TECHNISCHES FELD
[0001] Die Erfindung betrifft einen Beutel mit einer Seitenfalte.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines Beutels gemäß
dem ersten Absatz.
HINTERGRUND
[0003] Ein solcher eingangs erwähnter Beutel ist beispielsweise in der bekannt gemachten
Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2006 020 724 U1 offenbart. Der dort beschriebene Beutel weist eine zwischen einer Vorderwand und
einer Hinterwand eingelegte Seitenfalte und einen an der Innenseite angeordneten Wiederverschluss
zum Bilden einer wiederverschliessbaren Schütte in der Seitenfalte auf. Bedingt durch
den Umstand der Anordnung des Wiederverschlusses an der Innenseite der Seitenfalte
muss ein Benutzer des Beutels zum Öffnen der Schütte durch eine Öffnung in der Seitefalte
hindurch mit zumindest einem Finger oder seinem Fingernagel eingreifen, um einen Teil
der Seitenfalte unter Bildung der Schütte herauszuziehen, wobei sich der Wiederverschluss
öffnet. Damit einhergehend ist eine Verunreinigung des Fingers oder des Fingernagels
unvermeidbar, weil nach mehrmaliger Entnahme von z.B. körnigem oder pulverförmigem
Packgut, wie beispielsweise Tierfutter, Rückstände des Packguts an der Kante des Wiederverschlusses
und im Bereich der Kante der Öffnung praktisch nicht zu vermeiden sind. Gleiches gilt
auch für das Verschließen des Wiederverschlusses, bei dem auch der unmittelbar zur
Öffnung benachbarte Bereich der Seitenfalte, insbesondere der Bereich die Faltkante
aufweisend berührt werden muss, um ein kräftiges Zusammendrücken von miteinander zusammenwirkenden
Verschlusselementen des Wiederverschlusses zu erreichen, um diesen zuverlässig und
im Wesentlichen dicht zu verschließen. Zudem lässt sich die geöffnete Schütte hinsichtlich
ihrer Form nur durch ein relativ schwierig zu dosierendes Zusammendrücken der Seitenfalte
stabilisieren.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen Beutel derart weiterzuentwickeln und
ein Verfahren zu seiner Herstellung bereitzustellen, dass die vorstehend angeführten
Probleme vermieden sind.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0005] Diese Aufgabe wird zum Einen durch einen Beutel gemäß Anspruch 1 und zum Anderen
durch ein Verfahren gemäß Anspruch 14 gelöst.
[0006] Der Gegenstand der Erfindung ist daher ein Beutel, der aus einer Folie gefertigt
ist, und eine Vorderwand und eine Rückwand und einen Kopfbereich und einen Fußbereich
und zumindest eine in Längsrichtung zwischen dem Kopfbereich und dem Fußbereich verlaufende
die Vorderwand mit der Rückwand verbindende Seitenfalte aufweisend eine Außenseite
und eine Innenseite aufweist, wobei die Seitenfalte einen Öffnungsbereich mit einem
an der Innenseite angebrachten Wiederverschluss zum Bilden einer wiederverschliessbaren
Schütte aufweist und an der Seitenfalte benachbart zu dem Öffnungsbereich angeordnete
Betätigungsmittel zum Betätigen des Wiederverschlusses aufweist, wobei die Betätigungsmittel
einen Griffbereich zum Angreifen und einen Befestigungsbereich zum Befestigen des
Griffbereiches an der Seitenfalte aufweisen.
[0007] Zudem ist der Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines Beutels,
der aus einer Folie gefertigt ist, und eine Vorderwand und eine Rückwand und einen
Kopfbereich und einen Fußbereich und zumindest eine in Längsrichtung zwischen dem
Kopfbereich und dem Fußbereich verlaufende die Vorderwand mit der Rückwand verbindende
Seitenfalte aufweisend eine Außenseite und eine Innenseite aufweist, wobei das Verfahren
die folgenden Schritte aufweist, nämlich: Definieren eines Öffnungsbereiches in einem
zur Bildung der Seitenfalte vorgesehen Bereich der Folie, und Anbringen eines Wiederverschlusses
im Bereich des Öffnungsbereiches an der Innenseite der Folie in dem zur Bildung der
Seitenfalte vorgesehenen Bereich der Folie, und Anordnen von Betätigungsmitteln zum
Betätigen des Wiederverschlusses innerhalb des zur Bildung der Seitenfalte vorgesehen
Bereiches der Folie, wobei die Betätigungsmittel an der Seitenfalte benachbart zu
einem Öffnungsbereich angeordnet werden und wobei die Betätigungsmittel einen Griffbereich
zum Angreifen und einen Befestigungsbereich aufweisen, mit welchem Befestigungsbereich
der Griffbereich an der Seitenfalte befestigt wird.
[0008] Die verschiedenen Wände des Beutels können als einzelne Wandsegmente vorliegen und
durch Verkleben oder versiegeln ihrer Ränder miteinander verbunden werden. Auch sind
Extrusionsnähte möglich. Auch kann eine Folie zu einem Schlauch geformt werden und
einander berührende Ränder der Folie miteinander versiegelt werden, um den Beutel
herzustellen. Zudem kann bei einer solchen Schlauchform durch Falten der Schlauchwand
eine Seitenfalte oder zwei Seitenfalten hergestellt werden. An solchen Faltkanten
können auch die Struktur des Beutels verstärkende Längssiegelnähte ausgebildet sein.
[0009] Der Kopfbereich und / oder der Fußbereich können/kann flach geformt oder in Form
einer Finne realisiert sein.
