TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hebemagneten mit einem Zylinder/Kolben-Aktuator
und die Verwendung eines solchen zum Heben von magnetischer Last.
STAND DER TECHNIK
[0002] Lasthebemagnete nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sind beispielsweise aus
der
DE 2704118 A1 bekannt. Diese beschreibt einen Lasthebemagneten mit einer Permanentmagneteinheit,
der zwei Polbeine umfasst, zwischen welchen ein permanentmagnetischer Anker rotierbar
gelagert ist. Die Permanentmagnete bilden Teile eines magnetischen Wirkkreises. Hierbei
wird der Anker manuell mittels eines Handgriffes unter teils erheblichem Kraftaufwand
um 180° zwischen einer ausgeschalteten Ruhelage und einer eingeschalteten Arbeitslage
gedreht. In der Arbeitslage kann eine Last aufgenommen werden. Eine anliegende Last
beeinflusst den magnetischen Wirkkreis derart, dass eine Kraft zum Umlegen des Handgriffs
kleiner wird. Derartige manuelle Lasthebemagnete sind daher oft erst in Kontakt mit
einer bestimmungsgemässen Last schaltbar, weil beispielsweise die ansonsten benötigte
Kraft zum Umlegen des Hebels die Muskelkraft eines Benutzers übersteigt. Bei einem
freihängenden Lasthebemagneten dieser Bauform, der beispielsweise einzuschalten ist,
ohne dass eine Last anliegt, kann es sodann auch vorkommen, dass die benötigte Kraft
zum Umlegen des Hebels derart gross ist, dass sich der gesamte freihängende Lasthebemagnet
wegdreht, bevor der Anker rotiert. Um eine Reaktionsbewegung des Lasthebemagneten
aufgrund einer Reaktionskraft auf eine Krafteinwirkung durch den Benutzer auf den
Hebel zu vermeiden, muss der Benutzer der hervorgerufenen Reaktionsbewegung entgegenwirken,
was nachteilig ist.
[0003] Die
DE 3545213 A1 zeigt eine Hebevorrichtung für ferromagnetische Lasten, welche in einem Rahmen Magnete
bereitstellt, wobei die Vorrichtung durch Verschiebung der Magnete in die Arbeitslage
eine Last aufnehmen oder freigeben kann. Hierbei ist es jedoch nachteilig, dass ein
Schwerpunkt der Hebevorrichtung durch das Verschieben der Magnete ebenfalls seinen
Lagepunkt ändert, was einen zusätzlichen Kraftaufwand bedingt.
[0004] Auch die
GB 2292838 A offenbart eine Hebevorrichtung mit einer oberen und einer unteren Einheit, welche
Permanentmagnete bereitstellen. Hierbei sind die Permanentmagnete jeweils derart in
Einheiten angeordnet, dass eine obere und eine untere Einheit relativ zueinander verschiebbar
sind, um eine Last aufzunehmen oder freizugeben. Auch hier wird der Schwerpunkt der
Hebevorrichtung durch dieses Verschieben beeinflusst.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] Um diese Nachteile zu überwinden und gleichzeitig einen verbesserten Hebemagneten
der eingangs genannten Art anzugeben, welcher einen zweckmässigeren und einfacheren
bestimmungsgemässen Gebrauch erlaubt, ist ein Hebemagnet gemäss der vorliegenden Erfindung
vorgesehen.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde,
einen Hebemagneten mit einem Zylinder/Kolben-Aktuator anzugeben, welcher die oben
genannten Nachteile überwindet.
[0007] In diesem Zusammenhang ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Hebemagneten
mit permanentmagnetischen Elementen anzugeben, der sicheres Heben von magnetischer
Last automatisch mittels Druckbeauftragung eines Zylinder/Kolben-Aktuators ermöglicht,
wobei eine Schwerpunktsverschiebung des erfindungsgemässen Hebemagneten bei dessen
Aktivierung oder Deaktivierung minimal ist.
[0008] Diese Aufgaben und Ziele der Erfindung werden bei einem Hebemagneten zur kraftschlüssigen
Aufnahme von magnetischer, insbesondere ferromagnetischer, Last, wobei der Hebemagnet
umfassend mindestens einen Stator, umfassend ein erstes permanentmagnetisches Element,
mindestens einen dem Stator zugeordneten Rotor, umfassend ein zweites permanentmagnetisches
Element, und mindestens ein Anlageelement zum Aufnehmen der Last, wobei der mindestens
eine Rotor relativ zum entsprechenden Stator aus einer Aufnahmeposition, in welcher
durch das erste und zweite permanentmagnetische Element eine magnetische Kraft zum
Aufnehmen der Last am Anlageelement zur Verfügung gestellt ist, in eine Freigabeposition,
in welcher die magnetische Kraft die Last freigebend reduziert ist, rotierbar ist,
gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch erreicht, dass der Hebemagnet weiter
einen mindestens einen Arbeitszylinder umfassenden Zylinder/Kolben-Aktuator umfasst,
wobei der mindestens eine Arbeitszylinder einen Zylinderkörper mit einem darin hin-
und herbewegbaren Kolben und eine Kolbenstange, welche am Kolben befestigt ist, bereitstellt
und über den Zylinderkörper und die Kolbenstange durch direkte oder indirekte Befestigung
eine Wirkverbindung zwischen dem Rotor und dem entsprechenden Stator bereitstellt,
sodass durch Aktivierung des Zylinder/Kolben-Aktuators der mindestens eine dem Stator
zugeordnete Rotor aus der Aufnahmeposition in die Freigabeposition und zurück rotierbar
ist.
[0009] Der Hebemagnet umfasst hierbei vorteilhafterweise ein vorzugsweise abgeschlossenes
Gehäuse, welches insbesondere verhindert, dass sich magnetische Kleinteile über die
Zeit des bestimmungsgemässen Gebrauchs an permanentmagnetischen oder magnetisierten
Komponenten der Hebevorrichtung sammeln und damit unnötiges Gewicht akkumulieren oder
gar den störungsfreien Betrieb der Hebevorrichtung verunmöglichen. Vorteilhafterweise
ist dieses Gehäuse aus einem idealerweise robusten Material gefertigt, insbesondere
aus kohlenstoffarmem Stahl. Alternativerweise kann das Gehäuse auch aus rostfreiem
Stahl, Aluminium oder etwa aus einem dem Fachmann im Gebiet bekannten und geeigneten
Kunststoff gefertigt sein; mit Aluminium oder Kunststoff könnte eine vorteilhafte
Gewichtsreduktion erzielt werden. Vorteilhafterweise sind beim Vorhandensein eines
solchen Gehäuses alle defektanfälligen oder sensiblen Bauteile, insbesondere jedoch
alle permanentmagnetischen Elemente des Hebemagneten, insbesondere Rotor- und/oder
Statorelemente, von diesem Gehäuse schützend umgeben.
[0010] Bevorzugterweise stellt das Gehäuse auch das mindestens eine Anlageelement bereit.
Dabei können im Falle von mehreren Anlageelementen die durch die Anlageelemente bereitgestellten
Anlageflächen in einer Ebene liegen oder aber winklig zueinander stehen. Diese Anlageflächen
können auf bestimmte, zu transportierende Lasten angepasst sein, also etwa mit einer
äusseren Form einer Last korrespondierende Flächen bereitstellen, um einen optimalen
Kraftschluss zu erzeugen. Die Anlageelemente können also beispielsweise auch Ausnehmungen
oder Vertiefungen aufweisen, welche die angezogene Last gegen ein Zentrum führen und/oder
gegen ein seitliches Verrücken stabilisieren. Hierbei kann das Anlageelement jeweils
ein Teil des Gehäuses sein. Vorteilhafterweise bestehen zumindest Teile des Anlageelementes
aus einem Material, welches eine hohe Permeabilität aufweist, beispielsweise Weicheisen
oder kohlenstoffarmer Stahl, damit das durch die permanentmagnetischen Elemente in
Wechselwirkung im Innern des Gehäuses erzeugte Magnetfeld optimal zur Lastaufnahme
nach aussen gleitet wird, um dort ein resultierendes Magnetfeld zur Lastaufnahme zu
erzeugen.
[0011] Hierbei kann der erfindungsgemässe Hebemagnet einen oder mehrere Statoren umfassen,
welchen jeweils mindestens ein rotierbar gelagerter Rotor zugeordnet ist. Vorteilhafterweise
wirkt also jeder Stator mit mindestens einem Rotor und jeder solcher Rotor mit mindestens
einem Stator wechselseitig. Ein derart wechselwirkendes Stator-Rotor-Paar aus einem
Stator und einem Rotor ist insbesondere dazu geeignet, an einem diesem Paar zugeordneten
Anlageelement ein resultierendes Magnetfeld erzeugen. Dabei sind Rotor und Stator
dieses Paares derart angeordnet, dass sich dieses Magnetfeld, ein Arbeitsfeld, aus
der Summe der Wirkungen der vorhandenen Magnetfelder, insbesondere jener des ersten
und zweiten permanentmagnetischen Elementes, welche dominierend sein sollen, zusammensetzt.
