[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Arbeitsgerät mit einer elektrischen Maschine,
insbesondere ein handgeführtes Elektrowerkzeug, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Elektrische Arbeitsgeräte kommen in unterschiedlichsten Arbeitsgebieten und unter
verschiedenartigen Umgebungsbedingungen zum Einsatz. Je nach Anwendung werden bekanntermaßen
entweder akkubetriebene oder netzbetriebene Arbeitsgeräte bevorzugt. Steht beispielsweise
kein Netzanschluss zum Verbinden des Arbeitsgerätes mit einem Stromnetz zur Verfügung
oder wird eine gewisse Handlichkeit des Arbeitsgerätes gefordert, so wird auf eine
Stromversorgung mittels eines Akkus zurückgegriffen. Der Akku begrenzt jedoch aufgrund
seiner Leistungsfähigkeit und begrenzten Kapazität eine maximale Leistung des Arbeitsgerätes
sowie eine maximal erzielbare Einsatzdauer. Demgegenüber stellt der Netzbetrieb eine
prinzipiell unbeschränkte Einsatzdauer mit einem höheren Leistungsniveau zur Verfügung,
ist jedoch an eine Verfügbarkeit eines Netzanschlusses sowie an ein in vielen Situationen
von einem Benutzer als störend empfundenes Netzkabel gebunden. Auch ist ein Einsatzradius
durch eine maximal verfügbare Länge des Netzkabels begrenzt.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind daher elektrische Arbeitsgeräte bekannt, die sowohl
für einen Akkubetrieb als auch einen Netzbetrieb ausgebildet sind und hierzu einen
Akku sowie einen zusätzlichen Netzanschluss aufweisen. Entsprechend einer jeweiligen
Gegebenheit und den jeweiligen Wünschen des Benutzers kann zwischen beiden Betriebsarten
gewählt und die zugehörige Stromquelle genutzt werden.
[0004] Die
DE 10 2007 025 625 A1 beschreibt ein entsprechendes handgeführtes Arbeitsgerät, insbesondere einen Staubsauger,
mit einem elektrischen Antriebsmotor und einer Stromversorgungseinrichtung zur Stromversorgung
des elektrischen Antriebsmotors. Die Stromversorgungseinrichtung umfasst einen Netzstecker
zum Anschluss an eine externe Stromquelle sowie ein lösbar verbundenes Akkupack. Die
Anordnung zeichnet sich dadurch aus, dass die Stromversorgung des elektrischen Antriebmotors
entweder über das Akkupack oder den Netzstecker - d.h. die externe Stromquelle - erfolgt.
Dies erlaubt einen wahlweisen Betrieb des handgeführten Arbeitsgerätes im bekannten
Netzbetrieb oder im netzunabhängigen Akkubetrieb. Eine gleichzeitige Stromversorgung
mittels des Akkus und der externen Stromquelle ist somit ausgeschlossen.
[0005] Des Weiteren bietet das handgeführte Arbeitsgerät die Möglichkeit, bei einem Anschluss
des Arbeitsgeräts an die externe Stromquelle über den elektrischen Netzstecker nicht
nur den elektrischen Antriebsmotor zu betreiben, sondern auch das Akkupack wieder
aufzuladen. Dies wird erzielt durch eine Schaltung, bei der das Akkupack parallel
zu den internen elektrischen Leitungen geschaltet ist, über die der Antriebsmotor
mit elektrischer Energie versorgt wird. Die Aufladung des Akkupacks kann unabhängig
vom Betrieb des elektrischen Antriebsmotors erfolgen.
[0006] Als nachteilig erweist sich bei dem bekannten handgeführten Arbeitsgerät jedoch,
dass für einen derartigen wahlweisen Betrieb die entsprechende Schaltung sowohl für
eine Hochspannung des Netzbetriebs als auch eine Niederspannung des Akkubetriebs ausgelegt
werden muss. Diese Ausführungsform stellt sich insbesondere bei kompakten Arbeitsgeräten,
wie beispielsweise einem Bohrhammer, einer Bohrmaschine oder ähnlichen Geräten, aufgrund
eines beschränkten Platzangebotes der kompakten Bauweise dieser Geräte als Nachteil
dar und ist daher bei diesen Geräten nur schwer zu realisieren. Des Weiteren bereitet
ein Übergang von einem Netzbetrieb in einen Akkubetrieb in der Regel gewisse Schwierigkeiten.
