[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bodendüse für einen Staubsauger gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1, also eine Bodendüse mit einer Saugmundöffnung und zumindest
einem davon ausgehenden Saugkanal, wobei der Saugmund/Saugkanal durch eine Saugkanalkante
begrenzt ist und wobei die Saugkanalkante sich auf einer ersten Seite des Saugkanals
befindet und wobei diese erste Seite des Saugkanals üblicherweise von einem die Bodendüse
verwendenden Benutzer weiter entfernt ist als eine der ersten Seite am Saugkanal gegenüberliegende
zweite Seite, derart, dass bei einer üblichen Vorwärtsbewegung der Bodendüse beim
Saugen sich diese erste Seite und damit die Saugkanalkante vor dem Saugmund und dem
Saugkanal befindet.
[0002] Derartige Bodendüsen sind an sich bekannt. Z.B. kann auf die Bodendüsen der Anmelderin
mit den Typenbezeichnungen SBD 245, SBD 450, SBD 285, SBD 550 und SBD 265 verwiesen
werden.
[0003] Bei derartigen Bodendüsen wird beim Überfahren eines Florteppichs mit der Bodendüse
bewirkt, dass vom Teppich umfasst Teppichfasern, die sich bei einer Vorwärtsbewegung
der Bodendüse in Bewegungsrichtung der Bodendüse befinden, durch die vor dem Saugkanal
befindliche Saugkanalkante (vordere Saugmund-/Saugkanalkante) etwas aufgebogen werden,
so dass sich direkt hinter dieser Kante eine kleine Lücke bildet. Hier kommt Saugluft,
die unter der vorderen Saugkanalkante hindurchströmt, mit im Florteppich befindlichem
Staub in Berührung und reißt diesen mit. Dieser Vorgang geschieht bei jeder Bewegung
der Bodendüse für die jeweils überstrichene Fläche nur einmal und bei Bodendüsen in
einer Ausführung als sogenannte Zweikanalbodendüsen entsprechend zweimal. Hinsichtlich
der unter einer Saugkanalkante hindurchströmenden Saugluft sind auch Zweikanalbodendüsen
insofern nicht ganz optimal, als sich der Saugluftstrom auf die beiden dort gebildeten
Saugkanäle aufteilt und somit jeweils nur die halbe Luftmenge unter einer dem jeweiligen
Saugkanal zugeordneten Saugkanalkante hindurchströmt.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht entsprechend darin, eine weitere
Ausführungsform für eine Bodendüse für einen Staubsauger anzugeben, insbesondere eine
Bodendüse, die sich durch eine Erhöhung der Staubaufnahmeeffektivität und/oder eine
Verringerung des Bewegungswiderstandes und/oder eine Verbesserung der Energieeffizienz
auszeichnet.
[0005] Diese Aufgabe wird für eine Bodendüse der eingangs genannten Art mit den Merkmalen
des unabhängigen Anspruchs gelöst. Dazu ist bei einer Bodendüse für einen Staubsauger,
welche eine Saugmundöffnung und zumindest einen davon ausgehenden Saugkanal aufweist,
wobei der Saugkanal zumindest in einer üblichen Bewegungsrichtung der Bodendüse im
Betrieb - wie oben erläutert - durch eine Saugkanalkante begrenzt ist, vorgesehen,
dass die Bodendüse vor der Saugkanalkante, und zwar in Bewegungsrichtung der Bodendüse
oder vom Saugmund aus gesehen vor der Saugkanalkante, zumindest eine weitere Saugkanalkante
aufweist. Hier und im Folgenden wird die im Stand der Technik übliche und direkt an
den oder jeden Saugkanal angrenzende Saugkanalkante als erste Saugkanalkante und zur
Unterscheidung die vom Saugmund aus gesehen vor der ersten Saugkanalkante vorgesehene
weitere Saugkanalkante als zweite Saugkanalkante bezeichnet.