Eine Verschwenkung des entsprechenden, um seine Rotorachse rotierbar gelagerten Rotors
soll die besagte Wechselwirkung und insbesondere das resultierende Magnetfeld, das
Arbeitsfeld, am zugeordneten Anlageelement in seiner Stärke beeinflussen. Ist der
Rotor in der Aufnahmeposition, so soll das Arbeitsfeld stärker sein und durch Rotieren
des Rotors aus der Aufnahmeposition in die Freigabeposition reduzierbar sein. Zur
Aufnahme der Last wird in herkömmlicher Weise eine Distanz zwischen Anlageelement
und Last verringert werden. Sodann wirkt das Arbeitsfeld derart auf die magnetische,
insbesondere ferromagnetische Last, dass die Last gegen das entsprechende Anlageelement
gezogen und, wenn der Rotor in Aufnahmeposition ist, am Anlageelement an einer Anlagefläche
kraftschlüssig aufgenommen wird. Das in der Freigabeposition reduzierte Arbeitsfeld
soll derart klein sein, dass die Bewegung der Last durch andere an ihr angreifende
Kräfte, wie beispielsweise die Schwerkraft, dominiert wird.
[0012] Der Rotor hat vorzugsweise im Wesentlichen die Form eines geraden Zylinders mit einem
im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt, wobei die Rotorachse der Zylinderachse
entspricht. Die Querschnittsgestalt des Rotors kann beispielsweise auch dreieckig,
viereckig oder vieleckig sein. Entlang der Rotorachse sind Permanentmagnete vorgesehen,
welche das zweite permanentmagnetische Element bilden. Dieses soll hierbei insbesondere
derart angeordnet sein, dass es vorzugsweise mit dem ersten permanentmagnetischen
Element, das durch den Stator bereitgestellt wird, korrespondiert. Vorzugsweise reihen
sich die besagten Permanentmagnete lückenlos aneinander und bilden somit ein zusammenhängendes
Element. Es ist jedoch auch denkbar, dass das zweite (und/oder das erste) permanentmagnetische
Element in Richtung der Rotorachse unterbrochen ist. Dies kann vorteilhaft sein, wenn
an diesen Unterbruchsstellen beispielsweise ein Arbeitszylinder am Rotor angreifen
soll oder wenn der Hebemagnet von seiner Geometrie her einer Last angepasst werden
soll. Eine solche Geometrie kann beispielsweise eine Last sein, welche an zwei beanstandeten
Stellen zum magnetischen Kraftschluss geeignet ist und Hebemagnet vornehmlich für
derartige Lasten eingesetzt wird. Es ist dann zu Zwecken der Gewichtsoptimierung vorteilhaft,
das besagte permanentmagnetische Element zu unterbrechen und Permanentmagnete nur
an den relevanten Stellen zu verbauen.
[0013] Vorzugsweise ist eine Richtung der magnetischen Polarität des zweiten permanentmagnetischen
Elementes, d.h. dessen magnetische Polrichtung (Nordpol-Südpol-Richtung), über die
gesamte Länge des Rotors gleich. Jedenfalls ist es vorteilhaft, wenn Polrichtungswechsel
stets an den korrespondieren Stellen im ersten und im zweiten permanentmagnetischen
Element auftreten. Damit wird sichergestellt, dass sich das Arbeitsfeld in der Richtung
entlang des Rotors gleich oder annähernd gleich ändert, wenn der Rotor rotiert wird.
Damit weist der Hebemagnet einen klar definierten Aufnahmezustand und einen klar definierten
Freigabezustand auf.
[0014] Nachfolgend bezeichnen der Ausdruck "Stator" und der Ausdruck "Rotor" im Allgemeinen
jeweils einen Stator bzw. einen Rotor eines wechselwirkenden Paares, wie zuvor beschrieben.
Unter einem Stator ist hierbei vorzugsweise ein Element zu verstehen, welches fest
bezüglich einer Längsachse des Rotors im Hebemagneten angeordnet ist. Bevorzugterweise
ist der Stator starr mit dem allenfalls vorhandenen Gehäuse verbunden. Weiter ist
der Stator derart gestaltet, dass er sich im Wesentlichen entlang des Rotors erstreckt,
vorzugsweise diesen zumindest teilweise umgibt. Der Stator kann einen oder mehrere
Permanentmagnete beinhalten, welche das erste permanentmagnetische Element bilden.
Das erste permanentmagnetische Element erstreckt sich dann vorzugsweise entlang der
Richtung der Längsachse des Rotors, vorzugsweise korrespondierend mit dem zweiten
permanentmagnetischen Element. Diese Elemente können sich durchgehend entlang der
Rotorachse erstecken, oder das eine und/oder das andere teilweise unterbrochen sein,
um beispielsweise Gewicht einzusparen oder eine spezielle Feldverteilung ausserhalb
des Hebemagneten zu erzeugen. Dabei kann das erste permanentmagnetische Element, in
radialer Richtung, auch um die Rotorachse verteilt sein, kontinuierlich, oder aber
diskret, derart, dass sich beispielsweise verschiedene Teile des ersten permanentmagnetischen
Elementes bezüglich der Rotorachse beispielsweise gegenüberliegen oder teilweise gegenüberliegen.
[0015] Der Stator (sowie auch der Rotor) kann auch andere magnetische, insbesondere weichmagnetische,
oder nichtmagnetische Elemente umfassen. Mittels solcher Elemente kann insbesondere
der Stator derart angeordnet werden, dass dessen Magnetfeld über diese Elemente zum
entsprechenden Anlageelement gleitet werden, während die besagten Elemente vorzugsweise
weiter geeignet sind, den Rotor aufzunehmen und dessen Magnetfeld ebenfalls ebendahin
zu leiten, um ein möglichst grosses Arbeitsfeld zu erzeugen, wenn sich die besagten
Felder addieren. Der Rotor kann mittels solcher Elemente in seiner Querschnittsgestalt
auf Kreisform oder eine andere Form ergänzt werden, wenn das zweite permanentmagnetische
Element nicht den gesamten Rotorquerschnitt einnimmt. Grundsätzlich ist es vorteilhaft,
wenn die einzelnen Magnetfelder des ersten und zweiten permanentmagnetischen Elementes,
respektive die Elemente selbst derart gewählt werden, dass, wenn sich der Rotor in
der Freigabeposition befindet, das Arbeitsfeld mindestens bis zur Freigabe der Last
reduziert ist, während es in der Aufnahmeposition stark genug ist, die bestimmungsgemäss
zu hebende Last zu heben.
[0016] Dabei kann der Rotor prinzipiell auf zwei Arten aufgenommen werden. Zum einen derart,
dass dessen Rotorachse parallel zur Anlagefläche des entsprechenden Anlageelementes
liegt. Der Stator erstreckt sich dann vorteilhafterweise entlang der Rotorachse. Vorteilhafterweise
ist der Rotor im Wesentlichen zwischen dem ersten permanentmagnetische Element und
dem entsprechenden Anlageelement angeordnet. Eine Polrichtung des Stators, also die
Richtung vom magnetischen Nord- zum magnetischen Südpol des ersten permanentmagnetischen
Elementes, zeigt vorteilhafterweise im Wesentlichen in eine Richtung, welche parallel
zur entsprechenden Anlagefläche ist.
[0017] Hierbei umfasst der Stator das erste permanentmagnetische Element und erstreckt sich
zu den Polen des ersten permanentmagnetischen Elementes in Polbeinen über den Rotor
zum Anlageelement. Diese Polbeine sind geeignet, das Magnetfeld des Stators gegen
das Anlageelement zu leiten. Also soll das eine Polbein einen magnetischen Nordpol
und das andere Polbein einen magnetischen Südpol bilden. Zwischen den Polbeinen kann
dann der Rotor aufgenommen werden, wobei die Rotorachse senkrecht zur Polrichtung
des Stators steht. Eine Polrichtung des Rotors, also die Richtung vom magnetischen
Nord- zum magnetischen Südpol des zweiten permanentmagnetischen Elementes, steht vorzugsweise
senkrecht zur Rotorachse und dreht sich bei Rotation des Rotor entsprechend in einer
Ebene, in welcher auch die Polrichtung des Stators liegt. Zeigt nun die Polrichtung
des Rotors zwischen den leitenden Polbeinen in die gleiche Richtung wie die Polrichtung
des Stators, befindet sich der Rotor also in oder nahe der Aufnahmeposition, so leitet
der Stator über dessen Polbeine die gleichgerichteten Magnetfelder des ersten und
zweiten permanentmagnetischen Elementes zum Anlageelement, wo sie beide zu einem entsprechenden
Arbeitsfeld zur Aufnahme der Last addieren. Zeigt die Polrichtung des Rotors entgegen
oder im Wesentlichen entgegen der Polrichtung des Stators, befindet sich der Rotor
also in oder nahe der Freigabeposition, so ist der magnetische Fluss in einem magnetischen
Wirkkreis, umfassend Rotor und Stator, innerhalb des Hebemagneten kurzgeschlossen
und der Hebemagnet gibt aufgrund des reduzierten Arbeitsfeldes die allfällige anhaftende
Last frei.
[0018] Alternativerweise kann die Rotorachse auch winklig, insbesondere senkrecht zur besagten
Anlagefläche stehen, wobei dann der Stator beispielsweise aus zwei, sich bezüglich
der Rotorachse im Wesentlichen in der gleichen Ebene senkrecht zur Rotorachse gegenüberliegenden
permanentmagnetischen Elementen besteht, deren Polrichtungen im Wesentlichen gleich
sind. Zeigt nun die Polrichtung des rotierbar um seine Achse gelagerten Rotors in
die gleiche Richtung wie die Polrichtung des vorzugsweise starr mit dem Gehäuse verbundenen
Stators (Rotor in Freigabeposition), so ist der magnetische Fluss ebenfalls kurzgeschlossen,
das Arbeitsfeld minimal und der Hebemagnet gibt die Last frei. Zeigt die Polrichtung
des Rotors entgegen der Polrichtung des Stators (Rotor in Aufnahmeposition), so herrscht
am Anlageelement ein entsprechend starkes Arbeitsfeld, das bestimmungsgemäss zumindest
zur sicheren Aufnahme der Last reicht.