Befindet sich das elektrische Arbeitsgerät in dem Netzbetrieb und fällt die Stromversorgung
über das Stromnetz aus, beispielsweise bei Aktivierungen einer Sicherung in einem
Stromnetz bzw. Stromkreis, oder im Falle von unabsichtlich abgezogenen Netzsteckern
oder durchtrennten Stromleitungen, so kann in der Regel nicht ohne eine Verzögerung
auf einen Akkubetrieb gewechselt werden.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher ein elektrisches Arbeitsgerät bereitzustellen,
welches die voranstehend beschriebenen Nachteile beseitigt oder zumindest reduziert,
insbesondere eine vereinfachte Schaltungsanordnung erlaubt und einen sicheren Betrieb
durch einen sicheren Wechsel zwischen Netz- und Akkubetrieb bei gleichzeitig möglichst
kompakter Bauform sicherstellt.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein elektrisches Arbeitsgerät gemäß
Patentanspruch 1.
[0009] Demnach wird ein elektrisches Arbeitsgerät mit einer elektrischen Maschine zum Antrieb
des Arbeitsgerätes und einer Stromversorgungsvorrichtung zur Stromversorgung der elektrischen
Maschine bereitgestellt, wobei die Stromversorgungsvorrichtung einen Akku zur Stromversorgung
der elektrischen Maschine in einem Akkubetrieb des Arbeitsgerätes und einen Netzanschluss
zum Anschluss des elektrischen Arbeitsgerätes an eine externe Stromquelle in einem
Netzbetrieb umfasst. Die Stromversorgungsvorrichtung ist außerdem derart ausgebildet,
dass der Akku auch in dem Netzbetrieb Strom zur Stromversorgung der elektrischen Maschine
bereitstellt.
[0010] Unter einem elektrischen Arbeitsgerät sind im Rahmen dieser Beschreibung alle elektrisch
betriebenen Arbeitsgeräte zu verstehen, die einen Akkubetrieb und einen Netzbetrieb
erlauben, insbesondere alle handgeführten Arbeitsgeräte, wie beispielsweise Bohrmaschinen,
Bohrhammer, Sägen, Schleifmaschinen und dergleichen.
[0011] Das erfindungsgemäße elektrische Arbeitsgerät weist zwar ebenfalls einen Akku und
einen Netzanschluss zum Betrieb des elektrischen Arbeitsgerätes in einem netzunabhängigen
Akkubetrieb und einem netzgebundenen Netzbetrieb auf, doch wird in beiden Betriebsarten
- also sowohl im Akkubetrieb als auch erfindungsgemäß im Netzbetrieb - der Antrieb
des elektrischen Arbeitsgerätes durch den Akku mit Strom versorgt. Der Akku stellt
also auch im Netzbetrieb elektrische Energie für den Betrieb des elektrischen Arbeitsgerätes
zur Verfügung.
[0012] Dies bedeutet, dass eine entsprechende Schaltung zur Leitung der elektrischen Energie
nicht für unterschiedliche Betriebsmodi ausgebildet zu sein braucht, wodurch eine
deutliche Vereinfachung der Schaltung ermöglicht wird. Dies wird erfindungsgemäß durch
eine Schaltung erzielt, bei der die beiden Stromquellen - Netzanschluss und Akku -
in Reihe verschaltet sind, anstatt einer parallelen Verschaltung dieser Elemente.
Die elektrische Maschine kann beispielsweise parallel zu dem Akku geschaltet sein.
[0013] Entsprechend einer Ausführungsform ist die Stromversorgungsvorrichtung derart ausgebildet,
dass der Akku in dem Netzbetrieb gleichzeitig zu der Stromversorgung der elektrischen
Maschine über den Netzanschluss mit Strom von der externen Stromquelle versorgt werden
kann.
