 52 und den Leitungsabschnitt 62 sowie
60 zu dem Mediendrehverteiler 22 und damit wieder über die Zuleitungen 68 zu den Eindüseinrichtungen
4. Auf diese Weise ist es möglich, dass die einzelnen Leitungsabschnitte 52, 62, 60
und 68 gereinigt werden können, ohne dass hierbei auch die Ionisiereinheit 20 mit
einem (flüssigen) Reinigungsmedium in Kontakt kommt. Auch die Lufterhitzer beziehungsweise
Erwärmungseinrichtungen 40 kommen dabei nicht mit dem Reinigungsmedium in Kontakt.
Es wäre jedoch auch möglich, die Erwärmungseinrichtungen 40 bei Bedarf derart anzuordnen,
dass diese auch mitgereinigt werden, können.
[0039] Das Bezugszeichen 64 bezieht sich auf eine weitere Leitungseinrichtung, über die
ein flüssiges Behandlungsmedium (insb. zum Spülen der Behältnisse) ausgehend von einem
Reservoir wiederum dem Mediendrehverteiler 22 beziehungsweise auch der (nicht gezeigten)
Trägereinrichtung zugeführt werden kann.
[0040] Das Bezugszeichen 66 kennzeichnet eine Rücklaufleitung für das oben erwähnte CIP-Medium,
welches über die Leitungen 52, 62 und 60 zugeführt wird.
[0041] Figur 4 zeigt eine weitere Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Man
erkennt hier, dass zusätzlich eine Vakuumeinheit vorgesehen ist, welche zum Absaugen
von Luft aus dem Behältnis (nicht gezeigt) dient. Zu diesem Zweck kann an einem Anschluss
92 eine (nicht gezeigte) Vakuumquelle angeschlossen sein und auf diese Weise ein bereits
drehend angeordneter Ringkanal 94 mit diesem Vakuum beaufschlagt werden. Das Bezugszeichen
63 bezieht sich auf einen Anschluss für die Vakuumquelle und das Bezugszeichen 96
auf eine Verbindungsleitung, um das Vakuum auf die Eindüseinrichtungen 4 zu übertragen.
Über den Leitungsabschnitt 68 wird ionisierte Luft der Eingießeinrichtung 4 zugeführt.
Das Bezugszeichen 72 kennzeichnet eine Kurvenrolle, mit der die gesamte Eindüseinrichtung
4 angehoben und abgesenkt werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, dass die Eindüseinrichtung
in einer Richtung L, die gleichzeitig eine Längsrichtung des (nicht gezeigten) Behältnisses
ist, in dieses eingeführt wird. Auf diese Weise ist eine bessere Ausspülung des Innenraums
des Behältnisses möglich. Das Bezugszeichen 90 kennzeichnet einen Anschlussblock,
über den der Eindüseinrichtung 4 Medien zugeführt werden können
[0042] Das Bezugszeichen 74 kennzeichnet eine Schwenkachse beziehungsweise Schwenkwelle,
mit der die Behältnisse geschwenkt werden können, beispielsweise in eine Überkopfstellung.
Das Bezugszeichen 12 kennzeichnet hier wieder ein Reservoir für ionisierte Luft wie
beispielsweise einen Ringkanal, in dem die ionisierte Luft vorhanden ist. Das Bezugszeichen
102 bezieht sich auf Steuerventile, die die Zuführung der ionisierten Luft ausgehend
von einem Anschluss 65 zu einem weiteren Anschluss 67 steuern können.
[0043] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. Bei
dieser Ausführungsform ist weiterhin ein CIP-Rücklauf 60 vorgesehen sowie auch ein
Bypass in Form einer Leitungseinrichtung 62, welche die Ionisiereinheit 20 zu Reinigungszwecken
umgeht.
[0044] Figur 6 zeigt eine entsprechende Darstellung der Vorrichtung 1. Man erkennt hier
wiederum wie in Figur 3 den Vakuumanschluss 92 sowie auch den Anschluss 63 und 67.
Das Bezugszeichen 67 kennzeichnet wiederum den Luftanschluss um der Eindüseinrichtung
entlang des Verlaufs S das ionisierte Gas beziehungsweise die ionisierte Luft zuzuführen.
Entlang der Linie S findet auch der Vorlauf für das ZIP-Medium statt und entlang der
Linie T der Rücklauf für das Medium. Dies bedeutet, dass für den Vorlauf des ZIP-Mediums
die Ansteuerung für die ionisierte Luft verwendet wird und für den Rücklauf der Vakuumkanal.
Damit ist der ZIP-Vorlauf gleichzeitig die Zufuhr der Luft im Betriebsmodus und der
Vakuumkanal dient bei der Reinigung als ZIP-Rücklauf. Auf diese Weise ist eine vollständige
Reinigung der Kanäle möglich. Das Ventil 102 dient zur Schaltung der Reinigungsmedien,
insbesondere in einem Reinigungsbetrieb.
[0045] Figur 7 zeigt eine weitere Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Bei dieser
Vorrichtung ist ebenfalls wieder, wie in den vorangegangenen Figuren, eine Vakuumversorgung
92, 94 vorgesehen, sowie auch eine Versorgung mit ionisierter Luft. Weiterhin ist
hier noch eine Ansteuerung für ein flüssiges Medium wie beispielsweise ein Spülmedium
vorgesehen. Dieses Spülmedium wird hier über einen Anschluss 77 ebenfalls der Eindüseinrichtung
zugeführt und es kann über entsprechende Ansteuerungen 65 und 102 jeweils die Zufuhr
von ionisierter Luft sowie auch von Spülmedien in das (nicht gezeigte) Behältnis erreicht
werden.