[0019] Es ist klar, dass eines oder aber auch mehrere derartig wechselwirkende Stator-Rotor-Paare
in einem Hebemagneten angeordnet werden können. Für Lasten, die ein grosses Gewicht
im Vergleich zum Hebemagneten oder entsprechend grosse Abmessungen aufweisen, beispielsweile
Lasten mit einem Gewicht von mehr als 5000 Kilogramm, oder mit Längen vom Mehr als
2 Meter, können beispielsweise entlang eines Anlageelementes mehrere gleichartig wirkende
Stator-Rotor-Paare im gleichen Gehäuse angeordnet sein. Ein Gehäuse für einen Hebemagneten
mit einem einzelnen Stator-Rotor-Paar kann beispielsweise gut einen halben Meter hoch,
etwas weniger breit und gut doppelt so lang sein. Ein Durchmesser des Rotors kann
hierbei gut einen Drittel dieser Breite einnehmen und eine Länge des Rotors sich je
nach Orientierung im Wesentlichen über die halbe oder ganze Länge oder Höhe des Gehäuses
erstrecken. Ein typisches Gewicht des Hebemagneten mit einem Rotor-Stator-Paar kann
beispielsweise 450 Kilogramm betragen. Diese Abmessungen und das Gewicht sind jedoch
von der geforderten Leistung (beispielsweise Hebelasten von 1000 bis 5000 Kilogramm)
des Hebemagneten abhängig. Ein Hebemagnet mit reduzierter Leistung (beispielsweise
eine Hebelast bis 1000 Kilogramm) kann also kleiner dimensioniert und/oder leichter
als ein Hebemagnet mit gesteigerter Leistung (beispielsweise eine Hebelast von 3000
Kilogramm sein. Ein Lasthebemagnet oder Hebemagnet für Lasten mit grösseren Abmessungen
und/oder mit gesteigerter Leistung, beispielsweise mit mehreren Stator-Rotor-Paaren
kann also in einer grösseren Version bereitgestellt sein. Beispielsweise mit einer
Länge von bis zu zwei Meter. Hierbei sei angemerkt, dass angegebene Leistungen bzw.
Hebelasten sich insbesondere auf Lasten in der Praxis beziehen.
[0020] Zudem können zwei oder mehr erfindungsgemässe Hebemagneten über einen flächigen oder
einen balkenartigen Träger miteinander zu einer Einheit verbunden, vorzugsweise synchron
geschaltet und über ein Druckleitungsnetz aus mindestens einer Hauptdruckleitung und
weiteren Druckleitungen betätigbar sein. Ein flächiger Träger erlaubt hierbei die
Kombination von Hebemagneten mit Nachbarn zu verschiedenen Seiten, ein länglicher
Träger erlaubt die Kombination der Hebemagneten im Wesentlich entlang dessen Länge.
So können beispielsweise zwei Hebemagneten über einen Balkenträger tandemartig verbunden
werden. Die Gehäuse der beiden Hebemagneten sind hierbei mit dem Fachmann bekannten
Befestigungsmitteln ausgestattet, mit welchen sie am Träger bzw. am Tragelement, das
korrespondierende Befestigungsmittel bereitstellt, befestigbar sind. Solche Befestigungsmittel
können beispielsweise Verbindungen mittels Haken, Schraub-, Bolzen- oder Nietverbindungen
oder Schweissverbindungen sein. Es ist vorteilhaft, wenn diese Verbindungen lösbar
ausgestaltet sind, sodass die Anzahl der Hebemagneten am Tragelement, beispielsweise
ein, zwei, je nach Ausführungsform jedoch auch drei, vier oder mehr, variiert werden
kann. Das Tragelement ist vorzugsweise starr ausgeführt, die Verbindungsstelle der
Lasthebemagnete mit dem Tragelement vorzugsweise gelenkig. Somit kann sich das System
den Anforderungen anpassen (z.B. Durchhängen von Profilen).
[0021] Wenn die Baumaschine Hydraulikmittel bereitstellt, welche über Hauptdruck- und Druckleitungen
eine Ansteuerung von mehreren Werkzeugen individuell erlaubt, so ist es auch denkbar,
dass die einzelnen Hebemagneten der Hebemagneteinheit separat angesteuert werden.
Eine solche Hebemagneteinheit ist prinzipiell gleich wie der einzelne Hebemagnet aufgebaut
und bedienbar und beispielsweise für Lasten, welche die Leistungsfähigkeit eines einzelnen
Hebemagneten übersteigen, einsetzbar.
[0022] Der Stator des erfindungsgemässen Hebemagneten kann beispielsweise durch freie Enden
allfälliger Polbeine, einen Teil des Gehäuses und insbesondere einen Teil oder das
gesamte Anlageelement bilden. Bei der Konstruktion des Hebemagneten, insbesondere
des Stators (wie auch des Rotors), ist es grundsätzlich von Vorteil, darauf zu achten,
dass das Magnetfeld der verbauten permanentmagnetischen Elemente, welches vom Stator
(oder vom Rotor) alleine am Anlageelement oder an der Anlagefläche bereitgestellt
wird, optimal zum Anlageelement geleitet wird. Dies ist durch Anordnen der Magnete
entsprechend nahe am Anlageelement, jedoch auch durch die Materialwahl der Konstruktionselemente
erreichbar. Konstruktionselemente sollten nur dann einen das Magnetfeld nennenswert
beeinflussenden magnetischen Effekt haben, wenn sie von ihrer Lage und/oder Form her
geeignet sind, dieses Feld am Anlageelement zu verstärken und/oder einen optimalen
Kurzschluss des Magnetfeldes des Stators durch das Magnetfeld des Rotors zu ermöglichen.
Eine ebengenannte Verstärkung kann bewerkstelligt werden, indem diese magnetischen
Konstruktionselemente beispielsweise magnetische Feldlinien auffangen und zu einem
Arbeitspunkt des Hebemagneten, also in den Bereich der Anlagefläche des Anlageelementes,
an welcher die magnetische Last anliegen soll, zwecks Feldverstärkung führen.
[0023] Tragen Teile der Konstruktion form- oder lagebedingt nicht zu einer solchen Verstärkung
des Feldes der einzelnen permanentmagnetischen Elemente und/oder zum vorgenannten
magnetischen Kurzschluss bei, ist es vorteilhaft, wenn sie nur minimal oder nicht
magnetisch wirken, jedenfalls den magnetischen Wirkkreis nicht derartig stören, dass
die Leistungsfähigkeit des Hebemagneten abnimmt. Es ist allerdings auch auf die Materialkosten
zu achten. Ein Mantel oder Gehäuse aus Stahl wird beispielsweise einem Mantel aus
rostfreiem Stahl bevorzugt, da ersterer bedeutend kostengünstiger und sich gemäss
FEM-Berechnung als sinnvoller gegenüber einem Mantel aus rostfreiem Stahl erweist
(Bei FEM-Berechnungen wird beispielsweise jede Stellung des Rotors mit Hilfe einer
Magnetfeldberechnungssoftware berechnet. Dabei werden relevante Parameter wie Drehmoment
und Kraftvektoren ermittelt.). Dieser Mantel aus Stahl wirkt vorteilhaft mit den Permanentmagneten
zusammen und verbessert die Leistungsfähigkeit des Hebemagneten. Idealerweise wird
ein magnetischer Kurzschluss des Stators hauptsächlich durch den Rotor verursacht,
hauptsächlich dann, wenn sich der Rotor in oder nahe der Freigabeposition befindet.
Damit wird ein minimales Magnetfeld am Anlageelement erzeugt, wenn der Rotor in Freigabeposition
ist.
[0024] Die Permanentmagnete beinhalten vorzugsweise seltene Erden. Soll der Magnet hohe
Temperaturen aushalten, kann beispielsweise ein Aluminium-Nickel-Kobalt beinhaltendes
Material verwendet werden. Sind besonders hohe Energiedichten gefragt, können beispielsweise
Samarium-Kobalt- oder Neodym-Eisen-Bor-haltige Verbindungen eingesetzt werden. Es
sind auch Kombinationen der vorgenannten Materialien denkbar. Permanentmagnete sind
auch insofern vorteilhaft, als kein Stromfluss wie bei einem Elektromagneten zur Aufrechterhaltung
des Magnetfeldes benötigt wird. Dies steigert die Betriebssicherheit des Hebemagneten
und vereinfacht die Benützung des Hebemagneten insofern, als dass keine Generatoren
oder Stromquellen benötigt werden. Der erfindungsgemässe Lasthebemagnet wird also
vorzugsweise durch Betätigung des Zylinder/Kolben-Aktuators, beispielsweise mit Hydrauliköl
im Falle eines hydraulischen Aktuators, betrieben, und dies nicht manuell sondern
automatisch, beispielsweise auf Knopfdruck und ohne dass ein Generator für die Erzeugung
des Arbeitsfeldes benötigt wird. Des Weitem weist vorzugsweise jeder Arbeitszylinder,
jedoch mindestens ein Arbeitszylinder pro Rotor einen herkömmlichen Sperrblock auf.
Dieser Sperrblock bewirkt, dass der Zylinder bei störungsbedingtem Druckabfall in
Druckleitungen, über welche ein Druck im Arbeitszylinder übertragen wird, blockiert
wird und vermindert damit eine Sicherheitsgefährdung durch plötzliche Lastenfreigabe
aufgrund ungewollte Rotation des Rotors.
[0025] Der erfindungsgemässe Hebemagnet umfasst einen Zylinder/Kolben-Aktuator mit mindestens
einem Arbeitszylinder zum vor- und zurückrotieren des Rotors. Bevorzugt wird die Ausführungsform
mit zwei Arbeitszylindern, es können jedoch auch nur einer oder drei oder aber mehr
Arbeitszylinder vorgesehen sein. Ein Fachmann weiss diese Anzahl aufgrund der herrschenden
Kraftverhältnisse optimal einzuschätzen.
[0026] Dieser Aktuator ersetzt sodann einen Handgriff und insbesondere das manuelle Umlegen
desselbigen, wie es aus dem Stand der Technik bekannt ist. Dabei soll der Arbeitszylinder
den vorherrschenden Kraftverhältnissen, welche bei bestimmungsgemässem Rotieren des
Rotors auftreten, nach einer dem entsprechenden Fachmann bekannten Art, angepasst
dimensioniert sein. Aufgrund des maximal auftretenden Drehmoments, welches der Fachmann
qualitativ berechnen (Bei FEM-Berechnungen wird beispielsweise jede Stellung des Rotors
mit Hilfe einer Magnetfeldberechnungssoftware berechnet. Dabei werden relevante Parameter
wie Drehmoment und Kraftvektoren ermittelt. Diese dienen zur Auslegung von Zylinder,
Lager und Verbindungselementen.) oder durch Tests ermitteln kann, wird der Arbeitszylinderquerschnitt
und eine Tragzahl von Flanschlagern ausgelegt.
[0027] Als Arbeitszylinder werden insbesondere Hydraulikzylinder bevorzugt. Es können jedoch
auch pneumatische Elemente oder Kombinationen von hydraulischen und pneumatischen
Mitteln verwendet werden.
[0028] Umfasst der Zylinder/Kolben-Aktuator einen oder mehrere Hydraulikzylinder, so soll
dieser durch Hydraulikmittel, welche beispielsweise ein handelsüblicher Traktor oder
eine entsprechende Baumaschine bereitstellt, nach herkömmlicher Weise mittels Hydraulikfluiden
betreibbar sein. Dies bietet den Vorteil, dass der Hebemagnet durch einen herkömmlichen
Traktor oder eine Baumaschine betätigt werden kann; eine hydraulische Kopplung mit
Werkzeugaufsätzen, wie etwa dem erfindungsgemässen Hebemagneten, ist Voraussetzung.
Diese Maschine ist dann vorzugsweise mit einer Hydraulikpumpe oder einem hydraulischen
Druckspeicher versehen. Idealerweise kann beispielsweise der Baumaschinenführer einer
Baumaschine, an welcher der erfindungsgemässe Hebemagnet auf herkömmliche Weise befestigt
ist, den Hebemagneten durch Ansteuerung der entsprechenden Betätigungsmittel, beispielsweise
der Hydraulikmittel der Maschine, welche mit dem Zylinder/Kolben-Aktuator in dem Fachmann
bekannter Wirkverbindung stehen, aktivieren oder deaktivieren.
[0029] Der Maschinenführer kann also durch Betätigung der Hydraulikmittel der Maschine,
beispielsweise von der Führerkabine aus, den Rotor in Aufnahme- oder Freigabeposition
verschwenken oder rotieren. Gleiches gilt beispielsweise auch, wenn der Hebemagnet
mit einem Kran, beispielsweise eines Kraftfahrzeuges, an einem Schwenkarm oder an
einem Kabel oder Seil geführt wird. So kann der Hebemagnet beispielsweise im Recyclingsektor
angewendet werden. Dabei werden Armierungseisen o.ä. mit Hilfe des Hebemagneten gehoben
und transportiert. Der Hebemagnet kann auch als Reinigungsmaschine auf Bau bzw. Abbruchstellen
eingesetzt werden (Sammlung von magnetischem Material). Der Lasthebemagnet kann ebenfalls
im Tiefbau als Heber von Stahlplatten oder beim Handling mit Bündel von Armierungseisen
eingesetzt werden.
[0030] Aufgrund der Symmetrie des rotierenden Rotors wird der Schwerpunkt der Hebemagneten
durch Schaltvorgänge nicht wesentlich beeinflusst. Der erfindungsgemässe Hebemagnet
ist also sehr präzise und kontrolliert einsetzbar. Eine solche Steuerung ist weiter
vorteilhaft, da ein aufwändiges Umlegen eines Handgriffes oder Hebels am Hebemagneten
selbst wegfällt, welches einen Gang zum Hebemagneten oder einen zusätzlichen Operator
benötigt. Der Hebemagnet ist somit insbesondere auch an Stellen einsetzbar, welche
für Menschen nur schwer oder nicht zugänglich sind, beispielsweise ein Hausdach oder
eine Baugrube oder eine sonstige Gefahrenzone. Zudem muss der Benutzer den Rotor nicht
mehr direkt durch eigene Muskelkraft rotieren. Dies ist insbesondere bei Hebemagneten,
welche eine grosse Schaltkraft zum Umlegen des Handgriffes benötigen, vorteilhaft.
Beispielsweise werden manuelle Lasthebemagnete oft erst beim Auflegen des Magneten
auf dem zu hebenden Teil eingeschaltet; der Widerstand des manuellen Lasthebemagneten
beim Umlegen des Handgriffs ist zu hoch, um ein Schwenken in der Luft zu ermöglichen
(erst der durch die Last "kurzgeschlossene" Kreislauf ermöglicht das manuelle Umlegen
des Hebels). Der erfindungsgemässe Lasthebemagnet ist hingegen ohne Kontakt mit einer
Last, vorzugsweise automatisch, beispielsweise auf Knopfdruck, schaltbar. Der erfindungsgemässe
Lasthebemagnet, insbesondere dessen Mechanik ist dafür ausgelegt, ohne Lastanlage
schaltbar zu sein. In Verbindung mit dem Schalten verbunden auftretende Kräfte werden
hierbei grösstenteils im erfindungsgemässen Lasthebemagneten kompensiert, beispielsweise
ist die auf den Zylinder wirkende Reaktionskraft des Rotors durch das Gehäuse oder
den Stator kompensierbar.
[0031] Je nach Einsatz des Hebemagneten ist das Einschalten in der Luft, also fern von der
Last, vorteilhaft oder gar Voraussetzung, z.B. beim "Saugen" von am Boden liegenden
Eisenteilen, d.h. beim Sammeln von Eisenteilen, welche auf Boden verstreut liegen,
indem der Hebemagnet im aktivierten Zustand über den Boden geschwenkt wird, sodass
sich die Eisenteile an der Anlagefläche sammeln und anschliessendes Abladen der Eisenteile
an einem vorbestimmten Ort. Zudem bietet die vorliegende Erfindung gegenüber bekannten
Lasthebemagneten, welche durch Stromfluss in einer Spule die benötigten Magnetfelder
erzeugen und somit auch beispielsweise per Knopfdruck ansteuerbar sind, den Vorteil,
dass die erfindungsgemäss verwendeten Permanentmagnete keinen solchen Stromfluss voraussetzen.
[0032] Alternativ zur hydraulischen Aktivierung des Kolbens ist es auch denkbar, dass der
Arbeitszylinder pneumatisch angetrieben wird. Pneumatikzylinder setzen voraus, dass
die entsprechende Maschine, an welche der Hebemagnet gekoppelt wird, pneumatische
Mittel, insbesondere einen pneumatischen Druckspeicher oder eine pneumatische Pumpe
zur Verfügung stellt.
[0033] Der Arbeitszylinder schafft die Wirkverbindung zwischen Stator und Rotor derartig,
dass der Rotor durch Betätigung des Arbeitszylinders relativ zum Stator rotierbar
oder verschwenkbar ist. Dabei können die Kolbenstange und der Zylinderkörper des Arbeitszylinders
direkt am Stator bzw. am Rotor, oder auch umgekehrt, befestigt werden (direkte Befestigung).
Vorteilhafterweise, jedoch nicht notwendigerweise wird jedoch der Zylinderkörper des
Arbeitszylinders verschwenkbar am Gehäuse und die Kolbenstange des mindestens einen
Arbeitszylinders am Rotor befestigt. Über das Gehäuse ist der Zylinderkörper dann
indirekt am Stator, welcher seinerseits am Gehäuse befestigt ist, befestigt (indirekte
Befestigung).