[0014] Dies bedeutet, dass mittels des Netzanschlusses elektrische Energie in den in Reihe
geschalteten Akku eingeleitet wird. Von dort kann die elektrische Energie wiederum
zur Stromversorgung der elektrischen Maschine eingesetzt werden. Auf diese Weise kann
im Netzbetrieb ein Leerlaufen des Akkus verhindert und somit eine begrenzte Kapazität
des Akkus für eine prinzipiell unbeschränkte Einsatzdauer ausgeglichen werden. Der
Akku wirkt also zusätzlich auch als Puffer, so dass das elektrische Arbeitsgerät weiter
betrieben werden kann, wenn keine Stromversorgung aus dem Stromnetz erfolgt, da der
Strom stets aus dem Akku entnommen wird. Somit bleibt ein Übergang zwischen Netz-
und Akkubetrieb mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ohne einen Einfluss auf
einen aktuellen Betrieb, insbesondere ohne Drehzahlschwankungen oder dergleichen.
[0015] Darüber hinaus kann die Stromversorgungsvorrichtung derart geschaltet sein, dass
im Netzbetrieb bei Bedarf mehr elektrische Energie über den Netzstecker dem Akku zugeführt
wird, als für den Betrieb der elektrischen Arbeitsmaschine gleichzeitig aus diesem
entnommen wird. Auf diese Weise kann der Akku im laufenden Betrieb zusätzlich aufgeladen
werden, falls hierzu ein Bedarf besteht. Dieser ist beispielsweise gegeben, wenn der
Akku bereits entladen wurde. Es kann dann der Netzbetrieb aktiviert werden, so dass
ein weiterer Betrieb der elektrischen Arbeitsmaschine ermöglicht wird und gleichzeitig
ein Laden des Akkus erfolgt. Auf diese Weise kann auf einen zweiten Akku zum Austausch
oder ein zusätzliches externes Ladegerät für den Akku verzichtet werden.
[0016] Alternativ kann die Stromversorgungsvorrichtung derart ausgestaltet sein, dass ein
Laden des Akkus nur in einem ausgeschalteten Zustand der Arbeitsmaschine erfolgt.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform erfolgt im Netzbetrieb zusätzlich zu der Stromversorgung
der elektrischen Maschine mittels des Akkus eine zusätzliche zweite Stromversorgung
der elektrischen Maschine über den Netzanschluss. Ein für den Betrieb der elektrischen
Maschine dienender Strom setzt sich also aus einem dem Akku zu entnehmenden Anteil
und einem aus dem Stromnetz stammenden Anteil zusammen, so dass sich eine erzielbare
Stromstärke auf einen höheren verfügbaren Wert addiert, als dies allein mittels des
Akkus möglich ist.
[0018] In diesem Fall wird die elektrische Maschine also, wie beschrieben, gleichzeitig
von zwei Stromquellen - dem Akku und dem Stromnetz - gespeist.
[0019] Dies erlaubt ein Netzteil für das Arbeitsgerät vorzusehen, das im Vergleich zu einem
Gerät mit einer parallelen Verschaltung deutlich kleiner und kompakter ausgeführt
ist. Ein kleineres Netzteil ermöglicht zudem eine Gewichtsreduzierung, die sich wiederum
positiv auf eine Handlichkeit und Handhabbarkeit auswirkt.
[0020] Ein besonders kleines und kompaktes Netzteil kann erzielt werden, wenn das Netzteil
lediglich zur Unterstützung des Akkus dimensioniert ist. In diesem Fall ist das Netzteil
und der Akku ebenfalls in Reihe geschaltet und der von dem Netzteil beigesteuerte
Stromanteil ist lediglich derart ausgelegt, dass ein Strom des Akkus unterstützt wird,
um dessen Laufzeit zu verlängern. Das Netzteil kann dann jedoch ohne den Stromanteil
des Akkus die elektrische Maschine nicht betreiben. Lediglich als beispielhafte Zahlenwerte
zur besseren Verständlichkeit wird vorgeschlagen, dass das Netzteil einen Strom von
8A liefert. Benötigt die elektrische Maschine dagegen 10A so muss der Akku 2A beisteuern,
um die elektrische Maschine in Gang zu setzen. Jedoch ist die Laufzeit deutlich höher
als wenn der Akku allein für die Stromversorgung sorgen muss. Darüber hinaus kann
der Akku zum Ausgleich von zusätzlichen Stromspitzen sorgen. Werden also beispielsweise
zwischenzeitlich 16A benötigt, kann der Akku den zu dem Stromanteil des Netzteils
fehlenden Anteil beisteuern. Der Akku wirkt in diesem Fall als Puffer. Die genannten
Zahlenwerte können selbstverständlich beliebig, der jeweiligen Arbeitsmaschine angepasst
ausgewählt werden.
[0021] Eine elektrische Maschine im Sinne dieser Erfindung ist eine in der Energietechnik
bekannte Maschine und stellt einen Energiewandler dar, welcher elektrische Energie
in mechanische Energie wandelt. Beispielsweise kann die elektrische Maschine demnach
einen Elektromotor umfassen. Selbstverständlich kann die elektrische Maschine ebenso
einen elektrischen Linearmotor zur Bereitstellung einer translatorischen Bewegung
umfassen.
[0022] Vorzugsweise umfasst die Stromversorgungsvorrichtung eine Aufladevorrichtung zum
Aufladen des Akkus über den Netzanschluss, wobei die Aufladevorrichtung im Inneren
eines Gehäuses des Arbeitsgeräts angeordnet ist.
[0023] Dies bedeutet, dass die Aufladevorrichtung in dem elektrischen Arbeitsgerät angeordnet
und nicht als externes Netzteil ausgebildet ist, welches lediglich über ein Netzkabel
mit dem elektrischen Gerät verbunden ist. Dies bietet den Vorteil, dass eine bauliche
Einheit bereitgestellt wird, so dass das elektrische Arbeitsgerät leichter zu handhaben
ist und ein Nutzer nicht auf ein separates Netzteil achten muss. Des Weiteren ist
die Aufladevorrichtung somit stets verfügbar und kann nicht abhandenkommen. Zusätzlich
kann somit ein Gewicht des elektrischen Arbeitsgeräts erhöht werden, wodurch Vibrationen
im Betrieb des elektrischen Arbeitsgerätes gedämpft werden können. Vorteilhaft wirkt
sich hierzu die voranstehend beschriebene Möglichkeit aus, das Netzteil mittels der
vorgeschlagenen Schaltung in seiner Größe zu reduzieren.
[0024] Gemäß einer anderen Ausführungsform ist die Aufladevorrichtung im Wirkbereich einer
Zwangskühlung des elektrischen Arbeitsgerätes angeordnet.
[0025] Eine derartige Zwangskühlung in elektrischen Arbeitsgeräten ist üblicherweise im
Bereich der elektrischen Maschine oder im Bereich von anderen sich erhitzenden Bauteilen
zu deren Kühlung vorgesehen. Mittels einer geeigneten Anordnung kann die Kühlung also
auch für die Aufladevorrichtung genutzt werden, um eine im Betrieb erzeugte Hitzeentwicklung
der Aufladevorrichtung abzuführen.
[0026] Vorzugsweise ist der Akku lösbar mit einem Gehäuse des elektrischen Arbeitsgeräts
verbunden. Dies bietet die Möglichkeit einen defekten oder leeren Akku bei Bedarf
auf einfache Weise auszutauschen oder den Akku zum Laden in einem externen Ladegerät
zu entnehmen. Der Akku kann hierzu entweder innerhalb des Gehäuses oder auch an dem
Gehäuse des elektrischen Arbeitsgeräts lösbar angeordnet sein.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Akku von einem Gehäuseabschnitt des
elektrischen Arbeitsgerätes zumindest teilweise bogenförmig zum Schutz des Akkus umspannt.
Da ein Akku trotz eines in der Regel gekapselten Aufbaus ein stoß-und hitzeempfindliches
Element darstellt und insbesondere bei Stößen eine starke Belastung auf Verbindungselemente
und Kontaktierungen des Akkus zu dem elektrischen Arbeitsgerät auftreten können, wird
der Akku erfindungsgemäß derart angeordnet, dass der beschriebene Gehäuseabschnitt
den Akku zumindest teilweise umspannt. Das Gehäuse bildet auf diese Weise einen Schutzbügel,
welcher den Akku und dessen Verbindungselemente vor Stößen schützen kann.
[0028] Beispielsweise kann der Akku außerdem in räumlicher Nähe zu einer Wirkungslinie des
Arbeitsgeräts angeordnet sein, so dass eine Eigenmasse des Akkus im Betrieb entstehende
Vibrationen des Arbeitsgeräts dämpft. Eine Wirkungslinie wird beispielsweise durch
eine Wirkrichtung des elektrischen Arbeitsgerätes definiert und beschreibt jene Hauptrichtung
in der in dem zu bearbeitenden Werkstück eine Bearbeitung hauptsächlich erfolgen soll.
Im beispielhaften Falle einer Bohrmaschine, eines Bohrhammers oder eines Schleifers
ist die Wirkungslinie also längs des Arbeitsgerätes bzw. entlang einer Bohrachse bzw.
einer Abtriebswelle gerichtet. Wird der Akku nahe dieser Wirkungslinie angeordnet,
so wird eine anzuregende Masse lokal erhöht und auftretende Schwingungen gedämpft
oder zumindest Eigenschwingungsfrequenzen derart verschoben, dass die auftretenden
Anregungsfrequenzen hiervon abweichen. Zusätzlich kann der Akku sowohl nahe der Wirkungslinie
als auch sich hiervon weg erstreckend angeordnet werden. Dies ermöglicht zusätzlich
die Bereitstellung eines massebehafteten Hebelarms, der zusätzlich zur Dämpfung von
Drehungleichförmigkeiten bzw. Drehschwingungen beiträgt.
[0029] Des Weiteren kann der Akku in einer seitlich zu einer Wirklinie des elektrischen
Arbeitsgerätes gerichteten Richtung entnehmbar sein. Dies bietet den Vorteil, dass
eine Anordnung des Akkus ermöglicht wird, die keine Zugänglichkeit von einer kritischen
Seite, insbesondere von einer Unterseite, des elektrischen Arbeitsgerätes erfordert.
Da insbesondere eine Unterseite des Arbeitsgerätes in einem Einsatz verstärkt Stoß-
und Krafteinwirkungen ausgesetzt ist, kann der Akku durch eine entsprechende Ausgestaltung
des Gehäuses in diesem Bereich geschützt werden, so dass der Akku geschützt angeordnet
ist.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand
eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung einer Stromversorgungsvorrichtung
für ein elektrisches Arbeitsgerät und
Fig. 2 eine seitliche schematische Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts.
[0031] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung einer Stromversorgungsvorrichtung
10 für ein elektrisches Arbeitsgerät dargestellt. Die Stromversorgungsvorrichtung
10 umfasst ein Netzteil 11, welches über ein Netzkabel 12 mit einem externen Stromnetz
zur Einspeisung von elektrischer Energie in einem Netzbetrieb verbunden ist. In Reihe
zu dem Netzteil 11 sind eine Aufladevorrichtung 15 und ein Akku 13 geschaltet. Ein
Motor 14 des elektrischen Arbeitsgerätes ist seinerseits parallel zu dem Akku 13 und
somit in Reihe zu dem Netzteil 11 geschaltet. Dies bietet unter anderem die Möglichkeit
einer kompakten Bauweise des Arbeitsgerätes bzw. des entsprechenden Abschnittes des
Arbeitsgerätes, in welchem die Stromversorgungsvorrichtung 10 angeordnet ist. Aufgrund
des in Reihe zu dem Netzteil 11 geschalteten Akkus 13 fließt ein Strom immer - also
sowohl im Netzbetrieb als auch im Akkubetrieb - über den Akku 13. Ein Betrieb des
Arbeitsgerätes ist daher nicht möglich, wenn der Akku entnommen ist.
[0032] Um die Stromversorgungsvorrichtung so klein wie möglich auszubilden und in ein kleines
Arbeitsgerät verbauen zu können, kann beispielsweise das Netzteil 11 einen ersten
Anteil des in dem Motor 14 eingesetzten Stroms liefern. Ein zweiter Anteil des eingesetzten
Stroms wird dem Akku 14 entnommen. Somit wird der Motor 15 in einem Hybridbetrieb
mit gleichzeitigem Akku-und Netzbetrieb aus beiden Stromquellen versorgt, so dass
sich die Stromanteile zu einem Gesamtstrom in der gewünschten Höhe addieren. Liefert
also das Netzteil beispielsweise einen Stromanteil von 8A, so können die für einen
Normalbetrieb erforderlichen 10A durch einen Beitrag des Akkus in Höhe von 2A bereitgestellt
werden. JE nach Betriebsfall kann der Akku auch höhere Ströme zur Verfügung stellen.
[0033] Darüber hinaus erlaubt die dargestellte Anordnung der einzelnen Elemente, dass der
Akku 14 als Puffer wirkt, falls es zu einer Unterbrechung der Stromversorgung über
das Netzteil 11 kommt.
[0034] Fig. 2 zeigt eine seitliche schematische Schnittansicht eines erfindungsgemäßen,
als Bohrhammer dargestellten Arbeitsgeräts 20. Der innere Aufbau des Arbeitsgerätes
20 ist lediglich schematisch und auf die erfindungsrelevanten Aspekte bezogen dargestellt.
Das Arbeitsgerät 20 umfasst ein Gehäuse 21 mit einem pistolengriffförmigen ersten
Griffabschnitt 22 und einem zweiten Griffabschnitt 23. Innerhalb des zweiten Griffabschnitts
23 ist ein Antriebsmotor 24 angeordnet, der eine Abtriebswelle 25 antreibt. Die Abtriebswelle
25 definiert eine Wirkungslinie W des Arbeitsgeräts 20. Des Weiteren ist in dem zweiten
Griffabschnitt 23 eine Stromversorgungsvorrichtung 26 umfassend eine Steuerschaltung
26 angeordnet, die dem Antriebsmotor 24 elektrische Energie bzw. Strom zur Umwandlung
in mechanische Rotationsenergie bereitstellt. Der Strom wird sowohl in einem Akkubetrieb
des Arbeitsgeräts 20 als auch in einem Netzbetrieb aus einem seitlich an dem zweiten
Griffabschnitt angeordneten Akku 27 der Stromversorgungsvorrichtung 26 entnommen und
über die Steuerschaltung 26a dem Antriebsmotor 24 zugeführt. Um in dem Netzbetrieb
ausreichend elektrische Energie in prinzipiell unbeschränktem Umfang bereitstellen
zu können, erfolgt eine Speisung des Akkus durch einen Netzanschluss 28, der das Arbeitsgerät
20 mit einem externen Stromnetz (nicht dargestellt) verbindet.
[0035] Gemäß der dargestellten Ausführungsform bildet das Gehäuse des Arbeitsgeräts 20 mittels
des gebogenen ersten Griffabschnitts 22 und dem zweiten Griffabschnitt 23 eine im
Wesentlichen D-förmige Gehäuseform des Gehäuses 21. In der inneren Ausnehmung bzw.
dem umschlossenen Freiraum des D-förmigen Gehäuses 21 ist der Akku 27 derart angeordnet,
dass dieser von dem Gehäuse 21 bogenförmig umschlossen bzw. umspannt wird. Der Akku
27 ist somit bezogen auf die dargestellte Bildebene rundum von dem Gehäuse umgeben
und somit vor Stößen und anderen Krafteinwirkungen geschützt. Vorzugsweise ist der
Akku 27 lösbar an dem zweiten Griffabschnitt 23 angeordnet und kann auf besonders
einfache Weise seitlich aus dem Gehäuse 21 (hier: senkrecht zur Bildebene) entnommen
werden.
[0036] Der Akku 27 ist darüber hinaus vorzugsweise mit einem oberen Ende 27a nahe der Wirkungslinie
W angeordnet und leistet aufgrund seiner Eigenmasse einen Beitrag zur Reduzierung
von Vibrationen des Arbeitsgeräts. Des Weiteren ist er derart ausgerichtet, dass sich
der Akku 27 von der Wirkungslinie W weg erstreckt und somit aufgrund seiner Eigenmasse
Drehschwingungen entgegenwirkt und diese dämpft. Eine Zwangskühlung K des Arbeitsgeräts
ist beispielhaft dargestellt. Diese kann selbstverständlich auch in anderer geeigneter
Weise ausgeführt sein.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 10
- Stromversorgungsvorrichtung
- 11
- Netzteil
- 12
- Netzkabel
- 13
- Akku
- 14
- Motor
- 15
- Aufladevorrichtung
- 20
- elektrisches Arbeitsgerät
- 21
- Gehäuse
- 22
- erster Griffabschnitt
- 23
- zweiter Griffabschnitt
- 24
- Antriebsmotor
- 25
- Abtriebswelle
- 26
- Stromversorgungsvorrichtung
- 26a
- Steuerschaltung
- 27
- Akku
- 28
- Netzanschluss
- W
- Wirkungslinie
1. Elektrisches Arbeitsgerät (20) mit einer elektrischen Maschine (24) zum Antrieb des
Arbeitsgerätes (20) und einer Stromversorgungsvorrichtung (26) zur Stromversorgung
der elektrischen Maschine (24), wobei die Stromversorgungsvorrichtung (26) einen Akku
(27) zur Stromversorgung der elektrischen Maschine (24) in einem Akkubetrieb des Arbeitsgerätes
(20) und einen Netzanschluss (28) zum Anschluss des elektrischen Arbeitsgerätes (20)
an eine externe Stromquelle in einem Netzbetrieb umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stromversorgungsvorrichtung (26) derart ausgebildet ist, dass der Akku (27) auch
in dem Netzbetrieb Strom zur Stromversorgung der elektrischen Maschine (24) bereitstellt.
2. Elektrisches Arbeitsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgungsvorrichtung (26) derart ausgestaltet ist, dass der Akku (27)
in Reihe zu dem Netzanschluss (28) und die elektrische Maschine (24) parallel zu dem
Akku (27) geschaltet ist
3. Elektrisches Arbeitsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgungsvorrichtung (26) derart ausgebildet ist, dass der Akku (27) in
dem Netzbetrieb gleichzeitig zu der Stromversorgung der elektrischen Maschine (24)
über den Netzanschluss (28) mit Strom von der externen Stromquelle versorgt werden
kann.
4. Elektrisches Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Netzbetrieb zusätzlich zu der Stromversorgung der elektrischen Maschine (24) mittels
des Akkus (27) eine zusätzliche zweite Stromversorgung der elektrischen Maschine (24)
über den Netzanschluss (28) erfolgt.
5. Elektrisches Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Maschine (24) einen Elektromotor umfasst.
6. Elektrisches Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgungsvorrichtung (26) eine Aufladevorrichtung zum Aufladen des Akkus
(27) über den Netzanschluss (28) umfasst und die Aufladevorrichtung im Inneren eines
Gehäuses (21) des Arbeitsgeräts (20) angeordnet ist.
7. Elektrisches Arbeitsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufladevorrichtung im Wirkbereich einer Zwangskühlung des elektrischen Arbeitsgerätes
(20) angeordnet ist.
8. Elektrisches Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Akku (27) lösbar mit einem Gehäuse (21) des Arbeitsgeräts (20) verbunden ist.
9. Elektrisches Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Akku (27) von einem Gehäuseabschnitt des elektrischen Arbeitsgerätes (20) zumindest
teilweise bogenförmig zum Schutz des Akkus (27) umspannt ist.
10. Elektrisches Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Akku (27) in räumlicher Nähe zu einer Wirkungslinie (W) des Arbeitsgeräts (20)
angeordnet ist, so dass eine Eigenmasse des Akkus (27) im Betrieb entstehende Vibrationen
des Arbeitsgeräts (20) dämpft.
11. Elektrisches Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Akku (27) in einer seitlich zu einer Wirklinie (W) des elektrischen Arbeitsgerätes
(20) gerichteten Richtung entnehmbar ist.