[0006] Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass auch die weitere oder zweite Saugkanalkante
beim Überfahren z.B. eines Florteppichs mit der Bodendüse zu einem Aufbiegen der Fasern
und nach dem Überstreichen der Fasern durch die zweite, weitere Saugkanalkante zu
einer elastischen Entspannung der zuvor aufgebogenen Fasern führt, wodurch eine zusätzliche
Lockerung einer Verbindung von Schmutz oder Staubpartikeln mit den Teppichfasern erreicht
wird. Diese können dann beim Überfahren mit der ersten Saugkanalkante und dem unter
beiden Saugkanalkanten herströmenden Saugluftstrom abgesaugt werden.
[0007] Der Ansatz gemäß der Erfindung darf nicht mit einer Bodendüse mit einem ersten und
zweiten Saugmund und entsprechend zwei Saugkanälen und einer zwischen beiden Saugkanälen
gebildeten, mittleren Saugkanalkante verglichen oder verwechselt werden. Bei einer
solchen Bodendüse befindet sich vor einem (in Bewegungsrichtung) vorderen Saugkanal
und hinter einem (in Bewegungsrichtung) hinteren Saugkanal jeweils eine Saugkanalkante
(vordere und hintere Saugkanalkante). Mit der mittleren Saugkanalkante weist eine
solche Bodendüse also drei Saugkanalkanten auf. Betrachtet man nur den hinteren Saugkanal,
befindet sich vor diesem zunächst die mittlere Saugkanalkante und sodann auch die
vor dem vorderen Saugkanal befindliche vordere Saugkanalkante. Zwischen der mittleren
Saugkanalkante und der vorderen Saugkanalkante befindet sich allerdings noch der vordere
Saugkanal, wohingegen bei der hier vorgeschlagenen Bodendüse die zweite Kante unmittelbar
auf die direkt an den Saugkanal angrenzende erste Kante folgt. Bei der vorgeschlagenen
Ausführung wird der gleiche Saugluftstrom über jeweils zwei Kanten geführt, während
bei bekannten zweikanaligen Bodendüsen sich der Luftstrom auf den ersten und zweiten
Saugluftkanal aufteilt und der aufgeteilte Luftstrom jeweils nur über eine Kante,
nämlich entweder die vordere oder die hintere Kante geführt wird, und sich die mittlere
Kante sogar in einem strömungsarmen Bereich befindet, in dem ein Staubtransport kaum
stattfindet.
[0008] Beim Ansatz gemäß der Erfindung, bei dem sich unmittelbar vor dem Saugkanal eine
erste und eine unmittelbar daran anschließende zweite Saugkanalkante befinden, streicht
also der gesamte in den Saugkanal führende Saugluftstrom über die erste und zweite
Kante, so dass gelockerte Staub- oder Schmutzpartikel besser erfasst und vollständiger
mit dem Saugluftstrom abtransportiert werden.
[0009] Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Dabei verwendete
Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches
durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Sie können auch selbständige
Erfindungen enthalten, die eine von den Gegenständen der vorhergehenden Ansprüche
unabhängige Gestaltung aufweisen und sind nicht als ein Verzicht auf die Erzielung
eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für deren Merkmale zu verstehen. Des
Weiteren ist im Hinblick auf eine Auslegung der Ansprüche bei einer näheren Konkretisierung
eines Merkmals in einem nachgeordneten Anspruch davon auszugehen, dass eine derartige
Beschränkung in den jeweils vorangehenden Ansprüchen nicht vorhanden ist.
[0010] Indem die erste Saugkanalkante und die oder jede zweite, weitere Saugkanalkante jeweils
eine vom Saugmund oder vom unmittelbar angrenzenden Saugkanal abgewandte Auflaufschräge
aufweisen, ergibt sich eine Verringerung des Bewegungswiderstands beim Verwenden der
Bodendüse z.B. beim Überfahren eines Florteppichs, indem die Auflaufschrägen ein kontinuierliches
Aufbiegen der Teppichflorfasern bewirken und die Flächen der Auflaufschrägen selbst
einen geringen Reibungskoeffizienten aufweisen, so dass sich nur geringe Reibung ergibt.
[0011] Hinsichtlich einer Neigung der beiden Auflaufschrägen kommt in Betracht, dass diese
gleich oder zumindest im Wesentlichen gleich sind.
