[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bodendüse für einen Staubsauger und einen
Staubsauger mit einer solchen Bodendüse, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wobei
die Bodendüse einen Saugkanal und zumindest einen davon ausgehenden Saugmund aufweist
und wobei der Saugmund zumindest in einer üblichen Bewegungsrichtung der Bodendüse
im Betrieb durch eine Saugmundkante begrenzt ist.
[0002] Bodendüsen mit einem derartigen Profil einer Bodenplatte, also mindestens einem von
einem Saugkanal mit einer Einsaugöffnung ausgehenden Saugmund und einer daran unmittelbar
angrenzenden Saugmundkante, sind an sich bekannt. Zum Stand der Technik kann auf die
Bodendüsen der Anmelderin mit den Typenbezeichnungen SBD 450, SBD 285, SBD 650 sowie
die Elektrobürsten mit den Typenbezeichnungen SEB 217, SEB 236 und SEB 228 sowie eine
sogenannte Turbobürste mit der Typenbezeichnung STB 205 verwiesen werden.
[0003] Bei bisherigen Bodendüsen werden durch das Überfahren z. B. eines Florteppichs als
zu saugendem Untergrund mit der Bodendüse Teppichfasern oder Teppichflorfasern eines
solchen Teppichs durch eine in Bewegungsrichtung der Bodendüse vordere Saugmundkante
etwas aufgebogen, so dass sich direkt hinter der Saugmundkante eine kleine Lücke bildet.
Hier kommt die aufgrund eines Saugluftstroms in an sich bekannter Art und Weise angesaugte
Luft, die unter der Saugmundkante hindurchströmt, mit Staub und dergleichen in Berührung
und reißt diesen mit. Dieser Vorgang geschieht pro Übergang nur einmal für die dabei
jeweils überstrichene Fläche.
[0004] Aus der
DE 2806571 A1 ist weiterhin eine Bodendüse bekannt, die eine Gleitsohle an der Unterseite mit zwei
rinnenförmigen Vertiefungen aufweist in der ein Fadenaufnehmer aus federnd biegsamen
Material angeordnet ist.
[0005] Bei Bodendüsen in einer Ausführungsform als Elektrobürste oder Turbobürste wird der
Teppichflor durch eine von solchen Bodendüsen umfasste Borstenwalze oder dergleichen
(Agitator) aufgebürstet und so Schmutz von den Teppichfasern mechanisch gelöst. Die
angesaugte Luft strömt hinter den Saugmundkanten jedoch direkt in den Saugmund und
von dort in die Saugkanalöffnung und nicht durch den von der Borstenwalze geöffneten
Teppichflor. Die gesamte Luftmenge wird dementsprechend mit heutigen Ausführungsformen
von Bodendüsen noch nicht optimal genutzt. Diesen Nachteil besitzen auch Bodendüsen
mit einem Mittelsteg mittig im Saugmund.
[0006] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht entsprechend darin, eine zusätzliche
Ausführungsform einer Bodendüse anzugeben, insbesondere eine Bodendüse, mit der sich
eine Erhöhung einer Staubaufnahmeeffektivität und/oder ein trotz erhöhter Staubaufnahmeeffektivität
gleichbleibender oder zumindest im Wesentlichen gleichbleibender Bewegungswiderstand
erreichen lässt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Bodendüse der Eingangs genannten Art
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dazu ist bei einer Bodendüse für einen Staubsauger,
welche einen von einem Saugkanal oder einer Einsaugöffnung ausgehenden oder daran
anschließenden Saugmund aufweist und wobei der Saugmund zumindest in einer üblichen
Bewegungsrichtung der Bodendüse durch eine Saugmundkante begrenzt ist, vorgesehen,
dass die Bodendüse vor der Saugmundkante, und zwar zumindest in Bewegungsrichtung
der Bodendüse vor der Saugmundkante, zumindest einen beweglichen und durch seine Beweglichkeit
auf einen jeweiligen Untergrund einwirkenden Agitator aufweist, sowie dass die Saugmundkante
als erste Luftleitkante fungiert und dass sich vor der Saugmundkante und vor dem Agitator
eine zweite Luftleitkante befindet, wobei zwischen einem Höhenniveau der ersten Luftleitkante
und einem Höhenniveau der zweiten Luftleitkante ein Abstand liegt.
[0008] Die Eingangs genannte Aufgabe wird auch mit einem Staubsauger mit einer solchen Bodendüse
oder mit einem Staubsauger mit einer Bodendüse mit den nachfolgend beschriebenen Ausgestaltungen
oder alternativen Ausführungsformen gelöst.
[0009] Als Bewegungsrichtung oder übliche Bewegungsrichtung wird dabei hier und im Folgenden
eine Vorwärtsbewegung der Bodendüse während der Benutzung verstanden, wobei selbstverständlich
auch eine entgegengesetzt gerichtete Rückwärtsbewegung möglich ist. Bei einer Vorwärtsbewegung
wird nacheinander eine erste Seite des Saugkanals, also die erste Saugmundkante, sodann
der Saugkanal und schließlich eine der ersten Saugmundkante gegenüberliegende zweite
Seite des Saugkanals über die gleiche zu saugende Stelle bewegt. Die erste Saugmundkante
befindet sich dabei also für einen die Bodendüse verwendenden Benutzer vor dem Saugkanal.
