[0001] Die Erfindung betrifft einen Dämmstoffhalter, eine Anordnung und ein Verfahren zum
Verbinden eines Dämmstoffhalters mit einem Dämmstoffelement.
[0002] Unter einer Schalung versteht man eine Gussform, in die Frischbeton zur Herstellung
von Betonbauteilen eingebracht wird. Nach dem Erhärten des Betons wird sie im Regelfall
entfernt. Herkömmlich wird beim Herstellen von Betonwänden mittels Schalungsbauweise
eine Dämmstoff- oder Isolationswand mit dem Beton verbunden.
[0003] Um diese Verbindung zu stärken, ist es möglich, einen Nagel in die Isolationswand
einzubringen, bevor die Isolationswand eingebaut wird. Ein solcher Nagel wird durch
die Isolationswand getrieben und steht beidseitig gegenüber dieser hervor, so dass
ein Teil des Nagels zur Fixierung der Isolationswand auch mit dem Beton verbunden
ist. Allerdings ist für jede Dicke der Isolationswand ein separater Nagel mit einer
entsprechenden Länge erforderlich. Außerdem stört der Nagelkopf optisch und mechanisch,
da dieser zum Beispiel bei dünnem Putz noch an der Außenseite der Isolationswand sichtbar
bleiben kann, die der Betonseite gegenüberliegt.
[0004] DE 10324760 offenbart ein Wandbauelement mit zwei voneinander beabstandet angeordneten Betonschichten,
mit einer Dämmschicht, welche einer der beiden Betonschichten zugeordnet ist, wobei
zwischen der Dämmschicht und der anderen Betonschicht zum Auffüllen mit Ortbeton ein
Zwischenraum vorgesehen ist, und mit mehreren die zwei Betonschichten verbindenden
Verbindungselementen, wobei die Verbindungselemente sich von der einen Betonschicht
durch die Dämmschicht und den Zwischenraum hindurch zur anderen Betonschicht erstrecken.
Es ist mindestens ein Verbindungsmittel vorgesehen, das sich von einer Betonschicht
gegebenenfalls durch die Dämmschicht hindurch lediglich bis in den Zwischenraum erstreckt.
[0005] DE 29705044 offenbart ein Bauelement für Hochbauwerke.
[0006] DE 69516864 offenbart hochisolierende Verbindungsstäbe und Verfahren zu ihrer Herstellung und
ihrer Anwendung in hochisolierten zusammengesetzten Wänden.
[0007] DE 7239182 offenbart eine Abstandshalterungs- und Verbindungsvorrichtung.
[0008] DE 7018445 offenbart eine Mehrschichten-Betonplatte mit einer darin vorgesehenen Verbindungsnadel.
[0009] EP 1,449,977 offenbart eine Ventiliereinrichtung für verstärkte Betonkomponenten, aufweisend geschlossene
Kavitäten oder gewichtsreduzierende Elemente.
[0010] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen effizienten und kostengünstigen
Dämmstoffhalter bereitzustellen.
[0011] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen
Patentansprüchen gelöst. Weitere Ausführungsbeispiele sind in den abhängigen Ansprüchen
gezeigt.
[0012] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist ein Dämmstoffhalter
(der auch als Schalungsanker bezeichnet werden kann) zum Verbinden eines Dämmstoffelements
mit einem zu gießenden Bauwerkelement geschaffen, wobei der Dämmstoffhalter einen
dämmstoffelementseitigen Endabschnitt, der zum Einführen in das Dämmstoffelement ausgebildet
(insbesondere geformt) ist, um sich dort zu verankern, einen bauwerkelementseitigen
Endabschnitt, der dem dämmstoffelementseitigen Endabschnitt gegenüberliegt und der
zum Eingießen in das Bauwerkelement ausgebildet ist, und eine Verankerungstiefenmarkierung
aufweist, die eine Verankerungstiefe angibt, bis zu der das Einführen des dämmstoffelementseitigen
Endabschnitts in das Dämmstoffelement vorzunehmen ist. Vorzugsweise kann dieses Vornehmen
derart erfolgen, dass bei Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts in
das Dämmstoffelement bis zu der Verankerungstiefe ein dämmstoffelementseitiges Ende
(insbesondere eine Endspitze) des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts nur im Inneren
des Dämmstoffelements vollständig versenkt oder verankert ist (d.h. ohne durch beide
gegenüberliegenden Wände des Dämmstoffelements hindurchzudringen).
[0013] Ein Dämmstoffhalter zum Verbinden eines Dämmstoffelements mit einem zu gießenden
Bauwerkelement gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung
weist einen dämmstoffelementseitigen Endabschnitt, der zum Einführen in das Dämmstoffelement
ausgebildet ist, um sich dort zu verankern, und einen bauwerkelementseitigen Endabschnitt
auf, der dem dämmstoffelementseitigen Endabschnitt gegenüberliegt, und der zum Eingießen
in das Bauwerkelement ausgebildet ist. Ein solches exemplarisches Ausführungsbeispiel
der Erfindung kommt somit ohne Verankerungstiefenmarkierung aus und kann mit jedem
beliebigen, im Rahmen dieser Anmeldung beschriebenen Merkmal eines Dämmstoffhalters
versehen sein. Insbesondere kann ein solcher Dämmstoffhalter mit einem beliebigen
Merkmal oder mit einer beliebigen Merkmalskombination der abhängigen Patentansprüche
ausgestattet sein.
[0014] Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist eine Anordnung
bereitgestellt, die ein Dämmstoffelement und einen Dämmstoffhalter zum Verbinden des
Dämmstoffelements mit einem zu gießenden Bauwerkelement aufweist. Dieser Dämmstoffhalter
weist einen dämmstoffelementseitigen Endabschnitt, der zum Einführen in das Dämmstoffelement
ausgebildet ist, um sich dort zu verankern, und einen bauwerkelementseitigen Endabschnitt
auf, der dem dämmstoffelementseitigen Endabschnitt gegenüberliegt und der zum Eingießen
in das Bauwerkelement ausgebildet ist, wobei der dämmstoffelementseitige Endabschnitt
in das Dämmstoffelement bis zu einer Verankerungstiefe eingeführt ist (oder einführbar
ist), wobei der bauwerkelementseitige Endabschnitt dabei gegenüber dem Dämmstoffelement
hervorsteht. Der dämmstoffelementseitige Endabschnitt kann im Inneren des Dämmstoffelements
angeordnet sein, insbesondere derart, dass ein freies Ende des dämmstoffelementseitigen
Endabschnitts im Inneren des Dämmstoffelements verankert bzw. angeordnet ist.
[0015] Gemäß noch einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein
Verfahren zum Verbinden eines Dämmstoffhalters mit einem Dämmstoffelement geschaffen,
wobei der Dämmstoffhalter einen bauwerkelementseitigen Endabschnitt und einen gegenüberliegenden
dämmstoffelementseitigen Endabschnitt aufweist, wobei bei dem Verfahren der dämmstoffelementseitige
Endabschnitt des Dämmstoffhalters in das Dämmstoffelement bis zu einer Verankerungstiefe
eingeführt wird, bei der der bauwerkelementseitige Endabschnitt gegenüber dem Dämmstoffelement
zum Eingießen in das Bauwerkelement hervorsteht und der dämmstoffelementseitige Endabschnitt
im Inneren des Dämmstoffelements verankert ist.
[0016] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter einem "Dämmstoffelement" insbesondere eine
aus einem thermischen Isolationsmaterial, wie zum Beispiel beim Hausbau verwendet,
gebildete Struktur (zum Beispiel eine Wand, eine Platte oder ein sonstiger Körper)
aus Dämmstoff verstanden werden, die mit einem mittels Gießens herzustellenden Bauwerkelements
verbunden werden soll. Ein solches Dämmstoffelement kann eine Wandstärke von zum Beispiel
1 cm bis 10 cm oder mehr, insbesondere 2 cm bis 5 cm, aufweisen. Als Material für
das Dämmstoffelement kann ein druckfester, schaumartiger Kunststoff eingesetzt werden.
Vorzugsweise weist ein geeignetes Material für das Dämmstoffelement eine ausreichend
hohe Dichte auf, um eine gute Wärmedämmung (und ggf. Schalldämmung) zu ermöglichen.
Ein geeignetes Material für das Dämmstoffelement ist Polystyrol (Poly(1-phenylethan-1,2-diyl)),
der auch unter der Bezeichnung Styrodur im Handel erhältlich ist. Natürlich können
für das Dämmstoffelement auch andere Materialien eingesetzt werden, zum Beispiel Polyurethan
(PU) oder sonstige Kunststoffschäume. Die beschriebenen Dämmstoffplatten haben in
der Regel standardisierte Maße.
[0017] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter einem "Bauwerkelement" insbesondere eine zu
gießende Komponente bzw. eine Gusskomponente eines Bauwerks verstanden werden, die
zum Beispiel durch Vergießen von Flüssigbaustoff (beispielsweise Beton oder Estrich)
in einen Hohlraum, insbesondere zwischen einem Dämmstoffelement und einer Schalung,
hergestellt werden kann. Dieser Flüssigbaustoff härtet nachfolgend aus und bildet
dann das Bauwerkelement. Ein dem Bauwerkelement zugeordnetes Bauwerk kann ein Gebäude,
wie zum Beispiel ein Haus, oder aber auch ein andersartiges Bauwerk, wie zum Beispiel
eine Brücke oder ein Tunnel, sein.
[0018] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter einem "dämmstoffelementseitigen Endabschnitt"
des Dämmstoffhalters insbesondere ein in Einführrichtung strukturelles Vorderende
des Dämmstoffhalters verstanden werden, das geformt und konfiguriert ist, in das Dämmstoffelement
eindringen zu können, insbesondere schneidend eindringen zu können. Dieses Eindringen
kann händisch unter ausschließlicher Ausübung von Muskelkraft oder mittels eines entsprechenden
Werkzeugs, zum Beispiel eines Hammers, erfolgen.
[0019] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter einem "bauwerkelementseitigen Endabschnitt"
des Dämmstoffhalters insbesondere ein in Einführrichtung strukturelles Hinterende
des Dämmstoffhalters verstanden werden, das bestimmungsgemäß im montierten Zustand
des Dämmstoffhalters gegenüber dem Dämmstoffelement hervorsteht und somit einen Anker
im zu vergießenden oder gegossenen Material des Bauwerkelements bildet.
[0020] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter einer "Verankerungstiefenmarkierung" insbesondere
ein beliebiges strukturelles oder sonst wie von einem Benutzer wahrnehmbares Merkmal
(zum Beispiel eine Farbmarkierung) verstanden werden, das einem Benutzer zu erkennen
gibt oder das durch seine Handhabung oder Eigenschaften beim Einführen in ein Dämmstoffelement
zwingend dazu führt (zum Beispiel als mechanische Sperre wirkend), dass das Einführen
des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts nur bis zu einer bestimmten Verankerungstiefe
erfolgen soll, darf oder kann. Bei Verankerung bis zu der zugehörigen Verankerungstiefe
ist der dämmstoffelementseitige Endabschnitt dann im Inneren des Dämmstoffelements
angeordnet, das heißt ist darin verankert. Somit kann die Verankerungstiefenmarkierung
eine Einführsperre sein, die es zum Beispiel form- oder kraftschlüssig unterbindet,
dass ein Dämmstoffhalter weiter als gewünscht in ein Dämmstoffelement eingeführt wird.
Die Verankerungstiefenmarkierung kann aber auch lediglich ein visueller oder haptischer
Marker sein, anhand dem ein Benutzer erkennen kann, wie tief der Dämmstoffhalter in
das Dämmstoffelement eingeführt werden darf oder soll. Zum Beispiel kann die Position
eines Strichs an dem Dämmstoffhalter anzeigen, bis zu welcher Maximaltiefe oder Verankerungstiefe
der Dämmstoffhalter in das Dämmstoffelement einzuführen und darin an geeigneter Stelle
oder in geeigneter Tiefe zu verankern ist.
[0021] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann ein Dämmstoffhalter in einer Weise
eingesetzt werden, dass dieser von der Bauwerkelementseite her, ggf. nachträglich,
in das Dämmstoffelement eingesetzt wird. Dabei kann die Anbringung in einer Weise
erfolgen, dass der Dämmstoffhalter nur bauwerkelementseitig (zum Beispiel betonwandseitig)
aus dem Dämmstoffelement hervortritt und mit seinem anderen Ende vollständig im Inneren
des Dämmstoffelements versenkt ist, so dass zwischen dem dämmstoffelementseitigen
Endabschnitt des Dämmstoffhalters und der freien Oberfläche des Dämmstoffelements
ein Puffer von Dämmstoffmaterial verbleibt. Dies hat zur Folge, dass auf der anderen
Seite des Dämmstoffelements, d.h. auf der der Betonwand abgewandten Seite, keine störenden
Teile des Dämmstoffhalters hervortreten. Dies erleichtert ein Verputzen einer solchen
Fläche bzw. das Anbringen einer Gipswand oder dergleichen. Besonders vorteilhaft an
dieser Konfiguration ist, dass eine thermische Brücke, die durch einen vollständig
durch das Dämmstoffelement hindurchtretenden Dämmstoffhalter unerwünscht gebildet
würde, erfindungsgemäß vermieden werden kann, da das Dämmstoffelement von dem Dämmstoffhalter
an keiner Stelle vollständig durchdrungen ist. Ferner ist aufgrund des definierten
Vorgebens einer maximalen Eindringtiefe oder Verankerungstiefe des Dämmstoffhalters
in das Dämmstoffelement für einen breiten Bereich von Dicken der Dämmstoff- oder Isolationsschicht
nur eine einzige Größe eines Dämmstoffhalters ausreichend, um eine gleichbleibend
zuverlässige Verbindung zwischen Dämmstoffelement und zu gießendem Bauwerkelement
zu ermöglichen. Somit ist erfindungsgemäß keine Durchsteckmontage eines Nagels mehr
erforderlich, vielmehr wird der Dämmstoffhalter nur ein Stück in das Dämmstoffelement
eingeführt und dort verankert, ohne an der gegenüberliegenden Seite des Dämmstoffelements
wieder herauszutreten. Dadurch sind auch unerwünschte Wechselwirkungen an dieser anderen
Seite vermieden.
[0022] Im Weiteren werden zusätzliche exemplarische Ausführungsbeispiele der Dämmstoffhalter
beschrieben. Diese gelten auch für die Anordnung und das Verfahren.
[0023] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Dämmstoffhalter eine Endanschlagfläche als
die Verankerungstiefenmarkierung zwischen dem dämmstoffelementseitigen Endabschnitt
und dem bauwerkelementseitigen Endabschnitt aufweisen, die bei Einführen des Dämmstoffhalters
bis zu der Verankerungstiefe (insbesondere definiert durch die Position der Endanschlagfläche)
an einer Oberfläche des Dämmstoffelements anschlägt, wodurch ein weiteres (d.h. gegenüber
der Maximal- bzw. Verankerungstiefe fortgesetztes) Einführen des Dämmstoffhalters
in das Dämmstoffelement unterbunden ist und der bauwerkelementseitige Endabschnitt
gegenüber dem Dämmstoffelement hervorsteht (d.h. außerhalb des Dämmstoffelements verbleibt,
während der dämmstoffelementseitige Endabschnitt innerhalb des Dämmstoffelements versenkt
ist). Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter einer "Endanschlagfläche" eine Struktur
mit einer insbesondere zweidimensionalen Auflagefläche verstanden werden, die derart
konfiguriert, geformt und ausgerichtet ist, dass beim bestimmungsgemäßen Einführen
des Dämmstoffhalters in das Dämmstoffelement die Endanschlagfläche in einer zugehörigen
Endposition gegen eine korrespondierende Gegenfläche des Dämmstoffelements flächig
anschlägt, womit ein weiteres Einführen des Dämmstoffhalters gehemmt und eine Ausrichtung
des Dämmstoffhalters relativ zu dem Dämmstoffelement eingestellt wird. Somit bildet
die Endanschlagfläche eine Sperre für das Einführen des Dämmstoffhalters in das Dämmstoffelement
über eine Maximaltiefe hinaus. Dies gewährleistet einerseits ein sicheres und definiertes
Verankern des Dämmstoffhalters in dem Dämmstoffelement und andererseits das Verbleiben
eines Überstands als Verankerungsstruktur für das Bauwerkelement. Ferner kann dadurch
auch vermieden werden, dass der dämmstoffelementseitige Endabschnitt infolge eines
unkontrolliert tiefen Eindringens in das Dämmstoffelement unerwünscht durch eine zweite
Oberfläche des Dämmstoffelements hindurchtritt, die der bauwerkelementseitigen Oberfläche
des Dämmstoffelements gegenüberliegt.
[0024] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Dämmstoffhalter einen Verspreizmechanismus
aufweisen, der bei Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts in das Dämmstoffelement
zum Verspreizen in dem Dämmstoffelement eingerichtet ist, um sich dort zu verankern.
Im Rahmen dieser Anmeldung wird unter einem "Verspreizmechanismus" insbesondere ein
Aufbau mechanisch zusammenwirkender Komponenten verstanden, die aufgrund der bei Einführen
des Dämmstoffhalters in das Dämmstoffelement wirkenden Kräfte zu einer (insbesondere
seitlichen) Verkeilung mindestens einer physischen Struktur in dem Dämmstoffelement,
d.h. winkelig zu einer Einführrichtung, führen.
[0025] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Dämmstoffhalter eine Verspreizanschlagfläche
(die von der Endanschlagfläche räumlich getrennt ist) aufweisen, die bei Einführen
des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts in das Dämmstoffelement bei Erreichen einer
Solltiefe (die in der Regel geringer als die Maximaltiefe ist) zum Anschlagen an eine
Begrenzungsfläche des Dämmstoffelements ausgestaltet ist. Der Verspreizmechanismus
kann eingerichtet sein, bei Fortsetzen des Einführens des dämmstoffelementseitigen
Endabschnitts in das Dämmstoffelement nach Erreichen der Solltiefe (bis zum Erreichen
der Maximaltiefe) das Verspreizen in dem Dämmstoffelement zu bewirken. Im Rahmen dieser
Anmeldung wird unter dem Begriff "Solltiefe" insbesondere ein Abstand zwischen dem
dämmstoffelementseitigen Endabschnitt des Dämmstoffhalters sowie der Verspreizanschlagfläche
verstanden, der im Wesentlichen einer Länge entspricht, entlang welcher der Dämmstoffhalter
bis zum Auslösen des Spreizmechanismus in das Dämmstoffelement eingebracht wird. Gemäß
einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist somit ein Dämmstoffhalter
bereitgestellt, der auf ein Dämmstoffelement aufgesetzt und hineingedrückt wird. Diese
Drückbewegung wird fortgesetzt, bis eine Auflagefläche des Dämmstoffhalters auf dem
Dämmstoffelement aufliegt. Bei Ausüben einer weiteren Druckkraft lösen sich Spreizstrukturen
von dem Dämmstoffhalter und werden von einer Aufspreizkante aufgespreizt, womit ein
Hinterschnitt gebildet wird.
[0026] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Dämmstoffhalter einen Schneidkantenkörper
zum schneidenden Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts in das Dämmstoffelement
aufweisen. Im Rahmen dieser Anmeldung wird unter einem "Schneidkantenkörper" insbesondere
ein Bauteil oder eine Komponente verstanden, das bzw. die beim Eindrücken in das Dämmstoffelement
mit mindestens einer Schneidkante das Dämmstoffelement einschneidet. Somit kann der
Schneidkantenkörper auch als Messer bezeichnet werden. Gemäß einem exemplarischen
Ausführungsbeispiel der Erfindung ist somit ein einfach und ggf. nachträglich montierbares
und kostengünstig herstellbares Hilfsmittel geschaffen, das händisch oder mit einem
Werkzeug in ein Dämmstoffelement eingeführt werden kann und dabei von der schneidenden
Wirkung des entsprechend konfigurierten Schneidkantenkörpers Gebrauch macht.
[0027] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Schneidkantenkörper einen pfeilförmigen
Frontbereich aufweisen. Bei einer pfeilförmigen Ausgestaltung des Schneidkantenkörpers
kann nicht nur eine Führungsspitze zum Vorgeben einer Eindringrichtung bereitgestellt
werden, sondern es kann auch die Kraft zum Einführen des Dämmstoffhalters in das Dämmstoffelement
gering gehalten werden.
[0028] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Schneidkantenkörper zwei gegeneinander abgewinkelte
Schneidkanten aufweisen, die in einer Spitze zusammenlaufen. Die Spitze kann als Ansatzpunkt
zum genauen Positionieren des Dämmstoffhalters dienen. Der Winkel, den die beiden
abgewinkelten Schneidkantenbereiche einschließen kann, kann insbesondere ein stumpfer
Winkel sein. Zum Beispiel kann dieser Winkel in einem Bereich zwischen 100° und 150°
liegen.
[0029] Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel kann der Schneidkantenkörper vier gegeneinander
abgewinkelte Schneidkanten aufweisen, die in zwei getrennten Spitzen zusammenlaufen.
Zwischen den Spitzen kann eine Einbuchtung bzw. Aussparung gebildet sein. Solch eine
Geometrie ermöglicht ein besonders gut gerichtetes und kraftarmes Einbringen des Dämmstoffhalters.
[0030] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Schneidkantenkörper einen (insbesondere
hinter den zum Beispiel pfeilförmigen Schneidkanten liegenden) Rückbereich mit Hinterschnitt
aufweisen. Bei Ausbilden des Schneidkantenkörpers mit einem Hinterschnitt, das heißt
mit einem Abschnitt, an dem der Schneidkantenkörper zusammenläuft bzw. sich wieder
verjüngt, kann eine Gleitschiene für das Auslösen des Spreizmechanismus geschaffen
werden, entlang welcher Spreizelemente zum Bewirken der Aufspreizung geführt werden
können.
[0031] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Schneidkantenkörper als Schneidplatte ausgebildet
sein. Eine solche Platte kann als entsprechend geformtes dünnes Blech oder als entsprechend
geformte Kunststoffplatte ausgestaltet sein, was bei geringem Gewicht zu einer kostengünstigen
Fertigung führt.
[0032] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Schneidkantenkörper einen V-förmigen oder
einen W-förmigen Frontbereich aufweisen. Ein V-förmiger Frontbereich hat eine Spitze,
wohingegen ein W-förmiger Frontbereich zwei Spitzen mit einer dazwischen liegenden
V-förmigen Aussparung aufweist.
[0033] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Verspreizanschlagfläche als eine Hauptfläche
(d.h. als eine von zwei gegenüberliegenden Plattenebenen) einer Anschlagplatte ausgebildet
sein, wobei die Hauptfläche orthogonal zu einer Einführrichtung des dämmstoffelementseitigen
Endabschnitts in das Dämmstoffelement und/oder orthogonal zu einem als Schneidplatte
ausgebildeten Schneidkantenkörper orientiert sein kann. Somit kann eine Plastik- oder
Metallplatte senkrecht zu der bestimmungsgemäßen Einführrichtung ausgerichtet sein,
so dass bei Einführen des Dämmstoffhalters in ein zum Beispiel wandartig ausgebildetes
Dämmstoffelement sich die Hauptfläche gegen eine ebene Oberfläche der Dämmstoffplatte
drückt, was eine gewünschte Ausrichtung des Dämmstoffhalters relativ zu dem Dämmstoffelement
bewirkt.
[0034] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Verspreizmechanismus zwei oder mehr Spreizstrukturen
(ggf. auch eine einzige Spreizstruktur), insbesondere Spreizschenkel oder Spreizschienen,
aufweisen. Die Spreizschenkel können den Dämmstoffhalter seitlich begrenzen und zum
geführten Einführen des Dämmstoffhalters in das Dämmstoffteil eingerichtet sein. Diese
beiden gegenüberliegenden Spreizstrukturen, die zum Beispiel als Führungsschienen
bzw. als plattenartige Abschnitte ausgebildet sein können, vereinfachen die Betätigung
des Dämmstoffhalters, da sie (vor einem Aufspreizen) entlang einer bestimmungsgemäßen
Einführrichtung ausgerichtet sind.
[0035] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können dämmstoffelementseitige Endabschnitte der
Spreizstrukturen in Einführrichtung über die Verspreizanschlagfläche hinausragen und
gegenüber einem Schneidkantenkörper zurückversetzt sein. Gemäß dieser Ausgestaltung
definiert der Schneidkantenkörper somit die Position des ersten Einschneidens des
Dämmstoffhalters in das Dämmstoffelement, wobei die Endabschnitte der Spreizstrukturen
erst danach in das Dämmstoffelement eintauchen und somit früher im Bewegungsablauf
mit dem Dämmstoffelement in Kontakt geraten als die Anschlagplatte.
[0036] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die dämmstoffelementseitigen Endabschnitte
der Spreizstrukturen zum Einführen in das Dämmstoffteil jeweils spitz zusammenlaufend
ausgebildet sein. Bei dieser Ausgestaltung können daher auch die Spreizstrukturen
zu der Schneidwirkung beitragen bzw. kann ihr Einführen in das Dämmstoffelement kraftarm
ermöglicht werden.
[0037] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die Spreizstrukturen Spreizschenkel zum Verspreizen
des Dämmstoffhalters in dem Dämmstoffelement beim Einführen des Dämmstoffhalters in
das Dämmstoffteil aufweisen. Somit können sich die Spreizschenkel bei (über die Solltiefe
hinaus) fortgesetztem Einführen und fortgesetztem Druck auf den Dämmstoffhalter lösen.
Insbesondere können diese Spreizschenkel von einer (insbesondere rückseitigen) Aufspreizkante
des Schneidkantenkörpers entlang einer entsprechend vorgebbaren Trajektorie aufgespreizt
werden und können dadurch einen Hinterschnitt bilden. Die Auflagefläche der Spreizschenkel,
d.h. die Endanschlagfläche, kann dann auf dem Dämmstoffelement aufliegen.
[0038] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die Spreizstrukturen und die Verspreizanschlagfläche
ausgebildet bzw. relativ zueinander angeordnet sein, um einen Aufnahmehohlraum zum
Aufnehmen von Material des Bauwerkelements während dessen Gießens zu begrenzen. Indem
der hintere Abschnitt des Dämmstoffhalters hohl ausgebildet wird, ist bei dem späteren
Ausbilden des Bauwerkelements, insbesondere mittels Gießens von Beton in Schalungsbauweise,
ein Eindringen des noch flüssigen Baustoffs des Bauwerkelements in den Dämmstoffhalter
ermöglicht. Nach Aushärten des Materials bildet dieses somit eine feste Verbindung
mit verschiedenen Komponenten des Dämmstoffhalters und stellt somit eine sichere Verbindung
zwischen Bauwerkelement und Dämmstoffhalter sicher.
[0039] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Dämmstoffhalter ein Deckelelement, insbesondere
eine ebene Deckplatte (insbesondere ausgebildet als Kreisscheibe), an einem in Einführrichtung
rückseitigen Endabschnitt aufweisen. Eine solche rückseitige Deckplatte ermöglicht
es, den Aufnahmeraum für Material des Bauwerkelements rückseitig zumindest teilweise
zu verschließen. Gleichzeitig kann durch das Verschließen an der Rückseite des Dämmstoffhalters
ein unerwünschtes Verhaken mit Komponenten, zum Beispiel einer Armierung, vermieden
werden.
[0040] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Deckelelement eine Armierungsbefestigungsstruktur,
insbesondere eines oder mehrere Durchgangslöcher, aufweisen. Die Armierungsbefestigungsstruktur
kann zum Befestigen einer Armierung eingerichtet sein. Soll eine Armierung an dem
Dämmstoffhalter befestigt werden, so können hierfür eine oder mehrere Befestigungsstrukturen
an dem Deckelelement vorgesehen werden, zum Beispiel Durchgangsbohrungen zum Verdrahten
einer solchen Armierung. Statt Bohrungen können andere Befestigungseinrichtungen wie
zum Beispiel Überstände zum Ineingriffnehmen der Armierung vorgesehen werden.
[0041] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Dämmstoffhalter als einstückiges oder integrales
Bauteil, insbesondere als einstoffiges (d.h. aus einem einzigen Material hergestelltes)
Bauteil, weiter insbesondere als Kunststoffbauteil ausgebildet sein. Es ist zum Beispiel
möglich, den Dämmstoffhalter als Spritzgußteil herzustellen. Auf diese Weise kann
der Dämmstoffhalter kostengünstig gefertigt werden. Zum Beispiel kann der Dämmstoffhalter
als einfaches Plastikteil oder Metallteil ausgebildet werden.
[0042] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können bei dem Dämmstoffhalter der Schneidkantenkörper
und die Verspreizanschlagfläche als gemeinsamer starrer Körper ausgebildet sein, gegenüber
dem die Spreizstrukturen bei Überwindung einer vorgebbaren Schwellwertkraft verschiebbar
sind. Zum Beispiel kann dieser starre Körper aus zwei orthogonalen Platten gebildet
sein und im Querschnitt eine T-förmige Struktur haben.
[0043] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die Spreizstrukturen gegenüber dem Schneidkantenkörper
derart angebracht sein, dass bei Ausübung einer Relativbewegung zwischen dem Schneidkantenkörper
sowie der Verspreizanschlagfläche einerseits und den Spreizstrukturen andererseits
die Spreizstrukturen entlang einem in Einführrichtung aufweitendem Abschnitt des Schneidkantenkörpers
abgleiten und dadurch aufgespreizt werden. Es kann zumindest eine der Spreizstrukturen
eine Endanschlagfläche aufweisen, die bei über die Solltiefe hinaus fortgesetzter
Relativbewegung zwischen dem Schneidkantenkörper sowie der Verspreizanschlagfläche
einerseits und den Spreizstrukturen andererseits an eine Oberfläche des Dämmstoffelements
anschlägt, wodurch ein weiteres Einführen des Dämmstoffhalters in das Dämmstoffelement
unterbunden ist. Gemäß diesen bevorzugten Ausgestaltungen ist es ermöglicht, zunächst
durch Einführen des Dämmstoffhalters in das Dämmstoffelement eine ordnungsgemäße Ausrichtung
dieser beiden Komponenten zu realisieren. Bei fortgesetztem Bewegen einer starren
Struktur, die aus Schneidkantenkörper und Verspreizanschlagfläche zusammengesetzt
ist, gegenüber den Spreizstrukturen bewegt sich dann die Anordnung der Spreizstrukturen
weiter in das Dämmstoffelement hinein. Dagegen verbleiben Verspreizanschlagfläche
und Schneidkantenkörper an Ort und Stelle, das heißt räumlich fest gegenüber dem Dämmstoffelement.
Diese fortgesetzte Bewegung führt gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung dazu, dass
in einem rückseitigen, zum Beispiel konisch aufgeweiteten Abschnitt des Schneidkantenkörpers,
der auch als Hinterschnittabschnitt bezeichnet ist, die Endabschnitte der Spreizstrukturen
entlang diesem Hinterschnitt gleiten und dabei aufgespreizt werden. Dies führt zwangsläufig
zu einer Querbewegung und einer Querkraft in dem Dämmstoffelement, womit eine zuverlässige
Versenkung und Befestigung des Dämmstoffhalters in dem Dämmstoffelement erreicht ist.
[0044] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der starre Körper mit den Spreizstrukturen mittels
eines Sollbruchelements, insbesondere mittels eines Filmscharniers, verbunden sein,
wobei das Sollbruchelement eingerichtet ist, bei Überwindung der vorgebbaren Schwellwertkraft
zu brechen. Somit kann der Dämmstoffhalter zunächst einstückig hergestellt werden
und an einer Grenzstelle zwischen dem starren Körper und den Spreizstrukturen eine
definierte mechanische Schwachstelle aufweisen. Dieses Sollbruchelement fungiert als
Sollbruchstelle und kann so dimensioniert sein, dass bei Überschreitung einer Kraft,
die nach Erreichen der Solltiefe bei fortgesetzter Bewegung auf den Dämmstoffhalter
ausgeübt wird, die Verbindung zwischen Spreizstrukturen und dem starren Körper definiert
zerstört wird, womit die Spreizstrukturen entlang dem starren Körper abgleiten können
und somit die Verspreizung auslösen können. Das Sollbruchelement kann zum Beispiel
ein dünner Steg oder ein Filmscharnier sein. Bei Überschreitung einer vorgebbaren
Mindestbelastung wird der Steg brechen. Das Filmscharnier kann aus einer dünnwandigen
Verbindung bestehen, zum Beispiel in Form eines Falzes, der durch seine Biegsamkeit
eine begrenzte Drehbewegung der verbundenen Teile ermöglicht. Ein hierfür verwendbares
Material ist Polypropylen.
[0045] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die Spreizstrukturen zumindest ein Rastelement
aufweisen (zum Beispiel insgesamt zwei oder vier Rastelemente an einander gegenüberliegenden
inneren Flächen der Spreizstrukturen), das zum Verrasten des starren Körpers mit den
Spreizstrukturen eingerichtet ist. Derartige Raststrukturen können bei Einführen des
Dämmstoffhalters bis zu der Maximaltiefe die Rastwirkung auslösen bzw. aktivieren,
indem erst bei oder nahe der Maximaltiefe die Rasteinrichtung den starren Körper in
Eingriff nimmt. Derartige Rastelemente können zum Beispiel in Form von Rastnasen an
einer Innenfläche der beiden Spreizstrukturen ausgebildet sein. Gleitet der starre
Körper entlang der Spreizstrukturen relativ zu diesen nach oben, werden sich die Spreizstrukturen
weiter in das Dämmstoffelement in Einführrichtung hineinbewegen und simultan seitlich
dazu aufspreizen. Schließlich wird der starre Körper zwischen den Rastnasen der Spreizstrukturen
einrasten, so dass ein unerwünschtes Herausziehen des Dämmstoffhalters aus dem Dämmstoffelement
vermieden werden kann.
[0046] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der bauwerkelementseitige Endabschnitt zwei
gegenüberliegende (vorzugsweise identisch bzw. spiegelbildlich ausgebildete) Spannflügel
aufweisen, in die ein Werkzeug (zum Beispiel ein Hammer) zum Einführen des Dämmstoffhalters
in das Dämmstoffelement vorübergehend einspannbar - d.h. lösbar einklemmbar - ist.
Solche federartig wirkenden, elastischen Spannflügel unterstützen somit vorteilhaft
einen werkzeugbasierten Einführprozess des Dämmstoffhalters. Auch ist ein solcher
Dämmstoffhalter mit Armierungen kompatibel, die eine zu gießende Betonwand stabilisieren
sollen. Denn während herkömmliche Dämmstoffhalter durch solche Armierungen beschädigt
werden können, ist aufgrund der federnden Eigenschaften der Spannflügel eine Beschädigung
durch eine Armierung vermieden.
[0047] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die Spannflügel einander zugewandte blattfederartige
Einbuchtungen aufweisen. Diese Einbuchtungen können U-förmig ausgebildet sein, deren
runde Abschnitte einander zugewandt sein können. Diese Spannflügel bilden mindestens
abschnittsweise Hinterschnitte (insbesondere bezogen auf eine Einführrichtung des
Dämmstoffhalters) aus, damit der Dämmstoffhalter zuverlässig in dem Beton gehalten
wird bzw. um eine gute Verankerung zu erreichen.
[0048] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die Spannflügel in ihrem federartigen Abschnitt
mechanisch geschwächt, insbesondere seitlich verjüngt, sein. Dadurch können in dem
federnden zentralen Abschnitt die Spannflügel mit einer besonders hohen Flexibilität
ausgestattet werden.
[0049] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die Spannflügel Ausbuchtungen aufweisen, die
eine maximale Eindringtiefe des Dämmstoffhalters in das Dämmstoffelement definieren.
Somit kann ein Grenzbereich zwischen dem dämmstoffelementseitigen Endabschnitt und
dem bauwerkelementseitigen Endabschnitt durch die Ausbuchtungen definiert sein. Ein
unterer Horizontalabschnitt der Ausbuchtungen kann anschaulich als Anschlag an das
Dämmstoffelement dienen.
[0050] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Anordnung ferner das Bauwerkelement aufweisen,
insbesondere ausgebildet als Betonteil. Der Dämmstoffhalter kann zumindest teilweise
in das Bauwerkelement eingegossen sein. Das Bauwerkelement kann insbesondere ein Gebäudeteil
(Wand, Decke, etc.), wie zum Beispiel eine Betonwand, sein oder kann ein Teil eines
anderen Bauwerks wie zum Beispiel eines Tunnels, einer Brücke oder dergleichen sein.
[0051] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Anordnung ferner eine Armierung aufweisen,
die in dem Bauwerkelement angeordnet sein kann, insbesondere befestigt an dem Dämmstoffhalter.
Eine Bewehrung oder Armierung kann ein Bauteil zur Verstärkung des Bauwerkelements
sein, welches Bauteil eine höhere Druck- oder Zugfestigkeit beziehungsweise eine größere
Haltbarkeit gegenüber weiteren Einflüssen der Umwelt (Wasser, Frost, chemische Stoffe
usw.) besitzt als das Bauwerkelement. In Beton zum Beispiel, der gegen Zugkräfte wenig
widerstandsfähig ist, kann zum Beispiel eine Stahlarmierung zur Aufnahme der Zugkräfte
oder zusätzlicher Druckkräfte eingelegt werden, um Stahlbeton zu bilden.
[0052] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Verfahren ferner zum Verbinden des Dämmstoffelements
mit einem zu gießenden Bauwerkelement mittels des Dämmstoffhalters ausgebildet sein
und ferner den Schritt des Gießens des Bauwerkelements derart aufweisen, dass es den
hervorstehenden Teil des bauwerkelementseitigen Endabschnitts zumindest teilweise
bedeckt, so dass mittels des Dämmstoffhalters das Dämmstoffelement mit dem gegossenen
Bauwerkelement verbunden ist.
[0053] Im Folgenden werden exemplarische Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
mit Verweis auf die folgenden Figuren detailliert beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine räumliche Ansicht eines Dämmstoffhalters gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
- Fig. 2-5
- zeigen unterschiedliche Querschnittsansichten des Dämmstoffhalters gemäß Fig. 1.
- Fig. 6-7
- zeigen andere räumliche Ansichten des Dämmstoffhalters gemäß Fig. 1.
- Fig. 8
- zeigt eine räumliche Ansicht eines Dämmstoffhalters gemäß einem anderen exemplarischen
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Fig. 9
- zeigt eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung aus einem Dämmstoffhalter,
einer Betonwand und einer Dämmstoffwand.
- Fig. 10-12
- zeigen Querschnittsansichten, die ein Verfahren zum Verbinden eines Dämmstoffelements
mit einem zu gießenden Bauwerkelement mittels eines Dämmstoffhalters gemäß einem exemplarischen
Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulichen.
- Fig. 13
- zeigt eine Querschnittsansicht eines Dämmstoffhalters gemäß einem anderen exemplarischen
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Fig. 14
- zeigt eine Seitenansicht des Dämmstoffhalters gemäß Fig. 13.
- Fig. 15-18
- zeigen räumliche Ansichten, die ein Verfahren gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
der Erfindung zum Einbringen des Dämmstoffhalters gemäß Fig. 13 und Fig. 14 in ein
Dämmstoffelement unter Verwendung eines Hammers veranschaulichen.
[0054] Gleiche oder ähnliche Komponenten in unterschiedlichen Figuren sind mit gleichen
Bezugsziffern versehen.
[0055] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein Dämmstoffhalter
bereitgestellt. Dieser wird derart betätigt, dass ein Messer auf ein Dämmstoffelement
wie zum Beispiel eine isolierenden Dämmstoffwand aufgesetzt wird und der Dämmstoffhalter
an der Stelle dieses Messers in das Dämmstoffelement hineingedrückt wird. Diese Drückbewegung
wird fortgesetzt, bis eine rückversetzte Auflagefläche des Messers auf der Isolation
aufliegt. Bei Ausüben einer weiteren Druckkraft lösen sich Spreizschenkel von dem
Messer und werden von einer Aufspreizkante aufgespreizt. Eine noch rückwärtigere Auflagefläche
der Spreizschenkel liegt dann auf der Isolation auf. Nach einem optionalen Setzen
einer Armierung wird Beton eingegossen. Eventuell kann die Armierung auf dem Kopf
der Spreizschenkel befestigt werden. Hierfür können in dem Kopf des Dämmstoffhalters
zum Beispiel zwei Löcher gebildet werden, um eine Armierung mit Draht an dem Dämmstoffhalter
zu befestigen. Die Armierung kann vor dem Dämmstoffhalter angeordnet und mit einem
Draht durch die Löcher an dem Dämmstoffhalter befestigt werden. Ein entsprechender
Dämmstoffhalter kann komplett aus Kunststoff hergestellt sein. Es ist möglich, Rastnasen
vorzusehen, welche die Auflagefläche des Messers halten (zum Beispiel kann eine erste
oder eine zweite Rastnase abhängig vom Druck aktiviert werden). Es sind unterschiedliche
Formen für Spitzen der Spreizschenkel möglich, zum Beispiel eine V-Form oder eine
Winkelform. Dadurch kann eingestellt werden, ob zum Beispiel eine Spreizkraft nach
außen erfolgt.
[0056] Im Weiteren wird bezugnehmend auf
Figur 1 bis
Figur 7 ein Dämmstoffhalter 100 gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Dämmstoffhalter 100 als einstoffiges
Spritzgußteil aus Kunststoffmaterial gebildet und somit kostengünstig fertigbar.
[0057] Der Dämmstoffhalter 100 hat einen dämmstoffelementseitigen Endabschnitt 190, der
zum Einführen in eine Dämmstoffplatte (nicht gezeigt in
Figur 1) ausgebildet ist, um sich dort zu verankern. Ferner hat der Dämmstoffhalter 100 einen
bauwerkelementseitigen Endabschnitt 180, der dem dämmstoffelementseitigen Endabschnitt
190 gegenüberliegt und der zum Eingießen in eine Betonwand (nicht gezeigt in
Figur 1) ausgebildet ist. Darüber hinaus ist bei dem Dämmstoffhalter 100 eine Verankerungstiefenmarkierung
vorgesehen, die eine Verankerungstiefe angibt, bis zu der das Einführen des dämmstoffelementseitigen
Endabschnitts 190 in die Dämmstoffplatte vorzunehmen ist. Die Verankerungstiefenmarkierung
ist in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel als eine visuell gut sichtbare Endanschlagfläche
140 zwischen dem dämmstoffelementseitigen Endabschnitt 190 und dem bauwerkelementseitigen
Endabschnitt 180 ausgebildet. Die Endanschlagfläche 140 schlägt bei Einführen des
dämmstoffelementseitigen Endabschnitts 190 in die Dämmstoffplatte bis zu der Verankerungstiefe
an eine Oberfläche der Dämmstoffplatte an, wodurch ein weiteres Einführen des Dämmstoffhalters
100 in die Dämmstoffplatte unterbunden ist und der bauwerkelementseitige Endabschnitt
180 zum Eingießen in die zu gießende Betonwand gegenüber der Dämmstoffplatte hervorsteht.
[0058] Der Dämmstoffhalter 100 ist zum Verbinden einer Dämmstoffplatte (nicht gezeigt in
Figur 1), das heißt einer thermischen Isolationswand eines Gebäudes (zum Beispiel aus geschäumtem
Kunststoff), mit einer mittels Schalungsbau zu gießenden Betonwand (nicht gezeigt
in
Figur 1) eingerichtet. Zunächst weist, wie am besten in
Figur 1 zu sehen ist, der Dämmstoffhalter 100 einen Schneidkantenkörper 102 auf, der zum
schneidenden Einführen des Dämmstoffhalters 100 in die Dämmstoffplatte eingerichtet
ist. Mit anderen Worten wird der Schneidkantenkörper 102 in die Dämmstoffplatte eingeführt,
wodurch zunächst eine plane Schneidebene in der Dämmstoffplatte gebildet wird, entlang
welcher der plattenförmige Schneidkantenkörper 102 eindringt.
Figur 1 zeigt, dass der Schneidkantenkörper 102 pfeilförmig gestaltet ist und zwei zueinander
stumpfwinklig angeordnete Schneidkanten 106, 108 aufweist. Die Schneidkanten 106,
108 sind linear bzw. geradlinig verlaufend angeordnet, können alternativ aber auch
gekrümmt sein. Durch das abgewinkelte Vorsehen der Schneidkanten 106, 108 treffen
sich diese in einer Spitze 110, die ein dämmstoffplattenseitiges Ende des Schneidkantenkörpers
102 bildet. An diesem dringt der Schneidkantenkörper 102 in die Dämmstoffplatte ein
und schneidet sich über eine sukzessive größer werdende laterale Ausdehnung hinweg
in die Dämmstoffplatte ein. Die beschriebene Ausgestaltung der Schneidkanten 106,
108 sowie das flache Ausbilden des Schneidkantenkörpers 102 insgesamt führen zu einer
kraftarmen Betätigung.
[0059] Ferner ist in
Figur 1 gezeigt, dass der Dämmstoffhalter 100 eine Verspreizanschlagfläche 104 als untere
Hauptfläche einer ebenen Platte 114 aus Kunststoff aufweist. Die Verspreizanschlagfläche
104 ist einstückig und starr mit dem Schneidkantenkörper 102 gebildet und ist derart
eingerichtet, dass sie bei Einführen des Dämmstoffhalters 100 in die Dämmstoffplatte
bei Erreichen einer Solltiefe d, die in etwa dem Abstand zwischen der Spitze 110 und
der Verspreizanschlagfläche 104 entspricht, an eine ebene Begrenzungsfläche der Dämmstoffplatte
flächig anschlägt oder anstößt.
[0060] Wenn also der Dämmstoffhalter 100 derart tief in die Dämmstoffplatte eingeführt ist,
dass die Verspreizanschlagfläche 104 auf der Außenfläche der Dämmstoffplatte zu liegen
kommt, ist ein tieferes Einführen der Anordnung aus Schneidkantenkörper 102 und Verspreizanschlagfläche
104 in die Dämmstoffplatte nicht mehr möglich.
[0061] Ferner ist in
Figur 1 gezeigt, dass der Schneidkantenkörper 102 einen Hinterschnittabschnitt 112 aufweist.
Der Hinterschnittabschnitt 112 bezeichnet den in diesem Ausführungsbeispiel konkav
gekrümmten Bereich des Schneidkantenkörpers 102, in dem dieser hinter dem pfeilartigen
Auseinanderlaufen wieder nach innen zusammenläuft. Dieser Hinterschnittabschnitt 112
hat die Funktion, eine Aufspreizung von Spreizschenkeln 116, 118 des Dämmstoffhalters
100 zu führen und somit eine zuverlässige Verankerung des Dämmstoffhalters 100 in
der Dämmstoffplatte zu bewerkstelligen. Dies wird unten näher beschrieben.
[0062] Wie ferner
Figur 1 und
Figur 4 zu entnehmen ist, ist die Verspreizanschlagfläche 104 senkrecht zu der Hauptfläche
des Schneidkantenkörper 102 und senkrecht zu einer Einführrichtung 175 des Dämmstoffhalters
100 angeordnet. Diese Geometrie bewirkt, dass selbst bei einem leicht winkeligen Einführen
des Dämmstoffhalters 100 durch einen Benutzer beim Aufliegen der Verspreizanschlagfläche
104 auf einer ebenen Oberfläche der Dämmstoffplatte die Verspreizanschlagfläche 104
eine ausrichtende Kraft erfährt, aufgrund welcher der Dämmstoffhalter 100 dann plan
mit der Verspreizanschlagfläche 104 auf der Oberfläche der Dämmstoffplatte fluchtet.
[0063] Ferner weist, wie bereits oben erwähnt, der Dämmstoffhalter 100 zwei zueinander in
der Ruhestellung gemäß
Figur 1 im Wesentlichen parallel zueinander angeordnete plattenartige langgestreckte Spreizschenkel
116, 118 auf, die den Dämmstoffhalter 100 seitlich begrenzen und zum geführten Einführen
des Dämmstoffhalters 100 in die Dämmstoffplatte eingerichtet sind. Wie in
Figur 1 gezeigt, ragen die Spreizschenkel 116, 118 in Einführrichtung 175 über die Verspreizanschlagfläche
104 hinaus, sind aber gegenüber der Spitze 110 des Schneidkantenkörpers 102 zurückversetzt.
[0064] Wenn, wie oben beschrieben, die Verspreizanschlagfläche 104 plan auf einer Oberfläche
der Dämmstoffplatte aufliegt und der Dämmstoffhalter 100 bis zu der Solltiefe d in
die Dämmstoffplatte eingeführt ist, führt ein fortgesetztes Drücken des noch einstückigen
Dämmstoffhalters 100 entlang der Einführrichtung 175 hinein in die Dämmstoffplatte
dazu, dass sich ein T-förmiges Teil des Dämmstoffhalters 100, das gebildet ist aus
dem Schneidkantenkörper 102 und der Verspreizanschlagfläche 104, von den Spreizschenkeln
116, 118 löst. Dadurch bewegen sich Komponenten 102, 104 gegenüber Komponenten 116,
118, wodurch Komponenten 116, 118 weiter tiefer in die Dämmstoffplatte eingeführt
werden, wohingegen aufgrund der anstoßenden Verspreizanschlagfläche 104 die Komponenten
102, 104 relativ zu der Dämmstoffplatte an konstanter Stelle verbleiben. Nach dem
Lösen gleiten die Spreizschenkel 116, 118 gegenüber dem aus den Komponenten 102, 104
gebildeten Körper ab und verspreizen seitlich, wenn sich die Spreizstrukturen 116,
118 entlang des konkaven Hinterschnittabschnitts 112 bewegen. Durch diese Aufspreizbewegung
kommt es zu einer Verankerung des Dämmstoffhalters 100 in der Dämmstoffplatte. Um
das Einführen der Spreizschenkel 116, 118 in die Dämmstoffplatte zu erleichtern, sind
an dessen Endabschnitten 120, die der Dämmstoffplatte bei bestimmungsgemäßer Verwendung
zugewandt sind, spitz zulaufend weitere Messer ausgebildet. Deren geometrische Form
bestimmt die Einführcharakteristik der Spreizschenkel 116, 118 in die Dämmstoffplatte.
[0065] Erst wenn die unterseitigen Endanschlagflächen 140 von einander gegenüberliegenden
Seitenwangen der Spreizschenkel 116, 118 mit der planen Oberfläche der Dämmstoffplatte
in Berührung kommen, ist das Einführen des Dämmstoffhalters 100 in die Dämmstoffplatte
beendet. Die Spreizschenkel 116, 118 sind nun verspreizt, und der Dämmstoffhalter
100 ist daher zuverlässig in der Dämmstoffplatte verankert, wobei ein oberer Teil,
das heißt der Teil oberhalb der Endanschlagflächen 140 der Seitenwangen, dauerhaft
über die Dämmstoffplatte hinaus vorsteht.
[0066] Ferner sind Rastnasen 122 an einer jeweiligen Innenfläche beider Spreizschenkel 116,
118 gebildet. Zwischen jeweils zwei der Rastnasen 122 eines Spreizschenkels 116, 118
verrastet die Verspreizanschlagfläche 104. Dadurch ist ein unerwünschtes Lösen des
eingesetzten Dämmstoffhalters 100 von dem Dämmstoffelement vermieden.
[0067] Wie in
Figur 1 und
Figur 3 gezeigt, ist ein Hohlraum 124 zum nachfolgenden Aufnehmen von flüssigen Beton in
dem Dämmstoffhalter 100 gebildet. Wenn also nach Verankern des Dämmstoffhalters 100
in der Dämmstoffplatte im Rahmen einer Schalungsbauweise Flüssigbeton in einen Zwischenraum
zwischen einem Schalungsteil und der Dämmstoffplatte eingegossen wird, so füllt der
Flüssigbeton auch den Aufnahmeraum 124 mit Beton, ferner wird auch das Äußere des
Dämmstoffhalters 100 mit Beton umgossen. Dadurch ist eine sichere Verbindung zwischen
dem verfestigten Beton, der Dämmstoffplatte und dem Dämmstoffhalter 100 bewerkstelligt.
[0068] Ferner ist in
Figur 3 angedeutet, dass ein Filmscharnier 300 (insbesondere perforiert) als Sollbruchelement
vorgesehen ist. Das Filmscharnier 300 reißt bei Überschreiten einer vorgegebenen Mindestbelastung,
um ein erwünschtes Ablösen des T-Stücks 102, 104 von den Spreizschenkeln 116, 118
zu ermöglichen. Anders ausgedrückt wird bei Überschreiten dieser Mindestbelastung
die Einstückigkeit des Dämmstoffhalters 100 überwunden, und der Dämmstoffhalter 100
wird in die Komponenten 102, 104 einerseits und in die Komponenten 116, 118 andererseits
aufgeteilt. Diese Mindestbelastung wird auf den Dämmstoffhalter 100 ausgeübt, wenn
er bis zu der Solltiefe d in das Dämmstoffelement eingeführt ist. Fortgesetzter Druck
führt dann nicht mehr zu einem weiteren Eindringen des T-Stücks 102, 104, da die Verspreizanschlagfläche
104 an dem Dämmstoffelement anliegt, sondern zu einer Zerstörung des Filmscharniers
300. Dies wiederum erlaubt es den Spreizschenkeln 116, 118, entlang dem Hinterschnittabschnitt
112 abzugleiten und dabei aufzuspreizen.
[0069] Darüber hinaus ist in einem betonwandseitigen Endabschnitt des Dämmstoffhalters 100,
welcher von der Dämmstoffplatte im eingeführten Zustand einen maximalen Abstand aufweist,
eine kreisscheibenförmige Deckplatte 126 gebildet. Diese weist im gezeigten Ausführungsbeispiel
zwei Durchgangslöcher 128 auf, durch welche ein Draht hindurchgeführt werden kann,
um eine in der Figur nicht gezeigte Armierung mit dem Dämmstoffhalter 100 zu verbinden.
[0070] Figur 2 bis
Figur 5 zeigen weitere, mit rein exemplarischen Dimensionsangaben versehene Querschnittsansichten
des Dämmstoffhalters 100 gemäß dem beschriebenen exemplarischen Ausführungsbeispiel.
Figur 6 und
Figur 7 zeigen andere räumliche Ansichten des Dämmstoffkörpers 100. Natürlich sind viele
von
Figur 1 bis
Figur 7 abweichende Ausgestaltungen von Ausführungsbeispielen der Erfindung möglich.
[0071] Als weiteres Beispiel wird ein Dämmstoffhalter 800 gemäß einem anderen exemplarischen
Ausführungsbeispiel in
Figur 8 gezeigt, der von Löchern 128 in der Deckplatte 126 zum Befestigen einer Armierung
frei ist. Anders ausgedrückt ist die Deckplatte 126 gemäß Fig. 8 als durchgehende
Kreisscheibe ausgebildet.
[0072] Figur 9 zeigt, dass nach dem Vergießen mit flüssigem Beton ein Dämmstoffhalter 900 gemäß
einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel eine sichere Verbindung zwischen
einer Dämmstoffplatte 902 und einer durch das Gießen gebildeten Betonwand 904 ermöglicht.
Gemäß
Figur 9 erfolgt keine Verspreizung, um den Dämmstoffhalter 900 in der Dämmstoffplatte 902
zu halten. Stattdessen wird die Verankerung des Dämmstoffhalters 900 in der Dämmstoffplatte
902 dadurch bewerkstelligt, dass ein Teil der Oberfläche des Dämmstoffhalters 900
mit einem Klebstoff bestrichen wird, bevor er in die Dämmstoffplatte 902 eingeführt
wird. Somit kommt es zu einer Klebeverbindung zwischen Dämmstoffhalter 900 und Dämmstoffplatte
902. Alternativ dazu kann in anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung auch die
Reibung zwischen Dämmstoffhalter 900 und Dämmstoffplatte 902 ausreichend sein, um
eine ausreichende Verankerungskraft zu bewirken. Ferner sind ein noch nicht entferntes,
aber entfernbares Schalungsteil 920 und Verputz 930 gezeigt, der auf die Dämmstoffplatte
902 aufgebracht wurde.
Figur 9 zeigt, dass ein dämmstoffelementseitiger Endabschnitt 190 des Dämmstoffhalters 900
im Inneren der Dämmstoffplatte 902 angeordnet ist und die gemäß
Figur 9 linke Hauptfläche der Dämmstoffplatte 902 nicht durchstößt. Ein hinteres Stück des
Dämmstoffhalters 900, gemäß
Figur 9 rechts angeordnet, steht gegenüber der Dämmstoffplatte 902 hervor und ist als Anker
von dem vergossenen Beton 904 umgeben. Da der Dämmstoffhalter 900 nur teilweise in
die Dämmstoffplatte 902 eingeführt ist, kann der Verputz 930 aufgebracht werden, ohne
dass störende Teile des Dämmstoffhalters 900 die zu verputzende Oberfläche der Dämmstoffplatte
902 beeinflussen, auf welcher der Verputz 930 aufgebracht wird.
Figur 9 zeigt, dass die Endanschlagfläche 140 mit einer Oberfläche 906 der Dämmstoffplatte
902 in Berührung ist.
[0073] Figur 10 bis
Figur 12 zeigen unterschiedliche Ansichten, die bei einem Verfahren zum Ausbilden einer Anordnung
gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung erhalten werden.
[0074] Figur 10 zeigt einen Zustand, in dem ein erfindungsgemäßer Dämmstoffhalter mit einer Spitze
110 in eine Dämmstoffplatte 902 eingeführt ist. Wie mit einem Pfeil 1000 angedeutet,
setzt ein Benutzer eine entsprechende Druckkraft ein, um den Dämmstoffhalter 100 in
die Dämmstoffplatte 902 einzuführen. Dabei kann der Benutzer das Deckelelement 126
als Betätigungseinrichtung verwenden.
[0075] Figur 11 zeigt einen nachfolgenden Zustand, bei dem die Verspreizanschlagfläche 104 des Dämmstoffhalters
mit einer Oberfläche 906 der Dämmstoffplatte 902 in Berührung kommt. Ein tieferes
Einführen des T-Stücks aus Schneidkantenkörper 102 und Verspreizanschlagfläche 104
in die Dämmstoffplatte 902 ist nun nicht mehr möglich.
[0076] Erhält ein Benutzer aber die Kraft zum Eindrücken des Dämmstoffhalters in die Dämmstoffplatte
902 aufrecht, so beginnt eine Verschiebung zwischen den Komponenten 102, 104 einerseits
und den Spreizschenkeln 116, 118 andererseits, wie in
Figur 11 gezeigt. Diese Relativbewegung kann entweder dadurch ausgebildet werden, dass Komponenten
102, 104 einerseits und Spreizschenkel 116, 118 andererseits als zwei separate Bauteile
ausgebildet werden, die zueinander reibungsbehaftet angebracht werden. Die Konfiguration
kann derart sein, dass die Reibungskraft erst dann überwunden wird (und sich Komponenten
102, 104 folglich erst dann von den Spreizschenkeln 116, 118 lösen können), wenn die
Verspreizanschlagfläche 104 an die Dämmstoffplatte 902 angeschlagen ist. Alternativ
können Komponenten 102, 104 einerseits und Spreizschenkel 116, 118 andererseits Teile
einer einstückigen Vorrichtung sein, die mittels eines Sollbruchelements gekoppelt
sind. Das Sollbruchelement kann derart konfiguriert werden, dass es erst dann definiert
zerstört wird, wenn die Verspreizanschlagfläche 104 an die Dämmstoffplatte 902 angeschlagen
ist, da dann die gesamte Druckkraft des Benutzers zwischen Komponenten 102, 104 einerseits
und Spreizschenkeln 116, 118 andererseits wirkt. Aufgrund einer resultierenden Relativbewegung
können die Führungsschienen 116, 118 auf dem konisch aufgeweiteten Hinterschnittabschnitt
112 des Schneidkantenkörpers 102 abgleiten, dadurch erfolgt eine seitliche Verspreizung
der Spreizschenkel 116, 118 in der Dämmstoffplatte 902, was zu einer Querkraft und
somit zu einer sicheren Verankerung des Dämmstoffhalters 100 in der Dämmstoffplatte
902 führt.
[0077] Wie in Figur 11 gezeigt, führt ein Anschlagen der Endanschlagfläche 140 der Spreizschenkel
116, 118 an der ebenen Hauptoberfläche 906 der Dämmstoffplatte 902 dazu, dass der
Dämmstoffhalter 100 nun eine Endstellung einnimmt. Ein noch tieferes Einführen in
die Dämmstoffplatte 902 ist nicht möglich.
[0078] Nach Vergießen mit flüssigem Beton (nicht gezeigt) ermöglicht der Dämmstoffhalter
100 eine sichere Verbindung zwischen der Dämmstoffplatte 902 und der Betonwand 904.
[0079] Im Weiteren wird bezugnehmend auf
Figur 13 und
Figur 14 ein Dämmstoffhalter 1300 gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der
Erfindung beschrieben.
[0080] Figur 13 zeigt eine Querschnittsansicht und Figur 14 zeigt eine Seitenansicht des
Dämmstoffhalters 1300.
[0081] Der Dämmstoffhalter 1300 entspricht in vielerlei Hinsicht dem Dämmstoffhalter 100
gemäß Fig. 1, unterscheidet sich von diesem jedoch insbesondere in Hinblick auf die
im Weiteren dargestellten Besonderheiten. Der bauwerkelementseitige Endabschnitt 180
weist bei dem Dämmstoffhalter 1300 zwei gegenüberliegende Spannbacken oder Spannflügel
1304, 1306 auf, die dämmstoffelementseitig miteinander mittels einer ebenen Verbindungsplatte
1302 miteinander verbunden sind und bauwerkelementseitig voneinander beabstandet sind.
Anders ausgedrückt weisen die flexiblen und elastischen Spannflügel 1304, 1306 freie
Enden 1320, 1322 auf, die bei Ausübung einer Kraft aufeinander zu oder voneinander
weg bewegbar sind. Die zueinander spiegelsymmetrisch ausgebildeten und angeordneten
Spannflügel 1304, 1306 weisen einander zugewandte U-förmige blattfederartige Einbuchtungen
1308, 1310 auf. Die Spannflügel 1304, 1306 sind in Bereich ihrer blattfederartigen
Einbuchtungen 1308, 1310 seitlich verjüngt, wie in Fig. 14 gezeigt, um die Elastizität
lokal zu erhöhen und damit die Klemmfähigkeit zu verbessern. Die Spannflügel 1304,
1306 weisen ferner Ausbuchtungen 1312, 1314 auf, die gemeinsam mit der die Ausbuchtungen
1312, 1314 verbindenden Begrenzungsplatte 1302 eine maximale Eindringtiefe des Dämmstoffhalters
1300 in ein Dämmstoffelement definieren. Wie Fig. 13 zeigt, geht jede der nach außen
hin abstehenden freien Enden 1320, 1322 zunächst in eine der Einbuchtungen 1308, 1310
und letztere in die jeweils zugeordnete der Ausbuchtungen 1312, 1314 über, die dann
über die Verbindungsplatte 1302 miteinander verbunden sind.
[0082] Ferner weist gemäß Fig. 13 der Schneidkantenkörper einen W-förmigen Frontbereich
auf, der zwei Spitzen 110 mit einer dazwischen liegenden V-förmigen Aussparung 1330
aufweist. Dadurch ist ein gleichsam präzise gerichtetes wie auch kraftarmes Einbringen
des Dämmstoffhalters 1300 in ein Dämmstoffelement ermöglicht.
[0083] Wenn nachträglich eine Armierung eingebracht wird, können sich die Spannflügel 1304,
1306 verbiegen und danach wieder aufstellen. Die Spannflügel 1304, 1306 werden also-
-im Gegensatz zu herkömmlichen Haltern - dadurch nicht zerstört. Die Spannflügel 1304,
1306 können also verbogen werden, sich danach elastisch aufrichten oder zurückfedern
und dann immer noch ihre Funktion erfüllen, d.h. die Verankerung ermöglichen.Ferner
kann die Einbringung des Ankers oder Dämmstoffhalters 1300 in die Isolation bzw. Dämmstoffplatte
durch die Spannflügel 1304, 1306 erleichtert werden. Es ist möglich, mit den Spannflügeln
1304, 1306 vorübergehend einen Hammerkopf einzuklemmen, so dass der gesamte Anker
oder Dämmstoffhalter 1300 am Hammer gehalten ist. Der Anker oder Dämmstoffhalter 1300
kann nun einfach mit Hilfe des Hammers in die Isolation bzw. in das Dämmstoffelement
geschlagen werden, wodurch ein Festhalten des Ankers mit der einen Hand und ein Einschlagen
mit dem Hammer mit der anderen Hand vermieden wird.
[0084] Ein solches Ausführungsbeispiel veranschaulichen Figur 15 bis Figur 18, die im Weiteren
näher beschrieben werden. Diese zeigen räumliche Ansichten während des Durchführens
eines Verfahrens gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung zum
Einbringen des Dämmstoffhalters 1300 in eine Dämmstoffplatte 902 unter Verwendung
eines Hammers 1502.
[0085] Figur 15 zeigt, wie ein Hammerkopf 1502 zwischen den Spannflügel 1304, 1306 des Dämmstoffhalters
1300 eingeklemmt wird.
[0086] Figur 16 zeigt, wie mittels des Hammerkopfs 1502 der Dämmstoffhalter 1300 in die Dämmstoffplatte
902 soweit eingeführt wird, dass die Anschlagplatte 114 auf der Dämmstoffplatte 902
aufsitzt.
[0087] Figur 17 zeigt, wie mittels des Hammerkopfs 1502 das Einführen des Dämmstoffhalters 1300 in
die Dämmstoffplatte 902 ausgehend von dem Zustand gemäß Figur 16 fortgesetzt wird.
Dabei wird der Dämmstoffhalter 1300 weiter in die Dämmstoffplatte 902 soweit eingeführt,
bis die Verbindungsplatte 1302 auf der Anschlagplatte 114 aufsitzt und somit auch
fast auf der Dämmstoffplatte 902 liegt.
[0088] Der resultierende Zustand ist nochmals in
Figur 18 ohne den Hammerkopf 1502 gezeigt. Nun kann begonnen werden, den herausstehenden Teil
des Dämmstoffhalters 1300 in Beton einzugießen bzw. eine Armierung zu installieren
(nicht gezeigt).
[0089] Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass "aufweisend" keine anderen Elemente oder Schritte
ausschließt und "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen,
dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele
beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten
anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen
in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Dämmstoffhalter (100, 1300) zum Verbinden eines Dämmstoffelements (902) mit einem
zu gießenden Bauwerkelement (904), wobei der Dämmstoffhalter (100, 1300) aufweist:
einen dämmstoffelementseitigen Endabschnitt (190), der zum Einführen in das Dämmstoffelement
(902) ausgebildet ist, um sich dort zu verankern;
einen bauwerkelementseitigen Endabschnitt (180), der dem dämmstoffelementseitigen
Endabschnitt (190) gegenüberliegt und der zum Eingießen in das Bauwerkelement (904)
ausgebildet ist;
einen Verspreizmechanismus, der bei Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts
(190) in das Dämmstoffelement (902) zum Verspreizen in dem Dämmstoffelement (902)
eingerichtet ist, um sich dort zu verankern;
wobei der Verspreizmechanismus eine Verspreizanschlagfläche (104) aufweist, die bei
Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts (190) in das Dämmstoffelement
(902) bei Erreichen einer Solltiefe (d) zum Anschlagen an eine Begrenzungsfläche (906)
des Dämmstoffelements (902) ausgestaltet ist;
wobei der Verspreizmechanismus eingerichtet ist, bei Fortsetzen des Einführens des
dämmstoffelementseitigen Endabschnitts (190) in das Dämmstoffelement (902) nach Erreichen
der Solltiefe (d) das Verspreizen in dem Dämmstoffelement (902) auszulösen.
2. Dämmstoffhalter (100, 1300) gemäß Anspruch 1, aufweisend eine Verankerungstiefenmarkierung,
die eine Verankerungstiefe angibt, bis zu der das Einführen des dämmstoffelementseitigen
Endabschnitts (190) in das Dämmstoffelement (902) vorzunehmen ist, wobei die Verankerungstiefenmarkierung
insbesondere als eine Endanschlagfläche (140) zwischen dem dämmstoffelementseitigen
Endabschnitt (190) und dem bauwerkelementseitigen Endabschnitt (180) ausgebildet ist,
wobei die Endanschlagfläche (140) bei Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts
(190) in das Dämmstoffelement (902) bis zu der Verankerungstiefe an eine Oberfläche
des Dämmstoffelements (902) und/oder an eine Anschlagplatte (114) mit der Verspreizanschlagfläche
(104) anschlägt, wodurch ein weiteres Einführen des Dämmstoffhalters (100, 1300) in
das Dämmstoffelement (902) unterbunden ist und der bauwerkelementseitige Endabschnitt
(180) zum Eingießen in das Bauwerkelement (904) gegenüber dem Dämmstoffelement (902)
hervorsteht.
3. Dämmstoffhalter (100, 1300) gemäß Anspruch 1 oder 2, aufweisend einen Schneidkantenkörper
(102) zum schneidenden Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts (190)
in das Dämmstoffelement (902).
4. Dämmstoffhalter (100, 1300) gemäß Anspruch 3, aufweisend zumindest eines der folgenden
Merkmale:
der Schneidkantenkörper (102) weist einen pfeilförmigen Frontbereich auf;
der Schneidkantenkörper (102) weist zwei gegeneinander abgewinkelte Schneidkanten
(106, 108) auf, die in einer Spitze (110) zusammenlaufen;
der Schneidkantenkörper (102) weist vier gegeneinander abgewinkelte Schneidkanten
(106, 108) auf, die in zwei getrennten Spitzen (110) zusammenlaufen;
der Schneidkantenkörper (102) weist einen Rückbereich mit Hinterschnitt (112) auf;
der Schneidkantenkörper (102) ist als Schneidplatte ausgebildet;
der Schneidkantenkörper (102) weist einen V-förmigen Frontbereich oder einen W-förmigen
Frontbereich auf.
5. Dämmstoffhalter (100, 1300) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, aufweisend zumindest
eines der folgenden Merkmale:
die Verspreizanschlagfläche (104) ist als eine Hauptfläche einer Anschlagplatte (114)
ausgebildet, wobei die Hauptfläche orthogonal zu einer Einführrichtung des dämmstoffelementseitigen
Endabschnitts (190) in das Dämmstoffelement (902), insbesondere orthogonal zu einem
als Schneidplatte ausgebildeten Schneidkantenkörper (102), orientiert ist;
der Dämmstoffhalter (100, 1300) ist als einstückiges Bauteil, insbesondere als einstoffiges
Bauteil, weiter insbesondere als Kunststoffbauteil, noch weiter insbesondere als Spritzgußteil,
ausgebildet;
der Dämmstoffhalter (100) weist ein Deckelelement (126) an dem bauwerkelementseitigen
Endabschnitt (180) auf, insbesondere ausgebildet als Kreisscheibe, wobei weiter insbesondere
das Deckelelement (126) eine Armierungsbefestigungsstruktur (128), noch weiter insbesondere
mehrere Durchgangslöcher (128), aufweist, die zum Befestigen einer Armierung eingerichtet
ist.
6. Dämmstoffhalter (100, 1300) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Verspreizmechanismus
Spreizstrukturen (116, 118), insbesondere Spreizschenkel, aufweist.
7. Dämmstoffhalter (100, 1300) gemäß Anspruch 6, aufweisend zumindest eines der folgenden
Merkmale:
dämmstoffelementseitige Endabschnitte (120) der Spreizstrukturen (116, 118) ragen
in Einführrichtung über die Verspreizanschlagfläche (104) hinaus und sind gegenüber
dem Schneidkantenkörper (102) zurückversetzt;
dämmstoffelementseitige Endabschnitte (120) der Spreizstrukturen (116, 118) sind zum
Einführen in das Dämmstoffelement (902) jeweils spitz zusammenlaufend ausgebildet;
die Spreizstrukturen (116, 118) und die Verspreizanschlagfläche (104) sind ausgebildet,
gemeinsam und zumindest teilweise einen Aufnahmehohlraum (124) zum Aufnehmen von Material
des Bauwerkelements (904) während des Gießens zu begrenzen;
die Spreizstrukturen (116, 118) sind gegenüber dem Schneidkantenkörper (102) derart
angebracht, dass bei Ausübung einer Relativbewegung zwischen dem Schneidkantenkörper
(102) sowie der Verspreizanschlagfläche (104) einerseits und den Spreizstrukturen
(116, 118) andererseits die Spreizstrukturen (116, 118) entlang einem in Einführrichtung
aufweitenden Abschnitt (112) des Schneidkantenkörpers (102) abgleiten und dadurch
aufgespreizt werden.
8. Dämmstoffhalter (100, 1300) gemäß einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei der Schneidkantenkörper
(102) und die Verspreizanschlagfläche (104) als gemeinsamer starrer Körper, insbesondere
als im Querschnitt T-förmiger Körper, ausgebildet sind, gegenüber dem die Spreizstrukturen
(116, 118) bei Überwindung einer vorgebbaren Schwellwertkraft verschiebbar sind.
9. Dämmstoffhalter (100, 1300) gemäß Anspruch 8, aufweisend zumindest eines der folgenden
Merkmale:
der starre Körper ist mit den Spreizstrukturen (116, 118) mittels eines Sollbruchelements,
insbesondere mittels eines Filmscharniers (300), verbunden, wobei das Sollbruchelement
eingerichtet ist, bei Überwindung der vorgebbaren Schwellwertkraft zu brechen;
die Spreizstrukturen (116, 118) weisen zumindest ein Rastelement (122) auf, das bei
Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts (190) bis zu der Verankerungstiefe
zum Verrasten des starren Körpers mit den Spreizstrukturen (116, 118) eingerichtet
ist.
10. Dämmstoffhalter (1300) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der bauwerkelementseitige
Endabschnitt (180) zwei gegenüberliegende, insbesondere elastische und/oder flexible,
Spannflügel (1304, 1306) aufweist, zwischen denen insbesondere ein Werkzeug (1502)
einklemmbar ist.
11. Dämmstoffhalter (1300) gemäß Anspruch 10, ferner aufweisend mindestens eines der folgenden
Merkmale:
die Spannflügel (1304, 1306) weisen einander zugewandte blattfederartige Einbuchtungen
(1308, 1310) auf;
die Spannflügel (1304, 1306) sind in ihrem federartigen Abschnitt (1308, 1310) mechanisch
geschwächt, insbesondere seitlich verjüngt;
die Spannflügel (1304, 1306) weisen Ausbuchtungen (1312, 1314) auf, die, insbesondere
gemeinsam mit einer die Ausbuchtungen (1312, 1314) verbindenden Begrenzungsplatte
(1302), eine maximale Eindringtiefe des Dämmstoffhalters (1300) in das Dämmstoffelement
(902) definieren.
12. Anordnung (900), aufweisend:
ein Dämmstoffelement (902); und
einen Dämmstoffhalter (100, 1300) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, zum Verbinden
des Dämmstoffelements (902) mit einem zu gießenden Bauwerkelement (904);
wobei der dämmstoffelementseitige Endabschnitt (190) in das Dämmstoffelement (902)
bis zu einer Verankerungstiefe eingeführt ist, der bauwerkelementseitige Endabschnitt
(180) dabei gegenüber dem Dämmstoffelement (902) hervorsteht, wobei der dämmstoffelementseitige
Endabschnitt (190), insbesondere dessen freies Ende (110), im Inneren des Dämmstoffelements
(902) verankert ist.
13. Anordnung (900) nach Anspruch 12, aufweisend zumindest eines der folgenden Merkmale:
die Anordnung (900) weist ferner das Bauwerkelement (904) auf, insbesondere ausgebildet
als Betonteil, wobei der Dämmstoffhalter (100, 1300) zumindest teilweise in das Bauwerkelement
(904) eingegossen ist;
die Anordnung (900) weist ferner eine Armierung auf, die zumindest teilweise in dem
Bauwerkelement (904) angeordnet ist, insbesondere befestigt an dem Dämmstoffhalter
(100, 1300).
14. Verfahren zum Verbinden eines Dämmstoffhalters (100, 1300), insbesondere eines Dämmstoffhalters
(100, 1300) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, mit einem Dämmstoffelement (902),
wobei der Dämmstoffhalter (100, 1300) einen bauwerkelementseitigen Endabschnitt (180)
und einen gegenüberliegenden dämmstoffelementseitigen Endabschnitt (190) aufweist,
wobei das Verfahren aufweist:
Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts (190) des Dämmstoffhalters (100,
1300) in das Dämmstoffelement (902) bis zu einer Verankerungstiefe, bei der der bauwerkelementseitige
Endabschnitt (180) gegenüber dem Dämmstoffelement (902) zum Eingießen in das Bauwerkelement
(904) hervorsteht und der dämmstoffelementseitige Endabschnitt (190), insbesondere
dessen freies Ende (110), im Inneren des Dämmstoffelements (902) verankert ist;
wobei der Dämmstoffhalter (100, 1300) einen Verspreizmechanismus aufweist, der bei
Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts (190) in das Dämmstoffelement
(902) zum Verspreizen in dem Dämmstoffelement (902) eingerichtet ist, um sich dort
zu verankern;
wobei der Verspreizmechanismus eine Verspreizanschlagfläche (104) aufweist, die bei
Einführen des dämmstoffelementseitigen Endabschnitts (190) in das Dämmstoffelement
(902) bei Erreichen einer Solltiefe (d) zum Anschlagen an eine Begrenzungsfläche (906)
des Dämmstoffelements (902) ausgestaltet ist;
wobei der Verspreizmechanismus eingerichtet ist, bei Fortsetzen des Einführens des
dämmstoffelementseitigen Endabschnitts (190) in das Dämmstoffelement (902) nach Erreichen
der Solltiefe (d) das Verspreizen in dem Dämmstoffelement (902) auszulösen.
15. Verfahren gemäß Anspruch 14, ferner aufweisend Gießen des Bauwerkelements (904) derart,
dass es den hervorstehenden Teil des bauwerkelementseitigen Endabschnitts (180) zumindest
teilweise bedeckt, so dass mittels des Dämmstoffhalters (100, 1300) das Dämmstoffelement
(902) mit dem gegossenen Bauwerkelement (904) verbunden ist.