| (19) |
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(11) |
EP 2 536 655 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.11.2013 Patentblatt 2013/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.12.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/007409 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/101012 (25.08.2011 Gazette 2011/34) |
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VERFAHREN SOWIE FÜLLSYSTEM ZUM VOLUMEN- UND/ODER MENGENGESTEUERTEN FÜLLEN VON BEHÄLTERN
MIT EINEM ZUMINDEST AUS ZWEI KOMPONENTEN BESTEHENDEN FÜLLGUT
METHOD AND FILLING SYSTEM FOR FILLING CONTAINERS WITH A FILLING MATERIAL COMPOSED
OF AT LEAST TWO COMPONENTS IN A VOLUME- AND/OR AMOUNT-CONTROLLED MANNER
PROCÉDÉ ET SYSTÈME DE REMPLISSAGE POUR LE REMPLISSAGE SELON UN VOLUME ET/OU UNE QUANTITÉ
COMMANDÉS DE RÉCIPIENTS AVEC UN MATÉRIAU DE REMPLISSAGE CONSTITUÉ D'AU MOINS DEUX
COMPOSANTS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
16.02.2010 DE 102010008166
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.12.2012 Patentblatt 2012/52 |
| (73) |
Patentinhaber: KHS GmbH |
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44143 Dortmund (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KRULITSCH, Dieter-Rudolf
55545 Bad Kreuznach (DE)
- LORENZ, Jonathan
55545 Bad Kreuznach (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 272 790 DE-U1- 8 805 380 US-A1- 2002 074 348
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WO-A1-2009/129937 FR-A1- 2 925 022
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum volumen- oder mengengesteuerten
Füllen von Behältern mit einem aus wenigstens zwei unterschiedlichen Komponenten bestehenden
Füllgut, sowie auf ein Füllsystem gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9. Ein
solches Füllsystem ist aus dem
DE 88 05 380 U bekannt.
[0002] Verfahren und Füllsysteme zum Füllen von Behältern mit einem flüssigen Füllgut, welches
aus wenigstens zwei Komponenten besteht, die getrennt volumen- und/oder mengengesteuert
in den jeweiligen Behälter eingebracht werden, sind bekannt, insbesondere auch zum
Abfüllen von Fruchtsäften, wobei dann eine Komponente beispielsweise flüssig und homogen
und eine weitere Komponente beispielsweise einen hohen Anteil an Feststoffen, z.B.
Fruchtfleisch und/oder Fruchtfaser aufweist.
[0003] Zum volumen- oder mengenmäßig gesteuerten Füllen werden vielfach Volumen- oder Mengenmesseinrichtungen
oder Durchflussmesser, insbesondere berührungslos arbeitende elektronische Durchflussmesser,
beispielsweise magnetisch induktive Durchflussmesserverwendet, die sich zwar für elektrisch
leitende flüssige und homogene Komponenten sehr gut eignen und exakte, vom jeweiligen
Volumenstrom abhängige Messsignale liefern, aber für inhomogene, insbesondere auch
Feststoffe in hoher Konzentration enthaltende Komponenten nicht oder nur bedingt geeignet
sind.
[0004] Zum volumen- oder mengengesteuerten Abfüllen eines aus zwei Komponenten bestehenden
Füllgutes wurde in der nachveröffentlichten Patentanmeldung
DE 10 2009 049 583 bereits vorgeschlagen, für die zeitlich nacheinander in den jeweiligen Behälter einzubringenden
Komponenten jeweils einen eigenen, mit einem Vorratsbehälter für die betreffende Komponente
verbundenen Flüssigkeitsweg vorzusehen und nur in einem der Flüssigkeitswege, nämlich
im Flüssigkeitsweg für eine erste flüssige und homogene Komponente einen Durchflussmesser
anzuordnen, mit dem die beim Füllen in den jeweiligen Behälter eingebrachte Menge
dieser Komponente unmittelbar und die in den jeweiligen Behälter eingebrachte Menge
einer zweiten Komponente mittelbar gemessen wird. Letztes wird dadurch erreicht, dass
die zweite Komponente vor dem Einbringen in den Behälter in eine Teillänge des Flüssigkeitskanals
der ersten Komponente eingeleitet und hierbei auf dieser Teillänge die erste Komponente
verdrängt wird, die dabei durch den Durchflussmesser in einen die erste Komponente
führenden Kessel zurückfließt, Diese zurückfließende Menge der ersten Komponente wird
mit dem Durchflussmesser gemessen. Das Einbringen der zweiten Komponente in den Behälter
erfolgt nicht unmittelbar beim Messen, sondern nach dem Messen in einem weiteren Verfahrensschritt.
Ein gewisser Nachteil besteht darin, dass es in dem ersten Flüssigkeitskanal bzw.
in der dortigen Teillänge zu einem Vermischen der Komponenten kommen kann und dass
der Durchflussmesser bei den Mengenmessungen der ersten und zweiten Komponente in
entgegengesetzter Richtung durchströmt wird, was zu Messfehlern führen und/oder eine
aufwendig Kalibrierung des jeweiligen Durchflussmessers bedingen kann.
[0005] Die Patentanmeldung
FR 2 925 022 offenbart ein Verfahren zum volumengesteuerten Füllen von Behältern mit einem aus
zwei Komponenten bestehenden Füllgut, wobei die Menge an den zwei Komponenten Zusammen
nacheinander in desselben Kammer gemessen wird.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, welches die genannten Nachteils
vermeidet. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend Patentanspruch
1 ausgebildet. Ein Füllsystem ist Gegenstand des Patentanspruchs 9
.
[0007] Bei der Erfindung erfolgt ebenfalls die Messung der Menge bzw. des Volumens der wenigstens
einen zweiten Komponente in mittelbarer Form durch Messung oder Erfassung des Volumenstroms
der ersten Komponente, der aus dem Volumenstrom der wenigstens einen zweiten Komponente
resultiert, wobei der Volumenstrom der wenigstens einen zweiten Komponente allerding
der dem jeweiligen Behälter unmittelbar zufließende Volumenstrom dieser Komponente
ist. Der für die Messung verwendete Durchflussmesser wird beim direkten und mittelbaren
Messen der Menge bzw. des Volumens aller Komponenten in ein und derselben Strömungsrichtung
durchströmt, und zwar in derjenigen Strömungsrichtung, in der auch die erste Komponente
den ersten Flüssigkeitskanal beim Einleiten in den jeweiligen Behälter durchströmt.