Diese Bedeutung von "vor" wird hier und im Folgenden mit Bezug auf die als übliche
Bewegungsrichtung angenommene Vorwärtsbewegung verwendet, wenn eine räumliche Abfolge
von Einzelheiten der Bodendüse erläutert wird. Unter Höhenniveau wird eine Position
verstanden, die einen Abstand zu einer Ebene beschreibt, die durch die unterste Luftleitkante
definiert ist und parallel zur üblichen Bewegungsrichtung verläuft und welche als
Bodenniveau bezeichnet werden kann. Als Bodenniveau kann also die Fläche bezeichnet
werden, die aufgespannt wird durch die unterste Luftleitkante und den Auflagepunkt
der Laufrolle auf dem Boden oder jeweiligen Untergrund.
[0010] Der Vorteil der Erfindung besteht vor allem darin, dass aufgrund des in Bewegungsrichtung
der Bodendüse vor der Saugmundkante angeordneten Agitators und der davor befindlichen
zweiten Luftleitkante die aufgrund des Saugluftstroms angesaugte Luft unter den Agitator
geleitet wird und aufgrund der sich in Richtung auf den Saugmund anschließenden ersten
Luftleitkante nach Eintritt in den Bereich des Agitators unter diesem oder in dessen
unterem Bereich entlang strömt. Die angesaugte Luft steht somit vollständig für einen
Staubtransport zur Verfügung. Dadurch wird das Ziel einer verbesserten Staubaufnahmeeffektivität
erreicht. Die verbesserte Staubaufnahmeeffektivität ergibt sich unmittelbar aufgrund
der Führung der angesaugten Luft unter den Agitator und den damit verbesserten Staubtransport.
Die verbesserte Staubaufnahmeeffektivität führt dazu, dass bereits nach einem Übergang
über eine überstrichene Fläche diese vollständig oder zumindest besser als bisher
gereinigt ist, so dass sich eine Dauer des Saugvorgangs bis zum Erreichen eines zufriedenstellenden
Saugergebnisses verkürzt. Der Staubsauger ist damit für eine insgesamt kürzere Zeit
in Betrieb, so dass die für den Betrieb des Staubsaugers aufgewandte elektrische Energie
besser ausgenutzt wird. Wenn der Staubsauger zum Erreichen eines zufriedenstellenden
Saugergebnisses kürzer als dies bisher erforderlich gewesen ist, in Betrieb ist, bedeutet
dies auch für den Benutzer eine Entlastung, denn ein Hin- und Herbewegen der Bodendüse
ist entsprechend nur noch für einen kürzeren Zeitraum erforderlich, so dass sich für
den Benutzer eine Zeitersparnis und insgesamt aufgrund der verkürzten Benutzungsdauer
ein geringerer Kraftaufwand ergibt.
[0011] Darüber hinaus haben beide Luftleitkanten und speziell die erste Luftleitkante, die
auch die Saugmundkante bildet, die Eigenschaft, dass sie Teppichfasern oder sonstigen
Flor in Bewegungsrichtung der Bodendüse leicht aufbiegen, so dass sich direkt hinter
der jeweiligen Kante eine kleine Lücke bildet. Hier kommt die angesaugte Luft, die
unter der Kante hindurchströmt, mit dem Staub in Berührung und reißt diesen mit. Dadurch,
dass sich zwischen den beiden Luftleitkanten der Agitator befindet, der aufgrund seiner
Beweglichkeit noch eine zusätzliche mechanische Lockerung von an den Teppichfasern
anhaftendem Staub bewirkt, lässt sich eine entsprechend verbesserte Staubaufnahmeeffektivität
erreichen.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. In
Unteransprüchen verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes
des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Sie können
auch selbständige Erfindungen enthalten, die eine von den Gegenständen der vorhergehenden
Ansprüche unabhängige Gestaltung aufweisen und sind nicht als ein Verzicht auf die
Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für deren Merkmale zu verstehen.
Des Weiteren ist im Hinblick auf eine Auslegung der Ansprüche bei einer näheren Konkretisierung
eines Merkmals in einem nachgeordneten Anspruch davon auszugehen, dass eine derartige
Beschränkung in den jeweils vorangehenden Ansprüchen nicht vorhanden ist.
[0013] Als günstige Werte hinsichtlich eines größeren Abstands der weiteren zweiten Luftleitkante
vom Bodenniveau haben sich Werte im Bereich von 0,3 bis 0,8 mm herausgestellt. Damit
ist gewährleistet, dass bei einer durchschnittlichen Florhöhe und einer normalen Eindringtiefe
eines Bodenprofils der Bodendüse mit dem zumindest einen dort gebildeten Saugkanal
und den Luftleitkanten auch die zweite, weitere Luftleitkante den Teppichflor noch
durchstreift.
[0014] Hinsichtlich des Agitators kommen unterschiedliche Ausführungsformen in Betracht,
z. B. eine bewegliche und aufgrund ihrer Beweglichkeit auf den jeweiligen Untergrund,
z. B. einen Florteppich, einwirkende Lippe als Agitator. Anstelle einer Lippe können
auch mehrere Lippen vorgesehen sein. Damit die Lippe aufgrund ihrer Beweglichkeit
auf den jeweiligen Untergrund einwirkt, kann vorgesehen sein, dass die Lippe unter
Federkrafteinfluss steht. Ein solcher Federkrafteinfluss kann sich z. B. mit einer
beweglichen Anformung der Lippe an eine Unterseite der Bodendüse ergeben, indem z.
B. ein dafür vorgesehener Steg einerseits die Beweglichkeit gewährleistet und andererseits
als Federelement wirkt. Eine alternative oder zusätzliche Möglichkeit zur Ausführung
eines aufgrund seiner Beweglichkeit auf den jeweiligen Untergrund einwirkenden Agitators
besteht in einer Walze mit in Umfangsrichtung verteilten radialen Abstellungen. Eine
besondere Ausführungsform einer solchen Walze ist eine sogenannte Borstenwalze, insbesondere
eine Borstenwalze, bei der die radialen Abstellungen in Form von Borsten in Längsrichtung
der Walze schraubenlinienförmig verlaufen.