[0034] Besonders bevorzugt ist ein Ausführungsbeispiel, bei welchem der Zylinderkörper senkrecht
über der horizontal verlaufenden Rotorachse befestigt ist. Dabei liegt der Befestigungs-
oder Aufhängepunkt des Zylinderkörpers vorzugsweise innerhalb des Gehäuses an einem
oberen Gehäuseabschnitt bzw. einer oberen Gehäuseabdeckung und zwar mittig bezüglich
der Breite der Gehäuseabdeckung. Diese mittige Anordnung führt einerseits zu einer
symmetrischen Verteilung der Kräfte, welche vom Zylinderkörper auf das Gehäuse übertragen
werden. Andererseits ist es für die Fabrikation bis zum Zeitpunkt des Zylindereinbaus
nicht relevant, wie der Zylinder fluchten muss. Somit können Fabrikationsfehler vermieden
werden. Alternativ kann dieser Aufhängepunkt näher an der einen Seitenwand des Gehäuses
angebracht werden, was eine Wirkrichtung des Arbeitszylinders ändert. Hierbei soll
der Stator starr mit dem Gehäuse verbunden sein. Die Wirkrichtung des Arbeitszylinders
ist idealerweise senkrecht zur Rotorachse. Betätigt der Arbeitszylinder den Rotor,
so führt der Arbeitszylinder Pendelbewegungen in einer Ebene senkrecht zur Rotorachse
aus, während er den Rotor rotieren lässt.
[0035] Eine kompakte Bauform ist vorteilhaft, da Magnetfelder bei räumlicher Entfernung
sehr stark abfallen. Hinsichtlich einer kompakten Bauform ist es also vorteilhaft,
wenn das Gehäuse minimale Abmessungen hat. Der Arbeitszylinder mit ausgefahrener Kolbenstange
erstreckt sich hierbei vorzugsweise über einen wesentlichen Teil des Hebemagneten.
[0036] Greifen zwei oder mehr Arbeitszylinder an einem Rotor an, so arbeiten diese Zylinder
vorzugsweise synchron. Alternativerweise können die Arbeitszylinder auch gegensynchron
arbeiten. Die Arbeitszylinder werden in beiden Fällen nach einer dem Fachmann bekannten
Art und Weise derartig über Druckleitungen verschaltet, dass sich bei Druckbeauftragung
bzw. Druckablass des Zylinder/Kolben-Aktuator über eine Hauptdruckleitung die entsprechenden
vorzugsweise identischen Arbeitszylinder synchron oder gegensynchron lateral schwenkend
bewegen. Unter synchron ist hierbei gleichzeitiges Verschwenken der arbeitenden Zylinder
zur gleichen Seite des Gehäuses, wobei Anlenkpunkte der Zylinder am Rotor sich vorteilhafterweise
auf der gleichen Höhe befinden. Arbeiten die Zylinder gegensynchron, so Verschwenken
sie sich zu gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses und die Anlenkpunkte befinden sich
im Wesentlichen gegenüberliegend bezüglich der Rotorachse.
[0037] Die Hauptdruckleitung und/oder die anderen Druckleitungen umfassen vorteilhafterweise
ein Überdruckventil, welches einen maximalen Betriebsdruck der Hydraulikflüssigkeit
auf beispielsweise 180 bar begrenzt.
[0038] Idealerweise beträgt ein totaler Schwenkwinkel, um welchen der Rotor aus der Freigabeposition
in die Aufnahmeposition oder umgekehrt rotiert oder verschwenkt wird, 180° also eine
halbe Umdrehung. Beim Rotieren aus der Freigabeposition in die Aufnahmeposition werden
also die Polrichtungen von idealerweise antiparallel (zeigen in die entgegengesetzte
Richtungen) auf idealerweise parallel (beide zeigen in die gleiche Richtung) verschwenkt.
Dies entspricht also eine Umkehrung der Polrichtung des zweiten permanentmagnetischen
Elementes.
[0039] Der erfindungsgemässe Rotor umfasst vorzugweise eine Nabe und einen Pleuel, über
welchen der Arbeitszylinder mittels einer Anschweissbüchse, die sich am freien Ende
der Kolbenstange anschliesst, den Rotor betätigt. Ist der Zylinderkörper am kolbenstangenfernen
(distalen) Ende verschwenkbar an einem Aufhängepunkt beispielsweise am Gehäuse befestigt,
so sind Positionen, in welchen der Anlenkpunkt des Pleuels maximale und minimale Entfernung
zum besagten Aufhängepunkt hat, Totpunkte dieses mechanischen Systems. In diesen Totpunkten
liegen also das verbindende Gelenk und die einwirkenden Kraftvektoren auf einer Linie.
Je näher das Gelenk sich der Linie nähert, umso stärker wirkt sich die Reibung im
Gelenk aus bzw. desto grösser wird die benötigte Querkraft, um das Gelenk aus der
Linie zu entfernen. Grössere Querkraft heisst auch höhere Tangentialkraft (Kräftediagramm).
Diese mechanischen Totpunkte sind nur aufwändig zu überwinden. Der totale Schwenkwinkel
ist daher beim erfindungsgemässen Lasthebemagneten derart gewählt, dass kein solcher
Totpunkt überwindet werden muss. Das heisst, dass der totale Schwenkwinkel kleiner
als 180° ist und keinen der Totpunkte überstreicht. Bevorzugt wird hier ein Schwenkwinkel
von 120°.
[0040] Ein ruckartiges Anlaufen aus einer Endposition (Aufnahme- oder Freigabeposition)
kann entstehen, wenn ein Anlenkwinkel bei eingezogener Kolbenstange zu flach bzw.
bei ausgefahrener Kolbenstange zu spitzig gewählt wird und die entsprechenden Querkräfte
derart gross sind, dass der Rotor nicht ruckfrei aus einer Endposition rotiert werden
kann, sondern beispielsweise zumindest phasenweise aufgrund der mechanischen und magnetischen
Reibung kurzzeitig hängen bleibt oder gebremst wird. Unter dem Anlenkwinkel wird hierbei
der Winkel zwischen der Strecke Aufhängepunkt des Zylinders und Anlenkpunkt und der
Strecke Anlenkpunkt und Rotorachse verstanden.
[0041] Mit einem Schwenkwinkel von 120° kann der Anlenkwinkel in der Aufnahme- und der Freigabeposition
beispielsweise etwa 30° respektive etwa 150° betragen. Dies minimiert die benötigten
Querkräfte und verkleinert das Rucken beim Anlaufen aus den genannten Endpositionen,
während der Wirkungsgrad des Systems dadurch nur um etwa 10% reduziert wird. Idealerweise
fluchtet die Zylinderachse hierbei in Endpositionen, also in der Freigabe- und der
Aufnahmeposition gleich. Damit sind die besagten Querkräfte in der Freigabe- und der
Aufnahmeposition gleich. Die Drehmomente, welche diesbezüglich aufgrund der Wechselwirkung
des ersten und zweiten permanentmagnetischen Elementes auftreten, werden hierbei vernachlässigt,
da ihr Beitrag minimal ist. Mit dieser Anordnung wird die Gefahr des ruckartigen Anlaufens
also auf beide Positionen gleich verteilt, d.h. beim Anfahren aus beiden Positionen
herrscht ein ähnlich ruckartiges Verhalten, welches aufgrund des eingeschränkten Schwenkwinkels
abgeschwächt ist. Dies ist auch insofern vorteilhaft, da durch die Symmetrie dieser
Anordnung in beiden Positionen auch im Wesentlichen gleiche Verschleisserscheinungen
aufgrund der genannten Kräfte auftreten. Diese eingeschränkte Rotation ist zudem vorteilhafterweise
derart, dass das erste und zweite permanentmagnetische Element keine relative Position
zueinander einnehmen, in welcher deren Polrichtungen strikt parallel oder antiparallel
verlaufen. Dies reduziert zwar das maximale und vergrössert das minimale Arbeitsfeld,
ist aber vorteilhaft hinsichtlich eines ruckfreieren Anlaufens der Rotation des Rotors
aus den beiden Endpositionen und der Hebemagnet kann mit dem 120°-Schwenkwinkel dennoch
mit ca. 90% der maximalen Leistung betrieben werden. Alternativerweise ist es jedoch
denkbar, dass der Anlenkpunkt derart am Rotor angesetzt ist, dass eine der besagten
relativen Positionen einnehmbar ist, um beispielsweise für eine spezielle Anwendung
ein extremales Arbeitsfeld zu erhalten.
[0042] Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0043] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1a
- eine Querschnittsansicht eines erfindungsgemässen Hebemagneten mit einem Hydraulikzylinder;
- Fig. 1b
- einen Vergrösserungsausschnitt der Figur 1a;
- Fig. 1c
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Pleuels mit Nabe nach Fig. 1a;
- Fig. 1d
- eine andere Seitenansicht des Pleuels mit Nabe nach Fig. 1c,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch einen Hebemagneten nach Fig. 1a;
- Fig. 3
- eine weitere Querschnittsansicht des Hebemagneten nach Fig. 1a in deaktiviertem Zustand
(Rotor in Freigabeposition);
- Fig. 4
- eine weitere Querschnittsansicht des Hebemagneten nach Fig. 1a in aktiviertem Zustand
(Rotor in Aufnahmeposition); und
- Fig. 5
- eine Detailansicht des Hydraulikzylinders nach Fig. 1a.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0044] Eine bevorzugte Ausführungsform des Hebemagneten 1 ist in Fig. 1a und in Figuren
3 und 4 in einer Querschnittsansicht dargestellt. In Fig. 2 ist ein entsprechender
Längsschnitt abgebildet; hierbei ist der in Fig. 2 links liegende Bereich der vordere,
der rechts liegende der hintere, der oben liegende der obere und der unten liegende
der untere Bereich des Hebemagneten 1; von vorne betrachtet liegt die linke Seite
des Hebemagnete 1 links der Mitte des Hebemagneten 1, die rechte Seite rechts davon.
