[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters
gemäß Anspruch 1, einen Rechner zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 8 und
ein System bestehend aus einem Rechner und einer Falzmaschine gemäß Anspruch 9.
Stand der Technik
[0002] Die
EP 1 475 334 A1 zeigt eine Falzmaschine mit einem Messerwellenpaar. Die Messerwellen sind parallel
zueinander zwischen zwei im Abstand zueinander angeordneten Seitenwänden der Falzmaschine
gelagert. Um gefalzte Papierbogen senkrecht zu einer Falzlinie, d. h. in Bogenlaufrichtung
schneiden, perforieren, krimpen, rillen, nuten oder pressen zu können, sind den Falzwalzen
eines Falzwerks Messerwellenpaare vor- bzw. nachgelagert. Nachfolgend werden die Begriffe
Rillen und Nuten synonym verwendet. Gemeint ist eine Materialschwächung des Bogenmaterials
durch Entfernen von Material wodurch der Querschnitt reduziert wird.
[0003] Bei den Messerwellen handelt es sich in der Regel um Messerwellenpaare, bei denen
die eine Messerwelle mit Werkzeugen und die andere Messerwelle mit Gegenwerkzeugen
bestückt ist. Die Werkzeuge sind auf Werkzeughaltern angebracht, welche auf die Messerwellen
aufschiebbar sind.
[0004] Eine derartige Vorbereitung von zu falzenden Bogen ist erforderlich, um an den Sollpositionen
der Falzbrüche eine Materialschwächung zu bewirken und somit sicherzustellen, dass
die Falzbrüche tatsächlich an der vorgesehenen Position ausgeführt werden. Besonders
bei dickeren Produkten kann es sonst zur Abweichung der Position der Falzbrüche kommen,
was in Falzprodukten von geringerer Qualität resultiert.
[0005] Nachteilig an der Verwendung von Messerwellen ist zum einen deren aufwändige Einstellung
auf die richtige Position. Bei Auftragswechseln kann es erforderlich sein, die Messerwellen
aus den Falzmaschinen auszubauen, um zusätzliche Messerhalter auf die Messerwellen
aufschieben zu können.
[0006] Weiter nachteilig ist, dass durch einer Taschenfalzstation vorgelagerte Messerwellen
keine Falzvorbereitung für die in dieser Taschenfalzstation auszuführenden Falzbrüche
vorgenommen werden kann. Dies ist darin begründet, dass durch die Messer der Messerwellen
nur in Transportrichtung Schnitt-, Perforations- oder Rilllinien erzeugt werden können,
während die Falzbrüche senkrecht zur Transportrichtung ausgerichtet sind. Damit ist
es durch die bekannten Messerwellen nur möglich, eine Falzvorbereitung für in einer
zweiten Taschenfalzstation auszuführende Falzbrüche vorzunehmen, wenn die zweite Taschenfalzstation
in einem Winkel von 90° zur ersten Taschenfalzstation angeordnet ist.
[0007] Aus der
DE 44 42 411 B4 ist es bekannt, dass Bogen während des Transports durch eine Druckmaschine, insbesondere
direkt vor dem Ausleger, von einer Lasereinheit bearbeitet werden, nämlich geschnitten,
perforiert oder gerillt. Dabei arbeiten bekannte Laser zur Papierbearbeitung im Infrarot
(IR)-Bereich, siehe
DE 10 2008 030 457 A1.
[0008] Aus der
DE 198 58 330 A1 geht eine Einrichtung zum Zuschneiden einer Materialbahn in Einzelbogen hervor. Die
Schneideinrichtung, welche als Laserlichtquelle ausgeführt sein kann, ist auf einem
Schlitten angeordnet, welcher auf einer Kurve sowohl in Transportrichtung als auch
quer dazu bewegt wird. Die Geschwindigkeitskomponente in Transportrichtung entspricht
dabei der Transportgeschwindigkeit des Bedruckstoffs, sodass ein Schnitt rechtwinklig
zu den Bahnkanten erzeugt wird.
[0009] In der
DE 327 613 PS wird beschrieben, dass bei zu falzenden Bogen an den Kreuzungspunkten von Falzbrüchen
vorab kleine Ausschnitte gestanzt oder geschnitten werden können, was die Qualität
der Falzbrüche erhöht.