[0015] Indem ausgehend von einem durch eine Höhe der ersten Luftleitkante definierten Bodenniveau
die oder jede zweite, weitere Luftleitkante zurückgesetzt ist, also einen größeren
Abstand vom Bodenniveau aufweist, lässt sich erreichen, dass sich eine zum Bewegen
der Bodendüse über z.B. einen Florteppich aufzubringende Schiebekraft nicht oder zumindest
nicht merklich erhöht. Auch dies bewirkt also eine Verringerung des Bewegungswiderstands
der Bodendüse.
[0016] Indem die Luftleitkanten eine Auflaufschräge aufweisen, ergibt sich eine Verringerung
des Bewegungswiderstands beim Verwenden der Bodendüse z.B. beim Überfahren eines Florteppichs,
indem die Auflaufschrägen ein kontinuierliches Aufbiegen der Teppichflorfasern bewirken
und die Flächen der Auflaufschrägen selbst einen geringen Reibungskoeffizienten aufweisen,
so dass sich nur geringe Reibung ergibt.
[0017] Hinsichtlich einer Neigung der beiden Auflaufschrägen kommt in Betracht, dass diese
gleich oder zumindest im Wesentlichen gleich sind.
[0018] Wenn sich der Agitator, also z. B. eine Lippe, eine Walze, eine Borstenwalze, usw.,
in einer dafür vorgesehenen und quer zum Agitator durch die erste und zweite Luftleitkante
begrenzten Ausnehmung einer Unterseite der Bodendüse befindet und die Ausnehmung seitlich
verschlossen ist, ist gewährleistet, dass die angesaugte Luft vollständig oder im
Wesentlichen vollständig zum Staubtransport zur Verfügung steht. Bei einer seitlich
verschlossenen Ausnehmung strömt nämlich die aufgrund des vom Staubsauger erzeugten
Saugluftstroms angesaugte Luft nur oder im Wesentlichen nur quer zum jeweiligen Agitator
und unterhalb des Agitators oder in dessen unterem Bereich in Richtung des Saugmunds.
Bei einer seitlich offenen Ausnehmung würde sich dagegen auch ein Saugluftstrom entlang
des Agitators und zumindest teilweise entlang der zum Saugmund weisenden Hinterseite
des Agitators ergeben, wo der Saugluftstrom nur noch partiell zum Staubtransport wirksam
ist.
[0019] Wenn die Bodendüse jeweils in Bewegungsrichtung vor und hinter dem Saugmund eine
Saugmundkante aufweist und je einen Agitator jeweils in Bewegungsrichtung vor und
hinter der jeweiligen Saugmundkante, die Bodendüse also zwei Agitatoren aufweist,
lässt sich die verbesserte Staubaufnahmeeffektivität wie oben und im Folgenden beschrieben,
für beide Bewegungsrichtungen der Bodendüse, nämlich vom Benutzer weg und zum Benutzer
hin, ausnutzen.
[0020] Besonders gut lässt sich die Staubaufnahmeeffektivität steigern, wenn die Bodendüse
Mittel zum gegenläufigen und jeweils zum Saugmund gerichteten Antrieb beider Agitatoren,
insbesondere von Walzen oder Borstenwalzen als Agitatoren, aufweist. Als derartige
Mittel zum gegenläufigen Antrieb kommt ein beide Agitatoren antreibendes Getriebe,
insbesondere ein beide Agitatoren gleichzeitig antreibendes Getriebe, in Betracht.
Durch den gegenläufigen und zum Saugmund gerichteten Antrieb von z. B. zwei Walzen
oder Borstenwalzen als Agitatoren wird mit diesen nicht nur eine Lockerung von an
den Teppichflorfasern anhaftendem Staub, sondern gleichzeitig auch ein Transport von
so gelockertem Staub jeweils in Richtung auf den Saugmund bewirkt.
[0021] Eine alternative Ausführungsform einer Bodendüse zeichnet sich durch Mittel zur Sensierung
einer auf die Bodendüse wirkenden Zug- oder Druckkraft, insbesondere einen Zug- oder
Druckkraftsensor als derartiges Mittel, und eine von dem oder den Mitteln ansteuerbare
Kupplung aus, wobei die Kupplung zur Aktivierung genau eines der beiden Agitatoren
in Abhängigkeit vom Ergebnis der Sensierung wirksam ist. Mit der Sensierung lässt
sich ein Signal hinsichtlich einer jeweils momentanen Bewegungsrichtung der Bodendüse
generieren. Auf Basis eines solchen Signals lässt sich stets genau derjenige Agitator
aktivieren, bei dem der durch dessen Drehrichtung bewirkte Staubtransport noch durch
die Bewegungsrichtung der Bodendüse ergänzt wird. Bei einer derartigen Bodendüse befindet
sich also stets einer der beiden Agitatoren, also jeweils eine Walze oder Borstenwalze
als Agitator, in Bewegung und zwar diejenige Walze, die aufgrund der sensierten Zug-
oder Druckkraft aktiviert ist. Auf diese Art und Weise lässt sich erreichen, dass
stets diejenige Walze oder Borstenwalze aktiviert ist, die einerseits zum mechanischen
Lösen von an den Teppichflorfasern anhaftendem Staub und gleichzeitig bei Beachtung
der Bewegungsrichtung der Bodendüse am besten zum Transport von so gelöstem Staub
in Richtung auf den Saugmund wirksam ist. Bei einer Vorwärtsbewegung, also einer vom
Benutzer weg gerichteten Bewegung der Bodendüse, ist dies die Walze/Borstenwalze,
die sich in dieser Bewegungsrichtung vor dem Saugmund befindet. Bei einer Bewegung
der Bodendüse in Richtung auf den Benutzer hin, also bei einer Rückwärtsbewegung der
Bodendüse, wird die zuvor aktive Walze/Borstenwalze deaktiviert und stattdessen die
vom Benutzer aus gesehen hinter dem Saugmund befindliche Walze/Borstenwalze aktiviert.