[0010] Der Öffnungsbereich kann durch eine bereits in der Folie durch z.B. Ausstanzen eines
Folienteils vorgefertigte Öffnung oder durch einen Schnitt gebildet sein. Andererseits
kann der Öffnungsbereich auch durch einen original verschlossen Teil der Folie gebildet
sein, der erst bei einer erstmaligen Öffnung des Beutels geöffnet oder von dem Beutel
entfernt wird. Der Öffnungsbereich kann eine die Öffnung begrenzende Materialschwächung
aufweisen, welche Materialschwächung einen Bereich einer aus der Seitenfalte vollständig
oder teilweise herauslösbaren Lasche definiert, wobei nach Entfernung der Lasche eine
Schütte formbar ist. Die Materialschwächung kann durch Einwirkung eines Laserstrahls
oder durch Erzeugung einer Perforation oder einer Prägung hergestellt sein. Es kann
auch eine Kombination dieser Maßnahmen vorliegen. Die Materialschwächung kann eine
durchgängige Linie sein oder in Form einer unterbrochenen Linie vorliegen. Die Öffnung
kann jedoch auch bereits in die Folie eingearbeitet sein und es kann diese Öffnung
durch eine auf der Außenseite der Folie aufgebrachte zusätzliche Verschlusslasche
verschlossen sein, die von der Öffnung weggerissen werden muss, um sie zu öffnen.
In beiden Fällen kann ein originalverpackter Zustand erkannt werden, wenn die Öffnung
vollständig verschlossen ist, also keine Beschädigung der Lasche vorliegt. Bei dem
Verfahren zur Herstellung des Beutels kann der Öffnungsbereich vor der Verarbeitung
der Folie zu einem Beutel z.B. bei ihrer Herstellung definiert werde. Der Öffnungsbereich
kann jedoch auch im Zuge der Verarbeitung der Folie zu einem Beutel definiert werden.
[0011] Eine Schütte wird bei geöffneter Öffnung durch einen Teil der Seitenfalte benachbart
zu dem Öffnungsbereich gebildet, der von einem anderen Teil der Seitenfalte, welcher
auf der gegenüberliegenden Seite des Öffnungsbereiches liegt, weggezogen bzw. aus
dem Bereich zwischen der Vorderwand und der Rückwand herausgezogen wird.
[0012] Als Folie kann eine einlagige Folie oder eine mehrlagige Folie zum Einsatz kommen.
Eine mehrlagige Folie kann z.B. durch Kaschieren oder Koextrusion hergestellt sein.
[0013] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist auf vorteilhafte Weise erreicht, dass ein
Öffnen und Schließen der Schütte ohne einen Eingriff in die Schütte oder eine Berührung
mit der Seitenfalte im Bereich der Schütte und somit ohne Verunreinigung des Fingers
oder des Fingernagels eines Benutzers durchführbar ist. Zudem lässt sich nicht nur
ein ergonomisch bevorzugtes Öffnen des Wiederverschlusses sondern auch ein zuverlässiges
Verschließen des Wiederverschlusses erzielen. Dies ist deshalb gegeben, weil mit den
Betätigungsmitteln einer der Teile des Wiederverschlusses, der mit jenem Teil der
Seitenfalte verbunden ist, mit dem auch die Betätigungsmittel zusammenwirken, betätigt
wird und somit der nötige Druck auch in den inneren Bereichen der Seitenfalte knapp
an einer zentralen Faltlinie der Seitenfalte erzielt wird, um auch an diesem kritischen
Bereich eine schlüssige Verbindung der Elemente des Wiederverschlusses zu erzielen.
Dies hat sich insbesondere bei der Verwendung von Klettverschlüssen als vorteilhaft
erwiesen, weil diese, wenn Sie einmal an einer Stelle außerhalb der Faltkante gegeneinander
in Längsrichtung des Wiederverschlusses versetzt miteinander in Eingriff stehen, nicht
mehr entlang ihrer Längsrichtung aneinander entlang gleiten können, wie dies beispielsweise
bei einem Zipper der Fall wäre. Einmal ungünstig, weil asymmetrisch zueinander verankert,
können offene Bereiche zwischen den Klettverschlusselementen entstehen. Wird nun mit
Hilfe der erfindungsgemäßen Maßnahme zunächst ein Verschließen in der Faltkante durchgeführt,
können sich danach die daran links und rechts erstreckenden Bereiche der Elemente
des Wiederverschlusses, die ja im Wesentlichen entlang von ebenen Teilen der Seitenfalte
verlaufen, nur mehr bestimmungsgemäß miteinander verankern. Es ist also ein unerwünschter
initialer Versatz der beiden Elemente des Wiederverschlusses zuverlässig unterbunden,
wenn ein Verschließen an der Stelle des Knickes des Wiederverschlusses, sprich an
der Stelle der Faltlinie der Seitenfalte primär forciert wird, was durch die Verwendung
der Betätigungsmittel gegeben ist. Dies ist insbesondere bei einem Beutel von Vorteil,
der auch während seiner Benutzung kopfseitig verschlossen bleibt. Bei einem solchen
Beutel kann der Benutzer nämlich nicht von oben her ungehindert in die Seitenfalte
oder zwischen die dazu benachbart verlaufende Vorder- und Rückwand eingreifen oder
die korrekte Lage der Elemente des Wiederverschlusses von oben her visuell prüfen.
Auch lässt sich nun die Form und / oder die Größe bzw. Öffnungsweite der Schütte während
des Ausschüttens des Packgutes gut stabilisieren und dynamisch verändern.
[0014] Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung. Dabei
kann das Verfahren auch entsprechend den abhängigen Ansprüchen zum Beutel oder umgekehrt
der Beutel entsprechend den abhängigen Ansprüchen zum Verfahren weitergebildet sein.
Vorteile, die im Zusammenhang mit einem Anspruch der einen Kategorie erörtert wurden,
gelten anlog auch für jene der anderen Kategorie.
[0015] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn
der Wiederverschluss eine den Öffnungsbereich sowie an diese angrenzenden Randbereiche
überdeckende Verschließlasche aufweist und diese längs ihres Randes unter Aussparung
eines zusammenhängenden Bereiches an der Innenseite der einen Seitenfalte festgelegt
ist und wenn in dem zusammenhängenden Bereich sowohl ein an der Innenseite der einen
Seitenfalte festgelegtes erstes Klettband als auch ein damit zusammenwirkendes, an
der Verschließlasche festgelegtes zweites Klettband angeordnet sind. Da das an der
Innenseite der Verschließlasche befestigte zweite Klettband nicht von außen her hintergriffen
werden kann, um es gegen das erste Klettband zu drücken, ist es besonders wichtig,
dass das erste Klettband mit Hilfe der Betätigungsmittel zuverlässig an die richtige
Position geführt und dort mit ausreichend Kraft an das zweite Klettband gedrückt wird.
Die beiden Klettbänder können unterschiedlich ausgebildet sein. Bevorzugt ist das
erste und das zweite Klettband identisch ausgebildet. Bevorzugt erstreckt sich das
erste Klettband unter der Öffnung über deren gesamte Länge. Dabei ist es zweckmäßig,
dass das zweite Klettband auf der dem ersten Klettband zugewandten Seite der Verschließlasche
festgelegt ist. Um ein kontinuierliches Ausschütten von Packgut zu ermöglich, verläuft
der an der Innenseite der Seitenfalte festgelegte Rand der Verschließlasche umgekehrt
U-förmig, wobei der U-Steg in Richtung des Kopfbereiches orientiert und angeordnet
ist und die beiden sich an den U-Steg anschließenden U-Schenkel sich nach unten in
Richtung des Fußbereiches erstrecken. Das erste und das zweite Klettband erstrecken
sich dann bevorzugt zwischen den beiden U-Schenkeln des Randes der Verschließlasche.
Das erste und das zweite Klettband kann an der Innenseite der Seitenfalte bzw. an
der dem ersten Klettband zugewandten Seite der Verschließlasche durch Kleben oder
durch Versiegeln festgelegt sein, wobei im Fall der Versiegelung zwei benachbart zu
den Verschlusselementen des Klettbandes angeordnete Siegelflansche durch Versiegelung
mit der Innenseite verbunden sind.
[0016] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann der Öffnungsbereich eine die Öffnung
begrenzende Materialschwächung aufweisen, welche Materialschwächung einen Bereich
einer aus der Seitenfalte vollständig oder teilweise herauslösbaren Lasche definiert,
wobei nach Entfernen der Lasche die Schütte formbar ist. Die Materialschwächung kann
durch Einwirkung eines Laserstrahls oder durch Erzeugung einer Perforation oder einer
Prägung hergestellt sein. Es kann auch eine Kombination dieser Maßnahmen vorliegen.
Die Materialschwächung kann eine durchgängige Linie sein oder in Form einer unterbrochenen
Linie vorliegen. Die Öffnung kann jedoch auch bereits in die Folie eingearbeitet sein
und es kann diese Öffnung durch eine auf der Außenwand der Folie aufgebrachte zusätzliche
Verschlusslasche verschlossen sein, die von der Öffnung weggerissen werden muss, um
sie zu öffnen. In beiden Fällen kann ein originalverpackter Zustand erkannt werden,
wenn die Öffnung vollständig verschlossen ist, also keine Beschädigung der Lasche
vorliegt.
[0017] Gemäß einer ersten Ausbildungsform ist der Griffbereich quer zur Längsrichtung orientiert.
Bevorzugt ist der Griffbereich in Querrichtung zur Längsrichtung zentral zur Seitenfalte
positioniert. Die Seitenfalte weist eine in Längsrichtung verlaufende zentrale Faltlinie
auf und der Griffbereich ist entsprechend der Faltlinie gefaltet. Dies hat den Vorteil,
dass der Griffbereich unauffällig in der Seitenfalte integriert werden kann.
[0018] Gemäß dieser Ausbildungsform kann auch der Befestigungsbereich auf analoge Weise
wie der Griffbereich orientiert und gefaltet sein. Durch diese Maßname kann ein einteiliges,
streifenförmiges Befestigungsmittel verwendet werden. Es ist von Vorteil, wenn der
Befestigungsbereich näher an dem Öffnungsbereich angeordnet ist, als der Griffbereich,
weil dann die Krafteinwirkung in jenem Bereich entfaltet wird, in dem der Wiederverschluss
seine Verschlusselemente hat. Der Befestigungsbereich kann an der Außenseite der Seitenfalte
angeklebt oder mit dieser versiegelt sein. Üblicherweise wird jedoch die Außenseite
nicht siegelfähig sein. Ein Teil des Befestigungsbereiches kann dann durch die Öffnung
hindurch geführt und zur Innenseite hin geknickt sein und an der Innenseite der Seitenfalte
angesiegelt sein.
[0019] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der Griffbereich parallel zur Längsrichtung
orientiert und die Seitenfalte weist eine in Längsrichtung verlaufende zentrale Faltlinie
auf und das an der Seitenfalte befestigte Ende des Griffbereichs ist deckungsgleich
bzw. kongruent zur Faltlinie positioniert. Es ist somit ein Ende des Griffbereiches
leicht greifbar, weil es leicht von der Außenseite der Seitenfalte abgehoben werden
kann. Zudem ist das andere Ende des Griffbereiches genau an der Position der Faltlinie
lokalisiert und verläuft genau der Faltlinie folgend. Es kann damit die Kraftübertragung
präzise an der Stelle der Faltlinie erfolgen, was insbesondere für das präzise Ineinanderführen
jener der Faltlinie der Seitenfalte folgenden Teile der Verschlusselemente des Wiederverschlusses
wichtig ist.
[0020] Bei dieser Ausbildungsform kann der Befestigungsbereich zur linken oder zur rechten
Seite des Griffbereiches mit der Seitenfalte verbunden sein. Um jedoch eine - insbesondere
in Bezug auf die Faltlinie - symmetrische Kraftübertragung zu gewährleisten ist es
von Vorteil, dass sich der Befestigungsbereich in einen ersten Befestigungsbereich
und einen zweiten Befestigungsbereich gliedert und sich der erste Befestigungsbereich
benachbart zu dem an der Seitenfalte befestigten Ende des Griffbereichs zur Vorderwand
hin erstreckt und sich der zweite Befestigungsbereich benachbart zu dem an der Seitenfalte
befestigten Ende des Griffbereichs zu der Rückwand hin erstreckt.
[0021] Die beiden Befestigungsbereiche können an der Außenseite der Seitenfalte angeklebt
sein. Gemäß einer bevorzugten Ausbildungsform weist die Seitenfalte an der Position
der Faltlinie einen Schlitz auf, durch den hindurch die zwei Befestigungsbereich in
das Innere des Beutels geführt werden und die zwei Befestigungsbereiche an der Innenseite
der Seitenfalte angeordnet sind. Sie können entweder an der linken oder an der rechten
Seite des Schlitzes angeordnet sein. Wiederum aus Gründen der symmetrischen Kraftübertragung
ist es von Vorteil, wenn ein Befestigungsbereich zur linken Seite des Schlitzes und
der andere Befestigungsbereich zur rechten Seite des Schlitzes angeordnet ist. Dort
können sie an der Innenseite der Seitenfalte angeklebt sein. Soweit die Innenseite
der Seitenfalte eine siegelfähige Lage aufweist, können sie dort auch individuell
angesiegelt sein, wodurch eine zuverlässige und im Rahmen der bestimmungsgemäßen Benutzung
untrennbare Verbindung zwischen dem Befestigungsbereich und der Innenseite der Seitenfalte
erhalten ist und folglich eine zuverlässige Kraftübertragung sowohl in der Zug- also
auch in der Druckphase erreicht ist.
[0022] Zudem hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, dass die beiden Befestigungsbereiche
und der Schlitz mit einem Abdeckblatt bevorzugt vollständig abgedeckt sind. Um eine
möglichst gute Kraftübertragung zwischen den Betätigungsmitteln und dem Wiederverschluss
zu erreichen hat es sich jedoch als besonders vorteilhaft erweisen, dass die Innenseite
der Seitenfalte eine erste siegelfähige Lage aufweist und das Abdeckblatt eine zweite
siegelfähige Lage aufweist, die an jener der Innenseite zugewandten Seite des Abdeckblattes
angeordnet ist, und zumindest ein Bereich rund um den Schlitz, bevorzugt ein Bereich
rund um den Schlitz und die beiden Befestigungsbereiche herum durch Versiegelung mit
dem Abdeckblatt abgedichtet ist. Somit erhält man neben einer guten Kraftübertragung
auch eine zuverlässige Abdichtung des Schlitzes. Es kann jedoch das Abdeckblatt auch
vollflächig mit der Innenseite der Seitenwand und den zwischen der Innenseite der
Seitenwand und der siegelfähigen Seite des Abdeckblattes eingelegten Befestigungsbereichen
versiegelt sein. Dies erhöht die Stabilität und Haltbarkeit im Bereich der Verbindung.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausbildungsform, bei der die Kraftübertragung optimiert ist,
ist ein Bereich des Abdeckblattes und / oder des Befestigungsbereiches zwischen der
Innenseite der Seitenfalte und einem Teil (Befestigungsflansch benachbart zu einem
Verschlusselement oder das Verschlusselement selbst) des Wiederverschlusses eingelegt,
bevorzugt eingeklebt, insbesondere bevorzugt eingesiegelt. Durch die bevorzugte Positionierung
zwischen dem Wiederverschluss und der Innenseite der Seitenfalte wird eine präzise
Kraftübertragung zwischen dem Griffbereich und dem der Innenseite der Seitenfalte
zugeordneten Teil des Wiederverschlusses ermöglicht. Danach wird der Bereich des Schlitzes
durch ein Abdeckblatt vollständig abgedeckt und letztendlich der Innenraum des Beutels
an der Stelle des Schlitzes hermetisch durch das Abdeckblatt versiegelt.
[0024] Diese Ausbildungsform wird gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren so hergestellt,
dass ein Erzeugen des Schlitzes an der Position der in Längsrichtung der Seitenfalte
verlaufenden zentralen Faltlinie in der Seitenfalte erfolgt, und ein Positionieren
der Betätigungsmittel in dem Schlitz durchgeführt wird, so dass der Griffbereich in
Richtung der Außenseite aus dem Schlitz herausragt und der Befestigungsbereich in
Richtung der Innenseite aus dem Schlitz herausragt, und die zwei Befestigungsbereiche
an der Innenseite der Seitenfalte in Bezug auf den Schlitz in entgegengesetzter Richtung
an der Innenseite befestigt werden.
[0025] Um eine möglichst robuste Konstruktion zu erhalten, ist es insbesondere von Vorteil,
dass der Befestigungsbereich, welcher der Innenseite zugewandt ist, eine dritte siegelfähige
Lage aufweist und die zweite mit der dritten siegelfähigen Lage versiegelt ist. De
facto wird der erste Befestigungsbereich links des Schlitzes und der zweite Befestigungsbereich
rechts des Schlitzes mit der Innenseite der Seitenfalte versiegelt. Beide Befestigungsbereiche
weisen die zweite Lage auf, die sich entlang einer der Seiten des gesamten Folienstreifens
erstreckt, aus dem die Betätigungsmittel gefertigt sind. Der Folienstreifen kann auch
beidseitig siegelfähig sein.
[0026] Gemäß einer Ausbildungsform sind die Betätigungsmittel durch einen einteiligen Folienstreifen,
der entweder einlagig oder gefaltet zwei- oder mehrlagig den Griffbereich realisiert,
gefertigt. Gemäß einer anderen Ausbildungsform sind die Betätigungsmittel durch zumindest
zwei Folienstreifen, die zumindest im Griffbereich miteinander verklebt oder miteinander
versiegelt sind, gefertigt. Mehrere Lagen aufweisende Folienstreifen können durch
Kaschieren oder auch durch Koextrusionsverfahren hergestellt werden. Zwischen kunststoffbasierten
Lagen könne auch Lagen eines anderen Materials eingebettet sein, wie beispielsweise
Papier oder Metall, um die damit einhergehenden Materialeigenschaften für die Betätigungsmittel
zu nutzen.
[0027] Der Griffbereich kann zum einfachen Betätigen auch eine Schlaufe zum Eingreifen mit
einem Finger aufweisen, was sich günstig auf die Betätigung asl solche sowohl in der
Zugphase als auch in der Druckphase auswirkt, weil so der Kontakt zwischen Finger
und Betätigungsmittel nicht versehendlich verloren gehen kann.
[0028] Die Klettbereiche der beiden Klettbänder können identisch ausgebildet oder unterschiedlich
ausgebildet sein.
[0029] Die jeweilige Seitenfalte kann entlang der gesamten Länge des Beutels ausgebildet
sein oder nur entlang eines Bereiches unterhalb der Kopfsiegelnaht.
FIGURENKURZBESCHREIBUNG
[0030] Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand
von einem Ausführungsbeispiel noch einmal näher erläutert, auf welches die Erfindung
jedoch nicht beschränkt ist. Dabei sind in den verschiedenen Figuren gleiche Komponenten
mit identischen Bezugsziffern versehen. Es zeigen auf schematische Weise:
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht einen erfindungsgemäßen Beutel;
- Fig. 2
- eine Detailansicht auf die Innenseite der Seitenfalte des Beutels gemäß der Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Querschnittsdarstellung des Details gemäß der Fig. 2 mit geschlossener Schütte;
- Fig. 4
- das Detail gemäß der Fig. 3 mit geöffneter Schütte;
- Fig. 5
- in analoger Weise wie Fig. 2 ein modifiziertes Detail des Beutels;
- Fig. 6
- in analoger Weise wie Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel;
- Fig. 7
- eine perspektivische Detailansicht der Seitenfalte gemäß dem Ausführungsbeispiel der
Fig. 6 mit geöffneter Schütte;
- Fig. 8
- in analoger Weise wie Fig. 2 ein Detail eines Beutels gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel;
- Fig. 9
- auf analoge Weise wie Fig. 3 das Detail gemäß der Fig. 8;
- Fig. 10
- auf analoge Weise wie die Fig. 1 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Beutels.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0031] In der Fig. 1 ist ein Beutel 1 dargestellt, der als Seitenfaltenbeutel ausgebildet
ist und der aus einer flexiblen Folie 2 aus Kunststoff gefertigt ist, welche die Wand
des Beutels 1 bildet. Auch wenn nicht im Detail dargestellt, weist die Folie 2 mehrere
Lagen auf, wobei eine Innenseite 16 (siehe z.B. Fig. 3) aus einer ersten siegelfähigen
Lage gefertigt ist. Der in der Fig. 1 dargestellte Beutel 1 weist eine Vorderwand
3 und eine Rückwand 4 und einen Kopfbereich 5, der entlang seiner gesamten Breite
mit einer Kopfsiegelnaht 6 verschlossen ist, und einen Fußbereich 7, der entlang seiner
gesamten Breite mit einer Fußsiegelnaht 8 verschlossen ist, und eine in Längsrichtung
zwischen dem Kopfbereich und dem Fußbereich verlaufende die Vorderwand mit der Rückwand
verbindende erste Seitenfalte 9 aufweisend eine Außenseite 10 (oder Außenwand bzw.
Außenlage der Folie 2 genannt) und die Innenseite 16 (auch Innenwand bzw. Innenlage
der Folie 2 genannt) auf. Zudem weist der Beutel 1 eine zweite, jedoch in der Perspektive
der Fig. 1 nicht sichtbare Seitenfalte auf, auf die nachfolgend nicht weiter eingegangen
wird, weil die Erfindung Anhand der ersten Seitenfalte 9 erörtert wird. Das jeweilige
Ende jeder Seitenfalte ist sowohl kopfseitig im Bereich der Kopfsiegelnaht 6 als auch
fußseitige im Bereich der Fußsiegelnaht 8 mit sich selbst versiegelt, um die dargestellte
Form des Beutels 1 zu erhalten. Der Beutel 1 kann kopfseitig verschlossen und fußseitig
geöffnet oder kopfseitig geöffnet und fußseitig verschlossen vorgefertigt werden.
Der einseitig offene Beutel wird dann an einen Abfüller ausgeliefert, dort je nach
Sachlage durch den noch offenen Kopfbereich 5 oder Fußbereich 7 mit Packgut befüllt
und dann durch die jeweilige Siegelnaht 6 oder 8 verschlossen.
[0032] Die erste Seitenfalte 9 weist einen Öffnungsbereich 11 mit einem an der Innenseite
16 angebrachten Wiederverschluss 12 auf. Der Wiederverschluss 12 dient zum Bilden
einer wiederverschliessbaren Schütte 24 (siehe Fig. 4). Der Wiederverschluss 12 weist
eine den Öffnungsbereich 11 sowie an den Öffnungsbereich 11 angrenzende Randbereiche
überdeckende Verschließlasche 17 auf, welche längs ihres Randes 18 unter Aussparung
eines zusammenhängenden Bereiches 19 an der Innenseite 16 der ersten Seitenfalte 9
festgelegt (angesiegelt) ist. Entlang des Randes 18 verläuft eine Befestigungssiegelnaht
20. Es ist in dem zusammenhängenden Bereich 19 sowohl ein an der Innenseite 16 der
ersten Seitenfalte 9 festgelegtes erstes Klettband 21, als auch ein damit zusammenwirkendes
an der Verschließlasche 17 festgelegtes zweites Klettband 22, angeordnet.
[0033] Wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, weist der Öffnungsbereich 11 in der Folie 2 der
Seitenfalte 9 eine permanent offene Öffnung 23 auf.
[0034] Die erste Seitenfalte 9 weist zudem an der ersten Seitenfalte 9 benachbart zu dem
Öffnungsbereich 11 angeordnete Betätigungsmittel 13 zum Betätigen des Wiederverschlusses
12 und folglich auch zum Betätigen der Schütte 24 auf. Die Betätigungsmittel 13 weisen
einen Griffbereich 14 zum Angreifen mit den Fingern einer Hand eines Benutzers (nicht
dargestellt) und einen Befestigungsbereich 15 zum Befestigen des Griffbereichs 14
an der Außenseite 10 der Seitenfalte 9 auf, wobei der Griffbereich 14 im vorliegenden
Fall mit Hilfe von Klebstoff (nicht dargestellt) an der Außenseite 10 befestigt ist
(Fig. 1, Fig 2, Fig. 3). Fig. 2 zeigt die geschlossene Schütte 24 mit dem Wiederverschluss
12 im geschlossenen Zustand. Fig. 3 zeigt den Wiederverschluss 12 und die Schütte
24 im geöffneten Zustand.
[0035] Der Griffbereich 14 ist quer zur Längsrichtung orientiert und zentral zur Seitenfalte
9 positioniert. Die Seitenfalte 9 weist eine in Längsrichtung verlaufende zentrale
Faltlinie 25 auf und der Griffbereich 14 ist entsprechend der Faltlinie 25 gefaltet.
Auch der Befestigungsbereich 15 ist auf analoge Weise wie der Griffbereich 14 orientiert
und gefaltet und näher an dem Öffnungsbereich 11 bzw. der Öffnung 23 angeordnet als
der Griffbereich 14. Mit Hilfe des so weit als möglich an den Rand der Öffnung 23
heranreichenden Befestigungsbereichs 13 ist erreicht, dass sich die Schütte 24 so
weit wie möglich öffnen lässt und beim Verschließen der Schütte 24 die Druckkraft
auf die Schütte 24 im Bereich des Zentrums des Wiederverschlusses 12 ihre volle Wirkung
entfaltet, so dass sich die beiden Klettbänder 21 und 23 auch im Bereich des Knicks
der Seitenfalte 9, also im Bereich der zentralen Faltlinie 25 sauber miteinander verbinden
und dort keine ungewünscht offenen Bereiche oder Kanäle entstehen.
[0036] Fig. 5 zeigt eine Ausbildungsform mit einem modifizierten Öffnungsbereich 11. Im
Unterschied zu dem in Fig. 2 dargestellten Öffnungsbereich 23 ist an der Stelle der
permanent geöffneten Öffnung 23 eine Perforation 31 ausgebildet, die zunächst im Zuge
des erstmaligen Ausklappens der Schütte 24 aufgerissen werden muss, um den Inhalt
des Beutels auszuschütten.
[0037] Figuren 6 und 7 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel. Die Befestigungsmittel 13
sind durch zwei Folienstreifen, nämlich einen ersten und einen zweiten Folienstreifen
realisiert. Der erste und der zweite Folienstreifen sind an ihrem ersten Ende zur
Bildung des Griffbereichs 14 miteinander verklebt. Der Griffbereich 14 ist parallel
zur Längsrichtung orientiert. Das an der Seitenfalte 9 befestigte Ende des Griffbereichs
14 ist kongruent oder in anderen Worten deckungsgleich zur Faltlinie 25 positioniert,
so dass der Griffbereich 14 sich in die zusammengedrückte Seitenfalte 9 einschmiegt
und bei geöffneter Seitenfalte 9 gut greifbar von der Seitenfalte 9 absteht. Der Befestigungsbereich
15 gliedert sich in einen ersten Befestigungsbereich 26 gebildet durch das andere
Ende des ersten Folienstreifens, das mit der Außenseite 10 verklebt ist, und einen
zweiten Befestigungsbereich 27 gebildet durch das andere Ende des zweiten Folienstreifens,
das mit der Außenseite 10 verklebt ist. Dabei erstreckt sich der erste Befestigungsbereich
26 benachbart zu dem an der Seitenfalte 9 festgelegte Ende des Griffbereichs 14 zur
Vorderwand 3 hin und der zweite Befestigungsbereich 27 benachbart zu dem an die Seitenfalte
9 festgelegte Ende des Griffbereichs 14 zu der Rückwand hin.
[0038] Wie in der Fig. 6 zu sehen, weist die Perforation 31 die Form eines umgestülpten
"U" auf. Dies hat zur Folge, dass sich die Schütte 24 in Vergleich zu dem Ausführungsbeispiel
gemäß der Fig. 5 oder 2 weiter herausklappen lässt. Fig. 7 zeigt die geöffnete bzw.
herausgeklappte Schütte 24.
[0039] Im Unterschied zu dem in den Figuren 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispiel weist
die Seitenfalte 9 bei dem in den Figuren 8 und 9 dargestellten Ausführungsbeispiel
an der Position der Faltlinie 25 einen Schlitz 28 auf. Der Schlitz 28 kann - so wie
dargestellt - bis unter (zwischen Wiederverschluss 12 und Innenseite 16) den Wiederverschluss
12 reichen - oder auch benachbart zu dem Wiederverschluss 12 enden. Durch den Schlitz
28 hindurch sind die zwei Befestigungsbereich 26 und 27 in das Innere des Beutels
1 geführt, wo die zwei Befestigungsbereiche 26 und 27 an der Innenseite 16 der Seitenfalte
9 angeordnet sind.
[0040] Die beiden Befestigungsbereiche 26 und 27 und der Schlitz 28 sind mit einem Abdeckblatt
29 abgedeckt, wobei das Abdeckblatt 29 eine zweite siegelfähige Lage aufweist, die
an jener der Innenseite 16 zugewandten Seite das Abdeckblattes 29 angeordnet ist und
mit der ersten siegelfähigen Lage der Innenseite 16 in Kontakt steht. Ein geschlossener
Bereich rundherum um den Schlitz 28 und die beiden Befestigungsbereiche 26 und 27
ist durch Versiegelung der ersten siegelfähigen Lage mit der zweiten siegelfähigen
Lage 29 abgedichtet.
[0041] Die Betätigungsmittel 13 sind im vorliegenden Fall aus einem einteiligen Folienstreifen
gefertigt, der einmal gefaltet ist, wobei sich die Faltkante am äußeren Ende des Griffbereiches
14 befindet, sodass der Griffbereich 14 zweilagig realisiert ist. Die sich an die
Innenseite 16 anschmiegenden ersten und zweiten Befestigungsbereiche 26 und 27 sind
einlagig. Der Folienstreifen ist beidseitig siegelfähig und ist beidseitig, also sowohl
mit der Innenseite 16 also auch mit der zweiten siegelfähigen Lage des Abdeckblattes
29, versiegelt.
[0042] Die Perforation 31 ist eine in sich geschlossene Linie, die den Rand einer durch
Öffnen der Schütte 24 zu bildenden Öffnung 23 definiert. Beim Öffnen der Schütte 24,
was durch den Pfeil 30 angedeutet ist, also beim Anziehen and den Betätigungsmitteln
13 in Richtung des Pfeils 30, wird die Perforation 31 zumindest eingerissen und es
kann der innerhalb der Perforation 31 liegende Teil der Folie 2 mit den Fingern gegriffen
und aus der Folie 2 herausgetrennt werden, sodass die Öffnung 23 freigelegt ist.
[0043] Im Unterschied zu dem in der Fig. 1 dargestellten Beutel 1 weist der in der Fig.
10 dargestellte Beutel 1 einen flachen Fußbereich 7 auf. In dem so geformten Fußbereich
7 sind die unteren Enden der Seitenfalten nach innen gelegt und die Fußsiegelnaht
8 ist umgefaltet und durch Klebstoff an der Außenseite 10 fixiert. Ein solcher Fußbereich
ist flach geformt. Bei dem hier abgebildeten Beutel 1 reicht der Rand 18 der Verschließlasche
17 bis in die beiden Längssiegelnähte 35 und 36 und auch bis in die Kopfsiegelnaht
6. Der hier beschriebene Beutel 1 wird kopfseitig offen vorgefertigt, an einen Abfüller
ausgeliefert, dort mit Packgut befüllt und dort nach seiner Befüllung durch die Kopfsiegelnaht
6 verschlossen.
[0044] Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei den vorangehend
detailliert beschriebenen Figuren nur um Ausführungsbeispiele handelt, welches vom
Fachmann in verschiedenster Weise modifiziert werden können, ohne den Bereich der
Erfindung zu verlassen. Es wird der Vollständigkeit halber auch darauf hingewiesen,
dass die Verwendung der unbestimmten Artikel "ein" bzw. "eine" nicht ausschließt,
dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können. Auch können individuell
offenbarte Merkmale mit anderen Merkmalen kombiniert werden und Proportionen der dargestellten
Merkmale variieren, ohne dass von dem Konzept der Erfindung abgewichen wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0045]
- 1
- Beutel
- 2
- Folie
- 3
- Vorderwand
- 4
- Rückwand
- 5
- Kopfbereich
- 6
- Kopfsiegelnaht
- 7
- Fußbereich
- 8
- Fußsiegelnaht
- 9
- Seitenfalte
- 10
- Außenseite
- 11
- Öffnungsbereich
- 12
- Wiederverschluss
- 13
- Betätigungsmittel
- 14
- Griffbereich
- 15
- Befestigungsbereich
- 16
- Innenseite
- 17
- Verschließlasche
- 18
- Rand
- 19
- Bereich
- 20
- Befestigungssiegelnaht
- 21
- erstes Klettband
- 22
- zweites Klettband
- 23
- Öffnung
- 24
- Schütte
- 25
- Faltlinie
- 26
- erster Befestigungsbereich
- 27
- zweiter Befestigungsbereich
- 28
- Schlitz
- 29
- Abdeckblatt
- 30
- Pfeil
- 31
- Perforation
1. Beutel (1), der aus einer Folie (2) gefertigt ist, und eine Vorderwand (3) und eine
Rückwand (4) und einen Kopfbereich (5) und einen Fußbereich (7) und zumindest eine
in Längsrichtung zwischen dem Kopfbereich (5) und dem Fußbereich (7) verlaufende die
Vorderwand (3) mit der Rückwand (4) verbindende Seitenfalte (9) aufweisend eine Außenseite
(10) und eine Innenseite (16) aufweist, wobei die Seitenfalte (9)
- einen Öffnungsbereich (11) mit einem an der Innenseite (16) angebrachten Wiederverschluss
(12) zum Bilden einer wiederverschliessbaren Schütte (24) aufweist und
- an der Seitenfalte (9) benachbart zu dem Öffnungsbereich (11) angeordnete Betätigungsmittel
(13) zum Betätigen des Wiederverschlusses (12) aufweist, wobei die Betätigungsmittel
(13) einen Griffbereich (14) zum Angreifen und einen Befestigungsbereich (15; 26,
27) zum Befestigen des Griffbereiches (14) an der Seitenfalte (9) aufweisen.
2. Beutel (1) nach Anspruch 1, wobei der Wiederverschluss (12) eine den Öffnungsbereich
(11) sowie an diesen angrenzende Randbereiche überdeckende Verschließlasche (17) aufweist
und diese längs ihres Randes (18) unter Aussparung eines zusammenhängenden Bereiches
(19) an der Innenseite (16) der einen Seitenfalte (9) festgelegt ist und dass in dem
zusammenhängenden Bereich (19) sowohl ein an der Innenseite (16) der einen Seitenfalte
(9) festgelegtes erstes Klettband (21) als auch ein damit zusammenwirkendes, an der
Verschließlasche (17) festgelegtes zweites Klettband (22) angeordnet sind.
3. Beutel (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Öffnungsbereich (11) eine eine Öffnung
(23) begrenzende Materialschwächung aufweist, welche Materialschwächung einen Bereich
einer aus der Seitenfalte (9) vollständig oder teilweise herauslösbaren Lasche definiert,
wobei nach Entfernung der Lasche die Schütte (24) formbar ist.
4. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Griffbereich (14) quer zur
Längsrichtung orientiert, bevorzugt in Querrichtung zur Längsrichtung zentral zur
Seitenfalte (9) positioniert ist, und die Seitenfalte (9) eine in Längsrichtung verlaufende
zentrale Faltlinie (25) aufweist und der Griffbereich (14) entsprechend der Faltlinie
(25) gefaltet ist.
5. Beutel (1) nach Anspruch 4, wobei der Befestigungsbereich (15) auf analoge Weise wie
der Griffbereich (14) orientiert und gefaltet ist und näher an dem Öffnungsbereich
(11) angeordnet ist als der Griffbereich(14).
6. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Griffbereich (14) parallel
zur Längsrichtung orientiert ist und die Seitenfalte (9) eine in Längsrichtung verlaufende
zentrale Faltlinie (25) aufweist und das an der Seitenfalte (9) festgelegte Ende des
Griffbereichs (14) kongruent zur Faltlinie (25) positioniert ist.
7. Beutel (1) nach Anspruch 6, wobei sich der Befestigungsbereich (15) in einen ersten
Befestigungsbereich (26) und einen zweiten Befestigungsbereich (27) gliedert und sich
der erste Befestigungsbereich (26) benachbart zu dem an der Seitenfalte (9) festgelegten
Ende des Griffbereichs (14) zur Vorderwand (3) hin erstreckt und sich der zweite Befestigungsbereich
(27) benachbart zu dem an der Seitenfalte (9) festgelegten Ende des Griffbereichs
(14) zu der Rückwand (4) hin erstreckt.
8. Beutel (1) nach Anspruch 7, wobei die Seitenfalte (9) an der Position der Faltlinie
(25) einen Schlitz (28) aufweist, durch den hindurch die zwei Befestigungsbereich
(26, 27) in das Innere des Beutels (1) geführt werden und die zwei Befestigungsbereiche
(26, 27) an der Innenseite (16) der Seitenfalte (9) angeordnet sind.
9. Beutel (1) nach Anspruch 8, wobei die beiden Befestigungsbereiche (26, 27) und der
Schlitz (28) mit einem Abdeckblatt (29) abgedeckt sind, und zumindest ein Bereich
rundherum um den Schlitz, bevorzugt ein Bereich rundherum um den Schlitz und die beiden
Befestigungsbereiche, mit dem Abdeckblatt abgedichtet ist.
10. Beutel (1) nach Anspruch 9, wobei ein Bereich des Abdeckblattes (29) und / oder der
Befestigungsbereiche (26, 27) zwischen der Innenseite (16) der Seitenfalte (9) und
einem Teil des Wiederverschlusses (12) eingelegt, bevorzugt eingeklebt, insbesondere
bevorzugt eingesiegelt sind/ist.
11. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Seitenfalte (9) an ihrer Innenseite
(16) eine erste siegelfähige Lage aufweist und der Befestigungsbereich (26, 27), welcher
der Innenseite zugewandt ist, eine dritte siegelfähige Lage aufweist und die zweite
mit der dritten siegelfähigen Lage versiegelt ist.
12. Beutel (1) nach Anspruch 5 oder nach Anspruch 7, wobei der Befestigungsbereich (15,
26, 27) an der Außenseite (10) der Seitenfalte (9) angeklebt ist.
13. Beutel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Betätigungsmittel (13)
realisiert sind durch
- einen einteiligen Folienstreifen, der entweder einlagig oder gefaltet zwei-oder
mehrlagig den Griffbereich (14) realisiert, oder
- zumindest zwei Folienstreifen, die zumindest im Griffbereich (14) miteinander verklebt
oder miteinander versiegelt sind.
14. Verfahren zum Herstellen eines Beutels (1), der aus einer Folie (2) gefertigt ist,
und eine Vorderwand (3) und eine Rückwand (4) und einen Kopfbereich (5) und einen
Fußbereich (7) und zumindest eine in Längsrichtung zwischen dem Kopfbereich (5) und
dem Fußbereich (7) verlaufende die Vorderwand (3) mit der Rückwand (4) verbindende
Seitenfalte (9) aufweisend eine Außenseite (10) und eine Innenseite (16) aufweist,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist, nämlich:
- Definieren eines Öffnungsbereiches (11) in einem zur Bildung der Seitenfalte (9)
vorgesehen Bereich der Folie (2), und
- Anbringen eines Wiederverschlusses im Bereich des Öffnungsbereiches (11) an der
Innenseite (16) der (12) Folie in dem zur Bildung der Seitenfalte (9) vorgesehenen
Bereich der Folie (2), und
- Anordnen von Betätigungsmitteln (13) zum Betätigen des Wiederverschlusses (12) innerhalb
des zur Bildung der Seitenfalte (9) vorgesehen Bereiches der Folie (2), wobei die
Betätigungsmittel (13) an der Seitenfalte (9) benachbart zu einem Öffnungsbereich
(11) angeordnet werden und wobei die Betätigungsmittel (13) einen Griffbereich (14)
zum Angreifen und einen Befestigungsbereich (15; 26, 27) aufweisen, mit welchem Befestigungsbereich
(15) der Griffbereich (14) an der Seitenfalte (9) befestigt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei der Schritt des Anordnens der Betätigungsmittel
(13) in der Seitenfalte (9) aufweist
- ein Erzeugen eines Schlitzes (28) an einer Position in der Folie (2), welche Position
einer in Längsrichtung der hergestellten Seitenfalte (9) verlaufenden zentralen Faltlinie
(25) der Seitenfalte (9) entspricht, und
- ein Positionieren der Betätigungsmittel (13) in dem Schlitz (28), so dass der Griffbereich
(14) in Richtung der Außenseite (10) aus dem Schlitz (28) herausragt und der Befestigungsbereich
(26, 27) in Richtung der Innenseite (16) aus dem Schlitz (28) herausragt, wobei sich
der Befestigungsbereich (26, 27) in einen ersten Befestigungsbereich (26) und einen
zweiten Befestigungsbereich (27) gliedert, und
- ein Befestigen der zwei Befestigungsbereiche (26, 27) an der Innenseite (16) der
Folie (2), wobei der erste Befestigungsbereich (26) und der zweite Befestigungsbereich
(27) in entgegengesetzter Richtung in Bezug auf den Schlitz (28) befestigt werden.