[0012] Wenn ein zwischen der ersten Saugkanalkante und der vom angrenzenden Saugkanal aus
gesehen unmittelbar vor der ersten Saugkanalkante liegenden weiteren zweiten Saugkanalkante
verbleibender Zwischenraum seitlich verschlossen ist, also im Bereich der in Verlängerung
des Verlaufs des Saugkanals befindlichen Seiten der Bodendüse verschlossen ist, lässt
sich sicherstellen, dass der gesamte Saugluftstrom oder zumindest im Wesentlichen
der gesamte Saugluftstrom über die erste und zweite Saugkanalkante angesaugt wird
und nicht etwa von der Seite einströmt wo er im Hinblick auf einen Abtransport von
Schmutz- oder Staubpartikeln nur von geringerer Wirkung wäre.
[0013] Indem ausgehend von einem durch eine Höhe der ersten Saugkanalkante definierten Bodenniveau
die oder jede zweite, weitere Saugkanalkante zurückgesetzt ist, also einen größeren
Abstand vom Bodenniveau aufweist, lässt sich erreichen, dass sich eine zum Bewegen
der Bodendüse über z.B. einen Florteppich aufzubringende Schiebekraft nicht oder zumindest
nicht merklich erhöht. Auch dies bewirkt also eine Verringerung des Bewegungswiderstands
der Bodendüse.
[0014] Als günstige Werte hinsichtlich eines größeren Abstands der weiteren zweiten Saugkanalkante
vom Bodenniveau haben sich Werte im Bereich von 0,3 bis 0,8 mm herausgestellt. Damit
ist gewährleistet, dass bei einer durchschnittlichen Florhöhe und einer normalen Eindringtiefe
eines Bodenprofils der Bodendüse mit dem zumindest einen dort gebildeten Saugkanal
und den Saugkanalkanten auch die zweite, weitere Saugkanalkante den Teppichflor noch
durchstreift.
[0015] Hinsichtlich einer Höhe der weiteren zweiten Saugkanalkante hat sich gezeigt, dass
bereits ab einer Höhe der weiteren zweiten Saugkanalkante von 0,5 mm ein entsprechender
Einfluss auf die Staubaufnahmefähigkeit, durch eine zusätzliche Lockerung einer Verbindung
von Schmutz oder Staubpartikeln mit den Teppichfasern, festzustellen ist. Es haben
sich Maße für die Höhe der weiteren zweiten Saugkanalkante im Bereich von 3 bis 10
mm als besonders günstig und wirksam herausgestellt, indem so erreicht wird, dass
sich Teppichflorfasern zwischen den Kanten kurzzeitig wieder aufrichten können. Eine
Höhe der weiteren zweiten Saugkanalkante in dem angegebenen Bereich eignet sich insbesondere
für langflorige Teppiche. Bei einer durchschnittlichen Florhöhe sollte typischerweise
eine Höhe der weiteren zweiten Saugkanalkante von 5 mm gewählt werden um diesen Effekt
hervorzurufen.
[0016] Die bisher beschriebene Ausführungsform der hier vorgeschlagenen Bodendüse mit einer
ersten und einer weiteren zweiten Saugkanalkante jeweils in Bewegungsrichtung vor
dem Saugkanal kann - einschließlich hier und nachfolgend beschriebener vorteilhafter
Ausführungsformen - dadurch ergänzt werden, dass sich auch hinter dem Saugluftkanal
nicht nur eine Saugkanalkante, sondern jeweils eine erste und eine zweite, weitere
Saugkanalkante befinden. Die in Bewegungsrichtung hinter dem Saugkanal befindlichen
zwei Saugkanalkanten wirken dann genau wie die zuvor beschriebenen beiden Saugkanalkanten,
wenn die Bodendüse nicht vom Benutzer weg, sondern in Richtung auf den Benutzer hin
bewegt wird. Der Effekt des Auflockerns von mit Teppichfasern verbundenen Schmutzpartikeln
ergibt sich also bei üblichen Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen der Bodendüse pro
Bewegungsvorgang (Vorwärtsbewegung und anschließende Rückwärtsbewegung) zweimal. Bei
gleicher Betriebsdauer des Staubsaugers, also ohne zusätzlichen Energieaufwand hinsichtlich
des Betriebs des Staubsaugers mit elektrischer Energie, kann also ein verbessertes
Saugergebnis erwartet werden. Darüber hinaus ergibt sich das verbesserte Saugergebnis
auch ohne zusätzlichen Kraftaufwand oder zumindest weitgehend ohne zusätzlichen Kraftaufwand
für den Benutzer. Umgekehrt kann ein einem bisherigen Saugergebnis entsprechendes
Saugergebnis wegen der verbesserten Saugeffizienz in kürzerer Zeit und mit einem geringeren
Verbrauch an elektrischer Energie einerseits und auch mit einem verringerten Kraftaufwand
für den Benutzer andererseits erreicht werden.
