[0001] Die Erfindung betrifft einen Handschuh gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Ein derartiger Handschuh ist in der
EP 1 265 677 B1 beschrieben. Es wird vollinhaltlich auf den gesamten Text der Beschreibung dieses
Handschuhs Bezug genommen. Der nun beanspruchte Handschuh kann über die in dieser
Anmeldung beschriebenen Merkmale auch die in dieser europäischen Patentschrift beschriebenen
Merkmale aufweisen.
[0002] Bei dem aus der
EP 1 265 677 beschriebenen Handschuh hat sich gezeigt, dass die gelenkige Verbindung zwischen
den druckfesten Elementen einen hohen Tragekomfort gewährleistet. Der Handschuh konnte
sich jedoch gegenüber anderen Torwarthandschuhen im Markt nicht durchsetzen.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen gattungsgemäßen Handschuh
weiterzuentwickeln.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem gattungsgemäßen Handschuh gelöst, der sich dadurch auszeichnet,
dass die Stützelemente auf einer Leiste angeordnet sind.
[0005] Während das in der
EP 1 265 677 B1 beschriebene Band und die dort beschriebenen Gelenke besonders flexibel sind, bietet
eine Leiste einen gewissen Widerstand gegen ein Abbiegen, der der Abwinklung der Finger
bei der Faustbildung entgegen wirkt. Dieser Widerstand vermittelt den Eindruck einer
hohen Stabilität und der Widerstand kann dazu genutzt werden, nach Art einer Feder
das Stützelement bei der Faustbildung so abzubiegen, dass es beim Nachlassen des Biegedrucks
wieder in die gestreckte Stellung zurückgeführt wird.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Leiste aus einem elastischen Kunststoff besteht. Dadurch
kann ein leichtes Stützelement hergestellt werden, das elastisch nach einer Abwinklung
wieder in die gestreckte Position zurückgeführt wird.
[0007] Erfindungsgemäß wird auch ein Stützelement vorgeschlagen, bei dem die druckfesten
Elemente auf einer Leiste aufgefädelt sind.
[0008] Die Anlageflächen der druckfesten Elemente aneinander sind dabei vorzugsweise so
ausgebildet, dass radial innerhalb einer neutralen Linie die Anlagefläche abgeschrägt
ist, so dass ein Abbiegen erleichtert wird.
[0009] Durch die Ausbildung der Anlagefläche zwischen zwei druckfesten Elementen kann genau
eingestellt werden, ob die Elastizität der Leiste mehr aus einer Streckung der Leiste
oder einer Biegung der Leiste resultiert.
1. Sporthandschuh, insbesondere Torwarthandschuh, mit einem Innenhandteil und einem Oberhandteil,
sowie mit wenigstens im Bereich der Fingerrücken angeordneten Stützelementen, welche
druckfeste Elemente aufweisen und eine Sperrwirkung entfalten, um die Finger in der
gestreckten Fingerstellung gegen ein Durchbiegen in Richtung Handrücken abzustützen,
der Abwinklung der Finger bei der Faustbildung jedoch folgen, dadurch gekennzeichnet, dass die druckfesten Elemente auf einer Leiste angeordnet sind.
2. Sporthandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die druckfesten Elemente auf der Leiste aufgefädelt sind.
3. Sporthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die druckfesten Elemente zumindest außerhalb der neutralen Linie aneinander anliegen.
4. Sporthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste von einer Biegelinie radial nach innen versetzt angeordnet ist.
5. Sporthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste aus einem Vollmaterial besteht.
6. Sporthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste aus einem elastischen Kunststoff besteht.
7. Handschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste eine Breite von 5 bis 15 mm hat.
8. Handschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste eine Höhe von 0,5 bis 2,5 mm hat.
9. Handschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste rastend mit zumindest einem Element zusammen wirkt.
10. Handschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste im Bereich einer Fingerkuppe fest an einem Element befestigt ist.
11. Handschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste einstückig mit einem Element ausgebildet ist.
12. Handschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass erstes und letztes Element mit der Leiste fest verbunden sind.
13. Handschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endelement ein Mittel für eine feste Verbindung mit der Leiste aufweist.
14. Stützelement, welches druckfeste Elemente aufweist und eine Sperrwirkung entfaltet,
um ein Durchbiegen in einer Richtung quer zu einer Leiste zu vermeiden und ein Durchbiegen
entgegen dieser Richtung zu erlauben, dadurch gekennzeichnet, dass die druckfesten Elemente auf einer Leiste aufgefädelt sind.
15. Stützelement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste so elastisch ist, dass das Stützelement nach einem Verbiegen seine ursprüngliche
Form wieder annimmt.
16. Stützelement nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die druckfesten Elemente unter Vorspannung aneinander anliegen.
17. Stützelement nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste zugfest ist.
18. Stützelement nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die druckfesten Elemente eine konische Leistenführung aufweisen.
19. Stützelement nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die konische Leistenführung sich von der Mitte des druckfesten Elementes in Ausrichtung
der Leiste beidseitig erweitert.
20. Stützelement nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste auch bei abgewinkeltem Stützelement flächig an der radial inneren Seite
der Leistenführung anliegt.
21. Stützelement nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die druckfesten Elemente schräge Stirnseiten aufweisen, die es ermöglichen, die druckfesten
Elemente an den Stirnseiten aneinander anliegend in einem einer offenen Handfläche
entsprechenden Bogen auf einer leicht gebogenen Leiste anzuordnen.
22. Stützelement nach einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass radial innerhalb einer neutralen Linie die Anlagefläche der druckfesten Elemente
abgeschrägt ist, so dass ein Abbiegen bei einer Faustbildung erleichtert wird.