[0045] Wie beispielsweise in Fig. 2 erkennbar ist, umfasst der Hebemagnet 1 einen länglichen
Stator 30, einen zylinderförmigen Rotor 50 und einen Zylinder/Kolben-Aktuator 101
mit zwei hydraulisch betriebenen Arbeitszylindern 100, 100', welche in einem Gehäuse
10 angeordnet sind.
[0046] Das Gehäuse 10 umfasst Gehäuseseitenwände 11, welche nach oben vorzugsweise leicht
zusammenlaufen. Daran schliesst sich eine oberer Gehäuseabschnitt 12 an, welche ein
herkömmliches Befestigungselement 2 zur Kopplung des Hebemagneten 1 mit einer geeigneten
Maschine aufweist. Dieses Befestigungselement 2 kann einen Befestigungsring 3 umfassen.
Alternativerweise sind auch andere, dem Fachmann bekannte Befestigungselemente denkbar,
beispielsweise auch Schnellwechselsysteme für einen automatischen Betrieb (mannlose
Wechselsysteme). Das Gehäuse 10 umfasst weiter eine untere Gehäuseabdeckung 20 und
im vorderen und im hinteren Teil des Gehäuses 10 je einen Gehäusebodenabschnitt 24.
Weiter umfasst das Gehäuse 10 auch Teile von freien Enden 33, 34 von magnetisierbaren
Polbeinen 35, 36, in welchen sich der Stator 30 vorzugsweise über seine gesamte Länge
gegen unten erstreckt. Die Enden 33, 34 ragen vorteilhafterweise über die Gehäusebodenabschnitte
24 und die untere Gehäuseabdeckung 20. Die überstehenden Enden 33, 34 bilden mit der
unteren Gehäuseabdeckung 20 ein Anlageelement, wobei die überragenden Polbeine 35,
36 an ihren Innenflächen nach oben leicht zusammenlaufen und so eine Last gegen eine
Mitte der Anlagefläche des Anlageelementes 20, 33, 34 führen. Im Gehäuse 10 sind weiter
zwei vertikale Schottwände 27 derart bereitgestellt, dass der Innenraum des Gehäuses
in drei Kammern unterteilt wird, je eine im Wesentlichen gleichgrosse äussere Kammer
40, 40' im vorderen und hinteren Bereich des Gehäuses 10 und eine im grössere mittlere
Kammer 41 dazwischen.
[0047] In den äusseren Kammern 40, 40' ist je ein Arbeitszylinder 100, 100' und in der mittleren
Kammer 41 der Stator 30 und wesentliche Teile des Rotors 50 angeordnet. Die beiden
Arbeitszylinder 100, 100' sind identisch. Die Schottwände 27 weisen hierbei mehrere
Durchbrüche auf, beispielsweise zur Durchführung von einem hinteren oder vorderen
Rotorabschnitt 54, 55 oder von Druckleitungen 21, 22 zur Versorgung der Arbeitszylinder.
Über zwei Hauptdruckleitungen 22 mit Druckanschlüssen 23, welche an Leitungsverzweigungen
28 in Druckleitungen 21 übergehen (siehe z.B. Fig. 3), wobei diese zumindest in der
mittleren Kammer 41 symmetrisch verlaufen, sind die Arbeitszylinder 100, 100' betreibbar.
Dieser symmetrische Verlauf ermöglicht, dass die Schottwände 27 gleich ausgestaltet
sein können. Dies ist vorteilhaft, da Fehler während der Fabrikation verhindert werden
können (Austauschbarkeit). Zudem ist dadurch die Produktion der Schottwände 27 einfacher,
was hilft, Kosten zu sparen. Zudem herrschen gleiche Platzverhältnisse für Druck-
und Rücklaufleitung und somit identische Einbaubedingungen für Druckreduzierventile
in Kammer 41. Die Druckanschlüsse 23 sind derart ausgestaltet, dass sie mit herkömmlichen
Hydraulikmitteln von geeigneten Maschinen verbindbar sind. Die obere Gehäuseabdeckung
12 stellt zur Durchführung der Hauptdruckleitungen 22 und zu Wartungszwecken mindestens
eine Ausnehmung 26 bereit, welche durch eine durch herkömmliche Mittel lösbar befestigbare
plattenförmige Abdeckung 25 verschliessbar ist. Die Hauptdruckleitung 22 und/oder
die Druckleitungen 21 weisen mindestens ein herkömmliches Überdruckventil auf, welches
vorzugsweise in der mittleren Kammer 41 angeordnet ist.
[0048] Der Stator 30 ist im Wesentlichen zwischen den beiden Schottwänden 27 über die Länge
der mittleren Kammer 41 angeordnet und stellt ein erstes permanentmagnetisches Element
32, welches sich im Wesentlichen in rechteckiger Querschnittsform über die gesamte
Länge des Stators 30 etwa auf halber Höhe des Gehäuses 10 erstreckt, bereit. Eine
Polrichtung X (magnetische Nordpol-Südpol-Richtung) des ersten permanentmagnetischen
Elementes 32 zeigt hier horizontal und senkrecht zur Längsrichtung des Gehäuses 10,
in Fig. 3 nach links. Vom ersten permanentmagnetischen Element 32 erstrecken sich
die Polbeine 35, 36 sich voneinander entfernend in den unteren Bereich des Gehäuses
10, wo sich die freien Enden 33, 34 anschliessen. Der Stator 30 hat also balkenförmig
mit einem im Wesentlichen dreieckigen Querschnitt, wobei die Spitze des Dreiecks ausgenommen
ist und die Grundfläche des Balkens eine Ausnehmung 16 aufweist, welche durch die
Innenflächen der Polbeine 35, 36 definiert wird und zur Aufnahme des Rotors 50 dient
(siehe z.B. Figuren 3 und 4).
[0049] Die Polbeine 35, 36 bestehen aus einem Material mit hoher Permeabilität, beispielsweise
aus Weicheisen oder kohlenstoffarmer Stahl, bündeln also das Magnetfeld des ersten
permanentmagnetischen Elementes 32 und auch eines zweiten permanentmagnetischen Elementes
52 des Rotors 50 und leiten das resultierende Magnetfeld, welches sich aus allen örtlich
vorherrschenden Magnetfeldern zusammensetzt, gegen die freien Enden 33, 34 der Polbeine
35, 36.
[0050] Unmittelbar oberhalb des Anlageelementes 20, 33, 34, also im unteren Bereich des
Gehäuses 10, und unterhalb des ersten permanentmagnetischen Elementes 32 ist zwischen
den Polbeinen 35, 36 in der Ausnehmung 16 der Rotor 50 um eine Rotorachse 56 rotierbar
angeordnet. Die Ausnehmung 16 ist hierbei derart geformt, dass die Ausbuchtungen aufweist,
in welchen der im Querschnitt im Wesentlichen kreisförmige Rotor 50 einragt. Die Rotorachse
56 liegt hierbei zentral im Rotor 50 und verläuft horizontal entlang der Länge des
Gehäuses 10 und des Stators 30, parallel zur Anlagefläche.
[0051] Der Rotor 50 stellt das zweite permanentmagnetische Element 52 bereit. Dieses Element
52 nimmt mit seinem vorzugsweise im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt einen wesentlichen
Teil des Rotorquerschnittes ein (siehe Figuren 3 und 4). Zu beiden Seiten des permanentmagnetischen
Elementes 52 vervollständigen Teile von Kreissegmenten 53, welche sich längs der Rotorachse
56 erstrecken, den im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt des Rotors 50. Hierbei
sind diese Teile von Kreissegmenten 53 aus einem Material mit hoher Permeabilität,
wie kohlenstoffarmer Stahl, welches Magnetfelder leitet. Das zweite permanentmagnetische
Element 52 erstreckt sich im Wesentlichen über die gleiche Länge wie das erste permanentmagnetische
Element 32 und wechselwirkt mit diesem, insbesondere über die Polbeine 35, 36 und
Kreissegmente 53. Eine Polrichtung des Rotors 50 (magnetische Nordpol-Südpol-Richtung)
zeigt senkrecht zur Rotorachse 56 und rotiert in der Ebene senkrecht zur Rotorachse
56 mit dem rotierenden Rotor 50. Über Durchbrüche im unteren Bereich der Schottwände
27 ragt der Rotor 50 in die äusseren Kammern 40, 40', wobei der jeweilige Arbeitszylinder
100, 100' in den äusseren Kammern 40, 40' an in die äusseren Kammer 40, 40' ragenden
Teilen des Rotors 50 angreift. Damit ist der Rotor 50 mittels der beiden Arbeitszylinder
100, 100' zwischen der Aufnahmeposition und der Freigabeposition rotierbar.
[0052] Der Arbeitszylinder 100, 100' umfasst einen Zylinderkörper 110, 110', in welchem
ein Kolben (in den Zeichnungen nicht sichtbar) hin- und herbewegbar gelagert ist,
und eine Kolbenstange 120, 120' welche am Kolben befestigt ist. Der Zylinderkörper
110, 110' und damit der Arbeitszylinder 100, 100' ist hängend verschwenkbar zentral
oberhalb des Stators 30 und der Rotorachse 56 an dem oberen Gehäuseabschnitt 12 an
einer Aufhängung 14, 14' befestigt. Dazu weist das distale Ende des Zylinderköpers
110, 110' einen Befestigungsabschnitt 116, 116' mit einer Ausnehmung 117, 117' (siehe
z.B. Fig. 5) zur Befestigung des Zylinderkörpers 110, 110' an der Aufhängung 14, 14'
mittels eines Bolzens oder eines Stifts auf.