[0017] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind in allen Figuren
mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0018] Das oder jedes Ausführungsbeispiel ist nicht als Einschränkung der Erfindung zu verstehen.
Vielmehr sind im Rahmen der vorliegenden Offenbarung zahlreiche Abänderungen und Modifikationen
möglich, die zum Beispiel durch Kombination oder Abwandlung von einzelnen in Verbindung
mit den in der allgemeinen Beschreibung, der oder jeder Ausführungsform sowie den
Ansprüchen beschriebenen und in den Zeichnungen enthaltenen Merkmalen für den Fachmann
im Hinblick auf die Lösung der Aufgabe entnehmbar sind und durch kombinierbare Merkmale
zu einem neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten oder Verfahrensschrittfolgen
führen. Es zeigt
- Fig. 1
- eine Bodendüse für einen Staubsauger,
- Fig. 2
- einen schematisch vereinfachten Ausschnitt aus der Darstellung gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- die Darstellung gemäß Fig. 2 mit eingezeichneten Höhenniveaus,
- Fig. 4, 5
- Ansichten unterschiedlicher Ausführungsformen der Bodendüse gemäß Fig. 1 von unten
- Fig. 6
- mit einem in etwa gleichen Ausschnitt wie bei der Darstellung in Fig. 2 eine schematisch
vereinfachte Darstellung einer im Stand der Technik bekannten Bodendüse.
[0019] Fig. 1 zeigt in einer Schnittdarstellung eine seitliche Ansicht einer Bodendüse 10.
Diese weist in einem vorderen Bereich einen Saugkanal 12 auf. In einem hinteren Bereich
ist ein Anschlussstutzen 14 gezeigt, mit dem in üblicher Art und Weise ein Saugrohr
eines Staubsaugers (nicht dargestellt) verbunden oder verbindbar ist. Ein in Fig.
1 eingezeichneter Pfeil 16 zeigt insofern eine Richtung für eine Vorwärtsbewegung
der Bodendüse 10. Eine solche Richtung wird im Folgenden als übliche Bewegungsrichtung
aufgefasst. Bei einer Bewegung in Richtung des Pfeils 16 wird die Bodendüse 10 von
einem hinter der Bodendüse 10 befindlichen Benutzer weg bewegt. Selbstverständlich
ist auch eine umgekehrte Bewegungsrichtung möglich, indem der Benutzer die Bodendüse
10 zu sich heran zieht.
[0020] Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus der Darstellung gemäß Fig. 1 und zwar
im Bereich des Saugkanals 12. Zur besseren Verdeutlichung von Begriffen wie "vor"
und "hinter" (jeweils bezogen auf den Saugkanal 12) ist auch in die Darstellung in
Fig. 2 der die übliche Bewegungsrichtung anzeigende Pfeil 16 wieder aufgenommen. Insofern
befindet sich vor dem Saugkanal 12, nämlich in Bewegungsrichtung (Pfeil 16), eine
erste Saugkanalkante 18. Die erste Saugkanalkante 18 begrenzt gleichsam den Saugkanal
12 in der durch den Pfeil 16 verdeutlichten Bewegungsrichtung. Vom Saugkanal 12 aus
gesehen befindet sich vor der ersten Saugkanalkante 18 eine zweite, weitere Saugkanalkante
20. Jede Saugkanalkante 18, 20 weist eine vom Saugkanal 12 abgewandte Auflaufschräge
22, 24 (erste Auflaufschräge 22, zweite Auflaufschräge 24) auf.
[0021] Dargestellt ist in der Abbildung in Fig. 2 auch ein Teppichflor 26 mit davon umfassten
Teppichflorfasern. Erkennbar ist, dass bei einer Bewegung der Bodendüse 10 (Fig. 1)
in Richtung des Pfeils 16, also bei einer Vorwärtsbewegung oder bei einer Bewegung
in einer "üblichen" Bewegungsrichtung die Teppichflorfasern gebogen werden, so dass
sich eine elastische Verformung ergibt, die wieder aufgelöst wird, sobald die dafür
jeweils ursächliche erste oder zweite Saugkanalkante 18, 20 den Bereich der jeweiligen
Teppichflorfasern verlässt. Durch das Aufbiegen der Teppichflorfasern wird daran eventuell
haftender Schmutz gelockert und es bildet sich direkt hinter der jeweiligen Saugkanalkante
18, 20 eine kleine Lücke im Teppichflor. Hier kommt unter der Saugkanalkante 18, 20
hindurchströmende Saugluft mit dem Staub in Berührung und reißt ihn mit. Ein Verlauf
eines Saugluftstroms 28 entlang der beiden Saugkanalkanten 18, 20 ist in Fig. 2 mit
einem jeweils im Saugkanal 12 endenden Pfeil dargestellt.
[0022] Fig. 2 zeigt bereits eine spezielle Ausführungsform der Bodendüse 10, bei der nicht
nur in Bewegungsrichtung (Pfeil 16) vor dem Saugkanal 12 eine erste und eine zweite,
weitere Saugkanalkante 18, 20 vorgesehen sind, sondern bei der in gleicher Weise zwei
Saugkanalkanten 30, 32 auch hinter dem Saugkanal 12 vorgesehen sind. Mit jeweils zwei
derartigen Saugkanalkanten 18, 20; 30, 32 vor und hinter dem Saugkanal 12 ergibt sich
die vorteilhafte Wirkung der zweiten, weiteren Saugkanalkante 20, 32 nicht nur bei
einer Vorwärtsbewegung (Pfeil 16) der Bodendüse 10, sondern auch bei einer entgegengesetzten
Rückwärtsbewegung.
[0023] Fig. 3 zeigt im Wesentlichen eine Wiederholung der Darstellung aus Fig. 2. Hier wird
dargestellt, dass ausgehend von einem durch eine Höhe der an den Saugkanal 12 unmittelbar
angrenzenden ersten Saugkanalkante 18 (oder zweier an den Saugkanal 12 unmittelbar
angrenzender erster Saugkanalkanten 18, 30) die oder jede zweite, weitere Saugkanalkante
20, 32 zurückgesetzt ist, also einen größeren Abstand vom Bodenniveau aufweist. Dieser
größere Abstand vom Bodenniveau ist in der Darstellung in Fig. 3 mit "b" eingezeichnet.
Günstige Werte für den zusätzlichen Abstand vom Bodenniveau, also für das Maß "b"
sind nach den Erkenntnissen der Anmelderin Werte im Bereich von 0,3 bis 0,8 mm. Man
erkennt des Weiteren, dass eine Neigung der Anlaufschrägen 22, 24 der ersten und zweiten
Saugkanalkante 18, 20 gleich oder zumindest im Wesentlichen gleich ist. Hinsichtlich
der Höhe der weiteren Saugkanalkante 20 ist das Maß "a" in der Darstellung in Fig.
3 eingezeichnet. Dieses Maß "a" stellt im Ausführungsbeispiel auch die Anlaufschräge
24 der weiteren zweiten Saugkanalkante 20 dar. Die Anmelderin hat herausgefunden,
dass günstige Werte für das Maß "a" mindestens 0,5 mm betragen, besser im Bereich
von 3 bis 10 mm liegen und vorzugsweise 5 mm einnehmen sollten, so dass sich gewährleisten
lässt, dass sich die Teppichflorfasern 26 (Fig. 2) zwischen den Saugkanalkanten 18,
20 zumindest kurzzeitig wieder aufrichten können.
[0024] Die Darstellung in Fig. 4 und Fig. 5 zeigt eine schematisch vereinfachte Ansicht
einer Bodendüse 10 (Fig. 1) von unten. Erkennbar sind jeweils der Saugkanal 12 und
der in etwa in der Mitte des Saugkanals 12 befindliche Saugmund. Vor und hinter dem
Saugkanal 12 befinden sich jeweils die erste und zweite Saugkanalkante 18, 20; 30,
32. Der Saugluftstrom 28 ist jeweils durch gestrichelt eingezeichnete Pfeile verdeutlicht.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Situation kann Luft an den Seiten der Bodendüse 10 einströmen.
Diese streicht dann nicht an Teppichflorfasern vorbei, die durch die erste und zweite
Saugkanalkante 18, 20; 30, 32 elastisch verformt werden und trägt somit nur in geringem
Umfang zum Abtransport von durch die Saugkanalkanten 18, 20; 30, 32 gelösten Staubpartikeln
bei. Bei der Ausführungsform in Fig. 5 ist ein zwischen den in Bewegungsrichtung vor
dem Saugkanal 12 befindlichen Saugkanalkanten 18, 20 und auch ein zwischen den in
Bewegungsrichtung der Bodendüse 10 hinter dem Saugkanal 12 befindlichen Saugkanalkanten
30, 32 verbleibender Zwischenraum seitlich (Seitenbereich 34) verschlossen, so dass
die gesamte Saugluftmenge über die Saugkanalkanten 18, 20; 30, 32 in den Saugkanal
12 einströmt und entsprechend zum Abtransport von durch die Saugkanalkanten 18, 20;
30, 32 gelockerten Staub wirksam ist.
[0025] Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform eines Bodenprofils einer Bodendüse 10, wie es im
Stand der Technik bekannt ist. Die Darstellung ist im Wesentlichen nur zum besseren
Verständnis der Unterschiede der Bodendüse 10 gemäß dem Ansatz entsprechend der Erfindung
und ihrer Ausgestaltungen vom Stand der Technik vorgesehen. Auch bei im Stand der
Technik bekannten Bodendüsen 10 können mehrere Saugkanalkanten 38, 40, 42 vorgesehene
sein, nämlich dann, wenn es sich bei der Bodendüse 36 um eine Bodendüse mit zwei oder
mehreren Saugkanälen 12 handelt. In Fig. 6 ist das Bodenprofil einer solchen Bodendüse
36 mit zwei Saugkanälen 12 gezeigt. Diese weist drei Saugkanalkanten 38, 40, 42 auf.
Bei einer wieder durch einen Pfeil 16 verdeutlichten Bewegungsrichtung kann man die
drei Saugkanalkanten 38, 40, 42 als vordere Saugkanalkante 38, mittlere Saugkanalkante
40 und hintere Saugkanalkante 42 auffassen. Ausgehend von dem an die hintere Saugkanalkante
42 angrenzenden Saugkanal 12 befinden sich vor diesem hinteren Saugkanal 12 die mittlere
Saugkanalkante 40 und die vordere Saugkanalkante 38. Also befinden sich vor einem
solchen Saugkanal 12 zwei Saugkanalkanten 38, 40, aber - im Gegensatz zum Ansatz gemäß
der Erfindung - nicht in unmittelbarer Abfolge, weil sich nämlich zwischen der vorderen
und der mittleren Saugkanalkante 38, 40 noch der vordere Saugkanal 12 befindet. Der
auch bei der Darstellung in Fig. 6 durch Pfeile 28 dargestellte Saugluftstrom teilt
sich auf die beiden Saugkanäle 12 auf, so dass sich die mittlere Saugkanalkante 40
in einem strömungsarmen Bereich B befindet. Selbst wenn die mittlere Saugkanalkante
40 ein Umbiegen von Teppichflorfasern bewirkt, findet wegen des strömungsarmen Bereichs
B hier kaum ein Abtransport von Staub statt, so dass im Wesentlichen nur die vordere
und die hintere Saugkanalkante 38, 42 wirksam sind. Hier ist jedoch jeweils - im Gegensatz
um Ansatz gemäß der Erfindung -jeweils nur eine Saugkanalkante 38, 42 vorgesehen.
