TECHNISCHES FELD
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Beutels mit einem eine
Verschließlasche aufweisenden Wiederverschluss in seiner Seitenfalte.
[0002] Die Erfindung betrifft einen Beutel mit einem eine Verschließlasche aufweisenden
Wiederverschluss in seiner Seitenfalte.
HINTERGRUND
[0003] Ein solcher eingangs erwähnter Beutel ist beispielsweise in der bekannt gemachten
Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2006 020 724 U1 offenbart. Der dort beschriebene Beutel weist eine zwischen einer Vorderwand und
einer Hinterwand eingelegte Seitenfalte und einen an der Innenseite der Seitenfalte
angeordneten Wiederverschluss mit einem ersten Klettband und einem zweiten Klettband
zum Bilden einer wiederverschliessbaren Schütte in einem Öffnungsbereich in der Seitenfalte
auf. Die Schütte wird durch ein Herausbewegen jenes Bereiches der Seitenfalte gebildet,
der ausgehend von dem Öffnungsbereich in Richtung des Fußbereiches des Beutels lokalisiert
ist. Der Wiederverschluss weist eine den Öffnungsbereich sowie dessen an diesen angrenzende
Randbereiche überdeckende Verschießlasche auf, die längs ihres Randes unter Aussparung
eines zusammenhängenden Bereiches an der Innenseite der Seitenfalte festgelegt ist.
Die Verschließlasche besteht zumindest teilweise aus einem siegelbaren Material und
ist längs ihres Randes unter Aussparung des zusammenhängenden Bereiches an der Innenseite
der Seitenfalte durch eine Siegelnaht festgelegt. Die Siegelnaht weist die Form eines
umgekehrten "U" auf, wobei ein U-Steg oberhalb von dem Öffnungsbereich, also ausgehend
von dem Öffnungsbereich in Richtung des Kopfbereiches des Beutels lokalisiert ist.
Die beiden sich an den U-Steg anschließenden U-Schenkel erstrecken sich nach unten
in Richtung des Bodenbereiches. Zwischen den U-Schenkeln verläuft der Öffnungsbereich.
Das erste Klettband ist an der Innenseite der Seitenfalte angeklebt. Korrespondierend
zu der Position des ersten Klettbandes ist das zweite Klettband an jener der Innenseite
der Seitenfalte zugewandten Seite der Verschließlasche angeklebt.
[0004] Die Herstellung eines solchen Beutels hat sich insbesondere wegen der anzuklebenden
Klettbänder als relativ aufwändig und kompliziert erwiesen.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Verfahren zu seiner Herstellung
bereitzustellen und einen Beutel derart weiterzuentwickeln, dass die vorstehend angeführten
Probleme vermieden sind.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0006] Diese Aufgabe wird zum Einen durch einen Beutel gemäß Anspruch 1 und zum Anderen
durch ein Verfahren gemäß Anspruch 9 gelöst.
[0007] Der Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zum Herstellen eines Beutels
aus einer Folie aufweisend eine als Außenseite und eine als siegelfähige Innenseite
des Beutels bestimmte Seite, wobei der Beutel eine Vorderwand und eine Rückwand und
einen Kopfbereich und einen Fußbereich und zumindest eine in Längsrichtung zwischen
dem Kopfbereich und dem Fußbereich verlaufende Seitenfalte aufweist, wobei das Verfahren
die folgenden Schritte aufweist, nämlich: Anbringen eines ersten Klettbands auf der
Innenseite der Folie in einem zur Bildung der Seitenfalte vorgesehenen Bereich der
Folie benachbart zu einem Öffnungsbereich, der innerhalb des zur Bildung der Seitenfalte
vorgesehenen Bereiches der Folie definiert ist, wobei das erste Klettband eine erste
Siegelzone aufweist, die mit der Innenseite versiegelt wird; und Anbringen eines zweiten
Klettbands an einer Verschließlasche, wobei das zweite Klettband eine zweite Siegelzone
aufweist, die mit einer Seite der Verschließlasche versiegelt wird, und Positionieren
der Verschließlasche zwecks Bildung eines Wiederverschlusses derart innerhalb des
zur Bildung der Seitenfalte vorgesehenen Bereiches der Folie, dass die Verschließlasche
den Öffnungsbereich sowie daran angrenzende Randbereiche überdeckt und längs ihres
Randes unter Aussparung eines zusammenhängenden Bereiches, in dem sowohl das erste
Klettband als auch das zweite Klettband angeordnet ist, an der Innenseite festlegbar
ist.
[0008] Zudem ist der Gegenstand der Erfindung ein Beutel, der aus einer Folie aufweisend
eine Außenseite und eine siegelfähige Innenseite gefertigt ist, und eine Vorderwand
und eine Rückwand und einen Kopfbereich und einen Fußbereich und zumindest eine in
Längsrichtung zwischen dem Kopfbereich und dem Fußbereich verlaufende Seitenfalte
aufweist, wobei die Seitenfalte einen Öffnungsbereich aufweist, und einen an der Innenseite
angebrachten Wiederverschluss aufweist, wobei der Wiederverschluss eine den Öffnungsbereich
sowie daran angrenzende Randbereiche überdeckende Verschließlasche aufweist, wobei
die Verschließlasche längs ihres Randes unter Aussparung eines zusammenhängenden Bereiches,
in dem sowohl ein erstes Klettband als auch ein damit zusammenwirkendes zweites Klettband
angeordnet ist, an der Innenseite festgelegt ist, wobei das erste Klettband eine erste
Siegelzone aufweist, die mit der Innenseite versiegelt ist, und wobei das zweite Klettband
eine zweite Siegelzone aufweist, die mit jener dem ersten Klettband zugewandten Seite
des Verschließblattes versiegelt ist.
[0009] Die verschiedenen Wände des Beutels können als einzelne Wandsegmente vorliegen und
durch Verkleben oder Versiegeln ihrer Ränder miteinander verbunden werden. Auch sind
Extrusionsnähte möglich. Auch kann eine Folie zu einem Schlauch geformt werden und
einander berührende Ränder der Folie, genauer gesagt die Innenseite dieser Ränder,
miteinander versiegelt werden, um den Beutel herzustellen. Zudem kann bei einer solchen
Schlauchform durch ein Falten der Schlauchwand eine Seitenfalte oder zwei Seitenfalten
hergestellt werden. An solchen Faltkanten können auch die Struktur des Beutels verstärkende
Längssiegelnähte ausgebildet sein.
[0010] Der Fußbereich kann flach geformt oder in Form einer Finne realisiert sein.
[0011] Der Öffnungsbereich kann durch eine bereits in der Folie durch z.B. Ausstanzen eines
Folienteils vorgefertigte Öffnung oder durch einen Schnitt gebildet sein. Andererseits
kann der Öffnungsbereich auch durch einen original verschlossen Teil der Folie gebildet
sein, der erst bei einer erstmaligen Öffnung des Beutels geöffnet oder von dem Beutel
entfernt wird. Der Öffnungsbereich kann eine die Öffnung begrenzende Materialschwächung
aufweisen, welche Materialschwächung einen Bereich einer aus der Seitenfalte vollständig
oder teilweise herauslösbaren Lasche definiert, wobei nach einem Öffnen oder einem
Entfernen der Lasche eine Schütte formbar ist. Die Materialschwächung kann durch Einwirkung
eines Laserstrahls oder durch Erzeugung einer Perforation oder einer Prägung hergestellt
sein. Es kann auch eine Kombination dieser Maßnahmen vorliegen. Die Materialschwächung
kann eine durchgängige Linie sein oder in Form einer unterbrochenen Linie vorliegen.
Die Öffnung kann jedoch auch bereits in die Folie eingearbeitet sein und es kann diese
Öffnung durch eine auf der Außenseite der Folie aufgebrachte zusätzliche Verschlusslasche
verschlossen sein, die von der Öffnung weggerissen werden muss, um sie zu öffnen.
In beiden Fällen kann ein originalverpackter Zustand erkannt werden, wenn die Öffnung
vollständig verschlossen ist, also keine Beschädigung der Lasche vorliegt. Bei dem
Verfahren zur Herstellung des Beutels kann der Öffnungsbereich vor der Verarbeitung
der Folie zu einem Beutel z.B. bei ihrer Herstellung definiert werde. Der Öffnungsbereich
kann jedoch auch im Zuge der Verarbeitung der Folie zu einem Beutel definiert bzw.
hergestellt werden.
[0012] Eine Schütte wird bei geöffneter Öffnung durch einen Teil der Seitenfalte benachbart
zu dem Öffnungsbereich (z.B. dem Fußbereich zugewandt) gebildet, der von einem anderen
Teil der Seitenfalte, welcher auf der gegenüberliegenden Seite des Öffnungsbereiches
(z.B. dem Kopfbereich zugewandt) liegt, weggezogen bzw. aus dem Bereich zwischen der
Vorderwand und der Rückwand herausgezogen wird.
[0013] Der Beutel kann auch an der Seitenfalte benachbart zu dem Öffnungsbereich angeordnete
Betätigungsmittel zum Betätigen des Wiederverschlusses aufweisen, wobei die Betätigungsmittel
einen Griffbereich zum Angreifen und einen Befestigungsbereich zum Befestigen des
Griffbereiches an der Seitenfalte aufweisen. Die Betätigungsmittel können durch einen
ein oder mehrlagigen Folienstreifen gebildet sein, der entweder quer zur Längsrichtung
oder parallel zur Längsrichtung, bevorzugt an der Position einer zentralen Faltlinie
der Seitenfalte entweder an der Außenseite oder an der Innenseite, angebracht ist.
Ist er an der Innenseite angebracht, so wird er durch einen Schlitz entlang der Faltlinie
aus dem Beutel herausgeführt, so dass der Griffbereich von außen gut gegriffen werden
kann. Im Fall der innenseitigen Befestigung kann der Schlitz und bevorzugt auch der
an der Innenseite angebrachte Befestigungsbereich mit einem innenseitig angebrachten
Abdeckblatt abgedichtet sein. Der Befestigungsbereich wie auch das Abdeckblatt können
zwischen der Innenseite und einem Element des Wiederverschlusses angeordnet sein.
Der Befestigungsbereich kann unmittelbar benachbart zu dem Öffnungsbereich an jener
Stelle der Seitenfalte angreifen, an der jener Teil des Wiederverschlusses befestigt
ist, der mit dem anderen Teil des Wiederverschlusses zusammenwirkt, der an der Verschließlasche
befestigt ist.
[0014] Als Folie kann eine einlagige Folie oder eine mehrlagige Folie zum Einsatz kommen.
Eine mehrlagige Folie kann z.B. durch Kaschieren oder Koextrusion hergestellt sein.
[0015] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist auf vorteilhafte Weise erreicht, dass zum
Herstellen der Verbindung mit den Klettbändern keine andere Technologie notwendig
ist, als jene Technologie, mit der andere Verbindungen an dem Beutel realisiert werden.
Die den Beutel realisierenden Komponenten lassen sich also vollständig mit Hilfe von
Hitzeinwirkung hergestellten Versiegelungen von siegelfähigen Kunststoffschichten
verbinden. Zudem ist eine durch die Anwendung von Klebstoff oft auftretende Verunreinigung
des Randes der Schütte, wo sich körniges oder pulverförmiges Packgut an Klebstoffrückständen
ansammeln kann, vollständig vermieden.
[0016] Zum Zeitpunkt des Anbringens des zweiten Klettbandes an jener Seite der Verschließlasche,
die dazu bestimmt ist, der Innenseite der Seitenfalte des fertig gestellten Beutels
zugewandt zu sein, ist die Verschließlasche noch nicht mit der Innenseite der Seitenfalte
verbunden. Daher kann die Herstellung der jeweiligen Verbindung mit dem ersten Klettband
und mit dem zweiten Klettband völlig ungestört voneinander erfolgen. Das Anbringen
des ersten und des zweiten Klettbandes kann zeitgleich, also z.B. im Register bzw.
in synchronen Arbeitstakten zueinander erfolgen. Dies ist dann von Vorteil, wenn das
Anbringen der beiden Klettbänder auf einer Beutelherstellungsmaschine integriert ist
oder aus anderen ökonomischen Gründen eine synchrone Aktivität bevorzugt wird. Die
beiden Herstellungsschritte des Anbringens können auch voneinander unabhängig, so
zu sagen offline erfolgen.
[0017] Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung. Dabei
kann das Verfahren auch entsprechend den abhängigen Ansprüchen zum Beutel oder umgekehrt
der Beutel entsprechend den abhängigen Ansprüchen zum Verfahren weitergebildet sein.
Vorteile, die im Zusammenhang mit einem Anspruch der einen Kategorie erörtert wurden
gelten analog auch für jene der anderen Kategorie.
[0018] Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist das erste Klettband einen ersten Klettbereich
und als eine erste Siegelzone einen den ersten Klettbereich an der einen Seite flankierenden
ersten Siegelflansch und einen den ersten Klettbereich an der anderen Seite flankierenden
zweiten Siegelflansch auf und der erste Siegelflansch und der zweite Siegelflansch
wird mit der Innenseite versiegelt. Dadurch ist sichergestellt, dass sich das erste
Klettband zuverlässig von dem zweiten Klettband ablöst, wenn die Schütte geöffnet
wird. Durch die Ansiegelung des ersten Klettbandes zu beiden Seiten des ersten Klettbereiches
ist ein Wegkippen des ersten Klettbandes von der Innenseite der Seitenfalte bei einem
Herausziehen bzw. Öffnen der Schütte zuverlässig vermieden, weil sich das erste Klettband
bei der beim Öffnen der Schütte stattfindenden Veränderung der Wölbung der Seitenfalte
nicht von der Innenseite der Seitenfalte abheben kann. Dieser Vorteil ist auch nach
mehrmaligem öffnen der Schütte gegeben, was im Gegensatz dazu bei einem angeklebten
Klettband nicht gegeben sein muss, weil sich die Haftkraft des Klebers im Unterschied
zu einer Siegelzone im Laufe der Zeit verändern kann.
[0019] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das zweite Klettband einen zweiten
Klettbereich und als die zweite Siegelzone einen den zweiten Klettbereich an der einen
Seite flankierenden dritten Siegelflansch und einen den zweiten Klettbereich an der
anderen Seite flankierenden vierten Siegelflansch auf und der dritte Siegelflansch
wird versetzt in einem Abstand zu einem ersten Ende der Verschließlasche positioniert
und dort mit der Verschließlasche versiegelt und der vierte Siegelflansch wird von
dem zweiten Klettband abgetrennt. Dadurch reicht das zweite Klettband bis an das erste
Ende der Verschließlasche. Anders als bei dem ersten Klettband besteht bei dem zweiten
Klettband nicht unmittelbar das Problem, dass sich das zweite Klettband mit seinem
in die Öffnung ragenden Ende nachhaltig von der Verschließlasche loslöst und in eine
andere Position bzw. Form klappt. Dies ist dadurch zu begründen, dass schon alleine
bedingt durch die eigene Elastizität bzw. Steifigkeit und die im Wesentlichen formgebende
Versiegelung des dritten Siegelflansches mit der Verschließlasche, welche im Wesentlich
gemäß der ursprünglichen Form der Seitenfalte nach innen gewölbt bleibt, eine gewisse
Vorspannung in der nach innen gefalteten Stellung erhalten ist. Zudem kann durch die
Wahl des Abstandes die Öffnungsweite der Schütte gestalten werden, wobei z.B. der
obere Schüttenrand nur mehr durch den über den unteren Rand der Verschließlasche (=
erstes Ende der Verschließlasche) herausragenden zweiten Klettbereich definiert ist.
Je nach gewünschter Öffnungsweite der Schütte kann der vierte Siegelflansch vollständig
oder nur ein Teil davon im Wesentlichen parallel verlaufend zu dem Verlauf des zweiten
Klettbereiches von dem zweiten Klettband abgetrennt werden. Diese Maßnahme erlaubt
letztendlich auch die effiziente und kostengünstige Nutzung eines einzigen Typs eines
kostengünstig herzustellenden Klettbandes als Ausgangspunkt für das erste Klettband
und das sich nach Bearbeitung strukturell davon unterscheidende zweite Klettband,
wobei dieser einzige Typ des Klettbandes z.B. als Rollenware bezogen werden kann.
Es wird somit der kostennachteilige Einkauf von zwei unterschiedlichen Klettbändern
bzw. Typen solcher Klettbänder vermieden.
[0020] Gemäß einem bevorzugten Verfahrensschritt wird der Abstand so gewählt, dass vor dem
Abtrennen des vierten Siegelflansches das erste Ende der Verschließlasche an einer
Trennlinie zwischen dem vierten Siegelflansch und dem zweiten Klettbereich zu liegen
kommt. Dadurch ist sichergestellt, dass z.B. eine untere Kante des zweiten Klettbereiches
und das erste Ende der Verschließlasche in einer Flucht zu liegen kommen und faktisch
die größtmögliche Öffnungsweite der Schütte erzielt wird. Zudem kann die Länge des
Kanals der Schütte auf ein Minimum eingeschränkt werden, so dass besagte Länge nur
mehr durch die Breite des zweiten Klettbereiches plus die Breite des dritten Siegelflansches
gegeben ist, wenn der obere Rand des ersten Klettbandes bündig mit der Kante der Öffnungszone
abschließt. Zudem ist die in das Innere des Beutels weisende Seite des zweiten Klettbandes
vollständig mit der Verschließlasche nach innen hin abgedeckt, so dass ein Ansammeln
von Packgut zwischen der Verschließlasche und dem zweiten Klettband zuverlässig vermieden
ist.