Dies wird dadurch möglich, dass dem ersten Flüssigkeitskanal für die erste Komponente
wenigstens eine erste Kammer und dem zweiten Flüssigkeitskanal für die zweite Komponente
wenigstens eine zweite Kammer mit veränderbarem Volumen zugeordnet ist und dass beim
Einbringen der zweiten Komponente in den jeweiligen Behälter eine Reduzierung des
Volumens der der zweiten Komponente zugeordneten wenigstens einen zweiten Kammer erfolgt,
und zwar ausgehend von einem Ausgangsvolumen und einhergehend mit einer Vergrößerung
des Volumens der der ersten Komponente zugeordneten wenigstens einen ersten Kammer.
Hierdurch strömt die erste Komponente durch den Durchflussmesser in die wenigstens
eine erste Kammer nach. Die hierbei vom Durchflussmesser gemessene Menge (Volumen)
der ersten Komponente ist gleich der in den Behälter eingebrachten Menge (Volumen)
der zweiten Komponente. Ist das volumen- oder mengengesteuerte Einbringen mehrerer
"zweiter" Komponenten in jeden Behälter notwendig, so erfolgt die vorstehend beschriebene
mittelbare Messung der Mengen (Volumina) der "zweiten" Komponenten beispielsweise
zeitversetzt.
[0008] Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren.
[0009] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1 und 2, die jeweils in schematischer
Darstellung eine Füllposition eines Follsystems zum Füllen von Behältern mit zwei
Komponenten K1 und K2 eines Füllgutes zeigen, näher erläutert.
[0010] Die Fig. 1 zeigt in schematischer Funktionsdarstellung einen Teil eines Füllsystems
1, beispielsweise einer Follmaschine umlaufender Bauart zum Füllen von Behältern 2
mit den unterschiedlichen Komponenten K1 und K2. Diese werden während eines Füllprozesses
in den jeweiligen Behälter 2 mengen- und/oder volumengesteuert in einem vorgegebenen
Mischverhältnis bzw. mitjeweils einem vorgegebenen Soll-Volumen eingebracht, und zwar
auch derart, dass jeder Behälter 2 eine vorgegebene Gesamtmenge des Mischproduktes,
beispielsweise eines Getränks oder eines Fruchtsaftes enthält.
[0011] Die Komponente K1 ist beispielsweise eine flüssige homogene oder im Wesentlichen
homogene Komponente, beispielsweise Fruchtsaft. Die Komponente K2 ist beispielsweise
eine inhomogene Komponente, die bei reduziertem Anteil an Flüssigkeit einen hohen
Anteil an Feststoffen enthält, z.B. in Form von Fruchtfleisch und/oder Fruchtfasern
usw.
[0012] Das Füllsystem 1 umfasst eine Vielzahl von Füllpositionen mit jeweils einem Füllelement
3, welches in der dem Fachmann bekannten Weise bei Füllmaschinen umlaufender Bauart
zusammen mit weiteren Füllelementen am Umfang eines um eine vertikale Maschinenachse
umlaufend angetriebenen Rotors vorgesehen ist. Das Füllelement 3, Ist für das gesteuerte
Einleiten und Beenden des Füllprozesses mit einem Ventil V1 (Flüssigkeitsventil) ausgebildet.
Während des Füllprozesses ist der jeweilige Behälter 2 unter dem Füllelement 3 bzw.
unter einer dortigen Abgabeöffnung angeordnet, und zwar bei der Darstellung der Fig.
1 für ein Freistrahlfüllen mit Abstand vom Füllelement 3. Für sämtliche Füllelemente
3 des Füllsystems sind zwei Kessel 4 und 5 gemeinsam vorgesehen, von denen der Kessel
4 während des Füllbetriebes die Komponente K1 mit einem Druck P1 und der Kessel 5
die Komponente K2 mit dem Druck P2 enthält. An der Abgabeöffnung des Füllelementes
3 weisen die dem Behälter 2 zufließende Komponenten K1 und K2 den Fülldruck P3 auf,
der bei dem Freistrahlfüllen gleich dem Umgebungsdruck ist. Der Druck in den Kesseln
4 und 5 ist so eingestellt, dass der Druck P1 kleiner ist als der Druck P2, aber größer
als der Druck P3, also P3 < P1 < P2.
[0013] Über eine Flüssigkeits-Verbindungs- und Dosierstruktur, die in der Fig. 1 allgemein
mit 6 bezeichnet ist, ist das Füllelement 3 an beide Kessel 4 und 5 angeschlossen.
Innerhalb des Füllsystems 1 ist für jedes Füllelement 3 bzw. für jede Füllposition
eine eigenständige Flüssigkeits-Verbindungs- und Dosierstruktur 6 vorgesehen, die
jeweils im Wesentlichen aus zwei Flüssigkeitswegen oder -kanälen 7 und 8 besteht,
von denen der Flüssigkeitskanal 7 an den Kessel 4 für die Komponente K1 und der Flüssigkeitskanal
8 an den Kessel 5 für die Komponente K2 angeschlossen ist und die in Strömungsrichtung
der Komponenten K1 und K2 an einer Einmündung 9 in einen gemeinsamen Flüssigkeitskanal
des Füllelementes 3 münden, der in der Fig. 1 die Fortsetzung des Flüssigkeitskanals
7 ist.
[0014] In dem Flüssigkeitskanal 7 sind in Strömungsrichtung vom Kessel 4 an das Flüssigkeitsventil
3 aufeinander folgend vorgesehen eine Drossel 10 zur Reduzierung des Volumenstroms
der Komponente K1 bei geöffneten Ventilen V1 und V2, ein Durchflussmesser 11, beispielsweise
in Form eines magnetisch induktiven Durchfiussmessers sowie ein Ventil V2. Im Bereich
zwischen dem Durchflussmesser 11 und dem Ventil V2 ist der Flüssigkeitskanal 7 mit
einer Erweiterung oder ersten Kammer 7.1 ausgebildet.
[0015] In dem Flüssigkeitskanal 8 sind in Strömungsrichtung von dem Kessel 5 an das Füllelement
3 bzw. an die Einmündung 9 aufeinanderfolgend ein Steuerventil V4 und ein Steuerventil
V3 vorgesehen. Zwischen den beiden Ventilen V4 und V3 ist der Flüssigkeitskanal 8
mit einer Erweiterung oder zweiten Kammer 8,1 ausgebildet, die bei der dargestellten
Ausführungsform von dem Innenraum eines in die Kammer 7.1 hineinreichenden Balgs 12
gebildet ist. Der Balg 12 bzw. dessen bewegliche und/oder verformbare Wandungen trennen
die beiden Kammern 7.1 und 8.1 fluid- oder flüssigkeitsdicht. Die Kammer 8.1 besitzt
somit ein veränderbares Volumens In der Weise, dass sich das Volumen der Kammer 7.1
gegenläufig zum Volumen der Kammer 8.1 verändert.
[0016] Es versteht sich von selbst, dass anstatt des Balgs 12, auch andere Ausgestaltungen
von Kammern deren Volumen in einem umgekehrten Verhältnis voneinander abhängt, Anwendung
finden können.
So ist es beispielsweise alternativ möglich, eine Kolben-Zylinder-Anordnung vorzusehen,
welche diese Funktion aufweist. Dazu wäre ein Zylinder mit einem vorzugsweise fliegend
gelagertem Kolben vorzusehen, wobei der Kolben auf der einen Seite mit der ein Komponente
und auf der anderen Seite mit der anderen Komponente beaufschlagt ist. Bedingt durch
diese Anordnung bildet der Kolben somit die Trennung oder Trennebene zwischen beiden
Komponenten, wobei die Volumina der beiden Kammern 7.1 und 8.1 ebenfalls in einem
umgekehrten Verhältnis voneinander abhängen. Da der Kolben darüber hinaus leicht durch
Druckunterschiede zwischen den beiden Komponenten verschiebbar ist, lassen sich die
Kammervolumina leicht anpassen oder in der gewünschten Weise verändern.
[0017] Das Füllsystem 1 bietet den Vorteil, dass mit Hilfe des einzigen Durchflussmessers
11 ein mengen- und/oder volumenmäßiges Dosieren bzw. Einbringen der Komponenten K1
und K2 in den jeweiligen Behälter 2 möglich ist, wobei der Durchflussmesser 11 bei
der Messung nur in einer einzigen Durchflussrichtung von der Komponente K1 durchströmt
wird, nämlich in der Strömungsrichtung vom Kessel 4 an das Füllelement 3. Mit Hilfe
des Durchflussmessers 11 werden unmittelbar die Menge (Volumen) der dem jeweiligen
Behälter 2 zugeführten Komponente K1 und mittelbar auch die Menge (Volumen) der dem
jeweiligen Behälter 2 zugeführten Komponente K2 erfasst.
[0018] Die Arbeitsweise des Füllsystems 1 lässt sich, wie folgt, beschreiben:
1.1. Ausgangszustand des Füllsystems 1
[0019] In dieser Teilphase des Füllprozesses weisen die Ventile folgenden Zustand auf:
- V1:
- Geschlossen
- V2:
- Geschlossen
- V3:
- Geschlossen
- V4:
- Geöffnet
[0020] Die beiden Kessel 4 und 5 sind mit den Komponenten K1 und K2 gefüllt sowie mit dem
Druck P1 und P2 beaufschlagt, Der Balg 12 liegt mit einem Bodenabschnitt 13 gegen
einen Bereich der Kammer 7.1 gebildeten Anschlag 14 an, so dass die Kammer 8.1 ihr
größtes Volumen (Ausgangsvolumen) aufweist. Die Flüssigkeitskanäle 7 und 8 sowie deren
Kammern 7.1 und 8.1 sind vollständig mit der zugehörigen Komponente K1 bzw. K2 gefüllt.
1.2. Füllen der Komponente K2 beim Füllsystems 1
[0021] In dieser Teilphase des Füllprozesses weisen die Ventile folgenden Zustand auf:
- V1:
- Geöffnet
- V2:
- Geschlossen
- V3:
- Geöffnet
- V4:
- Geschlossen
[0022] Durch den Druck P1 der Komponente K1 im Flüssigkeltskanal 7 und in der Kammer 7.1
erfolgen ein Zusammendrücken des Balgs 12 und damit eine zunehmende Reduzierung des
Volumen der Kammer 8.1 sowie ein Einbringen die Komponente K2 über die geöffneten
Ventile V3 und V1 in den unter dem Füllelement 3 bereitstehenden Behälter 2. Gleichzeitig
vergrößert sich das Volumen der Kammer 7.1 mit der Folge eines Volumenstromes der
Komponente K1 aus dem Kessel 4 in die Kammer 7.1, wobei die dabei vom Durchflussmesser
11 gemessene Menge (Volumen) gleich der aus der Kammer 8.1 in dem Behälter 2 eingebrachten
Menge der Komponente K2 ist. Der Durchflussmesser 11 liefert somit ein Messsignal,
welches der in dieser Teilphase des Füllprozesses in den Behälter 2 eingebrachten
Menge (Volumen) der Komponente K2 entspricht.
[0023] Sobald das erforderliche Soll-Volumen der Komponente K2 in den Behälter 2 eingebracht
ist, wird gesteuert durch das Signal des Durchflussmessers 11 diese Teilphase des
Füllprozesses beendet.
1.3. Füllen der Komponente K1 beim Füllsystems 1
[0024] In dieser Teilphase des Follprozesses weisen die Ventile folgenden Zustand auf:
- V1:
- Geöffnet
- V2:
- Geöffnet
- V3:
- Geschlossen
- V4:
- Geschlossen
[0025] Über die geöffneten Ventile V1 und V2 strömt die Komponente K1 solange in den Behälter
2, bis das Soll-Volumen für die Komponente K1 erreicht ist. Die Überwachung erfolgt
wiederum durch den Durchflussmesser 11. Nach Erreichen des Soll-Volumens für die Komponente
K1 werden die Ventile V1 und V2 gesteuert durch das Messsignal des Durchflussmessers
11 geschlossen. Der Füllprozess ist damit beendet. Der gefüllte Behälter 2 kann dann
von dem Füllelement 3 bzw. von der dieses Füllelement aufweisenden Füllposition entnommen
werden.
1.4. Wiederbefollen der Kammer 8.1 beim Füllsystems 1
[0026] Nach Beendigung des Füllprozesses wird die Flüssigkeits-Verbindungs- und Dosierstrecke
6 für das Füllen eines weiteren Behälters 2 vorbereitet. Der Zustand der Ventile in
dieser Vorbereiturtgsphase ist:
- V1:
- Geschlossen
- V2:
- Geschlossen
- V3:
- Geschlossen
- V4:
- Geöffnet
[0027] Bedingt durch den gegenüber dem Druck P1 größeren Druck P2 strömt die Komponente
K2 aus dem Kessel 5 in die Kammer 8.1 bzw. in den Balg 12, so dass schließlich die
Kammer 8.1 wieder ihr maximales Ausgangsvolumen aufweist und der Bodenabschnitt 13
gegen den Anschlag 14 anliegt. Die hierbei aus der Kammer 7.1 verdrängte Menge (Volumen)
der Komponente K1 fließt über den Flüssigkeitskanal 7 zurück In den Kessel 4, ohne
dass eine Messung dieser Menge (Volumen) durch den Durchflussmesser 11 erfolgt. Mit
dem Erreichen des maximalen Ausgangsvolumens der Kammer 8.1 ist der Ausgangszustand
wieder hergestellt, so dass mit dem Füllen des nächsten Behälters 2 begonnen werden
kann.
[0028] Die Fig. 2 zeigt als weitere Ausführungsform ein Füllsystem 1a, welches sich von
dem Füllsystem 1 wesentlich nur dadurch unterscheidet, dass die jeweilige Füllposition
zwei getrennte Auslässe oder Abgabeöffnungen für die Komponenten K1 und K2 aufweist,
wobei diese Auslässe entweder, wie in Fig. 2 angedeutet, von zwei eigenständigen Füllelementen
3a.1 und 3a.2 oder aber von wenigstens zwei getrennten Abgabeöffnungen ein und desselben
Füllelementes gebildet sind.
[0029] Die Flüssigkeits-Verbindungs- und Dosierstruktur 6a, die wiederum für jede Füllposition
des Füllsystems 1 a gesondert vorgesehen Ist, unterscheidet sich demnach von der Flüssigkeits-Verbindungs-
und Dosierstruktur 6 dadurch, dass die beiden Flüssigkeitskanäle 7 und 8 nicht miteinander
verbunden sind, sondern der Flüssigkeitskanal 7 über das Ventil V1 mit der Abgabeöffnung
des Füllelementes 3a.1 und der Flüssigkeitskanal 6 über das Ventil V3 mit der Abgabeöffnung
des Füllelementes 3a.2 in Verbindung stehen. Das Ventil V2 ist entfallen.
[0030] Die Arbeitsweise des Füllsystems 1 a entspricht weitestgehend der Arbeitsweise des
Füllsystems 1 und lässt sich, wie folgt, beschreiben:
2.1. Ausgangszustand des Füllsystems 1 a
[0031] In dieser Teilphase des Füllprozesses weisen die Ventile folgenden Zustand auf:
- V1:
- Geschlossen
- V3:
- Geschlossen
- V4:
- Geöffnet
[0032] Die beiden Kessel 4 und 5 sind mit den Komponenten K1 und K2 gefüllt sowie mit dem
Druck P1 und P2 beaufschlagt. Der Balg 12 liegt mit einem Bodenabschnitt 13 gegen
einen Bereich der Kammer 7.1 gebildeten Anschlag 14 an, so dass die Kammer 8.1 ihr
größtes Volumen (Ausgangsvolumen) aufweist. Die Flüssigkeitskanäle 7 und 8 sowie deren
Kammern 7.1 und 8.1 sind vollständig mit der zugehörigen Komponente K1 bzw. K2 gefüllt.
2.2. Füllen der Komponente K2 beim Füllsystems 1a
[0033] In dieser Teilphase des Füllprozesses weisen die Ventile folgenden Zustand auf:
- V1:
- Geschlossen
- V3:
- Geöffnet
- V4:
- Geschlossen
[0034] Der jeweilige Behälter 2 ist hierbei zunächst unter der Abgabeöffnung des Füllelementes
3a.2 angeordnet.
[0035] Durch den Druck P1 der Komponente K1 im Flüssigkeitskanal 7 und in der Kammer 7.1
erfolgen ein Zusammendrücken des Balgs 12 und damit eine zunehmende Reduzierung des
Volumen der Kammer 8.1 sowie ein Einbringen die Komponente K2 über das geöffnete Ventil
V3 in den unter dem Füllelement 3a.2 bereitstehenden Behälter 2. Gleichzeitig vergrößert
sich das Volumen der Kammer 7.1 mit der Folge eines Volumenstroms der Komponente K1
aus dem Kessel 4 in diese Kammer, wobei die dabei vom Durchflussmesser 11 gemessene
Menge (Volumen) gleich der aus der Kammer 8.1 in dem Behälter 2 eingebrachten Menge
der Komponente K2 ist. Der Durchflussmesser 11 liefert somit ein Messsignal, welches
der In dieser Teilphase des Füllprozesses in den Behälter 2 eingebrachten Menge (Volumen)
der Komponente K2 entspricht.
[0036] Sobald das erforderliche Soll-Volumen der Komponente K2 in den Behälter 2 eingebracht
ist, wird gesteuert durch das Signal des Durchflussmessers 11 diese Teilphase des
Füllprozesses beendet.
2.3. Füllen der Komponente K1 beim Füllsystems 1a
[0037] In dieser Teilphase des Füllprozesses weisen die Ventile folgenden Zustand auf:
- V1:
- Geöffnet
- V3:
- Geschlossen
- V4:
- Geschlossen
[0038] Zum Einbringen der Komponente K1 in den Behälter 2 wird dieser unter dem Füllelement
3a.1 angeordnet, was durch entsprechendes Bewegen des jeweiligen Behälters 2 und/oder
der Füllelemente 3a.1 und 3a.2 der betreffenden Füllposition erfolgen kann.
[0039] Über das geöffnete Ventile V1 strömt die Komponente K1 solange in den Behälter 2,
bis das Soll-Volumen für die Komponente K1 erreicht ist. Die Überwachung erfolgt wiederum
durch den Durchflussmesser 11. Nach Erreichen des Soll-Volumens für die Komponente
K1 wird das Ventile V1 gesteuert durch das Messsignal des Durchflussmessers 11 geschlossen.
Der Füllprozess ist damit beendet. Der gefüllte Behälter 2 kann dann von dem Füllelement
3a.1 bzw. von der dieses Füllelement aufweisenden Füllposition entnommen werden.
2.4. Wiederbefüllen der Kammer 8.1 beim Füllsystems 1a
[0040] Nach Beendigung des Füllprozesses wird die Flüssigkeits-Verbindungs- und Dosierstrecke
6a für das Füllen eines weiteren Behälters 2 vorbereitet. Der Zustand der Ventile
in dieser Vorbereitungsphase ist:
- V1:
- Geschlossen
- V3:
- Geschlossen
- V4:
- Geöffnet
[0041] Bedingt durch den gegenüber dem Druck P1 größeren Druck P2 strömt die Komponente
K2 aus dem Kessel 5 in die Kammer 8.1 bzw. in den Balg 12, so dass schließlich die
Kammer 8.1 wieder ihr maximales Ausgangsvolumen aufweist und der Bodenabschnitt 13
gegen den Anschlag 14 anliegt. Die hierbei aus der Kammer 7.1 verdrängte Menge (Volumen)
der Komponente K1 fließt über den Flüssigkeitskanal 7 zurück in den Kessel 4, ohne
dass eine Messung dieser Menge (Volumen) durch den Durchflussmesser 11 erfolgt. Mit
dem Erreichen des maximalen Ausgangsvolumens der Kammer 8.1 ist der Ausgangszustand
wieder hergestellt, so dass mit dem Füllen des nächsten Behälters 2 begonnen werden
kann.
[0042] Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht
sich, dass Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind.
[0043] So Ist es Insbesondere möglich, die Kammern 7.1 und 8.1 mit dem variablen Volumen
auch auf andere Weise zu realisieren, beispielsweise allgemein durch einen geschlossenen
Raum, der durch eine bewegliche Wand in die Kammern 7.1 und 8.1 unterteilt ist oder
durch wenigstens eine Kolben-Zylinder-Anordnung mit wenigstens einem in einem Zylinder
axial verschiebbaren Kolben und mit zwei z.B. durch diesen Kolben voneinander getrennten
Zylinderräumen, von denen dann einer die Kammer 7.1 und der andere die Kammer 8.1
bildet.
[0044] Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, den Flüssigkeitskanal 8 mit der Kammer
8.1, deren Volumenänderung einen entsprechenden Volumenstrom in dem den Durchflussmesser
11 aufweisenden Flüssigkeitskanal 7 erzeugt, mehrfach vorzusehen, um so unter Verwendung
eines einzigen Durchflussmessers mehr als zwei Komponenten eines Mischproduktes, beispielsweise
eines Mischgetränkes in Behälter 2 mengen- und/oder volumengesteuert abzufallen.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1, 1a
- Füllsystem
- 2
- Behälter
- 3, 3a.1, 3a.2
- Füllelement
- 4, 5
- Kessel
- 6, 6a
- Flüssigkeits-Verbindungs- und Dosierstruktur
- 7, 8
- Flüssigkeitskanal
- 7.1, 8.1
- Kammer
- 9
- Einmündung des Flüssigkeitskanals 8 in den Flüssigkeitskanal 7
- 10
- Drossel
- 11
- Durchflussmesser
- 12
- Balg
- 13
- Bodenabschnitt
- 14
- Anschlag
- K1, K2
- Komponente
- P1, P2, P3
- Druck
- V1 - V4
- Ventil
1. Verfahren zum volumen- oder mengengesteuerten Füllen von Behältern (2) mit einem aus
wenigstens zwei unterschiedlichen Komponenten (K1, K2) bestehenden Füllgut, von denen
eine erste Komponente (K1) dem zu füllenden Behälter (2) bei unmittelbarer Messung
der Menge bzw. des Volumens dieser Komponente zugeführt wird und das volumen- oder
mengengesteuerte Einbringen wenigstens einer zweiten Komponente (K2) in den Behälter
(2) mittelbar durch Messen eines aus dem Volumenstrom der wenigstens einen zweiten
Komponente resultierenden Volumenstroms der ersten Komponente (K1) erfolgt, wobei
der Volumenstrom der wenigstens einen zweiten Komponente (K2) unmittelbar der dem
jeweiligen Behälter zufließende Volumenstrom ist, und/oder wobei eine für die Messung
verwendete Mengen- oder Volumenmesseinrichtung (11), vorzugsweise ein Durchflussmesser,
beim unmittelbaren Messen der Menge der ersten Komponente (K1) und beim mittelbaren
Messen der Menge der wenigstens einen zweiten Komponente (K2) in ein und derselben
Strömungsrichtung durchströmt wird, wobei ein Füllsystem (1, 1a) verwendet wird, welches
zum volumen- oder mengengesteuerten Einbringen der ersten und der wenigstens einen
zweiten Komponente (K1, K2) in den jeweiligen Behälter (2) einen ersten Flüssigkeitskanal
(7) für die erste Komponente (K1) mit wenigstens einer ersten im Volumen veränderbaren
Kammer (7.1) und einen getrennten zweiten Flüssigkeitskanal (8) für die wenigstens
eine zweite Komponente (K2) mit wenigstens einer zweiten im Volumen veränderbaren
Kammer (8.1) aufweist, wobei zur Erzeugung des aus dem Volumenstrom der wenigstens
einen zweiten Komponente (K2) resultlerenden Volumenstroms der ersten Komponente (K1)
die wenigstens eine zweite Komponente (K2) aus der wenigstens einen zweiten Kammer
(8.1) unter Reduzierung des Volumens dieser Kammer (8.1) in den Behälter (2) eingebracht
wird und die Reduzierung des Volumens der wenigstens einen zweiten Kammer (8.1) eine
Vergrößerung des Volumens der wenigstens einen ersten Kammer (7.1) und damit einen
Volumenstrom der ersten Komponente in die erste Kammer und durch die Mengen- oder
Volumenmesseinrichtung (11) bewirkt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils einer zweiten Kammer (8.1) wenigstens eine erste Kammer (7.1) zugeordnet
ist, und dass die Volumenänderung der zweiten Kammer (8.1) eine gegenläufige Volumenänderung
der zugeordneten ersten Kammer (7.1) bewirkt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine erste und/oder zweite Kammer (K1, K2) von dem Innenraum eines
Balgs (12) oder eines balgartigen Elementes und/oder von einem Zylinderraum einer
Kolben-Zylinder-Anordnung gebildet ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbringen der ersten und der wenigstens einen zweiten Komponente in den jeweiligen
Behälter (2) über ein gemeinsames Füllelement (3) oder über gesonderte Füllelemente
(3a.1, 3a.2) und/oder über gesonderte Abgabeöffnungen erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Komponente (K1) mit einem ersten Druck (P1) beaufschlagt ist, und dass
die Änderung des Volumens der wenigstens einen zweiten Kammer (8.1) beim Einbringen
der wenigstens einen zweiten Komponente in den Behälter (2) zumindest unterstützt
durch den ersten Druck (P1) der ersten Komponente erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Beendigung des Füllprozesses zur Vorbereitung eines weiteren Füllprozesses der
wenigstens einen zweiten Kammer (8.1) die zweite Komponente (K2) unter einem Druck
(P2) zugeführt wird, und zwar unter Vergrößerung des Volumens dieser Kammer auf ihr
Ausgangsvolumen und durch Verdrängen der ersten Komponente aus der wenigstens einen
ersten Kammer (7.1).
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor Beginn eines jeden Füllprozesses die wenigstens eine zweite Kammer (8.1) und
der zweite Flüssigkeitskanal (8) vollständig mit der mit dem zweiten Druck (P2) beaufschlagten
zweiten Komponente (K2) gefüllt werden, dass dann zum Füllen des jeweiligen Behälters
(2) der zweite Flüssigkeitskanal (8) zum Einleiten der zweiten Komponente (K2) mit
einem gegenüber dem zweiten Druck (P2) reduziertem Fülldruck (P3) in dem zu füllenden
Behälter (2) geöffnet und hierbei der aus dem Volumenstrom der zweiten Komponente
resultierende Volumenstrom der ersten Komponente mit der Mengen- oder Volumenmesselnrichtung
(11) gemessen und der Flüssigkeitskanal (8) bei Erreichen eines in den Behälter (2)
eingebrachten Soll-Volumens der zweiten Komponente wieder geschlossen wird, und dass
anschließen durch Öffnen des ersten Flüssigkeitskanals (7) die erste Komponente (K1)
gesteuert durch die Mengen- oder Volumenmesseinrichtung (11) mit dem erforderlichen
Soll-Volumen in den Behälter (2) eingebracht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Druck (P1) größer als der Fülldruck (P3), aber kleiner als der zweite Druck
(P2) ist.
9. Füllsystem zum volumen- oder mengengesteuerten Füllen von Behältern (2) mit einem
aus wenigstens zwei unterschiedlichen Komponenten (K1, K2) bestehenden Füllgut, von
denen eine erste Komponente (K1) dem zu füllenden Behälter (2) über einen ersten Flüssigkeitskanal
(7) bei unmittelbarer Messung der Menge bzw. des Volumens dieser Komponente zugeführt
wird und das volumen- oder mengengesteuerte Einbringen wenigstens einer zweiten Komponente
(K2) in den Behälter (2) mittelbar durch Messen eines aus dem Volumenstrom der wenigstens
einen zweiten Komponente resultierenden Volumenstroms der ersten Komponente (K1) erfolgt,
wobei im ersten Flüssigkeitskanal (7) für die erste Komponente (K1) eine erste im
Volumen veränderbaren Kammer (7.1) und in einem getrennten zweiten Flüssigkeitskanal
(8), über den die wenigstens eine zweite Komponente (K2) in den Behälter einbringbar
ist, eine zweite im Volumen veränderbare Kammer (8.1) vorgesehen sind, dass jeweils
einer zweiten Kammer (8.1) wenigstens eine erste Kammer (7.1) zugeordnet ist, und
dass die Volumenänderung der zweiten Kammer (8.1) eine gegenläufige Volumenänderung
der zugeordneten wenigstens einen ersten Kammer (7.1) derart bewirkt, dass ein Volumenstrom
der ersten Komponente in die wenigstens eine erste Kammer (7.1) und durch die Mengen-
oder Volumenmesseinrichtung (11) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass an Füllpositionen jeweils ein für die Komponenten (K1, K2) gemeinsames Füllelement
(3) oder gesonderte Füllelemente (3a.1, 3a.2) und/oder gesonderte Abgabeöffnungen
vorgesehen sind, und dass bei einem gemeinsamen Füllelement (3) oder bei gesonderten
Füllelementen und/oder bei einer gemeinsamen Abgabeöffnung für die erste Komponente
(K1) und die wenigstens eine zweite Komponente (K2) in den Flüssigkeitskanälen (7,
8) jeder Komponente vor der Abgabeöffnung ein eigenständig steuerbares Ventil (V2,
V3) vorgesehen ist.
10. Füllsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine erste und/oder zweite Kammer (K1, K2) von dem Innenraum eines
Balgs (12) oder eines balgartigen Elementes und/oder von einem Zylinderraum einer
Kolben-Zylinder-Anordnung gebildet ist.
11. Füllsystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mengen- oder Volumenmesseinrichtung (11) im ersten Flüssigkeitskanal (7) in Strömungsrichtung
der ersten Komponente (K1) vor der wenigstens einen ersten Kammer (7.1) vorgesehen
ist.
12. Füllsystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine erste und/oder zweite Kammer (7.1, 8.1) von einem Teilabschnitt
und/oder einer Erweiterung des ersten oder zweiten Flüssigkeftskanals (7, 8) gebildet
sind.
13. Füllsystem nach einem der Ansprüche, 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Im zweiten Flüssigkeitskanal (8) in Strömungsrichtung der zweiten Komponente (K2)
vor der wenigstens einen zweiten Kammer (8.1) ein eigenständig steuerbares drittes
Ventil (V4) vorgesehen ist.
14. Füllsystem nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Flüssigkeitskanal (7) und der wenigstens eine zweite Flüssigkeitskanal
(8) jeweils an eine die erste Komponente (K1) unter einem ersten Druck (P1) bzw. die
zweite Komponente (K2) unter einem zweiten Druck (P2) führende Quelle, beispielsweise
in Form jeweils eines Kessels (4, 5) angeschlossen sind, und dass der erste Druck
(P1) größer als der Fülldruck (P3), aber kleiner als der zweite Druck (P2) ist.
1. Method for filling containers (2) with a filling material composed of at least two
different components (K1, K2) in a volume- or amount-controlled manner, of which a
first component (K1) is fed to the container (2) to be filled, the amount or the volume
of said component being measured directly, and the volume- or amount-controlled introduction
of at least one second component (K2) into the container (2) is accomplished indirectly
by measuring a volumetric flow rate of the first component (K1) resulting from the
volumetric flow rate of the at least one second component, wherein the volumetric
flow rate of the at least one second component (K2) actually is the volumetric flow
rate flowing to the respective container, and/or wherein an amount- or volume-measuring
unit (11) used for the measurement, preferably a flow meter, during the direct measurement
of the amount of the first component (K1) and during the indirect measurement of the
amount of the at least one second component (K2) has flow through it in one and the
same flow direction, wherein a filling system (1, 1a) is used which, for the volume-
or amount-controlled introduction of the first and of the at least one second component
(K1, K2) into the respective container (2), has a first fluid channel (7) for the
first component (K1) with at least one first volume-modifiable chamber (7.1) and a
separate second fluid channel (8) for the at least one second component (K2) with
at least one second volume-modifiable chamber (8.1), wherein, in order to generate
the volumetric flow rate of the first component (K1) resulting from the volumetric
flow rate of the at least one second component (K2), the at least one second component
(K2) from the at least one second chamber (8.1) is introduced, reducing the volume
of said chamber (8.1), into the container (2) and the reduction in volume of the at
least one second chamber (8.1) causes an increase in volume of the at least one first
chamber (7.1) and thus a volumetric flow rate of the first component into the first
chamber and through the amount- or volume measuring unit (11).
2. Method according to claim 1, characterised in that, each time, a second chamber (8.1) is allocated at least one first chamber (7.1),
and that the volume change of the second chamber (8.1) causes an opposite volume change
of the allocated first chamber (7.1).
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the at least one first and/or second chamber (K1, K2) is formed by the interior of
a bellows (12) or of a bellows-type element and/or by a cylinder space of a piston-cylinder
arrangement.
4. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the introduction of the first and of the at least one second component into the respective
container (2) is achieved via a common filling element (3) or via separate filling
elements (3a.1, 3a.2) and/or via separate discharge openings.
5. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the first component (K1) is subjected to a first pressure (P1), and that the change
in volume of the at least one second chamber (8.1) during the introduction of the
at least one second component into the container (2) is achieved at least supported
by the first pressure (P1) of the first component.
6. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that, following completion of the filling process, in order to prepare a further filling
process of the at least a second chamber (8.1), the second component (K2) is supplied
at a pressure (P2), with the volume of said chamber being enlarged to its initial
volume and the first component being displaced from the at least one first chamber
(7.1).
7. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that, prior to starting each filling process, the at least one second chamber (8.1) and
the second fluid channel (8) are completely filled with the second component (K2)
subjected to the second pressure (P2), that, in order to fill the respective container
(2), the second fluid channel (8) is then opened in order to feed in the second component
(K2) at a filling pressure (P3) that is reduced vis-à-vis the second pressure (P2)
into the container (2) to be filled and, in doing so, the volumetric flow rate of
the first component resulting from the volumetric flow rate of the second component
is measured with the amount- or volume measuring unit (11) and the fluid channel (8)
is again closed when reaching a nominal volume, introduced into the container (2),
of the second component, and that, by opening the first fluid channel (7), the first
component (K1) is then introduced under the control of the amount- or volume measuring
unit (11), at the nominal volume required, into the container (2).
8. Method according to claim 7, characterised in that the first pressure (P1) is greater than the filling pressure (P3) but smaller than
the second pressure (P2).
9. Filling system for filling containers (2) with a filling material consisting of at
least two different components (K1, K2) in a volume- or amount-controlled manner,
of which components a first component (K1) is fed to the container (2) to be filled,
via a first fluid channel (7), the amount or the volume of said component being measured
directly, and the volume- or amount-controlled introduction of at least one second
component (K2) into the container (2) is accomplished indirectly by measuring a volumetric
flow rate of the first component (K1) resulting from the volumetric flow rate of the
at least one second component, wherein, in the first fluid channel (7) for the first
component (K1), a first volume-modifiable chamber (7.1) and, in a separate second
fluid channel (8) via which the at least one second component (K2) can be introduced
into the container, a second volume-modifiable chamber (8.1) are provided, that, each
time, a second chamber (8.1) is allocated at least one first chamber (7.1), and that
the volume change of the second chamber (8.1) causes an opposite volume change of
the allocated at least one first chamber (7.1) such that a volumetric flow rate of
the first component into the at least one first chamber (7.1) and through the amount-
or volume measuring unit (11) is accomplished, characterised in that, at filling positions, each time one filling element (3) common to the components
(K1, K2) or separate filling elements (3a.1, 3a.2) and/or separate discharge openings
are provided and that, in case of a common filling element (3) or in case of separate
filling elements and/or in case of a common discharge opening for the first component
(K1) and the at least one second component (K2) in the fluid channels (7, 8) of each
component, an independently controllable valve (V2, V3) is provided before the discharge
opening.
10. Filling system according to claim 9, characterised in that the at least one first and/or second chamber (K1, K2) is formed by the interior of
a bellows (12) or of a bellows-type element and/or by a cylinder space of a piston-cylinder
arrangement.
11. Filling system according to claim 9 or 10, characterised in that the amount- or volume measuring unit (11) is provided in the first fluid channel
(7) in the flow direction of the first component (K1) before the at least one first
chamber (7.1).
12. Filling system according to any one of claims 9 to 11, characterised in that the at least one first and/or second chamber (7.1, 8.1) are formed by a partial section
and/or an extension of the first or second fluid channel (7, 8).
13. Filling system according to any one of claims 9 to 12, characterised in that, in the second fluid channel (8) in the flow direction of the second component (K2),
an independently controllable third valve (V4) is provided before the at least one
second chamber (8.1).
14. Filling system according to any one of claims 9 to 13, characterised in that the first fluid channel (7) and the at least one second fluid channel (8) each are
connected to a source containing the first component (K1) at a first pressure (P1)
or the second component (K2) at a second pressure (P2), said source, for example,
each time taking the form of a vessel (4, 5), and that the first pressure (P1) is
greater than the filling pressure (P3) but smaller than the second pressure (P2).
1. Procédé de remplissage selon un volume ou une quantité commandée de récipients (2)
avec un produit de remplissage constitué d'au moins deux composants (K1, K2) différents,
dont un premier composant (K1) est amené au récipient (2) à remplir lors de la mesure
directe de la quantité ou du volume de ce composant et l'introduction selon un volume
ou une quantité commandée d'au moins un second composant (K2) dans le récipient (2)
étant indirectement effectuée par mesure d'un débit volumétrique du premier composant
(K1) résultant du débit volumétrique de l'au moins un second composant, sachant que
le débit volumétrique de l'au moins un second composant (K2) est directement le débit
volumétrique s'écoulant vers le récipient respectif, et/ou sachant qu'un dispositif
de mesure de la quantité ou du volume (11) utilisé pour la mesure, de préférence un
débitmètre est traversé lors de la mesure directe de la quantité du premier composant
(K1) et lors de la mesure indirecte de la quantité de l'au moins un second composant
(K2) dans un seul et même sens d'écoulement, sachant qu'un système de remplissage
(1, 1a) est utilisé, lequel présente pour l'introduction selon un volume ou une quantité
commandée du premier et de l'au moins un second composant (K1, K2) dans le récipient
respectif (2) un premier canal de liquide (7) pour le premier composant (K1) avec
au moins une première chambre (7.1) au volume modifiable et un second canal de liquide
(8) séparé pour l'au moins un second composant (K2) avec au moins une seconde chambre
au volume modifiable (8.1), sachant que pour la génération du débit volumétrique du
premier composant (K1) résultant du débit volumétrique de l'au moins un second composant
(K2), l'au moins un second composant (K2) est introduit à partir de l'au moins une
seconde chambre (8.1) en réduisant le volume de cette chambre (8.1) dans le récipient
(2) et que la réduction du volume de l'au moins une seconde chambre (8.1) provoque
une augmentation du volume de l'au moins une première chambre (7.1) et ainsi un débit
volumétrique du premier composant dans la première chambre et au travers du dispositif
de mesure de la quantité ou du volume (11).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une première chambre (7.1) est respectivement associée à une seconde chambre
(8.1) et en ce que la modification de volume de la seconde chambre (8.1) provoque une modification de
volume contraire de la première chambre associée (7.1).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'au moins une première et/ou seconde chambre (K1, K2) est formée par l'espace intérieur
d'un soufflet (12) ou un élément de type soufflet et/ou par un espace cylindrique
d'un ensemble de piston et cylindre.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'introduction du premier et de l'au moins un second composant est effectuée dans
le récipient (2) respectif par un élément de remplissage commun (3) ou par des éléments
de remplissage (3a.1, 3a.2) séparés et/ou par des ouvertures de sortie séparées.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier composant (K1) est mis sous une première pression (P1), et en ce que la modification du volume de l'au moins une seconde chambre (8.1) est effectuée lors
de l'introduction de l'au moins un second composant dans le récipient (2) avec le
soutien au moins de la première pression (P1) du premier composant.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à la fin du processus de remplissage pour la préparation d'un autre processus de remplissage
de l'au moins une seconde chambre (8.1), le second composant (K2) est amené sous une
pression (P2), et ce en augmentant le volume de cette chambre à son volume de départ
et en déplaçant le premier composant de l'au moins une première chambre (7.1).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avant le début de chaque processus de remplissage, l'au moins une seconde chambre
(8.1) et le second canal de liquide (8) sont complètement remplis avec le second composant
(K2) mis sous la seconde pression (P2), en ce que pour le remplissage du récipient respectif (2), le second canal de liquide (8) est
ensuite ouvert pour l'introduction du second composant (K2) avec une pression de remplissage
(P3) réduite par rapport à la seconde pression (P2) dans le récipient (2) à remplir
et le débit volumétrique du premier composant résultant du débit volumétrique du second
composant est mesuré avec le dispositif de mesure de la quantité ou du volume (11)
et le canal de liquide (8) est refermé lors de l'atteinte d'un volume de consigne
introduit dans le récipient (2) du second composant, et en ce que par l'ouverture du premier canal de liquide (7), le premier composant (K1) est ensuite
introduit de manière commandée par le dispositif de mesure de la quantité ou du volume
(11) avec le volume de consigne nécessaire dans le récipient (2).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la première pression (P1) est supérieure à la pression de remplissage (P3) mais inférieure
à la seconde pression (P2).
9. Système de remplissage pour le remplissage selon un volume ou une quantité commandée
de récipients (2) avec un produit de remplissage constitué d'au moins deux composants
différents (K1, K2), dont un premier composant (K1) est amené au récipient à remplir
(2) par un premier canal de liquide (7) lors de la mesure directe de la quantité ou
du volume de ce composant et l'introduction selon un volume ou une quantité commandée
d'au moins un second composant (K2) dans le récipient (2) est effectuée indirectement
par mesure d'un débit volumétrique du premier composant (K1) résultant du débit volumétrique
de l'au moins un second composant, sachant qu'une première chambre (7.1) au volume
modifiable est prévue dans le premier canal de liquide (7) pour le premier composant
(K1) et qu'une seconde chambre (8.1) au volume modifiable est prévue dans un second
canal de liquide (8) séparé, par lequel l'au moins un second composant (K2) peut être
introduit dans le récipient, en ce qu'au moins une première chambre (7.1) est respectivement
associée à une seconde chambre (8.1) et en ce que la modification de volume de la
seconde chambre (8.1) provoque une modification de volume contraire de l'au moins
une première chambre associée (7.1) de telle manière qu'un débit volumétrique du premier
composant passe dans l'au moins une première chambre (7.1) et au travers du dispositif
de mesure de la quantité ou du volume (11), caractérisé en ce que sur des postes de remplissage, respectivement un élément de remplissage (3) commun
aux composants (K1, K2) ou des éléments de remplissage séparés (3a.1, 3a.2) et/ou
des ouvertures de sortie séparées sont prévues, et en ce qu'une soupape (V2, V3) pouvant être commandée de manière autonome est prévue pour un
élément de remplissage commun (3) ou pour des éléments de remplissage séparés et/ou
pour une ouverture de sortie commune pour le premier composant (K1) et l'au moins
un second composant (K2) dans les canaux de liquide (7, 8) de chaque composant avant
l'ouverture de sortie.
10. Système de remplissage selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'au moins une première et/ou seconde chambre (K1, K2) est formée par l'espace intérieur
d'un soufflet (12) ou d'un élément de type soufflet et/ou par un espace cylindrique
d'un ensemble de piston et de cylindre.
11. Système de remplissage selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le dispositif de mesure de la quantité ou du volume (11) est prévu dans le premier
canal de liquide (7) dans le sens d'écoulement du premier composant (K1) avant l'au
moins une première chambre (7.1).
12. Système de remplissage selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que l'au moins une première et/ou seconde chambre (7.1, 8.1) est formée par une section
partielle et/ou un élargissement du premier ou second canal de liquide (7, 8).
13. Système de remplissage selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisé en ce qu'une troisième soupape (V4) commandable de manière autonome est prévue dans le second
canal de liquide (8) dans le sens d'écoulement du second composant (K2) avant l'au
moins une seconde chambre (8.1).
14. Système de remplissage selon l'une quelconque des revendications 9 à 13, caractérisé en ce que le premier canal de liquide (7) et l'au moins un second canal de liquide (8) sont
respectivement raccordés à une source menant le premier composant (K1) sous une première
pression (P1) ou le second composant (K2) sous une seconde pression (P2), par exemple
sous la forme respectivement d'une chaudière (4, 5) et en ce que la première pression (P1) est supérieure à la pression de remplissage (P3) mais inférieure
à la seconde pression (P2).


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