Aufgabenstellung
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters
zu beschreiben, wobei die Anforderungen an den Maschinenbediener einer Falzmaschine
wesentlich reduziert und die Nachteile des Standes der Technik zumindest reduziert
werden. Weitere Aufgabe ist es, einen Rechner zu schaffen, auf welchem das Verfahren
zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters ausgeführt werden kann. Weitere Aufgabe
ist es, ein System aus einem Rechner und einer Falzmaschine zu schaffen, welches eine
vereinfachte Anpassung des Falzvorbereitungsmusters bei Änderungen an der Falzmaschine
ermöglicht.
[0011] Gelöst werden diese Aufgaben durch ein Verfahren zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters
mit den Merkmalen von Anspruch 1, durch einen Rechner zur Durchführung des Verfahrens
mit den Merkmalen von Anspruch 8 und durch ein System aus einem Rechner und einer
Falzmaschine mit den Merkmalen von Anspruch 9.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Erzeugung eines auftragsspezifischen Falzvorbereitungsmusters
für einen Falzbogen dient der Erstellung eine Musters, welches einem Falzbogen positionsgenau
Schnitt-, Beschnitt- und/oder Ausschnittmuster zuordnet. (Ein Schnittmuster meint
dabei einen Einschnitt in den Bogen, ein Beschnittmuster meint einen Abschnitt, durch
welchen ein Teil des Bogens entfernt wird). Dabei werden auftragsspezifische Falzbogencharakteristika
einem Rechner zugeführt und auftragsspezifische Schnitterfordernisse werden bestimmt.
In dem Rechner sind dazu allgemeinen Falzbogencharakteristika allgemeine Schnitterfordernisse
zugeordnet. Wenn die auftragsspezifischen Schnitterfordernisse bestimmt sind, greift
der Rechner auf eine Datenbank zu, in welcher Schnitt-, Beschnitt- und Ausschnittmuster
hinterlegt sind. Entsprechend den auftragsspezifischen Schnitterfordernissen werden
vom Rechner Schnitt-, Beschnitt- und Ausschnittmuster ausgewählt, einer bestimmten
Position auf dem Falzbogen zugeordnet und so auftragsspezifische Falzvorbereitungsmuster
zusammengestellt.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Schnittmuster und/oder Beschnittmuster Schneidelinien,
Rilllinien und Perforationslinien umfassen.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Ausschnittmuster Kreise und/oder Ovale und/oder
Mehrecke und/oder Kreuze umfassen.
[0015] In einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens besteht eine Perforationslinie
aus einer Vielzahl von Perforationspunkten und die Lage der Perforationspunkte auf
der Perforationslinie wird mittels eines Algorithmus ungleichmäßig verteilt.
[0016] In einer besonders vorteilhaften und daher bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens umfassen die auftragsspezifischen Falzbogencharakteristika das Bogenmaterial,
das Ausgangsformat, das Sollformat (nach Abschnitt des Offsets des Druckbogens), die
Teilung, die Grammatur, die Dicke und/oder das Falzmuster (d.h. das Falzschema inklusive
der Position der Falzlinien) des Falzbogens.
[0017] In einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens ist das Falzvorbereitungsmuster
durch Eingaben in ein mit dem Rechner verbundenes Interface veränderbar. Dadurch können
durch den Maschinenbediener Korrekturen am Falzvorbereitungsmuster vorgenommen werden
und es kann die Erfahrung des Maschinenbedieners in die Erstellung der Falzvorbereitungsmuster
eingebracht werden.
[0018] Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn das Falzvorbereitungsmuster einer Falzvorbereitungsvorrichtung
zugeführt wird, welche das Falzvorbereitungsmuster durch Schneiden, Rillen, Perforieren
und/oder Ausschneiden an einem jeweiligen Falzbogen zur Vorbereitung des Falzbogens
umsetzt. Diese Falzvorbereitungsvorrichtung kann beispielsweise ein Laseraggregat
zur Bearbeitung des Bogens aufweisen.
[0019] Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn das Falzvorbereitungsmuster für Wiederholaufträge
in einem Datenspeicher abgespeichert wird.
[0020] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Rechner zur Durchführung des oben beschriebenen
Verfahrens zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters. Dieser Rechner kann dabei
in eine Falzvorbereitungsvorrichtung oder eine Bearbeitungsmaschine integriert sein.