[0053] Die Aufhängung 14, 14' ist bezüglich der Breite des Gehäuses 10 mittig und am oberen
Gehäuseabschnitt 12 angebracht, derart, dass eine Längsachse des Arbeitszylinders
100, 100' in einer Ebene senkrecht zur Rotorachse 56 pendelt. Durch diese verschwenkbare
Aufhängung des Arbeitszylinders 100, 100' ist die Kolbenstange 120, 120' während einer
Hubbewegung des Kolbens in einer lateralen Pendelbewegung bewegbar.
[0054] Wie in Fig. 1a und Fig. 2 gezeigt, greift die Kolbenstange 120, 120'über einen Pleuel
130, 130', der über eine Nabe 140, 140' mit der Rotorachse 56 verbunden ist, am vorderen
Rotorabschnitt 54 und am hinteren Rotorabschnitt 55 an. Der Pleuel 130 mit Nabe 140
ist in den Figuren 1c und 1d alleine in zwei verschiedenen Seitenansichten dargestellt.
Die Kolbenstange 120, 120' wird hierzu mittels einer sich am freien Ender der Kolbenstange
120, 120' anschliessenden Anschweissbüchse 122, 122' am Pleuel 130, 130' befestigt.
Hierzu weisen die Anschweissbüchsen 122, 122' je eine Ausnehmung 123 (siehe Fig. 5)
und die Pleuel 130, 130' je eine Ausnehmung 133 (siehe Fig. 1a) auf.
[0055] In einer bevorzugten Ausführungsform umgibt der Pleuel 130, 130' mit einem bezüglich
der Rotorachse 56 äusseren Abschnitt 131 die Anschweissbüchse 122, 122' zu beiden
Seiten. Die Anschweissbüchse 122, 122' wird also, wie in Fig. 2 ersichtlich in den
Pleuel 130, 130' eingesetzt. Damit stösst die Kolbenstange 120, 120' beim Ausfahren
seitlich gegen die Nabe 140, 140'. Dieses Anstossen definiert eine Grenze der Rotation,
da der Rotor 50 nicht in diese Richtung weiterrotiert werden kann. Um die Kolbenstange
120, 120' noch weiter ausfahren zu können und den Anschlag der Kolbenstange 120, 120'
also derart zu verschieben, dass der Rotor 50 weiterrotiert werden kann, weisen beide
Naben 140, 140' eine entsprechende Ausnehmung 121 (siehe insbesondere Figuren 1c und
1d) auf. Diese Ausnehmung 121 ist derart angeordnet, dass bei achsennaher Position
der Kolbenstange 120, 120' die Kolbenstange 120, 120' den durch die Ausnehmung 121
bereitgestellten Raum zumindest teilweise vorzugsweise vollständig einnimmt. Achsennah
ist als nahe der Rotorachse 56 zu verstehen. Um die Ausnehmung 121 an der Nabe 140,
140' und damit auch eine strukturelle Schwächung der Nabe 140, 140' minimal zu halten,
ist die Anschweissbüchse 122, 122' an der Kolbenstange 120, 120' lateral bezüglich
einer Kolbenstangenlängsachse gegen die Rotorachse 56 versetzt angebracht (siehe z.B.
Fig. 5). Hierbei ist jedoch zu betonen, dass vorzugsweise eine Hublänge bzw. ein Hub
des Kolbens die Anfangs- und Endposition der Schwenkbewegung durch Kolbenanschlag
definiert. Der Hub entspricht somit dem Abstand der Ausnehmung 133 zwischen Anfangs-
und Endposition und bewirkt direkt den Schwenkwinkel von 120°.
[0056] In einer alternativen, in den Zeichnungen nicht dargestellten Ausführungsform durchstösst
der Rotor 50, insbesondere dessen Nabe 140, 140' und Pleuel 130, 130' die Ebene, in
welcher der Arbeitszylinder 100, 100' pendelt, nicht. Die Anschweissbüchse 122, 122'
liegt dann nur mit der dem Rotor 50 zugewandten Seite am Pleuel 130, 130' an und wird
an dessen äusseren Abschnitt 131 beispielsweise über einen Bolzen, welcher durch Ausnehmungen
123, 133 stösst, befestigt. Die Kolbenstange 120, 120' stösst in dieser Ausführungsform
dann nicht auf die Nabe 140, 140', letztere braucht daher auch keine Ausnehmungen
zu Aufnahme der Kolbenstange 120, 120' aufzuweisen.
[0057] Die Polrichtung X des ersten permanentmagnetischen Elementes 32 ist fix, verläuft
im Wesentlichen horizontal quer zur Länge des Gehäuses 10 und bildet mit der Polrichtung
Y des in Lotrichtung unterhalb des ersten permanentmagnetischen Elementes 32 beabstandet
angeordneten zweiten permanentmagnetischen Elementes 52 einen Polrichtungswinkel α
(siehe Figuren 3 und 4).
[0058] In der bevorzugten Ausführungsform beträgt der Polrichtungswinkel α in der Freigabeposition
155° und in der Aufnahmeposition 35°, wobei der Schwenkwinkel γ des Rotors zwischen
der Freigabeposition und der Aufnahmeposition 120° beträgt. Die Kolbenstange 120,
120' fluchtet hierbei in der Freigabeposition und in der Aufnahmeposition gleich.
[0059] In weiteren bevorzugten Ausführungsformen kann der Polrichtungswinkel α kleiner oder
gleich 175°, vorzugsweise weniger 165°, jedoch mindestens 90° sein, wobei der Schwenkwinkel
γ des Rotors zwischen der Freigabeposition und der Aufnahmeposition kleiner oder gleich
170°, vorzugsweise weniger 150°, jedoch mindestens 5° ist. Hierbei ist in der Aufnahmeposition
der Polrichtungswinkel α gleich der Differenz der Beträge des Polrichtungswinkels
α, wenn der Rotor in der Freigabeposition ist, und des Schwenkwinkels γ.
[0060] Das resultierende Magnetfeld, das Arbeitsfeld, zwischen den freien Enden 33, 34 der
Polbeine 35, 36, also am Anlageelement 20, 33, 34 ist hierbei von der Orientierung
des Rotors 50 abhängig, da sich je nach Stellung des Rotors 50 die einzelnen Magnetfeldkomponenten
vektorartig zum gesamten resultierenden Magnetfeld addieren. Die Permanentmagnete
sind nach einer dem Fachmann bekannten Art gewählt, beispielsweise sind Seltenerdmagnete
aus Neodym mit einem Energieprodukt von rund 300 Kilojoule/Kubikmeter verwendbar,
sodass der Hebemagnet Lasten von bis zu 3000 Kilogramm sicher heben kann. Die FEM-Berechnungen
ergeben beispielsweise für eine bevorzugte Ausführungsform eine Abreisskraft von ca.
8000 Dekanewton. Die Abreisskraft wird nach DIN-Norm VDE 0580 definiert. Die definierte
Leistung eines Lasthebemagnets wird auf dem Markt um den Faktor 2 bis 3 reduziert
(Sicherheitsfaktor). Damit ist auch gewährleistet, dass das Arbeitsfeld durch das
erste und das zweite permanentmagnetische Element 32, 52 dominiert ist.
[0061] Zeigen nun die Polrichtungen im Wesentlichen in die gleiche Richtung oder anders
ausgedrückt zur gleichen Seite des Gehäuses 10, ist ein Polrichtungswinkel α, definiert
als der Winkel zwischen den beiden Polrichtungen, hier gleich 35°, so addieren sich
Beträge von Magnetfeldkomponenten der Magnetfelder des ersten und des zweiten permanentmagnetischen
Elementes am Anlageelement weitestgehend und das Arbeitsfeld erreicht seinen Maximalwert.
Zeigen sie hingegen im Wesentlichen in entgegengesetzte Richtung (zu verschiedenen
Seiten des Gehäuses 10), ist also der Polrichtungswinkel α hier gleich 155°, so reduziert
sich das Arbeitsfeld auf seinen Minimalwert, da sich die entsprechenden Magnetfeldkomponenten
am Anlageelement zumindest teilweise unterschiedliche Vorzeichen aufweisen.
[0062] Erfindungsgemäss wird ebenfalls eine Hebemagneteinheit bereitgestellt (in den Zeichnungen
nicht dargestellt), welche balken- oder flächenartige Tragelemente umfasst. Diese
Tragelemente können beispielsweise Doppel-T-Träger oder Platten aus Stahl sein, die
entsprechende Befestigungsmittel aufweisen. Die Verbindung kann beispielsweise eine
Haken-, Schweiss-, Niet-, Schrauben- oder Bolzenverbindung sein. An diesen Tragelementen
sind dann mittels der Befestigungsmittel mehrere, beispielsweise zwei, drei, vier
oder mehr erfindungsgemässe Hebemagneten 1 nach einer dem Fachmann bekannten Art befestigbar
und zu einer Hebemagneteinheit verbindbar. Das Tragelement ist vorzugsweise starr
ausgeführt, die Verbindungsstelle der Lasthebemagnete vorzugsweise gelenkig. Somit
kann sich das System den Anforderungen anpassen (z.B. Durchhängen von Profilen).
[0063] Der Hebemagneten 1 bzw. die Hegemagneteinheit ist zur Aufnahme von magnetischer Last
und nach einer allfälligen Bewegung des Hebemagneten 1 zur anschliessenden Freigabe
der Last verwendbar.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0064]
- 1
- Hebemagnet
- 2
- Befestigungselement
- 3
- Verbindungsring
- 10
- Gehäuse
- 11
- Seitenwand
- 12
- Oberer Gehäuseabschnitt
- 14
- Aufhängung
- 20
- Untere Gehäuseabdeckung
- 21
- Druckleitung
- 22
- Hauptdruckleitung
- 23
- Druckanschlüsse
- 24
- Gehäusebodenabschnitt
- 25
- Abdeckung
- 26
- Ausnehmung
- 27
- Schottwand
- 28
- Leitungsverzweigung
- 30
- Stator
- 32
- Erstes permanent-magnetisches Element
- 33
- Freies Ende des Stators
- 34
- Freies Ende des Stators
- 35
- Linkes Polbein
- 36
- Rechtes Polbein
- 40
- Äussere Kammer
- 41
- Mittlere Kammer
- 50
- Rotor
- 52
- Zweites permanent-magnetisches Element
- 53
- Teil eines Kreissegmentes
- 54
- Vorderer Rotorabschnitt
- 55
- Hinterer Rotorabschnitt
- 56
- Rotorachse
- 100
- Arbeitszylinder
- 101
- Zylinder/Kolben-Aktuator
- 110
- Zylinderkörper
- 116
- Befestigungsabschnitt
- 117
- Ausnehmung
- 120
- Kolbenstange
- 121
- Ausnehmung
- 122
- Anschweissbüchse
- 123
- Ausnehmung
- 130
- Pleuel
- 131
- Äusserer Abschnitt des Pleuels
- 133
- Ausnehmung
- 140
- Nabe
- X
- Polrichtung
- Y
- Polrichtung
- α
- Polrichtungswinkel
- γ
- Schwenkwinkel
1. Hebemagnet zur kraftschlüssigen Aufnahme von magnetischer, insbesondere ferromagnetischer,
Last umfassend:
mindestens einen Stator (30), umfassend ein erstes permanentmagnetisches Element (32),
mindestens einen dem Stator (30) zugeordneten Rotor (50), umfassend ein zweites permanentmagnetisches
Element (52) und mindestens ein Anlageelement (22, 33, 34) zum Aufnehmen der Last,
wobei der mindestens eine Rotor (50) relativ zum entsprechenden Stator (30) aus einer
Aufnahmeposition, in welcher durch das erste und zweite permanentmagnetische Element
(32, 52) eine magnetische Kraft zum Aufnehmen der Last am Anlageelement (22, 33, 34)
zur Verfügung gestellt ist, in eine Freigabeposition, in welcher die magnetische Kraft
die Last freigebend reduziert ist, rotierbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hebemagnet weiter einen mindestens einen Arbeitszylinder (100) umfassenden Zylinder/Kolben-Aktuator
(101) umfasst, wobei der mindestens eine Arbeitszylinder (100) einen Zylinderkörper
(110) mit einem darin hin- und herbewegbaren Kolben und eine Kolbenstange (120), welche
am Kolben befestigt ist, bereitstellt und über den Zylinderkörper (110) und die Kolbenstange
(120) durch direkte oder indirekte Befestigung eine Wirkverbindung zwischen dem Rotor
(50) und dem entsprechenden Stator (30) bereitstellt, sodass durch Aktivierung des
Zylinder/Kolben-Aktuators (101) der mindestens eine dem Stator (30) zugeordnete Rotor
(50) aus der Aufnahmeposition in die Freigabeposition und zurück rotierbar ist.
2. Hebemagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Arbeitszylinder (100) des Zylinder/Kolben-Aktuators (101) ein
Hydraulikzylinder (100) ist.
3. Hebemagnet nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebemagnet ein Gehäuse (10) umfasst, welches starr mit dem Stator (30) verbunden
ist und dass der Zylinderkörper (110) des mindestens einen Arbeitszylinders (100)
am Gehäuse (10) befestigt ist oder dass besagter Zylinderkörper (110) am Stator (30)
befestigt ist, wobei die Kolbenstange (120) des mindestens einen Arbeitszylinders
(100) am Rotor (50) befestigt ist.
4. Hebemagnet nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderkörper (110) verschwenkbar oberhalb des Rotors (50), vorzugsweise mittig
bezüglich einer Breite des Gehäuses (10), an einem oberen Gehäuseabschnitt (12) angebracht
ist, sodass die Kolbenstange (120) während einer Hubbewegung des Kolbens in einer
lateralen Pendelbewegung bewegbar ist.
5. Hebemagnet nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Polrichtung (X) des ersten permanentmagnetischen Elementes (32) vorzugsweise
im Wesentlichen horizontal zum Lot verläuft und mit einer zweiten Polrichtung (Y)
des vorzugsweise in Lotrichtung unterhalb des ersten permanentmagnetischen Elementes
(32) beabstandet angeordneten zweiten permanentmagnetischen Elementes (52) in der
Freigabeposition einen Polrichtungswinkel (α) von weniger oder gleich 175°, vorzugsweise
weniger 165°, jedoch mindestens 90° einschliesst und ein Schwenkwinkel (γ) des Rotors
zwischen der Freigabeposition und der Aufnahmeposition weniger oder gleich 170°, vorzugsweise
weniger 150°, jedoch mindestens 5° beträgt, wobei in der Aufnahmeposition der Polrichtungswinkel
(α) gleich der Differenz der Beträge des Polrichtungswinkels (α), wenn der Rotor (50)
in der Freigabeposition ist, und des Schwenkwinkels (γ) ist und wobei die Kolbenstange
(120) in der Freigabeposition und in der Aufnahmeposition vorzugsweise gleich fluchtet.
6. Hebemagnet nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Polrichtungswinkel (α) in der Freigabeposition 155° und in der Aufnahmeposition
35° beträgt, wobei der Schwenkwinkel (γ) des Rotors zwischen der Freigabeposition
und der Aufnahmeposition 120° beträgt.
7. Hebemagnet nach einem der vorangehenden Ansprüche, dass die Kolbenstange (120) mittels
einer Anschweissbüchse (122) an einem Pleuel (130) befestigt ist, wobei der Pleuel
(130) über eine Nabe (140) mit einer vorzugsweise zentral bezüglich des Rotors (50)
angeordneten Rotorachse (56) verbunden ist.
8. Hebemagnet nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (140) eine Ausnehmung (121) aufweist, die bei achsennaher Position der Kolbenstange
(120) so angeordnet ist, dass die Kolbenstange (120) den durch die Ausnehmung (121)
bereitgestellten Raum zumindest teilweise einnimmt und wobei die Anschweissbüchse
(122) vorzugsweise lateral gegen die Rotorachse (56) versetzt angebracht ist.
9. Hebemagnet nach einem der vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Arbeitszylinder (100) pro Rotor (50) einen Sperrblock umfasst.
10. Hebemagnet nach einem der vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder/Kolben-Aktuator (101) mindestens eine Hauptdruckleitung (22) und weitere
Druckleitungen (21) mit Anschluss zum jedem Arbeitszylinder (100) umfasst, wobei mittels
der Druckleitungen (21, 22) der Zylinder/Kolben-Aktuator (101) durch Beaufschlagung
und/oder Ablass von Druck betätigbar ist.
11. Hebemagnet nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebemagnet genau einen Stator (30) und einen Rotor (50) umfasst, wobei der Rotor
(50) mittels zweier identischer Arbeitszylinder (100) rotierbar ist, wobei je ein
Arbeitszylinder (100) mit seiner Kolbenstange (120) an einem vorderen Rotorabschnitt
(54) des Rotors (50) und an einem hinteren Rotorabschnitt (55) des Rotors (50) angreift.
12. Hebemagnet nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Arbeitszylinder (100) synchron arbeiten und bei Aktivierung gleichzeitig
zur gleichen Seite des Gehäuses (10) pendeln.
13. Hebemagnet nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) mindestens zwei vertikale Schottwände (27) bereitstellt, wodurch
im Gehäuseinneren zwei äussere Kammern (40, 40') und eine mittlere Kammer (41) bereitgestellt
sind, wobei der Stator (30) in der mittleren Kammer (41) im Stator (30) angeordnet
ist, wobei der Rotor (50) im Stator (30) untergebracht ist, sodass das erste und zweite
permanentmagnetische Element (52) in der mittleren Kammer (41) miteinander wechselwirkend,
sich über eine Länge der mittleren Kammer (41) erstreckend bereitgestellt sind, und
wobei der Rotor (50) über Durchbrüche in den Schottwänden (27) in die äusseren Kammern
(40, 40') ragt, wobei in den äusseren Kammern (40, 40') je ein am Rotor (50) angreifender
Arbeitszylinder (100) untergebracht ist, mittels derer der Rotor (50) zwischen der
Aufnahmeposition und der Freigabeposition rotierbar ist.
14. Hebemagneteinheit umfassend mehrere Hebemagneten 1 nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie balken- oder flächenartige Tragelemente umfasst, an welchen die einzelnen Hebemagneten
befestigbar sind.
15. Verwendung eines Hebemagneten 1 nach einem der vorangehenden Ansprüche oder einer
Hebemagneteinheit nach Anspruch 14 zur Aufnahme von magnetischer Last und, nach einer
allfälligen Bewegung des Hebemagneten 1 mitsamt der Last, zur anschliessenden Freigabe
der Last.