[0022] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind in allen Figuren
mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Das oder jedes Ausführungsbeispiel ist nicht
als Einschränkung der Erfindung zu verstehen. Vielmehr sind im Rahmen der vorliegenden
Offenbarung zahlreiche Abänderungen und Modifikationen möglich, insbesondere solche
Varianten, Elemente und Kombinationen, die zum Beispiel durch Kombination oder Abwandlung
von einzelnen in Verbindung mit den in der allgemeinen Beschreibung, der oder jeder
Ausführungsform sowie den Ansprüchen beschriebenen und in den Zeichnungen enthaltenen
Merkmalen bzw. Elementen oder Verfahrensschritten für den Fachmann im Hinblick auf
die Lösung der Aufgabe entnehmbar sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem neuen
Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten oder Verfahrensschrittfolgen führen.
Es zeigt
- Fig. 1
- eine Bodendüse für einen Staubsauger,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus der Darstellung gemäß Fig. 1 mit weiteren Details,
- Fig. 3, 4
- zum Vergleich zwei im Stand der Technik bekannte Bodendüsen,
- Fig. 5
- eine im Vergleich zu der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und Fig. 2 alternative Ausführungsform
einer Bodendüse,
- Fig. 6
- eine Ansicht einer bekannten Bodendüse von unten
- Fig. 7
- eine Ansicht einer Bodendüse im Bereich des Ausschnitts gemäß Fig. 2 von unten.
[0023] Fig. 1 zeigt eine den Ansatz gemäß der Erfindung verwirklichende Bodendüse 10 für
einen Staubsauger in einer Schnittdarstellung in Seitenansicht. Die Bodendüse 10 kommt
für unterschiedliche Staubsaugermodelle, also Bodenstaubsauger, Handstaubsauger, usw.
in Betracht und ist nicht auf ein bestimmtes Staubsaugermodell beschränkt.
[0024] In einem vorderen Bereich weist die Bodendüse 10 einen in einer profilierten Bodenplatte
gebildeten Saugmund 12 und eine daran anschließende Einsaugöffnung auf. In einem hinteren
Bereich weist die Bodendüse 10 in an sich bekannter Art und Weise einen Anschlussstutzen
14 für ein Saugrohr (nicht dargestellt) auf. Auch an sich bekannt ist eine, im hinteren
Bereich der Bodendüse 10 angeordnete, Laufrolle 52, welche die Bodendüse 10 in diesem
Bereich von Boden 54 abstützt. Ein von einem Staubsauger (ebenfalls nicht dargestellt)
erzeugter Saugluftstrom wird über das Saugrohr, einen in der Bodendüse 10 gebildeten
und an die Einsaugöffnung anschließenden Saugkanal 16 und schließlich den Saugmund
12 angesaugt. An einer Unterseite der Bodendüse 10 ergibt sich daraufhin eine in den
Saugmund 12 hinein gerichtete Luftströmung 18.
[0025] Die Bodendüse 10 wird im Betrieb von einem Benutzer bewegt. Dabei ergeben sich grundsätzlich
zwei mögliche Hauptbewegungsrichtungen, nämlich zum Einen eine vom Benutzer weg gerichtete
Bewegung, bei welcher der Benutzer die Bodendüse 10 also vorwärts bewegt, und zum
Anderen eine auf den Benutzer zuführend Bewegungsrichtung, bei welcher der Benutzer
die Bodendüse 10 also rückwärts bewegt. Die Vorwärtsbewegung der Bodendüse 10 wird
hier ohne Verzicht auf eine weitergehende Allgemeingültigkeit als übliche Bewegungsrichtung
bezeichnet, so dass eine Abfolge von Elementen an einer Unterseite der Bodendüse 10
mit Bezug auf diese übliche Bewegungsrichtung beschrieben werden kann. Zur Verdeutlichung
dieser üblichen Bewegungsrichtung, also der Bewegung in Vorwärtsrichtung, ist in Fig.
1 ein Pfeil 20 eingezeichnet.
[0026] An einer Unterseite der Bodendüse 10 weist diese in der durch den Pfeil 20 angedeuteten
üblichen Bewegungsrichtung vor dem Saugluftkanal 12 eine Saugmundkante 22 auf. Dargestellt
ist eine Ausführungsform, bei der die Bodendüse 10 auch hinter dem Saugmund 12 eine
Saugmundkante 24 aufweist. Beide Saugmundkanten 22, 24 grenzen unmittelbar an den
Saugmund 12 an, begrenzen diesen also. Zumindest weist die Bodendüse 10 die in der
üblichen Bewegungsrichtung (Pfeil 20) vor dem Saugmund 12 befindliche Saugmundkante
22 auf. Vom Saugmund 12 aus betrachtet vor dieser Saugmundkante 22, also in der üblichen
Bewegungsrichtung (Pfeil 20) vor der in der üblichen Bewegungsrichtung vorderen Saugmundkante
22, ist als beweglicher und durch seine Beweglichkeit auf einen jeweiligen Untergrund
einwirkender Agitator eine drehbare Walze 26 dargestellt. Bei der in Fig. 1 gezeigten
Bodendüse 10, die, wie bereits beschrieben, symmetrisch zu der in der üblichen Bewegungsrichtung
vor dem Saugmund 12 gebildeten Saugmundkante 22 eine solche Saugmundkante 24 auch
hinter dem Saugmund 12 aufweist, ist hinter dem Saugmund 12 und der daran angrenzenden
hinteren Saugmundkante 24 als weiterer Agitator eine weitere Walze 28 gezeigt. Der
jeweilige Agitator, hier also eine der Walzen 26, 28 oder beide Walzen 26, 28, ist
bzw. sind beweglich, nämlich hier z. B. drehbar und wirkt bzw. wirken durch ihre Beweglichkeit
auf einen jeweiligen Untergrund, nämlich hier einen Teppichflor 30 mit Teppichflorfasern.