Alternativ kann es sich bei dem Rechner auch um eine solitäre Anlage handeln, welche
ausschließlich der Erzeugung des Falzvorbereitungsmusters dient. Eine Software, welche
auf einem solitären Rechner abläuft und in welche das oben beschriebene Verfahren
integrierbar ist, wird beispielsweise unter dem Namen "Compufold" von der Patentanmelderin
angeboten.
[0021] Gegenstand der Erfindung ist auch ein System aus einem wie oben beschriebenen Rechner
und einer Falzmaschine, wobei die Falzmaschine eine Steuereinheit, positionierbare
Leitelemente und/oder Anschläge zur Bogenführung besitzt (z.B. Ausrichtlineal, Taschenanschläge)
und wobei der Rechner und die Steuereinheit datentechnisch miteinander verbunden sind
oder integriert ausgeführt sind. Positionsänderungen der Leitelemente und/oder der
Anschläge werden von der Steuereinheit der Falzmaschine an den Rechner kommuniziert
und werden zur Anpassung des Falzvorbereitungsmusters verwendet, d.h. die Position
der Schnitt-, Beschnitt- und Ausschnittmuster wird in Abhängigkeit von der Positionsänderung
der Leitelemente und/oder der Anschläge der Falzmaschine angepasst.
[0022] Die beschriebene Erfindung und die beschriebenen vorteilhaften Weiterbildungen der
Erfindung stellen auch in beliebiger Kombination miteinander vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung dar.
[0023] Hinsichtlich weiterer Vorteile und vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird
auf die Unteransprüche sowie die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen verwiesen.
Ausführungsbeispiel
[0024] Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert werden.
Es zeigen in schematischer Darstellung
- Fig. 1
- einen Rechner zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
- Fig. 2a und b
- ein Falzvorbereitungsmuster und einen Falzbogen
- Figuren 3a bis 3g
- verschiedene Varianten von Falzvorbereitungsmustern
- Fig. 4
- ein System aus Falzmaschine, Falzvorbereitungseinrichtung und Rechner
[0025] Fig. 1 zeigt einen Rechner 1 zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters 10. Dem
Rechner 1 werden auftragsspezifische Falzbogencharakteristika f
1 bis f
n zugeführt. Diese können dabei entweder über ein Interface 4 eingegeben werden oder
dem Rechner 1 über eine Datenleitung zugeführt werden. Die auftragsspezifischen Falzbogencharakteristika
f
1 bis f
n können dabei von einem Auftragsmanagementsystem bereitgestellt werden, wie es beispielsweise
unter dem Namen "Prinect Postpress Manager" von der Patentanmelderin angeboten wird.
Im Rechner 1 sind allgemeinen Falzbogencharakteristika C
1 bis C
n allgemeine Schnitterfordernisse S
1 bis S
m zugeordnet. Unter Berücksichtigung dieser Zuordnungsvorschrift bestimmt der Rechner,
ausgehend von den auftragsspezifischen Falzbogencharakterisitka f
1 bis f
n dann auftragsspezifische Schnitterfordernisse e
1 bis e
m. In einer Datenbank 2 des Rechners 1 sind Schnitt-, Beschnitt- und Ausschnittmuster
hinterlegt. Die Schnittmuster und Beschnittmuster umfassen dabei Schneidelinien, Rilllinien
und Perforationslinien verschiedener Länge und Breite. Für die Rilllinien sind verschiedene
Materialschwächungsgrade hinterlegt. Die Ausschnittmuster umfassen Kreise, Ovale,
Mehrecke und Kreuze. Zu jedem Muster ist dabei in der Datenbank hinterlegt, welche
Schnitterfordernisse das jeweilige Muster erfüllt. Vom Rechner 1 werden im nächsten
Schritt entsprechend den auftragsspezifischen Schnitterfordernissen e
1 bis e
m aus der Datenbank zwei Muster ausgewählt, welche die Erfordernisse erfüllen, und
so zu einem Falzvorbereitungsmuster 10 zusammengestellt. Dieses Falzvorbereitungsmuster
10 kann über Anzeigegeräte 4 dem Maschinenbediener dargestellt werden. Über Eingabegeräte
4 kann der Maschinenbediener das vorgeschlagene Falzvorbereitungsmuster 10 noch verändern.
