[0001] Die Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung zum Aufbringen einer Druckform auf
einen Druckformträger. Ferner betrifft die Erfindung eine Druckmaschine und ein Verfahren
zum Aufbringen einer Druckform auf einen Druckformträger.
[0002] In der Drucktechnik, insbesondere im Bereich der Tiefdruck-, Hochdruck-, Flexodruck-
und Offsetdrucktechnik, wie sie unter Anderem auch im Bereich der Bedruckung von Verpackungen
für Konsumgüter eingesetzt wird, werden von den Anwendern aus Kostengründen einfach
herstellbare, insbesondere im Hinblick auf die Herstellung des Druckbilds einfach
strukturierbare Druckformen verlangt. Hierbei kommen neben formstabilen bzw. wölbbaren
Druckplatten aus Stahl oder Aluminium vermehrt Druckformen zum Einsatz, die keine
vollständige Formstabilität aufweisen, beispielsweise Klischees aus Polymerwerkstoffen.
Diese Druckformen werden auf Druckformträger, beispielsweise auf ebene oder gekrümmte
Druckplatten, auf Druckzylinder oder auf Druckhülsen, die auch als Sleeves bezeichnet
werden, montiert, insbesondere mit Hilfe von doppelseitigem Klebeband mit dem Druckformträger
verklebt. Erst mit der Montage erlangen die Druckformen die für den Druckvorgang,
bei dem hohe je nach Druckverfahren hohe translatorische und/oder rotatorische Kräfte
auf die Druckformen einwirken, die notwendige Formstabilität.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Montagevorrichtung, eine Druckmaschine
und ein Verfahren zum Aufbringen einer Druckform auf einen Druckformträger bereitzustellen,
mit denen eine rasche und qualitativ hochwertige Montage der Druckform auf den jeweiligen
Druckformträger vorgenommen werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt für eine Montagevorrichtung der eingangs
genannten Art mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Hierbei sind eine Aufnahme
für den Druckformträger und eine Anpresseinrichtung zur Übertragung einer Druckkraft
auf den in die Aufnahme einsetzbaren Druckformträger und die darauf aufzubringende
Druckform an einem Anpressbereich, vorzugsweise an wenigstens zwei voneinander beabstandet
längs einer Anpressachse angeordneten Anpressbereichen vorgesehen, wobei die Anpresseinrichtung
für eine Durchführung einer quer zur Anpressachse ausgerichteten Anpressbewegung ausgebildet
ist und wobei Korrekturmittel vorgesehen sind, die für eine Einleitung einer Korrekturkraft,
deren Kraftrichtung von einer Kraftrichtung der Druckkraft abweicht auf den Druckformträger
und die darauf aufzubringende Druckform ausgebildet sind, um einen Versatzfehler der
Druckform längs der Anpressachse und/oder einen Rundlauffehler des Druckformträgers
ausgleichen zu können. Mit Hilfe der Aufnahme für den Druckformträger und der Anpresseinrichtung
kann die Druckform in einer schrittweisen oder kontinuierlichen Anpressbewegung, die
quer zu der Anpressachse ausgerichtet ist, an den Druckformträger angelegt und dann
angepresst werden, um die gewünschte Anhaftung der Druckform am Druckformträger zu
gewährleisten.
[0005] Exemplarisch ist der Druckformträger mit einer zylindrischen Oberfläche ausgebildet
und die Druckform wird mit Hilfe der Anpresseinrichtung längs einer Umlaufbewegung
um die zylindrische Oberfläche an den Druckformträger angepresst. Vorzugsweise ist
die Anpresseinrichtung als Walze oder als Walzenanordnung ausgebildet, wobei Symmetrieachsen
der vorzugsweise zylindrisch ausgebildeten Walzen insbesondere parallel zu einer Symmetrieachse
des Druckformträgers ausgerichtet sind.
[0006] Die Anpressbewegung ermöglicht es, einen noch nicht am Druckformträger anliegenden
Abschnitt der Druckform gegenüber einem bereits am Druckformträger anliegenden und
anhaftenden Abschnitt der Druckform im Bereich der elastischen Deformierbarkeit der
Druckform zu bewegen, insbesondere zu verschieben. Dadurch können beispielsweise ein
durch Verzug der Druckform auftretender Versatzfehler und/oder ein Rundlauffehler
des Druckformträgers zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, kompensiert werden
und somit eine rundlauf- und/oder lagerichtige sowie verzerrungsarme oder verzerrungsfreie
Montage der Druckform auf dem Druckformträger ermöglicht werden. Zu diesem Zweck sind
die Korrekturmittel vorgesehen, die während der Durchführung der Anpressbewegung eine
Korrekturkraft auf die Druckform, insbesondere auf den unmittelbar vor der Anpressung
auf den Druckformträger befindlichen Abschnitt der Druckform zu ermöglichen.
[0007] Da es sich bei den Druckformträgern neben Stahl- oder Aluminiumzylindern mit üblicherweise
hoher Rundlaufqualität auch um faserverstärkte Kunststoffhülsen handeln kann, die
erhebliche Rundlauffehler aufweisen, die erst bei Aufspannung auf eine Druckwalze
in der Druckmaschine ausgeglichen werden, kann es von Vorteil sein, diese Rundlauffehler
vor dem Aufbringen der Druckform zu ermitteln und während des Aufbringungsvorgangs
durch aktives Verzerren der Druckform derart zu kompensieren, dass sich bei der Aufspannung
der Kunststoffhülse auf die Druckwalze ein verzerrungsfreies und rundlaufendes Druckbild
ergibt.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Zweckmäßig ist es, wenn die Anpresseinrichtung als Korrekturmittel ausgebildet ist.
Somit weist die Anpresseinrichtung eine Doppelfunktion auf, da sie neben der Bereitstellung
der Anpreßkraft auf die Druckform und den Druckformträger auch die Korrekturkraft
bereitstellt. Hierdurch kann ein besonders kompakter Aufbau der Montagevorrichtung
gewährleistet werden.
[0010] Bevorzugt ist die Anpresseinrichtung für eine translatorische Bewegung relativ zur
Aufnahme und längs der Anpressachse ausgebildet, um die Korrekturkraft, insbesondere
reibschlüssig, auf die Druckform übertragen zu können. Hierdurch kann ein Versatz
des auf der Druckform enthaltenen Druckbilds, der sich durch Verzug der Druckform
entweder während der Druckformherstellung und/oder während des Montagevorgangs auf
den Druckformträger ergeben hat, zumindest teilweise ausgeglichen werden. Der Ausgleich
des Verzugs des Druckbilds wird dadurch erreicht, dass eine translatorische Verschiebung
der Anpresseinrichtung relativ zur Aufnahme und dem darin eingesetzten Druckformträger
vorgesehen ist. Da die Anpressvorrichtung stets auf denjenigen Abschnitt der Druckform
einwirkt, der unmittelbar vor der Anhaftung an den Druckformträger steht, kann mittels
der translatorischen Verschiebung der Anpressvorrichtung eine lokale elastische Deformation
der Druckform erreicht werden. Somit kann ein nachfolgend an den Druckformträger angehafteter
Abschnitt der Druckform gegenüber einem vorausgehend an den Druckformträger angehafteten
Abschnitt der Druckform innerhalb der elastischen Deformierbarkeit der Druckform quer
zur Anpressbewegung und längs der Anpressachse erreicht werden. Vorzugsweise findet
eine kontinuierliche Anpassung der, insbesondere in reibschlüssiger Kraftübertragung
zwischen Anpresseinrichtung und Druckform, vorzusehenden Korrekturkraft statt, so
dass das auf der Druckform enthaltene Druckbild zumindest bezogen auf die Anpressachse
verzerrungsarm, vorzugsweise verzerrungsfrei und/oder ohne Spiralisierung, aufgebracht
ist.
[0011] Ergänzend oder alternativ ist die Anpresseinrichtung für eine Schwenkbewegung um
eine quer zur Anpressachse ausgerichtete Schwenkachse relativ zur Aufnahme ausgebildet,
um eine reibschlüssige und/oder formschlüssige Einleitung der Korrekturkraft auf die
Druckform zu ermöglichen. Durch eine derartige Schwenkbewegung der Anpresseinrichtung,
bei der es sich insbesondere um eine Walze oder eine Anordnung von mehreren Walzen
handeln kann, ist eine lokal unterschiedliche Kraftübertragung auf die Druckform möglich,
um dadurch die gewünschte verzerrungsarme oder verzerrungsfreie Aufbringung der Druckform
auf den Druckformträger zu gewährleisten.
[0012] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schwenkachse
zumindest im Wesentlichen parallel zu einer im Anpressbereich angeordneten Oberfläche
des Druckformträgers ausgerichtet ist, um eine zumindest nahezu ausschließlich formschlüssige
Einleitung der Korrekturkraft auf die Druckform zu ermöglichen. Hierdurch wird die
vorzugsweise aus elastischem Polymermaterial hergestellte Druckform lokal komprimiert
und somit in diesem Bereich in die Breite gedrängt. Hiermit findet aufgrund einer
lokalen Verzerrung der Druckform eine Kompensation einer globalen Verzerrung der Druckform
statt.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schwenkachse zumindest
im Wesentlichen normal zu einer im Anpressbereich angeordneten Oberfläche des Druckformträgers
ausgerichtet ist, um eine zumindest nahezu ausschließlich reibschlüssige Einleitung
der Korrekturkraft auf die Druckform zu ermöglichen. Hierbei treten Scherkräfte auf
die Druckform auf, die ebenfalls eine lokale Verzerrung der Druckform zur Kompensation
einer globalen Verzerrung der Druckform ermöglichen.
[0014] Vorteilhaft ist es, wenn der Anpresseinrichtung eine Antriebseinrichtung für eine
Bereitstellung der Anpressbewegung quer zur Anpressachse und/oder der Korrekturkraft
zugeordnet ist. Mit Hilfe der Antriebseinrichtung kann eine automatisierte, insbesondere
bedienerunabhängige Bereitstellung der Anpressbewegung und der Korrekturkräfte erreicht
werden.
[0015] Zweckmäßig ist es, wenn die Korrekturmittel einen Auflagetisch umfassen, der der
Aufnahme zugeordnet ist und der für die Zuführung der Druckform zwischen die Anpresseinrichtung
und den in die Aufnahme einsetzbaren Druckformträger ausgebildet ist. Der Auflagetisch
erleichtert die Zuführung der Druckform in den Montagespalt, der vom Druckformträger
und der Anpresseinrichtung gebildet wird und in dem der Anpressvorgang für die Druckform
auf den Druckformträger vorgenommen wird. Der Auflagetisch kann eine ebene oder gekrümmte
Auflagefläche für die Druckform aufweisen.
[0016] Bevorzugt ist der Auflagetisch relativ zur Aufnahme einstellbar, insbesondere parallel
zur Anpressachse verschiebbar, ausgebildet. Vorzugsweise ist der Auflagetisch mit
Spannmitteln für die Druckform ausgerüstet, um eine Krafteinleitung auf die Druckform
während des Anpressvorgangs zu ermöglichen. Bei den Spannmitteln handelt es sich beispielsweise
um randseitig an der Druckform angreifende Spannklammern oder um eine Vakuumeinrichtung,
die zu einer Unterdruckanhaftung der Druckform am Auflagetisch führt. Durch die Relativbewegung
des Auflagetischs gegenüber der Aufnahme kann eine elastische Deformation des noch
auf dem Auflagetisch festgelegten Abschnitts der Druckform gegenüber dem bereits am
Druckformträger festgelegten Abschnitt der Druckform erreicht werden. Vorzugsweise
ist der Auflagetisch translatorisch parallel zur Anpressachse und/oder rotatorisch
quer zur Anpressachse gegenüber der Aufnahme bewegbar ausgebildet.
[0017] Bei einer weiteren Ausführungsform ist der Antriebseinrichtung eine Steuereinrichtung
zur Steuerung der Anpressbewegung sowie eine mit der Steuereinrichtung elektrisch
verbundene, vorzugsweise optische, insbesondere als Kamera ausgebildete, Sensoreinrichtung
zugeordnet, die zur Abtastung einer druckbildbezogenen Struktur auf der Druckform
ausgebildet ist, um durch Regelung der Korrekturkraft ein lagerichtiges Aufbringen
der Druckform auf den Druckformnhalter zu ermöglichen. Die Steuereinrichtung dient
zur Steuerung der Anpressbewegung und beeinflusst hierzu die von der Antriebseinrichtung
bereitgestellte Relativbewegung zwischen dem in die Aufnahme eingesetzten Druckformträger
und der Anpresseinrichtung. Zudem ist die Steuereinrichtung mit der Sensoreinrichtung
elektronisch verbunden, mit deren Hilfe eine druckbildbezogene Struktur auf der Druckform
ermittelt werden kann. Bei dieser druckbildbezogenen Struktur kann es sich um das
Druckbild als solches handeln, das als Referenzbild in der Steuerungseinrichtung abgespeichert
ist und das mit einem von der Sensoreinrichtung, vorzugsweise zeilenweise, insbesondere
mit einer parallel zur Anpressachse ausgerichteten Lesezeile, ermittelten Ausschnitt
des Druckbilds auf der Druckform verglichen wird. Ergänzend oder alternativ können,
insbesondere randseitig an der Druckform vorgesehene Passermarken oder Randlinien
von der Sensoreinrichtung abgetastet werden, hierbei ist vorteilhaft, dass kein Vergleich
mit einem in der Steuereinrichtung abgelegten Datensatz erforderlich ist. Vielmehr
wird während des Aufbringvorgangs durch Einleitung der Korrekturkräfte auf die Druckform
angestrebt, einen geraden Verlauf der Randlinie und/oder eine Anordnung sämtlicher
Passermarken auf einer gemeinsamen Achse zu erreichen.
[0018] Die Aufgabe der Erfindung wird gemäß einem weiteren Aspekt durch eine Druckmaschine
gelöst, die mit einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung ausgerüstet ist, wobei
die Aufnahme für die Druckformträger ein Bestandteil eines Druckwerks ist. Durch die
Integration Funktionen der beschriebenen Montagevorrichtung in eine Druckmaschine
wird eine unmittelbare Verarbeitung von Druckformen, die nicht formstabil sind, ermöglicht.
Hierdurch kann ein Zeitgewinn gegenüber einer Aufbringung der Druckform auf den Druckformträger
abseits der Druckmaschine erreicht werden. Zudem kann bereits während des Aufbringvorgangs
auch eine Verarbeitung von druckformspezifischen Informationen, die beispielsweise
im Druckbild oder in randseitig an der Druckform angeordneten Informationsträgerbereichen,
beispielsweise in Form von Data-Matrixcodes, gespeichert sind, vorgenommen werden,
so dass die Zeitspanne für diesen Initialisierungsschritt für die Druckmaschine ebenfalls
in vorteilhafter Weise eingespart werden kann.
[0019] Die Aufgabe der Erfindung wird gemäß einem weiteren Aspekt durch ein Verfahren zum
Aufbringen einer Druckform auf einen Druckformträger gelöst, das die nachfolgenden
Schritte umfasst: Einsetzen eines Druckformträgers in eine Aufnahme, lagerichtiges
Ausrichten einer Referenzstruktur einer Druckform zu einer Referenzkante oder Referenzachse
des Druckformträgers, bereichsweises Anpressen der Druckform an den Druckformträger
ausgehend von der Bezugskante mittels einer Anpresseinrichtung, die für eine Durchführung
einer quer zur Anpressachse ausgerichteten Anpressbewegung ausgebildet ist und die
die Druckform in wenigstens zwei voneinander beabstandeten, längs einer Anpressachse
angeordneten Anpressbereichen mit einer auf den Druckformträger gerichteten Druckkraft
beaufschlagt, wobei während des fortschreitenden Aufbringvorgangs eine Abtastung einer,
vorzugweise unmittelbar vor den Anpressbereichen angeordneten, druckbildbezogenen
Struktur auf der Druckform mittels einer Sensoreinrichtung vorgenommen wird, um durch
Regelung einer über die Anpresseinrichtung auf die Druckform einzuleitenden Korrekturkraft
ein lagerichtiges Aufbringen der Druckform auf den Druckformnhalter zu gewährleisten.
[0020] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Hierbei zeigt:
- Figur 1
- eine Druckform vor der Aufbringung auf einen Druckformträger,
- Figur 2
- die Druckform gemäß der Figur 1 nach verzerrungsarmer Aufbringung auf den Druckformträger,
- Figur 3
- ein mit der Druckform gemäß Figur 2 herstellbares Abbild des Druckbilds,
- Figur 4
- eine Vorderansicht einer Montagevorrichtung zum Aufbringen einer Druckform auf einen
Druckformträger und
- Figur 5
- eine Seitenansicht der Montagevorrichtung gemäß der Figur 4.
[0021] Eine in der Figur 1 dargestellte Druckform 1 umfasst exemplarisch eine im Wesentlichen
plattenförmige, rechteckig zugeschnittene, in der Darstellungsebene der Figur 1 angeordnete
und nicht näher dargestellte Trägerschicht, beispielsweise aus einem Polymerwerkstoff.
Auf die Trägerschicht ist eine Bildträgerschicht aufgebracht, die das für den Druckvorgang
vorgesehene Druckbild 2 sowie exemplarisch randseitig angebrachte Randlinien 3 umfasst.
Das Druckbild 2 und die Randlinien 3 wurden in einem Strukturierungsschritt, beispielsweise
durch Laserbearbeitung, durch partielle Entfernung von Oberflächenbereichen in die
Bildträgerschicht eingearbeitet. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Druckform 1
in einem größeren Druckformmnutzen, in dem mehrere derartige Druckformen 1 strukturiert
und gegebenenfalls naßchemisch entwickelt wurden. Nach der Fertigstellung der Druckbilder
2 wird die Druckform 1 aus dem nicht dargestellten Druckformnutzen ausgeschnitten.
Hierbei und/oder in einem nachfolgenden Trocknungsprozess kann es durch innere Materialspannungen
zu einer symbolisch in der Figur 1 dargestellten und für das Druckergebnis, das mit
der Druckform 1 erzielt werden soll, unerwünschten Verzerrung des Druckbilds 2 kommen.
Je nach herstellungsweise für die Druckform kann auch die Schnittqualität beim Trennen
der Druckformen schlecht sein, so dass die Ränder der Druckform nicht als mechanische
Referenz für die Ausrichtung des auf die Druckform aufgebrachten Druckbilds dienen
können.
[0022] Selbst wenn die Druckform 1 vor der Aufbringung auf den in der Figur 2 dargestellten,
exemplarisch als Druckzylinder oder Druckhülse (Sleeve) ausgeführten Druckformträger
4 verzerrungsfrei war, kann es während des Aufbringungsvorgangs aufgrund von Inhomogenitäten
der Druckform 1 und/oder aufgrund eines unpräzisen randseitigen Zuschnitts der Druckform
1 zu einer verzerrten Festlegung der Druckform 1 am Druckformträger 4 kommen. Um eine
verzerrungsfreie oder zumindest verzerrungsarme Aufbringung der Druckform 1 auf den
Druckformträger 4 zu erreichen, wie sie für die in der Figur 2 dargestellte Druckform
1 vorliegt, bei der die Randlinien 3 jeweils zueinander parallele Geraden bilden,
und damit auch das in Figur 3 dargestellte Abbild 5 des Druckbilds 2 zu erzielen,
ist die in den Figuren 4 und 5 schematisch dargestellten Montagevorrichtung 6 vorgesehen.
[0023] Eine Befestigung der Druckform 1 am Druckformträger 4 kann über eine Klebebeschichtung
der Druckform 1 und/oder des Druckformträgers 4 sowie ergänzend oder alternativ durch
Magnetkräfte bewirkt werden. Hierzu kann die Druckform 1 mit magnetischen oder ferromagnetischen
Partikeln versehen sein und der Druckformträger ist aus einem magnetisierbaren, insbesondere
einem ferromagnetischen Material hergestellt oder weist eine Magnetanordnung auf,
bei der es sich exemplarisch um eine Permanentmagnetanordnung oder um eine elektrisch
betreibbare Magnetspulenanordnung handeln kann.
[0024] In der Vorderansicht auf die Montagevorrichtung 6 gemäß der Figur 4 ist die lediglich
schematisch dargestellte Aufnahme 7 erkennbar, die für eine stirnseitige Ankopplung
an den exemplarisch zylindrisch ausgebildeten Druckformträger 4 vorgesehen ist. Die
Aufnahme 7 umfasst einen nicht näher dargestellten Drehantrieb, der eine Rotation
des Druckformträgers 4 um eine in der Figur 5 dargestellte Rotations- und Symmetrieachse
8 ermöglicht und Bestandteil einer Antriebsvorrichtung sein kann. Die Aufnahmen 7
sind an einem nicht näher dargestellten Maschinengestell festgelegt, das auch eine
exemplarisch als Andruckwalze ausgebildete Anpresseinrichtung 9 trägt. Die Anpresseinrichtung
9 ist ihrerseits über Kopplungsmittel 10 mit dem nicht näher dargestellten Maschinengestell
verbunden. Die Kopplungsmittel 10 umfassen exemplarisch eine Drehlagerung für die
Anpresseinrichtung 9, so dass diese um eine in der Figur 5 erkennbare Drehachse 11
rotierbar sind. Zusätzlich sind die Kopplungsmittel 10 für eine translatorische Verlagerung
der Anpresseinrichtung 9 längs einer Verschiebungsachse 12 und/oder für eine Verkippung
um eine schematisch dargestellte, normal zur Darstellungsebene der Figur 4 ausgerichtete
Kippachse 15 und/oder für eine Verkippung um eine in der der Figur 4 dargestellte
Kippachse 16 ausgebildet. Dadurch wird wenigstens eine Relativbewegung der Anpresseinrichtung
9 gegenüber dem in der Aufnahme 7 einsetzbaren Druckformträger 4 ermöglicht.
[0025] Bei einer nicht näher dargestellten Ausführungsform der Erfindung findet eine Bewegungseinleitung
für Relativbewegungen zwischen Anpresseinrichtung 9 und dem in der Aufnahme 7 einsetzbaren
Druckformträger 4 ergänzend oder alternativ über Stellmittel statt, die in der Aufnahme
integriert sein können.
[0026] Exemplarisch sind seitlich der Anpresseinrichtung 9 jeweils als Kamerasysteme ausgebildete
Sensoreinrichtungen 17 angeordnet, die zur optischen Abtastung eines Randbereichs
der aufzubringenden Druckform 1 und der exemplarisch daran ausgebildeten Randlinien
3 vorgesehen sind. Die Sensoreinrichtungen 17 können auch zur Erkennung von nicht
näher dargestellten Informationsträgerbereichen, beispielsweise in Form von Data-Matrixcodes,
ausgebildet sein, um bereits bei der Aufbringung der Druckform 1 auf den Druckformträger
4 eine Erfassung von druckbildbezogenen Daten zu ermöglichen.
[0027] Wie aus der Figur 5 hervorgeht, umfasst die Montagevorrichtung einen exemplarisch
eben ausgeführten Auflagetisch 18, der für eine komfortable Zuführung der Druckform
1 zum Druckformträger 4 vorgesehen ist. Der Auflagetisch 18 exemplarisch ist über
eine Stelleinrichtung 19 mit dem nicht näher dargestellten Maschinengestell der Montagevorrichtung
6 verbunden. Dabei kann die Stelleinrichtung 19 dazu ausgebildet sein, eine Position
des Auflagetischs gegenüber den Aufnahmen 7 und dem darin einsetzbaren Druckformträger
4 zu verändern, um beispielsweise eine Anpassung an den Durchmesser des Druckformträgers
4 zu ermöglichen. Ergänzend kann der Auflagetisch 18 mit nicht näher dargestellten
Spannmitteln für eine bereichsweise Festlegung der Druckform 1 ausgerüstet sein, um
eine Krafteinleitung auf die Druckform während des Anpressvorgangs zu ermöglichen.
Vorzugsweise ist der Auflagetisch in diesem Fall als Vakuumtisch ausgebildet, der
eine vakuumbedingte Anhaftung der Druckform 1 an seiner Auflagefläche 20 ermöglicht.
Sofern eine reib- und/oder formschlüssige Festlegung der Druckform 1 am Auflagetisch
18 vorgesehen ist, kann auch eine Kraftübertragung vom Auflagetisch 18 auf die bereits
teilweise an den Druckformträger 4 angepresste Druckform 1 vorgesehen sein. Hierzu
kann die Stelleinrichtung 19 insbesondere für eine Translationsbewegung normal zur
Darstellungsebene der Figur 5 eingerichtet sein.
[0028] Für die Koordination des Aufbringungsvorgangs sind die Aufnahmen 7, die Kopplungsmittel
10, die Sensoreinrichtungen 17 und die Stelleinrichtung 19 mit einer Steuereinrichtung
21 elektrisch verbunden. Die Steuereinrichtung 21 ist zur Bereitstellung von Steuersignalen
an die Aufnahmen 7, die Kopplungsmittel 10 und die Stelleinrichtung 19 ausgebildet
und ist für eine Verarbeitung der Signale der Sensoreinrichtungen 17 vorgesehen.
[0029] Nachstehend erfolgt eine exemplarische Beschreibung eines Aufbringungsvorgangs für
eine Druckform 1 auf einen Druckformträger 4 mit einer Montagevorrichtung 6, wie sie
in den Figuren 4 und 5 näher dargestellt ist. Hierbei soll beispielhaft davon ausgegangen
werden, dass die Aufnahmen 7 ausschließlich für eine Rotationsbewegung des darin eingesetzten
Druckformträgers 4 ausgebildet sein. Ferner wird exemplarisch angenommen, dass die
Anpresseinrichtung 9 mit Hilfe der Kopplungsmittel 10 ausschließlich längs der Verschiebungsachse
12 verschoben werden können und dass die exemplarisch als drehbare Walze ausgebildete
Anpresseinrichtung 9 mit Hilfe der Kopplungsmittel 10 drehbar gelagert ist. Zudem
wird angenommen, dass die Stelleinrichtung 19 ausschließlich für eine Anpassung an
den Durchmesser des Druckformträgers 4 ausgebildet ist und dass der Auflagetisch 18
lediglich die Auflagefläche 20 für die Druckform 1 bereitstellt.
[0030] Unter den vorgenannten Voraussetzungen kann in einem ersten Schritt die Druckform
1 von einem nicht dargestellten Bediener oder einer Handhabungseinrichtung auf die
Auflagefläche 20 des Auflagetischs 18 aufgelegt werden. Dabei ist die Trägerschicht
der Druckform 1 der Auflagefläche 20 zugewandt und das Druckbild der Druckform 1 ist
der Auflagefläche entgegengesetzt. In einem nachfolgenden Schritt wird die Druckform
1 derart gegenüber dem Druckformträger 4 ausgerichtet, dass zumindest eine in Figur
1 mit 22 markierte Vorderkante der Druckform zumindest im Wesentlichen 1 parallel
zur Rotationsachse 8 des Druckformträgers 4 ausgerichtet ist. Dies kann exemplarisch
durch einen nicht dargestellten seitlichen Anschlag am Auflagetisch 18 erreicht werden.
Ergänzend oder alternativ kann eine Abtastung der Druckform 1, insbesondere eine optische
Abtastung sowie eine daraufhin erfolgende Ausrichtung des Auflagetischs 18 erfolgen,
damit die Druckform 1 für den Aufbringungsvorgang korrekt ausgerichtet ist. Anschließend
wird die Druckform 1 in Richtung des vom Druckformträger 4 und der Anpresseinrichtung
9 gebildeten Anpressspalts 23 geschoben, bis die Vorderkante 22 der Druckform 1 in
Kontakt mit dem Druckformträger 4 kommt. Da der Druckformträger 4 mit einer Haftschicht,
insbesondere mit einer selbstklebenden Beschichtung, versehen ist, haftet die Druckform
1 in einem normal zur Darstellungsebene der Figur 5 erstreckten und mit 24 gekennzeichneten
linienförmigen Anlagebereich am Druckformträger 4 an. Die Anhaftung der Druckform
1 an den Druckformträger 4 wird durch die von der Anpresseinrichtung 9 zumindest im
Wesentlichen senkrecht zur gegenüberliegenden Oberfläche des Druckformträgers 4 ausgeübten
Druckkräfte gewährleistet. Mit dem Einführen der Druckform 1 in den Anpresspalt 23
kann eine Erfassung der beiden Randlinien 3 der Druckform 1 durch die Sensoreinrichtungen
17 erfolgen. Anschließend wird von der Steuereinrichtung 21 eine Drehbewegung der
Aufnahmen 7 um die Rotationsachse 8 eingeleitet, so dass die Druckform 1 allmählich
durch den Anpressspalt 23 gezogen wird und jeweils in dem linienförmigen Anlagebereich
24 an den Druckformträger 4 angepresst wird. Sobald die beiden Sensoreinrichtungen
17, die die Randlinien 3 abtasten, ein Ausweichen der Randlinien 3 beobachten, was
auf einen lokalen oder globalen Verzug der Druckform 1 schließen lässt, wird von der
Steuereinrichtung 19 eine translatorische Stellbewegung quer zur Bewegungsrichtung
der Druckform 1 gegenüber der Anpresseinrichtung 9 eingeleitet. Somit findet die Stellbewegung
normal zur Darstellungsebene der Figur 5 statt und wird aufrechterhalten, bis die
Randlinien 3 wieder in einem vorgegebenen Detektionsintervall der Sensoreinrichtungen
17 liegen. Durch die Stellbewegung der Anpresseinrichtung 9 wird eine elastische Deformation
desjenigen Abschnitts der Druckform 1 hervorgerufen, der sich unmittelbar vor der
Anhaftung an den Druckformträger 4 befindet. Je nach elastischer Deformierbarkeit
der Druckform 1 kann abweichend von der Darstellung der Figur 5 eine translatorische
Verschiebung der Anpresseinrichtung 9 in Richtung des Auflagetischs 18 vorgesehen
werden, um gegebenenfalls einen größeren Abschnitt der Druckform 1 mit Querkräften
beaufschlagen zu können. Dies ist insbesondere für Druckformen 1 von Vorteil, die
eine geringere elastische Deformierbarkeit aufweisen.
[0031] Ergänzend oder alternativ kann vorgesehen sein, dass vor der Aufbringung der Druckform
1 auf den Druckformträger 4 eine Abtastung der Oberfläche des Druckformträgers 4,
beispielsweise mit einem 3-D-Oberflächenscanner vorgenommen wird, um Rundlauffehler
des Druckformträgers 4 zu ermitteln. Während der Aufbringung der Druckform 1 auf den
Druckformträger 4 wird dann zum Ausgleich der Rundlaufverzerrung eine aktive Verzerrung
der Druckform 1 vorgenommen, um dann bei Aufspannung des Druckformträgers 4 in ein
Druckwerk einer Druckmaschine ein verzerrungsfreies Druckbild zu erhalten. Der Rundlauffehler
kann alternativ auch mit einem geometrisch korrekten Kalibrierklischee ermittelt werden,
das zunächst ohne Einwirkung von Korrekturkräften auf den jeweiligen Druckformträger
4 aufgebracht wird, um nach in einem nachfolgenden Arbeitsschritt die aufgetretenen
Abweichungen, beispielsweise durch Abtastung der Randlinien 3 zu ermitteln. Sofern
es trotz bekanntermaßen geometrisch korrektem Druckformträger 3 und korrekt aufgebrachter
Druckform 1 zu einem verzogenen Druckbild kommen, so kann dies auch an der Druckmaschine
liegen, in die der Druckformträger 4 eingespannt wird. Derartige systematische Fehler
können ebenfalls durch eine aktive Verzerrung der Druckform 1 während des Aufbringungsvorgangs
auf den Druckformträger 4 ausgeglichen werden.
1. Montagevorrichtung zum Aufbringen einer Druckform (1) auf einen Druckformträger (4),
mit einer Aufnahme (7) für den Druckformträger (4) und mit einer Anpresseinrichtung
(9) zur Übertragung einer Druckkraft auf den in die Aufnahme (7) einsetzbaren Druckformträger
(4) und die darauf aufzubringende Druckform (1) an einem Anpressbereich, vorzugsweise
an wenigstens zwei voneinander beabstandet längs einer Anpressachse (24) angeordneten
Anpressbereichen, wobei die Anpresseinrichtung (9) für eine Durchführung einer quer
zur Anpressachse (24) ausgerichteten Anpressbewegung ausgebildet ist und wobei Korrekturmittel
(7, 9, 10, 19) vorgesehen sind, die für eine Einleitung einer Korrekturkraft, deren
Kraftrichtung von einer Kraftrichtung der Druckkraft abweicht, auf den Druckformträger
(4) und die darauf aufzubringende Druckform (1) ausgebildet sind, um einen Versatzfehler
der Druckform (1) längs der Anpressachse (24) und/oder einen Rundlauffehler des Druckformträgers
(4) ausgleichen zu können.
2. Montagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpresseinrichtung (9) als Korrekturmittel ausgebildet ist.
3. Montagevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpresseinrichtung (9) für eine translatorische Bewegung relativ zur Aufnahme
(7) und längs der Anpressachse (24) ausgebildet ist, um die Korrekturkraft, insbesondere
reibschlüssig, auf die Druckform (1) übertragen zu können.
4. Montagevorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpresseinrichtung (9) für eine Schwenkbewegung um eine quer zur Anpressachse
(24) ausgerichtete Schwenkachse (15, 16) relativ zur Aufnahme ausgebildet ist, um
eine reibschlüssige und/oder formschlüssige Einleitung der Korrekturkraft auf die
Druckform (1) zu ermöglichen.
5. Montagevorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (15) zumindest im Wesentlichen,parallel zu einer im Anpressbereich
(23) angeordneten Oberfläche des Druckformträgers (4) ausgerichtet ist, um eine zumindest
nahezu ausschließlich formschlüssige Einleitung der Korrekturkraft auf die Druckform
(1) zu ermöglichen.
6. Montagevorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (16) zumindest im Wesentlichen normal zu einer im Anpressbereich
(23) angeordneten Oberfläche des Druckformträgers (4) ausgerichtet ist, um eine zumindest
nahezu ausschließlich reibschlüssige Einleitung der Korrekturkraft auf die Druckform
(1) zu ermöglichen.
7. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anpresseinrichtung (9) eine Antriebseinrichtung (10) für eine Bereitstellung
der Anpressbewegung quer zur Anpressachse (24) und/oder der Korrekturkraft zugeordnet
ist.
8. Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturmittel einen Auflagetisch (18) umfassen, der der Aufnahme (7) zugeordnet
ist und der für die Zuführung der Druckform (1) zwischen die Anpresseinrichtung (9)
und den in die Aufnahme (7) einsetzbaren Druckformträger (4) ausgebildet ist.
9. Montagevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagetisch (18) relativ zur Aufnahme (7) einstellbar, insbesondere parallel
zur Anpressachse (24) verschiebbar, ausgebildet ist.
10. Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebseinrichtung (7, 10, 19) eine Steuereinrichtung (21) zur Steuerung der
Anpressbewegung sowie eine mit der Steuereinrichtung (21) elektrisch verbundene, vorzugsweise
optische, insbesondere als Kamera ausgebildete, Sensoreinrichtung (17) zugeordnet
ist, die zur Abtastung einer druckbildbezogenen Struktur (3) auf der Druckform (1)
ausgebildet ist, um durch Regelung der Korrekturkraft ein lagerichtiges Aufbringen
der Druckform (1) auf den Druckformnhalter (4) zu ermöglichen.
11. Druckmaschine mit einer Montagevorrichtung (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Aufnahme (7) für die Druckformträger (4) ein Bestandteil eines Druckwerks
ist.
12. Verfahren zum Aufbringen einer Druckform (1) auf einen Druckformträger (4) mit den
Schritten: Einsetzen eines Druckformträgers (4) in eine Aufnahme (7), lagerichtiges
Ausrichten einer Referenzstruktur (22) der Druckform (1) zu einer Referenzkante oder
Referenzachse (8) des Druckformträgers (4), bereichsweises Anpressen der Druckform
(1) an den Druckformträger (4) ausgehend von der Bezugskante (22) mittels einer Anpresseinrichtung
(9), die für eine Durchführung einer quer zur Anpressachse (24) ausgerichteten Anpressbewegung
ausgebildet ist und die die Druckform (1) in wenigstens zwei voneinander beabstandeten,
längs einer Anpressachse (24) angeordneten Anpressbereichen mit einer auf den Druckformträger
(1) gerichteten Druckkraft beaufschlagt, wobei während des fortschreitenden Aufbringvorgangs
eine Abtastung einer, vorzugweise unmittelbar vor den Anpressbereichen angeordneten,
druckbildbezogenen Struktur (3) auf der Druckform (1) mittels einer Sensoreinrichtung
(17) vorgenommen wird, um durch Regelung einer über die Anpresseinrichtung (9) auf
die Druckform (1) einzuleitenden Korrekturkraft ein lagerichtiges Aufbringen der Druckform
(1) auf den Druckformnhalter (4) zu gewährleisten.