[0021] Die erste und die zweite Längssiegelnaht weisen eine Längssiegelnahtweite auf. Gemäß
einem weiteren Aspekt der Erfindung weist der Rand eine erste Randzone und eine daran
anschließende zweite Randzone und dritte Randzone auf und die Verschließlasche weist
eine an die Breite der Seitenfalte angepasste Breite auf, so dass die zweite Randzone
bis in einen zur Bildung einer ersten Längssiegelnaht vorgesehenen Bereich der Folie
und die dritte Randzone bis in einen zur Bildung einer zweiten Längssiegelnaht vorgesehenen
Bereich der Folie reicht. Gemäß einem weiteren Aspekt des Verfahrens weist das Verfahren
die Schritte zum Herstellen der ersten Längssiegelnaht mit eingesiegelter zweiter
Randzone und Herstellen der zweiten Längssiegelnaht mit eingesiegelter dritter Randzone
auf, wobei die Seitenfalte begrenzt durch die erste Längssiegelnaht hin zur Vorderwand
und begrenzt durch die zweite Längssiegelnaht hin zur Rückwand ist. Eine an die Breite
der Seitenfalte "angepasste Breite" soll hierbei bedeuten, dass die maximale Breite
der Verschließlasche so groß sein kann, dass die zweite und die dritte Randzone (also
die rechte und die linke Randzone) die jeweilige Längssiegelnaht - ggf. unter Aussparung
eines Knicks - bzw. Faltbereiches der Folie am äußeren Rand der Längssiegelnaht -
vollständig ausfüllt, oder dass die Breite der Verschließlasche etwas kleiner als
die zuvor erwähnte maximale Breite sein kann, so dass die dritte und die vierte Randzone
lediglich in einen Teil der jeweiligen Längssiegelnaht hinein reicht und somit die
jeweilige Längssiegelnaht von innen nach außen betrachtet nur teilweise ausfüllt.
Demzufolge kann in Abhängigkeit von der gewählten Breite der Verschließlasche die
zweite Randzone entlang der vollen Längssiegelnahtweite oder entlang eines Teils der
Längssiegelnahtweite in die erste Längssiegelnaht eingesiegelt sein und die dritte
Randzone entlang der vollen Längssiegelnahtweite oder entlang eines Teils der Längssiegelnahtweite
in die zweite Längssiegelnaht eingesiegelt sein. Wenn die jeweilige Randzone entlang
der vollen Längssiegelnahtweite eingesiegelt wird lässt sich eine besonders gute Verankerung
der Verschließlasche in der jeweiligen Längssiegelnaht erzielen, was z.B. bei einer
relativ geringen Längssiegelnahtweite günstig ist. Ist die Längssiegelnahtweite jedoch
relativ groß, kann es ausreichen, dass die jeweilige Randzone nur entlang eines Teils
der Längssiegelnahtweite in die Längssiegelnaht eingesiegelt wird, um z.B. das äußere
Erscheinungsbild der Längssiegelnaht nicht zu stark zu beeinflussen und diese zumindest
optisch möglichst schmal zu halten. Was den derart hergestellten Beutel betrifft,
ist der Vorteil erhalten, dass ein Herausklappen des oberen Teils (oberhalb des Öffnungsbereiches
in Richtung des Kopfbereiches gelegen) der Seitenfalte zuverlässig vermieden ist,
weil sich das Verschließblatt nun nicht mehr lediglich an der Innenseite der Folie
der Seitenfalte abstützt, wie dies bei dem bekannten Beutel der Fall ist, sondern
die Kraftübertragung in die Längssiegelnähte verlagert wird. Die gemäß der Form der
Seitenfalte nach innen in den Beutel gewölbte Verschließlasche, die wegen ihrer eigenen
mechanischen elastischen Eigenschaften dazu tendiert, die gewölbte Form in eine ebene
Form überzuführen, stützt sich also nicht mehr entlang ihres Randes innerhalb der
Seitenfalte selbst sondern an den viel stabiler ausgebildeten Längssiegelnähten ab.
Das Zusammenspiel zwischen den elastischen Eigenschaften der Verschließlasche und
ihrer Lagerbereiche in den beiden Längssiegelnähten erhöht die Belastbarkeit der Verschließlasche
in der nach innen gewölbten Form im Vergleich zu der konventionellen Befestigung der
Verschließlasche an der Innenseite der Seitenfalte. Zudem liegt auf vorteilhafte Weise
im gesamten Bereich der Breite der Seitenfalte an der Stelle der Verschließlasche
nun eine zweilagige Struktur bestehend aus der Folie der Seitenfalte und der Verschließlasche
vor, was zur Stabilität der nach innen zwischen die Vorder- und Rückwand gefalteten
und zwischen die Vorder- und Rückwand eingespannten Seitenfalte beiträgt. Zudem ist
auch durch diese Maßnahme der Vorteil erhalten, dass für die Befestigung der an die
erste Randzone anschließenden zweiten und dritten Randzone der Verschließlasche an
der Innenseite kein separates Siegelwerkzeug und folglich auch kein separater Arbeitsschritt
nötig ist. Vielmehr wird bei der Herstellung der Längssiegelnähte in einem einzigen
Arbeitsschritt zugleich die jeweilige Längssiegelnaht hergestellt und die Verschließlasche
in der jeweiligen Längssiegelnaht befestigt bzw. eingesiegelt. Das Herstellungsverfahren
kann somit effizienter und kostengünstiger ablaufen, als dies bei dem bekannten Verfahren
der Fall ist.
[0022] Gemäß einem bevorzugten Aspekt der Erfindung wird das erste Klettband und das zweite
Klettband mit einer Länge zugeschnitten, welche Länge dem Siegelnahtabstand zwischen
der ersten Längssiegelnaht von der zweiten Längssiegelnaht entspricht. Dieser Siegelnahtabstand
wird quer (90°) zur Längsrichtung gemessen und gibt den Abstand zwischen den beiden
Siegelnähten voneinander an. Bei einer solchen Konfiguration der Klettbänder lässt
sich die maximale Breite der Schütte realisieren. Es kann auch auf eine die Ränder
(linker und rechter Rand) der Klettbänder abschließende oder verschließende zusätzliche
Siegelnaht verzichtet werden, weil die Funktion einer solchen Siegelnaht bereits durch
die erste und die zweite Längssiegelnaht erfüllt wird, die sich an die linken und
rechten Enden der Klettbänder anschmiegt.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung erfolgt das Positionieren der Verschließlasche
oder ein Anpassen der Länge der Verschließlasche so, dass die Verschließlasche mit
ihrer dem zu erzeugenden Kopfbereich des Beutels zugewandten ersten Randzone bis in
einen zur Bildung einer Kopfsiegelnaht zwecks Verschluss des Kopfbereiches vorgesehenen
Bereich der Folie reicht, und wobei ein Verschließen des Kopfbereiches durch ein Herstellen
einer Kopfsiegelnaht mit Einsiegeln der ersten Randzone erfolgt. Bei dem fertigen
Beutel ist somit der Kopfbereich mit einer Kopfsiegelnaht verschlossen und die erste
Randzone ist in die Kopfsiegelnaht eingesiegelt. Der Beutel kann bereits bei einer
Fertigung kopfseitig verschlossen werden oder kopfseitig offen ausgeliefert werden.
Dieser Verfahrensschritt kann z.B. bei einem Beutelhersteller durchgeführt werden.
Er kann aber auch bei einem Abfüller durchgeführt werden, der den vorkonfektionierten
kopfseitig offenen Beutel mit Packgut befüllt und ihn danach mit der Kopfsiegelnaht
verschließt. Damit ist der Vorteil erreicht, dass nicht nur für die Befestigung der
zweiten und der dritten Randzone sondern auch für den oberen, kopfseitigen Rand der
Verschließlasche kein separates Werkzeug und folglich auch kein separater Arbeitsschritt
nötig ist. Das Herstellungsverfahren kann somit effizienter und kostengünstiger erfolgen,
als dies bei dem bekannten Verfahren der Fall ist, wodurch auch die Herstellungskosten
des Beutels günstig beeinflusst werden. Zudem ist auch eine bessere Nutzung des verfügbaren
gesamten Beutelvolumens und somit letztendlich auch eine effizientere Verwendung der
Folie gegeben, weil durch die Integration des oberen Randes (erste Randzone) der Verschließlasche
in die Kopfsiegelnaht erstmals ermöglicht ist, dass der Öffnungsbereich oder die Öffnung
möglichst nahe an die Kopfsiegelnaht herangebracht werden kann. Somit lässt sich trotz
dicht verschlossener Kopfsiegelnaht die Schütte nahe bei der Kopfsiegelnaht oder unmittelbar
benachbart zu der Kopfsiegelnaht öffnen. Dies ist nur deshalb möglich, weil auf eine
separate Siegelnaht zwischen der Kopfsiegelnaht und dem Öffnungsbereich zum Befestigen
des oberen Randes (erste Randzone) der Verschließlasche verzichtet wird. Durch diese
Maßnahme ist auch die Nutzung der Folie bei einer Herstellung des Beutels optimiert,
weil auf ein de facto nicht nutzbares oberes Beutelvolumen oberhalb der unteren Kante
(zum Fußbereich hin gelegen) der Verschließlasche weitgehend verzichtet werden kann.
Die bei der Beutelherstellung verwendete Folie kann somit zu einem größeren Teil zur
Herstellung eines nutzbaren unteren Beutelvolumens verwendet werden, was letztendlich
einer effizienteren Foliennutzung entspricht. Der Beutel kann letztendlich kleiner
gestaltet werden oder anders betrachtet kann bei gegebenem nutzbarem Beutelvolumen
Folienmaterial eingespart werden. Das im Verhältnis zum bekannten Beutel reduzierte
obere Beutelvolumen wirkt sich zusätzlich noch günstig auf das Problem des beim bekannten
Beutel beobachteten Herausklappens des oberhalb des Öffnungsbereiches gelegen Teils
der Seitenfalte aus. Ein verringertes oberes Beutelvolumen bedeutet letztendlich auch
einen geringeren maximalen Druck auf die Verschließlasche vom Inneren des Beutels
her.
[0024] Die Kopfsiegelnaht weist eine Kopfsiegelnahtweite auf. Ähnlich wie bei den beiden
Längssiegelnähten kann es von Vorteil sein, wenn die erste Randzone entlang der vollen
Kopfsiegelnahtweite oder entlang eines Teils der Kopfsiegelnahtweite in die Kopfsiegelnaht
eingesiegelt ist. Auch hier treffen die in Bezug auf die Längsiegelnaht erörterten
Überlegungen im übertragenen Sinn hinsichtlich Verankerung in der Kopfsiegelnaht und
äußeres Erscheinungsbild der Kopfsiegelnaht zu.
[0025] Der Öffnungsbereich bzw. die Öffnung oder letztendlich ein oberer Rand der Schütte
kann zumindest innerhalb eines durch die Größe der Verschließlasche bzw. ihre Länge
gemessen in Längsrichtung definierten Bereiches in einem frei wählbaren Abstand benachbart
zu der Kopfsiegelnaht lokalisiert sein. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist der Öffnungsbereich bzw. die Öffnung bzw. der obere Rand der Schütte direkt benachbart
zu der Kopfsiegelnaht angeordnet. Dies bedeutet, dass der obere Rand der Schütte entweder
beabstandet um eine aus der Seitenfalte heraustrennbare Lasche oder direkt unterhalb
der Kopfsiegelnaht angeordnet sein kann. In beiden Fällen ist der Vorteil erhalten,
dass das obere, nicht nutzbare Beutelvolumen (oberhalb der unteren Kante der Verschließlasche)
so gering wie möglich gehalten werden kann. Direkt benachbart zu der Kopfsiegelnaht
soll hier bedeuten in einem Bereich von 0 bis 5 cm, bevorzugt in einem Bereich von
0,5 bis 2 cm.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung erfolgt das Herstellen der Kopfsiegelnaht
nach dem Erzeugen der ersten und der zweiten Längssiegelnaht. Dadurch ist sichergestellt,
dass zunächst der Wiederverschluss auf der Innenseite der flach ausgebreiteten Folie
positioniert werden kann, danach eine Schlauchbildung und Herstellung der Längssiegelnähte
mit eingesiegelter zweiter und dritter Randzone des Verschließblattes sowie Strukturierung
der Seitenfalten erfolgen kann und danach erst der Beutel kopfseitig verschlossen
wird.
[0027] Sowohl für die Längssiegelnähte als auch für die Kopfsiegelnaht gilt, dass ihre Herstellung
mit Hilfe von Paaren von Siegelbacken erfolgt, die erwärmt sind und mit zwischen ihnen
liegenden Abschnitten der Folie aneinander gepresst werden.
[0028] Die Klettbereiche der beiden Klettbänder können identisch ausgebildet oder unterschiedlich
ausgebildet sein.
[0029] Die jeweilige Seitenfalte kann entlang der gesamten Länge des Beutels ausgebildet
sein oder nur entlang eines Bereiches unterhalb der Kopfsiegelnaht.
FIGURENKURZBESCHREIBUNG
[0030] Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand
von einem Ausführungsbeispiel noch einmal näher erläutert, auf welches die Erfindung
jedoch nicht beschränkt ist. Dabei sind in den verschiedenen Figuren gleiche Komponenten
mit identischen Bezugsziffern versehen. Es zeigen auf schematische Weise:
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht einen erfindungsgemäßen Beutel mit einem Detailbereich;
- Fig. 2
- eine Ansicht des Detailbereiches gemäß der Fig. 1 mit einer ersten Schnittlinie entlang
einer Kopfsiegelnaht;
- Fig. 3
- eine Detailansicht entlang der ersten Schnittlinie durch die Kopfsiegelnaht;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt einer bei einem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeiteten Folie mit
einer zweiten Schnittlinie;
- Fig. 5
- eine Detailansicht entlang der zweiten Schnittlinie;
- Fig. 6
- eine Ansicht gemäß der Fig. 2 mit geöffneter Schütte;
- Fig. 7
- eine Detailansicht entlang einer Schnittlinie durch eine in der Fig. 2 dargestellte
zweite Längssiegelnaht;
- Fig. 8
- eine Detailansicht entlang einer Schnittlinie durch eine in der Fig. 2 dargestellte
erste Längssiegelnaht;
- Fig. 9
- einen Schnitt entlang einer ersten Faltlinie einer Seitenfalte in dem Detailbereich
gemäß der Fig. 2;
- Fig. 10
- einen Verfahrensschritt bei der Herstellung des Beutels gemäß der Fig. 1;
- Fig. 11
- einen weiteren Verfahrensschritt;
- Fig. 12
- einen weiteren Verfahrensschritt betreffend eine Verschließlasche;
- Fig. 13
- die fertige Verschließlasche;
- Fig. 14
- auf analoge Weise wie die Fig. 1 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Beutels.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0031] In der Fig. 1 ist ein Beutel 1 dargestellt, der als Seitenfaltenbeutel ausgebildet
ist und der aus einer flexiblen Folie 2 aus Kunststoff gefertigt ist, welche die Wand
des Beutels 1 bildet. Auch wenn nicht im Detail dargestellt, weist die Folie 2 mehrere
Lagen auf, wobei zumindest eine Außenseite 10 (oder Außenwand bzw. Außenlage der Folie
2 genannt) und eine siegelfähige Innenseite 16 (oder Innenwand bzw. Innenlage der
Folie 2 genannt) (siehe z.B. Fig. 3 oder 4 und 5) existieren. Der in der Fig. 1 dargestellte
Beutel 1 weist eine Vorderwand 3 und eine Rückwand 4 und einen Kopfbereich 5, der
entlang seiner gesamten Breite mit einer Kopfsiegelnaht 6 verschlossen ist, und einen
Fußbereich 7, der entlang seiner gesamten Breite mit einer Fußsiegelnaht 8 verschlossen
ist, und eine in Längsrichtung zwischen dem Kopfbereich und dem Fußbereich verlaufende
die Vorderwand 3 mit der Rückwand 4 verbindende erste Seitenfalte 9 auf. Zudem weist
der Beutel 1 eine zweite, jedoch in der Perspektive der Fig. 1 nicht sichtbare und
daher nur angedeutete zweite Seitenfalte 26 auf. Die erste Seitenfalte 9 ist durch
eine erste Längssiegelnaht 35 hin zur Vorderwand 3 und durch eine zweite Längssiegelnaht
36 hin zur Rückwand 4 begrenzt. Die zweite Seitenfalte 26 ist durch eine dritte Längssiegelnaht
37 hin zur Vorderwand 3 und durch eine vierte Längssiegelnaht 38 hin zur Rückwand
4 begrenzt. Auf die zweite Seitenfalte 26 wird nachfolgend nicht weiter eingegangen,
weil die Erfindung anhand der ersten Seitenfalte 9 erörtert wird. Das jeweilige Ende
jeder Seitenfalte ist sowohl kopfseitig im Bereich der Kopfsiegelnaht 6 als auch fußseitig
im Bereich der Fußsiegelnaht 8 mit sich selbst versiegelt, um die dargestellte Form
des Beutels 1 zu erhalten. Der Beutel 1 kann kopfseitig verschlossen und fußseitig
geöffnet oder kopfseitig geöffnet und fußseitig verschlossen vorgefertigt werden.
Der einseitig offene Beutel wird dann an einen Abfüller ausgeliefert, dort je nach
Sachlage durch den noch offenen Kopfbereich 5 oder Fußbereich 7 mit Packgut befüllt
und dann durch die jeweilige Siegelnaht 6 oder 8 verschlossen.
[0032] Fig. 2 stellt einen in der Fig. 1 eingegrenzten Detailbereich A des oberen Abschnittes
der ersten Seitenfalte 9 darstellt. Alle Längssiegelnähte 35 bis 38 weisen eine Längsiegelnahtweite
LSW gemessen in Querrichtung zur Längsrichtung der Seitenfalte 9 auf. Gemessen in
Bezug auf eine äußere Kante der Längssiegelnähte 35 oder 36 weist die vollständig
geschlossene Seitenfalte 9 eine Seitenfaltentiefe GD auf, die in Fig. 3 eingetragen
ist. In der Fig. 2 ist weiterhin eine Kopfsiegelnahtweite HSW eingetragen, die in
Längsrichtung der Seitenfalte 9 gemessen wird.
[0033] Die erste Seitenfalte 9 weist einen Öffnungsbereich 11 mit einem an der Innenseite
16 angebrachten Wiederverschluss 12 (nicht von außen sichtbar) auf. Der Wiederverschluss
12 dient zum Bilden einer wiederverschliessbaren Schütte 24 (siehe Fig. 6).
[0034] Der Wiederverschluss 12 weist eine den Öffnungsbereich 11 sowie an diesen angrenzende
Randbereiche überdeckende Verschließlasche 17 auf. Details zur Verschließlasche 17,
ihre Positionierung und ihr Zusammenwirken mit anderen Komponenten sind in den Fig.
3, 4 und 5 dargestellt. Die Verschließlasche 17 ist längs ihres Randes 18 unter Aussparung
eines zusammenhängenden Bereiches 19 an der Innenseite 16 der ersten Seitenfalte 9
festgelegt. Der Rand 18 begrenzt eine erste Randzone 32, die sich im Wesentlichen
parallel zur Kopfsiegelnaht 6 erstreckt, eine zweite Randzone 33 und eine dritte Randzone
34, wobei sich die zweite und die dritte Randzone 33 und 34 im Wesentlichen parallel
zur Längsrichtung anschließend and die erste Randzone 32 von der ersten Randzone 32
weg in Richtung des Fußbereiches 7 erstreckt. Die Randzonen 32 bis 34 sind in der
Figur 4 schraffiert dargestellt.
[0035] In dem zusammenhängenden Bereich 19 ist ein Verschlussteil 20 angeordnet, worauf
nachfolgend noch eingegangen wird.
[0036] Die Verschließlasche 17 weist eine Breite auf die, angepasst an die Breite der Seitenfalte
9, in vorliegenden Fall geringfügig schmäler (ca. 1 mm) ist als die Breite der Seitenfalte
9. Die Verschließlasche 17 besteht zumindest an beiden Seiten (Vorder- und Rückseite
der Verschließlasche 17) vollflächig aus einem siegelfähigen Material und ist somit
beidseitig siegelfähig. Bei dem Festlegen der Verschließlasche 17 wird so verfahren,
dass die erste Randzone 32 in die Kopfsiegelnaht 6 eingesiegelt ist, was in der Schnittdarstellung
der Fig. 3 visualisiert ist. Zudem ist die dritte Randzone 33 in die erste Längssiegelnaht
35 eingesiegelt, was in einer Schnittdarstellung der Fig. 8 entlang einer in der Fig.
2 dargestellten Schnittlinie E-E visualisiert ist, und die dritte Randzone 34 in die
zweite Längssiegelnaht 36 eingesiegelt, was in einer Schnittdarstellung der Fig. 7
entlang einer in der Fig. 2 dargestellten Schnittlinie D-D visualisiert ist.
[0037] Die erste Seitenfalte 9 weist zudem an der ersten Seitenfalte 9 benachbart zu dem
Öffnungsbereich 11 angeordnete Betätigungsmittel 13 zum Betätigen des Wiederverschlusses
12 und folglich auch zum Betätigen der Schütte 24 auf (siehe Fig. 1). Die Betätigungsmittel
13 weisen einen Griffbereich 14 zum Angreifen mit den Fingern der Hand eines Benutzers
(nicht dargestellt) und einen Befestigungsbereich 15 zum Befestigen des Griffbereiches
14 an der Außenseite 10 der Seitenfalte 9 auf, wobei der Griffbereich 14 im vorliegenden
Fall mit Hilfe von Klebstoff (nicht dargestellt) an der Außenseite 10 befestigt ist
(Fig. 1, Fig. 2, Fig. 3). Fig. 2 zeigt die geschlossene Schütte 24 mit dem Wiederverschluss
12 im geschlossenen Zustand. Fig. 6 zeigt den Wiederverschluss 12 und die Schütte
24 im geöffneten Zustand.
[0038] Der Griffbereich 14 ist quer zur Längsrichtung orientiert und zentral zur Seitenfalte
9 positioniert. Die Seitenfalte 9 weist eine in Längsrichtung verlaufende zentrale
Faltlinie 25 auf und der Griffbereich 14 ist entsprechend der Faltlinie 25 gefaltet.
Auch der Befestigungsbereich 15 ist auf analoge Weise wie der Griffbereich 14 orientiert
und gefaltet und näher an dem Öffnungsbereich 11 bzw. der Öffnung 23 angeordnet als
der Griffbereich 14. Mit Hilfe des so weit als möglich an den Rand der Öffnung 23
heranreichenden Befestigungsbereiches 15 ist erreicht, dass sich die Schütte 24 so
weit wie möglich öffnen lässt und beim Verschließen der Schütte 24 die Druckkraft
auf die Schütte 24 im Bereich des Zentrums des Wiederverschlusses 12 ihre volle Wirkung
entfaltet, so dass sich der Wiederverschluss 12 im Bereich des Knicks der Seitenfalte
9, also im Bereich der zentralen Faltlinie 25, sauber verschließen lässt und dort
keine ungewünscht offenen Bereiche oder Kanäle entstehen.
[0039] Der Beutel 1 weist zudem als Verschlussteil 20 ein erstes Klettband 39 als auch ein
damit zusammenwirkendes zweites Klettband 43 auf. Die beiden Klettbänder 39 und 43
sind in der Fig. 9 dargestellt, die einen Schnitt entlang der ersten Faltlinie 25
zeigen. Das erste Klettband weist einen ersten Klettbereich 40 auf und das zweite
Klettband weist einen zweiten Klettbereich 44 auf. Das erste Klettband 39 weist als
eine erste Siegelzone 48 einen den ersten Klettbereich 40 an der einen Seite flankierenden
ersten Siegelflansch 41 und einen den ersten Klettbereich 40 an der anderen Seite
flankierenden zweiten Siegelflansch 42 auf, wobei der erste Siegelflansch 41 und der
zweite Siegelflansch 42 mit der Innenseite 16 versiegelt sind. Dabei ist der erste
Siegelflansch 41 näher an dem Öffnungsbereich gelegen als der zweite Siegelflansch
42. Das zweite Klettband 43 weist als eine zweite Siegelzone 49, die mit jener dem
ersten Klettband 39 zugewandten Seite der Verschließlasche 17 versiegelt ist, einen
den zweiten Klettbereich 44 an der einen Seite flankierenden dritten Siegelflansch
45 auf, wobei der dritte Siegelflansch 45 versetzt in einem Abstand DX (siehe Fig.
12 und 13) zu einem ersten Ende 50 (unteres Ende) der Verschließlasche 17 positioniert
und dort mit der Verschließlasche 17 versiegelt ist. wobei der Abstand DX der Breite
des zweiten Klettbereiches 44 entspricht. Der zweite Klettbereich 44 beginnt also
genau an dem ersten Ende 50, also an der dem Fußende zugewandten Kante der Verschließlasche
17. Ein zweites Ende 51 der Verschließlasche 17 begrenzt die Verschließlasche 17 nach
oben hin.
[0040] In der Fig. 4 ist zu sehen, dass das erste und das zweite Klettband 39 und 43 gleiche
Länge und gleiche Breite aufweisen, weil sie deckungsgleich dargestellt sind. Das
erste und das zweite Klettband 39 und 43 weisen eine Länge auf, die dem Siegelnahtabstand
SX zwischen der ersten Längssiegelnaht 35 von der zweiten Längssiegelnaht 36 entspricht,
so dass sie bündig mit den beiden Siegelnähten abschließen.
[0041] Bei der Herstellung des Beutels 1 wird nach einem erfindungsgemäßen Verfahren vorgegangen.
Zunächst wird (siehe Fig. 4) die Folie 2 in Form eines Folienstreifens zugeführt,
so wie dies durch den in der Figur 3 dargestellten Pfeil 30 angedeutet ist. Die Folie
2 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Fig. 4 mit Hilfe einer Reihe von Markierungslinien
M
i (mit i=1 bis 16), die an der tatsächlich verarbeiteten Folie 2 selbstverständlich
nicht vorhanden sind, in die den Beutel 1 bildenden Bereiche strukturiert. Grundsätzlich
wird der Beutel 1 durch Schlauchbildung hergestellt, wobei ein rechter Folienrand
31 auf den linken Folienrand 47 des Folienstreifens umgeschlagen wird, so dass dort
mit dem Bezugszeichen 38 begrenzte Zonen der Innenseite 16 aufeinander zu liegen kommen.
Durch Hitzeeinwirkung entlang dieser Zonen wird die vierte Längssiegelnaht 38 erzeugt,
die den Beutel 1 längsseitig abdichtet.
[0042] Ebenso sind mit Hilfe der Markierungslinien M
i jene Bereiche eingegrenzt, die zur Bildung der anderen drei Längssiegelnähte 35,
36, und 37 bestimmt sind. Markierungslinien M9, M10 und M11, die mit einem einzigen
Punkt unterbrochen sind, zeigen Faltkanten an, an denen die Innenseite 16 der Folie
2 gegeneinander gefaltet wird, wonach die drei Längssiegelnähte 35, 36 und 37 durch
Hitzeeinwirkung erzeugt werden. Markierungslinien M12 und M13, die durch zwei Punkte
unterbrochen sind, zeigen die Position der ersten Faltlinie 25 der ersten Seitenfalte
9 und die Position einer zweiten Faltlinie 29 der zweiten Seitenfalte 26 an. Quer
zu den für die Längssiegelnähte 35 bis 38 bestimmten Zonen der Folie 2 verlaufen jene
für die Fußsiegelnaht 8 (zwischen M15 und M16 für den vorangehenden Beutel 1) und
die Kopfsiegelnaht 6 (zwischen M14 und M16 für den momentan in Bearbeitung befindlichen
Beutel 1) bestimmten Zonen, wobei nach erfolgter Schlauchbildung und Ausbildung der
Seitenfalten 9 und 26 die Kopfsiegelnaht 6 hergestellt wird und der eine Beutel 1
von einem anderen benachbarten Beutel 1 entlang der Markierungslinie M16 abgetrennt
wird. Durch den noch offenen Fußbereich 7 hindurch wird der Beutel 1 mit Füllgut (nicht
dargestellt) befüllt und danach die Fußsiegelnaht 8 hergestellt.
[0043] Im Detail wird zu Beginn des Herstellungsverfahrens in der ebenen Folie 2 der Öffnungsbereich
11 z.B. durch Erzeugung einer Laserperforation in dem als erste Seitenfalte 9 bestimmten
Bereich knapp neben dem als Kopfsiegelnaht 6 bestimmten Bereich, definiert (siehe
Ergebnis visualisiert in Fig. 4). Die Laserperforation definiert eine zusammenhängende
Linie, die eine Öffnung 23 (siehe Fig. 6) zur Füllgutentnahme begrenzt. Danach wird
auf jene als Außenseite 10 bestimmte Seite der Folie 2 das Betätigungsmittel 13 durch
Verkleben des Befestigungsbereiches 15 mit der Außenseite 10 befestigt (siehe Ergebnis
visualisiert z.B. in Fig. 4). Dieser Verfahrensschritt ist in der Fig. 10 visualisiert,
wobei ein zweiter Pfeil 53 das Zuführen und Positionieren und Befestigen des Betätigungsmittels
13 an jener in die Zeichenebene hinein weisenden Seite (nach unten schauend) der Folie
2 (Außenseite 10) andeutet.
[0044] Im Herstellungsverfahren wird zunächst das erste Klettband 39 und das zweite Klettband
43 durch Abtrennen von Segmenten einer Klettbandrolle gewonnen, was nicht im Detail
dargestellt ist. Die beiden Klettbänder 39 und 43 werden dabei in einer Länge zugeschnitten,
die gleich dem Siegelnahtabstand SX (siehe Fig. 4) ist.
[0045] Zudem wird im Herstellungsverfahren das erste Klettband 39 mit dem ersten und dem
zweiten Siegelflanschen 41 und 42 an der Innenseite 16 der Folie 2 in dem zur Bildung
der Seitenfalte 9 vorgesehenen Bereich der Folie 2 benachbart zu dem Öffnungsbereich
11, der ebenfalls innerhalb des zur Bildung der Seitenfalte 9 vorgesehenen Bereiches
der Folie (2) definiert ist, angesiegelt (siehe Ergebnis visualisiert in Fig. 4 und
5). Das erste Klettband 39 wird dabei quer zu der durch den Pfeil 30 angedeuteten
Richtung zugeführt und positioniert. Der erste Klettbereich 40 wird somit quer zur
Längsrichtung orientiert, wobei in Bezug auf den ersten Klettbereich 40 der erste
Siegelflansch 41 parallel dazu in Richtung des Kopfbereiches 5 versetzt und der zweite
Siegelflansch 42 parallel dazu in Richtung des Fußbereiches 7 versetzt verläuft. Dieser
Verfahrenschritt ist in der Fig. 11 visualisiert, wobei ein dritter Pfeil 54 das Zuführen
und Positionieren und Befestigen des ersten Klettbands 39 an jener aus der Zeichenebene
heraus weisenden Seite der Folie 2 (Innenseite 16) andeutet.
[0046] Unabhängig von der Folie 2 wird das zweite Verschlusselement 28 mit dem dritten Siegelflanschen
45 an jener Seite der Verschließlasche 17, die im fertig gestellten Beutel in Richtung
des ersten Klettbandes 40 gewandt ist, mit der Verschließlasche 17 versiegelt. Dabei
wird der dritte Siegelflansch 45 um den Abstand DX zu dem ersten Ende 50 der Verschließlasche
17 positioniert, wobei der Abstand DX so gewählt wird, dass das erste Ende 50 an einer
Trennlinie 52 zwischen dem vierten Siegelflansch 46 und dem zweiten Klettband 44 liegt.
Der vierte Siegelflansch überragt also das erste Ende 50 und ist nicht mit der Verschließlasche
17 versiegelt. Dieser Verfahrenschritt ist in der Fig. 12 visualisiert, wobei ein
vierter Pfeil 55 das Zuführen und Positionieren und Befestigen des zweiten Klettbands
43 an jener aus der Zeichenebene heraus weisenden Seite der Verschließlasche 17 (in
der Fig. 4 in die Zeichenebene hinein weisende Seite der Verschließlasche 17, also
dem ersten Klettband 39 zugewandt) andeutet. Von dem derart an der Verschließlasche
17 befestigten zweiten Klettband 43 wird der vierte Siegelflansch 46 entlang der Trennlinie
52 abgetrennt. Das Abtrennen erfolgt mit einem automatischen Messer (nicht dargestellt).
Das Ergebnis dieses Verfahrensschrittes ist in der Fig. 13 visualisiert.
[0047] Die Verschließlasche 17 mit dem daran befestigten zweiten Klettband 43 wird sodann
quer zu der durch den Pfeil 30 angedeuteten Richtung zu der Folie 2 zugeführt. Danach
wird gemäß dem Herstellungsverfahren die Verschließlasche 17 zwecks Bildung eines
Wiederverschlusses 12 derart innerhalb des zur Bildung der Seitenfalte 9 vorgesehenen
Bereiches der Folie 2 an der Innenseite 16 positioniert, dass die Verschließlasche
17 den Öffnungsbereich 11 sowie daran angrenzende Randbereiche überdeckt und längs
ihres Randes 18 unter Aussparung des zusammenhängenden Bereiches 19, in dem sowohl
das erste Klettband 39 als auch das zweite Klettband 43 angeordnet ist, an der Innenseite
16 festlegbar ist. Die Verschließlasche 17 wird durch ein Aneinanderpressen der beiden
Klettbereiche 40 und 44 an ihrer planmäßigen Position den Öffnungsbereich 11 von der
Innenseite 16 her abdeckend fixiert, wobei die beiden Klettbereiche 40 und 44 deckungsgleich
zueinander positioniert und in Eingriff gebracht werden. Gemäß der Orientierung des
ersten Klettbereiches 40 wird also auch der zweite Klettbereich 44 quer zur Längsrichtung
orientiert, wobei in Bezug auf den zweiten Klettbereich 44 der dritte Siegelflansch
45 parallel dazu in Richtung des Kopfbereiches 5 versetzt verläuft. Das Ergebnis dieses
Verfahrensschrittes ist in der Fig. 4 visualisiert, wobei in Blickrichtung auf die
Zeichenebene die Verschließlasche 17 einen Bereich der Folie 2 verdeckt.
[0048] Die Länge der Verschließlasche 17 gemessen in der Längsrichtung ist so bemessen,
dass sie etwa bis zur Hälfte der Kopfsiegelnahtweite HSW reicht (siehe Fig. 5).
[0049] Der erste Siegelflansch 41 und der dritte Siegelflansch 45 sind im Abstand von einigen
Millimetern zu dem Öffnungsbereich 11 in Richtung des Fußbereiches 7 versetzt lokalisiert.
[0050] Im weiteren Verfahren wird nun besagte Faltung der Folie 2 entlang der mit Punkten
unterbrochenen Markierungslinie M9, M10, M11 durchgeführt, wobei die Verschließlasche
17 an ihrer zweiten und dritten Randzone 33 und 34 zwischen Bereichen der Innenseite
16 eingeschlagen wird. Danach werden durch Hitzeeinwirkung die erste und die zweite
Längssiegelnaht 35 und 36 in diesem Bereich erzeugt, wobei zugleich eine Einsiegelung
der zweiten und dritten Randzone 33 und 34 in die jeweilige Längssiegelnaht 35 bzw.
36 erfolgt (siehe Ergebnis visualisiert in Fig. 2 und 3).
[0051] Nachdem in Längsrichtung zu erfolgende Siegelmaßnahmen abgeschlossen wurden, wird
die Fußsiegelnaht 8 hergestellt und der vorkonfektionierte fußseitig verschlossene
Beutel 1 zur Befüllung an einen Abfüller von Packgut ausgeliefert. Dort wird nach
seiner Befüllung mit Packgut die Kopfsiegelnaht 6 durch Zusammenpressen des Kopfbereiches
5 und Hitzeeinwirkung erzeugt, wobei zugleich eine Einsiegelung der ersten Randzone
32 in die Kopfsiegelnaht 6 erfolgt, so wie dies in der Fig. 3 dargestellt ist.
[0052] Der so hergestellte Beutel 1 erlaubt die Positionierung der Schütte 24 in unmittelbarer
Nähe zu der durchgängig verschlossenen Kopfsiegelnaht 6, so wie dies in der Fig. 6
dargestellt ist. Dort ist eine geöffnete Schütte 24 zu sehen, die durch ein Anziehen
an dem Griffbereich 14 geöffnet wurde. Dabei wurde zunächst die Folie der ersten Seitenfalte
9 entlang der Laserperforation des Öffnungsbereiches 11 aufgerissen. Nach vollständiger
Entfernung der Folie 2 aus dem Öffnungsbereich 11 und weiterem Anziehen an dem Griffbereich
14 ist die Öffnung 23 erhalten.
[0053] Im Inneren des Beutels 1 trennen sich im Verlauf des Öffnens der Schütte 24 die beiden
Klettbereiche 40 und 44 voneinander, weil das erste Klettband 39 mit Hilfe der Betätigungsmittel
13 aus der Zeichenebene herausgezogen wird, wo hingegen das zweite Klettband 43 im
Wesentlichen an seiner Position gehalten wird, weil es an der Verschließlasche 17
angebracht ist, die entlang ihres zweiten und dritten Randteils 33 und 34 in die Längssiegelnähte
35 und 36 eingesiegelt ist und dort gegenüber den Längssiegelnähten 35 und 36 unverrückbar
gelagert ist und zugleich an ihrem ersten Randteil 32 in der Kopfsiegelnaht 6 eingesiegelt
ist und auch dort unverrückbar gelagert ist. Dadurch ist die Verschließlasche 17 in
Form einer in das Innere des Beutels 1 ragenden Keilstruktur geformt, die verankert
in der Kopfsiegelnaht 6 und verbunden mit den Längssiegelnähten 35 und 36 sich nach
außen hin verspreizend zwischen der Vorder- und der Rückwand 3, 4 eingeklemmt ein
Herausklappen der Verschließlasche 17 in Richtung der sich öffnenden Schütte 24 zuverlässig
verhindert. In der vollständig geöffneten Schütte 24 ist auch ein Teil des zweiten
Klettbands 43 zu sehen.
[0054] Im Unterschied zu dem in der Fig. 1 dargestellten Beutel 1 weist der in der Fig.
10 dargestellte Beutel 1 einen flachen Fußbereich 7 auf. In dem so geformten Fußbereich
7 sind die unteren Enden der Seitenfalten nach innen gelegt und die Fußsiegelnaht
8 ist umgefaltet und durch Klebstoff an der Außenseite 10 fixiert. Ein solcher Fußbereich
ist flach ausgebildet. Bei dem hier abgebildeten Beutel 1 reicht der Rand 18 der Verschließlasche
17 bis in die beiden Längssiegelnähte 35 und 36 und auch bis in die Kopfsiegelnaht
6. Der hier beschriebene Beutel 1 wird kopfseitig offen vorgefertigt, an einen Abfüller
ausgeliefert, dort mit Packgut befüllt und dort nach seiner Befüllung durch die Kopfsiegelnaht
6 verschlossen, so dass die erste Randzone 32 in die Kopfsiegelnaht 6, die zweite
Randzone 33 in die erste Längssiegelnaht 35 und die dritte Randzone 34 in die zweite
Längssiegelnaht 36 eingesiegelt ist.
[0055] Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei den vorangehend
detailliert beschriebenen Figuren nur um ein Ausführungsbeispiel handelt, welches
vom Fachmann in verschiedenster Weise modifiziert werden kann, ohne den Bereich der
Erfindung zu verlassen. Es wird der Vollständigkeit halber auch darauf hingewiesen,
dass die Verwendung der unbestimmten Artikel "ein" bzw. "eine" nicht ausschließt,
dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können. Auch können individuell
offenbarte Merkmale mit anderen Merkmalen kombiniert werden und Proportionen der dargestellten
Merkmale variieren, ohne dass von dem Konzept der Erfindung abgewichen wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0056]
- 1
- Beutel
- 2
- Folie
- 3
- Vorderwand
- 4
- Rückwand
- 5
- Kopfbereich
- 6
- Kopfsiegelnaht
- 7
- Fußbereich
- 8
- Fußsiegelnaht
- 9
- erste Seitenfalte
- 10
- Außenseite
- 11
- Öffnungsbereich
- 12
- Wiederverschluss
- 13
- Betätigungsmittel
- 14
- Griffbereich
- 15
- Befestigungsbereich
- 16
- Innenseite
- 17
- Verschließlasche
- 18
- Rand
- 19
- zusammenhängender Bereich
- 20
- Verschlussteil
- 21
- erstes Klettband
- 22
- zweites Klettband
- 23
- Öffnung
- 24
- Schütte
- 25
- erste Faltlinie
- 26
- zweite Seitenfalte
- 27
- erstes Verschlusselement
- 28
- zweites Verschlusselement
- 29
- zweite Faltlinie
- 30
- Pfeil
- 31
- rechter Folienrand
- 32
- erste Randzone
- 33
- zweite Randzone
- 34
- dritte Randzone
- 35
- erste Längssiegelnaht
- 36
- zweite Längssiegelnaht
- 37
- dritte Längssiegelnaht
- 38
- vierte Längssiegelnaht
- 39
- erstes Klettband
- 40
- erster Klettbereich
- 41
- erster Siegelflansch
- 42
- zweiter Siegelflansch
- 43
- zweites Klettband
- 44
- zweiter Klettbereich
- 45
- dritter Siegelflansch
- 46
- vierter Siegelflansch
- 47
- linker Folienrand
- 48
- erste Siegelzone
- 49
- zweite Siegelzone
- 50
- erstes Ende
- 51
- zweites Ende
- 52
- Trennlinie
- 53
- zweiter Pfeil
- 54
- dritter Pfeil
- 55
- vierter Pfeil
- A
- Detailbereich
- LSW
- Längssiegelnahtweite
- GD
- Seitenfaltentief
- HSW
- Kopfsiegelnahtweite
- Mi
- Markierungslinien
- DX
- Abstand
- SX
- Siegelnahtabstand
1. Verfahren zum Herstellen eines Beutels (1) aus einer Folie (2) aufweisend eine als
Außenseite (10) und eine als siegelfähige Innenseite (16) des Beutels (1) bestimmte
Seite, wobei der Beutel (1) eine Vorderwand (3) und eine Rückwand (4) und einen Kopfbereich
(5) und einen Fußbereich (7) und zumindest eine in Längsrichtung zwischen dem Kopfbereich
(5) und dem Fußbereich (7) verlaufende Seitenfalte (9) aufweist, wobei das Verfahren
die folgenden Schritte aufweist, nämlich:
- Anbringen eines ersten Klettbands (39) auf der Innenseite der Folie (2) in einem
zur Bildung der Seitenfalte (9) vorgesehenen Bereich der Folie (2) benachbart zu einem
Öffnungsbereich (11), der innerhalb des zur Bildung der Seitenfalte (9) vorgesehenen
Bereiches der Folie (2) definiert ist, wobei das erste Klettband (39) eine erste Siegelzone
(48) aufweist, die mit der Innenseite (16) versiegelt wird; und
- Anbringen eines zweiten Klettbands (43) an einer Verschließlasche (17), wobei das
zweite Klettband (43) eine zweite Siegelzone (49) aufweist, die mit einer Seite der
Verschließlasche (17) versiegelt wird, und
- Positionieren der Verschließlasche (17) zwecks Bildung eines Wiederverschlusses
(12) derart innerhalb des zur Bildung der Seitenfalte (9) vorgesehenen Bereiches der
Folie (2), dass die Verschließlasche (17) den Öffnungsbereich (11) sowie daran angrenzende
Randbereiche überdeckt und längs ihres Randes (18) unter Aussparung eines zusammenhängenden
Bereiches (19), in dem sowohl das erste Klettband (39) als auch das zweite Klettband
(43) angeordnet ist, an der Innenseite (16) festlegbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das erste Klettband (39) einen ersten Klettbereich
(40) und als eine erste Siegelzone (48) einen den ersten Klettbereich (40) an der
einen Seite flankierenden ersten Siegelflansch (41) und einen den ersten Klettbereich
(39) an der anderen Seite flankierenden zweiten Siegelflansch (42) aufweist und der
erste Siegelflansch (41) und der zweite Siegelflansch (42) mit der Innenseite (16)
versiegelt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das zweite Klettband (43) einen
zweiten Klettbereich (44) und als die zweite Siegelzone (49) einen den zweiten Klettbereich
(44) an der einen Seite flankierenden dritten Siegelflansch (45) und einen den zweiten
Klettbereich (44) an der anderen Seite flankierenden vierten Siegelflansch (46) aufweist
und der dritte Siegelflansch (45) versetzt in einem Abstand (DX) zu einem ersten Ende
(50) der Verschließlasche (17) positioniert und dort mit der Verschließlasche (17)
versiegelt wird und der vierte Siegelflansch (46) von dem zweiten Klettband (43) abgetrennt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der Abstand (DX) so gewählt wird, dass vor dem Abtrennen
des vierten Siegelflansches (46) das erste Ende (50) der Verschließlasche (17) an
einer Trennlinie (52) zwischen dem vierten Siegelflansch (46) und dem zweiten Klettbereich
(44) zu liegen kommt.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 4, wobei der Rand (18) eine
erste Randzone (32) und eine daran anschließende zweite Randzone (33) und dritte Randzone
(34) aufweist und die Verschließlasche (17) eine an die Breite der Seitenfalte (9)
angepasste Breite aufweist, so dass die zweite Randzone (33) bis in einen zur Bildung
der ersten Längssiegelnaht (35) vorgesehenen Bereich der Folie (2) und die dritte
Randzone (34) bis in einen zur Bildung der zweiten Längssiegelnaht (36) vorgesehenen
Bereich der Folie (2) reicht, wobei das Verfahren aufweist ein
- Herstellen der ersten Längssiegelnaht (35) mit eingesiegelter zweiter Randzone (33),
und
- Herstellen der zweiten Längssiegelnaht (36) mit eingesiegelter dritter Randzone
(34), wobei
+ die Seitenfalte (9) begrenzt durch die erste Längssiegelnaht (35) hin zur Vorderwand
(3) und begrenzt durch eine zweite Längssiegelnaht (36) hin zur Rückwand (4) ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das erste Klettband (39) und das zweite Klettband
(43) mit einer Länge zugeschnitten werden, welche Länge dem Siegelnahtabstand (SX)
zwischen der ersten Längssiegelnaht (35) von der zweiten Längssiegelnaht (36) entspricht.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Positionieren der Verschließlasche
(17) oder ein Anpassen der Länge der Verschließlasche (17) so erfolgt, dass die Verschließlasche
(17) mit ihrer dem zu erzeugenden Kopfbereich (5) des Beutels (1) zugewandten ersten
Randzone (32) bis in einen zur Bildung einer Kopfsiegelnaht (6) zwecks Verschluss
des Kopfbereiches (5) vorgesehenen Bereich der Folie (2) reicht, und wobei ein Verschließen
des Kopfbereiches (5) durch ein Herstellen einer Kopfsiegelnaht (6) mit Einsiegeln
der ersten Randzone (32) erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Herstellen der Kopfsiegelnaht (6) nach dem Erzeugen
der ersten und der zweiten Längssiegelnaht (35,36) erfolgt.
9. Beutel (1), der aus einer Folie (2) aufweisend eine Außenseite (10) und eine siegelfähige
Innenseite (16) gefertigt ist, und eine Vorderwand (3) und eine Rückwand (4) und einen
Kopfbereich (5) und einen Fußbereich (7) und zumindest eine in Längsrichtung zwischen
dem Kopfbereich (5) und dem Fußbereich (7) verlaufende Seitenfalte (9) aufweist, wobei
die Seitenfalte (9):
- einen Öffnungsbereich (11) aufweist, und
- einen an der Innenseite (16) angebrachten Wiederverschluss (12) aufweist, wobei
+ der Wiederverschluss (12) eine den Öffnungsbereich (11) sowie daran angrenzende
Randbereiche überdeckende Verschließlasche (17) aufweist, wobei
+ die Verschließlasche (17) längs ihres Randes (18) unter Aussparung eines zusammenhängenden
Bereiches (19), in dem sowohl ein erstes Klettband (39) als auch ein damit zusammenwirkendes
zweites Klettband (43) angeordnet ist, an der Innenseite (16) festgelegt ist, wobei
+ das erste Klettband (39) eine erste Siegelzone (48) aufweist, die mit der Innenseite
(16) versiegelt ist, und
+ wobei das zweite Klettband (43) eine zweite Siegelzone (49) aufweist, die mit jener
dem ersten Klettband (39) zugewandten Seite des Verschließblattes (17) versiegelt
ist.
10. Beutel (1) nach Anspruch 9, wobei das erste Klettband (39) einen ersten Klettbereich
(40) und als eine erste Siegelzone (48) einen den ersten Klettbereich (40) an der
einen Seite flankierenden ersten Siegelflansch (41) und einen den ersten Klettbereich
(40) an der anderen Seite flankierenden zweiten Siegelflansch (42) aufweist und der
erste Siegelflansch (41) und der zweite Siegelflansch (42) mit der Innenseite (16)
versiegelt sind.
11. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei das zweite Klettband (39) einen
zweiten Klettbereich (44) und als die zweite Siegelzone (49) einen den zweiten Klettbereich
(44) an der einen Seite flankierenden dritten Siegelflansch (45) aufweist und der
dritte Siegelflansch (45) versetzt in einem Abstand (DX) zu einem ersten Ende (50)
der Verschließlasche positioniert und dort mit der Verschließlasche (17) versiegelt
ist.
12. Beutel (1) nach Anspruch 11, wobei der Abstand (DX) der Breite des zweiten Klettbereiches
(44) entspricht.
13. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei die Seitenfalte (9) begrenzt durch
eine erste Längssiegelnaht (35) hin zur Vorderwand (3) und begrenzt durch eine zweite
Längssiegelnaht (36) hin zur Rückwand (4) ist und die Verschließlasche (17) eine an
die Breite der Seitenfalte (9) angepasste Breite aufweist und längs ihres Randes (18),
der eine erste Randzone (32) und eine daran anschließende zweite Randzone (33) und
dritte Randzone (34) aufweist, unter Aussparung des zusammenhängenden Bereiches (19)
zwischen der zweiten und dritten Randzone (33, 34), an der Innenseite (16) durch die
in die erste Längssiegelnaht (35) eingesiegelte zweite Randzone (33) und die in die
zweite Längssiegelnaht (36) eingesiegelte dritte Randzone (34) festgelegt ist.
14. Beutel (1) nach Anspruch 13, wobei das erste und das zweite Klettband (39, 43) eine
Länge aufweisen, die dem Siegelnahtabstand (SX) zwischen der ersten Längssiegelnaht
(35) von der zweiten Längssiegelnaht (36) entspricht.
15. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 14, wobei der Kopfbereich (5) mit einer
Kopfsiegelnaht (6) verschlossen ist und die erste Randzone (32) in die Kopfsiegelnaht
(26) eingesiegelt ist.