In einem Speicher 3 kann das erzeugte und gegebenenfalls veränderte Falzvorbereitungsmuster
10 abgespeichert werden. Das Falzvorbereitungsmuster 10 kann auch an eine Falzvorbereitungsvorrichtung
1000 weitergeleitet werden, welche das Falzvorbereitungsmuster umsetzt, in dem Schnitte,
Beschnitte, Perforationen, Ausschnitte und Rillungen in einen jeweiligen Falzbogen
zu dessen Vorbereitung für einen nachfolgenden Falzprozess eingebracht werden.
[0026] In Fig. 2b ist beispielhaft ein Falzbogen 100 dargestellt. In Fig. 2a ist für diesen
Bogen 100 ein beispielhaftes Falzvorbereitungsmuster 10 dargestellt, welches mit dem
obenstehend beschriebenen Rechner 1 erstellt wurde. Das Falzvorbereitungsmuster 10
umfasst in diesem Beispielfall eine Beschnittlinie 12 und eine Perforationslinie 11
und zwei Bohrungen als Ausschnitte 13. Die Beschnittlinie 12 liegt dabei an einer
Position, an welcher später durch eine Falzvorbereitungsvorrichtung 1000 ein Trennschnitt
ausgeführt werden soll. Die Perforationslinie 11 liegt dabei an einer Position, an
welcher später durch die Falzvorbereitungsvorrichtung 1000 eine Perforation ausgeführt
werden soll, um ein positionsgenaues Falzen zu ermöglichen. An den Kreuzungspunkten
der weiteren Falzlinien 14 sind durch das Falzvorbereitungsmuster 10 Ausschnitte 13
vorgesehen, an deren Position die Falzvorbereitungsvorrichtung 1000 später Bohrungen
bzw. Ausstanzungen vornehmen soll.
[0027] In den Figuren 3a bis 3g sind weitere Beispiele von Falzvorbereitungsmustern 10 dargestellt,
die einem Bogen 100 zugeordnet werden. Allen gemeinsam ist, dass diese eine Mehrzahl
von Schnittmustern 11 aufweisen, wobei diese Schnittmuster 11 kurze Anschnitte darstellen.
Diese kurzen Anschnitte 11 liegen dabei jeweils am Rand des Falzbogens 100, an der
Position von noch auszuführenden Falzlinien. Durch diese Anschnitte lässt sich die
Qualität der Falzbrüche wesentlich erhöhen, da bei der Ausführung eines jeweiligen
Falzbruchs das Bogenmaterial einfacher gestaucht werden kann. In den Figuren 3a, 3b,
3c, 3d, 3e, 3g sind zusätzlich noch Ausschnittmuster 13 vorgesehen, welche in den
Kreuzungspunkten von Falzlinien positioniert sind. Während die Ausschnittmuster gemäß
Fig. 3a die Form eines Kreuzes haben, sind gemäß Fig. 3b Kreise, gemäß Fig. 3c Quadrate,
gemäß Fig. 3d Rauten, und gemäß Fig. 3e Rauten und Rechtecke vorgesehen. Im Falzvorbereitungsmuster
10 gemäß Fig. 3e wurden damit verschiedenartige Ausschnittmuster 13 miteinander kombiniert.
Gemäß Fig. 3f und 3g sind an der Position von Falzlinien Schnittmuster 11 vorgesehen.
Diese Schnittmuster 11 können dabei entweder als Rilllinien oder als Perforationslinien
ausgeführt sein. Gemäß Fig. 3g sieht das Falzvorbereitungsmuster 10 zusätzlich zu
den Schnittmustern 11 an den Kreuzungspunkten der Falzlinien 14 Ausschnittmuster 13
vor.
