[0001] Die Erfindung betrifft ein Kabelhalterungselement gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen
Patentanspruchs 1.
[0002] Erfindungsgemäße Kabelhalterungselemente werden zur Aufnahme von Kabeln sowie zur
Ausbildung eines Kabelkanals verwendet. Insbesondere können erfindungsgemäße Kabelhalterungselemente
im Inneren von elektrischen Geräten, vorzugsweise Spielautomaten, verwendet werden.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind Kabelführungen für Spielgeräte bekannt, bei denen
Kabelstränge durch Kabelbinder und/oder Kabelspiralen zusammengehalten werden. Die
Kabelstränge werden über Haltelaschen oder Halteschellen mit dem Gehäuse des jeweiligen
Geräts verbunden.
[0004] Hierbei tritt der wesentliche Nachteil auf, dass ein nachträgliches Lösen und erneutes
Verbinden der Kabelstränge im Gehäuse nur schwer beziehungsweise nur mit viel Aufwand
möglich ist. Es besteht somit die Aufgabe, ein Kabelhalterungselement zu schaffen,
in das Kabelstränge einfach eingebracht und aus dem Kabelstränge einfach wieder entfernt
werden können.
[0005] Weiters liegt der Nachteil bzw. ein Problem des Standes der Technik, insbesondere
bei Glückspielgeräten, darin, dass bei immer gleichartigen fixen Kabelbaumanordnungen
in einem Gerätegehäuse einzelne Kabel immer an derselben Stelle zu liegen kommen.
Durch genaue Kenntnis der Kabelposition ist in solchen Geräten oftmals eine Manipulation
von außerhalb des Gehäuses möglich. Dies kann etwa mittels Aufbohrens des Gehäuses
an einer geeigneten Position erfolgen. Kennt die das Gerät manipulierende Person die
jeweilige Position, an der ein Kabel oder ein Kabelstrang verläuft, so besteht die
Gefahr, dass diese Person bei einer Vielzahl weiterer Geräte dieselbe Manipulation
durchführen kann.
[0006] Es besteht somit eine weitere zusätzliche Aufgabe der Erfindung, die Manipulierbarkeit
des Geräts zu verringern.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit einem Kabelhalterungselement der eingangs genannten
Art mit den Merkmalen des Kennzeichens des unabhängigen Patentanspruchs 1.
[0008] Erfindungsgemäß ist bei einem Kabelhalterungselement zur Aufnahme eines oder mehrerer
Kabel umfassend einen Grundkörper sowie eine Anzahl von vom Grundkörper abstehenden
Rastvorsprüngen, die von voneinander gegenüberliegenden Bereichen des Grundkörpers
abstehen, wobei die Rastvorsprünge, und gegebenenfalls der Grundkörper, einen Kanalbereich
zur Führung der Kabel umschließen, abgrenzen und/oder festlegen, vorgesehen, dass
die Rastvorsprünge, vorzugsweise berührungslos und/oder kammartig ineinander greifen,
sodass das Ende zumindest eines der Rastvorsprünge, die von einem Bereich abstehen,
zwischen zwei vom jeweils gegenüberliegenden Bereich abstehenden Rastvorsprüngen angeordnet
ist und/oder ragt.
[0009] Durch ein derartiges Kabelhalterungselement ist ein einfaches Verlegen von Kabelsträngen,
ein einfaches Entnehmen der Kabelstränge aus dem Kabelhalterungselement sowie eine
rasche bzw. mit vergleichsweise wenig Aufwand verbundene Änderung der Lage der einzelnen
Kabelstränge durch Entnahme des Kabelstrangs aus einem Kabelhalterungselement sowie
durch Einbringen des Kabelstrangs in ein anderes Kabelhalterungselement möglich.
[0010] Somit kann rasch bzw. mit vergleichsweise wenig Aufwand eine Konfiguration oder Modifikation
des Kabelwegs eines oder mehrerer Kabel erreicht werden, wobei die Kabelstränge Kabelhalterungselementen
innerhalb des Gehäuses des Geräts entnommen werden und in andere Kabelhalterungselemente
im selben Gehäuse verlegt werden. Somit ist eine sehr einfache Abhilfe gegen Manipulation
möglich, da die Kabelhalterungselemente eine Vielzahl an möglichen Konfigurationen
erlauben und dadurch Kabelstränge in einer mehr oder weniger zufälligen Position in
einem Gerät verlegt werden können. Hierdurch wird eine gezielte Manipulation des Geräts
erschwert.
[0011] Zudem bietet die Erfindung den Vorteil, dass eine einfache und flexible Montage mehrerer
Kabel und Kabelstränge in einem Gerätegehäuse desselben elektronischen Geräts möglich
wird. Ein besonderer Vorteil ist durch Austauschen von Kabeln gegeben, etwa im Zuge
des Austauschs von verkabelten Komponenten des Geräts, wobei einzelne Kabel sehr leicht
aus den Kabelhalteelementen durch die Rastvorsprünge hindurch herauslösbar sind.
[0012] Das Kabelhalterungselement bzw. der Kabelkanal benötigt keine separaten Verschluss-
oder Verriegelungselemente, etwa Verschlussklipps, wodurch eine sehr einfache Handhabung
gegeben ist und die Montagezeiten verkürzt werden.
[0013] Ein besonderer Aspekt der Erfindung sieht vor, dass die den Kanalbereich begrenzenden
Rastvorsprünge L-förmig ausgeformt sind, die einander gegenüberliegend beabstandet
sind, so dass der Kanalbereich einen geschlossenen und/oder U-förmigen Kanalquerschnitt
aufweist. Diese vorteilhafte Ausgestaltung der Rastvorsprünge bzw. des Kanalquerschnitts
ermöglicht ein einfaches Einbringen und Entnehmen des Kabelstrangs bzw. der Kabel
in den Kanalbereich bzw. aus dem Kanalbereich.
[0014] Weiters kann vorgesehen sein, dass in Längserstreckung des Kanalbereichs die Rastvorsprünge
derart angeordnet sind, dass sie, vorzugsweise berührungslos, kammartig ineinander
greifen, sodass das Ende zumindest eines Rastvorsprunges zwischen zwei jeweils gegenüberliegenden
Rastvorsprüngen angeordnet ist und/oder ragt. Hierdurch wird das unbeabsichtigte,
etwa durch Rütteln hervorgerufene Herausfallen von Kabeln oder Kabelsträngen aus dem
Kabelkanal vermieden.
[0015] Weiters kann vorgesehen sein, dass die Rastvorsprünge elastisch biegbar und federnd
ausgebildet sind, sodass sie gegenüber dem Grundkörper des Kabelhalterungselements
verschwenkbar sind und nach dem Verschwenken wieder in ihre Ausgangsposition zurückkehren.
Hierdurch wird das Einbringen von Kabeln in den Kabelkanal vereinfacht, wobei ein
Kabel durch den Zwischenbereich zwischen den Rastelementen hindurch gedrückt werden
kann.
[0016] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Rastvorsprünge, die ein Herausrutschen
oder Herausgleiten der Kabelstränge aus dem Kabelkanal verhindert, sieht vor, dass
die Rastvorsprünge, insbesondere winkelhakenförmig, gebogen ausgebildet sind und zwei
Rastvorsprungabschnitte aufweisen, wobei der erste Rastvorsprungabschnitt einem Winkel
von 70°-90°, vorzugsweise 85°-90°, insbesondere genau senkrecht und/oder normal, vom
jeweiligen Bereich absteht und wobei der zweite Rastvorsprungsabschnitt den ersten
Rastvorsprungsabschnitt an der dem jeweiligen Bereich fernen Ende fortsetzt und mit
einem Winkel, insbesondere mit einem Winkel zwischen 70° bis 110°, vorzugsweise 90°,
zum ersten Rastvorsprungsabschnitt in Richtung der Rastvorsprünge gerichtet absteht,
die vom jeweils gegenüberliegenden Bereich abstehen.
[0017] Eine konstruktiv besonders einfache Ausgestaltung der Rastvorsprünge sieht vor, dass
die beiden Rastvorsprungsabschnitte einstückig, insbesondere jeweils aus einem flachen
Körper und/oder einem Profilstab, ausgebildet sind, der zwischen dem ersten und dem
zweiten Rastvorsprungsabschnitt einen Bogen aufweist.
[0018] Um das Eindringen der Kabelstränge in den Kabelkanal bzw. das Kabelhalterungselement
zu erleichtern, kann vorgesehen sein, dass die beiden Rastvorsprungabschnitte einen
Winkel von weniger als oder gleich 90° einschließen.
[0019] Um eine besonders einfache Kabelführung zu ermöglichen und eine Ausbildung längerer
Kabelhalterungselemente mit einer längeren Erstreckung in Kabelrichtung zu ermöglichen,
kann vorgesehen sein, dass die beiden Bereiche, von denen die Rastvorsprünge abstehen,
zueinander parallel verlaufen und/oder in einer Ebene liegen.