[0046] Figur 8 zeigt die Vorrichtung aus Figur 7, speziell einen Reinigungsverlauf, wobei
hier wiederum die Strömungspfade S1 und S2 für den Reinigungsverlauf dargestellt sind.
Die Zufuhr eines ZIP-Mediums erfolgt hier entlang des Pfeils S1 und die Abfuhr des
ZIP-Mediums entlang des Pfeils S2. Das Bezugszeichen 93 kennzeichnet wiederum einen
Medienkanal und das Bezugszeichen 12 das oben erwähnte Reservoir für die ionisierte
Luft
[0047] Figur 9 veranschaulicht wiederum die Vorrichtung aus Figur 8, wobei hier wiederum
die Medienkanäle beziehungsweise Reservoirs 12 und 93 für die ionisierte Luft und
auch für das flüssige Medium erkennbar sind. Im Gegensatz zu der in Figur 8 gezeigten
Vorrichtung ist bei der in Figur 9 gezeigten Vorrichtung kein Vakuumkanal vorgesehen,
d.h. eine Absaugung von Luft aus dem Behältnis findet hier nicht statt.
[0048] Die Anmelderin behält sich vor, sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten
Merkmale als erfindungswesentlich zu beanspruchen, sofern sie einzeln oder in Kombination
gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 2
- Transporteinrichtung
- 4
- Eindüseinrichtungen
- 10
- Kunststoffbehältnisse
- 12
- Reservoir
- 16
- Ventil
- 18
- Ventil
- 20
- Ionisiereinheit
- 22
- Mediendrehverteiler
- 36
- Ventil
- 40
- Erwärmungseinrichtungen
- 52
- Leitungsabschnitt
- 54,56
- Leitungsabschnitt
- 60
- Leitungsabschnitt
- 62
- Leitungseinrichtung
- 63
- Anschluss für die Vakuumquelle
- 64
- Leitungsabschnitt
- 65
- Anschluss
- 66
- Rücklaufleitung
- 67
- Anschluss
- 68
- Zuleitungen
- 72
- Kurvenrolle
- 74
- Schwenkachse beziehungsweise Schwenkwelle
- 77
- Anschluss
- 90
- Anschlussblock
- 92
- Vakuumanschluss
- 93
- Medienkanal
- 94
- Ringkanal
- 96
- Verbindungsleitung
- 102
- Steuerventile
- 114
- CIP-Rücklauf
- 204
- Spüleinheiten
- S, T
- Medienverläufe
- S1, S2
- Medienverläufe
1. Vorrichtung (1) zum Spülen von Kunststoffbehältnissen (10), mit einer Transporteinrichtung
(2), welche die Kunststoffbehältnisse entlang eines vorgegebenen Transportpfades transportiert,
mit einer Vielzahl von Eindüseinrichtungen (4), welche einen Innenraum der Kunststoffbehältnisse
(10) mit einem gasförmigen Medium beaufschlagen und welche zumindest abschnittsweise
mit den Kunststoffbehältnissen (10) beweglich ausgeführt sind, mit einem Reservoir
(12) für das gasförmige Medium und wenigstens einer Verbindungsleitung, über welche
das Reservoir (12) in Strömungsverbindung mit den Eindüseinrichtungen (4) steht,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung eine Ionisiereinheit (20) aufweist, welche zwischen dem Reservoir
(12) und den Eindüseinrichtungen (4) angeordnet ist und welche zentral das zu den
Eindüseinrichtungen (4) gelangende gasförmige Medium ionisiert.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ionisiereinheit (20) stationär ausgebildet ist.
3. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung einen Drehverteiler (22) aufweist, um das gasförmige Medium ausgehend
von der Ionisiereinheit (20) auf die Eindüseinrichtungen (4) zu verteilen.
4. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einer Verbindungsleitung zwischen dem Reservoir (12) und der Ionisiereinheit (20)
eine erste Ventileinrichtung (16) angeordnet ist.
5. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einer Verbindungsleitung zwischen der Ionisiereinheit (20) und den Eindüseinrichtungen
(4) eine zweite Ventileinrichtung (18) angeordnet ist.
6. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung (1) eine Verbindungsleitung (62) aufweist, welche das Reservoir (12)
unter Umgehung der Ionisiereinheit mit den Eindüseinrichtungen (4) verbindet.
7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsleitung (62) eine erste Abzweigung (32) und eine zweite Abzweigung
(34) aufweist, welche jeweils in Strömungsverbindung mit der Ionisiereinheit (20)
bringbar sind und bevorzugt die Verbindungsleitung zwischen diesen Abzweigungen (32,
34) eine weitere Ventileinrichtung (36) aufweist.
8. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung (1) wenigstens eine Erwärmeinrichtung (40) aufweist, welche das gasförmige
Medium erwärmt.
9. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung eine weitere Spüleinrichtung zum Spülen der Kunststoffbehältnisse
(10) mit einem flüssigen Medium auf aufweist.
10. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung (1) eine Absaugeinrichtung aufweist, um ein gasförmiges Medium aus
den Behältnissen (10) abzusaugen.
11. Verfahren zum Spülen von Kunststoffbehältnissen (10), wobei die Kunststoffbehältnisse
(10) mittels einer Transporteinrichtung (2) entlang eines vorgegebenen Transportpfades
transportiert werden und wenigstens abschnittsweise während dieses Transports mittels
einer Vielzahl von Eindüseinrichtungen (4) mit einem gasförmigen Medium an ihrer Innenwandung
beaufschlagt werden, und wobei die Eindüseinrichtungen wenigstens zeitweise bewegt
werden und von einem gemeinsamen Reservoir (12) mit dem gasförmigen Medium versorgt
werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zu den Eindüseinrichtungen (4) gelangende gasförmige Medium von einer zentralen
Ionisiereinheit (20) ionisiert wird.