[0028] Fig. 4 zeigt ein System aus einer Falzmaschine 2000, einer Falzvorbereitungseinrichtung
1000, z.B. eine Beschnitteinrichtung mit Lasereinheit, und einem wie obenstehend beschriebenen
Rechner 1. Der Rechner 1 stellt ein Falzvorbereitungsmuster 10 bereit, welches über
Datenleitungen an die Falzvorbereitungseinrichtung 1000 übermittelt wird. Die Falzvorbereitungseinrichtung
1000 kann dabei wie dargestellt in die Falzmaschine 2000 integriert sein oder auch
als separates Modul ausgeführt sein. Die Falzmaschine 2000 verfügt über eine Maschinensteuerung
2001, welche ebenfalls über Datenleitung mit dem Rechner 1 verbunden ist. Werden Leitelemente
oder Anschläge 2002 der Falzmaschine 2000 ausgehend von Ihren anfänglichen Sollpositionen
zur weiteren Verbesserung der Falzgenauigkeit verstellt, so meldet die Steuerung 2001
die Positionsänderung an den Rechner 1, welcher automatisch eine Anpassung des Falzvorbereitungsmusters
10 vornimmt. Alternativ kann der Maschinenbediener abgefragt werden, ob eine Anpassung
vorgenommen werden soll. Das angepasste Muster 10 wird dann an die Falzvorbereitungsvorrichtung
1000 übermittelt.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Rechner
- 2
- Datenbank
- 3
- Speicher
- 4
- Interface
- 5
- "Zufalls"generator
- 10
- Falzvorbereitungsmuster
- 11
- Schnittmuster
- 12
- Beschnittmuster
- 13
- Ausschnittmuster
- 14
- Falzlinie
- 100
- Falzbogen
- 1000
- Falzvorbereitungsvorrichtung
- 2000
- Falzmaschine
- 2001
- Steuereinheit
- 2002
- Leitelement/Anschlag
- C1...Cn
- allgemeine Falzbogencharakteristika
- e1...em
- auftragsspezifische Schnitterfordernisse
- f1...fn
- auftragsspezifische Falzbogencharakteristika
- S1...Sm
- allgemeine Schnitterfordernisse
1. Verfahren zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters (10), wobei das Falzvorbereitungsmuster
(10) einem Falzbogen (100) positionsgenau Schnitt- (11), Beschnitt- (12) und/oder
Ausschnittmuster (13) zuordnet,
dadurch gekennzeichnet,
dass auftragsspezifische Falzbogencharakteristika (f1... fn) einem Rechner (1) zugeführt werden, und
dass auftragsspezifische Schnitterfordernisse (e1... em) bestimmt werden mittels in dem Rechner (1) jeweiligen allgemeinen Falzbogencharakteristika
(C1...Cn) zugeordneten allgemeinen Schnitterfordernissen (S1...Sm) unter Verwendung der auftragsspezifischen Falzbogencharakteristika (f1...fn) und,
dass der Rechner (1) auf eine Datenbank (2) mit Schnitt-, Beschnitt- und Ausschnittmustern
(11, 12, 13) zugreift und entsprechend den auftragsspezifischen Schnitterfordernissen
(e1...em) die Schnitt-, Beschnitt- und Ausschnittmustern (11, 12, 13) als Falzvorbereitungsmuster
(10) auftragsspezifisch zusammenstellt.
2. Verfahren zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schnittmuster (11) und/oder Beschnittmuster (12) Schneidelinien, Rilllinien und
Perforationslinien umfassen.
3. Verfahren zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Perforationslinie aus einer Vielzahl von Perforationspunkten besteht und die
Lage der Perforationspunkte auf der Perforationslinie mittels eines Algorithmus (5)
ungleichmäßig verteilt wird.
4. Verfahren zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters nach einem der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausschnittmuster (13) Kreise, Ovale, Mehrecke und/oder Kreuze umfassen.
5. Verfahren zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters nach einem der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die auftragsspezifischen Falzbogencharakteristika (f1... fn) das Material, das Format, das Sollformat, die Teilung, die Grammatur, die Dicke
und/oder das Falzmuster des Falzbogens (100) umfassen.
6. Verfahren zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters nach einem der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Falzvorbereitungsmuster (10) durch Eingaben in ein mit dem Rechner (1) verbundenes
Interface (4) veränderbar ist.
7. Verfahren zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters nach einem der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Falzvorbereitungsmuster (10) einer Falzvorbereitungsvorrichtung (1000) zugeführt
wird und/oder für Wiederholaufträge abgespeichert wird.
8. Rechner (1) zur Durchführung des Verfahrens zur Erzeugung eines Falzvorbereitungsmusters
(10) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
9. System aus einem Rechner (1) nach Anspruch 8 und einer Falzmaschine (2000) mit einer
Steuereinheit (2001), wobei die Falzmaschine (2000) positionierbare Leitelemente und
Anschläge (2002) zur Bogenführung besitzt, wobei der Rechner (1) und die Steuereinheit
(2001) datentechnisch miteinander verbunden sind und Positionsänderungen der Leitelemente
und Anschläge (2002) von der Steuereinheit (2001) an den Rechner (1) kommuniziert
werden zur Anpassung des Falzvorbereitungsmusters (10).