[0027] Beim Bewegen der Bodendüse 10 in Richtung der hier als üblich angenommenen Bewegungsrichtung
(Pfeil 20) werden die Teppichflorfasern durch das an der Unterseite der Bodendüse
10 gebildete Profil, insbesondere die oder jede auch als Luftleitkante wirksame Saugmundkante
22, 24, etwas aufgebogen, so dass sich direkt hinter einer solchen Kante eine kleine
Lücke bildet. Hier kommt die angesaugte Luft 18, die unter der Luftleitkante 22, 24
hindurchströmt, mit dem aufzusaugenden Staub in Berührung und reißt diesen mit. Die
oder jede Walze 26, 28 oder ein Agitator in einer anderen Ausführungsform wirkt dabei
aufgrund ihrer bzw. seiner Beweglichkeit auf die Teppichflorfasern ein und lockert
auf diese Weise dort eventuell anhaftenden Schmutz. Indem sich der jeweilige Agitator
in Bewegungsrichtung vor dem Saugmund 12 befindet, streicht die angesaugte Luft unter
dem Agitator und von dort auch unter der in der jeweiligen Bewegungsrichtung unmittelbar
vor dem Saugmund 12 befindlichen Luftleitkante/Saugmundkante 22, 24 entlang. Der Agitator
löst also gebundenen Schmutz und der so gelöste Schmutz wird unmittelbar von dem angesaugten
Luftstrom erfasst. Wenn beim Bewegen der Bodendüse 10 die Teppichflorfasern mit dazwischen
befindlichem gelösten Schmutz leicht umgebogen werden und sich dahinter eine kleine
Lücke bildet, durch die die Gesamtheit der angesaugten Luft 18 in den Saugmund 12
gelangt, ist gewährleistet, dass der gelockerte Schmutz mit einer optimalen Effizienz
aufgenommen wird.
[0028] Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus der Darstellung der Bodendüse 10 gemäß
Fig. 1. Gezeigt sind der Saugmund 12 und die an diesen angrenzenden Luftleitkanten/Saugmundkanten
22, 24 sowie die vom Saugmund 12 aus gesehen vor und hinter den Saugmundkanten 22,
24 als Agitatoren vorgesehenen Walzen 26, 28. Jede Luftleitkante/Saugmundkante 22,
24 weist eine vom Saugmund 22 abgewandte Auflaufschräge 32, 34 auf, mit der der Teppichflor
30 (Fig. 1) bei fortschreitender Bewegung sukzessive weiter aufgebogen wird. Die Auflaufschräge
32, 34 ist aber auch zur Beeinflussung der Richtung des Luftstroms 18 wirksam. Die
jeweils nach unten weisenden, freien, äußeren Enden der Borsten der oder jede Walze
26, 28 sollten in etwa das Höhenniveau der oder jeder an den Saugmund 12 angrenzenden
Saugmundkante 22, 24 haben. Wie bereits auch in Fig. 1 dargestellt, befindet sich
von dem Saugmund 12 aus gesehen vor der oder jeder direkt an den Saugmund 12 angrenzenden
und als erste Luftleitkante wirksamen Saugmundkante 22, 24 und vor dem davor befindlichen
Agitator, hier also vor der Walze 26, 28, eine zweite Luftleitkante 36, 38, deren
jeweilige Auflaufschräge 40, 42 in etwa der Neigung der Auflaufschräge 32, 34 der
ersten Luftleitkanten 22, 24 entspricht. Auch die Auflaufschrägen 40, 42 der zweiten
Luftleitkante 36, 38 sind zur Beeinflussung der Richtung des Luftstroms 18 wirksam.
Insofern bewirkt speziell die oder jede zweite Luftleitkante 36, 38 eine Führung des
Luftstroms 18 durch die Teppichflorfasern 30 und in einen unteren Bereich des jeweiligen
Agitators oder in einen Bereich um dem Agitator. Auf diese Weise ist gewährleistet,
dass sich der jeweilige Agitator in einem Bereich größter Luftströmung befindet.
[0029] Ein in Fig. 2 mit "a" bezeichneter Abstand zwischen einem Höhenniveau der oder jeder
ersten oder inneren Luftleitkante 22, 24 und einem Höhenniveau der oder jeder zweiten
oder äußeren Luftleitkante 36, 38 sollte im Bereich von 0,3 bis 0,8 mm liegen, damit
sich eine aufzuwendende Schiebekraft nicht zu stark erhöht. Das durch die freien Enden
der Borsten der oder jeder Walze 26, 28 bestimmte Höhenniveau kann, wie Versuche gezeigt
haben, um z. B. +/- 0,5 mm vom Höhenniveau der unmittelbar an den Saugmund 12 angrenzenden
ersten Luftleitkanten 22, 24 abweichen. Somit ist gewährleistet, dass bei einer durchschnittlichen
Florhöhe und einer normalen Eindringtiefe des Bodenprofils der Bodendüse 10 in den
Teppich auch die vom Saugmund 12 aus gesehen jeweils vor der oder jeder Walze 26,
28 liegenden zweiten Luftleitkanten 36, 38 und die oder jede Walze 26, 28 selbst den
Teppichflor 30 noch durchstreifen.