[0026] Damit lässt sich die Erfindung kurz wie folgt darstellen: Es wird eine Bodendüse
10 für einen Staubsauger angegeben, welche eine Saugmundöffnung und zumindest einen
davon ausgehenden Saugkanal 12 aufweist, wobei der Saugkanal 12 zumindest in einer
üblichen Bewegungsrichtung der Bodendüse 10 im Betrieb durch eine Saugkanalkante 18
begrenzt ist, die sich dadurch auszeichnet, dass die Bodendüse 10 vor der Saugkanalkante
18, und zwar in Bewegungsrichtung der Bodendüse 12 vor der Saugkanalkante 18, zumindest
eine weitere Saugkanalkante 20 aufweist. Die Bodendüse 10 kann entsprechend auch als
Bodendüse 10 mit Doppel-Saugmundkanten (Doppel-Saugkanalkanten) bezeichnet werden.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 10
- Bodendüse
- 12
- Saugkanal
- 14
- Anschlussstutzen
- 16
- Pfeil
- 18
- (erste) Saugkanalkante
- 20
- (zweite) weitere Saugkanalkante
- 22
- Auflaufschräge
- 24
- Auflaufschräge
- 26
- Teppichflor
- 28
- Saugluftstrom
- 30
- (hintere) Saugkanalkanten
- 32
- (hintere) weitere Saugkanalkanten
- 34
- seitlicher Bereich (der Bodendüse)
- 36
- (bekannte) Bodendüse
- 38
- (vordere) Saugkanalkante
- 40
- (mittlere) Saugkanalkante
- 42
- (hintere) Saugkanalkante
1. Bodendüse (10) für einen Staubsauger, welche eine Saugmundöffnung und zumindest einen
davon ausgehenden Saugkanal (12) aufweist, wobei der Saugkanal (12) zumindest in einer
üblichen Bewegungsrichtung der Bodendüse (10) im Betrieb durch eine Saugkanalkante
(18) begrenzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodendüse (10) vor der Saugkanalkante (18), und zwar in Bewegungsrichtung der
Bodendüse (12) vor der Saugkanalkante (18), zumindest eine weitere Saugkanalkante
(20) aufweist.
2. Bodendüse nach Anspruch 1, wobei die Saugkanalkante (18) und die oder jede weitere
Saugkanalkante (20) jeweils eine vom Saugkanal (12) abgewandte Auflaufschräge (22,
24) aufweisen.
3. Bodedüse nach Anspruch 2, wobei eine Neigung der Auflaufschrägen (22, 24) der Saugkanalkanten
(18, 20) gleich oder zumindest im Wesentlichen gleich ist.
4. Bodendüse nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, wobei ein zwischen den Saugkanalkanten
(18, 20) verbleibender Zwischenraum seitlich verschlossen ist.
5. Bodendüse nach einem der Ansprüche 1, 2, 3 oder 4, wobei ausgehend von einem durch
eine Höhe der Saugkanalkante (18) definierten Bodenniveau die oder jede weitere Saugkanalkante
(20) zurück gesetzt ist.
6. Bodendüse nach Anspruch 5, mit einer gegenüber dem Bodenniveau um 0,3 bis 0,8 Millimeter
zurückgesetzten weiteren Saugkanalkante (20).
7. Bodendüse nach einem der vorangehenden Ansprüche mit einer Höhe der weiteren Saugkanalkante
(20) von mindestens 0,5 Millimetern.
8. Bodendüse nach einem der vorangehenden Aansprüche, mit einer Saugkanalkante (18, 30)
jeweils in Bewegungsrichtung unmittelbar vor und hinter dem Saugkanal (12) und einer
weiteren Saugkanalkante (20, 32) jeweils in Bewegungsrichtung vor bzw. hinter der
unmittelbar an den Saugkanal (12) angrenzenden Saugkanalkante (18, 30).
9. Staubsauger mit einer Bodendüse (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche.