TECHNISCHES FELD
[0001] Die Erfindung betrifft einen Beutel mit einer Seitenfalte.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines Beutels gemäß
dem ersten Absatz.
HINTERGRUND
[0003] Ein solcher eingangs erwähnter Beutel ist beispielsweise in der bekannt gemachten
Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2006 020 724 U1 offenbart. Der dort beschriebene Beutel weist eine zwischen einer Vorderwand und
einer Hinterwand eingelegte Seitenfalte und einen an der Innenseite der Seitenfalte
angeordneten Wiederverschluss mit einem ersten Verschlussteil und einem zweiten Verschlussteil
zum Bilden einer wiederverschliessbaren Schütte in einem Öffnungsbereich in der Seitenfalte
auf. Die Schütte wird durch ein Herausbewegen jenes Bereiches der Seitenfalte gebildet,
der ausgehend von dem Öffnungsbereich in Richtung des Fußbereiches des Beutels lokalisiert
ist. Der Wiederverschluss weist eine den Öffnungsbereich sowie dessen an diesen angrenzende
Randbereiche überdeckende Verschießlasche auf, die längs ihres Randes unter Aussparung
eines zusammenhängenden Bereiches an der Innenseite der Seitenfalte festgelegt ist.
Die Verschließlasche besteht zumindest teilweise aus einem siegelbaren Material und
ist längs ihres Randes unter Aussparung des zusammenhängenden Bereiches an der Innenseite
der Seitenfalte durch eine Siegelnaht festgelegt. Die Siegelnaht weist die Form eines
umgekehrten "U" auf, wobei ein U-Steg oberhalb des Öffnungsbereiches, also ausgehend
von dem Öffnungsbereich in Richtung des Kopfbereiches des Beutels lokalisiert ist.
Die beiden sich an den U-Steg anschließenden U-Schenkel erstrecken sich nach unten
in Richtung des Bodenbereiches. Zwischen den U-Schenkeln verläuft der Öffnungsbereich.
[0004] Ein solcher Beutel birgt beim Ausgießen bzw. Ausschütten des Packguts das nicht unerhebliche
Risiko, dass sich benachbart zu der Verschließlasche im Inneren des Beutels Packgut
ansammeln kann und jener Teil der Seitenfalte, an dem die Verschließlasche befestigt
ist, also im Wesentlichen jener Teil der Seitenfalte, der oberhalb des Öffnungsbereiches
lokalisiert ist, durch das Gewicht des sich oberhalb des Öffnungsbereichs bzw. der
Öffnung ansammelnden Packguts nach außen gedrückt wird und, sobald sich genügend Packgut
angehäuft hat, der oberhalb des Öffnungsbereiches gelegene Teil der Seitenfalte nach
außen klappt. Dadurch wird die unterhalb des Öffnungsbereiches gelegene Schütte großteils
verschlossen und folglich ein zügiges und wohldosiertes Ausschütten des Packguts verhindert
bzw. ein Ausschütten vollständig unterbunden, weil körniges Packgut die nun recht
enge Ausgießöffnung der Schütte blockieren kann.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen Beutel derart weiterzuentwickeln und
ein Verfahren zu seiner Herstellung bereitzustellen, dass die vorstehend angeführten
Probleme vermieden sind.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0006] Diese Aufgabe wird zum Einen durch einen Beutel gemäß Anspruch 1 und zum Anderen
durch ein Verfahren gemäß Anspruch 9 gelöst.
[0007] Der Gegenstand der Erfindung ist daher ein Beutel, der aus einer Folie aufweisend
eine Außenseite und eine siegelfähige Innenseite gefertigt ist, und eine Vorderwand
und eine Rückwand und einen Kopfbereich und einen Fußbereich und zumindest eine in
Längsrichtung zwischen dem Kopfbereich und dem Fußbereich verlaufende Seitenfalte
aufweist, wobei die Seitenfalte begrenzt durch eine erste Längssiegelnaht hin zur
Vorderwand und begrenzt durch eine zweite Längssiegelnaht hin zur Rückwand ist, und
einen Öffnungsbereich aufweist, und einen an der Innenseite angebrachten Wiederverschluss
aufweist, wobei der Wiederverschluss eine den Öffnungsbereich sowie daran angrenzende
Randbereiche überdeckende Verschließlasche aufweist, wobei die Verschließlasche eine
an die Breite der Seitenfalte angepasste Breite aufweist und längs ihres Randes, der
eine erste Randzone und eine daran anschließende zweite Randzone und eine dritte Randzone
aufweist, unter Aussparung eines zusammenhängenden Bereiches zwischen der zweiten
und dritten Randzone, in dem ein Verschlussteil angeordnet ist, an der Innenseite
durch die in die erste Längssiegelnaht eingesiegelte zweite Randzone und die in die
zweite Längssiegelnaht eingesiegelte dritte Randzone festgelegt ist.
[0008] Zudem ist der Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines Beutels
aus einer Folie aufweisend eine als Außenseite und eine als siegelfähige Innenseite
des Beutels bestimmte Seite, wobei der Beutel eine Vorderwand und eine Rückwand und
einen Kopfbereich und einen Fußbereich und zumindest eine in Längsrichtung zwischen
dem Kopfbereich und dem Fußbereich verlaufende Seitenfalte aufweist, wobei die Seitenfalte
mit einer ersten Längssiegelnaht hin zur Vorderwand und mit einer zweiten Längssiegelnaht
hin zur Rückwand begrenzt ist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist,
nämlich: Zuführen der Folie, und Definieren eines Öffnungsbereiches innerhalb eines
Bereiches der Folie, der zur Bildung der Seitenfalte vorgesehen ist, und Positionieren
einer Verschließlasche zwecks Bildung eines Wiederverschlusses derart innerhalb des
zur Bildung der Seitenfalte vorgesehenen Bereiches der Folie, dass die Verschließlasche
den Öffnungsbereich sowie daran angrenzende Randbereiche überdeckt und längs ihres
Randes unter Aussparung eines zusammenhängenden Bereiches, in dem ein Verschlussteil
angeordnet ist, an der Innenseite festlegbar ist, wobei der Rand eine erste Randzone
und eine daran anschließende zweite Randzone und dritte Randzone aufweist und die
Verschließlasche eine an die Breite der Seitenfalte angepasste Breite aufweist, so
dass die zweite Randzone bis in einen zur Bildung der ersten Längssiegelnaht vorgesehenen
Bereich der Folie und die dritte Randzone bis in einen zur Bildung der zweiten Längssiegelnaht
vorgesehenen Bereich der Folie reicht, und Herstellen der ersten Längssiegelnaht mit
Einsiegeln der zweiten Randzone, und Herstellen der zweiten Längssiegelnaht mit Einsiegeln
der dritten Randzone.
[0009] Die verschiedenen Wände des Beutels können als einzelne Wandsegmente vorliegen und
durch Verkleben oder Versiegeln ihrer Ränder miteinander verbunden werden. Auch sind
Extrusionsnähte möglich. Auch kann eine Folie zu einem Schlauch geformt werden und
einander berührende Ränder der Folie, genauer gesagt die Innenseite dieser Ränder,
miteinander versiegelt werden um den Beutel herzustellen. Zudem kann bei einer solchen
Schlauchform durch ein Falten der Schlauchwand eine Seitenfalte oder zwei Seitenfalten
hergestellt werden. An solchen Faltkanten können auch die Struktur des Beutels verstärkende
Längssiegelnähte ausgebildet sein.
[0010] Der Fußbereich kann flach geformt oder in Form einer Finne realisiert sein.
[0011] Der Öffnungsbereich kann durch eine bereits in der Folie durch z.B. Ausstanzen eines
Folienteils vorgefertigte Öffnung oder durch einen Schnitt gebildet sein. Andererseits
kann der Öffnungsbereich auch durch einen original verschlossen Teil der Folie gebildet
sein, der erst bei einer erstmaligen Öffnung des Beutels geöffnet oder von dem Beutel
entfernt wird. Der Öffnungsbereich kann eine die Öffnung begrenzende Materialschwächung
aufweisen, welche Materialschwächung einen Bereich einer aus der Seitenfalte vollständig
oder teilweise herauslösbaren Lasche definiert, wobei nach einem Öffnen oder einem
Entfernung der Lasche eine Schütte formbar ist. Die Materialschwächung kann durch
Einwirkung eines Laserstrahls oder durch Erzeugung einer Perforation oder einer Prägung
hergestellt sein. Es kann auch eine Kombination dieser Maßnahmen vorliegen. Die Materialschwächung
kann eine durchgängige Linie sein oder in Form einer unterbrochenen Linie vorliegen.
Die Öffnung kann jedoch auch bereits in die Folie eingearbeitet sein und es kann diese
Öffnung durch eine auf der Außenseite der Folie aufgebrachte zusätzliche Verschlusslasche
verschlossen sein, die von der Öffnung weggerissen werden muss, um sie zu öffnen.
In beiden Fällen kann ein originalverpackter Zustand erkannt werden, wenn die Öffnung
vollständig verschlossen ist, also keine Beschädigung der Lasche vorliegt. Bei dem
Verfahren zur Herstellung des Beutels kann der Öffnungsbereich vor der Verarbeitung
der Folie zu einem Beutel z.B. bei ihrer Herstellung definiert werde. Der Öffnungsbereich
kann jedoch auch im Zuge der Verarbeitung der Folie zu einem Beutel definiert bzw.
hergestellt werden.
[0012] Eine Schütte wird bei geöffneter Öffnung durch einen Teil der Seitenfalte benachbart
zu dem Öffnungsbereich (z.B. dem Fußbereich zugewandt) gebildet, der von einem anderen
Teil der Seitenfalte, welcher auf der gegenüberliegenden Seite des Öffnungsbereiches
(z.B. dem Kopfbereich zugewandt) liegt, weggezogen bzw. aus dem Bereich zwischen der
Vorderwand und der Rückwand herausgezogen wird.
[0013] Der Beutel kann auch an der Seitenfalte benachbart zu dem Öffnungsbereich angeordnete
Betätigungsmittel zum Betätigen des Wiederverschlusses aufweisen, wobei die Betätigungsmittel
einen Griffbereich zum Angreifen und einen Befestigungsbereich zum Befestigen des
Griffbereiches an der Seitenfalte aufweisen. Die Betätigungsmittel können durch einen
ein oder mehrlagigen Folienstreifen gebildet sein, der entweder quer zur Längsrichtung
oder parallel zur Längsrichtung, bevorzugt an der Position einer zentralen Faltlinie
der Seitenfalte entweder an der Außenseite oder an der Innenseite, angebracht ist.
Ist er an der Innenseite angebracht, so wird er durch einen Schlitz entlang der Faltlinie
aus dem Beutel herausgeführt, so dass der Griffbereich von außen gut gegriffen werden
kann. Im Fall der innenseitigen Befestigung kann der Schlitz und bevorzugt auch der
an der Innenseite angebrachte Befestigungsbereich mit einem innenseitig angebrachten
Abdeckblatt abgedichtet sein. Der Befestigungsbereich wie auch das Abdeckblatt können
zwischen der Innenseite und einem Element des Wiederverschlusses angeordnet sein.
Der Befestigungsbereich kann unmittelbar benachbart zu dem Öffnungsbereich an jener
Stelle der Seitenfalte angreifen, an der der eine Teil des Wiederverschlusses befestigt
ist, der mit dem anderen Teil des Wiederverschlusses zusammenwirkt, der an der Verschließlasche
befestigt ist.
[0014] Als Folie kann eine einlagige Folie oder eine mehrlagige Folie zum Einsatz kommen.
Eine mehrlagige Folie kann z.B. durch Kaschieren oder Koextrusion hergestellt sein.
[0015] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist auf vorteilhafte Weise erreicht, dass ein
Herausklappen des oberen Teils (oberhalb des Öffnungsbereiches in Richtung des Kopfbereiches
gelegen) der Seitenfalte zuverlässig vermieden ist, weil sich das Verschließblatt
nun nicht mehr lediglich an der Innenseite der Folie der Seitenfalte abstützt, wie
dies bei dem bekannten Beutel der Fall ist, sondern die Kraftübertragung in die Längssiegelnähte
verlagert wird. Die gemäß der Form der Seitenfalte nach innen in den Beutel gewölbte
Verschließlasche, die wegen ihrer eigenen mechanischen elastischen Eigenschaften dazu
tendiert, die gewölbte Form in eine ebene Form überzuführen, stützt sich also nicht
mehr entlang ihres Randes innerhalb der Seitenfalte selbst sondern an den viel stabiler
ausgebildeten Längssiegelnähten ab. Das Zusammenspiel zwischen den elastischen Eigenschaften
der Verschließlasche und ihrer Lagerbereiche in den beiden Längssiegelnähten erhöht
die Belastbarkeit der Verschließlasche in der nach innen gewölbten Form im Vergleich
zu der konventionellen Befestigung der Versschließlasche an der Innenseite der Seitenfalte.
[0016] Zudem liegt auf vorteilhafte Weise im gesamten Bereich der Breite der Seitenfalte
an der Stelle der Verschließlasche nun eine zweilagige Struktur bestehend aus der
Folie der Seitenfalte und der Verschließlasche vor, was zur Stabilität der nach innen
zwischen die Vorder- und Rückwand gefalteten und zwischen die Vorder- und Rückwand
eingespannten Seitenfalte beiträgt.
[0017] Zudem ist auch durch diese Maßnahme der Vorteil erhalten, dass für die Befestigung
der an die erste Randzone anschließenden zweiten und dritten Randzone der Verschließlasche
an der Innenseite kein separates Siegelwerkzeug und folglich auch kein separater Arbeitsschritt
nötig ist. Vielmehr wird bei der Herstellung der Längssiegelnähte in einem einzigen
Arbeitsschritt zugleich die jeweilige Längssiegelnaht hergestellt und die Verschließlasche
in der jeweiligen Längssiegelnaht befestigt bzw. eingesiegelt. Das Herstellungsverfahren
kann somit effizienter und kostengünstiger ablaufen, als dies bei dem bekannten Verfahren
der Fall ist.
[0018] Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung. Dabei
kann das Verfahren auch entsprechend den abhängigen Ansprüchen zum Beutel oder umgekehrt
der Beutel entsprechend den abhängigen Ansprüchen zum Verfahren weitergebildet sein.
Vorteile, die im Zusammenhang mit einem Anspruch der einen Kategorie erörtert wurden
gelten analog auch für jene der anderen Kategorie.
[0019] Die erste und die zweite Längssiegelnaht weisen eine Längssiegelnahtweite auf. Eine
an die Breite der Seitenfalte "angepasste Breite" soll hierbei bedeuten, dass die
maximale Breite der Verschließlasche so groß sein kann, dass die zweite und die dritte
Randzone (also die rechte und die linke Randzone) die jeweilige Längssiegelnaht -
ggf. unter Aussparung eines Knick- bzw. Faltbereiches der Folie am äußeren Rand der
Längssiegelnaht - vollständig ausfüllt, oder dass die Breite der Verschließlasche
etwas kleiner als die zuvor erwähnte maximale Breite sein kann, so dass die dritte
und die vierte Randzone lediglich in einen Teil der jeweiligen Längssiegelnaht hinein
reichen und somit die jeweilige Längssiegelnaht von innen nach außen betrachtet nur
teilweise ausfüllen. Demzufolge kann in Abhängigkeit von der gewählten Breite der
Verschließlasche die zweite Randzone entlang der vollen Längssiegelnahtweite oder
entlang eines Teils der Längssiegelnahtweite in die erste Längssiegelnaht eingesiegelt
sein und die dritte Randzone entlang der vollen Längssiegelnahtweite oder entlang
eines Teils der Längssiegelnahtweite in die zweite Längssiegelnaht eingesiegelt sein.
Wenn die jeweilige Randzone entlang der vollen Längssiegelnahtweite eingesiegelt wird
lässt sich eine besonders gute Verankerung der Verschließlasche in der jeweiligen
Längssiegelnaht erzielen, was z.B. bei einer relativ geringen Längssiegelnahtweite
günstig ist. Ist die Längssiegelnahtweite jedoch relativ groß, kann es ausreichen,
dass die jeweilige Randzone nur entlang eines Teils der Längssiegelnahtweite in die
Längssiegelnaht eingesiegelt wird, um z.B. das äußere Erscheinungsbild der Längssiegelnaht
nicht zu stark zu beeinflussen und diese zumindest optisch möglichst schmal zu halten.
[0020] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der Kopfbereich mit einer Kopfsiegelnaht
verschlossen und die erste Randzone in die Kopfsiegelnaht eingesiegelt. Damit ist
der Vorteil erreicht, dass nicht nur für die Befestigung der zweiten und der dritten
Randzone sondern auch für den oberen, kopfseitigen Rand der Verschließlasche kein
separates Werkzeug und folglich auch kein separater Arbeitsschritt nötig ist. Das
Herstellungsverfahren kann somit effizienter und kostengünstiger erfolgen, als dies
bei dem bekannten Verfahren der Fall ist, wodurch auch die Herstellungskosten des
Beutels günstig beeinflusst werden.
[0021] Zudem ist auch eine bessere Nutzung des verfügbaren gesamten Beutelvolumens und somit
letztendlich auch eine effizientere Verwendung der Folie gegeben, weil durch die Integration
des oberen Randes (erste Randzone) der Verschließlasche in die Kopfsiegelnaht erstmals
ermöglicht ist, dass der Öffnungsbereich oder die Öffnung möglichst nahe an die Kopfsiegelnaht
herangebracht werden kann. Somit lässt sich trotz dicht verschlossener Kopfsiegelnaht
die Schütte nahe bei der Kopfsiegelnaht oder unmittelbar benachbart zu der Kopfsiegelnaht
öffnen. Dies ist nur deshalb möglich, weil auf eine separate Siegelnaht zwischen der
Kopfsiegelnaht und dem Öffnungsbereich zum Befestigen des oberen Randes (erste Randzone)
der Verschließlasche verzichtet wird. Durch diese Maßnahme ist auch die Nutzung der
Folie bei einer Herstellung des Beutels optimiert, weil auf ein de facto nicht nutzbares
oberes Beutelvolumen oberhalb der unteren Kante (zum Fußbereich hin gelegen) der Verschließlasche
weitgehend verzichtet werden kann. Die bei der Beutelherstellung verwendete Folie
kann somit zu einem größeren Teil zur Herstellung eines nutzbaren unteren Beutelvolumens
verwendet werden, was letztendlich einer effizienteren Foliennutzung entspricht. Der
Beutel kann letztendlich kleiner gestaltet werden oder anders betrachtet kann bei
gegebenem nutzbarem Beutelvolumen Folienmaterial eingespart werden. Das im Verhältnis
zum bekannten Beutel reduzierte obere Beutelvolumen wirkt sich zusätzlich noch günstig
auf das Problem des beim bekannten Beutel beobachteten Herausklappens des oberhalb
des Öffnungsbereiches gelegenen Teils der Seitenfalte aus. Ein verringertes oberes
Beutelvolumen bedeutet letztendlich auch einen geringeren maximalen Druck auf die
Verschließlasche vom Inneren des Beutels her.
[0022] Die Kopfsiegelnaht weist eine Kopfsiegelnahtweite auf. Ähnlich wie bei den beiden
Längssiegelnähten kann es von Vorteil sein, wenn die erste Randzone entlang der vollen
Kopfsiegelnahtweite oder entlang eines Teils der Kopfsiegelnahtweite in die Kopfsiegelnaht
eingesiegelt ist. Auch hier treffen die in Bezug auf die Längsiegelnaht erörterten
Überlegungen im übertragenen Sinn hinsichtlich Verankerung in der Kopfsiegelnaht und
äußeres Erscheinungsbildes der Kopfsiegelnaht zu.
[0023] Der Öffnungsbereich bzw. die Öffnung oder letztendlich ein oberer Rand der Schütte
kann zumindest innerhalb eines durch die Größe der Verschließlasche definierten Bereiches
in einem frei wählbaren Abstand benachbart zu der Kopfsiegelnaht lokalisiert sein.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Öffnungsbereich bzw. die Öffnung
bzw. der obere Rand der Schütte direkt benachbart zu der Kopfsiegelnaht angeordnet.
Dies bedeutet, dass der obere Rand der Schütte entweder beabstandet um eine aus der
Seitenfalte heraustrennbare Lasche oder direkt unterhalb der Kopfsiegelnaht angeordnet
sein kann. In beiden Fällen ist der Vorteil erhalten, dass das obere, nicht nutzbare
Beutelvolumen (oberhalb der unteren Kante der Verschließlasche) so gering wie möglich
gehalten werden kann. Direkt benachbart zu der Kopfsiegelnaht soll hier bedeuten in
einem Bereich von 0 bis 5 cm, bevorzugt in einem Bereich von 0,5 bis 2 cm.
[0024] Insbesondere dann, wenn eine möglichst bereite Schütte gewünscht ist, was z.B. bei
einem bereits grundsätzlich schal ausgelegten Beutel oder auch bei einem mit relativ
grobkörnigem Packgut befüllten Beutel der Fall sein kann, ist es von Vorteil, wenn
sich das Verschlussteil von der ersten Längssiegelnaht bis hin zu der zweiten Längssiegelnaht
erstreckt, also entlang der gesamten Breite der Seitenfalte. Dann lässt sich auch
die gesamte Breite der Seitenfalte als Breite der Schütte nutzen. Für den Fall, dass
dies nicht gewünscht ist, kann das Verschlussteil jedoch auch schmäler ausgelegt sein.
Dann wird zweckmäßiger Weise auch die Breite der Schütte an die Breite des Verschlussteils
angepasst schmäler als die Breite der Seitenfalte dimensioniert.
[0025] Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erweisen, dass das Verschlussteil ein an der
Innenseite der Seitenfalte festgelegtes erstes Verschlusselement und ein damit zusammenwirkendes,
an der Verschließlasche festgelegtes zweites Verschlusselement aufweist, und das erste
sowie das zweite Verschlusselement unmittelbar benachbart zu dem Öffnungsbereich oder
im Abstand zu dem Öffnungsbereich in Richtung des Fußbereiches angeordnet ist, wobei
das erste Verschlusselement an der Innenseite und das zweite Verschlusselement an
jener der Innenseite zugewandten Seite der Verschlusslasche festgelegt sind. Je nach
Ausgestaltungswunsch und geplanter Größe bzw. Weite des Öffnungsbereiches kann es
von Vorteil sein, wenn die eine oder die andere Ausbildungsform zum Einsatz kommt.
Die Größe des oberen Beutelvolumens kann so in Abhängigkeit von der Breite des Verschlusselements
und / oder der Breite des Öffnungsbereiches festgelegt werden. Im vorliegenden Fall
wird die Breite in Längsrichtung der Seitenfalte gemessen. Als Abstand kann ein Bereich
von 0 bis 5 cm, bevorzugt ein Bereich von 0 bis 2 cm, zur Anwendung kommen.
[0026] Die Verschlusselemente können durch Teile eines Zippers gebildet sein. Gemäß einer
bevorzugten Ausbildungsform ist das erste Verschlusselement ein erstes Klettband mit
einem ersten Klettbereich, der einerseits durch einen zum Kopfbereich hin gelegenen
ersten Siegelflansch und andererseits durch einen zum Fußbereich hin gelegenen zweiten
Siegelflansch begrenzt ist, und das zweite Verschlusselement ein zweites Klettband
mit einem zweiten Klettbereich, der einerseits durch einen zum Kopfbereich hin gelegenen
dritten Siegelflansch und andererseits durch einen zum Fußbereich hin gelegenen vierten
Siegelflansch begrenzt ist, wobei der dritte Siegelflansch unmittelbar benachbart
zu dem Öffnungsbereich oder im Abstand zu dem Öffnungsbereich in Richtung des Fußbereiches
lokalisiert und mit der Verschließlasche versiegelt ist. Die beiden Klettbänder verlaufen
parallel zueinander und quer zur Längsrichtung bevorzugt 90° quer zur Längsrichtung.
Die Größe des oberen Beutelvolumens kann nun in Abhängigkeit von der Breite des dritten
Siegelflansches festgelegt werden. Als Abstand kann ein Bereich von 0 bis 5 cm, bevorzugt
ein Bereich von 0 bis 2 cm, zur Anwendung kommen.
[0027] Bei der Herstellung des Beutels ist es von Vorteil, wenn das Herstellen der Kopfsiegelnaht
nach dem Erzeugen der ersten und der zweiten Längssiegelnaht erfolgt. Dadurch ist
sichergestellt, dass zunächst der Wiederverschluss auf der Innenseite der flach ausgebreiteten
Folie positioniert werden kann, danach eine Schlauchbildung und Herstellung der Längssiegelnähte
mit eingesiegelter zweiter und dritter Randzone des Verschließblattes sowie Strukturierung
der Seitenfalten erfolgen kann und danach erst der Beutel kopfseitig verschlossen
wird. Die Herstellung der jeweiligen Siegelnähte (Längssiegelnähte und Kopfsiegelnaht)
erfolgt mit Hilfe von Paaren von Siegelbacken, die erwärmt und mit zwischen ihnen
liegenden Abschnitten der Folie aneinander gepresst werden.
[0028] Die Klettbereiche der beiden Klettbänder können identisch ausgebildet oder unterschiedlich
ausgebildet sein.
[0029] Die jeweilige Seitenfalte kann entlang der gesamten Länge des Beutels ausgebildet
sein oder nur entlang eines Bereiches unterhalb der Kopfsiegelnaht.
[0030] Der Beutel kann bereits bei seiner Fertigung kopfseitig verschlossen und fußseitig
offen oder kopfseitig offen und fußseitig verschlossen vorkonfektioniert werden und
so ausgeliefert werden. In beiden Fällen weist das Verfahren seiner Herstellung zum
Verschließen des Beutels den Verfahrensschritt des Verschließens des Kopfbereiches
mit Einsiegeln der ersten Randzone in die Kopfsiegelnaht auf. Dieser Verfahrensschritt
kann z.B. bei einem Beutelhersteller durchgeführt werden. Er kann aber auch bei einem
Abfüller durchgeführt werden, der den vorkonfektionierten kopfseitig offenen Beutel
mit Packgut befüllt und ihn danach mit der Kopfsiegelnaht verschließt. Der derart
hergestellte Beutel weist eine Kopfsiegelnaht mit eingesiegelter erster Randzone auf.
FIGURENKURZBESCHREIBUNG
[0031] Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand
von einem Ausführungsbeispiel noch einmal näher erläutert, auf welches die Erfindung
jedoch nicht beschränkt ist. Dabei sind in den verschiedenen Figuren gleiche Komponenten
mit identischen Bezugsziffern versehen. Es zeigen auf schematische Weise:
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht einen erfindungsgemäßen Beutel mit einem Detailbereich;
- Fig. 2
- eine Ansicht des Detailbereiches gemäß der Fig. 1 mit einer ersten Schnittlinie entlang
einer Kopfsiegelnaht;
- Fig. 3
- eine Detailansicht entlang der ersten Schnittlinie durch die Kopfsiegelnaht;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt einer bei einem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeiteten Folie mit
einer zweiten Schnittlinie;
- Fig. 5
- eine Detailansicht entlang der zweiten Schnittlinie;
- Fig. 6
- eine Ansicht gemäß der Fig. 2 mit geöffneter Schütte;
- Fig. 7
- eine Detailansicht entlang einer Schnittlinie durch eine in der Fig. 2 dargestellte
zweite Längssiegelnaht;
- Fig. 8
- eine Detailansicht entlang einer Schnittlinie durch eine in der Fig. 2 dargestellte
erste Längssiegelnaht;
- Fig. 9
- auf analoge Weise wie die Fig. 1 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Beutels.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0032] In der Fig. 1 ist ein Beutel 1 dargestellt, der als ein Seitenfaltenbeutel ausgebildet
ist und der aus einer flexiblen Folie 2 aus Kunststoff gefertigt ist, welche die Wand
des Beutels 1 bildet. Auch wenn nicht im Detail dargestellt, weist die Folie 2 mehrere
Lagen auf, wobei zumindest eine Außenseite 10 (oder Außenwand bzw. Außenlage der Folie
2 genannt) und eine siegelfähige Innenseite 16 (oder Außenwand bzw. Außenlage der
Folie 2 genannt) (siehe z.B. Fig. 3 oder 4 und 5) existiert. Der in der Fig. 1 dargestellte
Beutel 1 weist eine Vorderwand 3 und eine Rückwand 4 und einen Kopfbereich 5, der
entlang seiner gesamten Breite mit einer Kopfsiegelnaht 6 verschlossen ist, und einen
Fußbereich 7, der entlang seiner gesamten Breite mit einer Fußsiegelnaht 8 verschlossen
ist, und eine in Längsrichtung zwischen dem Kopfbereich und dem Fußbereich verlaufende
die Vorderwand 3 mit der Rückwand 4 verbindende erste Seitenfalte 9 auf. Zudem weist
der Beutel 1 eine zweite, jedoch in der Perspektive der Fig. 1 nicht sichtbare und
daher nur angedeutete, Seitenfalte 26 auf. Die erste Seitenfalte 9 ist durch eine
erste Längssiegelnaht 35 hin zur Vorderwand 3 und durch eine zweite Längssiegelnaht
36 hin zur Rückwand 4 begrenzt. Die zweite Seitenfalte 26 ist durch eine dritte Längssiegelnaht
37 hin zur Vorderwand 3 und durch eine vierte Längssiegelnaht 38 hin zur Rückwand
4 begrenzt. Auf die zweite Seitenfalte 26 wird nachfolgend nicht weiter eingegangen,
weil die Erfindung anhand der ersten Seitenfalte 9 erörtert wird. Das jeweilige Ende
jeder Seitenfalte ist sowohl kopfseitig im Bereich der Kopfsiegelnaht 6 als auch fußseitige
im Bereich der Fußsiegelnaht 8 mit sich selbst versiegelt, um die dargestellte Form
des Beutels 1 zu erhalten. Der Beutel 1 kann kopfseitig verschlossen und fußseitig
geöffnet oder kopfseitig geöffnet und fußseitig verschlossen vorgefertigt werden.
Der einseitig offene Beutel wird dann an einen Abfüller ausgeliefert, dort je nach
Sachlage durch den noch offenen Kopfbereich 5 oder Fußbereich 7 mit Packgut befüllt
und dann durch die jeweilige Siegelnaht 6 oder 8 verschlossen.
[0033] Fig. 2 stellt einen in der Fig. 1 eingegrenzten Detailbereich A des oberen Abschnittes
der ersten Seitenfalte 9 dar. Alle Längssiegelnähte 35 bis 38 weisen eine Längsiegelnahtweite
LSW gemessen in Querrichtung zur Längsrichtung der Seitenfalte 9 auf. Gemessen in
Bezug auf eine äußere Kante der Längssiegelnähte 35 oder 36 weist die vollständig
geschlossene Seitenfalte 9 eine Seitenfaltentiefe GD auf, die in Fig. 3 eingetragen
ist. In der Fig. 2 ist weiterhin eine Kopfsiegelnahtweite HSW eingetragen, die in
Längsrichtung der Seitenfalte 9 gemessen wird.
[0034] Die erste Seitenfalte 9 weist einen Öffnungsbereich 11 mit einem an der Innenseite
16 angebrachten Wiederverschluss 12 (nicht von außen sichtbar) auf. Der Wiederverschluss
12 dient zum Bilden einer wiederverschliessbaren Schütte 24 (siehe Fig. 6).
[0035] Der Wiederverschluss 12 weist eine den Öffnungsbereich 11 sowie an diesen angrenzende
Randbereiche überdeckende Verschließlasche 17 auf. Details zur Verschließlasche 17,
ihre Positionierung und ihr Zusammenwirken mit anderen Komponenten sind in den Fig.
3, 4 und 5 dargestellt. Die Verschließlasche 17 ist längs ihres Randes 18 unter Aussparung
eines zusammenhängenden Bereiches 19 an der Innenseite 16 der ersten Seitenfalte 9
festgelegt. Der Rande 18 begrenzt eine erste Randzone 32, die sich im Wesentlichen
parallel zur Kopfsiegelnaht 6 erstreckt, eine zweite Randzone 33 und eine dritte Randzone
34, wobei sich die zweite und die dritte Randzone 33 und 34 im Wesentlichen parallel
zur Längsrichtung von der ersten Randzone 32 weg in Richtung des Fußbereiches 7 erstrecken.
Die Randzonen 32 bis 34 sind in der Figur 4 schraffiert dargestellt.
[0036] In dem zusammenhängenden Bereich 19 ist ein Verschlussteil 20 angeordnet, worauf
nachfolgend noch eingegangen wird.
[0037] Die Verschließlasche 17 weist eine Breite auf die, angepasst an die Breite der Seitenfalte
9, in vorliegenden Fall geringfügig schmäler (ca. 1 mm) ist als die Breite der Seitenfalte
9. Die Verschließlasche 17 besteht zumindest an beiden Seiten (Vorder- und Rückseite
der Verschließlasche 17) vollflächig aus einem siegelfähigen Material und ist somit
beidseitig siegelfähig. Bei dem Festlegen der Verschließlasche 17 wird so verfahren,
dass die erste Randzone 32 in die Kopfsiegelnaht 6 eingesiegelt ist. Zudem ist die
dritte Randzone 33 in die erste Längssiegelnaht 35 eingesiegelt, was in einer Schnittdarstellung
der Fig. 8 entlang einer in der Fig. 2 dargestellten Schnittlinie E-E visualisiert
ist, und die dritte Randzone 34 in die zweite Längssiegelnaht 36 eingesiegelt, was
in einer Schnittdarstellung der Fig. 7 entlang einer in der Fig. 2 dargestellten Schnittlinie
D-D visualisiert ist.
[0038] Die erste Seitenfalte 9 weist zudem an der ersten Seitenfalte 9 benachbart zu dem
Öffnungsbereich 11 angeordnete Betätigungsmittel 13 zum Betätigen des Wiederverschlusses
12 und folglich auch zum Betätigen der Schütte 24 auf (siehe Fig. 1). Die Betätigungsmittel
13 weisen einen Griffbereich 14 zum Angreifen mit den Fingern der Hand eines Benutzers
(nicht dargestellt) und einen Befestigungsbereich 15 zum Befestigen des Griffbereiches
14 an der Außenseite 10 der Seitenfalte 9 auf, wobei der Griffbereich 14 im vorliegenden
Fall mit Hilfe von Klebstoff (nicht dargestellt) an der Außenseite 10 befestigt ist
(Fig. 1, Fig. 2, Fig. 3). Fig. 2 zeigt die geschlossene Schütte 24 mit dem Wiederverschluss
12 im geschlossenen Zustand. Fig. 6 zeigt den Wiederverschluss 12 und die Schütte
24 im geöffneten Zustand.
[0039] Der Griffbereich 14 ist quer zur Längsrichtung orientiert und zentral zur Seitenfalte
9 positioniert. Die Seitenfalte 9 weist eine in Längsrichtung verlaufende zentrale
Faltlinie 25 auf und der Griffbereich 14 ist entsprechend der Faltlinie 25 gefaltet.
Auch der Befestigungsbereich 15 ist auf analoge Weise wie der Griffbereich 14 orientiert
und gefaltet und näher an dem Öffnungsbereich 11 bzw. der Öffnung 23 angeordnet als
der Griffbereich 14. Mit Hilfe des so weit als möglich an den Rand der Öffnung 23
heranreichenden Befestigungsbereiches 15 ist erreicht, dass sich die Schütte 24 so
weit wie möglich öffnen lässt und beim Verschließen der Schütte 24 die Druckkraft
auf die Schütte 24 im Bereich des Zentrums des Wiederverschlusses 12 ihre volle Wirkung
entfaltet, so dass sich der Wiederverschluss 12 im Bereich des Knicks der Seitenfalte
9, also im Bereich der zentralen Faltlinie 25, sauber verschließen lässt und dort
keine ungewünscht offenen Bereiche oder Kanäle entstehen.
[0040] Bei der Herstellung des Beutels 1 wird nach einem erfindungsgemäßen Verfahren vorgegangen.
Zunächst wird (siehe Fig. 4) die Folie 2 in Form eines Folienstreifens zugeführt,
so wie dies durch den in der Figur 3 dargestellten Pfeil 30 angedeutet ist. Die Folie
2 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Fig. 4 mit Hilfe einer Reihe von Markierungslinien
M
i (mit i=1 bis 16), die an der tatsächlich verarbeiteten Folie 2 selbstverständlich
nicht vorhanden sind, in die den Beutel 1 bildenden Bereiche strukturiert. Grundsätzlich
wird der Beutel 1 durch Schlauchbildung hergestellt, wobei ein rechter Folienrand
31 auf den linken Folienrand 47 des Folienstreifens umgeschlagen wird, so dass dort
mit dem Bezugszeichen 38 begrenzte Zonen der Innenseite 16 aufeinander zu liegen kommen.