[0030] Eine Bewegungsrichtung der Walzen 26, 28 bei der in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Ausführungsform
ist so gewählt, dass durch die Walzen 26, 28 vom Teppichflor 30 gelöster Staub zum
Saugmund 12 gebürstet wird. Die in der Darstellung in Fig. 2 linke Walze 26, also
die entsprechend der durch den Pfeil 20 verdeutlichten Bewegungsrichtung vordere Walze
26, wird dabei mit einer Drehrichtung gegen den Uhrzeigersinn angetrieben. Wenn die
Bodendüse 10 zwei Walzen 26, 28 aufweist, wird entsprechend die in der Darstellung
in Fig. 2 rechts gezeigte, hintere Walze 28 mit einer Drehrichtung mit dem Uhrzeigersinn
angetrieben. Ein solcher Antrieb kann gleichzeitig erfolgen oder von einer Bewegungsrichtung
der Bodendüse 10 abhängig sein.
[0031] Fig. 3 zeigt in einer Schnittdarstellung einen Ausschnitt aus einer Bodendüse 10
gemäß dem Stand der Technik. Hier weist die Bodendüse 10 eine Walze 44 im Saugmund
12 auf. Die Walze 44 bewirkt zwar auch eine Lockerung von an dem Teppichflor 30 anhaftendem
Schmutz, allerdings befindet sich die Walze 44 in einem strömungsarmen Bereich B,
so dass durch die Walze 44 gelockerter Schmutz durch die in den Saugmund 12 einströmende
Luft 18 nicht optimal aufgenommen und abtransportiert wird.
[0032] Gleiches gilt für die schematisch vereinfachte Schnittdarstellung durch einen Teil
einer Bodendüse 10 in Seitenansicht in Fig. 4, ebenfalls gemäß dem Stand der Technik.
Bei dieser Bodendüse ist im Saugmund 12 ein Mittelsteg 46 vorgesehen. Wenn dieser
Mittelsteg 46 z. B. als Borstenreihe ausgeführt ist, kann dieser eine Lösung von an
dem Teppichflor 30 anhaftendem Schmutz bewirken. Allerdings befindet sich auch der
Mittelsteg 46 in einem strömungsarmen Bereich B des Saugmunds 12, so dass auch bei
dieser bekannten Ausführungsform einer Bodendüse 10 kein optimaler Abtransport von
gelöstem Schmutz gewährleistet ist.
[0033] Dadurch, dass ein beweglicher und aufgrund seiner Beweglichkeit auf den jeweiligen
Untergrund, nämlich z. B. den Teppichflor 30, einwirkender Agitator wie in Fig. 1
und Fig. 2 dargestellt, vom Saugmund 12 aus gesehen vor und/oder hinter einer unmittelbar
an den Saugmund 12 angrenzenden Luftleit-/Saugmundkante 22, 24 angeordnet ist, befindet
sich der jeweilige Agitator nicht, wie in Fig. 3 und Fig. 4 gezeigt, in einem strömungsarmen
Bereich B, sondern ganz im Gegenteil in einem Bereich, in den die gesamte angesaugte
Luft 18 geführt wird. Die Staubaufnahme und der Staubtransport sind damit also erheblich
verbessert. Dabei bewirken spezielle die Abfolge der zweiten (äußeren) Luftleitkante
36, 38 und der ersten (inneren) Luftleitkante 22, 24 und deren jeweilige Auflaufschrägen
40, 42; 32, 34, dass der Saugluftstrom 18 (Fig. 1) durch den Teppichflor 30 und unterhalb
des jeweiligen Agitators oder in dessen unterem Bereich geführt wird.
[0034] Während in Fig. 1 und Fig. 2 als Beispiele für Agitatoren Walzen 26, 28 gezeigt sind,
zeigt Fig. 5 eine alternative Ausführungsform einer Bodendüse 10, die vom Saugmund
12 aus gesehen vor und/oder hinter (bei der dargestellten Situation vor und hinter)
der unmittelbar an den Saugmund 12 angrenzenden Luftleit-/Saugmundkanten 22, 24 als
Agitator jeweils eine schwenkbewegliche Lippe 48 aufweist. Ein in Fig. 5 mit "b" bezeichneter
Abstand zwischen einem Höhenniveau der ersten Luftleitkante 22, 24 und einem Höhenniveau
einer Unterkante der Lippe 48 sollte im Bereich von 0 bis 2 mm liegen, damit sich
eine aufzuwendende Schiebekraft nicht zu stark erhöht. Somit ist gewährleistet, dass
bei einer durchschnittlichen Florhöhe und einer normalen Eindringtiefe des Bodenprofils
der Bodendüse 10 in den Teppich auch die vom Saugmund 12 aus gesehen jeweils vor der
Lippe 48 liegenden zweiten Luftleitkanten 36, 38 und die Lippe 48 selbst den Teppichflor
30 noch durchstreifen.