[0020] Um eine gleichmäßige Belastung des Grundkörpers des Kabelkanals beim Einfügen der
Kabel oder Kabelstränge bzw. beim Herausnehmen der Kabel oder Kabelstränge zu erzielen
und eine einfache konstruktive Ausgestaltung des Kabelkanals zu erreichen, kann vorgesehen
sein, dass die jeweilige Anzahl der Rastvorsprünge, die von den beiden Bereichen abstehen,
um höchstens eins voneinander abweicht.
[0021] Um das Einbringen der Kabelstränge in den Kabelkanal bzw. das Kabelhalterungselement
zu erleichtern, kann vorgesehen sein, dass die Enden der Rastvorsprünge oder die Enden
der zweiten Rastvorsprungsabschnitte zum Grundkörper hin geneigt sind.
[0022] Um ein unbeabsichtigtes Herausrutschen oder Herausgleiten der Kabelstränge oder Kabel,
insbesondere durch Vibrationen, zu verhindern, kann vorgesehen sein, dass für jeden
Rastvorsprung, dessen Ende zwischen zwei vom jeweils gegenüberliegenden Bereich abstehenden
Rastvorsprüngen angeordnet ist, ein vom gegenüberliegenden Bereich abstehender weiterer
Rastvorsprung vorgesehen ist, dessen Ende dem Ende des jeweiligen Rastvorsprungs angenähert
ist und gegenüberliegt, wobei insbesondere die Stirnseiten der Enden des weiteren
Rastvorsprungs und des Rastvorsprungs einander gegenüberliegen.
[0023] Um eine konstruktiv einfache Ausgestaltung eines solchen Kabelkanals zu erzielen,
kann vorgesehen sein, dass die weiteren Rastvorsprünge jeweils einen ersten Rastvorsprungsabschnitt
aufweisen, der vom Grundkörper im Winkel, insbesondere in einem Winkel von 70° bis
110°, vorzugsweise 90°, absteht und einen zweiten Rastvorsprungsabschnitt aufweisen,
der den ersten Rastvorsprungsabschnitt fortsetzt und vom ersten Rastvorsprungsabschnitt
absteht.
[0024] Eine Vereinfachung der konstruktiven Ausbildung sieht vor, dass die Form und/oder
Ausrichtung des ersten und/oder zweiten Rastvorsprungsabschnitts der weiteren Rastvorsprünge
der Form und Ausrichtung des ersten und/oder zweiten Rastvorsprungabschnitts der Rastvorsprünge
entspricht.
[0025] Eine weitere zusätzliche oder alternative Vereinfachung der Konstruktion sieht vor,
dass die Länge des ersten Rastvorsprungabschnitts der weiteren Rastvorsprünge der
Länge des ersten Rastvorsprungabschnitts der Rastvorsprünge entspricht.
[0026] Eine weitere Vereinfachung des Aufbaus des erfindungsgemäßen Kabelhalterungselements
sieht vor, dass die vom ersten Bereich und/oder die vom zweiten Bereich abstehenden
Rastvorsprünge gleich ausgebildet und/oder ausgerichtet sind, und/oder dass alle Rastvorsprünge
gleich ausgebildet sind.
[0027] Zum selben Zweck kann zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein, dass die vom ersten
Bereich und/oder die vom zweiten Bereich abstehenden weiteren Rastvorsprünge gleich
ausgebildet und/oder ausgerichtet sind, und/oder dass alle weiteren Rastvorsprünge
gleich ausgebildet sind.
[0028] Zur Ausbildung längerer Kabelhalterungselemente, die eine größere Längserstreckung
in Richtung des Kabels aufweisen, kann vorgesehen sein, dass die Rastvorsprünge von
zwei Bereichen abstehen, wobei eine Anzahl von ersten Rastvorsprüngen vom ersten der
beiden Bereiche absteht und eine Anzahl von zweiten Rastvorsprüngen vom zweiten der
beiden Bereiche absteht.
[0029] Zur Verhinderung des Herausgleitens oder Herausrutschens von Kabeln oder Kabelsträngen
aus dem Kabelkanal kann vorgesehen sein, dass die ersten Rastvorsprünge von Teilbereichen
des ersten Bereichs abstehen, die auf einer ersten Geraden liegen und/oder dass die
zweiten Rastvorsprünge von Teilbereichen des zweiten Bereichs abstehen, die auf einer
zweiten Geraden liegen, wobei die erste Gerade und die zweite Gerade vorzugsweise
zueinander parallel angeordnet sind.
[0030] Zusätzlich oder alternativ kann zum selben Zweck vorgesehen sein, dass eine Anzahl
der weiteren Rastvorsprünge und/oder von Teilbereichen des zweiten Bereichs absteht,
die auf der ersten Geraden liegen, und die übrigen der weiteren Rastvorsprünge von
Teilbereichen des zweiten Bereichs abstehen, die auf der zweiten Geraden liegen.
[0031] Um eine platzsparende Konstruktion zu erhalten, die ein Verschlingen oder Verhaken
von Kabeln, die außerhalb des Kabelhalterungselements verlegt sind, zu verhindern,
kann vorgesehen sein, dass zwischen je zwei Rastvorsprüngen jeweils ein weiterer Rastvorsprung
angeordnet ist.
[0032] Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass die zweiten Rastvorsprungsabschnitte
der Rastvorsprünge, gegebenenfalls auch die zweiten Rastvorsprungsabschnitte der weiteren
Rastvorsprünge, in derselben Ebene liegen.
[0033] Zur Verringerung des Materialbedarfs des Grundkörpers kann vorgesehen sein, dass
der Grundkörper in den den Rastvorsprüngen gegenüberliegenden Bereichen zumindest
eine Ausnehmung aufweist
[0034] Zur Stabilisierung der Rastvorsprünge sowie um ein Abbrechen der Rastvorsprünge beim
Ein- und Ausbringen der Kabelstränge oder Kabel zu verhindern, kann vorgesehen sein,
dass der Grundkörper zumindest einen, insbesondere zwei, von ihm, insbesondere senkrecht
und/oder normal, abstehenden Vorsprung aufweist, von dem die einzelnen Rastvorsprünge
und gegebenenfalls die weiteren Rastvorsprünge abstehen.
[0035] Zur vereinfachten Führung der Kabel kann vorgesehen sein, dass sich der Kanalquerschnitt
des Kanalbereichs zumindest in einem Teilbereich entlang der Längserstreckung des
Kanalbereichs verjüngt und/oder erweitert.
[0036] Um ein einfaches Ein- und Ausbringen der Kabel in das Kabelhalterungselement bzw.
aus dem Kabelhalterungselement zu erreichen, kann vorgesehen sein, dass die Rastvorsprünge
elastisch biegsam und/oder federnd ausgebildet sind
[0037] Um ein Abbrechen der Rastvorsprünge beim Ein- und/oder Ausbringen der Kabelstränge
oder Kabel zu verhindern, kann vorgesehen sein, das Verhältnis der Breite in Längsrichtung
des Kabelhalterungselements zur Dicke der Rastvorsprünge im Bereich zwischen 4:1 bis
4:1,5, insbesondere bei 4:1,3 liegt.
[0038] Um eine ausreichende elastische Biegsamkeit zu gewährleisten, kann insbesondere vorgesehen
sein, dass die Rastvorsprünge, gegebenenfalls die weiteren Rastvorsprünge und/oder
das gesamte Kabelhalterungselement, aus Kunststoff, insbesondere Polyethylen PE und/oder
Polypropylen PP, hergestellt ist.
[0039] Weiters betrifft die Erfindung eine Kabelhalterung umfassend eine Anzahl von erfindungsgemäßen
Kabelhalterungselementen.
[0040] Um eine für einen Außenstehenden nicht erkennbare Verkabelung bzw. nicht vorhersagbare
Verkabelung zu erreichen, kann vorgesehen sein, dass die einzelnen Kabelhalterungselemente
gleich ausgerichtet auf einem gemeinsamen Grundkörper angeordnet sind.
[0041] Um ein leichtes bzw. einfaches Befestigen der Kabelhalterung an einem Gerät zu erzielen,
kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper Befestigungsmittel zum, insbesondere werkzeuglosen
lösbaren, Befestigen der Kabelhalterung an einem Gerät, insbesondere mit einem Gestell
eines Geräts, aufweist,.
[0042] Um den Materialverbrauch zu verringern, kann vorgesehen sein, dass der gemeinsame
Grundkörper in den den Rastvorsprüngen gegenüberliegenden Bereichen jeweils zumindest
eine Ausnehmung aufweist
[0043] Zur Befestigung einer Kabelhalterung in Eckbereichen eines Geräts kann vorgesehen
sein, dass der gemeinsame Grundkörper ein W-förmiges Winkelprofil ausbildet, wobei
die Rastvorsprünge beider Kabelhalterungselemente von der zentralen Bugkante des W-förmigen
Winkelprofils abstehen und zudem Rastvorsprünge jeweils eines der Kabelhalterungselemente
von den Endkanten des W-förmigen Winkelprofils abstehen.
[0044] Hierbei kann ein besonders großer Kabelquerschnitt erzielt werden, wenn von der Bugkante
und/oder der Endkante Vorsprünge abstehen, von denen die Rastvorsprünge abstehen.
[0045] Eine besonders vorteilhafte Anpassung an den Eckbereich eines rechtwinkeligen Geräts
wird erreicht, wenn das W-förmige Winkelprofil im Bereich der zentralen Bugkante,
vorzugsweise auch in den beiden Endkanten, einen rechten Winkel aufweist.
[0046] Zur Befestigung der Kabelhalterung an eben ausgebildeten Flächen des Geräts kann
vorgesehen sein, dass dass der gemeinsame Grundkörper flach und/oder eben ausgebildet
ist und die einzelnen Rastvorsprünge nach derselben Seite vom Grundkörper abstehen.
[0047] Um eine große Vielzahl unterschiedlicher Verkabelungsmöglichkeiten zu erreichen und
damit einer bewussten Manipulation durch Dritte entgegenzuwirken, kann vorgesehen
sein, dass die einzelnen Kabelhalterungselemente auf dem Grundkörper gleich ausgerichtet
und gegebenenfalls nebeneinander und/oder hintereinander angeordnet sind.
[0048] Zum selben Zweck kann zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein, dass die ersten
und zweiten Geraden zueinander parallel angeordnet sind.
[0049] Schließlich betrifft die Erfindung ein elektronisches Gerät, insbesondere einen Wett-
oder Glücksspielautomaten oder ein Wett- oder Glücksspielgerät, das zumindest eine
erfindungsgemäße Kabelhalterung oder zumindest eine Mehrzahl von erfindungsgemäßen
Kabelhalterungselementen umfasst. Ein solches elektronisches Gerät weist eine Vielzahl
unterschiedlicher Verkabelungsmöglichkeiten auf, die es dem Hersteller des Geräts
ermöglicht, seine Geräte mit unterschiedlichen Kabelpositionierungen auszustatten,
um eine immer auf dieselbe Weise erfolgende Manipulation seiner Wett- oder Glücksspielgeräte
zu verhindern.
[0050] Im folgenden werden vier Ausführungsformen der Erfindung anhand der folgenden Zeichnungen
näher dargestellt.
[0051] Fig. 1 zeigt eine Kabelhalterung mit einem W-förmigen Querschnitt in Schrägansicht.
Fig. 2 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Kabelhalterung aus einer anderen Perspektive in
Schrägansicht. Fig. 3 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Kabelhalterung in Seitenansicht.
Fig. 4 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Kabelhalterung in Seitenansicht von der anderen
Seite.
Fig. 5 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Kabelhalterung von oben.
Fig. 6 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Kabelhalterung von unten.
Fig. 7 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Kabelhalterung mit Blick auf den Kanalbereich.
Fig. 8 zeigt den Innenbereich eines elektronischen Geräts, in dessen Eckbereich eine Kabelhalterung
wie in Fig. 1 dargestellt eingebaut ist.
[0052] Fig. 9 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung in Schrägansicht. Fig. 10 zeigt die
in Fig. 9 dargestellte Ausführungsform der Erfindung aus einer anderen Perspektive
in Schrägansicht.
Fig. 11 zeigt die in Fig. 9 dargestellte Ausführungsform der Erfindung von der Seite.
Fig. 12 zeigt die in Fig. 9 dargestellte Ausführungsform der Erfindung von der gegenüberliegenden
Seite.
Fig. 13 zeigt die in Fig. 9 dargestellte Ausführungsform der Erfindung mit Sicht auf den
Kanalbereich.
Fig. 14 zeigt die in Fig. 9 dargestellte Ausführungsform der Erfindung von oben.
Fig. 15 zeigt die in Fig. 9 dargestellte Ausführungsform der Erfindung von unten.
Fig. 16 zeigt den Innenbereich eines Geräts mit einer Anzahl von darin montierten Kabelhalterungen,
wie in Fig. 9 dargestellt.
[0053] Fig. 17 zeigt eine dritte Ausführungsform der Erfindung in Schrägansicht.
[0054] Fig. 18 zeigt eine vierte Ausführungsform der Erfindung in Schrägansicht.
[0055] In
Fig. 1 ist eine
erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kabelhalterung 50 mit zwei Kabelhalterungselementen 1, 1'
dargestellt. Die Kabelhalterungselemente 1, 1' weisen einen gemeinsamen Grundkörper
100 auf, wobei zwei voneinander abgetrennte Kanalbereiche 13, 13' ausgebildet sind.
Der Grundkörper 100 weist ein W-förmiges Winkelprofil 101 auf, das seinerseits eine
zentrale Bugkante 102 sowie zwei Endkanten 103 aufweist. Die zentrale Bugkante 102
liegt parallel zu den Endkanten 103 und liegt mit diesen in derselben Ebene.
[0056] Beide Kanalbereiche 13, 13' werden jeweils von einer Hälfte des W-förmigen Profils
101 sowie von Vorsprüngen 17, 18 begrenzt, wobei die Vorsprünge 17, 18 von der Bugkante
102 und den Endkanten 103 abstehen. Ein zentraler Vorsprung 17, 18 steht von der zentralen
Bugkante 102 ab, jeweils ein seitlicher Vorsprung 17, 18 steht von jeweils einer der
beiden Endkanten 103 ab.
[0057] Diese Vorsprünge 17, 18 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel normal zu der durch
die zentrale Bugkante 102 sowie die beiden Endkanten 103 festgelegte Ebene stehend
ausgebildet und schließen an die zentrale Bugkante 102 oder an die Endkanten 103 an
und setzen diese fort. Die Vorsprünge 17, 18 erstrecken sich in Profillängsrichtung
des W-förmigen Profils 101 über die gesamte Länge des Profils und stehen normal auf
die durch die zentrale Bugkante 102 und die Endkante 103 festgelegte Ebene.
[0058] An dem jeweiligen, der Bugkante 102 bzw. der jeweiligen Endkante 103 fernen Ende
des jeweiligen Vorsprunges 17, 18 ist eine Fläche mit einem Bereich 111, 121 ausgebildet,
von der einzelne Rastvorsprünge 11, 12 abstehen.
[0059] In Bezug auf das erste Kabelhalterungselement 1, das den ersten Kanalbereich 13 abgrenzt,
werden der auf dem der Endkante 103 fernen Ende des Vorsprunges 17, 18 befindliche
Bereich und der auf dem zentralen Vorsprung 17, 18 befindliche Bereich als einander
gegenüberliegende Bereiche 111, 121 bezeichnet. Analog werden in Bezug auf das zweite
Kabelhalterungselement 1', das den zweiten Kanalbereich 13' abgrenzt, der auf dem
der Endkante 103 fernen Ende des Vorsprunges 17, 18 befindliche Bereich und der auf
dem zentralen Vorsprung 17, 18 befindliche Bereich als einander gegenüberliegende
Bereiche 111, 121 bezeichnet.
[0060] Wie in Fig. 7 dargestellt, umfassen die Rastvorsprünge 11, 12 jeweils einen ersten
Rastvorsprungsabschnitt 113, 123 sowie einen zweiten Rastvorsprungsabschnitt 114,
124. Die Rastvorsprünge 11, 12 sind L-förmig oder winkelhakenförmig ausgebildet und
weisen jeweils zwei Rastvorsprungsabschnitte 113, 114, 123, 124 auf. Jeder Rastvorsprung
11, 12 weist jeweils einen ersten Rastvorsprungsabschnitt 113, 123 und einen zweiten
Rastvorsprungsabschnitt 114, 124 auf. Die ersten Rastvorsprungsabschnitte 113, 123
stehen senkrecht und/oder normal zu den Bereichen 111, 121, von denen sie abstehen.
Der zweite Rastvorsprungsabschnitt 114, 124 setzt den ersten Rastvorsprungsabschnitt
113, 123 an dessen dem jeweiligen Bereich 111, 121 fernen Ende fort.
[0061] Die Rastvorsprungsabschnitte 113, 114, 123, 124 sind einstückig ausgebildet und aus
einem flachen Körper ausgebildet. Im vorliegenden Fall werden gebogene Profilstäbe
als Rastvorsprünge 11, 12 herangezogen. Diese Profilstäbe bzw. flachen Körper weisen
zwischen dem ersten und dem zweiten Rastvorsprungsabschnitt 113, 114, 123, 124 jeweils
einen Bogen 115, 125 auf. Dieser Bogen 115, 125 ist derart ausgebildet, dass die beiden
Rastvorsprungsabschnitte 113, 114, 123, 124 einen Winkel von weniger als 90°, im vorliegenden
Fall etwa 75°, einschließen.
[0062] Die zweiten Rastvorsprungsabschnitte 114, 124 stehen vom Ende des ersten Rastvorsprungsabschnittes
in Richtung des jeweils gegenüberliegenden Bereiches 111, 121 ab. Die einzelnen Rastvorsprünge
11, 12 sind kammartig angeordnet, das heißt, sie sind beabstandet angeordnet und gleich
ausgerichtet, wobei alle vom selben Bereich 111, 121 des ersten Kabelhalterungselements
1, 1' abstehenden Rastvorsprünge 11, 12 zu ihren jeweils benachbart angeordneten Rastvorsprüngen
11, 12 jeweils denselben Abstand haben.
[0063] Die Rastvorsprünge 11, 12 stehen von Punkten und/oder Teilbereichen auf den Bereichen
111, 121 ab, die jeweils auf einer gemeinsamen Geraden 116, 117 angeordnet sind. Die
einander gegenüberliegenden Rastvorsprünge 11, 12 greifen berührungslos ineinander,
wobei die Enden 110, 120 der Rastvorsprünge 11, 12 bzw. die Enden 110, 120 (Fig. 2,
5) der zweiten Rastvorsprungsabschnitte 114, 124 einander berührungslos angenähert
sind. Jedes Ende 110, 120 des jeweiligen Rastvorsprungs 11, 12 ist zwischen zwei vom
jeweils gegenüberliegenden Bereich 111, 121 abstehenden Rastvorsprünge 11, 12 angeordnet
bzw. ragt in den Zwischenbereich zwischen zwei vom gegenüberliegenden Bereich 11,
12 abstehenden Rastvorsprüngen 11, 12 hinein. Die einzelnen Enden 110, 120 der Rastvorsprünge
11, 12 bzw. der zweiten Rastvorsprungsabschnitte 114, 124 sind so angeordnet, dass
sie die vom gegenüberliegenden Bereich 111, 121 abstehenden Rastvorsprünge 11, 12
nicht berühren. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind sämtliche Rastvorsprünge
11, 12 untereinander gleich ausgebildet und ausgerichtet und berühren einander gegenseitig
nicht.
[0064] Auf dem von der zentralen Bugkante 102 abstehenden Vorsprung 17, 18 sind sowohl Rastelemente
11, 12 ausgebildet, die den ersten Kanalbereich 13 begrenzen, als auch Rastvorsprünge
11, 12, die den anderen Kanalbereich 13' begrenzen. Die der zentralen Bugkante 102
abgewandte Seite des zentralen Vorsprungs 17, 18 bildet somit einen Bereich 111, 121
aus, von dem sowohl Rastvorsprünge 11, 12 zur Begrenzung des ersten Kanalbereiches
13, als auch zur Begrenzung des zweiten Kanalbereiches 13' abstehen.
[0065] Die Anordnung der Rastvorsprünge 11, 12 erfolgt derart, dass der Kanalbereich 13,
13' einen geschlossenen und/oder U-förmigen Kanalquerschnitt ausweist.
[0066] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst jedes der beiden Kabelhalterungselemente
1, 1' der Kabelhalterung 50 jeweils vier erste Rastvorsprünge 11 und vier zweite Rastvorsprünge
12. Die Enden der zweiten Rastvorsprungsabschnitte 123, 124 sind zum gemeinsamen Grundkörper
100 hin bzw. zu der durch die Endkanten 103 sowie die zentrale Bugkante 102 festgelegte
Ebene geneigt.
[0067] Zur einfachen Montage sind im Bereich des W-förmigen Profils 101 vier Befestigungselemente
107 angeordnet, die zur werkzeuglosen und lösbaren Befestigung der Kabelhalterung
50 mit einem Gerät 60 bzw. mit dessen Gestell 61 ermöglichen. Eine bevorzugte Anordnung
der in den
Fig. 1 bis 7 dargestellten Kabelhalterung 50 ist in
Fig. 8 dargestellt. Das Gerät 60 in diesem Fall umfasst ein Gestell 61 und mehrere Wandelemente,
die ein Gerätegehäuse bilden und einen Geräteinnenraum umschließen.
[0068] Die einzelnen Kanten des W-förmigen Profils 101 der Kabelhalterung 50 stehen im rechten
Winkel zueinander.
Fig. 8 zeigt die Kabelhalterung 50 auf einem gewinkelten Eckprofil des Gestelles 61 eines
Gerätes 60 montiert, wobei die einzelnen Befestigungsmittel 107 in Ausnehmungen auf
dem Eckprofil des Gestells 61 eingreifen und so eine lösbare Befestigung der Kabelhalterung
50 auf dem Gestell 61 ermöglichen. Ferner zeigt
Fig. 8 ein Kabel 2, das in einem der beiden Kanalbereiche 13 der Kabelhalterung 50 geführt
ist.
[0069] Der Grundkörper 10, 100 der Kabelhalterung 50 weist an den den Rastvorsprüngen 11,
12 gegenüberliegenden Bereichen eine Ausnehmung 105 auf. Weiters sind zusätzliche
Ausnehmungen vorgesehen, in denen sich die Befestigungsmittel 107 zur Befestigung
am Gestell 61 des Gerätes 60 befinden. Der Kanalquerschnitt beider Kanalbereiche 13,
13' der in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausführungsform der Erfindung bleibt über
die gesamte Längserstreckung der jeweiligen Kanalbereiche 13, 13' gleich.
[0070] Die Rastvorsprünge 11, 12 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung
elastisch biegsam und federnd ausgebildet und bestehen aus Kunststoff, nämlich aus
Polyethylen. Die Federwirkung der Rastvorsprünge 11, 12 ist derart ausgestaltet, dass
die Rastvorsprünge 11, 12 nach ihrer Verbiegung und Verschwenkung im Zuge des Einbringens
der Kabel 2 in den Kanalbereich 13, 13' wieder in ihre ursprüngliche Stellung zurückgehen.
Die Konsistenz des Polyethylens ist dabei so gewählt, dass die Rastelemente eine Biegesteifigkeit
und Elastizität aufweisen, die ein Verschwenken der einzelnen Rastelemente 11, 12
ermöglicht, sodass ein Kabel durch Druck auf die Rastelemente 11, 12 in den Kanalbereich
13, 13' eingebracht werden kann.
[0071] Alternativ kann das Kabelhalterungselement 1 auch aus Polypropylen oder anderen elastisch
biegbaren und federnden Kunststoffen hergestellt werden. Im vorliegenden Fall sind
nicht nur die Rastvorsprünge 11, 12, sondern die gesamte Kabelhalterung 50 aus Kunststoff
ausgebildet.
[0072] In den
Fig. 9 bis 16 ist eine
zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kabelhalterung 50 dargestellt. Die zweite Ausführungsform
der Erfindung entspricht mit Ausnahme der im folgenden dargestellten Abweichungen
der ersten Ausführungsform der Erfindung.
[0073] Der gemeinsame Grundkörper 100 dieser Kabelhalterung 50 ist im Gegensatz zur ersten
Ausführungsform flach und eben ausgebildet, die einzelnen Rastvorsprünge 11, 12 sind
auch auf Vorsprüngen 17, 18 befindlichen Bereichen 111, 121 geordnet, die parallel
zu der vom Grundkörper 100 festgelegten Ebene verlaufen. Der gemeinsame Grundkörper
100 weist eine Anzahl von Befestigungsmitteln 107 auf, mittels derer die Kabelhalterung
50 am Gestell 61 eines Gerätes 60 ohne Werkzeug lösbar angeordnet werden kann. Wie
im ersten Ausführungsbeispiel umfasst die hier dargestellte Kabelhalterung 50 zwei
Kanalbereiche 13, 13', die nebeneinander angeordnet sind und durch einen zentral angeordneten
Vorsprung 17, 18 voneinander getrennt sind. Wie beim ersten Ausführungsbeispiel gehen
die drei Vorsprünge 17, 18 des Grundkörpers 100 von diesem ab und tragen an ihrem,
dem Grundkörper 100 fernen Ende die einzelnen Rastvorsprünge 11, 12. Die Form, Gestalt
und Ausrichtung der einzelnen Rastvorsprünge 11, 12 ist identisch wie im ersten Ausführungsbeispiel.
[0074] Der wesentliche Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Ausführungsform der
Erfindung liegt darin, dass der Grundkörper 100 der zweiten Ausführungsform eine flache
und ebene Gestalt aufweist. Die Vorsprünge setzen unmittelbar an der Ebene des Grundkörpers
100 an. Aufgrund der Form des Grundkörpers 100 kann die Kabelhalterung 50, wie im
zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, vorteilhafterweise zur Montage
an ebenen Unterlagen verwendet werden.
[0075] In
Fig. 16 ist eine Innenverkabelung eines Gerätes 60 näher dargestellt, wobei eine Vielzahl
von Kabelhalterungen, wie im zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der
Fig. 9 bis 15 dargestellt, verwendet wird. Im Gegensatz zu den in
Fig. 9 bis 15 dargestellten Ausführungsbeispielen von Kabelhalterungen 50 werden in
Fig. 16 Kabelhalterungen 50 verwendet, die vier von einander abgetrennte Kanalbereiche 13
aufweisen, die auf einem gemeinsamen Grundkörper 10 angeordnet sind.
[0076] Die Kabelhalterungen 50 sind hierbei über Befestigungselemente 107 der Grundplatte
10 an bzw. mit Gehäuseteilen des Gerätes 60 verschraubt. Alternativ kann eine werkzeuglose
Befestigung vorgesehen sein, beispielsweise können die Befestigungselemente 107 durch
eine Bohrung gebildet sein, in welcher Bohrung flexible Lamellenabschnitte angeordnet
sind, so dass ein in die Bohrung gesteckter stabförmiger Körper durch die Lamellenabschnitte
widerhakenförmig fixiert wird. Die flexible Lamellenabschnitte können aus demselben
Material wie die Grundplatte 10 gebildet sein.
[0077] Wie aus dem mit dem Zeichen A versehenen Bereich aus
Fig. 16 ersichtlich, kann die Führung von Kabeln 2, 2', 2", 2'" oder Kabelbäumen im Gerät
60 auf unterschiedliche Art erfolgen. Die Kabelhalterung 50 weist vier unterschiedliche
Kanalbereiche 13 auf, wobei sämtliche der Kabel 2, 2', 2", 2"' nur durch zwei der
vier Kanalbereiche 13 verlaufen, während die übrigen Kanalbereiche 13 der Kabelhalterung
50 frei von Kabeln 2 sind. Eine gezielte Manipulation eines Gerätes 60 ist jedoch
ausschließlich dann wirksam möglich, wenn die Person, der eine Manipulation durchführt,
die exakte Position der einzelnen Kabel 2, 2', 2", 2'" kennt und somit eine wirksame
Unterbrechung von außen vornehmen kann. Werden die Kabel 2, 2', 2", 2'" hingegen stets
auf unterschiedliche Weise geführt, so ist eine wirksame Manipulation wesentlich erschwert.
Durch das einfache Lösen und Wiedereinfügen von Kabeln 2, 2', 2", 2'" in den bzw.
aus dem Kanalbereich 13 ist eine einfache Neuverkabelung möglich und eine von außen
erfolgende Manipulation der einzelnen Kabel 2, 2', 2", 2"' erschwert.
[0078] Sowohl die erste als auch die zweite Ausführungsform sind symmetrisch um eine Ebene
ausgebildet, die durch den zentralen Vorsprung 17, 18 verläuft und normal auf die
von den Endkanten festgelegten Ebene steht.
[0079] Eine
dritte Ausführungsform der Erfindung einer Kabelhalterung 50 ist in
Fig. 17 dargestellt und weist einen ebenen und flachen gemeinsamen Grundkörper 100 auf, die
vier Befestigungsmittel 107 zur Befestigung des gemeinsamen Grundkörpers 100 bzw.
der Kabelhalterung 50 am Gestell 61 eines Gerätes 60 aufweist. Auf dem gemeinsamen
Grundkörper 10 sind vier Kabelhalterungselemente 1 vorgesehen, die gleich ausgerichtet
und nebeneinander angeordnet sind.
[0080] Jedes der Kabelhalterungselemente 1 weist zwei Vorsprünge 17, 18 auf, die von dem
gemeinsamen Grundkörper 100 annähernd senkrecht und/oder normal abstehen. An dem den
Grundkörper 100 fernen Ende der Vorsprünge 17, 18 stehen von den Vorsprüngen 17, 18
Rastvorsprünge 11, 12 sowie weitere Rastvorsprünge 15, 16 ab. Wie in den vorangehenden
Ausführungsbeispielen dargestellt, umfassen die Rastvorsprünge 11, 12 jeweils einen
ersten Rastvorsprungsabschnitt 113, 114, der im Wesentlichen normal mit einem Winkel
von 70-90°, insbesondere von 85-90° zum gemeinsamen Grundkörper 10 verläuft, einen
Bogen 115, 125 in dem der Rastvorsprung 11, 12 gekrümmt ist, sowie einen zweiten,
zum Grundkörper 10 annähernd parallel verlaufenden Rastvorsprungsabschnitt 114, 124.
Die Rastvorsprünge 11, 12 stehen kammartig von den jeweiligen Vorsprüngen 17, 18 ab,
wobei die Enden 110, 120 der jeweiligen Rastvorsprünge 11, 12 jeweils zwischen zwei
gegenüberliegenden Bereichen 111, 121 bzw. vom jeweils gegenüberliegenden Vorsprung
17, 18 abstehenden Rastvorsprüngen 11, 12 hineinragen bzw. angeordnet sind.
[0081] Diejenigen Bereiche 111, 121 der Kabelhalterung 50 an dem dem Grundkörper 10 fernen
Ende der Vorsprünge 17, 18 verlaufen zueinander parallel und liegen in derselben Ebene.
Wie in den beiden vorangehenden Beispielen ist die Anzahl der Rastvorsprünge 11, 12,
die von den beiden Bereichen 111, 121 abstehen, gleich.
[0082] Alternativ kann für sämtliche Ausführungsformen der Erfindung natürlich vorgesehen
sein, dass eine Abweichung zwischen der der Anzahl der Rastvorsprünge 11, die vom
ersten Bereich 111 abstehen von der Anzahl der Rastvorsprünge 12, die vom zweiten
Bereich 121 abstehen unterschiedlich ist. Besonders vorteilhaft ist es, wenn sich
die jeweilige Anzahl der von den beiden Bereichen 111, 121 abstehenden Rastvorsprünge
11, 12 vorzugsweise um eins unterscheidet. Insbesondere ist eine Abweichung um höchstens
eins ohne Beeinträchtigung der Funktionalität der Kabelhalterung 50 jedenfalls möglich.
[0083] In dem in
Fig. 17 dargestellten Ausführungsbeispiel liegen sämtliche zweiten Rastvorsprungsabschnitte
114, 124 in derselben Ebene, wobei diese Ebene parallel zur Ebene des Grundkörpers
10 verläuft.
[0084] Für jeden Rastvorsprung 11, 12, dessen Ende zwischen zwei vom jeweils gegenüberliegenden
Bereich 111, 121 abstehenden Rastvorsprüngen 11, 12 angeordnet ist, ist ein vom gegenüberliegenden
Bereich 111, 121 abstehender weiterer Rastvorsprung 15, 16 vorgesehen, dessen Ende
151, 161 dem Ende des jeweiligen Rastvorsprunges 11, 12 angenähert ist und gegenüber
liegt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel liegen auch die weiteren Rastvorsprünge
15, 16 in derselben parallel zum Grundkörper 10 verlaufenden Ebene, in der auch die
zweiten Rastvorsprungsabschnitte 123, 124 liegen. Die Stirnseiten der Enden 110, 120,
151, 161 der Rastvorsprünge 11, 12 und der weiteren Rastvorsprünge 15, 16 liegen einander
jeweils gegenüber.
[0085] Die weiteren Rastvorsprünge 15, 16 weisen einen ersten Rastvorsprungsabschnitt 151,
161 auf, der vom Grundkörper 10 bzw. vom Vorsprung 17, 18 des Grundkörpers 10 im Wesentlichen
normal mit einem Winkel von 70°-90°, insbesondere 85°-90°, absteht. Der zweite Rastvorsprungsabschnitt
152, 162 des weiteren Rastvorsprunges 15, 16 setzt den ersten Rastvorsprungsabschnitt
151, 161 an seinem, dem Grundkörper 10 fernen Ende fort. Die weiteren Rastvorsprünge
15, 16 weisen jeweils eine Abbiegung, im folgenden als Bogen 153, 163 bezeichnet,
auf, der die jeweiligen ersten und zweiten Rastvorsprungsabschnitte 151, 152, 161,
162 miteinander verbindet, wobei die ersten und zweiten Rastvorsprungsabschnitte 151,
152, 161, 162 zueinander in einem annähernd rechten Winkel stehen. Die Form und Ausrichtung
der ersten und/oder zweiten Rastvorsprungsabschnitte 151, 152, 161, 162 der weiteren
Rastvorsprünge 15, 16 entspricht der Form und Ausrichtung der ersten und zweiten Rastvorsprungsabschnitte
113, 114, 123, 124 der Rastvorsprünge 11, 12.
[0086] Die Länge der ersten Rastvorsprungsabschnitte 151, 161 der weiteren Rastvorsprünge
15, 16 entspricht dabei der Länge der ersten Rastvorsprungsabschnitte 113, 123 der
Rastvorsprünge 11, 12. Die Form und Ausrichtung der ersten und zweiten Rastvorsprungsabschnitte
151, 152, 161, 162 der weiteren Rastvorsprünge 15, 16 entsprechen der Form und Ausrichtung
der ersten und/oder zweiten Rastvorsprungsabschnitte 113, 114, 123, 124 der Rastvorsprünge
11, 12. Die weiteren Rastvorsprünge 15, 16 sind - ebenso wie die Rastvorsprünge 11,
12, - untereinander gleich ausgebildet und gleich ausgerichtet.
[0087] Wie auch bei den beiden vorigen Ausführungsbeispielen weist jedes der Kabelhalterung
50 zugehörige Kabelhalterungselement 1 jeweils 2 Bereiche 111, 121 auf den beiden
Vorsprüngen 17, 18 auf, von denen die Rastvorsprünge 11, 12 abstehen. Diejenigen Teile
der Bereiche 111, 121, von denen die Rastvorsprünge abstehen, liegen jeweils auf einer
Geraden 116, 117. Jedes Kabelhalterungselement 1 der in
Fig. 17 dargestellten Kabelhalterung 50 weist zwei Vorsprünge 17, 18 auf.
[0088] Auf dem ersten der beiden Vorsprünge 17 ist ein erster Bereich 111 vorgesehen, auf
dem eine Anzahl von ersten Rastvorsprüngen 11 in Richtung des gegenüberliegenden zweiten
Vorsprunges 18 absteht. Analog ist auf dem zweiten Vorsprung 18 ein zweiter Bereich
121 vorgesehen, von dem aus eine Anzahl von zweiten Rastvorsprüngen 12 in Richtung
des ersten Vorsprunges 17 abstehen. Sämtliche ersten Rastvorsprünge 11 stehen von
Teilbereichen des ersten Bereiches 111 ab, die auf der ersten Geraden 116 liegen.
Sämtliche der zweiten Rastvorsprünge 12 stehen von Teilbereichen des zweiten Bereiches
121 auf dem zweiten Vorsprung 18 ab, die auf einer zweiten Geraden 126 liegen.
[0089] Sämtliche ersten Geraden 116 und zweiten Geraden 126 der Kabelhalterungselementen
1 der in
Fig. 17 Kabelhalterung 50 liegen zueinander parallel.
[0090] Auch die weiteren Rastvorsprünge 15, 16 stehen jeweils von Teilbereichen des ersten
oder zweiten Bereiches 111, 121 ab, die auf der jeweiligen ersten oder zweiten Geraden
116, 126 liegen. Eine Anzahl der weiteren Rastvorsprünge 15, 16, im Folgenden als
erste weitere Rastvorsprünge 15 bezeichnet, stehen von Teilbereichen des ersten Bereiches
111 ab, die auf der ersten Geraden 116 liegen. Die übrigen, weiteren Rastvorsprünge,
im Folgenden als zweite weitere Rastvorsprünge 16 bezeichnet, stehen von Teilbereichen
des zweiten Bereiches 121 ab, die auf der zweiten Geraden 126 liegen. Zwischen zwei
Rastvorsprüngen 11, 12, die benachbart auf einem Bereich 111, 121 liegen, ist jeweils
ein weiterer Rastvorsprung 15, 16 angeordnet. Die zweiten Rastvorsprungsabschnitte
114, 124 der Rastvorsprünge 11, 12 und die zweiten Rastvorsprungsabschnitte 152, 162
der weiteren Rastvorsprünge 15, 16 liegen in derselben Ebene.
[0091] Die einzelnen Rastvorsprungsabschnitte 113, 114, 123, 124 sind einstückig aus einem
flachen Körper, oder einem Profilstab, ausgebildet, der zwischen dem ersten und dem
zweiten Rastvorsprungsabschnitt 113, 114, 123, 124 einen Bogen 115, 125 aufweist.
Die Rastvorsprünge 11, 12 sind elastisch biegsam und federnd ausgebildet, wobei das
Verhältnis der Breite in Längserstreckungsrichtung des Kanals bzw. des Kabelhalterungselements
1 zur Dicke der Rastvorsprünge 11, 12 im Bereich zwischen 4:1 bis 4:1,5, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel den vorteilhaften Wert von 4:1,3, aufweist.
[0092] Die gesamte Kabelhalterung 50 besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus Polyethylen.
Die Konsistenz des Polyethylens ist dabei so gewählt, dass die Rastelemente eine Biegesteifigkeit
und Elastizität aufweisen, die ein Verschwenken der einzelnen Rastelemente 11, 12
ermöglicht, sodass ein Kabel durch Druck auf die Rastelemente 11, 12 in den Kanalbereich
eingebracht werden kann. Weiters ist in dieser besonderen Ausgestaltung der Erfindung
die gesamte Kabelhalterung 50 einstückig ausgebildet.
[0093] Alternativ kann die in
Fig. 17 dargestellte Kabelhalterung 50 auch aus Polypropylen oder einem anderen Kunststoff
hergestellt werden, der eine ähnliche Konsistenz beziehungsweise Materialeigenschaft,
insbesondere Elastizität und Biegesteifigkeit, aufweist.
[0094] Ein weitere, in
Fig. 18 dargestellte
vierte Ausführungsform der Erfindung betrifft ein alleinstehendes Kabelhalterungselement 1 mit einem Grundkörper
10. Das Kabelhalterungselement 1, 1' bildet einen abgetrennten Kanalbereich 13 aus.
Der Grundkörper 100 ist plattenförmig mit einer Grundplatte ausgebildet, an deren
Endkanten 103 Vorsprünge 17, 18 abstehen.
[0095] Diese Vorsprünge 17, 18 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel normal zu der durch
die Grundplatte festgelegte Ebene stehend ausgebildet und schließen an die Endkanten
103 an und setzen diese fort. Die Vorsprünge 17, 18 erstrecken sich in Längsrichtung
über die gesamte Länge des Kabelhalterungselements 1 und stehen normal auf die durch
die Endkanten 103 festgelegte Ebene.
[0096] An dem jeweiligen, der jeweiligen Endkante 103 fernen Ende des jeweiligen Vorsprunges
17, 18 ist eine Fläche mit einem Bereich 111, 121 ausgebildet, von der einzelne Rastvorsprünge
11, 12 abstehen.
[0097] Im Bezug auf das erste Kabelhalterungselement 1, das den ersten Kanalbereich 13 abgrenzt,
werden die auf dem der Endkante 103 fernen Ende des Vorsprunges 17, 18 befindlichen
Bereiche 111, 121 als einander gegenüberliegende Bereiche 111, 121 bezeichnet.
[0098] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfassen die Rastvorsprünge 11, 12 - wie auch
bei den übrigen Ausführungsbeispielen - jeweils einen ersten Rastvorsprungsabschnitt
113, 123 sowie einen zweiten Rastvorsprungsabschnitt 114, 124. Die Rastvorsprünge
11, 12 sind L-förmig oder winkelhakenförmig ausgebildet und weisen jeweils zwei Rastvorsprungsabschnitte
113, 114, 123, 124 auf. Jeder Rastvorsprung 11, 12 weist jeweils einen ersten Rastvorsprungsabschnitt
113, 123 und einen zweiten Rastvorsprungsabschnitt 114, 124 auf. Die ersten Rastvorsprungsabschnitte
113, 123 stehen senkrecht und/oder normal zu den Bereichen 111, 121, von denen sie
abstehen. Der zweite Rastvorsprungsabschnitt 114, 124 setzt den ersten Rastvorsprungsabschnitt
113, 123 an dessen dem jeweiligen Bereich 111, 121 fernen Ende fort.
[0099] Die Rastvorsprungsabschnitte 113, 114, 123, 124 sind einstückig ausgebildet und aus
einem flachen Körper ausgebildet. Im vorliegenden Fall werden gebogene Profilstäbe
als Rastvorsprünge 11, 12 herangezogen. Diese Profilstäbe bzw. flachen Körper weisen
zwischen dem ersten und dem zweiten Rastvorsprungsabschnitt 113, 114, 123, 124 jeweils
einen Winkelabschnitt bzw. Bogen 115, 125 auf. Dieser Bogen 115, 125 kann derart ausgebildet
sein, dass die beiden Rastvorsprungsabschnitte 113, 114, 123, 124 einen Winkel von
weniger als 90°, im vorliegenden Fall etwa 75°, einschließen.
[0100] Die zweiten Rastvorsprungsabschnitte 123, 124 stehen vom Ende des ersten Rastvorsprungsabschnittes
in Richtung des jeweils gegenüberliegenden Bereiches 111, 121 ab. Die einzelnen Rastvorsprünge
11, 12 sind kammartig angeordnet, das heißt, sie sind beabstandet angeordnet und gleich
ausgerichtet, wobei alle vom selben Bereich 111, 121 des ersten Kabelhalterungselements
1, 1' abstehenden Rastvorsprünge 11, 12 zu ihren jeweils benachbart angeordneten Rastvorsprüngen
11, 12 jeweils denselben Abstand haben. Die Rastvorsprünge 11, 12 stehen von Punkten
auf den Bereichen 111, 121 ab, die jeweils auf einer gemeinsamen Geraden 116, 117
angeordnet sind. Die einander gegenüberliegenden Rastvorsprünge 11, 12 greifen berührungslos
ineinander, wobei die Enden 110, 120 der Rastvorsprünge 11, 12 bzw. die Enden 110,
120 der zweiten Rastvorsprungsabschnitte 114, 124, einander berührungslos angenähert
sind.
[0101] Jedes Ende 110, 120 des jeweiligen Rastvorsprungs 11, 12 ist zwischen zwei vom jeweils
gegenüberliegenden Bereich 111, 121 abstehenden Rastvorsprünge 11, 12 angeordnet bzw.
ragt in den Zwischenbereich zwischen zwei vom gegenüberliegenden Bereich 111, 112
abstehenden Rastvorsprüngen 11, 12 hinein. Die einzelnen Enden 110, 120 der Rastvorsprünge
11, 12 bzw. der zweiten Rastvorsprungsabschnitte 114, 124 sind so angeordnet, dass
sie die vom gegenüberliegenden Bereich 111, 112 abstehenden Rastvorsprünge 11, 12
nicht berühren. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind sämtliche Rastvorsprünge
11, 12 untereinander gleich ausgebildet und ausgerichtet und berühren einander gegenseitig
nicht.
[0102] Die Anordnung der Rastvorsprünge 11, 12 erfolgt derart, dass der Kanalbereich 13
einen geschlossenen oder U-förmigen Kanalquerschnitt ausweist.
[0103] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst das Kabelhalterungselement 1 jeweils
vier erste Rastvorsprünge 11 und vier zweite Rastvorsprünge 12. Die Enden der zweiten
Rastvorsprungsabschnitte 123, 124 sind zum gemeinsamen Grundkörper 100 hin bzw. zu
der durch die Endkanten 103 festgelegte Ebene geneigt.
[0104] Zur einfachen Montage sind im Bereich der Grundplatte zwei Befestigungselemente 107
angeordnet, die zur werkzeuglosen und lösbaren Befestigung der Kabelhalterung 50 an
ein und/oder mit einem Gerät 60 und/oder mit dessen Gestell 61 ermöglichen.
[0105] Die Rastvorsprünge 11, 12 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung
elastisch biegsam und federnd ausgebildet und bestehen aus Kunststoff, nämlich aus
Polypropylen. Die Konsistenz des Polypropylens ist dabei so gewählt, dass die Rastelemente
eine Biegesteifigkeit und Elastizität aufweisen, die ein Verschwenken der einzelnen
Rastelemente 11, 12 ermöglicht, sodass ein Kabel 2 durch Druck auf die Rastelemente
11, 12 in den Kanalbereich 13 eingebracht werden kann. Nach dem Verbiegen kehren die
Rastelemente 11, 12 wieder in ihre ursprüngliche Stellung zurück. Alternativ kann
das Kabelhalterungselement 1 auch aus Polyethylen oder anderen elastisch biegbaren
oder federnden Kunststoffen hergestellt werden.
[0106] Beim Einlegen eines Kabels 2 werden die Rastvorsprünge 11, 12 in Richtung auf den
Grundkörper 10 oder den gemeinsamen Grundkörper 11 durch den Druck des Kabels 2 abgebogen
und lassen das Kabel 2 in den Kanalquerschnitt eintreten. Befindet sich das Kabel
im Kanalquerschnitt, bewegen sich die Rastelemente 11 aufgrund ihrer Elastizität wieder
in ihre Ausgangsstellung zurück. Die Rastvorsprünge 11, 12 sind somit in einer Ebene
normal zur Längsrichtung des Kabelhalterungselements 1 federnd bzw. elastisch verschwenkbar.
[0107] Die dargestellten flach ausgebildeten Rastvorsprünge 11, 12 stehen von den Bereichen
111, 121 ab und begrenzen den Kanalbereich 13. Die Rastvorsprünge 11, 12 sind als
Profilteile gebogen ausgebildet und weisen in ihrer Verlaufsrichtung ein flaches Profil
mit einem konstanten Querschnitt auf. Die Verlaufsrichtung Rastvorsprungs 11, 12 verläuft
in einer Ebene normal zur Längsrichtung des Kabelhalterungselements 1. Das flache
Profil hat in Längsrichtung des Kabelhalterungselements 1 eine wesentlich größere
Ausdehnung als in einer Richtung normal zur Längsrichtung des Kabelhalterungselements
1. Vorteilhaft ist, wie bereits erwähnt, ein Verhältnis 4:1 bis 4:1,5, insbesondere
4:1,3, zwischen der Ausdehnung der maximalen Abmessung des flachen Profils des Rastvorsprungs
11, 12 in Längsrichtung des Kabelhalterungselements 1 und der Abmessung des Profils
des Rastvorsprungs 11, 12 in einer Richtung normal hierzu.
1. Kabelhalterungselement (1) zur Aufnahme eines oder mehrerer Kabel (2) umfassend einen
Grundkörper (10) sowie eine Anzahl von vom Grundkörper (10) abstehenden Rastvorsprüngen
(11, 12), die von voneinander gegenüberliegenden Bereichen (111, 121) des Grundkörpers
(10) abstehen, wobei die Rastvorsprünge (11, 12), und gegebenenfalls der Grundkörper
(10), einen Kanalbereich (13) zur Führung der Kabel (2) umschließen, abgrenzen und/oder
festlegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorsprünge (11, 12), vorzugsweise berührungslos und/oder kammartig ineinander
greifen, sodass das Ende (110, 120) zumindest eines der Rastvorsprünge (11, 12), die
von einem Bereich (111, 121) abstehen, zwischen zwei vom jeweils gegenüberliegenden
Bereich (111, 121) abstehenden Rastvorsprüngen (11, 12) angeordnet ist und/oder ragt.
2. Kabelhalterungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den Kanalbereich (13) begrenzenden Rastvorsprünge (11, 12) L-förmig ausgeformt
sind, die einander gegenüberliegend beabstandet sind, so dass der Kanalbereich (13)
einen geschlossenen und/oder U-förmigen Kanalquerschnitt aufweist, und/oder,
dass in Längserstreckung des Kanalbereichs (13) die Rastvorsprünge (11, 12) derart
angeordnet sind, dass sie, vorzugsweise berührungslos, kammartig ineinander greifen,
sodass das Ende (110, 120) zumindest eines Rastvorsprunges (11, 12) zwischen zwei
jeweils gegenüberliegenden Rastvorsprüngen (11, 12) angeordnet ist und/oder ragt und/oder,
dass die Rastvorsprünge (11, 12) elastisch biegbar und federnd ausgebildet sind, sodass
sie gegenüber dem Grundkörper (10) des Kabelhalterungselements (1) verschwenkbar sind
und nach dem Verschwenken wieder in ihre Ausgangsposition zurückkehren.
3. Kabelhalterungselement (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorsprünge (11, 12), insbesondere winkelhakenförmig, gebogen ausgebildet
sind und zwei Rastvorsprungabschnitte (113, 114, 123, 124) aufweisen, wobei der erste
Rastvorsprungabschnitt (113, 123) einem Winkel von 70°-90°, vorzugsweise 85°-90°,
insbesondere genau senkrecht und/oder normal, vom jeweiligen Bereich (111, 121) absteht
und wobei der zweite Rastvorsprungsabschnitt (114, 124) den ersten Rastvorsprungsabschnitt
(113, 123) an der dem jeweiligen Bereich (111, 121) fernen Ende fortsetzt und mit
einem Winkel, insbesondere mit einem Winkel zwischen 70° bis 110°, vorzugsweise 90°,
zum ersten Rastvorsprungsabschnitt (113, 123) in Richtung der Rastvorsprünge (11,
12) gerichtet absteht, die vom jeweils gegenüberliegenden Bereich (111, 121) abstehen,
und/oder
dass die beiden Rastvorsprungsabschnitte (113, 114, 123, 124) einstückig, insbesondere
jeweils aus einem flachen Körper und/oder einem Profilstab, ausgebildet sind, der
zwischen dem ersten und dem zweiten Rastvorsprungsabschnitt (113, 114, 123, 124) einen
Bogen (115, 125) aufweist.
4. Kabelhalterungselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rastvorsprungabschnitte (113, 114, 123, 124) einen Winkel von weniger
als oder gleich 90° einschließen und/oder,
dass die beiden Bereiche (111, 121), von denen die Rastvorsprünge (11, 12) abstehen,
zueinander parallel verlaufen und/oder in einer Ebene liegen und/oder,
dass die jeweilige Anzahl der Rastvorsprünge (11, 12), die von den beiden Bereichen
(111, 121) abstehen, um höchstens eins voneinander abweicht und/oder,
dass die Enden der Rastvorsprünge (11, 12) oder die Enden der zweiten Rastvorsprungsabschnitte
(123, 124) zum Grundkörper (10) hin geneigt sind.
5. Kabelhalterungselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Rastvorsprung (11, 12), dessen Ende zwischen zwei vom jeweils gegenüberliegenden
Bereich (111, 121) abstehenden Rastvorsprüngen (11, 12) angeordnet ist, ein vom gegenüberliegenden
Bereich (111, 121) abstehender weiterer Rastvorsprung (15, 16) vorgesehen ist, dessen
Ende (150, 160) dem Ende des jeweiligen Rastvorsprungs (11, 12) angenähert ist und
gegenüberliegt, wobei insbesondere die Stirnseiten der Enden (110, 120, 150, 160)
des weiteren Rastvorsprungs (15, 16) und des Rastvorsprungs (11, 12) einander gegenüberliegen.
6. Kabelhalterungselement (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Rastvorsprünge (15, 16) jeweils einen ersten Rastvorsprungsabschnitt
(151, 161) aufweisen, der vom Grundkörper (10) im Winkel, insbesondere in einem Winkel
von 70° bis 110°, vorzugsweise 90°, absteht und einen zweiten Rastvorsprungsabschnitt
(152, 162) aufweisen, der den ersten Rastvorsprungsabschnitt (151, 152) fortsetzt
und vom ersten Rastvorsprungsabschnitt (151, 152) absteht,
dass insbesondere die Form und/oder Ausrichtung des ersten und/oder zweiten Rastvorsprungsabschnitts
(151, 152, 161, 162) der weiteren Rastvorsprünge (15, 16) der Form und Ausrichtung
des ersten und/oder zweiten Rastvorsprungabschnitts (113, 114, 123, 124) der Rastvorsprünge
(11, 12) entspricht, und
dass insbesondere die Länge des ersten Rastvorsprungabschnitts (151, 161) der weiteren Rastvorsprünge
(15, 16) der Länge des ersten Rastvorsprungabschnitts (113, 123) der Rastvorsprünge
(11, 12) entspricht.
7. Kabelhalterungselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vom ersten Bereich (111) und/oder die vom zweiten Bereich (121) abstehenden Rastvorsprünge
(11, 12) gleich ausgebildet und/oder ausgerichtet sind, und/oder dass alle Rastvorsprünge
(11, 12) gleich ausgebildet sind und/oder,
dass die vom ersten Bereich (111) und/oder die vom zweiten Bereich (121) abstehenden
weiteren Rastvorsprünge (15, 16) gleich ausgebildet und/oder ausgerichtet sind, und/oder
dass alle weiteren Rastvorsprünge (15, 16) gleich ausgebildet sind.
8. Kabelhalterungselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorsprünge (11, 12) von zwei Bereichen (111, 121) abstehen, wobei eine Anzahl
von ersten Rastvorsprüngen (11) vom ersten der beiden Bereiche (111) absteht und eine
Anzahl von zweiten Rastvorsprüngen (12) vom zweiten der beiden Bereiche (121) absteht,
und/oder
dass die ersten Rastvorsprünge (11) von Teilbereichen des ersten Bereichs (111) abstehen,
die auf einer ersten Geraden (116) liegen und/oder dass die zweiten Rastvorsprünge
(12) von Teilbereichen des zweiten Bereichs (121) abstehen, die auf einer zweiten
Geraden (126) liegen, wobei die erste Gerade (116) und die zweite Gerade (126) vorzugsweise
zueinander parallel angeordnet sind, und/oder,
dass eine Anzahl der weiteren Rastvorsprünge (15, 16) und/oder von Teilbereichen des
zweiten Bereichs (121) absteht, die auf der ersten Geraden (116) liegen, und die übrigen
der weiteren Rastvorsprünge (16) von Teilbereichen des zweiten Bereichs (121) abstehen,
die auf der zweiten Geraden (126) liegen und/oder,
dass zwischen je zwei Rastvorsprüngen (11, 12) jeweils ein weiterer Rastvorsprung
(15, 16) angeordnet ist und/oder,
dass die zweiten Rastvorsprungsabschnitte (114, 124) der Rastvorsprünge (11, 12),
gegebenenfalls auch die zweiten Rastvorsprungsabschnitte (152, 162) der weiteren Rastvorsprünge
(15, 16), in derselben Ebene liegen und/oder,
dass der Grundkörper (10) in den den Rastvorsprüngen (11, 12) gegenüberliegenden Bereichen
zumindest eine Ausnehmung (105) aufweist.
9. Kabelhalterungselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (10) zumindest einen, insbesondere zwei, von ihm, insbesondere senkrecht
und/oder normal, abstehenden Vorsprung (17, 18) aufweist, von dem die einzelnen Rastvorsprünge
(11, 12) und gegebenenfalls die weiteren Rastvorsprünge (15, 16) abstehen und/oder,
dass sich der Kanalquerschnitt des Kanalbereichs (13) zumindest in einem Teilbereich
entlang der Längserstreckung des Kanalbereichs (13) verjüngt und/oder erweitert und/oder,
dass die Rastvorsprünge (11, 12) elastisch biegsam und/oder federnd ausgebildet sind,
und/oder,
dass das Verhältnis der Breite in Längsrichtung des Kabelhalterungselements (1) zur
Dicke der Rastvorsprünge (11, 12) im Bereich zwischen 4:1 bis 4:1,5, insbesondere
bei 4:1,3 liegt.
10. Kabelhalterungselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorsprünge (11, 12), gegebenenfalls die weiteren Rastvorsprünge (15, 16)
und/oder das gesamte Kabelhalterungselement (1), aus Kunststoff, insbesondere Polyethylen
PE und/oder Polypropylen PP, hergestellt ist.
11. Kabelhalterung (50) umfassend eine Anzahl von Kabelhalterungselementen (1) nach einem
der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Kabelhalterungselemente (1) gleich ausgerichtet auf einem gemeinsamen
Grundkörper (100) angeordnet sind,
wobei vorzugsweise der Grundkörper (100) Befestigungsmittel (107) zum, insbesondere werkzeuglosen lösbaren, Befestigen der Kabelhalterung (50) an einem Gerät, insbesondere
mit einem Gestell (61) eines Geräts (60), aufweist, und/oder dass der gemeinsame Grundkörper
(100) in den den Rastvorsprüngen (11, 12) gegenüberliegenden Bereichen jeweils zumindest
eine Ausnehmung (105) aufweist.
12. Kabelhalterung (50) nach Anspruch 11, umfassend insbesondere zwei Kabelhalterungselemente
(1), dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Grundkörper (100) ein W-förmiges Winkelprofil (101) ausbildet,
wobei die Rastvorsprünge (11, 12) beider Kabelhalterungselemente (1) von der zentralen
Bugkante (102) des W-förmigen Winkelprofils (101) abstehen und zudem Rastvorsprünge
(11, 12) jeweils eines der Kabelhalterungselemente (1) von den Endkanten (103) des
W-förmigen Winkelprofils abstehen, und
wobei gegebenenfalls von der Bugkante (102) und/oder der Endkante (103) Vorsprünge (17, 18) abstehen,
von denen die Rastvorsprünge (11, 12) abstehen, und/oder wobei gegebenenfalls das W-förmige Winkelprofil (101) im Bereich der zentralen Bugkante (102), vorzugsweise
auch in den beiden Endkanten (103, 104), einen rechten Winkel aufweist.
13. Kabelhalterung (50) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Grundkörper (100) flach und/oder eben ausgebildet ist und die einzelnen
Rastvorsprünge (11, 12) nach derselben Seite vom Grundkörper (100) abstehen, und/oder
dass die einzelnen Kabelhalterungselemente (1) auf dem Grundkörper (100) gleich ausgerichtet
und gegebenenfalls nebeneinander und/oder hintereinander angeordnet sind, und/oder
dass die ersten und zweiten Geraden (116, 117) zueinander parallel angeordnet sind.
14. Elektronisches Gerät, insbesondere Wett- und/oder Glücksspielgerät, mit einer Kabelhalterung
(50) nach einem der Ansprüche 11 bis 13 oder mit einer Mehrzahl von Kabelhalterungselementen
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10.