Durch Hitzeeinwirkung entlang dieser Zonen wird die vierte Längssiegelnaht 38 erzeugt,
die den Beutel 1 längsseitig abdichtet.
[0041] Ebenso sind mit Hilfe der Markierungslinien M
i jene Bereiche eingegrenzt, die zur Bildung der anderen drei Längssiegelnähte 35,
36, und 37 bestimmt sind. Markierungslinien M9, M10 und M11, die mit einem einzigen
Punkt unterbrochen sind, zeigen Faltkanten an, an denen die Innenseite 16 der Folie
2 gegeneinander gefaltet wird, wonach die drei Längssiegelnähte 35, 36 und 37 durch
Hitzeeinwirkung erzeugt werden. Markierungslinien M12 und M13, die durch zwei Punkte
unterbrochen sind, zeigen die Position der erste Faltlinie 25 der ersten Seitenfalte
9 und die Position einer zweiten Faltlinie 29 der zweiten Seitenfalte 26 an. Quer
zu den für die Längssiegelnähte 35 bis 38 bestimmten Zonen der Folie 2 verlaufen jene
für die Fußsiegelnaht 8 (zwischen M15 und M16 für den vorangehenden Beutel 1) und
die Kopfsiegelnaht 6 (zwischen M14 und M16 für den momentan in Bearbeitung befindlichen
Beutel 1) bestimmten Zonen, wobei nach erfolgter Schlauchbildung und Ausbildung der
Seitenfalten 9 und 26 die Kopfsiegelnaht 6 hergestellt wird und der eine Beutel 1
von einem anderen benachbarten Beutel 1 entlang der Markierungslinie M16 abgetrennt
wird. Durch den noch offenen Fußbereich 7 hindurch wird der Beutel 1 mit Füllgut (nicht
dargestellt) befüllt und danach die Fußsiegelnaht 8 hergestellt.
[0042] Im Detail wird zu Beginn des Herstellungsverfahrens in der ebenen Folie 2 der Öffnungsbereich
11, z.B. durch Erzeugung einer Laserperforation in dem als erste Seitenfalte 9 bestimmten
Bereich knapp neben dem als Kopfsiegelnaht 6 bestimmten Bereich, definiert (siehe
Ergebnis visualisiert in Fig. 4). Die Laserperforation definiert eine zusammenhängende
Linie, die eine Öffnung 23 (siehe Fig. 6) zur Füllgutentnahme begrenzt. Danach wird
auf jener als Außenseite 10 bestimmten Seite der Folie 2 das Betätigungsmittel 13
durch Verkleben des Befestigungsbereiches 15 mit der Außenseite 10 befestigt (siehe
Ergebnis visualisiert z.B. in Fig. 4).
[0043] Das Verschlussteil 20 ist durch einen Klettverschluss realisiert und gliedert sich
in ein erstes Verschlusselement 27 und ein damit zusammenwirkendes zweites Verschlusselement
28, die im Querschnitt in der Figur 5 im Detail dargestellt sind. Das erste Verschlusselement
27 weist ein erstes Klettband 39 mit einem ersten Klettbereich 40, einem ersten Siegelflansch
41 und einem zweiten Siegelflansch 42 auf. Das zweite Verschlusselement 28 ist identisch
zu dem ersten Verschlusselement 27 ausgebildet und weist ein zweites Klettband 43
mit einem zweiten Klettbereich 44, einem dritten Siegelflansch 45 und einem vierten
Siegelflansch 46 auf.
[0044] Im Herstellungsverfahren wird zunächst das erste Verschlusselement 27 mit dem ersten
und dem zweiten Siegelflanschen 41 und 42 an der Innenseite 16 angesiegelt (siehe
Ergebnis visualisiert in Fig. 4 und 5). Der erste Klettbereich 40 wird dabei quer
zur Längsrichtung orientiert, wobei der erste Siegelflansch 41 parallel dazu in Richtung
des Kopfbereiches 5 versetzt und der zweite Siegelflansch 42 parallel dazu in Richtung
des Fußbereiches 7 versetzt verläuft.
[0045] Das zweite Verschlusselement 28 ist mit dem dritten und dem vierten Siegelflanschen
45 und 46 an der Verschließlasche 17 angesiegelt. Die Verschließlasche 17 wird durch
ein Aneinanderpressen der beiden Klettbereiche 40 und 44 an ihrer planmäßigen Position
den Öffnungsbereich 11 von der Innenseite 16 her abdeckend fixiert, wobei die beiden
Klettbereiche 40 und 44 deckungsgleich zueinander positioniert und in Eingriff gebracht
werden. Der zweite Klettbereich 44 wird dabei quer zur Längsrichtung orientiert, wobei
der dritte Siegelflansch 45 parallel dazu in Richtung des Kopfbereiches 5 versetzt
und der vierte Siegelflansch 46 parallel dazu in Richtung des Fußbereiches 7 versetzt
verläuft.
[0046] Die Länge der Verschließlasche 17 gemessen in der Längsrichtung ist so bemessen,
dass sie etwa bis zur Hälfte der Kopfsiegelnahtweite HSW reicht (siehe Fig. 5).
[0047] Der erste Siegelflansch 41 und der dritte Siegelflansch 45 sind im Abstand von einigen
Millimetern zu dem Öffnungsbereich 11 in Richtung des Fußbereiches 7 versetzt lokalisiert.
[0048] Im weiteren Verfahren wird nun besagte Faltung der Folie 2 entlang der mit Punkten
unterbrochenen Markierungslinie M9, M10, M11 durchgeführt, wobei die Verschließlasche
17 an ihrer zweiten und dritten Randzone 33 und 34 zwischen Bereichen der Innenseite
16 eingeschlagen wird. Danach werden durch Hitzeeinwirkung die erste und die zweite
Längssiegelnaht 35 und 36 in diesem Bereich erzeugt, wobei zugleich eine Einsiegelung
der zweiten und dritten Randzone 33 und 34 in die jeweilige Längssiegelnaht 35 bzw.
36 erfolgt (siehe Ergebnis visualisiert in Fig. 2 und 3).
[0049] Nachdem in Längsrichtung zu erfolgende Siegelmaßnahmen abgeschlossen wurden, wird
die Fußsiegelnaht 8 hergestellt und der vorkonfektionierte fußseitig verschlossene
Beutel 1 zur Befüllung an einen Abfüller von Packgut ausgeliefert. Dort wird nach
seiner Befüllung mit Packgut die Kopfsiegelnaht 6 durch Zusammenpressen des Kopfbereiches
5 und Hitzeeinwirkung erzeugt, wobei zugleich eine Einsiegelung der ersten Randzone
32 in die Kopfsiegelnaht 6 erfolgt, so wie dies in der Fig. 3 dargestellt ist.
[0050] Der so hergestellte Beutel 1 erlaubt die Positionierung der Schütte 24 in unmittelbarer
Nähe zu der durchgängig verschlossenen Kopfsiegelnaht 6, so wie dies in der Fig. 6
dargestellt ist. Dort ist eine geöffnete Schütte 24 zu sehen, die durch ein Anziehen
an dem Griffbereich 14 geöffnet wurde. Dabei wurde zunächst die Folie der ersten Seitenfalte
9 entlang der Laserperforation des Öffnungsbereiches 11 aufgerissen. Nach vollständiger
Entfernung der Folie 2 aus dem Öffnungsbereich 11 und weiterem Anziehen an dem Griffbereich
14 ist die Öffnung 23 erhalten.
[0051] Im Inneren des Beutels 1 trennen sich im Verlauf des Öffnens der Schütte 24 die beiden
Klettbereiche 40 und 44 voneinander, weil das erste Klettband 39 mit Hilfe der Betätigungsmittel
13 aus der Zeichenebene herausgezogen wird, wo hingegen das zweite Klettband 43 im
Wesentlichen an seiner Position gehalten wird, weil es an der Verschließlasche 17
angebracht ist, die entlang ihres zweiten und dritten Randteils 33 und 34 in die Längssiegelnähte
35 und 36 eingesiegelt ist und dort gegenüber den Längssiegelnähten 35 und 36 unverrückbar
gelagert ist und zugleich an ihrem ersten Randteil 32 in der Kopfsiegelnaht 6 eingesiegelt
ist und auch dort unverrückbar gelagert ist. Dadurch ist die Verschließlasche 17 in
Form einer in das Innere des Beutels 1 ragenden Keilstruktur geformt, die verankert
in der Kopfsiegelnaht 6 und verbunden mit den Längssiegelnähten 35 und 36 sich nach
außen hin verspreizend zwischen der Vorder- und der Rückwand 3, 4 eingeklemmt ein
Herausklappen der Verschließlasche 17 in Richtung der sich öffnenden Schütte 24 zuverlässig
verhindert. In der vollständig geöffneten Schütte 24 ist auch ein Teil des zweiten
Klettbands 43 zu sehen.
[0052] Im Unterschied zu dem in der Fig. 1 dargestellten Beutel 1 weist der in der Fig.
10 dargestellte Beutel 1 einen flachen Fußbereich 7 auf. In dem so geformten Fußbereich
7 sind die unteren Enden der Seitenfalten nach innen gelegt und die Fußsiegelnaht
8 ist umgefaltet und durch Klebstoff an der Außenseite 10 fixiert. Ein solcher Fußbereich
ist flach ausgebildet. Bei dem hier abgebildeten Beutel 1 reicht der Rand 18 der Verschließlasche
17 bis in die beiden Längssiegelnähte 35 und 36 und auch bis in die Kopfsiegelnaht
6. Der hier beschriebene Beutel 1 wird kopfseitig offen vorgefertigt, an einen Abfüller
ausgeliefert, dort mit Packgut befüllt und dort nach seiner Befüllung durch die Kopfsiegelnaht
6 verschlossen, so dass die erste Randzone 32 in die Kopfsiegelnaht 6, die zweite
Randzone 33 in die erste Längssiegelnaht 35 und die dritte Randzone 34 in die zweite
Längssiegelnaht 36 eingesiegelt ist.
[0053] Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei den vorangehend
detailliert beschriebenen Figuren nur um ein Ausführungsbeispiel handelt, welches
vom Fachmann in verschiedenster Weise modifiziert werden kann, ohne den Bereich der
Erfindung zu verlassen. Es wird der Vollständigkeit halber auch darauf hingewiesen,
dass die Verwendung der unbestimmten Artikel "ein" bzw. "eine" nicht ausschließt,
dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können. Auch können individuell
offenbarte Merkmale mit anderen Merkmalen kombiniert werden und Proportionen der dargestellten
Merkmale variieren, ohne dass von dem Konzept der Erfindung abgewichen wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0054]
- 1
- Beutel
- 2
- Folie
- 3
- Vorderwand
- 4
- Rückwand
- 5
- Kopfbereich
- 6
- Kopfsiegelnaht
- 7
- Fußbereich
- 8
- Fußsiegelnaht
- 9
- erste Seitenfalte
- 10
- Außenseite
- 11
- Öffnungsbereich
- 12
- Wiederverschluss
- 13
- Betätigungsmittel
- 14
- Griffbereich
- 15
- Befestigungsbereich
- 16
- Innenseite
- 17
- Verschließlasche
- 18
- Rand
- 19
- zusammenhängender Bereich
- 20
- Verschlussteil
- 21
- erstes Klettband
- 22
- zweites Klettband
- 23
- Öffnung
- 24
- Schütte
- 25
- erste Faltlinie
- 26
- zweite Seitenfalte
- 27
- erstes Verschlusselement
- 28
- zweites Verschlusselement
- 29
- zweite Faltlinie
- 30
- Pfeil
- 31
- rechter Folienrand
- 32
- erste Randzone
- 33
- zweite Randzone
- 34
- dritte Randzone
- 35
- erste Längssiegelnaht
- 36
- zweite Längssiegelnaht
- 37
- dritte Längssiegelnaht
- 38
- vierte Längssiegelnaht
- 39
- erstes Klettband
- 40
- erster Klettbereich
- 41
- erster Siegelflansch
- 42
- zweiter Siegelflansch
- 43
- zweites Klettband
- 44
- zweiter Klettbereich
- 45
- dritter Siegelflansch
- 46
- vierter Siegelflansch
- 47
- linker Folienrand
- A
- Detailbereich
- LSW
- Längssiegelnahtweite
- GD
- Seitenfaltentiefe
- HSW
- Kopfsiegelnahtweite
- Mi
- Markierungslinien
1. Beutel (1), der aus einer Folie (2) aufweisend eine Außenseite (10) und eine siegelfähige
Innenseite (16) gefertigt ist, und eine Vorderwand (3) und eine Rückwand (4) und einen
Kopfbereich (5) und einen Fußbereich (7) und zumindest eine in Längsrichtung zwischen
dem Kopfbereich (5) und dem Fußbereich (7) verlaufende Seitenfalte (9) aufweist, wobei
die Seitenfalte (9):
- begrenzt durch eine erste Längssiegelnaht (35) hin zur Vorderwand (3) und begrenzt
durch eine zweite Längssiegelnaht (36) hin zur Rückwand (4) ist, und
- einen Öffnungsbereich (11) aufweist, und
- einen an der Innenseite (16) angebrachten Wiederverschluss (12) aufweist, wobei
+ der Wiederverschluss (12) eine den Öffnungsbereich (11) sowie daran angrenzende
Randbereiche überdeckende Verschließlasche (17) aufweist, wobei
+ die Verschließlasche (17) eine an die Breite der Seitenfalte (9) angepasste Breite
aufweist und längs ihres Randes (18), der eine erste Randzone (32) und eine daran
anschließende zweite Randzone (33) und eine dritte Randzone (34) aufweist, unter Aussparung
eines zusammenhängenden Bereiches (19) zwischen der zweiten und dritten Randzone (33,
34), in dem ein Verschlussteil (20) angeordnet ist, an der Innenseite (16) durch die
in die erste Längssiegelnaht (35) eingesiegelte zweite Randzone (33) und die in die
zweite Längssiegelnaht (36) eingesiegelte dritte Randzone (34) festgelegt ist.
2. Beutel nach Anspruch 1, wobei die erste und die zweite Längssiegelnaht (35, 36) eine
Längssiegelnahtweite (LSW) aufweist und die zweite Randzone (33) entlang der vollen
Längssiegelnahtweite (LSW) oder entlang eines Teils der Längssiegelnahtweite (LSW)
in die erste Längssiegelnaht (35) eingesiegelt ist und die dritte Randzone (34) entlang
der vollen Längssiegelnahtweite (LSW) oder entlang eines Teils der Längssiegelnahtweite
(LSW) in die zweite Längssiegelnaht (36) eingesiegelt ist.
3. Beutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Kopfbereich (5) mit einer
Kopfsiegelnaht (6) verschlossen ist und die erste Randzone (32) in die Kopfsiegelnaht
(26) eingesiegelt ist.
4. Beutel nach Anspruch 3, wobei die Kopfsiegelnaht (6) eine Kopfsiegelnahtweite (HSW)
aufweist und die erste Randzone (32) entlang der vollen Kopfsiegelnahtweite (HSW)
oder entlang eines Teils der Kopfsiegelnahtweite (HSW) in die Kopfsiegelnaht (6) eingesiegelt
ist.
5. Beutel (1) nach Anspruch 3 oder 4, wobei der Öffnungsbereich (11) direkt benachbart
zu der Kopfsiegelnaht (11) angeordnet ist.
6. Beutel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Verschlussteil (20) sich
von der ersten Längssiegelnaht (35) bis hin zu der zweiten Längssiegelnaht (36) erstreckt.
7. Beutel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Verschlussteil (20) ein
an der Innenseite (16) der Seitenfalte (9) festgelegtes erstes Verschlusselement (27)
und ein damit zusammenwirkendes, an der Verschließlasche (17) festgelegtes zweites
Verschlusselement (28) aufweist, und das erste sowie das zweite Verschlusselement
(27, 28) unmittelbar benachbart zu dem Öffnungsbereich (11) oder im Abstand zu dem
Öffnungsbereich (11) in Richtung des Fußbereiches (7) angeordnet sind, wobei das erste
Verschlusselement (27) an der Innenseite (16) und das zweite Verschlusselement (28)
an jener der Innenseite (16) zugewandten Seite der Verschlusslasche (17) festgelegt
ist .
8. Beutel (1) nach Anspruch 7, wobei das erste Verschlusselement (27) ein erstes Klettband
(39) mit einem ersten Klettbereich (40), der einerseits durch einen zum Kopfbereich
(5) hin gelegenen ersten Siegelflansch (41) und andererseits durch einen zum Fußbereich
(7) hin gelegenen zweiten Siegelflansch (42) begrenzt ist, und das zweite Verschlusselement
(28) ein zweites Klettband (43) mit einem zweiten Klettbereich (44), der einerseits
durch einen zum Kopfbereich (5) hin gelegenen dritten Siegelflansch (45) und andererseits
durch einen zum Fußbereich (7) hin gelegenen vierten Siegelflansch (46) begrenzt ist,
aufweist und wobei der dritte Siegelflansch (45) unmittelbar benachbart zu dem Öffnungsbereich
(11) oder im Abstand zu dem Öffnungsbereich (11) in Richtung des Fußbereiches (7)
lokalisiert und mit der Verschließlasche (17) versiegelt ist.
9. Verfahren zum Herstellen eines Beutels (1) aus einer Folie (2) aufweisend eine als
Außenseite (10) und eine als siegelfähige Innenseite (16) des Beutels (1) bestimmte
Seite, wobei der Beutel (1) eine Vorderwand (3) und eine Rückwand (4) und einen Kopfbereich
(5) und einen Fußbereich (7) und zumindest eine in Längsrichtung zwischen dem Kopfbereich
(5) und dem Fußbereich (7) verlaufende Seitenfalte (9) aufweist, wobei die Seitenfalte
(9) mit einer ersten Längssiegelnaht (35) hin zur Vorderwand (3) und mit einer zweiten
Längssiegelnaht (36) hin zur Rückwand (4) begrenzt ist, wobei das Verfahren die folgenden
Schritte aufweist, nämlich:
- Zuführen der Folie (2), und
- Definieren eines Öffnungsbereiches (11) innerhalb eines Bereiches der Folie (2),
der zur Bildung der Seitenfalte (9) vorgesehen ist, und
- Positionieren einer Verschließlasche (17) zwecks Bildung eines Wiederverschlusses
(12) derart innerhalb des zur Bildung der Seitenfalte (9) vorgesehenen Bereiches der
Folie (2), dass die Verschließlasche (17) den Öffnungsbereich (11) sowie daran angrenzende
Randbereiche überdeckt und längs ihres Randes (18) unter Aussparung eines zusammenhängenden
Bereiches (19), in dem ein Verschlussteil (20) angeordnet ist, an der Innenseite (16)
festlegbar ist, wobei der Rand (18) eine erste Randzone (32) und eine daran anschließende
zweite Randzone (33) und dritte Randzone (34) aufweist und die Verschließlasche (17)
eine an die Breite der Seitenfalte (9) angepasste Breite aufweist, so dass die zweite
Randzone (33) bis in einen zur Bildung der ersten Längssiegelnaht (35) vorgesehenen
Bereich der Folie (2) und die dritte Randzone (34) bis in einen zur Bildung der zweiten
Längssiegelnaht (36) vorgesehenen Bereich der Folie (2) reicht, und
- Herstellen der ersten Längssiegelnaht (35) mit eingesiegelter zweiter Randzone (33),
und
- Herstellen der zweiten Längssiegelnaht (36) mit eingesiegelter dritter Randzone
(34).
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die herzustellende erste und die zweite Längssiegelnaht
(35, 36) eine Längssiegelnahtweite (LSW) aufweisen und wobei die Breite der Verschließlasche
so an die Breite der Seitenfalte (9) angepasst wird, dass die zweite Randzone (33)
entlang der vollen Längssiegelnahtweite (LSW) oder entlang eines Teils der Längssiegelnahtweite
(LSW) in die erste Längssiegelnaht (35) eingesiegelt wird und die dritte Randzone
(34) entlang der vollen Längssiegelnahtweite (LSW) oder entlang eines Teils der Längssiegelnahtweite
(LSW) in die zweite Längssiegelnaht (36) eingesiegelt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei das Positionieren der Verschließlasche
(17) oder ein Anpassen der Länge der Verschließlasche (17) so erfolgt, dass die Verschließlasche
(17) mit ihrer dem zu erzeugenden Kopfbereich (5) des Beutels (1) zugewandten ersten
Randzone (32) bis in einen zur Bildung einer Kopfsiegelnaht (6) zwecks Verschluss
des Kopfbereiches (5) vorgesehenen Bereich der Folie (2) reicht, und wobei ein Verschließen
des Kopfbereiches (5) durch ein Herstellen einer Kopfsiegelnaht (6) mit einem Einsiegeln
der ersten Randzone (32) erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die herzustellende Kopfsiegelnaht (6) eine Kopfsiegelnahtweite
(HSW) aufweist und das Positionieren der Verschließlasche (17) oder das Anpassen der
Länge der Verschließlasche (17) so erfolgt, dass die erste Randzone (32) entlang der
vollen Kopfsiegelnahtweite (HSW) oder entlang eines Teils der Kopfsiegelnahtweite
(HSW) in die Kopfsiegelnaht (6) eingesiegelt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12, wobei das Herstellen der Kopfsiegelnaht
(6) nach dem Erzeugen der ersten und der zweiten Längssiegelnaht (35,36) erfolgt.
14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche 11 oder 12, wobei der Schritt des
Definierens des Öffnungsbereiches (11) ein Positionieren des Öffnungsbereiches (11)
direkt benachbart zu jenem Bereich der Folie (2) aufweist, welcher Bereich zur Bildung
der Kopfsiegelnaht (6) vorgesehen ist.