[0035] Die Darstellung in Fig. 6 und Fig. 7 illustriert nochmals den Verlauf des den jeweiligen
Agitator, hier Walzen oder Borstenwalzen 26, 28 als Agitatoren, passierenden Luftstroms
18. Fig. 6 zeigt dabei eine herkömmliche Bodendüse 10, bei der der Luftstrom 18 nicht
unter der Walze 26 hindurchströmt und im Wesentlichen unmittelbar über die jeweilige
Saugmundkante 22, 24 in den Saugmund 12 gelangt und dabei die in dem strömungsarmen
Bereich B (Fig. 3) zwischen den beiden Saugmundkanten 22, 24 befindliche Walze 26
kaum erfasst und zumindest nicht unterhalb der Walze 26 und den davon umfassten Borsten
entlang strömt.
[0036] Fig. 7 zeigt im Gegensatz dazu die Situation gemäß der Erfindung, bei der sich ausgehend
vom Saugmund 12 und zumindest einer unmittelbar daran angrenzenden ersten Luftleit-
und Saugmundkante 22, 24 vom Saugmund 12 aus gesehen jeweils vor der ersten Luftleitkante
22, 24 als Agitator zum Beispiel jeweils eine Walze 26, 28 befindet und bei der sich
vor jedem Agitator noch eine zweite Luftleitkante 36, 38 befindet.
[0037] In den Saugmund 12 geleitete Luftströmung 18 passiert aufgrund der beiden Luftleitkanten
36, 22; 38, 24 und der damit gebildeten Auflaufschrägen 40, 32; 42, 34 (Fig. 2) die
Walzen 26, 28 an deren Unterseiten, also in einem Bereich, in dem die von den Walzen
26, 28 umfassten Borsten mit dem jeweiligen Untergrund in Kontakt stehen und dort
aufgrund der Bewegung der Walzen 26, 28 eine Lösung von anhaftendem Schmutz bewirken.
Eine unter den Walzen 26, 28 verlaufende Luftströmung 18 bewirkt bereits einen Transport
von gelöstem Schmutz in Richtung auf den Saugmund 12. Eine Drehrichtung der Walzen
26, 28 jeweils in Richtung auf den Saugmund 12 unterstützt diesen Staubtransport zusätzlich.
Die Walzen 26, 28 als Beispiele für Agitatoren befinden sich in einer Ausnehmung vor
und hinter der jeweils an den Saugmund 12 angrenzenden und als jeweils als erste Luftleitkante
22, 24 fungierenden Saugmundkanten 22, 24. Indem diese Ausnehmung in einem Seitenbereich
50 der Bodendüse 10 verschlossen ist, ist gewährleistet, dass angesaugte Luft kaum
oder nur in vernachlässigbarem Umfang über die kurzen Seiten der Bodendüse 10 in die
jeweiligen Ausnehmungen zur Aufnahme des jeweiligen Agitators einströmt und sich der
Luftstrom 18 im Wesentlichen an den langen Seiten der Bodendüse 10, also quer zum
Agitator, einstellt.
[0038] Alternativ zu den gezeigten Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass die Bodendüse
10 jeweils nur einen Agitator, entweder vor oder hinter dem Saugmund 12 aufweist.
Als drehbare Agitatoren kommen Borstenwalzen oder rotierende Walzen mit sternförmig
angeordneten weichen Lamellen oder starren Rippen in Betracht. Bei einer solchen sternförmigen
Anordnung von Lamellen oder Rippen handelt es sich um einen Agitator mit in Umfangsrichtung
verteilten radialen Abstellungen. Bei einer Borstenwalze handelt es sich bei den Borsten
ebenfalls um in Umfangsrichtung verteilte radiale Abstellungen. Zusätzliche kann vorgesehen
sein, dass die Borsten in Längsrichtung der Walze entlang einer Schraubenlinie angeordnet
sind.
[0039] Am Anschlussstutzen 14 (Fig. 1) oder einem davon ausgehenden Saugrohr oder einem
Griff am Saugrohr usw. kann als Mittel zur Sensierung einer auf die Bodendüse 10 bei
deren Bewegung durch den Benutzer wirkenden Zug- oder Druckkraft ein Zug- oder Druckkraftsensor
(nicht dargestellt) vorgesehen sein. Solche Sensoren und deren Funktionalität sind
grundsätzlich an sich bekannt. Mit einem solchen Zug- oder Druckkraftsensor oder einem
andern geeigneten Mittel ist es möglich, dass abhängig von der wirkenden Zug- oder
Druckkraft und der so erkennbaren Bewegungsrichtung der Bodendüse 10 bei einer Bodendüse
10 mit zwei Agitatoren, also jeweils einem vor und hinter dem Saugmund 12 angeordneten
Agitator, jeweils nur derjenige Agitator aktiviert wird, der z. B. aufgrund einer
entsprechenden Drehrichtung einen Staubtransport in Richtung auf den Saugmund 12 bewirkt.
Bei einer Bodendüse mit nur einem, in Bewegungsrichtung vor dem Saugmund 12 befindlichen
Agitator wird dieser nur aktiviert, und zwar mit einer Drehrichtung, die gelösten
Schmutz in Richtung auf den Saugmund 12 transportiert, wenn aufgrund der sensierten
Bewegungsrichtung eine Vorwärtsbewegung erkannt wurde. Alternativ oder zusätzlich
ist möglich, dass speziell bei Walzen als Agitatoren Mittel zum gegenläufigen und
zum Saugmund 12 gerichteten Antrieb der Walzen vorgesehen sind. Als ein derartiges
Mittel kommt ein entsprechendes Getriebe (nicht dargestellt) in Betracht. Wenn bei
einer Bodendüse 10 mit in Abhängigkeit von einer Bewegungsrichtung der Bodendüse 10
ansteuerbaren Agitatoren ein solches Getriebe vorgesehen ist, umfasst das Getriebe
zumindest eine Kupplung oder Kupplungsvorrichtung, mit der die Aktivierung genau eines
Agitators und die Deaktivierung des komplementären Agitators möglich ist.
[0040] Damit lässt sich die Erfindung kurz wie folgt darstellen: Es wird eine Bodendüse
10 für einen Staubsauger, welche einen von einer Einsaugöffnung ausgehenden Saugmund
12 aufweist und wobei der Saugmund 12 zumindest in einer üblichen Bewegungsrichtung
der Bodendüse 10 durch eine Saugmundkante 22, 24 begrenzt ist, angegeben, die vor
der Saugmundkante (22, 24), und zwar zumindest in Bewegungsrichtung der Bodendüse
(10) vor der Saugmundkante (22, 24), zumindest einen beweglichen und durch seine Beweglichkeit
auf einen jeweiligen Untergrund einwirkenden Agitator aufweist, wobei die Saugmundkante
(22, 24) als erste Luftleitkante fungiert und sich vor der Saugmundkante (22, 24)
und vor dem Agitator eine zweite Luftleitkante (36, 38) befindet. Durch die Ergänzung
der Saugmundkanten 22, 24 um die jeweils vom Saugmund 12 aus gesehen vor den Saugmundkanten
befindlichen Agitatoren oder zumindest einen derartigen Agitator wird die oder jede
Saugmundkante 22, 24 zu einer aktiven Saugmundkante 22, 24 und für eine solche Bodendüse
10 rechtfertigt sich damit insgesamt die Bezeichnung als Bodendüse 10 mit aktiven
Saugmundkanten 22, 24.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Bodendüse
- 12
- Saugmund
- 14
- Anschlussstutzen
- 16
- Kanal (in der Bodendüse)
- 18
- Luftströmung
- 20
- Pfeil
- 22
- Saugmundkante, erste Luftleitkante
- 24
- Saugmundkante, erste Luftleitkante
- 26
- Walze
- 28
- Walze
- 30
- Teppichflor
- 32
- Auflaufschräge
- 34
- Auflaufschräge
- 36
- zweite Luftleitkante
- 38
- zweite Luftleitkante
- 40
- Auflaufschräge
- 42
- Auflaufschräge
- 44
- Walze
- 46
- Mittelsteg
- 48
- Lippe
- 50
- Seitenbereich (der Bodendüse)
- 52
- Laufrolle
- 54
- Boden
1. Bodendüse (10) für einen Staubsauger, welche einen von einer Einsaugöffnung ausgehenden
Saugmund (12) aufweist und wobei der Saugmund (12) zumindest in einer üblichen Bewegungsrichtung
der Bodendüse (10) durch eine Saugmundkante (22, 24) begrenzt ist, dass die Bodendüse
(10) vor der Saugmundkante (22, 24), und zwar zumindest in Bewegungsrichtung der Bodendüse
(10) vor der Saugmundkante (22, 24), zumindest einen beweglichen und durch seine Beweglichkeit
auf einen jeweiligen Untergrund einwirkenden Agitator aufweist,
dass die Saugmundkante (22, 24) als erste Luftleitkante (22, 24) fungiert und dass
sich vor der Saugmundkante (22, 24) und vor dem Agitator eine zweite Luftleitkante
(36, 38) befindet
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen einem Höhenniveau der ersten Luftleitkante (22, 24) und einem Höhenniveau
der zweiten Luftleitkante (36, 38) ein Abstand liegt.
2. Bodendüse nach Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen einem Höhenniveau der ersten
Luftleitkante (22, 24) und einem Höhenniveau der zweiten Luftleitkante (36, 38) im
Bereich von 0,3 bis 0,8 mm liegt.
3. Bodendüse nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Agitator eine schwenkbewegliche und unter
Federkrafteinfluss stehende Lippe (48) ist.
4. Bodendüse nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Agitator eine Walze (26, 28) mit in Umfangsrichtung
verteilten, radialen Abstellungen ist.
5. Bodendüse nach Anspruch 4, wobei der Agitator eine Borstenwalze ist.
6. Bodendüse nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ausgehend von einem durch
einem Höhenniveau der ersten Luftleitkante (22, 24) definierten Höhenniveau die zweite
Luftleitkante (36, 38) zurück gesetzt ist.
7. Bodendüse nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei jede Luftleitkante (22, 24;
36, 38) eine Auflaufschräge (32, 34; 40, 42) und die erste und die zweite Luftleitkante
(22, 24; 36, 38) eine gleiche oder zumindest im Wesentlichen gleiche Auflaufschräge
(32, 34; 40, 42) aufweisen.
8. Bodendüse nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei sich der Agitator in einer
dafür vorgesehenen Ausnehmung befindet und wobei die Ausnehmung seitlich verschlossen
ist.
9. Bodendüse nach einem der vorangehenden Abstände, mit einer Saugmundkante (22, 24)
jeweils in Bewegungsrichtung vor und hinter dem Saugmund (12) und je einem Agitator
jeweils in Bewegungsrichtung vor und hinter der Saugmundkante (22, 24).
10. Bodendüse nach Anspruch 9, mit Mitteln zum gegenläufigen und zum Saugmund (12) gerichteten
Antrieb beider Agitatoren.
11. Bodendüse nach Anspruch 9 oder 10, mit Mitteln zur Sensierung einer auf die Bodendüse
(10) wirkenden Zug- oder Druckkraft und einer von dem oder den Mitteln ansteuerbaren
Kupplung, wobei die Kupplung zur Aktivierung genau eines der beiden Agitatoren in
Abhängigkeit vom Ergebnis der Sensierung wirksam ist.
12. Staubsauger mit einer Bodendüse (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche.